1882. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen : Sch ul st ratze B. !«• und iohlms ■bitt ze- und 10 I auf :o6tn «tu, tutet :*6tn. m. nusir« 2254 ich k Uhr ilage ein Geld- > Silber’ ,der wirt’ Pat: >|e, tun: teil, :ben 1664 Miner April «hm. IUM: ÜL J mit ietfien. «et |u 242, Her; tttj. : hiestse« Ächtin Pfarrers« Keulschland. Darmstadt, 28. März. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben AllergMdigst^ ge^h^ Forstmeister des Forsts Nidda, Alexander N eid- bardt zu Salzhausen, in gleicher Diensteigenjchaft zum Forstmeister des Forsts Wald-Wiichelbach, sowie an dems. Tage den Oberförster der Oberförstern Bessunaen, Ferdinand Muhl, zum Forstmeister des Forsts Nidda zu ernennen. — Wie bereits gemeldet, hat sich der vierte Ausschuß zweiter Kammer in seinem von dem Abg. Dittmar erstatteten Bericht einstimmig gegen den Antrag des Abg. Frank und Genossen wegen Aufhebung der obligatorischen sort- bildungsschule erklärt und nur zugestanden, daß verschiedene Mißstände der Errichtunig der Fortbildungsschule oder bei der Art der Uuterrichtserthetlung m einzelnen Orten, insbesondere solchen mit Fabrikbevölkerung zu Lage getMen sind. Die Regierung hat sich mit aller Entschiedenheit gegen den Frankschen Antrag ausgesprochen, bestreitet, daß die Leistungen der Fortbildungsschule unbedeutend seien und fahrt dann weiter fort: „Wie jede neue Einrichtung braucht auch die Fortbildungsschule Zeit zu ihrer Entwickelung. Es war Eltern, Lehrern und Schülern neu: die Lehrer mußten sich erst an eine, von der in der Volksschule gebräuchlichen wesentlich abweichende Art des Unterrichtsbetriebs gewöhnen und den erforderlichen Stoff sich znrechtlegen, die Eltern mußten die Nothwen- diakeit einsehen und die Schüler sich der auf mehrere weitere Jahre ausgedehnten Disciplin, den fortgesetzten Ansprüchen der Schule fügen lernen. Es konnte ■rfonnner*. ■Id* jit# 1882- eiiitir*- . tUnü*”' ibäd)^ Ifslete« « - M Wen 76. Grftes Blatt Donnerstag den 30. März stehend it, bis ntt. ;u Der; 1®. 1. Mr lenwej. milien: hrujes, ic, per nieihm. Md). , t Gießen, am 2. März 1882. Betreffend: Die Frühjahrs-Control-Versammlungen. - Das Großherzogliche Kreisamt Meßen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden auf orstsubüche Weise veröffentlichen lassen. Dr Boekmann. Gießen, den 28. Februar 1882. darum nicht fehlen, daß im Anfang die Schuldisciplin vorkamen, die zu ernsterer Ahndung f h - bie Jahr zu Jahr sind seither die Unterrichtsersolge besser die Zerstoß .9 Disciplin seltener geworden und der Zustand derFo düng sch da, wo die Lehrer mit Ernst und> Eisei: den Nnterrichmit Nachdruck vorstände in richtiger Erkenntniß ihrer Pflichten$ Seilereien ihrer segens- annehmen, wo nicht aus Partei-Tendenzen en W 9burd&roea befriedigender, ja reichen Entfaltung hindernd m den Weg; tret , menige D011 ausge- es sind neben einer ansehnlichen Z"hl von gu ffy j0 kurzen Reihe zeichneten Leistungen zu verzeichnen. Und D @runb $u der sicheren von Jahren schon eintreten konnte, 1° gewiß ^r dem allmäligen Ver- Hoffnung vorhanden, daß ber ^nger°m Be^t roannen Interesse, das Re schwinden der ansanglichen Hemmnisse unv .-^igenden Theilnahme, welche Kreisschul-Commissionen ihr widmen , ^PN zuwenden, die Fortbildungs- naturgemäß die Gemeinden ihren rM hegens erblühen werde Es hieße schule zu immer reArer Entfaltung ch schädigen, es hieße den sett- aber sie in ihrer Entwickelung aut aa handeln, wenn man sie ihrer herigen günstigen Erfahrungen 'm, „ obligatorischen Eigenschaft entkle'den wollte ß bi§ @ro66. Ober-C°nsist°rlums J Darmstadt, 25. März. Das Amlsomn Die Einleitung zu bm| eiben bringt die kirchlichen 5iad>rt*ten ausbem 3 ^.^ be§ Großherzogthuins wendet, besagt, indem sie sich an dl- evangelischim m Nachrichten ans 1881" zugeh-n das Folgende: „Snbemwr Sb" n 2der einen Gegenstand auszusprechen, welcher lassen, benutzen wir die Gei-S-ov---. ■----------------------------- ~ Preis merietiahrnch 2 Mark 20 Ps. mit Bringetlobn. Erscheint täglich nnt Ausnahme des Montags. Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. Bekanntmachung. Die diesjährigen Frühjahrs-Control-Versammlungen werden im Kreist Gießen ivie folgt abgehalttn werdeni: 1. Im Bezirke der I. Compa^ure asps-Ä eseäSSS&WÄ S bs^scsässssä: 1Z “Bseiiässs»........................... um 10'/, Uhr für fämmtliche Wehrleute aller Waffen. *** CÄ MK »«;-». «*. ÄTÄ liÄ?' ***** *** *** Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friede hauseu, ^reis ^^ Lda Trohe, rr. Grünberg am o. Aprli 1882, Vormtttasts,anocm^ayn!,ose Mannschaften aller Waffen, und zwar um 8 Uhr für fämmtliche Mstrvisten. sowie zur Disposition der Truppentheile und der Er,atz.Behörden entlassenen M sch um 9 Uhr für fämmtliche Wehrleute aller Waffen. II. Bezirke der O-, Gompogitte (Lrch). , . *** M S-h-'d-n. *—■»• «*-**■• ***** - ***** Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, Drais-Horü-ff, U^he, Mmfl ■ l 2. Zu Llcr- am 18. Apul 1882, ArmMags, am ^aynyose ^Enen Mannschaften aller Waffen, MN zwar um 9 Uhr für fämmtliche Reservisten, sowie zur Disposition der truppentheile und Uhr für fämmtliche Wehrleute aller Waffen. Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg. n»tr?ffmhen Re-irke wohnenden Offiziere und Alannschasten des Beurlaubten' Es haben aus den genannten Orten zur bestimmten Stunde Disposition der Truppentheile standes aller Waffen des deutschen Reiches zu erscheinen, welche zur Skeferve Die Ersatz-Reservisten haben nicht zu erscheinen <**•8 ** - * *** ** Versmmulnngeu 'Entjchuldigung fehlenden Kleidung ju «scheine« haben, und vor dein Es wird noch bemerkt, daß die Leute mit dem Milrtar-Paß und Fuhrungs^riesr verlegen u Franck, Beginn der Control-Versamniluiig Schirme, Stöcke, Pfeifen rc. fortzulegen sind. Oberstlieutenant z. D. und Bezirks-Commandeur. in unserer Zeit auf kirchlichem Gebiete von hervorragender Bedeutung ist und dies immer mehr wird. Es i(t das kirchliche V-remswesen zur Ausübung christlicher Menschenliebe. Von jeh-r haben ja Christen christliche Liebe in Gemeinschalt geübt und es sind in dieser Hinsicht kirchliche Vereine zu genanniem Zweck keine u -ue Erscheinung Als neu erscheinen uns aber diese Vereine unserer Tage in der Allgemeinheit ihrer Verdreitung und der Großariigk it ihrer Leistungen. Nach diesen Serien hm ist das bezeichnete Vereinswesen kaum cm Halo Jahrhundert alt und gerade in dem verflossenen halben Jahrhundert ist dasselbe eine der ersreulichsten Thaisachen inmitten der evangelischen Chrliienhrlt Von Aeinden ist die evangelische Küche in dieser Zeit so oftmals als im Verfall begriffen, ja als tobt gesagt worden — jene Vereine zeigen, daß in ihr noch Ströme achter Liebe fließen, daß in ihr noch reicher Glaube mächiig ist, aus dem die Liede kommt. Wo sich aber Glaube und Liebe findet da ist noch religiöses Leden, und eine Kirche, die solches Leben auiweisen kann, ist noch Nicht erstorben, sondern lebt uno darf die Hoffnung hegen, baß auch bessere unb größere Lebenskräfte sie durch- brmgen werben. Von Freunbeu roiib oft über beir Rückgang aller kirchlichen unb religio,en Dinge geklagt — jene Vereine khuu aber kunb, bas auch noch Fortschritt auf oem Gebiete der Kirche ist unb zwar Fortschritt gerade in der Lösung einer der höchsten kirchlichen Ausgaben, nämlich der, die Herzen zu gewinnen für jene Liebe, von welcher der Herr sagt: „Daran wird Jedermann erkennen, daß Ihr meine Jünger seid, so Ihr Liebe unter einander habet", unb bann durch solche gläubige Liebe Werke zu schaffen, die Gott gefallen und den Brüdern Segen bringen. Es ist begreiflich, daß die Organe der Kirche jener reichen und segensreichen Vereinswirksamkeit nicht kalt unb iheilnahmloS zur Seite stehen können. Es erscheint vielmehr als ihre Pflicht, biesetoe in allen Stücken zu fßrbern. Von ben Vereinen christlicher Liebe aber ist zu erwarten, baß sie sich ber Kirche unb ihren Organen innig anschließen. Dieser Anschluß wirb sie vor Eirrjelligkeit bewahren und sie behüten, daß sie Wege betreten, welche von ber Kirche abführen, in subjeetives Belieben, Zersplitterung ber Kräfte unb fruchtloses Thun. Zn unserer Lanbcskirche finb es nun vornehmlich brei Arten von Vereinen, welche an Ausbreitung und segensreichem Wirken hervorragen: Die Gustav-Abolf- Vereme, oie Vereine für Heibenmisston unb biejenigen für bre sogenannte innere Mission Der Gustav-Abolf-Derern ist ber älteste unb verbreitetste jener Vereine im Laube. Mit Recht ist er „ber Liebling bes beutschen evangelischen Volkes" genannt worben. Er hat sich am innigsten auch unserer Lanbeskirche angeschlosien unb wir wünschen und forbern ernstlich daß er von allen Geistlichen unb in allen Gemeinben aus's treulich ne gepflegt werben Leiber aber müssen wir bie Erfahrung machen, baß solches in neuerer Zen nicht überall geschieht. Die Einnahmen unseres Lanbesoercins finb barum oer- minbert und es ist Befürchtung vorhanben, baß fein so nothwenbiges Wirken mcht in früherer Kraft aufrecht erhalten werben kann, zum Nachthell gar mancher bebürftigen Gemcinbe im In- unb Arrslanbe. Wir werben beßhalb unser stetes Augenmerk uuf bie Förderung bieses Vereins richten. Bezüglich ber Vereine für Heibenmissian beklagen wir eine gewisse Zersplitterung der Kräfte, zum Theil hervorgerusen durch ine kirchliche Richtung einzelner Geistlichen. Vorthellhaster wäre es, wenn ein Verein mit gesammter Kiast unterstützt würde, statt baß breien oder vieren spärlichere Gaben dargereicht werde. Wir haben deßhald einen ber größten unb wirkungsreichsten ber oeutsch-evangelischen Missionsvereine schon seit lange zur Unternützung kirchlich empfohlen — die Baseler Missionsgesellschaft. Wir wünschen, daß diese Empfehlung fortwährend die gebührende Beachtung finde. Nur Einigkeit macht stark und wahrhaft kirchliches Handeln ist stets auch gemeinschaftliches Thun. Die Vereine für die so genannte innere Mission sind sehr mannigfaltiger Art. Sie haben aber in dem Theile des deutschen Vaterlandes, welchem unsere Landeskirche angehört, ein n gemeinschaftlichen Mittelpunkt in der „südwestdeutschen Conferenz für innere Mission". Die Com serenz sei Ihnen und Ihren Gemeinden deßhald zum Anschluß ernpwhlen. Sie werden m derselben Rath, Unterweisung und Kräftigung finden. Weder non Ihnen noch von Ihren Gemeinden ist zu viel begehrt, wenn wir thatkrästige Unterstützung der genannten drei Vereine wünschen. Die irdischen Mittel sind gewiß überall vorhanden und auch das Scherflein der Wittwen wird Gott segnen. Sie aber arbeiten nur in dem Berufe, zu dem Sie der Herr beiufen hat, wenn Sie auch in Bezug auf die christlichen Vereine bet Barmherzigkeit ihre Schuldigkeit thun. Wir schließen mit dem herilichen Wunsche, der Herr möge alle Ihre Werke icgnen aus der Fülle seiner Gnade und Sie reichlich Frucht aus denselben gemeßen lassen, Ihnen zur Freude und Ihren Gemeinden zum Segen! Unter den kirchlichen Nachrichten bemerken wir: Im Februar und im August bestanden je 2 Candidaten die Definitorialprüfung. Aus dem Predigerseminar,zu Friedberg wurden im Frühjahre 2 unb im Herbst 2 Sanbibaten entlassen Arn 12. unb 13. Juli feierte der Hauptoerein der Gustav-Adolf-Stiftung sein achtunddreißigftes Jahr essest zu Lich. Zur Verwendung kam für das Inland die Summe von 9254 X. Superintendentur Gießen. Die Definitorialprüfung bestand Candidat Heinrich Nies von Gießen. Ordinirt wurden die Eandidaien Christoph Wegfahrt in Usenborn und Heinrich Nies in Langsdorf. Als Pfarroerwalter und Piarrvicore wurden benelli: Adolph für Watzenborn und Leihgestern, Heintze für Lißberg, später auch für Schwickarts - hausen, Wegsahrt für Usenborn und Gelnhar, Heumann für Lindheim, Nies für Langsdorf, Wallbrecht für Frischborn, Pfarrer Sell für Beienheim bei Weckeshftm. Definitiv besetzt wurden: Bernsburg mit Weber, Lißberg mit Heintze II., Wenings mit Wissig, Staden mit Weber, Ober-Roßbach 1 mit Münch, Allendorf a. d. Lda. mit Heberer, Alt-Buseck mit Seriba, Wallenrod mit Heintze I, Burkhards mit Frank. Versetz! wurden: Eisenmenger von Lehrbach nach Neu-Isenburg, Schüler von Hitzkirchen nach Eberstadt, Schnabel von Langsdorf nach Gundernhausen, Heß von Hartershausen nach Crumstadt, Papst von Bobenhausen nach Fürfeld. Erledigt sind: Die Pfarreien Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Beuern, Bnfenborn, Bobenhausen II, Dortelweil, Echzell, Eimenrvd, Eschenrod, Freiensteinau, Frischborn, Gedern II, Gelnhar, Groß- Felda. Groß-Eichen, Gonterskirchen, Herbstein, Heuchelheim, Hain-Gründau, Hartershausen, Hitzkirchen. Hopsmannsfelb. Kirtorf (auch bas Diaconat), Leihgestern, Lardenbach, Lehrbuch, Langsdorf, Münzenberg I, Melbach, Oberau, Ober-Seemen, Rodenbaw, Schwickartshausen, Stumpertenrod, Udenhausen, Usenborn, Volkartshain, Wahlen, Watzenborn, Willofs. Eingeweiht wurde die neu restaurirte Kirche in Kirch-Göns: der Grundstein zur neuen Kirche in Herbstein wurde im Juni gelegt. Die Decanats- spnoden wurden gehalten: Im Decanat Gießen am 21. September, Alsfeld am 12. October, Büdingen 5. October, Friedberg 11. Ottober, Grünberg 12. September, Hungen 25. August, Lauterbach 24 August, Nidda 27. September, Rodheim 5. October, Schotten 28. August. Kirchliche Feste wurden gefeiert: ». des Gustav-Adolf-Vereins in Hain-Gründau, Bruchenbrücken, Klein-Linden, Kirch Göns, Grünberg, Ober-Bessingen, Nieder-Gmünden, Lich, Landenhaus>n, Wallenhausen, Nieder-Eichbach, Sellnrod; b. ber Mission: In Ortenberg, Annerob, Arnsburg, Dorf Güll, Crainfelb, Uetzhausen, Gießen. Sebans- seier- und Syloestergottesgienste warben in oerschiebenen Gemeinden gehalten. Kirchen- Visitationen sanben statt: Zn Allenborf a- b. Lba., Alt-Buseck, Beienheim, Bellersheim, Billertshausen, Breungeshain, Bübingen mft Rinderbügen, Dauernbeim, Eber- ftabt, Echzell, Ehringshausen, Freienseen, Freiensteinau, Glauberg, Gonterskirchen mit Einaitsbausen, Grebenau, Herrnhag, Heuchelheim, Hirzenhain, Hopfmannsfeld, Kaichen mit Heldenbergen, Kirch Göns, Klein-Karben, Leidhecken. Lich, Lindheim, Lißberg, Maar mit Wernges, Maulbach, Merlau mit Flensungen, Mittel-Seemen, Münster bei Friedberg, Nieber Bessingen, Nieder-Ohmen mit Atzenhain und Bernsskld, Okarben, Petterweil, Queck, Reiskirchen mit Burkhardsfelden, Rendel, Selters, Södel, Steinfuri, Udenhausen, Ulfa, Uf.nborn, Wallenrod. Wenings unb Winnerob. Decanatsvisitationen würben gehalten in den Decanaten Büdingen und Rodheim. Berlin, 27. März. Als Abgabe für die Verwendung von Tabak- Surrogaten wurden in Deutschland von der Ernte pro 1880/81 bezahlt 15,365 Jl., und zwar für 6 Doppel-Centner Weichselkirschblätter, 64 Doppel- Centner gewöhnliche Kirschblätter, 115 Doppel-Centner Meliothenblüthe (Steinklee) und 49 Doppel-Centner eingesalzene Rosenblätter. Krankreich. Paris, 27. März. Deputirtenkammer. Der Bischof Freppel inter- pellirte die Regierung wegen der Ausweisung der Benedietiner aus der Abtei Solesmes und warf derselben Willkür vor. Der Minister des Innern erwiderte, die Regierung habe nur das betr. Gesetz ausführen lasten; die Rückkehr zer Benedietiner nach Solesmes sei eine Herausforderung gewesen, welche nicht hätte geduldet werden können. Die Kammer nahm schließlich mit 418 gegen 73 Stimmen eine Tagesordnung an, durch welche die von der Regierung behufs Anwendung der Märzdekrete ergriffenen Maßregeln gebilligt werden. — Unter den Arbeitern der Eisengießereien in St. Etienne ist heute Vormittag ein Strike ausgebrochen. _____________ Telegraphische Depeschen. Woiff's telegr. Corresponben,-Bureau. Berlin, 28. März. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in sechsstündiger, meist aber aus die bereits bei der zweiten Lesung erörterten Fragen zurückgreifender Diseuffion den Etat und das Etatsgefetz in dritter Lesung unverändert und definitiv nach den Beschlüssen zweiter Lesung, ebenso auch die Novelle zum Pensionsgesetz. Karlsruhe, 28. März. Die in jüngster Zeit von verschiedenen Preß- Organen besprochenen Gerüchte über Differenzen zwischen dem Erbgroßherzog und dein eommandirenden General des XIV. Armee-Corps, v. Obernitz, werden der „Karlsr. Ztg." von bestunterrichteter Seite als völlig grundlos bezeichnet. Paris, 28. März. Die Deputirtenkammer genehmigte den von der Regierung verlangten Kredit von 8 Millionen zur Deckung der Kosten der tunesischen Expedition für das zweite Quartal 1882 mit 376 gegen 71 Stimmen. Der Ministerpräsident Freyeinet erklärte, daß die Zustände in Tunis gegenwärtig so gute seien, als man nach so kurzer Zeit nur habe erwarten können. Der Effeetivbestand der Truppen werde demnächst auf 30,000 Mann rcdueirt werden. Die Lage bessere sich mit jedem Tage und die Schwierigkeiten, welche noch beständen, feien im Abnehmen begriffen. — Der Gesetzentwurf betr. die Aufhebung des Verbots der Einfuhr amerikanischen gesalzenen Fleisches, wurde mit einem Amendement angenommen, durch welches der Minister ermächtigt wird, den von ihm als geeignet erachteten Modus der Untersuchung des Fleisches anzuordnen. Der Senat begann heute die Berathung des italienisch-französischen Handelsvertrages und wird dieselbe am Donnerstag fortsetzen. Palermo, 28. März. Garibaldi traf heute früh hier ein und wurde von einer großen Menschenmenge empfangen. Die Ruhe wurde in keiner Weffe gestört. Der General wurde nach einer in der Nähe der Stadt gelegenen Villa geleitet, von deren Balkon aus der Maire im Namen des Generals der Bevölkerung dankte. Petersburgs 28. März. Nach einer Meldung des „St. Petersburger Herold" aus Kiew ift daselbst verfügt worden, daß die jüdischen Einwohner ihre im Podol, dem Geschäftsbezirke, belegenen Wohnsitze aufzugeben und sich jenseits des Kanals in die Vorstadt zurückzuziehen haben. Ferner dürfen jüdische Dienstboten, wenn sie nicht berechtigt sind, in Kiew zu wohnen, nicht länger bei ihrer Herrschaft und in der Stadt bleiben. Die jüdische Bevölkerung muß sich verpflichten, ihre christlichen Dienstboten zu entlassen. Lokales. Gießen, 27. März. sSterblichkcit in Gießen.) Die Todesfälle 'in Gießen erreichten in ber Zeit vom 19. bis 25. März micber bie bedeutende Höhe von 14 und entfiel davon der größte Jiheil auch diesmal wieder auf Kinder, von denen 8 starben. Diphtherie veranlaßte 6 eterbfäüe, davon 4 bei Kindern, welche bie Schule noch nicht besuchten unb unter denen sich 2 Geschwister aus einer Familie befanden unb 2 bei Schülerinnen über 8 Jahren. Eine birecte Uebertragung aus einer der betroffenen Familien in eine andere ließ sich diesmal nicht Nachweisen. Außerdem starb ein noch nicht schulpflichtiges Kind an einer Nachkrankheit des Scharlachs und ein Kind im ersten Lebensjahre an Krampfen. Bei Erwachsenen ereigneten sich 6 Sterbefälle unb mürbe hier Lungenschwinbsucht 3mal, Altersschwäche, Gehirnerweichung, organische Herzkrankheit je einmal als Todesursache bezeichnet. ' G. — Gestern Nachmittag traf ein Korbmacher feine ihm fortgelaufene Frau in ber Ostanlage babier; es entspann sich zwischen Beiben ein heftiger Wortwechsel, wobei bte gemeinsten Rebmsurien fielen. Da ber Mann schließlich mit bem offenen Messer auf feine Frau losging, mußte er, um bie Ruhe herzustellen, verhaftet werben. ® < km i f «b i e i Mainz, 26 März. ^Verhütetes Unglück. — Selbstmvrb eines Soldaten.) Wie durch ein Wunder ist gestern Nachmittag h er in der Rheinstraße ein schrecklicher Unglücksfall verhütet worden In oem Augenblicke, als bte Barriere am sogenannten ©ifernen Thor geöffnet war und eine große Menge Leute ben llebergang passiven wollte, raste von ber anbern Seite ber Schnellzug, von Bingen fommenb, baher. Nur ber Geistesgegenwart bes zufällig an bem llebergang anmefenben Herrn Polizei-Com- missärs Eckes, ber bie brohende Catastrophc voraussah unb mit Aufbietung aller Kräfte bie vorwärts strebenden Menschen zurückbrängte unb baburd), bas ber Zugführer bes Schnellzugs, ber ein Unglück vor Augen sah, Nothsignale mit der Dampfpfeife gab, ist es zu hänfen, baß Niemanb verunglückte. Wie cs kam, daß bie Barriere geöffnet worben war, ist noch nicht ermittelt, doch wirb es hoffentlich bie bereits em- g'leitete Untersuchung klarstellen. — In bem Mlliiär-Arrestlocal erhängte sich heute Nacht ein Sergeant von ber 4. Compagnie bes 3. Großh. Hess. Infanterie Regiments Nr. 117. Ursache unbekannt. — [@in iselbftmoro auf ber Pariser Venbbme-Säule.) Man schreibt uns aus Poris: Etn grausiges Ereigniß füll te gestern Nachmittag die Menge jzu Tausenden nach bem Venbömeplatz. Um 4 Uhr hatte ein Besucher bte Balustrade ber Plattform dicht unter ber Statue Napoleons I. erfaßt und hatte fick kopfüber hinuntergestürzt. Der Selbstmörder schlug, bevor er zur Erbe gelangte, auf einem ber vier Abler des Piebestals auf unb blieb gerade auf ben Stufen vor ber Eingangsthür des Denkmals liegen. Der Leichnam, eine formlose Masse von Fleisch unb Knochen, bot einen entsetzlichen Anblick, ber Kops war gespalten, bie unteren Extremitäten buchstäblich zerstückelt. Eine Same, welche mit ihrem (Hatten gerade im Augenblicke ber Catastrophe ben Platz passirte, brach ohnmächtig zusammen. Der Wächter des Denkmals glaubte einen schweren Gegenstanb durch die Luft sausen zu hören unb trat inUmctiv zur Seite. Er rettete baburd; sein Leben, benn ber Leichnam hätte ihn anbernsalls gerabe auf ben Kopf getroffen. Als bereits ber Leichenwagen bie Ueberrefte bes Selbstmörders nach ber Morgue geführt hatte, brängte sich noch immer eine große Menge um den Schauplatz ber furchtbaren Thot. Ein Bebiensteter ber städtischen Sprengwagen mußte ben Ort von bem iimhergespritzien Blut unb Hirn säubern. Der S-Idstmörber, besten Jbentität bisher noch nicht festzustellen war, soll gut gekleidet gewesen sein. Man fand bet ihm eine golbene Uhr und eine ziemlich bedeutende Summe Gelbes. Darnach scheint also Nahrungssorge nicht bas Motiv seiner Seat gewesen zu sein. Der Selbst- mörber ist wahrscheinlich bereits als Leiche auf bas Pflaster aufgeschlagen, ba ber starke Lustbruck ihn währenb bes Sprunges gelobtet haben bürste. Innerhalb vier Monaten ist bies bereits ber zweite burch einen Sturz von ber Venböme Säule herbei- gesührte Selbstmord! ’ (Fr. I) — [SaS Alter des Adelspräbikats „von".) In seinem heralbisch-genealogischen Werke über Lucas Kranach den Aelteren, dessen von Kurfürst Friedrich dem Weisen 1508 verliehenes Wappen nebst Wappcitbries darin mitgetheilt wird, erörtert der bekannte Heraldiker Fr. Warnecke auch die Frage, in welcher Zeit die deutschen Adelsfamilien begonnen haben, ihren Namen als Adelsprädikat das Wörtchen „von" vorzufetzen. Im ganzen 16. Jahrhundert waren diese drei Buchstaben noch nicht zur Bezeichnung des Adels üblich. In allen Abeisdiplomen des 16. Jahrhunderts findet man nicht ein einziges Mal das Beiwort „von" verliehen. Noch in einem Adelsbriefe des Kaisers Matthias vom 18. August 1614 für Balthasar New, brandenburgischen Geheimen Rath, findet sich das „von" nicht, ebenso wenig in einem Adelsbriefe Kaiser Ferdinand II. nom 12. Mai 1624. 'Erst in einem Diplome, das Kaiser Ferdinand am 24. November 1634 einem „Daniel Landshutter, von Alters Rittcreyssen genannt" verlieh, wird am Schlüsse nach der Formel über die Adelsverleihung der Geadelte „von Landshutter" genannt. Daraus ergießt sich, daß das Wörtchen „von" als Adelsprädikat nicht älter als dritthalb Jahrhunderte ist. Aelter als das „von" ist allerdings das lateinische „de“. — sEpidemischcs.s Ein Schulinspeetor kommt im Winter während der Schulzeit in ein Dorf und trifft eine große Anzahl der schulpflichtigen Jugend, welche sich auf dem Eise des Dorfteiches belustigt. „Warum. seid Ihr denn nicht in der Schule, Kinder?" fragt der würdige Herr. Wie aus einem Munde schallt ihm die Antwort entgegen: „Mer dürfen nich, mer fja’n die Masern." — (Schadenersatz für eine verlorene Braut.) Die amerikanischen Gesetze enthalten strenge Verordnungen bezüglich des Ehegelöbnisses, und der Treulose, der es wagt, dieselben zu mißachten, verfällt empfindlicher strafe. Anderer Auffassung scheinen aber die Gerichte über den Werth des Versprechens einer Dame zu sein. Vor einigen Tagen verklagte nämlich ein stämmiger Farmer im Alter von 35 Jahren seine Braut wegen Nichterfüllung des gegebenen Eheversprechens. Die Geschworenen erkannten das Mädchen für schuldig, berechneten aber den Schaden, welchen der Bräutigam durch den Verlust seiner Braut erlitt, auf einen Farthing (‘ 4 Penny). Literarisches. „Die Kapitalanlage in Werlhpapieren von A. Schmid, zweite bedeutend erweiterte und vermehrte Auflage." Diese von d-n hervorragendsten Fach- und Börsenblättern, deren günstige Uttheile uns vorliegen, eindringlich empfohlene Schrift enthält in seinen 120 Setten so Diel Belehrungen, practische Winke und Raihschläge über die Kap tals- verwaltung und den Börsenverkehr, Anleitung zur Buchführung und Zinstabellen re., daß wir die Anschaffung derselben j-bem Kapitalisten umsomehr empfehlen itönnen, als der Preis ein sehr billiger ist und die Schrift als Nachschlagebuch dauernden Werth hat. Gebunden zu besiehrn zum Preise von X 1,40 durch alle Buchhandlungen ober vom Verfasser Alois Schmid zu Landsberg am Lech gegen Voreinsendung von M. 1,20 in Briefmarken ober Postanweisung. Dchtffsberichl. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeulschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachsolger Gießen. Bremen, 27. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Elbe, Capt- W Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 15. März von Bremen und am 16. März von Soulhamp-on abgegangen war, ist Sonnabend den 25. März, 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen Bremen, 27. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Poildampfer Baltimore, Capt. H. Hellmers, vom Noiddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. März von Bremen abgegangen war, ist am 25. Mälz Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 28. Marz. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Habsburg, Capt. F Himbeck, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12 März von Bremen und am 15. März von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Frankfurt a. M., 27. März. Der heutige Frühjahrspferbemarkt wurde unter den günstigsten Verhältnissen eröffnet. Die Zufuhr ist eine sehr beträchtliche, namentlich an schweren und mittleren Arbeitspferden. Das Geschäft in dieser Branche ist ein höchst zufriedenstellendes. Welcher Qualität die Pferde sind, zeigen die Peise. Zwei schön- Belgier wurden zu 3800 M. nach Mainz und vier ebensolche zu 8000 M. an einen hiesigen Großbrauer verkauft. Im Durchschnitt wurden heute für ein schweres Arbeitspferd 1000 .x, für ein leichtes 800 M. angelegt Nach Paris wurden schöne Reitpferde verkauft. 2500 JL für ein feines Reitpferd war heute der höchste Preis, der gezahlt wurde. In Wagenpferden begann das Geschäft sich erst heute Mittag zu beleben und sehen die Händler vergnügten Blickes den Musterungen zu. In den Stallungen des Vereins standen bei der Markteröffnung 566, in der Halle 100 Pferde. Unter freiem Himmel waren gegen ein Standgeld von je 50 H per Tag 498 leichte und mittlere Arbeitspferde aufgestellt. Etwa 2400 Personen haben heute den Markt besucht. — Nach den im Reichspostamt gemachten Wahrnehmungen kommen, laut einer vom 13. d. batirten Verfügung bes letzteren im Postversendungsverkehr immer noch vielfach Briefumschläge vor, welche auf der Außenseite mit unzulässigen gedruckten Angaben ober Abbildungen versehen sind. Beispielsweise sinb Briefumschläge unbean- ftanbet gelassen worden, die auf der Rückseite derart mit Abbildungen von Werkzeugen bedeckt waren, daß der deutliche Abdruck bes Ankunstsstempels verhindert wurde. Hieraus hat das Reichspostamt Veranlassung genommen, den Postanstalten die Beachtung der über den Gegenstand gegebenen Vorschriften in Erinnerung zu bringen. Danach darf auf der Außenseite einer Postsendung außer den auf die Beförderung bezüglichen Angaben nur der Name ober die Firma des Absenders enthalten sein, außerdem auf b/e, Oesterr. Silberrente 645A, 4“/o Ungar. Goldrente 74’/«, 4% 1880er Russen 69V,«, 2. Orient-Anleihe 569/is, 5% Rumänische Rente 88*/«, Lombarden 117. Tendenz fest. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Des Kaufmanns Bär non Leihgestern Kinder und Erben haben das Grundstück dasiger Gemarkung Flur V Nr. 277 veräußert, können aber zu dem für diese Parzelle am 29. Juni 1853 gerichtlich bestätigten Kaufbrief der Wilhelm Dudenhöfers Eheleute von dort, für welche an Heinrich Gros zu Lang-Göns der Kaufschilling vvn 53 Gulden zu zahlen war, keine genügende Quittung beibringen. Wer an diesen Kauffchilling noch etwas zu fordern hat, wolle seinen Anspruch binnen 6 Wochen hier geltend machen, sonst wird derselbe unberücksichtigt bleiben und die neue Veräußerungsurkunde bestätigt, auch die zum Eintrag ins Mutationsverzeichniß erforderliche Verfügung ertheilt werden. Gießen, den 21. März 1882. Großh. Amtsgericht Gießen. 2298 Langsdorfs,________ Montag den 3. April, Nachmittags 1 Uhr, lasse ich in meinet Wohnung, Neuenweg Nr. 194, wohmmgsveränderungshalber folgende Gegenstände, als: Sommoben, Bettladen mit Bettzeug, Schränke, Stühle, 1 Tisch, 1 Nacht- und 1 Waschtisch, Spiegel und sonstigen Hausrath, gegen baute Zahlung versteigern. 2286___________PH. Löber Witiwe. Versteigerung. Dienstag den 11. n. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Friedrich Müller II.: 1/918, 206 Mtt. Hofraithe in bet Wall- thorstraße, 1/919' ,0, 635 Mtr Hofraithe baselbst, i/919s/io, 2089 Mir. Grabgarten daselbst, 1/951'/,0, 335 Mtr. Grabgarten baselbst, 1/9163/,0 94 Mir. Hofraum mit Scheuer daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen den 28. Mär, 1882. Großh. Ortsgericht. 2310__________ Lüdeking_______ Donnerstag den 30. Mär?, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofraithe dahier 1 Pferd, 1 Nähmaschine, verschiedene Bilder und Möbel öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 28. März 1882. Bauer, 2305 Gerichtsvollzieher. 2296 Wegzugshalber sind Gartenstraße 1655 verschiedene Möbel, darunter 1 Sopha rc., zu verkaufen. Bekanntmachung. Herr Oekonom Georg Konrad Simon ist als Mitglied des Wiesenvorstandes verpflichtet worden. Gießen, den 28. März 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________A. Bram m._____________________2285 Die Ausführung der Bauarbeiten nebst Materiallieferung für Herstellung eines Fußgänger-Tunnels auf Bahnhof Lollar, veranschlagt zu Jt. 9300, soll in öffentlicher Submission vergeben werdem,. Offerten sind mit entsprechender Aüsfchrift, verschloßen und franko auf dem Bureau der Königlichen Eisenbahn-Bau-Jnspection zu Marburg, Bahnhofstraße 913, bis zum 25. April 1882, Vormittags 10 Uhr, niederzulegen. Später eingehende Offerten haben auf Berücksichtigung keinen Anspruch und bleibt die Wahl unter den drei Mindestfordernden vorbehalten. Die Zeichnungen, Bedingungen und der Kostenanschlag liegen auf dem vorgenannten Bureau zur Einsicht auf und werden daselbst auch Formulare zu den Offerten abgegeben. Marburg, den 24. März 1882. 2282_________________________Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection. Zum Belegen von Läden, Hausfluren, Küchen rc. empfehlen unser großes Lager in Cementplatten, schwarz und weiß, Trottoirplatten und Mosaikplatteu zu den billigsten Preisen. 2284 Mettenheimer & Schultheis. Qnyrtnrtfrtf • Häcksel- (Grünsuttcr-) Tchncidmaschincn, Schrot- OUrLUHlltll . Mühlen, Fegmühlen, Jauchepumpen, sowie alle übrigen landwirlhschasilichen Maschinen und Geräihc bewährtester Constructivn, vorzüglicher Leistung, größter Dauerhaftigkeit liefern stets prompt und zu billigsten Preisen 2290 Weinheim i. B. M. Platz Söhne. *«**SS*‘» Maschmemabrck, Eisen- Probe,eit — Garantie. Taunusstraße Nr. 8. gießerei u. Kesselschmiede. Zahlungs-Erleichterung. Permanente Ausstellung. 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April in den Districten Holzgeschirr, Hainbuch und Zipfenwald: 8 Eichen-Stämme von 20—42 Ctm. Durchm., 2—9 Mr. Länge und 2,79 Fstm. Inhalt, 10 Nadel-Stämme von 21—41 Ctm. Durchm., 5—9 Mr. Länge und 5,10 Fstm. Inhalt, 2 Rmtr. Buchen-, 30 Rmtr. Eichen- und 1 Rmtr. Radel-Scheit, 3 Rmtr. Buchen-, 15 Rmtr. Eichen-, 23 Rmtr. Nadel- und 1 Rmtr. Aspen-Knüppel, 20 Rmtr. Nadel-Stamm- u. 185 Rm. Nadel-Zopfreisig, 80 Rmtr. Eichen-Zopfreisig. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal präcis 9 Uhr Vormittags, am ersten Tag im District Neuewald bei Nr. 14, am zweiten Tag im District Zipfenwald bei Nr. 277. Treis a. Lda., den 28. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Treis. 2287 Benner. Aeitgeöotenes. Zu verkaufen: Die landwirlhschaftl.Zeitschriftsür das Grotzherzoglhum Hessen von 1831 an (51 Sänbe), Das Gewerbeblati für Hessen von 1838 an bis jetzt, nebst den Verhandlungen des Gewerbcvereins von 1837 bis 1848. Näheres in der Expeb. bs. Bl. 2262 1911 Vorzügliche Mj- und Essig-Gurken empfiehlt billigst S. 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Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag V-3 Uhr vom Sterbehause, Schottstraße (Gartfeld) aus statt. ______________ Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Karl nach kurzem aber schwerem Leiden gestern Mittag ‘/44 Uhr, im Alter von 2 Jahren, sanft entschlafen ist. Gießen, den 29. März 1882. Die trauernden Hinterbliebenen: Christoph Spies, Frau und Kinder. Am 25. März verstarb zu Berlin unser lieber Sohn, der Kammer- qerichts-Referendar __ Hermann Thaer in Folge eines Gehirnleidens. -nbeilnabme bittend, Statt besonderer Meldung, und um stille Theünahme Vermischte Anzeigen. 2297 Ein solides Dienstmädchen, welches selbstständig kochen kann, auf so- fort gesucht. Näh, bei der Expep, ds. BI. Wchmlmlsverändcnmg. Meinen werthen Kunden, sowie einem geehrten Publikum und Nachbarn die ergebene Anzeige, datz sich meine Wohnung von heute ort im Hause des Herrn Kaufmann Rüger (Kreuzplatz), 1 Treppe hoch, befindet. Achtungsvoll 2311__K. Alt, Schuhmacher. 2312 Ein braves Kindermädchen gesucht. Näh. in der Exped. ds. Bl. MMan. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2”, 4», 5“*, 6“, 8*8* 11«» 444, 76 *, 750. Marbura 838, 852. Caffel 1217*, l30, 358, 953*, ll63, l16*, 445 8" *. Wetzlar' 6«, 8--, 12, l56, l45, 457, 7»* 7» 90s. EmsTodlen, 6», 8»*, 12, l56, 4«, 7«*- Deutz 6«'. 12, 457. Fulda 615, 12, 5. Lauterbach 645, 12, 5, 731. Gelnhausen 8™, 12“, 4'°. Nidda 8®, 12“, 4“, 745. . Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1“, 8“, 933*, ll41, 2«, 43» 72s §36 *( 12“*. Marburg 632, 730. Caffel 2“, ES13*, 8“*, ll28,430, 659*, 11 Wetzlar 7-h 9“, ll33, 12S8*, 3“, 432, «« 832* 1120. EmS-Cobl'cn, 9«, ll33,12»*, 3“, 6«3, 83-*. Deutz ll33, 43Z, 11“. Fulda 11“, 4--, 10. Lauterbach 8“, ll25, 429, 10. Gelnhausen 920, 336, O56. Nldda 63°, 9“, 33« «“. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffern die Nachtstunden. ________________ Volksbiblivthek. Die noch ausstehenden Bücher sollen sämmtlich nächsten Donn^^g 80. MS-., - UV. 6. s. Z2oo ------- ------------ _ zzizzL- Das Steinmetz- und Marmor- Geschäft von (Sinif Zialbffeisch in Giessen vis-ä-vis dem Friedhof empfiehlt sich zum Anfertigen von Grabdenkmälern, MonuMenlen etc. Graöeinfassungen, sowie ;u allen in dieses Jach einschlagenden Arbeiten in allen Steinarten. 2300)________________________ 2309 Ein gut empfohlenes Zweit- mädcbcn, welches bereits gedient hat, für alle häuslichen Arbeiten gesucht von Frau W. Tiepmann, Südanlage 37'. Jermiethungen. 2283 Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen. Karl Möser, Allcestraße 101. 2289 Ein möbl. Zimmer ist zu ver- ""Heinrich Kinkel, Marktstr. M. 205. 2291 Schöne möbl. Zimmer zu ver- miethen. Wilh. Herbert, Markt B. 15. —2294 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Friedrich Kühne sen., Wallthorftratzc. Möbl. Zimmer (auch Ellbinet) in der Nähe der Kaserne biüig zu vermiethen. 2293 Wallthorstratze A. 152. - 2304 In dem Windecker'schen Hause am Kreuz (Heinzerling & Tribus) ist die -weitoberste Etage zu vermiethen, &ejief)= WähewOei Labroise, Rechtsanwalt.