fit einer f meine» ■ fr Herrn j 'r Firma \ >fdienunst j Ex 28. Samstag den 3. Februar 1883. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. -----------------------——------------ PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. tritt Bringerlohn. !t Dtcttü : Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. ffletreffenb: D-- IM» ft» 1883. »“»'”• " L *883' Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzo glichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir forbent Sie auf, nunmehr mit der Aufstellung der Stammrollen sofort zu beginnen und dieselben mit denMrgen für 1881 und 1882 W”6ef䔓be?nempfet[en wir Ihnen, die dem Formular oorgedruckte Anmerkung genau zu beachten, insbesondere alle Bestrafungen 2c. unter Rubrik „®eme g Reclanmtionen sind möglichst bald einzureichen, bezw. die aus früheren Jahren zu erneuern. Dr. Boekmann. tayer. CD II do. Jttrtt WIR titrtoeg. 73'* - frindrt, solche chug. Februar tllrn, > ftrtiyn m hm ihneider, (T’trflBt 22. illöerunls. ßh die crgebtm'tf od bfi ktwt Lrlter^ Orlb ■ SrWMr#' uWlaH’* l>lct» ♦ - Sffd' r * JJJ ’uibÄ t 1*7 jut® Es sollen e Hülfsschutzmänner für hiesige Stadt angenommen werden, hauptsächlich zur Verstärkung des Nachtwachedienstes und zur Bechülfe bei Ueberwachung der Einnahmen des Marktstandgeldes auf den Viehmärkten. Zur Annahme als Hülfsschntzmann sind in der Regel erforderlich: ° 1) ein Alter von mindestens 2t> und höchstens 35 Jahren, 2) körperliche Gewandheit und völlige Gesundheit, 3) guter Ruf und günstige Zeugnifle über seitherige Führung, 4) Kenntniß im Lesen und Schreiben, Bewerber um eine dieser unter Beifiigung der betreffenden Zeugnisse zu 1. 2 3 und5 oben, nnt einer selbst- .eschriebenen Vorstellung bei der unterzeichneten Behörde, binnen 8 Tagen von dem r.age des Erfchemens in diefem Blatte an gerechnet, melden. 9 W Gießen am 29. Januar 1883. Großherzogliches Poli.zeiamt Gießen. F r e s e n i u s. __ Politische Ueberstcht. Gießen, 2. Februar. Eine Frage von allgemeinerem Interesse wurde in der Dienstags-Sitzung des Reichstages bei der Berathung des Post- und Telegra- phen-Etats berührt. Der Abg. Lingens (Centrum) befürwortete die möglichste Einschränkung des postalischen Sonntagsverkehrs, worauf der Staatssecretäc des Reichspostamtes, Dr. Stephan, ausfuhrte, daß dies mit den berechtigten Interessen unvereinbar sei und aus einer Reihe ergangener Verfügungen nachwies, daß die Postverwaltung stets bemüht gewesen sei, zwischen den Anforderungen des Publikums und dem Ruhebedürfniß der Beamten den richtigen Ausgleich zu finden Dr. Stephan hob unter Anderm sehr treffend hervor, welch' einen gewaltigen Eingriff es in den Verkehr bedeuten würde, wenn man die Geld- Sendungen Sonntags ganz verhindern wollte, da an den 52 Sonntagen des Jahres 5 Millionen Sendungen mit 255 Mill. JL vermittelt würden. Dem Wunsche, den vielgeplagten Postbeamten eine größere Sonntagsruhe als bisher zu ermöglichen, kann man nur beistimmen, aber seine Ausführbarkeit erscheint unter den obwaltenden Verhältnissen kaum möglich. Der Brief des Kaisers an den Papst bildet fortdauernd den Gegenstand der lebhaftesten Erörterungen in der Presse. Das Schreiben hat durch die Gegenzeichnung des Reichskanzlers den Charakter eines amtlichen Actenstückes erhalten und seine Veröffentlichung in der „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt diese Auffassung. Eine Wirkung hat Letzteres bereits zur Folge gehabt: Der Führer des Centrums, Herr Windthorst, bat in der Dienstags-Sitzung des Reichstages, seinen Antrag auf Aufhebung des sog. Expatrürungs-Gesetzes von der Tagesordnung abzusetzen. ES deutet dies unzweifelhaft auf eine Aende- rung in der Taktik der CentrumSpartei hin, welche mit dem ermähnten Anträge wieder in ihre alte Frontstellung gegen die Regierung einrücken wollte; es scheint, daß sich jetzt das Centrum wieder auf die Methode des Abwarteus verlegen will. Hoffentlich fallen die milden Worte, welche unser Kaiser in seinem Schreiben ausgesprochen hat, auf keinen tobten Boden, sondern bewegen die Kurie zu einer entgegenkommenderen Haltung als bisher. Der ungewöhnlich lange Aufenthalt, den Großsürst Nicolaus (der Aeltere) von Rußland als Vertreter des Kaisers Alexander Hl. bei den Trauerseierlichkeiten sür den Prinzen Karl am Berliner Hofe genommen hat, ist nicht unbemerkt geblieben. Es erscheint daher die Annahme nicht ungerecht- sertigt, daß die Anwesenheit des Großfürsten Nicolaus in Berlin auch einen politischen Hintergrund gehabt hat, zumal dieselbe mit dem Wiener Besuche des Herrn v. Giers, des leitenden russischen Ministers, genau zusammensällt. — Von Berlin hat sich der Großfürst nach Stuttgart zu einem mehrtägigen Besuche -es württembergischen Königspaares begeben und kehrt von dort aus, dem Vernehmen nach, birect nach St. Petersburg zurück. Die nächste Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses findet nach den nunmehr feststehenden Dispositionen am Dienstag, den 6. Febr., statt; aus der Tagesordnung stehen die Vorlage bezüglich Lauenburgü, sowie die erste Lesung der SubhastationS-Ordnung und der brandenburgischen Land- aüter-Ordnung. #, ... . Der fünftägige Besuch, welchen Herr v. Giers der Hauptstadt Oesterreichs abgestattet hat, findet in der Wiener Presse noch immer zahlreiche Kommentare. Indessen sind dieselben wenig mehr als bloße Vermuthungen, da man noch heute über den Ausenthalt des russischen Staatsmannes in Wien so wenig im Klaren ist, wie über die ganze mehrwöchentliche Reise des IHerrn v Giers Man kann allerdings aus naheliegenden Gründen vermuthen, daß et sich bei den Besprechungen zwischen dem Grafen Kalnoky, dem Leiter der auswärtigen österreichischen Politik, imb Herrn v. Giers in erster Lime um die Regelung des Verhältnisses zwischen Rußland und Oesterreich auf der Balkanhalbinsel gehandelt hat; ob hierbei aber ganz bestimmte „Abmachungen, qetroffen worden sind, von denen die „Reue Fr. Pr." zu berichten weiß, mutz denn doch erst die Zukunft lehren. - Zwei Wiener Blättern oppositioneller Richtung, dem „Reuen Wiener Tagebl." und der „Constitut. Vorstadts-Zeitung', ist plötzlich der Vertrieb in den öffentlichen Localen entzogen worden, was auf die Preßfreiheit in Oesterreich gerade kein günstiges Licht wirft. Das gegenwärtige Entwickelungs-Stadium der franzöiifchen Republik stellt an die Arbeitskraft ihrer leitenden Politiker ungewöhnlich hohe Anforderungen. An dem Leiden des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Duckerc sind die vielfachen Sorgen und Mühen seines verantwortlichen Postens nicht unschuldig, und kaum hat Herr de Fälliges seinen früheren Conjells-Ches abgelöst, so verfällt auch er dem Schicksal, unter der Wucht des auf ihm lasten- den Arbeits-Pensums zusainmen zu brechen. Es herrscht unstreitig in der politischen Atmosphäre Frankreichs eine ganz enorme Spannung, denn unter normalen Verhältnissen hätte der Zustand permanenter Allarmbereitschast, den die französische Negierung über sich zu verhängen für rathsam befunden hat, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu fein, weder Sinn noch Verstand. Die nioinentane Situation ist eben keine normale; sie krankt an dem liebel,tand, daß ihr Schwerpunkt sich ans der Executive in die Legislative verschoben hat, und daß letzterer alle Bedingungen für eine kräftige, zielbewusste politische Aktion fehlen. Hierin Wandel zu schaffen, wird die nächste und vornehmste Sorge jedes Ministeriums sein müffen, welches mehr fein will, als das nnllenlose Werkzeug einer von blinder Leidenschaft beherrschten, m sich selbst gespaltenen Deputirten-Majorität. t , In den politischen Kreisen Petersburg« beschäftigt man sich gegen,värtig angelegentlichst mit der Frage der Neubesetzung de« General- Gouverneur-Postens von Warschau, dessen seitheriger Inhaber, G-neralM dinski, zurückgetreten ist. Der Posten eine« General-GouvemeurSvon War^au ist einer der wichtigsten in ganz Rußland, da er seinem Inhaber «^lonmt licke Machtbefuamffe verleiht und es ist darum nicht gleichgültig, mit wacher Persönlichkeit derselbe neu besetzt werden soll. Von auswärtigen Blättern wurde mehrfach Graf Jgnalieff als Nachfolger AlbedinSki's Meldungen bezeichnen zwar diese« Gerücht al« absurd, md, ffen, in R ßland ist Alle« möglich, warum also nicht auch der ehemals ,o_ mächtige Ministir bi« Innern General-Gouverneur von Warschau! — Der verzog und bie Herzogin von Edinburgh sind, von Berlin kommend, am Dienstag Rachmittag m Petersburg istngctwffen und von der kaiserlichen Familie aus da« Herzlichste empfangen worben. ' Am gleichen Tage kehrte auch der Minister de« Auswärtigen, Hin v. Giers, wieder nach Petersburg zurück. Dec König von Belgien ist au einer Erkaltung Nicht unerheblich erkrankt. lSDcr hohe Herr muß da« Ziininer hüteii und haben ihm die Aerzte absolute Ruhe anempfohlen. .... .... , Die eauvtifche Frage ist durch die bekannte englische Circularnote zwar wieder in Fluß geralhen, aber sie bewegt sich nur sehr langsam vorwärt«. Die Note ist noch von keiner 'Macht beantwortet worden, was säst aus eine ■ Arankreich von gerathen und wallt feine einem großartigen Naturist der iöerp, auf welchem Betmifcbtc#. Darmstadt, 31. Januar. sPostpersonalnachrichten.) Angestellt ist der Post Praktikant Böttger in Mainz als Postsecretatr. Versetzt ist der Postsecretair Danzinger in Worms nach Nidda behufS lieber» nähme einer Postmeisterstelle daselbst. In den Ruhestand getreten ist der Postmeister Heck in Nidda. England. London. Das zur Prüfung der Canaltunnelfrage eingesetzte englische Militär- Comite hat sick aus strategischen Gründen gegen das Projekt erklärt- Wemii es sich bestätigt, datz die Regierung sich anheisch'g gemacht hat, die eventuelle Beschlußfassung t>e* Comite's für sich selber zu aboptiren, so kann eS keinem Zweifel mehr untere liegen, daß die Chancen des Canalprojecttz, vom Parlament genehmigt zu werden, gleich Null sind.__ Telegraphische Depeschen. Wolffs lelcgr. <5orresponden;-Bnreau. Berlin, 1. Februar. Reichstag. Sonnemann begründet die Interpellation wegen ^Untergangs der „Cimbria" und befürwortet die Verwendung des electrischen Lichts bet der Schifffahrt. Minister Scholz betont die Theil- uahme der Regierung gegenüber dem Unfälle der „Cimbria." Die bestimmt formulirte Anfrage könne sie heute weder mit Ja noch Nein beantivorten. Die amtliche Untersuchung sei eingeleitet, aber noch nicht beendet. Vor der Beendigung könne die Regierung keinerlei Beschlüsie fasten und dürfe der Untersuchung lacht vorgreifen. Bei der fortgesetzten Berathung des Postetats bittet v. Minm- gerode um Ermäßigung der Bestellungsgebühr für Telegramme aus dem Lande. Stöcker kommt auf die Sonntagsruhe der Beamten zurück, Lingens und Büchte- mann bringen die Besoldungs- und AvancementS-Verhältniffe der Postbeamten ;Ur Sprache und wünschen statt des persönlichen Gutdünkens der Verwaltung feste Scalen und Normen. Der Bundescommistär spricht stch gegen einen daraus abzielenden Antrag des Abgeordneten Baumbach aus und bemerkt, die Eigenartigkeit des Postbetriebs gestatte keine so bestimmt umgrenzte Classistcirung der Gehalts-Scalen. Weiterberathung Sonnabend. — Fürst Bismarck befindet sich unwohl und dürfte voraussichtlich ge- lwchigt sein, mehrere Tage das Bett zu hüten. — In der heutigen Budget-Commission erklärte der Regierungsvertreter, daß noch in dieser Session die Vorlage, betr. die Rübenzuckersteuer, eingebracht werben würde. Karlsruhe, 1. Februar. Der Großherzog und die Frau Großherzogin sind heute Mittag von Berlin wohlbehalten wieder hier eingetroffen. Leipzig, 1. Februar. Die erste deutsche Verbands-Kochkunst-Ausstellung ist heute hier in Anwesenheit des Königs und der Königin von Sachsen eröffnet worben. Die Ausstellung ist sehr zahlreich beschickt. Paris, 1. Februar, [ftammer.j Fälliges lp am Erscheinen verhindert, Deoes verliest Die Fortsetzung der Rede, in welcher Falliers Dienstag durch Unwohlsein unter: buchen wurde. Darm heißt es: Der Gras von Paris habe, als er 1873 Chambord anerkannte, die Prätensionen der Familie Bourbon bestätigt und sich zum Erben der Republik erklärt. Die Republik sei in Folge dessen berechtigt, Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen. Die Regierung verlange feine summarische Vertreibung der Prinzen en bloc; benn diese Maßregel würde den Charakter der Gewaltthat tragen und Personen treffen, welche bte Republik nicht angegriffen haben. Die Armee werde nicht bedroht durch die Entscheidung, die stch auf einige Personen beschränke, auf andere sich nicht erstrecken könne. Die Maßregel sei viel eher eine Schutzwehr für das E'genthum des Grades, weil sie nur Verhältnisse berühre, welche die Avancementsoorschristen beem- trächtigien. Der Fall, daß der Congreß Prinzen wählen sollte, habe die jetzige Vorlage nicht vorzusehen. Die Gesetzvorlage treffe Vorsichtsmaßregeln, wolle sich aber nicht einer Kundgebung des Volkswillens widersetzen. Deves sprach schließlich die Hebers zeugung aus, das Land erwarte das Gesetz und werde der Kammer für die Votirung dankbar sein. Madier (radikal) tritt für den Antrag Floquet, d. i. für die sofortige Ausweisung der Prinzen ein. Die Kammer beschloß mit 396 gegen 134 Stimmen, auf die Berathung der einzelnen Artikel einzugehen. Paris, 1. Februar. Andrieux bringt ein Amendement ein, das den ersten Artikel oer Vorlage zu ersetzen sucht durch einen auf die staatsbürgerlichen Grundrechte zurückgehenden Artikel, worin erklärt wird, daß alle Bürger vor dem Gesetz gleich seien und gleichmäßigen Anspruch hätten auf alle Aemter und Würden nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten und ohne andern Unterschied als denjenigen ihrer Kräfte und Talente. Die Rede Andrieux' wird vielfach von der Linken unterbrochen- Andrieux wies die Unterbrechungen zurück und fuhr fort: Das Land wisse nichts vom Vorhandensein der Prätendenten- Für die Prätendenten werbe erst durch die gegenwärtige Gesetzvorlage Reklame gemacht. Er bewundere die Prinzipien der Revolution. Er liebe ab'r nicht die kleinen Robespierres und Saint Justes, welche die blutige Geschichte parodirten. Andrieux zog später das Amendement zurück, welches aber von dem Bonapartisten unfreundliche Aufnahme derselben bei den Machten hmzudeuten scheint In dieser Benehunq ist auch eine Mittheilnntz de« officto|en „Journal de st P^- tersbourg" zu ermähnen, in welcher gefagt wird, daß> von emer Antwort der Pforte auf die englische Cireularnote, wovon englstche Matter »u berichten mußten, bei den europäischen Cabineten nicht da« Genngste be annt sei I m a in e r i k a n i f ch e n R e p r ä s e n t a n t e n h a u f e steht die Einbringung einer febr nothwendigen Vertrages zwischen der Union und dem deutfchen Jieicfje beuor Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat nanrlich eine .stefo> lution einaebracht , durch welche der Präsident der Vereinigten Staaten ersticht wird Verhandlungen mit dem deutfchen Reiche anzuknüpfen behufs Alstchlustes eines'neuen Vertrages, betr. die R-chte amerikanischer Burger m Deut chland worüber, nach verschiedenen Vorkommnissen zu urtheilen, noch Unklarheit herrscht. - ______ -------- (^ltneo d'Ornavo wieder ausgenommen wurde. Dasselbe wurde von der Kammer nut 351 gegen 100 Stimmen abgelehnt. Paris, 1. Februar. Kammer. Im weiteren Verlaufe der Sitzung tritt Pelletan (radikal) für den Floquefschen Antrag ein. Set.ie Rede führt zu Protesten seitens der Rechten und zu wiederholten lebhasien Zwischenfällen. Prinz Leon spricht sein Erstaunen aus, daß man In der französischen Armee einen General finden konnte . . . (Unterbrechung). Die Kammer verhängt die Censur gegen den Prinzen Leon, da dessen Aeußerung gegen den Kriegsmimster gerichtet sei. Der Justizminister erklärt, die Frage bewege sich zwischen der Vorlage Floquet's, welcher die Ausweisung wolle und der Vorlage der Regierung, welche es als genügend betrachte, daß die Befugmß, sich gegen die Prätendenten zu vertheldigen, tm Gesetz ausgesprochen werde, ohne daß man die Ausweisung aller Prinzen mit ihren Familien u >b Kindern für nothwendig erachte. Der erste Artikel der Floquel'schen Vorlage wird mit 352 gegen 172 Stimmen abgelehnt und darauf jede Vertagung der Berathung und sogar die Suspension der Sitzung gleichfalls abgelehnt. Kriegsrninister Thibaudin erklärt darauf, her Besitz der Grade werde von der Frage nicht berührt, die Prinzen verlören die Grade nicht, würden aber alö Prätendenten für immer in Disponibilität versetzt. Der Kriegsminister übernimmt bte formelle Verpflichtung, das Gesetz auszuführen und bemerkt, irgendwelchen Einfluß desselben auf die Armee nicht zu besorgen Die Armee sei vollfländig auf dem Posten und werde, wenn nothwendig, die Republik energisch vertheldigen. Die Armee fei ein'g und untbeilbar und werde dem Vaterland die Treue bewahren. Der Gegenantrag Ballue'S auf Streichung der Prinzen in den Armeecadres wirb abgelehnt. Paris, 2. Februar. (Privat-Depesche). Die Deputirtenkammer nahm nach neunstündiger erregter Debatte mit 373 gegen 163 Stimmen die Vorlage an, welche die Prinzen für unfähig zur Ausübung von Wahlfunctionen, sowie zur Bekleidung von Stellen im Civil- oder Militärdienst erklärt. Die Regierung wirb ferner zu deren eventuellen Ausweisung ermächtigt. Petersburg, 1. Februar. Man nimmt an, daß eine der ersten Amtshandlungen dcü zurückgekehrten Ministers der auswärtigen Angelegenheiten, Herrn v. Giers, nach dem erfolgten Bericht an Se. Maj. dem Kaiser eine diplomatische Aeußerung über seine Begegnung mit den Leitern der auswärtigen Angelegenheiten in Berlin, Rom und Wien sein werde. Diese Aeußerung, die wohl die Form eines Rundschreibens an unsere Botschafter und Gesandten haben dürfte, wird der gewonnenen Uebereinstimmung in wichtigen Fragen wie der allgemeinen Friedenszuversicht Ausdruck geben. New-Hort, 1. Februar. Die an ber ßanbefteQe ber Jnman-Linie befiüblichen Baulichkeiten finb burch eine Feuersbrunst in Asche gelegt worben. Der National- bampfer „Egypl" (C. Messing'sche Linie), ber dort angelegt hatte, würbe beschäbigt, bte bereits audgelabene Labung ber „City of Brussels" wurde vom Feuer verzehrt. Paris. Das Thal ber unteren Rbone wirb ereigniß bedroht. In Folge ber unaufhörlichen Regengüsse das bedeutende Fort de l'Ecluse erbaut ist. tn ö Gleisen enorme Gesteinsmasse geradewegs dem Flusse zu. Ein kleineres Außenwerk, unter welchem ein 45 Meter langer Eisenbahntunnel hinsührt, ist bereits definitiv preis- aeaeben der Tunnel verschüttet, die Bahnlinie unterbrochen. Auch das Fort de l Ecluse ist von ber Garnison geräumt Wenn der Bergsturz wirklich eintretcn sollte, so würbe bte Rbone in ihrer ganzen Ausbchnung bes Oberlaufs zurückgcstaut werben unb eine seeartige Breite annehmen, welche sie nur als eine r>orts.tzung beS Genfer Sees erscheinen ließe. Wie ernst die gehegten Befürchtungen sind, zeigt der Umstand, daß ber Generalbirecior der Paris-Lyon-Mittelrneer-Bahn an Ort und stelle ein getroffen ist, um sich aus e-gener Anschauung über die Sachlage zu informiren. So melde, das Lvoner Blatt „He Salut publtc". Das Gutachten der Commission zur Untersuchung der Beschwerden gegen die Khein-Kegutirung. IV. m. Darmstadt, L Februar. Der dritte Beschwerbepunkt geht bahin, es könne n cht im Geringsten befremben, baß bie Binnenländer ien weit mehr altz in früheren Jahren durch Druck- und Quellwasser litten, bezw. weit schwerer als früher Entwässerung fänden und daß d>e zum Schutze der Felder errichten Dämme nicht mehr hoch und stark gewesen seien. Ebenso habe auch die G-fahr beim EiSgang sich vermehrt, benn dem Eise werde durch Buhnen unb starke« Wtidenholz häufig Der Weg versperrt. Die Commission hält biefe Klagen inhaltlich ber vorstehenden Erörterungen zum Theil für begründet; sie ist ber Ansicht und bat dies bei Erledigung ber betreffenden Emz lbescbwerden auch wiederholt ausgesprochen, daß eS ausgedehnter Untersuchungen, bezw. Planausnshmen bedürfen wird, um unter denjenigen Mitteln, welche zur Meliorirung nasser oder gar versumpfter Sinnenlanbereten verwendbar sind, die 'm einzelnen Falle paffenden unb wirtschaftlich gerechtfertigten mit Sicherheit auswählen zu können. Die Commission empfiehlt baher nur ganz tm Allgemeinen, Entwässerungsgräben lediglich da in den Strom auSmünben zu lassen, wo weder Aufstau durch vorliegende Werke besteht, noch Verlandungen erzeugt werben sollen ober zu befürchten sinb. Wenn bie Beschwerdeführer — sagt das Gutachten — ferner amühren, baß auS Anlaß der in den Wasserverhältn ssen des Stromes eingetretenen Veränderungen, verbunden mit dem stellenweise verengten Profile desselben, das Hochwasser gegenwärtig höher steige als in früheren Jahren, die Erhöhung und Versiä hing mancher Dämme daher geboten erscheine, so kann nach dm Ausführungen zu A. hierüber hinweggegangen werben; andernfalls bleibt hervorzuheben, daß die unregelmäßige Anlage der Dämme selbst als eine der Ursachen des UebelS bezeichnet werben muß. Wie fast ausnahmslos an allen beutschen Flüssen, welche eingebeicht finb, bie Dämme aus längst vergangenen Zeiten stammen unb meistens ohne jedes System dem Strome,bald nahe treten, bald sich wieder weil von ihm entfernen, so ist dies auch hier der Fall unb können baher burchgreifende Verbesserungen nur äußerst schwierig herbeigeführt werden. Je mehr bie Commission diese Schwierigkeiten anerkennt, um so weniger bat sie den Seitens ber Beschwerbeführer beantragten Erhöhungen der Strom- dämme das Wort reden können. Sie hat vielmehr gerade in dem Vorhandensein mancher Stromdämme eine vornehmliche Ursache derjenigen Mißstände erblickt, deren Beseitigung von fast ollen Gemeinden so d-.ingend verlangt wird. Wie bei der Behandlung der Einzel-Beschwerden ersichtlich, hat die Commission demnach auch nicht umhin gekonnt, bie Beseitigung mehrerer biefer Dämme zu empfehlen unb gibt sich ber Hoffnung hin, baß bie Interessenten hierburch aufmerksam gemacht und zur unbefangenen Beurtheilung Der Verhältnisse werben aufgefordert werben. Sofern es sich um Die Abmessungen hanbelt, welche bet Neu- ober Umbauten ben Landbärnrnen zu geben sein möchten, so mag im Allgemeinen bemerkt werben, daß bie Krone derselben mindestens 75 Zentimeter Über dem bekannten höchsten Wasserstande zu halten ist. Die Kronenbreite würbe hierbei nicht unter 31/» Meter betragen dürfen. Da bie Neigung ber Dammböschungen bekanntlich von ber Beschaffenheit bes UnL’rgrunbe§ sowohl wie auch bes Materials abhängt, aus welchem ber Damm erbaut wirb, außerbem aber auch noch die örtliche Lage de« Dammes in Bezug auf bie vor- herrschenbe Windrichtung (Wellenschlag), Stromangriffe rc. zu berücksichtigen ist, so wll die Commission nur anbeuten, daß sie stromseitig eine dreifache, lanbfeitig eine zweifache Böschung für ausreichend ei achtet, indem die Verstärkung ber Zonftruction mit Hülfe einer Bcrrne auf ber Landseite, sofern sie nicht von vornherein angeorbnet wird, jeberzeit möglich ist, außerbem aber auch bie wasserseitige Böschung noch künstlich geschützt werben kann. Der Ansicht, daß bie Gefahren beim Eisgänge burch bie im Strombette befindlichen Buhnen vermehrt würden, kann bei ber niebrtgen Sage biefer Werke tm hessischen Stromgebiet nicht beigepfl'chtet werben; auch hören bic Buhnen mit dem Fortschreiten ber Verlanbungen zwischen ihnen immer mehr auf, als einzelne Objekte zu wirken- Daß Kopfweiden dagegen dem ungestörten Abschwimmen detz Eises je nach ihrem Standorte leicht schädlich sein können, wird zugegeben. Letztere sollen daher nach den Vorschlägen zu B. auch nur am Fuße ber Lanbdämme bestehen bleiben, bezw. neu anaepflanzt werben dürfen. Lokales. Gießen, 2. Februar. Wie uns mitgetheilt wirb, haben bte am 29. unb 30. Januar zum Besten ber Ucberschwemmten im Saale bes Gefettschastsveretns arrangtrten Wohlthätigkeits-Vorstellungen ben schönen Ertrag von 1973,77 JL ergeben, welcher abzüglich ber geringen Kosten in oben gedachtem Sinne verwandt werden soll- Die Vorstellungen selbst sind in gewohnter Weise zur allgemeinen Zufriedenheit ausgefallen und gebührt dem sogenannten Wohlthättgketts-Zomit^. ganz abgesehen von dem schönen und edlen Zwecke, für seine mühevolle Thätigkeit die größte Aner- ken nung.__________________________________________ Deutschland. ‘Berlin, 31. Januar. Die Bestrebungen um Hebung unb Förderung detz beutschen Exports haben unter ben deutschen Landsleuten in ben Veremtgten Staaten einen freudigen Wiederhall gesunden und ein geachteter Kaufmann aus ©t. Louis, ber nonOTaefebenften gef&ft«*en und von officiellen Krnsen empfohlen wird ist nach Deutschland gekommen, um hier Verbindungen in ber TexÜl-, Eonsections- unb L^uSbranche anzuknüpfen und Agenturen im Westen Amerikas dasür zu errichtem Die deutschen Exporteure haben bisher mehr ober weniger bet ber Ausfuhr naeg ben (Staaten fick auf New - Bork beschränkt unb den Westen vernachlässigt, mXhrenb^er letiter? ein geeigneteres Absatzfeld für die deutsche Industrie fein dürste Wir brauchen nicht erst daraus hinzuwcisen, daß dieser Westen etwa den dritteni Theil des ganzen Areals der Vereinigten Staaten ausmacht und bemerken, daß gerade von den Behörden und den Geschäftsleuten von St. LouiS der direkte Import dahin sehr begünstigt werden würde. frn 33 m Länge — von 15—39 cm Durchm., 10 Eichen-Stämme 17 ii ii 5 Schichten von 2,5 und 3,5 m rm Kiefern in 2780 Wellen Buchen-Reisholz, 100 Walz. 695 Wagenbach. 742 87 106 Rmtr. Buchen-Scheit, ii 140 Lüdcking. 711 ii Buchen-Knüppel, 295 H 176 b) Bau- und Nutzholz. 120 Schäfer. 663 6779 in 714 Vogel. 154 14 5 4 18 44 533 Fichten- Kiesern- Linden- H ii ii .ait drnlldlichril Äoiionok @id?en» Nadel- Aspe- 1445 75 13 4 112 289 267 885 128,7 60,8 von 12—28 Ctm. Durchmesser und 5—12 Mtr. Länge (vorzügliches Wagnerholz dabei), Kiefern-Stämme v. 20—37 Ctm. Durchmesser und 8—12 Mr. 120 24 Länge, Rmtr. ii H II II 60 40 40 200 60 Die 9 Uhr Der jedesmalige Anfang ist Vormittags 9 Uhr im District Mühlwald an der Main-Weser-Bahn. Staufenberg, den 29. Januar 1883. Großh Bürgernieisterci Staufenberg. Holzversteigerung. Dienstag den 13. Februar l. I. kommt in dem Röthgeser Gemeindewald, District Hussenwiese, Steinkaute und Seife folgendes Holz zur Versteigerung : 250.Eichen - Stämme und Stangen Aeikgeöotenes. Apfelsine» g schönster Frucht empfiehlt billigst Uff. Willi. Weidiff. Holz-Versteigeruno. Montag den S. Februar l. I., Vormittags von 9 Uhr an, sollen im hiesigen Geineindewald, District Ellersberg und Hangelstein 244 Rmtr. Buchen-Scheitholz, Holzversteigerung. Mittwoch den 7. und Donnerstag den 8. Februar, jedesmal von 9 Uhr an, sollen im Albacher Wald, in den Districten Mühlberg, Kreuzholz unb Buchwald nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 673 Ein in bestemAusland befindliches einspänniges Wägelchen fnmml Schee re billig 311 verkaufen bei Alerander Mayer. schreibt dem „Nürnb. Corr." einem Taucher, welcher tn der Zusammenkunft ist Morgens am Wald am Fußpfad nach Länge und 71 Ctm. Durchmesser mit 25,22 Fstm., Radel-Stämme bis zu 16 Mtr. Länge und 54 Ctm. Durchmesser mit 44,46 Fstm., Eichen-Stangen mit 1,39 Fstm., Fichten - Derbstallgen mit 34,53 Festmtr., Fichten-ReiSstangenm.45,82Fm. versteigert werben. Die Zusammenkunft ist am Wiß- marerweg. Alt-Buseck, den 30. Januar 1883. Großh. Bürgermeisterei Alt-Buseck. ütlinitait bi*n 5. Februar, Nachmittags 1 Ubr, werden in Sandgasse Rr. 21 verschiedene Haus inib .nücheugerätbe freiwillig versteigert. 746 Villingen. Röthges, den 1. Februar 1883. Großh. Bürgermeisterei Röthges. 744 Döpfer. Bau- und Werkholz wird den ersten Tag, das Brennholz den zweiten Tag versteigert, und ist der Anfang jeden Tag im District Mühlberg. Mach, den 29. Januar 1883. Großherzogliche Bürgerlneisterei. „ Eichen- u. Radel-Reisholz, Rmtr. Bnchen-Stockholz, „ Eichen-u.Nadel-Stockholz, Eichen-Bau- u. Werkholzstämme, 24—71 Ctm. dick, 7—10 Mtr. lang, mit 5,67 Fstm., Stänune Buchen-Werkholz mit 1,76 Fstm., Die Zusammenkunft ist jedesmal Vormittags 9 Uhr in den Langenbuchen *< r Katholische Gemeinde. Sonntag Quinquagesima (Este mihi). Von 7 Uhr an: Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Andacht. Aschermittwoch. V28 Uhr: Gottesdienst. Rach demselben findet die Äscherung statt. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 430 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 6 Uhr. r'rtbniflr. ■4 neu btncmboi, rud: unb Duefii bag b't jum im seien. 6btn|o u tuidi Luhm •?2a bint Rlogoi nt ril brr -lstfichl I M n dedüfirn wirb, gcr d rf i/mpftc r? Sfrfbldattbö 1 rmpficdlt hab' snbunfttn aMl Montag den 12. Frbr. 1883, Nachmittags 2 Uhr, soll in dem Gasthaus „Zum römischen Kaiser" dahier das in der Silhöfer- straße dahier belegene Gastl>aiis „Zum Solmfcr Hof" nebst Scheuer, Stallungen, Brennerei-Gebäude und großem Hofranm einer öffentlichen frei- milligen Versteigerung ausgesetzt werden. Das Anwesen eignet sich zu jedem andern Geschäftsbetrieb. Auch können noch 4,26 Hectar Ackerland miterworben werden, Bei annehmbarem Gebote wird der Zuschlag sofort crthcilt Wetzlar, den 15. Januar 1683. 494 Anton Fahrer. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine o ler mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von H A A N E A" STE1X 68.!. GroslhcrzoglicheS Ortsgertd)l. 600 Müller. x! -ü!>a° w . „ ti f« •tvA l*«"* :,f< rma w« Sl- d-1« ► ; ..TT.i6 «J * , »rb ei« , ynbdoOB®* Uwb°o>-' ,rrft l-"d-n> ^Xjnunnb«' P„i. °u! »"„1, . ■ ¥» *• eirfit' , C* ■l,*4 W» £ m6R W* "01 Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Sonntag, den 4. Februar (Eftomihi). Vormittags 91/2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Mittwoch, den 7. Februar, Abends 6 Uhr, 1. Passionsgottesdienst: Pfarrer Dr. Naumann. Donnerstag, den 8. Februar, Abends 8 Uhr, im Gymnasium: letzte Bibelstunde, Brief Pauli an die Galater, Uebersicht und Anwendung, Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag, den 11. Februar, wird das heil. Abendmahl im Abendgottesdienst gefeiert werden; die Beichte findet unmittelbar vor dem Abendmahl statt. Die P f a r r g e s ch ä f t e in der Woche vom 4. bis 10. Februar besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Anmerkung. Für den Kirchenbaufonds sind im Monat Januar weiter eingegangen: von H. Superint. Dr. S. in Darmstadt 20 X, aus der Opferbüchse in der Kirche 21,70 JL Hvlzverfteigerung im Griininger und Dors-Giller Markwald. Montag den 8. Februar, Morgens 10 Uhr anfangenb, kommen zur Versteigerung : 39 Eichen-Stämme von 22—45 Ctm. Durchm., von 5 bis 17 Meter Länge, 20.56 Festm. 3 Buchen-Stämme von 7 bis 9 Mtr. Länge, von 34 bis 39 Ctm. Durchm. 45 Nabel-Stämme von 10 bis 23 Ctm. Durchm., von 15 bis 20 Mtr. Länge, 10,53 Festm. 537 Nadel-Derbstangen von 13 bis 19 Meter Länge, 25,65 Festm. 1470 Nadel-Reisstangen. 148 Rmtr. Eichen - Knüppelholz, 4 Mtr. lang, brauchbar. Zusammenkunft unb Anfang auf dem Pfiugstschlag am Anfang des Waldes, am Weg von Grüningen nach Dorf-Gill und Lich zu. Grüningen, am 29. Januar 1883. Großh. Bürgermeisterei Grüningen.^ Lei dich. 667 Mittwoch dm 7. Februar d. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen die den Erben des Andreas Ninn gehörenden Grundstücke: Flur XXXH1/56, 1994 Mtr. Acker am Altenfeld, zwischen den Gärten, „ XXXI11/57, 2000 Mtr. Acker daselbst, „ XXXXI/63, 1306 Mtr. Acker auf dem Wartbcry einer freiwilligen Verfteigeruilg ausgesetzt werden. Gießen, den 1. Februar 1883. Großhcrzogliches Ortsgericht. 38 18 12 70 64 12 34 „ Aspen- „ 4i )00 Wellen Buchen-Reisholz, 1950 „ Eichen- „ 2270 „ Nadel- „ 78 Rmtr. Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stöcke. Groß-Linden, 1. Februar. Hierorts sind bis jetzt für die Wasserbeschädigten im Großherzogthum gespendet worden:. durch HauScollecte .... durch den Kriegerverein . durch den Vorschuß- und Creditverein der Gemeinderath in einer Sitzung rabt beschädigt, rm »Ejtbrt. Eichen-Stämme mit 30 Fstm., 16—41 Ctm. Durchmesser, Radel-Stämme mit 70 Fstm., 11—45 Ctm. Durchmesser, Rabel-Derbstangen mit 30 Fstm., 8—13 Ctm. Durchmesser, Rabel-Reisstangen mit 5 Fstm., 3—4 (Stm. Durchmesser, Rmtr. Buchen-Scheit, „ Eichen- „ „ Buchen-Knüppel, „ Eichen- „ Wellen Buchen-Reis, „ Eichen- „ Rmtr. Bucheu-Stöcke, „ Eichen- Eichen- „ Nadel- „ „ Eichen- „ „ Buchen-Knüppelholz, „ Nabel- „ ;n f»nnt( Dr ?™bl« ab«: ^S'tung ■ ™tbn Lincoln und Robey &. Co. in Lincoln .nitgeliefert wird. Refloctan en für nächste Ernte werden diese Maschinen, sowie auch die Patent-Glattstroh-Dresch-Masch.nen für Dampf- und Pferdebetrieb zu billigen Preisen unter Zahlungserleichterungen empfohlen. Jede erwünschte Auskunft, schriftlich oder mündlich ertheilen 40 PH. MAYFARTH & Co. in Frankfurt a. M., Baumweg 7. 754 Zwei Familicnlogis, 3—4 Zimmer, zu DcrmietbeiL___Wilhelmsstraße 3._ "'741-'6m Familicnlogis zu vermiethen. Ludwig Schmidt, Glaser, Kanzleiberg 7. 745 Der 3. Stock meines Hauses ist Maronen sind wieder eingetroffen. "04 Grg. Wilh. Weidig. Kaffee-Preis-Ermätzigunq. 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Bl. 737 Ein in allen Hausarbeiten erfahrenes, mit guten Zeugnissen versehenes Mädchen wird zu mictyen gesucht. ________________________Westanlage 3. Solide und leistungsf. Agenturen für deutsche und französ. Suppeneinlagen gesucht. Reflectanten wollen sich mit uns in Verbindung setzen. 736 Weinheim (Baden). Winteroll & Ehret. 674 Zwei Aecker und ein Garten zu verpachten. I. Griebel Wwe., Bahnhofstr. 33. 599 Ein in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes Dienstmädchen wird zum 1. April gesucht. Näheres durch die Erped- ds. Bl- 748 Zu Ostern wird ein gut empfohlenes, älteres Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht- Näheres bei der Exped. ds- Bl. 748 747 Eine A m m c sucht Stelle- Näheres bei Frau Kirchner, Sonnen- straßc. Um dem geehrten Publikum Unannehmlichkeiten möglichst zu ersparen, denen es sehr häufig durch das Eindringen des genannten Rußes beim Fegen der russischen Kamine ausgesetzt ist, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht den Hausbesitzern zur Anschaffung von Soltan s patentirtem Ofenverschtuß (P. Nr. 17208) Gelegenheit zn geben, indem ich mir ein Muster übersenden ließ, mit welchem ich ans Wunsch Proben bezüglich seiner Bewährung machen werde. Preis per Stück 3 Ji. Durch getroffene Abmachung wird solches um den erwähnten Preis frei ins Haus gesandte Hochachtungsvoll 743 Franz IVebL, Kaminfeger, Steinstraße 51 Erklärung. Da sieh der Verkauf meiner Brauerei nicht bestätigt und bereits Concurrenten von mir das sich verbreitende (Gerücht dazu benutzten, sich in meine Kundschaft einzudrängen, so sehe ich mich zu der Erklärung veranlasit, dost ich mein Oicfcdäft tn gleicher Weise wie seither weiter betreibe und bitte meine verehrten Freunde und Kunden, das mir geschenkte Wohlwollen auch ferner bewahren zu wollen. Hardt, den 2. Februar 188». Hochachtungsvoll 753 Fr« Tezrlor. Sängerkranz. Sonntag den 4. Februar: carnkoaMsche flheuöiintertjaltuiig mit Tanz 749 in Wenzels Gar len. Grosse» Fa^er •ii Fianmo’s, Tafelin.strumen.ten unb Harmoniums aus den anerkanntesten und preisgekrönten Fabriken neuester Zeit. Ferner Violinen, Zithern, Saiten, nebst allen sonstigen dazu erforderlichen Bestandtheilen. Billigst gestellte Preise bei mehrjähriger Garant i e. F ran ko -Sendung zur nächstliegenden Bahnstation und ein Jahr freie Stimmung und Instandhaltung. Zahlungserleichterung durch Abzahlungen. Eintausch gebrauchter Instrumente, welche zu den höchsten Preisen angenommen werden- Gut erhaltene, gebrauchte und wieder hergestellte Instrumente sind stets auf Lager und werden sehr preiswürdig abgegeben. Ferner Leih an st al t in allen Arten Pianino- Tafelinflrumente, Harmoniums, mit unentgeltlicher Stimmung und Unterhaltung, zu billigen Miethpreisen. August Förster, Pianoforte-Hnndluug und Orgelbau-Geschäft 122 zu Lich i. d. Wetterau. 687 Ein Dienstmädchen geflicht von <5. Weber, Bleichstraße. Kitte lesen! „Für Bekannte erbitte noch einige der kleinen Bücher „Krankenfreund-, denn in Folge meiner unerwartet schnellen Genesung wollen Alle daS Buch lesen rc." Diese Zeilen eines glücklich Geheilten sprechen für sich selbst;: wir machen daher nur darauf ausmeusam, daß der „Krankenfteund" auf Wunsch von Richter's VerlagS-Anstalt in Leipzig gratis und franco versandt wird. -----J 46 708 Ein junger Mann, welcher seine Lehrzeit in einer hiesigen größeren Cigarren fabrik bestanden unb daselbst noch als Commis thätig ist, sucht per 1. April ober früher anderweit Engagement. Gefl. Offerten beliebe man unter Z. 97 in der Exped. ds. Bl- niederzulegen. 598 Einen mit guten Vorkenntnissen versehenen jungen Mann sucht als Lebrlin- znm 1. April Gteßen- ftr. (*. ^ehfenfeldt. Buchhandlung uub Antiquariat. 51 Ankauf von Lumpen» Knochen, Papier und Akten. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. 645 Ein Lehrling gesucht von tgeorg BSger, Mechaniker. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.