Nr. 278. Dienstag den 28 November 1882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Betreffend: Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Bekanntmachung. Mittwoch den 6. December, Vormittags iO Uhr, findet eine Generalversammlung des landwirtb- schaftlichen Vezirksvereins zu Gießen im Gasthause „Zum Einhorn" statt, wozu alle Mitglieder des Vereins und Freunde der Landwirtschaft freundlichst eingeladen werden. Tages-Ordnung: 1) Vortrag des Herrn Professors Dr. Pflug dahier über das Wesen und die Ursachen das Milzbrandes; 2) Vortrag des Herrn Hofgärtners N o a ck von Darmstadt über Obstbaumzuchl; 3) Geschäftliche Mittheilungen Die Herren Bürgermeister werden ersucht, Vorstehendes in den Gemeinden auf geeignete Weise bekannt zu machen. Gießen, den 27. November 1882. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Dr. Boekmann. Deutschland. Darmstadt, 25. Novbr. Se. König!. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den General der Infanterie v. Schkopp, den Oberstlieutenant Bertram, den Major Mache, den Major« v. Marklowski von Gießen, den Gymnasiallehrer Schmitz, den Prof. Dr. Kittler, die Neallehrer Glaser, Vogler und Stork von Groß-Umstadt, den Divisionspfarrer Strack, den Professor Dr. Nell; den Baron Alexander v. Bethmann aus Frankfurt a. M.; zum Vortrag den Ordenskanzler Generallieutenant v. Grolman, den Staatsminister Frhrn. v. Starck, den Hofceremonienmeister v. Werner, den Hofjägermeister v. Werner. — Seit 4 Jahren haben bekanntlich in den höheren Schulen von Darmstadt, Mainz und Gießen eingehende Untersuchungen der Sehkraft der Schüler und Schülerinnen stattgefunden. Sie sind durch die tüchtigsten ophthalmologi- schen Fachgelehrten unseres Landes, die Herren Geh. Medicmalrath Dr. Weber hier, Prof. Dr. v. Hippel in Gießen und Medicinalrath Dr. Heß in Mainz, ausgeführt morden. Nachdem nunmehr die Ergebnisse dieser, zum Theil bereits wiederholten, Augenprüfungen, welche sich auf 2764 Schüler und Schülerinnen erstreckt haben, vollständig zusammengestellt und gedruckt sind, hat zu Anfang dieser Woche der ärztliche Centralausschuß des Großherzogthums (die erweiterte Ministerialabtheilung für öffentliche Gesundheitspflege) dahier getagt und unter dem Vorsitz des Herrn Ministerialraths Weber die aus jenen umfassenden Beobachtungen sich ergebenden Forderungen an die Einrichtungen für den Augew- schutz der Schuljugend in eingehender Berathung festgestellt. Außer den vorgenannten fachmännischen Autoritäten und den Mitgliedern der Ministerialabtheilung waren noch die Kreisärzte der drei Provinzial-Hauptstädte, sowie die sechs Telegirten der ärztlichen Provinzialvereine erschienen. An den Berathungen haben weiter auch der Vorsitzende und die Mitgleder der Ministerialabtheilung für Schulangelegenheiten theilgenommen. Ueber die fast ausnahmslos mit erfreulichster Einmüthigkeit festgestellten Sätze werden wir weiter Mittheilung bringen. — Der Verkehr auf der Odenwaldbahn ist in Folge der durch die Regengüsse verursachten Zerstörung des Dammes zwischen Erbach und Eberbach unterbrochen. Berlin, 24. Novbr. Laut einer heute erschienenen, vom 17. v. Mts. datirten Verfügung des Staatssecretärs des Reichspostamts sollen Postkarten, auf deren Rückseite neben der Schrift verwendete Reichsstempelmarren geklebt sind, fortan zur Postbeförderung zugelaffen werden. — Äner Benachrichtigung des Reichspostamts zufolge ist die an Bord des in Plymouth ausgebesserten Postdampfschiffes „Gellert" befindliche Post anr 14. d. Mts. über Liverpool zum Anschlüsse an den Tags darauf von Queenstown nach New-Iork abgegangenen englischen Postdampfer weiterbesördert worden. Die Ankunft in New- Aork wird demzufolge gegen den 24. ds. mit einer Verspätung von etwa 9 Tagen stattfinden. Das auf der Fahrt von New-Iork nach Hamburg begriffene Postdampfschiff „Westsalia", das wegen der erlittenen Beschädigungen in Portsmouth anlegen mußte, hat die zur Landung in Hamburg bestimmte Post für Deutschland von Portsmouth über London - Ostende weitergesandt; dieselbe ist der Bahnpost Verviers-Köln am 15. d. Mts. früh zugegangen. Eine Verfpätung in der Ankunft der betr. Briefsendungen ist hierdurch nicht eingetreten. — Der gestrige Beschluß des Bundesrathes bezüglich der Verlängerung des kleinen Belagerungszustandes für Berlin und Umgegend hat schnell gezeigt, wie wenig haltbar die Angaben waren, wonach einige süddeutsche Regierungen für Aufhebung des Socialistengesetzes eingetreten sein sollten. — In den Kreisen der hiesigen Reichstags-Abgeordneten ist man nicht ohne Besorgniß über die mögliche Beschlußunfähigkeit des Reichstages nach den fünfmonatlichen Ferien, wenigstens für die ersten Sitzungen. — Baurath Wallot hat jetzt Seitens der Reichsregierung den Auftrag erhalten und übernommen, den Bau des Reichstagsgebäudes auszuführen. — Das amtliche Fraktions-Verzeichniß des Abgeordnetenhauses ergiebt endlich verlässige Zahlen über die Stärke der Fraktionen. Danach zählen die Conservativen 117, das Centum 98, die Nationalliberalen 67, die Freiconservativen 59, die Fortschrittspartei 37, die polnische Fraktion 18 Mitglieder, 36 Mitglieder bekennen sich zu keiner Fraktion, erledigt ist 1 Mandat (Richter-Berlin). Die ungewöhnlich große Zahl der „Wilden" rührt daher, daß die Mitglieder der liberalen Vereinigung (Secessionisten) sich unter diese Gruppe haben eintragen lassen. Außer ihnen gehören dazu die Minister v. Bötticher, v. Kameke, Maybach, v. Puttkamer, Dr. Lucius, der Präsident v. Köller, die Abgeordneten Berger (Wittens, Löwe (Bochum) und Herr v. Böckum-Dolffs. — Die Bundesraths-Ausschüsse haben betreffs der Ausfuhr-Vergütung von Tabak und Tabaksfabrikaten folgende Anträge bei dem Plenum gestellt: I. Vom 1. December 1882 ab treten an die Stelle der bisherigen Steuervergütungssätze für Rohtabak, entrippte Blätter und fabricirten inländischen Tabake folgende Sätze für 100 Kilogr. netto: 1) Rohtabake, a. unfermentirt 14 JL, b. fermentirt 17 ; 2) entrippte Blätter 29 eX.; 3) Fabrikate aus inländischen Blättern: Schnupf- und Kautabak 14 «X, Rauchtabak 19 M., Cigarren 22 Cigaretten 15 II. Auf Schnupf-, Kau-, Rauchtabak und Cigaretten, welche in den bereits unter Controls stehenden Fabriken vor dem 1. December 1882 angefertigt sind, sowie auf denjenigen Schnupftabak, welcher aus den an diesem Tage selbst vorhandenen Halbfabrikaten hergestellt wird, finden noch die bisherigen Vergütungsfätze Anwendung. Berlin, 25. Novbr. Dem Vernehmen nach tritt Prinz Friedrich Karl gegen Neujahr eine mehrmonatliche Reise in's Ausland an. Er begieöt sich zunächst nach Egypten, um die dortigen Schlachtfelder zu besichtigen. — Der „Neichs-Anz." publicirt die Bekanntmachung des Staatsministeriums vom 25. d. Vits., welche den kleinen Belagerungszustand für Berlin und Umgegend vom 29. November ab auf ein Jahr verlängert. Kassel, 25. Novbr. Die Fulda ist aus ihren Ufern getreten, die Com- municationen sind unterbrochen; die Fulda hat einen seit dem Jahre 1841 nicht dagewesenen Wasserstand erreicht. Nüdesheim, -25. Novbr Der Rhein ist seit gestern von 4,67 auf 5,24 Ctm. gestiegen. Auch die Lahn ist über die Ufer getreten, Diez und Lim- burg stehen theilweise unter Wasser. Der Main und Neckar sind gleichfalls noch immer im Steigen. Mannheim, 25. Novbr. Der Rhein war heute früh bis 765, Ctm. gestiegen; der Bahnverkehr nach dem Rheinvorland und dem Neckarhafen ist seit gestern eingestellt. Bremen, 25. Novbr. Die Rettungsstation Neuharlingsiel der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphirt: Am 15. November sind von der deutschen Brigg „Königin Elisabeth", Kapitän Rieck, gestrandet in den Nordergründen von Spiekeroog, mit Holz von Pillau nach Wilhelmshaven bestimmt, 8 Personen durch das Rettungsboot „Frauenlob" der Station Neuharlingsiel gerettet worden. Das Boot war 5 Stunden unterwegs. Schweiz. Bern, 24. Novbr. Der schweizerische Gesandte in Paris,, Dr. Kern, der seit 1857 ununterbrochen die Eidgenossenschaft bei der französischen Regierung durch alle Wechsel vertreten hat, ist nach 25jähriger Dienstzeit um seine Entlassung eingekommen und wird, wenn es dem Bundesrath nicht gelingt, ihn zur Zurücknahme seines Gesuchs zu bewegen, am 1. März k. Is. sein Amt niederlegen. — In den Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden steht die Schule unter der ausschließlischen Leitung der Geistlichkeit und der religiösen Orden, was zu dem Art. 27 der Bundesverfassung in schroffstem Widerspruch sehr. In Luzern hat die Geistlichkeit eine öffentliche Vermahnung an das gläubige Volk gerichtet, daß es ja am nächsten Sonntag bei der Volksabstimmung den Bundesbeschluß vom 14. Juni, der den Art. 27 der Verfassung ausführen und die Schule unter staatliche Leitung stellen will, verwerfe. Arankreich. Paris, 24. Novbr. Gestern Abend 6 Uhr wurde der „königliche Schätzt in der Kathedrale von Saint Denis während der Abwesenheit des Wächters gestohlen. Die Diebe haben an 60 Schlösser aufgebrochen und 35 Gegenstände von unschätzbärem Werthe, darunter 6 Kronen, mitgenommen. Die Diebe verließen um 8 Uhr die Kirche. Bis jetzt ist es nicht gelungen, den Dieben aus die Spur zu kommen. Paris, 25. November. Die Kammer nahm die 17 Artikel des Kriegsbubgets an. Der Kriegsminister antwortete Laisant, die Kosten der Okkupation tn Tunis, welche bisher im außerordentlichen Budget figunrten, würden vom nächsten Jahre ab tm ordentlichen Kncgsbudget erscheinen. Die „Agence Havas" dementlrt die Gerüchte ü 'er beooistehende Ministerveränderungen. Die Budget-Commrsston und die Regierung hätte sich auf der Basis des Versprechens des Handelsministers verständigt, daß er alle seine Bemühungen um Hilfsmittel aus die Arbeiten an neuen im Bau begriffenen Eisenbahnen vereinigt und daß die Zahl deiselben nicht vermehrt, vielmehr nach Maß- aabe der Fertigstellung der einzelnen Bahnen verringert werden soll. Einer Meldung der „Agence Havas" aus Kairo zufolge meldet eine Depesche aus Sudan die Cer- nrrung des falschen Propheten; es verlautet sogar, der falsche Prophet sei gefangen. Schweden. Stockholm, 25. Novbr. Von den Pathen des Enkels des Königs lassen sich bei der heute stattfindenden Taufe die Königin von Sachsen durch die Großherzogin von Baden, der Herzog von Nassau durch den Herzog Karl von Westgotland und die Fürstin - Wittwe von Wied durch die Prinzessin Eugenie vertreten. — Der König hat heute dem Großherzog von Vaden die Kette zum Seraphinen-Orden verliehen und den Generaladjutanten Sr. Maj. des Kaisers Wilhelin, Grafen v. d. Goltz, zum Ritter des Seraphinen-Ordens ernannt. — Die Taufe des Herzogs von Schoonen fand heute Abend halb 7 Uhr im Weißen Saale des Schlosses statt. Unmittelbar nach der Taufe wurde der übliche Kanonensalut abgegeben. Italien. Rom, 25. November. Launay reift morgen auf seinen Posten in Berlin zurück. In der Kammer übernahm Furini mit einer von lebhaftem Bttfall begleiteten Rede das Präsidium. Die Kammer überließ ihm die Ernennung der Adreß-Commission. Tepretis brachte Gesetzentwürfe über die Reform des Communal-Prooinzialgesetzes und des Gesetzes über die öffentliche Sicherheit, sowie über die Errichtung eines Rattonal- d nkmals für Garibaldi ein. Rußland. Charkow, 25. Novbr. Der wegen Ermordung des Jnspectors am Centralgefängniß zu Nowo-Bjelgorod zum Tode verurteilte Jesim Juchnow ist heute Morgen hingerichtet worden; die Hinrichtung fand innerhalb der Gesang- nißmauern statt. Dorpat, 26. November. Gegen 150 Dorpater Studenten, Deutsche, meist deutschen Corporalionen angehörig, erhielten aus Genf revolutionäre Schriften anonym zugesandt mit der Aufforderung, sich der nihilistischen Bewegung anzuschließen. Die Studenten machten dem Rektor sofort Anzeige davon. Aegypten. Kairo, 25. Novbr. (Meldung der „Agence Havas"). Einer Depesche aus dem Sudan zufolge wäre der „falsche Prophet" cernirt; es gehe sogar das Gerücht, daß er gefangen genommen sei. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Eorrespondenz-Bureau. Köln, 26. Novbr. Die Rheinhöhe beträgt gegenwärtig 848 Ctm., das Wasser ist noch langsam im Steigen begriffen. Der rechtsr)einische Bahnver- tehr ist auf der Strecke Troisdorf-Niederlahnstein unterbrochen, die Eilzüge nach Holland werden über die linksrheinische Bahn geleitet. Auch die Mosel steigt neuerdings wieder. Wien, 26. Novbr. Wie der „Neuen Fr. Pr." aus Kattaro gemeldet wird, sollen in Skutari einige Häupter der Miriditen aus Befehl des dortigen Bali verhaftet worden sein. Vier Nizam-Bataillone sind von Janina nach Skutari commandirt. Paris, 26. November. Nachrichten aus Kairo besagen, daß die englischen Truppen vom Typhusfieber stark heimgesucht wurden. Dublin, 26. Novbr. Drei Mitglieder der geheimen Polizei lvurden gestern von Feniern mit Revolverschüssen angegriffen. Ein Polizist wurde ge- töbtet, ein anderer Polizist erwiderte das Feuer und verwundete einen Fenier sehr erheblich, die beiden anderen Fenier wurden festgenommen. Dublin, 26. Novbr. Die gestern angegriffnen Polizisten waren zur Zeit des Ueberfalles in der Ueberwachung eines Stadtdistricts begriffen, in welchem sich mehrere Leute aufhielten, die in dem Verdachte stehen, einer geheimen Verbindung anzugehören. Es waren 6 Polizeiagenten, die von 10 Männern angegriffen wurden. Petersburg, 26. November. Das „Journal de St. Petersbourg" schreibt: Ausländische Blätter entstellen oft auf sonderbare Art Rußland betreffende Thatsachen. So steht in der Münchener „Allg. Zeitung" vom 22. November: Der „Regierungs- Anzeiger" meldet, Fürst Grusinsky, der Mörder des deutschen Arztes Schmidt, sei seines Ranges und seiner Würden verlustig erklärt und auf drei Jahre nach dem astrachan- schen Gouvernement verbannt worden. Die Münchener „Allg. Ztg." fügt hinzu, diese Strafe für einen Mord wäre kaum für möglich zu halten, wenn sie nicht in einem ofsiciellen Blatte publicin wäre. „Unsere Leser", sagt demgegenüber das „Journal de St. Petersbourg", „wissen, daß es sich um den General Mrowinski handelt, welcher verurtheilt worden ist. weil er bei der Inspektion der berüchtigten Käsebude in der Kleinen Gartenstraße im Februar 1881, wo die Nihilisten eine Mine legten, es an der nöthigen Achtsamkeit fehlen ließ. Wie konnte das Münchener Blatt zwei Dinge vermischen, die nichts miteinander gemein haben? Vielleicht ist es einfache Leichtfertigkeit. Aber diese abenteuerliche Geschichte macht die Runde durch viele Blätter. „Wie Viele", schließt das „Journal de St. Petersbourg", „werden von unserer Richtigstellung Gebrauch machen?" Konstantinopel, 26. Novbr. (Meldung des „Reuter'schen Bureaus"). Die Pforte versandte ganz neuerdings drei Circular-Depeschen bezüglich Feststellung der Grenzen Montenegros, worin die Mächte ersucht werden, Commiffare behufs endgiltiger Feststellung dieser Grenzen aus der von England bei Gelegenheit der Abtretung Dulcignos vorgeschlagenen Basis zu entsenden. Die Mächte haben auf diese Einladung nicht geantwortet. Lokale-, Gießen, 26. November. Das gestern Abend abgehaltene Stiftungsfest unseres hiesigen Stenographenvereins reiht sich mit seinem durchaus befriedigenden Verlauf seinen 20 Vorgängern würdig an. Es zeigte, daß der Verein, wie der erste Vorstand, Herr Alb ach, in seiner Eröffnungsrede betonte, die beiden Ziele, die er sich gesteckt, nicht aus den Augen verloren hat, nämlich einmal die schöne Kunst Gabelsberger's zu fördern und zu verbreiten, und dann auch durch das Band wahrer Freundschaft und fröhlicher Geselligkeit die Kunstgenossen aneinander zu fesseln. Nachdem das erste Hoch auf den Verein ausgebracht war, wurden die eingelaufenen Glückwunschschreiben verlesen, unter anderen die von den Ehrenmitgliedern Herrn Kreisschultnspector Müller in Oppenheim, Direktor GratzmÜller-Augsburg, Professor Heyde-Dresden. Daran schlossen sich Toaste auf Meister Gabelsberger und sein Werk, auf dle Ehrenmitglieder, den Vorstand des Vereins u. s. w. Eine zu Gunsten des Gabelsberger-Denkmal-Fonds eingeleitete Sammlung ergab ein namhaftes Resultat. Ernste und heitere Reden, Musik- und Gesangsvorträge hielten die Versammlung lange in festlich gehobener Stimmung beisammen. Indem wir wünschen, daß der hiesige Stenographenverein in seiner Thatigkeit reiche Früchte ernten und daß es ihm nie an thatkraft'gen und eifrigen Mitgliedern schien möge, rufen wir idm für das nunmehr begonnene 22. Jahr fernes Bestehens ein herzliches vivat, crescat, floreat zu. Gießen, 27. November. Wie uns berichtet wird, wirkt die hiesige Regiments- musik zu dem am Samstag im Leib 'scheu Locale stattfindenden Wohlthätigkeitsconcerte zum Besten der Ueberschwemmten in Tyrol, wie es übrigens schon bei derartigen Ausführungen öfter geschehen, in edelmüthiger Weise unentgeltlich mit, was gewiß sehr anerkennenswerth ist und derselben nur zum Lobe gereichen kann. — Der Verein „Zitherkrauz" feierte gestern Abend in dem herrlichen Saale des „Einhorn" sein 3. Stiftungsfest mit Zllher-Concert und daran schließendem Tänzchen. Ein recht hübsches Programm erfreute die fast zu zahlreich erschienenen Theilnehmer, welche wohl mit Befriedigung an den froh verlebten Abend zurückdenken werden. — In der Nacht vom 25. auf den 26. ds Mts. wurde in der Albold'schen Wirthschaft dahier emgebrochen und unter anderen Gegenständen ein Regulator gestohlen Der Dieb hatte auch die Kasse erbrochen, jedoch das Gewünschte nicht gefunden, da der Wirth das Geld mit in sein Schlafzimmer genommen hatte. Der Thäter wurde im Laufe des gestrigen Tages in der Person eines zu Wetzlar wohnenden Arbeiters, der Abends vorher bis 2 Uhr mit seinen dahier wohnenden Eltern in.ber betreffenden Wirthschaft gezecht, ermittelt und verhaftet. Die gestohlenen Gegenstände hatte er mit dem Frühzug gestern nach Wetzlar in seine Wohnuag gebracht, während er sich wohlgemuth wieder nach hier begab, wo ihn die Schutzleute auf Lo ny's Bier- fetter gestern Abend verhafteten. B e r m i f 4 t e i Mainz, 22. November. Die Seifenfabrik der Herren Hochgesandt und Ampt ist bis auf den Grund niedergebrannt und hatte sich die Feuerwehr, welche 14 Spritzen zur Hand hatte, nur auf die Deckung der Nachbarhäuser beschränken können. Wie das Feuer erstanden, ist bis jetzt noch unaufgeklärt. Frankfurt, 24. November. Die Verbindungsbahn hat seit heute Morgen ihren Verkehr, infolge des hohen Wafferstandes, eingestellt. Fortwährendes Steigen wird gemeldet. Für den unteren Stadttheil werden Pritschen hergestellt, um den Verkehr zu ermöglichen Das Schlachthaus kann nicht mehr benützt werden und wird jetzt auf freien Plätzen und in den Höfen geschlachtet — Seit 6 Uhr Abends ist das Wasser des Maines um weitere l* 1 2/2 Fuß gestiegen — Eine Menge Balken und Bretterwände, Latten rc. wurde von Schiffern geländet- Der Raum, auf welchen der neue Kessel der Gasgesellschaft gestellt werden soll, ist mit Wasser gefüllt. — Das Wasser wächst noch stetig. — Das Boothaus der Rudergesellschaft Germania ist in großer Gefahr. Offenbach, 24. November. H-Ute früh 8V2 Ubr wurde die Schiffbrücke wegen Hochwasser abgefahren. Würzburg, 26, November. Ein wolkenbruchartiger Regen schwellte das Wasser auf 4.85 an. In Unterdürrbach läutete man Nachts Sturm, mit Mühe konnte das Vieh gerettet werden. Das Jnundationsgebiet wird stündlich größer, unaufhörlich regnet es. Bei Haßfurt ist das Wasser um 0.09 gefallen — In Schweinfurt ist das Wasser in 24 Stunden 0.10 gefallen. Hier jetzt 4.85. Das Wasser steigt langsam, aber stetig. In der Gegend von Kitzmgen ist starker Regen. Aschaffenburg, 26. November. Das Wasser steigt hier fortwährend. In Lohr ist der Wasserstand gestern um Mtr. 0.95 gewachsen. Hier um 4 Uhr Pegelstand 6.20. Das Wasser steigt noch fortwährend, ebenso in Lohr. Der dortige Pegelstand um 3 Uhr 6.13. Aus dem Rheingau. (Ernte-Bericht) Die Weinernte ist jetzt meist überall beendet- Es war dies heuer etne traurige Arbeit. Das 1882er Gewächs ist qualitativ wie quantitiv allerwärts als mißrathen zu betrachten. Möchte mit diesem Jahrgange die 14jährige Reihe des Wein-Mißwachses ein Ende haben und mit 1883 endlich die Serie der guten Ernten beginnen. — Im Einzelnen stellt sich der Wetnernte-Ausfatt folgendermaßen: In Rheinhessen ist die Quantität gering, die Qualität vartirt tn geringen Lagen von 45—55 Grad Oechsle bei 10 15 pCt. Säure; in besseren von 55 bis 66 Grad bei 9—14 pr. Mille Säure. Die Preise stellen sich von 18—26 JL je nach Lage. — Im Rheingau haben geringere Lagen 40—68 Grad Oechsle bei 10 bis 16 pCt. Säure. — Preise verhältmßmäßiz hock, 60—110 .AL pr. Ohm je nach Güte. — An der Nahe schwankt das Mostgewicht zwischen 48—65 Grad Oechsle bei 10 bis 14 pCt. Säure. Preise 15—18 gefallen- Hier von gingen ist fortwährend. In 4 Uhr Vegelstanb artige Prgelstand jetzt meist überall rchs ist qualitativ )icskm Jahrgänge 1883 endlich bte Weinernte-Ausfall ttat variirt in ge- n besseren von 5t> wn 18—26 ß ^ele>all roßen ble Ks°. - inorfen müßte, bann wäre es schlimm um den Fortschritt der Menschheit bestellt. Denn derartige Bemühungen finden in der Trägheit, der Gedankenlosigkeit und d.-m Egoismus allezeit erbitterte Gegner. Mit der festen Ueberzeugung. einen guten u jictf zu verfolgen und auf dem rechten Wege zu fein, überwindet man die Schwierigsten. Das gilt z. B- von dem Ucbelfianb, baß so viele Arbeiter erst am Samstag ihren Lohn erhalten. Darum erstreben es ja gerabe bie Sonntagsoereme, baß die Auslöhnung auf einen anderen Tag verlegt werbe. Der Herr Einsender hatte sich seine Expektorationen sparen können, wenn er sich bie Mühe genommen hätte, das Wirken des Sonntagvereins zum Besten seiner Berufsgenossen zu verfolgen und auch nur den Artikel in Nr. 275 b. Bl. genauer zu lesen. Es hieß darin: ^Specielle Wünsche im Sinne dieser Statuten, namentlich an unsere lieben Hausfrauen, werben demnächst einem größeren Kreise derselben vorgetragen werben unb zweifeln wir nicht, baß ein gutes Wort, bas bei ihnen für bie Sonntagsruhe ber Hanbwerker, her Kaufleute unb ber Dienftbot en eingelegt wirb, eine gute Statt finben werbe." Ich kann bissen Wunsch auch hier nur wieberholen unb hoffe, ber Verein zur Förderung ber Sonntagsfeier werbe bereinft an bem Herrn Einsenber noch wiber besten Willen zum Wohlthäter werben. Gießen, ben 26. November 1882. Georg Schlosser, Pfarrer. Handel und Verkehr. Grünberg, 25. November. (Frachtpreise.) Weizen JL 18.28, Korn X 15.18, Gerste JL 13.16, Hafer X 12.12, Erbsen JL 18.64, Lein X 00.00, Samen JL 26.00, Kartoffeln X 5.80. Frankfurt. 25. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete ber Gentner Heu X 3.20-4.00, Stroh JL 2.00-2.30, Eier das Hundert JL 6.20—7.50, Stück 7-8 Butter 1. Qualität Jt 1.40, 2. Qualität X 1.20, Kartoffeln per Gentner X 3.00—3.50, Kopfsalat per Stück 5 Wirsing 5—6 H, Rothkraut 18—20 bas Stück, Gans 50—60,3? pr. Pfd., Huhn JL 0, 1 Ente 1.50—2.00, 1 Taube 50—70 H, Hahn «X 1.50—1.80. Frankfurt a. M., 27. November, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Eoursbericht. Mitgetheilt burch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Ereditactten 246%, Staatsbabnactien 294, Galizier 260%, Lombarden 117%, Nord- westbahnactien 170%, Darmstädter-Bankactien 154%, Oberschlesische E.-B.-Act. 257%, Oefterr. Silberrente 657/t6, 4% Ungar. Goldrente 72%, 4°/0 1880er Rusten 68%, 5% 1877r Russen 86, 2. Orient-Anleihe 5315/l6, Spanier 62%, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 699/i6, Disconto Eomm. 197%, Gotthardbahnactien 115%. Tendenz: ruhig. ■Bonnerltag, 30. Nov. I. I., Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 1 Uhr werden auf der Heuchelheimer Mühle größere Parthien Brenn- und Nutzholz, Steinkohlen, gebrochene Aepfel, Kartoffeln, Dickwurz und Kohlrabi, Stroh, Weizen, Hafer, Mehl 2C. gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, 25. November 1882. I. Hoffmann, 7814_________________Eoncursverwalter. Mittwoch den 29. November, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Wohnung der Wittwe Bellof, Neustadt 52, Küserwecheua, Fässer, Bütten, eine große Parthie Werk- holz, 7 eichene Bohlen, für Schreiner geeignet, öffentlich frerwillig versteigert werden- Gießen, den 25. November 1882. I. A.: Müller, 7805 Ortsgerichtsmann. Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. l M Nachmittags 2 Uhr sollen in dem Hause des Herrn Metzger Vogt, dem Löwen gegenüber, die zum Nachlasse des Käthchen Schäfer gehörigen Mobilien, bestehend in Schränken, Kommode, L>opha, Tischen, Stühlen, sehr gut erhaltenem Weißzeug und Frauenkleidern, Bettwerk und Küchengeschirr versteigert werden. Gießen, den 25. November 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 7803 Lüdeking. Mittwoch den 29 Uou., Vormittags 9 und Nachmittags 1 Uhr werden auf der Heuchelheimer Mühle zwei kräftige Wagenpferde, zwei Kühe, ein Rind, ein Kalb, eine Parthie Hühner und Tauben, einige Bienenstöcke, Wagen, Pflüge, Eggen, Pferdegeschirre und dergleichen gegen Baarzahlung ver- streigert. Gießen, 23. Novbr. 1882. F. Hoffmann, 7823 Concurs Verwalter. Mittwoch den 29. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in der F l e t t'schen Hofraithe dahier Sophas, Schränke, Kommoden, Tische und anderes Mobiliar meistbietend versteigert. Gießen, den 26. November 1882. In Beurlaubung des Gerichtsvollziehers Geißler: Geißler, 7849 Gerichtsvollzieher-Aspirant. Versteigerung. Donnerstag den 30. November, Vormittags 9 Uhr, lassen die Erben des Mdam Menz zu Saasen folgende Gegenstände, als: 2 trächtige Fahrkühe, 9 Gänse, 8 Hühner und 1 Hahn, 1 guter Wagen mit Zubehör, 2 Pflüge und 1 Egge, 30 bis 40 Gtr. Kornstroh, desgleichen Hafer-, Gersten- und Weizenstroh, 40—50 Gtr. Heu und Grummet, 1 Webstuhl, 1 Kleidersckrank, eine Parthie Fichtenstangen und sonstige Oekonomie- und Haushaltungs-Gegenstände öffentlich gegen gleich baare Zahlung ver- fteigern. Saasen, den 27. November 1882. Im Namen der Erben: 7339 Menz. Allgemeiner Anzeiger. Gewerbe- und Volksbildungs-Verein. Dienstag den 28. November, Abends 8 Uhr, im Cafs Sckwinn: Vortrag des Herrn Geh. Baurath Prof. Dn v. Ritgen „Ueber verschiedene Arten der Wandmalerei im Alterthum und in der Neuzeit". _____Auch Nichtmitglieder sind eingeladen.__7828 Bettzeuge, Barchente, Zwilliche, Deinen, Chiffon, Shirtiug, Damaste, Piques, Eiaudtücher, Tischtücher, Servietten, Cardsnen, Tricat, Pique- und Tischdechesi, rothe und farbige Kalter, Beisedecken, Steppdecken, Bett- federil und Daunen in besten Qualitäten empfiehlt zu billigen Preisen Fe Holberg, 7155 Kirchenplatz. Das Neueste in Wolltüchern für Kopf und zum Umhängen, Caputzen, Kapotten, Westen für Damen und Kinder, Pellerinen, Pelz- uad PeLüsts, Käppchen für Knaben uno Mädchen, Müffchen, Buckskin., Wildleder- und Glace Handschuhe empfiehlt zu billigster? Preisen 7652 A. Fangmann. Regenschirme für Damen, Herren und Kinder in großer Auswahl. | Adressbuch 1883. | für tlns Adressbuch 8 ur bitte baldgefälligst an mich gelangen zu lassen. Im In- w w teresse einer hübschen Ausstattung derselben ist es nicht w w zu empfehlen, bis zur letzten Stunde zu warten. 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Auf den Preis kommt es nicht an, wenn der Comfort demselben entspricht. Adressen mit genauer Angabe des Preises und der übrigen Bedingungen sind in der Exped. ds. Blattes unter Chiffre C. v. H. möglichst bald abzugeben. 7827 Die Beleidigung gegen meinen früheren Dienstherrn Georg Lang nehme ich als unwahr zurück. 7834_____Katharine Hardtmann. L. Schmitt Glaser 7 Kanzleiberg 7 empfiehlt sich in allen im Glaserfach vorkommenden Arbeiten. Wie bekannt, wird das Einrahmen von Bildern und Spiegeln bei mir gut besorgt. Achtungsvoll 6673 1L. 8cHm 111. 7775 Eine Familienwohnung von drei oder vier Zimmern wird für eine kl ine Familie zu miethen gesucht. 93ort wem? sagt die Exped. ds. Bl. 7847 Ein kleines, glatthäriges Pinscherhündchen, gelb, auf den Namen „Fidel" hörend, ist gestern Nachmittag entlaufen. Dem Wiederbringer 3 Belohnung. Wo? sagt die Exped. ds. BI. 7841 Ein Ladenmädchen gesucht. Gute Zeugnisse erforderlich. I. Retter, Neustadt. ±7 (ieschw. Ileerz empfehlen zur Saison: Filz- und Belour-Rvcke, wollene Tücher, Kaputzen, Kragen, Westen, Kinderkleidchen und 'Jäckchen, Beinlängen und Strümpfe, wollene Hemden. Unterkleider für Damen, Herren und Kinder, Strickgarne, Nockwolle von j-l. 1,20 7851 Karl. Philipp Euler, Marie Euler. geb. Hirschfeld. Todes-Anzeine Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Nachricht von dem Hinscheiden unseres lieben Söhnäens Großes Vocal- md iDstromental-Concert zum Besten der Ueberschwemmten in Tyrol, gegeben von dem Gesangverein „Liederkranz“ dahier in Verbindung mit der hiesigen Regimentsmusik Samstag den 2 December, Abends 8 Uhr, im JLeib’schen Saale. Programm. I. Abteilung. 1. Marsch aus dem Sommernachtstraum . . von Mendelssohn- 2. Ouvertüre zur Oper: „Die Felsenmühle“ . „ Reissiger. 3. Bundeslied, Chor „ Lichner. 4. Concerlhaus-Quadrille • . „ Liebig. 5. Schäfers Sonntagslied, . Chor . • . . . „ Kreutzer. II. Abtheilung. 6. Ouvertüre zur Oper: „Die lustigen Weiber“ „ Nicolay. 7. Postillon-Lied „ Weidt. 8. Kuss-Walzer „ Strauss. 9. Gute Nacht, Chor mit Solo „ Kuhn. 10. Fantasie aus der Oper: „Carmen“ . . . „ Biz et. III. Abtheilung. 11. Hymne „Lobpreiset laut“ „ Herzog Ernst. 12. Oificier-Casino, Polka „ Krausse. 13. Der Liebste, Chor „ Dressner. 14. Abschied vom Walde, Chor „ Klauer. 15. Selcction aus Preciosa „ C. M. v. Weber. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 25. November 1882. 7835 auf der Burg Gleiberg. Heute (Dienstag) Abend 6 Uhr: 7840 An der Kasse Entree ä 70 Kinder gelten bezüglich des Entrdes für Erwachsene. Eintrittskarten ä 50 H werden bei den Herren Carl Wenzel, Seltersweg, Tribus, Seltersweg und Daniel Heil, Lindenplatz, ausgegeben. Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 2V2 Uhr statt. Ein Wort an Alle. welche Französisch, Englisch, Italienisch od. Spanisch wirklich sprechen lernen wollen. Gratis und franko zu beziehen durch die Rosenthal'sche Verlagshandlung in L e i p z i g. 7846 Verloren ein schwarzes Atlas- täschchen, mit Leder gestickt, darin ein Taschentuch, M. B. 12 im Kranz gezeichnet, ein Paar schwarze Glacö-Handschuhe und ein Zulegkämmchen. Abzugeben gegen Belohnung bei Herrn Emil Möhl, Bahnhofstraße. Danksagung. Allen Denjenigen, welche unseren lieben Vater, Schwieger- und Großvater C. Kraft, Gensdarm i. p. zur letzten Ruhestätte begleitet haben, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dingeldey, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. oöes=tintige Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß heute Nachmittag um 1 Uhr unser unvergeßlicher Gatte und Vater, der Kaufmann Ludwig Kalkhof in seinem 46. Lebensjahre nach vierzehntägigem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Theater in Gießen. (Caf6 Leib.) Dienstag den 28. November 1882 16. Vorstellung im Abonnement. Zum 3. und letzten Mal: 7841 Reif-Heiningen. Schwank mitGe sang in 5 Aufzügen von G. v. Moser. 7836 ■» Morita Heichelheim i Verkauf von Staats- Bank- & Wechselgeschäft ) papieren etc. '/172 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen.