1883 Dienstag den 3. April Nr. 7S Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureaut Schulstraße 7. Staren, qgggfSSXSDSi rt tzlar, ich. fV ) Färberei corations Mchmen hier h haben wirb, her Fall war. anoertrauten , Hannover. . Ahnung PveiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. luft Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. =*s!S ^foblen v toenbtn Aeutschland. Berlin - 30. März. Die Verfügung ves Staatssecretärs des Reichs- vostamtes, die Beförderung von Postkarten zwischen dem Reichspostgebiet und Bayern und Württemberg betreffend, lautet: Vom 1. April ab sollen Postkarten, welche mit Werthzeichen der Reichs- Postverwaltung, der königlich bayerischen oder der königlich württembergischen Postverwaltung versehen sind und im Bezirke einer anderen deutschen Postverwaltung als derjenigen, welcher das Werthzeichen angehört, ausgeliefert werden, gegen Erhebung von 5 Porto und 5 Zuschlaggebühr — zusammen 10 A — befördert werden. Sind jedoch dergleichen Postkarten nach demjenigen Gebiet bestimmt, welchem das Werthzeichen angehört, so ist am Bestimmungsorte von dem Empfänger nur der nach Abzug des Werths der Marke u. s. w. verbleibende Betrag einzuziehen. Hierauf haben die Auflieferungs-Postanstalten gleich bei der Austaxirung der Postkarten Rücksicht zu nehmen. Beispielsweise ist daher eine in Berlin aufgelieferte, mit einem württembergischen Werthzeichen von 5 versehene Postkarte, wenn sie nach Stuttgart gerichtet ist, nut 5 wenn sie nach München oder Köln gerichtet ist, mit 10 H Zutaxe zu belegen. — Die vom preußischen Cultusminister getroffene Anordnung, nach welcher bei höheren Schulen unter Leitung der Lehrer Turnspiele eingesührt werden sollen, ist, wie man der „Wes.-Ztg." aus der Provinz Hannover Hieltet, dort vielfach mit Freuden als ein bemerkenswerther Schritt zur Auffrischung der Jugend erkannt worden. Die Ausführung des Erlasses ist zunächst den einzelnen Schulen überlasten, und demgemäß werden verschiedene Orte der Provinz alsbald mit Einführung der Spiele vorgehen, und zwar theilweise obligatorisch, theilweise facultativ in der Form, daß die Eltern gefragt werden sollen, ob sie für ihre Söhne den Beitritt zu einem Turnspielverein mit obligatorischer Wirkung für ein ganzes oder halbes Jahr wünschen. — Die Fraktions - Vorstände des Reichstages bieten Alles auf, um die Mitglieder gleich am Eröffnungstage am künftigen, Dienstag so vollzählig wie möglich hier zu versammeln, da der Reichstag sofort sich einer sehr ernsten Thätigkeit zuzuwenden hat. Man beginnt bekanntlich mit der Berathung über die Erhöhung der Holzzölle, deren Ausgang vorläufig noch gar nicht abzusehen ist. Eine Voraussage läßt sich nicht machen. Ein kleiner Vruchtheil der Fraktion war schon vor den Ferien geneigt, mit der gejammten Linken gegen die Holzzölle zu stimmen. Die Commission für das Militär-Pensionsgesetz wird schon in der nächsten Woche zusammentreten, um eine Verständigung über das Gesetz anzubahnen. Bei dem allseitigen Interesse an dem möglichst baldigen Zustandekommen des Gesetzes steht zu erwarten, dass diese Bestrebungen nicht erfolglos bleiben werden. Möglich ist, daß es dem Kriegsminister gelingt, die früher hervorgetretene Abneigung gegen die geplante Resolution zu Gunsten der Heranziehung des Privatvermögens der Officiere zu beseitigen und damit den Ausgleich zu erleichtern. — Die beinahe in Vergessenheit gekommene Beigabe des kleinen Belagerungszustandes, die in und für Berlin bestehende Paßpflicht, ist von dein Polizeipräsidium namentlich im Hinblick aus die am 1. Mai d. Js. zu eröffnende Hygieine-Ausstellung in Erinnerung gebracht worden. Danach muß jeder nach Berlin kommende Fremde, gleichviel, ob er in Gasthöfen oder in Privatwohnungen absteigt, sich mit einer Paßkarte oder mit einem Passe versehen, was eben nicht zur Erleichterung und Annehmlichkeit der Besucher beiträgt. Noch ist es gar nicht lange her, daß der Negierungsrath Graf Wilhelm v. Bismarck (zweiter Sohn des Reichskanzlers) in öffentlicher Wahlversammlung die Ansicht aussprach, daß der über Berlin verhängte Belagerungszustand Niemanden belästige und die damals verhängte — Hundesperre viel nachtheiliger wirke. Bemerkenswerth ist es übrigens, daß im vorigen Jahre Angesichts der gleichfalls in Aussicht genommenen (durch den Brand leider verhinderten) Hygieine- Ausstellung eine solche Erinnerung an die Paßpflicht nicht für nothwendig erachtet worden ist. — Zur Begrüßung der bayerischen Handwerker - Delegirtentage in München richtete die „Südd. Presse" folgende Mahnung an dieselben: „Jeder tüchtige Handwerker bedenke, welche Consequenzen er mit dem Beitritt zur obligatorischen Innung unterzeichnet. Der Begriff „obligatorische Innung" schließt jeden nicht zur Innung gehörigen Meister von dem Betriebe des Gewerbes in rger ml»r 1 >r iH Betreffend: Den im März 1883 vorzunehmenden Wiesengang. . Gießen, am 31. März 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzog!ichen Bürgermeistereien des .Greises. Wir erinnern Sie soweit Sie noch im Mckstande sind, an Erledigung der Verfügung vom 15. Februar 1883 - Anzeiger Nr. 43 - binnen 8 Tagen. Dr. Boekmann. ___________ k habe 'uh u«b A wigen der ßW iorg- 2022 nt dem Jnnungöbezirke aus und trifft sonach unter Umständen gerade am härtesten den rührigen Gewerbetreibenden, welcher keinen Zwang nöthig hat, im Verbände der Innung aber Gefahr läuft, sich oft der ekelhaftesten Majorität rügen zu müssen. Zu welchen Zwistigkeiten in der Jetztzeit solche Zustände führen müssen, läßt sich leicht absehen. Es giebt einen anderen, kürzeren Weg, welcher den Gewerbetreibenden zur Wahrung seiner Interessen führt: Er sorge für die Beschickung der Gewerbekammern durch Fachleute, anstatt, wie es in der Regel geschieht, den Bock zum Gärtner zu setzen und sich seinen Gegnern in die Hand zu geben. Wir vermögen bei dem besten Willen in dem Plan auf Wiedereinführung der Innungen nur einen Anschlag der ultra-conservativen Elemente zu erblicken, welche in letzter Linie die Aufhebung der Gewerbefreiheit und den Rückgang hinter die segensreiche bayerische Gesetzgebung von 1825 im Auge haben. Diejenigen, welche sich zu tief mit den klerikalen Demagogen und gewissen unklaren Köpfen eingelassen haben, mögen deshalb noch einmal die Tragweite ihres gefährlichen Unternehmens bedenken, ehe. sie hülfreiche Hano bieten zur Herbeiführung einer Blamage, welche schon jetzt mit dem Fernrohre gesehen werden kann." , , Berlin, 31. März. Der Kaiser empfing heute Vormittag den Prinzen Wilhelm, welcher sich in dienstlichen Angelegenheiten meldete. Dem Vernehmen nach ist Prinz Wilhelm zur Dienstleistung bei dem Garde-Feldartillene-Regiment commandirt, bei welchem er am 1. Juli eintritt. — Der französische Comnnssa- rius Jagerschmidt trifft zur Weitersührung der Verhandlungen über die Literar- Convention in der nächsten Woche hier ein. . . , . OTC . — Der Großherzog von Baden ist mit dem Prinzen Ludwig heute Abend 8 Uhr nach Karlsruhe zurückgekehrt. Die Großherzogin gedenkt bis Donners- tag zu verbleiben. . , , , , — Der nordamerikanische Minister des Auswärtigen hat an das Central- Bureau für den Weltverkehr lBrasch und Rothenstein) hier, em Schreiben gerichtet, worin er im Namen des Präsidenten für die zu Gunsten der nord- amerikanischen Ueberschwemmten veranjtalteten Sammlungen allen Deutschen, deren Sympathien für die Nothleidenden sofort und in dem rechten Augenblicke erweckt worden seien, den wärmsten Dank sagt. Die bewiesene Gesinnung und großherzige Unterstützung habe bei allen Bürgern der Republik die vollste Anerkennung gefunden, die übersendeten Unterstützungen seien der „Gesellschaft vom rothen Kreuz" zur weiteren Vertheilung zugegangen. Kiel, 31. März. Der Chef der Admiralität, v. Caprivi, hat sich mit dem Dampfer „Notus" nach Friedrichsort begeben, um dort die Rekruten der Matrosen - Division, sowie die Artillerie- und Schiffsjungen - Abthetlung zu mjpi Admiralität, Generallieutenant v. Caprivi, hat seine Jnspicirungen beendet und reist heute Abend nach Berlin zurück. y München, 31. März. Der König hat, wie die „Allg. Ztg. melde- die von dem Bischof Dinkel von Augsburg wegen vorgerückten Alters und schwankender Gesundheit erbetene Enthebung von der Reichsrathwurde genehmigt und den Bischof Ehrler von Speyer zum Reichsrath ernannt. Kcfterreich. Wien. 31. März. Beim gestrigen Bankett des wissenschaftlichen Clubs zu Ehren Ädols Wagn-l's würbe ein unliebsamer Auftritt ^”Oorgeru ^er00r()öL,' redner, welcher die chrtstlich-social-u Mom-n e m SBaan« « WnM worauf eine heftig- Replik seitens-anderer Th'tln-hm-i -r^Igt . Berlin, Wagner und sagte, daß er zwar Mceprästd.nt des lyrim cy I ben man übrigens aber nicht aus orthodoxen Motiven ein Sreunb Snntifemtttäniu« miß’ schwärzer darstelle, als er verdiene, und daß er "°!,Ai>ternbeit der ^uben anerkannt billige. Er hab- stets bk Tüchtigkeit und 9ro8« ’* und mißbillige, daß N'»" di- Juden, «enn sie auch Th-ilnehmer wollte ÄlM* b-r Gesellschaft machten es unmöglich. Unterhaus- hi-'.t der Präsident Pechy, im Oberhaus- . n Pesth, 31. anara- «3 Gedächtnißrede zu Ehren des ermordeten Präsidenten Mallatb^ b!°b- Schiser^be ch offen auf Antrag ihrer Vorsitzenden, ihrer Trauer im Mallaty, v'lve ^au,cr II Leichenbegängnis in corpore betzuwohnen, mbTÄÄ 'n Zavar stattfindenben Beerdigung -in- Deputation von 7 Mügli-d° n dmth'n zu entsenden. Vom Ob-,Hause wurde außerdem noch -in- ein- monatliche Trauer um den Veistorbenen beschlossen. Petth, 31. März. Heute Nachmittag 4 Uhr fand die Einsegnung der Leiche Mailath's tn seiner Wohnung durch den Primas von Ungarn, Cardinal Johann Stmor, Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat der Stuttgarter Glasversicherungs-Actiengesellschaft die Erlaubmß zum Geschäftsbetriebe im Großherzogthum Hessen auf Widerruf ertheilt. „ t ra., Gießen, den 31. März 1883. Großherzogliches Krelsamt Gießen. Dr. Boekmann. statt. Außer der Wittwe, bin Söhnen und der Schwiegertochter des Verstorbenen waren der Erzherzog Joseph In Vertretung deS Kaisers, Generaladjutant Baron Mondel, die Minister, Mitglieder beider Parlamentshäuser und der Landeskommandtrende Graf Edelshetm-Gyulay anwesend. Um 6 Uhr langte der Trauerzug auf dem Bahnhof an, von wo die Leiche nach Zavar (Preßburger Comitat) gebracht wird, um in der dortigen Familiengruft beigesetzt zu werden. Zur Beisetzung reisen Deputationen des Ober» und des Unterhauses am 2. April dorthin. Der Ministerpräsident Taaffe und der Präsident des österreichischen Unterhauses, Smolka, sandten Beileidstelegramme. Die Straßen, welche der Trauerzug passirte, waren mit Trauerfahnen beflaggt, außerdem haben sämmtltche öffentliche Gebäude und zahlreiche Privathäuser Trauerfahnen. Worwegen. Christiania, 31. März. In der heutigen Sitzung des Odelsthing ist der Antrag des Protokoll-Comitös, alle Mitglieder des Staatsrathes in den Anklagezustand zu versetzen, eingebracht worden. Die Berathung über diesen Antrag findet voraussichtlich am nächsten Donnerstag statt. Arankreich. Paris, 31. März. In Belair, unweit Montceau-les-Mines explodirte am letzten Donnerstag Abend unter der Thür des Hauses des Obersteigers Camus eine Dynamit-Patrone. Camus hatte vor Kurzem einen Brief mit der Unterschrift „Das Executiv-Comitö" erhalten, in welchem er mit dem Tode bedroht worden war. Durch die Explosion ist Niemand verletzt worden, nur die Fensterscheiben des Hauses sind zertrümmert. Paris, 31. März. Die „Agence Havas" dementtrt das Gerücht des Rücktritts des Ftnanzmtnisters. — „Patrie" hält die Nachricht vom Verkauf des Schlosses Chantilly seitens deS Herzogs von Aumala aufrecht und fügt hinzu, alle Güter der Orleans seien für 75 Millionen, welche von auswärtigen Gesellschaften ausgenommen seien, hypotheclrt. — Viele Journale tritisiren die neueste Entschließung des Kriegsministers, wonach die beabsichtigten Cavalleriemanöver unter General Gallifet unterbleiben sollen. „Temps" sagt, diese Entschließung Thibaudin's stütze sich auf Unzutraglichkeiten, welche aus der Bereisung der Ostgrenze durch zweihundert höhere Offictere entstehen könnten. — Die Untersuchung wegen der der Louise Michel zur Last gelegten Thatsachen wird, wie angenommen wird, nicht vor Ablauf von 2 Monaten beendigt sein; es scheint aber gewiß, daß dieselbe vor die Assisen verwiesen werden wird. Rußland. Petersburg, 31. März. Der „Regierungsanzeiger- bringt eine amtliche Mittheilung Über die im Laufe des dermallgen akademischen Lehrjahrs in dem Neu- Alexandrinischen Forstinstitut in Warschau ftattgehabten Studentenunruhen. Danach haben fortwährend gesetzwidrige Zusammenrottungen der Studenten stattgefunden, letztere haben wiederholt gänzlich unzulässige Forderungen an ihre Vorgesetzten gestellt und sich denselben, namentlich auch dem Curator des Warschauer Lehrbeztrks, Geheimen Rath Apuchtin, gegenüber mit großer Frechheit benommen. Die Demonstrationen der Studenten haben vom November v. I. an bis zum Anfang dieses Monats gedauert, wo auf Anordnung des Curators die Vorlesungen in dem Institut eingestellt wurden. Am 4. März beschloß das Direktorium, einige der hauptsächlichsten Unruhestifter aus- zuw eisen, hierauf verlangten indeß auch alle übrigen Studenten, ausgewiesen zu werden, oa sie alle des gleichen Sinnes seien. Angesichts der fortgesetzten Ruhestörungen ist darauf vom Direktorium beschloffen worden, gegen die Excedenten nach Maßgabe ihrer Schuld weiter einzuschreiten. Demzufolge find 54 Studenten ausgewtesen und des Rechtes, in irgend eine andere Lehranstalt ausgenommen zu werden, für verlustig erklärt, 39 andere find aus die Dauer von 2 Jahren aus der Anstalt entfernt worden; 36 wurden ausgewiesen, erhielten aber die Erlaubntß, andere Lehranstalten besuchen zu dürfen, nur 14 dürfen das Institut wieder besuchen, falls die Vorlesungen in demselben wieder eröffnet werden. Charkow, 31. März. Durch das Austreteu des Flusses ist eine starke Ueberschwemmung eingetreten, der Bazarplatz, mehrere Straßen und die Vorstädte stehen unter Waffer, viele Kaufläden und Parterre-Räumlichkeiten sind überfluthet. Die Lehranstalten sind zeitwellig geschloffen. Nur die beiden Hauptbrücken haben den Wasserfluthen bis jetzt widerstanden, alle übrigen Brücken sind überschwemmt und beschädigt. Durch die Ueberschwemmung wurden auch mehrere mit Verlust von Menschenleben verbundene Unglücksfälle herbeigejührt. Men. Taschkent, 31. März. Heute um 7 Uhr Morgens fand Hierselbst rin ziemlich heftrges Erdbeben statt. — Es wird eine Expedition nach Pamir behufs topographischer und astronomischer Ortsaufnahmen beabsichtigt Die Expedition wird ihre Forschungen an die englischen Forschungen anlehnen. Der Ausgangspunkt der Expedition ist Osch (Ferganagebtet). Eine andere Expedition wird astronomische Ortsbestimmungen für das Amuzadagebiet zum Gegenstand haben und ihre Thättgkeit auf das Terrain von den oberen Flußfurthen bis nach Chiwa erstrecken Türkei. Konstantinopel, 31. März. Heute Nachmittag fand auf der Pforte bte erste Konferenz in der Libanonfrage statt. Die Vertreter der Großmächte waren vollständig anwesend. Aarifi Pascha machte die Mittheilung, daß die Vollmachten Rustan Pascha's, über dessen Verwaltung er sich lobend aussprach am 23. April ablaufen und daß der Sultan, gemäß dem Libanon-Re lement von 1861, Prenk Bib Doda Pascha zu dessen Nachfolger bestimmt hätte Aarifi Paicha sprach die Hoffnung aus, daß die Mächte ver Wahl zustimmen würden Die Botschafter Oesterreich-Ungarns, Frankreichs, Deutschlands und der Geschäftsträger Italiens pflichteten den Ausführungen Aarifi's bei und erklärten ihre Zustimmung zur Wahl Prenk Bib Doda's. Der russische Botschafter und der englische Geschäftsträger beschränkten sich daraus, von der Mittheilung Kenntniß zu nehmen und fügten hinzu, daß sie darüber an ihre Regierungen berichten würden. Die Sitzung wurde um 4 Uhr Nachmittags bis zum nächsten Sonnabend vertagt. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Burearr. Berlin, 1. April. Zur Feier des Geburtstages des Reichskanzlers Fürsten Bismarck fand eine Morgenmusik Seitens der Kapellen des 2. Garde- Regiments und des Kaiser-Alexander-Regiments statt. Mittags fanden sich zahlreiche Gratulanten ein: Prinz Wilhelm, zahlreiche hohe Öfficiere, Hofchargen, Diplomaten und viele Damen der Hofgesellschaft. Von auswärts und von hier liefen sehr viele Telegramme und zahlreiche Blumenspenden ein. Stralsund, 1. April. Nach den jetzt vorliegenden Resultaten über die in dem Wahlkreise Stralsund-Rügen stattgehabte Reichstagswahl ist Kaufmann Samm (Fortschr.) als gewählt anzusehen. Kiel, 1. April. Die Weihe der dem Seebataillon verliehenen Fahne hat heute Vormittag bei dem prächtigsten Wetter in Gegenwart des Officier- Corps des Seebataillons, von Deputationen der Matrosen- und Werst-Division J?er Civilbehörden und eines zahlreichen Publikums stattgefunden' n Wecheakt vollzog der Marmepfarrer Langheld, während 21 Salutschüsse 2266 in der Es sollen 1) Di-i Schiffen berg !'Ä S;"- ein <8 «d Grundel Mgl„ Men Ql/f »K 5i,;g >- M Hch Buch, Eiche Eiche Rade K Eichcn-2,(oi - Eschen- , 8 Mchoh-, > Buchen-Stm, -85 Acheh-D 'n " A -m Eicheu-N Sujiimnitnf N Mt ™Nwt । Slim, .Nitti Achen-Ztz 392 975 ' nn, „M»® ® ^>9 ®>e6ti Berlin. Der in vier hiesigen Postbezirken gemachte Versuch, die Bestellung von Geld- und Werthsendungen durch zwei fahrende Beamte effeclutren zu lassen, ist, nachdem er vier Tage lang durchgeführt worden ist, wieder eingestellt worden, da auf diese Weise die Ueberbrtngung der betr. Briefe rc. an die Adressaten so viel Zeit in Anspruch nahm, daß dieselbe kaum öfter als zwei Mal des Tages statt- finben konnte. Worms, 28 März. Gestern waren die Mitglieder des Reichstagscomitss für Vertheilung der für die Wasserbeschädigten eingegangenen Gelder hier zusammen, nur Reichensperger-Crefeld ließ sich entschuldigen. Es waren Köpfer-Mannheim, Groß- Lambshenn, Büchner, Reinhart und Schröber. Der Sitzung wohnte auch der Herr Ministerialrarh Jaup als Vorsitzender des hessischen Lanves-Comii4s bet. Die Zusammenstellung Der Schäden für Hessen, ohne die Schäden an Dämmen, Straßen und Brücken, welche der Staat zu tragen hat. ergaben den Betrag von 1,980,000 JL, darunter Gebäudeschäden mit 924.000 JL Für die Pfalz berechnen sich die Gebäudeschäden auf ca. 1,400,000 A Für Baden wurde der Schaden für Private auf 2*/r Million Mark angegeben. Das hessische Landescomit6 vereinnahmte im Ganzen bis jetzt 806,000 «A. wovon ihm nach Zahlung der Futtermittel und Saatfrüchte noch ca. 280,000 A bet viel größerem Bedarf übrig bleiben Das Comit6 beschloß eine procentuale Vertheilung der bet der Darmstadter Bank in Folge Aufrufs von Reichsund Landtagsabgeordneten eingegangenen 128,000 A, wonach auf die Pfalz und Hessen je 20pCt. entfallen sollen. Petersburg. Vor einigen Tagen hat Hierselbst ein Piftolenduell zwischen dem aus einem früheren Proceß bekannten Fürsten Scherwaschtdse und dem Flügeladjutanten und Offizier im Preobraschenskischen Regiment Reutern stattgefunden, m welchem Der Fürst verwundet wurde. Scherwaschidse, ein Raufbold erster Elaste, aber besonderer Liebling des Kaisers, hatte, wie man der „K. Z." schreibt, vor ungefähr anderthalb Jahren in dem Restaurant Cascade einem Kaufmann, der unberufenerroeife die Thür zu dem Zimmer öffnete, in welchem Zigeunerinnen einigen Offizieren des Letbhnsaren- regiments Lieder vorsangen, nicht allein mit dem Säbel den Kopf gespalten, sondern den zu Boden Geschlagenen dann noch fortgesetzt derart mit der scharfen Waffe bearbeitet, daß die Zigeuner später aussagten, Scherwaschtdse habe stch wie ein „Fleischhacker" benommen. Der tapfere Fürst wurde damals zu IV- Jahren Arrest verurtheilt (er hatte einen Menschen getödtet und einen zweiten sehr schwer verwundet), und nach drei Monaten bereits erwirkte ihm Woronzow-Daschkow die Begnadigung des Kaisers. Scherwaschtdse trat unter den alten Verhältnissen wieder in bas Leibhusarenregiment zurück und hatte vor einigen Tagen, wie erwähnt, den Zweikampf mit Reutern, den er wegen eines Vorfalls im Nachtclub gefordert hatte. Ober-Moos, im Kreise Lauterbach, 27. März. In Folge der außergewöbn- lrck kalten Witterung bittet unsere Gegend noch einen völlig winterlichen Anbl'ck. Die Felder sind mit Schnee bedeckt und die am Ort befindlichen großen Teiche noch voll- ftanbtg zugefroren. Das Eis auf den Tetchen ist noch so fest, daß heute die zur Eröffnung unserer — auf Ostern fallenden - Kirchweihe üblichen 3 ersten Reigen, die sonst immer tm Freien getanzt werden, diesmal mitten auf dem Teiche, wo das Eis als Tanzboden diente, ausgeführt worden. Es ist dies Ereigniß in unserem Jahrhundert erst einmal vorgekommen. Dortmund, 30. März. Durch ein Grubenunglück auf Zecye „Tremonia" kamen heute Mittag vor Ende der M ttagschicht 3 Bergleute zu Tode. Durch eine Mauer drangen aus einem benachbarten Flöz dumpfe Wetter in den Schacht und ehe die mitten in her Arbeit Beschäftigten den Ausgang finden konnten, ereilte sie der Erstickungstod. Bis gegen Abend war erst einer der Erstickten über Tag gebracht- der Obersteiger, welcher die Rettungsarbeiten leiten wollte, wurde bewußtlos aus dem Schacht gefahren. Paris. Ein Bericht des amerikanischen Consuls in Bordeaux enthält wie die „St. James Gazette" mittheilt, schreckliche Nachrichten über die Lage des 'dortigen Wembau's. Es heißt in dem Blatte: „Die Verheerungen der Phylloxera in dm Weinbergen bei Bordeaux sind derart, daß die Zufuhr von Trauben bedauernswerther Weise gesunken ist. Dies mar schon bekannt; auch die fernere Mittheilung ist nicht neu, daß die Hälfte des heute aus Bordeaux exportirten Weines aus Mischungen von ungarischen spanischen und italienischen Weinen besteht. Dieselben werden mit Master vermischt, falls Bouquet erforderlich ist mit chemischen Essenzen wohlriechend gemacht und dann als „Bouquet Mädocam", „Poudre Anglaise", „SKve de Mädoc" verkauft r? Aber Vielen bisher nicht bekannt gewesen fein, daß die französische Regierung wahrend sie den Verkauf gefälschter Weine in Frankreich verbietet und Alles tbut, um denselben zu verhindern, gegen des Verfahren, durch welches die Verfälschuna bewirkt wird, nirgends einschrelttt. Den französischen Zollbehörden sind beigegeben, welche die eingehenden Weine zu untersuchen haben aber fehe nnrft fn giftige Mischung darf au§ bem Lande ausgesührt werden und möglicher Weise ist die Regierung nur gar zu froh, die sogenannten Weine loszuwerden welche b^metlen mit Säften höchst gefährlicher Natur versetzt sind. Der Bericht emvfi'eblt bei JtXiTv Nischen Zollbehörde Chemiker anzuftellen, damit die Einfuhr unreimr Weine verhin/ert werde. In England, wo Weinmixturen, welche die Farbe von iBorbeaur bab?« in fn großen Quantitäten consumtrt werden, scheint es noch mehr aedoten bnl tränk' S-s-d-he. um bte Einfuhr der flefä9rlid)^ n, X’ V. L ÄS ZMn’ZUf(D7l! nbe? Dasselbe Blatt enthält noch folgende Notiz: .Rothe Erd- S' ^&k0Qr(Tnter Talk, Bl-istaub, Nudeln und SojavuloVr «ohnen- und Lupinen, Brokkrusten, Eicheln, gedörrte Feigen Rüben Earotten Sagespahn-, Zi-g-lsteinstaub, Asche, Mahagonlspähn-.'pegetabiiisch-^ Erde S°nd^" Was, wird man fragen, soll dies- lange Aufzählung besagen? St-s» Wort für Wort entnommen dem Bericht des Directors des Pariser Munic-pal-Labor° °rüim8 emer Brobe^ bMiael? » "l0* eme, 2iftc ber Substanzen, welche bet der Untersuchung 6 a t Kaffees vorgefunden wurden. Einige theuerere Proben unter® fdöieben sich nur dadurch, daß st- einen größeren oder geringeren Sufah van abgegeben wurden. Viceadmiral Bätsch brachte das 'Hoch auf Se. Maj. den Kaiser aus. Pari-, 1. April. Dem „Figaro" zufolge verabschiedete sich der Herzog von Aumale in der letzten Sitzung der Akademie von seinen Collegen, indem er seine Absicht, sich nach Sicilien zu begeben, tnittheilte und erklärte, daß er die orleanistische Bewegung, welche zu organistren versucht werde, als ein gegen ihn gerichtetes Manöver ansehe. Lokales. Gießen, 1. April. Schwurgerichtsverhandlung vom 31. März l. I. gegen Karl Kurz von Stockhausen wegen Raubversuchs. Kurz war angeklagt: daß er am 28. December 1882 auf der Staatsstraße zwischen Altenstadt und Bönstadt den Entschluß, ein Verbrechen zu begehen, nämlich dem Wilhelm Klehm von Altenstadt Sachen, welche demselben gehörten, mit Gewalt grgen dessen Person und unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben in der Absicht rechtswidriger Zueignung weg- zunehmen, durch Handlungen, welche einen Anfang der Ausführung jenes Verbrechens enthalten, betätigt habe. Die Geschworenen verneinten die auf Raubversuch gestellte Frage, bejahten dagegen die von der Staatsanwaltschaft beantragte Hülfsfrage, welche das Verbrechen des Versuchs der räuberischen Erpressung zum Gegenstände hatte. - K. Kurz wurde in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren verurtheilt und chm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren aberkannt, sowie die Zulässigkeit von Polizeiaufsicht ausgesprochen. Gießen, 2. April. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag fand am Neuenweg zwischen jungen Leuten eine Rauferei statt; dieselben wurden zur Anzeige gebracht. Einer der Mitbethelligten, welcher einen geladenen Revolver bei sich trug und mit demselben gelegentlich spielte, schoß sich dabei eine Kugel durch die Hand. fei*1 41: $iiü,ra“ jt 0.00, «AK X?! gEÄ Snto Cemnwni»1 »lAÄ Zuhigang ao- SÄltnW« E W DtrbrNw-n,g„ ^Eignung wea- Rührung stL bejahen mürbe $en Ehrenrechte l'z«aufsjcht aus, b Neuenweg ^clge gebracht, trug und mit D. rm Eichen-Nutz-Scheitholz. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am v 6 Das zunächst des Gießener Annaberges in z , Holz sowie auch dasjenige in Abth. Nückars wird nicht vorgezeigt, Stetg- S===^$kte jllustrtrte Frau en-Z ei tung trat mit dem 1 Januar threu zehnten ^abraana an.Mandarf mit Wohlgefallen auf die Sammlung literarif^r unb künstlerischer Schätze Hinblicken, die durch diese groß angelegte Frauenzeckung über ganz ffurnna nerbretUt werden. Für die Frau, auf welche, vermöge rhrer eich er en Empfäng- UckkeU Leelare und graphische Künste einen erhöhten Einfluß üben ift elne fo gediegene Ärlft non einer ßcrabeju erziehenden B-deutung. Seit dem Jahre 1828, wo durch Kte efrauenieituna der Luise Marezoll der erste gtückttchere Versuch gemocht wurde, die Srauen in emUgi9ei» einmfü6ren,*ta welchem sie sich beimisch fühlen, sind die Zeit- fcbrlften' für bas weibliche Geschlecht Mr Legion geworben; aber^eme^die^Lebens^ Es sollen versteigert werden: v ~ , 1) Dienstag den 10 L M. in den Abtheilungen Brauhof, isfenberg, Buchenberg und Rücke Durchmesser, 18,54 Fm., „ Derbstangen m. 24,71 Fm., 200 „ Reisstangen „ 1,24 „ Zusammenkunft in Abtheilung Hang. Leihgestern, am 31. März 1883. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. 2280 Heß. 4u. 5 „ 6-11 „ 8 „ Buchen-Stöcke, „ Eichen- und Nadel-Stöcke, Eichen-Stämme von 15—34 Ctm. Durchmeffer und bis zu 14 Mtr. Holzart Buchen Eschen Eichen Nadelholz Eichen-Stämme von Eschen- „ Nadelholz- „ die Bestellung lassen, ist, worden, da ssaien so viel s Tagetz statt- Ascomstäs für usammen, nur mheim, Groß- auch der Herr bei. Die Zu- imen, Straßen n 1,980.000 A ch die Gebäude- ir Private auf imt( im Ganzen öaatsrüchte noch ile beschloß eine ufs von Reichs- Sfalz und Hessen •H zwischen dem lügdabjutanten in welchem der btt besonderer ihr anderthalb aeise die Thür z Leibhusaren- ilttn, sovdecn zaste bearbeitet, .Peischhacker" itheilt (er hatte und noch drei g des Kaisers, lusarmregiment Reutern, den er r außergewöbn- n »nbl'rf- eiche noch vou- lie di- jur 8r< len Reigen, di- too bü$ is Jahrhundert , Tremonia^ "Durch äue »aät unb -he ereilte s« laj 8** lhitos ou8 dun enthält. ‘ ’e» borlffl«' ao eru in -« I !- Ä5 i: noÄ(0 F «fr •» Ö^ lnfo I M etwas daß *rA w- £ W' ü n ? t S* $.?SiS Üfgfäi | * a <3 al’ sich flßT Freitag den 6. April 1. A, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf Anftehen des Herrn M. Deis in Wetzlar die früher dem Georg Nenzel gehörenden Grundstücke: Flur 11/16, 819 Mtr. Acker am Wißmarer- Weg und der Lahn, XXiV/93, 1581 Mtr. Acker am halben Zehnten, über dem Stumpfenweg, XXV/16,2350 Mtr. Acker a-Schlangen- zahl, zieht durch den Schützgesbrunner- Weg, XXV/20, 2700 Mtr. Acker daselbst meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß bei annehmbaren! Gebot alsbald der Zuschlag ertheilt und Länge. Zusammenkunft am 9. April im District Sohlwald, in der Nähe des chaufsirten Vicinalwegs von Geilshausen nach Beuern, am 10. und 11. April im District Steinweg, am Pflanzgarten, jedesmal Morgens 9 Uhr. Grünberg, den 31. Mürz 1883. Großh. Oberförsterei Grünberg. 2265 Vigelius. . . Wiesbaden, 29. März. Deut Vernehmen nach wird Kaiser Wilhelm zu längerem Aufenthalte am 15. ^Jester^n wurden einem in Gensingen wohnenden - s.?-» ^lickerweise mehrere Stück 81er Wein in den Keller laufen lassen. Man Ewuthet, batz amisemitische Hetzeresin die Thäter zur Verübung des Bubenstücks per- aulaßt haben- ___________ _____ , ,-----1 m- und Steinweg zur Versteigerung: Buchen-Scheitholz, Handel nnd Derkehr. Frankfurt 31. März. Auf dem heuttgen Martt kostete der Centner Heu M 250^-3 40 Stroh JL 1.60—1.80, Eier das Hundert<^5.20—6.50, Stück 4 6-Ä.Butter S™.'ä 4” «W 1 so-»* «* a 70__2 40. zu n (SVrnditDrcife) Weizen uAL 18.95, Korn «y!L lo^4, »rfieX^3.b6,rlafe^&(^^e20.0" Lein ae 00.00, Samen 00.00, Kartoffeln JL 8.00. \ ------- ÄtatUiuvi UH»» 1. April, Nachmittags 3 Uhr — Mrn. ^Letegraphrschir n- tmHnothcilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Greven.) ÄÄbwSM2933/4, Galizier 264'/», Lombarden E» NordMstbahnaetten 177'/., Gotthordbohnactien 123, Darmstädter-Bankattien 157-/«, Sää- Svanier 627/s, 5% Rumänische Rente 91%, 4% Hniftc. Egypter 75 /8, 5% Türken 125/g, Dux-Bodenbach-Actien 292. Tendenz: fest. _ Buchen-Stamm Nadelholz-Derbstangen mit — 8.38 fm „ Reisstangen „ — 0.16 „ MM Mainz. Dienstag den 3. 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Königs-Reisstärke, Feinste Weizenstärke, Prima Kernseife, Kuaelblau, Borax re re empfiehlt • 2135 ________Gg. Wilh. Weidig. Trotz Aufschlag verkaufe ich noch bis auf Weiteres = Kaffee = zu den seitherigen Preisen, von 5 Pfd. an billiger als von Hamburg bezogen. 2141 ehr. Wallenfels. Die Gartenlaube. Wöchenttich2—27-BogenmitvielenprachlvoUcnZlllillrationen. Vierteljährlich 1 Mark 60 Pfg., mithin der Bogen nur ca. 6 Pfg. Die »Gartenlaube" ist ein Blatt für Haus und Familie, ein Buch für Groß und Klein, für Jeden, der noch Lust hat am Guten und Edlen. Sie will unterhalten und unterhaltend belehren, sie ist ein Volksblatt im wahrsten Sinne des Wortes, das sich bestrebt, seinem weiten Leserkreise einen getreuen Spiegel unserer Zeit in Bild und Wort vor Augen zu halten. In dem mit dem 1. April beginnenden zweiten Quartal gelangt der überall mit so großem Beifall aufgenommene Roman: »Gebannt und erlöst" von E. Werner zum Abschluß. Demselben werden zunächst zwei kürzere Novellen: »Der chaldäifche Zauberer" von Ernst Eckstein und »Eine Hochzeitsreise" von Zoe von Rentz folgen. — An belehrenden oder unterhaltenden und durchweg illustrirten Artikeln sind für die allernächsten Nummern in Aussicht genommen: »Erinnerungen an Richard Wagner." Nach bis jetzt noch nicht veröffentlichten Quellen dargestellt von F. Avenarius. »Ernst Dohm, der Dichter deS »Kladderadatsch"" von Albert Traeger. »Die ältesten deutschen Soldaten aus dem Kriege 1870 und 1871." »Der größte Arbeiterverein der Welt" von P. Chr. Hansen. »Wo unsere grauen Heilung suchen." »Die Weltsprache der modernen Seefahrer." »Saat und Zucht der eßbaren Pilze" von Th. Gampe. »Die Krönungsstadt des Czaren." »Ein Gang in das Spielwaarenland" von Friedrich Hofmann. »Berichte über die Hygiene-Ausstellung in Berlin." Hieran schließen wir noch die erfreuliche Mittheilung, daß der deutsche Forschungsreisende Dr. Pechuel -Loesche, welcher bekanntlich als Stellvertreter Stanley's die berühmte internationale Congo-Expedition commandirte und vor Kurzem in seine Heimath zurückgekehrt ist, der „Gartenlaube" vor den anderen illustrirten Wochenschriften den Vorzug ertheilt hat, die reiche Ausbeute seiner Aquarellskizzen zu veröffentlichen. Schon im nächsten Quartal werden diese noch nirgends dargestellten Landschaftsbilder aus dem „dunklen Welttheil" unter der Rubrik: ,,Jrn Congotand" zugleich mit spannenden Berichten erscheinen. Diesen Schilderungen wird sich die bereits angekündigte Artikelserie: »Zehntausend Meilen durch den großen Westen" von Udo Brachvogel, mit Illustrationen von Rudolf Cronau, anschließen. Die nächsten »Zwanglosen Blätter" bringen Besprechungen wichtiger und gemeinnütziger Novitäten der Frühjahrs- und Reisesaison. Die Verlagshandlung von Grnft Keil in Leipzig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. 67 Todes-Anzeige. Heute Morgen verschied sanft nach kurzem Leiden unser geliebter Gatte, Vater und Großvater Miihlenbrsitzer Georg Matern. Wir zeigen dies Freunden und Bekannten nur auf diesem Wegs an. Kinzenbacher Mühle, 1. April 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 4. Aprll, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Friedhöfe zu Kinzenbach statt. 2264 Spalirlatten und Stangen bei Christian Löber I. Wittwe, Neustadt. 2218 2220 Ein 6sitziges Ruderboot (fast neu) ist preiswürdia zu verkaufen. Näheres bei Flurschütz Weller auf der Badenburg. 2139 Ein möbl. Zimmer zu vernnethen. Friedrich Kühneren.,^Wallthorstraße. ~ 2125 Ein möblirtes Zimmer vermiechet L. Geißler Wwe., Bahnhofstr. 6- 2111 Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen._______ 4 Mäusburg 4. Für EinMrig-FreiwiUige! Ein möbl. Zimmer mit Cabinet zu ver- miethen bei Heinzerling & Tribus. 1932 I87Ö Ein schönes Familienlogis im 1. Stock zu vermiethen. 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