Athene. SW »"miimiiöSr:. »«V EmL-A »s I"dl»ck j. 5Laumann, W'_Lowkngasse. uer*Uga||c. zuvttÄethei —veltersmtzi. J,®'»»»« W»< WÄjeiiüii ’/ und ein unmöt Zvermiethen. Melmsstraße 3. t '^tes BinünerTöfl )u vermielhen. wtenftrafee 165% °löU. Zimmer it vnmirthen. trl, Marttplatz. lue Logis in meint reihen. Äennereibe^er. )(f meines Hauses! e 2 Zimmer in tj ethen und alsbald m Hinterhaus m n Hardt, Kanzleiberg ' t Lange'schm #•. jimmer nebst MHör oember,;n wrmiethen M. MMcker. -Im'Mge ^'Wunsch mit Penpis • Hoi" (nächst 1 561 lenlogß per 1. pftob Wolkengass^^ chos zwei güt möblil r zu vermiethen. Exped- ds. Bl __ SÄ’-?' CHoberoerimetQ. Wrtrr, Marktstraße sts Im Vorderhaus l Lony, tsteueniocg^ n kleines Log! Freitag den 29. September 1882.. Nr. 227. Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießeir. Bureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Amtlicher H h e i t. Iandesbaugewertrschule Darmstadt. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. WW»MMMW»W»»WWWMWWWWWW>MMWWWWWMWWWW>IWWrt SH/ O t TT P T r\ C* Utlh •ÄÄ STS Sffi 27. eÄSETlaKWK <Ä.bä wegen Meineids und Erpressung. Derselbe ist beschuld'gt: r, . . ,k 1. daß er am 7. Juli 1882 vor der Strafkammer Großh. Landgerichts der Provinz Oberhessen, einer zur Abnahme von Eiden zuständigen Behörde, tn der Strafsache gegen Poltzeidiener Heinrich Schäfer von Burkhards wegen Vergehens tm Amt wissentlich ein falsches Zeugniß mit einem Erde be? Vermischtes. Darmstadt, 27. September. sMilitärdtenstnachrichten.^ Mache, Major vom 2. Großh. Jns.-Rgt. (Grobherzog) Nr. 116, zum etatsmäßigen Stabsoffizier ernannt; v. Marklowski, Hauptmann und Comp.-Chef von der Haupt-Cadettenanitail, unter Beförderung zum überzähligen Major, in das 2. Großh Jnf.-Rgt. (Großherzog) Nr. 116 versetzt; Westerweller v. Anthony, General-Major und Flügeladiutant, beauftragt mit den Functionen des Generaladjutanten Sr. König! Hoheit des Großyerzogs, zum Generoladjutanten Sr. König!- Hoheit des Grobherzogs ernannt; Pnnz von Battenberg, Sec-Lt. vom Königs-Hus.-Ngt. (1. Rhein.) Nr. 7, in das Rgt. der Gardes-du-Corps versetzt; Krieß, Major vom 2. Großh. Jnf.-Rgt. (Großherzog) Nr. 116, mit Pension der Abschied bewilligt. Bukarest, 27. Septbr. Dem Vernehmen nach werden die Kammern rum 07 October einberufen, weil die Regierung rücksichtlich des Erlöschens des Kammer-Mandates am 27, Februar 1883 vorher das Budget und andere dringende Vorlagen erledigen lassen will, « Konstantinopel, 27. Septbr. Der Sultan empfing gestern Baker Pascha, welcher die ihm angetragene Mission, die egyptische Armee zu reorga- nisiren, dem Sultan anzeigte. Baker Pascha beabnchtrgt, dem Khedwe die Anstellung aller gegenwärtig bei der türkischen ©ensb’annene angestellten britischen DfflCieälegonfö«, 27. Septbr. Zwei Regimenter und eine Compagnie Ingenieure haben Ordre erhalten, sich zum Rückmarsch nach Indien bereit zu halten. . — sechsten und si-b-nt-n Brück-npft'l-rs - die ganz-Brücke hat neun Felder - viran- laht wurde. Der aus diesen zwei Feldern befindliche vordere Zugsiheil, nämlich d.e Maschine und di- Wagen einschließlich des zweiten Güterwagens, m_ dem fich bte ksusaren befanden, riß sich von dem auf der Brücke befindlichen rückwärtigen Thcü- Ä Zuges los und stürzte in den Fluß. Maschine und Tender sind in dem Wa,ser svurios verschwunden und vermocht- man bisher deren Lag- noch nicht zu b-ltimmen. Di- unmittelbar nachfolgenden D'M Wage» befinden fich zwischen der Gitterholzcon- »ruciton e ncs ganzen Brückenseldes, und zwar stehend; sie schwimmen mit diesem :m Strome so daß die oberen Wazentheile aus dem Wasser h-rvorrag-n. Der erste der beiden Mannschaftswagen wurde beim Sturze aus der Verbindung mit den anderen Jßaaen b;§ stuges herausgcrissen und alsbald von der Strömung fortg-tragcn. Der- ülbe war gestern Abend etwa 300 Schritte unterhalb der «rück- auf ein- Sandbank gerathen und dort sichtbar gewesen Heute ist er verschwunden. Die, ,n di-s-in Wagen besindlich-n Leute scheinen all- das Leben eingebüßt zu haben, denn die sechsundzwanzig Mann, die darin waren, werden vermißt. Von den Leichen wurdenW I-tzt trotz aller Remübuuaen keine aufgesunden. Der zweite Mannschaftswagen scheint senkrecht m die Tieft gestürzt zu sein; derselbe wurde förmlich zerdrückt und dessen Trümmer ragen aus dem Wasser hervor. Die Mannschaft, die sich in diesem Wagen b-fund-n, hat fich >u retten vermocht, indem sie heraussprang und sich an die Brückengittcr und bte Hölzer klammerte. Hüls- war durch Schiffsleut- der D°nau-Dampssch,fffahtt- und der Brückenbau-Gesellschaft rasch zur Hand Em Steuermann, der besonders muthvoll und entschlossen war, rettete m't eigener L-b-nsg-ahr -men aus -mein Stück Holz dah-r- treibenden Htisaren vom Tod'. Das Ma chinen- und Zugsbeglettungsperional o-r- mochte sich zu retten. Der Maschinenmeister rettete sich durch einen Sprung aus das Brück-ngstt-r; der Heizer, welcher mit der Locomotive in den Strom stürzte, wurd- vom Wasser wieder in di-Höh- g-worseii. Aach der Zugsconducteur und ein Bremser sind unter den Geretteten. Zwei Ctv lp-rson-n kamen um's Leben, nämlich Z,mmer- ,„te bi, sich auf der Brück- selbst befanden und dort von den Holztrümmeru erschlagen wurden. Der Packelwagcn hängt noch h-fite an der Abbruchstelle senkrecht berab bis in's Wasser, durch di- sogenannte durchgehende Zugsoerbindung (Eisenstangen und Kuppelung) mit dem Gepäckwagen fest verbunden, der sich noch aus dem sieben gebliebenen Brückentheil befindet. . . Das Ganz- bietet einen schauerlichen Anblick furchtbarer Zerstörung; in der Brückenbahn ist eine Oeffnung von 60 Metern Weite; di- armdicke Eisenstange ist wie Draht gebogen, die stärksten Balken sind gebrochen und abgebrochen und unten rauscht unheim ch das schmutzig- Wasser der zum reißenden Strome angewachsenen Drau. Auf der Unglücksstätte spielten sich gestern die ergr-,f-ndsten Scenen zwischen Freunden und Verwandten, die sich wiedersanden, ab. Die Ausregung war allgemein und ungeheuer Eine riesig- Menschenmenge hatte sich an den Ufern angesam>n-lt. Unter den a-retiet-n Reisenden befand sich auch di- zahlreiche Familie des Landtagsabge°rdnet-n Mihailov'e aus Essegg, welche nach Agram reisen wollte, um dort dauernden Aufent- M u nehmen. Daß nicht der ganze Bahnzug in den Fluß stürzte, wodurch das Unglück noch weit größere Dimensionen angenommen hatte, da d,ePerfonenwagen sehr stark besetzt waren, ist nur dem Umstande zu verdanken, daß der Post-Mampulat,ons- waaen der sich unmittelbar vor den Personenwagen besand beim Stürzen des vorderen stuatheileS entgleiste, vor d-r Abbruchsstell- in der Brückenb-ck- an einem unterlteg-nben Querbalken sich f-stst-llt- unb auf biese Art auch den rückwSiftgen Zugsth-U zum Stehen brachtet Ein weiterer glücklicher Zufall, der mehreren Hufaren da-l ,Leben geltet war es, baß ber Transport-Commanbant, Lieutenant Burka, es durchsetzte, batz 17 Husaren seines 71 Mann starken Transportes in einem rückwärtigen Wagen britter Masse untergebracht wurden, obgleich ihm für semen ganzen Transport ausschließlich die beiden verunglückten Güterwagen angewiesen worben waren. , 1Rm , Die nunmehr zum Th-ile zerstörte Ets-nbahndrück- wurb-tmJahre,1870 erbaut, ist eine Jochbrücke, deren Felber -in- Spannweite von i- 30 M-ftrn haben unb oon einet Holzgittcr-Construction getragen werben. Unmittelbar flußaufwärts wird seit einiaen Monaten an ber Fundirung von vier Steinpfeilern für eine neue Eisenbahn, brücke gearbeitet. Leiber vermochte b:c alte Holzbrücke nicht bis zur neuen Eis-Nbrück- auszuhalt-n. Auch bie etwa 200 Meter weiter oberhalb befindliche, schon sehr befette hölzerne Staatsbrücke ist burch das enorme ßodiroaffer in ihrem Bestaube sehr bedroht und doch mutz jetzt der ganze so bedeutende Verkehr über diese al - schwach- Brücke geleitet werden. Der Brücken-,nsturz soll durch Unterwaschung aehinfencn sechsten Joches veranlaßt worden sein. Jedenfalls war aber auch die H^olzconstruction der Brückenbahn in keinem ganz verläßlichen Zustande mehr. Die '?i aasäbiakeit der Brücke soll erst vor einigen Tagen durch Fachmänner konstattrt worden fein unb In der vorgestrigen Nacht soll eine Belastungsprobe mittelst eines Bahnzuges stattgefunden haben. Eine Gerichts - Commission hat heute Vormittag an Ort und Stelle den Local-Augenschein vorgenommen. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Alföldbahn-Gesellschaft, die zerstörte Brücke wieder Herstellen zu lassen. Jedenfalls müßte die Reparatur eine sehr gründ! che und umfassende sein, wenn sich das reisende Publikum überhaupt noch entschließen sollte, über bie|e Brücke 3U ^Die Aaramer Leitung" schreibt: Man fordert kategorisch die unverzügliche Ver- staatlichung'der Alföldbahn und Bestrafung der Schuldigen. Die Faulniß des Brückenmaterials ist constatirt. Die Unterwaschung der Pfeiler wird von Sachverständigen avodikttsch behauptet. Obwohl mehrere Schifte tn der Nahe waren, betherltgte sich dennoch keines an dem Rettungswerke, welches auf Kähnen unternommen wurde. Die f»erausbeförderung der versunkenen Objekte soll mittelst Hebeschiffes stattfinden. $ Wie die „Wiener Allg. Ztg." mittheilt, sind erhobenermaßen 29 Soldaten und 3 Mann vom Dienstpersonale ertrunken, 5 Husaren leicht, 7 schwer verwumdet, 8 sind den Verletzungen erlegen. Sie gehörten alle dem 15. (Nyiregyhazaer) Regt- 2. daß"er^am^22. Juli I. I. auf dem Wege zwischen Burkhards und Schotten einem Beamten bezw. einem Mitgliede der bewaffneten Macht, nämlich dem Gendarmen Schäfer von Schotten Geschenke angeboten bezw. versprocyen habe, um ihn zu einer Handlung, die eine Verletzung dessen Amts- und Dienstpflicht enthielt, nämlich zu seiner Freilassung zu bestimmen. Groth wurde, nachdem die Geschworenen die Schuldfrage beiaht hatten, tn eine Gesammt-Zucbthausstrafe von 2 Jahren und 2 Wochen, sowie zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren verurtherlt; ihm auch die Befugniß abgesprochen, je wieder als Zeuge oder Sachverständiger eidlich vernommen zu werden. — Ein sonderbarer Einbrecher wurde in vergangener Nacht ertappt. Eme Frau in den Schießgärten horte nämlich ihre Ziegen 'M Stalle ängstlich meckern, sie begab sich nach dem Stall und sah, daß ein großer Hund dteThüre auf gearbeitet und bereits eine ihrer Ziegen tobt gebissen hatte, während er von der Frau betm Angriff auf dte zweite Ziege gestört wurde. Einen zweiten Stall hatte derselbe Hund bereits vorher aufgezwängt und in demselben eine Ziege und 16 Stallhasen todtgebissen. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenr-Dureau. Berlin, 27. Septbr. Der Kaiser empfing heute in längerer Audienz den aus Barzin gestern Abend zurückgekehrten deutschen Botschafter zu London, Grasen Münster 0— Die Abreise des Kaisers nach Baden-Baden ift auf mor- gen Nachmtttag u ^röffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adler- Ordens an den Prinzen Friedrich August, Herzogs von Sachsen Metz, 27. Septbr. Der Reichstags-Abgeordnete und frühere Bürgermeister von Metz, Paul Bezanson, ist heute früh in Folge eines Schlaganfalls gestorben. Sevtember. Wie die „Elsaß-Lothr. Ztg." meldet, ist durch ’ Ministerial-Verfügung eine Commission zur Prüfung der, Buch^ und ^^nfuhrung ber Tabak-Manufactur unter Leitung des Mimsterialrathes v. Strenge eingesetzt und Dr Naller bis auf Weiteres von der Leitung der Geschäfte entbunden worden. $ 27 (Ävtember Der König und die Königin von Sachsen sind mit Sr Kai. Hoheit dem Prinzen Wilhelm von Preußen heute Vormittag hier.^"getroffen und vom Kaiser am Bahnhofe empfangen worden. Der Empfang war ein fe^r J^rj'- Ucher d?r Kaiser küßte de? ^Königtn die Hand und begrüßte , den Kon,g und den Prinzen von Preußen mit wiederholten Umarmungen. Die Königin begab sich alsbald nach ihrer Villa in Hacking, von wo aus sie morgen nach Mahren Weiterreisen wird Der König von Sachsen unb Prinz VNhelm von Preußen fuhren mit d m Kaiser nach Schönbrunn. D'e Abfahrt von Schönbrunn zu den bet Neuberg abzuhaltenden Jagden ist auf heute Nachmittag 2 Uhr festgesetzt. ... Wien, 27 Septbr. Das Privat-Telegramm eines hiesigen Blattes über angebliche Kämpfe zwischen Albanesen und Montenegrinern ist durch keinerlei Mittheüunaeu von anderer Seite irgendwie bestätigt worden. . — Eine kaiserliche Verordnung vom 26. September ermächtigt dre Regierung , zur Unterstützung der hülssbedürftigen Bevölkerung ^-yrols bis zu 500,000 Gulden und Kärnthens bis zu 200,000 Gulden nach Maßgabe de>> wirklichen Bedarfs aus Staatsmitteln flüssig zu machen. DariH, 27 Septbr. Einer Meldung aus Tunis zufolge wurde die topographische Mission und der sie begleitende R^tertrupp von 60 Mann unweit Kairuan von 400 Marodeurs angegriffen. Der französische Commandant wurde getödtet und 7 Mann außer Gefecht gesetzt. Die Marodeurs verloren 30 «ÄÄWÄ------«-»»■«*w» Wähl-rn in Hackney. Di- egyptische Frag- b-rühr-nb er, die v r- snlae feine selbstsüchtigen Zwecke. Ihre Hanpftorge sei, dem egyptischen Volke d,e vepe Regierung und das größtmögliche Maß von Freiheit zu sicb^n. Mißbrauche früheren Controle würden vermieden und die Egypter- dagegen geschützt werden, daß c,n ungebührlich großer Th-ft ber Einkünst- !"mblanbiichen B-ami-n »uflietz^ — D'e „Times" meldet aus Konstantmope! vom 2o. bs. Mts.. Die Psorte richtete eine Note an Dufferin, in welcher sie anfragt, welche Schritte für dre Zurückziehung ber britischen Truppen in Egypten beabsichtigt würden, da dieselben nicht lang etf0tbeftairo',* imfL tn e^ sH Stuttgart. 25. September. Die Generalversammlung des deutschen Buch- druckerveretns, die vom 23. bis heute in Stuttgart tagte, begann am Samstag Vormittag mit einer Plenarsitzung des Vorstandes, und am Abend waren bte auswärtigen Herren die Gä,1e der Stuttgarter Buchdruckereibefitzer. Bei dieser Gelegenheit hieß E. Werlitz lStuttgart) die Gäste willkommen und Dr. Brockhaus (Leipzig) erwiderte. Aus der großen Reihe von Trinksprüchen, welche noch ausgebcacht wurden, fci>tan^t^T^1"^ nnn (?rnner iStuttaartl erwähnt welcher bte Buchdrucker Namens des Buchhandel-) begrüßte. Die Generalversammlung, bei welcher 17 Vorstandsmitglieder^und^legirte der 12 Kreise Deutschlands vertreten waren, präsidtrte Dr. Brockhaus. Der Geschäfts' bericht über das abgelaufene Jahr, aus welchem hervorgeht, daß der deu sche Buch- hrnrfernerein 279 Mitglieder zählt und daß der Vorstand die Ausarbeitung eines Reglements und von Statuten einer Unfallversicherungskaffe für ^hülfen ins Auge gefaßt hat, gab mehrfache Veranlassung zu Erörterungen. Man sprach sich u. A. gegen das Submissionswesen, das die Preise im Buchdruckergewerbe auf d as äußerste herabdrückt, aus; die energischsten Angriffe waren jedoch gegen das Gebühren der Reichsdruckerei gerichtet, welche mit ihrem immer sich vergrößernden Betriebe den Buchdruckern eine empfindliche Concurrenz macht, die sich in neuerer Zeit auch auf Süddeutschland ausdehnt. Dem Vorstand wird ans Herz gelegt, d'ese Angelegenheit im Auge zu behalten, resp. durch eine Petition an den Reichstag oder Reichskanzler Schritte in derselben zu thun. Was die weiteren Verhandlungen anbelangt, so wurde folgender Antrag des Kreises Sachsen angenommen: „Der Vorstand des deutschen Buchdruckervereins mird mit Abfassung einer histortsch-statlstischen Darstellung des Kassen- und Unterstützungswesens im deutschen Buchdruckergewerbe. beauftrag - Weiter beschloß man, auf Antrag der Kreise Bayern und Sachsen, „daß der Vorstand den Kreisen bis zu 25pCt. der Einnahmen der Cylmdersteuer überweisen kann. Schließlich wurde noch auf Antrag des Kreises Bayern den Kreisen und Localoeremen empfohlen, den 1880 eingeführten Normaldruckpreistarif einer Prüfung zu unterziehen. Als Ort der nächsten Generalversammlung wurde Leipzig vorgeschlagen. Nach den Verhandlungen fand ein gemeinsames Mittagsessen statt und Abends waren de Herren Buchdrucker die Gäste unseres Liederkrarizes. Heute war noch eine Plenarsitzung des Vorstandes und die dabei nicht bethetligten Herren machten Ausflüge in die Umgebung. Berlin 22. September. Durch einen Hund ist vor einigen Tagen der Referendar L- in der Alexandrinenstraße aus großer Gefahr errettet worden. Der lunge Mann kam gegen 11 Uhr Abends nach Hause, zündete sich eine Cigarre an und arbeitete eine Stunde lang. Dann legte er sich zu Bett und schlief ein. In der Nacht gegen 3 abr erwachte er plötzlich und fühlte im Halbschlummer von fernem Gesicht etwas Feuchtes herabrieseln. Gleich darauf erhielt er einen schweren Schlag auf den Kopf, erwachte unter Athmungsbeschwerden vollends und sprang aus. Sein Neufundländer Hund stand hoch aufgerichtet am Bette und schlug mit seiner Tatze abermals auf den Herr ein. Das ganze Zimmer war voll Rauch und der Papierkorb mit semem In- halte stand in Flammen. Der brennende Clgarrenrest war jedenfalls in den Korb gefallen und hatte die Papiere nach und nach entzündet. Es gelang bald jede Gefahr zu beseitigen. L- wird aber noch längere Zen an den Schrecken denken, da fein Gesicht deutlich Spuren von der Tatze seines Hundes trägt. — Der Genfer „Democrate" bringt folgende merkwürdige Nachricht: „Eine englische Gesellschaft hat das Anerbieten gemacht, den Genfer See -u leeren durch den Bau eines Tunnels, der das Wasser aus dem See unter dem Rhonebett hindurch einige Stunden vom Ausgang entfernt in bte Rhone leiten würde, da wo hr Be etwa 80 Meter tiefer liegt, als die Ufer des Sees. Nicht nur verlangt bte Gesellschaft keine Zuschüsse, sondern sie will noch fünf Millionen Franken bezahlen für das Land, welches durch dieses Unternehmen trocken gelegt würde. Die Rhone würde zu einem kleinen Flüßchen unb prächtige Getreibe- und Traubenernten würben ben jetzigen Fisch- Sydneyer Zeitungen berichten über einen furchtbaren Orkan, der am 29. Marz den Ort Vavau heimgesucht hat. Dreizehn Kirchen und 1500 Wohnhäuser der Eingeborenen wurden niedergeweht. An Der Küste ging eine große deutsche Barke zu Grunde; auch scheiterten zwei Schoner der Eingeborenen und etwa 23 Segelboote, d-r Stolz Vavau's. Mehr als der vierte Theil der Cocoßnußbäume wurde zerstört und etwa ein Drittel der Orangenbäume, wodurch Vavau ein großer Verlust erwächst. - Eine drollige Geschichte passirte laut der „Jserl. Ztg." vor Kurzem in einem Iserlohn benachbarten Städtchen. Ein Fremder ist beschäftigt, in einer dort befindlichen Sammlung von Alterthümern eine lateinische Inschrift zu copiren, resp. zu übersetzen. Ein hinzutretender Herr sieht ihm bei der Arbeit über die Schulter und sagt: »Recht brav; nur die und die Stelle würde ich anders aufgefaßt haben. Ich bin nämlich der Rector ***." „Sehr angenehm", entgegnete der Andere, „ich bin der frühere Minister Falk". LandwirthschastlicheS. — Ein hohes Ziel der heutigen Landwirthschaft ist es, die reine Brache mehr urb mehr überflüssiger zu machen. Daß bieses Ziel vor allem burch einen wohlüberlegten Fruchtwechsel, burch gute Düngungen unb gute Bearbeitung ber Felder erreichbar ist, Darüber sind bte rationellen Landwtrthe einig. Vor Allem aber ist es nothwendig, dem Betriebe Kulturen einzufügen, bte die gewöhnliche Betriebszeit nicht alteriren, den Boden nicht angreifen, seinen Bau nicht hemmen und doch einen sicheren und lohnenden Ertrag gewähren. Zu solchen Kulturen gehört namentlich die Winterwicke, wie sie auf dem Stickhofe bei Zürich eingeführt ist. Nach Mittheilungen des Herrn von Langsdorf wird dieselbe im Monat September auf die Korn- oder Weizenstoppeln gefäet und mit denselben untergebracht, jedoch wird etwa Vt Korn mit eins gesäer, weil bte Wicke im Frühjahre eine Stütze haben muß, bte sie vor Lagerung und Fäulniß schützt. Im beginnenden Frühjahre wachsen bekanntlich Korn und Wicken sehr rasch und können schon Ausgangs April oder doch Anfangs Mai zum Grünfüttern geschnitten werden. Auf dem Stickhofe berechnete sich der Futterertrag, auf Heuwerth berechnet, durchschnittlich zu 28 bis 30 Ctr. Durch die Cultur der Winterwicke wird also das Feld gar nicht sonderlich lange in Anspruch genommen, denn bis Mitte Mat ist das Feld davon frei und kann für andere Hackfruchtculturen ganz gut vorbereitet werden, namentlich aber für Reps, der darnach recht gut gedeiht. Ueberdtes bietet die mit Roggen untermischte Wtnterwtcke, wenn sie mit Futterstroh vermengt wird, einen vortrefflichen Uebergang aus der Winterfütterung in die Sommerfütterung, wie sie denn auch die Landwirthe der Nothwendtgkett überhebt, all zu frühzeitig die Kleefelder zum Zwecke der Grünfütterung heimzuführen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 27. Sept. Aus dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu ^3.00—4.00, Strohs 1.70—2.00, Eier das Hundert «X 6.00, Stück 6—7 ^, Butter 1. Qualität JL 1.30, 2. Qualität .X 1.20, Kartoffeln per Centner «X 2.7o—3.50, ausgek. Erbsen das Pfund 00 H, Bohnen per Pfund 8—10 H, Wirsing 6 Blumenkohl 25—45 H das Stück, 1 Hahn-X 0, 1 Suppenhuhn «X 1.40—1.50, 1 Poularde 0—0.00, 1 Ente -X 1.50—1.60, 1 Taube 50 H, 1 Welschen 00—00, 1 Gans tAk 4 50__’6 50 * Limburg, 27. Septbr. Rother Weizen -X 17.50, Weißer Weizen .X —, Korn Bahnhofstraße 24. 6280 Möbl. Zimmer nächst der Kaserne zu vermiethen. Wallthorstraße 137. 6253 In der Nähe der Kaserne schön inöblirtes Zimmer zu vermiethen. Emil Lotz, Kirchenplatz 9. Für Einjährige! 6239 Ganz in der Nähe der Kaserne 1 Zimmer und 1 Zimmer mit Kabinet, gut möblirt, zu vermiethen. Wallthorstraße 20. 6230 Möblirte Zimmer nahe der Kühl» Wallthorstr. 6226 Ein gut möbl. Zimmer, nahe der Kaserne, zu vermiethen. Lindengasse 1. Sonntag den 1. Oktbr.: Tour nach Münzenberg. — Abfahrt nach Lich 82». Gesucht werden Mädchen, welche gut bürgerlich kochen können und mit guten Zeugmsien versehen sind, für gute Stellen. 6296 Frau Mütter, Lowengasie 2E^ 6193 Eine Stube mit Kabinet ohne Möbel wird zu miethen gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. _