Str. 178» Samstag den 4. August 1888 ($ncluuwr il ii ’finiH Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. vvreau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MsNtagl. Preis vierteljährltch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvha. " Durch bte Post bezogen vierteljährlich 2 Mark öl) Pf. Amtlicher T st e i l. Betreffend: Mililärschießübungen. Bekanntmachung. Das Füsilier-Bataillon des 116. Infanterie-Regiments wird Freitag beit 10. August und Samstag den 11. August, von 10 bis 1 Uhr, Lchießübungen in dem Terrain östlich Garbenteich abhalten, und zwar zwischen dem Weg Grüningen—Steinbach und dem „Hohen Stein", südlich durch den Weg Garbenteich—Lich, nördlich durch das „Geseng" und den „Höhler Berg" begrenzt. Die Großh. Bürgermeistereien Lich, Garbenteich, Grüningen, Steinbach, Albach, Hausen, Watzenborn und Dorf-Gill haben dies mit dem Bemerken noch besonders in den Gemeinden bekannt machen zu lassen, daß das Betreten des Terrains innerhalb der Straßen Garbenteich—Lich, Grüningen—Steinbach mb Steinbach -Lich zu der bemerkten Zeit verboten und daß den Weisungen der aufgestellten Sicherheitsposten Folge zu leisten sei- Eine Sperrung der Chaussee Steinbach—Lich ist nicht erforderlich. Gießen, den 2. August 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: vr. Hoffmann, Regierungsrath. Politische Ueberficht. Gießen, 3. August. Die Gast einer Kur Kaiser Wilhelms neigt sich ihrem Ende zu, ta her Kaiser am kommenden Dienstag Gastein zu verlassen gedenkt, um sich vorläufig nach Ischl zu begeben, wo am folgenden Tage die Begegnung mit Ner Franz Josef stattfindet. Der Aufenthalt an den heilkräftigen Quellen Weins ist auch diesmal von der erfreulichsten Wirkung auf das Gesammt- Wnden des greifen Monarchen und befindet sich derselbe trotz des kühlen und tierischen Wetters, welches in den letzten Wochen auch in Gastein herrschte, durchaus frisch und rüstig. Der Ankunft des Kaisers in Berlin resp. Reu- Nelsberg sieht man für den 10. oder 11. August entgegen, um welche Zeit oud) die Kaiserin von ihrem Sommer-Aufenthalt in Koblenz zurückgekehrt Irin dürfte. Der Reichskanzler Fürst Bismarck hat nun ebenfalls seine Hmger Kur begonnen und deutet dies darauf hin, daß die sowohl auf dem Mete der hohen Politik, wie in unfern innern Angelegenheiten herrschende Ziuhe allem Anschein nach auch für die nächste Zeit fortdauern wird. Was ekn Punkt anbelangt, so gießt nur die bevorstehende Kaiser - Eutrevue in Al der europäischen Presse Stoff zu eingehenden Betrachtungen und betonen herbei übereinstimmend die deutschen wie die österreichischen Blätter, daß auch h diesjährige Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef Wich die Fortdauer des deutsch-österreichischen Freundschasts-Berhältuiffes und >A Weitern die Erhaltung des europäischen Friedens bedeute. In Bezug auf Neve Politik ist nichts Wesentliches hervorzuheben; auf kirchenpolitischem Ge- biett ist der Waffenlärm fast ganz verstummt und nur die „Germania" und arlchiedene conservative Blätter polemisiren augenblicklich gegeneinander, wozu von der „Germania" bekrittelte Ernennung des Hofpredigers Dr. Baur Mi General-Superintendenten für die Rheinprovinz den Anlaß gegeben hat. llch die Discussion über das Reichs-Eisenbahn-Project hat wieder aufgehört, nchdem sich herausgestellt hat, daß man an leitender Stelle in Berlin der Reali- Nliing dieses Gedankens vorläufig nicht näher treten will. Die furchtbare Katastrophe, von welcher die Insel Ischia gossen worden ist, hat auch in Deutschland große Theilnahme erregt, nament- da sich zahlreiche deutsche Familien zur Zeit des Erdbebens auf Ischia beiden. Eine Depesche des deutschen ConsulS in Neapel an den deutschen Nneralconsul in Rom meldet nun, daß diese Familien gesund und wohlbehalten ^Neapel angekommen seien; auch ist von Todesfällen unter den Deutschen auf Wia bis jetzt Nichts bekannt geworden. Der letzte Act der Tragicomödie von Tisza-Eszlar, die Trnchtsverhandlungen von Nyiregyhaza, welche in beu letzten Wochen und Mo- die öffentliche Meinung Oesterreich-Ungarns fast mehr in Anspruch Nititn, als der Nationalitäten-Streit, ist nun zu Ende. Am Dienstag war ^ letzte Verhandlungstag und sollte die Verkündigung des Urtheils am Don- Mag, den 2. August, stattfinden. Daffelbe wird wohl noch einmal die Wen Leidenschaften entfesseln, denn lautet es aus schuldig, so haben die Wolemiten die beste Gelegenheit, noch einmal über den Nyiregyhazaer Ge- chshof und die judenseindliche Gesellschaft Ungarns herzufallen, lautet das IHeil aber freisprechend, so werden wiederum die Antisemiten laut von der Dltechlichkeit der Richter Ungarns, von dem verderblichen Einflüsse der Balance israölite“ u. s. w. reden. In jedem Falle hat sich die ungarische Aizpfiege durch die Affaire von Tisza-Eszlar gerade kein glänzendes Zeugniß Mzestellt; es ist eben auch im Lande der Magyaren noch so Manches faul. — Das Gerücht, daß die Cholera unter den aus der Bukowina nach Ungarn l^rg.esiedelten sog. Csango - Magyaren ausgebrochen sei, wird behördlicherseits m u-nbegründet erklärt. In Frankreich beschäftigt man sich gegenwärtig mit großen finanziellen Aag.en. Der Finanzpolitik der Regierung hat die Deputirtenkammer ihre Zu- *nuimg in Bezug aus die Eisenbahn-Conventionen ertheilt, da von ihr die mit i»« OrleanSbahn und der Lyoner Bahn abgeschloffenen Verträge genehmigt M«n sind und auch die Convention mit der Nordbahn die Sanction der Shirmer finden dürste. Ferner hat jetzt die Regierung auch das außerordent- Lihe Budget für das lausende Etatsjahr festgesetzt, das in Ausgaben und Ein- mhmen mit 264 Mill. Frcs. balancirt. Außerdem soll dem Parlament vor -jyWn der Ferien noch der mit dem Ben von Tunis abaeicklosiene Vertraa vorgelegt werden, welchem zufolge die französische Regierung dem Bey die Aufnahme einer Anleihe zur Conversion der tunesischen Schuld garantirt; die zur Zinsenzahlung nöthigen Summen sollen von den Einkünften der Regentschaft und der Civilliste des Bey bis zum Betrage von 2 Mill. Piaster vorweg ge- nom'.nen werden. Die Suezkanal-Angelegenheit nimmt einen für das englische Cabinet Gladstone recht günstigen Verlauf. Der Ansturm, den die Opposition in dieser Frage gegen Herrn Gladstone unternommen hatte, ist kläglich gescheitert und der conservative Führer Northcote hat sich in der Montags-Sitzung des Unterhauses sogar eine eclatante Niederlage geholt. Von Northcote war der Antrag gestellt worden, eine Adresse an die Königin zu richten, in welcher die Aufmerksamkeit der Monarchen auf die Kanal-Affaire gelenkt werden sollte. Mr. Gladstone bezeichnete aber diesen Antrag als ein entschiedenes Mißtrauens- Votum gegen das Cabinet und das Haus lehnte denselben denn auch mit 282 gegen 183 Stimmen ab, welcher Erfolg den englischen Premier wohl mit neuem Muthe zur Fortführung feiner Geschäfte erfüllen wird. Die Katastrophe von Ischia beherrscht in Italien ausschließlich das Tages-Interesse. Der materielle Schaden, der durch das elementare Ereigniß angerichtet worden ist, entzieht sich vorläufig jeder Berechnung und was die Verluste an Menschenleben anbelangt, so gruppiren sich die Verlustziffern immer furchtbarer. Jeder Tag erhöht die Zahl der Opfer um Tausende, denn während die ersten Berichte nur von ca. 2000 auf Ischia umgekommenen Personen berichteten, beläuft sich jetzt die Zahl der Todten schon auf ca. 8000 und vielleicht wird auch diese Ziffer noch überschritten werden. König Humbert weilte mit den Ministern de Pretis, Acton und Genala an der Unglücksstätte und in ganz Italien werden Geldsammlungen für die unglückliche Insel' eingeleitet. Mehrere Ortschaften derselben, besonders Casamicciola, liegen bis auf wenige Häuser gänzlich in Trümmern und die Ueberlebenden Casemicciolas wollen gar nicht mehr an diese Stätte des Unglücks zurückkehren. Der Arbeitsminister Genala hat die Hülfsmaßregeln energisch in die Hand genommen ; für die überlebenden Bewohner der zerstörten Orte werden Baracken errichtet und um dem Ausbruch von Epidemien vorzubeugen, werden die Leichen der Verunglückten mit Kalk überschüttet. — Auch eine heftige Eruption des Vesuv wird signalisirt, ein Lavastrom soll sich gegen Torre del Greco hin ergießen ; ein Zusammenhang dieser Eruption mit dem Erdbeben von Ischia dürste zweifellos fein. Deutschland. Darmstadt, 1- August. Der „Darmst. Ztg." wird aus Houlgate, 30. Juli, geschrieben: Seine Königliche Hoheit der Großherzog, Seine Königliche Hoheit der Erb- großherzog, sowie Ihre Großherzogltchen Hoheiten die ^Prinzessinnen Victoria, Irene und Alix hatten trotz der auch an der nordfranzösischen Küste herrschenden regnerischen Witterung während des Monats Juli eines günstigen Badeerfolges Allerhöchst sich zu erfreuen m ,, Sowohl die Lage der hübschen und praktisch eingerichteten Villa Beauvau, welche die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften bewohnten, Die landschaft tchen Schönheiten der nächsten Umgegend, wie besonders die kräftige Seeluft und der Umstand, daß die Allerhöchsten Herrschaften bei jeder Witterung ohne Unterbrechung die Seebäder fre- quentiren, haben zu diesem höchst erfreulichen Resultat beigetragen. „ 1S} . Kleine Ausflüge an dem Strande hin zur Zeit der Ebbe oder landeinwärts in die Umgegend, meistens zu Fuß oder in kleinen, selbst zu fahrenden Aragen wurden mehrmals unternommen. An Sonntagen besuchten die Allerhöchsten Herrschaften den Gottesdienst in der protestantischen Kirche in dem mit Houlgate eine Gemeinde bildenden SeU3eDSeine Königliche Hoheit der Großherzog hoben der ebensolls hier weilenden Königin Mari- von Iteapel und der Herzogin von Aienson, sowie dem Herzog von Al-vgon Allerhöchstseincn Besuch abgestatle! und es wurde derselbe von S-it-n des Herzogs alsbald erwidert. _ m . o i Am letzten Montag, den 23. d.M., war Seine Durchlaucht der Prinz Ludwig von Battenberg hier angekommen. Hochd-rs-lb- reiste am Donnerstag den 26. 66. übet Trouville Parts nach London weiter, um In England dienstliche Angelegenheiten zu erledigen. Seine Königliche Hoheit der Grohherzog sowie Ihre Grobherzoglichen Hoheiten die Prinzessinnen Pt-torta und Irene haben Hochdem,eiben zu Wagen das Geleite bis zu dem nahezu zwei deutsch- Meilen von Houlgate entfernten Trouville fle8ebe@lner Einladung Ihrer Majestät der Königin von England zusolge werden Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre Großherzoglichen Hoheiten die Prinzessinnen Victoria und Irene am 31. d. M-, Abends, Allerhöchstsich mit dem von Ihrer Majestät zur Disposition gestellten Schiff „Enchantreß" nach England begeben; Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog und Ihre GroßherzogUche Hohe'.t die Prinzessin Alix, mit Miß Jackson und Herrn Muther als Begleitung verdleiden zu ; metterem Gebrauch der Seebäder in Houlgate. , „ t , i Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Elisabeth sind schon vor einigen Tagen mit Ihrer Majestät der Königin von Windsor aus ebenfalls in Osborne ^V'Derbleiben in Osborne und England ist nur auf vierzehn Tage bemessen die Allerhöchsten Herrschaften werden voraussichtlich um die Mitte des Monats August von England direct nach Paris reisen, dort mit den von Houlgate kommenden jungen Herrschaften Zusammentreffen und dann nach Darmstadt zurücktchren. ' Aus Heffeir, 29. Juli, schreibt man der „K- Ztg.": Der eben veröffentlicht Entwurf eines Kirchengesetzes über die Erhaltung der kirchlichen Ordnung in Bezug auf Taufe, Trauung und Confirmation enthält auch die Bestimmung, daß die kirchl^e ! Trauung zu versagen sei bei Ehen zwischen Christen und Nichtchristen. In der Begründung wird hierzu bemerkt: „Die staatlich geschlossene Ehe zwischen Christen und . Nichtchristen wird von der evangelischen Kirche zwar nldjt perhorresctrt, aber emsegnen < kann sie dieselbe nicht lassen, da der eine Theil der Nupturtenten dem Christen hum nicht angehört. Sie folgt hierin der Schrift I. Kor. 7, 13—15, wonach das christliche Weib die Ehe mit einem nichtchristlichen Manne, wenn sie einmal geschloffen ist, zwar ; ertragen, aber es gestatten soll, daß der ungläubige Mann sich scheidet, sobald> er will, , während sonst (siehe V- 10) der Grundsatz der Nichtscheidung gilt. Der Apostel Paulus sieht also eine Ehe fraglicher Art nicht als religiös vollgültig an duldet sie zwar, rath aber gewiß nicht zu ihrer Schließung in christlicher Form Bet einer religiösen Funda- mentaloerschiedenhett wie bet Christen und Nichtchristen kann im ehelichen Leben nicht die innere Glaubensübereinstimmung stattfinden, wie die Schrift und das Chrtstenthum sie zur segensreichen Führung des Ehestandes der Ehegatten fordert, welche den kirchlichen Segen für ihren Bund verlangen." v c , Angesichts der mannigfaltigsten kirchlichen Kundgebungen dieser Art ist es ein erfreulicher Gedanke, daß unsere staatliche Ehegesetzgebung wenigstens alle aus Verschiedenheit des Glaubensbekenntnisses begründete Hindernisse der Eheschließung beseitigt hat und es den Gatten überlaßt, selbst für die innere Uebereinstimmung in ihrer Ehe 31. Juli. Obwohl die dreijährige aktive Dienstpflicht in Deutschland gesetzlich besteht, so ist doch durch das Institut der Dispositions-Urlauber jenes Princip weitgehend modifictrt worden. ES treten die bezüglichen Vergünstigungen jedoch bekanntlich erst nach Absolvirung deS zweiten Dienftjahres in Kraft, und zwar nur bet solchen Mannschaften, deren dienstliche Qualtfication sie dazu geeignet erscheinen laßt, vorausgesetzt, daß die entstehenden Lücken anderwett gefüllt werden können. Letzterer Umstand hat bei manchen Interessenten zu mißverständlichen Auslegungen geführt, wetzhalb es angezetgt erscheint, die maßgebenden Gesichtspunkte an der Hand der reglementmatztgen Bestimmungen einmal zu rekapituliren. Es ist also daran festzuhalten, daß derartige Beurlaubungen bestimmungsgemäß nur an den allgemeinen Reserve - Entlossungs- terminen erfolgen dürfen. Ausnahmen sind nur statthaft bet unvorhergesehenen Einstellungen unsicherer HeereSpfltchtiger, brotloser Rekruten oder bet Annahme von Kapitulanten. Für die Auswahl ist, wie der 8 44 deS Rekrutirungsordnung vorschrewk, das Lebensalter der Mannschaften, sowie die Rücksicht auf häusliche und dienstliche Verhältnisse maßgebend. Ein derartiger Beurlaubter kann aber bis zum Ablaus des dritten DienstjahreS jederzeit wieder etnbeordert werden. — Einen sehr einleuchtenden Beweis für die wachsende Bedeutuna der Gott- hardtbahn in Bezug auf die Gestaltung der handelspolitischen Beziehungen Deutschlands zu Italien liefert die statistisch feftgestellte Thatsache, daß der deutsche Sprit-Export nach Italien, welcher im ersten Beiriebsjahr der Gotthardtbahn 28,969 Kubikmeter betrug, schon im folgenden Jahre auf 87,418 Kubikmeter gestiegen ist. Dieser Export würde sogar einen noch höheren Betrag erreicht haben, wenn nicht Italien die Sprit- Erzeugung im eigenen Lande auf alle mögliche Weise begünstigte und der deutschen Concurrenz durch finanzielle Prohtbitivmaßnahmen den italienischen Markt zum Theil verschlossen gehalten hätte. Italien. Casamieciola, 2. August. Von deutschen Badegästen sind gerettet die Familien Sommer, Just, Mohrenschmied, Schisfling, Heyroth, Wagner, sowie Frau Bertha Held. Dagegen sehlen von der deutschen Familie Herrmann 6 Personen. Nach Neapel sind wieder 650 Verwundete abgegangen. In Laco Ameno wurden von 1593 Einwohnern nur fünf gerettet. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 2. August. Der „Deutsche Reichs-Anz." veröffentlicht die Ernennung des bisherigen Hof- und Dompredigers Dr. Wilhelm Bauer in Berlin zum General-Superintendenten der Rheinprovinz, des bisherigen Ober-Dompredigers und Superintendenten Nebe in Halberstadt zum General-Supenntendenten der Provinz Westfalen und des bisherigen Consistorialraths und Superintendenten Taube in Bromberg zum zweiten General-Superintendenten der Provinzen Ost- und Westpreußen. — Telegramm des deutschen Botschafters aus Castellamare: Soweit bis jetzt bekannt, kein Deutscher aus Ischia verunglückt. Gerettet Dr. Sandvoß und Frau, Maler Eichler, Architekt Gelik und Frau. Jena, 2 August. Heute früh sand am Grade Sckeidler's, dcs Mitbegründers der Burschenschaft, eine stille Gedächtntßfeter statt- Um 11 Uhr setzte sich der Festzug zur Enthüllung des Burschenschafts-Denkmals tn Bewegung. Die Stadt ist festlich geschmückt, aus Deutschland und Oesterreich sind zahlreiche ehemalige Mitglieder der Burschenschaft anwesend. Sämmtliche Burschenschaften sind durch Deputationen vertreten. — * Der Festzug durch die Stadt bot einen prächtigen Anblick und verlief auf das Glänzendste. Voran ritten die Chargtrten der Jenenser „Germania", „Arminia" und „Teutonia", dann folgten die Burschenschaftsfahne, die Ehreugäste, 43 Ehrenjungfrauen und 500 Burschenscbaftsmitglieder. Als der Zug aus dem Eichplatze angekommen war, fand die Enthüllung des Burschenschaftsdenkmals statt. Die Festrede hielt Dr. Keil uns Weimar, der mit einem Hoch auf Jena schloß. Alsdann sank die Hülle unter den brausenden Hurrahrufen der zahlreich Versammelten. Der Bürgermeister-Stellvertreter Polz übernahm das Denkmal Namens der Stadt und brachte ein begeistertes Hock auf Se. Majestät den Kaiser aus. Den Schluß der Feier bildete der Gesang des Liedes „Deutsckland, Deutschland über Alles". Heute Abend findet ein Commers auf offenem Markte, morgen ein Ausflug statt. Casamicciola, 2. August. Der Minister für öffentliche Arbeiten hat die energische Förderung der Aufräumungsarbeiten angeordnet. Wettere militärische Kräfte und 200 Bahnarbeiter sind angekommen, der Barackenbau wird eifrig betrieben. Heute um halb 11 Uhr Vormittags beschäftigte man sich mit der Hervorschaffung zweier seit 85 Stunden verschütteter Lebender. Casamiceiola, 2. August. Von allen Seiten, von Privaten, Gemeinden und von den Provinzen gehen reiche Spenden für die Beschädigten ein, der Malteserorden hat sein Hospital in Neapel zur Verfügung gestellt. Der Besuch des Königs hat ermuthigend aus die Bevölkerung eingewirkt. Die Zahl der Opfer in Forio wird jetzt auf 400 angegeben. Die Arbeiter und So. baten werden von den Pompiers unterstützt, die dem Einsturz drohenden Mauern werden mit Dynamit gesprengt, zur Verhütung von Diebstahl und Plünderung sind Vorkehrungen getroffen, eine aus wissentschaftlich gebildeten Sachverständigen bestehende Commission wird demnächst eintreffen, um zu untersuchen, ob neue Gefahren drohen. Ein Wiederaufbau der zerstörten Städte wird nicht für wahrscheinlich gehalten. Von dem Schrecken, den die vorgestrige Erderschütterung verursachte, hat die Bevölkerung sich wieder erholt. Von den Dampfern werden ununterbrochen Verwundete nach Neapel übergesührt, unter den dahin Trans- vortirten befand sich auch ein lebend ausgegrabener 80jähriger Mann. Bis tM1 lli-n Früchten üoo Ende mit den Btcker'sche k ober ein andere jetzt sind etwa 650 Verwundete nach Neapel gebracht und etwa 1000 Todte beerdigt worden. — Bei seinem Besuch auf Ischia begab sich der König selbst nach sehr schwer zugänglichen Orten, so daß die Minister de Prelis und Mancmi dem Könige nicht überall hin zu folgen vermochten. Der König hat 100,000 Frcs. für die schwer betroffene Insel gespendet und wiederholt den Entschluß kundgegeben, Alles zu thun, um unverzüglich das Loos der unglücklichen Hinterlassenen der Opfer zu erleichtern. In der Begleitung des Königs befand sich auch dec Bürgermeister von Lacco, welcher seine Frau und seine Kinder verloren hüt. — Bei Fortsetzung der RettungSarbeiten, die durch die neuerliche Erschütterung verzögert wurden, sind noch mehrere Personen lebend aus den Trümmern hervorgezogen worden. Viele Werthgegenstände wurden ausgefunden. Die Verwesung der Leichname schreitet so schnell vorwärts, daß wiederholt die Feststellung der Identität hat unterbleiben müssen. Man glaubt jetzt allgemein, daß die Katastrophe nicht in Folge eines Erdbebens eingetreten ist, man bemerkt nämlich, daß dieselbe nur dort eintrat, wo reichliche Thermalquellen fließen. Neapet, 2. August. Der König ist gestern Nachmittag wieder hier eingetroffen und wird heute die Spitäler besuchen. Nyiregyhaza, 3. Aug. TiSza-Eszlarer Proceß. Sämmtliche Singe« klagte wurden freigesprochen._____ Lokales. Gießen, 3. August. Bet dem vom 3. bis 8. August in Amsterdam stattfindenden 13. ntederiändlschen Bundesturnfest wirb auch der hiesige Turnverein durch sem Mitglied Theodor Rühl vertreten sein. ! M Mes, der |: SM durch Versu 1 ck die Baum 6( wn und Os A-nach Süd, mit Nied ilt ?• August, gf Ä“"b bem fj ÄiSDr Q am 20' 91a Kaum waren die beiden Leicken von der Unglücksstätte fortgeschafft und n Portierhause niedergelegt [worben, als plötzlich beinahe an derselben Stelle e < des Mauerwerks einstürzte und die untenstehenden Feuerwehrleute Müller und Dcy'm Pfennig verschüttete. Müller, dem die Stein; die Schädeldecke ein geschlagenyan» wurde als Leiche hervorgezogen, während Schimmelpsennig, der einen Arm-und Dem erlitten, nach dem Krankenhause Bethanien gebracht wurde. Der Brand-Jnspcclo selbst entging bet dem Zusammensturz der Mauer nur mit genauer Roth be * Ein Stein streifte ihn den Arm. Trotz deS ununterbrochenen Vorgehens der die mit den Dampfspritzen geradezu wolkenbruchartige Wass-rmassen in die or Baulichkeiten schleuderte, schien der Brand noch beständig an Gewalt zuzuney - dem Färbereigebäude schlugen die Flammen einerseits nach dem an der Grenz Cabanis'schen Grundstückes belegenen Trockenthurm und Letzten diesen in -o^on , j andererseits auch das an der Spree gelegene Fabrikgebäude Feuer fing. V o v so furchtbar, daß der Mörtel theilweise herabfiel und d'e Mauern barstew ^o)aJÜ, Fabrikgebäude pflanzte sich das Feuer auch noch auf das an der ©wm $ Dar amt gelegene Fachwerkgebäude fort und setzte daS Lager in Brand- In-. ^»^i» auch der Gouverneur von Berlin auf der Brandstelle erschienen, währ n _ oberst v. Herquet, der einer der ersten zur Stelle war, die Maßnahm n Mannschaften leitete. Erst nach etwa dreistündiger ununterbrochener Arbeit, geg ^ Morgens, schien die Macht des Elements gebrochen ru s-tn, nachdem da, 0, und das Färbereigebäude mit den Trockenraumen fast vollständig, 9lM~flJunfl§arbeM und Lager nur theilweise ausgebrannt waren. Die vollständigen Ablsckung zogen sich bis heute srüh hin. Um 9 Uhr gab -tn- Dampfs-rltz- bestind.^^^ Die bereits in der Nacht begonnenen Aufraumungsarbetten. können ^sucht M werden, nachdem alle Baulichkeiten mit Bezug auf die Einstu A b § Augenblicklich ist das Grundstück streng abgesperrt. Heber die Entstehung Hier nnen und zwar ( " (in sicheres Per bauihm den Rc W sie bequem i -Cbftmaben) Nsii |r' itieutenben Me . ~ Der größte dieser Tage v HÄ v*. si« H1; K-'Ä! 1 -i 'N ian vttschic W mürbe bteier l leiten Slaatsai -Wien G-lde d 'iHe zahlreichen 6 'm, daß der bie Äane Equipage, Mtü in einer wellen. « i>WlsballdluNg e liefet Maire, das -3m Ober: Ä! zu stellen, der -z-iührt halte, er | -ortet der Gener Ä! Frau/ - Sus Neu nl! Im Ahrtbale t ^Mende Reblai iMung durch - Wir entneh d^ftwefen* folg :iill In Geisenheim Ku-s und Halter । h kheil, betreffend i fein (ba sich tirie ■ j , ri"the ■ < ft Yil . 6 . i Sa - 8 fea ' frra >10. > >n .12 >at( ' fflavro^ Vermischte-. Mainz, 31. Juli. Auf dem Gerüste des dritten Mainzer Strompfeilers begann gestern das Versenken des Caissons. Bet gutem Wetter und dem jetzigen Wasserstande kann der Pfeiler drese Woche noch auf dem Rhetnboden ankommen und rst bannt die größte Gefahr überstanden; nur ein Meter mehr Wasser als der jetzige Rheinwassn- stand bringt aber eine Verzögerung von mehreren Tagen. Das Durchdringen des Keeses und der oberen weichen Lettenschichten nimmt dann noch, je nach der Tiefe, in welcher sich der gute Baugrund befindet, vier bis sechs Wochen m Anspruch, so daß voraussichtlich Ende September dieser letzte Pfeiler die Höhe der andern errcichl haben wird. Wenn man den ralchen und sicheren Fortgang der Fundationsarbeüen der Brückenbauten beobachtet, kann man den Fortschritten, welche in dieser Richtung in der Technik gemacht wurden, seine Anerkennung nicht versagen. Durch das Verfahren mittelst comprimirter Luft wird es möglich, in weniger als Jahresfrist mit einem einzigen pneumatischen Apparat die fünf Pfeiler auszusühreu, während bei ben herrschenden Wasser st ariden des Rheines die Fundirungsarbetten, bei welchen ein Fcrnhalten des Wassers durch Abdämmung und Pumpen angenommen ist, mindestens in IVr Jahren nicht in Gang hätten gebracht werden können. M Berlin, 1. August. Wie bereits gemeldet, ist in der vergangenen Nacht die Berliner V^loetsabnk (Actienfabrik), Kopnickerpraße 18—20, durch eine Feuersbrunst zerstört worben. Auf dem Grundstück, das zur Linken die Färberei von Cabanis, zur Rechten das königliche Proviantamt hat und hinten von der Spree begrenzt wirb, standen zunächst mit der Giebelsette nach der Köpnikerstraße zwei massive, vier Stock hohe Gebäude, von denen das eine, das eigentliche Färbereigebäude, mit Trockentbürmcii versehen war. während sich in dem andern das Kesselhaus und die Schneidesälr befanden. An der linken Grenze waren die Comptoirräumlichkeiten und Fabr'kanlagev. Ein massives Quergebäuoe, hart am Ufer der Spree gel gen, diente als Fabnk und Wohnhaus, während an der rechten Grenze ein halbmassioes Fachwerkg bände zua> Lagerraum für Blauholz und andere Rohmaterialien bestimmt war. Gestern Abend kurz nach 11 Uhr, als noch einige der Fabrikarbeiter mit Rohrlegen auf dem Grurib- stück beschäftigt waren, bemerkte plötzlich einer derselben rn den Schnerdesälen, wckye -.-Mit au§ ben dicht an das Kesselhaus grenzen, einen Hellen Feuerschein, worauf, ehe noch eine Meldung Me keinen möglich war, eine mächtige Flamme zu den Fenstern herausschlug. Als die «Mi ' M deshalb t Spritzen aus dem D pot m der Köpnickerstraße eintrafen, standen bereits daS Kessck JJofi auf Jß Haus, die Schneidesäle und der darüber gelegene Theil des Dachstuhls in Hellen Flammm, während brennende Velvetstücke in der Lust umherflogen und so die ganzen laßen durch Flugfeuer gefährdeten. Obwohl sofort eine Dampsspritze und mehrere Dru»- spritzen in Thätigkeit traten, griff das Feuer doch unaufhaltsam weiter um fick mb setzte das eigentliche Fäibereigebäude mit den Trockenthürmen in Brand. Jnzwisam> waren auf die Meldung „Groß-Feuer" auch sämmtliche Mannschaften der 1, 3. uw 5. Compagnie unter Commando des BrandinspekiorS Roel auf der Brandstätte ei«- getroffen, die sofort noch 3 Dampispiitzen und 6 große Druckspritzen zur BekampsMk des entsesselten Elements tn Thätigkeit setzten. Der Hauptangriff ge'chah von ter Köpnickerstraße und von dem Hof des Grundstücks aus, während einige Spritzen Sickerung nur den Nachbargrundstücken Aufstellung nahm'-n und von h er aus nco Kräften den Angriff unterstützten. Das Hauptaugenmerk des Oberleitenden mutzte r® darauf richten, das Feuer in dem großen Färbereigebäude und den dort belegercn Trockenraumen zu ersticken und eine Weiterverbreitung zu verhindern. Der ent r» Kurzem angestellte Brandmeister Stahl der 1. Compagnie, der sich zur Zett der Metou^ als du jour-Dfficiev in der Hauptfeuerwache tn der Lindenstraße befand und |o ei her ersten auf der Brandstelle war, begab sich daher in Begleitung deS Ooene - manns Mendelburg trotz Qualm und Rauch über die tn das Färbereigebäude Yin führende hölzerne Treppe in einen der Trockenthürme, um von hier aus das Feuer g bekämpfen. Kaum waren sie hier angelangt, als plötzlich der ganze Trockenraum F fing und die Stichflammen ihre Kleidungsstücke in Brand setzten. Nur mit grov Mühe gelang es Beiden, sich bis zu einem der Thurmfenster hindurchzuarbeiten ui von hier aus nach Zertrümmerung der Scheiben um Hülfe zu rufen. Obwoyt den Umstehenden versucht würbe, ihnen durch Rettungslutern und Sprungtücher » Hülfe zu kommen, so dauerte das für die Obenstehenden doch zu lange, um so m««. da sie bereits am ganzen Körper lichterloh brannten. Um nicht d m Flamme anheimzufallen, blieb den Beklagenswerthen nichts übrig, als den verzweifelten aus der vierten Etage auf den gepflasterten Hof zu wagen, ohne die Anrunp , Sprungtücher abzuwarten. Es war ein Todessprung. Die Unglücklichen wurv mehrfach gebrochenen Gliedmaßen aufgehoben und gaben bereits nach wenigen jk» Ä«e G N .^LAI ^LAI^AI^LA ^L -Ä JC$l vtü A A A J£ A oft A u4L^ 1250 21- 20 - 25- 22 — 8-70 90 482 13 50 175 MG Sy 8 10 8- Je Vr Kilogramm kostet: a ’S« £ E 'S O 8S c$as •£> ÖS g? A A ^° Al*^ A Äl am> 4 70 19- 28- 20 55 1 30 9 -64 110-170 ro V Red. Griechische Weine Fl ä vVL 5269 » 4465 B ■n r n n 7) T D n n n n n n TI n n n 1. 2. 3. 4. 5. 6. T> n r n ’n n Q 1.90 2.— 1.80 2.20 1.70 190 2.20 2 — 2.20 2.20 2.20 2.40 Nr. « Niederste Mittlere Mittel früherer Jahre 8 CQ ,56 60 $/- A A 24- Camarite, herber Rothwein V. Santorin r Corinther, trockener Rolhwein v. Corinth Elia Vino di Notte, weisser Claret v. Santorin Kalliste » Vino di Bacco Vino di Nolte, rother Claret, v. Santorin Vino Santo, weisser Süsswein v. Santorin »mftatfc ird)fein$i^; Mitglied der deutschen Möbeltransport-Gesellschaft, Darmstadt, Bleichstraße Nr. 2 9. Wafferwärwe der Lahn. Am 3. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 14° R., LustwSrme + 14° R. L. Ehr. Rübsamen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Briefkasten. D. W- Anonyme Eisendungen müssen unberücksichtigt bleiben. 5® ;45 >62 |50“70 7. Achaja Malvasier, weisser Süsswein v. Patras 8. Misistra Malvasier, rother Süsswein v. Santorin 9. Achaja Malvasier, rother Süsswein v. Patras 10. Vino Rose, Essenzwein V. Santorin H. Moscato, weisser Muscatellerwein v. Cephalonia 12. Mavrodaphne, Portwein ähnlicher Wein v. Patras sowie Tagesordnung: 1) Verminderung der Feldspatzen und Dohlen. 2) Geschäftliche Mittheilungen. Der Vorstand: Wortmann. Georgi. Fuhr. iir^Si Landwirthsch. Localverem Gießen. Sitzung am Sonntag den Z. August 1883, Nachmittags 5 Ubr, im „Cafe Schnell“. Sonntag den 5. August (11. nach-Trinitatis). Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche: Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Katechismuslehre Tür die Realschüler: Nachmittags 2 Uhr in der Friedhofkapelle. Katechismuslehre für die Mädchen: Nachmittags 2 Uhr in der Kleinkinderschule. Am Sonntag, den 12. August, soll das heilige Abendmahl gefeiert erden. Die Beichte findet am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr, statt. Die Pfarrge sch äste in der Woche vom 5. bis 11. August besorgt Temperatur m G r e ß e n. Juli 1883. + 5,8 OR. +13,96 „ + 14,46 , + 26,8 „ 4,14 Par. Zoll- 7'Ä den d^ , rn. ti, <9* — cy 731) Ueber die Hobe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird mau sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von H AASEIVSTJEUV «fc VOßlxJEIi in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichta der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt !« . i.|d HZ gen Waslchr. mb iftbrj: lifle Rheinch )urd)bnnjtt xi ad) ber iiiji,: infprutjilij :rn errcid)!^: tlonSatbiUa In rRichluigiüc j) ba§ esslist nela :nb bei dkitc rmetnM: ins iolM ingem W Fmk'sbn!^ von ee beglenji assioe, dih^ itt TrolkilH-- e SchneiHi Ab e als W1 )ll>nkg'M , ©iftill* [ oui btm v- jncHililijJ noch flwjj «■ W »S bereits WJJ in hrllcE te nb W.k'\ eiter u®^| Iranb. X. J ten b'l li‘ K N tunbfl) lottn ™®Wtl Q Win, W (j^ ™ Ma ’ Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 12. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. t/glO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Andacht- Gottesdienst in der Zqnago.",e. Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 885 Uhr. J&A 9*90 W JL.S) Höchste Niederschlag an 22 Tagen . . „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 2,81 <£> Al A 18 16 25 17 y4t> A —iss 'Z *6 ZK & XA A 11 12 Möbel-Transport in geschlossenen und offenen Wagen über Land und per Bahn ohne Umladung, sowie Verpackung von Instrumenten, Glas, Porzellan, Spiegel rc. prompt und billigst. Referenzen stehen jeder Zeit zu Diensten! Je Gluckert, JL A A 13 18 N- A Verzeichnis der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenftände in der Stadt Giehen vom Monat Juli 1883. Ze 50 Kilogramm kosten: medicif lisch en Tokajer u. Malaga untler Garantie der Aechtheit und Reinheit empfiehlt 4963 ]ML Krause, Hirschapotheke. Dapierslukk Äofrtteit, Medaillon-, Gefimfe, Stäbe re., in allen Größen und Ausführungen empftehlt 5271 Heinrich. Hochstätter, Tapetenhandlung, Schloßgasse. 5014 Pensionäre nnden gute Auf- | 5221 Ein tüchtiges Dienstmädchen Mhme. Näheres in der Exped. ds. Bl. 1 gesucht von F. Kühn, Seltersweg 36. mar auf der Brandstelle etwa- Bestimmtes nicht zu ermitteln. Die Fabrik dürfte auf ,fdbr sechs Wochen -um Stillstand gezwungen und dadurch etwa 1000 Arbeiter ^chästigungsloS sein. Der Schaden soll sich auf etwa tt/r Mill. Mark belaufen. Lekanntlich sind gewöhnliche Briefe bis zum Gewicht von 40 Gramm an finlbotcn bis zum Feldwebel be-w. Wachtmeister aufwärts portofrei, wenn sie den vallausgeschriebenen Vermerk: „Soldatenbricf. Eigene Angelegenheit des Empfängers", noam. Hierzu ist nun unlängst ausführend bestimmt, datz auch Postkarten, wenn sie ob'aen Bermeik aufweisen, portofrei befördert weiden. Dagegen ist wohl beachtens- wertb daß die an Soldaten gerichteten Zeitungen oder andere Drucksachen stets als portopflichtig behandelt werden; für dieselben ist deshalb das Drucksachenporto ooraus- juzahlen. g^ßes Aufsehen erregender Vorfall macht gegenwärtig in Odessa viel von sich sprechen. Vor einigen Tagen hat nämlich der Staatsanwalt des dortigen «reisgertchtes, R-, einen Urlaub ins Ausland genommen und denselben sofort auch getreten. Bald darauf stellte sich heraus, daß R-, der in Odessa ein großes Haus M überhaupt ein bedeutendes Vermögen besaß, nicht nur dieses Haus zweimal, das bdftt an zwei verschiedene Kaufleute verkauft, sondern auch von den Wohnungsmiethern in diesem seinem Hause für einige Jahre den Mtethszins im Voraus einkassirt batte, jrtum wurde dieser Betrug in der Stadt bekannt, als es sich herausstellte, daß R. in d 15G 415 7« *( 7 >0, Marburg 8«, tt » Cassel 1219*, l29, 3«, 9^* ll53, 1* 445 844*. Wetzlar 522, 6, 6", 822, 12^, 1220, 1», 4«, 455 75* 750 905. Ems-bovlen, 5--' 6,8», 12», l'°, 4“, I6*, 750 (geht nur bis Diez). Deutz en, 1230, 455. Fulda 7n, 11 so, 730. »Alsfeld 7-o, ll«), 5, 730. Gelnhausen 82«, 12«, 4". Nidda 820, 12« 4« 8W. Am 7. 3 weter 1. Kl Sw aus Hö Hilt. 8. Concul Erledigt f schalt 368 Temeindejch '"NlteÖe an t Stellt Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst» bestecknng (Onanie) und gehcimea Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Mr. Retau’s Selbst* bewahrung. 80. Stuft. Mit 27 Abbild. Preis 3^. . Lese es Jeder, der an den schreck« lichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen reiten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch G. Pönicke's Schul« buchhandlung in Leipzig, sowie durch jede Buchhandlung in Gießen. 3130 Samstag den August, Vormittags 10 Uhr, werde« in Oswalds Garten von der Festhalle des Mittelrheinifchen Turnfestes mehrere Tausend Dielen, Thüren, Treppen, Schaltriemen, Vorhänge, eine Parthie Blech- Pfd. Rio, kräftig, . . . n Mocca, afrikanisch, . „ Campinas, s. schön, . „ Portorico, brillant, . „ grün Java, aromatisch „ Ceylon, Plantation, . „ Menado, hochedel, . . Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1", 8» 93»*, 11", 1«*,2«, 430 715, ß36*, 10«, 12"* Marburg 6", 72». Cassel 226, 513 *,8«*, ll29, 429, 658*, H“ Wetzlar 72», 85, 9<°, ll31, l2*, 4«, 432, 61\ 9 2