Nr. iss. Samstag den 26. August 1882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ---- " " ** ' . _ - . . . o Preis vierteljährlich 2 M^rk 20 Pf. mit Bringerlohn. Bureau r Schulstr atze B. 18. Erscheint t^stlich iwt Ausnahme veö Msulagv. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Kunst in Anspruch nimmt, zumal in unserem Zeitalter, welches die verschiedenen Zweige der Technik so sehr ausgebreitet hat; ja es ist ein solches, dessen Entwickelung zu allen Zeiten einen Maßstab für den ganzen Culturzustand eines Volkes abgegeben hat. Daß die Führung eines betartigen Gewerbebetriebes Leuten anvertraut wird, welchen jede Einsicht in die Wissenschaft und in die Regeln der Technik fehlt, ist durchaus unstatthaft. Es wird denn auch in den Submissionsbedingungen der Staatsbaubehörden aus die „allgemein anerkannten Regeln der Baukunst" Bezug genommen, da der Mangel an Sachkenntniß bei der Ausübung des Bauhandwerks Gefahren mit sich bringt, nicht allein mährend der Bauzeit, sondern auch für die Dauer der künftigen Benutzung des vollendeten Bauwerks. Die Bethelligung der Pfuscher an den Bauausführungen hat denn auch Veranlassung zur Einführung vorforglicher Beschränkungen in die Bauordnung gegeben, welche den Sachverständigen und dem bauenden Publikum unnöthige Belästigungen und Kosten verursachen, ohne doch gegen die Fehler der Pfuscher genügenden Schutz zu bieten. Unter den jüngeren Fachgenossen giebt sich außerdem ein lebhaftes Streben kund, Gelegenheit zu einer Prüfung zu finden, weil sie nur hierdurch ein festes Ziel für ihre Studien und zugleich Anerkennung ihrer Leistungen von eompetenter Seite erlangen möchten. Am Schluffe führen die Petenten aus, daß die Erfüllung ihrer Petition das Prineip der Gewerbefreiheit ebensowenig verletzen würde, wie dies durch Beibehaltung der Prüfimgspflicht für andere Berufszweige, deren unbeschränkte Ausübung für das Publikum gefährlich erschien, wie z. B. diejenige der Apotheker, Rechtsanwälte, Seeschiffer, Lootsen und anderer mehr der Fall gewesen ist, und beantragen : „Die gesetzgebenden Faktoren wollen für das Baugewerbe die Meisterprüfung unter staatlicher Controle wieder einführen, mit der Maßgabe, daß von dieser Prüfung die Führung des Meistertitels abhängig sei, und daß sowohl Reu- als Reparatur-Bauten nur von geprüften Meistern übernommen werden dürfen, soweit die Ausführung derselben mit wesentlichen Gefahren während der Arbeit und mit bleibenden Nachtheilen für die Benutzung des Bauwerkes verbunden ist. Die Grenzen, innerhalb derer einer Bauausführung letztere Eigenschaften zuerkannt werden sollen, sind durch das Gesetz zu bestimmen." — Nach einer Mittheilung der in Hamburg erscheinenden „Pädagog. Reform", einer Fachzeitschrift, ist es zwischen dem Schulinspeetor der Gemeinde Sorau im östlichen Holstein und den ihm unterstellten Lehrern zu einem eigen« thürnlichen Titeleonflict gekommen. Letztere unterzeichneten iljre amtlichen Eingaben „ergebenft", wie dies wahrscheinlich von allen Lehrern der Provinz geschieht; von dieser Ergebenheit will der Pastor Kräh aber nichts mehr wissen, sondern fordert das strammere „gehorsamst". Deß weigern stch aber die Lehrer männiglich; wollen wohl gehorsam sein, aber nicht gehorsamst zeichnen, und so trübt sich das Verhältniß. Juristen, welche um ein Gutachten in dieser heiklen Frage angegangen sind, stellen sich thells auf die Seite des Schul- inspectors, theils auf die der Lehrer, je nachdem sie dem preußischen oder Dem oldenburgischen Staatsverbande angehören. Der kleine Culturkamps soll recht krause Wellen treiben. — Zum internationalen Antisemiten-Congreß, der am 11. September in Dresden gehalten werden soll, sind, wie die „Tribüne" berichtet, bereits Einladungen erlassen worden. Das Einladungs-Schreiben lautet im Auszug: „Zur Besprechung der nächsten Ziele der judenfeindlichen Bewegung laden hiermit die Unterfertigten Ew. Wohlgeb. zu der am 11. September d. Js. in Dresden im Weißen Saale des Helbig'fchen sog. Elb-Etabliffernents stattfindenden Versammlung. Zuschriften mit Bezug auf das Erscheinen zu der Versammlung wolle man gefälligst nach Dresden richten." Die Einladung trägt folgende Unterschriften : Karl Fritz, kgl. bayer. Major und Kämmerer, Ehrenpräsident des westfälischen Handwerkervereins; Dr. phil. Ernst Henrici, Präsident des Berliner Resormvereins; Victor Jstoczi, ungarischer Reichstagsabgeordneter; Dr. theol. Gustav Hoffmann, Präsident des Breslauer deutschen Reformvereins; Gejza Onody, Gutsbesitzer und Reichstagsabgeordneter; Wüh. Pickenbach, Präsident des Berliner deutschen Resormvereins; Ernst Schmeitzner, Verleger und Präu- dent des Chemnitzer deutschen Reformvereins; Richard Szkalla, Groß-Industrieller und Präsident des mährischen Reformvereins; Dr. Adolf Stöcker, kgl. prentz. Hofprediger und Mitglied des Reichstags; Baron Karl Tüngen-Roßbach, Grundbesitzer; Pinkert-Waldegg, Präsident des Dresdener deutschen Reformverems; Edmund Winterseldt, Großgrundbesitzer; Karl N. v. Zerboni, Präsident des Wiener Reformvereins. - Die „Kreuz-Ztg." laßt sich schreiben es werde m sächsischen Regierungskreisen die Frage erörtert, ob Der für Dresden angesagte Antisemiten-Congreß zuzulaffen oder zu hintertreiben sei. es and) m$t gerade wahrscheinlich, daß ein förmliches Verbot des Congressetwerde ausgesprochen werden, so wird aus Andeutungen die m matzgebenden sächsischen Kreisen laut geworden sind, entnommen werden '.^ö .^>er geplante Cow greß nicht gerade erwünscht sei. Jedensalls wurden sich d e Dresdener Versammlungen einer scharfen polizeilichen Controle zu unterwerfen haben. England. Sonbnn 99 Auaust. Die „Times" nennt es eine charakteristische Ehrlichkeit, daß die'englische Regierung das frühere „Dutch Hotel" >n Port Laid für 78 000 Lst gekauft anstatt dasselbe einfach ohne Zahlung zu nehmen. Melleickt dürften di Egypter eines Tages einsehen, daß es thöricht sei, Städte WLLH! 8.SS» f« n» «**> ***> e* -vH-» würden. Deutschland. m. Darmstadt, 24. August. Dos Comite für den Bau einer Secundär- bahn von Stockheim über Heldenbergen und .Bergen nach Frankfurt a. M. hat vor einiger Zett eine Vorstellung an beide Kammern der Stande gerichtet, welche in der Bitte gipfelt, die Großh. Regierung zu ersuchen, mit Preußen wegen Herstellung einer Secundärbahn von Stockheim über Heldenbergen nach Frankfurt in Unterhandlung zu treten und den Bau und Betrieb von Stockheim bis Frankfurt in normaler Spurweite auf Staatskosten und unter gesetzlicher Betheiligung der m- teressirten Gemeinden baldthunlichst zur Ausführung zu verhelfen. Nach einer längeren Einleitung, welche die wirthschastliche Bedeutung der Eisenbahnen und namentlich der als Kukunftsbahnen bezeichneten Secundärbahnen darlegt, wird unter Hinweis auf andere Länder der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß unser Land, das in vieler Beziehung ein Pionier fortschreitender Cultur genannt $u werden verdient, aus volks- wirthschaftlichen Gründen der Ausästuna der großen Eisenbahnströme bis in s Innerste der Consumtions- und Productionskreise hinein nicht nur seine volle Aufmerkjamkeit zuwenden, sondern auch die desfallsigen Bestrebungen auf Herstellung der billigen und nützlichen Secundärbahnen unterstützen werde. Nachdem beide Kammern des vorigen Landtags die Negierung ersucht, erwägen zu wollen, welche gesetzlichen Bestimmungen zur Forderung des Baues von Secundärbahnen nothwendig seien, und der Kammer alsdann Vorlage darüber zu machen, ferner alle Anträge und Petitionen, Erbauung von Secundärbahnen betreffend, in der Richtung zu prüfen, ob und unter welchen Bedingnngen dieselben zur Ausführung zu bringen seien, sei durch den Passus der Thronrede bei Eröffnung des 2L. Landtags, daß unter den außerordentlichen Ausgaben die Ermöglichung der Erbauung von Secundärbahnen eine hervorragende Stelle einnehmen werde, die allgemeine Hoffnung aufs Neue belebt und verbürgt worden, daß nach Vollendung der erforderlichen Vorarbeiten eine Secundärbahnvorlage kommen werde. Seien die Nachrichten, welche in der Oeffentlichkeit circuliren, richtig, so werde in maßgebenden Kreisen daran gedacht, vorerst nur eine kleinere Zahl von Projecten in den drei Provinzen zur Ausführung gelangen zu lassen. Indem das Comite Grund zu der Erwartung zu haben glaubt, daß die Großh- Regierung dem gewerb-, Volk- und verkehrsreichen Nidderthal eine ganz besondere Berücksichtigung zuwenden und eine das Thal durchziehende Secundärbahn proponiren werde, hält es sich verpflichtet, auch den Ständen den Nachweis zu erbringen, daß das von ihm vertretene Project einem lange und lebhaft empfundenen Bedürfniß entspricht, geringe Terrainschwierigkeiten zu überwinden hat und sowohl für sich allein, als auch ganz besonders in Verbindung mit der Linie Gedern-Stockheim eine angemessene Rentabilität erwarten läßt. Zum Beweis des Bedürfnisses nach einer Secundärbahn in der dortigen Gegend wird angeführt, daß zahlreiche gewerbliche Etablissements mehr oder minder an Transportschwierigkeiten kranken indem ihnen unter den ohnehin ungünstigen gewerblichen Conjuncturen die Eoncurrenzfähigkeit bedeutend erschwert sei. Auch die Landwirthschaft bedürfe, wenn sie in ihrer Steuerkraft nicht noch mehr zurückgehen, sondern prosperiren solle, des anderen Gegenden schön längst gewährten billigen Transportmittels. Da die Provinz Oberhessen, insbesondere der südwestliche Theil derselben, mit ihren Handelsbeziehungen nach Frankfurt gravitire, so habe das Comite schon vor etlichen Jahren sein Augenmerk auf eine Secundärbahn von Stockheim über Hcldcnbergen und Bergen nach Frankfurt gerichtet und unter ansehnlichen Kosten von den Ingenieuren Paulsen und Ruppel in Siegen Pläne und Rentabilitätsberechnungen anfertigen lassen und im Herbste 1880 der Großh. Regierung übersandt. All die zahlreichen Gründe, welche das Comite der Linie Gedern-Stockheim in einer ausführlichen Petition an die Stande angeführt hat, glaubt das Comite auch für sein Project in Anspruch nehmen zu können, das die naturgemäße Fortsetzung der oberen Nidderthalbahn und eine nothwendige Conseguenz derselben sei. — Die Erbauung der Bahn anlangend, wird darauf hin- gewiesen, daß dieselbe fast gar keine Schwierigkeiten biete. Auch werden die Gemeinden und sonstigen Interessenten, eben weil ein lebhaftes Bedürfniß vorliege, mit Freuden die Opfer bringen, welche ihnen durch das zu erwartende, die Bedingungen des Baues regelnde Gesetz werden auserlegt werden. Da dem Vernehmen nach die Großherzogliche Regierung die Normalspur vorziehe und schmalspurige Bahnen von hervorragenden Sachverständigen nur bei wirihschaftlich und technisch isolirten Unternehmungen empfohlen werden, so glaubt das Comite, sofern nicht finanzielle Bedenken auftauchen sollten, seine Ansicht umsomehr zu Gunsten der Normalspur aussprechen zu dürfen, als gerade die aus jener Gegend zu exportirenden Güter das Umladen nicht vertragen und die Linie zwischen zwei Vollbahnen liegt, mit denen sie in lebhafte Verbindung treten wm de. Als Rente berechnet das Comite, vorausgesetzt, daß die Bahn bis Frankfurt geführt wird, neben den Betriebskosten noch ca. 4V2 pCt. Zinsen des Anlagekapitals. Für den Fall geringerer Rentabilität erblickt das Comite in den Tarifsätzen ein geeignetes Mittel, nm nöihigenfalls eine angemessene Verzinsung herbeizuführen. Schließlich geschieht noch der Gründung einer Nübenzuckerfabrik in der Gegend von Friedberg Erwähnung und der günstigen Bodenverhältnisse, welche die in Frage stehende Gegend wie keine andere in den Stand setzen, sich an der Zuckerrüben-Cultur zu betheiligen. Berlin, 23. August. Die fortschrittlichen deutschen Gewerkvereine des Dr. Max Hirsch haben sich nach der „Volksztg." gegenüber der jetzt in Berliner Arbeitskreisen circulirenden Petition, welche wir dieser Tage mitgetheilt haben, zu folgender Resolution geeinigt: Die Regelung der Arbeitszeit im Sinne der allmäligen Verkürzung ist eine unerläßliche Bedingung des körperlichen, geistigen und sittlichen Wohles der Arbeiter, insbesondere des gesunden Familienlebens und der politischen Bildung und liegt nachweisbar zugleich im Interesse der Unternehmer als Schutzmittel gegen die verderbliche Ueberpro- duction und Schleuder-Concurrenz. Daher erklären sich die deutschen Gewerkvereine mit aller Entschiedenheit für die allgemeine Herbeiführung einer geregelten kürzeren Arbeitszeit durch freie Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeiter; sie verwerfen daher den gesetzlichen Zwangsnormal-Arbeitstag als Eingriff in die persönliche Freiheit und als undurchführbar und gemeinschädlich ohne dagegen gleichzeitige Garantie der ^0611 und des Normal-Arbeitslohnes. — Der -4200 Mitglieder zählende Verband deutscher Baugewerkmeister bat an den Reichstag eine Petition um Wiedereinführung der Meisterprüfung für das Baugewerbe gerichtet. Die Petenten gehen von der Voraussetzung aus, daß durch die jetzt bestehende gänzliche Freigebung des Gewerbes das Baugewerbe im Verfall begriffen ist, und daß hierdurch entschiedene Nachtheile für die Fachgenoffen sowohl, als auch für die Commune und den Staat entstanden sind. In der Begründung der Petition heißt es : „Das Baugewerk ist dasjenige Gewerbe, welches in vorzüglichem Grade die Hulfsmittel der Wissenschaft und — An Stelle des zum Höchstcommandirenden in Egypten ernannten Generals Sir Garnet Wolseley ist der Generallieutenant Taylor zum Generaladjutanten der englischen Streitkräfte für den üblichen Zeitraum von 5 Jahren ernannt worden. — Lord Granville hat eine Circularnote an die europäischen Großmächte gerichtet, welche die Eröffnung der Feindseligkeiten in Egypten anzeigt und Versicherungen betreffs der künftigen Absichten Großbritanniens mit Bezug auf die Lösung der egyptischen Frage enthält. Dublin, 21. August. In Scarlem, unweit Killarney, wurde in der Nacht vom Sonntag zum Montag ein Pächter Namens Daniel Leahy ermordet. Eine Anzahl vermummter Männer erschien in seinem Hause, schleppten ihn aus dem Bette und tödteten ihn durch mehrere Flintenschüffe. Die Mörder entkamen. Als Motiv des grausamen Mordes wird angegeben, daß Leahy eine Wiese gepachtet, von welcher der frühere Pächter vertrieben worden. In Parliament- street zu Dublin zertrümmerte ein Mann das Schaufenster eines Waffenladens und lief mit einem Revolver davon. Er wurde von einem Commis des Geschäfts bis zur Essex-Brücke verfolgt; dort drehte der Dieb sich um und brachte seinem Verfolger mit einem Messer zwei schwere Wunden bei. Der Verbrecher wurde schließlich verhaftet. Aegypten. Alexandrien, 23. August. Wie verlautet, soll Arabi Pascha Kafre- Dowar verlaffen haben und Tulba Pascha bei Kafre-Dowar den Oberbefehl führen. — In Bezug auf Kairo werden ernstliche Befürchtungen laut, mehrere Häuser im Jsmallieh-Viertel sollen geplündert und in Brand gesteckt worden sein. — Aus Jsmailia meldet man, die Anhänger Arabi Pascha's hätten den Jsmailieh-Kanal abgeschnitten, doch würden die noch vorhandenen Vorräthe von Süßwasser auf einige Zeit ausreichen. Die Engländer haben 10 Griechen, welche beim Plündern betroffen wurden, erschossen. — Der österreichische Admiral hat an den „Nautilus" Befehl ertheilt, nach Abukir zurückmkehren. Port Satd, 23. August. Die Araber besetzen wieder das Fort Che- mileh und errichten daselbst Erdwerke. Sieben Officiere der Armee Arabi Pascha's, unter ihnen ein Commandant mit seinem Stabe, sind in der verflossenen Nacht hier angekommen und haben sich ergeben. JSurailia, 23. August. Die gegenwärtig in Nefiche befindlichen Truppen werden morgen früh in der Richtung auf Magfar marschiren und nur ein Regiment zur Bewachung der Brücke zurücklassen. — Man versichert wiederholt, die egyptijche Streitmacht bei Tel-el-Kebir sei 25,000 Mann stark und führe 60 Kanonen. — General Wolseley hat beschlossen, unverzüglich vorzurücken. — Bis jetzt sind 10,000 Mann englischer Truppen an's Land gesetzt, die Ausschiffung der Truppen dauert ununterbrochen fort; der Gesundheitszustand derselben ist ein vorzüglicher. Die Herstellung einer Eisenbahn vom Hafen bis nach Nefiche ist in Angriff genommen. Zur Recognoscirung der von Arabi Pascha's Truppen eingenommenen Stellungen sind Truppen-Abtheilungen abgesendet worden. Die mllttärischen Operationen werden hier von General Wolseley persönlich geleitet. Die telegraphische Verbindung mit Suez ist noch immer unterbrochen. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Corresponderrz-Bureau. Berlin, 24. August. Der Gesandte v. Schlözer hat sich heute früh nach Varzin begeben. -London, 24. August. Wie der „Times" aus Alexandrien gemeldet wird, hat der Gouverneur von Sudan einen Officier nach Alexandrien geschickt, um dem Khedive die Versicherung zu überbringen, daß er, seine Officiere und Truppen dem Khedive stets treubleiben und Arabi Pascha nicht anerkennen würden. — Die Abendblätter melden telegraphisch aus Jsmailia, die englische Kavallerie und Artillerie habe heute Morgen den Vormarsch begonnen. Alexandrien, 24. August. Nach dem Khedive zugegangenen Nachrichten soll die Eisenbahnverbindung bei Bulak-Dakrur in der Nähe von Elkithh unterbrochen sein; man vermuthet, es fei dies durch Beduinen geschehen, luelcije den Truppen Arabi Pascha's den Rückzug nach Ober-Egypten abschneiden wollten. Die Stimmung der Bevölkerung in Ober-Egypten sei eine gegen Arabi Pascha sehr feindselige und durch dessen Beitreibungen erbitterte. BrrMisehtstz Darmstadt, 24. August. Die Uebergabe der Fahne an das Füsilterbataillon des 2. Großh. Infanterie-Regiments (Großherzog) Nr. 116 findet morgen Vormittag W2 Uhr auf dem Jnfanterie-Exercierplatz statt. Hierbei sei bemerkt, daß bereits vor 10 Jahren, als die JägerbataiUone in Füsilierbataillone umgewandelt und das Füsilter- bataillon des 3. Großh. Infanterie-Regiments (Leib-Regiments) Nr. 117 neu errichtet wurde, diese Fahne angefertigt worden ist. — Die Nachricht des „Frans. Journ.", welche wir in Nr. 195 reproducirten und in welcher es hieß, daß eine alte, aus dem vorigen Jahrhundert stammende Fahne dem Füsilterbatatllon des 116. Regiments verliehen werden soll, ist demnach eine irrige gewesen. Mainz. 20. August. sEnthüllungsfeter des Kriegerdenkmals des Veteranenvereins Siegeskranz.j Unsere Stadt war heut.- wieder in ein Festgewand gehüllt, da es galt, die fremden Gäste würdig zu empfangen, die aus Nah und Fern gekommen waren, um der Feier des auf dem Friedhof zu enthüllenden Denkmals für die in dem Feldzuge 1870/71 gefallenen Mainzer beizuwohnen. Schon am Samstag Abend herrschte in unserer Stadt ein reges Treiben; die Kriegeroereine aus weiter Ferne, von Crefeld, Met-, Straßburg rc., kamen bereits hier an und wurden dieselben auf dem Bahnhof enthusiastisch empfangen und durch Musikcorps in ihre Quartiere geleitet, worauf später in dem Vereinslokal zum Greiffenklauer Hof eine gesellige Zusammenkunft abgehalten wurde. Schon um 6 Uhr heute Morgen wurde es an allen Ecken und Enden unserer Stadt lebendig. Zu allen Thoren zogen die benachbarten Kriegervereine mit ihren Fahnen und durch Deputationen begrüßt zumeist mit Musikbegleitung in die Stadt; alle Züge, die hier und in Castel ankamen, ebenso die Dampfboote brachten neue Gäste, welche durch die mit Fahnen und Wimpeln, mit Tannenreisig und Eichenlaub, mit Triumphbogen und Guirlanden reich geschmückten Straßen, begünstigt von einem herrl-cben Witter ihren Einzug hielten. Gegen 10 Uhr des Vormittags versammelten sich auf dem neuen Boulevard sämmtliche Krtegervereine mit ihren Fahnen, die Feuer- wchr, ebenso die hiesigen Gesangvereine, Rudervereine, Turner, die Mitglieder des Ludwigsoereins, des Vereins der Hess. Division mit ihren Emblemen und Fahnen und nahmen allda Aufstellung, um sich in feierlichem Zuge, von Tausenden von Menschen begleitet, nach dem Friedhof zu begeben und dorten der Enthüllungsfeierlichkeit betzuwohnen. Es war ein imposanter Zug, an welchem sich ca. 120 Vereine behelligten und ebenso viel Banner und Fahnen gaben dem Ganzen ein feierliches Gepräge. Die Anzahl der Krieger betrug ca. 3500 Mann. Mittlerweile hatten sich auf einer, auf dem Friedhof an dem Fuße des verhüllten Denkmals errichteten Tribüne die hohen Gäste eingefunden; anwesend waren der Ehrenpräsident der „Hassia" Seine Großh. Hoheit Prinz Heinrich, Se. Excellenz der Herr Gouverneur von Woyna nebst Generalstab, Herr Territortalcommisfär und Kretsrath Küchler, die Herren Beigeordneten Dr. Oechsner und Reinach, die katholische Geistlichkeit, vertreten durch Mitglieder des Domcapitels, die evangelische und Garnisonsgeistlichkeit rc. Als der endlose Zug auf dem Friedhof anlangte, nahmen die Kneger- dereine zur Linken des Denkmals auf einer zum Friedhof gehörigen Fläche Aufstellung, während die Fahnen in einem Halbkreis um das Denkmal grupptrt wurden. Die Enthüllungsfeter wurde hierauf durch den für Männerchor und Orchester- begleitung arrangirten Gesangsvortrag „Die Ehre Gottes in der Natur", von Beethoven unter der Dtrection des Herrn Eapcllmetfter Rusche etngeleitet, worauf Herr Pfarrer Sickinger, ein geborener Mainzer, gegenwärtig Pfarrer zu Heppenheim und ehemals Divisiorspfarrer der Hessischen Division in dem Kriege 1870—71, in ergreifenden Worten die Enthüllungsrede hielt. „Zu einer ernsten Feier, bemerkte der Redner, sind wir heute hier versammelt, an dem Orte des Todes, wie uns die vielen Leichensteine auch an die Macht des Todes erinnern; d'eses Denkmal soll enthüllt werden zu Ehren derjenigen Soldaten, die hinaus in das Schlachtfeld zogen und die entweder auf dem Feld der Ehre gefallen oder an ihren Wunden gestorben sind. Die Soldaten, die ihr Leben Hingaben für Fürst und Vaterland, die auf Frankreichs Erde gefallen sind, ihnen konnte kein Begräbniß, wie man es auf heimischer Erde wünscht, zu Theil werdm; ein stiller Händedruck, ein stilles Gebet war Alles, was man ihnen darbringen konnte, die Sorge für die Tobten mußte zurücktreten um die Sorge für die Lebenden, es mußte geschieden werden von dem bescheidenen Plätzchen, wo man die Krieger gebettet, denn es folgte wieder Schlacht auf Schlacht, nach Frankreich hinein. Dieser Tag war wieder ein Ehrentag für die Soldaten der Hessischen Division, der Tag von Gravelotte, der 18. August 1870; unter der Führung unseres allverehrten Großherzogs habt Ihr Kriegerkameraden den Sieg an Eure Fahnen zu heften gewußt; dieser Tag ist ein Ehrenkranz, geflochten für alle Zetten an die Fahnen der Hessischen Division. Bei Tagesgrauen am 19. August da lagen die tapferen Soldaten und Offiziere auf dem Schlachtfelde, die Offiziere noch mit dem Degen in der Faust, die Soldaten mit dem Gewehr im Arm, als ob sie noch gegen den Feind rücken wollten; sie starben wie Helden und wir haben sie beerdigt an derselben Stelle, an welcher jetzt bei Gravelotte das Hessendcnkmal steht. In zwei Gräber haben wir sie beerdigt, in derselben Uniform, die sie getragen für Fürst und Vaterland. Kein Sarg, keine Blumen, kein Kranz, auch sonst kein Zeichen der Liebe ward den Gefallenen zu Theil, nur kalte Erde lag auf ihren Wunden, während zu Hause in Deutschland ihre Lieben sich freuten Über den Sieg, nicht wissend, daß einer der Ihrigen diesen Sieg vielleicht mit seinem Herzblut erkämpft hatte. Ihnen wurde keine irdische Auszeichnung zu Theil, droben bei Gott wird Alles geordnet." Nachdem sich Herr Pfarrer Sickinger noch darüber verbreitet hatte, daß es auch denjenigen zur Ehre und zum Ruhm gereiche, die diesen Stein ihren gefallenen Brüdern errichtet hätten, gedachte er auch derjenigen, die hierzu betgesteuert hätten, dies Denkmal erstehen zu lassen. Nach noch einigen ergreifenden Worten fiel die Hülle, die Fahnen senkten sich und von der Höhe des Friedhofes donnerten die Geschütze ihre friedlichen Grüße ins Land hinaus. Die Enthüllungsfeierlichkeit war zu Ende. Das prachtvolle Denkmal, ein hoher Obelisk, wurde hierauf bekränzt und von Sr. Gr^ßh. Hoheit dein Prinzen Heinrich und seinem hohen Gefolge besichtigt. Der Gedenkstein trägt die einfache Inschrift: „Der Vcteranenverein Siegeskranz seinen Kameraden " In prächtiger Ordnung bewegte sich hierauf der Zug unter fröhlicher Musik zur Stadt zurück, woselbst im Festlokal Nachmittags 3 Uhr das Bankett stattfand. Mainz, 21. August Das gestern Nachmittag in den Festräumen des Raimundi- gartens abgehaltene Banket, welches zu Ehren der Gäste, welche zur Enthüllungsfeier des Kriegerdenkmals hierher gekommen waren, abgehalten wurde, war so zahlreich besucht, daß Hunderte von Mainzern zu Gunsten der Gäste auf eine Betheiligung am Banket Verzicht leisteten. Der erste Toast wurde von Herrn Gouverneur von Woyna auf Se. Majestät den Deutschen Kaiser ausgebracht, hieraus folgte der mit gleicher Begeisterung aufgenommene Toast des Herrn Provinzial-Directors Küchler auf Se. König!. Hoheit den Großherzog, unseren Landesfürsten. Es toaftirte nun der Präsident des Landesverbandes Kriegerkameradschaft „Hassia", Herr Oberst Gerlach, auf Se. Großh Hoheit den Prinzen Heinrich von Hessen, Dr. Nies, Präsident des Kriegervercins Darmstadt, auf die Stadt Mainz, Herr Beigeordneter Dr. Oechsner auf den Gouverneur von Woyna und Provinzial-Director Küchler, de Bcrgh aus Crefeld auf den Verein „Siegeskranz". Dr Vogt-Butzbach auf Herrn Pfarrer Sickinger, dieser auf Herrn von Woyna und die Offiziere der Garnison, Herr von Woyna auf die Einigkeit von Militär und Civrl, Herr Dr. Hangen auf die Kriegervereine, Hase. Präsident des Verbandes Hessen-Nassau in Frankfurt a. M. auf das Deutsche Vaterland. Große Begeisterung rief em Telegramm hervor, welches Sc. Königl. Hoheit der Großherzog auf ein an denselben abgesendetes Ergebenhettstelegramm eingesenoet hatte. Die Depesche lautete: „Dank, daß Sie Meiner gedacht beim Gedenkfeste unserer lieben Kameraden, die zur Ehre unseres Vaterlandes den Heldentod ft arbeit. Ludwig." Offenbach. 24. August. Die Nachricht von einem gestern Abend verübten Mordversuch durcheilte heute Morgen rote ein Lauffeuer unsere Stadt. Das Opfer desselben n-t unser in der ganzen Stadt und von jedem Kinde gekannter Flurschütz Nagel, Vater von acht Kindern. Derselbe soll gestern Abend im Gasthaus „Zur Station" mit einem unbefanntm Menschen in Wortwechsel gerathen sein. Letzterer, dem infolge seines ungebührl'chen Benehmens vom Inhaber des Gasthauses die Thür gewiesen wurde, wandte sich der Tempelseeinühle zu, auf welchem Wege er Nagel, der bald nachher den Heimweg antrat und dessen Wohnung bekanntlich dort hinaus ye« legen ist, aufgelöst hat Vor der Stadt hat der Fremde, dessen Name bereits festgestellt sein soll, auf den des Weges kommenden, nichts Böses ahnenden Flur- schützen mehrere Schüsse abgefeuert, von denen der eine fehl ging, ein zweiter die Schulter streifte und ein dritter in den Oberschenkel deS einen Beines eindrang. Die Verwundungen sollen glücklicher Weise nicht lebensgefährlich sein. Der Thäter, den man für einen Amerikaner gehalten, ist flüchtig; unsere gesammte Polizei ist zu seiner Verfolgung aufgeboten und hoffentlich gelingt es dieser bald, des feigen Mörders habhaft zu werden. (Off. Ztg.) Beiseförth, 20. August. Dem am verwichenen Dienstag hier niedergegangenen Wolkenbruch folgte heute früh gegen 4 Uhr, wie der „Kass. Tagespost" geschrieben wird, ein zweiter und zwar wiederum am Wildsberg und schädigte hauptsächlich das Hainaer Feld- Auch wurde die Eisenbahnstrecke zwischen hier und Morschen in Folge dessen wieder so arg verschüttet, daß der Betrieb seit heute Morgen gestört ist und die Passagiere an derselben Stelle und auf dieselbe Weise wo und wie am Dienstag von einem Zug zum andern wandern müssen. Einige hundert Leute sind beschäftigt, den Schutt weg- zuräumen und hofft man bis heute Nachmittag das Geleise wieder frei zu haben, obschon die Verschüttung starker als am Dienstag ist. — Die am 18. d Mts. zu Eisenach versammelt gewesene zahlreich besuchte 19. ordentliche Generalversammlung des Vereins deutscher Eisengießereien hat die nachstehenden Resolutionen beschlossen: 1) Der Verein deutscher Eisengießereien spricht fein Bedauern darüber aus, daß die öffentliche Meinung durch einseitige und tendenziöse Angriffe in der Presse und in einzelnen Handelskammerberichten in Bezug auf die Wirksamkeit und die Folgen des neuen Zolltarifs beständig beunruhigt und dadurch das der Industrie vor Allem nothwendige Vertrauen in der Stetigkeit der bestehenden gesetzlichen Institutionen erschüttert wird. 2) Der Verein erklärt sich wiederholt dazu bereit, die Bestrebungen des Herrn Reichskanzlers, welche darauf abzielen, die Arbeiter gegen die Gefahren des industriellen und gewerblichen Betriebes zu schützen, nach Kräften fördern zu helfen und bittet Se. Durchlaucht den Herrn Fürsten Bismarck, seinen ganzen Einfluß dafür aufzu- wenden, daß die Kranken- und Unfallversicherungs-Vorlagen, mit deren Grundgedanken der Verein — von verbesserungsbedürftigen Einzelheiten der Entwürfe abgesehen — durchaus einverstanden ist, noch in dieser Reichstagssession zu Stande komme. 3) Der Verein deutscher Eisengießereien glaubt die Erwartung aussprechen zu dürfen, daß die Frage der Correctur des seit dem Jahre 1877 eingeführten Reforrn- Tarif-Schemas durch Einführung einer zweiten ermäßigten Stückgutklasse, im Sinne der vom Ausschuß der Verkehrsinteressenten der ständigen Tarifcommission der deutscher Eisenbahnen gemachten Vorschläge, nur einstweilen vertagt worden ist, weil die maßgebenden Behörden des Reichs zur Zeit durch dringlichere wirthschaftspolitische Aufgaben in Anspruch genommen sind. Er wiederholt daher in Uebereinstimmung mit zahlreichen competenten Vertretungen wirthschaftlicher Interessen Deutschlands und speciell unter Bezugnahme auf die zuletzt im December 1881 gefaßten Resolutionen des Centralverbands deutscher Industrieller die Erklärung, daß die Einführung einer zweiten ermäßigten Stückgutklasse als unad- Fabrikszeichen, daß ks auch nen Brüdcm ies Denkmal die Fahnen re friedlichen s prachMe Wt dein n fragt bk :npräd)tißer ick, wchldsr W Tottis 'S-" pur Je « meilL W' -Raimunbir »Mngsfeier so zahlreich MliMg am von Woyna mit gleicher Küchler auf irte nun der ferst ®tM JrSfibtnt des r. Oechsner MsSrefeld iger, dieser ia wä tvat, W- Me Vaier- il. Hoheit der zrfenoet hatte, unserer lieben dend verübten Das Opstr iter Flurschütz Maus „Zur dn. Letzterer, u t§ die Thür er Nagel, der .rt hinaus ge' Name bereits menden Flur- n zweiter d.e ,-tz einbrano- Der Thater, Mil« ift i“ .M Moides . 3t(.) «vw®1,: diW£ , ctnlol des! 'ö*S -S«k ,lrdi bt'U^. "adl- |6(t Ä?*» 1 «fetarath 0«ft’ Sorntfonä: E Ärien^. “ffteaung, vrch-stkr- "oeelhooen F Pfarrer ® ehemals en Worten > sind wir wne auch ru Ehren n auf dem ?. die ihr ie*l wtrbm; W konnte, u« es mutzte ^ttet, denn war wieher Motte, ber ! Wt Ihr W ist em chvn. Der ere auf dem m mit dem starben wie i Gravelotte fn Uniform, kein Kranz, e Erde lag len ütyr den em HnM )en bei Gott Katholische Gemeinde. m 13. Sonntag nach Pfingsten. tember, Morgens um 10 Uhr, bei Wirth Lenz daselbst, und 3) in der Gemarkung Gießen von 36 Hektaren an demselben Tag, Nachmittags 2 Uhr, bei Wirth Leib am Phllosophenwald. Gießen, den 22. August 1682. Großh. Oberförsterei Gießen. 5483 Lang. Grummrtgras - Versteigerung. Montag den 28. August 1882, Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde Trohe gehörige Grummetgras an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Trohe, den 24. August 1882. Großh. Bürgermeisterei Trohe. 5533 Schwarz. Dienstag den 29. August, Vormittags 10 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten öffentlich wenigstnehmend versteigert werden: Besteigung des Kirchthurms, veranschlagt zu . . . . 36, Anstreichen des Kirchhofthors, veranschlagt zu ... . „ 5, Umlegen der Kirchhofstreppe, veranschlagt zu ... . „ 8, Weißbinderarbeit am Friedhof, veranschlagt zu ... . n 78, Reparatur an der Schulscheuer u.Gartenmauer, veranschl.zu „ 123. Die Versteigerung erfolgt bei Wirth Euler. Albach, den 24. August 1882. Großh. Bürgermeisterei Albach. 5537 Schäfer. Grummetgras-Versteigerung. Montag den 28. August, Nachmittags 2 Uhr, -soll das Grummetgras von den Wiesen des Ludwig Bingel zur Mittelst- Mühle in Abtheilungen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Alt-Buseck, am 24. August 1882. Der Concurs-Verwalter: 45518 Seuling. Es wirö gebeten Fabrik speich en ;u verlangen. Je P« Ritsert, Wallthor A 156 Vergolder Wallthor A. 156 fertigt Spiegel jeder Art, als: Pfeller-Spiegel mit Consolen, oval Spiegel und Sopha-Spiegel; ferner Bilderrahmen für Oelgemälde, oval Rahmen für Photo- leen' Galerien und Nipptische, in geschmackvoller Verzierung, ächter und Halbächter Vergoldung zu den billigsten Preisen. Das Neuvergolden obiger Artikel, Einrahmen von Blldern, Repariren von Gypsstguren, sowie das Reinigen und Firnissen alter Oelgemälde wird solid und billig ausgeführt. __ 5395 5536 Das Grummetgras von P5512 Das Grummetgras von mehreren Wiesen verkauft mehreren Wiesen zu verkaufen. Friedrich Lampus. 2l. Lynker. A3 ar iFlachahmunnen mird a eruarnt ! Ktlgemeiner Anzeiger. Eiukadung. Die Angehörigen unserer Gemeinde laden wir hierdurch noch besonders ein zu dem Bortrag. den am nächsten Sonntag den 27. August, Nachmittags 5 Uhr, der Reiseprediger für innere Mission, Herr Pfarrer Deggau aus Darmstadt, im Saale des alten Rathhauses über Kindergottesdienste oder f. g. Sonntagsfchulen halten wird. Gießen, den 25. August 1882. 5543_____________Dr. Naumann. Schlosser. Dingeldey. Zum 2. September! Auch dieses Jahr kommen wir zum bevorstehenden Nationalfest vom 2. September wieder mit der Bitte um Gaben für die Invaliden und die Hinterbliebenen gefallener Soldatendes Krieges 1870/71. - Wirbitten, überall, wo man an jenem Tag, in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen, dieses Fest feiert und sich dessen erinnert, was vor zwölf Jahren geschah, auch jener Opfer des Krieges dankend zu gedenken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beizutragen, daß ihr Loos auch weiterhin verbessert werde. Wir bitten, insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorstände, gemäß der ihnen von Großherzoglichem Ober-Consistorium erthellten Erlaubniß, bei den Festgottesdiensten des 2. Septbr. Collecten für jenen Zweck zu erheben. Unsere Zweigvereine ersuchen wir, wie seither möglichst für Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle, welche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn Hauptstaatskaffe-Director Michell dahier, einzusenden. Darmstadt, am 18. August 1882. Der Dorstand deS Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, als Landesverein der Kaiser - Wilhelms- Stiftung für deutsche Invaliden. A. Weber, Ministerialrath, A. Buchner, Rechtsanwalt, Vorsitzender.Schriftführer. Engelfing', empfiehlt Fussboden-ABslricb. HisgeiVs deutscher Oelglanzlack von größter Haltbarkeit und schönem Glanz, sofort trocknend. 5530 Emil Fistor. Bekanntmachung. Dienstag den 31. August er., Mittags 1 Uhr, soll die Gemeindejagd der Gemarkung Waldgirmes auf 6 Jahre auf dem Rathhaus zu Waldgirmes verpachtet werden. 5486 Bernhardt, Bürgermeister. 's Desinsections-Tafeln zum Desinficiren der Krankenstuben und Aborte, Räuchertafeln, WäschetafelN zum Par- fümiren der Wäsche »Stück 30 5152 Die Engelapotheke. Aeitzeöotenes. Grummelgras verkauft H. Becker, Anlage. 5536 Hemden nach Ma 1 in guten Stoffen und solider Arbeit empfiehlt unter Garantie des Gutsitzens 5526 H. Rübsamen. Mn 1% Jahr alter, schöner, schwarzer Vorstehhund Preiswürdig zu verkaufen. Mga» ■■ Näh, bei der Exped. d. Bl- 5546 Tuffstein - Kaminrohre nach Vorschrift der neuen Bau- orknung, Tuff-Maucrstei»e, Thonröhren, Soudstein- und Thonplatten, Cement- Niederlage von Dyckerhoff Söbne, Dachpappe. 5529 Emil Fistor. Wenig gebraucht und ^ehr gut er- halten 1 polirtes Buffet mit durchgehender Marmorplatte, 1 Kleiderschrank m. Spiegel und 1 sehr schöner Ausziehtisch mit gestochenem Fuß (für 24 Personen) billig zu verkaufen. Auch nehme ich gut erhaltene Möbel in Umtausch. 5206 I. Rothenberger, Lindenplatz. Regenschirme für Damen und Herren empfiehlt zu bMgen Preisen 5234 «• HiiÖÄamen. 5456 5465 Lehrer NB. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 5541 5261 Bezüglich beabsichtigter Neuanlagen, Erweiterungen und Aenderungen von Gas - Einrichtungen bitten wir uns behufs rechtzeitiger Ausführung baldmöglichst Mittheilung zu machen, da sich diese Arbeiten mit dem Vorschreiten der Jahreszeit anhäufen. G-iessener G-aswerk. ünstliclie Zähne % werden schmerzlos eingesetzt, alle Zahn-Operationen, Plom- b biren rc. bestens ausgeführt. ♦ Solide Preise. 0 Geschäfts - Eröffnung. Hiermit beehre mich ergeben ft anzuzeigen, daß ich in der Schloßgaffe, im Hause des Herrn Ferber, eine jWetegerei I- neue holt. Dotlhäringe offerire zu 6 4 per E^^ff„. errichtet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll EL Schmidt Mermifchte Anzeigen. 5528 Für einen Schüler des hiesigen Gymnasiums wird für das Winterhalbjahr Kost und Logis in einer Familie gesucht. Schriftl. Offerten nimmt die Exped. d. Bl. unter Nr. 5528 entgegen. 5396 Ein Logis mit Zubehör zu ver- miethen. I. Georg Unverzagt, Stemstraße. 5397 Im Wortmann'schen Hause, Afterweg A. 128, der untere Stock zu ver- miethen. . _ 4699 Ein mobl. Zimmer zu vermiethen. Ludw. Orth, Neuen-Bäuen.^ 5409 Ein schönes, großes Mansarden- logis zu vermiethen und per 1. Oktober zu beziehen. Auskunft beiW.Krämer, Bleichstraße. 4976 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Bleichstraße C. 395- Im Großherzogthum Hessen und von anderen deutschen Staaten genehmigte # Lotterie der Allgemeinen Landwirth- schastl. Landesausstellung m Darmstadt. Grohe Derloosung mit Gewinne im Werthe von 66,000 Mark — Treffer b JL 10000, 5000, 4000, 3000, 2000 rc. Ziehuna am 28. Sept. er. Loose für 1 t ®to§” »on Mal te tot E! St ®tOr8 eint «>»S; ft? Az 5 "Een £