1882 Freitag den 28. Juli Nr. 173 Pr-eiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Tucch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf- Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. 9«tr<4ttt Schulstraße B. 18. Vom <ß. fraglich^ bisherigen Nachrichten über die angeblich theilweise schon vollzogene Einschiffung des für Egypten bestimmten englischen Expeditione Lorps haben sich als verfrüht erwiesen. Jetzt kommt nun aus London die Mittheilung, daß die Infanterie des Expeditions-Corps am 4. August, die Kavallerie am 9. August eingeschifft werden wird. Angesichts der drohenden Lage in Egypten und in Berücksichtigung des Umstandes, daß sich die Armee Arabi Pascha's mit jedem Tage verstärkt, erscheinen diese Termine ziemlich spät wahrscheinlich wünscht aber England, vor Einschiffung seiner Truppen sich mit' Frankreich über den Umfang der egyptischen Expedition in’5 Einvernehmen m setzen Es geht dies daraus hervor, daß der zum Generalstabs-Chef für das englische Expeditions-Corps nach Egypten ernannte Generallieutenant Adye am vergangenen Montag nach Paris abgereist ist, um mit den französischen Militärbehörden den Plan einer gemeinsamen Expedition nach Egypten zu be- rathen. — Jedenfalls wird der egyptische Feldzug nicht so leicht beendigt sem, wie sich vielleicht Herr Gladstone vorstellen mag. Schon jetzt sind die Schwierigkeiten sür die bereits in Alexandrien befindlichen englischen Truppen groß, namentlich da in Folge der Bemühungen Arabi Pascha's das Trinkivasser im Mahmudieh-Kanal, welcher Alexandrien vom Nil aus mit Trinkwasser versorgt, rasch sinkt. Eintretender Mangel an Trinkwasser müßte aber die Operationen der Engländer gleich von deren Beginn an lähmen. lieber die Betheiligung Italiens an der englisch-sranzösischen Expedition nach Egypten lauten die Angaben schwankend, doch glaubt man, daß Italien auf den hierauf bezüglichen englischen Vorschlag nicht eingehen werde. Alle Gerüchte über Rüstungen Italiens werden von Nom aus officiös dementirt. Im Kriegs- und Marine-Ministerium werden nur Vorkehrungen getroffen, um nicht unvorbereitet dazustehen. Die Pforte hat am Montag, den 24. Juli, durch ihre Vertreter, Assyrn und Said Pascha, zum ersten Male an den Verhandlungen der MS werden bis zm Marktplatz, uni tn Vorstand. 7. Juli 1882. Gießen, am 26. Juli 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmanm_____ Nr 18 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 22. d. M., enthält: K Jffi -»« » «m* ***** ***** ******* ssel, Pferdehändler. M Botschafter-Conferenz theilgenommen. Hierdurch, sowie durch den Uebergang des Präsidiums an Said Pascha, werden sich bte Verhandlungen jedenfalls bewegter gestalten und denselben ein Interesse verleihen, welches ihnen bis jetzt noch gffehtt hat.Pascha, Vicekönig von Egypten, hat nun das Taseltuch zwischen sich und Arabi Pascha entzwei geschnitten. Durch em Deeret entsetzt der Khedive Arabi Pascha seines Amtes als Krlegsmmlster, erklärt ihn für einen Rebellen, verbietet der Armee, Arabr zu gehorchen und untersagt dem Volke die von ihm erhobenen Steuern zu bezahlen. Arabi hat dieses Decret bereits durch eine Proklamation an die Egypter beantwortet, m welcher oer Khedive als ein Verräther am Vaterlande erklärt wird und Allen, die noch zu ihm halten, die strengsten Strafen angedroht werden. - Die Engländer haben Ramleh, wo sich eine Süßwasser-Station befindet, nach unbedeutendem Gesechte mit den egyptischen Truppen, besetzt. Dagegen mußte der weitere Vormarsch gegen die Stellung Arabi Pascha's bei Kafre-Dowar eingestellt werden da der Boden durch das Ablaffen des Mahmudieh-Kanals völlig durchweicht ist, jo daß die englischen Artilleristen ihre Geschütze nicht mehr vorwärts bringen konnten. Politische Ueberficht. Gießen, 27. Juli. Die Stellung Deutschlands zur egyptischen Frage ist Mn mehrfach eingehend erörtert worden und stets ist man zu dem Schlüße gelangt, daß die Interessen Deutschlands durch die Krisis in Egypten nur m verschwindend geringem Maße berührt würden. In ähnlichem Sinne pncht sichi auch eine der Köln. 3ta." aus Berlin zugegangene bemerkensmerthe Zuschrift aus, m welcher der Gedanke ausgesührt wird, daß Deutschland mit der gegenwärtigen egyptischen Frage thatsächlich sehr wenig zu thun habe. W Die Annahme, daß die Verhandlungen zwischen der preußischen Regierung und dem Vatikan einstweilen abgebrochen seien, ivird von dem „Offer- More Romano" entschieden bestritten. Das genannte Organ, welches als Mundstück des Vatikans gilt, bemerkt zwar, daß man M einem dauerhaften Frieden noch nicht gekommen sei, aber durch die Wiederherstellung der preußi chen Gesandtschaft beim heiligen Stuhle und die Wiederbesetzmig mehrerer erledigter Bischofs-Sitze sei ein großer Schritt zur Anbahnung des Friedens gethan worden. Man müße eben die Resultate der Verhandlungen abwarten und bedenken, daß hierbei schwerwiegende und complicirte Fragen zu lösen ^ren. Der Battkau wünsche nichts sehnlicher, als eine baldige Verständigung. Vorläufig fehlt es aber noch an Beweisen des Entgegenkommens der Kurie und so stellt sich auch der Werth der Aeußerungen des genannten römischen Blattes einigermaßen zweifelhaft^dar. und Landshut stattgefundenen Ersatzwahlen zum Reickstaae haben einen Sieg des Centrums ergebe«, der übrigens mit leichter Mühe errungen ward, da sich die Liberalen der Wahl enthielten. Beider Lwbl in Landshut wurden nach den anitlichen Ermittelungen un Ganzen 5469 Stimmen abgegeben, der Rittmeister a. D. Graf von Preystng- Lichtenegg-Moos wurde mit 5410 Stimmen zum Reichstagsabgeordneten gewählt, stn Passau erhielt Prosessor Dr. v. Diendorfer von 3540 Stimmen, die abgegeben wurden, 3346. Beide Herren werden der Centrumsfraktion des Reichs- taaes beitreten. Y ,. In Oesterreich dauert die Agitation der Czechen gegen die Prüfungsordnung für die neue czechische Universität in Prag, ivonach die czechr- scheu Caudidateu der juristischen Fakultät ihre Keuntniß der deutschen Sprache nachzuweisen haben, ungeschwächt fort. Die „Narodni Listy", das Hauptblatt der Czechen meinen, daß die Prüfungsordnung den ganzen Zweck der czechijchen Universität vernichte, welche ein fester Wall sür die ezechischen Bestrebungen sein und ein national gesinntes Bearntenthurn schaffen sollte. Die Czechen wollen die Prüfungsordnung nur dann acceptiren, wenn die Candidaten des Staatsdienstes an der deutschen Prager Universität angehalten werden, ihrerseits den Nachweis der Kenntniß der ezechischen Sprache beizubringen; ob man aber in Wien gesonnen, diesem Verlangen nachzukommen, ist denn doch sehr Ieutschland. Darmstadt, 26. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben ^°^A?i9^Juli den Seeretär, Registrator und Protokollisten bei der Brand- versicherungs-Commission, Rechnungsrath Friedrich S r o m m e t b e i n, auf fern Nachsuchen, unter Anerkennung einer langjährigen, nut Treue unb> ®ifer gelet fteten Dienste mit Wirkung vom 1. August I. Js. an, m den Ruhestand zu versetzen und ’ demselben aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. Am^22°"Juli'^der'^Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze M Groß-Gerau, Adam Prinz ^zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtsfttze zu Höchst undder Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Offenbach, Franz Jockel, zum Gerichts- Vollzieher mit dem Amtssitze zu Groß-Gerau. England. 26 lull. Das Unteihaus setzt- die Berathung der Cr-ditvorlage bis -WMWZMMZM Aegypten Mörder Cavendish's ist ein Irländer NamensO'Brien. Er SÄWS“- ihm die Ordnung in Aegypten herzustellen. Ilakren. Rom 24 Juli. Auf Sardinien ist in der Nähe von Dorgaft am Meere eine Stalaktitenhöhle von ungeheurer Ausdehnungj und fMtt-r der Formation und Farben entdeckt worden. xtfmrpr Orfan aebaust und hat am 12. ds. gegen 2 Uhr Nachmittags em WJ^ig^eS „®ine eine Strecke von 15km m tue Lange un genommen hätte, würde keine Fenersäule", sagt der Bericht, „die Men Weg ^Emen^ya^ f.$ schrecklicheren Verwüstungen jurudgelaffert habento"?enatte g3äume um, stürzte mit einem fürchterlichen Getose angeuntngt er P finb hauptsäch- Häuser über den Hau en und verwüste e dre Maaten Forcatura, lich die hochgelegenen Ortschaften Fondi, Ca^ CaffM n° , Cesi, Taverne. Der Schaden wird als unuverjeyoa > . Aegypten. - «».. d<„ ... dl. •» 2S- 3-s.:ä' Hafen an, und in Folge erhaltener Höchst wichtige Documente wurden bei Officter, auf Befehl des Admirals vechaftet.^ Agent Arabi's für die Beförderung ihm gefunden, die zeigen, daß er seit Mon bem panislanutlschen Comrtt w Kon- von Briefen zwischen tfrm und dem P bem Tribunal vorgefuhrt und von dem staniinopel gewesen. Raghtb .^rbLe'°Lt-nbe Behandlung versprochen worden wenn Präsidenten verhört. Nachdem lh n 0^ vollständige ßilte der Personen, mit denen er ein volles Geständniß ablege, 0 ^iste sind die Namen mehrerer einflußreicher Arabi in Verbindung stand, In mer^ Zaffar und Essad, die Haupt' Persönlichkeiten im Mdtz Kws , «.«sachung einer religiösen Agitation in arabischen Agenten des Sultans für guch eine Liste von Arabi's Bundesgenossen rn Ländern, mit inbegriffen, ^le^überraschende und äußerst wichtige Enthüllungen er- Egypten und es weroen ' «#* v :atafomken- V ton Ludwig«" * ,v $erS«uf«» ftrirta1 . „ 3J81 Wftbt „ »'! nnrujen SS«* ießener Anzeiger Amts und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Saal statt lfg. __N 1Z. i'etlc. a snfels. chmenvonBiMn on Spiegeln inato ^geführt bei :r Luh^NemM- Eich iMilspächür__ § i ä ♦ "'s w. X MW Literarisches. Von der Deutschen Univc-salbiblwth-k für Gebildete „Das Wissen der Gegen- wart", Verlag von (M. ftrentaa in Leipzig, erschien soeben der IV. Band: „Taschenberg, Die Jnsicten nach ihrem Schaden und Nutzen" 306 Seiten. Mit 70 Abbildungen- Preis geb. 1 Mark. Der durch verschiedene Schriften auf diesem Gebiete in weiteren Kreisen bekannt gewordene und auch anerkannte Verfasser liefert in dem vierten Bande vom „Wiften der Gegenwart" nicht in Form eines Lehrbuches, sondern als fesselrwes Lesebuch die Naturgeschichte zahlreicher Jnsecten. Fordern diese kleinen Lebewesen schon durch die Zierlichkeit und Schönheit ihrer äußeren Erscheinung, sowie durch die Mannigfaltigkeit ihrer oft Staunen erregenden Gewohnheiten und Lebensverhaltmsse jeden Gebildeten zu ihrer Beachtung heraus; so nöthigen uns gewisse unter ihnen darum ihre nähere Bekanntschaft auf, weil wir uns ihrer ohne solche nicht wurden erwehren können, wenn sie massenhaft über unsere Culturen oder sonstiges Eigentyum herfallen, wenn sie unsere eigene Person als Blutsauger peimgen, oder weil wir Konstantinopel, 26. Juli. Die tscherkessischen Officiere, welche wegen Verschwörung gegen Arabi Pascha ausgewiesen waren, sind bereits gestern nach Alexandrien abgereist und haben als Gnadengeschenk des Sultans einen zweimonatlichen Gehalt ausgezahlt erhalten. Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Eorrefponderrz-Airrearr. London, 26. Juli. Die „Times" bemerkt bezüglich des Vorgehens Englands in Egypten, wenn England allein auf eigene Verantwortung die Aufgabe übernehme, Egypten von der Anarchie zu befreien, so werde es das Recht erwerben, in Zukunft eine controlirende Gewalt über das Land, welches es gerettet, auszuüben und werde dieses Recht geltend machen. Wenn England sich auf einen Krieg zur Herstellung der Ordnung in Egypten einlasse, müßten die formellen Verbindlichkeiten der Diplomatie, welche übernommen wurden, als die Situation eine ganz andere war, als aufgehoben angesehen werden. Die Herstellung einer starken und wirksamen Regierung in Egypten unter dem Protektorate von Großbritannien würde die egyptische Frage in der besten und nachhaltigsten Weise lösen. — Die „Daily News" will wissen, England und Frankreich hätten Italien aufgefordert, gemeinsam mit ihnen Maßregeln zum Schutze des Suezkanals zu treffen, außerdem werde England noch Italien,ersuchen, in Gemeinschaft mit ihm die Ordnung in Egypten herzustellen. London, 26. Juli. Es wird berichtet, Italien sei Willens, sich an den Maß- reaeln zum Schutze des Suezkanals zu bethetltgen. - Der Khedtve bereitet eine Proclamation vor, welche Straflosigkeit sowie das Verbleiben im Rang und in Civil- und Militär-Privilegien allen denjenigen zusichert, welche innerhalb einer bestimmten Frist ihre Unterwerfung anzeigen; ausgenommen sind Arabi und die anderen Rädelsführer der Rebellion gegen die rechtmäßige Regierung. (5r. 3.) Lord Dufferin hat in der gestrigen Conferenzsitzung vorgeschlagen, der Sultan solle Arabi als Rebell erklären. Die türkischen Delegirten nahmen dies ad rcfcrönduni. — Aus Alexandrien wird gemeldet: Es verlautet, die weiße Flagge wehe auf Arcrbi's Verschanzungen, was zu dem Gerüchte Anlaß gibt, Arabi wolle wegen seiner Unterwerfung verhandeln. (ur- 3) — Der Entschluß der Pforte, Truppen nach Aegypten zu senden, wird auf die englischen Vorbereitungen zur militärischen Occupation Aegyptens keine Einwirkung haben. (Fr. Ztg.) Marseille, 25. Juli. Eine 640 Mann starke Abteilung Marme- Jnsanterie ist heute aus Cherbourg in Toulon angekommen; morgen wird eine weitere Abtheilung Marine-Infanterie aus Brest erwartet. Aus aus Paris eingetroffene Ordre soll morgen auf den Transportschiffen „Mytho" und „Ana- mite" eine Infanterie-Brigade und eine Batterie eingeschifft und von den Panzerschiffen „Revanche" und „Heraine" nach Port Said escortirt werden. Wie es heißt, werden 600,000 Liter Wasser der Expedition mit der „Garonne" nachgeführt. Alexandrien, 25. Juli. Der Khedive hat Omar Lufti zum Mimster des Krieges und der Marine ernannt. — Die Eisenbahnverbindung nach Rosette ist zwischen Abukir und Ramleh zerstört worden. — Einem Gerüchte zufolge hätte sich Arabi nach Kairo begeben, und Toulba Pascha den Befehl über die Trabi's übernommen. Nachrichten aus Kairo vom 22. ds. melden, daß trotz der gehegten Befürchtungen daselbst Alles ruhig sei. ^ort Said, 26. Juli. Lesseps berief eine Versammlung, in welcher er erklärte, daß er von Arabi Pascha die bestimmtesten Zusicherungen habe, daß derselbe die Gerechtsame des Suezkanals respectiren werde. — Gestern wurden zum Schutze des Consulats 25 Mann des Hierselbst ankernden deutschen Kanonenboots „Möve" an das Land gesetzt. wartet. An feiner Person wurde ein Brief an Arabi gefunden^ besten Trager er aus KonstantMopel war Derselbe ist in türkischer Chiffreschrift geschrieben und fern Inhalt §s etzt noch unentziffert. Er hatte auch verschiedene Zeugnisse von Arabi sür mehrere von ihm geleistete wichtige Dienste bei sich. . Ein in Alexandrien am 23. ds. angekommenrr Augenzeuge der Christenmorde in ^^^opäer und eingeborene Christen und Juden, darunter zwei englische Telegraphisten, wurden gefoltert und buchstäblich m Stücke gerissen, die Frauen vorher aeschändet Die meisten der Unglücklichen wurden nach dem Hauptplatz der Stadt geschleift und dort in Gegenwart des Gouverneurs ermordet. Soldaten wie der Vöbel betbeiligten sich an den Greuelthaten, welche an Rassimrtheit die bulgarischen Scheußüchkeiten übertrafen. Zwei Deutsch/in Tulkh, welche der Stations-Jnspector bis zum Abgänge des Zuges unter seinen Schutz genommen hatte, wurden beim Em« steigen ergriffen und ihnen an der Wagenthüre die Kehlen abgeschnitten. Ein anderer Christ wurde auf das Geleise gelegt und von einer Locomotive überfahren. — Arabt Pascha's „Sendschreiben an England', das wenige Tage vor dem Bombardement Alexandriens an Mr. Gladstone gesandt wurde, diesem aber erst nach biVn Mt ÄW“ Wne W Alexandrien, Z. Juli looZ. Mein Herr' Unser Prophet hat uns in seinem Koran befohlen, Krieg weder zu suchen, noch zu beginnen. Er hat uns ebenso befohlen wenn Krieg gegen uns geführt wird, demselben Widerstand entgegenzusetzen und unter ber Strafe, selbst als Ungläubiger zu gelten, Diejenigen, welche uns angegriffen haben, nut jeher Waffe und ohne Mitleid zu verfolgen. Folglich mag England sich versichert halten, daß die erste Kanone, welche gegen Egypten abgefeuert wirb, bie Egypter von allen Vertragen, Con- tracten unb Conventionen entbinbet; baß bie Controle unb bie Schulben zu Ende sinb, daß das Eigenthum ber Europäer confiscirt wirb, baß bie Canäle Zerstört, bie Com- municationen abgeschnitten unb baß von bem religiösen Eifer ber Mohamebaner Gebrauch gemacht wird, um einen heiligen Krieg m Syrien, in Arabien zu preblgen. Egypten wirb von ben Moham-banern als ber Schlüssel von Mekka und Mebina angesehen unb Alle sinb zufolge ihres Religionsgesetzes verpflichtet, diese heiligen Orte und alle Wege, welche zu denselben führen, zu vertheibigen. Predigten über diesen Gegenstand sind bereits in den Moscheen von Damaskus gehalten unb es ist ein Übereinkommen mit ben religiösen Führern eines jeben Landes ber ganzen mohamed- anischen Welt getroffen worden. Ich wieberhole und werbe fortfahren, es zu wieber- holen, daß der erste Streich, welcher von England oder feinen Alliirte» gegen Egypten geführt wirb, Blutvergießen burch die ganze Lange unb Brette von Asien unb Afrika verursachen wirb, wofür die Verantwortlichkeit auf das Haupt Englands fallt. Die englische Regierung hat sich von ihren Agenten, welche ihrem Vaterlande den Verlust sttnes Prestiges m England gekostet haben, täuschen lassen. England wird noch schlimmer berathen sein, wenn es versucht, wieder zu erobern, was es durch die brutale Gewalt der Kanonen unb Bajonnette verloren hat. Auf ber andern Seite gibt es mehr humane und freundlichere Mittel zur Erreichung dieses Zieles. Egypten ist noch immer bereit ja wünscht es sogar, mit England zu einem Emverftandniß zu gelangen, feste Freunde mit demselben zu sein, dessen Interessen zu schützen unb beffen Weg nach Hnbien zu halten, besten Bunbesgenosse zu sein. Aber basselbe muß sich innerhalb ber Grenzen seiner Jurisbiction halten. Wenn es jeboch vorzieht, getauscht zu bleiben unb zu prahlen unb uns mit feiner Flotte unb seinen inbffchen Truppen zu brohen, so ist es seine Sache, seine Wahl zu treffen. Nur unterschätze es nicht, wie es gethau hat, ben Patriotismus des egyptlschen Volkes. Seine Vertreter haben es nicht von bem Wechsel unterrichtet, welcher seit den Tagen ber Tyrannei Ismails unter uns bewirkt worben ist. Nationen machen in unserem mobernen Zeitalter plötzliche unb gigantische Schritte auf dem Pfab bes Fortschritts. Englanb mag sich schließlich versichert halten, baß wir zu kämpfen, als Märtyrer für unser Vaterlanb zu sterben entschlossen sind — wie uns von unseren Propheten zur Pflicht gemacht worden ist — oder zu siegen und unabhängig unb glücklich zu leben. Glückseligkeit ist uns in dem e neu tme in bem andern Falle versprochen, und wenn ein Volk von einem solchen Glauben erfüllt ist, so kennt sein Muth keine Grenzen. (gez.) Achmed Arabi." Lokales. Gießen, 27. Juli. sGustav-Adolf -Fest.j Am 19. Juli feierte der Zweig- Verein Gietzen fein Jahresfest in der Stabt Allenbors. Schon bei ber Einfahrt in bas Städtchen empfingen wir durch die einfache Ehrenpforte mit der Ueberschrift „Willkommen" den angenehmsten Eindruck, ber auch weiter erhalten würbe burch ben festlichen Schmuck in ben Straßen und noch mehr burch bie festliche Haltung ber Bewohner. Em feierlicher Zug vom Rathhaus an führte uns in die sreunbliche gleichfalls schön geschmückte Kirche, welche halb in allen ihren Theilen angefüllt mar. Der seit Anfang bieses Jahres bestehende kirchliche Gesang-Verein trug in beiden Gottesdiensten mehrere Gesänge vor, welche bewiesen, daß der noch junge Verein tüchtig eingeschult ist. Die ziemlich ausführliche Altar-Ltturgie, welche überhaupt m Allendorf gebräuchlich ist, wurde vom Ortsgeistlichen unter Theilnahme ber ganzen Gemeinde ausgeführt. Die Prebigt hielt über 1. Cor. 15, 58 Herr Pfarrer Or. Hager von Erzhausen: er zeigte in einfacher aber fesselnber Ausführung, baß der Gustao-Abolf-Verem ein Werk bes Herrn sei unb baß wir barum in ihm festhalten, ja immer mehr zunehmen müßten. Hierauf trug ber Secretär bes Vereins, Gyamasiallehrer Stamm von Gießen ben Rechenschaftsbericht vor, aus bem wir nur mittheilen wollen, baß ber Zweigverein Gießen in bleiern Rechnungsjahr 1409,75 Mark gegen 1363 Mark im Vorjahr für bie »wecke bes Vereins gesammelt hat unb zwar aus foigenben Gemeinben: Allenbors a. b. Lahn 9,15, Allenbors a. b. Lda. 29, Alt-Buseck 26,50, Annerod 14,80, Beuern 9,65, Groß-Linden 24,20, Hausen 6,86, Heuchelheim 21,42, Kirchberg (Pfarrei) 65,37, Klein- Linden 8,25, Lang-Göns 25,71, Leihgestern 2, Rödgen 12,55, Steinbach mit Albach 45,82, Treis 30, Trohe 2,95, Watzenborn unb Steinberg 7, Wiescck 16,30, Gießen 454,20, ber Frauenverein daselbst 600 Mark. Der Nachmittagsgottesdienst war nicht minbev stark besucht wie ber vormittägige. Herr Pfarrer Wibmann aus Bübingen prebigte über 1. Joh. 4, 16. Auch diese Predigt fesselte in bemerkbarer Weise die Zuhörer, welche überhaupt in bem nach zwei Stunben dauernden Gottesdienst bis Ende mit ungeteilter Aufmerks amfeit zuhörten. Es hielten nämlich noch Dekan Strack von Lang-Göns und Pfarrer Dr. Naumann von Gießen Ansprachen. Die Collecte, welche schon beim Morgengottesdienft über 32 Mark betrug, wurde ber ©emeinbe Herbstein, welche nächsten Sonntag ihr Gustav-Adolfs-Kirchlein einweih-n will, gegeben. Nach beenbigtem Gottesbienft würbe von ben freilich nur in sehr geringer Zahl erschienenen Abgeordneten bes Zweigvereins statt bes nach Friedberg versetzten Professor Dr Weiffenbach Herr Bürgermeister Brumm von Gießen in ben Vorstand gewählt. Es war bie Stimmung aller Anwesenben: Wir haben ein schönes Fest in Allenborf gefeiert, das auch ber bafigen Gemeinbe zur Ehre unb hoffentlich auch zum Segen gereicht. _______________ Berurischtes. Mainz, 27. Juli. Die hiesigen Bäcker haben die Brodpreise um 5 Ps. pro Laib heruntergefetzt. Die Frachtpreise und Ernte-Aussichten gestatten es sehr wohl, daß eine Preisermäßigung stattfinde. (Unsere Herren Bäckermeister in Gießen werden doch hoffentlich dem guten Beispiele folgen ?) Aus Hessen, 25. Juli. Bei der mit Recht wachsenden Theilnahme für die Ausgaben unb Thätigkeit ber Generbevereine bürste es von Interesse sein, zu erfahren, welche Einnahmen bie hessische Centralstelle für bie Gewerbe unb ber Laubes Gewerbe- verem jährlich haben unb wie biefelben verausgabt werben. Ein bafür bestellter, von den Vertretern der Localgewerbevereine gewählter, von bem Chef biefer Centralstelle präfibiiter Ausschuß entscheidet ordnungsmäßig darüber. Die Einnahmen für 1880/81 z. B. betrugen 47,660 A ebenso viel die Ausgaben. Der Staat lieferte dazu 34,286 JL Die Mitglieberbeiträge 12,817. Daraus würben für die Handwerkerschulen und sonstige Bedürfnisse ber 53 Localgewerbeoereine 18,078 A für bie Wetterführung einer technischen Mustersammlung in Darmstabt unb für Fachschulen 7002 JL an Ausgabe gebracht. Weiter flössen ber Lanbesbaugewerkschule zu Darmstabt unb ben erweiterten Kunst-. Industrie- unb Handwerkerschulen zu Offenbach, Mainz, Gießen, Worms, Erbach, Friedberg, Lauterbach und Büdingen für das vergangene Jahr 22,080 «X zu, fo daß etwa 70,000 «X im Ganzen amtlich im letzten Jahre in Hessen für gewerbliche unb Gewerbeschrilzwecken verausgabt würben- Dazu treten bie Leistungen aller ber zahlreichen Gemeinben, welche bie Locale, Lehrmittel, Heizung unb Beleuchtung für bie Hanbwerkerschulen, wie Bibliotheken 11. f. w. auf ihre eigene Kosten stellen. Die Zahl ber je 4 Mark jährlich beitragenden Mitglieder ber Vereine stellt sich auf 3140, wofür benfelben u. a. bas Gewerbeblatt, Organ bes Lanbesgewerbevereins, wöchentlich unentgeltlich zugeht, Vereine für Frauendildung unb Erwerb, ba Unterstützung zur Einführung ber Korbflechterei im Obeuwalb, bort für bie Errichtung von Fachschulen, sür bie Thonmaaren-Jnbustrie sollen weiterhin aus biesen Mitteln, welche für 1882/83 in gleicher Höhe bereit sinb, verwilligt werben unb liegen bem fraglichen Ausschuß, der sich noch in biefem Monat versammeln wirb, Anträge bafür vor. Auch ist die Wibmung eines Ehrenpreises seitens des Lanbesgewerbevereins für bie im September b. I. zu Darmstadt ftattfinbenbe landwirthschastliche Landesausstellung bem Ausschuß angesonnen Friebberg, 24. Juli. Gestern Nachmittag würbe die Gesellschaft „Actien- Zucker-Fabrik Welterau zu Friedberg" definitiv gegründet. Nachdem 1200 Keldactien unb über 1500 Rüben-Actien gezeichnet waren, fanb bie constituirenbe Generalversammlung statt unb würbe ber aus 15 Mitgliebern bestehenbe Aufsichtsrath gewählt. In bemfelben würben neben größeren Oeconomen ber Kreise Bübingen, Hanau unb Friebberg, bie Herren A Bergsträßer in Niederolm, Bürgermeister Küchler in Worms unb Bankbirector Hedberich aus Darmstadt gewählt; letzterer deshalb, weil die Bank für Handel unb Industrie in Darmstadt 450 Actien gezeichnet hat. Da die Fabrik im nächsten Jahre ihren Betrieb eröffnet, steht die Wahl des Vorstandes unb ber Beginn ber Vorarbeiten und Bauten in ber Kürze bevor. Rockenhausen, 23. Juli. Heute Nachmittag beging ber Müller Dexheimer auf ber Obermühle einen Morbversuch an seiner Ehefrau, die er tödtlich verwundete. Er selbst erschoß sich hieraus hinter ber Mühle. Dexheimers Frau hatte eine Klage auf Ehescheibung erhoben, welche nächster Tage zum Austrage kommen sollte. Deren Verwanbte hatten bie Mittel aufgebracht, um Dexheimer nach Amerika zu schaffen. Vor einiger Zeit aber war berfelbe wteber hierher zurückgekommen. Wiesbaben, 24. Juli. Der Funb alter hollänbischer Staatspapiere in einem zum früheren Inventar bes im Neubau begriffenen „Englischen Hofes" Schreidpulte bestätigt sich; boch wirb uns von ben Erben des Herrn A^s Berthold, des früheren Besitzers des Hotels, mitgetheilt, daß dieselben von dem Vorhandenfem ber Papiere Kenntniß hatten, sie aber, auf bie Aussagen bcs verstorbenen Herrn Bertholb sußenb, für werthlos hielten. Die Staatsanwaltschaft hat einstweilen bie fraglichen Papiere bei Frau Wtttwe Berthold mit Beschlag belegt Von anderer Seite erfahren wir, daß die betreffenden, von dem Hausburschen des Herrn "Uctionators Müller gefundenen Papiere etwa bie Große ber Nass. 25 ffa;^J$eine haben, Waste- Zeichen, stempel unb Unterschrift versehen sind, bie Jahreszahl 1814 unb bie „Eene tausenb Gulben Hollänbisch" tragen. Ob biefe Scheine überhaupt noch einen reellen Werth haben, ist noch nicht eruirt .s*n iq "ä “"«i * M btr amv 'b« 'd-rU-dL würbe bür* c l'ch- 6<Ä yi war. Der i* bMotte§5kn£ fr9 Ungeschulte )r' geblMch^ch ü '^sgefühtt. i s^rhausen-k wwn ein W MehmenmüM n von Gießen bä ‘B der Zweigvertz m Vorjahr für '«nden: Aliens l4,80, Beuern 9,65, «') 65,37, KlW nbach mit Albch E 16,30, Gießen zsaotlcsoienst war Widmann aus bemerkbarer Werst en Gottesdienst bis roch Dekan Strait d)en. Die Collrcte. urde der Gmeick reihen will, gegeben, tehr geringer i versetzten PrOl r in den Mnb ein schönes K in hoffentlich N jum reise um 5 Pf. pro alten es sehr wohl, in Gießen werden Theilnahme für die sse sein, zu erfahren, )er Landes Gewerbe- dafür bestellter, w dieser Centralstelle ahnten für 1880/81 :tt bflju 34.286.X- wMW und Wrfttrnng einer ) X an Ausgabe b den axotXW itn. Wvrrntz. & 122,080 X (M ro «eottW SS" j« Streit« M S« 1 @totr6, ba M r d« ErriDii«1 .'eien Kittel». * @Ä,S ffAfrt ch'M'h -K Ä ibinfeÄo^ Ws «S°S Ä"* d Äinerl^ ien. in tlniffl -SK Herrn ^n M 81W.v ■; her -M wied r andere uns sonst nicht nutzbar machen könnten. Aus dem unendlichen Reich- thume der Jnsectenwelt sind uns die wichtigsten von denen vorgeführt, mit welchen die Bewohner Mitteleuropas nach den eben angedeuteten Gesichtspunkten am meisten in Berührung kommen. Nachdem der Leser bei einer „Umschau in der Jnsectenwelt" dem Gegenstände naher getreten ist, führt ihn der Verfasser durch Wald, Feld, Küchengärten, Blumengarten, Weinberg und weist ihn auf die überall vorkommenden Beschädigungen seitens dieser kleinen Feinde hin, letztere näher besprechend und viele durch naturgetreue Abbildungen vergegenwärtigend. Auf dem Heimwege wird noch einiges wassergeborenen Ungeziefers gedacht und dann mit den lästigen und gewinnbringenden Hausinsecten die Betrachtung geschlossen. Selten findet man die Tüchtigkeit des wissenschaftlichen Specialisten mit solcher Anmuth der Darstellung gepaart, wie in diesem Buche. Neben dem wissenschaftlich classificirenden Zug läuft ein künstlerisch characterisirender, der uns mit lebhaftestem Interesse für die mannigfachen Thierexistenzen erfüllt. Um ein Beispiel herauszuheben, weisen wir auf die prächtige Schilderung des Bienenstaates im letzten Abschnitte des Buches hin. Zu der Freude an der Darstellung wird sich überdies der Dank für zahlreiche nützliche Winke gesellen. Der Landwtrth, der Feld- und Weinbauer, der Forstmann und endlich ein jeder, der auf die Reinlichkeit und Unversehrtheit seiner Umgebung hält, kann mancherlei aus den Mittheilungen Taschenbergs profitiren. Wir können diese interessante Lectüre auf das Angelegenste empfehlen und sind überzeugt, daß das Buch nicht nur mit Befriedigung nach Durchlesung beiseite gelegt werden, sondern auch öfter wieder zu Rathe gezogen werden wird, wenn es sich um Erkenntn'ß eines oder des anderen uns lästigen oder schädlichen Kerbthieres handelt. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 22. Juli. Der Postdampfer Salier, Capt. A. Jaeger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. Juli von Newyork abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 8V2 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe Überbringt 144 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. F r a nffu r t, 26. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete der CentnerHeu jH 2.80—4.60, neues vH 2.30—4.20, Stroh 1.70—2.30, Eier das Hundert JL 4.50—5.50, Butter 1. Dualität JL. 0.00, 2. Qualität vH 0.87, Kartoffeln per Gentner JL 5.00—6.09, §^funbOO-OOH, Bohnen per Pfund 00—00 H, Wirsing7—8 Blnmen- Ul 00—00 4 das Stuck, Schinken per Pfd. 1.10—1.20, Ochsenfleisch per Pfd. 65—70^ Kuhfleisch 4o—60, Rindfleisch45—60 H, Kalbfleisch50—60 Schweinefleisch 65—4, Hammelfleisch 45—65 H, 1 Hahn JL 0.00—0.00, 1 Huhn JL 0.—0.00, 1 Poularde JL 0—0.00, 1 Ente JL 0.00, 1 Taube 00 .H, 1 Welschen JL 8—12, 1 Gans JL 0.00. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine 0 0r ™®lire Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von H AAS ENSTE IRT * VOtt&EH in ^rt?nu^U-rt C^ai‘lßralie> Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichte der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Quittung. Für das „Elisabethhaus", Kinderhetlanstalt in Bad-Nauheim sind ferner eingegangen und werden hiermit dankend quittirt: Von Herrn Geh.-R. V. 5 JL, Fr. E. B. 10 JL, Fabrikant A. N. 20 JL, Frau Forftmftr. H. 3 JL, Fabrikant E. K. 3 JL, Prof. C. 10 vH, Fr. Director B. 6 vH, Ungenannt 5 vH, Ungenannt 3 JL, Summa 65 vH, dazu durch den Gießener Anzeiger 2. Rate 5 vH und die früher qutttirten 289,75 vH: Summa 354,75 JL Zur Entgegennahme weiterer Gaben sind bereit: Professor Dr. Harnack. E. Kauffmann, Fabrikant. Schlosser, ___________Pfarrer. Stamm, Gymnasiallehrer. Wafferwärme der Lahn. Am 27. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 14° R-, Luftwärme 4-15 R. L. Ehr. Rübsamen. Bekanntmachung. In dem Firmenregister unterzeichneten Gerichts wurde eingetragen: 1) Die Firma Wilhelm Schmall dahier ist gelöscht worden; Robert Stuhl führt das Geschäft unter der Firma seines Namens fort. 2) Auch die Firma Bergmann L G a b r i e l dahier ist erloschen. August Gabriel führt nun Steinkohlenhandel unter der Firma seines Namens. Z) Jacob Bamberger dahier ist aus dem mit Löb Bär unter der Firma Bär & Bamberger betriebenen Geschäft ausgeschieden. Activen und Passiven gehen auf L ö b Bär über. Derselbe fuhrt das Geschäft mit Genehmigung des Jacob Bamberger unter der seitherigen Firma weiter. 4) Die Firma Becker & Laris hat ihre seither in Berlin bestandene Zweigniederlassung eingezogen. Der Theilhaber Philipp Becker zu Berlin ist aus dem Geschäft ausgeschieden, Laris und dessen Ehefrau führen dasselbe, dessen Activen und Passiven auf sie übergegangen, unter der seitherigen Firma fort. Gießen, den 25. Juli 1882. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 4997 Gebhardt. Hoizverfteigerung im Gießener Stadtwaid. Montag de» 31. Juli 1882, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Waldshute und Hegstrauch nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Rm. Rm. Rm. Wellen. Nadel 6,7 272,7 6 1960 Bau-, Werk- und Nutzholz: ; 80 Fichtenstämme mit 15,60 Fstm., 354 Fichtenstangen „ 18,13 „ Die Zusammenkunft ist auf der Chauffee nach Lich an der 1. Schneise. Gießen, den 24. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4955 Bramm. Freitag den 25. August, Nachmittags 2 Uhr, loll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe -es Friedrich Joseph Möhl II. dahier Nur 1/1032, 125 Mtr. Hofraithe in der Wetzsteingaffe meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. Juli 1882. Großh. Ortsgericht. 4728 Müller. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Die Rechnung des Armen-Vereins dahier für 1881 liegt 8 Tage lang auf der Registratur Großherzoglichen Kreisamts Gießen zur Einsicht der Mitglieder offen. Gießen, am 24. Juli 1882. Der Vorsitzende des Armen-Vereins zu Gießen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Nachbenannte Grundbesitzer können für folgende ihren Namen beigeschriebenen Immobilien das Eigenthum bezw. die Bezahlung des KaufschMngs urkundlich nicht nachweisen. !. Gemarkung Annerod. Heinrich Hammel II. daselbst Flur III, Nr. 186. Johannes Schäfer XV. daselbst Flur V, Nr. 190. II. Gemarkung Burkhardsfelden- Johannes Nicolai II. daselbst Flur IV, Nr. 483. Flur V, Nr. 429. Flur VII, Nr. 288. Flur IX, Nr. 382. Johannes Stumpf III. daselbst Flur XII, Nr. 3. Flur VIII, Nr. 440, 441 und 447. III. Gemarkung Gießen. Georg Adam Schmitt, Gerlachs Enkel in Krofdorf Flur V, Nr. 415. Flur VI, Nr. 172. Julius Georg Daniel Bapst daselbst Flur I, Nr. 770 und Nr. 780. IV. Gemarkung Groß-Buseck. Christoph Seip von da Flur XIX, Nr. 242. Es werden daher Alle, welche Eigenthums- oder sonstige dingliche Rechtsansprüche an vorbezeichnete Liegenschaften machen zu können glauben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß binnen zwei Monaten a dato dahier anzumelden, als sonst die Beschränkung gelöscht, die Veräußerungsvertrage bestätigt und die Einträge in das Mutaüons-Verzeichniß verfügt werden würden. Gießen, den 25. Juli 1882. Grobherzogliches Amtsgericht Gießen. I. V. Stammler, ____Amtsrichter.4998 Die noch vorräthigen polirten Möbel, worunter 1 Spiegelschrank, verkaufe ich bedeutend unter dem Selbstkostenpreis; ebenso eine Anzahl Spiegel. Polstermöbel, worunter 1 Sopha und 2 Sessel (überpolstert) in prima Plüsch (dunkelgrün), 2 polirte Sessel (ächt nußbaum) in dunkelrothbraunem prima Plüsch, 1 eleganter Sessel mit verdeckter Nachtstuhleinrichtung, eine Anzahl Sophas mit Mode- stoffen 2c., zu jedem annehmbaren Preise. Möbelstoffe gebe ich in reichster Auswahl ze nach Bedarf äußerst billig ab. Sehr billige bunte Stoffe, zu Vorhängen geeignet, in grün und weiß, rothbraun, gelb und braun rc. 4987_______________________Pantaleon Hollmann, Neuen-Bäuen 100. Die Kenten-EebensverfiHerungs-AnflaltMDarmfladl hat zu jeder Zeit Gelder swm Ausleihen gegen hypothekarische Sicherheit in größeren Beträgen verfügbar.4424 ■■CEBÄQSDBeenMEBSgäSSESMeHeeBMWHÄ® Herren-Hemden, Kragen, Manschetten, Shlipse, leichte Unter-Jacken und -Hosen sehr billig bei 4921 A. Haubach» für Damen, Herren und Knaben empfiehlt in großer, frischer Auswahl zu billigen Preisen 5001 2V Fangmann» 4907 24 .HührreHnd^lHahN sind preiswerth zu verkaufen. Nordanlage llo • Samstag den 29. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen im alten Rathhaus versteigert werden: Zimmerarbeit, veranschlagt zu 13 v4L, Weißbinderarbeit, „ „ 22 „ sodann wiederholt das Kleinmachen des Brennholzes für die städtischen Gebäude. Gießen, den 27. Juli 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 5004 A. Bramm. Freitag den 8. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Christian Malkomesius r Flur XXXX/40ai7/100, Hofraithe links der Chaussee, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. Juli 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 5003 Müller. Werrnischte Anzeigen. 4993 Verloren ein gold. Ring am vorigen Sonntag in der Frankfurterstraße. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen Belohnung in der Exped. d. Bl. abzugeben. __________________________ 4970 Ein junger, kräftiger Bursche als Knecht gesucht von Levy Jeffel, Pferdehändler. Weilburg, denL Juli 1882._______ 4978 Gesucht ein tüchtiger Fnhrknecht. Heinrich Schomber, Heuchelheimerstr. Studentenlogis gesucht f. nächst. Sem. i. Bahnhofstr. ob. d. Nähe. Schrift!. Offerten unter Nr- 4985 an die Exped. ds- Bl- ______________4985 4986 Ein junges Mädchen, welches längere Zeit in einem feineren Hause war, sucht Stelle als Kindermädchen- Gute Zeugnisse sind aufzuweisen. Näheres bei der Erved- ds. Bl. Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbstbefleckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dr.Retau’s Selbst- bewalirung. 78. Sufi. Mit 27 Abbild. Preis 3^.. Lese es Jeder, der an den schreck» tichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch G. Pönicke's Schul- buchhandluug in Leipzig, sowie durch jede Buchhandlung in Gießen. 3192 ~ 4947 Ein tüchtiger Hausbursche für ein Gasthaus gesucht- Näheres in der Exped- ds. Bl-_________ ' 4969 Ein tüchtiger Pferdeknecht wird gesucht.Emil Loh, Kirchenplatz. 4988 Ein braves Mädchen gegen hohen Lohn auf sofort gesucht- Näheres bei Frau Bob, Neustadt. Samstag den 29 Juli eröffne am hiesigen Platze Marktstrasse 33. im Hause des Herrn Süss, ein -Geschäft Mn-, Acih- u nh en gros