Mittwoch den 3. October Nr. 229* 1S83 Bureau: Schul straße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ,EW Witz'. in$tt -lug' Inwieweit sich diese Hoffnung erfüllt, werden die rill»' "1*7. di am Zn A « whu i/ui uvLiuiv «puuvi vvui । vivin ui vuiv* Donnerstag stattgefundenen Versammlung ihr vollstes Vertrauen ausgedrückt. (7 Der rumänische Ministerpräsident Bratiano ist am Freitag von Wien nach ; mifAVAÜ. ..... in. und ein gi'W t cthen. W. Leuling. >ck meines M, )tn. )r Dr. v. yi. _______aufzunehmenden Ausgleichs-Verhandlungen zeigen. Die Stellung Cabinets Tisza selbst ist durch die Ereignisse in Kroatien nicht im Mindern alterirt worden und hat die liberale Partei demselben in einer gleichfalls Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohu. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Dar von ihrem Entschlüsse, den Reichstags-Verhandlungen einstweilen fernzu- g bleiben, wieder zurückgekommen, aber sie sind doch in Pesth in der aus- ^sprochenen Hoffnung erschienen, für ihre nationalen Aspirationen neue Zuge- ! großen Wiener Blätter, wie „Fremdenblatt", „Deutsche Zeitung", „Wiener ‘ Mg. Zeitung" u. s. w. feiern die Enthüllung des Germania-Standbildes in I warmen Worten und heben hierbei übereinstimmend hervor, daß Deutschland I mr den Frieden wolle und das schönste Lob (wie die „Deutsche Zeitung" sagt), ! welches man dem deutschen Volke am Tage feiner großen Siegesfeier nachrüh- M könne, sei, daß es niemals feine Macht gemißbraucht habe. — Die am I Donnerstag erfolgte Eröffnung des ungarischen Reichstages hat die kroatische I wieder in den Vordergrund gerückt. Die kroatischen Abgeordneten sind _ hl der agrarischen und sonstigen Ausschreitungen in Irland in bedrohlicher Weise zu. In der Grafschaft Mayo wurde am Donners- $^enb der Gutsbesitzer Crotty meuchlings erschossen und zu derselben Zeit 3*j6. Mir tzbtl, päütw. v Nute w wt Äß; Bon lm Wr w Müfc iS zu uermit^n > Ul ju Dtrmielben.. Sürst Am griffen Orangisten — die Mitglieder der politische Zwecke verfolgenden protestantischen Vereine Irlands — den Abg. O'Connor im Bahnhofe Portadown an; indessen entkam O'Connor. Das Gerücht, daß sogar auf Parnell ein Attentat gemacht worden sei, hat sich jedoch als unbegründet herausgestellt. Die Abreise der am Kopenhagener Hofe versammelten fremden Fürstlichkeiten verzögert sich in auffälliger Weise. Zuerst sollte die Abreise am 25., dann am 29. September und endlich am 2. October erfolgen. Aber auch dieser letztere Termin ist nicht innegehalten worden; die Rückreise des Kaisers von Rußland ist jetzt auf den 11. October verschoben worden und auch der König und die Königin von Griechenland haben ihre Abreise auf unbestimmte Zeit vertagt. Welche Motive diesen fortwährend veränderten Reise-Dispositionen zu Grunde liegen, ist noch unbekannt. In Serbien fühlen sich jetzt die Radikalen in Folge des Ausganges der Skupschtina-Wahlen als Herren der Situation, wie dies der Vorgang bei der Wahl des provisorischen Präsidenten der Skupschtina zeigt. Bereits haben auch die Radikalen ihr Programm für den Fall ihres Eintrittes in die Regierung fix und fertig, nur haben sie das Unglück, absolut keine Minister-Candi- daten auftreiben zu können. Im Uebrigen scheint die Lage des Cabinets Pirotschanatz nicht allzu kritisch zu sein, König Milan würde sich sonst auf der Heimreise von Homburg nach Belgrad nicht vom Freitag bis zum Montag in Wien aufgehalten haben. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. flnzeiW. Kaufmann ta ft > m einem rtdöta i Ermittlung k-: Bl.___ kauft Keutschland. Darmstadt, 1 Oktober. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog begaben sich geftern 7 Uhr 50 Mtn. in Begleitung des Generalmajors v. Wefterweller und des Oberstllluttnants v. Herff nach Bingen. Auf dem Bahnhof hortfelbft wurden Seine Königliche Hoheit von dem Kreisrath Spamer, dem Bürgermeister AUmann, dem Gemeinderath und bin Beamten empfangen; dre Krtegervereine und Schützen vereine hatten vor dem Bahnhofe Aufstellung genommen. Darauf fuhren Seine Kgl. Hoheit durch die reich beflaggte und geschmückte Stadt, überall von der Bevölkerung mit jubelndem Zuruf begrüßt, und begaben sich nach dem Bureau der Niederländischen DampfschifffahrtsrGeftllschaft, um von dort aus eine Bootauffahrt zu seben, an welcher die Rudervereine von Mainz, Kreuznach, Mannheim, Worms u. s. w. sich bethetligten und Säue Königliche Hoheit mit Zuruf begrüßten. Seine Königliche Hoheit nahmen bei dem Kreisrathe das Frühstück ein, zu welchem auch der Bürgermeister und der Beigeordnete Vermont mit Einladungen beehrt waren, und sahen von hier den Festzug der Schützen- und Turnvereine mit historisch-allegorischen Wagen und Aufzügen, um dann hinauf auf den Rochusberg zu fahren, die Festhalle und die Schießstänoe zu besichtigen und endlich noch eine Fahrt auf den Scharlachkopf zu unternehmen. Nach der Rückkehr auf den Festplatz besuchten Seine Königliche Hoheit die Schetbenstände und betraten hierauf die Festhalle, wo mittlerweile der Festzug eingerückt war. Sämmtliche Vereine defil'.rten nochmals vor Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog, die Fabnen sammelten sich vor Allerhöchst - demselben nub der erste Schützennuister hielt eine begrüßende Ansprache. Seine Kgl. Hoheit dankten und tränten uur das Wohl der Festgenossen. Die Rückkehr erfolgte mit dem Schnellzug um 5 Uhr Nachmittags. In Mainz stiegen Seine Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm von Preußen in den Zug etn, um über hier nach Steiermark zu den vom Kronprinzen Rudolf veranstalteten Jagden zu reifen. Berlin, 29. September. Nach Bestimmung der Normal-Eichungscommission ist der Forrgeurauch der Erchungsstcmpel mit den Inschriften N. v. B. (im Gebiete des vormaligen No-ddeutschen Bundes), G. H. (Großherzogthum Hessen südlich des Mains) und G. H. B. (im Großherzogthum Baden) über Ende 1884 hinaus nicht weiter gestattet. Die vertieft gravirten kreisrunden Stempel mit hohler Flache (für bombenförmige Gewichte) fallen bei den E'chungsstellen fortan weg. — Alle Nachrichten und Vermuthungen, welche sich an des Reichskanzlers hiesigen Aufenthalt betreffs Berathungen im Staatsministerium und Bundesrath geknüpft, haben sich als falsch erwiesen, da derselbe Berlin gestern schon wieder verlassen hat. — Nach einer Meldung der Jnsterburger Volkszeitung steht eine Vermehrung der dortigen Besatzung insofern bevor, als vielleicht schon in nächster Zeit eine bis zwei Batterien dorthin verlegt werden dürften. Auch ist man neuerdings der bereits mehrfach erwogenkn Frage wieder naher getreten, ob nicht der dortige Bahnhof als einer der wichtigsten Knotenpunkte an der Ostgrenze durch Befestigungen zu schützen fein möchte. — Für Apotheker dürfte e ne Entscheidung des Landgerichts in Münster wichtig sein, wonach bet Uebergang einer concessionirten Apotheke von einem Besitzer auf den andern nur ein Stempel von «A 1.50 zu verwenden ist. Arankreich. Paris, 30. September. Die Pariser Bevölkerung hat sich der chauvinistischen französischen Presse vollkommen würdig gezeigt. Bei allen Völkern, selbst den rohesten, ist das Gastrecht heilig; unter allen c.vilisiiten Staaten gebeut das gute Einvernehmen gewisse Grenzen der Höfllchke't und Schicklichkeit gegen ihre Vertreter. Ist die Republik des Herrn Grevy so außer Rand und Band, daß sie den Herrscher eines benachbarten Staates nicht mehr von den Gemeinheiten der Pariser Presse und Bevölkerung schützen kann? Sind die Pariser so verwöhnt und verkommen, daß sie sich von socialiftischen und anderen demagogischen Gesellen zu Unfug benutzen lassen, den das alte Frankreich als einen Schandfleck seiner Ehre und Höflichkeit betrachtet und geahndet haben würde? Wir sprachen lieber mildernd von dem Pariser Pöbel, von der Ueber- raschung der Pariser Polizei und der französischen Regierung; aber dieses alles trifft nicht zu, es hieße der Sachlage einen schiefen Eharakter geben. Grevy wußte, was geplant war, der Polizeipräfect desgleichen; aber dieselbe Polizei, die, wenn sie will, sich Geltung zu verschaffen weiß und ihre Pariser der Neuzeit kennt, ließ es ruhig geschehen, daß sich zum „patriotisch.n" Empfange des „Ulanenkönigs" Tausende von Demonstranten vor dem Rordbahnbofe zusammenballten und Hunderte von Gassenbuben auf den Gittern des Bahnhofs Posto faßten- Das Weitere ließ sich vorhersehen. Wir wollen uns über Grevys Benehmen keine Bemerkung gestalten, auch nicht über den Minister des Auswärtigen, der alles, amtlich und persönlich, hätte aufbieten müssen, um zu verhindern, was man verhindern konnte und mußte. Man überlieft jedoch trotz Polizei und Truppen den König Alfons von Spanien der Lynchjustiz der Parise-, denn man wollte dem Chauvinismus die „patriotische" Genugthuung nicht verkümmern, im „Ulanen- V”’UI» t.\ ■ dors (nctt.-lib.) und Cronemeyer (Fortschr.) am 28. September stattgefundene fOdjfHf ™ * Stichwahl zum Reichstage hat den Sieg des Letzteren ergeben. I Die Nationalfeier Deutschlands auf dem Niederwald hat i(n WckiM ’l Ach in den deutschen Kreisen Oesterreichs ein lebhaftes Echo gefunden. Die politische Ueberficht. Gießen, 2. October. Eine Fülle glänzender Bilder hat mit der erhebenden National- teier auf dem Niederwalde ihren gelungenen Abschluß erhalten, Bilder, deren Amtlichen Mittelpunkt immer wieder die ehrwürdige Gestalt unseres greisen lraisers bildete. Von den N^anövern und Festtagen am Strande der Saale an bis zu jenem feierlichen Moment, in w 'chem unter Gegenivart des Kaisers und seiner fürstlichen Gäste am Freitag die Hülle von der hehren Gestalt der „Germania" fiel, des gewaltigen Monumentes deutscher Kraft und deutscher Einigkeit, welches nunmehr von der Höhe des Niederwaldes aus den gesegnetsten deutschen Gau herniederschaut, drängt sich eine Reihe festlicher Ereignisse zusammen, von denen immer eines das andere an Glanz und Bedeutung über* lässt. Auf die Kaifertage von Merseburg folgten die Manöver und die damit verknüpften Festlichkeiten von Homburg, welche durch den großen Kreis deutscher unb außerdeutscher gefürsteter Gäste eine ganz besondere Bedeutung gewannen. Den Tagen von Homburg schloß sich der außerordentlich festliche Empfang, mlcher dem Kaiser in der alten Reichsstadt Frankfurt bereitet wurde, und die siiht minder herzliche Aufnahme, welche der greife Monarch und die ihn begleiten Fürstlichkeiten noch am späten Abend vesselben Tages (27. September) in Wiesbaden fanden, an. Das letzte, aber bedeutungsvollste Glied in dieser Rette festlicher Tage bildete die Niederwaldfeier; indessen auch diese Feier setzte sch aus einer solchen Reihe strahlender Momente zusammen, daß es uns an dieser Stelle unmöglich ist, dieselben alle zusammenzufassen. Der Glanz der letzten Wochen und Tage gestattet nur einen sliichtigen Blick auf den Stand der innern Politik, worüber allerdings nicht viel sagen ist. Die am vorigen Donnerstag erfolgte Rückkehr des Reichskanzlers Westen Bismarck von seinen Badereisen nach Berlin deutet darauf hin, daß die Berathungen des preußischen Staatsministeriums, denen Fürst Bismarck zu vrüsidiren pflegt und welche der parlamentarischen Herbst- refp. Winter-Campagne iiets vorangehen, in allernächfler Zeit, wahrscheinlich noch in dieser Woche, ihren Anfang nehmen werden. Wie es heißt, ist in den betr. Ressorts bereits eine größere Anzahl der Vorlagen, welche den preußischen Landtag beschästigen mer- j Ni, fertig gestellt. Die in dem 19. Hannoverischen Wahlkreise zwischen Hotten- fei 1 Ä 5^91. Hu Ä " Itt taareft zurückgereist. Die Tongkingsrage hat eine recht bedrohliche Gestalt angenommen, IJ? nach einer Depesche des französischen Gesandten in Peking, Tricou, China i ile Vorschläge Frankreichs abgelehnt hat. Diese Meldung läßt eine Verständi- zwischen Frankreich und China fast aussichtslos erfcheinen; außerdem heißt daß China nicht nur das linke Ufer des Rothen Flusses, sondern auch eine yutntfe Zone auf dem rechten Ufer verlange, welche Forderung die französische Egierung nach den Versicherungen Pariser Journale nie beivilligen würbe. J merbeffen ist aber für die Franzosen auf dem asiatischen Kriegsschauplätze in- 11 i™ eine günstige Wendung eingetreten, als die „Schwarzen Flaggen" ihre Mtionen am rechten Ufer des Rothen Flusses vollständig geräumt haben, wie (n rc. ÄE j $ heißt, in Folge der Entschließungen des neuen Königs von Anam, wonach (fr i Wajif'•! den „Schwarzen Flaggen" in Folge des Vertrags mit Frankreich keine ÄDMsidien mehr gewährt. Oberst Bichot hat mitc. zwei Bataillonen Hanoi ver- 1 ■-?!„' um das vom Feinde geräumte C‘ " ‘ Wg i" ; £5nen Befestigungswerke zu zerstören. -- fiTilWr um das vom Feinde geräumte Gebiet zu recognosciren und die zurück- in v Offenen Befestigungswerke zu zerstören. — Präsident Grövy ist am Freitag Srpntl üon feinem Sommer-Aufenthalt im Jura zum Empfang des Königs j i ;™fo wieder in Paris eingetroffen. Der Seine-Präfekt Floquet hat nach . Versicherung der „France" feine Demission emgereicht, wahrscheinlich 1 /A ?Iolge der von den Pariser Blättern gegen König Alfonso gerichteten .JM ^Mäh-Artikel. fVVVj, . Die Zal gcA . in bedro St KM lM%enb hpr «iS i JfoM« ?u erlangen, ^nächst wieder aufzun Gabinets .£isia feil ^N.den 9 • ~ «-/vuoi umj iivuc uoi xxuövon, wwiuuo uiv luuruu&uag om'J“ '• oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh niemals enttäuscht sehen, von der Annoncen - Expedition -von MA.ASEJVSTEIW A Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einforde i auch hiniichte der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund r Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt «M .'»lchjMg ge Viertel, •! U Hamm Hberger-We, Äag ten Achmittc ihnb Stell ing am ha Ä, ben 2. Mögliche Bi linicnucr jLcuipciuiui unu iiviy iuuiy lüqmujci ^uiniiuuiuuy 0 ,ä ••öu(M zu Niederschlägen geneigt, in Norddeutschland bet aufgefrischten nördlichen bis optiV vy. in ®lt. ttmod) bi Nachmk'ti ^drr Flett »verschränke^ M- und Bl Amöben, 1 Ä, 1 pho filterte ©ti Wschrank AionSlexikon U Dtrftei( N, den 1. £ '___Ml Witterungskunde.*) 4, 3. Oktober. Mittwoch. Es wird kühler von Osten her. In Petersburg w spätnachts Frost eingetreten sein. Frühmorgens nebelig bis dunstig mit Neigung Aufheiterung, auf Mittag zu und Nachmittags Bedeckung bis zu Regenschauern, »'S Winden kühler, stellenweise mit gewitterhaften Niederschlägen. a. 4. Oktober. Donnerstag. Kühl bet abwechselnden nordwestlichen und v» östlichen Winden. Die Südhälfte Europa's dürfte noch westliche bis südwestliche L ' haben. Frühmorgens dunstig bis bedeckt, wohl nach Westen zu mit steigender w klarer bis sonnig, Mittags und Nachmittags dunkles Haufengewölk mit kühlen NH schauern Abends wieder aufgeheitert; tm Nordosten mäßiger Frost wahrscheinlia *) Aus Dr. L. Overzter's Wetter-Prognose für den Monat ■ abgeschlossen am 20. September (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung tn Preis 1 M — Nachdruck verboten. J| M .»w :Ne$ G: ■frS; :N (|bi# d iitai MF föniae" btckniaen zu treffen, bis ihn dazu gemacht hätten. Und es handelte sich nicht um eine ; Uederralckuna einen Einfall -tner bidjl bewegten Menge; denn es wird uns gemeldet, daß auch nach ,d°s V°lk" am El.se- fein Opfer erwarte.-: Um 6'/, Uhr -erließ der | König von Spanien das Elys--, nicht durch di-Ehrenpforte, sondei n durch eine Seiten- ; tMr- aber die Menge folgte ihm mit dem Ge chrei: „ES lebe Frankreich, Grevy und > die Republik l NI-b?r mit dem Ulanenkönige!» Um 6 Uhr 20 Mim erreichte der König | hie snanische Botschaft, wo diplomatischer Empfang war. Da stürzten sich an drei- > ^und-rt Lntte unter dem Ruse: „Ni-d-r mit dem Ulanenkonige Altons!" auf das i"°ants»e Botschaftsgebäude, aber nun endlich trieb die Polizei di- Anltürmer zu Paaren. Der König verließ das Botschasisgebäude am Abend nicht rn-hr, die Polizei aber traf nun aroße Maßregeln für die Nacht. Di- mtnistertellen Blatter geben ihr Bedauern über die Kundgebung bei Empfang bes Königs von Spanien kund; erstaunlich ist aber, sollen wir sagen, die verschämt- ober unverschämte Darstellungder vfftcwsen Organ-, bie thun, als wenn gar nicht? Erwähn-nsw-rth-s vorgesall-n war-.' (Köln. Zig.) Mußlavd. Petersburg, 28. September. Der Artikel des „Petersb. Journals" über Bulgarien vom 25. d. Mts. hat, wie hierher gemeldet wird, die Berliner Börse verstimmt. Man findet hier in dem Artikel nichts, was dazu Veranlassung geben konnte. Die russische Politik bezüglich Bulgariens ist und bleibt durchaus friedlich. Man war hier verstimmt über die unerklärliche Art, wie Fürst Alexander am 30. August das Manifest proklamiren und d.e Tirnowaer Verfaffnny wieder Herstellen konnte, welche letztere derselbe stets als unausführbar bezeichnete. Rußland hat selbstverständlich ein- Solidarität mit diesem Verfahren, welches große Unzukömmlichkeiten für den Fürsten wie für das Land im Gefolge haben dürfte, ablehnen müssen. Das in Folge dessen aufgetauchte Gerücht, daß Rußland an eine andere Candidatur für den Thron Bulgariens denke, ist indeß absolut aus der Lust gegriffen. Rußland will Ruhe und Frie- den in Bulgarien und das Land nicht zum Herde innerer und äußerer Femde machen lassen. Rußland hätte lieber gesehen, wenn der Fürst Alexander das einmal vereinbarte Programm in allen Punkten ausgesührt hätte. Nachdem dies aber nicht geschehen, mußte Rußland die Verantwortlichkeit dafür ablehnen. Es hat den Fürsten Alexander auf die Gefahren des neuen Weges aufmerksam gemacht. Wenn es den leitenden Kreisen in Sofia gelingen sollte, auf dem neuen Wege das Land dauernd aus der Krise zu befreien, so wird die russische Regiernng mit aufrichtiger Geuugthunng constatiren, daß ihre Befürchtungen eitel waren. Verwischte Ä. — (Amerikanisches.) Barnum ist tm Besitze eines sehr gelehrten EleptM den er jetzt Clavier spielen läßt. In Pittsburg bekam er ein neues, extra sta'cg bautet Clavier, doch kaum hatte er sich davorgesktzt und die Noten aufg lästager, er plötzlich starr auf die Tasten n'ederblicktk, während große Thrämn ihm ben Jfu« entlang liefen. „Was ist denn los, Cablian?" fragte der Lehrer. Cablian bcil^ mit dem Rüssel lcise die weißen Tasten und strich sanft darüber weg — der arme « hatte in dem Elfenbein die Zähne seiner geliebten Mutter erfannt L i« u dB Kar 1;:i Mschr ktari Kandel und Kerftbr. J Gietzcn, den 2. Oktbr. Auf dem heiittgen Markt kostete: Butter per X 1.00-1.05 Hühnereier per Stück 6-7 Käse Stück 4-8 Kasematt- Erbsen per Liter 22 H, Linsen 34 Tauben per Paar 50—70 Hühner L Stück 0.85—1.40, Hahnen per Stück JL 0.55—1.00, Enten pr- St. % Ochsenfleisch per Pfund 70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbflestch vi 54 Ä, Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 62-70 Kartoffeln per IW J JL 3.50—4-50, Milch pr.Ltr. 13—18 Gänse pr. Pfd.-Ä 46—58. Zwiebeln ver JU 7.50—9.00. Frankfurt, 1. Okt. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetter JL 2OV4-V2, fremder ^19V?-21, Roggen eff. hies. ,X 17, fremder Jt l^£ Gerste eff. hies. u. Wetterauer JL. 17—181 /?, fremde X 18—20, Hafer eff. JL 14i 2—V4, fremder 14V4—15. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthrca 50 Ctr. JL 39. Branntwein eff. ohne Faß JL 46. Frankfurt, 1. Okt. Der heutige. Viehmarkt war gut befahren. ^'L trieben waren ca. 300 Ochsen, 15 Bullen, en. 280 Kühe und Rinder, ca 225 W' Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 70—72, 2. Qual. X 64—66, Rinder 1. Qual. 65, 2. Qual. JL 60, Kälber 1. Qual. X 75, J-L 62—65 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Telegraphische Depeschea. Wolst'S telegr. Correspondenz-Bneean. Berlin, 1. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Zeitungs- Nachricht von einer im Justizministerium beabsichtigten Trennung der Rechtsanwaltschaft und des Notariats als völlig aus der Lust gegriffen. — Legationsrath v. Plessen aus London begab sich gestern zu Bismarck nach Friedrichsruhe. Er reist von dort direct nach Petersburg, um während der Abwesenheit des Herrn v. Schweinitz dort als Geschäftsträger zu sungiren. Stade, 1. October. Osficielles Resultat der Stichwahl im 19. Hannov. Wahlkreise: Abgegeben 14,700 Stimmen. Cronemeyer erhielt 7654, Hottendorf 6981. Ersterer ist sonach gewählt. Polen, 1. October. Das „Pos. Tagbl. und der „Kuryer Poznanski bestreiten die 'Mittheilung der „Pos. Ztg.", Kardinal Ledochowsky habe auf das Erzbisthum Posen-Gnesen verzichtet und dies hiesigen Prälaten mitgetheut. München, 1 SepUmder. D»c „Allgcmeluc Z^ tung^ oeroffenUicht ein Hano schreiben des Königs an bte Wsttwe des Staatsraths v. Schlor, in welchem der König bte hohen Verdienste dcS Verstorbenen auf den verschiedensten Geoieten feiner Thatig- fett namentlich auf dem des vaterländischen Eisenbahnwesens anerkennt, das Him scheiden v. Schlör's auf das Tiefste bedauert und der W-ttwe sein aufrichtiges Bellctd ausdrückt. Allgemeine Zeitung" meldet die Ernennung des früheren Gesandten in Vetersburn v. Rudhardt, zum Gesandten in Dresden. . ... — Wie dasselbe Blatt weiter berichtet, hat die gegenwärtig h'er tagende historische Kommiffion bei ber hi-sig-n Mtabem-e ber W st-^ast h-utt drm R-tt«^r^unb an her btesiaen Domkirche, Dr. theol. Specht, den 45re % D°n zouu vfu für seine Gescb'chte des Unterr'.chtswesens in Deutschland von den ältesten Zetten bis zur Mitte "des 13 Jahrhunderts" zuerkannt und Ihm weitere 1506nad) feiner Arbeit in Aussicht gestellt. Außerdem wurde dem Pater Gabriel Meier (E.n. siedeln) für seine Arbe't über dasselbe Thema das Aceessit von 1000 rugesprochen. Wien, 1. October. Se. Kgl. Hoheit Prmz Wilhelm von Preußen ist beute Vormittag in Penzing eingetroffen und daselbst vom Kaiser,_ in dessen Begleitung sich der Adjutant Frhr. v. Mondei und GrasWolkens^n besanden, empfangen worden. Ferner waren anwesend der deutsche Botschafter Prinz Neusi mit dem Personal der Botschaft, der Statthalter, der Generalconsul Wahlmann und die dem Prinzen zugetheilten Ofsiciere. Der Kaiser trug die Uniform seines preußischen Garderegiments und begrüßte den Prmzen Wilhelm, welckier österreichisch- Majorsunisorm trug, auf das Herzlichste Tue am Bahn- sias- auiaestellte Ehren-Compagnie wurde vou dem Erzherzog Johann comman« Wrt Die Herrschaften begaben sich alsdann nach Schönbrunn, wo der Prinz von dem Kkonvrinzen Rudolf begrüßt wurde. Nach dem Dejeuner erfolgte s°- gleich ??ibruch^^agd.Jn begonnenen Schlußverhandlung des ’ ne'n big Mörder v. Mailaths wurden Spanga des Raubmordes, « rp ? hPr9$heitnäßnie äni Morde und der Anstiftung hierzu, Pitelr) der Theil- naL am Morde angeklagt. Während der Verhandlung gestand Spanga, den Mord mit^Berecz^ und^ P'üch v°llbracht^^u a.^en NLegislaturperiode derselbe^' 1 October Ferry und Challemel-Lacour conterirten heute Vor- Moraen oll im Elysäe unter dem Vorsitz des Präsidenten Gr"7y ein Minffter^rath stattfinden. Gerücht von der Demission des Kriegs- Frankreichs ^utschuldigungen w ge fl Äönia, Frankreich einen neuen Beweis mit Frankreich verwechseln »tf«. «nb bat ben einem Bankett tm Elysee an- f'iner Sympstbie zu geben. tnd m thellnähmen und wo er die wahren nehme, an welchem alle Mitglie ' ler9nen Werbe. Der König antwortete, er sei Gefühle FronkretchS gegbN .hn k n gekommen und wolle das ->-> »«• •-•«*»»»■»< zwischen ber Gemahlin und Toch r bem yanfet Theil. Grevy trug ben Lrbk/b-s"7^mnVtt°ss"^bi- Lbttg-n Minist-. trugen gleichfalls spanisch- Orb-nS- - ^oiinon1 IWiig, etn Kung der Hnthms ßjligung di '* dahier in, den 21 ßroßherzogl ' 3 E 731) Ueber die Höhe der Koeten, welche die Eiariickxmg einer Anzeige iS 1? erUn$* ’2iufgenerung, uuf zuemug zu uhü ycutyumiuy» iocucuuii^ uix> ju **#“•*;*-' u 1 91 Abend aufgeheitert, spätnachts Niederschläge. In West- und SÜddeutschlan) , M mer sinkender Temperatur und noch schwach westlicher Luftströmung mehr «1106^6(^^1 Kidnn Von 9 bis 9V2 Uhr faßen der König, Grevy und Frau in lebhafter Unter; baituna beiemander. Grevy ersuchte ben Kön g dr-ngend, noch einen Tag in Paris lUAubrinaen Wie mehrere Bläiter wissen wollen, hatte der König indeß vor, bereits beute büb 83/4 Uhr die Rückreise nach Spanien fortzusetzen 9 P„is, 1. Oktober. König Alphons ist um 83/4 Uhr abgereist. Es ereignele sich 1 october. Aus Hongkong wird gemeldet, 550 Mann französische Truppen sollten am 29. September unter Bichot's Befehl von Haiphong nach Bacninh abgehen, ebensoviel gleichzeitig von Hanoi nach Bacninh. In Canton herrscht Ruhe. Rom, 1. October. Der „Moniteur" publicirt das Reglement oder die Proceßordnung zum Gebrauche der im letzten Jahre' von dem Papste eingesetzten Gerichte. Der „Moniteur" dementirt formell, daß Ledochowsky auf das Erzbisthum Posen verzichtet. Madrid, 1. October. Die Sprache der Blatter, wckche gestern gegen die Urheber der Manifestationen sehr heftig war, ist heute in Folge detz Schuttes Grövy's, welcher dem Könige das Bedauern über die Borkommnsise aussprach, ruhiger geworden. Die Bevölkerung von Madrid bereitet Ovationen für den König bei seiner Ankunst vor. ' Belgrad, 1. October. Der König ist Nachmittags 3 Uhr hier einge. troffen. Der Ministerpräsident begab sich sofort in das Palais und überreichte die Demission des Cabmets. _ Bukarest, 1. October. Die Kammer-Eröffnung findet am 27. Octbr. statt. — Die Regierung zieht einen Militärkordon an der bessarabischen Grenze wegen der Viehseuche-Verschleppung. ' Metz, 2. Octbr. (Privat-Depesche). Der Retchslags-Abgeord- nete Anco ine ist gestern Abend unter der Anklage des Laudesverraths verhaftet worden. "Lokales Gießen, 2. Oktober. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 4. Oktober 1883, Nachmittags 4 Uhr. 1. Feier bes 400jährigen Geburtstags Dr. Martin Luthers. 2. Die Qmllwasserle'.tung. 3. Octroirückvergütung an das Militär. _OO.,ÜK 4, Die Verwerthung von Eichen-Stammholz für das Etatsjahr 1oo4/öd. 5. Die Straßenbeleuchtung betr. 6. Die Octroierheberftelle am Seltersihor betr. 7. Gesuch des Gastwirths Justus Lenz dahier um käufliche Ueberloßung städtischen Geländes- 8. Gesuch des Fabrikanten August Ackermann dahier um käufliche lieber; lassung städtischen Geländes. n 9. Gesuch des Buchdruckeretbesitzers Curt von Münchow dahier um Bau- erlaubniß. 10. Ausbau der Loberstraße. 11. Ausbau ber Bleichstraße. - r, 12. Gesuch des Metzgermeifters Hermann Euler baokr um UmpflaslerMg der Straßenrinnen an der Dreihäusergasse auf der Mäusburg. 13. Die Erhöhung des städtischen Trottoirs. 14. Herstellungsarbeiten auf bem Viehmarktplatz. ... nl, 15. Gesuch des Rentners Georg Ferdinand Gail dahier um ErlauonizM Anlegung einer Ueberbrückung. 16. Kostrndkcreturen. Gießen, 2. Oktober. Gestern Mittag 11 Uhr traf auf dem Bahnhof em A fangenen-Trnnsport von 139 Personen (l00 Männer, 39 Frauen), theils von BremM theils von Zikgenhein kommend, ein. Nach einstündigem Aufenthalte Hierselbst rru>. die Weiterreise nach dem neu eingerichteten Arbeitshause zu Hadamar angetreten. — Der am Freitag zum Tode verurtheilte Schneider von Willoffs hat üul! Morgen sein Verbrechen eingestanden.___________ __-r— Marktstraße. 6435 loser Arbeit bei j. A, Busch. Söhne«. 12 talsjahr IW. Eng,el. 6536 25 8 25 5 Stück 9 50 zu mit f 1 Lsif mH 6534 j °on der Großhrrzogl. 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