Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureaur Schulstraße 7. unver- einem ebenen. r besonderen iae ** 1 ** Pflicht, rer Mit- enstag Sterbe- [en ist- ; Gatte Müller. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberstcht. Gießen, 1. Mai. Die herzlichen Beziehungen, welche zwischen den Kaiserfamilien Deutschlands und Oesterreichs herrschen und die der politischen Freundschaft zwischen beiden Ländern durchaus entsprechen, haben schon des Oestern durch die Zusammenkünfte und gegenseitigen Besuche von Mitgliedern beider Herrscherhäuser ihren Ausdruck gefunden. Auch jetzt wellt wieder ein Mitglied unserer Kaiserfamilie, Prinz Wilhelm von Preußen, der Erbe des deutschen Kaiserthrones, als Gast am Wiener Hofe, wo Prinz Wilhelm am Freitag eingetroffen ist. Kaiser Franz Josef war selbst beim Einpfange des Prinzen auf dem Bahnhofe anwesend und begrüßte denselben aufls Herzlichste. Von Wien aus wird sich Prinz Wilhelm auch nach Prag begeben, wo bekanntlich Kronprinz Rudolf und seine jugendliche Gemahlin residiren. Die weiteren parlamentarischen Dispositionen sind nun in der am Donnerstag stattgesundenen Sitzung des Senioren-Convents des Reichstages, welcher auch der Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses, Herr v. Köller, beiwohnte, dahin getroffen worden, daß vorläufig die Sitzungen des Reichstages täglich um 12 Uhr beginnen, während das Abgeordnetenhaus mit seinen Berathungen um 10 Uhr anfangen wird. Herr v. Köller gab zu dieser Vereinbarung seine Zustimmung, jedoch unter dem Vorbehalt, nach Bedürfniß für das Abgeordnetenhaus Abendsitzungen vorzuschlagen. Diese vorläufigen Vereinbarungen werden voraussichtlich bis zu den Pfingstferien Geltung haben, welche für den Reichstag am Donnerstag vor Pfingsten beginnen und am zweiten Dienstag nach dem Feste enden werden. Weitere Vereinbarungen zu treffen, hielt man nicht für angezeigt, da angenommen wurde, daß das Abgeordnetenhaus nach Pfingsten nicht wieder zusammentreten, sich vielmehr mit der Durchberathung der Verwaltungs-Gesetze begnügen wird. Der Reichstag beging am Freitag einen merkwürdigen Gedenktag; an diesem Tage ist nämlich genau ein Jahr verflossen, seit die laufende Session eröffnet wurde, so daß der Foyerscherz vom „langen Parlament" nicht ohne Berechtigung erscheint. Die Verhandlung des preußischen Abgeordnetenhauses über die Anträge Windthorst's, betr. die Freigebung des Messelesens und Sacra- mentespendens, hat über die augenblickliche kirchenpolitische Situation nicht allzuviel Licht verbreitet. Dennoch war die Debatte dadurch von Interesse, daß sie den Parteien wieder einmal Gelegenheit bot, ihre Stellung zur kirchenpolitischen Frage darzulegen. Auf der extremen linken wie rechten Seite des Haufes haben die Forderungen des Centrums entschiedenes Entgegenkommen gefunden und wenn auch trotz dieses Umstandes die Anträge Windthorst abgelehnt wurden, so hat die Annahme der bekannten Resolution der Conservativen praktisch doch ungefähr dieselbe Wirkung. Jedenfalls hat das Centrum alle Ursache, mit der entgegenkommenden Haltung der Conservativen zufrieden zu sein und kann darum das Resultat der Verhandlung vom vorigen Mittwoch im Großen und Ganzen als einen Triumph der von ihm vertretenen Sache betrachten. Die schon f o vielfach erörterte Angelegenheit der Straßburger Tabaksmanusaktur bildete am Donnerstag den Gegenstand mehrstündiger Verhandlungen des elsaß-lothringischen Landesausschusses. Im Verlaufe derselben trat Unterstaatssecretär v. Mayr den Angriffen, welche der Abg. Zorn v. Bulach gegen die Leistungen und Verwaltung der Manufaktur gerichtet hatte, in entschiedener Weise entgegen. Wohl hauptsächlich unter dem Eindrücke dieser Erklärungen des Regierungsvertreters nahm der Landesausschuß am Schluß der Debatte den Antrag der Commission auf Beibehaltung der Manufaktur mit allen Stimmen gegen diejenige des Abg. Bulach an. In Frankreich hat die Rentenconvertirungs - Angelegenheit einen für das Cabinet Ferry und speciell für den Finanzminister Tirard durchaus günstigen Verlauf genommen. Senat wie Deputirtenkammer haben der Conver- tirunzs-Vorlage Tirard's mit großer Majorität zugestimmt und hat die Vorlage durch ihre Veröffentlichung im „Journal officiel" bereits Gesetzeskraft erlangt. Ob die Kammer bei Bewilligung des anläßlich der Tongking-Expedition geforderten Fünf-Millronen-Creoits dieselbe Bereitwilligkeit zeigen wird, muß abgewartet werden. Jedenfalls zweifelt aber die Negierung nicht hieran, denn sie würde sonst schwerlich in den Vorbereitungen zur Tongking-Expedition einen solchen Eifer entwickeln, wie gegenwärtig geschieht. Der große Mordproceß in Dublin nähert sich seinem Ausgang, der für die Angeklagten, soweit sie nicht schon verurtheilt sind, ein verhängniß- voller werden dürfte. Bereits vor zwei Wochen wurden zwei der Theilnahme an dem entsetzlichen Doppelmorde im Phönixparke Ueberführte zum Tode ver- nrthellt und am Freitag hat das Gericht auch über einen dritten der Angeklagten, Fagan, das Todesurtheil gefällt. Bezüglich eines Vierten, Timothy Kelly, vermochten sich die Geschworenen nicht zu einigen, obwohl sie zwei lange Sitzungen betreffs seiner Person abhielten. Das Verfahren gegen Kelly ist in Folge dessen am Montag aufs Reue ausgenommen worden. In der vor dem Landgerichte zu Bowstreet am Donnerstag stattgefundenen Verhandlung wegen des Whiteheadffchen Dynamit-Complottes bezeugten die Vertreter von vier Fabri- kanten-Firmen, daß Whitehead sehr große Quantitäten Salpetersäure, Schwefelsäure und Glycerin von ihnen bezogen habe. — In Rorthampton ist eine geheime Nitroglycerin-Fabrik entdeckt worden. Die Krönung des russischen Kaiserpaares wird nunmehr, wie aus einer dem päpstlichen „Moniteur de Rome" aus Petersburg übermit- । telten und anscheinend ofsicwsen Meldung hervorgeht, am 27. Mai stattfinden. Das kaiserliche Manifest, welches bei den Krönungs-Feierlichkeiten unter die Volksmenge vertheilt werden soll, wird gegenwärtig in Hunderttausenden von Exemplaren in Moskau gedruckt und ist ver Text von buntgemalten Rändern umrahmt, eine Concession an den Geschmack des russischen Volkes. Ein Thell des dirigirenden. Senats wird sich auf speciellen Befehl des Kaisers yach Moskau begeben, um während der Krönungszeit zur Promulgirung von Manifesten, Ukasen und Allerhöchsten Anordnungen, wie auch zur Erledigung der laufenden Angelegenheiten zugegen zu sein. Wie neuere Nachrichte naus Konstantinopel besagen, ist Dänisch Effendi jetzt als Gouverneur des Libanon in Aussicht genommen. Seine Ernennung soll bei keiner der Mächte auf Widerspruch stoßen und steht man derselben in diesen Tagen entgegen. Der in voriger Woche zu Philadelphia abgehaltene irische „Convent" hat die Welt mit einer neuen Schöpfung beglückt. Auf briefliche Anregung Parnell's hin ist die Gründung einer amerikanischen Landliga beschlossen worden, zu deren Präsidenten Mornley gewählt wurde. Die neue Liga hat indessen durchaus keinen „Dynamit-Charakter", vielmehr mitt sie auf gesetzmäßigem Wege vorgehen, um ihr Programm — Volksvertretung für Irland, Schaffung eines besitzenden Bauernstandes u. s. w. — durchzuführen, woraus man wohl den erfreulichen Schluß ziehen darf, daß die gemäßigten Elemente in der irisch-fenischen Partei die Oberhand gewonnen haben. Deutschland. Darmstadt, 30. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog werden Sich, begleitet von dem Hofjägermeister v. Werner, heute Nachmittag 4 Uhr für mehrere Tage zur Auerhahn-Balz nach Alsfeld und Grabenau in Oberhessen begeben. Darmstadt, 28. April. Erkrankungen an Menschenblattern sind seit Anfang dieses James bis jetzt aus dem Großherzogthum angezetgt zusammen 95 lJanuar 5, Februar 22, März 24, April 39). Damit ist der Krankenstand des ganzen wahres 1881 (72) bereits überschritten und der von 1882 (96) nahezu erreicht. Bon den 95 Fällen kommen auf Darmstadt 1, Bensheim 1, Dieburg 7, Heppenheim 1, Offenbach 10, Gießen 4, Groß-Linden 9, Friedberg 3, Bruchenbrücken 7, Södel 2, Ilbenstadt 3, Fauerbach b. F. 1, Schlitz 1, Wetterfeld (Kreis Schotten) 4, Matuz- Castel 22, Finthen 2, Burgen 5, Kempten 5, Gau-Algesheim 1, Hetdenfahrt 1, Oppenheim 1, Nierstein 1, Wörrstadt 1, Worms 2. Die Betheiligung der seßhaften Bevölkerung an den Erkrankungen ist bis fetzt sehr gering, beiläufig die Hälfte aller Erkrankten besteht aus vagirenden Elementen. Es handelt sich zum Theil um Leute, die arbeitsuchend umherziehen und die gefundene Arbeit in der Regel nach wenigen Tagen wieder verlassen, meistens aber um mittellose Landstreicher, welche am Tage betteln, Nachts in irgend einer Herberge logtren, wenn sie nicht eine kurze Haftstrafe abzubüßen haben und zu einem ständigeren Aufenthalt nur durch Uebe-Weisung an die Landespolizetbehörde gelangen. Diese Leute setzen das Betteln und den fortwährenden Wechsel des Aufenthalts noch fort, wenn sie bereits krank sind, stecken auf diese Weise andere Menschen an und sind längst verschollen und vergessen, wenn bei den letzteren die Krankheit ausbricht. Woher die ersten Erkrankungen im Januar, welche gleichfalls Vaganten betrafen, gekommen sind, ist nicht ganz sicher, wahrscheinlich vom Niederrhein oder aus der Gegend von Saarbrücken. Eine spätere Quelle der Einschleppung scheint das Gefängniß zu Wiesbaden gewesen zu sein, dessen Insassen wegen des Ausbruchs der Blattern in der Anstalt zum Theil ohne vorhergegangene Impfung entlassen und über die Grenze gewiesen worden sein sollen. Die nöthigen Ermittelungen zur Klarstellung dieser Angaben sind eingeleitet. Von unseren Gefängnissen sind im Haftlokal zu Mainz, im Provtnztalarrefthaus zu Gießen und im Arbeitshaus zu Dieburg Blaiternfälle vorgekommen; es ist aber wahrscheinlich, daß noch in einigen anderen Haftlokalen Erkrankungen, die wegen ihrer Leichtigkeit übersehen wurden, zu Ansteckungen von Personen Veranlassung gaben, welche später nach ihrer Entlassung an ganz anderen Orten erkrankten. Bei der Eon- statirung der Blattern in den Gefängnissen wurden sofort die sämmtlichm Insassen geimpft und, wenn es irgend angtng, so lange nicht entlassen, bis der Verdacht, daß sie schon vor der Impfung hätten erkrankt sein können, beseitigt war. Nur rn einem Falle, in dem diese Frist zu kurz (auf nur 9 Tage) bemessen war, wurde die Krankheit aus dem Arbeitshause zu Dieburg nach Wetterfeld (Kreis Schotten) Die Hauptquelle der Verbreitung bei uns waren aber die in sanitätspolizeilicher Beziehung so überaus schwer zu controltrenden Herbergen und zwar außer einigen solchen Etablissements in Mainz vorzugsweise eine Herberge in Offenbach, ferner me zu Kempten, zu Groß-Linden und zu Ilbenstadt. Aus ber Offenbarer die Krankheit nach Darmstadt, Heppenheim und Friedberg, aus der Kemptener nach Bingen und Gau-Algeshetm, aus der Jlbenftädter, welche von jeher iin ^demtologischer Beziehung eine Rolle gespielt hat, nach $riitient)rü(fen unb Homburg v. d. H. und Hanau übertragen- In allen der zu Ilbenstadt, konnte die Person, welche zuerst in b6e?Äeraen nicht mehr ermittelt werden. Die Bekämpfung der Krankhe tsherdin^den Herbergen ist für die Sanitätsbeamten mit großen Schwierigkeiten verbunden, Publikum ist den Tag über nicht zu finden und, wenn es Abends etntrifft, zum Eingehen auf sanitatspolizeiliche Anordnungen uur sch ) verschiedenen Kranken, welche kurz vor ihrer Entdeckungden^ hatten, war es nöthig, die Anordnungen wegen eines einzelnen Falles auf mehrere Herbergen vuszudehnen. ba§ unter einem im wahren Sinne des Wortes flottanten The^l ber Bevölkerung, nämlich den Flößern auf dem Rhein, verhältnißmäßig S, -in 7 Monate altes Kind und 8 «r- SmÄr rri waren unter den Erkrankten 87 Erwachsene (darunter ein St) ein Kind von 13 und -ins von 7 Jahren ib-ide niemals^aeimvit weil "er^Vater keinen seften Wohnsitz hatte), zwei von5und8Jahren svo?Kurrein^ugezogene ungeimpste Kinder eines principiellen Jmpsgegners in Offenbach), »wci tm L Lebensjahre, davon das -in- noch gar nicht, das andere im Vorjahr ohne Erlola aetmvft und zwei im ersten Jahre, das eine ungeimpft tg-storb-n), das andere ÄVÄ °on seinem blatternkranken Vater schon angesteckt war. Mit Erfolg Ne. 1OO» Mittwoch den S. Mai 1883» ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. geimpfte Kinder sind von der Krankheit gar nicht ergriffen worden, trotzdem sie als in Blatternhäusern wohnend zu Hunderten der Ansteckung ausgesetzt waren. Es hat sich auch bei den diesjährigen Erkrankungen wieder gezeigt, daß die in den Hospitälern unserer Städte zur Jsoltrung ansteckender Krankheiten getroffenen Einrichtungen nicht ausreichend sind. In Mainz sind die Blattern in die Umgegend des Hospitals verschleppt worden, in Oppenheim im Hospital selbst bei einem wegen anderer Krankheit Verpflegten, ebenso in Gießen bet einem Bediensteten, der mit der Krankenpflege gar nichts zu thun hat, ausgebrochen. Nur die Stadt Offenbach erfreut sich einer vor der Stadt belegenen und lediglich für Jnfectionskrankheiten bestimmten, zweckmäßig eingerichteten Jsolirbaracke. Italien. Rom, 29. April. Heute Nachmittag fand im Quirinal die Civiltrauung des Herzogs von Genua mit der Prinzessin Isabella durch den Präsidenten des Senats als Civilstandes-Beamten des Hofes und den Minister des Aeußern als Notar der Krone statt. Anwesend waren alle Mitglieder der königlichen Familie, die Minister, die Präsidenten des Senats und der Kammer, die Mitglieder der bayerischen Gesandtschaft und eine Deputatton der Stadtbehörde. Zeugen waren der General della Rocca und Minghetti. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Corresponderrz-Bureau. Wiesbaden, 30. April. Se. Maj. der Kaiser sah am Sonnabend zum Diner bei Sich die Generäle Frhr. v. Schlotheim, Kameke und v. Sehkopp, sowie den brasilianischen Minister Jtajuba, und empfing den Besuch Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von Hessen. Gestern Morgen wohnte Se. Majestät dem evangelischen Gottesdienste bei und besichtigte dann das evangelische 23er' einshaus. Zum Diner waren geladen: Graf Solms-Laubach, Gräfin Schimmelmann, Frhr. v. Rothschlld, der vorher eine Audienz bei Sr. Majestät gehabt hatte, General von dem Knesebeck und Oberst Werkmeister. Heute hatte der Hosmarschall Graf v. Perponcher - Sedlnitzky und der Chef des Civil - Cabinets v. Wllmowsky Vortrag bei Sr. Majestät. Die Großherzogin von Baden besichtigte die Wilhelm-Augusta-Stiftung. Der Kaiser wird heute Abend um 8 Uhr nach Berlin abreisen. Berlin, 30. April. Reichstag. Der Präsident widmete Schulze-Delitzsch einen ehrenden Nachruf und hob hervor, daß die socialpoltttschen Verdienste des Verstorbenen eine weit über Deutschlands Grenzen hinausretchende Bedeutung hätten. Das Haus nahm dann § 69 des Krankenkassengesetzes (Gemeindeoersicherung) nach längerer Debatte fast einstimmig an. Schließlich wurde der Rest des Gesetzes (Straf- und Uebergangs-Bestimmungen) angenommen. Nächste Sitzung morgen. — Abgeordnetenhaus. Das Haus berieth die Nachtragsforderung von 157,000 A für Grunderwerb zum Bahnbau im Eifelgebiel. Prinz Arenberg sprach der Reaterung seinen Dank aus für die Fürsorge für die Bewohner des Eifelgebietes; Berger wünschte die Uebernahme der gesammten Grunderwerbskosten auf den Staat, wie bet der Weichselstädtebahn; Maybach erklärte, die Regierung verlangte den Nachtragskredit lediglich, weil die Verhältnisse im Elfelgebtet sich inzwischen verschlechtert hätten, weiter könne die Regierung nicht gehen, wettergehende Mehrforderungen müsse er als gleichbedeutend mit der Ablehnung der Vorlage bezeichnen. Das Haus verwies die Vorlage an die verstärkte Budget-Commission. Der Rest des Organtsationsgesetzes wurde sodann mit unwesentlichen Abänderungen angenommen. Nächste Sitzung morgen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." findet, daß die Aeußerungen des „Moniteur de Rome" über die Annahme der konservativen Resolution zu den Windthorst'schen Anttägen die von vornherein gehegten Befürchtungen bestätigen, daß die Resolution für den Fortgang der Verhandlungen nachtheiltg sei und die Aufgabe der Regierung erschwere. Den gesteigerten Erwartungen des Vatikans gegenüber werde v. Schlözer einen noch viel schlimmeren Stand haben als vor 8 Tagen. — Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge begibt sich der Minister Maybach zur Wiederherstellung seiner Gesundheit alsbald mit Urlaub nach Oberttalten, demnächst nach St. Moritz. — Endlich tritt die „Nordd. Allg. Ztg." den Gerüchten über die im auswärtigen Amte entstandenen Friktionen und Demissionsabsichten Hatzseldt's entgegen und bezeichnet das Gerücht als eine wohlfeile, gänzlich aus der Luft gegriffene und Hang zu Nörgeleien dokumensirende Erfindung. \ Potsdam, 30. April. Die Beerdigung des Reichstags-Abgeordneten Dr. Schulze-Delitzsch findet am Donnerstag den 3. Mai, des Nachmittags um 1 Uhr, statt. Würzburg, 30. April. Hartmann von Gaubüttelsbrunn und dessen Schwägerin Schell sind wegen Giftmordes an der zweiten Frau Harttnann's vom Schwurgericht zum Tode verurtheilt worden. Port Said, 30. April. Anläßlich der religiösen Feierlichkeiten bei Gelegenheit des griechischen Osterfestes kam es hier zwischen der griechischen und arabischen Bevölkerung zu Streitigkeiten und Thätlichkeiten, wobei mehrere Personen — sowohl Griechen und Araber, wie auch GenSd'armen, die die Ruhe wieder herzustellen suchten — gelobtet oder verwundet wurden. Zum Schutze der den Griechen gehörenden Kirche bildeten englische Truppen und englische Matrosen von dem englischen Kanonenboot „Falcon" einen Kordon um dieselbe, der griechische Consul flüchtete sich an Bord des „Falcon." Die Ruhe wurde schließlich wieder hergestellt, unter der Bevölkerung herrscht aber noch große Erregung. Lokales. Gießen, 1. Mai. Der an dm Gebäuden in Wenzels Garten gelegentlich des Brandes dottselbst entstandene Schaden ist gestern mit 38449 Mark 50 Pfg. abtaxtrt wordm. .................................. —B’-L-. -1-1—■ .L-JJJ-.1 Vermischtes. Grüningen. Auch hier ist auf Anregung und unter dem Vorsitz des hiesigen Geistlichen vor Kurzem eine Pfennigsparkasse gegründet worden, deren Verwaltung die Herren W. Gilbert, H. Bender und P. Euler übernommen haben. Wie sehr dieselbe einem allgemein gefühlten Bedürfntß entgegenkommt, geht daraus hervor, daß sich in den 14 Tagen ihres Bestehens bereits 100 Einleger bethetligt haben; die Einlagen der 3 ersten Sammeltage betrugen nahezu 100 A. Wir dürfen demnach hoffen, daß sich genanntes Institut als segensreich für unsere Gemeinde erweisen werde. Berlin, 30. April. Der Andrang zu der heutigen schwur gerichtlichen Verhandlung gegen Sobbe war sehr groß; viele Damen wohnten der Verhandlung bei. Vom Justtzmtntstertum war der Wirkliche Geheime Rath Starke, seitens der kaiserlichen Post waren mehrere Geheime Posträthe anwesend. Der Commis Johann Feld. Ernst Sobbe, 1856 zu Gernrode geboren, erklärt laut und vernehmlich und mit großer Ruhe: „Ja, ich bekenne mich schuldig, den Briefträger Cossäth vorsätzlich ermordet zu haben, um ihn zu berauben." Sobbe wurde der vorsätzlichen Ermordung und Beraubung Cossäths durch die Geschworenen mit mehr als sieben Stimmen schuldig erklärt und vom Gerichtshöfe zum Tode und Verlust der Ehrenrechte verurtheilt. Fritzlar, 25 April. Der Bau der Secundärbahn Wadern-Fritzlar-Wtldungen wird demnächst in Angriff genommen werden. Die leitenden Haubeamten haben ihr Bureau bereits in Wildungen eingerichtet und sind mit der letzten Fixirung der Bahnstrecke beschäftigt- Mayen, 24. April. Ein hiesiger Bürger, der Fröschen die Hinterbeine abschnitt und die armen Thterchm so verstümmelt weiter leben ließ, ist zu 3 Wochen Gefängntß verurtheilt worden. Eine Warnung für alle Thierquäler. Frankfurt a. M , 25. April. (Glückliche Sängerfahrt.j Zwei Frankfurter, früher eifrige Pfleger des Gesanges, gingen vo^ges Jahr als passive Sangesbrüder nach Hamburg zum Sängerfest. Dort an der Quelle der Hamburger Lotterte ließen sie sich verleiten, ein ganzes Loos zu spielen. Ein Freund von ihnen besorgte die Bezahlung und nahm auch das Loos in Empfang. Wie freudig war ihre Überraschung, als sie dieser Tage eine Depesche erhielten, worin ihnen die MUtheilung gemacht wurde, zur Erhebung des Geldes nach dorten zu kommen, da ihr Loos einen Treffer von 70 000 Mark gemacht habe. Der eine Gewinner — ein kleiner Beamter — nahm sich Urlaub und reifte nach H. ab, von wo er nun mit dem Segen Fortuna's hierher zurück- gekehit ist. Frankfurt, 29. April. Heute früh um halb 11 Uhr brach in der Bettina- straße in dem Zimmermeister Neumann'schen Holzschuppen, in welchem Herr Bauunternehmer Barthel eine große Menge Bauholz lagert, Feuer aus. Der Schaden beträgt 10,000 Mark und war nicht versichert. Ueber die Entstehung des Feuers verlautet noch nichts. Homburg v. d. H., 29. April. Der um 9 Uhr 20 Minuten von Frankfurt abgehende Homburger Zug hatte ein Unglück auf der Strecke kurz vor Oberursel bet Bommershetm, gerade mitten auf dem hohen Damme. Es platzte der linke Kolben- cylinder der Maschine. Zum Glück gelang es noch zur rechten Zeit, den Zug zum Stehen zu bringen, so daß ein größeres Unglück, das hier sehr leicht hätte bedeutende Dimensionen annehmen können, verhindert wurde. D'e Passagiere stiegen auf freiem Felde aus und g'ngen bis Oberursel auf dem Bahnkörper, eine von Homburg telegraphisch herbeigeholte Reservemaschine holte den Zug bald ab und beförderte ihn nach Homburg, wo wir mit 3/i Stunden Verspätung eintrafen. Der Zug war von Frankfurter VergnÜgungszÜglern stark besetzt. * (F. I.) Gelnhausen, 26 Apr.l. Aus Berlin wird geschrieben: Nach einer Mittheilung des Conservators der Kunstdenkmäler wird im Laufe des Sommers die Restauration eines vor zwei Jahren in Gelnhausen durch den Conservator Bickell (Marburg) entdeckten romanischen Hauses vorgenommen werden. Dasselbe entspricht dem Hauptbau der Kaiserpfalz Barbarossas und hat jedenfalls einem öffentlichen Zwecke gedient. Das Haus, am Untermarkt belegen und seit etwa drei Jahrhunderten durch einen Fachwerk- vyrbau verdeckt, ist in seinem alten massiven Kern etwa 15 Meter lang und 10 Meter tief, hat einen hohen Unterbau, ein Hauptgeschoß und ein Obergeschoß. Sehr schön erhalten und werthvoll sind die dreilh iligen Gruppenfenster auf zum Theil achteckigen, durchgehends sehr zierlichen Säulen mit Eckblatlvasen und mit einem kleeblattartig geschlossenen Portal, von welchem aus eine Freitreppe auf den Markt führte. Ein wohlhabender Kunstfreund in Gelnhausen hat das Haus angekauft, um es auf seine Kosten (18 000 Mark) restauriren zu lassen. — (Vacante Stellen für Militäranwarter im Bereich des 11. Armeecorps.j Darmstadt, Postamt 2, Postschaffner, 980 A jährlich. Eltville, Bürgermeisterei, Feldhüter, 600 A jährlich. Gießen, Postamt, 2 Postschaffner, je 980 A jährlich, Postschaffner, 944 A jährlich. Rüdesheim a. Rh, Bürgermeisterei, Bürgermeistereigeh'lfe, 750 A jährlich. Siegen, Magistrat, 2 Bureaugehtlfen, 1220 A jährlich. Soden, Amt Höchst a. M., Feldhüter, 400 A jährlich, Polizetdtener, 900 A Gehalt. SchiffSbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger, Gießen. Bremen, 27. April. Der Poftdampfer Elbe, Capt. W. Will'gerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. April von Newyork abgegange« war, ist heute 1072 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Poft und Ladung heme 12 Uhr Mittags die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 315 Passagiere und volle Ladung. Bremen, 27. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hohenstaufen, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. April von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen. Handel und Werkehr. Gießen, den 1. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund A 1.25, Hühnereier per Stück 4—5 Käse per Stück 5—9 Käsematte 3 Erbsen per Liter 22 Linsen 30 H, Tauben per Paar A 0.90—1.00, Hühner per Stück A -.2 >—1.70, Hahnen per Stück A 1.30—2, Enten per Stück A. 2.äÖ—2.50, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch 45 bis 50 Si, Schweinefleisch 60—64 H, Hammelfleisch 60—70 Kartoffeln per 100 Kilo A 8.00—10, Zwiebeln per Centner A 3.00—5.50, Milch per Liter 13—18 H. Frankfurt, 30. April. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 290 Ochsen, 10 Bullen, ca. 220 Kühe und Rinder, ca. 268 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. A 70—72, 2. Qual. A 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. A 65—66, 2. Qual. A 58—62, Kälber 1. Qual. A 62, 2. Qual. A 52 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Frankfurt, 30. April. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesigeru. Wetterauer A 20—7<, fremder A 2074—24, Roggen eff. hies. A 147r—1572, fremder A 1472—16, Gerste eff. hies. ü. Wetterauer A 1772—18 V2, fremde A 18—20, Hafer eff. hiesiger A 1272—137r, frember A 1272—1472. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. A 3872. Branntwein eff. ohne Faß A 46. 731) lieber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, . wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von BS A ASi^'^$TlESj%T 46s WOGSuEfci in Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttga/t oder München) zuvor Auskunft, einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blatter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt empfiehlt Sonntag den 6. Mai, Vormittags 11 Uhr, (att-)katholischerGottesdienst in derStadtkirche. Pfarrer Steinwachs wird predigen. Allgemeiner Anzeiger. Königs-Reisstärke, Feinste Weizenitärke, Primn Kernseife, Kugelblnu, Borax re. re. 2135 Gg. Wilh. Weidig. Lony s Bierkeller. Von heute an ist die Wirthschast auf meinem Bierkeller täglich geöffnet. 2992 Die Winterloealitäten bleiben dagegen geschloffen. Chr. Lony, Bierbrauerei. Sn* »fd.$ ’M 1,111 SteiUft De ich in m iindcnburg") s Mthschailen ir 1 Buffet, Stühle, i einige Rau Billig versteige 8 Gießen« MM btt im Normt L im Meß« MnWhar Heg unb W ft Ni M[te Bl' Sckeith- Rm- U 40,5 'M Wer 1163 Fichiensic Die ZuM c* nach L Gießen, bei Großh. Bi « ’ A 2968 WA 4 , Dir M M & «A i“ j K«*“1 8 jt M Eine ta| J* Wn andaue ^Wrs zu Ml Mb WrMt «tat *C«i !"fe'w ! JW W bi Meter*1 Mit “W ‘ I M ,0”., W «E On, dm » Herzogs WMtzW -'Y-- Chemiker in Qualität und im 3071 H. Rübsamen 5210 Nadel Bau-, Werk- und Nutzholz: 1463 Fichtenstangen mit 51,25 Fstm. $ b na^ Matz liefere unter Garantie des Gutsitzens in solider guter Die Zusammenkunft ist auf der - Maare und Arbeit. Loose Kirchenplatz. Fr. Zuleh Wwe. 2994 2901 Ein gut erhaltener, zweispänniger Wagen ist zu Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 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Vermietungen. 3068 Alicenstraße 13 eine Mansardenwohnung an eine ruhige Familie zu ver- miethen. 3074 Ein kleines Logis im Hinterhause vermiethet H. Kühn, Seltersweg 36. 3066 Das von Frau Basiert bewohnte Logis ist zu vermiethen. _____________L. Gramm. 3080 Ein kleines Familienlogis zu ver- »nethen im „Feldschlößchen"._____________ 3082 Ein Familienlogis zu vermiethen. __Sandgasse 3o. 3076 Kirchenplatz 2 ein unmöblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Näheres Neustadt 55. 3084 Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Bahnhofstraße 32. 3083 Familienlogis im 2. Stock, 3 bis 4 Zimmer nebst Zubehör, zu vermiethen- PH. Bauer, Bahnhofstraße. 3091 In der früheren Friesischen Brauerei sind Keller und Spcicherräume sofort zu vermiethen. Näheres im Haus selbst._____________ 3026 Ein Familienlogis zu vermiethen bei Adolph Hillgärtner, Gartfeld 13. 3035 Zwei ineinandergehende Zimmer zu vermiethen. Georg Debus, Krofdorferstraße. 3041 Eine Stube an eine einzelne Person zu vermiethen bei Chr. Schopbach. 3064 Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. Grünbergerstraße 12. Schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. Westanlage 7, 2. St. 3007 Ein freundl. möblirtes Zimmer. _____________Grünbergcr-Straße 18. 2118 Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _______Neustadt 1 (Ecke der Bahnhofstr.). 2665 Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen. Bahnhofstr. 48, 3. St. 2870 Ein freundl. möblirtes Zimmer zu vermiethen. Gartenstraße 11, 2 Tr. 2998 Logis zu vermiethen. Tiefenweg 6. 2679 Eine Wohnung, 4 Zimmer mit Zubehö^ bei Helm, Bismarckstraße. 3010 Anständige Arbeiter können Logis erhalten. A. Frei, Sonnenstr. 14. 2965 Das seither von Frau Professor Buchherm bewohnte Logis, Ludwigs- straße 12, mittlerer Stock, ist per 1. Juli oder auch sofort zu vermiethen. Näheres bei H. Bepler. 2951 Familienwohnung (5 Zimmer nebst Zubehör) an ruhige Leute per Juli zu vermiethen. Wernh. Dietz, Sonnenstraße. 2907 In meinem Hause sind die unteren Geschäftsräume, sowie ein Familienlogis zu vermiethen und Ende Juni zu beziehen. _____________________Georg Leib. 2876 Die mittlere Etage, 4 Zimmer mit Cabinet nebst Zubehör, zu vermiethen und Anfangs Juli zu beziehen. Louis Kinkel, Bleichstraße 5. 2626 Der Parterre- sowie der dritte Stock meines Vorderhauses, bestehend aus je 5 Zimmern nebst sämmtlichem Zubehör, sind per 1. Juli event. früher zu vermiethen. Joh. Fischer, Alicestraße 19. 1921 Marburger-Straße 24 ist der 2. Stock, 6 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenantheil, per 1. Juli event. auch früher zu vermiethen.__ , 1566 Zwei Familienlogis zu vermiethen per 1. April. LudwigJDttf), Neuen-Bäue. 1301 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei Caspar Schomber, Neustädter-Thor. 2344 Der von Frau Pastor Gott sch ick bewohnte 3. Stock meines Hauses, 5 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, ist per Mitte Juni anderweit zu vermiethen. Auskunft gibt Frau Assessor Eckstein im Hause oder Herr L. W. Plank. Carl Jughardt, Sonnenftraße 3. 2292 Ein Familienlogis und ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Fr. Fürst Wittwe. 1561 Die obere Etage meines Vorderhauses, bestehend aus 7 Zimmern, Küche, Corridor, zwei Mansarden und allem Zubehör, ist anderweit zu vermiethen und Mitte April beziehbar. Dr. H. v. Ritgen. 2378 Ein Haus (Frankfurterstr. 40), 2stöckig (6 Zimmer, Corridor rc.), mit Garten, großem Hof, Bleichplatz an eine oder zwei stille Familien zu vermiethen. Carl Wenzel. 2707 Mein Haus (Schloßgasse Nr. 5) mit Laden ist vom 1. Juli ab anderweit zu vermiethen. Wilhelm Herbert. 2581 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. W. Schäfer, Nord-Anlage. Burg-Ruine Gleiberg. Am Himmelfahrttage: 3085 Grosses Concert ausgesührt von der Capelle des 2. Großh. Hessischen Infanterie- Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krauße. Anfang 3 Uhr. Entree 30 JPfg. Akademischer Gesangverein. Montag den 7. Mai er., Abends 71/2 Uhr, beginnen die Proben zum Oratorium „Luther in Worms" von Ludwig Meiuardus. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der akademische Mnsikdirector in seiner Wohnung, Nordanlage 20, 2. St., zwischen 12 und 2 Uhr Nachmittags, und in der kleinen Aula an den Probeabenden entgegen. Auch unsere früheren Mitglieder, sowie sonstige stimmbegabte und musikalische Herren und Damen sind als Mitwirkende willkommen, da genanntes Werk einen großen Chor verlangt. 3070 __________________Der Vorstand* Gießener Zithcrkranz. Sonntag den 6. Mai 1. J., Abends 8 TJhr: Anlerhatlung mit (Concert im Hotel Einhorn. NB. Karten ä 1 sind nur in der Schreibmaterialienhandlung von W. Klee zu haben. 3Q78 Sprechstunden für unbemittelte kranke Frauen werden täglich mit Ausnahme des Sonntags von 9—10 Uhr in der Frauenklinik abgehalten. Eingang vom Brandplatz her. Die Großh. Direetion der Entbindungsanstalt 3033 in Gießen._________ Gerichtsvollzieher Gugel wohnt Bahnhofstraße Nr. 3, im Hause des Metzgermeisters Herrn ________________________Adolph Möhl dahier._______________ 2956 Meine Wohnung befindet sich jetzt Wetzsteingasfe Nr. 48 im Hause des Herrn Dr* Weber. 3031 Cour. Jos. ISeller. Baden burge ’g Am Himmelfahrttag: Tanzmusik = wozu ergebenst einladet Gg. Loth. Philipp Weller »ittc lesen! lesen rc. 46 wozu ergebenst einladet 3088 „Für Bekannte erbitte noch einige der kleinen Bücher „Krankenfreund", denn in Folge meiner unerwartet schnellen Genesung wollen Alle das Buch lesen rc." Diese Zeilen eines glücklich Geheilten sprechen für sich selbst; wir machen daher nur daraus aufmerksam, daß der „Krankenfreund" auf Kunsch von Richters Verlags-Anstalt ip Leipzig Mtts und franco versandt wird. 3027 Ein junger Lehrer ist bereit, Nachhülfe gegen mäßiges Honorar zu er- theilen, event. einen Schüler bet den häuslichen Arbeiten zu unterstützen. Näh. Auskunft ertheilt die Exped. ds. Bl. Weltersburg, Am Himmelfahrttage: Tanz-Musik, Tüchtige Arbeiter finden dauernde Beschäftigung am Neubau der Eisern-Siegener Eisenbahn. Event. Tagelohn Jt. 2.60—2.80. 3025 Meldungen auf der Baustelle Siegen. ^^081^^Ett^üte^^rbeiterEgesi!chü ,^h^^chneider^Schuhm a ch e r m e i ste r. 2918 Einen Lehrling; suchen Mettenheimer & Schultheis. Amme gesucht ß bei Carl Schulze !!.,^Neuen-Bäue 17. 2932 Ein junger Theologe ertheilt Gymnasiasten oder Realschülern gegen mäßige Vergütung Unterricht resp. übernimmt die Aufsicht über deren Schularbeiten. Auskunft ertheilen Gebr. Han- stein, Bismarckstraße 14. 2337 Ein in flottem' Betrieb stehendes gemifchtes Waarengefchüft in guter Lage ist auf eine längere Reihe von Jahren zu verpachten. ^Näheres bei I. Blitz. 2894 Feine und andere Wüfche wird sauber und billig gewaschen bei Frau Konradt, Neuenweg 40. 3092 Ein braves Dienstrnübchen gesucht. Wallthorstraße 1. 3069 Zwei tüchtige Schreiuergefellen a u f s o f o r t gesucht. Ferd. Wiedmeyer. 3065 Ein ordentlicher Laufbursche mit guten Zeugnissen, im Alter von 15 Jahren, gesucht. Näheres bei der Exped. ds. Bl._______ HangelsteinerMhenclub. Mittwoch Abend im „Stern": Hochwichtige Berathung: 8urnrna surnrnarurn. 3067 Ju kaufen gesucht: 8—10 Körbe Buchsbaum. 6. H. Schirmer. 1567 Em möbl. Zimmer mit Cabinet an einen Herrn oder eine Dame zu ver- miethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 2300 ElneStube (auf Wunsch mit Küche) zu verm. Jacob Dörr, Mühlgasse 10. 2898. Mehrere möblirte Zimmer, sowie eine kleine Familienwohnung zu vermiethen bei B. Katzenstein, Marktplatz. 2680 Marburgerftraße 13 eine Wohnung, 4—6 Zimmer, an eine ruhige Familie per 15. Juli an, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. _______ -671 Möbl. Zimmer billig zu ver- miethen.^ Bahnhofstraße 40, ob. Stock. 2449 Ein Logis, 5 Zimmer u. Zubehör, zu vermiethen. L. Huhn, Bleichstraße. 2228 Ein Logis im 2. Stock zu vermiethen bei Heinrich Schomber, Neustädter-Thor. 2569 Meine Parterrewohnung ist zu vermiethen und per 11. August zu beziehen. S. Katzenstein, Wilhelmsstraße. Arbeiter eichalten Logis iBett allein), per Woche 80 X 2977 Wolkengasse ‘17. 3058 Ein auch zwei Arbeiter können Schlafstelle erhalten. Löwengasse 26. Wermischte Anzeigen. 3075 Ein anständiges, ehrliches Mädchen wird gegen guten Lohn in eine Wirtschaft gesucht. Näh, in der Exped. ds. Bl. 231 Mk. 43 Pf. Armenkapital sind gegen genügende Sicherheit auszuleihen. 3021 Gem.-Kaise zu Klein-Linden.- aoaoooooo aocxxxxxx Für den Verkauf unserer wasser- r q echten Fahnen mit und ohne Malerei, f 3 Wappen Transparente, Inschriften, f r Fähnchen, Schleifen, Lampions. Feuer- f r Werkskörper rc suchen wir für Gießen d f und Umgegend einen tüchtigen Der- d treter gegen lohnende Provision. » > Bonner Fahnen- und Flaggen-Fabrik » g 2973 in Bonn a. 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