’nnittym bei g, C. M. irtesZimmn 11. Stock, zu uer,Kreuz. ! Zimmer im -Ääueu 17. lebst Zubehör, in mieten Nühlgasse 10. ’öjö zu oer: W-rkstitt- Siit£ WN8.' llUn9, sowie n. Wardt, 'ezieheu. *n. : Wort Me. öMhorstr.löO ene§ Kinder- mtenslraße 13. Islcrci bc- , Neuenweg, ngsvoll rüekel. paraturen, rzieben tw ns besorgt ol>» ;n körn, ite werden \\i rt. l, SeltrrW.^ ggg'SSSSEß*- w« „Cafe Leib11. üflio^ MküBer M & Dresden. 5 s im 2(110'- inend, tm cc um? „ r.JL/Lmeii ------ r. iidli । bür^eIl fjy * e” 6 tiO'B 63»> W H rtheit, welche nur durch bie Intensität eben jenes SelbstgefüM begreiflich wird. Das ist heute einmal roieber in außergewöhnlichem Maße ber Fall. Das Eliyb alt lancir einen Artikel, der nichts Geringeres bezweckt, als eine m,rh,n ^ Q deutschen Polft'k an die Adresse Frankreichs Deutschland sei, so werden dle Leser ber „Times" belehrt, daraus aus um den Preis Egyptens, dessen )fmnni6 C?.r5n5Cr ($”sIhanbs ^gestanden werden würde, dieses de^r französischen ^^«nffremden und der deutschen Interessensphäre zuzuführen. Gegen dieses lelbstgeschaffene Phantom zieht nun ber „Times"-Artikelschreiber mit Argumenten in's Feld die genau ebenso fadcnscheimg sind und ein mehr als naives Lesepublikum vor- m ’ r. ln Resume des widersinnigen „Times"-Artikels mitlheilt, bemerkt sehr richtig, daß deutscherseits in London niemals auch nur die gelösten Versuche 6emacht worden find, das dortige Cabinet wegen seiner egyptlschen oabiren. daß dle Berliner Politik vielmehr nach wie vor in der sllerftrengsten Zurückhaltung verharrt, und die „Times" mit ihren famosen Ausführungen ganz und gar auf falscher Fährte wandelt. Es ist aber bezeichnend, daß, während von Eröffnung onchon Versuche und zwar solch plumpe Versuche — gemacht werden, das gegenseitige vertrauen zu stören. ,,, ... Auch die «Revue politique et litteraire", eine der angesehensten periodischen Zeit- 'chrfft, zieht Deutschland in die egyptische Frage hinein, indem sie die Frage stellt, -welche Verwickelungen Frankreich von Seiten Deutschlands zu besorgen haben könnte, Falls die Republik sich zu einer Intervention am Nil bewogen finden sollte. „Keine", I antwortet die „Revue" selber in höchst verständiger Weise In der That gehört ein gutes Theil Unverstand ober böser Wille dazu, der deutschen Politik einen solchen Schwabenstreich zuzutrauen, als die Ausspielung des egyptischen Trumpfes in einer Parthie, an welcher Deutschland als directer Mitspieler gar nicht beteiligt ist. So selbstverständlich das erscheint, so nothwendig bleibt die periodische Wiederholung auch dieser einfachen Wahrheit. Berlin, 271 Septbr.' Wie dem „Schwab. Merkur" von hier geschrieben wird, hat der wegen seiner Opposition gegen die jetzige Berliner Verwaltung vielgenannte Stadtverordnete Limprecht den verzweifelten Schritt unternommen, gegen den Oberbürgermeister Forckenbeck, den Stadtverordneten-Vorsteher Straßmann und das Mitglied Ludwig Löwe die Anklage aus Meineid zu erheben. Limprecht war vor einiger Zeit zur gerichtlichen Verantwortung gezogen worden wegen seiner die städtische Verwaltung schwer belastenden öffentlichen Aussagen, und es war bei dieser Gelegenheit von den oben genannten Herren auf ihren Amtseid erklärt worden, daß die Limprecht'schen Aussagen in den Thalsachen, bezm. in den amtlichen Protokollen keinen Halt finden. Gegen diese Behauptung richtet sich nun die Anklage. — Nach einer dem Neichspostamte zugegangenen Benachrichtigung der österreichischen obersten Poftverwaltung wird auf der Brennerbahn der regelmäßige Betrieb, welcher seit Kurzem in Folge eingetretenen Hochwassers auf der Strecke Innsbruck-Ala unterbrochen ist, voraussichtlich erst in einiger Zeit wieder ausgenommen werden. Demnach kann zu der Postbeförderung nach Italien der Weg über Ala einstweilen nicht benutzt werden. Insbesondere sind Päckereisendungen nach Italien, sofern nicht vom Absender die Leitung durch die Schweiz verlangt wird, bis auf Weiteres nur zur Beförderung über Görz oder Pontasel von den deutschen Reichspost-Anstalten anzunehmen und zu taxiren. Dortmund, 28. Septbr. Heute Nachmittag fand ein Grubenunglück durch schlagende Wetter auf der Zeche „Colonia" (Mansfelder Bergbau) bei Langendreer statt. Wahrscheinlich sind bis jetzt 18 Mann verletzt, 1 ist tobt. Straßburg, 26. Septbr. Es kann jetzt nicht mehr bezweifelt werden daß der Ausgang des Streckert'jchen Processes von den schwerstwiegendsten Folgen sein wird. Wie gestern schon hier und da verlautete und heute zur Gewißheit" wurve, ist der administrative Director der kaiserlichen Tabakmanufaktur, Dr. Roller, von seinem Amte susdendirt worden durch einen Beschluß des Ministeriums. Ob dieser mit großer Genugthuung im hiesigen Publikum, dem Dr. Roller im Allgemeinen sehr unsympathisch war, aufgenommene Beschluß noch eine förmliche Disciplinirung des Herrn Roller nach sich ziehen wird, ist einstweilen noch nicht als sicher anzunehmen, obwohl es im Bereiche der Wahrscheinlichkeit liegt, daß es geschieht, da er nach dem Reichsbeamtengesetze von seinem Amte dauernd nicht entfernt werden kann, ohne Beschluß der Disciplinar- kammer. Mit der Leitung der Tabakmanufaktur ist der Negierungsrath in der Verwaltung der Zölle und indirecten Steuern, Stahl, einstwellen beauftragt worden. Stahl ift Hessen-Darmstädter. Er gilt für einen sehr fähigen Beamten. Die weiteren Reformen in der Leitung und im Betrieb der Tabakmanufaktur werden jetzt nicht mehr lange aus sich warten lassen, da es der Regierung darum zu thun sein wird, vor Eröffnung der diesjährigen Herbst- session des Landesausschusses, die vermuthlich Ende November stattfinden wird, eine Reorganisation in's Leben gerufen zu haben, die geeignet ist, die Landesvertretung etwas milder zu stimmen bezüglich der Verwaltung der Staatsanstalt. Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird es ohnehin schon in der Session des Landesausschuffes scharf hergehen bezüglich der Leitung der Tabakmanufaktur, des Lieblingskindes der Alt-Elsässer. ' (Fr. Journ.) Krankreich. Paris, 26. Septbr. Frankreich verwendet für Hafenarbeiten nach dem Freycinet'schen Arbeitsentwurfe 385 Millionen. Die Arbeiten sind im, vollen Gange. Die „Agence Havas" bringt eine amtliche Aufstellung der Leistungen, woraus erhellt, daß an 40 Häfen gearbeitet wird. Für Dünkirchen sino 50 Millionen ausgesetzt, wovon bis Ende dieses Jahres 11,430,000fr verwendet sein werden, für Calais 18,700,000, wovon 800,000 verwendet, für Bou- logne 17 Mill., für St. Malo 10 Mill., für Cette 24,250,000, wovon 3,750,000 verwendet, für Marseille 63,860,000, wovon 5,950,000fr bis Ende 1882 verwendet sein werden. Ilußkand. Petersburg, 26. Septbr. Wie der Telegraph schon verkündet hat, ist die kaiserliche Familie bereits wohlbehalten aus Moskau wieder in Peterhof eingetroffen. Die Majestäten sind sehr leutselig in Moskau aufgetreten und überall mit ungeheurem Jubel empfangen worden. Die Kaiserin hat die vornehmen Mädchenstifte besucht und an alle Mädchen-Institute eine Menge Naschwerks übersenden lassen. Der Kaiser hat sich durch Katkow die Zöglinge des Nikolai-Lyceums vorstellen lassen und war gegen sie, sowie überhaupt nach allen Seiten hin äußerst huldvoll. Auch von dem sonst so streng gehandhabten Sperrsystem ist auf des Kaisers Befehl diesmal klugerweise abgewichen worden. Die Mannschaften, die an der großen Parade auf dem Chodynskischen Felde theil- nahmen, erhielten pro Kopf 50 Kopeken Extralöhnung, die Inhaber des Gold- Chevrons und des Mllitär-Verdienstkreuzes sogar 3 Rubel, und den sämmtlichen Officieren wurde eine Gratification im Doppelbetrage der Dtonatsgage ausgezahlt (für den Lieutenant ungefähr 80 Rubel). Solche Geschenke sind fürstlich und sehr dazu angethan, die schlecht bezahlten, nicht immer gut behandelten und eine ganz andere gesellschaftliche Stellung wie bei uns einnehmenden Armee- Dfficiere mit ihrem gerade nicht beneidenswsrthen Loose etwas auszusohmn. Me Kaiserreise an sich hat in Moskau, soweit man das nach allen bis hrerher aedrungenen Stimmen beurtheilen kann, emen sehr guten Eindruck hmterlassew Die ruiMLe liberale Presse berührt die Moskauer Neye mit großer Vorsicht und begnügt sich zumeist damit, die Berichte der Moskauer Blatter ohne Zusätze abzudruckem Es ist ersichtlich, daß die starke Bevorzugung des heiligen Moskau vor der eigentlichen Residenz unter den Petersburgern ziemliche Verstimmung erzeugt hat. Aegypten. 27. September. Der mtnifterratb beriet» heute über die Frage wegen B Iduna der Gerichtshöfe zur Aburtheilung der bet der Rebellion betheiligt gewesenen „nh ftent bie drei Decret- fest welche morgen von dem Khedio- unterzeichnet X ioUen ^ Das ers Deere vÄügr di? Einsetzung einer Spectal-Gommi f on in K ro zu? Aburtheilung alle^ von Militär- ober Civilpersonen begangenen AN- von R?belli°n Die Commsision soll aus neun Mitgliedern bestehen unter dem Vorsitze 35n,ai®®s™'eite Secret ordnet die Bildung eines Kriegsgerichts in Kairo an, w-lch-8 nack dem Mililärstrafgesetz ohne Appellation alle ihr unterbreiteten Fälle aburthetlen SÄ ium Vorsitzenden dieses Gerichtshofes wird Mohamed Reuf Pascha ernannt. U’ ^Das dritte Decret betrifft die N'edersetzung eines Kr egsger chtes in Mexandrien rur Aburtheilung der ihm von den in Alexandrien und Tantah gebildeten Commissionen Doraeleaten Fälle. Die Verhandlungen der Kriegsgerichte Werden öffentlich sein, die Anaeklaaten können sich Vertheidiger wählen. — Wie es heißt, wird der Khebive demnächst ein Decret veröffentlichen, nach welchem allen Offneren "om Kap'.tan Swarts Amnestie gewahrt wird, mit Ausnahme derjenigen Offiziere, welched rect an ben Meutereien Theil genommen haben oder erst nach Beginn des Feldzuges in die Arme getreten sind. — wäre denn die Verträge Egyptens mit der Türkei und den Großmächten wurden aufrecht'erhalten, auch werde England dafür Sorge tragens daß die auswärtigen Aktieninhaber und fremden Kaufleute ihr Geld. resp. ihre Besitzungen zurückbekamen und der handel in und mit Egypten bald wieder in Blüthe komme, auch fei in Friedens reiten der Suezkanal der freien Schifffahrt ungehindert geöffnet. Mehr könne Europa nickt verlangen und alles Uebrige fei Sache des Khebive und berjemgen Macht, also (Snalanb welcher ber Khebive feine Macht unb Existenz verbanke. 0 Aus btefen Kundgebungen ber englischen Presse erhellt allerbings, baß sich Eng- lanb seinen Vortheil in Egypten zu wahren sucht aber gleichzeitig erfährt man auch, daß England an Europa gewisse Concessionen macht und mehr als Garantien tür diese Concessionen werden die Großmächte von England auch nicht verlangen, da England, wie die Dinge nun einmal liegen, in Egypten ohnstreitlg einen prwilegirten Em- fluß erlangt hat. Lokale-. Gissten, 29. September. Schwurgericktsverhandlung am 28. September gegen Peter Grünewald von Brauerschwend und Heinrich Grenzer von Reimenrvb wegen detrüglichen Bankeruits Dieselben sind angeklagt und zwar: 1. Peter Grünewald: r, , r, r, n. daß er im Februar l. $ als Schuldner, welcher seine Zahlungen eingestellt, in ber Absicht, seine Gläubiger zu benachtheiligen, eine eibichtete Schulb von 1OOO JL anerkannt ober aufgestellt habe; 2 FaTer^ßaufe be§ Jahres 1882, nachbem sein Schwager Peter Grünewalb von Brauerschwenb seine Zahlungen eingestellt, in bem betreffenben Verfahren, um sich ober einem Anberen einen Vermögensvortheil zu verschaffen, eine erbichiete Forberung von 1000 JL in eigenem Namen geltenb gemacht habe. Die Geschworenen bejahten bie Schulbfrage unb würben demgemäß Grünewald in eine Gesängnißftrafe von sechs Monaten und Glenzer in eine solche von fünf Monaten verurtheilt. ______—-----—— Äö Sitzung ein-ig-nth°mlich-s Attribut,einer nothwendrg feien, Daraus folgere aoer niepr, dqb tsgypicii tiiyuiu; wie Belgien durch das Einschreitn französischer Truppen 1830 französisch geworden Telegraphische Drpescheil. Wozff'ö telegr. Correfpondcm-Bureau. Berlin, 28. Septbr. Der Kaiser ist heute Nachmittag 53/4 ‘ nafy Baden-Baden abgereist. Der Kronprinz und Prinz Heinrich, welche dem Kaffer vorher im Palais einen Abschieds-Besuch abgestattet hatten, gaben dem Kaiser bis Potsdam das Geleite. . r. r. . Kairo, 28. Septbr. Während eines von Osstcreren veranstalteten Rennens sand eine dem Geschützdonner gleichende Explosion statt, welcher wettere Detonationen folgten. — Die Araber und Europäer flüchteten. Wre es heißt, explodirte in der Nähe des Bahnhofs ein abgehender Muntttonzug. 30 Personen wurden getödtiet. Das Rennen wurde sofort emgestellt. . — Abends 6 Uhr. Die Explosionen dauern noch immer fort. Der Bahnhof brennt. Man glaubt, die Explosion sei durch große Hitze herbeige- sührt, die 106° Fahrenheit erreichte und durch das eiserne Dach des Bahnhofs noch vermehrt wurde. t m , Konstantinopel, 28. Septbr. In der am 25. d. Mts. an den Bot- schafter Lord Dufferin gerichteten Note erkennt die Pforte an, daß die gegenwärtige Situation Egyptens eine Sendung türkischer Truppen dahm nicht mehr nöthiq mache. Die Pforte spricht sogleich die Hoffnung aus, daß die Räumung Egyptens Seitens der englischen Truppen demnächst beginnen werde da die militärische Aktion daselbst als beendet gelten müsse, und erwartet diesbezügliche Maßrege n^ mat ^jewaib" bestätigt, daß der Scheik Abdullah bis zur Ankunft des zum Groß-Cherif von Mekka ernannten Scheiks Dune Refik Pascha diesen Posten'interimistisch versehen werde. — Der englische Botschafter Lord Dufferin hat dem Staatssecretar des Auswärtigen, Lord Granville, eine Note der Pforte mitgetheilt, ui welcher dieselbe für die Wiederherstellung der Ordnung in Egypten ihren Dank ausspricht und der Hoffnung Ausdruck giebt, daß die Freundschaftsbande zwuchen der Dstrkei und England immer enger knüpfen werden. Lord Granville beauftragte darauf den Botschaster Lord Dufferin, der Pforte die Genugthuung der englischen Regierung über die in der Note enthaltenen Versicherungen ihrer Freundschaft auszudrücken. Baker Pascha hat dem Sultan seine Demission als Flugeladiutant gegeben und ist, ohne die formelle Annahme derselben abzuwarten, nach Egtzp- tert abgereist. , t f Kairv, 28. Septbr. General Wolseley wird dem Vernehmen nach mindestens noch 14 Tage in Egypten bleiben und erst zurückkehren, wenn die dringenden Fragen bezüglich der Kriegsgerichte, der Zurückziehung emes Theiles der englischen Truppen und bezüglich der Reorganisation der egyptifchen Armee erledigt sind. Y t , New. Uork, 28. Septbr. Nach hierher gelangten Nachrichten haben Erderschütterungen in Saint Louis und in einem Theile der Staaten Illinois und Indiana stattgefundew __ Die Zukunft Egyptens. Nachdem ber erste Aki ber egpptifdjen Frage, bie Niederwerfung des Arabischen Aufstandes durch die englischen Waffen beendigt worden ist, tritt die Nothwendigkeit ber Ausführung des zweiten Aktes, die pollständige Beruhigung und staatliche Neu- ordnuna EgnptenS in den Brennpunkt der auswärtigen und europäischen Politik. Nicht wenia Befürchtungen werden nun hinsichtlich der Auseinandersetzung über die zukünftige staatliche Gestaltung des Nillandes laut, die Furchtsamsten fürchten eine allgemeine merfeinbung ber Großmächte wegen Empi-Ns, wo schießt,ch jebe Interessen geltenb zu machen habe ba bas Nillanb schon seit Jahrzehnten eine dochwichtige Internationa e Stellung^ einnehme. Anbere besorgen Z.rwürsnisse Englands wegen Egypten mit Frankreich oder Rußland, denn eingewe'hte Organe letzterer Großmächte haben erklärt, daß die englische Regierung sehr irre, wenn sie glaube, nur nach ihrem eigenen Gut- Dünken in Egypten schalten unb walten zu können- , (58 ift nun allerbings richtig, baß berartrge Kunbgebungcn eine gewisse fompto= matif&TÄ wahrscheinlich machen, wenn bestimmte V0raussetzungen ruhtig si nb, aber wir glauben nicht baß sie bie Meinungsvetffchieben- heiten ber Gloßmächte über bie Zukunft Egyptens bis zu gcfahrbrohenben Zerwürf- n n fteian-n robben Man barf eben bet ber Beurteilung ber englischen Politik n mals auß" Acht lassen daß England in erster Linie Handelsstaat und als solcher rnchr schlau und aus Gewinn bedacht, als kriegerisch unb erobernd ist England wird Daher tn Egypten seinen Vortheil zu wahren suchen, ohne bieses Lanb zu annefhren unb Dadurch einigen Großmächten ben Fehbehanbschuh vor bie Füße zu werfen unb aus den ^etlunam Times", „Stanbarb" unb „Pall Mall Gazette", welche mefftentheils bie Anschauungen "der lettenben englischen Kreise wieberspiegeln , erfahrt man ja audh Plane welche mit unserer Behauptung übemnfhmmen. Egypten soll banach in em e Art orientalisches Belgien, b h- in ein von ben Großmächten garantirtes neutrales Gebiet umgestaltet werben- Die Sckw'erigkeit ber La^e am Nil sei aber augenblicklich D e, Daß ber Khebive kein Heer unb keine zuverlässigen Beamten habe, um seine Autorität genügend zur Geltung zu bringen und Ordnung im Lande zu schaffen, es sei daher natürlich, daß England im Etnverständniß mit bem Khebive besten Heer reorganisire und auck Eivilbeamte nach Egypten schicke, bie zur Reorganisation ber Lanbesverwaltung Gesundhett^ September. Die „Köln- Zig." schreibt: Schade, baß ber Verfasser bes Froschmausekrtegs nicht mehr zu ben ßebenben gehört; hatte er erlebt, was sich heute in unserer Stabt vollzieht, btc Well wäre um em großes tragikomisches EpoS reicher geworben. Zwischen ben Gemeindeverwaltungen von Köln und von Longerich ist böser Krieg ausgebrochen; bereits haben die Gegner ihre ßegenfetttgen teften Stellungen verlassen, finb zum thatsachlichen Angriff gefchntten und haben ihre Bahn, verbinbungen etnanber abgeschnitten. Die Gemembeverwaltung von Longerlch hat heute ber Firma E- Harbt u- Co. ben Weiterbetrieb auf der Pferbebahnlinie Ackerberg- Zoologischer Garten verboten, ber bemgemaß auch heute Morgen emgestellt rst und Me Gemeindeverwaltung Köln hat diese Ueberrumpelung mit bem getretenen Verbot beantwortet, wonach der Bahnbetrieb vom Effeubahnübergang am bem Eigelstein bis zur ftäbt^^^^^n ^ei^^bi^bgrenje ftatthnben barf ift es den Nivvesern auch fernerhin gejtattet, bie Stabt mit ihrem Besuch zu beglücken unb üier i6r= ©üräufe au maV loofcru si- babet -uf @ W reiten; und ben Kölner Bürgern soll bem Vernehmen noch k-m Hmb-rn ß gelegt werben ihren Nachmittagskaffee in der Flora unb bem Zoolog scheu Garten em$u- nehmen wenn sie nur auf das gesundheitswidrige Fahren mit der Pferbebahn verzichten, ftürmah'r die Geschichte ber Kölner Pferbebahnen ist schon bisher nicht gerade ern glän”nb£ä Gestirn in der Geschichte ber Entwicklung unserer Stabt unb UM-rer Vorstädte. aber was heute geschehen, bas streift an bas Unglaubliche und dürfte wohl noch nirgendwo in der Welt dagewesen sein. Hoffen,sich roiv6etn schleumger, noni mastigerer Seite aufgezwungener Waffenstillstand für soforsige Wtederherstellung des bi^engen Friedenszustandes sorgen. Es ist sicherlich schlimm genug, daß es Niemand oerstanden hat, bem gegenwärtigen öffentlichen Scanbal vorzubeugen. Offenbach, 26. September. Der Bahnwärter M- Reißtim auf ber Statwn Heinstabt. Strecke Hanau-Seligenstabt-Babmhaufen wmbe biese: Woche Nachtsburch bas Bellen feines sehr wachsamen Hunbes aufmerksam gemacht daß e was Ungewohm liches auf ber Strecke vorgehe. Er begab sich sofort am dieselbe unb sah, daß einige Gestalten über bie Bahn dem Walbe zuliefen. Die Burscheii^ hatteni bie Schrauberl, woran bie Schienen aus ben Schwellen gehalten würben gelost, herausge^zogen unb auf bie Schienen gelegt. Es war ein Glück, baß bie Achtsamkeit des Bahnwärters bies bemerkte, Denn welch großes Unglück hätte entstehen können, wenn das ruicht ber Fall gewesen wäre. Der Zug hätte entgleisen müssen unb u)er meifc, rote Diet ^nJ4enkben zu beklagen wären. Mögen bie Verbrecher entbeckt unb bem Arme ber Gerechtigkeit Überliefert werben, bamit ihr Hanbwerk grünblich gelegt wirb. Jbstein. fBaugewerkfchule.^ Laut Verfügung bcs Unterrichts-Mn fteriums vom 6 September ist für bie vom Staate unterhaltenen ober suboen"omrt-nBam gewerksckulen Preußens eine Prüfungsorbnung erlassen, nach welcher künftig die Abgangsprüfungen an biefen Fachschulen zu regeln stnb. Me ncuc5^^u^6r§mrbü^ schreibt bie Bilbung ber Prüfungscommission, ben Gang unb ben Inhalt ber Prüfung vor unb giebt enblich bas Schema für bas Zeugniß an. K. . Sl>r h(>. Die Prüfungscommifsion, welche für jebe ber Baugewerkschulen von ber betreffenben Regierung, für bie Baugewerkschnle zu Jbstern von der Königl.chrn Regierung zu W'esbaben, gebilbet werben soll, wird bestehen aus etnein Staatscommisfar ernem vom Kuratorium ber Schule gewählten Mitgliebe, bem Director unb 5 Lehrern ber Anstalt, sowie 3 Baugewerksrneistern, welche Mitglieber bes Ve^anbes deutscher Bam gewerksrneift-r sein müssen, von ber Provinz angehorenben Baugewerkvereinen ber Regierung präsentirt unb von letzterer berufen werben. , r, r Von ben Examinanben wirb verlangt, daß sie bie Schule, an w Ich s Prüfung bestehen wollen, besucht unb rninbestens eine praktische Thatrgkeit von 2 Sommern hinter sich haben unb solches burch Atteste nachweisen. . fArift- Die Prüfung selbst zerfällt in eine schriftliche unb eine munbliche. Die schriftliche wirb unter gewissen Formalitäten von bem Lehrercollegium ber Schülp allein abgehalt-n, di- müadsiche ist vor der persammelten Prüfungsco^isston abzul-g-m Mit dieser neuen Prüfungsordnung ist den Baug-w-rkschul^ Lehrziel rorg-schrieb-n, das nur in 4 Semestern durch eineM und einen großen Fleiß der Schüler erre cht werden kann und welches dem leid r vielfach noch bestehendem Humbug an privaten unb nicht unter staallicher ^umcyi stehenben stäbtischen Schulen wirksam ein Enbe machen wuß. > . f « hip Nnn«i?rn?rksckule xu Ebstein hat bie neue Prüfungsorbnung falt keine »uäsSx:: L » »»iS sä“x’;“'KU “ controlirenben Commission, inbem an Stelle bes Baugewerkcnvererns^ bie Königliche Prüfungscommission tritt. Das erste Examen nach ber neuen Prüfung finben wir in einer Mittheilung ber 9^oroojeJB«mta Friebensrichter, ber in einem Dorfe seines Bezirks einen Rechtsstreit » kam baselbst in berartig trunkenem Zustanbe angefahren, baß er bie K zu verlaßen vermochte. Er würbe von ben des Richterspruchs H fo(Ite a,ier Kutsche gehoben unb in bas Haus getragen, wo Glicht statten w -^ V legte man ben Friebensrichter auf eine Bank, ber ^alMrunten legte bem Richter sein Amtszeicken um unb begann ^arauf bie fl - Tagesorbnung ftehmben Klagen; schließlich fällte der Schreiber auOcn^WbeHgpruJ Mr Namen bes auf ber Bank lieaenben Friebensrichters- . 3n, feiner Vermischtes. Hof heim, 24. September. Am verflossenen Mittwoch gab ein hiesiger Bürger seinem 8jährigen Sohne bret einzelne Markstücke, um biefelben bem Backer zu bringen- Der Junge nahm an ber Thür bes Bäckers bie bret Markstücke in den Mund. Ein Husten überkam ihn unb bie bret Markstücke waren verschluckt. In aller Angst lief ber Vater eilenbs nach Biblis zum Herrn Dr- Sellheim, w'lcher dem Knaben etwas zum Einnehmen verschrieb. Heute Morgen nun kamen bie Markstücke wie in einer Rolle mieber zum Vorschein; die zwei Außenseiten waren ganz schwarz, die innere Seite röthlich, währenb bie mittlere Mark nur einen schwarzen Rand hatte. Der Junge ist nun von ben brei Markstücken glücklich befreit unb erfreut sich ber besten ttbfll dllf; 'n Aktien., nnlen und siedens. ‘e ^ropa cacht, also sich Eng- man auch für dies! da Engsten Ein- i- Stptmbtr [ Reinumvd :n eingestellt. Schuld von 'Glünewald "Veisahren, Haffen, eine macht habe. I Grünewald jüns Monaten iefiger Bürger rr zu bringen. Mund. Ein ller Angst lies Knaben etwas wie in einer ez, die innere d hatte. Der sich der besten ; der VeMer lebt, was sich nnlsches Epos von Longntch seitigen testen en chre Bahn- Berich hat heute ne Zuckerberg- itlll ist und die s heute in Kraft -nübergang aus darf. Wn ich ijbcfllW Ms Kappen iberiufc gelegt Garten einzu- ihn verzichten, jt gerade ein unserer Vor- klXttXQ^M^ von mchtigerer des bisherigen Ws w sicht* auf der Stativti che NMs durch ^asUngemhn- sah, daß eimgt J bfi Schrauben, rausgt.EÄ Zahnwartersdns z Lai der Fall K- SS lüfte 2^" (elfer ME fast kei^ M .'HS-'' Landwirthschaftliches. -- (Vertilgung der Herbstzeitlose.) Ein Landwirth schreibt im Wochenbl für L. u. H: Vor drei Jahren eröffnete ich den Krieg gegen die Herbstzeitlose auf einer Wiese, welche stark überwuchert war, indem ich im Herbste von meinen Arbeitern alle Blüthen abbrechen ließ. Im nächsten Jahre war die Entwickelung der sogen- Schlotte bedeutend schwächer. Im Herbste darnach übertrug ich daher das Abbrechen meinem Hirtenbuben, welcher das Vieh auf der Wiese beaufsichtigte und ^"e demselben für je 100 Stück solcher Blüthen. was ungefähr einer Hand voll entspricht, 1 Derselbe verdiente sich auf diese Weise noch 15 bis 20 Pfennig Trinkgeld täglich. Meine Wiese war dadurch in kurzer Zeit gesäubert: die Schlotenbildung betrug in diesem Jahre nicht 20 Procent gegen frühere Jahre und zahle ich ^ diesem Herbste pro 100 Blüthen 2 Pfennige, weil sonst wegen des vereinzelten Standes der Blüthen der Lohn der Arbeit nicht mehr entsprechend wäre. - Ich habe gefunden, daß diese Art der Vertilgung der Herbstzeitlose die billigste und am wenigsten beschwerlichste ist. bitterlichen Macht, einen Revolver, auf dem Tische vor sich liegen haben. Vor einigen Een war er. weil er es bis ;um Säuferwahnsinn gebracht halle, des Amtes entlassen, doch jetzt «st « aus unerklärliche Weise wieder eingesrtzt worden._______________________ Hand«! und Verkehr. Gictzen, 27. Sevtember. Aus dem heute und gestern dahier abgehaltenen Liehmaikl waren ausgetriebeni 1237 Stück Rindvieh und 1651 Stück Schweine. Die Preise bei Rindvieh standen denen der letzten Märkte gleich. L>chweine dagegen billiger. Nächster Markt Dienstag den 10. October d. I. Frankfurt a. M., 29. Septbr., Nachmittags 2 Uhr - Min. (Telegraphischer Coursbmcht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kau, man nm Gießen) Creditactien 272-/«, Staatsbahnactien 2983/e, Galizier Loffb^den 123 Nord- mpfl-Bnfninctien 183Vd. Darmstadter-Bankactren 1583/4, Oberschlesische E.-B.-Act. 2o/, Ä @U6emrtt,'66Ve, k Ungar. Goldrente 756316 Müller, Ortsgerichtsmann.— Versteigerung. Montag den 2. Oktbr. l. I. und tvcnt. die folgenden Tage, jedesmal Morgens um 9 Uhr und Mittags um 2 Uhr anfangend, werden in der Hof- raithe des Kaufmann I. Schmücker da- bier (Eingang Burggraben am Caf^Ebel) uieistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 4 vollständige Betten, sowie Weißzeug und Kleidungsstücke, 1 Sopha, 1 Kleiderschram, mehrere Stühle, 1 Küchenschrank, 1 Uhr, 5 gute Hobelbänke , sämmtliches Wagnerwerkzeug und Holzvorräthe, als Bohlen, Birken- und Eichenstämme, ausgehauene Felgen Und Speichen rc. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 23. September 1882. Bauer, 6217 Großh. 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