mbt mir mir in läft. -u otrmietjen. ntilifflloBte im ^iritobL Zu ücrmietben ^allthochraße. mer vermietet ahnhofstr. 6. ■„mit Cabinet iausburg 4. zu vermieden Edersttahe. en) iicunblid)? Pension. 2185- mit Aussicht in zu vermiethen. nnenftroBe 1. meines Sorbet; immern, Küche, i und allem Zu- vermiethen und- lr H._v. Ritgen. i 2 Stock zu Neustadter-Thor, imcr vermiethct ng, Gartfeld, Zimmer, sowie zu vermiethen Üplatz. ilirteS Zimmer 'chulstraße 9. regelt. und modM 2 Treppe«., iicrer wigsstraße^ hl von auäwSrt§ iöer!', tt< fle^89 [idjtifluns 3 8L °°"'L . iinr t 0/ L-> tfiud)tcn- - in Heinere; Laalgcrnc ci Sahnstatu>u L« DM- J KW. j„ oerpachie"- 5r$tiWn iitlichm W 10- » jjr< 77. Donnerstag den 5. April 1883. Keßener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. PreiO vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags- Bureaur Schulstraße 7. der brutalen Gewalt der Thatsachen nicht hat Stand halten können. Heute dürsten englische Staatsmänner kann, Lust verspüren, etwa wiederholte Anregungen des Auslandes, betr. ein gemeinsames Vorgehen wider die Bestrebungen der internationalen Mordverbrüderungen, in ihrer hochmüthigen Manier zu bescheiden ; haben sie doch schon aus eigener Initiative Sondirungen beim Washingtoner Cabinet vorgenommen, allerdings, wie es scheint, mit fragwürdigem Erfolge. Wie indessen die Sachen für das Cabinet Glavstone stehen, wird es durch die kühle Aufnahme feiner Intentionen jenseits des Oceans sich nicht abhalten lassen dürfen, nach wirksameren Bekämpfungs-Maßregeln gegen seine einheimischen Revolutionäre zu suchen, und es ist bezeichnend, daß die Londoner Presse ganz offen von der projectirten Errichtung einer politischen Ge- heimpolizei als einer vorbereitenden Stufe einer von England zu unternehmenden internationalen diplomatischen Action spricht. Neuerdings wird übrigens aus London der Rücktritt Gladstones als nahe bevorstehend bezeichnet, doch liegen positiv sichere Angaben hierüber noch nicht vor. Die Maßregelung der liberalen Presse Rußlands dauert fort. Neuerdings ist auch der „Moskauer Telegraph" unterdrückt worden, und zwar auf gemeinsamen Beschluß der Minister des Innern und der Justiz, des Unterrichts, sowie des Oberprocurators des heiligen Synods. Als Grund für die Unterdrückung des genannten Blattes wird dessen „schädliche" Richtung bezeichnet. Der Protokoll-Ausschuß des norwegischen Storthing hat nunmehr dem Adelsthing die Anklageschrift gegen die Minister überreicht. Nach diesem Schritt ist ein Ausgleich zwischen der Regierung und der Linken des Storthing kaum mehr möglich und es wird ersterer daher nichts weiter übrig bleiben, als die so wenig loyale Gesinnung zeigende Kammer aufzulösen. Im Adelsthing sollte die Berathung des Antrages des Protokoll-Ausschusses, alle Mitglieder des Staatsrathes in Anklagezustand zu versetzen, am Dienstag stalt- finden; aber selbst wenn der Antrag, wie vorauszusehen, abgelehnt werden sollte, so würde doch die Anflösung des Storthing als geboten erscheinen. Der bereits stark bezweifelte Zusammentritt der Konstantinopeler Conserenz zur Regelung der Libanonfrage ist nun doch erfolgt, und zn>ar am vergangenen Sonnabend. Die Vertreter der Mächte waren vollzählig. Die Botschafter Oesterreichs, Frankreichs, Deutschlands und Italiens erklärten ihre Zustimmung zur Wahl des Miriditen-Fürsten Prenk Bib Doda zum Gouverneur des Libanon. Der rnssische Botschafter und der englische Geschäfts- träger wollten hierüber jedoch erst an ihre Regierungen berichten. Politische Ueberficht. Gießen, 4. April. Der Bundesrath hat am Moniag seine Thätigkeit wieder ausgenommen. Die Hauptthätigkeit desselben wird sich für die nächste Zeit wohl ans Verwaltungs-Angelegenheiten beziehen, da, abgesehen von dem Etat pro 1884/8o, gesetzgeberisches Material, welches für den Reichstag vorzubereiten wäre, nicht vorliegt. Man wünfcht auch die ohnehin schon so umsangreichen Arbeiten des Reichsta-es nicht noch ohne Roth zu erweitern. Die Verhandlungen über den deutsch-spanische^ Handels- vertrag werden zur Zeit noch fortgesetzt und es soll in der Thal Aussicht auf das Zustandekommen eines neuen Vertrages vorhanden sein. Rur über einige Punkte bestehen noch Schmierigkeiten, doch hofft man, dieselben bei einiger Bereitwilligkeit der spanischen Regierung zu überwinden. Die angeblich in Folge des „Zollkrieges" in Aussicht genommene Abberufung der beiderseitigen Gesandten ist natürlich niemals ernsthaft in Erwägung gezogen worden. In Kiel sand am Sonntag die Weihe der dem Seebataillon vom Kaffer verliehenen Fahne statt. Dem feierlichen Akte wohnten das Officier- Corps des Seebataillons, Deputationen der Matrosen- und Werst-Division, die Spitzen der Civildehörden und ein zahlreiches Publikum bei. Den Weiheakt vollzog der Marinepsarrer Langheld, während 21 Salutschüsse abgegeben wurden ; Viceadmiral Bätsch brachte das Hoch auf den Kaiser ans. In Berlin erwartet man in diesen Tagen die Ankunst des Ministerial-Dtrectors Jagerrnann behufs Fortsetzung der Verhandlungen über die Literatur-Convention zwischen Deutschland und Frankreich. Für den neuen Entwurf dieses Vertrages wird nicht der Schutz des geschäftlichen Unternehmens, wofür eine kürzer bemessene Frist genügen würde, sondern der dauernde Schutz des geistigen Eigenthums die Hauptsache zu bilden haben. Der Autor soll durch die Convention gegen unbefugte Verbreitung und Veröffentlichung seiner Werke dauernd geschützt werden. Die Nothwendigkeit eines solchen Vertrages zwischen zwei Culturländeri, von so hervorragender Bedeutung wie Deutschland und Frankreich hat sich schon längst fühlbar gemacht und es ist deshalb drin- gend zu wünschen, daß derselbe zu Staude komme. Bei der im Wahlkreis Rügen-Stralsund-Franzburg stattgefundenen Ersatzwahl znrn Reichstag ist der Candidat der Liberalen, Kausmann Samin, gewählt worden. Sein Gegen-Candidat war der bisherige Vertreter des Kreises, Graf Behr-Negendank, durch dessen Beförderung vom Regierungs- Präsidenten zum Oberpräsidenten der Provinz Pommern sich eine Neuwahl nothwendig gemacht hatte. Das Wahlresultat erscheint insofern beachtenswerth, als der genannte Wahlkreis, mit einer einzigen Ausnahme, ununterbrochen con- servative Vertreter in den Reichstag entsendet hat. In Ungarn macht sich in letzter Zeit eine eigenthümliche Bewegung geltend. Es handelt sich um die Agitation zu Gunsten der sog. Repa- triirung der Csango-Magyaren, d. h. der in der Bukowina angeblich „unter dem deutschen Joche schmachtenden Stammesbrüder." Letztere sind vor etwa hundert Jahren nach Cisleithanien ausgewandert, um sich vor Gewaltthätigkeiteu in der Heimath zu sichern. Etwa 10,000 derartige Csangos befinden sich in der Bukowina, für deren Rückführung nach Ungarn bereits 25,000 Gulden gesammelt sind. Die ungarische Regierung nimmt der Frage gegenüber_ eine reservirte, aber immerhin ziemlich wohlwollende Haltung ein; bisher ist die Agitation ledialich eine private, sie wird aber so intensiv betrieben und den zum größten Theile unbemittelten Csangos werden so verlockende Versicherungen gemacht, daß an der Repatriirung wenigstens der ärmeren unter ihnen nicht zu zweifeln ist. Seitens der cisleithanischen Regierung werden den Ausivauderern keine Schwierigkeiten in den Weg gelegt. Der französische Krieg s minifter, General Thibaudin, hat durch eine von ihm angeordnete Maßregel einen gewaltigen ©türm der Entrüstung in einem Theile der französischen Presse heraufbeschworen. Thibaudin ordnete an, daß Anfangs Juni große Kavallerie-Manöver zwischen Mvntmedy, Luneville und Epinal stattzufinden hätten. Das Commando bei diesen Uebun- geu, zu welchem ein großer Theil der französischen Reiterei beigezogen wird, wurde dem Marquis v. Galliffet, bekannt durch seine Niederwerfung des Pariser Commune-Aufstandes, anvertraut. Diese Ernennung wird von dein Milstär- Fachblatt „Progrös" hestig angegriffen. Nie habe in einer Monarchie ein Prinz diejenige Stellung im Heere gehabt, sagt der „Progrös", welche die Republik dem General Galliffet einräume, man stelle für ihn den Rang eines römischen magister equitum wieder her, indem man ihm die ganze Kavallerie in die Hand gebe. Derselbe Ton wird von einer Anzahl republikanischer Blätter angeschlagen, nur die „Röpublique franpaise" vertheidigt Thibaudin und Galliffet. Uebrigeus soll Thibaudin die erwähnte Maßregel wieder zurückgenommen haben. Das englische Cabinet befindet sich in der Sage, mit seiner irischen Reformpolitik Erfahrungen zu machen, die es noch vor einem halben Jahre für unmöglich gehalten hätte. Wir sehen die staatlichen Autoritäten Großbritanniens allerorten von den irischen Geheünbünden bedroht und in die Defensive zurück- gedrängt und das bisherige Regierungssystem zu thatsächlicher Machtlosigkeit verurtheilt. Wenn Gladstone und seine Minister-Collegen jetzt zur Nachahmung gewisser contmentaler Polizei-Organisationen schreiten, so thun sie dies unter dem Drucke der bittersten Nothwendigkeit und dem für sie in hohem Grade demü- thigenden Bewußtsein, daß ihr früheres Pochen auf „freie Institutionen" vor Deutschland. Darmstadt, 2. April. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 4) enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Schiffsbauer Kasp. Ruhl zu Castet, in Anerkennung der von ihm am 17. November v. Js. mit Muth und eigener Lebensgefahr vollbrachten Rettung des 4 Jahre alten Söhnchens beä glofeineifter^ Adam (Sfyrift von Stiftel vom Tobe bes (Sttrinfcn§ int Oujein, eine angemessene Geldprämie Allergnädigst zu bewilligen geruht. _ 2/ Summarische Ueberficht der Rechnung Großh. Landes-Waisen-Anstalt zu Darmstadt für 1881/82. 3. Bekanntmachung Großh. Provinzial-Direction Rhemheffen, den Ausschlag des Gehalts des Rabbinen zu Bingen für das Jahr 1882 betreffend 4 Bekanntmachung Großh. Provinzial-Direction Oberheffen, das Ausbringen der Mittel zur Bestreitung der Bedürsniffe der Landjudenschaft der Provinz Oberheffen für 1883/84 betreffend. , , 5. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Alzey, Beitrag der Israeliten der Landgemeinden des Rabbinats Alzey zuin Gehalte des Rabbinen zu Alzey für das Jahr 1883 betreffend. , 6. Ueberficht der von Großh. 3Jiim|tenum des Innern und der Justiz für das Rechnungsjahr 1883/84 zur Bestreitung der Communal - Bedurfniste der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Schotten genehmigten UmlaS^". ueberficht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1883 zur Bestreitung der Communal-Bedurfulsse der israelitischc Religions-Gemeinden des Kreise« Alsfeld genehmigten Umlagen. 8. Ueberficht der non Großh. Ministerium be« 3nnern unb ibei W für bas Jahr 1883 zur Bestreitung ber Communal-Bebiirftuffe bei iSiaetiti chen Neligions-Gemeinben beö Kreises Oppenheim genehmigten Umlagen 10. Promotionen an ber Grotzh. LanbeS-Unwerfttat oietzen. 11. Namensvercinberungen. Erlebch^si^^Ein''Lchr'rstelle an ber evang Schule zu Mommenheim • Iwo- V J it ber Stelle ist Orgaiutendlenst verbunben. >» m** ** "- W nt yidi nut einem Ansangsgehalt von 1000 Jt. Die Mit einem evang. Mmiu Mebenbe Lehrerstelle an ber Ge>ueinbeschule zu Otterbach mit einem Ä non 900 2; mit ber Stelle ist Kirchendienst verbunden. Eine mit Die Land mit sich, weiche zi nach der nächsten ichreisiiendnngen, bchinmi sind nr liesernng dichr W der driesträger dem' Seitens des La> Icgung des Buch gewährt werben. - Der Staat «* b«ch-°U M zur Versendung iirifttn x.) werben Ar jur Ausschrtst bi M zu locker W Wittel ,;u feiner N das Bestehen Darmsia! einem evang. Lehrer zu besetzettde Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reinheim mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 900—950 «AU Zwei mit kath. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Ätcmbach mit einem Gehalt von 1200, bezw. 1000 «al Darmstadt, 3. Sprit Seine Königliche Hoheit der Großherzvg haben Aller- gnädigst geruht: Am 10. März dem Gemeinde-Einnehmer der Gemeinde Kelsterbach, im Kreise Groß-Gerau, Ludwig Becker, das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthtgen, am 28. März dem Privatdocenten Dr. Johann Baptist Braun zu Gießen den Character als außerordentlicher Professor. am 1. April dem Kreisrath lus Kreises Schotten, Dr. Wilhelm Dietzsch, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, dem Kanzleidiener bei der Ober-Rechnungskammer und Hausbeschließer Adam Götz die goldene Verdienstmedaille des Ludewigsordens, dem Schullehrer an der Gememdeschule zu Astheim im Kreise Groß-Gerau Wilhelm Röth und dem Kreisdiener bei dem Kreisamte Worms Karl Ludwig Issel, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für fünfzigjährige treue Dienste" — zu verlechen. Darmstadt, 2. April. In L-achen der in den Stieber'schen Memoiren gegen die Hessen gerichteten Beschuldigung, betr. ihre Haltung im deutsch-französischen Kriege, haben nunmehr die Abgg. Pennrich und Wolz eine Interpellation an das Staats- mintsterium gelichtet. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Birreau. Berlin, 3. April. Der Kaiser unternahm Nachmittags im geschlossenen Wagen die erste (Spazierfahrt, welche eine Stunde dauerte und ihm sehr gut bekam Er konferirte nach der Rückkehr mit Puttkamer und empfing um 4 Uhr den Besuch des Kronprinzen. r ~ Der Präsident macht Mittheilung von dem Eingang weiterer Gaoen für die Ueberschwemmten aus Amerika. Richter urgirt, daß nach 80 Tagen noch kem Termm für die Reichstagswahl tn Dortmund anberaumt sei. Vollmar zeigt telegraphisch aus Kiel an, daß er heute früh daselbst bei der Rückkehr von Kopenhagen per haftet und notz semer Legitimation nicht entlassen wordcn sei. Bundes- Eommissar Dankclmann befürwortete die Holzzoll-Vorlage, ebenso Wendt, Oechelhäuser bekämpft dieseloe. Die weitere Debatte wird auf morgen vertagt. Rittinghausen fragt an, was der Präsident bezüglich Bollmans im Interesse der Würde des Häuses zu [ aVDer P-äfident erwidert, er erwarte schleunigste Benachrichtigung seitens des ReichSknnzlers entsprechend dem Reichstagsbeschluß anläßlich des Dietz'schcu Falles Rittinghausen erklärt sich durch die Antwort befriedigt. ° ü Kiel, 3^ Aprtt. Der „Kieler Zettung" zufolge sind die Reichstagsabgeordneten v. Vollmar und Frohme gestern, resp. heute von Kopenhagen kommend, hier verhaftet heute indessen wieder freigelassen worden. London, 3. April. Das Unterhaus nimmt ohne Abstimmung den von der Regierung genehmigten Antrag an, keinen Vertrag abzuschließen, der das Gebiet am Eongo oder dessen Nähe berührt, frühere Verbindlichketten üfficivt oder nicht genügende ^icherhetteu für alle cwiltfirenben und kommerziellen Agenten dort bietet. ^m Laufe fceL?e£alten Gladstone, falls ein zweckmäßiger Vertrag mit Poitugal ab- Serben n m°ö rodre' werde derselbe vor Ratifikation dem Hause unterbreitet Poltava, 3- April. Die Ueberschwemmung der Umgegend nimmt einen Be- «6q-ararteT T u ®le Verbindung mit Charkow Ist fett 4 Tagen, mit Äretnen d)U8 fett 8 Tagen unterbrochen. ®ie eiserne Brücke auf der zweiten Werst bU'4 bQä H°ch«usser sehr beschädigt. Viele Passagiere weilen in sfes* »oeh,lb her 3‘lta! -Slhkk 5 * $)id)iung (intr it6en, n, mit ÄÄ»1 ,n?rnani, lotete, Sovboklr Wtoft ww «WS In W ^nbar einem Vcdi Aesterreich. Pefth, 2. April. Im Csiker Comitate in Siebenbürgen sind die Gewässer Im Wachsen begriffen, ausgetretene Eismassen des Marosflusses verhindern den Verkehr auf der Landstraße bei Szasz-Regen. Im Szathmarer Comitate hat das Wasser des Szamosflusses die Straßen und Brücken beschädigt. Italien. — Aus Rom wird der Londoner „Allgemeinen Correspondenz" untcr'm 29. März gemeldet: „Die Grundlagen, auf welchen das vom Minister des Aeußein, Mancini, in seiner Rede vom 13. d. erwähnte Einverftändniß zwischen Deutschland Oesterreich und Italien erzielt wurde, sind, wie es heißt, die folgenden: Italien verpflichtet sich nicht nur, mit größter Sorgfalt jeden Anlaß zu vermeiden, der es in einen Ätieg mit Frankreich verwickeln könnte, sondern auch mit ollen erdenklichen Mitteln dah.n zu streben, die freundlichen Beziehungen mit diesem Staate zu erhalten. Deulsch- laiid und Österreich geben em ähnliches Versprechen ab. Im Falle jedoch eine der drei genannten vertragschließenden Mächte von Frankreich angegriffen würde, so werden die beiden anbmn ihrem Verbündeten Hülse leisten und die Abwehr des Angriffs zur gemeinsamen Sache machen. Sollte einer der drei vertragschließenden Staaten aus irgend eincr Ursache gezwungen sein, mit einer anderen Macht Krieg zu führen, so bleibt es den beiden anderen Staaten freigestellt, sich neutral zu verhalten; sie Dürfen sich aber unter feiner Bedingung der ihrem Verbündeten feindlichen Macht anschließen." Eine anderweitige Bestätigung dieser Angaben liegt nicht vor. totale*« . 4. Bpril [SterbIIcf)tett in ©legen.] Die Zahl her Todesfälle während ber ®o4e nom bi-S 31. JBärj betrug Im Ganzen 10. Betroffen wurden 3 Kinder unb 7 Erwachsene. Ein Kind tm ersten Lebensjahre starb an allgemeiner Abzehrung, non zwei anderen zwischen dem 2. und 10. Lebensjahre erlag das eine dem Scharlach, tos anbete einer Lungenerstzündung^ Bei den erwachsenen Personen wurde als Todesursache angegeben^Lungenschwlndfucht^oreimal, 8ung.enentjünbung, Wassersucht, Krebs V- einmal. Ein Mann endete durch Selbstmord (Erhängen). 6 Gießen, 4. April Schwurgerichtsverhandlung vom 3. April I.' I. gegen Konrad Rohn Landwltth vom Stockhäuserhof wegen Meineids Derselbe war beschuldigt, daß er 1) am 1. Juli 1881 vor Großh. Schöffengericht Grünberg den in der Strafsache mOnr°? unb DOn Flensungen w gen Jagdvergehens vor nnh° 8 ^CUße 0eleiftvten wissentlich durch em falsches vCiifpi UliD 2) August 1881 voc Großh. Strafkammer zu Gießen in der vorerwähnten Sache und 7 3) am 19. Oktober 1882 vor Großh. Schöffengericht Laubach in der Strafsache gegen Johannes Nickel von dem Stockhäuser Hof jedesmal ein falsches £AU9?nn^ wie dgtz die Angabe der Wahrheit seitens Verfolgung °wegen°ein" st. * b,t 6*ulbfrOfle . Gietzen, 4. April. Gestern Abend kurz vor 9 Uhr entstand in einer Nebenaasie fltia ^oßer Anlauf von Menschen, der durch markerschütternde HÜlferufe aus einem House kommend, veranlaßt wurde. Wie in Erfahrung gebracht wer den welcher in dem betr. Hause aus- und eingeht, der Dienftmagd den Kopf verarbeitet und sodann die Flucht ergriffen. Welche Verhältnisse oder Mouve die Ursache waren, konnte nickt mit Gewißheit festgestellt werden. Fiptrn cYi-9 ... h .«Ä ■ *■ 5tjierw"g e n Kind von 3Vr Jahren « J & ‘ “k“"*"?1' eines Wagens Den Fuhrmann trifft keine Schuld da datz Kind gerade zu dem Wagen htneinltef. ’ ® W i f 4 t H- Theil der Ladung schwamm rheinabwärts, doch wurde noch unterwegs vieles Holz ge- ländet. Mit den Masten ragt das Schiff noch aus dem Wasser hervor. Marburg. Unser „Akademischer Conceri-Verein" w>rd, unter Heranziehung des Akademischen Gesangvereins unserer Nachbarsladt Gießen am 1. Mai zur Gedenk feier der 600jährigen Einweihung der St. Elisabethkirche Franz Liszts „Legende der Heiligen Elisabeth" zur Auffühiuirg bringen. Der so bedeutend verstärkte Chor, gegen 300 Sängerinnen und Sanger, laßt nach den zahlreichen und gründlichen Proben, die Herr Musikdiiector Freiberg in unermüdlicher Weise leitet, vorzügliches erwarten. Auch für die drei Solopart-en sind bewahrie Künstler gewonnen Das Orchester wird aus einigen 60 Musikern begehen. Die Aufführung dieses bedeutendsten unter den modernen Oratorien, das überall den ungeteilten Enthusiasmus hervorgerufen hat verspricht hiernach einen würdigen Beitrag zu dem bevorstehenden Fest, der auch das Interesse auswa»tiger Kunstfreunde beanspruchen dürfte. Biedenkopf, 2. April. Heute fiüb wurde die neue Secnndärbahn Cölbe- Laasphe feierlich eröffnet. Auf allen Stationen wurde der erste Personenzug, von Marburg kommend, festlich empfangen, besonders hier in Biedenkopf war ein großartiger Empfang seitens der ganzen Bevölkerung. Die Bevölkerung zeigt großes Verftändniß für die Wichtigkeit der neuen Strecke, welche das Hinterland mit ferner alten Industrie dem allgemeinen Verkehr aufschlicßt. Marburg, 2. April. Mit dem gestrigen Tage sind die beiden Personenposten von hier nach Frankenberg und Laasphe aufgehoben worben und an deren Stelle tritt von beute an die Eisenbahn Marburg.Cölbe-Laasphe. Der Postoerkehr nach Wett r, Münchhausen, Frankenberg und weiter wirb nunmehr von Göttingen aus btforgt — und bat damit der Postwagenverkehr von Marburg ab Überhaupt ausgehört. Vor etwa 50 Jahren gab es noch keine direkte Postverblndung zwischen Marburg, Biedenkopf und Laasphe, Briefe und Packete gingen über Gießen und der Personenverkehr ging fast durchweg auf Schusters Rappen. Die für Breidenstein, Biedenkopf, Laasph- und Umgegend hier in Marburg vorliegende Correspondeni wurde damals regelmäßia Donnerstags von dem Boten Runk.l aus Breidenstein abgeholt. Derselbe war hier allgemein bekannt unter dem Namm „Der Breidensteiner Bote", er trug feine Post- uniform, sondern einen blauen Kittel und auf dem Rücken einen uralten Militärranzen. Der nock jetzt auf hiesigem Postamte thätige Herr Ober-Postpackmeifter Becker hat jenen Postverkehr noch mitgemacht. Lange Jahre hatte der Bote Runkel ffin Ab- fteig-quartier im Haufe des Herrn M. Dörlam und wer etwas in's sog. Hinterland m bestellen hatte, gab es daselbst ab. Der heutig? Poftverkebr in der dortigen Gegend $ natürlich ein ganz anderer geworden; die tagtäglich hier abgehenden Correspondenzen für die dortige Gegend füllen ganze Säcke, dazu kommt noch täglich ein bedeutender Packet- und Geldverkehr, den letzteren besorgte vordem auch der Bote Runkel ohne jemals trotz der Waldwege räuberisch angefallen worden zu sein. Ohne «weifet träat die neueröffnete Bahn zur weiteren Hebung des allgemeinen Verkehrs wesentlich bei dessen Segnungen dem Hinter- wie dem Vorderland zu Theil werden mögen. — Für das Nationaldenkmal auf dem Niederwald ist abermals eine Riesenarbeit vollendet worden — das große Relief, welches die ganze Vorderfront des Denkmals ein nehmen wird. Nachdem über zwei Jahre lang an dem Relief gearbeitet worben ist, .steht nun das Gypsmodell in dem Atelier des Profiffors Sch lling zu Dresden fertig und wird in den nächsten Wochen an die Erzgießcr abgegeben werden. Während die riesigen Erzfiguren, Germania, Krieg, Friede und Rhein-Moselgruppe mehr fum- boI• fdöer D?atnr sind, stellt das Relief ein Stück Geschichte aus dem glorreichen Jahre 1870 bar: Es ist ein Denkmal der Armee von wunderbarer Schönheit und Vollendung. Kassel, 1. 2lpril. Nach einer hier eingetroffenen telegraphischen Nachricht war in vergangener Nacht in den Gebäulichkeiten der communalständischen Irrenanstalt Kloster Haina großes Feuer ausgebrochen. Die zur Anstalt gehörige Bäckerei und Mühle wurde b's auf die Grundmauern total eingeäschert und waren alle R-ttuna^ imb ßöfd)ung3öerfu$e leider erfolglos. In diesem Gebäude entstand das Feuer gegen Mitternacht auf eine bisher noch völlig unaufgeklärte Weise. Mühle und Bäckerei standen im Nu über und über in Flammen und wurde fämmtliches Inventar und Mobiliar nebst Getreide- und Fnichtvorräthen ein Raub der Flammen. D'e nahe daran gelegenen eigentlichen Hospstalgebäude schwebten in großer Gefahr, indessen aelana es dem energischen Eingreifen der Anstaltsbeamten, im Verein mit der rasch zur Stelle befindlichen Feuerwehr, das verheerende Element auf feinen Herd zu beschränken und E'N Umstchgretten des Feuers zu verhüten. Der verursachte Schaden ist immerhin sehr beträchtlich. Ob die Abgebrannten ihre Mobilien und bcwegl'che Habe versickert batten vermochten wir mit Bestimmtheit nicht in Erfahrung zu bringen. . —-^Vertretung vor Gericht.) Es herrscht vielfach und namentl'ch unter den ärmeren Klasten die Meinung, als könne in den Fällen, wo Eheleute gemeinsam verklagt sind, der Ehegatte ohne Weiteres die andere Ehehälfte vertreten. Thatsächlick ? "der hierzu schriftlicher Vollmacht und es kommt in vielen Sitzungen d-s Amtsgerichts vor, datz deshalb gegen den tn der Meinung, er fei durch seinen Ehegatten peitreten, nickt erschienenen Ehegatten ein Dersäumnitzurtheil ergeht. Es liegt also sehr ttn Interesse der sich selbst vertretenden Parteien - und das find namentlich die ärmeren Leute - diese Vorschrift zu beachten. namenuicy Die . „ . "" ^Turnvereine im Großberzogihum Hessen.) Im Großherzogthum Hessen ^fcßf0e o?3«! 0 "Ngefahr 90 Turnvereine. Von diesen kommen aus die Pwvinz 3f ^crcine mit 2761 Mitgliedern, auf die Provinz Rbeinheffen 38 Vereine ™ * 34°r9 Mitgliedern und auf die Provinz Oberheffen 18 Vereine mit 1164 Mitgliedern Die Gesammtzabl der Turner des Großherzogthums Heffen beträgt demnach 7484 b,c Hälfte aller Turner des MittelrheinkreiseS. Die Vereine über 500 w&Hbxr "dnen sich ihrer Größe nach folgendermaßen: Turngemeinde Darmstadt ^'^erein Offenbach a. M- 460 Mitglieder, Turnverein Gießen 384 Mitglieder, Turnverein Mainz 325 Mitglieder, Turnverein Friedberg 202 Mit- Zlsider, Turngemeinde Worms 201 Mitglieder, Turngemeinde Nieder-Jnaelheim 170 Mitglieder, Turnverein Mombach 170 M tglicder, Turngemeinde Beffungen 165 Mit- 0 "der, Turnverein Caftel 160 Mitglieder, Turngemeinde Ober-Ingelheim 150 Mitglieder, Turngefellfchaft Mainz 150 Mitglieder, Turngemeinde Gonsenheim 136 Mitglieds Turnverein Neu-Isenburg 130 Mitglieder, Turnverein Lauterbach 127 Mitalieder' Ti^nverein Alsfeld 126 Mitglieder, Turnverein Wiefeck 124 Mitglieder Turnverein Schotten 119 Mitglieder und Turnverein „Eintracht" zu Gau-Algesheim mit 110 Mit- ^dern. Diese 19 Vereine haben zusammen 3859 Mttglieder. Die ältesten Turnverein- Hessens sind: Mainz gegründet 1817, Offenbach a. M-, gegrünbd 1843 gegrünbet 1846, Darmstabt, gegründet 1846 und Castel, gegründet 1846 Mit VÄ' Recht gebührt Hessen das Lob, eine ganz vorzügliche Pflanzstätte der Leib-süb..n^ sowohl in den zahlreichen Turnvereinen als in den Schulen zu fein ° tC b'9öbun9en -- Eine drollig komplicirte kleine Straßenscene berichten Wiener Blätter Di- Verwickelung begann damit, daß in der Taborstraße etne Magd einen Lnb im ÄnM zum Fensttr hinausstieß. Der Hund fiel auf den Tschako eines eben nnrüher^h^h^ Infanteristen, wodurch dem Marssohne die Kopfbedeckung fo tief über^6 drückt würbe, daß von diesem nur daß Kinn zu sehen war Der Hund ÄZ langst mit heilen Knochen wieder tn die Wohnung seines Herrn ® - und Antlitz des Vaterlandsvertheidigers durch einen guth^ endlich befreit würben, worauf der Soldat seinem hümanen^^Helfer u t Ä etge appheirte. „K. . verdammtes, warum hast KwÄ1".» Ä ääS® so üblem Dank- belöbnt-n Mann- zur.-: EtÄL t?. er,b/m rnü Br-rn-k^W^Etz "^.-n be6 N°rdd-uffch-^Ll°p^in N°rdd-uffch7n°Ll°pd^ l™$UeTwT[»ebraZfer21^5r^Potn In der Wii den Slfljc, W ^iniflii i Wn Beleidigun V dos Gr. Cchö ain L Wrj 1883 1 Die Ängekle unb werben v ^aasroegen Wftraje vi ^MGejüi einet ( Nn. itunbe Waii " DieAngtk tragen i Achsen, '■ D--n Str jWich \ }“i «f Koste im °" Sufte . " Serech^ / m«d)Cn. iL^- Hrr M tz. EG 11 »te schm Nachricht im Irrenanstalt e -äckkrei und alle R'ltungsr )2§ Feuer gegen ile und Löckerei ’ Znoentar und D>e nahe daran «essen gelang es -asch jifr Stelle beschränken und immerhin sehr erfichert hatten. tl:d) unter den zemetnsnm ver n. Th-tlöchltch i Sihunaen d-s feinen Ehegatten ks liegt also sehr namentlich die ""'M,,, :e Ch°^"-r Drd; 5o’ee'ufen btt °»» b«6 °"inIU8. von war ein grob" r zeigt g ; ^«fontnpoften r ffiett r °Us b.forgt _ UMtt/Bor Sieben^ '»fontnonftj, Laasph. I,ä «BilmäBij '"be war hier 'st kcine Pökelten M.-iitZr- meister Becker El sein Ab- ^interland gu tigm Gegend ercspondenzen n bedeutender dunkel, ohne Awriset trätzt roeientlid) bd, W * eint Riesen- ont des Denk- irbritet morden ’fl zu Dresden dm. Während ppe mehr sym- dem glorreichen Schönheit und lOtf üN^ ngtkomwen unb xaßa^ rfl l# L--N "* ogthum Hessen iuf die Provinz essen 3S Vereine 54 Mitgl'edern. demnach 7M . Vereine flöer ,de iarmftabt »erein Wfn .rg 202 W- naelbe'M gen 165 W- rim 150 M- 3tzM"E- 7 Mitglieder. . Turnverein 'N Durnvereine 1843. Etießev' Mit vollem Leibesübungen ■ MW" A hunb IM S°U 3'0rübe^'b"?b.e, affi xr:'.K :s”"ä fallen sev^htr )änd' • Literarisches. ++ Serien der Weltliteratur- heißt ein bei L-vy L Müller m Stuttgart ,-Diben “u scheinendes Werk, das den Ireiflichen Ltterarh',Ioriker Wörmann jutn Vt unb hen intereifanten Doppelzweck verfolgt, einersetts den Neuling auf oie für ihn bequemste, genußreichste und gründlichste M-mI-r in jene Hguvtdichtungen »er Weltliteratur eiuzusühren, deren mehr oder weniger g>nc>ue fteNillN!ß heutzutage ,n aebtldeter Gesellschaft beansprucht wird, andererseits Gedächtnißlücken, die nothwendig m L-ut- d-r Belt aud) bei d m Wissenden entstehen müssen auszufülien und ihn das nnrber bald Verstandene ganz verstehen zu lehren. Normann erzählt kurz den Inhalt ti"ner icden Dichtung, bespricht den Dichter und das Ged'cht sür sich und tu seinem ^asammenhang mit der gleichzeitigen Literatur und knüpft daran di- allgemeine fstbetsche Beleuchtung. Zugleich hat es d-r Verfasser meisterhas °-ttt