1882. Donnerstag den 29. Juni 1418 Erscheint (Äfllid) mit Ausnahme des Montag*. Bureau r Schnlstraße B. ltz. 1 Linke die Bewegung leicht auf das politische Gebiet hinüberspielen. Andererseits I kann von der Beruhigung der Gemüther nur nach Abschluß der Tisza-Eßlarer Konrad ____ Dr u/ek^ AM Angelegenheit die Rede fein. Die Untersuchung ist bereits in das entscheidende Stadium getreten. Es ist nun festgestellt, daß Esther Solymosi ermordet wurde, und zwar nicht, um sie zu berauben. Eine fremde Leiche wurde in die Kleider der Solymosi gehüllt und zum Vorschein gebracht, um die Untersuchung irre zu leiten. Aber eben dieser Kunstgriff wird zur Aufllärung der Wahrheit führen. Die Fischer, welche die Leiche aus dem Wasser herausgezogen haben sollen, leugnen dies und behaupten, daß jene Individuen, welche die Leiche aus dem Wasser gezogen und sie den Fischern übergeben haben, sofort verschwunden sind. Es handelt sich nun hauptsächlich darum, dieser Individuen habhaft zu werden. Prei» v,ert«tmhrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohi. Durch die Dost bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pst ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Aeulschkand. f Berlin, 26. Juni. Aus zuverlässigster Quelle erfahren wir, daß die kaiserliche Tabakmanusactur in Straßburg ihre im vorigen Jahre errichteten badischen Filialen m Friesenheim, Kürzel und Ringsheim aufzugeben und die daselbst befindlichen Fabriken an einen Tabakfabrikanten aus Bremen zu verpachten beschlossen hat. Demselben Unternehmer ist zugleich das Vorkaufsrecht auf diese Fabriken zugesichert worden. . — Gras Herbert v. Bismarck trifft morgen aus London hier ein und beaiebt sich, während Gras Wilhelm v. Bismarck eine längere Bade- und Erholungsreise antritt, nach Varzin, um den Dienst bei seinem Vater dem Reichs- tLnzler, zu übernehmen. Die Nachrichten, die von dort her über das Befinden des Reichskanzlers hier eintreffen, find sehr zufriedenstellende; während des Aufenthalts desselben in Varzin dürfen dem Kanzler jedoch — wie der „Neichs- Auz." und die „Nordd. Allg. Ztg." melden — weder amtliche noch nichtamtliche Schriftstücke vorgelegt oder nachgesandt werden. Wie erinnerlich, wurde ailch in der vorjährigen Ferienzeit eine ähnliche Mittheilung zur allgemeinen y WweßMl. zimmer unbjW wie eineunmobU* i vernmthen., Ms bichr ää* tu'ln0 in der W nobl Zmmer - M oahnhontraße zu ver- der Expeb. ds. Bl. 3Zimmermib^ in. dode, Kaplansgasse. nilienlogis (6 Zimmcr Mort zu vermiethen. ls, Reichensand Ä Zimmer zuvemichn. __Reue-Baue 85. >gis von 3 and) koßewCom'öor, kamioer,Magl>- ämlver, Keller, derWaschküche, , Gartenantheil, x. t Ezyed. d. Bl. Ltock zu vermiethcn. r, Grünbergerstraße. nes Logis bis 15. Juli vermieten. i--, M Wahl nur, auf SMt,tlit MMrler Hoi". ssenlozzis, LmM nüdfytiR w- "W" te M*1' st? jt«nntniß gebracht. . . _ , . ~ n . — Vor einiger Zeit wurde in Zeitungen mitgetheut, daß am Zollarnt iit Schmalkalden alls Oesterreich eingeführte, wie Puppen angekleidete Kapaunen ats feingekleidete Puppen" verzollt werden mußten. Wie wir erfahren, ist nunmehr — ohne daß von Schmalkalden aus eine Reklamation eingereicht worden wäre — von maßgebender Stelle her. eine Rückzahlung des zu viel erhobe- n«en Steuerbetrages von 6 70 verfügt und dieselbe auch bereits geleistet n,01bL1L_ Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat soeben mittelst Circular- oerfüqung an alle ihm unterstellten Bahnverwaltungen angeordnet, daß dieselben ihre Ausmerksaniseit auf eine baldmögliche Einführung einer Beleuchtung der Eisenbahn-Waggons hinlenken möchten, die das Lesen innerhalb der Wagen bei dieser Beleuchtung gestattet. Y , __ Prinz Friedrich Karl wird, dem Vernehmen nach, am Mittwoch eine Meise nach Schweden und Norwegen antreten. Nach der Rückkehr von dieser Mise gedenkt derselbe wieder einen mehrwöchentlichen Aufenthallt in Saßnitz, auf der Insel Rügen, zu nehmen. — Obwohl über neue Steuervorschlage noch keine Beschlüsse gefaßt find und gefaßt sein können, vernimmt man doch, daß im Rückblick aus die Eröff- nunqsbotschast vom 17. November v. Js. zunächst auf die procentuale Börsensteuer zurückgegangen und diese den Vorrang vor der dort gleichfalls in Aussicht genommenen Getränkesteuer-Nesorm erhalten werde. Mit diesem Reichstage wird sich ja über das Tabakmonopol und eine Erhöhung der Tabaksteuer nicht mehr verhandeln lassen. — Von verschiedenen Seiten wird, wie es heißt, an Anträgen zur Verbesserung der Geschäftsordnung des Reichstags, soweit sich diese auf Wahlprüfungen bezieht, gearbeitet, damit nicht ferner eine beanstandete oder angegriffene Wahl Jahre zu ihrer Erledigung bedarf und zu Unrecht anwesende Abgeordnete an Berathuugen und Beschlüssen theiluehmen. Die Zahl der angefochtenen Wahlen ist ja ohnehin nicht groß und ein beschleunigter Geschäftsgang sicher vonnöthen. Hesterreich. Wien, 26. Juni. Wenngleich augenblicklich direct beunruhigende Meldungen aus Egypten nicht vorliegen, betrachtet man hier doch die „Havas"- Meldung, daß die europäische Flotte von Alexandrien in nicht allzu ferner Zeit abfahren werde, als verfrüht. Hier wenigstens denkt zur Zeit Niemand an Rückberufung der Schiffe, hier wird vielmehr betont, daß man sich noch im ersten Stadium der Verhandlungen befinde, was ein längeres Verbleiben der Flotte in den egyptischen Gewässern nothwendig mache. Wien, 26. Juni. Der Gerichtshof verurtheilte den wegen Betrugs angeklagten Karl Hoffmann auf Grund des sämmtliche Schuldfragen bejahenden Wahrspruches der Geschworenen zu 7jährigem schweren Kerker. Pesth 23. Juni. Die heutigen Regierungsblätter enthalten über den Stand der Tisza-Eßlarer Angelegenheit, das verschwundene Christenmädchen betr., folgendes Telegramm: „Die Aufregung in Tisza - Eßlar ist außergewöhnlich groß. Fremde können nur mit Eriaubuiß des Vicegespans nach Eßlar gelangen. Aus der Straße wurden heute judenfeindliche Briefe ausgestreut. Die Unter» sAchung wird seit Montag energisch geführt und es ist bisher unzweifelhaft con- statirt, daß die an der Leiche gefundenen Kleider in der That die der Esther Solymofi waren. Die Fischer, welche die Leiche aus dem Wasser gezogen, rvurden verhaftet." Amtliche Berichte stellen fest, daß in der Bevölkerung des Szabolcser Comitats eine hochgradige Aufregung herrscht, welche den Ausbruch uon Unruhen befürchten läßt, wenn die nüchternen Elemente der Bevölkerung nicht Alles aufbieten, um auf das Volk beschwichtigend einzuwirken. In der Gemarkung von Tisza-Lök wurden gestern jüdische Reisende angegriffen. Einer derselben wurde vom Wagen gerissen und blutig geschlagen; man ließ ihn erst Liegen, als man ihn bereits todt glaubte; den Uebrigen gelang es zu entkommen. Angesichts dieser und ähnlicher Vorgänge läßt es sich nicht mehr leugnen, daß amch in Ungarn eine antisemitische Bewegung im Zuge sei, die aufgehört hat, die Schrulle einiger Fanatiker zu sein. Ich glaube übrigens aber, daß ss der Regierung nicht schwer fallen dürfte, die antisemitische Bewegung im Keime zu ersticken. Für sie ist die Unterdrückung dieser Treibereien zudem ein Lebens-Interesse, denn wenn dieselben andauern sollten, so könnte die äußerste J 9>"i U t •w S8»'*f@roe='V -"Mi li” Schweiz. Bern, 25. Juni. Die „Neue Züricher Zeitung" erhebt Klage darüber, daß, während bei Eröffnung der Gotthardbahn für den internationalen Verkehr der Schweiz nach Außen vorzüglich gesorgt sei, die Mangelhaftigkeit der Verbin- düngen im Innern um so augenfälliger zu Tage treten. Gegen diese Mängel gebe es nur ein Heilmittel: die Einführung von Nachtzügen zum Zweck der inneren Postverbinduna. „Sieht man von der Gotthardbahn ab, so ist die Schweiz, welche bekanntlich zu den verkehrreichsten Ländern gehört, neben dem ganz verkehrsarmen und nur spärlich bevölkerten Norwegen und der — noch nicht im Bahnanschlüsse an das europäische Eisenbahn-System stehenden — Türkei das einzige Land in Europa, das keine Nachtzüge hat. Sie bildet dadurch mitten im nachtzuggesegneten Europa gleichsam eine Oase in der entgegengesetzten Bedeutung des Wortes. Aus diesem Gebiete ein Umcum zu sein, gereicht aber wahrlich der Schweiz weder zum Ruhme, noch zum Nutzen." Iußland. London, 25. Juni. Dem „Standard" zufolge ist in den letzten Wochen eine ganz ungewöhnliche Masse Militärmaterial nach Irland verschifft worden, Lagerutensilien, Verschanzungswerkzeuge, Hospitaleinrichtungen u. s. w. — In Folge eines Brieses, in dem vor einem Fenierbund gewarnt wurde, ist das Bm nihaus der „Times" mit einer besondern Polizeiwache umgeben worden. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz-Birrearr. Ems, 27. Juni. Se. Maj. der Kaiser, welcher sich fortdauernd des besten Wohlbefindens erfreut, setzt die Kur regelmäßig fort und macht trotz des ungünstigen Wetters häufig Promenaden im Kurgarten in Begleitung des Prinzen Nicolaus von Nassau. — Se. Maj. der Kaiser hat sich heute, als am Jahrestage ber, von Ihrer Maj. der Kaiserin im vorigen Jahre überstandenen Operation, in offenem Wagen zum Besuche der Kaiserin nach Koblenz begeben. " Berlin, 27. Juni. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht das vom 23. ds. datirte Gesetz, betr. die Abänderung des Zolltarifs (Erleichterung der Mühlenindustrie u. s. roj. — Der „Reichs-Anz." veröffentlicht ferner die Namen der Verfasser derjenigen Concurrenz-Entwürfe zum Reichstagsgebäude, welche auf den Vorschlag der Jury angekauft wurden, als in bestimmten Beziehungen besonders werthvolles Material für die Aufstellung des zur Ausführung bestimmten Bau- vlans darbietend. Die Verfasser sind: Otto Wagner (Wien), Eisenlohr und Weiqle (Stuttgart), Bluntschli (Zürich), Hallier und Fitschen (Hamburg), Stammann und Zimow (Hamburg), Gorgolewski (Berlin), schmieden und Speer (Berlin), Hoßseld und Hinckeldeyn (Berlin). Aus den von der Con- currenz ausgeschlossen gebliebenen Entwürfen wurden ferner angekauft diejenigen des Frhrn. Ferstel aus Wien und des Prof. Bühlmann aus.München London, 27. Juni. Die „Times" sagt in einem Leitartike, England sei zwar bereit, die egyptische Frage dem Urtheil Europas anheimzustellen um 'ein? dauerhafte'Regelung derselben zu erzielen; aber auch nur durch> eine solch könne England zufriedengestellt werden. Wenn die Conferenz nicht zum Z führe, seien die Interessen Englands in Egypten trotzdem um Mri Preis zustellen. Diese Interessen seien mit dem Ueb°rgewM Arabi $ f einbar. Die „Times" hegt das Vertrauen datz Lord Dufferm dem W^ch-no instruirt sein werde und glaubt, daß, falls d>e Führung £agen nothwendig sein sollte, keine Schwierigkeit vorhanden >e, 20,000 Mann nach Egypten abzusenden. Don heute gemeldet, — Dem „Reuter lchen Bureau wi ~ Mittbeiluna bezüglich daß die britische Regierung der Regierung mn Jnd h g na$ einer für gewisse Eventualitäten vorgesehenen ^.ruppenienoung Egypten gemacht habe . Skupschtina wurde heute eine Vorlage Belgrad, 27. Juni. I» der Lkuptw schwill,g ihr Mandat der Regierung emgebracht, wonach Abg ° unterbrechen, mit einer Geld- niederlegen, um die Arbeiten der ^up^imu - strafe von 1000 Dinars belegt wer e i Journal de St. Mtersbourg" demen- Petersburg, 2^rrespondenten. des Journals „Standard", tirt die Meldungen des Wiener ^rtm g^de, welcher den russischen wonach em geheimer rustisch-l> '^glischen durch Herstellung von Eisen- Handel mit P-rsren zum Schade «91^9 man £bnne M eine6 bahnlinien zu d'L.tL knrn erwehren. Die Loneurrenz auf dem Gebt"? des Handels mid die Herstellung von Eisenbahnen seien doch Dinge, die sich vor Aller Augen vollzögen. Es habe nur von der russischen Regierung, ja nur von einem russischen Capitalisten abgehangen, sich in den Besitz der dem englischen Unterthan Baron Reuter im Jahre 1872 verliehenen Concession zu setzen, welche nicht ohne Ursache ein todter Buchstabe geblieben sei. Konstantinopel, 27. Juni. Ein neuerliches telegraphisches Rundschreiben der Pforte an ihre Vertreter im Auslande weist auf das dem Khedive von Ragheb Pascha unterbreitete Programm hin und deducirt daraus die Nutzlosigkeit der Conferenz. Lokale-. A Gießen, 26 Juni. Gestern tagte hier der Verband mittelrhetntscher Bildungs-Vereine. Es waren 25 derselben mit 32 Stimmen vertreten, worunter mehrere Gewerbevereine. Der Verband erstreckt sich bis Bensheim, Speyer, die Saar und die Lahn und es nehmen an demselben nicht blos specielle Volksbtldungsvereine, sondern auch Arbeitervereine, Gewerbevereine, Turnvereine und Vereine geselliger Natur Theil. Dem von dem Vorsitzenden Franz Wirth erstatteten Jahresbericht entnehmen wir, daß der Verband im vorigen Jahre 34 Vereine zu Mitgliedern zählte, wovon inzwischen wieder 6 ausgetreten sind. Die Ungunst der Zett, namentlich pecuniäre Rücksichten machen sich auch hier geltend Die Einrichtungen des Verbandrs dagegen erfreuen sich einer dauernden Zunahme. Die Bibliotheken werden mit nur ganz wenigen Ausnahmen fleißig benützt, eine dritte Wanderbibliothek soll im Laufe des nächsten Winters angeschafft und ebenso die Bildersammlung für das Skioptikon vermehrt werden. Die Vorträge haben etwas abgenommen, weil es an Vortrags-Kräften bezw. an Mitteln dafür fehlte. Man ist deshalb an manchen Orten zur Veranstaltung systematischer Vorträge übergegangen, in welchen ein Gegenstand fortlaufend eingehender erörtert wurde; ein Verein hat sich dem Verband für öffentliche Vorträge angeschlossen. Die. Berichte aus den Vereinen, welche theils mündlich theils schriftlich erstattet wurden, bestätigten das eben Erwähnte. Die Fortbildungsschulen der Vereine nehmen jährlich an Schülerzahl zu, die Bibliotheken werden zum Theil sogar seyr stark benützt, einige (Darmstadt, Gießen, Worms, Obernheim) haben auch Lesezimmer eingerichtet, welche dem Publikum offenftehen. In Gießen sind Leseabcnde für die Lehrlinge und der Schule entwachsene junge Leute eingerichtet worden, wozu die Stadt das Lokal, Beleuchtung und Heizung liefert. Einige Vereine (Bretzenheim, Rüsselsheim u. A.) haben mit sehr vielem Erfolg Preise für die besseren Schüler gestiftet, bestehend in nützlichen Büchern; auch werden den Schülern Bücher aus der Bibliothek zum Lesen verabreicht. Die von der Centralgesellschaft in Berlin angeregte Errichtung von Schulsparkassen ist in mehreren Vereinen besprochen, meist aber in ablehnendem Sinne, meist deshalb, weil fast überall schon Pfennig Sparkassen bestehen. Worms dagegen hat bereits eine Schulsparkasse. Darmstadt (welches durch seinen Oberbürgermeister Herrn Ohly vertreten war), hat sich der Fürsorge für die der Schule entlassene Jugend in hervorragender Weise angenommen, neben den obligatorischen Gemeinde- Fortbildungsschulen noch eine besondere für Gegenstände, welche dort nicht gelehrt werden, errichtet, ein öffentliches Lesezimmer geschaffen und es unterstützt die jungen Leute sogar bei Veranstaltung von Unterhaltungen und bei der Wahl eines Berufes. Der Arbeiter-Btldungsoerein zu Worms hat einen Grundstock zur Erbauung eines eigenen Hauses gebildet und eine Arbeit-Nachweis-Anstalt eröffnet. — Em anwesender Vertreter des Turnvereins empfahl den Bildungsoereinen auch die Fürsorge für die körperliche Ausbildung mit in ihre Thätigkeit aufzunehmen und die Einreihung des Turnens, da wo es noch nicht der Fall ist, unter die Lehrgegenstände der Schulen zu veranlassen. Zur Erreichung aller Zwecke der Bildungsvereine reichen die beschränkten Mittel derselben nicht entfernt hin; es ist deshalb schon vor 2 Jahren der Vorschlag gemacht worden, autzer den Vereinen auch persönliche Mitglieder aufzunehmen Die Versammlung beschloß die Satzungen demgemäß zu ändern und künftig die Aenderung der Satzungen von keiner 2/3-Mehrheit mehr abhängig zu machen. Auf Antrag des Herrn Bankdtrector Thorwart wurde beigefügt, daß die Vereine jährlich einen eingehenden Bericht über ihre Thätigkeit zu erstatten hätten. Der von Lehrer Messinger (Frankfurt) über das Skioptikon erstattete Bericht ergab, daß die Verwendbarkeit dieses Apparates zu Vorträgen immer mehr erkannt wird. Es wurde beschlossen, ein Verzeichniß der dem Verbände gehenden Bilder und Vorträge für das Skioptikon an die Mitglieder zu senden. Eine Mit- theilung aus dem Jahresberichte des Wiesbadener Bildungsvereins über ein demselben aus dem Nachlaß des Fräulein Luise Ab egg zugekommcnes Legat wurde mit großem Interesse entgegengenommen und dabei der Wunsch ausgesprochen, es möchten die Bildungs-Vereine mehr mit solchen Vermächtnissen bedacht werden Es ist sogar wirthschaftlich lohnender, durch Vermehrung der Kenntnisse Armuth zu verhüten, als sie lindern, nachdem sie entstanden. Ein heiteres Mahl und ein Gang durch die Stadt und das im Entstehen begriffene histor. Museum unter Führung des Vorsitzenden des Gießener Vereins schloß die Versammlung. Gießen, 28. Juni. Schwurgerichtssitzung am 26. und 27. Juni gegen Heinrich Wilhelm C r a ß von Nieder-Florstadt wegen Brandstiftung Angeklagter ist beschuldigt: 1. daß er in der Nacht vom 9. zum 10. März 1882 in betrügerischer Absicht die ihm gehörigen, in Nieder-Florstadt gelegenen und gegen Feuersgefahr versicherten Gebäulichkeiten, nämlich Scheune und Wohnhaus in Brand gesetzt habe, 2. daß er den Entschluß, das Vergehen des Betrugs zu verüben, durch Handlungen, welche einen Anfang der Ausführung dieses Vergehens enthalten, n'Ä.atigt habe, indem er am 15. März 1882 zu Nieder-Florstadt in der Absickt, sich einen rechtswidrigen Vermögensvortheil zu verschaffen, das Ver- ?I^cn i r Feuerversicherungsgesellschaft Eolonia dadurch zu beschädigen ver- lU($ a$ er dem Agenten dieser Gesellschaft bet Berechnung des ihm durch den Brand erwachsenen Schadens falsche Thatsachen vorspiegelte oder wahre Thatsachen vorenthielt oder unterdrückte. c» 1 würbe für fdjulbip erachtet unb wegen betrüglicher Branbstiftung und Betrugsversuchs in eine Gesammt-Zuchthausstrafe von 5 Jahren unb 1 Monat, in eine Geldstrafe von 600 JL welche im Uneinbringlichkeitsfalle mit 40 Tagen Zuchthaus zu verbüßen ist, sowie in die Kosten des Verfahrens verurtheilt, ihm auch gleichzeitig die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt. , Ließen, 28. Irmi. s^tcrblichkeit Gießen ) Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 18. bis 24 Juni belief sich im Ganzen auf 11. Kinder wurden nur 3 betroffen, nämlich ems im ersten Lebensjahre, welches einem Darmcatarrh erlag und. 2, welche das 2. Lebensjahr bereits überschritten hatten und welche beide an Gehirnentzündung starben- Bet den verstorbenen erwachsenen Personen wurde als Todesursache angegeben: Krebs, Rückenmarksleiden, Bauchfellentzündung, Briahttsche Nierenkrankheit, Blutung aus der Speiseröhre, Tuberculose der Gelenke, Lungenschwindsucht je einmal. Ein Mann endete durch Selbstmord (Erhängen). G. Gießen, 28. Juni. Wie uns mttgetheilt wird, sind die Anmeldungen zu der am 9- Juli hier stattsinbenden Regatta von auswärtigen Vereinen berart zahlreich eingelaufen, baß dieselbe zu einer der besuchtesten und größten in Deutschland abgehaltenen Regattas gerechnet werden darf. Es beiheiligen sich vorläufig folgende Vereine; Castcler Rudergefellschaft, Cob- lenzer Rudergesellschaft, Frankfurter Ruderoerein, Frankfurter Rudergesellschan Germania", Höchster Ruderclub „Nassooia", Ruderverein Ludwigshafen, Mainzer Ruder- verein, Oberrader Ruderclub, Offenbacher Ruderoerein, Offenbacher Rudergesellschaft „Undrne , Wetzlarer Ruderclub, Frankfurter Rudergesellschaft „Sachsenhausen" rc rc m . Hur Repräsentation und Unterstützung des Unternehmens haben sich die Herren Provlnzraldrrector vr. Boekmann, Oberst v. Western Hagen, Landrath 0. Tischo- witz in Wetzlar, Major v. Rotsmann, Bad Nauheim, Major Bertram, Büraer- metster Bramm, Carl Buderus, Adolf Busch, Wilhelm Gail, Professor A. Heichelheim, Zahnarzi Koch, Dr. Mettenheimer, Stadtrath Stadtrath August Noll, S- Pascoe, Stadtrath L. Petr! II Emil Ptstor, Rechtsanwalt l)r. Reatz, Architect Stein, Fr. Tresselt Carl Weber, Ad. Zinßer, Albert Berger rc. zur Bildung des sogenannten großen Regatta-Comit6s in liebenswürdigster Weise bereit erklärt und dürfte in den nächsten Tagen die Constttuirung, sowie Vorbesprechung zur definitiven Feststellung des Programms rc. stattsinden. 0 * " Ein Einbrecher, welcher heute und gestern Nacht in Wieseck eingebrochen hatte, wurde heute Nacht bei der Arbeit abgefaßt und dingfest gemacht. — Heute Morgen gelang es einem im alten Arresthaus sitzenden Gefangenen welcher vorübergehend dortselbft untergebracht war, zu entspringen" 0 ' 0. r —aus dem Jnseratentheile d. Bl. zu ersehen, flieht am Freitag Abend die Tyroler Künstlergesellschaff Jacob Schöpfer aus dem Pufterthale(Tyrol) im Saale des „Wenzels Garten" Concert. Der herzige und gefühlvolle Vortrag der Ty^ol.r ist stets so ansprechend und anheimelnd, daß es einer besonderen Empfehlung wohl nickt bedarf, um den biedern Sängern ein wohlbesetztes Haus zu vermitteln; es kommt dies allerwarts so zu sagen von selbst; wo sie sich produciren, gewinnt man sie lieb. Auch jüngst m Düsteldors, wo man doch, was Kunstgenuß anbetrifft, an Großartiges gewöhnt »st, wurde den Tyroler Sängern die beste Aufnahme zu Theil. Die „Düss Volkszta " berichtet darüber: „An beiden Abenden sang im Kaisersaale die Tyroler Sängergesellschaft Schöpfer, eine der besten ihrer Art und erntete recht lebhaften Beifall. Es macht einen eigenihümlich erfrischenden Eindruck, in demselben Raume, wo man sonst musikalische Kunstleistungen höheren und höchsten Stiles zu genießen pflegt, diesen ansprechenden Naturgesang, diese schmetternden Jodler und die sonstigen einfachen und herzigen Gaben der Tyroler Sänger zu vernehmen. Das sehr zahlreiche Publikum zeigte sich denn auch recht dankbar und erhielt dafür das mit „a bissele Liab und a bissele Treu und a bissele Foalschheit" verbundene Versprechen baldigen Wiedersehens von einem der „Drandle" zugesungen." ' Vermischtes. Mannheim, 26 Juni. Die Ergebnisse der Arbeiten der einzelnen Commissionen Mr das vom 9—16.Juli dahier stattsindende VI. Verbandschießen (haben, Pfalz unb N'Lelrhein) treten nun sichtbarer vor Augen, bie Festbauten auf bem Schießplätze Fe/thalle, Gabentempel rc.) sind soweit fertig, daß an ihre äußere Ausschmückung die letzte Hand gelegt wird und jetzt die innere Einrichtung in Angriff genommen werden Anmeldungen auswärtiger Gesellschaften zum Besuche treffen jetzt in oer- starktem Maße em und laßt solches eine ansehnliche Frequenz erwarten. Die Sympathien für das Verbandschießen documentiren sich namentlich in der Einsendung von Ehrengaben zum Schmucke des Gabentempels, es sind vis heute schon 91, ca. 7700 an roerben ^prasentirend, angemelbet. Das Festprogramm wirb dieser Tage versendet _ u» cT [3ur Gesundheitspflege ] Im Berliner Verein für volksoerständliche Gesundheitspflege sprach am Dienstag der Vorsitzende Herr Siegert über Hautpflege und ihre Bedeutung in gesunden und kranken Tagen Nachdem der Vortragende kurz den Bau der Haut berührt hatte, entwickelte er in längerer Ausführung die Aufgabe derselben rm Haushalte des menschlichen Organismus. Durch Millionen kleinster Thürchen Poren — schaffen die Schweißdrüsen unausgesetzt eine Menge von Unreinigkeiten aus dem Körper hinaus unb dadurch wird bie Haut ein blutreinigenbes Organ ersten Ranges. Sie ist es auch, bie auf bie Regulirung der Körperwärme den wesentlichsten Einfluß ausübt unb bie in Krankheitsfällen durch Schweißausbruch die naturgemäßeste Hilfe zu bringen im Stande ist. Die Pflege dieses wichtigen Organs hat zum Zweck die stete Reinhaltung, die Abhärtung gegen krankmachende Witterungsemflüffe und besonders auch die Anregung zu richtiger Circulation und Vertheilung des Blutes. Schon Hufeland klagt darüber, daß bei den Krankheiten mehr und mehr der gastrische Character überwiegend werde, weil man schon bei den Kindern durch übertriebene B>arrne, erschlaffende Nahrung, heiße Getränke, ferner durch den Genuß von abführenden und Brechmitteln dem ganzen Blutstrome die Richtung nach den Verdauungswerkzeugen gebe, so daß diese ihre Aufgabe als Restaurationsorgane des Körpers nicht erfüllen können, sondern der Kampfplatz werden, wo der Streit über Krankheit und Gesundheit, üoer Leben und To0 ausgefochten wird. „Mehr baden und weniger lariren !" ruft er deshalb den Muttern zu. — Zu der Praxis der Hautpflege übergehend, beklagt der Vortragende dm verhaltnißmäßig immer noch schwachen Besuch der Bade- anstalten, besonders der Schwimmbassins unb giebt eine Reihe praktischer 20111^, mie bie Hautpflege auf ganz einfache wenig Zeit in Anspruch nehmende aber 00^ flhr wirksame Weise von Jedem in seiner Wohnung ausgeführt werden könne. ilt < :e wurde besonders dadurch interessant, daß mehrere Berliner Firmen reichhaltiges für die Hautpflege zu verwendendes Material ausgestellt hatten. .. . ~ Abb er Bord gerollt.) Ein Reisender, der auf einem englischen Dampfer fuhr, schrieb in seinem Bericht über die Wirkungen des Sturmes im Canal zwischen England und Frankreich: „Als der Sturm den höchsten Grad erreicht hatte, legte sich das n* "I? euiem Male auf die Seite und der Kapitän und noch ein Branntweinfaß rollten über Bord." m .„SAWericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C. W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 26 Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Neckar, Capt. R. Bussins, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. Juni wn -öremen unb am 13. Juni von Southampton abgegangen war, ist am 24. Juni Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. 73 i) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7on der Annoncen - Expedition von H A ANE1V8TEIIV * VOGLER in r rankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blatter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Wafferwärme der Zafyn. Am 28. Juni, Mittags zwischen 11 unb 12 Uhr: 4-15° R, Luftwärme + 12° 9t. L. Chr. Rübsamen. Allgemeine Die Renten- unb Lebens-Velflcher.-Anstatt zu Darmstadt hat die Versicherung steigender Renten wieder ausgenommen. Einlagen zu der neuen Jahresgesellschaft können geleistet werden bei dem Agenten der Anstalt. Nähere Auskunft ertheilt 1424 Ph. Müller, Bahnhofstraße E. 92'/io. r Anzeiger. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mich hier als praktischer Arzt niedergelassen habe. Dr. Kreidmann, Markt B- 15, 1 Treppe, 4365 im Hause deS Herrn W. Herbert. ii in ii ai ü Sonntag! durch einen Lai B-kan Zur Berge 35 WasMb Kiefernholz if mifsionstermiu 6 Juli cr., im Bureau b ivaltung, wo Zeichnungen , gelegt sind, ar Gießen ben 4397 Grotzh Mai Das zur nomen Friel Ehefrau Mu Cyriaxweimar Wohn- unb Cyriaxweimar markung, in i nach bereite be, eingetragenen sj General-Commis *ben, joroi WnWnfac Acker 19 Hh. verlach werbe Hierzu chs Mar erster ai den 1( Vor nn hiesiger Zweiter auf den 1( rc Naä M bem Sar Weimar, event den 2tz < . Nach eben» auf Cyriaxweimar ‘W eingelo Die betrefft werden au Qe bea Ms, der Er duA de» a» Li6lä Dr 6 Ni Men Mch», in 'S im Wird ■ K Ger "W H13 jedoch Postsendungen werden Bekanntmachung Die 4400 Heynich, Secretär. f»« Dachdeckerarbeit, Zimmerarbeit Spenglerarbeit Weißbinderarbeit, n II n u II II n n ii ii u ii u u ii ii ii ii ii ii ii n 1235 1245 125 145 240 3« den Uhr, Ver- und aus- 345,55 45 II. Nachm. Arbeiten, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 1. 4f5 Vorm. 4396 Für ein Tuch- und Herren- Confections-Geschäft einer Stadt Oberhessens wird ein militärfreier junger Mann als Detailreisender gesucht. Nur solche werden berücksichtigt, welche schon gereist haben und gut empfohlen sind. Offerten sind an die Exped. ds. Bl. franko zu richten. Konkurs über das Vermögen des unbekannt wo abwesenden Krämers Gustav Köhuke von Wieseck. inzelnen Commissiom -n (öadm^Ps'aij uni auf dem HchWiaß! ae AusschM^ bie >ff genommffl oerbtw che treffen j$ in vn- 1m. ÄSympaW iiNwig von Wm 191, cd. 7700 JL m dieser Tage verseck Arbeitsversteigerung. Die zur Errichtung eines Pissoirs sowie durch Reparaturen an der Kirche auf dem Kirchberg vorkommenden Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Hagemann. Donnerstag den 29. d. Ms., Nachmittags 2 Uhr, lallen im Flett'schen Hofraum dahler 1 neuer Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 runder Tisch und 1 Kommode meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. Juni 1882. Geißler, 4413 Gerichtsvollzieher. sollen durch öffentliche Versteigerung Samstag den 1. Juli, Vormittags V210 Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Geißler auf dem Kirchberg vergeben werden. Pläne und Voranschläge nebst Bedingungen liegen in der Wohnung des Unterzeichneten, Frankfurterstraße hier, zur Einsicht offen. 4404 Gießen, den 28. Juni 1882. In Auftrag des Kirchenvorstandes: Horn, Bezirksbauaufseher. Bekanntmachung. Das zur Konkursmaffe des Oeko- nomen Friedrich Sang und dessen Ehefrau Minna, geb. Hoffmann, in Cyriaxweimar gehörige Gut sammt Wohn- und Oekonomiegebäuden zu Cyriaxweimar und in der dasigen Gemarkung, in welcher Zusammenlegung nach bereits bestätigtem, im Grundbuch eingetragenen Recesse der Königlichen General-Commission in Kassel stattgefunden , sowie theilweise in angrenzenden Gemarkungen belegen, über- h aupt 109ha4a6Dm (= 456 Casseler Acker 19 Rth. groß) soll zwangsweise verkauft werden. Hierzu sind Verkaufstermine und zwar erster auf den 10. Juli ds. IS., Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, eventuell zweiter auf den 18 Julr dS. Is., Nachmittags 4 Uhr, auf dem Sang'schen Gute zu Cyriaxweimar, eventuell dritter aus den 26. Juli ds. IS., 455 535 555 10^ 1025 1110,20 H30 waltung, woselbst Bedingungen Zeichnungen zur Einsichtnahme gelegt sind, anberaumt. Gießen den 27. Juni 1882. 4397 Großh. Garnison-Verwaltung Zur Vergebung der Lieferung von 35 Wasserkübel mit Untersätzen von Kiefernholz ist ein öffentlicher Submissionstermin auf Donnerstag 6 Juli er., Nachmittags 3’/2 im Bureau der unten genannten aus Storndorf „ Vadenrod in Wallenrod Ort „ „ Bhf. aus Wallenrod Bhf. „ ,, Ort durch Vadenrod X 80.—, „ 36.-, „ 178.17, „ 113.40, ,, 24.- Bekanntmachung. Am 1. Juli werden in den zum Landbestellbezirk der Kaiserlichen Vostaaentur in Wallenrod gehörigen Orten Vadenrod und Storndorf Bosthülfstellen errichtet, deren Verwaltung dem Herrn Bürgermeister Ubrrg in Vadenrod, bz. dem Landbriesträger Steuernagel in Storndorf übertragen -mflaMiche GiL x Hautpflege uni in ragende kurz den A die Aufgabe berjdte „n Wer Mcha y non UnreiniflMto -gtnbe§ Oman erlitt ne ben wefentüdnta j bie natuiymä^ |Qtl§ M btiW' mehr der ttn durch öbertriifc $enu6 von abMrendn VerdauunMkjW Körpers nicht erM- «iS« berjebenb, b«' "r $'l t eine nfpnid) werben tere Berliner U» ieftelt bitte». banal iotbbeulf»®*1 ‘ H Konkursgläubiger des Gustav Köhnke von Wieseck werden ausgefordert, in dem Mittwoch den 5. k. Mts., Nachmittags 3 Uhr, stehenden besonderen Prüsungstermin auch über die nachträglich angemeldete Forderung des Albrecht Docter von Gießen sich zu erklären. Gießen, den 23. Juni 1882. Großherzogliches Amtsgericht. 4401 Langsdorfs. Nachmittags 4 Uhr, ebenfalls auf dem Sang'schen Gute in Cyriaxweimar, anberaumt, wozu Kauflustige eingeladen werden. Die betreffenden Hypothekargläubiger werden aufgesordert, ihre Forderungen inr ersten Versteigerungstermin bei Meidung des gemeinrechtlichen Nachtheils, der Erlöschung ihrer Pfandrechte durch den Zuschlag, anzumelden. Diejenigen Pfandgläubiger, welche sich bis zur Erthellung des Zuschlags nicht melden, sind nicht befugt, diesen anzufechten, und diejenigen, welche sich bis zur Verteilung des Erlöses nicht gemeldet haben, bleiben unberücksichtigt. Marburg, am 24. Juni 1882 Königliches Amtsgericht, Abth. HL (gez.) Dallwig. Wird veröffentlicht. Die Gerichtsschreiberei. in Storndorf Sonntags finden keine Fahrten statt, die durch einen Landbriesträger zu Fuß befördert. Darmstadt, den 26. Juni 1882. worden ist. , , . f ,x Der Postverkehr der neuen Posthülsstellen wird durch eme vom gleichen Tage ab zur Einrichtung kommende, zur Personenbeförderung dienende Landpost vermittelt werden, welche folgenden Gang erhält: skurift 1 jeicW »of G'afld cn V'chaii ter «nbtQ|h Strttgg. Ä »K ^"»-°unsb-itz Achs" [,6!nbt«®eta«enln, KL'« ®ro§artige§ gewöbnt ^roler Sängergchll- 'n Beifall. Ez mach! me- n>o man sm 28? V onitigen einsachen uni f zahlreiche Publikum bissele Liab und c aldigen Wieberseheus, .12°^ !uftivaröie + Oberhess. Eisenbahnen. Für den Transport von Backsteinen in Ladungen von 10000 Kilogr. sind zwischen Kinzenbach und sämmtlichen diesseitigen Stationen directe Frachtsätze in Kraft getreten. Nähere Auskunft ertheilen die Güterexpeditionen. Gießen, den 24. Juni 1882. 4417 Großh. Direktion. Bau-Berding. Die Reparatur an der Kirche in Wißmar, veranschlagt für Maurer und Steinhauer X 1411.83. Klempner X 575.80, Dachdecker X159.20, Schreiner X 229.11, Glaser X 100, Schlosser X 374.50, Anstreicher X 291.25 soll vergeben werden und sind verschlossene Offerten bis zum Dienstag den 4. Juli er., Vormittags 11 Uhr, hierher abzugebcn, wo Kostenanschlag eingesehen werden kann. Krofdorf, den 27. Juni 1882. 4412 Das Bürgermeisteramt. Brennmaterial- Lieferung. Die Lieferung des für verschiedene Universitäts-Anstalten für den Winter 1882/83 erforderlichen Brennmaterials, bestehend in: 1) Circa 120Rm.Buchen-Scheitholz, 2) „ 30 „ Tannen- „ 3) „ 1400 Ctr. Braunkohlen, 4) „ 850 „ Anthracitkohlen, 5) „ 200 „ gew. Nußkohlen, 6) „ 800 „ mel. Steinkohlen soll im Submijsionsweg vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen können in unserem Geschäftszimmer im Universitäts-Kanzleigebäude eingesehen werden, woselbst die Offerten, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 5. Juli d I., Vormittags 11 Uhr, einzureichen sind, in welchem Termin deren Eröffnung in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgen wird. Gießen, den 27. Juni 1882. Großherzogl. Universitäts-Rentamt. Schmitt. 4415 ArtttzeSoiatts. Oberhemden nach Maß werden unter Garantie des Gutpassens in kürzester Zeit geliefert. e Gleichzeitig empfehlen Kragen, Man' fchetten, Chemisettes, leichte Unter jacken, Unterhosen re. 4332 Geschw. Heerz, Neuenweg. 1^. v. Gimborn s Schreib- und Copir-Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, große Flüssigkeit und schnelles Trocknen aus und liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien. Lager in den div. Sorten, sowie auch in rother Tinte, blauer Tinte, Stempelfarben, flüssig. Leim rc. befinden sich bei den bekannten Schreibmaterialien- Handlungen.________________ Sonnenschirme und En-tout-cas für Damen und Herren empfiehlt in großer Auswahl zu bMgen Preisen 4345 A. Fangmann. C. 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