srr. 202 Donnerstag den 31. August 1882 ; Preisen 'er. Km«« «A vier Wtwttr#.u. b Eer I«,iüch lu Ä, Kirchs InzeiM. Dtenstmäöchen od.auchzuMichaär ö. M, Mtnre, i Hamm n-Agentur Stadt. gebrauchter Tamps- mobllen, Keffcl, aschine« aller Art. e gratis. M »er-Gesellen auf se Mhvf".__________ er Kutscher wird gl e Erved- ds. Ä. von einer armen ffrau Wallthor ein Mc- 5 JL Wt einem m Papier mit Steä- Finder wird gebeten. >b. ds. Bl. abzugeben- ;r! n Aler-WPms- xireit sich die unto; ie auch die Redactioi! iMbenen gefaKener ) weiter zu beerben tn, KM-gsrath. M-rMehrer r.H. «1. dunterbaltu« icr anz- ori »3* Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. &A ■ Bureau r Schulfrraße B. 1B. Erscheint tLtztich mit Ausnahme des M»utag^. Prei- vierreijährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Amtlicher HlZei f. Betreffend: Die Ausfertigung der Arbeitskarten und Arbeitsbücher. Gießen, am 29. August 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme von Gießen). Da sich ergeben hat, daß bei der Ausfertigung von Arbeitsbüchern für jugendliche Fabrikarbeiter mitunter nicht vorschriftsmäßig verfahren wird, io machen wir Ihnen genaue Befolgung der desfalls bestehenden Vorschriften, insbesondere ivas die Ausfertigung eines neuen Arbeitsbuches an Stelle eines früheren betrifft, zur Pflicht und verweisen Sie auf unser Ausschreiben voin 17. December 1878 in Nr. 296 des Gießener Anzeigers, sowie auf die Ihnen mitgetheilte Anweisung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 10. December 1878. I. B.: Dr. Hoffmann, Regierungsrath.__________________________________________________ Deutschland. m. Darmstadt, 29. August. Unseren Berichten über den 23. allgemeinen Vereinslag der deutschen Erwerbs- und Wirthschafts-Ger.ossenschafttN Haden roir bezüglich der zuletzt verhandelten Angelegenheiten der Consumvereine noch das Folgende nachzutragen: Der Verband Süddeutscher Consumvereine, sowie der Verband der Consumvereine der Provinz Sachsen rc. halten die Empfehlung einer „Anleitung zur Aufnahme der Waarenbestände tn den Consumvereinen" beantragt und jeder der beiden genannten Verbände hatte einen Entwurf einer solchen Anleitung vorgelegt. Aus den Beratungen der von den Consumvereinen bet dem Vereinstage niedergesetztcn Commission ging folgende von dem Veretnstage ohne Debatte en bloo angenommene Anleitung hervor: 8 1. Die Jnventarisirung der Waarenoorräihe behufs Aufstellung der Bilanz hat in der Welse zu erfolgen, daß die Waaren zu den Selbstkosten zuzüglich der Spesen berechnet werden, auch wenn sie inzwischen im Preise gestiegen sind, daß sie aber, falls der Preis inzwischen herunter gegangen sein sollte oder falls sie durch Alter, Lagerung oder sonstige Umstände minderwerthiger geworden, nicht mit den Selbstkosten, sondern so niedrig zur Berechnung gestellt werden, wie man sie zur Zeit der Inventur kaufen könnte: etwaige We,thoermtnderung ist gleichfalls zu berücksichtigen. 8 2. Der Abrechnung mit den Lagerhaltern werden lediglich die Verkaufspreise zu Grunde gelegt. Mtnderwerthig gewordene Maaren sind zur Berücksichtigung bei der Bilanzaufstellung getrennt zu notiren. 8 3. Die Inventuren sind nie anders, als unter Mitwirkung des Lagerhalters oder eines von ihm Bevollmächtigten vorzunehmen. Der Dienstvertrag des Lagerhalters hat die Bestimmung zu enthalten, daß letzterer zu jeder Zeit, auch an Lonn- und Festtagen, Inventuren zu gestatten und bei denselben in Gemäßheit dieser Instruction mitzuwirken hat. 8 4. Außerordentliche Inventuren, die lediglich eine Controlirung der Geschäftsführung des Lagerhalters bezwecken, sind letzterem erst unmittelbar m t Beginn derselben anzumelden und mit der Zählung, resp. Abführung der Ladenkasse zu beginnen. 8 5. Allen Inventuren haben ein oder mehrere Aufsichtsrathsmitglieder anzuwohnen, welche die Richtigkeit der Aufnahme überwachen. In besonders dringenden Fällen kann der Vorstand außerordentliche Inventuren allein anordnen und vornehmen. 8 6. Der Vorstand hat jede Inventur vorzubere.ten a. durch Herstellung von zwei genau übereinstimmenden Jnventurlisten für jedes Lager. In diesen Listen müssen die sämmllichen vom Verein geführten Artikel verzeichnet sein. Zur Einzeichnung der Quantitäten können zweckmäßiger Weise mehrere Rubriken vorhanden sein, so daß z. B. die im Keller lagernden Waaren in die ersten, die tn den örtlich getrennten Niederlagen lagernden und die im Verkaufslocal vorhandenen Waaren getrennt in die weiteren Rubriken eingetragen werden. Mindestens sollte man die Liste mit den Rubriken a. a. außerhalb des Ladens, b. b. im Laden — etnrichten. Eine letzte Rubrik dient dann zur Einzeichnung des vorgefundenen Gesammtbestandes jedes einzelnen Artikels. Unbedingt muß die Liste schließlich die am Jnventurtag geltenden Verkaufspreise enthalten. b. durch Herstellung eines Taraverzeichnisses für die auf Lager befindlichen und noch nicht entleerten Originalfäsfir, Kübel, Kisten, Säcke u. s. m. Ein solches Verzeichniß ist jeder Liste beizufügen. c. Regalkasten und sonst ge zu dauerndem Gebrauch bestimmte Behälter wägbarer Waaren sind mit einer deutlichen Auszeichnung ihrer Tara zu versehen, um in allen Fällen das Nettogewicht feststellen zu können, ohne störende und verlustbringende Umschüttungen oder Umfüllungen vornehmen zu müssen. 8 7. Die Leitung der Inventur führt das derselben anwohnende Vorstandsmitglied. 8 8. Bei der Aufnahme sind zwei Jnventurlisten zu führen, und zwar die eine für den Verein, die andere für den Lagerhalter. Letzterem wird anheimgestellt, seine Liste selbst zu führen. , 8 9. Die Eintragungen tn die betreffenden Rubriken der Listen erfolgen sofort, also nicht erst provisorisch auf Zetteln. 8 10. Die Waarenaufnahme findet nicht gruppenweise an verschiedenen Stellen zugleich, sondern immer an einem Lagerungsorte statt, und zwar nicht nach der Ordnung der Jnventurliste, sondern einzig und allein nach der Reihenfolge des Standortes oder der Lagerung im Locale. Jeder Posten ist in diejenige Rubrik der Liste einzutragen, deren Kopf die Bezeichnung des Lagerungsortes angibt. 8 H. Die Aufnahme von in Fässern vorhandenen Flüssigkeiten, auch wenn sie nach Gemäß abgegeben werden, erfolgt entweder durch Gewichtsermittelung mit nachheriger Reduktion oder durch Berechnung des kubischen Inhaltes mittelst Maßstab. 8 12. Zum Schluß der Inventur findet eine vollständige Collationirung der beiden Liften statt, welche sich auch auf die eingetragenen Einheitspreise erstrecken muß. Abweichungen oder Unrichtigkeiten sind sofort richtig zu stellen. 8 13. Die Richtigkeit der gemachten Aufzeichnungen ist gleich nach beendigter Inventur sowohl von sümmtlichen Mitwirkenden, als insbesondere vom Lagerhalter, resp. dessen Bevollmächtigten durch Unterzeichnung beider Jnventurlisten anzuerkennen. Im Falle der späteren Feststellung der Werthsummen aller Bestände ist über letzteren noch ein besonderes Anerkenntniß vom Lagerhalter zu verlangen. Berlin, 28. August. Wie die „Bert. Polit. Nachr." erfahren, besteht in maßgebenden Kreisen die Absicht, einen im preußischen Lanwirthschaftlichen Ministerium ausgearbeiteten Entwurf zu Ausführungs-Bestimmungen des Nahrungsmittel-Gesetzes, soweit sich dies auf die Fleischschau bezieht, durch das Reichsamt des Innern einer Conferenz von Bevollmächtigten der verbündeten Regierungen vorlegen zu lassen und dadurch die Einheitlichkeit der zu erlassenden Bestimmungen im ganzen Reiche herbeizufichren. — Mit Rücksicht aus die Mißernte der Gerste in Bayern hat sich die Malzfabrik in Pasing bei München mit einer Eingabe an die oberbayerische Handelskammer in München gewandt, in der es. heißt: „Die heurige Mißernte macht den Bezug von Gerste aus Oesterreich-Ungarn nothwendig und sieht sich die bayerische Industrie durch Bezahlung des Zolles der dortigen Concurrenz gegenüber für ihren Export in's Ausland bedeutend im Nachtheil. Die Malzfabrik Pasing bezieht sich dann auf das Beispiel der Müller, welchen man durch Rückvergütung des Zolles in dieser Hinsicht entgegengekommen ist, und, hierauf sich stützend, wird das Petitum um gleiche Begünstigung als berechtigt gehalten. Demzufolge möge sich die Handelskammer beim Bundesrath dahin verwenden, daß analog den Müllern auch den Malzfabriken der Zoll für die aus Oesterreich bezogene Gerste, welche zu Malz bereitet wieder ausgeführt wird, wieder Mckvergütet werde." — Auf dem vor einigen Tagen in Fulda abgehaltenen Eongreß der katholischen kaufmännischen Congregationen und Vereine Deutschlands wurde neben anderen auch die schon mehrfach von uns erörterte Frage berathen, wie bem großen Zudrange von jungen Leuten ohne genügende Vorbildung zum Kaufmannsstande und dem sich immer weiter ausdehnenden kaufmännischen Pro- täteinte, besonders der großen Zahl stellenloser Commis vorgebeugt, bezw. abgeholfen werden könne. Den Hauptgrund dieser in socialer Hinsicht sehr bedenklichen Schäden erkannte die Versammlung in der mangelhaften Ausbildung der Lehrlinge durch die Principale, und ferner darin, daß auch die Letzteren, um das Salair zu sparen, keine Commis, dafür aber eine um so größere Anzahl von Lehrlingen anstellen. In ersterer Hinsicht wurde beschlossen, daß die Vereine für geeignete Ausbildung ihrer Mitglieder möglichst Sorge tragen sollten, in zweiter sollen die Verbands-Mitglieder in ihren Kreisen mit allen Kräften für Beseitigung des gerügten Uebelstandes wirken. — Es wird entschieden in Abrede gestellt, daß Fürst Bismarck über den Verlaus der egyptischen Angelegenheiten enttäuscht und verstimmt sei. Vielmehr habe er auch in diesem Falle von Anfang an eine feste und zielbewußte Politik verfolgt und sei mit dem Erfolge derselben durchaus zufrieden. Es sei hauptsächlich seinen Bemühungen gelungen, jede ernstere europäische Verwickelung zu verhindern und die Bewältigung des egyptischen Ausstandes ohne die gleichzeitige Aufrollung der gesummten orientalischen Frage zu ermöglichen. Im Uebrigen sei das letzte Wort der europäischen Diplomatie in der egyptischen Frage noch lange nicht gesprochen und es würde selbst dann noch Nichts endgültig über das künftige Schicksal Egyptens entschieden sein, wenn — woran jedoch stark zu zweifeln sei — wirklich ein geheimes Abkommen zwischen England und der Türkei getroffen sein sollte. In deutschen Negierungskreisen zweifelt man keinen Augenblick daran, daß trotz der gegenwärtigen Sonderaktion der Engländer der europäische Charakter der egyptischen Frage und namentlich der Suezkanalsrage respectirt und gewahrt bleiben wird. Schweiz. Locarno (Tessin), 24. August. Der schweizerische Pius-Verein, 500 Mann stark, darunter der Erzbischof Lachat, machten heute eme Damps- schifffahrt über den langen See nach den Borromäischen Inseln. Tue ttauenyche Bevölkerung von Intra, Pallenza und Stresa hat ihn aber gar übel empfangen. Ueberall erscholl zu seiner Begrüßung abscheuliche Katzenmusik. Man verlangte Ablegung der päpstlichen Abzeichen (jedes Vereinsmitglied trug em großes rothes Kreuz auf der Brust) uud wollte sonst die ganze Gesellschaft nicht landen lasten, so daß diese sich genothigt sah, auf dem Schiff zu bleiben und hierher zuruck u- kehren. Graf Scherer und Ständerath Respim haben Beschwerde erhoben und werden sich wohl auch an den Bundesrath wenden. England. Limerick, 28. August. In Folge der Entlassung voriS* roelÄe bei der iünast stattqehabten Agitation zum Zwecke einer Gehaltserhöhung bie Mhrer gewesen waren, haben gegen 60 Constabler ihre Thätigkert eingestellt. Auch in anderen Städten Irlands ist ein Strike der Constabler angeregt, sofern die entlassenen Constabler nicht wieder angestellt werden sollten. Wrüei. Konstantinopel, 28. August. Das Gerücht, Lord Dufferln habe auf die Mit- thettung Said Paschas, daß di- Pforte bie Militär-Convention angenommen habe, er- Laien gefunden hat, fordert dringend dazu auf, vor dem Gebrauche dieses Gurgelmittels ohne genaue ärztliche Verordnung zu warnen, zumal dasselbe in jedem beliebigen Quantum vom Apotheker ohne Recept im Handverkäufe abgegeben wird. Das officineUe chlorsaure Kali, „Chlo-kali", ist nämlich in größeren Gaben ein heftiges Gift; nach einem Stadium der Reizung des Verdauungscanals mit Erbrechen und Abführen werden durch dasselbe, wenn cs in die Blutbahn gelangt, die Blutkörperchen ihrer Function, dem Organismus den zu seiner Existenz nöthigen Sauerstoff zuzuführen, beraubt und zerstört. Bei dem Gurgeln mit einer concentirten Lösung kann nun durch unvorsichtiges Verschlucken, wie dies häufig vorkommt, leicht eine solche Menge derselben in den Magen gelangen, daß, wie die Erfahrung lehrt, eine unrettbar tödtliche Ver- Bermischtes. Marburg, 29. August. Gestern Nachmittag verunglückte in der Lahn der Töpfer Georg Müller. Derselbe rief unterhalb der Bleiche einen Unteroffizier und einen Einjährig-Frelwtlligen, welcher in einem Kahn auf der Lahn fuhren, an, ihn doch aufs jenseitige Ufer zu bringen, als die beiden Kahnfahrer sich dem-Ufer nahten sprang Müller so rasch in den Kahn, daß derselbe kippte und alle drei ins Wasser fielen. Die beiden Militärs von denen der eine ein guter Schwimmer war, brachten sich aufs Trockene- Müller jedoch, der anfänglich auch nach dem Ufer schwamm, verschwand plötzlich in der Tiefe und erst nach längerem Suchen konnte Bleicher Lochel seine Leiche aufftnben.fl August. Der Brückenbau schreitet jetzt sehr energisch ooran^über den sechs Brunnen, den Fundamenten des Widerlagers, erhebt sich jetzt das Letztere, in den nächsten Tagen wird mit dem Bau 6 weiterer Brunnen begonnen. Auf dem jenseitigen Ufer in Caftel sind ebenfalls mehrere Brunnen fertig und alle Vorbereitungen getroffen, um Mitte des künftigen Monats mttdemBau bper§f/r t^. beginnen zu können; am linken Ufer werden die Pfeiler erst spater in Angriff genommen.in August. Ein hiesiger Pferdemetzger kaufte vor einigen Tagen in Bingen 3 Pferde, ließ dieselben aber bet einem Gastwtrthe stehen, um sie «ach einigen Tagen abzuholen. Anderen Tages kommt Jemand angeblich tm Namen des Käufers und nimmt die Pferde in Empfang, so daß bet Ankunft des wirklichen Raufers von den Thieren nichts mehr zu sehen war- Der Betrogene Mg Mern über Augustiner- straße, als er vor dem Wagen eines Landmannes aus Groß-Winternhelm eines seiner gestohlenen Pferde erblickte. Die sofort bei der Staatsanwaltschaft^tngeleitete Untersuchung ergab, daß der Landmann das Pferd vor einigen Tagen von eMem Handels, mann um einen ziemlich hohen Preis erstanden hatte, so daß die Staatsbehörde trotzdem das Pferd gestohlen war, in dem Landmann den jetzigen Eigentümer des Tbieres anerkennen mußte. Noch gestern Abend zog der Landmann mit seinem Psero wieder nach Hause; nach dem Dieb wird eifrig gefahndet. — Die „Köln. Ztg." wird von ärztlicher Seite um Veröffentlichung nachstehender Warnung gebeten: „Die allgemeine Verbreitung, welche das „Chlorkal, u<.ali odloriouw, chlorsaures Kali, kcio3) in wässeriger Lösung als Gurgelmittel zur Behandlung aller oberflächlichen, seit einiger Zeit fast stets unter dem Bilde einer leichten sogenannten katarrhalischen Diphtheritis verlaufenden Entzündungen im Halse bei Aerzten und Lokale-. Gießen, 30. August. ^Sterblichkeit in Gteßen.j Während der Woche vom 20. bis 26. August kamen hier im Ganzen 5 Sterbfälle vor, davon 2 bet erwachsenen Personen. Eine derselben starb an Lungenschwindsucht, die andere an Lungenbrand. Bei den drei verstorbenen Kindern, welche sämmtlich das 2. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, war einmal Diphtherie, einmal Diarrhöe, einmal Lungenentzündung die Todesursache. G- ä&anbel und Verkehr. Das Reichsbankdirectorium zu Berlin hat in einem Falle, wo eine Bankftelle des Rheinlandes sich geweigert hatte, fünf Reichsbanknoten von je 100 JL in Gold umzuwechseln, auf erhobene Beschwerde folgenden Bescheid ertheilt: In ergebener Erwiderung des gefälligen Schreibens vom 4. ds. können wir nur allf § ig des Bankgesetzes vom 14. März 1875 aufmerksam machen, wonach die Reichsbank verpflichtet ist, ihre Noten bei der Hauptkasse in Berlin sofort nach Präsentation, bei den Hweiganstalten dagegen nur soweit deren Bestände und Geldbedürfnisse dies gestatten, gegen coursfähiges deutsches Geld einzulösen. Diese Einlösung kann gesetzlich sowohl in Reichsgoldmünzen als in Silberthalern geleistet werden »(Art. 15 Ziffer 1 des Münzgesetzes vom 9 Juli 1873 und des Gesetzes betreffend die Abänderung desselben vom 20. April 1874), da die in dem Gesetze vom 6. Januar 1876 (R. Ges- Bl. 3) vorbehaltene Bestimmung des Bundesraths bisher nicht ergangen ist. Da dte Reichsbankstellen in der Regel nur mit den zu den laufenden Geschäften erforderlichen Metall-, bezw. Goldbeständen versehen sind, so bleibt nichts übrig, als in Fallen, wo eine Geldsorte verlangt wird, welche dort nicht entbehrlich ist, die Einlösung der Noten an uns zu verweisen. Nach der Versicherung der dortigen Reichsbankstelle ist dieselbe im vorliegenden Falle mit Rücksicht auf die Geringfügigkeit des Betrags übrigens bereit gewesen, Ihnen Gold zu verabfolgen; ein Recht, dieses zu fordern, hat aber nicht anerkannt werden können." „, „ , .. x Der Vorstand der rhclnlschm Bankftelle hatte sich allerdings bereit erklärt, aus Gefälligkeit die Zahlung auch in Gold zu leisten, eine Verpflichtung dazu aber nicht anerkennen wollen, weil im deutschen Reiche noch Silberthaler in Umlauf feien, mithin die Umwechslung auch in Silber erfolgen dürfe, weil nur die Hauptstelle in Berlin tn Gold umwechseln müsse und bic Zweigstellen ihren Goldvorrath für dielenigen Kunden, welche bei ihnen discontiren, vorzugsweise zu reserviren hatten. — Es ist soeben darauf hingewiesen worden, daß Telegramme auch durch Einwerfen in die Briefkasten aufgegeben werden können, namentlich, wenn ihre Beförderung bis zur Leerung derselben aufgeschoben werden kann. Die Telegramme können zusammengefaltet oder in einen Umschlag gesteckt, auch auf eine Postkarte geschrieben werden, müssen aber eventuell auf der Außenseite in auffallender Weise als Telegramm bezeichnet und durch Post- oder Telephenmarken frankirt sein. Ungenügend oder gar nicht frankirte Telegramme aus dem Briefkasten werden nicht abgesandt, sondern, wenn möglich, dem Auftraggeber zurückgestellt, andernfalls aber später vernichtet. Frankfurt a. M., 30. August, Nachmittags 2 Uhr - Min. (Telegrcwhischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in, Gießen.) Creditactien 270% Staatsbahnactien 306% Galizier 274% Lombarden 130 /«, Rord- westbahnactien —, Darmstädter-Bankactien 159% Oberschlesische E'-D.-Act. 256, Oefterr. Silberrente 66% 4% Ungar. Goldrente 7513/ie, 4% 1880er Russen^69% 50/0 1877r Russen 86% 2. Orient-Anleihe 56%, Spanier 64% 5«/o Rumänische Rente 90% 4% Unific. Egypter 62%. Tendenz schwächer. Telegraphische Depesche«. Wolffs telegr. Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 29 August. Der Commandeur der Garde-Kavallerie-Division, Graf Brandenburg, stürzte heute Vormittag mit dem Pferde auf dem Tempel- boker Felde wo derselbe den Hebungen beiwohnte und erlitt eine Sehnenzer. reißuna der linken Hüfte. Eine innere Verletzung scheint nicht vorhanden zu sein, Berlin, 29. August. Nach einer offieiösen Correspondenz war der Soldat, welcher heute Mittag als Wachtposten in der Hasenhalde ohne jede Veranlassung auf dort beschäftigte Arbeiter acht Schüsse abgab, aber glücklicher- weise nur einen töbtete, irrsinnig. . , , München, 29. Ang. Ihre K. K.Hoh.dieKronprlnzefsinvonDeutschlandbe- suchte gestern und heute mit I. K. H. der Prinzestin Victoria die hies. Kunstausstellungen. Morgen früh beabsichtigt dir Frau Kronprinzessin nach Nürnberg abzureisen und von dort am Donnerstag mit Sr. K. K. Hoheit dem Kronprinzen die Reise nach Darmstadt fortzusetzen. — Der Bildhauer Professor Johann v. Halbig, Schöpfer der Kreuzigungs-Gruppe in Ober-Ammergau, ist gestorben Bamberg, 29. Aug. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz wohnte gestern Abend mit dem Kriegsminister v. Maillinger und der Generalität der von den Turnern veranstalteten Wafferfahrt bei, welche sehr glänzend verlief. In der „Concordia" wurde dem Kronprinzen eine stürmische Ovation dargebracht, der Kronprinz dankte vom Balkon aus und brachte ein Hoch auf den König ans, in welches mit großem Jubel eingestimmt wurde. Leipzig, 29. August. Die Revision des wegen Bankerolts und Unterschlagung vom Schwurgericht Frankfurt zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilten Bankier Albert Sachs wurde vom Reichsgericht verworfen. Rostock, 29. August. Der Consistorialrath und Prof. Dr. theol. Philippi ist gestorben. ,, Paris, 29. August. Im Elysöe fand heute Vormittag em Mimsterrath statt, Präsident Grövy eröffnete dem Mimsterrath, daß er nächsten Donnerstag nach dem Jura-Departement abzureisen beabsichtige, der Conseilspräsident Dnclerc iheilte mit, daß die aus Syrien eingegangenen Nachrichten günstiger lauteten und daß särnrntlichen, nach Tripolis geflüchteten, tunesischen Stämmen die Er- laubniß zur Rückkehr in ihre Heimath ertheilt worden sei. Athen, 29. August. Nach hier eingegangenen Nachrichten ist es an der türkisch- griechischen Grenze zu einem Zusammenstoß zwischen griechischen und türkischen Soldaten gekommen, wobei 3 Unterofficiere und 4 griechische Soldaten getodtet, 12 andere verwundet wurden. Die griechische Regierung trifft Vorbereitungsmaßregeln zum Schutze ihrer Staatsangehörigen und hat die „Amphitrite" beordert, mit 2 Compagnien Infanterie und 2 Batterien nach Volo abzugehen. „ , Konstantinopel, 29. August. Die Pforte hat eine Note an Konduriotts gerichtet wegen der Grenzverletzung und der Besetzung von Karaltderbend durch eine griechische Abtheilung, was gestern zu einem Zusammenstöße zwischen griechischen und türkischen Truppen führte. Letztere hatten 7 Tobte, darunter 2 Officlcre Dl- griechischen Truppen erlitten erhebliche Verluste und wurden durch Raghib Pascha zurückgeworfem^^^ 2g %Ußufl Die Truppen Arabt Paschas griffen gestern Abend die englischen Positionen bet Gassassin an, wurden aber zurückgeworfen und verloren eine große Anzahl von Mannschaften und 11 Geschütze. Der Verlust der Engländer beträgt 120 Mann. M £ . — Sultan Pascha geht nach Jsmailia. um die egyptische Armee zu reformtren, soweit dieselbe dem Khedive treu geblieben ist oder sich demselben unterworfen hat. -s sei iu spät wird als unbegründet bezeichnet, Lord Dufferin habe vielmehr nn 9nrd^Kranville telegraphirt und eine Antwort Englands für morgen ver- be ü-u Von dir Pforte wurden alle Punkt- des englischen Cono-ntlons-En Wurfs angenomm-n, zu dem rnftltärlfchen Programm sind, mu verlautet, türk.scherselts drei Punkt-^mzug-t^t^word-n.^ Kiamll Eff-ndi, ist von hl» abg-retst um den jüngst von hier entflohenen kurdischen Scheck Obeidullah zur Rückkehr hierher zu bewegen. Aegypten. jsmailia, 28. August. Nach den Angaben Mahmuds Fehmy's, der sich als Gefangener in General Wolseley's Lager befindet, soll bet den gruppen Arabi Paschas avoße Unzufriedenheit und Insubordination herrschen. Vor der Frontder englischen Truppen war H ute Alles ruhig, die indische Division und die Artillerie traten heute den Vormarsch an. giftung die Folge ist." „ Frankfurt, 24- August. Ein junger Frankfurter Kaufmann verliebte sich in die Tochter eines biederen Handwerkers, den Fleiß, Sparsamkeit und Geschäftsumstcht reich mit Glücksgütern ausgestattet hatten. Der Verliebte wußte aber nicht, wie er dem Mädchen, die keine Ahnung von seiner Neigung hatte, seine Gefühle an den Tag legen sollte. Ging die Familie in den Palmen- oder Zoologischen Garten, auf das Schützenkränzchen, zum Preisschießen, auf eine Kirchweihe, stets befand er sich in der Nähe seiner Angebeteten. Nach einiger Zeit entschloß er sich zu einem anderen Feldzugsplan. Er setzte sich mit der Dienst- und Putzmagd des Hauses in Verbindung, welche die Aufgabe übernahm, das Fräulein auf ihn aufmerksam zu machen und ihm alle Schritte und Tritte desselben zu verrathen. Der junge Mann gefiel dem Mädchen und wurde, nachdem er ihr Herz erobert, ihr glücklicher Gatte. Nun aber kommt der hinkende Bote in Gestalt einer Klage. Der Verliebte hatte nämlich der Putzfrau für den Fall, daß die Ehe zu Stande komme, 1000 Mark vor Zeugen versprochen, hielt jedoch sein Wort nicht, sondern gab der Vermittlerin nur 300 Mark. Da er den Rest von 700 Mark nicht bezahlen will, so wurde er verklagt. Die delikate Geschichte wird nächsten Monat verhandelt werden. p, d x Neustadt (Westpreußen), 20. August. Em schweres Unglück ereignete sich gestern auf dem nordwestlich von unserer Stadt gelegenen Zarnowitzer See. Sechsunddreißig Menschen aus Nadollen wollten über den See zur Kirche fahren. Der überladene Kahn, der zum Ueberfluß noch leck wurde, fing an zu sinken und 7 Menschen fanden ihren Tod in den Wellen, während die Uebrigen durch ein anderes in der Nähe befindliches Boot gerettet wurden. Berlin, 28. August. Die „Deutsche medic. Wochenschrift" schreibt: In einer vorderen Nummer brachten wir in der Rubrik „Amtliches" eine Bekanntmachung, betreffend Maßregeln zur Verhütung der Wetterverbreitung von Scharlach und Diph- theritts im Kreise Gießen. Sie wurde etngeführt durch eine Verfügung der Abtheilung für Gesundheitspflege, tn der speciell darauf htngewtesen war, es sei das betreffende Reglement „mit auf Anregung der medicintschen Gesellschaft und des ärztlichen Kreisvereines zu Gießen" erlassen worden. Wir weisen hier noch besonders darauf hin, weil auch bet dieser Gelegenheit wieder hervortritt. daß gerade in Hessen, welches in der neueren Zeit überhaupt auf dem Gebiete der Gesundheitspflege einen erfolgreichen Schritt nach dem andern gemacht hat, die von der gewöhnlichen bureaukratischen so abweichende Ueberzeugung in den maßgebenden Kreisen zu herrschen scheint, daß die öffentliche Gesundheitspflege, was wir so oft heroorgehoben haben, ihre Ziele nur erreichen könne, wenn ihr die Mitarbeit des ärztlichen Standes gesichert sei. — Ueder den Stand der Ernte in den verschiedenen Ländern Europas bringt die N. Fr. Pr. in einem „Die Ernte" überschriebenen Artikel die folgenden Resumäs: In England hat die Ernte erst begonnen und ist bisher von gutem Wetter begünstigtj; der andauernde Rückgang der Getreidepreise auf den englischen Märkten läßt den Schluß zu, daß man dort gute Resultate gewärtigt, daß mithin der Importbedarf kleiner als im veigangenen Jahre sein dürfte. — In Frankreich ist das Ergebniß der Weizenernte quantitativ ein gutes, qualitativ ein geringeres, da die häufigen Regen die Condttion und Farbe des Weizens beschädigt haben. Nach den heute feststehenden Schätzungen beträgt die diesjährige Fechsung 112 bis 115 Millionen Hcctoliter Weizen, der Bedarf des Landes 118 Millionen Hectoliter, es wäre somit ein unbedecktes Deficit von 3 bis 6 Millionen Hectolitern zu importiren. — Italien hat nur eine sehr schwache Ernte zu verzeichnen, reflectirt auf keine bestimmten Getreideaualitäten, sondern nimmt sein Getreide dort, wo es dasselbe billiger findet. - lieber Rußlands Ernte fehlen bisher noch die detaillirten Schätzungen, doch ist so viel sicher, daß fast in allen wichtigeren Gouvernements, mit Ausnahme von Cherson, mehr oder weniger die Durchschnlttsernte erreicht ist und daß der Export tn Wetzen oder Roggen nach allen Häfen der Ostsee, Nordsee und des Mittelmeeres bereits in vollem Zuge ist. — Rumänien und Serbien haben beide Durchschnittsernten gemacht, nur sind die sevbischeii Getreidefrüchte schöner als jene von Rumänien, welche ebenfalls während der Einheimsung von Regen bettoffen wurden. Beide Länder haben mehr als ihren eigenen Bedarf producirt und sind exportfähig besonders wenn die nachfolgende Mais-Naccolta das gute Resultat liefert, das dieselbe verspricht. — Eine schlechte Ernte hat im Jahre 1882 nur Spanien zu verzeichnen mit welchem Lande dauernde Beziehungen von Oesterreich-Ungarn kaum erreicht werden können, obwohl man es bereits versucht hat, den Export von Mehl dahin etnzuleiten. Schiffsberichtt^ Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W- Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 28- August. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer General Werder, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher ' am 13. August von Bremen und am 15. August von Southampton abgegangen war, . ist gestern 11 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen._________________ ,-1111»-« w18 Ser M°7L in Bremen, weM ,J ÄS-S««»-" ®“r' ??Eliebiaen ’«ft; und, »Wir«! p'r»en jhin äuzufühi-en, ln nun durch L.dttselben rodillche Ver- ^^msicht ,Nt, ult er e an den Lüa ^n, auf dä 1 er sich in bet anderen Feld- u Verbindung, ?chen und ihm l dem Mchen l°er kommt der T Nfrau für Men, falt )aer den Rest Jeichichte wird 1 ereignete sich t See. Sechste fahren. Der >nd 7 Menschen «8 In der Nähe reibt: In einer Bekanntmachung, lach und Diphr 1 der Abtheilung das betreffende ärztlichen Kreisers darauf hin, ffen, welches in nen erfolgreichen lreaukratischen so scheint, ba6 bie \itlt nur em/chen Europas bringt enden Refumös: letter begünstig n W den Schluß edarf kleiner als I der Weizenernte jen die Kondition nben Schähungm leizen, der Bedarf Desicit von 3 bis hr schwache Ernte ibern nimmt fein te fefan btSfa lUttt wkW”n urchschnittsernte afen btt QM. w Mb Sttvien schonet ,nRrgtnb«en irt und sind expow ffultat liefert, das r Spanien zu °er- ■ei4=Ungam g Export von Mehl ?ine Banksie^ BfA* ®’"4tä iw; t nach SSldffe dies I8W 5>rl nuar 1876 -,e WÄn. wo s-5s ?&** .ne 'Ä, Oll* aitouf K(r[fo igSs® pfe «<* »■•SS»* Die Holzhauerlöhne in den Gießener Stadtwaldungen für das Rechnungsjahr 1883/84 sollen Dienstag den 5. September ds. Js., Vormittags 11 Uhr, im Saal des alten Rathhauses vergeben werden. Gießen, den 30. August 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 5630 A. Bramm. Bekanntmachung. Die Lieferung von Sandsteinplatten -,nr Abdeckung der Umwährungsmauern des hiesigen Garnison-Lazareths, sowie bie Verlegung derselben, veranschlagt zu 458.25, soll im Submisflons- weg vergeben werden. Offerten von leistungsfähigen Unternehmern mit der Aufschrift: „Submission auf Abdeckung der Umwährungs- mauern mit Sandsteinplatten" wollen bis längstens Donnerstag den 7. September 1882, Vormittags 10 Uhr, im Bureau des genannten Lazareths, Braugaffe 1891, woselbst auch der Kostenanschlag und die Bedingungen eingesehen werden können, kostenfrei eingereicht werden. Gießen, den 28. August 1882. .5615 Großh. Garnison-Lazareth. Freitag den i. September, von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Saal des alten Rathhauses versteigert werden: Maurerarbeit, veranschl. zu 245.16, Zteinhauerarbeit, „ „ „ 664.20, .Schreinerarbeit, „ „ ,, 75.42, Schlosserarbeit, „ „ „ 53.70, Spenglerarbeit, „ „ „ 34.18, Weißbinderarbeit, „ „ ,, 15 97, Pflästererarbeit, „ „ „ 358.80- Gießen, den 29. August 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 5614 A. Bramm. Vergebung von Dach- deckerarbeit. Die Neudeckung des Kirchendaches zu Heuchelheim soll im Weg der Submission Samstag den 2. September er., Nachmittags 3 Uhr, in dem Rathhaus daselbst vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen sind auf Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim zur Einsicht offen gelegt, wohin auch Offerten, in welchen das Ab- resp. Aufgebot in Prozenten auszudrücken ist, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zur obengenannten Stunde abzugeben sind. Gießen, den 26. August 1882. Seuling, 5556 Bezirksbauaufseher. Aeisgevotenes. 5368 Ein Geschäftshaus in bester Lage der Stadt, worin seit ca. 50 Jahren ein frequentirtes Spezereigeschäft Betrieben wurde, ist Familienverhältmsse halber aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bet der Exped. ds. Bl. Allgemeiner Anzeiger. Verkauf von Bier in Flaschen. Unterzeichneter empfiehlt: 11 Export-Bier, hellfarbiges zum Preise von 23 H für die Flasche, 2) dnger-Bier. „ » „ » l8 „ „ „ „ aus der Actien-Brauerei Gießen, deren beliebte Fabrikate in hell« farbiger Waare ich ausschließlich führe. — Bei Abnahme von mehreren Maschen frei ins Haus. Außerdem empfehle ich dunkelfarbiges Export-Bier zum Preise von 25 H für die Flasche. 1396 Carl Möser, FlsschenbierhaMung, Alicenstraße in Gießen. neuesten 5105 Restle s Kindermehl, Knorr s Hafermehl, Amerikanische Hafergrütze empfiehlt (5500) Gg. Wilh. 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C. 120. 2785 Ein kleines Familienlogis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei August Noll im Stern. 5539 Ein Zimmer zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei _________Gärtner Noll, Licher-Straße- 5547 Im früher Lange'schen Haus 3 Logis, je 4—5 Zimmer nebst Zubehör, sofort oder per November zu vermiethen. _________________M. Weitzbäcker. 5572 Ein Logis zu vermiethen bei Heinr. Schomber, Neustädter-Thor. 5492 Zwei geräumige Zimmer in schönster Lage, als Offizierswohnung sehr geeignet, möblirt oder unmöblirt, per 1. Oktober zu vermiethen durch Wilh. Krämer._____________________. 5494 Ein Logis zu vermiethen bei ________ Karl Heil, Schützenstraße. 4846 Ein größeres und ein kleines Famlienlogis zu vermiethen und alsbald u beziehen im „Darmstädter Haus". 4699 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Ludw. Orth, Neuen-Bäuen. 4976 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Bleichstraße C. 39). 5399 Der seither von Frau Dr. Cap- rano bewohnte 2. Stock meines Hauses an der Grünbergerstraße ist nebst allem Zubehör zu vermiethen. Chr. Keller, Markscheider. 5531 Die Hälfte der Parterre-Wohnung per 1. September zu vermiethen bei C. Brandes Wwe., Frankf.-Str. 30Viq. 1120 Ein Familienlogis (6 Zimmer nebst Zubehör) per sofort zu vermiethen. ______A. Marcus, Reichensand 224. 4526 Gin Familienlogis zu vermiethen bei Dr. F^lsing, Neuen-Bauen 5372 Ludwigsplatz 2 Logis, je 6 große Zimmer nebst allen Bequemlichkeiten, per 15. Oktober beziehbar, zu vermiethen. Karl Stohr, Schlosser. Sedanfeier am 3. Sept. 1882. Morgens 11 Uhr: Schmückung der Gräber auf dem Friedhof. (Zusammenkunft am Ncuenwegcr-Thor.) Nachmittags l’/2 Uhr: Versammlung im Vereinslokal. 2 Uhr: Abmarsch nach der Ruine Gleiberg. Von 3 Uhr ab: Concert. Bei einbrechender Dunkelheit: Bengalische Beleuchtung der Ruine. Entree für Nichtmitgliever 20 -S,. 5631 Turnverein Giessen. Sonntag den 3. September 1882: ZSjähr. Stiftungsfest in Wenzel's Garten. Nachmittags 2l/2 Uhr: Festzug (Abmarsch von Oswald's Garten), Festrede, Schau- und Kürturnen. Grosses Concert auSgeführt von der Kapelle des Jnf.-Regimenrs Nr. 88 aus Mainz unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn Baunack. Abends: Tanzunterhaltung. Eintritt ä Person 40 Pfg. Karten sichtbar zu tragen. "3IN3 NB. Bei ungünstiger Witterung findet das Schauturnen Nachmittags 3 Uhr in der stäkt. Turnhalle, und von Abends 6 Uhr an Concert und Banket in Wenzel's Saalbau statt. 5632 Der Vorstand. Auswanderer nach Amerika erhalten billigste und reellste Beförderung mittelst Post-Dampfer des Norddeutschen Lloyd in Bremen durch die Agentur von J. M. Schulhof, Marktstraße. Durch meinen langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. 53£ 1894 Auswanderer nach Amerika befördert billigst Chr. Wallenfels, 5621 Lehrling gesucht in ein hiesiges Material- und Farbwaarengeschäft. Gute Schulkenntnisse Bedingung. Eintritt alsbald-Näheres bei der Exped. ds. Bl. 5619 Weitzbinder - Gesellen und Handlanger gesucht. Jacob Reiber. 5624 Ein junger Mann (16 I.) mit guten Zeugnissen sucht Stellung als Lehrling in einem hiesigen Engros- oder Fabrikgeschäft. Gest. Offerten bittet man i. d. Exped. ds. Bl. unt Nr. 77 niederzulegen. 5587 Ein geräumiger Laden mit Logis, an der Hauptstraße gelegen, wird zumiethen gesucht. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. Gesucht i ein tüchtiges, gut empfohlenes Mädchen. E. 77, 1. St. Gesucht ein tüchtiges Dienstmädchen. 5606 Kaplansgasse C. 2275. 5634 Wohnung an eine kleine Familie oder einzelne Person zu vermiethen. ___L. Httgardt,^Schloß gasse^ 5172 Zwei kleine Logis in meinem Nebenhaus zu vermiethen. ______K. Haas, Kalkbrennereibesitzer. _ 4069 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ___Neue-Bäue 85. 5375 Eine Wohnung von 2 Zimmern, Küche rc. ____________Kirchenplatz 23. 5395 Der 3. Stock meines Hauses mit Gartenantheil, sowie 2 Zimmer in der Mansarde zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Näheres im Hinterhaus zu er? fragen. Karl Jughardt, Kanzleiberg. 3987 Die Wohnung des Herrn Landgerichtspräsidenten Knorr, 8 Zimmer re., ist perl. Oktober anderweit zu vermiethen. __________________Hch. Adami. 3659 Der mittlere Stock meines Hauses (2 Stiegen hoch) per 15. Septbr. ander- weitig zu vermiethen. Emil Fischbach. 5554 Zwei Logis sind zu vermiethen. ___________________Schneider Frech. 5633 Logis, sowie ein einzelnesZim- mer, gleich beziehb., in Neuen-Bäuen B. 90. Laden per 1. Oktober zu vermiethen. 5627 Fr. Zülch Wwe., Seltersweg. Wermifchte Anzeigen. 5616 Ein Mädchen sucht Beschäftigung im Nähen und Flicken (pro Tag 60 ^). Näheres bei Herrn Schuhmacher Kru g, Schloßgasse._____ 5617 Eine Amme, auch zweitstillende, erhält sofort Stellung. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 373 Alle Schirmreparaturen, sowie das Neu-Ueberziehen von Regenschirmen wird bestens besorgt dot; J. Weltzenkoro, Schulstraße 19. Stelle gesucht. Ein gebild. Mädchen aus einer Beamtenfamilie sucht Stellung zur Stütze der Hausfrau bezw. selbstständ. Führung des Haushalts oder auch in einem Weiß- und Kurzwaaren-Geschäft. Offerten beliebe mau an die Exped. zu richten._______ 5491 5188 Ein Lehrling in ein hiesiges Engros-Gcschäft untergünst. Bedingungen auf sofort gesucht. Schriftl. Offerten bei der Exped- ds. BI. niederzulegen.______________________________, 3763 Ankauf von Lumpen, Knochen, Papier und Akten. Louis Rothenberger, ___Neuenweg 194. 3 gl S •• S „SJC Die Nr. 47 enthält: Das Ringlein. Erzählung von Marc. Boyen. (Fortsetzung.) — Das Grab unter See. Zu dem Bilde von F. Lindner. — Der Afrikareisende. Humoreske von Th. H. Pantenius. (Schluß.) — Aus dem Familienleben der Tschuktscheu- — Die Jubiläums^Pferdeschau in Breslau. Von Hermann Vogt. Mit sieben Illustrationen. — Am Familientisch: Deutsche Familiennamen. — Eine originelle Feuerlösel) ordnung. — Gesundheitsrath. Mit zwei illustrirtcn Beilagen: Berliner I Eisindustrie. Von Th. Coßmann. Mit Abbildung: Ei-s! Ei-s! Ei-s! Eis-- verkauf in den Straßen Berlins. Umschau in fernen Landen. — In unserer Spielecke.^- Gewerbliche Umschau. 5628 Die Stelle eines Laternen- Wärters bezw. Ersatzmanns ist zu besetzen und wollen sich für diesen Dienst aeeignete Bewerber hei Laterncnaufseher Schwan, Marktstraße, melden. 56'28 __Gießener Gaswerk. 5576 Ein tüchtiger Kutscher wird ge- i sucht. Wo? sagt die Exped- ds. Bl. Gesucht " "7 1—2 Zimmer, schön möblirt oder unmobl., im oberen Theile der Stadt (Frankfurter- । (strafet, Bahnhof-Strafe-, West-Anlage, per 1. Oktober. Offerten mit Angabe des । Preises beliebe man an die Exped- d. Bl. zu richten. 5522 5294 Ein junger Mann, der seine freie Zeit ansfütten will, zur Buchführung gesucht. Offerten an die Exped. ds. Bl. Verantwortliche Redaction: Ä. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Zkr. 2< Vmeaur W die Kreiska 5 Hammer wereins zuc lüibtigenfai T miegen ei Monats gebracht, ba &i M veüchn hüt ^allgesundey lvohi auchd ZU begleiten Tagesordnu ^egierungs- wnoernn'nbei Blattes in ■ montaner C ^gtenNachr beim Kaiser der jü N Grunde L« B-ipi jäheres be: sjcht man mit be '»Wien lasse, ft* ft? feff tnei,er «fern, Ml 'WÄ Ul «■ ^en «>4'>