Mlttwoch den 1. August Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Politische Ueberficht. ehlt sich en bram #*r * tiie neue Warnung fürAuswanderer! Nach Posen sind kürzlich zi ulich Auswanderer aus Amerika zurückgekehrt, um ihre alte Beschäftigung auf- PretS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvhn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. • ammt Schulstraße 7. x Kampfe mit dem Häuptling Usibepo gefallen ist. Ob das Reich Cetewayo's nunmehr dem glücklichen Sieger zufallen wird, oder ob es die Engländer einstecken werden, ist noch unbestimmt. Alle Berichte aus Egypten besagen übereinstimmend, daß die Chdlera m diesem unglücklichen Lande ganz anarchistische Zustände herbeigeführt hat. Die egyptischen Behörden und voran das Ministerium, scheinen vollständig den Kopf verloren zu haben, ihre Maßregeln sind theils nur halbe, theils gänzlich verkehrte und die unglaubliche Indolenz der einheimischen Bevölkerung vermehrt dazu noch die Schwierigkeiten der Lage. Die Niederbrennung der Vorstadt Bulak, desjenigen Stadttheiles, in welchem die Cholera am meisten wüthet, ist eine ebenso unnütze als grausame Maßregel, welche der Ausbreitung der Seuche nicht im Mindesten Einhalt gethan hat. Nach einer zuverlässigen Zusammenstellung des „Neichs-Anz." sind vom 9. bis 15. Juli 1115 Personen an der Cholera gestorben, während die Verluste, welche allein Kairo nach dem 15. Juli erlitten hat, mindestens auch ca. 1000 Personen betragen. In Peru will trotz des vom General Iglesias vermittelten Friedensschlusses zwischen Peru und Chile noch keine Ruhe eintreten.. Erst kürzlich hat zwischen dem peruanischen Parteigänger Caceres und den chilenischen Truppen ein blutiger Zusammenstoß stattgefunden, bei welchem Ersterer oder» dings gänzlich geschlagen wurde.__________________________ Deutschland. Darmstadt, 29. Jult. Bezüglich des Retchs-Vtehseuchengesehes schafft für das Großherzoglhum Hessen ein Im jüngsten Regierungsblatt publicirtes Gesetz nun endgültige Zustände und zwar, was die Hauptfrage der Entschädigungspflichtlgkeit betrifft, dahin, daß von dem Ausschlag der Entschädigungen auf tne Vichbffitzer ganz abgesehen ist, vielmchr diese Entschädigungen auf bie Staatskasse übernommen werden. Die bisherige Verordnung hatte diese Uebernahme nur „vorlagswetse" aus Staatsmitteln gestattet, wobei freilich die jetzt in's Leben getretene definitive Uebernahme schon in's Auge gefaßt war. Im Einklang hiermit waren auch schon in dem letzten Staatsbudget 25,000 X als jährliche Entschädigung in Viehseuchefällen vorgesehen. Das neue Gesetz orbr-.t auch noch einige andere Verhältnisse. Der $ 62 des Reichs-Vtehseuchengesetzes übei.^t in einzelnen Fällen den Landesregierungen, zu bestimmen, ob überhaupt eme Entschädigung gewährt werden soll oder nicht. Das hessische Ausführungsgksetz hat im Hinblick auf die aufgezählten Fälle selbst, wie auch auf die betreff .-oben Bestimmungen des preußischen Aussührungsgesetzes hier bie Entschäbigung ganz ausgeschlossen. — Anstalten für straffällige ober sittlich verwahrloste Kinder. Hierüber wirb der „M- Z." geschrieben: Bekanntlich hat ber Abgeorbnete Dr. Schroder auf dem hessischen Landtag den Antrag gestellt, baß ber Staat Hauser ober Anstalten errichte, denen die von den Gerichten als straffällig erkannten jugendlichen Verbrecher können überwiesen werden, und ebenso die sittlich verwahrlosten Kinder, die in der eigenen Familie keine Erziehung, ober allenfalls eine zum Laster, empfangen; deren Eltern entweder abwesend sind, so daß sie sich um die Kinder nicht kümmern können, ober die selbst bem Trünke, der Faulheit unb der Schlechtigkeit ergeben sind und nur einen höchst verderblichen E nfluß auf dieselben üben. Und solcher Kinder gibt es leider eben nur zu viele; mancherlei Ursachen wirken da zusammen; aber das ist nicht zu verkennen, daß ein Theil unserer Jugend Gefahr läuft, der Rohheit und Zügellosigkeit zu verfallen; daß Respekt vor Gott und Menschen, vor Eltern, Lehrer und Obrigkeit unter denselben sehr abgenommen hat, daß sie sich keck und kühn über bestehende Gesetze und Ordnung hinaussetzt, um zu thun und zu treiben, wonach ihr eben gelüstet. Die Klagen der Lehrer, wie so vieler Eltern selbst und des Publikums überhaupt sprechen sich darüber deutlich genug aus- Die Folge ist, daß so viele noch in jugendlichem Alter Stehende vor Gericht des Diebstahls, des Unfugs, der Beleidigung, der Zerstörung angeklagt, auch bestraft werden, sobald sie das 12. Lebensjahr zurückgelegt haben; nach dem Gesetz soll sie der Richter einer Anstalt zur Erziehung und Besserung verwahrloster Kinder überweisen. Aber wir haben keine solchen und so wird entweder ein kurzer Arrest im Gefängniß ausgesetzt oder sie werden dem Lehrer zur Schulstrafe überwiesen, der somit den Büttel, den Profosen machen soll, über Vergehen, die mit der Schule gar nicht Zusammenhängen; der die Gehässigkeit beim Publikum, den Zorn der Eltern, ihre beschimpfenden Reden unb Drohungen auf sich nehmen soll. Das ist ein offenbarer Mißstand unb Abhilfe thut hier dringenb Roth. Die Regierung läßt eben statistische Notizen über betartige Kinder sammeln; indeß wird es noch lange dauern bis zur staatlichen Errichtung solcher Besserungsanstalten. Sollten denn nicht die Kreise einer Provinz zusammen eine solche Anstalt in's Dasein rufen? Wir bitten unsere Kreis- und Provinzial-Ausschüsse dringend, die Angelegenheit in Angriff zu nehmen. (D. T A.) Berlin, 29. Juli. Die Unfälle, welche das Erdbeben oder vielmehr die Erdzusammenstürze auf der Insel Ischia im Gefolge gehabt haben, erregen hier allseitig das tiefste Mitleid. Der „Nat.-Ztg." wird von scheinbar fachmännischer Seite geschrieben, daß die Bodenfiguration der Insel, wie sie durch diesen zweiten Erdstoß sich dargestellt habe, die italienische Regierung zwingen müsse, gründlicher vorzugehen. Der Boden sei nicht mehr tragfähig für die bisher auf ihr aufgeführten schweren Gebäude, deren Zusammenstürzen eine so furchtbare Menge von Menschenleben gekostet habe. Die noch übrig gebliebenen Bewohner werden sich entschließen müssen, die gefährdeten Stellen zu räumen oder ihre Wohnungen in leichte Baracken zu nehmen. Italien. Rom, 30. Juli, Abends. Cassamicciola ist nicht mehr. Die mit unbeschreiblichem Eifer vorgenommenen Rettungsarbeiten schreiten nur langsam vor; man fürchtet, daß man die Leichen nicht so schnell begraben kann, als erforderlich wäre, um der Verwesung zuvorzukommen. Die Haltung der Truppen und der Polizei ist wunderbar; drei Soldaten und ein Karabiniere wurden das Opfer ihrer Pflicht, sie wurden bei dem Rettungswerk erschlagen. Die öffentliche und die Privatwohlthätigkeit wetteifern mit einander. Der König stellte zur Abhülfe des vorläufigen Nothstandes jede erforderliche Summe zur Verfügung; der Papst 20,000 Lire, der Finanzminister 150,000 Site. Der König wird auf Ischia erwartet. Man versichert, daß die Bevölkerung das Vevor- i- unb । Md Mn- X' nenn, u -X“ oer egyptychen Expedition yerangezogen iduiw« i«, , iV? Stimmen ab; der Premier Gladstone hatte das Amende- J au'$taban gegen das Cabinet bezeichnet. — Nachrichten (Uplanb) bestätigen, daß der Zulukönig Cetewayo in einem n tüWW lirsbuO ____Jr n brato R ichener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. '^en1 Gießen, 31. Juli. Die Anwesenheit des österreichischen Ministers des Aus- 1*11, Grafen Kalnoky in Gastein, und sein Empfang durch Kaiser Wilhelm I'I 1XÄ allseitig mit der demnächst stattfindenden Begegnung zwischen unserm Kaiser »i'ldbeni österreichischen Herrscher in Verbindung gebracht, zu welcher Kalnoky t:i einleitenben Schritte treffen soll. Letzterer wurde vom Kaiser Wilhelm t bie Verleihung des Schwarzen Adlerordens ausgezeichnet. — Wie die , M. Eorresp." zu berichten weiß, würde die Zusammenkunft beider Monarchen r i4# in Gastein, sondern in Ischl stattfinden, wo Kaiser Wilhelm am 7. August Die in der Presse jüngst aufgetauchte Frage der Nebertragung 1mW bahnen der Einzelstaaten, speciell Preußens, an das Reich giebt jetzt ailljber „Nordd. Allg. Ztg." Veranlassung zu einer Bemerkung. Das osficiöse M schreibt, daß es ihm nicht klar sei, warum jetzt so viel von dem Reichs- Mahii-Project die Rede sei und verweist hierbei auf die vom Eisenbahner s. Z. im Abgeordnetenhause gelegentlich der Berathung der ersten o b dckatlichungs-Vorlage gehaltenen Rede. Herr Maybach betonte in derselben, "stie Verwirklichung des Reichseisenbahn-Projectes bei den „übrigen verbün- ian KAKzierungen" noch keinen großen Anklang gefunden habe, woraus man n entnehmen kann, daß wenigstens von einer Übertragung der Eisenbahnen d «Ntrlstaaten an das Reich noch keine Rede ist. Inwieweit die preußische M te AchlW dem Reichseise nbahn-Projecte geneigt ist, geht weder aus der May- w 5'' b'*n Rede, noch aus den Auslassungen der „Nordd. Allg. Ztg." klar her- vtttdH scheint es, daß man in Berlin geneigt ist, diese Angelegenheit vorläufig 'i us ich beruhen zu lassen. I ^agen über bittere Erfahrungen und Enttäuschungen und warnen Mittellose vor der Auswanderung, da solche Auswanderer unbarm- MÄ fl*utet würden. ehltsch, _, Finale int Mordproceß von Tisza-Eszlar hat begonnen. Sarl^ ^Mi^g wurden die Plaidoyers mit einer längeren Rede des Staatsanwalts 'W eröffnet, an deren Schluß Letzterer erklärte, daß er die Angeklagten lun.rsihuldig halte und deshalb die völlige Freisprechung der Angeklagten bean- ’nhte« • i|l dies wiederum eine der Sonderbarkeiten, an denen das im Ge- oon Nyiregyhaza spielende Drama so reich ist, denn während sonst die Staatsanwälte die Verurtheilung der Angeklagten zu beantragen Vernimmt in Nyiregyhaza der Staatsanwalt das Geschäft der Ver- ^ltch Szeiffert nahm der Vertreter der Wittwe Solymossy das iU(6te in sehr erregter Weise darzulegen, daß in dem gegenwärtigen ritueller Mord vorliege. Funtak, der Vertheidiger des Salomon ^klagte, daß dieses Märchen selbst in gebildeten Kreisen Glauben ä ’ wies sodann auf die Haltlosigkeit der von Moritz Scharf gemachten x? ^n und plaidirte natürlich für die Freisprechung seines Clienten. d/i ß|li überi'^Handlungen der französischen Deputirtenkammer / O l 'Eisenbahn-Conventionen nehmen einen für das Cabinet Ferry günstigen ' amn v der heftigen Angriffe der Radikalen genehmigte die Kammer ""t der Lyoner Eisenbahn abgeschlossene Convention mit 340 x stimmen, was darauf schließen läßt, daß die Kammer auch den düLchs ^ventionen mit den Eisenbahn-Gesellschaften zustimmen wird. Somit typ, JEyenbahnfrage in dem von der Regierung gewünschten Sinne gelöst eine andere Lösung, als die großen Eisenbahn-Gesellschaften im W Lin betriebe zu lassen, erscheint auch kaum möglich. Denn um die fehlu':11''11, die Radikalen wünschen, für den Staat zurück zu kaufen, dazu gjyifru’ öer französischen Regierung gegenwärtig an den nöthigen finanziellen r rr° dieselbe die Gesellschaften wohl oder Übel im Besitze ihres r Essen. — Weder über die Tongking-Expedition, noch aus Sb V1 qye8en irgendwelche Nachrichten vor und läßt sich daher über den inirU..^ ^in^e in Tongking, wie auf Madagaskar nicht das Geringste yd t MWWWWWW r^er englischen Parlaments beschäftigten sich am iiat Lfnr aU(^ "!it der Choleragefahr. Im Oberhause theilte der Unter» 264 k „ 'JH Kriegsministerium, Graf v. Morley, mit, daß bis zum englischen Besatzungs-Truppen in Egypten 2 Officiere und 23 l a.n _oer Cholera erkrankt und daß von diesen die beiden Officiere und Un Horben seien; weitere Mittheilungen machte Morley nicht. Im Än. WlniHn/t (ir ec oer Präsident des Local-Regierungsamtes, Dilke, auf eine tifc mr ^itte des Hauses, daß bis jetzt noch kein Fall der asia- anii ® w Europa vorgekommen sei; in England sei die Sterblichkeit ÄJbct europäischen Cholera) in diesem Jahre hinter dem die i £ -shuitt zurückgeblieben und habe in der letzten Woche nur UwAEkim^ohulichen Durchschnittes erreicht. Im weiteren Verlaufe der rou/. ber Antrag Stanhope, daß es nothwendig sei, die indi- ber^Wnm’dU ^chEnken, abgelehnt, dagegen lehnte das Haus ein Amen- J oas Haus möge sein Bedauern darüber aussprechen, daß aeaen r?-n ber egyptischen Expedition herangezogen worden sei, stehen eines Erdbebens gewußt habe, da am 21. d. Mts. bereits ein kleiner Erdstoß und ein Versiegen der Brunnen als sichere Vorboten sich zeigten, man habe aber geschwiegen, um die glänzende Saison nicht zu stören. Im Hotel Piccola Sentinella sind säst alle Fremden todt, aber kein Deutscher ist darunter. Die Conftatirung der fremden Todten ist sehr schwer. Es sind einzelne wunderbare Rettungen vorgekommen. Es herrscht em herzzerreißendes Elend; wohl 3000 Menschen sind todt; viele der Überlebenden sind wahnsinnig geworden. Der Erdstoß dauerte 15 Secunden mit einem Geräusch, als ob ein Eilzug eine eiserne Brücke passirte. (Fr- Ztg-)- Telegraphische Depeschen. Wolff'S lelegr. Correspondenz-Burearr. Nyiregyhaza, 30. Juli. Die Beamten des Komitats haben in einer gestern abgehaltenen Eonserenz den Oberfiskal Sztkszay beauftragt, wegen der Aeußerung des Vertheidigers Heumann, daß die Admintstrattvbehörde sich mit der Werbung falscher Zeugen befaßte, die Verleumdungsklage gegen Heumann anzustrengen. — sTtsza-Eszlarer Prozeß.) Der Präsident legt die Zuschrift der Beamten des Szabolczer Komitates vor, worin dieselben anzeigen, daß sie gegen den Vertheidiger Heumann die Verleumdungsklage etngeleitet haben, weil er tn seinem Plaidoyer die administrative Behörde der Werbung falscher Zeugen beschuldigt habe. Heumann weist jeden Versuch zurück, dasjenige, was er vor Gericht gesprochen, unter Censur zu stellen. Dieses Recht stehe nur dem Präsidenten zu, der davon auch Gebrauch gemacht habe. Er habe übrigens auch keinen Namen genannt und man werde noch Gelegenheit haben, zu urtheilen, ob hier überhaupt von Verleumdung gesprochen werden könne. Staatsanwalt Szetffert erklärt, daß diese Angelegenheit nicht tn den Rahmen der Verhandlung gehöre. Der Präsident bemerkt, daß, da Heumann wegen der betreffenden Worte eine Ermahnung erhalten hätte, eine wettere Verfügung überflüssig sei. Dte Sache gehöre nicht in den Rahmen der Verhandlung. Dte Zuschrift wird darauf den Akten ^eiselegt. 30. Juli. Es bestätigt sich, daß etwa 2000 Personen bei dem Erdbeben auf der Insel Ischia umgekommen find. Unter den Todten befinden sich eine große Anzahl zur Kur anwesender Badegäste aus Rom und Neapel, sowie viele Frauen und Kinder. Das Erdbeben in der Stadt Casamicciola dauerte 15 Sekunden. Nur 5 Häuser sind in Casamicciola stehen geblieben. Der Arbeitsminister Genala, welcher auf der Insel etngetroffen ist, hat die sofortige Beerdigung der Leichen und die Errichtung von 60 Holzbaracken für dte Geretteten ungeordnet- Professor Palmtert hat seine Ansicht dahtn ausgesprochen, daß dte Katastrophe nicht durch ein Erdbeben, sondern durch eine Senkung des Jnselterrains herbeigeführt worden sei. Rom, 30. Juli. Der heutige Ministerrath beschloß die Entsendung von Hülse. Die Behörden, das Militär und die Geistlichkeit beteiligten sich an dem Rettungswerke. Das Erdbeben richtete auch in Serrara Fontana großen Schaden an. Die Zahl der in Ischia umgekommenen Personen beträgt nach den letzten Meldungen 3000. Beinahe die ganze Einwohnerschaft von Cassamicciola liegt unter den Trümmern, weil die Katastrophe Nachts erfolgte, als die Mehrzahl der Einwohner sich in den Häusern befand. Jetzt noch liegen in den Straßen die Leichname zerstreut, wovon sehr viele unkenntlich; sie werden von einer langen Reihe Verzweifelnder besichtigt, welche ihre Angehörigen fuchen. Bis jetzt sind 500 Verwundete nach Neapel gebracht worden. Auch jetzt kann der Schaden, den diese furchtbare Katastrophe verursacht hat, noch nicht vollständig übersehen werden. — Der König wies eine beträchtliche Summe für Ischia an. 5 Der Papst spendete 20,000 Lire. Der Ministerrath beschloß, außer den ersten 50,000 weitere 150,000 Lire zu spenden; überall in Italien sind Subscriptio- nen eröffnet. Privatgesellschaften bieten Arbeiter für Cassamicciola an. Das Militär ist allenthalben mit der größten Anstrengung thätig. In Folge der Hitze tritt bei den Leichen schon Verwesung ein. Unter den Opfern sollen sich auch der Deputirte Lazzaro und der ehemalige Ackerbau-Minister Miceli befinden. Nischni-Nowgorvd, 30. Juli. In der Stadt Semenow ist eine Feuersbrunst ausgebrochen, welche gegen 180 Häuser in Asche legte. Zehnte Hauptversammlung des Mittelrheinischcn Architccten- und Ingenieur-Vereins. m. Darmstadt, 29. Juli. (Schluß.) Zu erwähnen sei noch, daß für dteGewlnnung zur Ausführung geeigneter Pläne im Bezirke des Vereins in den letzten Jahren in mehreren Fällen der Weg öffentlicher Concurrenz mit Erfolg betreten worden und daß auch diejenige Forderung, welche vom Verbände besonders unterstützt werde, daß nämlich dte Sieger tn diesen Concurrenzen auch bet der Ausführung mttbetheiltgt werden sollen, gleichfalls berücksichtigt worden set. Er nenne tn dieser Beziehung die Ausführung des Centtalbahnhofs in Frankfurt, dte Erbauung einer Brücke über den Rhein bet Mainz und tn gewisser Beziehung auch die Erbauung des Retchstagsgebäudes tn Berlin. Wenn auch nicht behauptet werden könne, daß dieses Gebäude im Bezirke des Vereins zur Ausführung gelange, so gehöre doch der Urheber des Planes, der jetzt auch mit der Oberleitung des Baurs betraute Paul Wallot recht eigentlich dem Bezirke des Vereins an. Er set bekanntlich tn Oppenheim geboren, die Hauptstätte seiner praktischen Wirksamkeit sei Frankfurt und er gehöre auch gegenwärtig noch dem Verein als Mitglied an. Der Vorsitzende thetlt weiter mit, daß die Ausstellung u. A. enthalte: an Restaurattonsarbeiten die Kirche zu Gelnhausen und die Kathartnenkirche zu Oppenheim; an Hochbauten: Rathhaus zu Wiesbaden, Entwurf für em Theater daselbst, Centralbahnhof Frankfurt, Centtalbahnhof Mainz, Stadthalle Mainz und ein größeres Bezirks- fchulhaus daselbst; im Jngenteurwesen: Pläne für dte Kanalisiruna des Mains, Hafenerwetterung bet Ober-Lahnstetn, ein Schleusenumbau bei Nassau, Ufererweiterung und Stromcorrectton in Mainz, Kanaltsirungsarbetten für Mainz, Brücke über den Rhein bet Mainz; tn Vorbereitung: Brücken über den Main bet Offenbach und Kostheim die Brücken der Bahnumbauten in Frankfurt und die Brücken der Bahnumführung in Mainz; im Bahn- und Tunnelbau: Die Bahnumführungsarbeiten in Mainz. Bet dieser Gelegenheit macht der Vorsitzende auf einen im Hofe der technischen Hochschule von der D'rection der Main-Neckar-Bahn zur Ausstellung gebrachten eisernen Oberbau aufmerksam. Schließlich bemerkt Herr Oberbaurath Schäffer, daß der Kostenaufwand für dte genannten tm Vereinsbezirke in der Ausführung begriffenen Bauten nach ohn- gefährer Schätzung 60 Millionen J4 betrage. Zum geschäftlichen Theil der Tagesordnung übergehend, vollzieht die Versammlung zunächst dte Aufnahme einer Reihe neuer Mitglieder. Dte statutenmäßig aus dem Vorstande ausscheidenden Herren Regierungs- und Baurath Cuno (Wiesbaden), Bezirkstngenteur Heim (Frankfurt), Oberbaurath Hofmann (Wiesbaden). Geh. Baurath Kramer (Mainz) und Geh. Baurath Professor von Ritgen (Gießen) werden per Acclamatton wieder gewählt; an dte Stelle des verstorbenen Herrn Dtrector Thomas tritt tn Vorstand Herr Beztrksingenieur Kraus (Mainz). Der Rechenschaftsbericht weist einen erfreulichen Ueberschuß nach und wird nach stattgehabter Prüfung der Veretnsrechnung für 1881 dem Kasseführer Decharge ertheilt. Als Ort der nächsten Versammlung wird auf Vorschlag des Vorstandes Worms gewählt. — Hierauf macht der Vorsitzende noch einige Mittheilungen über Verhandlungen mit dem Verbände. Der diesmal von dem Verbandsvorstand aufgestellte Arbeitsplan enthält zunächst die Frage: „Soll eine Wiederherstellung des Heidelberger Schlosses durch den Verband erstrebt werdm und welche Mittel und Wege sind zu diesem Zwecke einzuschlagen?" Die zweite Frage bezieht sich auf die Aufstellung einer Frequenztabelle lÄoÄ tger Führung und um 3 Uhr Festchn, ; \ , Viele Gäste besuchten hierauf die Lubiv^ | Vereinigung wieder im Casino ein. hm ! K reihe am Sandstrand. halten gehabt. Wen itf M Privat -'W Geo »Win, Pri W gegen bi Es folgt ein Frühschoppen in einem Raume der technischen Hochschule, hinq tolK^U Besichtigung der Ausstellung unter sachkundiger Führung und um 3 Uhr Fesichnn v - 4 den Räumen der Vereinigten Gesellschaft. £’ * höhe und fanden sich Abends zu geselliger Vereinigung wieder im Casino ein. Har ! findet ein Ausflug nach Aschaffenburg statt. W. Kreisba | Wal' Der Gewerbeschulen und sogenannten Ober-Realschulen im Bereiche der einzelnen ?-. I eine von 1878 an mit Bezeichnung der Wahl des Berufes der Schüler tn Bezug deren Absolvirung. In Bezug auf die erste Frage sei eine vorläufige BeantwerluL an den Verband gegangen, bezüglich der zweiten habe mitgetheilt werden köanep dj tm Vere'nsbezirk solche Schulen Nicht vorhanden seien. Nach einigen weiteren theilungen über dte den einzelnen Vereinen zur Berichterstattung übergebenen beschließt die Versammlung, für die von dem Verbände angeregte Errichtung S t; 1 ■*1' ein Erdbeben verwüstet worden. v . hat, zählt jetzt etwa 25,000 Einwohner, von denen zwei Drittel Bauern sind, Mgi großem Fleiß drei Viertel der felsigen Insel angebaut haben. Nur ein Viertelsiü Fischer und kühne Seeleute, die übrigen Handwerker. Man zählt mehr als 1000 tln« Grundeigenthümer. Von Neapel ist Cassamicciola tn 2Vz Stunden per Dampfdoolp erreichen. Cassamicciola, welches malerisch tn einem üppig angebauten kleinenW. liegt und 4000 Einwohner zählt, ist in den Monaten Juni dts September ein f-i: stark b-.fudjter Badeort wegen feiner trefflichen Thermen, dem köstlichen Blick aufM Meer, den Seebädern, Sandbädern und herrlichen Ausflügen. Im Norden des W Epomeo gelegen und der See völlig geöffnet, genießt es Schatten und Kühlen Sommer. Die Bäder und Hotels sind zw-ckmäßeg eingerichtet Nur 1 Miglitu Cassamicciola entfernt liegt das so schrecklich verwüstete Lacco, eine lange M reihe am Sandstrand. D ie ganze Gegend ist so heiß, daß man in der Nähe bei!- dem Karmeliterkloster St. Reststuta befindlichen Hauptquelle schon Vz Mir. tüjff Meerwasser von 65° Wärme stößt. Die Thermen St. Montane und die 57° W Wasserdämpfe der Stufe di St. Lorenzo befinden sich in der Nähe von Lacco, eben der Lavastrom, welcher 474 die Syrakusaner von der Nordwestspitze der Jn'elv? trieben haben soll. In wie weit auch Forio. der wohlhabende Ort mit seinenB Einwohnern durch die Katastrophe in Mitleidenschaft gezogen worden ist, läßt sich M den bisher eingegangenen Telegrammen mit Bestimmtheit noch nicht sagen, hat viele Kirchen und mittelalterliche Thürme, gleicht aber mit seinen weißen M Häusern und dem Häuflein Palmen einer Stadt des Orients. Bei Fono ist» Boden am leichtesten zu bearbeiten und hier befinden sich deßhalb auch bie rw Grundeigenthümer. Auch Forio ist früher öfter durch vulkanische Ausbrüche worden. Zwischen Ischia und Cassamicciola befindet sich jener Lavastrom, wett« j Jahre 1301 plötzlich hervorbrach und U/r Miglten lang und Vr M. breit in s M^ M Der Lavastrom ist 4 Meter, stellenweise sogar 12—15 Meter dick, ; deckt, schwarz und rauh und so nackt und öde, als wäre er jetzt erst erkaltet, ak bruch dauerte zwei Monate und die Einwohner wanderten zum Theil aus- W 1 aus den Depeschen zu ersehen ist, hat Cassamicciola den Hauptstotz ou i,! Jajren der S «tl*6en iofl II Die Katastrophe auf Ischia. IF-LSF7"« Die kleine Insel Ischia im Golfe von Neapel, welche erst vor zwei Jahmi^ | ve schwer heimgesucht worden, ist am Samstag Abend noch furchtbarer als bamale buii W wo ~ ■ 1 Die Insel, welche ungefähr 8 Stunden im ! Wst, Vomitto kv» ov «am ktnsn SRrtltPrn fink kl« «rt , • ,1)11 ||w di- B II pmden können 6. 7. 8. 9. Das Feuerlöschwesen betr. Die Handwerkerschule bett. Die Nummerirung der Gebäude beir. 3. Veräußerung eines städtischen Grabens. 4. Erhöhung des städtischen Trottoirs. 5. Trottoirpflafterung in der Bahnhofstraße. " Octroirückoergütung an das Militär. Lokales. Gießen, 31- Juli. Tagesordnung für die Stadtverordneten-SitzU!«3 Donnerstag den 2. August 1883, Nachmittags 4 Uhr. 1. Anlegung von Flur- und Gewannwegen und Entwasferungsgrarai Neustädter Feld. 2. Ausbau der Ostanlage. 10. Die Beerdigungen betr. Moment! 11. Den Bezug von Wasser aus der Lahn für industrielle Etablisi 12. Kostendecreturen. h r ki Gießen, 31. Juli. Am 1. August d. I. tritt ein braver Mann unv . Beamter nach 43jähriger Dienstzeit in den wohlverdiente Ruhestand, seit längeren Jahren hier ftationirte berittene ®enbarmerte:pberrDa^^tmeiner v Im Dienst stets tüchtig und gewissenhaft hat er durch seintactvollesuno Auftreten sich die allgemeine Achtung in unserer Stadt und in der , und ungern sehen ihn Alle scheiden, die mit ihm m dienstliche oder p f . kamen. Se. Königliche Hoheit der Großherzog hat ihm als Beweis der 4 Zufriedenheit den Titel „Seconde-Lieutenant" verliehen. Vermischtes. -Ji — Recht bezeichnend für das Verhalten der Eingeborttren gegen er ist, was der Correspondent der „Times" aus Alexandrien schreibt: „Ein Scheich starb tn Mehallet und bie Bevölkerung traar, Wasser, mit welcher die Leiche gewaschen wurde. Ob^n wahr ist oder nicht, so ist es Thatsache, daß ich keinen Verfahren dieselbe nicht für wahrscheinlich hält, und wenige, die ein solche « n.« Md,,. ... W Ä« geborenen noch immer das Fleisch des an der Rinderpest af 9elfpjCIe awi#, Sorglosigkeit bet den Beerdizungen haben wir bere is verschiedene ,n — Der von England nach Kairo entsandte Generalarzt Dr. H getr^L, hafte Tätigkeit, er ist als Mitglied in die Grsundhei s - Com Anvs' seine Rathschläge günstige Ausnahme fanden, und hat gleich na^ ^^^^ Hospitäler und den fast ganz niedergebrannten Stadttheil ^urar E i n g e s a n d t. diesjährtge^; Einsender dieses hat mit Verwunderung gesehen, wie bet » Fe0-^ welche ohnehin kaum ein Drtttheil gerechnet werden ka , ni(bt an , Frucht durch die Spatzen total ausgepflückt ist. Mare ergreifen ; daß unsere betreffende Behörde energischere Maßregeln a h ungenügend ^ sich das Schießen der Spatzen durch unsere FeldschUtzen C.'- gestellt hat. 4L WitterungSkuude.*) en wSI Gießen n 4 OA fr Enders. 5134 5039 Unverzagt. 1837 Marburg, den 28. Juli 1883 l Zb. ^Ull lööö. Der Rechtsanwalt: Th. Welcker. > 4736 6 m cX» 'N le schon mtane unb H’ er Nähe i»s rdwehsvltzi kJ ener 1,M- W“! ter dich »J0 eht erst la den p- w x 6-7.50, Kirschen pr.Psd. 7-11,3, Michpr-Str. 13—18 H.Welschepr. St. JL 7—7.50, Zwiebeln ver Ctr. 6.50—7 X Frankfurt, 30. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer X 18-19'/., fremder X 18—23, Roggen eff. hies. X 15r 8 Stuntoil tlel 8QUtMf.il 1. Nur mH Mit mehr ist ltl tunb-:n per forj j angebüiiteitel dls it HBraK:" benbe Ort t5 । worben noch niH k mit \Mt 1 :ientl 8°' , deßhalb öl- , 2) Apotheker Sames, 3) Bürgermeister Haus als Schöffen, Assistent Gehlhaar als Gerichtsschreiber, 'st Recht erkannt: 1) Daß der Angeklagte und Widerkläger Wirth Jakob Haus zu Bieber der öffentlichen Beleidigung und Körperverletzung schuldig und deshalb mit einer Geldstrafe von 50 «/&, im Unvermögensfalle mit einer Ge- fängnißstrafe von 14 Tagen zu bestrafen und die Kosten des Verfahrens zu tragen gehalten. 2) Daß der Privatkläger und Angeklagte Georg Schmidt IV. von Rodheim der Beleidigung und Körperverletzung nicht fchuldig und deshalb von Strafe und Kosten freizusprechen. 3) Daß dem Privatkläger Georg Schmidt IV. auch die Be- fugniß zuzusprechen, den verfilzenden Theil des Urtheils durch einmalige Einrückung in dem „Gießener Anzeiger" binnen 6 Wochen nach der Rechtskraft des Urtheils aus Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. V. R. W. Die Richtigkeit der Abschrift und Wskreckbarkeit des Urtheils wird be- Mnigt. Gladenbach, den 24. Juli 1883. Königliches Amtsgericht, Abth. H. Die Gerichtsschreiberei: (gez.) Friedmann. Wie. Nichtigkeit dieses Auszugs be- jstmigt als Vertreter des Privatklägers Zur geff Beachtung Schriftlich- Anfragen wegen AuSkmftArHxÄung über Jlfferate rc. können wir nur dann beantworten, wenn densÄden eine Freimarke für btt (ft lieber Inserate bezüglich deren Offerten etnuiwicben sind, ist die lKxpEon zr. keinerlei Atlsknnstsertheilungen b^ngt. Offerte n^efe sind - kemestimmten ofnenthrilinen Abmachungen getroffen wurden — rn der Crvedchon abrutzvten. _ , A^npnJuna einer besonderen, schon von J. von Durch A Brennmethode sowie durch sorgfältigste Liebig ern^°AT ^ n nur feinster Bohsorten haben sich die ------- der Berliner Hy^ene-Aufteilung .wird i,c,,|iesslic » sel \| We. verabreicht. Miederlage in Gksssen bei Herrn j. M. Schulhof, Die Darnpf-Caffee-Brennerei von xVLSe\.\NwoBonn^. Ieilgeöotenes. Incarnat-Kleesamen empfiehlt in vorzüglicher Qualität billigst 5121 Carl Petri (vorm. G. C Spruck). •fe Bergmanns Georg Schmidt IV. v Rodheim, Privatklägersund Snzeilagten, gegen den Wirth Jakob W zu Bieber, Angeklagten und Äerkläger, wegen Beleidigung und .ckrpe rverletzung hat das Königliche Wfengericht zu Gladenbach in der -Atzung vom 19. März 1883, an welcher Theil genommen haben: 1) Amtsrichter Boldemann als Vorsitzender, BetaNntmachung. Die Erhebung der Forst- und Feldstrafen der III. Periode geschieht an den gew. Zahltagen im Monat August Districts-Einnehmerei I. Sumütuu den Tt. August, siormMags 10 llhr, werden in dem Oswald s (Sorten von der Festhalle des Mittelrheinischen Turnfestes mehrere Taufend Dielen, Th»"«, Tropen, Schaltriemen, VorhänKe, etne Parthte Blech- eirner, meistbietend versteigert -»-44.A Das Bau-Comite. Olöo ---------------------- Zn der Privatkiagesache des August Voigt in Gießen, Privatklägers, gegen den Wasenmeister Johannes Bender daselbst, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Groß- herzogliche Schöffengericht zu Gießen am 5. Juli 1883 für Recht erkannt: 1. Der Angeklagte wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von zwanzig Mark eventuell fünf Tage Gesängniß verurthellt. 2. Angeklagter hat die Kosten des Verfahrens, einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen noth- wendigen Auslagen zu tragen. 3. Dem Privatkläger wird die Be- sugniß zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheus auf Kosten des Angeklagten einmal im Gießener Anzeiger innerhalb acht Tagen, von Zustellung einer Abschrift an gerechnet, bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsforinel wird beglaubigt und dre Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 23. Juli 1883. Neidhart, 5176 Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Freitag den 3. August, Nachmittags 5 Uhr, sollen die durch die Consolrdatton gebildeten sogen. Massegrundstücke: Nr. 52— 518 Mtr., Nr^l98 — 490 Mtr-, Nr. 207 — 913 Mtr., Nr. 216 — 775 Mtr., Nr. 284 — 1324 Mtr. Acker im Neustädter Feld, , meistbietend versteigert werdest. Die Zusammenkunft fit bei der Gail- schen Wollspinnerei. Gießen, den 31. Juli 1883. Großherzoglrches Ortsgericht. 5196__Lüdeking.__. Mittwoch den 1. August, Nachmittags 2 Uhr, werden auf meinem Bureau versteigert 2 Sophos, 6 «-polsterte 4 Kommoden, 1 6onM*en, 1 Gas. Ns i W8Ä ständiges Bett, 1 Bilder, Spiegel, 2 Nahmaschmen, 1 Kassaschrank, 1 PEno, 1 Com versationslerikon und verschiedene Bände Gartenlaube. Gießen, den 30. 5157 Großh- Gerichtsvollzieher. findenden Jahrmarkt ist ein , Nmüoich- unö Scfimeinemarht verbunden. Die Viehzucht treibenden Landwirthe und Handelsleute werden hierauf mit dem Bemerken aufmerksam gemacht, daß Biedenkopf an der Eisenbahn Cölbe-Laasphe liegt und durch dieselbe die Gelegenheit zum Weitertransport angekauften Vtehes gegeben tst. Biedenkopf, den 23. Juli 1883. Der Bürgermeister: Vergebung von Fuhrarbeiten. hT Fahren der Straßenwalze auf A LlaatSstraßen foll für die Herbst-, Wer- und Frühjahrsmonate 1883/84 Arch Submission vergeben werden. Angebote sind bis längstens den lArgust, Vormittags 10 Uhr, auf chrem Bureau schriftlich abzugeben, selbst auch die Bedingungen em- »iiheii werden können. Gießen, den 30. Juli 1883. Großh. Kreisbauamt Gießen. M82_ Walter.___ KHamen des Königs! ’S L r» Der Privatklaqefache It . oiiinufi Mätwoch. Frühmorgens dunstig, in den westltchm Gegendtti klarer, ^ ». Nkii-mittaas zunehmend schleierig btS wolkig bei noch ziemlich böigen ^^^snätnachmll "gs aufgebessert bis zuletzt sommerlich scbön. Die nächstfolgenden J ®nbe11' hri tagsüber noch ziemlich hoch ftctßenber ^ctn|)crQtur ©ewitter Son ÄiimS Wt w«:rdeu ^schreitend Nachmittags bringen; auch Nachts sind besonders in den W^n G-g-nd-n Ni-d-rschlSg- ju ermatten. Die nSchtliche Temperatur liegt örtlich il|d|ll,l*l:. i-i» Donnerstag. Frühmorgens noch dunstig bis klar, letzteres namentlich ,ina. * auf Mittag zu gewttterhaft, spätnachmittags aufgebesiert bls schon de, besonders in den östlichen Gegenden Deutschlands. Kurze Wärmegewitier 1- örtlich au» Nachmsttags auftreten. > i)r L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Juli, . .. griffen am *20 Juli (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Ä* Nachrluck verboten. I 20 A Stoen 28 lauben per Paar 60-65 Hühner per Will,ml W-n d» LMr 20 ujnen 0.50-0.90, Enten pr. St. 1-40-1.70, t^ung t)(u. ‘IS:2' n.,r srsfullh 70 Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch 4c> bis ^4t 64 T Hammelfleisch 6^-70 Kartoffeln per WOKsto w Wassereimer für den Hausgebrauch. Waffeleisen, Eierpfannen, Salatseihen empfiehlt 4099 Gustav Stahl, Neuenweg 21. Einmachfässer verkauft billigst 5187 Küfer Becker, Löwengasse 28. Ein Offiziers-Reitpferd, welches zum Militärdienst untauglich geworden, soll billig verkauft werden. Näheres im Univ.-Marstall. 5198 Magazin vereinigter Berliner Pianoforte-Fabriken Berlin, Leipzlgerstrnsse 30. Preiscourant gratis und franco. Wim äÄi I Flügel Abzahlung; _ * Harmoniums ohneAnzahlung g Nur Prima-Fabrikate i 2» Copirpresfen, Copirbücher, mit Patentregister, Comptoir-Utensilien großes Lager billigste Preise empfiehlt 4612 Ernst Balser. 5071 Ein einspänniges, gutgehaltenes Wägelchen ist preiswürdig zu verkaufen. Auskunft ertheilt Sattler Bender, Neustadt. Weiße und farbige Glace -Handscbube per Paar Jl. 1.50 empfiehlt in anerkannt guter Qualität 5042 P/i. Schlatter. Eimnachfasser. Frisch entleerte Weinfaß in allen Größen empfiehlt billigst 5141 Wilh. Kohlermann, Neustadt 15. Jncarnat-Kleesamen bei I. G. D. Bapst.5135 Bohnenschneidmaschmen empfiehlt 5093 Carl Hensel. Nouveautes in Krausen, Spitzen und Besatzartikeln empfiehlt in großer Auswahl zu den billigsten Preisen 5041 Ph- Schlatter. Eis. Ein größeres Quantum Eis parthien- weise oder im Ganzen billig abzugeben. Näheres in der Exped. ds. Bl. 5072 Incarnat Kleesamen empfiehlt in bester und frischer Waare Wilhelm Seibert 5030 Marktstraße. Mrmiethungen. 5193 . Zwei ineinander gehende Zimmer, unmöblirt oder auch möblirt, zu vermiethen. Kreuz 13. 5190 Grünbergerstraße 31 sind zwei neuhergerichtete Wohnungen, je 3—4Zim- mer rc-, zu vermiethen. Dr. Koeniger. 5179 Eine Wohnung im Nebenhause uer; miethet Schreiner Schmidt, Grünb.-Str. 3728 Der 2. Stock ist zu vermiethen. _________________ Alicenstraße 28. II -'HS. liFii Eiserne und hölzerne Decimal - und Centesimal-Waagen, Viehwaagen, Fuhrwerks- und Waggon-Waagen, hölzerne u. eiserne Laufgewichts-Waagen mit od. ohne Chameroy’s Billetdruckapparat liefert Mannheimer Maschinen-Fabrik Mohrd: Federhafl Mannheim. 5152 XIV. illillelrlieiiiisclies Tiinilcst. Rückständige Rechnungen für das Bau- und Decorations-Comit« müssen bis längstens Montag -en 6. August bei dem Unterzeichneten eingereicht werden. mm____________Julius Hoch, Wetzlar. § „Hotel zum Herzoglichen Hause46. Mit dem 1. August 1883 übernehme ich die Leitung des obigen Hotels für eigene Rechnung. Es wird mein Bestreben sein, durch aufmerksame Bedienung, exquisite Küche und guten Keller dem Hause den alten guten Ruf dauernd zu erhalten. ECvigO jKraus. Unser Geschäfts - Lokal befindet sich von heute ab neben an im neuerbauten Hause Wallthorstraße 3T. Georg Leib 7.1’ geräumiges Logis von 5 od. tz «lern, abgeschloff. Corridor rc., 1. Oktober billig zu vermiethen/ __ThiJIau1>^ahnhofstr. 40. 293 Alicestraße 26 ist der 3. SÄ- bestehend aus 6 Zimmern mit ZubeM zu vermiethen.' Professor vr. Tasche. 5006 Ein schön möblirtes Zimmer ist für nächstes Semester zu vermiethen. Frankfurter-Straße 31, Mansarde^ 4980 Zwei kleine Familienlogis-n ruhige Leute sofort zu vermiethen im „Frankfurter Hof". 4523 Ein Logis, 3 Zimmer mit Zu- behör, zu vermiethen bei Franz Gerbode, Caplansgassc. 4071 Die obere Etage meines Vorderhauses nebst dem Dachftockist völlig neu hergerichtet und sogleich beziehbar. Pros. Dr. v. Ritgtn. 4304 Mittelgr. Lo gis mit schönem ©orten bald od. später zu vermiethen.^SteinstnD. 4626 Eine Familienwohnung zu oa- miethen und sofort beziehbar. Georg Oertel, Frankfurter - Straße 80. 4960 Ein Familienlogis ist per 1. Sept, zu vermiethen. Otto Freund Wwe., Neustadt 33. 5082 Fein möblirtes Zimmer mitbadinet zu vermiethen. 9^ Schulstraße 9. 5122 Ein kleines Logis zu vermietben. _____________________________Neuenweg 2:>. 5074 Zwei Zimmer zu vermietten. Zu erfragen bei P. Hollmann, Nerw Bäuen.^ 4979 Möblirte Zimmer, auf Wunsch mit Pension, im „Frankfurter Hof. 3770 Eine Wohnung mit 5 oder 8 Zu- mern zu vermiethen bei Jng- Mch, Babnhofstraße 48 und 50. 1921 Marburger-Straße 24 ist 2. Stock, 6 Zimmer mit allem ZubAr und Gartenantheil, zu vermiethen. _ 5070 Lahnstraße 5, 3. Stock ist ein schön möblirtes Zimmer zu \«- miethen. __ 4438 Ein Familienlogis im 1. S«k, 4 Zimmer rc., perl.Sept, zu vermied Lonis Hellmold, Schillerstr er 2378 Ein Haus (Frankfurterstr. 2stöckig (6 Zimmer, Corridor rc>), Garten, großem Hof, Bleichplah an fr- ober zwei stille Familien zu oernue*01 Carl Weuz^ prechmcurrTMittweida U 1 — Sachsen. a) Maschinen - Ingenieur-Schule b) Werkmeister-Schute. — Vorunterricht frev — Vermischte Anzeigen. 5194 Ein ordentliches Dienftmä^ wird gesucht. 5186 Ein Pferdeknecht auf gesucht^ von L.Fle^ W'enzeVa Gartea, Mittwoch den 1. August' Zur Feier des 50jähr.Zubilliums0U Oberhess. Gesellschaft für Natur, in Heilkunde bei günstiger Witterung = Concert — von der hiesigen Regiments-M!i Anfnng 6 Uhr. Entree 30 i4 Alle Freunde der Gesellschaft,^ einaeladen, ---- 5197 Ein schrotmäßiger Äetterii mitten der Stadt zu nnethen gef Näheres bei der Exped. ds. -ot- , Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'chen Druckerei (Fr. Cbr. Vietlch in Gießen. Betreff ar N Ersuche D Kinder uni : Lind keine ’ Setreff Diejenigen d W entsprechend Beliess diejenigen \ Betreff Dan Verein verze Wohi Eigenthü a. d. Sein Bulla,) Semei ^^ethausen, »ttifinr jui- ■ ^i-Anden, ( >em j *5$