L882. Mx. L8O. Erstes Blatt. Donnerstag den 30. November Erscheint täglich mit Ausnahme des Msrtiags. Bureaur Schulstraße 7. PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. AranKreich. Paris, 27. Novbr. Der chauvinistische Paroxismus wüthet jetzt gegen die Engländer und sogar gegen die Amerikaner, die in allen Meeren umherschleichen und die französischen „Interessen" zu schmälern suchen. Da ist Madagaskar, da ist Congo, da ist Tonkin, wo der Kaiser der Chinesen sogar Souveränetätsrechte gegen das Recht des französischen Degens erhebt, während doch Frankreich aller Welt verkündigt hat, daß es resolut seine neue Colonialpolitik durchsetzen will. So klagt die „France", prophezeit aber, daß diese Opposition verschwinden werde, denn es sei durchaus nothwendig, daß — man höre und merke es sich — „Frankreich weithin strahlen muß; es muß, koste es, was es wolle, in allen noch jungfräulichen Ländern eine Speise für die französische Marine, Handel und Industrie juchen." Frankreich braucht eine „Compensation." Der Congo, Tonkin und Madagaskar sind laut der „France" „ein fruchtbares Arbeitsfeld"; dabei erinnert sie an die Verluste, die wieder einzubringen seien: „San Domingo, Canada, Louisiana, Jsle de France und Indien, das wir den Engländern streitig machten." In Betreff Madagaskars macht die „France" Rechte auf die Ostküste geltend; am Congo soll eine „nouvelle France“ gegründet werden, wohin die jungen Leute vom Handel I „ausschwärmen", während die Regierung mit Depeschen und Kanonen „die heiligen Interessen Frankreichs schützt." Man wird zugestehen, daß diese Sprache ungemein naiv ist; aber man hat doch seinen „Paul et Virginie“ und seine Atala gelesen und vor Bernardiu de Saint Pierre und Chateaubriand muß denn doch selbst der Brite, Iankee, Chinese und Howa Respect bekommen; also!. . . Der „Tölögraphe" klagt über die Ränke der anglikanischen Rasse gegen die lateinische bei dem Bau des Canals von Panama. Auch die Con- cessionshändler, die in der Rue de Lancry monatliche Versammlungen mit Vorträgen halten, haben sich der Eroberung Tonkins angenommen: Tonkin ist, wie der „Temps" nach einem Vortrage, der gehalten wurde, meint, „das Polen des Orients, seine Bevölkerung streckt uns die Arme entgegen." Und nun werden die vielen Ausstände geschildert, die dieses Polen des Ostens bereits geleistet hat: 1858, 1861, 1874 ; das Kaiserthum Anam ist eine Monarchie, bie aus dem Leime geht, und „es ist Beruf der Regierung der Republik, am chinesischen Meere Frankreich das Reich zu verschaffen, das Dupleix an den Gestaden des indrschen Oceans zu gründen gedachte." Den nächsten Nachbarn Frankreichs kann es nur angenehm sein, wenn der französische Größenwahn am Congo und im chinesischen Meere auf Abenteuer ausgeht und sich einmal wieder austobt, nur sollten die Heißsporne in der Presse" nicht täglich über die schlechte Welt klagen, die ihnen nichts gönne und überall Fallen lege. Paris, 27. Novbr. Gambetta hat sich heute Morgen bei der Uebung mit einem Revolver die Hand verletzt. Die Kugel hat nur eine Fleischwunde gemacht, die Verwundung ist ohne Bedeutung. England. London, 27. Novbr. In Aberdeenshire ist eine Eisenbahnbrücke, als gerade ein Eisenbahnzug dieselbe passirte, zusammengebrochen, es haben dabei 14 Personen das Leben eingebüßt. Spanien. Ddadrid, 26. Novbr. Die von Genf aus geleitete anarchistische Propaganda scheint auch auf spanischem Boden neue Wurzeln geschlagen zu haben. Aus verschiedenen andalusischen Ortschaften werden Verhaftungen socialistischer Agitatoren signalisirt. Andalusien und namentlich auch das industriereiche Cata- lonien bieten solchen subversiven Bestrebungen nur zu viel Spielraum; feierte doch gerade in jenen Gegenden der Communismus zu Anfang der sechziger Jahre seine Orgien. Rumänien. Bukarest, 27. Novbr. Wie dem „Romanul" gemeldet wird, wurde der ehemalige bulgarische Minister des Auswärtigen, Zankoff, gestern Abend bei seiner Rückkehr aus dem Auslande in Rustschuck bei dem Betreten bes bulgarischen Gebietes von Gensd'armen verhaftet, den Händen derselben aber von der Volksmenge, welche ihn am Landungsplätze erwartet hatte, wieder entrissen und im Triumphe nach seiner Wohnung gebracht. Wie der „Romanul" hinzufügt, sollen ernste Unruhen zu befürchten sein. Aegypten. Kairo, 27. November. Dem Vernehmen nach würden morgen gegen 60 Untersuchungs-Gefangene zweiter Kategorie gegen Caution auf freien Fuß gesetzt werden. — Auf der Eisenbahn-Route von Kafre-Dowar fand ein Eisenbahn-Unfall statt, bei welchem glücklicher Weise nur wenig Personen verletzt wurden. Unter den Getödteten befindet sich kein Europäer; man vermuihet, daß der Unfall durch Bosheit herbeigeführt wurde. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Eorresporrdenz-Brrre-u. Berlin, 28. Novbr. Der Kaiser ließ den Vicepräsidenten des Ministeriums v. Puttkamer auf heute Nachmittag um 4 Uhr zu einer Audienz entbieten. Berlin, 28. November. Abgeordnetenhaus. Etat der Lotterieverwaltung. Abg. Peters wünschl eine Vermehrung der Loose, empfiehlt wettere Thetlung derselben und beklagt die ungerechte Vertheilung der Collecten. Regterungs-Commissar Rüdorff erklärt, über die Vermehrung der Loose liege kein Antrag vor. Betreffs der Vertheilung der Collecten erwidert er, es werde seit jeher danach verfahren, daß Personen ausgewählt würden, welche durch chre Vermögenslage und die sonstigen Verhältnisse eine Garantie für die Wahrung der Interessen des Fiscus und des Publikums bieten, andere Tendenzen walteten nicht ob. Der Etat wird unverändert bewilligt. Beim Etat der Seehandlung antwortete Regierungs-Commissar Meinecke auf eine Anfrage, die meisten Anleihen seien tn neuester Zelt durch die Seehandlung unter Ausschluß von Consortien negoziirt, das frühere Consortium sei aufgelöst. Die Seehandl/ng verkaufe die Consols an der Börse an Jeden, der sie wolle. Minister Puttkamer erklärte auf eine Anregung Bachem's, die Regierung habe die durch das Steigen des Rheins und der Mosel geschaffenen Verhältnisse eingehend erörtert. Nach einer Depesche des Re- gierungspräsident>'n von Coblenz hätten der Rhein und die Mosel den höchsten Wasser st and des Jahrhunderts erreicht, er erwarte weitere Nachricht und werde im Falle einer ernsten Gefahr sich selbst an Ort und Stelle begeben, bis zur Stunde aber sei eine ernste Gefahr nicht zu befürchten. Man möge mit Ruh? die weiteren Nachrichten und Maßnahmen der Regierung erwarten. Im weiteren Verlaufe der Sitzung therlt der Minister Puttkamer eine ihm eben vom Kaiser Übersandte Depesche der Kaiserin in Coblenz mit, wonach der Rhein seit gestern Abend noch um 2 Fuß gestiegen, in der Maingegend sei ein Wolkenbruch niedergegangen, das Wasser dringe jetzt von allen Seiten in den Schloßgarten ein, die Schiffbrücken seien zur Hälfte fortgerissen. Die Orangerie im Generalkommando stehe unter Wasser und eS fei kein Ende abzusehen. Der Verkehr komme immer mehr in's Stocken. Der Minister fügt hinzu, danach ist die Situation allerdings ernst, er werde nach Schluß der Sitzung eine Audienz beim Kaiser nachsuchen, um seine Befehle entgegenzunehmen. Sollte es nöthig fein, fo werde er sich an die Stätte der Gefahr begeben. Das Haus werde bann hoffentlich die Berathung des Etats des Ministeriums des Innern bis nach feiner Rückkehr ausfetzen. (Allseitiger Beifall.) Zum Schluß beschäftigt sich das Haus mit der Frage wegen Beseitigung des Vagabondenthums. An der Debatte beiheiligen sich Graf Posadowski, Minister Puttkamer, Windthorst, Schorlemer-Alst, Strosser und Hansen- Forifetzung morgen. — Der Großfürst und die Großfürstin Wladimir treffen morgen Abend hier ein, um übermorgen nach Petersburg zurückzukehren. — Der Botschafter v. Schweinitz tritt m orgen die Rückreise nach Petersburg an. Wiesbaden 28. Novbr. Der Verkehr auf der Taunusbahn ist heute gänzlich unterbrochen, da auch die Strecke Höchst-Frankfurt a. M. überschwemmt ist. Bei Nüdesheim beträgt die Höhe des Wasserstandes jetzt 636 Ctm.; das Wasser steigt langsamer. Der Neckar ist gefallen. Köln, 28. Novbr. Das Wasser des Rheins steigt noch immer. In Koblenz sind heute früh einige Joche der dortigen Schiffbrücke durch die Gewalt des Wassers gesprengt und abgetrieben worden, der hiesigen Schiffbrücke droht danach gleiche Gefahr und sind deshalb entsprechende Vorsichtsmaßregeln getroffen. Die vom Wasser bedrohten Forts, welche Kriegsmunition enthalten, werden vom Militär geräumt. — Der Pegel am Rhein zeigte um 2^2 Uhr 940 Ctm. Vom Oberrhein und der Mosel wird Stillstand, bez. Fallen des Wassers gemeldet, das Barometer steigt, das Wetter ist kälter und aufklärend. Bonn, 28. Novbr. Der Wasserstand des Rheins hat denjenigen des Jahres 1876 überschritten und den hohen Stand vom Jahre 1845 nahezu erreicht. Die benachbarten Ortschaften sind überschwemmt, desgleichen der untere Theil der Stadt Bonn, wo der Verkehr nur noch per Nachen in die oberen Etagen der Häuser vermittelt wird. Das Wasser steht nur noch 4 Zoll unter der Feuerung der Dampfpumpe des städtischen Wasserwerks. Da das Wasser fortdauernd steigt, so wird das Wasserwerk heute Abend seine Funktionen einstellen müssen. Unter Vorsitz des Landraths und des Oberbürgermeisters hat sich ein Hülfs-Comite gebildet, um dem sehr großen Elend abzuhelfen. Frankfurt, 28. Novbr. Der Main hat in Folge heftiger Regengüsse bei Lohr auf's Neue zu steigen begonnen. London, 28. Novbr. Bei dem Eisenbahnunfall in Aberdeenshire wurden nur 5 Personen getödtet und 11 schwer verletzt. Köln, 29. Nov. (Privat-Depesche). Höchster Wasserstand Mittwoch früh 5 Uhr 952 Ctm.; seitdem ist das Wasser wieder 1 Ctm. gefallen, auch tft das Wetter ziemlich hell und kälter geworden. In Frankfurt fit heute Vormittag der Main, langsam fallend, gegen den höchsten Stand um 92 Ctm. zurückgegangen. Die alte Brücke mußte wegen bedenklicher Beschädigungen abgesperrt werden, auch die neueste obere Brücke zeigt an einem Pfeiler einige Risse. Der Bahndamm der Ludwigsbahn unterhalb Bischofsheim zwischen Frankfurt und Mainz ist zweimal durchbrochen; ebenso hat der Rheindamm zwischen Nackenherm und Bodenheim einen Durchbruch erlitten. ________ ^Rutschten des ärztlichen Central-Ausschusses im Großherzogthum Hessen über ben Schuch der Sehkraft der Schüler und Schülerinnen, befchloffen in feiner Sitzung zu Darmstadt am 20. November 1882. der Sitzung des ärztlichen Central-Ausschusses im Großherzogthum Hessen vom 13. December 1880 hatte Herr Geh. Mebicinalrath Dr. Aböls Weber zu Darm- ftabt unter Aufstellung einiger Thesen tn ausführlicher Weise über bie von ihm in Gemeinschaft mit Herrn Ober-Medicinalrath Dr. Pfeiffer während der letzten Jahre in den höheren Schulen zu Darmstadt vorgenommenen Erhebungen über die Sehkraft der Schüler und Schülerinnen referirt Die damalige Versammlung erklärte sich im Allgemeinen damit einverstanden, daß eine Erweiterung des ophthalmologischen Schutzes der Schüler in den von dem Referenten angegebenen Richtungen erwünscht sei, beschloß indeß, in das Detail der Anträge erst dann einzutreten, wenn das dieselben begiündende Referat gedruckt vor- licge. Zugleich ei klärte man sich mit der Fortführung der entsprechenden Untersuchungen, vorerst jedoch unter Beschränkung auf die größeren Städte des Landes, einverstanden. In der am 20- November 1880 abgehaltenen Sitzung des Central-Ausschusses, in welcher gegenwärtig waren die Herren: Mlnistertalrath Weber, Vorsitzender der Abtheilung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz für öffentliche Gesundheitspflege, als Vorsitzender, die Grotzherzogl. Ober-Medictnalräthe Dr. Pfeiffer und Dr. Reißner, der Grotzherzogl. Ober-Medtcinalassessor Dr. Uloth, Mitglieder der Mintsterialabtheilung für öffentl. Gesundheitspflege, ordentl. Professor Dr. v. Hippel von Gießen als Abgeordneter der medicinischen Fakultät der LandeS-Universität, Geh. Medicinalrath Dr. Adolf Weber von Darmstadt, Medictnalrath Dr. W. Heß von Mainz, die Großh. Kreisärzte Geh. Medicinalrath Dr. Helwig von Mainz, Medt- cinalräthe Dr. Glasor von Gießen und Dr. Neid hart von Darmstadt, ferner die pruft Aerzte Medicinalrath Hospitaldirector Dr. Jäger von Darmstadt, Dr. Kritzler von Schaafheim, Dr. Dorn seif von Gießen, Dr. Wecker! in g von Friedberg, Dr. Salzer von Worms und Dr. Weber von Alzey, Delegirte der ärztlichen Kreisvereine*), lag nunmehr das gedruckte Referat des Herrn Dr. Weber, sowie eine Zusammenstellung der in dem Gymnasium zu Gießen von Herrn Professor Dr. v. Hippel und der in dem Gymnasium und der Realschule zu Mainz von Herrn Medicinalrath Dr. Heß gemachten Untersuchungen vor. Es ergibt sich aus allen diesen Zusammenstellungen, datz in den höheren Schulen des Landes, soweit sie in dieser Beziehung untersucht worden sind, die Zahl der nicht normalsichtigen Schüler, insbesondere die kurzsichtigen, eine sehr beträchtliche ist und die anderwärts für gleichartige Schulen gefundenen Zahlen erheblich übersteigt- Mehr als die Hälfte der untersuchten Schüler sind nicht normalsichtig, der bet Weitem größte Theil dieser letzteren ist kurzsichtig, theils in Folge erblicher Anlage, theils und hauptsächlich erst während der Schulzeit kurzsichtig geworden und in den oberen Klassen häufen sich die Kurzsichtigen in geradezu erschreckenden Verhältnissen. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die untersuchten Schulen sich sämmtltch in Gebäuden befinden, welche theils vor längeren Jahren, theils wenigstens zu einer Zeit aufgeführt worden sind, in der es nicht üblich war, bet solchen Einrichtungen auf die Forderungen der Augenhygteine Rücksicht zu nehmen. Der Centralausschuß hielt es für seine Pflicht, Angesichts des bestehenden Noth- standes diese Forderungen an der Hand des Weber'schen Referats zu formuliren. Er war selbstverständlich nicht der Ansicht, weder daß damit die sämmtltchen Forderungen, welche die öffentliche Gesundheitspflege an die Dchule zu stellen hat, erschöpft seien, noch daß durch die Einführung der von ihm angerathenen Maßregeln sofort eine gründliche Beseitigung der vorhandenen Gefahren bewirkt werden könne. Er hielt es aber für unerläßlich, daß die Bekämpfung der vorhandenen Uebelstände schleunigst und systematisch in die Hand genommen werde, da mit halben und zögernden Maßregeln nichts zu erreichen ist und unter dem wachsenden Einfluß der Erblichkeit die Verhältnisse sich alljährlich verschlimmern müssen. „ Der Ausschuß einigte sich über folgende Thesen, welche sich in erster Linie auf die höheren Schulen beziehen, zum großen Thetle aber auch auf die Elementarschulen Anwendung finden können: 1. In jedem Schulzimmer muß zu allen Schulzeiten auch an der dunkelsten Stelle dasjenige Minimum von Helligkeit bestehen, welches noch das Arbeiten unter normaler Sehweite gestattet. Alles excentrische, blendende Licht muß ausgeschlossen fein. So selbstverständlich diese Sätze erscheinen, so viel wird erfahrungsgemäß dagegen gesündigt, trotzdem Jedermann weiß, daß bel dunkler Beleuchtung die Arbeit naher an das Auge gebracht, letzteres also zu schädlicher Accomodation tn die Nähe gezwungen werden muß, und trotzdem die Feststellung der erforderlichen Helligkeitsmenge selbst in der Hand des Laien eine leichte Arbeit ist. Die meisten vorhandenen Schulzimmer entsprechen der gestellten ersten Forderung entweder überhaupt nicht oder wenigstens nicht an trüben Wintertagen, und die künstliche Beleuchtung fehlt entweder ganz oder ist ungenügend oder unpassend conftrutrt; ebenso ist die zweite Forderung in den weitaus meisten Fällen nicht erfüllt. Der Ausschuß war der Ansicht, daß, wo es sich um seitliche Beleuchtung handle, diese ausschließlich von der linken Seite kommen dürfe und durch genügend große, oben möglichst bis zur Decke, nach unten nur bis zur Höhe des sitzenden Schülers, reichende Fenster gegeben werden müsse, daß aber jede andere aushülfsweise Vermehrung der Lichtmenge, fei es durch Fenster m der Front oder im Rücken des Schülers oder auf seiner rechten Seite, zu verwerfen sei. (Schluß folgt) * ) Als Gäste wohnten den Verhandlungen bet und nahmen an der Berathung, nicht aber an den Abstimmungen Theil: Der Vorsitzende der Großh. Ministertal- Abthellung für Schulangelegenheiten Herr Geh. Staatsrath Dr. Knorr und die Mitglieder dieser Abtheilung, die Herren Öberschulräthe Gretm und Becker. Lokales. . Gietzen, 29. November. (Sterblichkeit in Gießen.) In unserer Stadt ereigneten sich im Laufe der Woche vom 19. bis 25. November im Ganzen 9 Todesfälle, davon o bet Kindern, 6 bei Erwachsenen. Die Kinder hatten ein Alter zwischen zwei und vier Jahren und starb das eine derselben an Gehirnentzündung, das zweite an Tuber- » t n Hunhaute, das dritte an Diphtherie. Bei den 6 erwachsenen Personen war Krebs 2mal, Lungenschwindsucht, Lungenödem, Brustfellentzündung, Altersschwäche je einmal Todesursache. G. * * Gietzen, 29. November. [Watet.] Die Rücksicht auf die das Theater besuchenden Kreise drängt die Directoren dahin, von der Reprise alter und bewährter Stücke abzusehen und nach Novitäten auszuspähen und diese vorzuführen, trotzdem denselben oft schon von anderen Bühnen her der bedenklichste Ruf voranging. Wie mit Dampf werden Stücke herausgebracht, die den auf das Nollenstudium seitens der Schauspieler verwandten Fleiß in den meiste» Fällen gar nicht lohnen. So ist's auch mit „Reif-Reiflingen". Auch hier ist das Sujet Nebensache. Reif-Reiflingen läßt sich einen Jagdurlaub geben, besucht seinen ehemaligen Kameraden Kurt v. Folgen und das Ganze löst sich durch zwei Verlobungen in Wohlgefallen auf. Wer indeß die lustige Compagnie-Arbeit von Moser und Schönthan „Krieg im Frieden" gesehen hat, wird sich auch die Forschung nicht entgehen lassen wollen. Was man von Moser zu erwarten hat, weiß jeder Theaterfreund im Voraus, und so bleiben denn alle literarischen Ansprüche zu Hause, um dem leichteren Unter: haltungsbedürfniß Platz zu machen. Thatsache ist, daß „Reif-Reiflingen" gerade so belustigend im Ganzen und so unwahrscheinlich im Einzelnen, wie die übrigen Stücke dieses Autors sind. Die Figuren sind marionettenhaft und man muß viel Fadheit mit in Kauf nehmen. In der dankbaren Titelrolle, die das ganze Stück belebt und trägt, roar Herr E. Schubert wieder ausgezeichnet. Von den übrigen mitwirkenden Damen und Herren spielten einige recht gut. Wir heben namentlich hervor den für chargirte Jtollen wohlgeeigneten Herrn Ernst (Onkel des Herrn v. Folgen), Frau Schubert (Forsters Tochter), Frl. Hauptmann I., die die Schwester Prisca mehr tempera- mentooll als naiv, aber immerhin recht sympathisch darstellte, die Herren Kraatz (Provisor) und Frantz (Förster), die ihren Rollen ein scharfes Colorit zu geben wußten. Der Apotheker fand in Herrn Kubale eine gute Vertretung, nur stört uns an Ipm die pronondrte Mundart. Die kleineren Partien kamen tn ausreichender Besetzung zur Geltung. aufgespeichert waren, zu Grunde gege Rudervereins sind beschädigt, zum 21 o. ec Vermischtes. c "f^rt a# M., 27. November. Einem Material- und Farbwaarenhändler sind durch das Hochwasser für einige Tausend Mark Maaren, welche in seinem Keller waren ju ©runbe gegangen. - Sämmtliche Boote des Frankfurter mpUrf£are n§ beschädigt, zum Theil sogar sehr stark, daß einige vollständig Äip* sind. Der Schaden ist ein beträchtlicher. — Ein junger Mann stMorgen von der Obermainbrücke aus in den Main, um den Tod zu Vp, A« l ,cr st^ Wasser befand, schrie er um Hilfe, jedoch zu spät. — Der Damm JV Offenbacher Localbahn ist derart beschädigt, daß viele Arbeiter fortwährend thätig sein müssen, um den Schaden einigermaßen auszubessern. (SM«Jr r? k ??' November. Bis gestern Abend 8 Uhr blieb der Main im ? btc Hohe von 6,28 Meter erreichte. Der Strom überflutete den Heaenh? ffiÄ, fr™uSb Arhalb der Untermainbrücke und füllte das dahinter liegende Gelände mit Wasser bis zum Flußniveau. An der alten Brücke, welche gesperrt blieb und vor der sich ein Berg von Flößen angeftaut hat, trat das Wasser, von der Schmidtstube kommend, bis in die Fahrgasse hinein. Die Predigergasse, die Dominikanergasse wurden unter Wasser gesetzt. Bis Nachts 11 Uhr war endlich ein Rückgang eingetreten, der etwa 2 Zentimeter betrug. 1 Uhr Nachts war der Wasserstand unverändert, so daß demnach der Main seinen jetzigen Wafferstand nicht mehr überschreiten dürfte. An allen bedrohten Punkten der übersch Hemmten Stadtthetle waren Pechpfannen in Brand gesetzt und Mannschaften der Berufsfeuerwehr postirt. Frankfurt, 28. November. Der Main hatte, wie schon kurz mitgetheilt, gestern spät Abends seinen Höhepunkt erreicht, der immer noch um einige Zoll gegen den höchsten Wasserstand von 1845 zurückblieb. Nichtsdestoweniger ist auf dem linken Ufer der neue Hochquai oberhalb und unterhalb der Schwcizerstraße Überfluthet worden, sogar bis an das Städel'sche Institut drangen die Fluthen heran. Cataractartig stürzt- das Wasser in die hinter dem Hochquai liegende alte Straße hinab, die an derselben liegenden Häuser sämmtlich überschwemmend. Heute Morgen bis 9 Uhr war das Wasser von seinem höchsten Punkte etwa 1 Fuß gefallen. Gegen Mittag wurde jedoch durch Anschlag des Polizeipräsidiums die Wahrscheinlichkeit eines neuen Steigens angezeigt. — Die Viaducie der Bebraer Bahn in der Schweizer- und Bruchstraße sind seit gestern Mittag gleichfalls überschwemmt. Es ist jetzt nur noch der Viaduct der Darmstädter Landstraße vom Wasser verschont. — Der hiesigen Feuerwehr ist es geglückt, auf den Röderhöfen die in Gefahr befindlichen 60 L-tück Rindvieh zu retten. — Vergangene Nacht um 2 Uhr wurden die Bewohner der Obermainstadttheile durch Böllerschüsse, welche aus weiter Ferne sehr deutlich herübertönten, erschreckt. Es stellt sich heraus, daß ein Dorf bei Hanau, welches durch die Wasser vollständig überfluthet wurde, diese Nothsignale gegeben hatte. — Der Schaden, welchen die Fluthen durch Zertrümmerung der Boote, des Bootshauses, Musiktempels und der Treppe dem Ruderverein verursacht haben, beläuft sich auf circa 22,000 «X ' Mainz, 28. November. Das Wasser hat den höchsten Stand des Jahrhunderts erreicht. Der gesammte Bahnverkehr ist eingestellt, die Packete, Geldsendungen und Nachnahmesendungen geschlossen. Das Wasser überschritt den Bahndamm. Der Telegraphenverkehr ist sehr bedeutend. Nachts wurde im Gartenfeld Sturm geläutet. Rüdesheim, 26. November. Die Nahe bei Bingen führt dem Rhein noch eine kolossale Wassermasse zu. In der Stadt breitet sich die Fluth immer weiter aus. Man fährt heute bequem im Nachen vom „Adlerthurm" bis in die Nähe des Bahnhofs. Am „Darmstädter Hof" steht das Wasser im Gastzimmer. An einem Hanse in der Rheinftraße gelangt man auf einer Leiter in den 2. Stock. Das Dampfboot der Eisenbahn hat die Fahrt nach Bingen eingestellt und unterhalt blos noch die Verbindung der Bahn mit Bingerbrück bis Abends nach 6 Uhr. Die Uferbauten unterhalb der Rheinhalle mußten in Folge des Hochwassers eingestellt werden. Offenbach, 27. November, 5 Uhr 10 Min. Abends. Ich komme soeben aus dem benachbarten Bürgel, das ich mittels Kahn erreichte. Das etwa 500 Einwohner zahlende Dorf ist bis auf einen kleinen erhöhten Theil vom Wasser überfluthet. Dorthin haben sich die meisten Einwohner mit Vieh und Habe vor dem Wasser geflüchtet, das während der Nacht in ihre Häuser drang. Gegen 5 Uhr Morgens stürzten drei Häuser ein. Zwei Kinder des Metzgers Sigmund Grünbaum im Alter von 4 und 12 Jahren nebst dem Dienstmädchen desselben wurden unter den Trümmern begraben und ertranken. Ein drittes Kind wurde wieder herausgearbeitet. Die Lage der Bewohner ist bedauernswerth, sie sehen mit Bangen der kommenden Nacht entgegen. Sie wollen während derselben zum großen Theil in der Kirche und in den wenigen höher gelegenen Gebäuden campiren, weil sie fürchten, daß ihre Häuser, welche dem Einstürze nahe sind, dem gewaltigen Wogenprall nicht Stand halten werden. Das Wasser steigt noch immer langsam. Hier tn Offenbach sind die Domstraße, Stiftstraße, Herrenstraße, Schloßftraße u. a. völlig überschwemmt. Das Wasser steht bis zum Marktplatz. So weit das Auge reicht, ist das ganze Mainthal ein großer See. Die Bebraer Bahn ist noch befahrbar, doch werden die Abendzüge, wenigstens auf der Localbahn eingestellt werden müssen, da das Wasser die Höhe des Bahndammes saft erreicht hat und derselbe bereits heute früh an mehreren Stellen zu Besorgniß Anlaß gab, weshalb an diesen langsam gefahren wird. Haag, 28. November. Aus Limburg, Brabant, Geldern und dem nördlichen Holland werden große Ueberschwemmungen gemeldet. Die Situation ist gefährlich, obgleich die Maas fallt. Der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Venlo-Kempen-Zevenaar ist unterbrochen. Die Waal ist 2 Decimeter gestiegen. Die zweite Kammer dtskuttrt ein Gesetz betreffs Maßregeln, die Ueberschwemmungen in Brabant zu verhüten. Darmstadt, 27. November. Der wegen des Weiterstädter Eisenbahnunfalls unlängst zu zehn Monaten Gefängniß verurtheilte Bahnwärter H. Spalt hat sich erhängt. Frankfurt, 28. November. Nach einer hier eingetroffenen M'ttheilung soll Albert Sachs aus dem Zuchthause zu Cöln durchgegangcn fein. (Bestätigung bleibt abzuwarten.) — (Ein probates Mittel.) In H. hatte ein Bauer die üble Angewohnheit, sich sonntäglich tn der Kirche mit feinem Nachbar fast überlaut zu unterhalten. Da hatte der dortige Lehrer den Einfall, ein Radikalmittel anzuwenden. Als der Bauer beim Eintritt in die Kirche das gewohnte Gespräch mit seinem etwas schwerhörigen Nachbar aufnahm, begann der Lehrer fein Orgelpräludium mit den zartesten Stimmen und verstärkte nach und nach die Register, so daß der Bauer zu immer lauterem Sprechen genöthigt wurde. Als letzterer auf einmal sich seinem Nachbar mit weit geöffnetem Munde zuwendete, da macht der Lehrer, der den richtigen Zeitpunkt beobachtet, eine Kunstpause, die der geschwätzige Bauer im Eifer seines Gespräches mit den im höchsten Forte geschrieenen, weithin vernehmbaren Worten ausfüllt: „Der eine hat aber a krumm's Horn." Die beiden hatten vom Ochsenhandel gesprochen. Der Bauer war furirt. Er begab sich, wie die Dorfzeitung erzählt, nach der Kirche zum Lehrer und sagte zu ihm: „Herr Lehrer, wenn Sie mir die Schande nicht angethan hätten, cs wäre mir auf drei Simmern Korn nicht angenommen." Literarisches. Es dürfte für die Leser dieses Blattes von hohem Interesse sein, schon jetzt zu erfahren, daß von dem berühmten Physiologen Jac. Moleschott tn Rom ein kleines Werk schönwissenschaftlichen Inhalts sich unter der Presse befindet und noch rechtzeitig zum Weihnachtstische in vorzüglicher Ausstattung zur Ausgabe gelangen wird. Der Titel desselben ist: Hermann Hettner's Morgenroth von Jac. Moleschott. Der Anfasser sagt darüber in einem Briefe: „Unter dem Titel „Hermann Hettner's Morgenroth" ist mir „ein Buch aus dem Herzen gequollen, tn dem idj mit inniger Liebe die vier „Jahre (1847—50), in denen ich mit meinem brüderlichen Freunde, dem „berühmten Literarhistoriker in engster Verbindung lebte, geschildert habe, die „Schrift ist von allgemeinem Interesse, welche auf die Universitätszustände, „das politische Leben und mancherlei andere Dinge Streiflichter wirst, im „Wesentlichen aber kunftgeschichtltchen Inhalts ist. Unwillkürlich und noth- „wendigerweise liefert das Buch auch ein Stück meiner eigenen Lebens- Geschichte rc. rc." Frankfurt a.M.. 29. November, Nachmittags 2 Uhr - Min. (Telegraphischer Coursbencht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Credttactien,251V«, Staatsbahnactien 295»/«, Galizier 262% Lombarden 117% Nord- weftbahnactien 170, Darmstädter-Bankactten 154% Oberschlesische E.-B.-Act. 259, Oesterr. Silberrente 653/g, 4<70 Ungar. Goldrente 723/4, 4«/o 1880er Russen 68% 50/0 1877r Russen 86% 2. Orient-Anleihe 54% Spanier 61% 5 billigster Bedienung M. Hamel, Pumpenmacher, 6 38 wohnhaft bei Weißbinder Hellmold, Schillerstraße. In dem F C. Weber sehen Geschäft, ÄÄX werden folgende Waaren, als: Kragen, Manschetten, Cravatten, Handschuhe, Knöpfe, Zwirn re., Krausen, Vorstecker, Lavaüisres, Corsets, seidene Halstücher, Herren-, Damen- und Kinderwäsche, Vorhangstoffe, Handtuchdrell, Tischtücher u. Servietten, Batisttaschentücher, Wickelteppiche, Blumen, Chiffon, blau uüd grau Leinen, Percal, Bettzeug, Unterröcke, Unterjacken, Tischdecken, Einsätze, Strümpfe, Garnituren re. unter dem Einkaufspreis abgegeben. Gießen, den 27. November 1882. Der berühmte Physiologe bietet dem Publikum diesmal eine Gabe schön- Imssenschaftlichen Inhalts, welche, von hohem literarischen Interesse, sich ganz besonders zum Weihnachtsgeschenk eignen dürfte. Gießen, Ende November 1882. 7887 Emil lloth, Verlagsbuchhandlung. Bekanntmachung. Zur Vergebung des bei der unten- genannten Verwaltung erforderlichen Bedarfs an Lagerstroh, ca. 620 Ctr., ist ein öffentlicher Submissionstermin auf Montag den 4. Dezember, Vormittags 10 Uhr, in deren Bureau, woselbst die Lieferungsbedingungen zur Einsichtnahme ausgelegt sind, anberaumt. 7905 Gießen, den 29. November 1882. Großh. Garnison'Verwaltung. Versteigerung. Freitag den 1. Dezbr. d. Js., Vormittags 10 Uhr, sollen im Hofe des hiesigen Hauptsteueramtes Cg. Wilh, Weidig» Kämme und Bürsten aller Arten, insbesondere die neuestenMuster in Aufsteck-Kämmerr, sowie alle sonstigen Toilette-Artikel empfiehlt billigst 7884 Georg Petri, Seltersweg. Billet-Papiere in allen Grössen und Qualitäten, Briefkarten etc. mit Monogrammes u. Initialen empfiehlt H. Kühn, 7882 Seltersweg Nr. 3 6. Irische Schellfische Moritz Heichelheim' Verkauf von Staats- Bank- & Weehselgeschäft ) papieren etc. 7172 G-g. Wilh, Weidig, Prima holl. Vollhäringe, feinst marin. Häringe (sehr pikant) Gewerbebank zu Gießen. Eingetragene Genossenschaft. Zum Zwecke der Wahl des Vereins-Rechners findet Sonntag den 3. December er., Nachmittags pckicis 3 Uhr, im Wenzel schon Snnlbnu eine außeroröeiitf. Zeneras-versammsung statt und werden die Mitglieder zu allseitiger Tbeilnahme freundlichst eingeladen. Gießen, den 27. November 1882. Gewerbebank zu Gießen, e. G. Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes: 7883 J. Haustein. Einweihung des neuen Kleinkiuderf,chrühauses. Am nächsten Montag den 4. Dezember soll die Einweihung des neuen Gebäudes der Kleinkinder-Bewahranstalt stattfinden. Da zu der in der Anstalt selbst zu haltenden Feier wegen mangelnden Raumes leider nur beschränkte Einladungen ergehen können, jo laden wir alle Einwohner und Einwohnerinnen Gießens, die als Freunde und Wohlthäter für unsere Anstalt Interesse haben, zu einer allgemeinen V ereiatSyimy ein, die zur Nachfeier am Einweihungstage, Montag den 4. Dezember, Abends 8 Uhr, in dem uns zur Verfügung gestellten Wenzels Garten-Saal gehalten werden soll. Hierbei hat Herr Kapellmeister Krausse mit einem Theil seiner Kapelle mitzuwirken sich bereit erklärt und ein hiesiger Gesangverein will durch Vortrag einiger Lieder die Feier verherrlichen; außerdem werden Ansprachen gehalten werden. Zur Deckung der Kosten der geselligen Vereinigung werden wir uns erlauben, ein Eintrittsgeld von 20 Pfg. für jede Familie oder Person zu erheben. Schließlich machen wir bekannt, daß am Einweihungstage, Nachmittags von 2—4 Uhr, die Räume des neuen Anstaltshauses für Jedermann geöffnet sein werden, und wir laden zur Besichtigung derselben hiermit freundlichst ein. Gießen, den 28. November 1882. Der Dorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Wensel’s Garten. 7889 Donnerstag den 30. November: 4. Abonnement - Concert. (2. Theil: Beethoven.) Anfang präcis 9 Uhr. Entree 90 Pfg. Das Raucken ist nickt gestattet. Alle Annoncen für den Gießener Anzeiger für die Frankfurter Zeitung — Kölnische Zeitung — Stuttgart Schwäbischer Merkur — Augsburger Abendzeitung — Mannheim Neue Badische Landeszeitung — Berliner Tageblatt* — Deutsches Montagsblatt* — Kladderadatsch* — Fliegende Blätter* — Bazar* — Jndependance belge* — Militär-Wochenblatt* sowie für alle anderen Zeitungen und Fachzeitschriften befördert am billigsten und promptesten die Annoncen-Expedition von Rudolf Mobs©, Frankfurt a. Hfl., Zeil 45. Zeitungs - Verzeichnisse (Jnsertionstarif) sowie Kosten-Anschläge gratis und franco. Bei größeren Aufträgen höchster a b 11. Für die mit * bezeichneten Blätter hat obige Annoncen-Expedition die alleinige Annoncen-Annahme. 7289 Grosses local- iinil liisiniHlMiicorl zum Besten der Ueberschwemmten in Tyrol, gegeben von dem Gesangverein „Liederkranz“ dahier in Verbindung mit der hiesigen Regimentsmusik Samstag den 2. December, Abends 8 Uhr, im Eeib’schen Saale. Bermiethmrgen. 7885 Mühlgasse 21 ein Familienlogis zu vermiethen. Näheres im Hinterhaus, 2. St._______ 7890 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Wallthorstraße 14. 7902 Ein kl. Familienlogis (parterre) zu vermiethen. I. Kaan jr., am Kreuz. Vermischte Anzeigen. 7881 Ein Lokal (Werkstätte) zu miethen gesucht. Näheres Kreuz Nr. 12, Cigarrenladen. 7871 Eine gesunde Amme sucht auf sofort Stelle. Zu erfragen bei Hebamme Pfeifer in Groß-Buseck. 7645 Das Flechten von Stroh- und Rohrstühlen, sowie das Anfertigen aller Gattungen von Stühlen wird zu sehr billig gestellten Preisen ausgeführt. Philipp Henkel, Stuhlmacher, Sonnenstraße 14 (dem Clubgebäude gegenüber). Leise Anfrage, i Wenn Sonntags der Sitzungssaal der „Herberge zur Heimath" (parterre) bei offenen Fenstern als Trockenboden benutzt wird, ist das Sonntagsseier? 7903 Gründlicher Zitherunterricht wird ertheilt. Zu erfragen Brandplatz Nr. 9. „Für Bekannte erbitte noch einige der kleinen Bücher „Krankcnfreund", denn in Folge meiner unerwartet schnellen Genesung wollen Alle das Buch lesen 2c." Diese Zeilen eines glücklich Geheilten sprechen für sich selbst; wir machen daher nur darauf aufmerksam, daß der „Krankenfreund" auf Wunsch von Nichter's Verlags-Anstalt in Leipzig gratis und franco versandt wird. Kitts Lesenr Maschmmstrickerei von Carl Pietsch II« Anfertigung aller Arten Herren-, Damen« und Kinder-Strümpfen, Socken, Jacken rc. in Wolle, Baumwolle und Vigonia. Anstricken von Strümpfen und Socken. Programm. 1. Abtheiiung. 1. Marsch aus dem Sommernachtstraum . . von Mendelssohn. 2. Ouvertüre zur Oper: „Die Felsenmühle“ . „ Beissiger. 3. Bundeslied, Chor . . „ Li ebner. 4. Concerthaus-Quadrille . „ Liebig. 5. Schäfers Sonntagslied, Chor . * . . . „ Kreutzer. IL Abteilung. 6. Ouvertüre zur Oper: „Die lustigen Weiber“ „ Nicolay. 7. Postillon-Lied „ Weidt. 8. Kuss-Walzer „ Strauss. 9. Gute Nacht, Chor mit Solo Kuhn. 10. Fantasie aus der Oper: „Carmen“ . . . „ Biz et. 161. Abtheilung. 11. Hymne „Lobpreiset laut“ „ Herzog Ernst. 12. Olficier-Casino, Polka „ Krausse. 13. Der Liebste, Chor „ Dressner. 14. Abschied vom Walde, Chor „ Klauer. 15. Seh ction aus Preciosa C. M. v. Weber Eintrittskarten ä 50 H werden bei den Herren Carl Wenzel, Seltersweg, Tri b us, Seltersweg und Daniel Heil, Lindenplatz, ausgegeben. An der Kasse Entree ä 70 H Kinder gelten bezüglich des Entrdes für Erwachsene. 783’’ StelleLMermittLungsPnrerru des Ksuf- mänmfcben Vereins Frankfurt o. M. Best orgamsirtes, weitestverzweigtes Kaufm. Placirungsinstitut. 7770 7906 EL Halkhcf geb. Knispel. Danksagung. Für die bei dem schmerzlichen Verlust meines unvergeßlichen Mannes so vielfach bewiesene Theilnahme und Begleitung desselben zur letzten Ruhestätte sage ich hiermit allen Betheiligten meinen herzlichsten Dank. 7806 Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen auf Weihnachten gesucht. ___ . Westanlage 23. 7893 Eine gesunde Amme wünscht ein Kind zum Mitstillen. Dreihäusergasse 11. 7841 Ein Ladenmädchen gesucht. Gute Zeugnisse erforderlich. I. Retter, Neustadt. Kaufleute, Oekonomen, Förster (Särtncr, Brauer, Brenner, Aufseher, Techniker rc. placirt schnell das Burcar ^Crermaiiia, Dresden. 786o 1/12 Ab. 7 U. B.-K.U. Conf. I. Gr. 7sot Verantwortliche Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Di flick in Gießen. Hierzu ein zweites Blatt. Bureau keine Pl der Vorl wegliche kaum be B niederges amerikan den Bur Verhältn Consum Commisj Unterred residente' mit nach HW 1 beW>8 ’Sftju!* Rußland ftammun immer st von Seb wie die t erwarten. Bt Berlin, i rung der Angriffe schreibt: Au- kirchl, Aiy N. 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