Erscheint täglich mit Ausnahme des MsutaDS. öureau : S chulftraße 7. 4. 5. 6. *9. 873. 936. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvhn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 16. Juni 1883. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: G r o s. a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit Erklärung über dessen Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei-Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. L c , , , u Zu pos. b. wird noch besonders bemerkt, daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, daß er m der Lage sei, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf und daß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen, (von Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. . , /Y Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht morden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur em Unbescholtenheitszeugniß , ~.r’U VII. (* 'bereits längere 3 Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs - Ordnung (Anl. 2 zur Ersatz-Ord. — I. Thell der Wehr- Ord. vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) Aufschluß. , Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt ev. wertere Bekanntmachung; auf specrelle Ladung Deutschland. Berlin, 30. Juni. Das Herrenhaus berieth heute über die Petition, betreffend die Einschränkung der Beschästrgung der Staatsbeamten an Sonn- und Festtagen, um ihnen die Ersüllung der religiösen Pflichten zu ermöglichen. Die Petition wurde der Staatsregierung zur Berücksichtigung überwiesen. Hierauf wurde die Kanalvorlage berathen und § 1 derselben mit 70 gegen 65 Stimmen abgelehnt, ungeachtet der warmen Befürwortung durch Staatsminister v. Bötticher und Generalfeldmarschall Graf v. Moltke. — Das Abgeordnetenhaus erklärte heute die Wahl des Abg. Sepffardt (Krefeld), sowie aller dort gewählten Wahlmänner für ungiltig. Das Gesetz über das Staatsschuldbuch wurde hieraus in der Fassung des Herrenhauses angenommen. Das Haus beschloß sodann mit geringer Majorität Uebergang zur Tagesordnung über die von den Handelskammern Hildesheim-Görlitz eingereichte Petition gegen die vom Handelsminister getroffenen Maßregeln. Hierauf sprach der Abg. von Bochum-Dolffs dem Präsidium den Dank des Hauses für die Geschäftsleitung aus. Die Anberaumung der Schlußsitzung wird dem Präsidenten überlassen. Aachen, 30. Juni. Die beiden Thürme, sowie der Dachstuhl- des Rathhauses find ausgebrannt, der Krönungssaal ist unbeschädigt, die Dokumente sind gerettet. Ungefähr 25 Häuser sind durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden. Gestern Abend 7 Uhr war die größte Gefahr vorüber, um 8 Uhr trafen die Löschmannschaften aus Stolberg, Eupen, Gladbach, Düren, Düsseldorf und Köln ein. Heute Morgen war die Gefahr gehoben. — Wie nachträglich bekannt wird, war in Folge Flugfeuers der Brand gleichzeitig auf etwa zehn Stellen übertragen worden. Beide Thürme des Rathhauses glühen noch im Innern. Gegen Mittag brach abermals ein kleiner Brand aus, der aber sofort gelöscht wurde. Die Kölner und Düsseldorfer Feuerwehren sind bereits zurückgefahren. Ein Verlust an Menschenleben oder Verletzungen sind nicht zu beklagen. Hesterreich. Wien, 30. Juni. Die Bewegung gegen den Rector der Wiener Universität, Professor Maassen, wegen seiner das Deutschthum herabsetzenden dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre erfolgen. • 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: Aeußerungen im niederösterreichischen Landtage ist nicht aus die Kreise der Studentenschaft beschränkt geblieben, sondern hat sich auch der Profefforen bemächtigt und eine bedeutsame Kundgebung derselben veranlaßt. 63 Profefforen aus den drei weltlichen Fakultäten der Wiener Universität, darunter Gelehrte von europäischem Rus, haben an den Reccor eine Adresse gerichtet, in welcher sie gegen das Verhalten desselben in maßvoller Sprache zwar, aber doch in entschiedener Weise, Protest einlegen. Das Schriftstück hat folgenden Inhalt: Euer Magnificenz! Angesichts der Rede, welche Sie als derzeitiger Rector der Wiener Universität in der Sitzung des niederösterreichischen Landtags am 20. Juni d. Js. gehalten haben, finden sich die unterzeichneten ordentlichen Professoren der drei weltlichen Fakultäten zu folgender Erklärung veranlaßt: Wir anerkennen das formelle Recht des jeweiligen Rectors, seine Vinlstimme im Landtage lediglich auf Grund seiner persönlichen Ansicht, selbst im Gegensätze und Widerspruch zu denjenigen Ueberzeugungen auszuüben, welche unter den Mitgliedern der von ihm vertretenen Corporation vorwalten. Allein wir halten es als Lehrer der ersten deutschen Unterrichtsanstalt des Reiches im gegebenen Falle für unser Recht und unsere Pflicht, das Vorhandensein dieses Gegensatzes öffent- lich zum Ausdrucke zu bringen. Demgemäß erklären wir hiermit, daß wir die von Eurer Magnificenz in der bezeichneten Rede ausgesprochenen politischen und nationalen Meinungen nicht theilen. In Erfüllung schuldiger Höflichkeit gegenüber unserem gewählten Oberhaupte beehren wir uns, den Inhalt des Obigen, bevor es in die Oeffentlichkett gelangt, Eurer Magnificenz geziemend zur Kenntniß zu bringen. Wien, am 21. Juni 1883. Mit ausgezeichneter Hochachtung Die ordentlichen Profefforen. I. Aus der juristischen Fakultät: Demelius L Frhr v. Neumann, v. Stein, Walburg, Thishman, Tomaschek, ' ' Pfaff, Exner, Grünhut, A. Menger, K. Menger. II Aus der medicinischen Fakultät: Voal v Brücke v. Arl't, Langer, v. Stellwag-Carion, Billroth, Wedl, Stricker, ' Mevnert, Ludwig, Kundrat, Nothnagel, Bamberger, Späth, K. v. Braun, G. Braun. lüÄ 461-462. 10&x 1114. 1131. 398-400 '8—958. 961-971)' 'N- 1301-1340,: 1/61—1/89. 17Q i 2121-3 -2560. 25$-. $16-2840.288U X 3550. 356«. A M 4616. E 5717. 5756. -1-280. 28'2-300, 1-759. 761-781. -M 1121-1,56. 1160. 1481-1505. 747. 1754-1786. 1974. 1976-20'23. 2308. 2310-234*). >81-2720. 2734. 1058-3060. 3071. 4283. 4346. 4477. 5661.5830.6191. 285. 301-340. ). 561-599. 613. -1040.1101-1120. ■1375. 1.388-1 i in 1781. 1801-1840. 2150. 2152-215$ 2953. 2978. .3061. .3895.3957.4029. 5183. 5211. 5310. -239. 241-255. 170. 475. 487. j-7.23 725-738. J2. 1001-1020. 41-1380- M4. M 1648-1660. 1860. 1901-1920. >825. 3148. 3163. M. 4427- 4550. 146-157-159-165- >1-460. 481-500. 779. 783-800. 1044-1060- M 1317. 1361—13/1- -1629. M-W 1947. 2001-2015. «- 2709- Z 4139. 4166- 434/. 5457- 5688. «Ä wr ®nl* ’ 880 oj ml jWe,n sondere- 0-1698.222 ! 22fi« I W 1322.1354 Nr. ISO. Dienstag den 3. Juli 1888. ichener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Betreffend. Die Unterbringung verwahrloster Kinder. Gießen, am 30. Juni 1883. Das Großyerzogliche Kreisamt Gießen an die Groß herzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Zufolge Auftrags Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz fordern wir Sie zum Bericht binnen 8 Tagen darüber auf: 1) ob und wieviele verwahrloste Kinder aus Ihrer Gemeinde dermalen auf Gemeindekosten behufs ihrer Erziehung in Rettungshäusern oder m sonstigen Erziehungsanstalten oder in Familien untergebracht sind und 2) bei wievielen Kindern etwa weiter noch mit Rücksicht auf ihre Verwahrlosung in sittlicher und erziehlicher Hinsicht das Bedürfniß vorlregt, sie in Erziehungsanstalten oder Familien in Pflege zu geben. Dr. Boe'kmann.__ Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1883. Bekanntmachung. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1883 stattfindenden Prüfung "zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1883 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der 'Anbringung der Gesuche wird im Speciellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen III. Aus der philosophischen Fakultät: Büdinger, Simony, E. Hoffmann, Zimmermann, Lorenz, v. Eitelberger, v. Lang, Sickel, Sueß, Mussafia, Hanslick, Loschmidt, v. Härtel, v. Zeißberg, Heinzel, Tschermak, Claus, Wiesner, Goinperz, Reinisch, Schranf, Lieben, Schenkt, Weiß, v. Oppolzer, Hirschseld, v. Barth, Schipper, Hann, Benndorf, v. Kerner, Thausing, Neumayr, Bübler, Schmidt, Königsberger. Von den 13 ordentlichen Professoren der juristischen Fakultät haben 11, von den 18 ordentlichen Professoren der medicinischen 16, von 43 der philosophischen Fakultät 36 die Adresse unterzeichnet; an die Vertreter der theologischen Fakultät, sowie an die außerordentlichen Profefforen und die Privat- docenten war eine Einladung zur Unterschrift nicht erlassen worden. Hierauf hat Rector Professor Maassen mit folgender Zuschrift erwidert: Hochgeehrte Herren! Ich habe nicht daran gezweifelt, daß Sie das formelle Recht des jewelligen Rectors, seine Virilstimme im Landtage lediglich auf Grund seiner persönlichen Ansicht auszuüben, anerkennen. Ebensowenig bezweifle ich aber, daß Sie neben diesem Rechte auch die Pflicht des Rectors nicht bestreiten werden, daß er da, wo es unvermeidlich für ihn wird, sich in einer Frage für oder wider zu entscheiden, selbst im Widerspruche zu den unter den Mitgliedern der Universität vorwaltenden Ansichten die seinige bekenne. So aber lag der Fall. Ich sollte ein Verhalten billigen, das zu billigen ich nicht im Stande war. Ich sollte „ja" sagen, wo ich nur „nein" sagen konnte. Ich sollte eine Maßregel der Regierung als ungesetzlich bezeichnen, die in meinen Augen gesetzlich war. Ich sollte Schwarz nennen, was für mich Weiß war. Die in meiner Rede ausgesprochenen politischen und nationalen Ueberzeugungen, welche nicht zu thellen Sie erklären, habe ich bereits gehabt, als ich im Jahre 1851 zum ersten Male nach Oesterreich kam und als ich im Jahre 1855 hier ein zweites Vaterland sand. Ich bin mit diesen Ueberzeugungen im Jahre 1867 bei einem bestimmten Anlasse öffentlich hervorgetreten, ich habe seit dieser Zeit öfter Gelegenheit gehabt, sie laut und offen zu bekennen. Diese Ueberzeugungen bilden einen Theil meines Wesens. Ich erkenne sie als sich von selbst ergebende und nothwendige Ausflüsse der moralischen Weltordnung des Christenthums. Ich stehe und falle mit ihnen. Wenn etwas mir die Erfüllung der Pflicht des Dünnes, dem, was er als recht und wahr erkannt hat, nicht zuwiderzuhandele, in dem gegebenen Falle erschweren konnte, so ist es der Gedanke gewesen, daß ich durch mein Votum mich mit den Anschauungen so viUer von mir verehrten Collegen in Widerspruch setzte. Wien, 24. Juni 1883. In ausgezeichneter Hochachtung Dr. Friedrich Maassen, derzeit Rector der Wiener Universität. Irankreich. Paris, 30. Juni. Der „Voltaire" will wissen, daß zwischen den Mächten Besprechungen behufs Bildung einer internationalen und permanenten Sanitäts-Commission in Egypten stattfänden. — Rach Nachrichten aus Konstantinopel wären durch kai serlichen Firmen die Pllgerfahrten nach Mekka zur Zeit untersagt worden. Italien. Mailand, 30. Juni. Nach Dervivo ist Gensd'armerie geschickt worden, well Ger dortige Geistliche die Bevölkerung dadurch aufregt, daß er den Theaterbrand als Gottesgericht darstellt. (j^r. Ztg.) Neapel, 30. Juni. Das Gerücht von einem hier vorgekommenen Cholerafall ist völlig unbegründet; nicht einmal ein cholera-verdächtiger Erkrankungsfall hat stattgefunden. Aegypten. Alexandrien, 30. Juni. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus"). Die gestrige Meldung, daß am Donnerstag in Damiette und Mansurah vier Cholera-Erkrankungen erfolgten, von denen drei tödtlich endigten, ist unrichtig. Es starben vielmehr in Damiette 107 Personen an der Cholera, in Mansurah von vier Erkrankten drei. — Dasselbe Bureau meldet: Gestern wurden in Damiette 122 Cholera- Erkrankungen constatirt, von denen 113 einen tödtlichen Ausgang hatten. In Port Said starb von zwei Cholerakranken einer, in Mansurah sanden 7 Todesfälle statt. Es sind Hierselbst Sanitäts-Commissionen eingesetzt worden. In Mansurah sind heute 7 Personen an der Cholera gestorben. — Die Proceßver- handlung gegen Said Bey Khandil wurde heute wieder ausgenommen. Amerika. New-Uork, 30. Juni. Auf Befehl der Auswanderungs-Commission sind mehrere aus Irland ausgewanderte mittellose Familien heute nach Irland zurückgesandt worden. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Corresporrdenr>Bureau. EmS, 1. Juli. Zum Diner bei Sr. Majestät war gestern das Osficier- Corps des Bonner Königs-Husaren-Regiments geladen. Am Abend wohnte der Kaiser der Theatervorstellung bei. Heute früh machte Allerhöchstderselbe die gewohnte Kurpromenade. Koburg, 1. Juli. Der Herzog von Edinburgh ist nach Kissingen zum Kurgedrauch abgereist. München, 1. Juli. Heute vollzog Prinz Luitpold im Auftrage des Königs die feierliche Eröffnung der internationalen Kunstausstellung im Glas- Palaste im Beisein der hier verwellenden Prinzen und Prinzessinnen, des diplomatischen Corps, der Staatsminister, der Würdenträger des Hofes, der Militär- und Civilbehörden und zahlreicher geladener Ehrengäste. Der Präsident des Ausstellungs-Comites, Professor v. Miller, hielt eine Ansprache über Entstehung und Bedeutung der Ausstellung und wurde nach einem Hoch auf den König bie Ausstellung eröffnet. Pari-, 1. Juli. Nach einem Telegramm der „Union" aus Frohsdorf ist Graf Chambord plötzlich nicht unbedenklich erkrankt. Rom, 1. Juli. Die „Gazette ussiciale" veröffentlicht die Gesetze, durch welche die Handels- und SchifffahrtSvertrüge mit Deutschland und England mit dem heutigen Tage in Wirksamkeit gesetzt werden, sowie das Gesetz, welches die Ermächtigung zur Verlängerung der italienisch-französischen Schifffahrts- Convention ertheilt. Triest. 1. Juli. Der Lloyddampfer „Ettore" ist heute Morgen mit der ostindisch-chinesischen Ueberlandpost aus Alexandrien hier eingetroffen und zur Quarantäne in das neue Lazarett) beordert worden. Alexandrien, 1. Juli. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus). An der Chalera starben gestern in Damiette 109 Personen, in Port Said eine Person. In Samannud ist ebenfalls die Cholera ausgebrochen; es sind dort vier Personen an derselben gestorben. Washington, 1. Juli. Die Staatsschuld der Vereinigten Staaten hat im Monat Juni um 17'/z Millionen abgenommen, die Abnahme der Staatsschuld im Laufe des vergangenen Finanzjahres betrug 137 Millionen. Lokale-. t Gießen, 2. Juli. In der festlich geschmückten Aula wurde am Sonntag 1. Jult, das Stiftungsfest unserer Hochschule begangen. Nach einem tn- troductrenden Marsche und dem vom Akademischen Gesangverein vorgetragenen Salvum fac regem hielt der derzeitige Rector Herr Prof. Dr. Stade die Festrede. Nachdem er im Emgange ehrfurchtsvolle Wünsche für das Wohl des Landesfürsten dargebracht, hielt er eine Umschau „über die Lage der evangelischen Kirche in Deutschand". Mit der Unumwundenhett und dem Fretmuth, der einem Vertreter der Wissenschaft gebührt, legte er die Schäden der Kirche und ihre Schwäche dar. Er fand sie darin, daß die drei Facloren, welche im Reformattonszeitalter die Reformation getragen haben, Fürsten, Theologen und Bürgerthum, ihr thetls nicht mehr die gleichen Dienste leisten, theils sich von ihr abgewandt haben. Die Fürsten können ihr schon wegen der anders gewordenen Verfassung der deutschen Staaten nicht mehr die gleichen Dienste leisten, das Bürgerthum aber wird wesentlich von politischen Interessen bewegt und ist kirchlichen wenig zugänglich. Die Schuld hieran aber trägt wesentlich die Theologie, welche ihnen Aufgaben nicht gewachsen ist, welche durch ihren vtettstischen Charakter das durch angestrengte Berufsthättgkeit vor Gefühlsseltgkeit geschützte Bürgerthum abstößt, das Sektenthum befördert, in katholisirender Weise Religion und Politik vermischt, vielfach lediglich in apologetischer Weise eine ältere Stufe der Erkenntniß festzuhalten sucht und hierin durch ihre Einflußlosigkett auch nicht irre gemacht ro*rb. Zugleich l'eß der geschätzte Redner interessante Streiflichter auf das Wesen der katholischen Kirche und auf den Ultramontantsmus fallen, der, wenn er auch die ganze moderne Cultur mit dem Bann belegt habe, doch mit ihren Waffen kämpfe. Wo steht nun die evangelische Kirche? Am Abzrund oder in den Anfängen einer neuen Zeit? Ist sie tm Niedergang oder im Anfang einer besseren Zukunft? Der Redner sand, daß unverkennbar in der evangelischen Kirche sich neue Kräfte regen und daß die vergangenen Jahrzehnte derselben manche Förderung gebracht haben. Durch den Kulturkampf ist auch für weitere Kreise die Bedeutung der Religion wie des Umstandes, daß Deutschland confessionell gethetlt ist, sichtbar geworden. Auch hat er das Gefühl für die E'genthümltchkett der evangelischen Kirche geschärft. Sociale Schäden, welche der Staat nicht lindern kann, haben gleichfalls auf die Bedeutung der Religion und Kirche hingewiesen. Unsere Zeit ist eine Zeit werkthätiger Liebe und eine Zeit der Associationen. Auf dem Wege der Associationen können viele Defekte in unserer Kirche gedeckt werden, so im Cultus wie in der Organisation. Pflege deS kirchlichen Vereinswesens ist besonders wichtig. Damit es gesund bleibe und etwaige unberechtigte pietistische Eigenthümlichketten abstretfe, ist lebhaftere Betheiligung des Bürgerstandes wünsckenswerth. Den deutschen Bürgerstand, der in den Tagen der Reformation die beste Stütze protestantischer Religiosität gewesen und es jetzt leider nicht mehr ist, müssen wir wieder für diese zu gewinnen suchen. Vor allen Dingen aber muß eine den Aufgaben der Gegenwart gewachsene, in wissenschaftlicher Problemstellung arbeitende, auf den reformatorischen Gedanken fußende Theologie erstehen. Mit dem geehrten Vortragenden hoffen auch wir, daß das Ende der gegenwärtigen Zustände die Entwickelung der Kirche zur Selbstständigkeit und ihre Wiedergeburt sein wird; die Zukunft wird Denen gehören, die das versöhnende Wort für Christenthum und Cultur finden. An den fesselnden Vortrag, der IVs Stunden gedauert hatte, schlossen sich die üblichen Mittheilungen über die Veränderungen im Lehrpersonal der Landesuniversitär und die Ergebnisse der gestellten Preisaufgaden an, worüber wir besonders berichten werden. — Bei dem am Sonntag den 1. Jult stattgehabten 30. Feldbergfest wurde dem Turner Hch. Rühl von Gießen der 26. Preis unter203 Mitbewerbern mit SOVz Punkten zuerkannt. Vermischte-. Aachen, 29. Juni. Einem Specialbericht der „Köln. Volksztg." entnehmen wir über den großen Brand Folgendes: Das Feuer begann gegen V24 Uhr Nachmittags in der Mtstgasse im Spiritus- und Petroleumlager von Monheim. In Folge des Explodirens von P-troleumsässern fand dasselbe reichliche Nahrung. Sofort wurde die städtische Feuerwehr, bestehend aus 20 Mann Berufsfeuerwehr, sowie die freiwillige Wehr alarmirt und gleich nachher Alarm für das Militär geblasen- Zu gleicher Zett ertönten die Sturmglocken von allen Kirchen. Neben dem Monheim'schen Hause standen bald noch zwei andere Häuser tu Flammen. Im Schnellschritt rückten rasch himer- etnander Abtheilungen des hier garnisonirenden 53. Regiments an und sperrten die Brandstelle ab. Die große Hitze des Tages hat dem erstaunlichem Umsichgreifen des Feuers augenscheinlich Vorschub geleistet. Ein scharfer Nordost wehte die Funken wirbelnd zum Himmel auf. Dieselben zündeten rasch in der Kletnkölnstraße in vier Häusern, die ganz ntederbrannten., Das Feuer übersprang dann die Antonius- und Krämergasse und zündete im linken Rathhausthurm, ergriff sofort das ganze Dach und dann auch den rechten Thurm. Es muß ein schreckenerregender Anblick gewesen sein, als vielleicht nach dreivtertel Stunden zuerst der linke und dann auch der andere Thurm prasselnd in sich zusammenstürzten. Zu gleicher Zeit brannte das dicht am Ratbhaus liegende Haus des Uhrmachers Cotti bis zum Keller aus. Die anstoßende Löwen- apotbeke wurde bis zur ersten Etage durch das Feuer zerstört. Eine unbeschreibliche Bestürzung bemächtigte sich der Volksmassen, als so die Flammen in kurzer Zett an drei Stellen zugleich zum Himmel emporschlugen. Für das Münster begann man bereits große Befürchtungen zu hegen. Niemand vermochte in diesen Augenblicken für die Zukunft der altehrwürdigen Katserstadt noch zu bürgen. Nur xn t Mühe konnten Polizei und Militär die entsetzte Menge von den Brandstätten zurückhalten. Rasch nacheinander kam nun Hülfe von den Feuerwehren der umliegenden Dörfer Dann erschien, durch Extrazug befödert, die Stolberber Feuerwehr, später die Wehren von Eupen, Düren und Düsseldorf. Alle legten sofort mit anerkennenswerthem Muth und Eifer mit Hand an bei dem Rettungswerk und threen vereinten Anstrengungen ist es denn auch gelungen, die Stadt vor dem ärgsten Unheil zu bewahren. Es muß als ein großes Glück bezeichnet werden, daß der anfangs herrschende Wind sich langsam legte. Um einen Begriff von der durch das verheerende Element erzeugten Hitze zu geben, führe ich an, daß man in der dem Rathhause gegenüberliegenden Apotheke an den Fensterscheiben Schwefelhölzchen anzünden konnte. Nach Einstürzen der Thürme des Rath- Hauses concentmte sich die Hauptanstrengung auf die Erhaltung des Mittelbaues- Trotzdem Dachstuhl und oberes Stockwerk ausbrannten, blieb der berühmte Kaisersaal erhalten. Das massive Steingewölbe hat ihn gerettet- Ob zwar die berühmten Rethel- schen Fresken nicht durch Hitze und Wasser gelitten haben, muß sich noch zeigen. An der Front des Rathhauses waren eben die Gerüste ausgrschlagen, um hie neuen Statuen der deutschen Kaiser in die Nischen einzusetzen- Das ganze Rathhaus soll bei der Aachen-Münchener Gesellschaft zu 1,600,000 Jt. versichert fein. Sämmtliche Stadtakten wurden auf einem naheliegenden Polizetburcau geborgen. Inzwischen hatten die wehenden Funken die Dächer von mehreren auf der anderen Sette des Marktes und in der Jakobstraße gelegenen Häusern entzündet. Doch gelang es dort, dem Feuer g'hou öar Jft'Ä ■ zerstört- 3 Ml, Dien MM. Wma X trüb, NaüWt 4 Juli, Mi ÄÄ «fä«5 Dn $td8 Ml- ~ " ©rflnberfl, «ich X ö Kartoffeln X M Amt Im Anschluß a mchung vom 2. t durch puMcirt, dl ^eröffneten Stre üib Walburg - ( Stationen vom 1. MeutschenVer' Mehrseinrichtuu Snb. Bei den Speditionen roii -ertheilt, auch sir HenTarWachl richtigungen bk früherer Taren e; Hr'chn. &nwr, ben' UH Berg * VHrlkil >n. IR eäs -HK bei Meai M jll Hani wta, mansst R w Submis Arden. unb ®f Nb. 'Bürn Art-», in m *t in '{roter N* bi« £ Öffnung um ;«**3 ^chWhrlz- ■*’*i mit bet * » x J® Sureauä) Bort,s«ib eine ’ liiib bott *n Staaten bit 1 Mionen r»Am Sonntag einem tn-. ^tragenen Salvum Nachdem « Men dargebracht mtschand". Mn «mschast gebührt, ltions zeitalter die Ms mcht m^r lt Fürsten tonnen taaten nicht mehr )n politischen Zn- , Qitran aber trügt welche durch ihren itWtlWdt gr- bttWchRWon altere Stute bet mch nicht irre ge- | ans das Wen der ; )tnn er auch dir j affen fänpfe. in den Anfängen besseren Zukunft? neue Kräfte regen g gebracht haben. . der Religion wie £ worden. Auch hat s geschärft. Sociale ? die Bedeutung der t iger Liebe und eine - ■ Defekte in unserer lege des kirchlichen ? maige unberechtigte l. des dürgerstondes r MlMtion die , if mehr ift, tnüfftn k uß eine den M k g arbilttnbt, auf e Ende der gegen- I Md ihre Mder- I ahnende Wort für 0 schloffen sich bje H x Landesuniverfita! u besonders berichten .bergfest wurde W n mitaOVzN1” M W- . bl« ’Ä «* b«an (ein, s lit «=”* " «im« b oer anb^ bi6t«"Ä ,n in (“r’rtÄ'bb «,r S-S ti -li p M <4 b«'1' I Inhalt zu thun, da der Wind nachgelassen hatte. Die betreffenden Hausbesitzer kamen mit dem theilweisen Verlust der Dächer davon. Ich stieg auf ein Dach am Markt, Don wo man einen Thetl der getrennten Brandstätten übersehen konnte. Fürwahr, ein beängstigender Anblick, um so mehr, als mir ein Augenzeuge versichert, duß bei der tropischen Hitze der kleinste Funke auf den Dächern sofort gezündet habe. Auf einzelnen Dächern seren die Flammen plötzlich wohl an zwanzig Stellen zugleich emporgezüngelt. Direkte Verluste an Menschenleben sind glücklicher Weise nicht zu beklagen Ein Feuerwehrmann stürzte von dem brennenden Dach des Cotti'schen Hauses durch das ausgebrannte Haus bis in den Keller hinab; er wurde betäubt aus dem Qualm heraus- gkholt und zum Hospital geschafft. Außerdem sind nur kleinere Verletzungen zu beklagen. Gegen 8 Uhr war die Gefahr für die übrige Stadt als beseitigt anzusehen. Gegen 10 Uhr waren im Rathhause noch Flammen sichtbar. Circa zwanzig Häuser sind zerstört. _________ Witterurrgskunde.*) 3. Juli, Dienstag. Frühmorgens mehr heiter, auf Mittag zu gewitterhaft, stellen- Meise mit Niederschlägen, Nachmittags heiter. In den nördlichen Gebieten sinkt das nächtliche Temperaturminimum bedeutender. Im Nordwesten ist cs dadurch Morgens wehr trüb, Nachmittags auch dort wärmer. 4. Juli, Mittwoch. Fortdauer des Frühmorgens schönen, auf Mittag zu wolkigen vintb gewitterhaft bedeckten, Nachmittags heiteren Wetters. Wind örtlich aufgesrischt, namentlich Mittags, Morgens still. In Mitteleuropa meist trocken, ruhig und heiter, -vielfach wolkenlos, besonders Nachmittags. *) Aus Dr. L. Overzter's Wetter-Prognose für den Monat Juli, abgeschlossen am 15. Mai (Verlag der M- Lengfeld'schen Buchhandlung tn Köln Preis 1 J£). — Nachdruck verboten. Handel und Lerke-r. Grünberg, 30. Juni. (Fruchtpreise.) Weizen JL 18.94, Korn X 15.76, Gerste X 14.80, Hafer X 14.00, Erbsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, ^Kartoffeln X 9.00. Frankfurt, 30. Ium. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu 3—3.80, Stroh X 1.90—2.20, Eier das Hundert 4.60—6.00, Stück 5X Butter 1- Qualität X 1.20, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Centner X 4.50—5.50. Kohlrabi 1-5 H per Stück, Erbsen per Pfd. 20—30 Spinat per Mahlzeit 00 Poularden X 0—0, Huhn^L 1.30—1.80, 1 Ente X 2.20—3.00, 1 Taube 50—60H, Hahn X 1.60—1.85, Spmmergans 0—0.00. 731) TJeber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAA$JENSTEIN * VOGBjK« in b rank.furt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt Repertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 3. Juli: Margarethe. Mittwoch den 4. Juli: Der Bettelstudent. Außer Abonnement. Donnerstag den 5. Juli: Die Walküre. Steglinde: Fräulein Kraus als Gast. Freitag den 6. Juli: Der lustige Krieg. Außer Abonnement. Samstag den 7. Juli: Der Freischütz. Aennchen: Fräulein Kraus als Gast. Sonntag den 8. Juli: Carmen. Mica-la: Fräulein KrauS als Gast. Wieder-Eröffnung der Schauspiel-Saison: Am 29. Juli 1883. Wafferwärwe der Lahn. Am 3. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 21° R., Luftwärme + 25« R L. Chr. Rübsamcn. Bekanntmachung. Im Anschluß an unsere Bekanntmachung vom 2. ds. Mts. wird hierdurch publicirt, daß für die an den neueröffneten Strecken Cölbe-Laasphe und Walburg - Epterode gelegenen Stationen vom 1. Juli d. I. ab im mitteldeutschen Verbände weitere directe Verkehrseinrichtungen getroffen worden sind. Bei den betreffenden Güter- Expeditionen wird nähere Auskunft etthellt, auch sind daselbst die bezüglichen Tarif-Nachträge, welche u. A. Berichtigungen bezw. Ermäßigungen früherer Taxen enthalten, käuflich zu beziehen. Hannover, den 27. Juni 1883. 4557 Kgl. Eisenbahn Direktion. Vergebung Hon Wasserleitungs-Arbeiten. Die bei Anlegung einer Wasserleitung zu Hausen vorkommenden Arbeiten, veranschlagt zu 666 Jl., sollen im Submissionsweg vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen sind aus Großh. Bürgermeisterei Hausen zur Einsicht offen gelegt, wohin auch die Offerten, in welchen das Ab- resp. Aufgebot in Prozenten anzugeben ist, längstens bis zum 7. ds. Mts., Nach- unttags 2 Uhr, einzureichen sind. Die Oeffnung der eingelaufenen Offerten findet um 2 Uhr statt. Gießen, den 2. Juli 1883. Seuling, 4562 Bezirks-Bauaufseher. Dienstag, den 3. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr averden in der Alett'schen Hofraithe dahier folgende Gegenstände öffentlich meistbietend .gegen Baarzahlung versteigert: 8 Sopha's, 11 Kleiderschränke, 3 Tische, 5 Stühle, 6 Kommoden, 4 Spiegel, 12 Bilder, 4 Nähmaschinen, 2 Küchenschränke, 3 Wanduhren, 2 Waschtische, 1 Nähtischchen, 1 ov. Tisch, 1 Glasschrank, ' 2 vollst. Betten, 2 Secretäre, 9 Reaulateur's, 2 Caffaschränke, 1 Schleudermaschine u. 1 großer Kessel, 1 Ladeneinrichtung, 1 Partie Leder, Struppenband u. Zug, 1 Chaise, 2 Ziegen, 1 Karren, 1 Conversationslexikon (16 Bände) 2d silberne Messer u. 6 desgl. Gabeln, 6 Messer, 6 Gabeln, 8 Löffel, 1 Messerkörbchen, 1 Theemaschine, 2 Leuchter rc. Die Versteigerung findet theilweise bestimmt statt Gießen, den 30. Juni 1883. Bühner, 4528 Großh. Gerichtsvollzieher. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Bei der diesjährigen planmäßigen Verloosung der für 1883/84 zur Abtragung kommenden städtischen Obligationen auf Inhaber sind folgende Nummern gezogen worden, nämlich a) von dem 3 */2 % igcn Anlehen: Litr. A. Nr. 28. 35. 55. 94 und 135 ä 1714 JL 29 H. , B. „ 28. 73. 114. 147. 200 und 221 ä 857 «M. 14 H. „ C. „ 1. 3. 108. 126. 132. 152. 208. 265. 325 und 366 ä 171 Xi, 43 b) von dem 40/gigen Anlehen: Litr. A. Nr. 20 1714 M. 29 H. „ B. „ 16 857 M. 14 H. Die Besitzer vorbemerkter Schuldverschreibungen haben ihre Kapitalien bis zum Schluffe dieses Jahres bei der hiesigen Stadtkasse in Empfang zu nehmen. Die Verzinsung findet nur bis Ende 1883 statt. Gießen, den 29. Juni 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4551 _________________A. Bram m._____________________ Versteigerung m» Damenkleidrrstosten. Dienstag den 3. und Mittwoch den 4. Juli, jedesmal Nachmittags von 2 Uhr an, soll in der Restauration Bramm eine große Partie meist ächt wollene moderne Damenkleiderstoffe in den feinsten Farben und Dessins versteigert werden. W Niederlage bei Fr. Seibel. 3708 Alle orten Oelfarben, dick, sowie zum Anstrich fertig, schnell und hart trocknend. Petersburger Möbel-Lack, 3535 die Material- und Iarbwaaren Handlung von Gg. Wilh. Weiclig, Markt 21. Eifen-Lack, Seccatif, Leinölfirniß, Fußboden-Anstrich, Fußbodem-Lack, Damar-Lack, Copak-Lack, empfiehlt in besten Qualitäten Äleder Vrttlhniirth ver fich vor Futtermangel schützen will, ,4111111 WilII), mache einen Anvauversnch mit Kngl. Riesen-Fiiiterrüben» Diese Futterrüben, die ertragreichsten aller bisher bekannten, bedürfen nach der Aussaat keinerlei Bearbeitung mehr. Sie haben ausgewachsen 1—3 Fuß im Umfang und sind 5—10, ja bis 15 Pfd. schwer- Erste Aussaat im April, zweite von Anfang Juni bis in die ersten Tage des August. Letztere auf solche Felder, auf denen schon eine Vorfrucht abaeerntet wurde. In 14 Wochen sind die Rüben ausgewachsen, die zuletzt gebauten werden, da sie ihre Dauerhaftigkeit und Nährwerth bis zum hohen Frühjahr behalten, zum Winterbedarf aufgehoben. Das Pfund Samen, größte Sorte, von den zuverlässigsten Züchtern Großbritanniens bezogene Originalsaat, kostet 6 «X, Mittelsorte 4 X Unter V2 Pfd. wird nicht abgegeben. Cnlturanweisung füge jedem Auftrag bei. Kirnst Lange, Nipperwiese, Bez. Stettin. Frankirte Aufträge werden umgehend per Nachnahme expedirt. 4550 4515 Im Auftrag Friedr. Müller, OrtsgerWsmann. Englische FulchoSen-Orl-Mcksarbe (zum Selbfilackiren von Fußböden) in bekannter vorzüglicher Qualität. Ichälhotz-Verfleigerung. Im Gräfl. Solms - Laubach'schen Revier Arnsburg kommen Donnerstag den S. Juli zur Versteigerung: 56 Rm. Eichen-Prügelholz, 150 _ „ „ Reiserprügel (beide Sortimente sind besonders zu Baumstützen rc. geeignet), 502 Rm. Reiserholz. Die Versteigerung beginnt Morgens um 9 Uhr auf der Hardt. Arnsburg, den 2. Juli 1883. 4553 Henckel. Der Weg von Wieseck nach dem Philosophenwald ist wegen Brückenbau 8 Tage unfahrbar. Wieseck, den 2. Juli 1883. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. 4559 Lang. Mittwoch den 4. Juli, Nachmittags 2 Uhr, wird in der Hofraithe des Herrn Bierbrauers Förtsch dahier eine Quantität Bier (ca. 30 Hectoliter), sowie eine Parthie Eis öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 2. Juli 1883. Bühner, 4548 Großh. Gerichtsvollzieher. Ieitgeöotenes. 3592 Ein Haus mit schönem Laden, inmitten der Stadt gelegen, ist zu ver- kaufen durch__________________I. Blitz. Eisfchränke frische Sendung eingetroffen bei 4547 August Kröll. 4367 Neue und gebrauchte Sophas billig zu verkaufen. I. Rothenberger, Lmdenplatz. CorsettenTWuiwe! Schürzen (weiß, farbig und schwarz) für Damen und Kinder in den neuesten Fa^ons empfiehlt in großer Auswahl zu billigsten Preisen 4444 «J. H. Sonnenstraße 25. Zur Salatjrit! x pr. Schoppen Vorzügl. Salatöl . . Aechten Weinesfig . 9 „ Speise-Essig, sehr gut . 6 „ empfiehlt LEI. F. Ifassauer. Ein Sans mit Nebengebäuden und kleinem Garten in guter Lage der Stadt ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei W i l h. K r ä m e r. 4295 4555 Alle Sorten Farben empfiehlt Emil Eistor, Gießen in Firma: Ph. Schlatter. 4530 4556 Die trauernde Gattin, Eltern und Geschwister. 4558 Gießen, den 2. Juli 1883. 3682 Odenwald. Officielles Organ des Odenwald-Clubs. S. Elsoffer. 4529 Schneidermeister. 4565 Laubach (Oberhessen). 3934 - Druck unb Verla« der Brüh l'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. Erbacher Ureisblatt. Verbreitetstes Inseraten-Blattim mittleren tiefgefühltesten Dank. Reiskirchen, den 1. Juli 1883. Garlrnmöbrl, EisschränKr, Hand - Rafenmähmaschinen, 4431 Zwei ovale, polirte, nußbaumene Tische und lackirte Bettstellen billig zu verkaufen. Schreiner Schwan, Neuen-Bäue. 2908 Ein 3ftöckiges Wohnhaus, mitten in hiesiger Stadt gelegen, ist zu dem wrrk- lich billigen Preis von 13000 JL zu ver- kaufen durch I. Blitz. Luft- und Milch-Kur-Ort Solms Laubach (Bahnstation Grünberg sOberhessen)),. 250 Mtr. üb. Meer. Pension Villa Friedrichsruhe Kalte und warme Salz-, Kiefernadel-, Douche- und Regen-Bäder, sowie Equipage im Hause. Pension von 3 an. 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Nur Herr Windthl das Gesetz, welches es nach Hem Wi Händen wieder bi Mich erregten' chr Seite zu S Mdigte Rinber men bes Fottsch angenommen mm sianbeiommen der v. Goßler, erfldi In Böhm aus ber @rupp< läßt U im Nrfe, aus welck 31 Deutsche und - Kd Czechen gegen Wdidaten ab. $ Aich begüterte jei Ne und den die A Sieg davontru "OUrusen. An d Me-Kurie, der Das seither unter der Firma PH. Schlatter betriebene Tapisserie-, Kurz- & Weisswaaren-Geschäft habe unter dem Heutigen meinem Sohne Leopold übergeben. Indem ich sür das mir seither bewiesene Wohlwollen bestens danke-, bitte dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Die Regelung der Activa wird von mir besorgt. Ph. Schlatter Wwe. bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbedingt alle Arten Hautunreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendcndweihe Haut. Vorräthtg ä Stück 50 H bei Emil Fischbach, Seltersweg, 1882 Gustav Gerhardt, Lindenplatz trocken und auf das Feinste in Oel gerieben, rote überhaupt alle zum Anstreichen 2C. erforderlichen Artikel kauft man gut und btlltg bet 3709 ' Fr. Seibel. h'kgein , Sii i 'toten Vlol9. I 'tote» ab. w. Lony’s Bierkeller. Für die vielen Beweise der Theilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste unseres lieben Gatten, Sohnes und Bruders Philipp Balser sagen wir Allen, besonders den Kriegervereinen von hier und auswärts, sowie seinen Vorgesetzten und Mitarbeitern der Bahn unseren b .. ®'tStona *« di- lommeri chto-sisch> Mr Annah« t M«, daß