Nr. 122 Samstag den 27. Mai 1882. ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstrahe B. 18. Erscheint tügllch mit Ausnahme des M»ntag«. 2 db mt p ■» » ° Durch die *oU bezogen viertel tahrüch 2 Mart oO Ps. Amtlicher Htzei l. Nr. 12 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 23. I. Mts., enthält: (Nr. 1470.) Verordnung, betreffend die Aenderung der Klasseneintheilung einzelner Orte. Vom 9. Mai 1882. Gießen, den 26. Mai 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Im Auftrag Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz machen wir Nachstehendes bekannt: Nach amtlicher Mittheilung hat die französische Regierung mit Rücksicht auf die Schädigung, welche dem Pariser Handel aus der Einfuhr fremdländischer, mit französischen Marken oder mit der Bezeichnung „Paris" versehene Maaren erwächst, die. strenge Beobachtung der Bestimmungen des Artikel 19 des französischen Gesetzes über den Markenschutz, vom 23. Juni 1857, neuerdings den französischen Zollbehörden zur besonderen Pflicht gemacht. Der Artikel lautet in deutscher Uebersetzung wie folgt: „Alle fremdländischen Maaren, welche die Marke oder den Rainen eines in Frankreich ansässigen Fabrikanten, beziehentlich den Namen oder den Ort einer französischen Fabrik tragen, sind von der Einfuhr, von der Durchfuhr und von der Lagerung unter Zollverschluß ausgeschlossen, sie können entweder durch Verinittelung der Zollverwaltung oder auf Antrag der öffentlichen Anklage, bezw. der beschädigten Parthei mit Beschlag belegt werden, wo sie sich auch befinden mögen!" Ferner hat die Handelskammer von Paris die Erklärung abgegeben, daß sie, indem sie die Bezeichnung „Paris" als das Eigenthuin der Industriellen und Handeltreibenden , deren Vertretung ihr obliegt, ansieht, zukünftig als klagende Parthei gegen die Importeure auftreten werde, wenn die Bezeichnung einer nach Frankreich eingeführten Maare mit dem Rainen „Paris" den Zweck hat, die Maare für etwas auszugeben, was sie nicht ist. Großherzogliche Handelskammer. Ed. Silbereifen. Aentjchtand. Berlin 24. Mai. Die „Prov.-Corresp." schreibt: Die Gotthardtbahn könne das Mittelmeer wieder zum Welthandelsmeer machen. Deutschland werde jetzt mitlweit höherem Grade als im Mittelalter in das große Verkehrscentrunt hineinwirken und die belebenden Wirkungen desselben empfangen. Bedingung sei nur, daß das deutsche Volk gedeihe. Das Gedeihen der Völker hänge von der Tüchtigkeit der staatlichen Organisation und von der Stärke des christlichen Geistes ab, um bei dein Wachsthum der inateriellen Güter ein gerechtes Verhältniß zwischen allen Volkstheilen zu bewahren. Es sei daher ein glückliches Vorzeichen, daß die Gotthardtbahn zum guten Theil das Werk des Fernblicks und der Geschichtlichkeit der deutschen Staatskunst sei. — Die „Prov.-Corresp." citirt Stellen aus dem Hirtenbrief des Osnabrücker Bischofs und sagt, die öffentliche Meinung werde darans mit Genugthuung entnehmen, daß die Bemühungen der Staatsregierung, mit der katholischen Kirche wieder in friedliche Beziehungen zu treten, nicht auf unfruchtbaren Boden gefallen seien. Berlin, 24. Mai. Der Reichstagsabgeordnete Rechtsanwalt Munckel sollte, wie man sich erinnern wird, wegen einer in Küstrin gehaltenen Rede, welche angeblich Beleidigungen des Fürsten Bismarck enthalten Hütte, strafgerichtlich verfolgt werden, der bezügliche Antrag wurde jedoch von der landgerichtlichen Strafkammer abgelehnt. Auch die von dem Staatsanwalt dagegen erhobene Beschwerde ist nunmehr, wie die „Tribüne" meldet, von dem Strafsenat des Kammergerichts zurückgewiesen worden. — In der Diöcese Limburg, deren _ früherer Bischof Dr. Blunt am Sonntag sein 50jähriges Priester-Jubiläum feierte, war das Gerücht verbreitet und wurde in einzelnen Gemeinden anch von der Kanzel erwähnt, daß Dr. Blum, vom Kaiser begnadigt, in die Diöcese zurückgekehrt sei. Da das neue kirchen- politische Gesetz noch nicht verkündigt ist, konnte das Gerücht selbstverständlich nicht begründet sein. Auch ohne den Anspruch, die bischöflichen Obliegenheiten wieder auszuüben, hätte Dr. Blum, ohne begnadigt zu sein, schwerlich ist die Diöcese zurückkehren können, da, so viel bekannt,^ Ltrafurtheile gegen ihn ergangen sind, deren Vollziehung er durch die Entfernung in’S Ausland sich entzogen hatte. — Von hervorragenden Persönlichkeiten, namentlich Reichstags- und Landtags-Mitgliedern, wird ein Aufruf an das deutsche Volk zur Sammlung eines Fonds vorbereitet, der dem kronprinzlichen Paare zur Feier der Silbernen Hochzeit zur Verfügung für einen geineinnützigen Zweck überreicht werden soll. England. London, 24. Mai. Michael Davitts unversöhnliche Rede, worin er dem irischen Gutsherrenthum den Krieg bis mtf’ä Messer erklärt, sowie der schürende Aufruf der fenischen Brüderschaft haben ihre Wirkung nicht verfehlt und zu neuen agrarischen Ausschreitungen Anlaß gegeben. „Hauptmann Mondschein" entfaltet wiederum ungewöhnliche Thätigkeit und Brandstiftungen, Mord- versuche, Einschüchterungen und Drohbriefe find an der Tagesordnung." Unter diesen Umständen darf es nicht Wunder nehmen, daß die Regierung das neue Zwangsgesetz so bald als möglich in Kraft gesetzt zu sehen wünscht und auf schleunigste Erledigung der Berathung desselben dringt. — Dr. Lyons, einer der Vertreter Dublins int Unterhause, der sich bei den Parnelliten unbeliebt gemacht hat, ist „bedroht" worden. Vor der Thür seines Hauses in Dublin wurde ein geladenes Gewehr gefunden welche- als bedeutungsvolle Warnung dorthin gelegt worden war. — Die Königin Victoria vollendet heute ihr 63. Lebensjahr ein Alter welches seit der normannischen Eroberung nur von 11 Herrschern ßWnnhs überschritten worden ist. Am 20. Juni wird die Königin 45 Jahre über das Bereinigte Königreich von Großbritannien und Irland regiert haben eine Lerr- schaftsdauer, die nur von drei englischen Königen überschritten worden nämlich Hemrich UL, welcher 56 Jahre regierte, Eduard III., dessen Regürung MJchre dauerte, und Georg III., dessen Herrschaft sich über den langen Zeitraum von 60 Jahren erstreckte. . — Aus Kairo liegen böse Nachrichten vor. Das Ministeriuin betrachtet die Angebote und den Besuch des französischen Konsuls als ein Zeichen west- mächtlicher Schwäche und verweigert seine Abdankung, ebenso Arabi Pascha, welcher die Oberhoheit des Sultans vorschiebt und keine andern Befehle anerkennt. Mittlerwelle wird der Fanatismus mächtig geschürt. Man beschuldigt England und Frankreich böswilliger Pläne, der Vernichtung des Glaubens, der AnD vion und Unterjochung des Landes mit Umgehung der Hoheitsrechte des Sultans. Die Ulemas werden unruhig, die Kammer und die Armee schwanken; Tewfik's Anhang mindert sich, obgleich die Beduinen noch treu sind. Es hilft wenig, daß man diesen Zustand auf türkische Treibereien und Ermunterungen zurückführt. Hütten die Westmächte türkische Kriegsschiffe oder eine Flottenkundgebung zugelassen, so wäre die jetzige fanatische Wühlerei unmöglich gewesen. Durch die Uebergehung des Sultans würde dessen Prestige in Egypten nur vermehrt und die türkische Einmischung inuß jetzt von den Westmächten erbeten und etwanigenfalls theuer erkauft iverden. London, 24. Mai. Mertens, der Drucker des Journals „Die Freiheit", ist vor die Assisen verwiesen, seine Freilaffung gegen Caution ist vom Richter abgelehnt worden. London. Trotz der auf ble Ergreifung der Mörder des Lords Frederick Cavendish und Mr. Burke ausgesetzten hohen Belohnung ist es bis jetzt noch nicht gelungen, auch nur eine Spur der Thäier zu entdecken. Zwar nimmt die Polizei rechts und links Berhastungen vor, stellt Haussuchungen an, bewacht Eisenbahnen und Häsen, kurz, thut alles Mögliche, die Schuldigen zu entdecken, muh aber immer wieder die Verhafteten entlassen, findet zwar den Eigenthümer des Wagens, aber nicht den Kutscher: entdeckt bei den Haussuchungen zwar hier und da allerlei Verdächtiges, aber nichts, was sich auf den Mord bezieht; durchsucht alle ab- und einfahrenden Züge und Schiffe, läßt sogar die Dampfer „Scythia" und „Indiana" bei deren Ankunft in New- Noik durchsuchen, — Alles vergebens; die Mörder sind und bleiben verschwunden und die Polizei stehl vor einem ungelösten Räthsel. Des Morgens heißt es, die Polizei hat jetzt eine sichere Spur; Abends wird gemeldet, daß die Spur im Sande verlaufen, heute sucht man die Mörder in Dublin, morgen in London, dann in Cork, dann wieder in Liverpool — stets mit demselben Resultat: die Mörder bleiben pnentdeckt! Alles dieses zeigt, daß man es hier mit einem wohlangelegten, weitverzweigten Complott zu thun hat, dessen Fäden so verborgen sind, daß sie auch den schärfsten Blicken des erfahrensten Dctectives entgehen, und dies erklärt auch, warum die Hohe Belohnung noch keinen Angeber herangelockt hat, denn das Leben eines solchen Angebers würde wohl kaum einen Schuß Pulver werth sein. Italien. Mailand, 24. Mai. Das von der Munizipalität den Festgästen in den öffentlichen Gärten gegebene Banket, an welchem gegen 700 Personen theilnahmen, nahm einen überaus glänzenden Verlauf. An der Tafel saß rechts neben dem Herzog von Aosta der Bundespräsident Bavier, links der deutsche Botschafter o. Keudell. Der Herzog von Aolla brachte den Toast aus die Vertreter Deutschlands und der Schweiz aus, Bundespräsident Bavier den Toast auf den König von Italien und der Botschafter v. Keudell den Toast auf die Stadt Mailand. Minister v. Bötticher hielt eine Rede in deutscher Sprache, in welcher er zunächst bedauerte, des Italienischen nicht mächtig zu sein und sodann eine Parallele zwischen Deutschland und Italien zog, die beide in den Einheitsbestrebungen eng verbunden seien, wobei er Cavours und des Fürsten Bismarck gedachte. Die Rede schloß mit einem Hoch auf Italien. Nach dem Banket begaben sich die Festtheilnehmer nach dem Palazzo Reale, um die prachtvolle Beleuchtung des Domplatzes in Augenschein zu nehmen, auf welchem sich eine dichtgedrängte Volksmenge bewegte, welche den Herzog von Aosta, fowie die Feftgäste mit sympathischen Kundgebungen begrüßte. Spater besuchten die Gäste das Theater della Scala, woselbst ein großes Conccrt stattfand. Am Donnerstag treten die Gäste die Rückreise an. Türkei. Konstantinopel, 24. Mai. Nachrichten aus Pristina signalisiren neue Einfälle bulgarischer Briganten, welche in zwei Rencontres mit türkischen Truppen 8 Tobte und 4 Verwundete verloren. Aegypten. Kairo, 24. Mai. Da die Unterhandlungen mit Arabi Bey kein Ergeb- inß gehabt haben, so erbaten die Consuln Englands und Frankreichs von ihren Regierungen neue Instructionen, die heute Abend erwartet werden. Amerika. Washington, 23. Mai. In hiesigen unterrichteten Kreisen wird die Erwartung gehegt, daß hinsichtlich der ungünstigen Entscheidung des obersten Gerichtshofes in der Angelegenheit des zum Tode verurtheilten Präsidentenmörders Guiteau der Vertheidiger desselben die Ernennung einer Conimission zur Untersuchung des Geisteszustandes seines Clienten beantragen werde. Der oberste Gerichtshof des Districts Columbia hat feine Entscheidung in der von Guiteau gegen das über denselben gefällte Todesurtheil eingelegten Berufung abgegeben. Darnach war der Gerichtshof, vor welchen Guiteau gestellt wurde, zu dessen Aburtheilung befugt und wurde kein Jrrthum während der Proceß- verhandlungen begangen. Zu gleicher Zeit bestätigt der oberste Gerichthof das über Guiteau gefällte Todesurtheil. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Corrcspondenz-Burcau. Berlin, 25. Mai. Der Fürst von Bulgarien ist heute Morgen aus Petersburg angekommen, stieg im Schlosse ab und fuhr, nachdem er den Kaiser begrüßt hatte, mit demselben nach Potsdam zur Truppenbesichtigung. Nachmittags fand ein Diner zu Ehren des Fürsten von Bulgarien statt. — Der „Reichs-Anz." veröffentlicht das Gesetz, betr. den Erwerb der Anhalter Bahn für den Staat. München, 25. Mai. Wie das amtliche Blatt der Erzdiöcese München mitthellt, hat in Folge fpeciellen Auftrags des Erzbischofs das Ordinariat des Erzbisthums München mit Bezug aus die beabsichtigte „sakrilegische" Pontifikal- handlung des altkatholischen Bischofs Reinkens in München bei dem Cultusmini- ster Verwahrung eingelegt. London, 24. Mai. Die „Times" erfährt, der ernste Charakter, welchen die egoistische Krisis angenommen habe, beschäftige die Aufmerksamkeit Englands und Frankreichs im höchsten Grade. Es dürfe unverzüglich eine wichtige" Entscheidung erwartet werden. Petersburg, 25. Mai. Das „Journal de St. Pötersbourg" findet die Behauptung der „Republique fran?aise" ^höchst seltsam, daß die egyptische Frage außerhalb der Competenz des europäischen Concerts stehe und daß feit dem Berliner Congresse die Controle bezüglich Egpptens officiell Frankreich und Englanv Vorbehalten worden sei, was Frankreich zur ausdrücklichen Bedingung für seine Theilnahme am Congresse gemacht habe. Eine derartige Behauptung des Organs eines ehemaligen Ministers des Auswärtigen, fügt das „Journal de St. Petersbourg" hinzu, könne nur überraschen. Petersburg, 25. Mm. Wie hiesigen Blättern aus Kiew gemeldet roirb, hat der dortige Generalgouverneur Drentelen in Folge böswilliger Aussprengung von Gerüchten über bevorstehende neue Excesse gegen, die jüdische Bevölkerung an die Be wohner Baltas die Erklärung gerichtet, daß alle Urheber solcher Excesse und alle Aufwiegler zu denselben durch das Kriegsgericht bestraft werden würden und daß, falls die Polizeimaßregeln zur Unterdrückung von Excessen nicht ausreichend sein sollten, diese mit Waffengewalt niedergeschlagen werden würden. Der Polrzeimeist'r von Balta sordert die jüdische Bevölkerung aus, ruhig zu sein und garantrrt die (»fertige Niederschlagung jedes Excesses. — Loris Melikoff hat sich gestern nach Peterhof begeben. Der ehemalige Kriegsminister Miljutin soll nach Petersburg zurückkehren. — Großfürst Konstantin ist gestern in Aalta eingetroffen. Lokale». Gietzeu, 26. Mai. Heute Morgen wurde in einer Sandgrube am Schiffen- berger Weg ein Fuhrknecht sammt Pferd und Wagen verschüttet. Glücklicherweise stand der Mann in einiger Entfernung von der heruntergebrochenen Masse, so daß er, sowie ein Pferd den Kopf frei behielt. Er konnte somit noch um Hilfe rufen, die ihm alsbald auch gewählt werden konnte. Beschädigungen, mit Ausnahme kleiner Quetschungen, hat der Mann nicht davongetragen. — Heute Mittag wurde aus dem Seltersweg ein Kind überfahren und anscheinend schwer verletzt. — Ein Bauersmann von Groß-Linden, welcher einen hiesigen Arzt besuchen wollte, wurde aus der Straße so krank, daß er in die Klinik gefahren werden mußte. Vermischte». Gießen, 26. Mai. Ueber das in unserem Blatte bereits erwähnte Feuer bringt der „Gründ. Anz." nachstehende Notz aus Licht Die Verehrer der guten alten Zeit und Andenken unserer Gemeinde sind leider am 24. d. Mts. wieder um ein werihvolles Denkmal ärmer geworden, indem an jenem Tage Abends kurz nach 10 Uhr der aus dem Mittelalter stammende, zwischen der Ringmauer und dem Wall der ehemaligen Festung Lich aufgeführte sogen „Brennofen" (©ebüube zum Brennen der Topfwaarenj an der Grünberger Straße, welcher von manchem Fremden, der vorbei passirte und zwar besonders, wenn er einen, dem Auswurf eines Vulkan's ähnlichen Qualm ausstietz, mit Erstaunen bewundert wurde, nun wirklich aus- und abgebrannt ist. Wahrhaft erschütternd war es, als das Symbol in kurzer Zeit von den Flammen verzehrt wurde und es ist gewiß mancher unter den Löschenden resp. vielen Zuschauern gewesen, dem die Thränen in den Augen gestanden Haden mögen. Man bedauert das tragische Ende des Gebäudes, denn es hätte, wenn ihm dies Unglück nicht zugestoßen wäre, am Ende noch ein Wallfahrtsort der Natur- oder sonstigen Forscher werden können. Ob dasselbe nun aus der Asche, gleich dem Phönix, mit neuer Pracht und Herrlichkeit wieder erst-hen wird, muß der Zukunst anheimgestellt bleiben. Darmstadt, 25. Mai. sMain-Neckar-Bahn.j Die Direction macht bezüglich der directen Verbindungen zwischen Frankfurt a. M. und Italien via Goithard-Bahn bekannt, daß mit dem am 1. Juni d. I. beginnenden Sommer-Fahrplan folgende Züge eintreten und zwar: Schnellzug Nr. 5: Von Frankfurt a. M Abfahrt 11 Uhr 40 M. Vorm.; Schnellzug Nr. 9: Abfahrt 9 Uhr 35 M. Abends: von Darmstadt 12 Uhr 15 M. Nachm., 10 Uhr 15 M. Abends. Der erstere Zug macht zwischen Darmstadt und Heidelberg keinen Halt; an letzter Station ist Nachmittags !Uhr20M. bis 1 Uhr 35 M. Rast für das Mittagessen Der Schnellzug Nr. 5 ist um 8 Uhr 6 M. Vorm. in Mailand, der Zug Nr. 9 um 7 Uhr 41 M Abends. Aus Italien treffen die Schnellzüge Nr. 4 und Nr. 10 um 5 Uhr 3 M. Nachm. und 4 Uhr 59 M. Vorm. in Darmstadt ein. Die directen Billete nach und von Italien haben 10 Tage Gültigkeit. AusBillete nach Italien sind 25 Kg. Freigepäck bis Chiasso (Ende der Gotthmdbahn) gestattet; auf den Italienischen Bahnen selbst wird kein Freigepäck gewährt. Zwischen Frankfurt und Basel sind stets dtrecte Wagen vorhanden, ebenso Schlafwagen m den Nachtzügen zwischen den beiden genannten Hauptstationcn. Hierbei wird noch bemerkt, daß in Heidelberg die etwa verspätet eintreffenden directen Züge nach und von Italien unbedingt abgewartet werden. Für Reisen nach Württemberg kann der Italienische Schnellzug Nr. 5 nicht benutzt werden. Der Verkehr nach und von Württemberg wird vielmehr durch die neu eingelegten beschleunigten Personenzüge Nr. 31 (ab Frankfurt 10 Uhr 45 M. Vorm., in Heidelberg 12 Uhr 45 M. Mittags) und Nr. 40 (ab Heidelberg 3 Uhr 35 M. Nachm , in Frankfurt 5 Uhr 33 M. Nachm.) vermittelt. Darmstadt, 25. Mai. sLandwirthschafiliche Landesausstellung.) Von den entferntesten Kreisen Deutschlands laufen bereits böchst sympathische Kundgebungen über das wohldurchdachte und zielbewußte Ausstellungsprogramm ein. Alle sprechen sich in hohem Grade anerkennend aus und steht demnach zu erwarten, daß der Ausstellung, auf guter Grundlage erbaut, der Erfolg nicht ausbleiben wird. Mainz, 24. Mai. sAtten'atj Nach einer heute Molgen Heer bei dem bischöflichen Ordinariat eingelausenen Depesche ist gestern auf den katholischen Pfarrer Jtzei in Bürstadt bei Worms ein Attentat ausgcsährt worden, indem ein Mann aus Bürstadt den Pfarrer auf dem Wege überfiel und demselben eine Anzahl Stiche in den Rücken und den Unterleib beibrachte Der Pfarrer, der nach diesem Ueberfall in seine Wohnung gebracht wurde, ist, nach einer nachträglich hier eingelaufenen Mittheckung, an der erhaltenen Verletzung gestorben. In Bürstadt herrscht in Folge dieses Vorfalles große Aufregung, um so mehr, als der Pfarrer sehr beliebt in der Gemeinde gewesen ist und derselbe erst in der verflossenen Woche sein 25jähriges Priesterjubiläum gefeiert hat. Mannheim, 23. Mai. Auch die hiesige Filiale der Kaiserlichen Tabak- Manufaktur zu Straßburg ist nicht mehr. Ohne Sang und Klang ist über Nacht der kaiserliche Adler vom Schaus-nster verschwunden und der seitherige Inhaber wird nunmehr versuchen, ob er durch Verabsolgung von anderen Fabrikaten die stillen Räume seines Ladens wieder frequent zu machen im Stande ist. Wie cs mit der Abwickelung des Vertragsgeschäfts zwischen der Manufaktur und dem hiesigen Vertreter gehen wird, w ff en mir bis jetzt noch nicht. Offenburg, 22. Mai. Das Tagesgespräch beschäftigte sich heute dahier mit einem Ereigniß, das den alten Ben Akiba wohl Lügen strafen dürste. Die Legende weiß zu erzählen, daß im Lande Canaan Milch und Honig floß; wenn ich dagegen sage, daß heute durch die lange Straße Offenburgs Wein floß, so beruht das auf Wahrheit, wenn immer das Wort „Wein" nicht im strengen Sinne des Herrn Hos- rath Netzler aus Karlsruhe auszufassen ist. Ueber 400 Hektoliter Kunstwein des hiesigen Weindä dlers M. Kahn, welche laut gerichtlichen Urtheils für gesundheitsschädlich erkannt wurden, wanderten aus dem finstren Verließ durch ein Pumpwerk gehoben, an das Tageslicht. In der Straßenrinne ergoß sich ein kleiner Bach des geistigen Getränkes, um sich mit dry Wosse'n des Gewerbekanals zu verbinden. Schon vor Sonnenaufgang hatte das Schauspiel begonnen und erst gegen Abend war der tttzte Tropfen ausgewandert. Als in der Frühe der Ruf „Wein, Wein" durch die Straßen ertönte, konnte man sehen, wie Kinder und arme Leute mit den verschiedenartigsten Schöpf- und Transport-Apparaten herbeietlten, um den „Wein" aus der Rinne aufzufang-n und im Eilschritt nach Hause zu tragen. Ein Milchhändler aus der Umgebung füllte seine sämmtliche Kannen mit dem edlen Naß. Da wurde die gestrenge Hermandad requirht und den angestrengtesten Bemühungen dreier Gensdarmen und eines Schutzmannes gelang es, die Menge von dem Weinstrom sernzuhalten. — An der Spitze der Nr. 10 vom 15. d. Mts. bringt die von dem General- fecretSr Dr. Vogel rebigirte „Landwuthschaftliche Zeitschrift für Elsaß-Lothringen" folgenden von der Re>-action unterzeichneten Artikel: „Versichert gegen Hagelfchlag! Es hat den Anschein, daß wir nach schweren Zeiten welche die Londwirthschaft durchlebt hat, einem ergiebigen Jahre enigegengehen. Alle Früchte stehen schön im Felde und das Herz des Landmanns hebt sich wieder in freubiger Hoffnung. Die Erfahrung lehrt nun, daß gerade in jenen warmen, sonnenreichen, fruchtbaren Jahren, in denen die Natur ihr Füllhorn recht segensvvll über die Erde ergießt, schwere Gewitter mit Hagelschäden häufig sind. Welch ein herbes Geschick wäre es, wenn eine schwarze Wolke die langgerährten Hoffnungen, die monatelange saure Arbeit in einer einzigen Viertelstunde wieder vernichtete. Liebe Landleute! Ihr könnt Euch schützen. Setzei nicht Alles auf eine Karte, opfert willig einige Mark, um die Sicherheit zu haben, nicht großen Schaden erleiden zu müssen; gehet in eine Hagelversicherung!" Zum Zwecke allgemeiner Orientirnng folgt bann eine Zusammenstellung der in Deutschland arbeitenden Hagelversicherungs-Gesellschaften. — (Entsetzliches Kinderspiel.) Aus Rom wird berichtet: Am Morgen des 15. b. M. waren die Artilleristen des 12. Regiments zur Wiisfenübung im Campo di Lombardore versammelt. Eine Kinderschaar schlich sich im Rücken der Schildwacheu in die Ebene, in welcher die Kanonenkugeln, Bomben und Granaten aufgeschichtet lagen. Ein zehnjähriger Knabe, Namens Antonio Lurgo, nahm eine noch gefüllte Granate, bedeckte die Außenseite mit Pulver, das er einer Patrone entnahm, und zündete das Ganze mit einem Schwefelhölzchen an. Die Granate platzte und riß dem Knaben einen Fuß und eine Hand weg, die zehnjährige Clara Botisto ward förmlich in Stücke gerissen, der vierzehnjährige Domenico verlor beide Arme, vier andere Kinder erlitten särnnttlich schwere Verletzungen, ein achtzehnjähriges Mädchen, das herbeigeeilt war, um nach den Kindern zu schauen, verlor das Augenlicht. Diese schreckliche Cata- strophe hat viele Familien in tiefe Trauer gestürzt und das Kriegsministerium leitet gegen das Regiment eine Untersuchung ein, welches die nöthige Vorsicht verabsäumt hatte. Der König und die Königin sind aus's Tiefste betrübt und lassen sich täglich nach dem Befinden der Verunglückten erkundigen. — Vom 10 bis 13. Mai sanden bte Brückenproben diesseits des Gotihard- tunnels statt. Wie die „Urner Zeitung" berichtet, geschah die Belastung mit fünf zusammengekuppelten Locomoiiven, welche das respectable Gewicht von 2960 Kilocentn ern darstellen. An besonders auf den Brücken angebrachten Theilstäben wurde im Augenblick der Belastung von verschiedenen Posten aus mit technisch n Instrumenten die größte Senkung, beim langsamen und schnellen Fabren auch die scitlicheit Schwankungen beobachtet. Dem Vernehnten nach war das Ergebniß durchweg befriedigend; die Senkung soll bei der stärksten Belastung nicht über den zweitausendsten Theil der Brückenlänge betragen; bei der großen Jnschi Reuß-Brücke mii 76 M. Spannweite ergab sich in der That eine Senkung von etwa 38—40 Mm., bei der mittleren Meyen- Reuß-Brücke mit 65 M. Spannweite betrug die Senkung etwa 28 Mm. Bei der Entlastung zeigte sich in der Regel eine bleibende Senkung von nur 1—3 Mm. London, 24. Mai. Der Schiffscapitän Osmond Otto Brand, welcher den Fischerknaben Pepper aufs Grausamste zu Tode gemißhandelt hatte und deßwegen vom Schwurgerichtshofe in Leeds zum Tode verurtheilt worden, wurde gestern Morgen im Armley-Gefängnisse zu Leeds durch den Strang hingerichtet. In einem an seine Gattin gerichteten Abschiedsbriefe behauptete er, daß er nicht beabsichtigte, den unglücklichen Knaben zu tobten. Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gieften. Evangelische G e m e i n d e. Gottesdienst: Samstag den 27. Mai. Nachmittags 2 Uhr: Beichte (Pfarrer Dr. Naumann). Pfingstsonntag, den 28. Mai. Vormittags 9Vz Uhr: Gymnasiallehrer Stamm. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. . Nach beiden Gottesdiensten Kollekte zum Besten armer Theologre-Siudtrenden. Pfingstmontag, den 29. Mai. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schlosser. (Feier des heiligen Abendmahls.) Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Armen unserer Gemeinde. Sonntag den 4.Juni findet nach dem Vormittags-Gottesdienst Katechismus- leh re mit der confirmirten männlichen Jugend statt. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 28. Mai bis 3. Juni besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Pfingst-Sonntag. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Commumon. V-10 Uhr: Hochamt und Predigt (Pfarrer R a d y). 2 Uhr: Fesiandacht, hierauf Beichte. Pfingst-Montag. Von 6Uhr an: Beichte. 7Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Cominuiuon. ValO Uhr: Hochamt. Die Nachmittagsandacht fällt wegen auswärtiger Funktionen aus. Mittwoch, Freitag und Samstag Quatemberfasten. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7'/, Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samst ß Abend 8» Mr die russischen Juden sind zu den früheren 657,50 X weiter bei mir eingegangen: Von den Israeliten zu Romrod 73,38 X, t>on ben \ Sammlung von Mitgliedern der Loge 142 X, von Herrn Schmied Walther 2 X, Summa 234,38 insgcsammt 891,88 X Besten Dank sagend, bitte ich, di- noch weiter meinen unglücklichen Glaubens- aenosscn zugedachten Spenden mir innerhalb der nächsten 14 Tage zukommen zu lassen, da ich bis dahin die Sammlung zu schließen und deren Erg-bnch nach B»l,n M^chicken gedenke. 7ZI, üeber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine ... mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, w^nn man ± AnnoncS- Expedition von HAASEXSTEIK * VOfiLER >° Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath erthellt Für die Kinderhcilanftalt in Bad-Nauheim erhielten wir von Prof. Lutterbeck 5 X, L. K. 5 X, im Ganzen nunmehr 28 X Für die nothleidenden Juden in Rußland gingen weiter bei uns ein: Professor Lutterbeck 5 X, L, K. 5 X, K. Grünebaum 5 X, P. 3 X, im Ganzen nunmehr 127 x Für die Brandbeschädigten im Schlabach'schen Hause erhielten wir ferner: P. 2 X, B. in L 2 X, Frau Sander 2 x, N. N. 1X, L. M. 1 X, L Bücking 3 X, L. K. 3 X, ®. 2 X, Mandarincnkasten bei Klostcrmann 10 X, Ungenannt 8 X, Gesammtsumme 144,80 X Indem wir allen freundlichen Gebern herzlichen Dank sagen, schließen wir hiermit unsere Sammlungen mit dem Bemerken, daß wir vorstehende Beträge heute an die betreffenden Stellen abgeliefert haben. Die Expedition des „Gießener Anzeiger." Wafferwärme der Lahn. Am 26. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 14-/«° R>, Luftwärme + 13-/r° R. L. Ehr. Rübsamen. Aufforderung. Die Gläubiger des Johannes Slumps III- zu Burkhardsfelden werden hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen an denselben speeifieirt schriftlich bis zum 10. Juni ds. Js. bei dem Unterzeichneten anzumelden, als sie sonst bei der Jmmobiliarvertheilung unberücksichtigt bleiben. 3692 Burkhardsfelden, den 25. Akai 1882. Heinrich Stumps »., Vormund. Dienstag den 31. Mai, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Hofraithe des Johannes DtNMpf zu Burkhardsfelden 1 zweispänn. Pferdcwagen, 1 Kleiderschrank, 3 Tische, 2 Bettstellen, 4 Stühle, 2 Kisten, 10 Ctr. Hafer öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden. . Burkhardsfelden, den 25. Mai 1882. 3688 Petri, Bürgermeister. Ieii'geöotenes. 3392 Eine Bäckerei mit Scheuer und Stallung verkauft unter günstigen Be- dingungen Karl Vogt am Wallthor. Dickwunpsiansrn, ächte Oberndorser, zu haben im „Löwen"._________________3690 Sandsteinpiatten, schwarze und weiße iLhonpiatten für Flurbelage, Gement, fllofute Thonröhren, Dachpappe empfiehlt zu billigen Preisen 3691 Hari Hensel. 3669 Mein neben der Actienbrauerei gelegenes mit Scheuer, Stallung, schönem, großem Garten verkaufe ich unter günstigen Bedingungen. Jakob Reitz __(neben der Actienbrauerei). Neue Gesangbücher in gewöhnlicher und neuester kleiner Ausgabe (16°), Schul-Gesangbücher von 90 an, kathol. Gesang---Gebetbücher, Schulbücher re. vorräthiq bei Ottmar Kohler, 2630 Lindenplatz._________ Haus-Verkauf. Ein geräumiges Wohnhaus mit Hinterhaus, Hofraum ic., in besterLage hiesiger Stadt und zu jedem Geschäft geeignet, ist unter günstigsten Bedingungen zu verkaufen. Auskunft ertheilt I. Rothenberger, Lindenplatz.________ 3701 Fst. Raffinade, gest. Raffinade, Würfel-Zucker, Würfel-Abfall, Rosinen und Korinthen, gest. Zimmt empfiehlt 3663 I. Retter, Neustadt D. 62. K 2758 stets Marktstraße D. 20. 2406 3525 J. H. Fuhr, HolmenstrM 104 1000 Stück Dachziegel 3409 6, - 2Iuf bevorstehende Feiertage empfehle in großer Auswahl: Filetstauchen und Sommerhandfcbnhe, Glace-Handschuhe, schöne Qualität, schwarz und farbig von Mk. 1.50 an, Sßcijje unD farbige Kinder- und Damen-Strümpfe und Socken. Ferner empfehle: Krausen, Damenkragen, Manschetten, Vorstecker, Corsetten und Schürzen zu billigsten Preisen. 18 Mark Ünd stets vorräthig auf der Ziegelei Londorf. Herren- und Knaben- Stroh - Hüte billigst bei 3596 X Meitzenkorn, Tchulstraße 19. AUSVERKAUF. Durch bauliche Veränderung im Laden bin ich veranlaßt, mein Lager in Herren- und Knaben-Anziigen re., Damen- und Mädchen-Confeetion, Schuh- und Süefelwaaren zu verringern, weshalb von heute an ein Ausverkanf beginnt und daher mein aus nur recken Maaren bestehendes Lager zu außergewöhnlich billigen Preisen verkaufe. Dollsaft. Schweizerkäse ä Pfd. 1 X, Feinsten Rahmkäse 3040 h Pfd. 60 H, Prima Limburger-Käse ä Pfd. 41 H empfiehlt__S. eifofrer, JDZarftftr._ 3344 Eine gut erhaltene Ladeneinrichtung billig abzugeben bei Robert Stuhl, Neustadt. Weinheim i. B. W Mlrtfe FilialeFrankfurta.M. Maschinenfabrik, Eisen- ^e8t Iranist Taun'sstraßl Nr. 8. gießeret u. Kesselschmtede. Zahlungs-Erleichterung.' Permanente Ausstellung. Aufträge nimmt entgegen Johanne» Weigel V. in Klein-Linden bei Gießen. Mähmaschinen, Heuwender, Heurechcn re. bewährtester Construction, vorzüglicher Leistung, größter Dauerhaftigkeit liefern ste prompt und zu billigsten Preisen 2290 Herren-Sonnenschirme in allen Farben, von M. 1,75 an, empfiehlt 3595 J. Weitzenkorn, ___Tchulstraße 19.______ Haufpähne l verkauft Wilh. Kohlcrmann. Weiße und farbige Ktnder- kleidchen, Piau« - Paletot, Tragkifsen und Tragkleidchen empfiehlt in größter Auswahl zu äußerst billigen Preisen das Weiß- waaren- und Ausstattungsgeschäft von Joseph marh^ Gießen, 3394 Schulstraße.__ Tapeten in neuester, reichhaltigster Auswahl empfiehlt zu billigsten Preisen Georg Schnlthei», Bliithemnehl in feinster Qualität, I und II, sowie alle Ingredienzien zu Kuchen empfehlen . . I. A. Busch Sohne. ‘ (Grünsutter-) Tchncidmaschincn, Schrot- viutliui . mühlcn, Fcgmühlcn, Jauchcpumpcn, 3604 Anfang >/,S Uhr» Entree 35 Pfg, i| empfiehlt in neuesten Fayons 3657 3704 weidig’s Hardt Mein Lager in 3605 •4t, baj al 3689 3699 Es ladet crgebenst ein Fh. Weller. Wvhnungs - Veränderung in 3702 Wieseck, den 26. Mai 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 1 Liter "Wasser von Bnmnen- temperatur wird mit circa 30 Liter Gas, also mit einem Aufwand von etwa s/4 Pf. zum Kochen gebracht. Morgenröcke, Hauskleider Cosiumes ! VerebrlktHem Publikum die ergebeneMittbeilunq, daß die Wirthschaft auf obigem Platze eröffnet ist. in wollenen und Mafchflossen Pst! M»! Set miditmnb! Hin bin fc Rriwni Ilhwki u1 6wii fflWra Bal 6egeii|penbi Doch freue w einer t Seit iiderha Zchoar des ft alsdold enb wenn Hülfen mit beim die S Da- tann aber befonbetg das meist das fmb. Ui Golds hrli Original englische Dampf-Dresch-Haschinen und TiiimninhilPll aus der Fabrik von Clayton & Shuttleworth AJVuVllIVPfllvll in Lincoln, liefern unter Garantie und Probezeit mit ausgedehnten Zahlungsterminen franco Bahnfracht. 25 3 PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik in Frankfurt a. M. empfiehlt per Meter zu 80 Pfg. M. Kann, ^indenplatz. Eine große Parthie Resterleineu A. Docter. h Meinen werthen Kunden in Stadt und Land diene zur Nachricht, daß ich nunmehr im Hause meiner Schwiegermutter, Georg "Wittich Wwe . hinter Kaufmann Fr. Müller in der Neustadt, wohne, und mein Geschäft in ungestörter Weise fortbetreibe. Ich empfehle auch in allen in meinem Fach vorkommenden Arbeiten, besonders auch in Reparaturen cmaillirtcr Eisenblcchwaaren, Lampen u. s. w._______Gustav ttiiM. Spengler. - fertigen Hemden bringe in empfehlende Erinnerung. ________ W. I'indenplatz. Von 6 Uhr an: TanSmUSlk, Danksagung. Allen Denen, welche uns während der Krankheit und bei dem Be- gräbniß unseres lieben Gatten, Vaters, Schwiegersohns, Schwagers und Bruders I/Uftwig Bio9b II» ihre so erhebende Theilnahme erwiesen, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. j n. ^e’l Nell* ™t, welch * andere «fahrt '"ulgai *it bei*1 ®eia”9ni6 u ””b N6TJ «.»,- 9 N । int Unit g I te *Sji6ri I $?®f»mbei 1 Ren 8ege L* Wenzel s Garten. Am 2. und 3. Pstngstseiertsg: GROSSES < OVCKRT ausgeführt von der Capelle des 2. Grossh. Hess. Infanterie- Regiments Nr. 116 unter Leitung ihres Capeilmeisters Herrn C. Krausse. Gas-Kch- und fjeiiapparnte bewährtester Construction und in allen Grössen, wovon auch Herr Wilhelm Reiber hier eine Auswahl auf Lager hat, empfehlen wir bestens. Giessener Gaswerk. 2780 i Dari ; fcjnäbW bi 2 I gmchtsrath I «rt Be I ötarfenbutQ m be Schlei ai Badenburg. 3. Pfingstfciertag: = CONCERT = von Mitgliedern der Giessener Regimentsmusik. • Anfang V24 TJhr. Entree: Für Herren 25 Pfg., für Damen 10 Pfg. 3383 Mansardenlogis zu vermiethen. _______PH. Strack, Bahnhofsstr. 32'. _ 3388 Der untere Stock in meinem Vorderhause und ein kleines Mansardenlogis zu vermiethen. _____________Th. Vogt, Löwengasse. 3161 Familienlogis zu vermiethen. _______Wernh. Brück, Flügelsgasse. 3613 Ein kl. Familienlogis per 1. Juni zu vermiethen.__SettersZveg 2. 1940 Südanlage 30 ist der unterste Stock vom 1. Juli ab zu vermiethen. ___Prof. Naumann. 2461 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen.__Rothenberger, Kaplansgasse. 3423 Kleines Familienlogis zu ver- miet6en_bei E. Harms im „Schützenhof". 3515 Ein Logis, 3 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen. ___Franz Gerbode, Kaplansgasse. 3549 Ein Familienlogis zu vermiethen. _________________Wallthorstraße A. 194. 1120 Ein Familienlogis (6 Zimmer nebst Zubehör) per sofort zu vermiethen. A. Marcus, R ichensand 224. Zur schönen Aussicht. Die Unterzeichnete empfiehlt ihre !itU und geschmackvoll hergerichteten ^ocatitäten einem verehrlichen Publikum unter Zusicherung prompter und guter Bedienung bestens. 3695 Wilh„ Jacobi Wwe, Am zweiten MnMeiertag: Tanzmusik in Klein-Linden wozu ergebcnst einlavet , Barth. Hinterlang i Frankfurter-SkraZeP W eller^burg. Am 3 Pfingstfeiertag: 3703______ Bier im Glase, Zahressest des evang. Kettungshauses ZU Arnsburg bei Lich. (Einmetfjung eines 2len Kinderheims Pfingstdienstag den 30. Mai 1882, Nachmittags 2 Uhr. Festredher: die Herren Pfarrer Ahlfeld-Cassel, non Sendewitz Frankfurt, Deggau-Darmstadt. Zu zahlreichem Besuche lädt alle Freunde herzlich ein Der Vorstand. Nh. Für Bewirthung der Gäste ist gesorgt.____________ 3619 3492 Zwei freundl. möblirte Stuben & 9 und 13 X alsbald zu vermiethen. __Marktstraße 25. 3659 Der mittlere Stock meines Hauses (2 Stiegen hoch) per 15. Septbr. ander- roeitig zu vermiethen. Emil Fischbach. 3509 Laden mit Wohnung zu vermiethen. ^Chr. Zimmer, Bahnhofstraße. 3633 Zwei Zimmer mit Kabinet, möb- lirt ober unmöblirt, zu vermiethen. __Gebr. Stamm. 3261 Ein Familienlogis, 4 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen im „Darmstädter Haus". Wi'rmischlc Anzeigen. 3694 Ein Stock gefunden. Abzuholen Neue-Bäue B. 100. 3698 Ein Spcuglcr und ein Schlaffer finden sofort Beschäftigung bei _ _____ H. Schaffstädt. 3700 Ein junges, ordentl. Mädchen vom Lande gesucht. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. Hangktstemer Höhenrlub. Heute Abend Besprechung über Erbauung eines Ausstchtsthurms auf dem Hangelstein.__3693 3650 Ein Mädchen mit sehr guten Zeugnissen für Küche und Hausarbeit gesucht.______Marburgerstraße A. 167. 3687 Ein angehender Kellner, sowie ein Kcgeljunge gesucht im Cafe Ebel. 3551 Ein eautionsfähiaer, noch rüstiger Mann sucht gegen bescheid. Honorar eine Stelle in irgend einem Geschäft ob. einer Anstalt zur Besorgung von Geldgeschäften. Auch ist derselbe geneigt, Reisen zu unternehmen. Näheres durch die Exped. ds. Bl. Vermietungen. 3696 Ein kleines Mansardenlogis für eine auch zwei Personen hat zu vermiethen ___L. Petri 11., Ludwigsstraße. 3697 Ein Logis zu vermiethen. _____________G. Fischer, Mühlgasse. 2530 Familienlogis per 1. Mai zu vermiethen bei _________Heinr. Möser, Alieestraße. 2665 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. West-Anlage E. 905, 4. St. 2073 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet per 15. April zu vermiethen. _____________________Neustadt D. 204. 2720 Ein neuhergerichtetes Logis, 2 Zimmer, Küche und Kabinet, ist auf sogleich zu vermiethen. Wallthorstr. A. 136. 2785 Ein kleines Familienlogis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei August Noll im Stern. 3181 Der untere Stock meines Hauses ist per 1. Juli an eine ruhige Familie zu vermiethen. Joh. Fischer, Alieestraße E. 104. 3249 Eine freundl. Wohnung mit ab- geschlossenem Corridor (5 Zimmer, Küche ic. ist zu vermiethen. ________L. Felfing, Nord-Anlage.