SS gyg« «willig,! SyMa932 jwöjiTiS immer _9?P.Jj99 «ineisötht- umew, Süd,, allem Zu, Siethen und v. Rltgeo, ’-r 1. ApT zu iurterstr. 67. ^lock),6Zini: .nantheil und u oermieth n. berstraße_5. Zimmer, auf miethen. Oraße 29. is ist zu Der; 'tftra§eJ2. ^rmiethen bei rckersweg. md ailtn Be-- mühen- i. Lculmg. \\t\MW n Kost u. Logis Asterweg 3. chm, im Mn eiten bewandert, zesucht ■ Bl. ing für ein Manu- Gießen unter &_» wie n werden nach Laichen, Farben mn. Mtsbnrg dchen mit guten tiebiftMtL-, > s • 1 w T ? kn« jl SÄ 'inMaio8 E Jr, Atzb-^ rriedberg- dich. iAclsbeim- r Schat;- ’ iS* 8Sel^' e""KsL r an gO 5^' '■pH Rr. 76. Mittwoch den 4. April 1888. re Helle r Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. vureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des «sntagis. treiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. tritt Bringerlohn. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hh eit. Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester. Gießen, am 1. April 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, beziehungsweise Localpolizeibeamten. Unter Bezugnahme auf § 368, pos. 2 des Reichsstrafgesetzbuchs und refp. Art. 80 des Feldstrafgesetzes empfehlen mir Ihnen, in Ihren Gemeinden rur Vertilgung der Raupennester an Bäumen, Sträuchern und Hecken unter dem Bemerken öffentlich aufzufordern, daß gegen diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht längstens bis zum 20. l. Mts. entsprochen haben werden, aus Grund der genannten Gesetzesstellen Anzeige erhoben, sowie die Vertilgung aus Kosten der Säumigen angeordnet werden würde. m Wir erwarten, daß Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obliegenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der Mmigen Baumbesitzer anzuordnende Reinigung alsbald nach Ablaus des Termins anordnen, so daß die Säuberung bis zum 30. l. Mts. überall vollständig ausge- sührt ist. Außerdem ist gegen die Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach § 368, Nr. 2 des Straf-Gesetz-Buchs zu erheben.^ Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern auf Gemeindekosten alsbald veranlassen.^ Dr. Boekmann. _______________________________________ Politische Uebersicht. Gießen, 3- April. Die zuerst von secefsionistischer Seite ans colportirten Gerüchte über die eventuelle Auflösung- des gegenwärtigen Reichstages wollen noch immer nicht verstummen, obwohl dteselben aus verschiedenen Gründen als min- destens verfrüht erscheinen müssen. Inwieweit man sich an maßgebender Stelle mit diesem Gedanken bereits vertraut gemacht hat, entzieht sich vorläufig noch der Veurtheilung, aber es erscheint zeitgemäß, daran zu erinnern, daß gleich nach dem Bekanntwerden der für die Regierung theilweise so ungünstig ausgefallenen Reichstagswahlen von einer Auflösung des Reichstags gesprochen wurde, ohne daß es bis jetzt hierzu gekommen wäre. Richtig ist ja, daß dem gegenwärtigen Reichstag, da sich bei seinen Abstimmungen nur Majoritäten von „Fall zu Fall" bilden, die rechte Lebensfähigkeit fehlt; trotzoem wäre es bedenklich, jetzt, nachdem erst die Neuwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause so verhältnißmäßig kurze Zeit hinter uns liegen, das Reich durch Wahlagitationen aberntals iß Aufregung zu versetzen. Eine Reichstags-Auflösung erscheint in dem gegenwärtigen Momente um so weniger wünschenswerth, als hierdurch mit einem Schlage die ganze an die socialpolitische Gesetzgebung gewendete Arbeit vernichtet würde und es ist darum auch aus diesem Grunde nicht zweifelhaft, daß die Reichsregierung vorläufig nicht an die Ausführung der erwähnten Maßregel denkt. Auf kirchenpolitischem Gebiete liegt nach längerer Zeit wieder eine neue, aber nur knappe, Mittheilung vor. Dieselbe bezieht sich auf den Inhalt der Antwort, welche die preußische Negierung dem Vatikan auf die Note des Staatssekretärs Kardinal Jacobini vom 19. Januar ertheilt hat. In der Antwort wird die Kurie aufgefordert, ihre Wünsche in Betreff der freien Ausübung des kirchlichen Hirtenamtes und der Erziehung des Klerus näher zu formuliren. Die preußische Regierung versichert, diese Wünsche alsdann einer sorgfältigen Prüfung unterziehen zu wollen. Der neue Chef der Admiralität, v. Caprivi, traf am vergangenen Freitag in Kiel ein und besichtigte, nach Empfang der Stabsofficiere, mit dem Viceadmiral Bätsch und dem Commandern von Kiel, Generalmajor Grafen v. Hardenberg, die Matrosen-Division, das Seebataillon und die Werst-Division. Weit über die Grenzen Ungarns hinaus hat die Nachricht von der Blutthat, welcher Georg v. Mailath, oberster Richter des Landes und zugleich Präsident der ungarischen Magnatentafel (Oberhaus), zum Opfer gefallen ist, Aufregung hervorgerufen. In feiner Wohnung , in der Ofener Festung, wurde Mailath von ruchlosen Händen erdrosselt und sowohl die das Verbrechen begleitenden Umstände, wie auch die hohe sociale und politische Stellung des Ermordeten haben in Buda-Pesth wie in ganz Ungarn begrefflicherweise das größte Entsetzen hervorgerufen. Da dem Unglücklichen Uhr, Ning, Brieftasche u. s. w. fehlten, so qualificirt sich das Verbrechen als ein gemeiner Raubmord; verschiedene Umstände deuten darauf hin, daß sich mehrere Personen zu der grauenhaften That vereinigt haben und ist bereits der Leibhusar des Ermordeten, als dringend verdächtig, gefänglich emgezogen morden. Bei den weiteren Nachforschungen nach den Mördern Mailath's ist die Polizei durch einen aufgefundenen Handschuh auf die anscheinend sichere Spur der Mörder geführt worden, und zwar erscheinen ein Italiener und ein Czeche ebenfalls verdächtig, welche in ihren Wohnungen nicht mehr aufgefunden wurden. Das feierliche Leichenbegängniß Mailath's hat am Sonnabend Nachmittag stattgesunden. — Georg v. Mailath hat sich stets als ein ungarischer Patriot bewährt, der aber den innigen Zusammenhang Ungarns mit Oesterreich für sein Heirnathsland selbst unentbehrlich hielt. Mailath hatte bis an sein Lebensende in Ungarn wie in Oesterreich zahlreiche politische Gegner, aber anscheinend keine persönlichen Feinde. Jedenfalls werden ihm feine Ueberzeugungstreue und sein ausgesprochen rechtlicher Sinn in seinem Vaterlande ein ehrenvolles Andenken sichern. Louise Michel, die vielgenannte Heroine der Pariser Communards, ist am Freitag in der Wohnung eines ihrer Freunde verhaftet worden. Gegen die „bittere Louise" war schon anläßlich der ersten anarchistischen Detnonstra- tion aus der Esplanade des Invalides, gleich den übrigen Häuptern der Anarchisten, ein Haftbefehl erlaffen worden, doch mochte Louise Michel keinen großen Beruf in sich spüren, die Märtyrerin ihrer Sache zu spielen, denn sie zog es vor, sich bis jetzt versteckt zu halten. Im Haftbefehl ist als Grund der Verhaftung die Plünderung eines Bäckerladens angegeben, welche Louise Michel an der Spitze einer bewaffneten Schaar ausführte und für welche Heldenthat sie nun mit einigen Wochen „Mazas" belohnt werden dürfte. _ Irgend welche Aufregung in den Pariser Arbeitervierteln scheint die Verhaftung des weiblichen Vorkämpfers für die beglückenden Theorien des modernen Communismus nicht hervorgerufen zu haben. — Der Herzog v. Aumale ist nach Sicilien abgereist, nachdem er vorher, wie wenigstens das Journal „Patrie" behauptet, das ihm gehörige Schloß von Chantilly an einen Engländer verkauft hat. Die von mehreren Journalen gebrachte Mittheilung, daß der Erlaß eines orleanistischen Manifestes unmittelbar bevorstehe, wird von anderer Seite nicht ernst genommen. Der „fenische Schrecken" hält die englischen Behörden in beständiger Aufregung. Der unheimliche Fund, den man in voriger Woche in Liverpool machte, indem man an Bord eines von Cork gekommenen Dampfers eine Kiste mit Höllenmaschinen entdeckte, welche von der Polizei natürlich sofort beschlag- nÄymt wurde, veranlaßt die Londoner Polizeibehörde zu der Annahme, daß die Kiste zur Ausführung eines neuen umfangreichen Attentates bestimmt war. Weiter scheint es, als ob das Centralbureau für Post und Telegraphie in der City zum Obflct dieses Anschlages ausersehen worden war, denn dem Chef der hauptstädtischen Polizei ist ein Schreiben einer fenischen Gesellschaft zugegangen, in welchem die Freilassung der wegen der Mordthaten im Dubliner Phönix- Parke Angeklagten verlangt wird, widrigenfalls das genannte Bureau in diesen Tagen in die Lust gesprengt werden solle. Daß die Fenier vor der Ausführung dieses verbrecherischen Planes nicht zurückschrecken würden, kann als sicher angenommen werden und die englischen Behörden haben daher alle Ursache, gegenüber den senischen Anschlägen fortwährend auf dem Posten zu sein. Die ungeheuer'n Vergeudungen und Unterschlagungen, welche im russischen Kriegs- und Marineministerium bislang sozusagen an der Tagesordnung waren, haben den Kaiser Alexander zu einer außerordentlichen Maßregel veranlaßt. Auf seinen speciellen Befehl sind beide Ressorts der allgemeinen Reichscontrole unterstellt worden und hofft man, daß hierdurch den großartigen Unterschleifen in diesen Ministerien nunmehr ein Riegel vorgeschoben worden ist. Aus New-Aork kommt in scheinbar harmloser Fassung die Nachricht, daß das Gebiet der amerikanischen Marine-Stationen im südlichen Theile des atlantischen Oceans in der Weise eine Ausdehnung erfahren habe, daß es die Küste von Madagaskar mitumsasse. Da man in England wie in Frankreich ernstliche Absichten auf Madagaskar hegt, so wird die beiden Ländern jetzt auf Madagaskar plötzlich entgegemretende amerikanische Rivalität weder in London noch in Paris angenehm berühren. Deutschland. Darmstadt, 1. April. Die zweite Kammer wird, wie wir vernehmen, nicht Anfangs April, sondern erst nach Pfingsten zusammentreten. Veranlassung der Verschiebung ist, daß eine Anzahl der Kammer angehöriger Landwirthe eine Eingabe au das Bureau derselben richteten, worin sie um1W5 auslegung des Eröffnungstermins nachsuchen, da jie wegen des verspäteten Frühjahrs ihre Felder noch nicht bestellen konnten. — Nach der jetzt veröffentlichten 21. Sammelliste beziffern sich dre brr dem Landeä-Comit^ für die Wasserbeschädigten eingegangenen Beitrage nunmehr aU* "^31 'wiä)' Trotz des Frostes nehmen die Arbeiten au, dem Terrain ^eritn, 61. Matz v Roitauiia. Das Hauptgebäude, ein Quadrat von 95 Mk ' ScVk f ht fi» au®25 'n Esten sehr leicht und gesälllg con- struirten Pao llo s zusammen, deren z Uarlrg-r Ausbau den Gegenständen ern schönes ’ ll rf. 8 rih ri »t lufilbrt liebet den Haupte,ngang kommt eine gröbere F guren- a UDDe (I^ieLT Im Innern der Kuppet, welche Velarten von Professor Preller fchmück n wird -ine Büste der Kaiserin Augusta zur Ausstellung kommen. Für -rn-n Ann.xbau st, der Haupioxe vetz Gebäudes malt Prosessor Hertel -in Panorama von (Aastetn. Arankreich. Paris, 1. April, lieber den General v. Galliffet ist wieder einmal ein heftiger Streit in der Presse ausgebrochen, und zwar scheint es, als ob die unversöhnlichen Feinde dieses Generals die Oberhand gewinnen sollten. Es handelt sich dabei um die Leitung der Herbstmanöver, bei denen Galliffet eine besonders hervorragende Rolle spielen sollte. Zunächst nämlich sollte er die Hebungen seines eigenen (12.) Armee»Corps, dessen Verstärkung durch eine Kavallerie-Brigade vorgesehen war, cottnnandiren, sodann drei große Kavallerie- Manüoer, zu denen je zwei Kavallerie-Divisionen commandirt werden sollten, und schließlich war ihm eine große Uebungsreise übertragen worden, der 21 Generäle und über 100 andere Officiere beiwohnen sollten. Da Galliffet nun bei den Communisten auf's Aeußerste verhaßt ist, schlugen diese sofort Lärm und thaten, als ob Galliffet eine ganz ungeheure Militärmacht anvertraut würde, mit der er ohne weiteres gegen Paris und die Republik marschiren könnte. Gleichzeitig wurde diese Gelegenheit benutzt, um den längst verhaßten Generalstab anzugreifen, der, wie die „Justice" und „Lanterne" behaupten, die betr. Decrete dem Kriegsminister zur Unterschrift vorgelegt haben soll, ohne ihn mit dem Inhalt derselben bekannt zu machen. Das Wort „Verräther" wird dabei ohne weiteret auf die Generalstabs-Officiere angewandt und Thibaudin ausgefordert, den ganzen Generalstab aufzulösen und neue, republikanische Officiere zu seinem Dienst zu berufen. Wenn die „Justice" recht hat, hat Thibaudin auch bereits die betr. Decrete widerrufen und das Vaterland von Neuem gerettet. Die Politik hält aber immer mehr Einzug auch in die rein militärischen Erwägungen , sicher nicht zu Gunsten der HeereS-Einrichtungen der französischen Republik. England. London, 29. März. Fast jeder Tag bringt eine neue Dynamitverschwörung. Gestern entdeckte die Pol'zet in Liverpool einen Mann, der mit einem Packet unter dem Arme von einem Dampfer aus Cork stieg. Da im Allgemeinen alle Ankömmlinge aus Irland der Polizei verdächtig sind, ward dieser seines Packeis und seiner ganz besonders sorglosen Miene wegen genau auf's Korn genommen und auf's Polizetamt geführt, wo denn sein Packet als Inhalt zwei der gefährlichen Höllenmaschinen zeigte; und diese Maschinen waren dazu noch vollständig geladen, so daß es nur der Abfeuerung bedurfte, um eine Explosion hervorzurufen, welche der gegen das Lokalverwaltungsamt gerichteten wenigstens gleichkäme. Jede der Maschinen befand sich m einem Zinnkorbe und enthält Sägemehl, vermischt mit Nitroglycerin. Der Träger dieser Maschinen ist ein junger Bursch irischer Abkunft. Eine in seiner Tasche gefundene Adresse führte zur Verhaftung eines zweiten, fast ebenso jungen Iren, der als Bremser bei der Nord- weftbahn seit drei Jahren angestellt war. Dieser gehörte, wie die Polizei erklärte, schon lange einer geheimen Gesellschaft an und unter seinen Habseligkeiten entdeckte man einen Revolver, ziemlich viel Schießbedarf und einen falschen Bart. Das Ministerium des Innern hat übrigens die Beweise in den Händen, daß diese Maschinen zur Sprengung zweier bestimmter Regierungsgebäude in Liverpool und Manchester vorgeseben waren. Viel Aufsehen macht dieser Fang hier nicht, denn das Publikum gewöhnt sich allmählich an diese Schrecknisse, und das ist ein Glück. Was für ein Höllenleben sollten sonst z. B. die Beamten des Generalpostamts führen, Denen vor Kurzem durch geheime Briefe angedeutet wurde, daß das Post- nnb Telegraphenamt in Die Luft gesprengt würde, wenn die Phönixparkmörder nicht bald freigegeben würden. Doch werden außerordentliche Vorsichtsmaßregeln für die Sicherstellung der Regierungsgebäude getroffen. Das Parlament gedachte man Anfangs mit einer militärischen Schutzwache zu umgeben: da indessen der Sprecher dagegen Einwände erhob, so blieb man bei den Polizisten, stellte deren aber eine solche Menge auf, daß Niemand in Westminster eintreten kann, ohne von wenigstens zwei Schutzleuten bemerkt zu werden. Zum Schirme der Minister, welche Downing Street bewohnen, ist der Verbindungsweg zwischen dieser Straße und den Horte Guards von Abends 6 Uhr ab geschlossen Selbstverständlich wird Gladstone beständig von einem Polizisten in Stoll begleitet. Dasselbe geschah schon bei Lord Beaconsfield während dessen Premierschaft. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenr»Bureau. Berlin, 2. April. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Ernennung des Kammergerichts-Präsidenten Meyer zum Wirkt. Geh. Rath mit dem Prädikate Excellenz, ferner die Gesetze über die Aushebung der beiden untersten Stufen der Klaffensteuer, über die Feststellung des Staatshaushalts-Etats und des Anleihegesetzes. Stralsund, 2. April. Rach dem amtlichen Wahlresultat erhielt bei der Reichstagswahl im Wahlkreise Stralsund-Rügen Kaufmann Samm i Fortschritt) 8491 St., Graf Bchr-Negendank (cons.) 7947 St. Ersterer ist somit gewählt. London, 2. April. Wie die „St. James-Gazette" meldet, tjabeii kürzlich Fenier und andere irländische Verschwörer Packete mit Wäsche, welche von Pocken- oder Fieberkranken inficirt waren, an die Gemahlinnen verschiedener Minister gesandt. Pari-, 1. April. Nach hier eingegangener Meldung hat in dem Hüttenwerke von Marnaval bei St. Dizier (Haute-Marne) eine Kessel-Explosion stattgesunden, durch welche 26 Personen getödtet, 38 verwundet wurden. Paris, 2. April. Die Zahl der bei der Kessel-Explosion in Marnaval verunglückten Personen stellt sich nach weiteren Ermittelungen aus 96, darunter 31 Todte. Von den Verletztet, dürsten noch mehrere ihren Wunden erliegen Lokale». Gteken, 3. April. Schwurgerlchtsvcrhandlung vom 2. April l fl’gen 1) Johannes Wols II. Ehefrau von Burgbracht, 2) Konrad Wolf, ledig, von da wegen Meineids. Beide Angeklagte waren beschuldigt: daß sie vor einer zur Abnahme von Eiden zuständigen Behörde, nämlich dem Großh. Schöffengericht zu Büdingen, am 11. September 1882 in der Strafsache gegen den Maurer Wilhelm Jost und Landwirth Heinrich Jost I. von Burgbracht wegen Körperverletzung den vor ihrer Vernehmung aeletfteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugntß verletzten. Die Geschworenen hielten sich jedoch von der Schuld der beiden Angeklagten nicht für überzeugt und sprachen daher das „Nichtschuldig" aus, worauf dieselben von Strafe und Kosten freigesp.ochen wurden. Gießen, 3. April. sWilhelmj-Eoncert.) In den nächsten Tagen steht unserer Stavt ein musikalisches Ereigniß bevor, welches sicher!.ch von allen Freunden der Musik mit Enthusiasmus begrüßt werden dürfte. Ern König der Geiger, oder wie ihn Franz Liszt nennt: „Der deutsche Paganinl" wird fein bezauberndes machtvolles Spiel erklingen lassen und das Publikum sicherlich in Schaaren heranziehen. Wir sprechen von Herrn Professor August Wilhelmj, dessen Namen wohl die ganze gebildete Welt kennt. Nachdem er von seiner großen Reise, die mit Recht eine Reise um d e W lt genannt wird, wieder zurückgekchlt ist, concertirt er seit Januar dieses Jahres in Europa; zuerst in seinem Vaterlande, dem er trotz der verlockendsten Einladungen nach dem Auslande vor allen Dingen seine schöne Kunst widmen will. Die Wilhelmj Eoncerte gestalten sich natürlich zu einer wahren Triumphfahrt, denn überall wo der Meister auftritt, wird er mit Ovationen förmlich überschüttet. Daß er auch unterer Stadt seine Gegenwart auf einige Stunden schenken will, wird ihm jedenfalls unh oLfV bAt besetztes Haus und den aufrichtigsten Dank aller Gönner WUb?lntt"n^n^ cbIen ^^Ünsp-els emtragen. Es bleibt noch zu erwähnen, daß Herr accompl>än!?"w!rd! vorzüglichen Partner aus dem Piano, Herrn Rudolph Niemann, _____ ®ic6tw' 3' Avril. Heute Nacht wurde aus Sialion Haiger der Deutz-Gießener Bahn der Bremser Veith von Klein-Linden von einem erfahrenden Güterzuge überfahren und sofort getödtet. Dem Verunglückten, Vater mehrerer Kinder, wurde von Den Rädern der Unterleib durchschnitten. — Heute Vormittag 10 Uhr wurde auf der Grünberger Straße ein hiesiger Einwohner durch ein schweres Fuhrwerk überfahren. Mit zerbrochenen Beinen wurde der Unglückliche nach der Klinik verbracht. — Zur Verherrlichung der Eontrolversammlung prügelten sich gestern Nachmittag eine Anzahl Reservisten von Oppenrod, Burkhardsfelden und Annerod im „Schützenhof" derart, daß ärztliche Hülfe in Anspruch genommen werden mußte. Verwischtes. Darmstadt, 28. März. sPostpersonalnachrichtenJ 1. Ernannt sind der Ober-Postsecretair Möller in Alzey zum Postbirector, der Ober-Postdirecttonssicretatr Meuskens in Mainz zum Postkassirer und der Postsecretatr Schulz tn Gießen zum Ober-Postseccetair. 2. Angestellt sind die Postassistenten Altoater und Keßler in Darmstadt, Klöppinger in Mainz und Hoffmann in Worms. 3. Versetzt sind der Postmeister Schmitz von Gladenbach nach Oppenheim, der Postmeister Schmidt von Grünberg (Hessen) nach Halle (Saale) und die Postsecretatre Kriegbaum und Seelgen von Darmstadt nach Saargemünd bz. Lüdenscheid behufs Uebernahme von Ober.Postsecretatrstellen; die Postsecretaire Lipke von Bensheim nach Gladenbach und Ubrich von Gießen nach Grünberg (Hessen) behufs Uebernahme von Postmeisterstellen; die Postsecretaire Bocksch von Oppenheim nach Alzey, Hahn von Alzey nach Marnz und Jllcrt von Frankfurt (Main) nach Darmstadt; der Postassistent Keller von Offenbach (Main) nach Konstanz behufs Uebernahme einer Bureau- assistentenstelle. 4. In den Ruhestand getreten ist der Postmeister Aull in Oppenheim (jetziger Wohnort Mainz). 5. Gestorben sind der Postsecretair Kunckel von Löwenstern in Darmstadt und der Postsecretair a. D._ Sona in Mainz. Trier, 31. März. Die Dienstmagd Htlsamer aus Köln, welche 1877 von der Zuchtpolizeikammer in Trier wegen Diebstahls zu drei Monaten Gefängniß verurthetlt wurde und die Strafe damals abbüßte, wurde heute von der Strafkammer für nicht- schuldig erklärt und freigesprochen. Frankfurt, 29. März. In einer Wirthschaft in der S—gaffe rühmte sich vorgestern ein junger Mensch in Gegenwart mehrerer Freunde und seines künftigen Schwiegervaters, daß er innerhalb einer Stunde 4 Roastbeefs, wovon jedes gebraten 1 Pfund wiegen solle, und 30 Eier essen wolle. Sein Schwiegervater rieth ihm ab, die anderen aber hetzten, bis es schließlich zur Wette kam. Punkt halb 9 Uhr begann er mit dem ersten Roastbeef und 5 Minuten vor 9 Uhr war er mit allen 4 fertig. Nun ging es an die (Sier. Zuerst aß ec von den 30 Stück das Weiße, bann schüttete er über den Dotter Essig und Oel und in einer Viertelstunde hatte er auch das verzehrt- Dazu trank er noch 2 Schoppen Aepfelwein. Er hatte die Wette gewonnen, damit aber auch seine Braut verloren, benn ber Schwiegervater erklärte, wer so leichtsinnig seine Gesundheit aufs Spiel setze, könne nicht seine Tochter bekommen. Mit diesen Worten verließ er den verblüfft dasitzenden Bläuttgam. — sVacante Stellen für Militäranwärter im Bereich des 11. Armeecorps.j Brandoberndors. Postagentur, Landbriefträger, 600 Gehalt jährlich. Cassel, Postamt, Briefträger, 980 Gehalt. Dillenburg, Postamt, Landbriefträger, 648 J4 Gehalt- Eisenach, Bahnpost Nr. 6, Postschaffner, 944 «X Gehalt- Frankfurt a. M-, Postamt!., 2 Briefträger je 1040 JL jährlich Frankiurt a. M , Telegraphenamt, Briefträger, 1040 JL jährlich. Fredeburg, Polizeiamt, Polizeidiener, 800 Gehalt. Gerstungen, Postamt III, Landbriefträger, 540 JL Gehalt. GothaLandrathsamt, Wegewart, 1,50 Jü täglich. Hachenburg, Postamt, Postschaffner, 860 Gehalt jährlich. Raboldshausen, Postagentur, Landbriefträger, 510 Gehalt jährlich. Siegen, Amtsgericht, Lohnschreiber, 4—7 Pf. pro Seite. Weilburg, Unteroffizier-Vorschule, Casernenwärter, 600 und freie Wohnung, Heizung und Beleuchtung. Wetzlar, Postamt, Landbries- träger, 612 jährlich. Wiesbaden, Postamt, Stadtpostbote, 930 Gehalt- Eingesandt. „ Die Erbauung von Schulhäusern hat in den letzten z hn Jahren fast in allen größeren Städten sehr große Opfer gefordert. Gießen kann sich in dieser Beziehung als tn gleicher Lage befindend namentlich neben Darmstadt stellen. Dort und hier ist gebaut worden und muß noch gebaut werden. Dort und hier ist die Platzfrage es, welche die Gemüther erregt. Während in Darmstadt in Volksversammlungen, m der Presse das pro und contra erörtert wird, ist b, Kalbfleisch 50 Wä HÄ »x-äi's ä Wnbct 1 Oua f < 60 2 t# ^PPlngtt Ö1“1' .Nfaretairt '-che-d behufs *en8Mm nach vernähme oon ?' Hn Don r Postafflstent Mer Bureau- (jetziger umstadt und l87? von der 6 oerutthetlt er für nicht- mtr sich Don tünjt^tn edetz gedratrn tiett) ihm ab, 9 Uhr begann allen 4 fertig, bann schüttete ch bas verzehrt- ionnen, damit so leichtsinnig n. Mit diese. Ärmeccorps.s Dassel, Postamt, )48 Jt Gehalt. R., Postamt L, t, Briefträger, t. Gerstungen, it, Wegewart, ch. Rabolds- , Amtsgericht, jfemenwärter, mt, Üanbbrief? halt sS io, HüM türf 50^ 1 L»-L fast in allen sir Beziehung t und hier ist Platzfrage cs, lungrn, m der lerträglicher, er m. ÄuctzW- Lladlraths, Dte n, nur nörgeln yohner unserer die Erbauung ■ haben ja den irund habe ich h; 1) Ss ist its gelegener ortmührende» iederholenden ht bemerkbar , das unaus; achm würbe, n. 2) SS geh°ri .°idll-Un tr»6 itt«, au! d-> ,tbäube »rant= iben Wf» «. Daß« .8 »le A ht" "ab W°r°' M-r ."LS SS '£S& Giej>^7 es, bestehend aus 5 Ammern nebst 2ub°h6r ist »er 1 Juni A "ermiet^ Fischer, Alicestraße 19. Zu verkaufen. Kaplaneigaffe 11 sind Wegzugs halber folgende Gegenstände gegen Baarzahlung zu verkaufen: 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Kommode, 1 Kinder-Bettstelle, 1 Waschtisch, 1 Schuhmachertisch, 1 kleiner Kl.'iderschrank, 1 Bett, 1 Tisch rc.__2318 Ktrlrr Sprotten (sehr schöne Waare) 2338 in CL Gfr. Kleinhenxi’s Delicatessenhcllg. 2308 Gute weiße Frühkartoffeln, sowie Korn- und Haserstroh verkauft Chr. 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Man n Msta^eS nicht Die Verh vertrag werden aus das Zustande! einige Punkte beste Lereitwilligkeit „Zollkrieges" sandten ist nalurli In Liiel vm Kaiser verlie! des Seeba Lpitzen der Civiü vollzog der Atari den; Liceadmiral In Bert Ämjlniai-Tuel die LilerMr--Lo Hnlwurs dieses1 ivosur eine tun des geistigen & durch die Conve Werke dauernd Mischen Mer ssi und Frankreich , geud zu wünschen Bei der 1 gesundem Ersatz^ Sflmin, gewählt des Kreises, Gra Präsidenten zum uothivendig gemac der genannte walive Vertrete, Unga Regung geltend. •nirilll9 der (Sjani « beutfdien Z« tabert Jahren m et Sufoioina, h smd 7M-, aber j *h0"toi8lid) WH* 4«Ü' *'• <»* ®urb 3Us roc^e,t "“»e de,« äifg, 3ac&blatt m*"0 SD angej*? "b * kbc„" "s !°° ; «S5 *ten 2 * ‘hanAjt.r