ücrmWFunl) Erscheint täglich mit Ausnahme des MsntatzS- Bureau: Schulstraße 7. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. '“«=8äue20 er perWocheM^. olkengasse 17. eingeführte Dienstabzeichen trägt. Gießen, den 2. Mai 1883. ibww t. Taxator '»iz *'609 ermoglW-^ @eyefeDor^la0 unb j^e für den Bundesrath bestimmte Mittheilung wird der unterzeichnete Reichskanzler bereitwillig zur Kenntniß Sr. Maj. des Kaisers und zur Berathung des Bundesraths bringen. Und wenn eine solche Vorlage die Militärverwaltung betrifft, so werden deren Organe im Bundesrath Gelegenheit haben, sich über dieselbe auszulassen. Gegen die dem erwähnten Anträge zu Grunde liegende Voraussetzung der Möglichkeit aber, daß die Militärverwaltung des Reichs verpflichtet oder berechtigt sein könnte, directen Aufforderungen des Reichstags Folge zu leisten oder dieselben auch nur amtlich entgegenzunehmen, glaube ich iin Ramen Sr. Maj. des Kaisers Vermal'"""" einlegen zu sollen, und bitte Eure Hochwohlgeboren ergebenst, dieselbe zur Kenntniß des Reichstags zu bringen. Der Reichskanzler v. Bismarck/ Betreffend: Die Verpflichtung des Franz Böhm von Guntersblum auf den Forst-, Jagd- und Fischereifchutz. PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. ItutnÄelT. _ ehrliches MadHtt in eine MW grpeb. bL (OOOOOOCOOg cheyor.GaNenrc., h Lederhandlung ' Ammer in der Muhmen Herrn iu trockenen Keller, cht, sowie Pferde-' lkfurterstraße N all Wenzel. ist Laden mit sMnl. chremttgeseüen rd. Wiedmeyer. gegen genügende Ml Klein-MeN— DOOOOO j raiuiii.) 55.) ) tcwirthschch,^ * . - Abonnement I 80 4 * geint v Aalchen v f 2915 ft 000099 Amerika. Ää« X SM«- «dd*«. D» Ml --ich-»' !«-- Deutschland. Berlin, 2 Mai. Die Annahme, daß der Minister der öffentlichen Arbeiten, Mastbach, sofort abreifen würde, dürfte nicht zutreffend sein Nach Allem, was verlautet, gedenkt der Minister gegen den 10. Mai Machst nach Ober-Italien zu gehen. Von den Aerzteu soll Herrn Mastbach dringend empfohlen worden sein, sich aller Geschäfte zu enthalten und nicht wre m früheren Jahren, während der Urlaubsreife sich die wichtigen Sachen nachschicken zu lassen. Da das Leiden des Ministers vornehmlich m nervöser Abfpannung besteht, so steht zu hoffen, daß eine längere Enthaltung von der anstrengenden Arbeit'eine baldige Genesung zur Folge haben wird. Berlin, 2. Mai. Bei Beginn der Reichstagssitzung wird folgendes Schreiben des Reichskanzlers an den Präsidenten vertheüt- „Unter Nr. 280 der Reichstags-Drucksachen liegt ein Antrag vor: ^Der Reichstag wolle beschließen: Die Militärverwaltung aufzufordern, den Geschäftsbetrieb m Muitar- werkstätten für Privatrechnung, den Handelsverkehr der Cantinen mtt Cwllper- sonen und die Verwendung von Pferden der Militärverwaltung zum ^ohnfuhr- aewerbe zu untersagen." rr r ~ „Mit Bezugnahme auf Art. 17 der Reichsverfassung, nach welchem ^r. Majestät dem Kaiser unter Verantwortlichkeit des Reichskanzlers die Ueberwachung der Ausführung der Reichsgesetze zusteht, und aus Art. 63, nach welchem das gejammte Reichsheer unter dem Befehl des Kaisers steht, beehre ich mich, daraus ausmerksam zu machen, daß die Militärverwaltung des deutschen Heeres weder im Reichstage noch zu demselben eine Stellung hat, welche i()r bte Empfangnahme und Befolgung von Aufforderungen dieser hohen Körperschaft Der Bries hat im Hause einen sensationellen Eindruck gemacht. Berlin, 2. Mat. Seine Majestät der Kaiser begab sich heute Vormittag um 91/2 Uhr mit der Großherzogin von Baden nach Potsdam und beabsichtigt, nach der Besichtigung des 1. Garderegtments beim Offictercorps dieses Regiments zu frühstücken, um dann über Babelsberg zurückzukehren. , — Reichstag. Dem Präsidenten des Reichstages ging ein Schreiben des Reichskanzlers zu mit der Bitte, dasselbe zur Kenntniß des Reichstags zu bringen. (Stehe dasselbe oben unter Berlin.) r . Richter begründete seinen Antrag. Daß derselbe sich an die Adresse der Militärverwaltung richte, sei ein alter Brauch des Hauses, man habe oft schon Resolutionen an die Poft oder andere Verwaltungen gerechtet; er sei aber bereit, anstatt der Militärverwaltung die Adresse des Reichskanzlers in seinen Antrag aufzunehmen. Der Krtegs- mtnister weist darauf hin, daß die Commission die Rothwendtgkeit der gesetzlichen Regelung der bezüglichen Fragen verneint und sich von seinen im Namen des Kaisers abgegebenen Erklärungen für befriedigt erklärt habe. Die Klagen über die Beeinträchtigung der Privatpersonen seien übertrieben. Der Antrag Richter, die Militärverwaltung aufzufordern, lasse bet der Wahl dieses Ausdrucks vermuthen, daß der Reichstag auch die Macht habe, seiner Aufforderung Nachdruck zu verschaffen; das s.t aber nicht der Fall, im Gegentheil bedeute der Antrag direkte Eingriffe in die Macht- besugniß des obersten Kriegsherrn. Der Kaiser selbst habe anzuordnen, die Heeresverwaltung nur auszuführen. Er bitte den Antrag Rechter in jeder Form abmlehnen. Windthorst bittet, den Antrag Richter abzulehnen, da ein. materielles Bedursniß zu demselben nicht vorliege. Goldschmidt spricht für, v. Kleist-Retzow und Heydemann Hm Namen der Nationalliberalen) gegen den Antrag. Richter sagt, die angeblich durch den Antrag bedrohte Commandobefugniß des obersten Kriegsherrn habe ihre Grenze in dem Geldbewilligungsrecht des Reichstags. Es sei ein Recht des Reichstags, wenn er die Benutzung aus Reichsmitteln angeschaffter Pferde zum Gewerbebetriebe als Mißbrauch ,-rklärt. Der Redner erinnert daran, daß die Ernennung Brousarts vielfach als Ernennung eines Confliktsministers aufgefaßt worden set. Der Kriegsminister bemerkt, er wandle dieselben Wege wie sein Amtsvorgänger, und werde den Bestrebungen, die Militärverwaltung einzuschränken, überall entgegentreten. Die Abstimmung erfolgt erst bet der dritten Lesung, Der Antrag Büchtemann, die Geselleninnungen betr., wurde dem Anträge der Commission gemäß abgelehnt. Freitag: Fortsetzung und Etat. — Abgeordnetenhaus. Zu § 14a des Zuständigkeltsgesetzes, wonach der Regierungspräsident die Wahlen der Gemeindebeamten bestätigt und die Versagung der Bestätigung nur unter der Zustimmung des Bezirksausschusses statthaft sein soll, bean- traat- Dir'cklet daß von den Mitgliedern des Gemeindevorstandes nur die Bürger- mesiter und derenO regelmäßige SteSvertreter der Bestätigung^dürf« beantragte, daß der von dem Regierungspräsidenten unter Zustimmung des Bezirks' auSschusses gefaßte Beschluß endgütig sein soll. Minister v. Puttkame^ erklärte den Antrag Diri'chlet für unannehmbar, auch den Vorschlag der Brüll sprach für den Commissionsantrag mit dem Amendement H/Lbebrandt, v. Zedl tz gegen beide Windthorst erklärte sich zunächst für den Antrag Dirichlet und sagte dann, er^werde gegen das ganze Gesetz stimmen, wenn der von der Commission vorgefchlagene Paragraph abgelehnt würde. Der Antrag D.richlet wurde abgelehnt und der Commissionsparagraph mit dem Zusatze Heydebrandt angenommen. — DI^Ziickeisteuei-Commission hat heute, unter ZukZtcknahme desBeschlusses erster Lesung, wonach die Exportbonifikation um 60 ermdfjtgt n>trb, bie Negümngs- 7°' aae angenommen, welche diese Bonifikation auf 40 H berabsetzt Gl-ichz-tüg wurde das Amendement angenommen, daß das Gesetz nur bis zum 1. Oktober 18. tn Kraft bleiben soll, so daß. wenn bis dahin eine desimtive Regelung der Frage nicht erfolgt ist. die jetzt geltenden Sätze wieder tn Kraft treten. Schweiz. Bern, 2. Mai. Für deutsche. nach der Schweiz exportirende Firmen dürste die Mittheilung einer vom schweizerischen Zolldepartement neulich erlaffe- nen Anordnung von Interesse sein. Um nämlich dem Usus entgegenzuwirken, daß zur Einfuhrverzollung nach der Schweiz bestimmte Maaren vor dem Ueber- tntt auf schweizerisches Gebiet ihrer Transport-Verpackung entkleidet, bezw. ohne das dazu gehörende Verpackungsmaterial zur Verzollung gebracht werden, haben die dortigen Zollstätten, gestützt auf 2M. 11 des Zollg esetzes, dw Weisung erhalten, fortan solche Sendungen über die Grenze zuruckzu weisen, damit ge in ihrer ursprünglichen oder übungsgemäßen Verpackung wieder vorgenuesen werden. Kngland. ttobet an). 5IB», o*f 0 p, s-'i 1A . S--, 12. W Humbug, erkannt roUb. erfährt, es seien meh- „„ jsrs'i s, »>»>b“ lti,*n **“• 8U Harrp Parkes, bisher englischer Gesandter in Japan, ist zum Gesandten Englands in Peking ernannt wor en. Mordes im Dublin, 2. Mai. Der sechste und siebent°-r w g ber Theil- Phönixparke Angeklagten, Delamy und Caffnez, oeTurtt,eUt. Delaney nähme am Morde schuldig und wur n B -m Phgmxpark eingestand, Ki'ÄÄ Äi •* •** hätten. 5 1Ä- , 745. ^SÜNt. H, 10. 102. Freitag den 5. Mai 1888 Gieheuer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. London, 2 Mai. Das Actions-Programm der irischen Nationalpartei, wie es von der Convention in Philadelphia vereinbart worden, hat was übrigens im Vornherein feststand, den Beifall jener desperaten Elemente die nur noch bei Dynainit und Nitroglycerin schworen, n i ch t gefunoen. Kaum hatte die Convention ihre Sitzungen geschlossen, so berief Herr O Donovan Ros, seine Getreuen zu einein eigenen „Congreß ein, um sich »ber ein selbststan- diaes Vorgehen schlüssig zu niachen. Weislich hüllten sich die DynamivAp^tel in^das tiefste Geheimniß, da sie sehr wohl wissen , daß ihre °erbrech°r'schen auarrcst b bei einem großen Theil der transatlantiichen Irländer mehr a s h.^ng | brüchig sind, vor Allem aber, weil ihnen die amenkamschen. Behörden sehi ,nr | unbequem zu werden ansangen Nicht als ob sich irgend em Mitglie d sauberen Gesellschaft von einer Beeinträchtigung oder gar den Verlust fcmer individuellen Freiheit bedroht glaubte; dagegen bieten die Gefetze der Nnion Garantien über Garantien. Aber das Washingtoner Cabmet hat sich °nhesich'g gemacht, keine Attentats-Borbereitungen auf amerikanischem Boden öu duwen, und wird gegen Zuwiderhandelnde eventuell mit Crmmalstrasen 'nschreiten Aus den hi?r signalisirten Dispositionen der Umons-Regierung darf man de . erfreulichen Schluß ziehen, chaß die unsinnige Theorie wonach M U ly l fo ern sich ihr nur ein „politisches" Mäntelchen umhangen laßt, nut andern als dem Maße des gemeinen Verbrechens gemessen werden muffe. J " amerikanischen Republik als das, was sie ist, nämlich als hyperfentunenrarer gering im Vergleich zu dem Umfange der anglo-amerikanischen Tagespresse, aber wieder außerordentlich bedeutend gegenüber den niedrigen Aufiageverhältnissen der übrigen anderssprachigen Blätter. An politischem Einfluß steht das Deutsch- Amerikanerthum freilich noch immer uNverhältnißmäßig zurück und kann nicht entfernt mit den Irländern concurriren. Wenn unter den Deutschen nur halb so eifrig nach der Erlangung eines Amtes getrachtet würde, wie von den Irländern, so müßten zehnmal mehr Deutsche als jetzt öffentliche Stellungen jenseits Oceans bekleiden. Die Zurückhaltung des amerikanischen DeutschthumS erklärt sich übrigens aus sehr ehreniverthen Motiven, denn Dank den Umtrieben des Irish Mob ist die Corruption in der amerikanischen Verwaltung eine hochgradige, und dem schlichten Mann des Volkes sind die Bezeichnungen „Politiker" und „Spitzbube" ziemlich gleichbedeutend. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspon-enr-Bureair. Potsdam, 3. Mat. Das Letchenbegängntß des verstorbenen Abgeordneten Dr. Schulze-Delttzsch fand heute Mittags 1 Uhr vom Trauerhause unter überaus zahlreicher B-tthetligung statt. Die Leiche war im Gartensaal inmitten hochstämmiger Topfgewächse aufgebahrt. Wegen des beschränkten Raumes der Wohnung konnte nur eine verhältnißmäßig geringe Anzahl von Leidtragenden zugelassen werden. Vom Reichstage waren der Präsident und der zweite Vtcepräsident anwesend; außerdem die Fractionen der Fortschrittspartei und der Secessiontsten fast vollzählig, b:e übrigen Fractionen hatten sämmtltch Deputationen entsandt, auch der Landtag war zahlreich vertreten. Als Vertreter der Stadt Potsdam waren Oberbürgermeister, Bürgermeister und eine Deputation der Stadtverordneten, sämmtltch in Amtstracht, anwesend. Die Genossenschaften hatten fast vollzählig Deputationen entsandt. Die Zahl der von nah und fern gesendeten Kränze war eine so große, daß dieselben nicht tri der Wohnung Platz fanden und im Garten auf langen Tafeln ausgestellt waren. — Pünktlich um 1 Uhr begann die eigentliche Leichenfeier mit dem Choral „Wenn ich einmal soll scheiden", der von dem Chor der Frtedenskirche vorgetragen wurde. Daran schloß sich die Rede des Divtsionspfarrcrs Rogge, der, anknüpfend an das heutige Himmelfahrtfest, dem Tobten einen warmen Nachruf widmete, dem der Spruch zu Grunde gelegt war: „Wenn unser Leben köstlich gewesen, dann ist es Mühe und Arbeit gewesen." Wieder- bolter Chorgesang schloß gegen 2 Uhr die Feier im Hause. — Inzwischen hatte der Zug, der sich in den angrenzenden Straßen geordnet, vor dem Hause Stellung genommen und nahm seinen Weg durch die ganze Ausdehnung der Stadt zwischen einem die Straßen erfüllenden dichtgedrängten Spalier von Menschen nach dem Friedhöfe zu. Dem Sarge vorangetragen wurden vier Kränze, gespendet von dem Großherzoge von Hessen, dem Reichstage, dem Landtage und dem Genossenschafts-Verband. In unabsehbarer Reihe, unter Vorantrttt eines Musikcorps eröffneten zunächst die Gewerkoereine von Potsdam und Berlin und der Berliner Arbeiterverein den Zug. Auf den Leichenwagen folgten die Angehörigen, dann Präsidium und Abgeordnete des Reichstags und Landtags, Deputationen der städtischen Behörden und die Deputationen der Genossenschaften, endlich der Handwerker-, der Bildungsveretn und politische Vereine. Gegen 3 Uhr traf der Zug auf dem Friedhöfe ein, von Chorgesang empfangen. Es folgte die Einsegnung und ein Gebet durch den Dioisionsprediger Rogge. Nachdem das Gebet beendet war, legte Bürgermeister Nitze (Ribnitz) mit einigen warmen Dankrs- worten den Kranz der Genossenschaften auf den Sarg. Hieran schloß sich eine Rede des Abg. Prof. Möller (Königsberg), der einen kurzen Ueberbltck über die politische Wirksamkeit des Tobten gab. Den Schluß der Feier bildeten einige Worte eines Vertreters des Retchstagswahlkreises Wiesbaden, der dem früheren langjährigen Vertreter den Dank der Wähler nachrief. Um 4 Uhr war die Feier beendet. Bremen, 3. Mai. Kapitän Dunharn von der Bark „Nicosia" hat seinen Bericht über den Norddeutschen Lloyddamvser „Habsburg" dahin vervollständigt, daß er die „Habsburg" am 20. v. Mts. auf 47.37 Grad nördlicher Breite und 20.16 Grad westlicher Länge angetroffen habe, das Wetter sei schön gewesen, das Schiff habe beim Winde gelegen, an Bord sei Alles wohl gewesen. Dublin, 3. Mai. Die große Jury (Anklage-Jury) hat Tynam Walsh und Sheridan für Mitschuldige in dem Complote zur Ermordung von Regie- gierungs-Beamten erklärt Gerüchtweise verlautet, die amerikanische Regierung habe in die Auslieferung derselben gewilligt. — Die Angeklagten Mullett und Mooney haben heute vor dem Gerichtshöfe ihre Theilnahme an dem Complote zur Ermordung von Regierungs- Beamten eingeflanden. Kairo, 3., Mai. Nach einer hier eingegangenen officiellen Depesche haben die egyptischen Truppen am 29. v. Mts. einer 5000 Mann zählenden Abtheilung der Aufständischen eine Schlacht geliefert, die Aufständischen geschlagen und denselben große Verluste beigebracht. Die Zahl der Todten und Verwundeten der Aufständischen wird auf 500 Mann beziffert, unter den Todten befindet sich der Stellvertreter des Mahdi. Die egyptischen Truppen hatten nur geringe Verluste erlitten und große Bravour an den Tag gelegt. Lokales. Gießen, 4. Mai. Am Mittwoch Abend erhängte sich ein 16jähriger Schreiner^ lehrltng in einer Bretterhütte hinter einem Hause der Süd-Anlage. Motiv unbekannt. — Wegen unmenschlicher Mißhandlung eines angenommenen Kindes von 4 Jahren wurde Untersuchung gegen einen Schaubudenbesttzer und dessen Frau eingelettet und letztere sammt bem vollständig zerschlagenen armen Jungen heute Morgen dem Gericht vorgeführt. « — Am Himmelfahrtmorgen wurde im Stadtwalde an der Licher Chaussee ein Pferd aufgehalten, welches die Nacht aus seinem Stalle in Grüntngen durchgegangen war. Jedenfalls wollte dasselbe auch sein Waldvergnügen haben. — Eine Bettlerin von ca. 40—45 Jahren, welche in Albach bet Lich gebettelt, wurde gestern unter Eskorte von 6 dortigen Einwohnern nach hier verbracht. Es erregte natürlich nicht wenig Aussehen, als die Scharwache mit ihrem Schützling nach der Polizeiwache zog. — Zwei Herren, welche vor einigen Tagen in einem hiesigen Gasthause logtrten, trugen sich in das Fremdenbuch der eine als „Elementenfärber", der andere als „Menschenerzieher" ein. Sie enlpuppt-n sich bet näherem Zusehen als Bierbrauer und Lehrer aus einem benachbarten Städtchen. — Dem Oberkellner eines hiesigen Hotels wurden gestern aus seinem unverschlossenem Zimmer ern Paar neue Schuhe und ein Hemd gestohlen. BermifchteS. Darmstadt, 1. Mai. sPostpersonalnachrichten.) 1. Ernannt sind der Geheime expedirende Secretair Schmechel in Bingen zum Postdirector und der.Postsecretair Beck ebendaselbst zum Ober-Poftsecretatr. 2. Uebertragen ist dem Postsecretair Rappolt in Lauterbach (Hessen) die Post- metsterftelle daselbst. 3. Versetzt sind der Ober-Postdirectionssecretair Taatz in Darmstadt nach Konstanz behufs Uebernahme einer Telegraphendtrectorstelle und der Ober-Postdirectionssecretair Dornbusch von Arnsberg zur Kaiserlichen Ober-Postdirectton in Darmstadt; der Postverwalter Quaeck von Bischofsheim (Hessen) nach Grebenhain. Mainz, 27. April. Die Arbeiten an der festen Brücke zwischen hier und Castel bieten augenscheinlich ein äußerst anziehendes Bild. Ein wahrer Wald von Pfählen und Gerüsten beginnt sich aus dem Rhein zu erheben, der täglich nach dem rechten Rhemus" weiter vordrtngt. An dem äußersten Ende dieses Waldes von mächtigen « ^«^Üammen befindet sich eine Dampframme, welche mit wuchtigen Schlägen täglich b?5^'Ü^Luhen versehene Pfähle in den Grund des Rheins treibt. Augenblicklich befindet sich die Ramme an der Stelle, an welcher sich der zweite Strompfeiler erheben soll, spielend treibt die Maschine die Pfähle nach allen Richtungen m den Boden, was wesentlich durch Schiefstellung des Hohen Rammgerüstes erreicht wirv. Zu Büscheln vereinigt, werden diese Pfähle dem colossalen Drucke des Pfeilers, welch e an ihnen schwebend erbaut wird, besser widerstehen. Das Holzgerüst des ersten Strom- pfetlers auf der Mainzer Seite, welches in seiner Hauptsache aus 5 verzahnten Doppelträgern zur Befestigung der Eisenstangen, an welchen der Caisson hängt, und dem Untergestelle für 2 Krahnen zum Versetzen der Quadersteine besieht, ist fertig. Schon jetzt kann man sich einen Begriff von der Höhe der Brücke machen; man denke sich, daß der höchste Punkt bei)eiben, das Geländer, etwa die Höhe dieser Krahnen erreichen wird. Die Wölbung der ganzen Brücke in ihrer Längsihe lang beträgt mehr als 4 Meter, so daß die Fahrstraße an den Ufern nur noch 21/z Meter über den zu den Pfetlergerüsten führenden Transportsteg zu liegen kommen wird. Auf der Casteler Sette und dem 4. Strompfetler ist das Monttrungsgerüil für die Eiscnconstructton besonders interessant. Auf den Pfeilergerüsten und drei aus doppelten Pfahlrethen bestehenden Zwtschenjochen ruhen vier 80 Meter lange Bogenträger, auf welchen die Eisenthetle zusammengesetzt und genietet werden sollen. Schon in den nächsten Tagen wird mit dem Montiren der Eisenconstruction des Bogens zwischen Castel und dem 4. Wasserpfeiler begonnen, die Unteikante des Eisenbogens wird nicht ganz 1 Meter über den oberen Rand des gebogenen Gerüstes zu stehen kommen- Hoffen mir, daß die f tzige gute Witterung und der niedrige Wasserstand noch länger anhält, damit der Prachtbau zur bestimmten Zett dem Verkehr übergeben werden kann. Alsfeld, 27. April. Landwtrth Köhler von Renzendorf ist gestern Abend geschlossen in das hiesige Gefängniß abgelrefert worden. K besitzt über 200 Morgen Ackerland, ist aber finanziell so zurückgekommen, daß ihm in den nächsten Tagen Heu, Stroh und sonstige Mobilien zwangsweise versteigert werden sollen. Das Feuer brach am 24. d. in seiner Scheuer um IIV2 Uhr Abends aus, wüthrte die ganze Nacht und entzündete noch am 25. Morgens gegen 7 Uhr eine Hofraiihe. Renzendorf ist erste Bahnstation (mit Telegraphen-Einrichtung) von hier nach Lauterbach; ein hiesiger Arzt besuchte bei der Heimfahrt kurz nach Ausbruch des Feuers die Brandstätte; ferner kann man vom hiesigen Ktrchthurme aus, auf welchem ein Thürmer wohnt, der verpflichtet ist, jede Stunde der Nacht einen Rundgang zu machen, Renzenbo-f sehen; trotzall dem ist der Feuerwehr in Alsfeld Ltne Nachricht vom Ausbiuche dieses Brandes geworden. Wir besitzen hier in der Stadt gute Spritzen, eingeschulte Mannschaften, die, wie ihre Vorfahren, ihren Stolz darin suchen, bei einem deiartigen Unglück ihre Schuldigkeit in vollem Maße zu thun, in zehn bis fünfzehn Minuten konnte per Zug die Brandstätte erreicht werden, sieben bis acht Stunden loderte die Glutd, verzehrte Haus, Hab und Gut, forderte selbst Menschenleben und doch suchte keine Behörde der nah gelegenen Orte die Hilfe am ersten Platz. Dieses veranlaßt ernste Bedenken über die Organisation der Feuerwehr im hiesigen Kreise. Der Bahnhofsoorstand in Renzendorf konnte vielleicht, da Nachtdienst bei der Oberhessischen Bahn nicht besteht, seinem Collegen in Alsfeld per Telegramm den Ausbruch des Feuers sofort nicht melden; auch der von der Brandstätte heimgekehrte Arzt kann darüber nicht zur Verantwortung gezogen werden, daß er eine Anzeige bei der hiesigen Feuerwehr nicht gemacht hat; dem Bürgermeister in Renzendorf, dessen Hofratthe selbst ntedergebrannt ist, rot d Niemand einen Vorwurf machen wollen, daß er in der Noth versäumte, einen Feuermelder abzufertigen, aber daß andererseits Dienstpflichten hierbei nicht erfüllt worden sind, unterliegt wohl keinem Zweifel. (N. H. V-) Musch en heim. Auch hier ist auf Anregung und unter dem Vorsitz des hiesigen Bürgermeisters Roth seit dem 1. März d. I. eine Pfennigsparkasse gegründet worden. Das Rechnungswesen hat der erste Lehrer Herr Hotz übernommen Von 130 Einlegern wurden in zwei Monaten 477 JL eingelegt- Kassel, 30. April. Ein furchtbares Brandunglück hat das an der hessischen Grenze gelegene Sachsen-Weimarische Städtchen Geisa heimgesucht. Die telegraphischen Nachrichten geben nur ein unvollständiges Bild von dem verheerenden Brande, welcher in kurzer Zett so viel Menschenglück zerstört, so viel Hab und Gut vernichtet hat. Nahezu 70 Wohnhäuser und mehr als 150 Nebengebäude sind total eingeäschert. Die ganze Mittelstadt ist ein rauchender Trümmerhaufen und das durch die schreckliche Wuth des Elementes über die Einwohner heraufbeschworene Elend ist unbeschreiblich. Die beiden Schulen und die Pfarre sind abgebrannt, die arg bedrohte Kirche und das Postgebäude wurden mit Mühe gerettet. Die Entstehungsursache d S Feuers ist noch nicht bestimmt festgestellt; am e-omftag Vormittag entstand in der Vorstadt, unweit der Post, in einem Hintergebäude eines Handelsmanns Feuer, welches, angefacht durch den starken Ostwind, sich im Nu mit rasender Schnelligkeit verbreitete, so daß die ganze Stadt m Gefahr schwebte. Die Fcueigarben flogen förmlich über die Häuser hinweg und zündeten an mehreren Stellen zugleich, so daß die rasch zur Stelle befindliche Feuerw hr vergeblich gegen die Wuth des Feuers kämpfte. Es brannte Tag und Nacht hindurch und mit verzw ifelter Anstrengung gelang es endlich, das Flammenmeer einzudämmen. Menschen sind zum Glücke nicht verletzt, doch Vieh ist veibrannt. Die Verwirrung und das Elend ist grenzenlos, eine verzweifelte Stimmung hat sich der Armen bemächtigt, die Alles verloren haben. Schleunige Hülfe thut Noth, namentlich fehlt es an Lebensmtttrln und Kleidern. Elberfeld, 2. Mai- Wie der „Köln. Ztg." telegraphirt wird, sind gestern Abend um 10 Uhr auf der Strecke Ratingen-Hösel durch Explosion in einem CoupS dritter Claffe sieben Personen thetts durch Brandwunden, thetls durch Herausspringen während der Fahrt mehr oder minder schwer verletzt worden. Die Verletzten sind sofort ins Krankenhaus zu Kettwig gebracht worden. Die Ursache waren vermuthlich Feuerwerkskörper ober Dynamit im Besitze von Passagieren. Von Setten des Gerichts und der Eisenbahnbehörden sind Untersuchungen eingelettet- — Eine höchst originelle Erklärung der Natur eines Velocipeb-Reiters gab unlängst ein kleiner Bube. Am Fenster stehenb sah er einen Velocipebtsten vorübersausen. „Mama!" — rief er über ben ungewohnten Anblick erstaunt — „Mama, ein toll gewordner Scherenschleifer!" Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Sonntag ben 6. Mai (Ezaudi). Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Deggau, Reiseprediger der inneren Mission, aus Darmstadt. Die zu erhebende Kollekte ist für die innere Mission bestimmt. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr- Naumann. Vorstellung und Prüfung der zu confirmtrenben Mäbchen. Vormittags 8 Uhr: Kinderkirche, Pfarrer Schlosser- Am Sonntag den 13. Mai, als an dem 1. Pfingstfeiertag, wird nach beiden Gottesdiensten eine Kollekte ium Besten armer Theoloaie-Studirenden erhoben. Arn 2. Pfingstfeiertag, 14. Mai, findet die Conftrrnation der Mädchen und in Verbindung mit derselben die Feier des heiligen Abendmahls statt; die Beichte wird am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr, gehalten werden. Auch an diesem Confirmationstag wird nach beiden Gottesdiensten eine Kollekte für die Armen unserer Gemeinde erhoben- Die Pfarrgeschafte in der Woche vom 6. bis 12. Mai besorgt Pfarrer Schlosser. Anmerkung. Für den Kirchenbaufonds gingen weiter ein im März d- I. aus den Opferbüchsen in der Kirche 14,43 im April b. I. aus ben Opferbüchsen in ber Kirche JL 9,20. Gesammtbetrag bis jetzt 141,37 JL Katholische Gemeinde. 6. Sonntag na,ch Ostern (Exaudi). Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse unb Austheilung ber h- Communion. 1/2IO Uhr: Hochamt unb Predigt. 2 Uhr: Maiandacht. Mittwoch und Freitag um 6 Uhr. Maiandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 810 Uhr. Wiche« Ä*. kiH. LZ ■fS>» g-Ä •aft Jconfituctiett beä '°«>- ta toen «°« «rtfr« ■ :%Nerrf UbiTgtbe« Ä"Äi' LL'tz ganze Nacht und NMdorf ist erste : /'n hiesiger Arzt ",e; ferner kann der verpflichtet 'n; trotzall dem lndes geworden. n- mit ihre tot TchMM 3u6 ble Brunft; thite Haus, Hab der nah gekgmn r F-uerwehr im it, da Nachtdienst > per Trl.grainm örandstötte hnm- )en, daß er eine ter in Renzendorf, Lorwurf machen ttigen, aber daß liegt wohl feinem (N- h. Sorsitz des hiesigen egründet worden. 3on !30 Einlegern an der hessiichen Die telegraphischen ii Brande, welcher iul vernichtet 6üt eingeäschert. Die ch bk schreckliche ft unb?fd}tt'bÜd)- Airche und daS i F:ue-s ist noÄ Vorstadt, unweit >, angefachi durch io datz die ganze >li Hauser hinweg ■ stelle befindliche de Tag und Nacht filQinmtnmeer einst verbrannt- Die mung Hot r Nolh, naaienlHH ,irb, sind gesierv m einem CoupL i Herauslprmgen .sichten sind rss Ä»g _ Jarua, ein nsser- nai ierlaö' ^hobeu- SS KS 6 0 ** a.4* MilM W * LLMSbekicht. Mttgethetlt von dem Agenten des Srorddeutschen Lloyd tn Bremen, E W. Dietz Nachfolger, Gießen. Mremen 2. Mai. Der Postdampfer Neckar, Capt. R. Bussins, vom ^^-tttscken Lloyd in Bremen, welcher am 21. April von Newyork abgegangen WorDDcuii^ 7 ^benb§ wohlbehalten in Southampton angekommen und ff'narä Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 9 Uhr Abends oie Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 142 Passagiere und volle Ladung % g^aL [$er transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer datier Capt C. Wiegand, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am Z Avril von Bremen und am 21. April von Southampton abgegangen war, ist h ute 6 Ubr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Limburg, 2. Mai. Rother Weizen X 18.00, Weißer Weizen «X 17.80, Korn X 12.00, Gerste X 9.00, Hafer X 6.90, Erbsen X —, Kartoffeln X —.—. Zur gest. Beachtung Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate rc. tonnen wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Exp dition zu keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten geaentheiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition ab-uholen. OberheMe CiseOahm«. Mit dem heutigen Tage gelangt der Nachtrag I zum Gütertarif Hannover- Oberhessen zur Einführung. ^Derselbe enthält außer Berichtigungen Frachtsätze für neu eröffnete Stationen des Effenbahn- directionsbenrks Hannover, insbesondere der Linie Cölbe-Laasphe. Nähere Auskunft ertheilen die Guter- erpeditionen, von welchen auch Exemplare des Nachtrags 10 käuflich zu erhalten sind. Gießen, den 1- Mai 1883. 3144 Grotzh. Direktion. Holzverfteigerung im Gießener Stadtwalb. Montag den 7. Mai l. I.. von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Katharinenhütte, Heegstrauch, Unterheeg und Waldshute nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Rm. Rm. Nm. Wellen. Nadel 40,5 400 — 5210 Bau-, Werk- und Nutzholz: 1463 Fichtenstangen mit 51,25 Fstm Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Lich, an der 1. Schneise. Gießen, den 1. Mai 1883. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 3087 A. Bramm.________ Dienstag den 8. Mai d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Herrn Friseur Reuter, Caplansgassc, verschied. Möbel, als: Bettstellen, Tische, Stühle, Spiegel, Waschtisch, Schränke, Lampen, Bettwerk und sonst. Haus- und Küchengeräthe, sowie einige Rasirstühle, eine Parthie Parfümerien und Seife, Etuis rc. meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. Mai 1883. Großherzogliches Ortsgericht. 3'139 Lüdeking. Jeilgeöotenes. 3134 Ein schöner, bequemer Herren- schreiblisch, eichen polirt, mit Aufsatz und geräumigem Bücherregal preiswürdig zu verkaufen. I. Rothenberger, Lindenplatz. Schönes Schmarsbrod 4 Pfd. 44 Pfg. 2813 IFritz Schmidt Wwe., Mühlg. 7. Ausverkärrf^ sämmtlicher Kordwaaren. 2239 C. F. Conrad, Mäusburg 15. 3101 Zwei Pferdewagen sind zu verkaufen bei Heinrich Schmidt Wwe., Wies eck. Sammtbändcr in allen Farben, Perlgimpe«, Spitzen, Soutache, Knöpfe, Fransen re. empfiehlt 3140 !#• HaUrein. Lahnkies und Sand stets vorräthig aus dem Schweine- Marktplatz. Auch können obige Materialien von mir angefahren werden zu bekannten, billigen Preisen. Gy. Hroemer^ 3096 Liebigsstraße 63. Allgemeiner Anzeiger. BekMMtmachmrg. Das Register zur Erhebung der in unserer Gemeinde nach dem Steuerfuß ausgeschlagenen Communalbedürfnisse für das Etatsjahr 1883/84 liegt zur Einsicht eines jeden Interessenten acht Tage lang auf dem Bureau des Unterzeichneten offen, was wir mit dem Bemerken veröffentlichen, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist schriftlich oder mündlich bei Großherzoglichem Kreisamt dahier vorgebracht werden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden können. Gießen, den 5. Mai 1883. Der Vorstand der israelit. Religionsgemeinde Gießen. 3141 M. Hornberger. Bekanntmachung. Am 3 Mai wird die an der Eisenbahustrecke Fulda-Gießen belegens, gegenwärtig zum Landbestellbezirk des Postanrts in Lauterbach (Hessen) gehörige Posthülfstelle Angersbach in eine Poftagentur umgewandelt werden, deren Verwaltung dem bisherigen Posthülfsstellen-Jnhaber Joh. Ehr. Lang übertragen worden ist. Der Postverkehr der neuen Postagentur nürd durch die aus der genannten Bahnstrecke verkehrenden Züge Nr. 1, 3, 5 und 8 vermittelt werden. DieBestellung der Postsendungen inAngersbach wird wochentäglich dreimal: um 7 Uhr und 10 Uhr Vormittags, sowie um 41/» Uhr Nachmittags stattfinden. An Sonn- und Feiertagen fällt die letzte Bestellung aus. Dem Landbestellbezirk der Postagentur wird der Ort Landenhausen, die Erlenmühle und das Bahnwärterhaus Nr. 71 zugetheilt. Die Bestellung findet wochentäglich gegen 11 Uhr Vormittags, außerdem in Landenhausen um 5V2 Uhr Nachmittags, an den Sonntagen nur Vormittags in Landenhausen und in der Erlenmühle statt. Die Dienststunden für den Verkehr mit dem Publikum sind wie folgt festgesetzt: a) an Wochentagen: von 8—10 Uhr Vormittags und von 5 — 7 Uhr Nachmittags. b) an Sonntagen und an den nicht auf einen Sonntag fallenden Feiertagen: üon 8—9 Uhr Vormittags und von 5—6 Uhr Nachmittags. Darmstadt, den 29. April 1883. Der Kaiserliche Ober-Postdirector: H a g e m a n n. Großes Schuhwaaren-Lsger voa Julius Buch Mäusburg und Wettergaffe empfiehlt seine Frühjahrs- und Sommersachen in allen Sorten Herren-, Damen- u. Kinderschuhen u. -Stieseln. Solide Waare von den gewöhnlichsten bis zu den hochfeinsten zu den 2168 bekaunt billigste« Freisen. G 3 CD S k Die Jeipsiger Keuer-Dersicherungs-Anstalt ” gegründet im Jahre 1819 «®s empfiehlt zum Abschluß von Versicherungen gegen Brand, Blitzschlag, noth- wendiges Ausräumen rc. auf Mobiliar, Waaren, Maschinen, ^Ziey, Ernteerzeugniffe rc. zu billigen, festen Sätzen unter ihren anerkannt vortheilhaften, liberalen Bedingungen 3023 J. H- Fuhr, Agent für Gießen und Umgegend. Unübertroffenes AaöriKat zum Stärken der Wäsche. EMIL FISCHBACH >° GIESSEN. ApfXwXtt (eigener Bereitung) empfiehlt 3145 Emil Fischbach. Universal- Reimgungssalz von A. W. Bullrich norm. F. C. Siegmann in Berlin. Nur ächt, wenn mit obiger Firma und Siegel versehen. 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Katzenstein, Marktplatz._______ 3068 Alicenstraße 13 eine Mansardenwohnung an eine ruhige Familie zu ver- miethen._________________________________ Schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. Westanlage 7, 2. St. 2626 Der Parterre- sowie der dritte Stock meines Vorderhauses, bestehend aus je 5 Zimmern nebst sämmtlichem Zubehör, sind per 1. Juli event. früher zu vermiethen. ________Joh. Fischer, Alicestraße 19. 2344 Der von Frau Pastor Gottschick bewohnte 3. Stock meines Hauses, 5 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, ist per Mitte Juni anderweit zu vermiethen. Auskunft gibt Frau Assessor Eckstein im Hause oder Herr L. W. Plank. Carl Jughardt, Sonnenstraße 3. 1567 Ein möbl. Zimmer mit Cabinet un einen Herrn oder eine Dame zu ver- miethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 2874 Meine Mansardenwohnung (Westanlage 7) mit verschließbarem Corridor, Gartenantheil rc., an eine ruhige Familie zum 1. Juli zu vermiethen. _______________Ziegler, Bahnmeister. 1415 Eine Parterrewohnung, 5Zimmer, Badezimmer und alle Bequemlichkeiten nebst Garten, zu vermiethen. Ludwigsplatz 5. 734 Familienlogis von 5 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. Alicenstraße 22. Wermischte Anzeigen. 3142 Zwei möblirte Zimmer (Parterre) für 10. Mai gesucht. Auskunft ertheilt Wilh. Krämer.__ 3131 Ein im Weißzeugstopfen erfahrenes Mädchen wird gebucht. Näheres bei der Exped. ds. Bl._______ 3137 Ein kleiner weißer Hund mit rothem Halsband, Marke 157, in der Nähe von Watzenborn entlaufen. Dem Wiederbringer eine Belohnung. ____________________Zahnarzt Koch. SoolbadOrb. Eröffnung der Saison am 1 Mai. Täglich dreimalige Postverbindung mit Wächtersbach (Station der Frankfurt- Bebraer Bahn). Pensionspreis per Tag «X 4.50 incl. Bad und Logis. Wagen auf Verlangen am Bahnhof. — Nähere Auskunft ertheilen 2777 Schneeweis & Müller, Badebesitzer. „Für Bekannte erbitte noch einige der kleinen Bücher „Krankenfreund", denn in Folge meiner unerwartet schnellen Genesung wollen Alle das Buch lesen rc." Diese Zeilen eines glücklich Geheilten sprechen für sich selbst; wir machen daher nur darauf aufmerksam, daß der „Krankenfreund" auf Wunsch von Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig gratis und franco versandt wird. k 46 2337 Ein in flottem Betrieb stehendes gemischtes Waarengeschäft in guter Lage ist auf eine längere Reihe von Jahren zu verpachten. Näheres^bei I. Blitz. Wirthschaft pachten. Näheres „Feldschlößchen".2878 51 Ankauf von Lumpen, Knochen, Papier und Akten. Louis Rothenberger, __Neuenweg 22.____ Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und fayonirt. Muster vorräthig. 1547 C. L. Gail, Seltersweg 22. Schnell- Copist, (zum Patent angemeldet) überraschend einfachster VervielfätigungB- Apparat f. 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Durch Vervollständigung des Lagers und Zulage neuer Artikel, besonders der Werkzeug- und Haushaltungsbranche, bin ich in Stand gesetzt, billigen Anforderungen gerecht zu werden und wird es mein Bestreben sein, durch reelle und prompte Bedienung mir das Vertrauen des werthen Publikums zu erwerben. 3052 Franz Schmidt, Gießen, Zeltersweg 2. Gerichtsvollzieher Engel wohnt Bahnhofstraße Nr. 3, im Hause des Metzgermeisters Herrn Adolph Möhl dahier. 2956 Meßmer SoncerbUerein. Fünftes Ccncert am Sonntag den 6, Hai 1888, Abends präcis 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. (Kammermusik.) II. Heckmann’s Cölner Quartett» 1. Violine : B. Heckmann. 2. „ Otto Forberg. Viola: Theodor Allekotte. Violoncell: Richard Bellmann. PROGRAMM. 1. L. van Beethoven: Streichquartett op. 95, F-moll. a. Allegro con brio. i b. Allegretto ma non troppo. j c. Allegro assai vivace ma serioso. d. Larghetto espressivo — Allegretto vivace — Allegro. 2. Rob. Schumann : Streichquartett op. 41, Nr. 3, A-dur. a. Andante espressivo — Allegro molto moderato. b. Assai agitato — Un poco Adagio — Tempo risoluto. c. Adagio molto. d. Finale, Allegro molto vivace. 3. Franz Schubert: Grosses Streichquartett in D-moll (op. posth ). a. Allegro. b. Andante con moto (Variationen über das Lied; „Der Tod und das Mädchen“). c. Scherzo, Allegro molto. d. Presto. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. R u d o 1 p h’schen Musikalienhandlung ä «X 2.50 (Sperrsitz ä 3.50) zu haben. 3125 Preußische Hugel-Versicherungs-Artien Gesellschaft. Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und billig, Nachschüsse werden also niemals erhoben. Die Schäden werden wie in früheren Jahren coulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monatsfrist nach Feststellung voll und baar bezahlt. Versicherungen aus mehrere Jahre genießen einen angemessenen Prämienrabatr, welcher sofort von der Jahresprämie in Abzug gebracht wird. Die Unterzeichneten sind zu jeder Auskunft und zur persönlichen Aufnahme von Versicherungen stets bereit und empfehlen dem landwirthschaftlichen Publikum obige Gesellschaft ganz ergebenst. Die General-Agentur in Darmstadt: Carl Gaule. Otto Cramer in Gießen, Süd-Anlage 21. Jul. Karl in Gründerg. I. Kämmerer in Lich. H. Lotz in Hungen. Johs. Weigel V. in Klein-Linden.3138 Preussische Keuer-Verficherungs-Actien-GefeUschast in Berlin. Grundkapital 3 Millionen Mark, Prämien-Einnahme pro 1882 1714326 Mark. Nachdem mir eine Agentur für obige Gesellschaft übertragen worden ist, empfehle ich mich zur Vermittlung von Feuer-Versicherungen über Mobiliar- Gegenstände, Ernte-Erträgnifse, Maschinen, Fabrik-Utensilien und bewegliche Gegenstände jeder Art gegen feste und billige Prämien; auch bin ich gern bereit, jede gewünscht werdende nähere Auskunft zu ertheilen. Rechner I^indenstrutii, Agent in Beuern. Geeignete Bewerber für Uebernahme einer Agentur werden an allen Orten, speciell aber an solchen, an welchen die Gesellschaft noch nicht vertreten ist, unter vortheilhaften Bedingungen zu engagiren gesucht und belieben sich zu diesem Zweck zu wenden an Herrn von Fürth, Frankfurt a. M., Hoch- straße Nr. 15.3133 Tüchtiger Wagnergeselle gesucht von Phil. Krämer, Annerod- 3126 3120 Für mein Material- und Farb- waarengeschäft en gros et en detail wird zu sofortigem Eintritt ein Lehrling gesucht. __Wilh.Zurvuch. 3107 Ein Küferbnrsche gesucht von Gebr. Schwan. Geld - Cour-. utl § 20-Francs-Stücke . . . 16 22—25 do. in Vr - 16 19-23 Englische Souvereigns 20 36-41 Russische Imperiales . . 16 75 Ducaten ...... 9 65 Dollars in Gold . . . 4 20—2$ Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.