Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags BWVtott: Schulstraße B. 18. Q 3/49 Uhr Vorm. bci' Frau Müller, ausgeführt sind, wollen den betreffenden Termin in ortsüblicher Weise bekannt. nachstehenden Terminen auf dein Wege mündlicher Subinifsioll und in tr ir ir do. do. do. do. do. 9. 10. 13. 10. 8. 0-1 O-11 0-3 Mai, ir ir Mai, tr rr ir rr Mittags Nachm. rr Vorm. Nachm. do. Villingen, Bellersheim, Londorf, Rodheinr, Lang-Göns, Groß-Buseck, Garbenteich, Londorf, Bettenhausen, Bellersheim, Bersrod, Bettenhausen, Bersrod, Bettenhausen, Londorf, Staufenberg, Gröningen, Bettenhausen, Harbach, Bellersheim, Garbcnteich, Lumda, Gießen, Regieru Groß-Buseck Ge Lang-Göns, Harbach, Gröningen, Harbach, do. V e r st e i g e r u n g s t e r m i n Ort I Zeit Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Hauung einer stehenden Brücke über den Main bei Kostheiin, den Antrag Kugler auf Einführung des Secundärbetriebs bei den Oberhefsischen Eisenbahnen ^und den Antrag Franck und Genossen auf Aufhebung der obligatorifchen Fort- en, das fötale gründlich veijü u Bad-Nlluh!»» ■riuL Landrrnl, Albach Albacher Hof Mendorf a. d. Lda Alt-Buseck Annerod Appenborn Arnsburg Bellersheim Bersrod Bettenhausen Beuern Birklar Climbach Daubringen Dors-Gill Eberstadt Ettingshausen Feldheim Garbcnteich Geilshausen Gießen Groß-Buscck Groß-Linden Grün berg Gröningen Harbach Hattenrod Hausen Heuchelheim Hof-Gill Holzheim Hungen Inheiden Kesselbach Langd Lang-Göns Amerika. New - Aork, 27. April. Der Schriftsteller Ralph Emerson ist heute ru Concord (Masfachussetss gestorben. Washington, 27. Aprll. Der Präsident der Republik empfing heute mehrere Personen, welche um seine Jntercession zu Gunsten der russischen Juden nachsuchten. Der Präsident erwiderte, er werde sein Möglichstes thun, um die russische Regierung zu veranlassen, den Juden wirksamen Schutz angedeihen zu lassen und habe in dieser Beziehung bereits dem amerikanischen Gesandten in Petersburg entsprechende Instructionen erthellt. Unter allen Umständen würden die amerikanischen Juden, welche provisorisch in Rußland ihren Wohnsitz hätten, von den Vereinigten Staaten geschützt werden. Deutschland. IN. Darmstadt, 28. April. Die zweite Kammer der Stünde wird, neuesten Dispositionen zusolge, Dienstag den 9. Akai wieder zufammentreten, um neben den Hauptberathungs-Gegenstänoen, den Recommumcationen der eilten Kammer bezüglich des Staatsbudgets, noch eine Anzahl ebenfalls zur Berathung do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. bildungsschulen. Karlsruhe 26. April In der heutigen 62. Sitzung der zweiten Kammer wurde eine große Anzahl von Petitionen von untergeordnetem Jnteresie erledigt. Die interessanteste war die Bitte des badischen Thierschutzvereins, das Verbot des Taubenschießens betr. Das Petitum spricht sich in scharfer Wetze gegen die „unsinnige Schlächterei" aus und verurtheilt auf das Schärfite diesen höchst verwerflichen Sport. Der Antrag der Commission geht aus empfehlende Ueberweisung. Die Commission wünsche dringend, daß die Regierung diefem Unfug in Bälde abhelfe. Nach ziemlich lebhafter Debatte wird der Antrag au- genommen gegen die Stimmen der Abgg. Reichert und Lender. schlug der Sitzung halb 2 Uhr. 3 4 5 6 7 3 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 >4 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 bet 8000 sind D£ 299i) HW oo. do. do. do. do. Kreisstraßen in Gemarkung HO HM! «*”“*»* ? J der unterste L^nnietben. ot Nauman«, deines Hnusetz 8. Mai, -' ,9 Uhr Vorm. do. 9 „ 12 „ do. 0,3 Uhr •8”? « W England. _ Q London, 27. April. Der wegen Giftmordes zum Vvde verurthei e Dr. Lamson ist heute Vormittag 9 Uhr hingerichtet worden, derlei le h - 1 gestern ein Geständniß über das von ihm begangene Verbrechen abgelegt. Rußland. Rina 27 Avril. Das hiesige Militärgericht hat in dem Processe gegen den lettischen ^Officier Aifup nach einstündiger Berathung wegen Mange v an Beweis auf Fretzprechung erkannt. £ ber Auszug der von hier ausgewie- serien Judem'in dem Stadttheil Podol allein wurden in Folge des Auszugs gegen 600 Wohnungen frei. Garbcnteich, Gemeindehaus do. Londorf, Gemeindehaus 'M- AWLchM j kleines Hnusto, ü £rn< I H;2ic5ner'I wtaonroalt L1- Stock,I l«, Per 1. Sufi tu) su^ollthnrstraßk. f für 2-3 $ir. | tartjucermieta F klagt, Eartfeld. Emlo^'zu oer- L ’Oor, fiaplan§gajie. MMchUfUD j frankfurter Hot" ' mer zu vemiethen.' MRudolph, Lfmmervemichei ceftraße E. 1QP. mcr zuvermietben Sätertzweg 10. • lfohmng, fomie ber mb rllc Beauemlick anberroeit zu vu- mer, Babnbofstr. tMtw Agent in । von enter alten ,hachOill« freien Zeit b n zu belangen. ^Lbs^L—— Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz-Bureau. Wiesbaden, 28. April. Gestern fand bet Seiner Majestät dem^Km größeres Dmer stalt, an welchem der Statthalter General-Feld sch ^en ann)efenb sowie zahlreiche Generäle und Stabsossictere the'lnahmcn. Auß "Oberbürgermeister der Regierungspräsident v. Wurmb der L-sattonSrath v. ^?rbt u. jl. Miquel, der Provtnztattnrector Kuchler, die Constltor" Zh„,Maie,tat mit der Abends besuchten der Kaiser und die Katscrtn das The wurde^ - Heute Vormittag Nationalhymne und enthusiastischen Ovationen ^kl ^s Grafen Perponcher und des nahm Seine Majestät die Vortrage des HosmaNchempfing Mittags den Ober- Chefs des Ciml-Calnnets v. Wtlmowsk, entgegen^unt Hoheit die Präsidenten von Hessen-Nassau Grafen ru Eu nvurg ^-^^ Ihre Majestät die Großherzogin von Baden trtstt ^ute Nachmmag Qm Sonntag Abend ab- Kmsertn gedenkt morgen und Seine Maze,tat ,urei,e«».l™ 9R «„ri[ Der „R-ichs'Anz." veröfs-ntlicht eine kaiserliche Berlin, ^piü. ^- ^hri-Directionen eingesetzt werden: siir die Verordnung wodurch i-lgmde i,"^ 8af)n in Berlin. Die Collbus- Thunnger Bahn m JZilrkilch-Poftner Bahn werden der Direeiiou m Berlin Großeuhamer und d>M-rN q f Beiriebsiimier in Cottbus und Guben unterstellt und im Bezirre uci ern^te5 Der Reichstag hat Levetzow mit 162 Stimmen zum ersten Präsidenten ulligstc E»m-r Kammer bezüglich des Staatsbudgets, noch eine Anzahl ebenfalls zur Vierniynnjz •treifer Gegenstände zu erledigen, darunter die Vorlage der Regierung wegen Er- dcr (immtin einer siebenden Brücke über den Main bei Kostheim, den Antrag Kugler ?ir 1OO. Erstes Blatt. Sonntag den 30. 'April icßeiu’t Anzeiger m der GirpM® n. ' » Diejenigen Bürgermeistereien, deren Gemarkungen in obigeni Verzeichniß •*" und über die Eiu.heilung der Liefers.reckeu ertheilen die Bezirksbauausieher und die Äreis-Straßenwarte. l)r. B o e k m a n n. Garbentcich, do. i 8. Gießen, Ncgierungsgebäudc 9. Gröningen, Gemeindehaus 8. do. Betreffend: Die Unterhaltung der Kreisstraßen. Gießen, den 27. Aprll 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Biirgermeiftereien des Kreises. Die Gewinn»»« und Anfuhr der Uuterhaltuugssteine für die Kreisstraßeu pro 1882/83 soll für die einzelnen Gemarkungen m den — c -'-i Abthellungen von durchschnittlich 45 Cbm. vergeben werden. Ltcin- 1 öedarf 1 Ebm. | Ci Kreisstraßen in Gemarkung Versteigeritngstermin Ort | Zeit Stein- Bedarf Cbm. G2 j 7 189 i 181 i 120 f 36 ; 13 162 1 51 42 ! 160 1 80 5 110 119 6 । 94 27 i 117 t 61 ! 258 165 68 1 18 124 i 88 ; 54 31 83 | 54 144 66 4 49 108 222 37 38 30 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 Langsdorf Leihgestern Lich Lollar Londorf Lumda Mainzlar Meilbach Muschenheim Nonnenroth Obbornhofen Ober-Bessingen Obcr-Hörgern Odenhausen Oppenrod Oueckborn Rabertshausen Ringelshaufen Rodheim Rödgen Rüddinghausen Ruttershausen Schamberg Stangenrod Staufenberg Steinbach Steinheim Trais-Horloff Treis a. d. Lda. Utphe Villingen _ [berg Watzenborn-Steiu- Weickartshain Weitcrshain Wicseck Winnerod Bettenhausen, Gemetndeh. Lang-Göns, do. Villingen, do. Staufenberg, do. Londorf, do. Lumda, do. Staufenberg, do. Villingen, do. Bettenhausen, do. Villingen, do. Bellersheim, do. Villingen, do. Bettenhausen, do. Londorf, do. Groß-Buseck, do. Harbach, do. Rodheim, do. do. do. do. do. Groß-Buseck, do. Weitershain, do. Staufenberg, do. Gießen, Regierungsgebäude Litmda, Gemeindehaus, Staufenberg, do. Garbenteich, do. Rodheim, do. do. do. Staufenberg, do. Bellersheim, do. Villingen, do. Garbcnteich, do. Weickartshain, do. Weitershain, do., Gießen, Regicrnngsgebäudc Bersrod, Gemeindehaus 10. Mai, 8. „ 9. „ 16. „ 13. „ 13. „ 16. „ 9. „ 10. „ 9. „ 10. „ 9.' „ 10. „ 13. ,, 15. „ 15. „ 10. „ 15. Mai, 13. „ 16. „ 9. „ 13. „ 16. „ 8. „ 10. „ 16. Mai, 10. „ 9. „ 8. ,, 12. „ 13. „ 9. ,, 15. „ V2IO Uhr 0r3 ,, V23 „ 1 „ V2II „ 9 tr 1 „ V23 „ ‘■»10 „ Vz3 „ 0-1 . 0-3 „ '/-10 „ '/-ll „ 2 „ 0-9 „ 0-4 „ do. do. 2 Uhr 0-8 „ 1 ,, 9 „ 9 rr 1 „ 3/49 „ 0-4 „ do. 1 Uhr '/-l „ 0-3 ,, 3 49 „ 0-4 „ 0-8 „ 9 „ U ,, Vorm. Nachm. rr 'n Nachm. tr tr Nachm. t! tr Vorm. Nachm. Vorm. Nachm. Nachm. Vorm. Nachm. Vorm. Nachm. tr Vorm. Nachm. Nachm. tr tr Vorm. Nachm Vorm. tr M 3/ 30 109 15 32 98 85 17 109 53 52 63 6 60 12 110 49 33 123 63 127 50 180 15 35 79 118 68 HO 19 130 183 27 128 200 10 13. Mai, Voll Uhr Vorm. 15. „1 2 „ 'Nachm. 8. 3/49 „ Vorm. 13. 0-11 ,/ 1! 10. 0-10 rr rt 10. 0-1 „ Nachm. 15. 11 „ Vorm. 10. 1 JO tr n 15. 11 rr tr 10. 0-10 „ rr 13. 0-11 tr tr „ 16. 1 „ Nachm. 8. 12 „ Mittags 10. 0-10 „ Vorm. 15. 0-9 /, tr 10. 0-1 „ Nachm. 1 8. 3 49 „ Vorm. 13. 2 „ Nachm. ’ 9. 9 „ Vorm. 15. 2 „ Nachm. 1 8. 0-3 tr tr 15. 0-9 „ Dorm. ! 8. 12 „ Mittags !15. 0-9 „ Vorm. do. wiedergewählt, Stauffenberg erhielt 97 Stimmen. Zum ersten Mcepräsidenten würbe Franckenstein mit 159 gegen 95 Stimmen, welche auf Hänel fielen, und zum zweiten Viceprüsidenten Ackermann mit 126 gegen 115, welche auf Benda fielen, wiedergewählt. Berlin, 28. April. (Deutscher Reichstag.) Die heutige zweite Sitzung des Reichstags eröffnete Präsident v. Levetzow um 2% Uhr. Am Tische des Gundesraths befindet sich nur Staatssecretär v. Bötticher. An Vorlagen sind dem Hause zugegangen: 1. Der Entwurf eines Gesetzes, betr. Abänderung des Zolltarifs; 2. der Consular-Veitrag zwischen dem Deutschen Reiche und Brasilien. Auf der Tagesordnung steht nur die Präsidenten- und die Schriftführerwahl. Bei der Wahl des ersten Präsidenten werden für den bisherigen ersten Präsidenten v. Levetzow 162, für den Frhrn. v. Stauffenberg 97 Stimmen abgegeben, 1 Stimmzettel war unb schrieben Abgeordneter u. Levetzow nimmt die Wahl mit folgenden Dankesworten an: Meine Herren, ich bin Ihnen sehr dankbar für den erneuten Beweis Ihres Vertrauens und des Wohlwollens und in Anbetracht der Nachsicht, die Sie oft mit mir geübt haben, nehme ich mit etwas leichterem Herzen, als vor einigen Monaten, die aus mich gefallene Wahl zum Präsidenten des Reichstags an. Meine geringen Kräfte, welche Ihrer Unterstützung dringend bedürfen, im Uebrigen aber zu Ihrer Verfügung stehen, sollen dahin angespornt werden, daß ich das mir übertragene Amt verwalte. Niemandem zu Liebe und Niemandem zu Leide, zur Förderung der Geschäfte und zur Wahrung der Würde des Hauses und, so viel an mir liegt, zum Wohle d:s Vaterlandes, dessen Dienst Ihre und meine Ehre ist. (Lebhafter Deifall.) Es folgt die Wahl des ersten Vicepräsidenten, bei welcher 255 gültige Stimmzettel abgegeben wurden, 2 Stimmzettel sind unbeschrieben. Es erhalten Freiherr zu Frankenstein (Centrum) 159- Dr. Hänel -Fortschritt) 95 und v. Benda 1 Stimme, außerdem sind 2 unbeschriebene Zettel abgegeben. Abgeordneter Frhr. zu Frankenstein ist somit mit absoluter Majorität gewählt. Da derselbe noch nicht in Berlin anwesend ist, so wird demselben von der auf ihn gefallenen Wahl Mitiheilung gemacht werden. Bei der nun folgenden Wahl des zweiten Vicepräsidenten erhalten Ackermann 126, v. Benda 115 Stimmen, 5 Stimmzettel sind unbeschrieben. Abgeordneter Ackermann ist danach gewählt und nimmt die Wahl mit einigen Worten des Dankes an. Auf den Vorschlag des Abgeordneten Dr. Windthorst werden sodann die Abgeordneten Graf Adelmann, Holzmann, Wtlfsel, v. Tepper-Laski, Roland, Graf Kleist, Hermes und Pirsch per Acclamation zu Schriftführern für die Dauer der Session gewählt. Zu Quästoren des Hauses beruft der Präsident die Abgeordneten Kochhann (Ahrweiler) und Struckmann, womit, vorausgesetzt, daß der Abgeordnete Frhr. v. Frankenstein die auf ihn gefallene Wahl zum ersten Vicepräsidenten annimmt, das Bureau konstituirt ist. Der Präsident widmet dann dem am 16. März ds. Js. verstorbenen Abgeordneten v. Brauchitsch einige ehrende Worte der Anerkennung, dessen Andenken die Mitglieder des Hauses durch Erheben von den Sitzen ehren. Der Präsident schlägt vor, die nächste Sitzung am Freitag den 5. Mai, Mittags 1 Uhr, mit folgender Tagesordnung abzuhalten: 1. Erste Berathung des Gesetzentwurfs be- trestend Abänderung der Gewerbeordnung; 2. erste und eventuell zweite Berathung des Consularvertrages mit Brasilien. Abgeordneter Rickert widerspricht dieser Proposition mit Rücksicht auf die Arbeiten des preußischen Landtags. Abgeordneter Dr. Wtndt- horst unterstützt den Vorschlag des Präsidenten. Er hält es nicht für angezeigt, auf die Arbeiten des preußischen Abgeordnetenhauses Rücksicht zu nehmen; man müsse die Beratungen des Reichstages so schnell wie möglich zu fördern suchen, er wünsche nicht bis in den Sommer hinein zu sitzen. — Die Abgg. AHIborn, Frhr. v. Minnigerode und Richter (Hagen) treten den Ausführungen des Vorredners entgegen. Letzterer erhebt gegen das preußische Herrenhaus den Vorwurf, daß es durch eine zu weite Ausdehnung der Ferien die Arbeiten des preußischen Landtages verschleppe. Abg. Herzog von Ratibor weist diesen Vorwurf als unbegründet zurück. Abg. Büchler bedauert, daß man den Reichstag schon jetzt einberufen habe, ohne die wichtigste Vorlage, das Tabakmonopol, demselben vorzulegen. — Staatssecretär v. Bötticher verweist dem gegenüber daraus, daß die Monopolvorlage dem Reichstag bereits zugegangen sei und vom Präsidenten auch als eingegangen schon gestern angekündigt worden sei. Erbittet, die Arbeiten möglichst bald in Angriff nehmen zu wollen. Die Reichsregierung mußte dem Kaiser die frühzeitige Einberufung des Reichstages empfehlen, da die. Mitglieder desselben kaum Lust haben dürsten, im Hochsommer hier über so wichtige Fragen zu verhandeln. Bei der Abstimmung über den Antrag Rickert, die Sitzung am Montag den 8. Mai anzuberaumen, stimmen nur 196 Mitglieder. Das Haus ist sonach beschlußunfähig. Es bleibt hiernach bei der vom Präsidenten vorgeschlagenen Tagesordnung und dem Sitzungstage am Freitag den 5. Mai. Schluß 5% Uhr. Leipzig, 28. April. Wie das „Leipz. Tagebl." aus Teplitz meldet, hat der daselbst am Montag ausgebrochene Strike der Kohlenarbeiter sich nunmehr aus sämmtliche an der Aussig-Teplitzer, Dux-Bodenbacher, Pilsen-Priesener und Prag-Duxer Eisenbahn gelegenen Werke ausgedehnt, mit Ausnahme einiger Schächte bei Karbitz und Schönfeld. Doch wird befürchtet, daß auch diese Werke von der Bewegung erfaßt werden. In Dux, Teplitz und Brüx ist bis jetzt Militär in der Stärke von 1000 Mann anwesend, ein weiteres Bataillon ist heute für Teplitz verlangt worben. Die Arbeiter verhalten sich ruhig, zwingen aber diejenigen, welche noch Weiterarbeiten, zur Arbeitseinstellung. Die Kohlen- vorräthe in den größeren Fabriken sind äußerst geringe. Karlsruhe, 28. April. Die Frau Großherzogin ist heute zum Besuche Sr. Maj. des Kaisers nach Wiesbaden abgereist. — Die zweite Kammer hat den von den Mitgliedern der katholischen Volkspartei Röttiuger und Genossen gestellten Antrag auf Aufhebung der Kreisverfassung abgelehnt. Wien, 28. April. Ringtheaterproeeß. Heute wurden 17 ehemalige Bedienstete des Ringtheaters vernommen, deren Aussagen indeß meist nicht von besonderer Wichtigkeit waren. Die Zeugin Auspitz sagte aus, die Noththüreu seien stets offen und nur angelehnt gewesen. In dem Abgeordnetenhause begann heute die Generaldebatte über den Zolltarif. Paris, 28. April. Nach dem Berichte des Ministerpräsidenten Frey- cinet über die Herstellung eines Binnenmeeres in Afrika soll bas Mandat der mit der Prüfung der Ausführbarkeit betrauten Commission mit dem 30. Juni er. erlöschen, die Entscheidung ist daher im Laufe des Juli zu erwarten. London, 28. April. Zur Feier der Vermählung des Prinzen Leopold fand gestern Abend in der Georgs-Halle des Schlosses von Windsor ein Gala- Diner statt, zu welchem 150 Einladungen ergangen waren. Unter den Gästen besanden sich der deutsche Botschafter, Graf Münster, und der Vertreter des deutschen Kronprinzen-Paares, Kammerherr Graf Seckendorf. Tunis, 28. April. Der mit der kommissarischen Verwaltung des deutschen Consulats beauftragte Dr. Nachtigal ist hier eingetroffen. Rauchen und Trinken. In einem Leitartikel: „Rauchen und Trinken", bespricht das Bremer Handelsblatt den wachsenden Widerstand gegen eine alsbaldige Einführung des Tabakmonopols. Davon ausgehend) daß dem Reiche allerdings eine vermehrte Einnahme von den Verbrauchsg genftänden des Volksluxus erwünscht, ja, für große Aufgaben — wie z. B. den Ausbau der deutschen Wasserstraßen — fast nothwendig sei, führt das Blatt aus, daß die Tabakindnstrie, nachdem sie noch 1879 eine erhebliche Mehrbelastung erfahren, jetzt doch einige Ruhe haben müsse, zumal im Branntwein ' ein geeigneter Besteuerungsgegenstand naheliege und in Wahrheit sich aufdränge. Denn: „Mitten im Lärm des Streites um das Tabakmonopol und die übrigen Steuerfragen' erhebt sich bereits die Forderung, daß nicht der Tabak, sondern der Branntwein mehr Geld für das Reich hergebe. Wird sie auch Dore-ft nur von Menschenfreunden erhoben, die auf verschiedenen politischen und religiösen Standpunkten stehen und über die Reichssteuerreform sehr verschieden denken mögen, so ist doch ein solcher Ruf, einmal stark genug erschollen, gle'ch dem Schneeball, der sich, den Berg hinabgleitend, langsamer oder rascher zur Lawine rollt. Sobald eine organisirte Agitatiou gegen maßlosen Brannt- । weingenuß das öffentliche Urtheil und Gewissen auf die Frage lenkt, was richtiger sei recht theuer zu machen: das Rauchen oder das Schnapstrinken, ergibt sich die Am- wort von selbst und wird sich bald auch der Staaisgewalt als ein unwiderstehliche^ sittliches Gebot auferlegen. Rauchen mag nicht gnade schön, gelegentlich sogar für Andere eine Plage sein; aber verglichen mit der Trunksucht ist es eine gesundheitlich sittlich und wirthschaftlich harmlose Gewohnheit- Welches Unheil dagegen die Trunksucht in Deutschland anrichtet, enthüllt eben in diesem Augenblick die im vorigen Herbst erhobene Armenstatistik Allen, die von ihr schon Kenntnitz genommen haben, und wird es bald der ganzen Nation enthüllen, auch wenn die Resultate aus zarter Schonuna für die östlichen Kartoffelbrennereien nicht veröffentlicht werden sollten, — das wissen alle Seelsorger, alle Irrenärzte und alle Gefängnißverwalter. Die Spritzen, welche gegen dieses zerstörende Feuer auffahren, werden von allen Volksfreunden wetteifernd bedient werden- Zu ihnen gehört eine herzhafte Besteuerung des Schnaps und eine Regelung seines Kleinveikaufs, bei welcher wir von einem factischen, nicht legalen Monopol gemeinnütziger Gesellschaften, wie es in den schwedischen und norwegischen Städten besteht, nicht doctrinär zurückschrecken werden. Gegen die von der Nation verworfene falsche Fahne des Tabakmonopols oder höherer Tabakbesteuerung überbauet pflanzen wir also das volksfreundliche Banner einer Vervielfältigung der Branntweinsteuer zu Gunsten des Reiches, der Gemeinden und des allgemeinen Wohles aus." Lokale-. ~ Gießen, 29. April- Am 27. ds., Nachmittags gegen 3 Uhr, brannte in Eberstadt bei Lieh eine Scheune ab. Verwischtes. Aus der Wetterau, 25. April. Wie die Nr. 112 der „Darmstädter Ztg.» berichtet, soll die Eröffnung der neuen Bahnlinie Babenhausen-Hanau und Erbach- Ebcrbach schon am 1- Mai erfolgen. Mit Recht wird bemerkt, daß durch die Fertigstellung dieser Linie eine directe Verbindung zwischen Nord- und Süddeutschland, besonders mit Baden und Württemberg, vermittelt wird, wenn wir die Fortsetzung der Linie Hanau-Erdach-Eberbach in der seit Herbst v. I. eröffneten Bahnstrecke Hanau- Friedberg hinzunehmen; denn mit Hilfe letzterer Strecke besteht, wie man sich leicht durch einen Blick auf die Karte überzeugen kann, eine fast grade Bahnlinie zwischen Kassel und Stuttgart. — Auch für Touristen, welche den Odenwald und die Neckar- gcgend besuchen wollen, wird sich diese neue Bahnstrecke Hanau-Eberbach, auf welcher mit Beginn des Sommer-Fahrplans Schnellzüge kursiren, sehr empfehlen; sie dürste als Gebirgsbahn recht interessante Partteen aufzuweisen haben und Insofern mtt der Schwarzwaldbahn einige Aehnlichkeit besitzen. Von einer Benützung dieser Linie indessen für den durchgehenden Verkehr kann nur dann die Rede sein, wenn, wie vorauszusetzen, von Norden her, für eine einigermaßen günstigen Anschluß der Züge in Hanau' gesorgt, und so dem Interesse des Publikums durch die betreffenden Bahndirectionkn Rechnung getragen wird. — (E ne jugendliche Heldin.) Londoner Blätter berichten: Anna Loftus, ein 16jähriges Mädchen, rettete sich Sonntag Nacht aus einem brennenden Hause in Stockport. Kaum der Gefahr entronnen, erinnerte sie sich, daß ihre siebenjährige Schwester in dem in Hellen Flammen st-henden Gebäude zurückgeblieben fei. Sie beschwor die Umstehenden, Hilfe zu leisten; aber Niemand wagte sich in das Feuer. Rasch entschlossen, tauchte das Mädchen thr Umschlagtuch in's Wasser, hüllte sich darein und war im nächsten Augenblick im brennenden Harpe verschwunden. Schon bemächtigten sich Aller die schlimmsten Befürchtungen, als das brave Mädchen, ihre Schwester auf dem Arme tragend, wieder erschien und vor dem Brandplatze ohnmächtig zusammenbrach. Schwere Brandwunden im Gesichte und an den Armen machten cs nothwendig, die heldenmüthige Retterin in das Hospital zu bringen, wo sie die sorgsamste Pflege fand, so daß sie gegenwärtig außer aller Gefahr erklärt wird. — Die Legung des Kabels, das sich bei Valentta an das transatlantische Kabel anschließi, dessen Lieferung einer ebenso altrenommirten als bewährten Fabrik anvertraut war, gehört wohl zu den gelungensten Operationen auf dem Gebiete der submarinen Telegraphie. Während der siebentägigen Legung gab es nicht einen Augenblick, in dem nicht genaue astronomische Ortsbestimmung genommen werden konnte. 894 Seemeilen beträgt die Länge der von Emden nach Valentta hergestellten Verbindung, wovon 11% Meilen oder 21 Km. von Emden nach Greetsiel unter Leitung des Herrn Postraths v. Kempski unterirdisch gelegt sind. Außerdem ist auch das Lowestoft-Kabel unterirdisch mit dieser Station verbunden und damit dem deutsch- englischen Verkehr eine Sicherheit vor den an der Küste oft Störungen des Betriebes verursachenden Wiuterstürmen geschaffen. Das Gewicht des Greetsiel-Valentia-Kabels beträgt 4,300,000 Kg, wozu nicht weniger als 3,500,000 Kg. schützende Eisendeckung deutschen Fabrikats verwendet worden sind. — Gegen die Mäuse in Scheunen und auf Schüttböden wendet ein Getreidehändler in Saaz mit bestem Erfolge die wilde Kamille an. Er umlegt mit derselben vor der Ernte die Bansen der Scheune, bestreut mit ihr ringsum den Schüttboden unb seitdem dies geschehen, sind die Mäuse spurlos verschwunden. Handel und Verkehr. Gießen, 29. April. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. JL 1.00—1.05, Hühnereier 1 Stück 5 H und 2 Stück 9 H, Enteneier per Stück 5 H, Gänseeier per St. 9—10 Käse p. St. 5—10 Käsematte per Stück 2—3H, Erbsen 1 Liter 26 Linsen 1 Liter 34 Tauben das Paar 60—80 X Hühner per Stück JL 1.20-1.40, Hahnen per Stück JL 1.50—2 00, Enten per Stück 2.30—3 00, Ochsenfleisch per Pfund 64- 66 H, Kuh- unb Rindfleisch 50—54 H, Kalbfleisch 44 bis 50 $ Schweinefleisch 62-64 H, Hammelfleisch 60-66 H, Kartoffeln 100 Kilo vMx 3 00—4.00, Zwiebeln der Ccntner JL 12, Milch per Liter 16—18 H. Frankfurt a. M., 29. April, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 294%, Staatsbahnactien 281%, Galizier 263%, Oesterr. Silberrentt 6513/i6, 4°/o Ungar. Goldrente 76, 4% 1880er Russen 71%, 2. Orient-Anleihe 57%, Lombarden 122%. Tendenz fest. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. Avril. 26. Pfarrverwalter Georg Wilhelm Schwarz von Schlitz mit Marie Emilie Hagenlocher, Tochter des Rentners Gottlieb Adolf Hagenlocher von Kastel. — 27. Kellner Joseph Wallner von Roggenfiein mit Auguste Anna Clar, Tochter des verstorbenen pens. Hauptmanns Carl August Clar zu Wiesbaden. — Gerbermeisier Wilhelm Karl Johann Baithaser Plank mit Maximiliane Anna Friederike Marie Johannette Hirschfeld, Tochter des verstorbenen Schlossermeisters Jeremias Philipp Christian Hirschfeld von Gießen. — 28. Kreisthierarzt Ludwig Johann Heinrich Emil Kröll von Fiohnhausen mit Louise Barbara Pipp, Tochter des verstorbenen Wirths Karl Theodor Eberhard Pipp von G eßen. — Taglöhner Johann Georg Krombach, Wittwer, von Krofdorf, mit Wilhelmine Schwab, geb. Lentz, Wittwe des Zimmermannes Johann Georg Schwab von Oppenrod. — Eisenbahnbureau Assistent Johann Georg Franz Dauernheim von Gießen mit Elise Sang, Tochter des Pächters Heinrich Sang von Bleichenbach. Eheschließungen. April. 23. Scribent Georg Eidmann von Rendel mit Marie Elisabeth Metz, Tochter des Schuhmachermeisters Karl Metz von Himbach. — Schreiner Georg Veith. Wittwer, von Gaulsheim, mtt Christine Gebhard, geb. Fink, Wittwe des Buchbinders Heinrich Gebhard von Gießen — Schneider Wilhelm Moritz Huppert, Wittwer, von Steinfurth, mit Eva Katharina Liese, Tochter des Gasarbeiters Johann Liese von Hanau. — 26 Apotheker Karl Christian Süffert von Affenheim mit Marie Keil, Tochter des Rentners Daniel K-il von Gießen. — 28. Kaufmann Christoph Bieker von Ohmes mit Katharina Johannette Schleuning, Tochter des Oeconomen Johannes Schleuning zu Gießen. Geborene. April. 15. Eine Tochter von auswärts, Ernstlne. — 16. Dem Gutsbesitzer Karl Schlenke eine Tochter, Bertha Emilie Anna Ida. — Ein Sohn von auswärts, Karl. — 17. Dem Glaser Heinrich Gröninger ein Sohn. — Eine Tochter von auswärts, Rosa. — 19. Dem Taglöhner Conrad Hofmann eine Tochter, Marie. — 3W, brannti >- toa 8oitu§, i mbtn hsust in Sb ibenWige Schon i. Sie deschml d ! Feuer. Rasch o jüUte sich barem i Schon bemLW i, ihre Schmesin o hnmachiig zusaama achten es nothM^a bie sorgsamste M ^ransatlantischrM lewährtm ZÄD bcm Gebiet'du >i nicht ein» W- imtn mtrbtn fM a ljirgcftellten $r eeW E W| Itxtoxn ist ooch tot bannt bem WM vungen bes WM ietsiel-BalentiM chützmbe ®feiÄ ; oenbet ein W1^ umlegt mit beM den Schütten-! .-Darmsisibter % ^nau unb 6,6,1 '°e durch bie fort uni> Sübbeutschill n ätsch'- n Bohnstrelke Ha,, wie man sich Ie Bahnlinie zM jolb unb bie Rech- jberbad), aus wch -wpsehlen; sie^ unb sinsosern iriber I dieser Linie ter - wie vorausjuschr 'er Züge in Han den Bahnbirectioo siete: BM M Enteneier Kartoffeln —18 i5b - Deutlich 'jSS& ;£Haben'9;y &T?k6fi Di- fi.ti J8 •?! -Schnaps unb , Ä W l* sftfiR ^rung überall D«B 6* -Xflh Mit ’Ä Kastel ' |öfir To-bters 1 6L na Frieders 8 3eres Schuhmachers Karl Metz in Himbach eheliche Tochter. Den 26. Avril. Wilhelm Moritz Huppert, Schneider dahier, ein Wittwer und Äva Katharine Lieie, des Gasarbeiters Johann Liese in Hanau eheliche Tochter- Denselben. Karl Christian Süffert, Apotheker in Apenherm unv Marie Keil, bes Rentners Daniel Keil eheliche Tochter. Getaufte. , . Den 28. April. Dem Rechtsanwalt Ludwig Lauer ein Sohn, Ludwig, geboren oen 9. Februar. Beerdigte. Den 22- April. Gottfried Müller, Kutscher dahier, alt 36 I. 6 M- 6 T-, ge- si orben^dm ^9-Aprtt Gerlach, Schlosser dahier, alt 39 I. 11 M. 19 T., b eflorfeen^ ben^2K Damm, Schneider dahier, alt 42 I. 25 T, gestorben r>en 22. April. , Den 25. April. Julie Christiane Müller, geb. Rühl, Ehefrau des Agenten und pens. Drucksachenverwalters Philipp Müller, alt 51 I- 1 M. 11 T., gestorben den 22. April- Den 26 April. Elisabeth Heller, geb. Andermann, Ehefrau des Monteurs in der Gassabrik Conrad Heller, alt 36 I- 7 M- 22 T-, gestorben den 23- April.________ 20 Dem Fuhrmann Heinrich Münker eine Tochter, Anna Katharme. - 21. Dem »ammkea-r Franz Rebl ein Sohn, Maximilwn Conrad. - Dem Gartner Jacob Fey - 24. Dem MMMk P-t-r D-Nw-i °r ein Sohn. — Dem Pumpenmacher Jacob Puth eine Tochter, Emrlre Antonie. 25 Dem Bremser Christian Heinrich ©inten Zwillingstochter. 28. Dem Schreiner August Birk ein Sohn. , FvCttC* April. 22. Schneider Johannes Damm, 42 I- alt- — Kutscher Christian Weimer, 55 I. alt. - Scribent Georg Griebel. 40 3- alt — Ottilie, 7 I. alt, Tochter des Schlossers Jacob Schmidt- — Juliane 6I)nftine Muller, geb- Ruhl, öl I. alt, Ehefrau des pcns. Drucksachcnverwalters Johann Philipp Muller. — 23. Elisabeth Heller, geb- Andermann, 34 I- alt, @^rrau des Monteurs Conrad Heller. — 26. Margarethe Ortmüller, 20 I- alt, von Altenkirchen. 28. Dem Taglöhner Ludwig Kloos eine todtgeborene Tochter.___________ Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfisertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzuholen. Allgemeiner Anzeiger. Eekanntmachung. 3106 Im Handelsregister des unter» Zeichneten Gerichts wurden heute sol- .gienbe Einträge vollzogen. Es betreiben unter der Firma ihres Äamens: 1) Karl Mayer dahier seit Februar d. Js. eine Agentur für Handelsgeschäfte und Lebensversicherung, sowie ein Speditions-Geschäft; Heinrich Zimmer dahier feit 1. December 1878 neben Uhrmacherei einen Handel mit Uhren, Gold- und Silberwaaren; ;3) Jacob Grünewald dahier feit dem 27. d. Mts. ein Bankgeschäft. Die Firmen: Christian Reiber, Karl Müller und Simon Reutlinger dahier wurden wegen Aufgabe der Geschäfte gelöscht. Gießen, am 28. April 1882. Großh. Amtsgericht Gießen. I. V.: __Funk.____________ ^Der Grobfchmied Heinrich Bald- auf aus Rüddingshausen, Kreis Gießen, qeboren am 29. April 1859, evangelisch, zuletzt in Nüddmgshausen wohnhaft, Ptzt unbekannten Aufenthaltsortes, wird befchuldigt, als Erfatzrefervist erster Klaffe ausgewandert zu fein, ohne von ber bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben. ^Übertretung gegen § 360 Nr. 3 oes Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Dienstag den 13. Juni 1882, Vormittags 8 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht zu Homberg a. d. Ohm zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentfchuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach § 472 d er Strafprozeßordnung von dem Grotzh. Lezirkscommando zu Gießen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Alsfeld den 24. April 1882. Der Großh. Amtsanwalt. 3,1)14 Sandmann. Kasseler Pserdeloose ß . peer Stück 3 eip x wtverte Regierm acte une ttrivägm zu