Nr. 228 Dienstag den 2. October 1883 nzerger PieiS Vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Briugerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährüch 2 Mark 50 Pf. gureait: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Betreffend: Das Reichsgesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter. Gießen, den 29. September 1883. Großherzogliches Rentamt Gießen. M. Kroaten nicht beiwohnen. die Zahlst*1 ®ei der W jen sind mit das Kapital nerprocentip neue Anlek wminen kt. ssherzogfta । Hypotheken- - -ember ffl 2U Solg-| Jaiiaai sammi im lerigund deie in geeigneter Weise Kenntniß geben wollen. Gießen, am 1. October 1883. zelnen der Betheiligten einen sicheren Rückhalt gegen jede eventuelle Agression gewährt, wie es für die Allgemeinheit die beruhigendste Friedensgarantie ist. Die „Deutsche Zeitung" sagt: Deutschland ist nicht nur die Vormacht des Welttheiles, sondern die erste Hüterin des Friedens. Das schönste Lob, welches man dem deutschen Volke am Tage seiner großen Siegesfeier nachrühmen kann, sei, daß es niemals seine Macht mißbraucht hat. — Die „Wiener Allg. Ztg." schreibt: Die gewaltige Aktion, welcher auf dem Niederwalde ein würdiges Denkmal errichtet ist, muß als ein großer Segen für das ganze deutsche Volk erscheinen. Auch Europa habe sich über das Geschehene nicht zu beklagen. In seiner Mitte ist eine Diacht aufgerichtet, die nicht den Krieg, sondern den Frieden will, nicht unruhigen und hochmüthigen Temperaments ist, sondern ebenso friedliebend wie stark, sich der Einmischungen enthält und der Eroberungen nicht bedarf. Wien, 29. September. Nach einer Meldung der „Polit. Corresp." aus Sofia wird die aus Bukarest herftammende Nachricht von der Abreise des Fürsten von Bulgarien nach Wien als vollständig erfunden bezeichnet, ebenso seien alle angeblichen Abdications-Absichten desselben gänzlich unbegründet. Die Stellung des Fürsten sei fester als je; sowohl aus der Sobranje wie aus dem Lande kämen dem Fürsten zahlreiche Beweise des Vertrauens und der Dankbarkeit für die Herstellung des gegenwärtigen Zustandes zu. Pesth, 29. September. Die Conferenz der kroatischen Abgeordneten hat folgende Beschlüsse gefaßt, welche durch eine aus 5 Mitgliedern bestehende Deputation dein Ministerpräsidenten Tisza unterbreitet wurden: Entfernung des doppelsprachigen Wappenschildes, Wiederherstellung von Wappenschildern, welche blos mit kroatischer Umschrift versehen sind, Sistirung des königlichen Commissa- riats, Herstellung der Constitutions-Regierung, Einberufung des kroatischen Landtags, sofortige Verhandlung über das Ausgleichsgesetz durch beide Regierungen. Der Verhandlung über die Wappenfrage im gemeinsamen Reichstage werden Deutschland. Wiesbaden, 29. September. Se. Maj. der Kaiser ist mit Ihren Ä, K. Hoheiten dem Kronprinzen und der Kronprinzessin, der Prinzessin Victoria, beni Großherzog von Sachsen und dem Prinzen Luitpold von Bayern heute Vormittag über Frankfurt nach Darmstadt abgereist. Zur Verabschiedung waren die Generäle v. Treskow, Gras Brandenburg, v. Schachtmeyer, die Spitzen der königlichen und städtischen Behörden, sowie der Landes-Director Sartorius am Bahnhof anwesend. Se. Maj. der Kaiser erfreut sich trotz der Anstrengungen des gestrigen Tages des besten Wohlseins. Wiesbaden, 29. September. Der von Sr. Maj. dem Könige Albert m Sachsen auf Se. Maj. den Kaiser ausgebrachte Trinkspruch lautete wie folgt: „Wenn wir am heutigen festlichen Tage uns der Erinnerung hingeben an die ernste aber schöne Zeit, wo es den festgeeinten deutschen Stämmen vergönnt war, feindliche Angriffe auf des Vaterlandes Grenzen siegreich chuwehren, dann aber mit dankbarer Freude uns vergegenwärtigen, daß unser Vaterland während 12 Jahren äußeren Friedens die Früchte seiner Siege genießen konnte, so drängt sich unwillkürlich ein Name auf unsere Lippen, der des Mdherrn, der unsere Heere zu immer neuen Siegen führte, des Herrschers, welcher durch seine Weisheit und Mäßigung Deutschland und der Welt den Mieden erhielt, der Name unseres heißgeliebten Kaisers Wilhelm. Auf diesen tarnen Ihre Gläser zu leeren fordere ich Sie auf. Se. Maj. der Kaiser Wilhelm, er lebe hoch 1" — Der Kaiser dankte dem Könige von Sachsen und bat, nicht nur auf das Wohl des Königs von Sachsen, sondern auch auf das Wohl der gesammten verbündeten deutschen Fürsten, die zur Einigung Deutschlands deigetragen, trinken zu dürfen. Darmstadt, 29. September. Seine Majestät der Kaiser, Ihre Kaiserlichen königlichen Hohetten der Kronprinz, die Kronprinzessin und die Prinzessin Viktoria von Preußen, sowie Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Sachsen Weimar »äsen heute Vormittag 12 Uhr, mit Extrazug von Wiesbaden kommend, zum Besuche der Großherzoglichen Familie dahier em. AUerhöchstdieselben wurden am Bahnhofe der Matn-Ncckar-Eisenbahn von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog, Ihren ^roßherzoglichen Hoheiten der Prinzessin Victoria und dem Prinzen Heinrich, so- vie Er. Durchlaucht dem Prinzen Franz Joseph von Battenberg begrüßt und empfangen. Da ein offideiter Empfang verbeten war, so war nur der Großherzogliche vtaatsmintster Frhr. v. Starck, der Königlich preußische außerordentliche Gesandte und devollmächttgter Mmister Legattonsrath Stumm, sowie die Generalität bet dem Em- wng anwesend. Nach stattgehabrer Begrüßung bestiegen die Allerhöchsten und Höchsten ^"ckchaften den Wagen, um durch die im Flaggenschmuck prangende Stadt nach dem -teven Palais zu fahren, allüberall in den Straßen von der zahlreich sich ansammelnden Bevölkerung mit freudig ehrerbietigen Zurufen begrüßt. Am Familtendejeuner nahmen U K. Gr. HH. die Frau Prinzessin Carl, der Erbgroßherzog, sowie die Prinzessinnen ÜMl. Die Weiterreise nach Baden-Baden erfolgt um 1 Uhr 50 Minuten. Jugenheim a. d. B„ 28 September. Seine Durchlaucht der Prinz Ludwig von Battenberg Ist heute nach Portsmouth abgereist, um daselbst den Dienst als Erster Lieutenant auf Ihrer Majestät Nacht „Victoria u. Albert" anzutreten. Baden-Baden, 29. September. Seine Majestät der Kaiser ist mit Ihren ?• K. Hoheiten dem Kronprinzen und der Kronprinzessin, der Prinzessin Victoria und Großherzog von Sachsen-Weimar heute Nachmittag Uhr mittels Extrazugs eingetroffen und von dem Großherzog, der Großherzogin, dem Erbgroßherzog, dem WWn Ludwig Wilhelm von Baden, der Herzogin v. Hamilton und den Spitzen der Morden am Bahnhof empfangen worden. Die höchsten Herrschaften begaben sich als- bcm zahlreichen Publikum enthusiastisch begrüßt, zum Besuche zu Ihrer Maj. w- Kaiserin. Hesterreich. Wien, 28. September. Mehrere Morgenblätter feiern in Leitartikeln iL Enthüllung des Germania-Standbildes auf dem Niederwalde. Das „Frem- Wlatt" sagt: Das deutsche Reich sei die führende und regelnde Macht im Mopäischen Concert, die höchste Bürgschaft und der sichere Hort des Friedens Morden. Durch weise Mäßigung habe es der Welt die Ueberzeugung beige- Mcht, daß es ihm mit der Erhaltung des allgemeinen Friedens ernst, daß es daraus bedacht sei, Conflicten vorzubeugen. Dadurch allein habe es seine toubarität mit den Mächten, welche gleich ihm den Frieden wollen, herzustellen zu befestigen gewußt, sich Freunde geschaffen, deren Bündniß für jeden ein- tens iet 0* An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Die Berichtigung der Ende September l. I. fällig gewesenen Holz- und HeugraSgelder der Oberförstereien Gießen, Schiffenberg und Treis a. d. Lda. hat bis zum 25. dieses Monats — October — bei Meidung der Mahnung anher zu geschehen — wovon Sie Ihren Gemeinde-Angehörigen Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. lieber das Reichsgesetz, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter, vom 15. Juni 1883, welches am 1. December 1883 in vielen seiner Abstimmungen in Kraft tritt, sind zwei Schriftchen erschienen, das eine von dem Königl. preuß. Reg.-Rath E. von Woedtke, das andere von dem Großh. Hess. Kreisaffessor Dr. Zeller verfaßt. Diese Schriftchen verfolgen den Zweck, die Kenntniß des bemerkten Reichsgesetzes in faßlicher Weise zu erleichtern und dadurch zur richtigen Ausführung desselben beizutragen. Das erste ist für 1 J6., das zweite für 1 20 H im Buchhandel zu beziehen. Zufolge Auftrags Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz empfehlen wir die Anschaffung des einen oder des anderen Werkes. Dr. Boekmann. Melgien. Mecheln, 29. September. Der Erzbischof Kardinal Dechamps ist gestorben. Ettglünd. London, 29. September. Nach Meldungen aus Hongkong ist Logan, welcher angeklagt ist, bei den jüngsten Ruhestörungen in Canton ein Kind chinesischer Abstammung getödtet und einen anderen Chinesen verwundet zu haben, von dem Gerichtshöfe des nicht vorsätzlichen Todtschlages schuldig befunden und zu 7 Jahren Zwangsarbeit verurtheilt worden. — Die „Times" spricht gelegentlich der Einweihung des Niederwald- Denkmals ihre Genngthuung über die Einigung Deutschlands aus. Ein starkes Deutschland gewähre die beste Garantie für die Erhaltung des Friedens in Europa. Indessen bedinge ein starkes Deutschland keineswegs ein schwaches Frankreich; die Kraft Deutschlands sei jetzt so groß, daß es mit Würde die gelegentlichen Reizungen Seitens seiner Nachbarn ertragen könne. Die „Pall Mall Gazette" schreibt anläßlich der Einweihung des Niederwald-Denkmals, das Ueber- gewicht Deutschlands sei eine gewaltige Zugabe in der Wagschale des Friedens. Wenn ein Krieg ausgebrochen, sei Deutschlands Einfluß stets im Interesse der Locali- sirung desselben geltend gemacht worden. Falls die Politik Deutschlands künftig dieselbe bleibe, die sie bisher gewesen, werde ganz Europa Grund haben, sich zu freuen, wenn das Niederwald-Denkmal nicht blos die Wiederherstellung der deutschen Einheit, sondern die allgemeine Anerkennung der Hegemonie der deut- scheu Race von Seiten der übrigen Nationen des Continents verewigen sollte. Wutzkand. Petersburg, 29. September. Die den Mächten bezüglich der Ereig- rifie in Bulgarien Seitens der hiesigen Regierung gemachten Mittheilnngen laufen in der Hauptsache aus die Versicherung hinaus, daß Ionin seine Misiion in Sofia in conciliantester Weise fortsetzen wird. stmg düM Tilgung i Als Eröffnungsvorstellung halte bie Direktion bas Bürger'sche Lustsoiel- f tr" aemablt Wnch htm Tttpf m scku-kt-» un»,. L. V? fig€htrrn»2lf>ei?b bet der Kaiserin ein. Anläßlich des heutigen Geburts- ber n< arnA beu£e Bormittag 101/2 Uhr große Gratulations-Cour statt, zu welcher die kronprinzlichen Herrschaften, die Großherzoglich badische Familie, der b{e Herzogin v. Hamilton, die Fürstin und der (^bprtnz von Dürften berg, sowie die Oberhof- und Hofchargen erschienen waren b M^stateu mit den übrigen Fürstlichkeiten dem Gottesdienste im Großherzoglichen Schlosse bei. Nachmittags findet ein großes Diner bet der jtdtjertn jiott. Dresden, 30. September. Der Köniq ist heute Abend nach Wien abgereist. _ . .^Esth, 30. September. Das Amtsblatt veröffentlicht ein kaiserliches tzandschreiben, in welchem die erbetene Entlassung des Ministers für Kroatien und Slavomen, Bedekowitsch, unter Versicherung der Anerkennung und des Dankes für geleistete Dienste genehmigt und derselbe bis zur Ernennung eines Nachfolgers mit Fortführung der Geschäfte beauftragt wird. r «TW 30. September. Von den wegen Zerstörung der Amtsschilder ; hrerselbst Angeklagten sind 29 verurtheilt und 9 freigesprochen worden. Von ersteren wurden einer zu sechsmonatlichem, 2 zu viermonatlichem und 26 zu achttägigem bis dreiwöchentlichem Arrest verurtheilt. Die Vertheidiger meldeten dre Nichtigkeitsbeschwerde an. Die Verurtheilten bleiben in Haft. Paris, 30. September. Heute Mittag sand in der Mumcipal-Kaserne, tn welcher sich gegenwärtig die Polizeipräsektur befindet, eine Gas-Explosion statt, durch welche ein Theil des Pflasters des ersten Hofes in die Luft ae- schleudert wurde, während die Säulen des Vestibules und die zur Wohnung des Präfekten führende Treppe stark erschüttert wurden. Zwei Arbeiter, ein Beamter ein Stadtsergeant und die Tochter des Castellans wurden schwer- verwundet. y Schiffs Nachrichten. ftulba Eav^/?n^^ptcmber. (Per transatlantischen Telegraph Der PostdamM Sw'rl?' 6-Unbütsch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 19.Septtr Hb ?0, September von Southampton abgega»gen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. ,T 4 i n l ^.September. sPer transatlantischen Telegraph-^ Der Postdamp ^seicr, Capt. H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher an ZDI*'; A bann 4*6 5,0f*. S rtrJiiiiperatu1 Ällkcblögen gei sZMst-ll« 'Xfci Dr. I M- ~ N? "»-8 den s.®»rmifta8§ i'^'tfigen $1 Mtzrachil K**, 1 r^SO.Sep ™,, •' n£ Ä 1 Groüb' ^°"^rben 2 Klasse: Oberst o. Seebeck, Commandeur d-i 1 (Srofei” ?nfnI8/^,hnÄr^£® 9^" Klasse: Oö-rstlieutenant ». d. Osten v>» cy'nt sb . rr« ' lLerbgarde-) Regt. Nr. 115, Oberstlieutenant Bertram vom 2 GrK v NMtM ^■f1sB6,tRoetflmUlcnan* Kunowski unb Oberfllteuteri ”om 4 ?»rn6h ^"^^Lew-Regt.) Nr. 117, Oderstlieutenant n. R-ttiei, manbeür bA ^^ ^rE-R^'Aa^-DragLeai") Snf^eflt fßdb^^gt) Dom 3’ M °°rb-0 Reo^ F-ldwed-I W-nzlau vom 1. Großh. Ins. lö^ Sir Sdbroebet Helnstabt vom 2. Großh. Jnf.-Regt. (Geoßherp,» 'n? i Sn8=l »sm 3. Großh. Jnf.-Regt. (Leib-Regt., Nr 117, Hau« 1 Großh ‘ Draa^Äat arI-’ ^r- 118. Wachtmeister Lochmann «>« Böchs-nm-ch-r iGarde - D.n-g. - Regt > Nr. 23, Vic--Wachkm-ift7r Kolb Ducyienmacher Stiepel vom 2. Großh. Draa.-Regt (Leib-Draa -9?eat) sy?r 24 Fti- D-°rm»a^°N FFd-Art/Regt. N?. L^Großt Ar?Ss" ' Kaiser baden lOrbensv-rl-ihnng-n.s Seine MajestSt >a DffÄ a ÄJJ, ,bt“ Eisenbahn - Stationsvorsteher 1. Klaffe M Kronen Orben 4 Ä Uknb b^m, Kas-rn-ninspector zu Gießen, Lambert, ben Äonßl. Allg-m-im EUnLL-zu7erU-m S“ ° W stübun^mo^nr,^k!a S-p>-md-r. Zu welch brastischen Jncono-nienz-n bas Ulti-N Auaus?1»7» 0,1 nachstehenbem B-isviel zu ersehen sein: ?n möbrenb her fSnf?« Cr ? Jb Baden hier wegen Bettelns'n Haft genommen: städtiscke -&l ber ^ann in Geisteskrankheit, was seine Verbringung in bos Besieruna^ick machte. Da dort in mehrmonatlicher Behandlung sich er- ^eDDenßm bie Ueberführung des Kranken in die LandcsirrenanM 7 Jahren - der Tod eintrat. Und fragen Hir Einaanas erwäbn^n ^tner stebeniahrigen Verpflegung, nach den B-sttmmungen des flrmennthn»h h,a ä 3U trü0en hatte, so erhalten wir die Antwort: der ßanfr nickt bÄs?? anr’H? Darmstadt, da die betr. Person einen UnterstützungswohnH Das KHülfsbedürftigkett aber im Kreise Darmstadt zu Tag getreten «. sckaitlick? Vhmi ? ^en Fällen an, daß der pflichtige Landarmenoerband „rMfy bie'hm zur Last gefallenen Person genoffenI Wo sind her m ? Än Vortheile? Achnliche Beispiele lassen sich aus dem ganzen Reiche Gesetzgebung bdbr nsCn unb beweisen die Reformbedürfligkett der etnschlagenben ParLK, 30. September. Der König von Spanien wohnte heute Vormittag der Meffe in der St. Clotilden-Kirche bei und wird heute Abend bei dem Präsidenten der Republik im Elysö-Palaste diniren. Die Jagd welche heute der Rambouillet stattfinden sollte, ist des schlechten Wetters wegen abae- sagt worden, dieselbe soll, wie es heißt, morgen stattfinden. Heute Mittag beaab sich der Komg von Spanien mit seinem Vater nach Epinay, von wo er um o Uhr zurückerwartet tvird. 37 fisten Blätter geben ihrem Bedauern über die Kundgebung beim Eintreffen des Königs von Spanien Ausdruck. Neapel, 30. September. In Casamicciola ist eine Typhus-Epidemie ausgebrochen. Von 5 Erkrankten ist bis jetzt einer gestorben. Die Kranken sind sofort isolirt worden. Madrid, 30. Setember. Hier fand heute zur Jahresfeier der Revolution von 1868 ein Banket statt, an welchem etwa 100 Personen theilnahmen Dasselbe ist ohne weiteren Zwischenfall verlaufen. Belgrad, 30. September. Der König wird morgen Nachmittag hier zurückerwartet. — In Folge der zahlreichen Proteste, sowohl Seitens der Liberalen, als auch der Radikalen über Wahlunregelmäßigkeiten kann der Verifica- tions-Ausschuß seine Arbeiten erst am Mittwoch zu Ende führen. Die formelle Constituirung der Skupschtina soll am Donnerstag erfolgen. Beriin, 1. October. (Privat - Depesche^. Die „Posener Zeitung" meldet, Ledochowsky habe auf die Wiedereinsetzung als Erzbischof von Posen- Gnesen verzichtet und hiervon dem hiesigen Prälaten brieflich Mittheiluna gemacht. y Krankreich. ^ Paris, 29. September. Der Kömg von Spanten ist beute Wnrftmith™ q MLr»L,L7L" b” »«»>«.. st.;“!,3, s: »»äwüäxäwä bemerkbar, mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. öcyreten und scheu — Die Nachricht von der Demission des Seinepräfekten bestätigt sich nicht. Aegypten. cm ■ AU^andrien, 29. September. Der neuernannte englische General,l5nnsul Sng®nar,n8 """" Vormittag von b-m Kh-biv- Ä s-trLr°Linz , , ,®*c UlemoS ber Universität EI-Azahr haben einen gegen ben tatschen SBro- Pbeten gerichteten Aufruf an bie muselmännffche Bevölkerung erlassen. Der Aufruf soll auch tn ben Provinzen von Suban verbreitet werben. “ 4u'tu' >cu Amerika. , - Bork, 29. September. Nach einer Depesche des „New-Aork Herald aus Hongkong von heute hat die chinesische Regierung 2500 $otitei« Agenten angemorben, um die Ordnung aufrecht zu halten. Joursix" gewählt. Nach b.m Titel zu schließen, sollte sich bw Tenbenz bes'Si^ Be0en bie fterikn Empsaugsabenbe im Hause eines Parvenüs richten, ein In bet S '**' bankbares Lustsxielmotiv, inbessen tritt ber Jour fix mehr als Eoiiabe h°nbelt sich im WOentlichen um bie Liebeswlrbung zweier junger L ut L®? Rumänen Botuschanu unb bes erst eine Exfften, ich errtngenben Dr. Alsreb Müller um bie Hand bes Fräulein^^HebwigTochtersbes^^Ren.s/r« » Ä"" Die Figuren, bie ber Verfasser auf bie Bühn? bnngt sinb längst ba7em^ Setannte: E ehrgeizige Frau, bie ihren biebern Gatten burchaus zu etwas mochte, em sich aufschlteßenber naiver Backfisch, ein im Strubel her i ns * Spieler h°rabgesunkener Arzt, ber durch seine Frau gerettet wirb, Kunstbittttaniea m zweifelhafter Begabung rc. u"itwienan«n oon Die Darstellung war im Ganzen vortrefflich. Den Lowenantheil an dem Beifall nahm ber Darsteller bes Rrnti-r . ^err»$lU«fLlÜt ?tS '? Anspruch. Mit Blitzesschnelle wußte ficb biefer SünbÄ Spiel freanbetI Publikums zu erobern. Von diesem Herrn neÄ^ Vermischtes. Darmstadt, 28. September. lOrdensverleihungen.'I Seine Maiestat htt O?hen Aliergnäbigst geruht, brn nachbenannten Offizieren, Unterofstzieren u f.u. Orden zu verleihen und z^ar haben erhalten.^ 6 1 den Rothen Adler-Orden 2 Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Rim- Generalmajor v. Grote, Commandenr Der 49. Jnf.-Brigade; ° m den Roihen Adler-Orden 3. Klasse mit der Schleife und Sckwerten am Nino^ «t.6 25;Unl> E°mmandeur des Großh. F-lb-Art.-N-A den Rothen Adler-Orden 3 Klasse mit ber Schleise: Oberst Baron v ffoü-S Commandeur des 2. Großh. Jnf.-Regts. (Großherzog) Nr. 116 Oberst v Dresko Commandeur des 2. Großh. Drag.-Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr. 24- c- . be” Dothen Adler-Orden 4 Klasse: Rittmeister v. Bachmayr vom 2 Rbeiniilb. ' l:ommandlrt als Adjutant bet der Großh. (25.) Division ü. Olberg vom 1. Großh. Inf.- (Leibgarde) Regt. Nr. 115, Major Mache und öavrl mann v. Heyden vom 2. G^oßh. Jnf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 Hauptmann K v. Goltz vom 3. Großh. Jnf.-Regt. (Leib-R.gt.) Nr. l!7, Hauptmann Frh"°M°rsÄ o. Bieberfiein vom 4. Gcoßh Jnf.-Regt. (Prinz Carl) Nr. 118, Major ^rhr v GletW gen. D-_?^uB,:Durm vom 2. Großh. Drag.-Drng -Regt (Leib-Drag -Regt) Nr 24 fimil- mann Schede vom G-oßh. Felb-Art.-Regt. Nr. 25°(iZ pßh A^-Corps»! ' 6 ’ mit rn ""Schwertern am Ring- zum Königlichen Kronen-Örben 2. KW Ätg^b?, " Qm Ä'n0e: *SineralinaJ‘>c v. Rabecke, Commandeur der 25. Cao-lleri» Comman'be5'be"r <^°r°lm°jor v. Wusjov, n Königlichen Kronen-Ocden 2. Klasse mit Schwertern am Ringe- Oterli Nr.^ll?"^^^' 6ommanbeut des 3. Großh. Hess. Inf. - Regts. (L-ib-Regimeitff Herr Voigt verstand es, den gutherzigen, radebrechenden sRnmnnp« ^MYL'KLL'ES!Ä »ÄÄÄ tfi war, halten wir natürlich mit unserem Urlheil zurück. — Der bfrntS fmfd)er Dr. TOÜÜer sanb in Herrn S chölermann einen tü^gen'Ä r Die übrigen Mitwirkenden waren mit Erfolg bestrebt ihre mehr nJ/r rn. „ bebeutenben Rollen möglichst ansprechend zu gestalien. Wir erwähn h^beinS' 6errn Schreiner (Arzt Volkart), Fraulem Kohrsen I. (g®u®0"t "rt^'± L Sd,r,f,ft£U£r einen Eheste "E,nbLck'"°"' ^ ^^"tat.ung wie die ganze Jnscenesetzung gegen ZeLn Schneids vo^WMch" 'wege^R^ubmorb Entlaße bet Staatsanwaltschast bei ben Schlußantrögen babtn formulirt • “ S * 3?^t995n^I-fl8te1^U[bt£\bu^ etne und biefelbe Hanblung a. am 22. Marz 1883 auf bem öffentlichen Wege zwischen Willofs unb ffirehn™ ben öattbe «mann aron Weil' von Grebenau vorsätzlleh getödtet und Todtung mit Überlegung ausgeführt zu haben: Un6 3SK.3Ä’g™ ”U«*• tUcn S^ntito. banaC6 °Ud) ba8 dchulbig ber Geschworenen unb bie'Verurtheilung d-i ■ Ae Forst- Ms-Einneh 'Dienstag, Monti -Mendes Hofgl ? in Gießen, KI -^Hugo Pergi d0oabraefenb,5 Artens rc. he fa» t; M xxxx 9h.: ’-'J chmlige Ät dm 2. . .Nachmittag Stelle auf .^ersteigert wr .Schlag erfolg M den A. Se ^roßßerzogl Lüd US ■ WZ WWW 6526 -Hoffmann, Concursverwalter. 1837. HttrI Berger, Lindenplatz. 6531 feinsten Doppel Esstg Demyohns (Korbflaschen) Inhalt Mark 6410 JL. Kauf. Emballage. Leere Demyohns zum Füllen werden mit ^-2, M. 1,50 und M. 1 wieder anaenommen. 30 20 10 । OTÄ Liter u u incl. in von tr tf Der zur Adler-Hofraithe gehörige, ungefähr 300 Klstr. haltende Garten ist zu verkaufen. Derselbe ist Bauplatz, eignet sich auch durch seine Lage am fließ. Wasser für Gärtnerei, Bleiche rc. Mittwoch den 3. Oktober: Viel Lärm um Nichts. Donnerstag den 4. Oktober geschlossen. Freitag den 5. Oktober: Jphtgenta auf Tauris. Samstag den 6. Oktober: Königslieutenant. Sonntag den 7. Oktober: Freund Fritz. Dienstag den 2. Oktober: Tasse Thee. OU - Seine MvIE ta Unterotfijkitii|.6 chweitnn Zlhweltenuv^ oßh- FE erst BaronW 5, Odeistk.Ä Handel und Betfebt. Frankfurt, 29. September. Auf dem heutigen Markt kostete der CentnerHeu K 2.80—3.50, Stroh 2.80—3.50, Eier das Hundert X 5 80—7.00, Stück 7 Butter 1. Qualität X 0.92, 2. Qualität X 0.00, Kartoffeln per Certner X 2.00—2.50 Kchlrabi 4-6^ per Stück, Erbsen per Pfd. 00—00^, Rothkraut per St. 15—25 Poularden X 0—0, Huhn 1.00—1.30, 1 Ente X *2.00—3.00, 1 Taube 50—60 Hohn X 0.75—1.30, Gans X 4—7.00, Welsche X 8-9. Witterungskunde.') 2 Oktober. Dienstag. Winde schwächer bis mäßig, frühmorgens fast windstill, ttebelfß, dann aufgeheitert bis sonnig, nach Osten zu mehr trüb, auf Mittag zu wolkig Vs bedeckt, kurze Zeit Regen drohend, spätnachmittags bis Abends aufgebessert, mmentlick in Ostdeutschland. 3. Oktober. Mittwoch. Es wird kühler von Osten her. In Petersburg dürfte ftäinachts Frost eingetreten sein. Frühmorgens nebelig bis dunstig mit Neigung zur Aufheiterung, auf Mittag zu und Nachmittags Bedeckung bis zu Regenschauern, gegen Abend aufgeheitert. spätnachts Niederschläge. In West- und Süddeutschland bet sinkender Temperatur und noch schwach westlicher Luftströmung mehr allgemein trüb, zu Niederschlägen geneigt, in Norddeutschland bei aufgefrischten nördlichen bis östlichen Winden kühler, stellenweise mit gewitterhaften Niederschlägen. *) Aus Dr. L- Overzter's Wetter-Prognose für den Monat Oktober, abgeschlossen am 20. September (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 XY — Nachdruck verboten. )e d'r UchibiH: 'Nliii: mg ß'Uofhnbtomn i ch gelödiil M i; Wril von tee: Weil gehölik, hk1 ^ch bk von tz«-; en, ik Vemhiluozki z, September von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Galveston angekommen. Bremen, 29. September. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Mein, Capt. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. September von Bremen und am 18. September von Southampton abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Newyork angekommen. 6032 Ein braver Junge in die Lehre gesucht. LouiS Schultze, 7.- 5.— 3 — 5337 !r. 24; oyc vm 2 M i5.) DiG.fi or MachiM .6, HauoiM^ mann FlW i hjor Torps); eur V&'W eralmajor v- Dienftag den 2. Oktober: Teil (Oper). Frei tag den 5. Oktober: Aida. Außer Abonnement Samstag den 6. Oktober: - ' " ' ' ■' M.a itifli»*1# (im; ~ \ l r, Die lustigen Wetber von Windsor Sonntag den 7. Oktober: Der Prophet. SM Bonn S. Rh. X Berlin C. . § Gegründet Bekaimtmachrmg. Dre Forst- und Feldstrafen der IV. Periode d. I. werden bei der Dlstncts-Einnehmerei Gießen I vom 1. bis 25. October er. an den Zahl- tazen Dienstag, Donnerstag und Samstag erhoben. Ä PattiBon’« 6519 «iclitwatte, Htt und Rheumatismen * Gesichts-, Brust-, Hals- iw teien'. Hand- und VLh. Gliederreißen, Rücken - und & .l M und halben zu 1b;i Herrn Heinrich Wallach. Ätz 6530 Eine gebrauchtes Sopha und desgl. Bettstelle nebstSprungfedermatratze billig abzugeben.P. Hollmann. Die Dampf-Kaffee-Brennerei von A. Zuntz sei. Wwe. empfiehlt ihre Specialitäten Gehr. Java-Kaffee’s la. gebr. 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Oktober 1883. „ „ ®,,r^?nr§.'£29- September. lFruchtpreise.l Weizen 20.20, Korn vH 18.90 Safer vH. 13.80, Erbsen vH. 18.00, Lein JL 00.00, Samen vH. 00.00' jcarioijein «/ft* u.uu. a. M., 1. Oktbr., Racbmittaas 2 Uhr — Min. CM ear^vbiskp-7- durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen ) ^^sbahnactien 2715/, Galizier 247Vr, Lombarden 131 Ro^d- westbahnactien 165, (Aotthardbahnactren 107j/4, Darinstädter - Bankactien 158'/» E-mm-ndit l93'./,°, Oesterr. Silb-rrent-' 66 r c) d) Grüner Java, hochfein Plant. Ceylon, hochedel Gelber Java, vorziigl. . Perl Ceylon, feinfein . Blauer Cuba ...... Gold Java Auslese. . . Mocca di Djesbl Auslese Abends geschloffen. 6471 6363 Kelterobst kauft Chr. Ino» blut, „Promenadehaus". s K CO 91, > 9^ ’ 9fc > 91j ' 9i . 9fe . 9ti > 9Vj > 6509 Der obere Stock meines HausiH mit oder ohne Mansarden. Professor Dr. v. Ritgen. Tagesschule mit offenem Zeichensaal: Zeichenunterricht und Kostenberechnungen. 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