Nr. 2S. Erstes Blatt. Sonntag den 4. Februar 1883. Gießener «Anzeiger Amts- tmb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ,„ ,, , . . . a PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. httt Vrinaerlohn. Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Gießen, den 3. Februar 1883. Betreffend: Aufstellung eines Hauptverzeichnisses der der Aufsicht des Großh. Fabrikinspectors unterstellten gewerblichen Anlagen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, denen am 15. Januar l. I. ein Auszug in obigem Betreff zugestellt wurde und welche solchen noch nicht ausgefüllt zurück gesendet haben, erinnern wir an die unverzügliche Erledigung. Dr. Boekmann.__ — ■ Gießen, am 1. Februar 1883. Betreffend: Die dem Rechner der Schullehrer-Wittwenkasse bezüglich der Schullehrer-Wittwen und Waisen zu machenden Anzeigen. Die Großyerzogliche Kreis-Schul-Commissiou Gießen » an die Schulvorstände des Kreises. Indem wir Ihnen nachstehend von der Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegmheiten, vom 23. Januar 1883 Kenntniß geben, empfehlen wir den betreffenden Schulvorständen den in unserem Alntsblatt Nr. 4 vom 20. Juli 1878 enthaltenen Bestimmungen in rubr. Betreff auf das pünktlichste nachzukommen. n . Danach hat der Schulvorstand nicht nur uns, sondern auch dem Rechner alsbald Anzeige zu machen, wenn eine Schulleyrer-Wtttwe a. stirbt oder b. sich wieder verheirathet. Dabei ist zugleich zu bemerken, ob aus der Ehe der Wittwe mit dem verstorbenen Lehrer herrührende Kinder unter- 20 Jahren vorhanden pud oder nicht, und sind im Bejahungsfälle deren Namen und Geburtsjahre und Tage anzugeben. Dr. Boekmann. Betreffend: Wie oben. Darmstadt, am 23. Januar 1883. Das Großherzoglichc Ministerium des Innern und der Justiz Äbtheilung für J5d)ulangdcgrnl)titrn an die Großberzoglicbcn Kreis-Sckulcommifflonen. Der Rechner der Schnllehrer-Wittwenkaffe hat angezeigt, daß bei dem Ableben von Schullehrer-Wittwen ihm in den meisten Fällen die vorgeschriebene Mittheilung seitens der Schulvorstände nicht zukoinmen und er häufig erst nach mehreren Monaten durch- die mit Auszahlung der Pension beanftragteu Rentämter hiervon Kenntniß erhalten, wodurch ihm nicht allein unnöthige Arbeit und Weiterungen, sondern auch der Kaffe selbst nicht unbeträchtliche Portokosten entständen. , Wir beauftragen Sie daher, den Schulvorständen die Bestimmungen unseres Ausschreibens vom 12. Juli 18 <8 Amtsblatt Ar. 11 — in Erinnerung zu bringen und denselben die genaue Befolgung dieser Bestimmungen auflö Dringendste zu empfehlen. Knorr. Achenbach. Gefundene Gegenstände: 1 Armband, 1 Paar Handschuhe, 1 Trauerflor, 3 Portemonnaie's mit Inhalt, 1 Taschenmesser, 1 Griffelkästchen, mehrere Schlüssel. Gießen, den 3. Januar 1883. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. ^^^^encku s. ______ Darmstadt, 1. Februar. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 1) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 2. Bekanntmachung Großh. General-Adjutantur, die Freiherrl. v. Weyhe- rische Eleonoren-Stiftung betreffend. 3. Uebersicht der für das Jahr 1883 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Heppenheim. 4. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Bingen, den Ausschlag der Umlagen der israelitischen Religions-Gemeinde Gau-ÄlgeSheim betreffend. 5. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern unb der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions- Gemeinden des Kreises Erbach pro 1883. 6. Uebersicht der für das Jahr 1883 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Alzey. 7. Ordensverleihung. 8. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines sremden Ordens. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 17. Januar dem Dr. med. Friedrich Maurer zu Darmstadt die nachgesuchte Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihni von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog von Baden verliehenen Ritterkreuzes 2. Klaffe des Ordens vom Zähringer Löwen, am 24. Januar dem Kaiserlichen Postdirector Richard Ame- lung in Offenbach die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem deutschen Kaiser, König von Preußen, verliehenen Rothen Adlerordens 4. Klasse zu ertheilen. 9. Namensveränderungen. 10. Dienstnachrichten: Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 20. Decbr. 1882 dem evang. Pfarrer Wilhelm Christian Schimpff zu Gettenau die evang. Psarrstelle zu Goddelau zu übertragen; am 23. Decbr. den in Gemäßheit der Art. 2, 3 und 4 der Declaration vom 31. Januar 1837 über die Rückgabe der Verwaltung des diesseitigen Kaufunger Stistssonds an die Alt- hessische Ritterschaft des Großherzogthums Hessen von den betheiligten adeligen Familien, an Stelle des verstorbenen Obervorstehers Oberstkammerherrn Frhru. v. Nordeck zu Rabenau, zu einem der drei Obervorsteher gewühlten und präsen- tirten Kammerherrn Frhru. Karl Schenk zu Schweinsberg-Wäldershausen für die Dauer der gegenwärtigen, bis Ende 1884 laufenden Wahlperiode in der gedachten Eigenschaft Landesherrlich zu bestätigen; an dems. Tage der Ernennung des Bezirks-Ingenieurs Klöß zum Ober-Güter-Jnspector bei der Hessischen Ludwigs - Eisenbahn - Gesellschaft die Landesherrliche Bestätigung zu ertheilen ; am 28. Decbr. dem Mitprediger Otto Offenbächer von Darmstadt die evang. Pfarrstelle zu Kirtorf zu übertragen. . Am 24. Novbr. 1882 wurde dem Schullehrer Heinrich Psaff zu Runz- hausen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gießen übertragen. 11. Charakterertheilungen. 12. Dienstentlassung. n ar Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Ani 17. Decbr. 1882 den evang. Pfarrer Emil Knodt zu Rothenberg auf Nach,uchen aus dem Dienste der evang. Kirche des Großherzogthums mit Wirkung vom 31. Januar 1883 zu entlassen. 13. Ruhestandüversetzungen: , u ~ r e Am 30. Decbr. 1882 wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Wie!eck Georg Hansnlt auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung ferner langjährigen, treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt. ErledjEsind "^Die"evang. Psarrstelle zu Spachbrücken; dotationüinäßiger Gehalt 2486 JL Die evang. Psarrstelle zu Schwanhemii;d°tatwnSinäbiger Gebalt 2854 «X Die evang. Psarrstelle zu Echzell, dotationSmaßiger Gehalt 4796 Äeüe zu Lauterbach; dotatEmäßiger Gehalt 3884 M.; das Präsentationsrecht steht sanuntliche» Rudesel Frecherrn zu Ersenbach zu. Die evang. Psarrstelle zu Freien-Stelnau i datatronSinäßiger Oehalt 2170 Jl; das Präsentationsrecht steht sainmtlrchen Rredesel Frhrn. zu Erfenbach -u Die Stelle eines Kreisassistenzarztes des KrerS.GesundhertsanrteS Gießen nut den, Amtssitze zu Grünberg und Gehalt von 600 JL nebst eurem Jmpsbezrrk; Bewerbungen sind binnen 10 Tagen emrnrerchen. Dre nut erne», evang. Lehrer ,n besetzende Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Billertshausen mit einem Gehalt von 900 Jt; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die 658 157 MM zur Ansicht aufgestellt. fehlen. In Gießen nur bei Herrn Kriedr. Seibel. wie oben unehelich 9 1 Ausländerinnen Zusammen ehelich 13 5 — (Spitzwegerich-BonbonsWer hat sich nicht schon bei rauher Witterung erkältet uno bet ansängl'cher U Achtsamkeit einen iüchttgen Luftröhren- oder Bronchial- Catarrh geholt und wer verbringt nicht manche schlaflose Nacht, g quält von Hustenreiz, der sich oft bitz zum Erbrechen steigert? — So Mancher kämpft des Morgens rott' ber Entfernung des über Nacht angesammelten vettrockneten Schleimes der Luftröhrengänge und der Bronchie und steht raihloS vor einem ganzen Heere nutzloser Heilmittel, deren Anwendung in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt ist. Wir machen daher auf die echten Spitzwegerich-Bonbons Der Firma Victor Schmidt u Söhne in Wien aufmerksam, von deren ausgezeichneter Wirkung sich Jedermann durch einen Versuch überzeugen kann- Die unschätzbare Spitzwegerich- Pflanze schließt das bis heute unaufgeklärte Geheimniß in sich, der entzündeten Schleim- Dle unehelichen Kinder a. von d- „ v. „ Todtgedoren wurden: a. Knaben b. Mädchen Gubenerinnen geboren ortsfremden Inländerinnen 104 ' 300 ' . Seti1Q ,> A Nil imt ■), Aütn Ohl k>. r kbigt bd Str. 28. 3« fyniclta. fall FNidr'g. fi< len 3). ittotn btn 19 3 HGrl 'm ©tmtiiik Dvvversia BMlttsgs Jjjarb an? v.* *M\ oechlgar im Ganzen 501 vertheilen sich: 188L82 282^d)üUo^nung in 7 Elasten: Sommer 1881 165 Schüler, Winter 1891 83?®orhÄ?e7ür die Realschule 1. und II Ordnung in 3 Elasten: Sommer 1881 160 Schül r, Winter 1881/82 lo5 Schüler. 4 höhere Mädchenschule in 10 Elasten: Sommer 1881 409 Schülerinnen, Winter 1881/82 404 Schülerinnen , n, 5. Erweiterte Volksschule für Mädchen in 5 Elasten: Sommer 1881 158 Schülerinnen Winter 1881/82 156 Schülerinnen 4nn4 /on ' ß Stadtknabenschule m 7 Elasten: Sommer 1881 523 Schüler, Winter 1881/82 □29 ^^^odtmädchenschule in 7 Elasten: Sommer 1881 674 Schülerinnen, Winter 1881/82 681 Schülerinn-n. . . Außerdem erhielten 6 geistig zurückgebliebene Kinder (2 Knaben und 4 Mädchen) besonderen ^'^ortsche Fortbildungsschule für Knaben wurde im Winter 1881/82 von 217 Schülern besucht, welche in 7 Elasten unterrichtet wurden Davon entfallen: 1 auf den 1. Jahrgang (14 bis 15. Lebensjahr) 66 Schüler, 2. „ „ 2. „ (15. „ 16. „ ) 55 n 3 3 (16 17 ff ) 54 ff Die besonders "gering befähigten Schüler der verschied.nen Altersklassen, 42, von welchen 6 dem 1., 20. dem 2. und 16 dem 3. Jahrgang angehörten, erhielten gemeinschaftlichen Unterricht in der letzten Elaste. , ^breui B rufe nach waren die Foitbildungsschüler: 187 Handweiker, 14 Kaufleute 7 Kellner, 7 Fabrikarbeiter, Ausläufer, Dienftknechte u. s. w. (Schluß folgt) ** Gießen, 3. Februar. (Theater.) Die fidele Operette „Fledermaus' fand gestern cn so zahlreich S Auditorium, daß die Sitze verdoppelt werden mußten Ueber das Stück selbst sind die Akten seitens der Kritik längst geschlossen Em Werk, das auf den Operetten-Bühnen aller giößenn Städte viele hundert Male ei schienen, besitzt ein Anrecht auf die mod rne Bühne, auf der jedes Genre außer dem „langweiligen" zulässig ist Mögen die Situationen hin und wieder die Grenze des Erlaubten hart streifen, so ist doch die Fabel des Stücks — welcher Vorzug dieser Operette, i daß man bei ihr überhaupt von einem Inhalt sprechen kann! — so übe.auS lustig, daß. selbst wenn die reizende Musik deS Walzerkönigs Strauß fortfiele, immer noch ein amüsanter Schwank übrig bliebe. Nun ist aber der musikalische Theil der Aufgabe vom Eompomsten ebenso glückl'ch gelöst, wie der textliche den ßibretteften, der bekannten Doppelfirma Meilbac und Hal vy gelungen ist. Von der Uederfülle der Melodieen kennt jeder balbwegS musikalischer Regungen Fähige mindestens den entzückenden FledermauS-Walzer und Jeder, selbst der Musik-Unkundigste, nahm von dem embarras de richesse an Melodieen eine oder die andere der am meisten in's Ohr fallenden mit nach Hause. Die Aufführung des graziösen Werkes war diS auf einige kleine, nicht störende Mängel eine vorzügliche. ßur guten Darstellung einer Operette gehört außer stimmbegabten Sängerinnen und Sängern, welche zugleich tüchtige Schauspieler sein und namentlich über eine gewisse Dosis vis comica verfügen müssen, noch ein Anderes. Es tst dies ein undefintr- bares Etwas, ein gewisser humoristischer Geist der Ausgelassenheit, welcher über dem Ganzen schweben und von den Darstellern auf das Publikum ausftrömen muß. Nur wenn die Darsteller nvt diesem Fluidum die von ihnen darzustellenden Figuren durchtränken, bringen sie das Publikum in die Disposition, um all das lustige, mitunter ein wenig unsinnige Zeug richtig zu erfassen und ohne Kritik sich dem augenblicklichen Eindruck hinzugeben. Dieses nothwendige Requisit war angesichts des zahlreichen Auditoriums — wohl selten sah eine Vorstellung ein so gefülltes Haus — ebenso wie die andern Erfordernisse vorhanden. ES ist schwer zu entscheiden, wem die Palme des Abends gebührte. Ein Jeder leistete an seinem Platze Vortreffliches. DaS Publikum nahm die Gaben des Abends ta bester St-mmung auf und spendete, namentl'ch zum Schluß, regen Applaus. Nach diesem unbestrittenen und durchschlagenden Eifolge finden wir es ganz gerechtfertigt, daß Herr Schubert sich entschlossen hat, die „Fledermaus" heute Abend noch einmal vorzuführen. Zusammen 18 10 Unter den Geborenen befanden sich 9 Paar Zwillinge. Die „Grenzboten" dringen folgenden Nachruf, den mir bei der allgemeinen Achtung, in welcher der Verstorbene stand, und bet dem großen Interesse, waches die Beziehung auf die Gießener katholisch-theologische Fakultät hat, unfern Lefern mittheilen ju ^^^^^o.^Decnnber deS verflossenen Jahres ist in Gießen ein Mann aus dem Leben geschieden, dessen Name mit den Kämpfen über bte neuere Entwickeln->g der fntholHAen ftirebe Deutschlands wohl für immer verknüpft bleiben wirb. Anton Bernhard Lutterbeck, geboren zu Münster am 23. Avril 1812 in M ü n f ter und Berlin, wo er in besonders nahem Verhaltmß zu Bockh ftand, durch philologische, philosophische und theologische Studien gebildet, ist durch sein Wir ken als Docenk wie durch eine Schriften lange Jahre, von 1842 diS 1859 als Professor der katholifchen Theologie, dann, nach Auflösung der katholischen Fakultät durch ^n Bifchof Ketteler, von 1859 bis 1877 als Professor der klassischen Philologie, eine ßterbe bei Gießener Universität gewesen, ausgezeichnet durch Begabung, Tiefe des Geistes und durch Tiefe und Umfang des Wissens, gleich daheim tn den W sfenschaften des klassischen Altcr- thums rote der Philosophie und der Theologie, dem Systeme Franz von Baaders, dessen Werke er mit Hofmann in Würzburg herausgab, zugewandt und darum dem mittelalterlichen Myst'cismus geneigt, aber auch geschätzt von astronomischen Autoritäten wegen seiner Kenntnisse des gestirnten Himmels, die er für die Gesch chte des Neuen Testament verroerthete, dabei ein kindlich reines Gemüth, das in arahrer christlicher Demutb sich stets bewußt blieb, daß die Furcht Gottes aller Weisheit Anfang ist. Daß ein solcher Mann, trotz feiner glühenden Liebe zur katholischen Kirche, nicht mit den mannigfachen Aeußerlichkeiten und Absonderlichkeiten — um keine härteren Ausdrücke zu gebrauchen — in denen so viele Katholcken das Wesen des Katholicismus | Pben und noch weniger mit dem Hiera, chischen Streben, in Summa mit dem ganzen Ultramontanismus, wie er durch jesuitischen Einfluß seit einigen Jahrzehriten sich wieder in Deutschland geltend macht, einverstanden fern konnte, ist selbstverständlich, und so tat er denn tn Gemeinschaft mit den andern Mitgliedern der im Ganzen dieselbe Richtung verfolgenden Gießener katholischen Fakultät das Ideal eines Kathol'cismuS übergehend hier anwesend starben 106 ortsfremde Personen, welche in obiger Zahl der Verstorbenen enthalten sind. „ ,, , . ... m Die Frequenz ber Realschule, ber höheren Mabchenschule, der erroeitertcn Volksschule für Mädchen und der städtischen Dokks sch ulen im Schuljahr ^881/82 ro ar folgende: 1. Realschule I. Ordnung in 9 Classen: Sommer 1881 280 Schüler, Winter — Kunstfreunde, die es intevefivt, das Porträt des Hofcapellmeisters Levi in München, von Lenbach gemalt, zu sehen, sind freundlichst dazu eingeladen. Das Bild ist 8 Tage lang in ber Morgenstunbe von 11—12 bei Herrn Rabbiner Dr. Leot ao8 51 mH ganuar ,jk* jonuut- wloftur. M iotfitcr. Zullt tr gonur- ä Z gh.istiaot 93 fori L-ur £ 1 Jalic 15 W l6 ijhiur " LtM tll. ww,; fouhnann^ Kt 11 52 94 157 zusammen 22 6 28 Anmerkung. Die Concurrenzeröffnung für die Lehrerstelle an der Gemeinde« schule zu Ober-Schmitten wird zurückgezogen. Gestoben''sind: Am 21. Decbr. 1882 oer penstonirte Forstwatt Hein« r: x. Forsistatts fBcttenfntttbot; tun 26. SDccbr. ber penstonirte Rendant ? ° z—- - «*** »- rirksaettchtsrath Dr. Johann Kart Wllhelin Jung zu Mamz. ' 2 Fcbruar Seitens des Herrn Präsidenten des Reichstags ist . 0®Ä6?'J u3nterfiüBun7 der Wasserbcschäbigten tm («rohherzogtbum aus h^hran-n^sfertbetluna be^'ouä bcn Vereintsten Staaten von Norb-Amertka etn9e= 8mlg7nen 8i®\r6gabenn6bieb Summt non 42,350 Mark überwiesen worben. Amerika. n)zrm41orf 1 Februar. Wie jetzt festgestellt ist, war der größte Theil der ist ebenfalls beschädigt. ____________ . Telegraphische Depeschen. Wolff - lelcgr. Correspondenr-Bureau. Berlin 2. Februar. Der Kaiser leidet in Folge einer leichten Erkältung an Heiserkeit und empfing deshalb nicht die zur Vorstellung hierher beorderten Kadetten, unterließ auch die Ausfahrt. Mentone, 2. Februar. Der Großherzog und bte Erbgroßherzogm von Mcklenburg-Schwerin find gestern Abend zu längerem Aufenthalte hier "ng ^^anttnopel. 2. Februar. Der türkische Botschafter in Wien Edhem Pascha, ist hier angekommen und hat sich alsbald nach seiner Ankunft in das Palais begeben. Derselbe conferirte mit dem Minister des Aeußern, Aarifi Mascha bei welchem er zugleich den österreichischen Botschafter antraf. Paris, 2 Februar? Der Senat genehmigte das von der Kammer ange: nommme Gesetz über bte gerichtliche Eidesformel nut wesentlichen Abänderungen. DaS Amendement üumbert's, wonach für jeben Geschworenen, der vor der S'tzung bezüglichen schriftlichen Antrag stellt, die Worte „nor Gott und den Menschen Hinroegfallen, wNb rnü 151 geg.n 120 Sttmm-n angenomnun. Der Arttk- wonach bte rebglöfen Embleme auS Den Sitzungssälen entfernt werden sollen, wird abgdibnt. 6 — Die Prinzenoorlage gebt dem Senat morgen zu. Duclerc ist letzt außer w* ÄSwXlfiSJlÄÄX- bet . ^emps", die Kammer habe ganz ihre Kaltblüttgkett verloren; es sei zu hoffen, der Senat werde tndcm er bem Votum der Kammer volle Rechnung trage, doch nicht bietem Taumel sich bin geben, wovon Kamme? und Regierung ergriffen zu sein scheinen Viele andere Journale tadeln daS^g^ttige^Kamm av Königin beabsichtigt, d-e internationale Fifcherei- ’Ä" Ä 112 «1.™ 22 e» « parlamentarische Eidesformel an, welche gestattet, dem Könige Treue zu oerfpr^en ObCT ^Reval,^' Februar. Die Rhede von Reval ist auf vier Werft vom Hafen eisfrei, Baltischport ganz etsfret. _______ Anion Lutterbeck 30 LLvge, in; IßCtBL Lenge, con rtn 3 'hrdiT. 6j8 & *2 H.', Ä- 2,U a, 3 Ourdnp mit 191' lVlAl.Z I L 0 S a l e ö. toiefcen, 3- Februar. Der Verwaliungsrechenschaftsbericht des Henn Bürgermeister Bram m für das Etcitsjahr 1681/82 .st uns zugegangen. Wir entnehmen demselben nachstehende unsere Leser wohl intereffirenbe Notizen: Die Stadtoerorbneten V if immlung eilebigle vom 1. Apr l 1881 bis zum 31 März 1882 tn 39 Sitzungen 1108 Gegenstände, welche zum Theil in 42Sitzungen der Bau-Deputation mit 430 Gegenständen, in 19 Sitzungen ber Finanz-Deputation mit 45 Gegenstänben. sowie durch die übrigen ständigen Deputat onen und für fpecielle Anaelegenheiten confiiiutrtcn besonderen Commissionen vorbereitet worden waren. Die ArmenOD.putat'on hielt 25 Sitzungen ab, in welchen 592 Gegenstände verhandelt würben. Das Geschäfts Journal weist vom 1. April 1881 bis bah in 1882 7414 Einläufe nach, tncl. berjen-gen für bte Armen-Drputat'on und für bas Stanbetzamt. Einträge tn bte Stanbesamts-Reg'ster vom Jahre 1881 liefern folgenbe Nachweise. I Geburten. ehelich unehelich zusammen a. Knaben 248 84 332 b. Mädchen 253 73 0^" m or. Par. Zoll- 13 214 3 1 96 Rohr. 786 Kühn, Bürgermeister. 764 798 768 Walter. d) Gemischtes von 806 -" ^fdontn 64, I itbigtn sicher, 12 gti 7350 38,5 Die Niederste Mittlere Mittel früherer Jahre ii u n ii Reisig. Der Anfang ist im District Hard am Bau- und Werkholz. Ober-Bessingen, den l.Febr. 1883. 2 Eichen-Derbstangen von 13 Ctm. Durchm., 5 Mr. Länge, mit 015 Fstm. 367,2 104 300 — 9,0 + 0,40 — 0,37 4-10,0 788 Ein 12 Jahr altes Pferd preis Tuiirbia zu verkaufen. War sagt die Exped- bö. Bl. 30 Ctm. Durchm., 4 bis 12Mtr. Länge, mit 13,82 Fstm., Buchen - Stämme von 16 bis 112 Ctm. Durchm., 1 bis 8 Mtr. Länge, mit 11,13 Fsün. ( hiervon ein Stamm von 100 Ctm. Durchm., 8 Mtr. Länge, mit 6,28 Fstm.), Buchen-Stöcke, von 112 Ctm. Durchm., 1,4 Mtr. Länge, mit 2,14 Fstm., Nadel-Stämme von29—44Ctm. Durchm., 4 — 10 Mtr. Länge, mit 1,91 Fstm., Ulmen - Stamm von 24 Ctnt. Durchm., 3,8 Mr. Länge, mit 0,17 Fstm., Knüppelholz, Eichen- und Radel-Wellen, Rmtr. Radel-Stocke. Nächsten Montag den S. d». Mts., Nachmittags 3 Uhr, loll das Wegsahren vonChaussee-Erde ohn, Christian, geboren den 19. Januar. ___ Nh 2U lebige, :t iovß Do-über: Zahl der T'lrrtdi Volks- 82 sai Idjenbe: 5-vier, Sager 5-LLler, Winter i: LemwcrM 9 ctülmnnen. 15S Sdjöltri , 8 «er 1881/82 ..riLto, Äinter t mb 4 2RW Surttk 1881® tawa enMn". iket, Zusanunenkuuft ist _ jedesmal Vormittags 9 Uhr; am ersten Tage auf Gabrielszimmerplatz, am zweiten Holz-Versteigerung. Die am 24. Januar ds. Js. abgehaltene Holz-Versteigerung in dem Ettingshäuser Gemeindewald, District Gabrielszimmerplatz und Bruch ist nicht genehmigt worden und kommt den ?. Februar nochrnals zur Versteigerung, als: 103 Fichtenstämme von 15—32 Ctm. Durchmesser und 14—23 Mtr. Länge, mit 81,48 Festmeter, 107 Fichten-Derbstangen mit 6,83 Festmeter, 2842 Fichten-Reisstangen mit 29,43 Festmeter. Donnerstag den 8. Februar: Rmtr. Eichen- und Radel- Temperatur in Gießen. Januar 1883. Waarc» - Versteigerung. Dorinrrstsg örn 8. und Freitäg den 9. Februar d. I., jedesmal Morgens 9 und Mittags 2'/2 Uhr anfangend, werden im Saale der Restauration Braww vahier zwangsweise größere Vorräthe aus einem Weihwaarcngeschäft öffentlich meistbietend gegen Baar- zahlnng versteigert, darunter namentlich: Tischtücher, Taschentücher, Einsätze, fertige Herren- und Damenwäsche, bunte und weiße Vorhangstoffe, Lavalliöres, Vorstecker, Hauben, Kinderhütchcn, EorscltS, Handschuhe, Blumen, Unterjacken, Cravatten, Kurzwaaren, Schürzenstoffc, Wickelteppichc, doppelbreiten Chiffon, Halbleinen 2C. :c. Gießen, am 30. Januar 1883. 799 Bühner, Gerichtsvollzieher. IJ, b luo _b ür lvknellr V** Die __ :i£Noeife: Müh lcn-Verkauf. Die in der Gemarkung und dem Ort Unter-Schmitten, V2 ^lunde von Nidda gelegene, dem Großherzoglichen Hause — Familieneigenthum — gehörige Mühle mit Wasserkraft und Hofraithe Fl. I Nr. 151 619 qm, nebst Grabgarten Fl. 1 Nr. 155 91 qm enthaltend, soll nach den Formen des Domänenveräußerungsgesetzes vom 2. Juni 1821 Montag den 19. März d. I., Vormittags 11 Uhr, in dem Wirthshause des Jean Uhl zu Unter- Schmitten öffentlich meistbietend versteigert werden. Die ganze Liegenschaft wird begrenzt von der Ortsstraße, dem Mühlgraben und der Hofraithe Fl. I Rr. 153 der S. Kaufmann Söhne zu Schotten. Die Mühle und Hofraithe bestehen aus einem zweistöckigen Wohnhaus mit Müblenraurn und Einrichtung zu drei Mahlgängen, einem Anbau mit einer Oelmühleneinrichtung, sowie aus Scheuer, Stallungen, Holzstall, Waschhaus und Hosraum. Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete Behörde, bei welcher auch die Verkaufsbedingungen zur Einsicht offen liegen. Nidda, am 28. Januar 1883. Großherzogliche Oberförstern Nidda. Beerdigte. Den 28. Januar. Marianne Brtel, ledige Tochter bes verstorbenen Großherzog- ltchen Raths Wilhelm Moritz Brtel, alt 87 Jahre, gestorben den 26. Januar. Den 30. Januar. Anna Katharina Minna Julie Heß, ledige Tochter des Gasanstaltsdirectors August Hetz, alt 15 Jahre, gestorben den 28. Januar. Den 31. Januar. Wilhelm Sommerlad, Arbeiter, alt 34 Jahre, gestorben den 29. Januar Den 1. Februar. Charlotte Mosler, geb. Arnoldt, Wittwe des Landrichters Karl Mosler, alt 75 Jahre, gestorben den 30. Januar. rWtn, & w ttb'.dtte »vrttf. Ute zlebrroa." .' $(rk8 ,',qö fcn ßert \ .T-k XwM ; »«in „ lM. tose öw iw Ln*tt fern«. Mtst 6in8^n" 7* ctnt gt- . ^4 <t. t itti wr I damlde nidit w wd man mrti gtschüblKl sxtfc bafi VM a io Btrttn bd- schwindtn, ®tn: mir zum nun cöuV t- Hinsicht griain und btü'xlb > tun Ztr Tk Hunden M ßiainn ccn < Mn Men Üranlbtu ja i 'DUljbrati yb wNcnbc Jtr: föraürbt > M. S « tlibt Bratbüdiiniie sind wieder eingetroffen in 791 C.G.Kleinhenn'sDelicatesicnhdlg. Norfiigl. Sauere Gurken beute wieder eingetroffen. 775 Earl Hosch, Sonnenstraße 28. Waschbutten, neue, sowie von Fäffern hergcrichtete, sehr dauerhafte Bütten verkauft billig 757 Küfer Arnold, Astcrweg 23. sicher und schnell ist die Wirkung der 1 faus der sehr heilsamen Spitzwegerich» U pflanze hergeftcllten und überall hoch- i Mgeschätzten ^pitzwegerkh-Boubon Alle Annoncen fiir den Gietzener Anzeiger für die Frankfurter Zeitung — Kölnische Zeitung — Stuttgart Schwäbischer Merkur - Augsburger Abendzeitung — Mannheim Neue Badische Landeszeitung — Berliner Tageblatt* — Deutsches Montagsblatt* — Kladderadatsch* — Fliegende Blätter* — Bazar* — Jndependance belge* — Militär-Wochenblatt* sowie für alle anderen Zeitungen und Fachzeitschriften befördert am billigsten und promptesten bk Annoncen-Expedition von Rudolf Masse, Frankfurt a. M., Zeil 45. Zeitungs - Verzeichnisse (Jnsertionstarif) sowie Kosten-Anschläge gratis unb franco. Bei größeren Aufträgen hfieKtster Rabatt. Für die mit * bezeichneten Blätter hat obige Annoncen-Expedition die alleinig Annoncen-Anna h in e. Schöne Aussicht. Sonntag den fk. Februar: Concert von einem Theil der hiesigen 780 Regimentsmusik. Anfang 372 Uhr. Entree 20 Pf. Restauration Sdimidt (Grünbergerstratze). Sonntag den 4 Februar er.: Musikalische Unter- WeliltliiiiigliüllsvDrslellöo^n. Zum Besten der Nederschmemmlen und Nolhleidkn-kn dks Großher^oglhums findet am Sonntag den 11. Februar im Saal« des Gesell- schaftS-VereinS eine mustkalisdi-thtatralische Aufführung statt. Verkaufsstellen der Eintrittskarten, Preise der Plätze und Programm der Vorstellung werden später bekannt gemacht. 758 Das Comlle. 779 Auf dem Brand ein schönes Familicnlogis zu vermiethen und gleich zu beziehen. Desgl. ein Logis für einen einzelnen Herrn oder Dame bei _________(g. Röber Wwe., Kreuz. 805 Drei kleine Logis zu vermiethen- _________K. Krausch, Schloßgasse- 808 Niöbl Zimmer mit Tabinet zu vermiethen._________Wilh. Herbert. 623 Ein Logis, 2 Stuben enthaltend, zu vermiethen. Leihgesterner-Weg 3. ^??^^^^änu!ten?öats^er^le^cner Größ^i^erunethem^^Nühl^as|^21^ —763 Das seitber von Frau Landrichter Mos ler bewohnte Logis ist per 1. Mai, wenn gewünscht, auch per 1. April ander- weit zu vermiethen. Earl Schwan. Gesangverein Eintracht Sonntag den 4L Februar 795 Theatral. Abend Unterhaltung auf Ijony's Bierkeller• Eintritt! 25 Ps. — Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. Dermietsiuttgen. 769 Familienlogis zu vermiethen. _(£arl Heil, Schützenstraße. 793—©ine unmöbl. Stube zu vermiethen. Flügelsgasse 4, 2. St. 796 Eine Familienwohnung zu vermiethen, per 1. März beziehbar, bei ___________Wilh. Lange, Bäcker. 794 Zwei Zimmer mit Küche in der Mansarde an eine Dante per 1. April zu vermiethen. ____ Alicestraße 11. '790 Ein möblirtes Zimmer (parterre) an einen, auch zwei Herren zu vermiethen und gleich zu beziehen. Louis Pimp e r. 801 Eine unmöblirte Stube an eine einzelne Person zu vermiethen. __Ehr. Schupbach. 800 Ein sreundl. Logis zu vermiethen. S. Katz, Afferweg. ~ 767 Der untere Stock meines neuerbauten Hauses in der Ludwigsstraße, bestehend aus 9 Zimmern, ist im Ganzen oder getrennt per Anfang April er. zu vermiethen. Peter Ruckstuhl, Neuenweg 38. 778 Eine Wohnung in meinem Nebenhause zu vermiethen- I. Schmidt, Schreiner, __Grünbergerstr. 8. _ 773 Ein kleines freundl- Familienlogis ist zu vermiethen.Marktstrafte 32. Vortrag Dirrckol tri* Cbftbcum^r virtlMuiü" Mlglicver x- M ßintf«-■ jüii ns Mung, uthttm wflTle, i uTStilt*! jO jRarf.