N hübe unb fI"Pfobien, l* ipfnben Maaren » ’udjt Stelle auf derdärrnschen oni Sonntag c ein Porte- "balt wrlortn, bin« Ludwigs >> L^n'grsLäft. X kstnndöogis ■ ^n35^g, " Pfg. ^iftngapt 17. Rüdcben, diult bei* urigen pamifit graulten mit ^nüonärimcri ' erbittet man __1343 Tinnen nnl«: rtigung ihra \V ybottnin m bit ittvrd. rienst' tmr. u- i u öfter? I lufib- i' | AeschSr I rÄ’ 12311 ■........ o ilierser c t Taxater g Utl ocooooool; ffetH ßD-r 1 fir. S1. Freitag den 2. März 1888. Amts- lmd Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. W E i Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. M*l*»»M*MM"gzaM»aMM«aP«*lM»WWWM!MIWEaWW । ■■ui •* Amtlicher Hl) ei l. Betreffend: Die Aufstellung der Jmpftisten für 1883. Gießen, den 1. März 1883. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen die Großherzoglichen Standesämter, Bürgermeistereien und Schulvorstande. Die Listen für die diesjährige Impfung werden nunmehr an Sie gelangen und bemerken wir Ihnen bezüglich der Aufstellung derselben Folgendes: I. In die Listen für Erst-Impfung werden von den Standesämtern unter B. alle Kinder eingetragen, welche in der betreffenden Gemeinde während des Jahres 1882 geboren sind und am Ende des Jahres noch am Leben waren, auch diejenigen, welche etwa mit ihren Eltern weggezogen oder an einen anderen Ort in Pflege gegeben sind. Kinder, die im Laufe des Jahres 1882 bereits gestorben sind, werden nicht in die Liste ausgenommen. Aach vollendetem Eintrag wird sodann die Liste von deut Slundesaurte mit Datum und Unterschrift versehen. Hierauf sind unter 0. von der Bürgermeisterei die bis jetzt zugezogenen Jmpfpflichtigen einzutragen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden find, dieß mit dem Vermerk anzugeben: C. zugezogen: Niemand. Erst dann ist die Liste auch von der Bürgermeisterei mit ihrem Namen und dem Datum der Ausstellung zu unterzeichnen. Die Spalte 27 ist freizulassen und sind alle etwa nötbig scheinenden Beinerkungen (also auch die Angabe der Orte, wohin einzelne Pflichtige verzogen sind, oder die Todestage der etwa in den ersten Monaten des Jahres 1883 gestorbenen Kinder) nur mit Bleistift einzuschreiben. II In die Listen für Wieder-Impfung sind unter B. die Namen derjenigen Schüler aufzunehmen, welche im Lauft dieses Jahres das 12. Lebensjahr erreichen, einerlei, welcher Klaffe sie angehören, und haben diese Einträge nach dem Schülerverzeichnisse der einzelnen Klaffen, aber nicht nach dem Kirchenbuche zu geschehen. Die Gestorbenen und Weggezogenen, sowie Kinder, welche nicht in ihrer Heimath, sondern an anderen Orten Schulen besuchen, sind nicht in die Listen ihrer Heimathorte einzuschreiben. In größeren Schulen empfiehlt es sich, die Namen der Knaben und Mädchen in getrennter Reihenfolge aufzuführen. Die Unterzeichnung dieser Listen geschieht durch den Schulvorstand unter Beifügung des Datums der Ausfertigung-. Unter C. hat dann durch die Bürgermeisterei Eintrag der Zugezogenen zu erfolgen, oder es ist, wenn folche nicht vorhanden, die Bescheinigung anzufügen: C. Zugezogen: Niemand. Die Spalte 28 ist frei zu lassen oder es sind Beinerkungen in dieselbe nur mit Bleistift einzutragen. Sie werden ersucht, fammtliche Listen bis längstens 31. März an uns einzufenden. ___Dr. Glasor._____________ Lehrer-ConferettZ des Conferenz-Bezirks Groß-Buseck ' Mittwoch den 7 Rärz, Vormittags 10 Uhr^ in Grok-Buseck.;. des Conserenz-Bezirks Lich-Hungen: Donnerstag den 8. März, Vormittags 10 Uhr, in Hungen. Gießen, den 1. März 1883. Büchner, Kreisschulinfpector. Politische lleberfieht. Gießen, 1. März. Die zur Silbernen Hochzeit des kronprinzlichen Paares am Berliner Hose geplanten Festlichkeiten haben bekanntlich in Folge des Ablebens des Prinzen Karl von Preußen s. Z. unterbleiben inüffen. An der Glanznummer des ursprünglichen Festprogrammes, an dem großen Kostümfeste, ist indessen doch lestgehalten worden; letzteres ist am Mittwoch in Scene gegangen, nachdem am Tage vorher die Gratulations-Cour bei den kronprinzlichen Herrschasten statt- gefunden hatte. Die kirchenpolitische Frage bildet gegenwärtig das A und das O nuferer gejammten innern Politik, doch lausen die Fäden in dieser Angelegenheit noch wirr durcheinander, so daß man noch kein klares Bild von den Verhältnissen gewinnen kann. Indessen läßt sich doch schon das Eine mit ziemlicher Sicherheit behaupten, daß die in den beiden päpstlichen Briefen enthaltenen Forderungen des Vatikans, welche sich in der Note des Kardinal-Staatöfecretärs Zacobmi in noch schärfer accentuirter Form wiederfinden, sich an leitender Stelle in Berlin durchaus keiner günstigen Aufnahme zu erfreuen hatten. Es ist darum auch schwerlich anzunehmen, daß auf Grund derselben die Verhandlungen zwischen Berlin und Rom ihren Fortgang nehmen werden, so daß die in Berliner unterrichteten Kreisen verbreitete Ansicht, die Antwort des Kaisers auf das jüngste päpstliche Schreiben sei in sehr entschiedenem Tone gehalten, fiemlich glaubwürdig erscheint. Die verschärste kirchenpolitische Situation spiegelt sich auch in den Debatten des preußischen Abgeordnetenhauses über den Cuttus- etat wieder, wenigstens waren die Angriffe, welche die Centrums-Redner in den Sitzungen vom Freitag und Sonnabend speciell gegen den Cultuüminister o. Goßler richteten, ungewöhnlich scharf gehalten und dem entspricht auch die Andeutung Windthorst's, daß er seine bekannten Anträge (Freigebung der kirchlichen Handlungen u. s. w.), die er schon avisirt, aber in Folge des Briefwechsels zwischen Kaiser und Papst wieder zurückgezogen hatte, demnächst einbringen werde. Im Nebrigen erledigte das Haus am Sonnabend eine Anzahl Titel des CultuSetatS ohne erhebliche Debatte. Am Montag beschäftigte sich das Haus fast 4 Stunden lang mit dem Kapitel der Universitäten und nahm die Debatte schließlich fast den Charakter einer naturwissenschaftlich-theologischen Disputation an, wozu besonders die Angriffe des Abg. Stöcker auf Professor Dubois-Reymond, den derzeitigen Rector der Berliner Universität, Anlaß gaben. Den Stöcker'schen Ausführungen, die sich der Hauptsache nach gegen die Lobrede richteten, welche Professor Dubois-Reymond jüngst in der Akademie der Wissen- ichasten auf Darwin gehalten hatte, trat in sehr beredter Weise der Abg. Äirchow entgegen, welcher daraus hinwieS, daß die Worte Reymond's weder mit einem christlichen Dogma in birectem Zusammenhang, noch viel weniger mit einem solchen in Widerspruch stünden. Im weiteren Verlause der Debatte gab noch die Schrift des Professor Beyschlag über deu Altkatholiciümus den Cen- trumS-Mitglieoern Windthorst und Rtajunle Gelegenheit zu heftigen Angriffen gegen die genannte Brochüre, worauf wiederum die Abgg. Knörcke, Enuecceruü und Weiß (Hirschberg) replicirten. _ Im Uebrigen wurden die für die verschiedenen Universitäten geforderten Positionen bewilligt. Die Briefmarken-Frage, über welche in einem Ausschüsse des Bmidesratheö zur Zeit verhandelt wird, ist ihrer Lösung noch immer nicht naher gerückt. Die süddeutschen Minister haben zwar Vorschläge gemacht, doch sollen dieselben im Wesentlichen darauf hinauslaufen, dem Reiche die aus dem postalischen Reservatrechte Bayerns und WüttembergS entstehenden Ungelegenheiten und Unkosten aufzuhalsen. Die Vorschläge der Herren v. Crailsheim und Mittnacht haben denn auch, wie versichert wird, int Bundesrathe keine Billigung gefunden und da sich andererseits Bayern und Württemberg zu keinen annehmbaren Concessionen entschließen können, so scheint die postalische Einheit des deutschen Reiches noch in weiter Ferne zu liegen. Im österreichischen Abgeordnetenhause hat am Montag die Generaldebatte über das Budget begonnen, bei welcher erfahrungämüßig, wie in andern Parlamenten, hohe Politik getrieben wird, während man zur Sache selbst so gut wie nichts spricht. Falls die Gerüchte, denen zufolge sich innerhalb der Parteien der Rechten eine gewisse Entfremdung bemerkbar mache, nicht übertrieben sind, so kann man sich auf interessante Erörterungen gefaßt machen, wobei das Rrinisterium Taaffe wieder verichiedene Proben feiner Geschicklichkeiten , zwischen den einzelnen Parteien hin und her zu laviren, wird ablegen müssen. r Die französische Regierung hat sich zu einem thatkrüstigen Vorgehen gegen die Thron-Prätendenten entschlossen. Durch Decret sind drei Prinzen von Orleans, welche in dem französischen Heere höhere Commandv- Stellen bekleideten — die Herzöge von Aumale, Alenyon und Chartres -- in Nichtactivität versetzt worden. Die Entfernung der Prinzen aus der Armee wird in dem, den betr. Decreten vorausgehenden, Berichte des Kriegümimster^ Thibaudin nicht sehr glücklich motivirt, denn es wird dieselbe mit der in der öffentlichen Meinung herrschenden Erregung begründet, wahrend es doch viel besser wäre, die Gründe für die Ausschließung in militärischen und discipll- nären Umständen zu suchen. Natürlich ist hieruiit die ^Hron-Pratendenten- Frage noch nicht gelöst; indessen kann der letzte Schritt m deisilben, die Ausweisung der Prmzen, nicht geschehen, bevor zwischen Senat und Deputitten- kammer hierüber nicht eine Einigung erzielt ist und diese wird wohl noch ewige Zeit aus sich warten lassen. - In ihrer Sitzung vom vergaugMi, Montag beschloß die Deputirtenkannuer, die Berathuug der verschiedenen Anträge au, Revision der Berfasiung am nächsten Rioutag vorzunehme». Die Adreßdebatte im englischen Unterhause zieht sich in ermüdender Einförmigkeit hin und um so mehr beschränkt sich das Jutereste an den irischen Angelegenheiten auf die irische Frage Wann die Verhandlungen des Dubliner Mordvrveesses zu Ende kommen werben, laßt sich bei der Menge bet Mi bewältigenden Materials noch nicht übersehen, jedenfalls werden sie wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Proceß droht übrigens auch zu diplomatischen Verwickelungen zwischen England und den Vereinigten Staaten z» führen, denn die englische Regierung hat die Auslieferung des in New-Jork mellenden verdächtigen Irländers Sheridan verlangt, welchen der Kronzeuge Carey der Theilnahme an den Dubliner Morden beschuldigt. In Washington dürfte man aber, nach ähnlichen früheren Vorfällen zu urtheilen, schwerlich auf das Verlangen des Londoner Cabinets eingehen, zumal Sheridan feine Theilnahme an den Mordthaten entschieden in Abrede stellt. Unterdessen kommt die Kunde von einem abermaligen beabsichtigten Attentate der irisch -fenischen Geheimbündler; im Postamte zu Ballydehob (Grafschaft Limmerick) wurde ein mit Dynamit gefüllter Brief aufgefunden, welcher an den Vicekönig von Irland adressirt war; über den Absender des Briefes ist bis jetzt noch nicht das Geringste bekannt. Ueber die Londoner Donau-Conferenz dringen noch immer sehr unvollkommene und zum Theil sich widersprechende Mittheilungen in die Oeffentlichkeit. In ihrer Sitzung vom vorigen Sonnabend sollen die Mächte lediglich die Forderungen Rußlands betreffs der Kiliainündung erörtert haben; die russische Regierung soll sich zu Gegen - Concessionen (an wen?) geneigt zeigen, doch ist noch kein definitiver Beschluß in Betreff der Kilia-Frage gefaßt worden. Eine weitere Verzögerung werden die Arbeiten der Conferenz wohl durch den Umstand erleiden, daß der neue französische Minister des Auswärtigen, Challemel-Lacour, den Vertreter Frankreichs auf der Conferenz mit veränderten Instructionen versehen hat. Berlin, 26. Februar. Die „Berl. Polit. Rachr." schreiben: Die hochkirchlichen Gruppen in beiden Lagern werden nicht eben befriedigt von der Abfertigung sein, welche der Ciütusminister den Angriffen zu Theil werden ließ, die von ihnen anknüpfend an den Fall Dubois -Reymond gegen die deutsche Wissenschaft und ihre Pflege auf den Universitäten gerichtet wurden. Der Forderung, die Wiffenschaften, insbesondere die Naturwissenschaften, den Ansprüchen der Kirche unterzuordnen, begegnete Seitens des Ministers einer um so wirksameren Vertheidigung der Frecheit der Wiffenschaft, als sie zugleich ein lebendiges Zeugniß von der Glaubenstreue und tiefen Religiosität ablegte. Nicht im Widerstreit stehen die Fortschritte der exakten Wiffenschaften mit der christlichen Religion, sondern sie führen, je größer sie sind, um so kräftiger zu Gott, so äußerte sich der Minister auf die Aeußerungen von der Ueberhebung einer „thörichten" Wiffenschaft. Noch entschiedener natürlich trat der Minister mit Recht Windthorst's Forderung freier Universitäten, in Wirklichkeit Jesuiten- Universitäten, entgegen. Daß Letzterer, als er neben der freien Kirche auch die „freie" Schule proklamirt, sich besonders um die BundeSgenoffenschast des einzigen im Hause befindlichen Demokraten bewarb, ist charaktistisch und dürfte doch die hochkirchlichen Conservativen etwas kopfscheu machen. Schon aus diesen Vorspielen läßt sich erkennen, wie scharf der Kampf bei Anlaß des in Aussicht stehenden Schul-Dotationsgesetzes, welches die Rechte des preußischen Staates über die Schule neu bestätigen muß, werden wird. Sie erhöhen noch die Bedeutung, welche den nationalliberalen Aeußerungen über die Nothwendigkeit einer Neuordnung der Schul-Dotationsfrage und die Beschaffung neuer Mittel für diesen Zweck ohnehin beiwohnt. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 28. Februar. Zur Verherrlichung der Feier des kronprinz- lichen Paares hat die Stadt sich mit einem Festschmuck bekleidet; zahllose Fahnen wehen von den Häusern, die Büsten der Gefeierten sind vielfach ausgestellt im reichen Schmucke künstlerischer Decoration. Vorbereitungen zur Illumination am Abend sind an vielen Stellen getroffen, die besonders unter den Linden wogenden Menschenmaffen sind ein Ausdruck der freudigen Bewegung, die die Hauptstadt heute beseelt. Die vielen hier anwesenden auswärtigen Fürstlichkeiten werden bei ihren Besuchen und Fahrten mit Aufmerksamkeit verfolgt und sympathisch begrüßt. Besonders vor dem kaiserlichen Palais hat sich eine große Menschenmenge angesammelt; bei den Majestäten findet um 5 Uhr Familientafel statt, an welcher sich sämmlliche in Berlin anwesende Fürstlichkeiten betheiligen. Berlin, 28. Februar. Abgeordnetenhaus. Cultusctat. StablewSkt klagt über die Schultnspektionen und über die Ertheilung des Religionsunterrichts durch Lehrer in der Provinz Posen. Seyffardt (Creseld) berührt bie Creselder Schulverhältmsse Seysarth (Ltegnitz) vertheidigt die S'multanschulen und spricht den Wunsch nach Verbesserung der Lehrergehätler aus. Windthorst sagt, letzteres sei auch Forderung des Centrums. Die Schute sei der Zankapfel der Parteien und die Lehrer würden in das Partetgetrtebe hineingezogen: d'e Liberalen wollten auf dem Gebiete der Schule vollenden, was sie durch die Mansche begonnen. Das Centrum fordere brn Ausland vor Krlaß des Schulaufsichtsgesetzes zurück, es könnte in Folge des Kampfes leicht dahin kommen, die absolute Trennung des Staates von der Kirche zu verlangen; bezüglich der Aufhebung der Slmultanschulen, durch welche der konfessionelle Friede nicht aufrecht za halten sei, müsse ein schnelleres Tempo eingeschlagen werden. Der Cultus- mintfter erwidert, er werde zur Trennung des Staates von der Kirche nie die Hand bieten, die Confessionalität der Schule sei stets leitender Grundsatz in Preußen gewesen • die Errichtung von Simultanschulen sei nur dort statthaft, wo alle Vorbedingungen erfüllt seien, er habe im Osten die Stmultanschule auf Antrag katholischer Geistlichen errichtet, neulich hätte sogar ein katholischer Bischof die Errichtung einer Simultanschule verlangt. Der Kultusminister erklärt ferner, er werde auf dem Boden des Schulaufsichtsgesetzes stehen bleiben und werde sich bestreben, die auf diesem Gebiete entstandenen Trübungen zu mildern. Knörke's Antrag, die Mehrforderung von 100,000 JL für im Nebenamt beschäftigte Schul'nspcktoren als Zuschüsse für Emeriten- gehälter zu verwenden, wird der Budg-tEommstsion flhern>{?jen. Rom, 28. Februar. Die wegen der gestern geworfenen Petarden anfänglich verhafteten Personen wurden wieder freigelaffen, da sie ihre Unschuld nachweisen konnten. Die Nachforschungen werden auf das Eifrigste fortgesetzt. Die Petarden bestanden aus starkem Kartonpapier, waren stark verschnürt und hatten eine cylindrische Form. Die Berufswahl. Die Zeit um Ostern ist alljährlich diejenige Zeitpertode, während welcher in Folge der Beend gung der Schulkurse an Tausend und Abertausend heranreif-nder Jünglinge die Nothwendtgkett hervortust, sich für einen Lebenslauf zu entscheiden ihren Eltern und Vormündern zu erklären, was sie werden wollen. Es ist das ein sehr kritischer Z itpunkt, ein wahrer Scheideweg im menschlichen Leben, denn die den Ktnder- schuhen entwachsenen jungen Leute müssen eine Wahl tnffen, von welcher in der Regel das Wohl oder Wche ihres ganzen ferneren Lebens abhängt. In vielen Kreisen ist kev allerdings nicht besonders ängstlich und vorsorglich, eber' plbt' schon sein Unterkommen finden werde, und b n htU/hPr K b e Berechnung dieser Anschauung nicht gerade streiten, immer- hn^btes ober doch von großer Wichtigkeit, daß Eltern und Vormünder mit ihren n 'n'in €ne? sehr ernstlich die Bedingungen von dem künftigen Beuna sürCbiß8bcn ^äücn' roo die eine oder andere Bedingung für die Fortschritte und die Ausdauer in dem betreffenden Berufe fehlen, sind schwere Enttäuschungen unausbleiblich und wenn dann der betreffende junge Mann sich unter verhältnißmäß-g günstigen Umständen nicht einem andern passenderen Berufe widmen kann, so wird aus ihm einer jener Unglücklichen, die in ihrem Leben nie ein rechtes Fortkommen finden und sich in oft ganz erbärmlichen Stellungen durch vermehren Ö0Cn müffcn obcr 9ar das Heer der Vagabonden und Taugenichtse Wir glauben daher dazu beitragen zu müssen, es in den weitesten Kreisen be- kannt zu machen, daß cs vorwiegend vier Punkte sind, welche bet der Berufswahl als entscheidend in Erwägung gezogen werden müssen. Zunächst haben Eltern und Vormünder darauf zu achten, daß sich bei ihren Pfleglingen eine möglichst klare und feste Neigung zu einem Berufe ausbilde und den Heranwachsenden Knaben ernstlich das Verkehrte vorhalten müssen, was in stets wechselnden Neigungen liegt. Ist nun ober ehu feste Neigung zu einem Berufe in dem Knaben oder Jüngling entstanden, so haben Eltern und Vormünder gewissenhaft zu prüfen, ob der jugendliche Aspirant die nöthige geistige und körperliche Befähigung zu dem gewählten Berufe besitzt und ob auch die genügenden finanziellen Mittel vorhanden sind, um nicht nur die erste Ausbildung sondern auch daö fernere Fortkommen dem jungen Manne zu ermöglichen. Kommt man be den einzelnen Prüfungen dieser Frage nicht mit sich selbst zu einem rechten Resultate, so ziehe man Lehrer, Aerzte oder erfahrene Leute aus demjenigen Berufe dem der lunge Mann sich widmen will, zu Rathe, denn ein Lehrer wird in der Regel eine gute Auskunft über die geistige Anlage des Jünglings geben, ein Arzt wird sicher seine körperliche Befähigung beurtheilen und ein im Berufe erfahrener Mann wird die finanzielle Seite der Ausbildung begutachten können. Gerade den beiden letzteren Bunkten sollte man bet der Berufswahl eine größere Beachtung schenken, als es bisher üblich war, denn was soll ein sonst talentvoller Knabe in einem Berufe erreichen, wenn demselben die Kräfte seiner Augen oder feiner Lungen nicht dauernd ausreichen? Und hier kann nur ein Arzt zuverlässig Auskunft geben. Oder was soll es mit einem be- lUn0eaa7Za!inAirro/rbcn' bcm die Eltern für den betreffenden Beruf wohl die M>tte der ersten Ausbildung gewahren, aber zur vollständigen Durchbildung und zu dem ferneren Fortkommen nichts thun können? Dann darf man keiner blinden Neigung oder dem Ehrgeize folgen und seine Kinder trotzdem etwas werden lasten, wozu die Mittel nicht ausreichen, sondern man muß unter solchen Verhältnissen zu einem einfacheren Beruse greifen Verwerflich ist auch das Verlassen auf das gute Glück, denn die günstigen Umstände, die vielleicht diesen oder jenen armen Knaben ein- mal ausnahmSweste zu eurem großen Manne gemacht haben, darf man bei der Berufs- watfl für seine Kinder durchaus nicht tu Betracht ziehen. Hier kann nur die kühle Wägung nach den vorerwähnten Grundsätzen richtig sein, zumal eine solche einem bejonberen ©lücTe welches sich einem jungen Manne vielleicht später barbtetet, durchaus keinen Abbruch thun kann. 8 o e a Te » ** Gießen, 1. März. sKirchen concert] Die gestrige Aufführung der Matthaus-Pa,) ton von Johann Sebastian Bach in der evangelischen Kirche bildet wieder einen großen Tag in der Geschichte unseres Concertvereins. Wir daben schon vor einigen Tagen einen Vorbericht über die Bedeutung und die Schönheiten dieses Werkes gebracht und können uns füglich zu der in jeder Beziehung gelungenen Aufführung wenden. Herr Musikdlrector Fel chne r ergriff von Hause aus das richtige straffe T-mvo und so war gleich der erste gewaltige Doppel-Chor „Äommt ihr Töchter, helft mir flogen , zwischen dem das erhabene „O Lamm Gottes, unschuldig" tönte, Stimmung erweckend. ” Nach N'acklicher Ausführung dieses Chors, die von der gewissenhaften Einübung em vollgiltiges Zeugniß ablegte, stand der gigantische Musifbau wie auf einen Steifen gegrünbet und zwar so fest, daß ihn auch ein späteres kleines Mißgeschick nicht zu erichüttcrn vermochte. Dö 8 .. aBunberbar erflreifenb und durch den Contrast an einzelnen Stellen von geradezu üb-rwSIIigender Wirkung sind di- Choräle. Wenn Christus zu seinen Jüngern spricht Einer unter Euch wird mich verrathen und diese den Meister aufgeregt fragen Hm btti ,ch s? wird gerotB i-der Zuhörer durch den nachfolgenden, sanft erklmaenden Cbor^I „Ich bin s, ichsollte büßen" aufs tiesfte bewegt werden. Von ähnlicher Wirkung sind die Choral- „Wer hat Dich so geschlagen' und „Wenn ich einmal soll icheiden "8 ' Gedenken mir auch gleich der kurzen, rhapsodischen ChorsöNe die ebcnfv »->r°k>erift«sch als kunstvoll, in den Einsätzen aber auch schwierig sind, wie z B .Laß ibn kreuzigen» und dann des Schlußchors: „Wir setzen uns mit Thränen nieder » ,,la Di- groben Chöre zu Anfang und zum Schluß müssen selbst demjenigen der nichts von Musik verlteht, zu Herzen gehen. Durch alle Chorstimmen, von denen man l-drr einzelnen m ihrem eigenartigen Gange wohl zu folgen vermochte, zeigte sich als reise Frucht soliden Studiums, eine wohlthuende Sicherheit und auch Reinheit 7n der G-iammtstimniung Nur bei dem Orchester vermißten wir zuweilen namentlich in ber Begleitung ber Recitattve, diese Reinheit. $ tn -T b ■ J*» da W R in ter E ™6 ® Ich ^Wolntö, h,,. .Hch«n-k - mit b „ °° »t. 9 " 2 L«> nb but* (Dtfe -4y,* titfta ’ onew rtitn, lr? b,r Segti N>'7'd sch,, ,f"° °»rb bi, Ä*«" Unb kN Ml ble •■ ‘bang unb m . ,:nto bhnbm n aus bj§ gut( *«i Aiabrn etn; bt1 der Herufsr 1 nnr bit Me ■ue lolfy ttnem "bietet, dllrchlllls iMhrung bet bilbet bähen schon wSMtt biefrt gtüingenni Äus- ;t St arte Tempo, öchm, helft mir :*:t, 6tonnung ib:nra ^nubirag ar ema zelsc, VM nicht zu 2ni ho gtrabqii Jüapen spricht: •;i htgtn: Herr 'r.;tnbni Choral 7 ärfung finb i$ribtn/ i|t, btt eben!» nab, tstt z 9. Ibriott lieber/ brajtmgtn, her i, rso denen nun t, sich, di l Snnbtif 'N ber t, vLMinlich te •jDj b’e ihrer Ja. bu vmsanßc pg»t mit einer 8 Jjraag mb tim T-sfingiltia de- । 'fs sien Stellen r. p treu em unh nnü @oti, "cs mb gebildet et IbaSWl®: ^(|ang4tDom Sttlertung dn tinemi JZfSc L-Ngllir --gdaial uitb ,r. . _ In! w * »in ui'!* e n, i'li«l* **£»•< r Kilninb«"1” * fciert. **L> L-n' 10. Hammel, Wilhelm, Landwirth zu Altenstadt. 11. KaSpar, Heinrich, zu Altenburg. 12. Fuchs, Heinrich II, Bürgermeister zu Lollar. 13. Stock, Heinrich Adolph, Landwirth zu Aulendicbach. 14 Loth, Ludwig, Landwirth zu Kirschgarten. 15. Kunz, Peter, Landwirth zu Ober-Roßbach. 16. Berg, Friedrich, Landwirth zu Rieder-Gemünden. 17. Schmidt, Heinrich III, Rentmeister zu Londorf. 18. Retter, Joh. Chr, Kaufmann zu Gießen. 19. Menz, Georg, zu Eifa. 20. Vogt, Heinrich Jakob, Ortsgerichtsmann zu Gießen. 21. Bingel, Heinrich II, Beigeordneter zu Gambach. 22. Dörr, Georg L, zu Rixfeld. 23 Pröscher, Ferdinand, Gastwirth zu Schotten. 24. Römer, Heinrich II., Landwirth zu Wreseck 25. Steuernagel, Johs. II., zu Rcmrod bei Alsfeld. 26. Roth, Heinrich XI., Gemetnderath zu Langtzdorf. 27. Sehrt, Ferdinand, Landwirth zu Ruppertenrod. 28. WächtershSuser, Konrad, zu Ober-Eschbach. 29. Hühn, Heinrich, Landwirth zu Lorbach. 30. v. Riedesel zu Etsenbach, Freiherr Georg, in Altenburg. Handel und Verkehr. Limburg, 28. Februar. Rother Weizen JL. 17.25, Weißer Weizen X —, Korn JL 11.60, Gerste 8.45, Hafer JL 6.60, Erbsen JL —, Kartoffeln JL —. o QSrar?/fürt, 28. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu ^L^80—3.70, Stroh JL 1.90—2.30, Eier das Hundert JL 5.20—7.50, Stück 6 Butter 1. Qualität c-AL 1.30, 2. Qualität 1.20, Kartoffeln per Centner 4.00—4.50. n. r dkrankfurt a. M.. 1. März, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer CourSbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 279V-, Staatsbahnactien 295%, Galizier 265%, Lombarden 122%, Nord- weftbahnactien 179%, Darmstädter-Bankactten 158%, Oberschlefische E.-B.-Act. —, Oesterr Silberrente 66i%e, 4% Ungar. Goldrente 76%6, 4% 1880er Russen 73%, 5% 1877t Russen 89%, 2. Orient-Anleihe 58%, Spanier 63%, 5% Rumänische Rente 93%, 4% Unific. Egypter 75, Disconto Comm. 2083 Gotthardbahnactien 111%. Tendenz: sehr fest. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde Gießen. Freitag, den 2. März, Abends 6 Uhr, 4. Wochen - Passionsgottesdienst, Pfarrer Dr. Naumann. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei I Hohensolms. Montag den S. Marz er. soll in den Districten Scheuernwald, Lappenberg und Hollerberg nachstehendes Brennholz versteigert werden: 293 Rmtr. Buchen-Scheit u. Prügelholz 1. Classe, 81 Rmtr. Eichen-Prügelholz, 238 „ Buchen- und Eichen-Stock- holz, 7860 Wellen dgl. Reisholz. Alsdann wird Mittwoch den 7. März er. in denselben Districten nachstehendes Bau-, Werk- und Nutzholz ver- . steigert: 2 Eichen - Schnittstämm^ 1. Classe mit 4,12 Fstm., 64 Baustämtne 2. Classe mit 47,45 Festmeter, 336 Eichenstämme 3. Classe mit 85,88 Fstm., zu Wagner- und Grubenholz, 98 Fichten-Baustämme m. 28,75 Fm., j 63 Stück Eichen-Stangen zu Wagner- und Grubenholz, 13 Stück Fichten-Stangen, zu Sparren geeignet. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist j e d e s nt a l Norgens 9y2 Uhr in demDistrict Lcheuernwald beim Teich. Bemerkt wird, daß das sämmtliche Gehölz ganz in der Rahe von Hohensolms und an sehr guter Abfahrt lagert. Hohensolms, den 23. Febr. 1883. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. 1345 Dörmer, Revierförster. Holzverfteigerung im Gemeindewald Reiskirchen, Freitag den 9. k. M, Vormittags von präcis 9 Uhr ab, mit dem Stammholz beginnend. Ausgeboten werden: 11 Eichenstämme 1 .Cl.—39,28 Fm., 8 „ 2. ,==14,34,, 9 „ 3. „ = 6,54 „ 3 M 4. „ = 0,65 „ 86 Radelholz-Stätnme = 10,59 „ 2 Rmtr. Eichen-Nutz, 63 „ „ Scheit, 20 „ „ Scheit u. Knüppel, 18 „ Buchen-Scheit resp. 18 „ verschiedenes Derbholz, 28,40 „ Stock und 210,50 „ verschiedenes Reiserholz. Ferner werden am selben Tage, Nachmittags 4 Uhr, in dem ganz nahe gelegenen Weidenhäusener Gemeinde- walb ausgeboten: 16 Nadelholz-Stämtne = 2,92 Fm., 25 „ Stangen, 1 „ Knüppel, 1,5 „ Stock und 19 , Reiser Groß-Rechtenbach, den 27. Febr. 1883. 1102 Das Bürgermeister-Amt. Allgemeiner Anzeiger. Holzverfteigerung in der sürstl. Oberförstern Lich. In den Districten „Konzebühl" und „Brunnenwald" (an der Gießener Straße) soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Montag den 5. März: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Rm. Rm. Rm. Wellen Buchen 82 170 68 2000 Eichen — 96 66 1270 Dienstag den 6* März: 224 Eichenstämme von 15—40 Ctm. Durchrn. und 6—18Mtr. Länge mit 70,97 Cbrn., zu Bau- und Schwellenholz, Gruben - und Wagnerholz tauglich, 3 Buchen- und Elsbeerstärnme mit 1,41 Cbrn., 59 Eschenstämme und -Stangen von 9—21 Ctm. Durchmesser und 8—16 Mr. Lange mit 10,05 Cbm., 67 Eichenstangen mit 6,54 Cbm. und 26 Fichtenstangen mit 1,30 Cbm. Inhalt. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr auf der Gießener Straße bei dem großen Teich. Lich, den 24. Februar 1883. 1317 Wimmenauer. Holzverfteigerung im Fürstl. Schutzbezirk Dorfgill. Montag den 5. März ds. IS., Morgens 10 Uhr, werden im Fürstlichen sogenannten Langenwald bei Dorf-Gill öffentlich verkauft: 1) Im District Kirchbossboden. 72 Eichen-Stämme mit 30,92 Fstm., 33 Rmtr. Eichen-Werkholz, 36 „ >, Prüaelholz, 1800 Stück „ Wellen, 43 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 12 „ ,, Prügel, 860 Stück „ Wellen. 2) Im District Fuchsstrauch. 72 Eichen-Stangen mit 1,09 Fstm., 9 Rmtr. Eichen-Werkholz, 60 „ „ Prügel, 3550 Stück „ Wellen, 2 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 34 „ „ Prügel, 300 Stück „ Wellen. 3) District Scheldeloch. 17 Rmtr. Buchen-Prügel, 450 Stück „ Wellen. Griedel, den 27. Februar 1883. Fürstliches Rcnt-Amt. 1403 Dür i n g er. Montag den 5. Mär? d Nachmittags 2 Uhr, soll in dem Hause des Herrn T h. H a u b a ch in der Bahnhofstraße der Nachlaß des verst- etud. med. Karl Heß, bestehend in Kleidern, einem Bett, einer goldenen Ubr mit Kette, einem Mikroskop und sonstigenGegenständen aeg-'N baare 8ahltlng versteigert werden. Gießen, den 1. Marz 1883. Großherzogliches Ortsgericht. Lüdeking. 1411 Freitag den 2. Märf, Nachmittags 2 Uhr, werden im »Rheinischen Hof" verschi bene Metzaerutensilien, darunter 1 Wurstfüllmaschine , Fleischwiege rc-, sowie einiges Hausaeräthefreilvilliggegeil baareZahlung versteigert. Gießern den 26. Februar 1883.1 Großberzogliches Ortsgericht. 1342 ^ttdektng. Holz - Versteigerung. Donnerstag den 8. März, Nachmittags 3 Uhr, versteigern wir aus unserer Grube Stangenrod bei Lumda: 60—80 Fstm. gutes Kiefern- und Fichten-Bau- und Schnittholz. Das Holz lagert an guter Abfuhrstraße. Gießen, den 28. Februar 1883. Vogelsberger Bergwerksverein. 1404________R. Jaekel.________ Holjverstrigrrung in der Kgl. Oberförsterei Krofdorf. Mittwoch den März, Vormittags um 9Ubr, werden zu Krofdorf bei Wirth Kahler t aus dem Königlichen Forste folgende Holzsortimente versteigert: Schutzbezirk Salzböden. District Hirschsprung 70. Eichen: 7 ausgesuchte Stämme mit 20,86 Fstm. k. I., i3 Rm. Klafter-Rutzbolz, 102 Rm. Scheit, 2 Rm. Knüppel, 1 Rm Stockholz, 35 Rm. Reiser. Buchen: 22 Stämme mit 42,42 Fm. k. I., 5 Rm. Klafter-Nutzholz (Felgen), 2205 Rm. Scheit, 125,5 Rm. Knüppel, 13 Rm. Stockholz, 1913 Rm. Reiser. Krofdorf, den 27. Februar 1883. 1407 Der König!. Oberförster: Mütter. »bolzverkouf. Mittwoch den 7. ds. Mts., von 9 Uhr ab, wird im Gemeindehause zu G a r b e n h c i m nachverzeichnctes Holz aus dem Wald dieser Gemeinde versteigert: 1) Eichenstämme: 1. Kl- 3 St. = 9,57 Fm., 2. Kl. 19 St. = 30,79 Fm., 3. Kl. 81 St. = 58,87 Fm., 4. Kl. 7 St. — 1,60 Fm • 2) Brennholz: Rm. Eichen, Buchen ?c. 99 Derbholz, 1330 Reiser, 56 Dornen. Krofdorf, den 1. März 1883. 1421 Das Bürgermeister-Amt. Freitag den 16. Marn Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hof- raithe der Friedrich Graf Kinder Flur xxx.iV/581, 94 Mtr. Hofraithe am Schießhans, 231 Mtr. ayOj/.o, 119 Mtr. XXXIv/595%0, 326Mtr. Garten das. meistbietend versteigert werden. Gießen, den 29. Januar 1883. Grobherzogliches Ortsgericht. 715 Müller._____ Ireitag den 2. Man, Morgens 10 Uhr, soll verschiedenes altes Bauholz gegen Baarznblung an meiner Baustelle verfiel gert werden. 1377 J". 3M. Sch.ulh.of. Jeisgcöotenes. 1078 Birnvämnchc» zum AuSsctzcn zu haben im K ö r ner ' scheu Garteit- , Teppiche lmd Kinser aus Cocos mib Manilla verfertigt, sich durch große Haltbarkeit auSzeichnend, empfiehlt hi reicher Auswahl und zu billigen Preisen ' KriiNt mtftliier, Bahnhofstr. 12. Eingem. Früchte, „ Erbsen, „ Bohnen, „ Spargel, Champignons, Trüffel, Perlzwiebeln, Oliven, Preiselbeeren U Eingem. 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Meine gebrannten Kaffee's sind nicht nach belonderer Methode geröstet, auch nicht caramelirt, weil meinen Abnehmern keinen Zucker für Kaffee verkaufen mag; besteht doch das wohlklingende Carameliren und Candiren nur darin, dem Kaffee beim Rüsten Zucker zuzusetzen, wodurch der Kaffee bedeutend an Gewicht, aber nicht an Qualität gewinnt; daher kommt es auch, daß die Hausfrauen von meinem auf natürlichem Wege gerösteten ^occa»^e^anget Kaffee mit ein Pfund ca. 1—2 Tage länger ausreichen, als mit jenem. 1416 Ein Haufen guter Ziegenmist 1350 Ein kleines Logis veriniethet zu verkaufen. Wolkengafse 20. /z Uhr vom Sterbehause, Rodheimerstraße 45, aus statt. 1414 Für das Burcau einer' größeren General-Agentur in Frankfurt a. M. werden zwei junge Leute mit guter Schulbildung, die sich der Assecuranz- branche widmen wollen, als Lehrlinge gesucht. Je nach den Leistungen findet schon vom ersten Jahre ab eine angemeffene Dotirung statt. Nur schriftliche Offerten können Berücksichtigung finden. 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