Dienstag den 4 December L88T Nr. 282 Erscheint täglich mit Skkkicchme des Montags. Bureau r Schulstraße 7. an» wg zu ma(|)in, 7873 ju Hanau. ließen Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. pen antrete. meinen Mitgliche Speisen angenehm als KranLreich. Paris, 1. December. Eine Depesche des Admirals Courbet vom 20. v. Ml« bestätigt, daß etwa 2000 Chinesen die Stadt Haidzuong am 17. v. Mts. angriffen aber nach elistündigem Kampfe von der dortigen Garnison und den Kanonenbooten „Carabine" und ,Lynx" in die Flucht geschlagen wurden. Die Chinesen verloren gegen 200 Mann an Tobten, die Franzosen halten 4 Mann tobt und 24 Mann, theils Seesoldaten, thells Mannschaften der Hülfs- truppen, verwundet. — Nachdem die administrativen und militärischen Machtbesugmffe nunmehr in d°r Hand des Admirals Courbet vereinigt sind, hat die Regierung den bisherigen Civil-Commiflär Harmand ermächtigt, nach Frankreich zurückzukehren und daselbst einige Zeit in Urlaub zuzubringen. — Dcr ehemalige rumänische Mmlster des Auswärtigen, Boeresco, ift gestorben. eder Art. len. <001 "bl-kum die er, 5u’e des Herr« tzttetung er Handelskammer) ! Jahren weit über 4bb/ Deutschland. Darmstadt, 1. December. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute Frau Geh. Oberrechnungsrath Strecker, Superintendent Dr. Sell und Regierungsrath v. Bechtold, welche das Werk „Alice, Großherzogin von Hessen und bei Rhein, Prinzessin von Großbritannien und Irland" herausge- geben und die Ehre hatten, dasselbe Sr. Königl. Hoheit und den Großh. Kindern zu überreichen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen ferner: den Obersten v. Seebeck, Commandeur des 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115, den Obersten v. Dresky, Commandeur des 2. Großh. Dragoner- Regiments, (Leib-Dragoner-Regiments) Nr. 24, den Obersten v. Prittwitz und Gaffron, Commandeur des Großh. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corps), den Oberstlieutenant v. Klüber, Commandeur des 1. Großh. Dragoner-Regiments (Garde-Dragoner-Regiments) Nr. 23, den Oberstlieutenant Bertram und den Major Drache vom 2. Großh. Infanterie-Regiment (Groß- herzog) Nr. 116 aus Gießen, den Oberstlieutenant v. Nettberg vom 4. Großh. Infanterie-Regiment (Prinz Karl) Nr. 118 aus Worms, den Major v. Kracht vom Infanterie-Regiment Nr. 81 aus Frankfurt a. M., den Second-Lieutenant v. Bismarck vom 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiment Nr. 115, den Oberlandesgerichts-Präsident Görz, den Kreisschulinspector Brilmayer aus Mainz, den Reallehrer Dr. Bauer; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck, den Minister-Präsidenten Schleiermacher, den Geheimerath Dr. Walther, den Hosceremonienmeister v. Werner. Berlin, 1. December. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Gerüchte von dem bevorstehenden Ausscheiden des kaiserlichen Gesandten in Peking als jeder Begründung entbehrend. Der Gesandte v. Brandt werde nach Ablauf des ihm gewährten längeren Urlaubs auf seinen Posten zurückkehren. Berlin, 2. December. Der Botschafter v. Schweinitz, der nach Petersburg zurückkchrt, ist der Ueberbringer eines Handschreibens des deutschen Kaisers an den Czaren. Koblenz, 1. December. Ihre Maj. die Kaiserin hat heute Vormittag die Rückreise nach Berlin angetreten. München, 1. December. Der ,Allg. Ztg." wird gemeldet, daß auf der Ober- innthaler Cstendahn heute ein Zusammenstoß zwischen einem Innsbrucker Güterzug und dem von Landeck kommenden Personenzuge stattfand. Ein Postschaffner wurde schwer, mehrere Personm leicht verwundet. Gmige Wagen sind zertrümmert. Bredow bei Stettin, 1. December. Heute Mittag Punkt 12 Uhr wurde die dritte hier erbaute chinesische Panzer-Corvette vom Stapel gelassen. Der chinesische Gesandte Li Fong Pao taufte dieselbe mit dem Namen „Tchi Auen." <*ft ?b Spiegeln in ™ empfohlen. OH, vegzr. anftänb. Wer erhalten bei ^Kanzleiberg^- chon und dauerhaft mgefertigt von tTfi n* gesu^ ^schling».—- Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Corresporrdenz-Bursau. Berlin, 2. December. Der Großfürst Sergius von Rußland ist heute Vormittag incognito hier eingetroffen und in der russischen Botschaft abgestiegen. — Der französische Botschafter Courcel ist bereits gestern Abend hierher zurückgekehrt. — Der Nordpolfahrer Payer ist gestorben. Hamburg, 2. December. Der englische Dampfer „Flora", welcher Morgens nach Hüll abgegangen war, kollidirte bei Finkenwerder mit dem norwegischen Schooner „Ottar", welcher von Batavia kam, worauf an Bord des letzteren Feuer ausbrach. Der Schooner sank, die Mannschaft wurde von der „Flora" gerettet, welche beschädigt hierher zurückkehrte. — Der französische Dampfer „Hyp" und der deutsche Dampfer „Prinz Leopold", welche beide des Morgens den Hafen verlassen hatten, sind ebenfalls beschädigt hier wieder eingelaufen ; sie hatten auf der Elbe eine Kollision mit der von Apia kommenden Hamburger Bark „Georg Blohm." Letztere ist stark beschädigt hier eingetroffen. Pesth, 2. December. Das „Amtsblatt" veröffentlicht die Ernennung des Grafen Khuen Hedervary zum Banus von Kroatien, sowie die Enthebung des Generals Ramberg von dem Amte eines königlichen Commissars für Kroatien. Die verfassungsmäßigen Zustände, sind somit in Kroatien wieder hergestellt und wird der Landtag demnächst einberusen werden. London, 2. Decbr. Wie dem „Obferver" aus Kairo von gestern gemeldet wird, ist in der Provinz Darfur ein Aufstand ausgebrochen und der Gouverneur der Provinz, Stattin Bey, ein Oesterreicher, verwundet worden. Die Beduinenstämme in der Umgegend von Kassala sollen ebenfalls revoltirt haben. — Der Staatssecretär des Krieges, Lord Hartington, hielt gestern in Accrington eine Ansprache an seine Wähler, in welcher er hervorhob, daß das gute Einvernehmen Englands mit Frankreich ungestört sei. England habe mit keiner europäischen Macht eine Separat-AUianz abgeschlossen, die Beziehungen Englands mit Deutschland seien durchaus herzliche und freundschaftliche. Erst vor einigen Tagen habe Deutschland der englischen Regierung seine Bereitwillig, feit ausgesprochen, gemeinschaftlich für den Schutz deutscher und englischer Un- terthanen in China zu sorgen, wenn dies in Zukunst erforderlich werden sollte. Madrid, 2. December. Der deutsche Kronprinz unternahm gestern einen Ausflug nach Pardo, dem Landsitze des Königs. Am Abrnd wohnte Der Kronprinz dec Frutig, ieg 5. #5- )lnW 9609 surchtvollster Verehrung der deutschen Kolonie huldreich entgegennehmen. Gott schütze Ew. K. K. Hoheit!" — In einer heute Abend stattgehabten Sitzung des Miliär-Casinos wurden die Generale Graf Blumenthal, v. ßoe und Mijchke und die übrigen zum Gefolge des deutschen Kronprinzen gehörigen Officiere feierlich als Ehrenmitglieder aufgenommen. Vor der Ausnahme hielt General Ortega eine Ansprache an dieselben, alle Mitglieder des Casino waren in großer Uniform erschienen. — Nächsten Mittwoch finden bei Carabanchel in der Nähe von Madrid Truppen- Manöver zu Ehren des Kronprinzen statt. Die Abreise des Kronprinzen soll auf nächsten Freitag verschoben sein. Der große Festball im königlichen Schlosse war von der erlesensten Gesellschaft von Madrid besucht und verlief außerordentlich glänzend. — Der „Correo" sagt, der Kronprinz sei der Gegenstand der allgemeinsten Sympathien und Huldigungen. Madrid, 1. Drcemver. Am Dienstag macht der deutsche Kronprinz einen Ausflug nach dem Escurial und am Donnerstag wird er voraussichtlich nach Sevill-», Granada und Cordova reisen, um dann über Alcazar, Valencia und Barcelona nach Genua zurückrvkthren. Madrid, 1. December. Dem gestrigen Hofball wohnten der König in preußischer Ulanenuniform, der deutsche Kronprinz in der Uniform seines pommerschen KürassierregimentL bei, der Kronprinz führte d!e Königin Christine, welche in himmelblauer Toilette erschien, der König die Königin Isabella, daran schlossen sich die Infantinnen, die Hofstaaten und daS beiderseitige mtlrtärische Gefolge. Die hohen Herrschaften eröffneten den Tanz durch eine Quadrille zu 8 Paaren, wobei der Kronprinz mit der Königin Christine, der König mit der Königin Isabella tanzte. In der zahlreichen Ballgesellschaft waren keine Nationalkostüme vertreten, die Damen trugen Pariser Moden, für die Herren ohne Uniform waren kurze Hosen, seidene Strümpfe und die Schuhe nach der Hofetiquette vorgeschricben. Nachdem der Kronprinz noch mehrere Rundtänze gemacht hatte, wurde für die königliche Familie das Souper servirt, während für die übrige Gesellschaft in den langen, mit Gobelins verzierten Gallerten Buffets bereit standen. Das Fest erreichte heute früh 3 Uhr sein Ende. — Der König hat dem deutschen Kronprinzen gestern den Großkordon des Militärordens vom h. Ferdinand verliehen. Zu dem gestrigen Hofballe hatte der Kronprinz den Orden bereits angelegt. Wußland. Petersburg, 1. December. Der „Regier.-Anz." veröffentlicht die mit Genehmigung des Kaisers und der Eltern am 27. November in Altenburg erfolgte Verlobung des Großfürsten Constantin Constantinowitsch mit der Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Altenburg. Asten. Tientstn, 1. December. Aus Peking wird telegraphirt, daß die französische Regierung in Beantwortung der chinesischen Note sich bereit erklärt hat, weiter zu verhandeln, jedoch mit dem Vorbehalt, daß die französischen Truppen Befehl hätten, Sontay und Bacninh zu nehmen. des Mi» R-Ä- Kngland. London- 1 December. Wie das „Reuter'sche Bureau" meldet, hat Waddington Lord Granville mitgetheilt, daß die Besetzung SontayS und Bacninhs durch französische Truppen absolut nothwendig sei und daß die französische Regierung nur dadurch zusriedengestellt sem wurde Frankreich wünsche, wenn es möglich sei, einen Krieg mit China zu vermelden. Waddington soll übrigens nicht versprochen haben, daß Frankreich, wenn Frankreich China Bacnmh und Sontay übergebe, einen Waffenstillstand in Vorschlag bringen werde. — Eine Veimittelung Lord Granvilles zwischen Frankreich und China steht nicht in1 D-r Procch g'8-n O'Donnkl wurde heute Abend beendigt. D-r Gerichtshof sprach O'Donnet der Ermordung Careys schuldig und per- urtherlte denselben zum Tode. Spanien. Madrid, 30 November. Nach dem Besuche in der Kaserne Principe Nio emvsina der deutsche Kronprinz die Deputation der hier lebenden Deutschen. In" der^mm derselben überreichten Adresse heißt es : „Durchlauchtigster Kron- vrinr । Den unterzeichneten Mitgliedern der deut chen Kolonie in Madrid ist es e n Sns6ebüS ben Gefühlen ber Erhebung Ausdruck zu verleihen, von welchen sie durch die Anwesenheit Ew. K. K. Hoheit bewegt werben. Die unwandelbare Treue zu Kaiser und Reich, die Liebe und das Vertrauen zum Vaterlande, aus welchen die Deutschen in Madrid und m den Provinzen bte Kraft schöpfen zur Erfüllung ihrer Berusspflichten, steigern sich heute zur höchsten Begeisterung! Möchten Ew. K. K. Hoheit diesen Ausdruck treuester, ehr- ildM J W t t; Pl°m' lle Zadn- A ic. stlid X Vorstellung in der Oper, die eine öffentliche war, bei. Als derselbe mit der königlichen Familie in der Loge erschien, wurde er von den zahlreich anwesenden Zuschauern, welche sich von ihren Sitzen erhoben, mit einer lebhaften Ovation begrüßt, während dre Musik den deutschen Kaisermarsch spielte. Der Schluß der Vorstellung, welcher gegen 1 Uhr erfolgte, bot von Neuem Anlaß zu einer enthusiastischen Kundgebung für den deutschen Kronprinzen. Derselbe hatte das Band des Großkordons des Mtlitärordens vom h. Ferdinand angelegt, während der König das Band des Schwarzen Adlerordens trug. Heute Vormittag wird der Kronprinz dem Gottesdienst in der Kapelle der englischen Gesandtschaft beiwohnen und mit dem Könige einer E-nladung zum Dejeuner in der englischen Gesandtschaft folgen. — Der deutsche Kronprinz stattete gestern vor dem Ausflug nach Pardo dem Patriarchen von Indien einen Besuch ab. Heute Nachmittag besichtigte der Kronprinz die königlichen Marställe. Abends findet im Nachhause das von Seittn der Stadt «rrongirte Fest statt. Für morgen ist die Jagd tn Casa Camps und für Dienstag ein Ausflug nach dem Escurio! in Aussicht genommen. Am M'.ttsoch wird der Klonprinz einer Felddienstübung der Truppen der Garnison beiwohnen. — Der Ministerpräsident Posada Herrera hat b et einem Zusammenstoß seines Wagens mit einem Privatfubrwerk eine Verletzung der Hand erlitten. — Der französische Botschafter hat dem Ballfcst am Freitag Abend wegen einer leichten Unpäßlichkeit nicht beiwohnen können. Lokale-. Gießen, 2. December. (Theater.) Die Posse von Kalisch: „Einer von unsere Leut'" gehört, mit dem durch die besten Muster der Posse gebildeten Maßstab gemessen, zu den besseren ihres Genres. Daß sie schon einige Dccennien zählt, merkt man an den Anspielungen, die sich auf politische und sociale Vorkommnisse der fünf; ziger Jahre stützen. Die Hauptfigur ist der Handelsjude Isaac Stern, ein edler, braver Mensch, der eS sich zur Aufgabe macht, die Ehre seines ungerecht angeklagten Vaters und die des zur Untersuchungshaft gezogenen Schlossermeist^rs Frühauf zu restitutren und alle Hindernisse für daS zu copulii ende Liebespaar wegzuräumen. Herr F. Braut- lecht hielt sich im Ganzen in den Grenzen darstellerischer Msß'gung; nur müssen wir gegen solchen auf den Beifall deS Galeriepublikums speculirenden Wrtz, wie er ihn sich in der Apotheke zu Schulden kommen ließ, im Interesse der guten Sitte aufs Entschiedenste protestiren. Ein kleiner Zusatz Ehrbarke,t in seinem überschäumenden Blute wird ihm und seinem Institute nur zum Vortbeile gereichen. — Neben ihm traten vortheilhast aus dem Rahmen heraus: Here Schreiner (Gerichtsbeamter Ducker), Herr Rtckelt (Frühauf), Fräulein Pögner II. (Ernestine Früh auf) und Herr Peters (Apothekergehilfe Stößel). Gießen, 3. December. (EiS Verein j Um vielfache Zweifel zu heben, theilen wir hier nochmals die feiner Zeit in unserem Blatte veröffentlichten Siatuten-Bestimm- uvgen über Beitritt und Beitrag mit: Mitglied des Eis Vereins kann ohne Unterschied des Alters und Geschlechts jeder Freund deS Schlittschuhlaufen^ werden. Der jährliche Beitrag der Mitglieder beträgt 1 X 50 für wertere Familienglieder und alleinstehende Schüler und Schülerinnen j: 50 Der Beitrag einer Familie soll 3 X nicht übersteigen, so daß Familien von über 4 Köpfe für die weitere« Glieder nichts zahlen. Jedes Mitglied hat feinen Beitritt dadurch zu erklären, daß eS seinen Namen in daS Mitglieder-Verzeichniß eintragen läßt. Zum Austritt auS dem Verein bedarf eS einer schriftlichen Anzeige beim Vorstande, dieselbe ist jedoch nur bis zum 1. November für den folgenden Winter zulässig. Die Mitglieder - Verzeichnisse zur Beitritts-Erklärung liegen bei den Herren E. Balser und Fehsenfeld offen. Vermischt« s. Watzenborn und Steinberg, 2. December. Bei der am 28. November statt- gehabten Bürgermeisterwahl wurde unser seither ger OrtsgerichtSmann Balthaser Heß II. von Steinberg mit 148 Stimmen als Bürgermeister für die Gemeinden Watzenborn und Steinberg gewählt. Möge sein Amt ein recht langes und segensreiche- werden, auch das Zutrauen, welches ihm die Gemeinde schenkt, in Erfüllung gehen. — Ein furchtbares Verbuchen wurde am vorletzten Samstag in Laconia (New- Hampshire) verübt. Ein gewisser Thomas Somon ermordete eine Frau Ford, bei welcher er logirte, packte die Leiche in einen Koffer und fuhr mit demselben nach dem eine Meile entfernten Hause eines gewissen Jamrs Ruddy, bei w-lchem er sich ein- logirte. In der Nacht am Samstag ermordete er Ruddy und dessen Kind und verwundete Frau Ruddy mit einem Beile derartig, daß er glaubte, sie sei tobt. Dann steckte er das Haus mittelst Petroleum in Brand. Das Feuer alarmirte einen Nachbar, der Frau Ruddy im Freien liegend send. Sie war nämlich auS dem Fenster gesprungen. Das Feuer wurde gelöscht. Frau Ruddy liegt im Sterben, ist aber im Stande gewesen, Aussagen zu machen. Samon wurde am nächstfolgenden Tage verhaftet. Eingesandt. Nächsten Freitag und Samstag wird, wie wir vernehmen, Herr H. Müller Oberregisseur der König!. Schauspiele zu Hannover, in drei seiner besten Nollen gastiren, nämlich als Bloom in „Nosrnmüllcr und Ftnkr", als Rath Presser in w@r muß aufs Land" und alS Dorfrichter Adam tn Kleist's „Zerbrocyenen Krug". Herr Oberregisseur Müller ist in weiteren Kreisen durch seine Bearbeitung des Goethr'schen Faust bekannt welche Einrichtung (an 4 Abenden) bereits mehrere Male im Hostheater zu Hannover in Scene gegangen tft. Herr H. Müller ist ein vorzüglicher Vertreter der humoristischen Väter- und Charakterrollen. Nach Döctng's Tode wurde er als Einziger würdig befunden, den Falstaff am König!. Schauspielhause in Berlin zu spielen. Es ist dies Gastspiel jedenfalls ein Eretgniß für das Gießener theaterbesuchende Publikum, dem ein solch außergewöhnlicher Kunstgenuß selten geboten wird. Wir wollen nicht verfehlen, nachdrücklichst darauf aufmerksam zu machen. Handel und Derkehr. Grünberg, 1. December. (Fruchtpresse.) Weizen X 18.60, Korn X 16.70, Gerste X 14.00, Hafer X 14.00, Erbsen X 17.10, Lein X 00.00, Samen X 24.70, Kartoffeln X 0.00. Frankfurt, 1. December. Auf dem heuttgen Markt kostete der Eentner Heu X 2.80—3.50, Stroh X 3.20—3.50, Eier das Hundert X 6.40—9.50, Butter 1. Qualität X 1.25, 2. Qualität X 1.15, Kartoffeln per Centner X 1.70—2.25, Kohlrabi 3—5 H per Stück, Erbsen per Pfd. 00—00^, Rothkraut per St. 12—30 Poularden X 0—0, Huhn 1.50—2.20, 1 Ente X. 2.00—3.00, 1 Taube 50—60 4/ Hahn X 0.75—1.30, Gans X 5—8.00, Welsche X 8—9. MsEA-et tu M.- 3. Decbr., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 237Vh, StaatSöahnactien 263 Vz, Galizier 240V«, Lonrdarden 118 V«, Nnrd- weftbahnactien 153 Vg, Gotthardbahnactien 94V«, Darmstädter - Bankactien 153-/., Disconto Commandit 185V«, Oesterr. Silberrente 6613/ie, 4% Ungar. Goldrente 73Vg, 4°/q 1880er Russen 7£3/8, 5V0 1877r Ruffen 90V«, 2. Orient-Anleihe 55V«, 4r. JLciasler m Gnmberg. Versteigerung. Anerkannt saubere und empfiehlt 7944 4 X 3) 4 30 60 1 50 30 50 8» 1 3 10 Reichhaltiges Stoff- und Teppich-Lager. Weiße und Creme - Vorhänge. Bcttfedern und Daunen. Bettdrelle und Barchent. Permanente Ausstellung completer Zimmer- einrichtungen in geringeren, mittleren «. befferen Genres bei styl- gerechter Ausführung. solide Arbeit bei billigster k 22 — 6 — X 200 15 6 12 30 Mikroscope . . . Thermometer . . Loupen .... Reißzeuge . . . Laterna magica । Metall - u. Quecksilber- I Barometer . ' Fabrik und Lager in Möbeln, Spiegeln und Polsterwasren von Th. Brück, Schloßgasse 16. Ne optische Anstalt von L. 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