rikalen, wenigstens auf dem Lande, in diesen Commissionen vielfach die Mehrheit zu erlangen. In Irland haben die Dinge eine feltfame Wendung genommen, indem die englische Regierung jetzt entschlossen scheint, den irischen Pächtern durch die Entlassung der verhafteten irischen Agitatoren aus dem Gefängniß ein weitgehendes Zugestündniß zu machen. Trotzdem nehmen die Agrarverbrechen auf der „grünen Insel" noch immer zu; am Mttwoch Abend fand man auf der nach Krokbarra führenden Landstraße die Leiche -des Gerichtsvollziehers von Lord Leconfield mit zerschmettertem Schädel auf. — Am 19. April starb der berühmte Naturforscher Charles Darwin (geb. 12. Febr. 1809), ob auf seinem Landsitze in der Grafschaft Kent oder zu London, meldet der Telegraph nicht. — Der Attentäter Mac Lean ist von den Geschworenen als unzurechnungsfähig erklärt und in Folge dessen in ein Irrenhaus gebracht worden. Der russische Czar hat durch den vom russischen „Regier.-Anz." gemachten Erlaß, welcher allen Militärpersonen verbietet, öffentlich politische Arden zu halten, in officiellster Form erklärt, politische Brandstiftungen ä la Skobeleff nicht länger dulden zu wollen. Namentlich in Deutschland kann man von diesem energischen Entschlüsse des russischen Herrschers nur mit Befriedigung Act nehmen, durch welchen der Panslavismus und mit ihm die russische Kriegspartei einen neuen Stoß erhalten hat. Der nun schon sieben Jahre währende Berfassungs-Conflict in Dänemark wird auch in dieser Session der Landesvertretung nicht zur Beilegung gelangen. Zwischen Landsthing und Folkething dauern die Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Budgetfrage in alter Stärke fort; das Landsthing hat die vom Folkething gestrichenen Budgetposten wieder hergestellt und da das Folkething an seinen Beschlüssen festhält, so wird Dänemark noch lange nicht aus diesem Zustande völliger Zerfahrenheit herauskommen. Der Stand der Dinge in Egypten beschäftigt die Aufmerksamkeit der Cabinete in hohem Grade. Die Schwierigkeiten sind durch die Verbannung von dreizehn jener tscherkessischen Officiere, welche die Verschwörung gegen den Kriegsminister Arabi Bey angezettelt hatten, nicht im Mindesten gehoben worden. Die Gährung im Lande dauert fort und da der jetzige Vicekönig Tewsik Pafcha augenscheinlich nicht der Mann ist, diesen Schwierigkeiten zu begegnen, so erscheint unter diesen Verhältnissen eine europäische Intervention in Egypten nicht unmöglich. Deutschland. Berlin, 23. April. Die heutige im Universum stattgehabte Versammlung von Tabakfabrikanten, Händlern und Arbeitern nahm die bekannte Leipziger Petition gegen das Monopol und jede Steuererhöhung an. Wegen entstandenen Tumults löste die Polizei die Verfammlung, nachdem sie 372 Stunden gedauert hatte, auf. — Gestern Abend entstand im Schauspielhause bei der Vorstellung der „Grille" ein blinder Feuerlärm. Im Theater entstand in Folge dessen große Panik und Alles versuchte, die Sitze zu verlassen. Erst beim Erscheinen der Feuerwehr auf der Bühne beruhigte sich das Publikum. Ein Feuermann rief laut, es sei nichts, es sei Alles in Ordnung. Der Director Deetz bat das Publikum, ruhig Platz zu nehmen. Die Vorstellung wurde alsdann zu Ende geführt. (Frkstr. Zig.) Berlin, 24. April. Die „Berl. Polit. Nachr." meIden:Der Bunüesralh hat in seiner heutigen Sitzung, welche ca. 4 Stunden dauerte, die V° g e tetrenend die Einführung des Reichstabakmonopols, mit 36 gegen 22 Stimmen "^enomm n. Einzelne von den vorberathenden Ausschüssen beantragten Abfrungen »anben b e Zustimmung der Mehrheit, im Wesentlichen wurde iedoch die Regierungsvorlage wieder hergestellt. gleichfalls stattgehabte Plenarberathung der Novelle zur Gewerbeordnung hÄn wir, daß°diK nebst den Anträgen Bayerns angenommen wurde, nur d^^trag, ^"ffend tue ^'beitsbuber heutigen Abstimmung über dos Das Maioritats-Verhaltnttz, w,e ^'^^chnungen, die wir am 1. April ans- oeS?habend-22' Unteren Bundesregierungen, welche gegen die Monopol- gesteUt haben, $ auch Bayern und Hessen, welche zusammen Vorlage gestimmt hab , st g repräsenttren, außerdem Sachsen mit 4 Stimmen, ßl mmen' Bremen und Hamburg mit je 1 Stimme. Die 36 Stimmen iü^das^Mono^ol wurden abgegeben von Preußen (17), Württemberg (4), Mecklcn- bur?,@*SnPunb Braunschweig (je 2), Meiningen, Altenburg, Coburg-Gotha, bäly Ru^Madt-Sondershausen, Waldeck, Neuß j. L-, Schaumburg-Lippe und Lippe (je Tabakmonopolgesetzentwurf, wie derselbe aus den Berathungen des Hm" kr 4 lU P der unterste u venniethen. M Aamann. ineinnndergchen-c W ein ffeineres M. 4« MMS HM Mn i). ds. Bl. st m Bahnhof, minechUH, e Hanner, Bch- >en Hause). immer oermicht iccstr. g lOjs, Wen )W. Wichen C. 169, itod zu vermichn Schloßgassc. imer zummichn. nchsttaße C. 3?. ogismeinSWa! i. Neuenweg R imer, sowie CaplanSg. g. 218. iöaiS sofort zu ahnhossttaße IN mmer mit ob/' irft gehend, ih» Kaufmann zu/ Warft Ä P. Iknloftti s>u vei A hr, SWA. zMÄirteSDmr ten Hause diiW Mirtcs Kiniiun» i verrniethen di> lä 3* 8t, Nr. 96. Mittwoch den 26. April 1882. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. t Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. tSRE Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Iyeil. Betreffend: Aufsicht über das Fasselvieh. Gießen, am 25. April 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogliehen Bürgermeistereien der nachbenannten Orte. Die Besichtigung der Geineinde-Zuchtstiere und Zuchteber durch die von dem landwirthschaftlichen Bezirks-Verein gewählte Commission wird an folgenden Tagen stattfinden: 1) Donnerstag den 4. Mai in Nonnenroth, Röthges, Villingen, Langd, Rabertshausen, Rodheim und Steinheim. 2) Freitag den 3. Mai in Hungen, Inheiden, Utphe, Trais-Horloff, Bellersheim und Obbornhofen. 3) Samstag den 6. Mai in Bettenhausen, Muschenheirn, Birklar und Langsdorf. Sie wollen die Bullen- und Eberhalter anweisen, zur fraglichen Zeit zu Hause zu bleiben und die Thiere der Commission bei deren Eintreffen vorzuführen, auch sich selbst bereit halten, um etwa verlangt werdende Auskunft zu ertheilen. ___________ Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. Gießen, 25. April. Der Kaiser erfreut sich in Wiesbaden des bestem Wohlbefindens und unternimmt täglich kleinere oder größere Ausfahrten. Am Freitag empfingen er und die Kaiserin, welche am genannten Tage früh 8 Uhr ebenfalls in Wiesbaden eingetroffen ist, den Besuch des auf der Rückreise nach Petersburg begriffenen Großfürsten Wladimir von Rußland. Letzterer traf am Sonnabend in Berlin ein und setzte nach mehrstündigem Aufenthalte Abends 11 Uhr die Reife nach Petersburg fort. Angesichts der in dieser Woche erfolgenden Reichstags-Eröffnung mindert sich erklärlicher Weise das Interesse an den Verhandlungen der zur Zeit noch thätigen Landtage verschiedener Bundesstaaten, zumal diese Verhandlungen Gegenstände von allgemeinerem Interesse nicht berühren. Was das preußische Abgeordnetenhaus anbelangt, so sind von dessen Verhandlungeu in der vergangenen Woche nur die Debatten am Donnerstag und Freitag über die Vorlage, betr. die Erweiterung, Vervollständigung und bessere Ausrüstung des Staats-Eisenbahn-Netzes hervorzuheben. Das Haus genehniigte schließlich den Bau einer Anzahl von Linien untergeordneter Bedeutung und ebenso die zur Anlage zweiter Geleise und zum Umbau und zur Erweiterung von Bahnhofs- Anlagen geforderten Summen durchweg nach den Commissions-Anträgen. Von weiterem Interesse war lediglich die Discussion über die Umgestaltung der Kölner Bahnhöse. Die Budgetcommission hatte beantragt, die von der Regie- mng zu diesem Zwecke verlangte «Summe von 22 V2 Mill. einstweilen zu verweigern, damit die Regierung vorerst zu entern befriedigenden Abkommen mit der Stadt Köln gelange, bezüglich des von dieser zu leistenden Kostenbeitrages. Obwohl die Abgeordneten für Köln, Dr. Röckerath, Dr. Reichensperger (Köln) und Bachem, sowie Abg. Berger für die Bewilligung der verlangten Summe eintraten, beschloß das Haus doch gemäß dem Anträge der Budget- commission. Ob die Vorlage betreffs der Kreis- unö Provinzial-Ordnung für Hannover in dieser Sesfion mit zur Erledigung gelangt, ist noch zweifelhaft. Die bayerische Reichsrathskammer erledigte am Freitag die Be- rathung des Cultusetats zumeist nach den Beschlüssen der Abgeordnetenkammer, doch wurde der von letzterer gestrichene Dispositionsfonds einstimmig wieder her- gestellt, dagegen der Antrag auf Erthetlung des confefsionellen Geschichtsunterrichtes mit allen gegen 10 Stimmen abgelehnt. Der Antrag auf Umwandlung des Stmultan-Schullehrer-Semmars zu Bamberg in eine confessionell-katholische Anstalt wurde ebenfalls abgelehnt. Noch ist der Aufstand in der Crivoscie nicht beendigt — nach Meldungen des Feldmarfchall-Lteutenants Baron Jovanovic fanden am 18. und 19. ds. in der Gegend von Pistet und Dugivoci heftige Feuergesechte mit den Insurgenten statt — und schon stehen die Oesterreicher einer neuen Empörung gegenüber. Auf der Halbinsel Lustina in Dalmatien ist in Folge der dort an- geordneten Recrutirung ein Aufstand ausgebrochen, welcher in Ragusa sehr ernst genommen wird. Die aus der Crivoscie zurückgezogenen Truppentheile lösten Befehl erhalten haben, thetls nach der Crivoscie zurückzukehren, theils nach dem neu infurgirten Gebiete abzugehen. Die Refervisten des dalmatinischen Regiments Weber, welche hätten entlassen werden sollen, verbleiben wegen der veränderten Sachlage unter der Fahne. Diese Wendung der Dinge ist nicht ohne Bedenken und nöthigt der österreichischen Regierung neue Opfer an Geld und Menschenleben auf, wenn es ihr nicht gelingt, den Aufstand in der Lustina raig und energisch zu unterdrücken. Vielleicht werden sich auch die Herzegowiner und Crivoscianer nun wieder stärker rühren und so läßt sich das ' definitive (Snbe der aufständischen Bewegung noch gar nicht absehen. Die meisten französischen Generalräthe haben in voriger Woche ihre Sitzungen wieder geschlossen, ohne daß es zu bedeutsamen politischen Zwischenfällen gekommen wäre, von den verschiedenen Protesten gegen das neue Schulgesetz abgesehen. Ohne Zweifel wird dasselbe aber noch manchen Sturm erregen und wahrscheinlich m der Deputirtenkammer zu heftigen Angriffen der Confervativen auf das Cabmet Freycinet führen. Es ist jedoch nicht zu ver- iennen, daß die Bewegung gegen das neue Unterrichtsgesetz sich noch in gewissen Schranken hält, wenn auch einzelne Bischöse in ihrer Agitation gegen "dasselbe etwas weit gegangen find. Die Klerikalen setzen ihre Hoffnung auf die Wahlen zu den neuen Gemeinde-Schulcommisfionen, denen das Gesetz großen Einfluß Md die Aufsicht Über die öffentlichen Volksschulen gestattet und hoffen die Kle- Welt auch. 'M JNm «nt Zhe sehr . Jj Deck« ftwj "Mrtäcomnian ^lötunn von ^Sfelb den 3011 $er ?! v#s$ ^*e5 R7 EL Nom , 24. April. Der feierliche Empfang des preußischen Gesandten d Schlößer im Vatikan hat heute Bormittag um 11'/, Uhr stattgefunden. Der Papst faß unter einem Baldachin und war von feinem ganzen Hofstaatedem Majordomus, dem Oberceremonienmeister, oer Nobelgarde Ui>d der Palastwache umgeben Der Gesandte, überreichte feine Creditive nut einer officlellen Ansprache. Der Papst gab in feiner Erwiderung der Freude über die Wiederan- knüpfung der diplomatischen Beziehungeil Ausdruck. Darauf wurden die Hof- staateii entlassen und v. Schlözer hatte sodann noch eme halbstündige Privataudrenz beim Papste. Nach derselben stattete der Gesandte dem Kardinal-^taatssecretar Jacobini einen Besuch ab. Zur Auswanderung. Die Deutsche Gesellschaft der Stadt New York bringt in ihrem Jahresberichte für 1881 die außerordentliche Zunahme der deutschen Einwanderung zu r'stermatzigem Ausdrucke. Nach der wie alljährlich ausgestellten vergleichenden Tabelle der C - Wanderung während der letzten zehn Jahre ist die Gesammt-Einwanderung d Jahres 1881 nahezu doppelt so stark, als die stackste bisherige, nämlich die von 187 • Während diese 292,406 Köpfe zählte, darunter 128,030 Deutsche, brachte das Sabt 1881 nach New-Yoik 455,681 Einwanderer, darunter 198/333 Deutsche. Das Reiseziel der meisten Einwanderer war auch diescsmal nächst New-York und Pennsplvanien der ackerbau nde Westen, und in der That wüßten wir allen, die nun einmal nach den Vereinigten Staaten auswandern, keinen besseren Rath zu geben, als sich den mitge- mäßiatnn Klima und gutem Boden gesegneten Weststaaten zuzuwenden. Nach Cam Hen wankrtm nur 3886. ba6egen nach JMnols 54,461, Michigan 20,300, Minne- fotfl 18 819 Ohio 24,204, Wisconsin 19,715. , Das Arbeitsbüreau der Deutschen Gesellschaft vermochte trotz dieser großen Einwanderung doch nicht alle Aufträge auszuführen, z. B. war d>e Nachfrage nach deutschen Dienstmädchen so aroß daß nicht oer fünfzigste Theil der offenen Stellen besetzt werden ^nnt Es stt dem gegenüber wohl mcht überflüssig, di- Stelle des Berichts hercor- rubeben, welche die weibliche Einwanderung behandelt. Es heißt da: „Es trat auch das Gesuch an uns die Deutsche Gesellschaft an der Gründung eines Vereins zur Beförderung und zum Schutze weiblicher Einwanderung, speciell von Gouvernanten und Lehrerinnen ü bethiiltgen, doch war die Ansicht des Verwaltungsrathes, daß nach den^gemachten^Erfahrungen kein günstiges Resultat des Planes zu erwarten sen Die einrige Ait weiblicher Einwanderung, welche wir eventuell befürworten, ift bie von Mädchen und Frauen, welche fähig und Willens sind, die gewöhnlichen Hausarbeiten ru übernehmen, nicht allein in den größeren Städten sondern auch auf dem Lande m der Nachbarschaft unserer Städte, denn in Castle Garden konnte der Nachfrage nach deutschen Dienstboten nur zum geringen Theile entsprochen werden. Es ist eine bedauerliche Thatsache, daß die jüngere weibliche Generation den Fabriken zustromt und der imaginären Freiheit über einige Abendstunden einen hohen Lohn und den unvergleichlich besseren Einfluß des Aufenthaltes und Dienstes m Familien opfert. Nicht minder wichtig ist, was der Bericht über die Zukunft der Einwanderer jagt, welche ohne Zweifel euren nicht minder heftigen Rückschlag bringen muß, als ihn geben werben. Reichskanzler. In Vertretung: v. Bötticher Wien, 24. April. Die Gerichtsverhandlungen wegen des Ringtheaterbrandes haben heute ihren Anfang genommen, ©er Staatsauwattentivickelt I und begründet die bereits bekannte Anklage. Nach Verlesung der Anklageschrift begann das Verhör der Angeklagten. Der Theater-Director Zauner erklärt sich für nichtfchuldig. Er habe den Zuschauerraum des verfehlt angelegten und m desolatem Zustande vorgefundenen Theaters zur Hälfte auf eigene Kosten umandern und die vierte Galerie und die labyrinthartigen Gänge beseitigen wollen, dazu aber nicht die Bewilligung des Eigenthümers erhalten. Zauner Mrt sodann mehrere Fälle an, mit denen derselbe seine jederzeit bewiesene Umsicht dar- zuthun sucht, so bei der Einführung des neuen Heizapparates und bet erneut früheren blinden Feuerlärm. Den Brand des Ringtheaters habe er erst erfahren als dasselbe bereits in Flammen stand. ' Nach einer halbstündigen Pause wurde das Verhör des Directors Zauner fortgesetzt. Derselbe sucht die einzelnen Anklagepunkte zu widerlegen und erklärt, seine Pflichten auf das Genaueste erfüllt zu haben; er sei der erste Director gewesen, welcher aus dem Theater einen Telegraphen zur Feuerwehr, leitete. Der Maschinist Ritsche erklärt sich für nichtschuldig und giebt eme ausführliche Darstellung des Fortschreitens des Brandes. Er habe die Gasleitung abge- sverrt um eine Explosion zu verhindern. Seine Instruction habe er gelesen. Die Oellampen, welche er am 6. December erhalten, habe er wegen übergroßer Beschäftigung^mcht^ ng^. ^gencc Havas" meldet aus Alexandrien, daß das militärische Element in Kairo nach wie vor einen prädommirenden Einfluß ausübe und anscheinend den Bestand des Cabinets Arabi Bay bedrohe. Die Anarchie herrsche indeß nur ans politischem Gebiete; es seien weder materielle Unordnungen vorgekommen, noch hätten sich Störungen in finanzieller Hmstcht ergeben. Die Steuern gingen leicht ein und die Sicherheit der Europäer sei Lokales. .. totcftcn, 24 April Die Firma Heyligenstädt n. Comp. nw b tn b Tagen das sechste Tausend ihrer Maschinen fertig stellen. Wenn man erwägt, dßs Ä W« nSfÄnZ),Oi stritte'^^ere Verletfung-r einander, daß u. A. einer dem andern mit einem Dachdecknhammer m y beibrachte. Der Attentäter flüchtete schließlich und suchte, nur mir bekleidet, das Weite. Der Hochverrathsproceß Mac Lean- In der englischen Kreisstadt Reading hat am 19. April vor einer besonderen Gerichtsbarkeit, bestehend aus dem Lordoberrichter von England, Lord Colendge, dem Assisenrichter Wuddleston und dem zuständigen geschworenen Gericht der Hochverraths- proceß gegen Roderik Mac Lean, der am 2. März in Wind or auf die Königin B-cto ia aesckossen bat stattgefunden. Wenn man schon unmittelbar nach der That tn Folge verschiedener Berichte über Mac Lean den Eindruck hatte daß derselbe nahezu wahnsinnig sei oder doch von wahnsinnigen Anfallen heimgesucht werde, so hat sbch d ese Annahme während der Verhandlungen gegen Mac Lean vollauf bestätigt. Dl G - schworenen hatten zwar den Aaklagebesund als den des Hochverraths für richtig be. funden, auch begründete der Generalanwalt in Uebete nstlmmung mit den Thatsachen, d^ü wenn die Kugel des Angeklagten, die er nach der Königin feuerte, etwas mehr rechts gegangen wäre, unzweifelhaft die Königin verwundet oder getodtet worden wäre- Der zur Befragung vorgeführte Angeklagte sah sehr abgehärmt und reducirt ausi nd mit wartete befragt ob er sich schuldig fühle, mit ganz leiser, zitternder Stimme. und^ma^Ve^davon abglstand^ Mackem!'-^ J/renhaus zu stecken Im cv4Qon pjn f.ijton aus Weston Mac Lean UN.ersucht, abermals fu siuPg besilnden, worauf' auch Mac Lean ungefähr ein halbes Jahr lang Aufnahme: n d r Irrenanstalt zu Bath und Sommerset gefunden hatte- Der Irrenarzt dieser Aw Ä XÄ-“ L°L"an bemW KfS otr bod,,m hob- Penn oon ben Geschworenen einstimmig freigesprochen, weil er dem Gut. die flotte Zeit von 1872 mit ihrer großen Einwanderung gebracht hatte. „Die Fluth der Einwanderung", heißt es in dem Berichte, „zeigt noch keine Aussicht auf Abnahme und für das nächste Flübjahr sind an den Hafenplätzen Europas scbon die zahlreichsten Anmeldungen zur Auswanderung gemacht- Es ist nicht unsere Aufgabe, den Ursachen dieser großen Auswanderung aus der alten Heimath nachzusorfchen, noch dieselbe zu befördern zu suchen. Während wir aber glauben, dem arbeitsamen Einwanderer auf dem fruchtbaren Bodui unseres Landes eine gute Zukunft in Aussicht stellen zu dürfen, müssen wir dagegen wiederholt vor jeder unüberlegten Auswanderung warnen, welche in der Erwartung geschieht, hier ein leichtes und sicheres Fortkommen zu finden. Der Auswanderer sollte sich in dieser Beziehung keinen Täuschungen ergeben und vielmehr im Auge behalten, daß selbst bet den bemittelten deutsch n Einwanderern die Früchte ihrer Arbeit hier m vi len Fällen erst ihren Kindern zu Gute kommen werden. Auch tm letzten Jahre sind dem Laudbau, dem Minenbetrieb u. s w.durch bte Anlage von Eisenbahnen in der bisher noch in keinem Jahre erreichbaren Lange von nahezu 90W Meilen neue Gegenden eröffnet worden; diese Unternehmungen haben alle Arbeitskräfte in Begehr gebracht und dem Verkehr eine große Lebhaftigkeit gegeben. Die bedeutende üahl Derer, welche- nach den Bergbau- und Fabnkgegenden gegangen sind, i beweist daß n cht im Landbau allein die Einwanderer eine materielle Verbesserung ihrer Lage zu finden hofften. Von der New-Yorker Einwanderung haben bie Südstaaten nur einen kleinen Theil an sich gezogen, — mehr als fie aUe jufammen hat der Staat Michigan allein erhalten- Klima, Boden und andere Verhältnisse des Südens sagen dem europäischen Einwanderer weniger zu, als bte vtelvecsprechenben Getretdelanber des Westens, die dem Verkehr dmch den Bau von Eisenbahnen eröffnet werden. Es ist indessen Thatsache, daß die Ernte-Erträge des Jahres 1881 ben Erwartungen nicht entsprochen haben und baß sich bei ben Stapel-Artikeln — Weizen, Mais, Baumwolle, Tabak — eine bebeutenbe Abnahme zeigt Darin lft vielleicht bas erste Anzeichen zu sehen, baß wir nach einer Reihe von Jahren außerorbentlicher Prosperität auf weniger günstige Zeiten vorbereitet sein müssen, und unter diesen Verhältnissen und bet ber obigen enormen Ausdehnung ber E-senbahnbauten verbienen bte Befürchtungen, baß bie Gefahr eines Rückschlages nahe liegt, neuerbings volle Berücksichtigung. Das sinb Worte, bie nicht eindringlich genug der Beherzigung,"^er derer empsholen werden können, welche nur den großen Aufschwung des amerikanischen Staatenwesens und nicht zugleich die großen Gefahren desselben für den Einzelnen sehen. Durch den Einsturz des ^Meister'scheu wkde?"bhaft^ Fortsetzung der Löwengasse auf die Anlage resp. Goethestratze w.eoer og Sprache gekommen- . , „ „ hpr Rüraerschaft bie größten SyM Es hat bieses Proi-ct in fast allen Theil n Selterswegs mit pathien, ba burch bie Ausführung beffelben bte 0I ufteUen wäre unb unsM Anlage resp. bem neuen Stadttheil auf bas Emfacp,te ijevjuu neu schöne Neue Anlage gar nicht darunter leiben §-.adtvorstand zur Ausführung biei’tt , ,M°N Hör,. ^Ln"ch?7s°gÄn°Z°Ls"d?^^ «ur Th-, werben W- r. Bllr hiefiaen Kranken- und Armenpflege. Um ber Wahrheit bie Ehre |U geben, mutz bie neuOtb in oblgerJtngUeg™ gemachte Mittheilung dahin berichtigtwerd.ndaßbleLiiten fürb e 4) I Gemeind- lisch er Schw stern sich allerbmgs nicht au benKresti de jßbifd>en beschränkt, sonbern ihre Unterschriften vornehmli^ aucy g i freisinnig evangelischen Mitbürgern S^ucht hab Königl Roheit ben Grußberzog un^ evangelischer Mitbürger ist eine P^ttlon^mjederlassung katholischer Schwestern^ zeichnet worben, in welcher bie Erlaubnitz zur Ji eb 11 > 1g75 bie AnsiedeliiN Giesten erbeten wirb- Bekanntlich ist burch (S 1 tz I nerboten theils af fatOoliW« Wndje unb ».nnrn im beswegen, die ausbrückliche Genebmigung der Staatsregterung, geknUptt E z des Ultr-- man bi- ka,h°lisch-n Orden für eme brr W W freffinnll« montanismus zur Störung be§ confessioitellen Fneoins m Bundesraihs »«bor6e= ««JJ» S fÄÄ I SdSe'fiS imÄemetaen an bi- Form der „ErlänI-rnng-n- anfchli-tz-n. wie solche unto »«üdWeSng von im BoMw.rihfchastsrache ,n Tage g-ir-i-n-n AnsM-n und Hrtbeilen dem Bunbcsrathc unterbreitet waren- Dieselben werden Utzt ^Neichsscha^- । Uitpe i , . t-u, emaebenben 9teurebacticn unterzogen unb sollen sich auch K °°" b-n H°nb-iskamn,.rn in Bremen und Mamiheim zu machen versucht worben sinb. Oesterreich. qAefth, 23. April. Die nachträglich von Tisza telegraphisch gestatteten Denionstrations-Versanimlungen gegen den deutschen Schulverein machten em klägliches Fiasko. Außer dem die Versammlungen veranstaltenden Veteranen Verein in Ofen mar nur Pöbel anwesend. Die Pesther Bürgerschaft hielt sich durchaus fern. — Telegraphische Depeschen. Wozff's telegr. Correspondenz'Bureau. Berlin 24. April. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Plenar- Sitzung die Tabakmonopol-Vorlage mit 36 gegen 22 Stimmen angenommen. Die Anträge Bremens und Hamburgs wurden abgelehnt. — Mit Bezugnahme auf die in Nr. 9 des „Reichs-Gesetzblatts verkündete kaiserliche Verordnung vom 14. ds., durch welche der Reichstag berufen ist am 27. April d. Js. in Berlin zusammenzutreten, wird hierdurch bekannt gemacht daß die Eröffnung des Reichstags an diesem Tage um 2 Uhr Nachmittags'im Sitzungsfaale des Reichstagsgebäudes , Leipzigerstratze Nr. 4, stattfinden wird. Die weiteren Mittheilungen über die Eröffnungs-Sitzung erfolgen in dem Bureau des Reichstags am 26. ds. in den Stunden von 9 Uhr Moi- aens bis 8 Uhr Abends, und am 27. ds.,, Vormittags, von 8 Uhr ab. c^n diesem Bureau werden auch die Einlaßkarten für Zuschauer ausgc- i g Mpr! £ Biemen, Bremen Eibe, v m-L ließen, ben 24 ___ Grc Lamstag i Vom sollen aus dem i die zuc Erneue ftrichs am W Slnlusseechrder . Submissiousiveg zzivar: i Dachdeckerarbeit ■ Svenglerarbeit, MUnderarbe Hiersiir sind portosrei und Aufschrist vers einznreichen, ÄiMstnnden i nndMernaht Gießen, den Mr den et Dr- M Ser&ri# auf auä Mi geboren am 29 J Mt in M MmbeiMen beschMgt, aV Kiasse aasgewc der bevvrstehei Aälitärbehvrd! haben. Uehertretui des Strafgese Derselbe iv Dienstag $ori m das Gr Ämberg a. < Rmtr. Wellen. rk- und Nutzholz. 2871 Colnot. 3033 3 zu Die Kalkbrennerei b"< 3023 63 32 13 Buchen Eichen Aspen II II II II II 3012 107 6000 Wellen Reisholz. 1031.62 1725.— 370.— 58.80 80.— 1596.90 1672.— Seltersweg 10. 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Die Zusammenkunft ist auf der Staatsstraße nach Grünberg an der i« W* **“ J hait dit $6' or einer bejonbem !orb Goleribge, bm f der HachvmaG te Königin Sidorii der Thal in Folge selbe nahezu wohn' i, so Hst sich diese usiädgt. Du Gi- ssir üchttg bu mit den Thatsoch« seueite, etwas wis etöbtet worben wir nb rebucirt aus uf jitternbtr Stim n auch betveisklii einer Thal gegen t ä VeNheibigers Iss ■ Lean behandel! m ' bösartig auM aus zu stecken I abermals br lang Aussig Zrrenarzt bstu v iä!)rtnbi§ WjJ Van an btm N narb, b« ’tjaV Vx AgG jSS* be§2o'b-»* m «eil Ü« , n ’imunj^® litljin di- jeitober®;e . die übrige cu>t^ 3011 Concursverwalter. aische r fjuitt tu der F°dr» Ibtnb^StS' Mittwoch den 26. iw. Mis > Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofratthe babtei ein altes Sopha, ein neuer Kuchen. chrank mit Glasaufsatz .und 1 Klerderschranr meistbietend versteigert.werden. Gießen, den 24. Apnl^1882^ 2999 Großh. Gerichtsvollzieher. Hoizversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 1. Mai 1882, von Vormittags 9 Uhr an, soll un Gießener Stadtwald in den Dfftrtcten Heingesboden, Annaberg, Faulerboden, Hochwarte, Oberhag und Unterhag nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz. Scheith.Knüppelh.Stockh Reish. Rmtr. on3*,f™ Die von mir auf den 26. ds. Mts. angekündigte Versteigerung findet erst Freitag den 28. Aprtl, Nachmittags 2 Uhr, statt. Gießen, den 24. April 1882. H. Hoffmann, Buchbmder, 2927 Seltersweg C. 44. Knabenhüte in großer Auswahl zu billigen Preisen empfiehlt 2963 A. Fangmann. Maschinensteine, Hohl- steine, Fayon-Steine jeder Art, Dachfalzziegeln und Flachziegeln, sowie Drainrödren jeder Dimension liefern zu billigsten Preisen Büller & Röder, 2882 Dampfziegelei, Kinzenbach. Submission. Samstag den 29. l. Mts«, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem städtischen Baubureau die zur Erneuerung des änßeren Anstrichs am Pfarrhaufe an der -sud- Anlage erforderlichen Arbeiten auf dem Submissionsweg vergeben werden und zioar. , nr> oß Dachdeckerarbett,veranschl.zu JL 36.80 Spenglerarbeit, „ ,/ „ »1.58 Weißbinderarbett, „ _ n n ‘ ~b-0.4 Hierfür sind die Offerten verstegelt, portofrei und mit der entsprechenden Msschrift versehen auf obigem Bureau eiuzureichen, woselbst vorher kn den Ämtsstunden die einschläg. Voranschläge unlv Uebernahmsbedingungen offen liegen. Gießen, den 24. April 1882. 2995 Für den evangel. Kirchenvorstand: Dr- Naumann- Haustein. ~ Der Grobschmied Heinrich Baldauf aus Rüddingshausen, Kreis Gießen, aeboren am 29. April 1859, evangelisch, mletzt in Rüddingshausen wohnhaft, setzt unbekannten Aufenthaltsortes, wird beschuldigt, als Ersatzrefervist erster Klaffe ausgewandert zu sein, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu Handel und Verkehr. Kiesten, 25 Avril. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pro. . 105^110 ßübnereier 1 Stück 5 und 2 Stück 04 Enteneier per Stück 5-6 5i, Gänseeier per St. 8-10 H, Käse p. St. 4-8 Kasematte per Stück rtrhfpn 1 Ptter 25 Pinfen 1 Liter 32 ,5i, Tauben das Paar 70—80 HUyner per Stück X 1.30—1.50 Hahnen per Stück X 1.10—2 00, Enten per Stücks 2,30—0 , Ochsenfleisch per Pfund 64 66 Kuh- und R.ndfletsch 50-54 A Aalbfleisch^Os 48 Schweinefleisch 62-64 Hammelfleisch 60—66 Kartoffeln lou jrtio X 3 00—4.00 üwiebeln der Cenlner X 12, Milch per Liter 16—18 <5i- c.{nFirpt1 Frankfurt a M 24. April. Der heutige Viehmarkt war gut befahren Angetr eben waren circa 500 Ochsen und Stiere 360 Kühe, 260 Kälber, 200 Hammtt imh — Schweine. Die Preise für 100 Pfund Fleischgewicht stellten sich. L'Mfen 1 Oualität al 64—66 2 Qualität X 55—60, Bullen 1. Qualität -^00, 2. Qualität XOO SMe 1 Ouabtät' ü 48 -50,.2. Oullttät X 40-42 Är 1. gua . « X 54-56, 2. Qualität X 40—44, Hammel 1. Qualität X 54—56, 2. Qualität X 40 45, Schweine X 00. Frankfurt a. M., 25. April, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann m Greßem) Creditactien 2903/4, Staatsbahnactlen 281 Vr, Galizier 263^4, Oesterr. «iwerrrmr 65b/8, 4»/o Ungar Goldrente 75^, 4«/0 1880er Russen 71-/4, 2. Ortent-Anleche 57i‘/i6, I 5°/o Rumänische Rente —, Lombarden 122Vz. Tendenz fest._______ Hausbau. Die Erbauung eines massiven Backhauses für die Gemeinde Wiesmar, veranschlagt zu X 2939.63 u. z. Erd- und Maurerarbeiten X 968.05, Mauersteine X 328, siegel X 174, Graukalk X 288. Saud X 66, Sandsteine X 290.96, Lungsteme X 63.36, Zimmerarbeiten X 180.36, Glaser X 72, Dachdecker ^Formziegel) X 184, Klempner X 77.20, Schlaffer X 247.70, soll vergeben werden, worüber Plan, Kostenanschlag und Vergebungsbedingungen in den Vorrnittagsgeschafts- stunden hier eingesehen werden tonnen. Offerten auf den ganzen Bau oder einzelne Arbeiten oder Lieferungen lind bis spätestens zum 4. Mai er., Nachmittags 3 Uhr, hierher abzugeben. Krofdorf, den 24. April 1882. 3032 Das Bürgermeisteramt. Hausverkauf. Mittwoch ven 3. k. Mts., um 2 Uhr, wird int Rathhaus zu Wiesmar em m gut erhaltenem Eichenholz erbautes Haus, 11,7 Mir. lang, 6,15 Mir. breit, 5 Mtr. hoch, mit zweiseitigem, 4 Mir. hohem Ziegeldach, taxirt zu 350 X, auf Abbruch versteigert. „ ,non Krofdorf, den 24. April 1882. 3031 Das Bürgermeisteramt. Das Neueste in Krausen, Kragen und Manschetten, Vorsteckern, Cor- settS, Unterröcken und Unterhosen, Scdürzen, Glace- und Sommer- Handschuhen rc. in großer Auswahl, fowie Strickgarne aller Art empfiehlt billigst Jfean JBoech•> 2870 Wallthorstraße 223. 4. Schneise. . Bemerkt wird, daß die Durchforstungs- Wellen des Nachmittags 1 Uhr im District Annaberg zur Versteigerung kommen. Gießen, den 25. April 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3005__Bramm.________ Montag den 1. Mai, Vormittags von 9 Uhr und Nachmittags von 2 Uhr an, werden in der Behausung des Heinrich Keck am Neuenweg dahier die zu dessen Concursmasse gehörigen Holzvorräthe, bestehend in eichenen Bohlen und Schwellen, eichenen unv tannenen Schwarten, Pfostenholz und Mauerlatten, zugeschnittene Höhe- und O,uer- schenkel, Stickstecken, Brennholz und sonstige Hölzer öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Die zu versteigernden Hölzer können täglich befichtigt werden. Gießen, ven 25. April 1882. ^Übertretung gegen § 360 Nr. des Strafgesetzbuchs Derselbe wird auf . Dienstag den 13 Ium 1882, Vormittags 8 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht Homberg a. d. Ohm zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird d-ki-lb- auf Grund bet nach § .472 derHtrafprozchordnung von dem Großh. Bezirkseommando zuGteßen ausgestellten Erklärung verurtheilt werben Alsfeld den 24. April 1882 Der Großh. Amtsanwalt. Schiffsbericht. Mitgetheilt vcn dem Agenten des Norddeutschen Lloyo tn öranen E W. ® t'rTn^atlantifeben Telegraph.) Der Postdampfec Bremen, 22. UP1-0 q?nrhbeutl"dKn Lloyd in Bremen, welcher am SsS® Än «6%wn war ist °-ft°ro 6 Uhr Rachmittags w°hlb-h°U-° dculschen Lloyd in . jn Southampton angekommcn und hat ifl h-u>- 10 «dr M°r«- R-is- N--H dt» '»MHN D z,leara„6.] D-r P-std-mpt-r 0d.r. M'üKFL. Lrdd°«m^ in^r-mm. el6c Top.”» WtllL'ad. Nmdd,ustch-n A°y° 'n «r-m-n. wetch.r am *bVÄ bl, J* bfe Steter a?f JS »bürten f JT’?' ro<1^ Wfinben. n und vielmehr " werben. Aucb d'e Anlage v?n von nahezu 9000 "-.Arbeits- l?Oeben. Di- h^ n 8e.8Qn8,n sind , 2Pfd. 29,5i, 2. Sorte 4 Pfd. 52 5), 2 Pfd. 26 5». August Guhr, Lindenplatz. 1686 Alle Sorten Klee-Saamen, beste Qualität, feidenfrei, fowie Gras-Saamcn empfiehlt billigst Wild. Serbert, Marktstr. 3026 Ein Support und verschiedenes Werkzeug für Holz- und Eisendreherer billig zu verkaufen Näheres m der Exped. ds. Bl. StvotzendttU. Mittwoch den 3. k. M., um 3 Uhr. sollen in Wiesmar folgende Arbeiten und Lieferungen vergeben werden: Erd- und Pflasterarbeiten zu X 3014 Sa ndmann. _______ Mittwoch den 26. April, rÄ'ZMM— Gi-bm. d-r. 24. Aprstl«. 2994 Großh. Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 26. April, wird in mXriS'|^e6a$. eine Parthic sehr schönes Bettzeug, als. Kissen, Decken, Wollmatratze- Bettladen mit Sprungfedermatratzen -c., sowie eine noch ganz gute Wheler L Ä s illähmaschinegegenBaarzahlungverzt g Gießen den 22. April E Hoffmann, 2966 Ortsgerichtsmann.^ 28 1370 13 , I Basaltpflastersteinlieferung zu c , "V- Pflastersandlieferung zu . . Nadel-Durchforstungs- Schutzfteinliefer. (14Stuck) zu Schutzstangenliefer. (40 M.) zu Planir- u. Chaussirarbeiten zu Steinlieferung (836 M.) Anfuhr X 836, zu . . . . » Krofdorf, den 24. April 1882. Der Bürgermeister: Zeitz e^otenes. 3009 «Ziegenmilch, jeden Tag frisch, und 2 Ziegen, frischmelkend, zu verkamen. Kathchen Koch, Kirchenplatz 22. Slrohhüle für Herren. Knaben u. Kinder von den billigsten bis zu den feinsten empfiehlt preiswürdig A. Schultheis jr., von Carl Christian Schneider & Co. tu Steeden, post Runkel a. d. 4 ahn, 3015 (Versandt ab Stückka.k. !°wie empfiehlt ihren anerkannt vorzugttchen fxjsch gebrannter Waare zu fast chemisch reinen Marmorkalk m mg - civilen Preisen. , . umfangreichsten Aufträge. Prompteste Effectutrung auch_____________ A. Docter, Seltersweg 43 W1 2758 -ff Durch bauliche Veränderung im Laden bin ich veranlaßt, mein Lager in Herren- und Knaben-Anzügen re., Damen- und Mädchen-Canfeeiion, Schuh- und Stiefelwaaren zu verringern, weshalb von heute an ein Ausverkauf beginnt und daher mein aus nur reellen Waaren bestehendes Lager zu außergewöhnlich billigen Preisen verkaufe. Wermietßunßen. 3006 In meinem neuerbauten Hause (Bahnhofstraße) ist ein Laden mit Logis, sowie zwei Familienwohnungen, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör, bis Anfang Mai zu vermiethen. _________ Wilh. Plauk. 3013 Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Pedell i. P. Ruckels- hausen, Schloßgasse^A. 257. 3019 Schönes Mansardenlogis pr. sofort zu vermiethen bei L. König Wwe., Nordanlage. 3018 Mehrere Logis, große u. kleinere, zu vermiethen durch J.Blitz. 3017 Schön möbl. Zimmer zu ver- miethen bei Wilh. Herbert, am Markt. 3027 Ein Familienlogis vermiethet G. Debus, Rodheimer-Straße. 3030 Ein Familienlogis zu vermiethen. Teufelslustgärtchen C. 170. 3029 Ein Familienlogis (3—4 Zimmer). Karl Heil, Schützenstraße. 3028 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Frau Oberförster Eiqenbrod Wwe-, West-Anlage E. 87\ __ 3035 Zwei gut möblirte Zimmer per 1. Mai zu vermiethen. __P. Hollmann, Neue-Bäue. 2705 Ein kleines Familienlogis, sofort beziehbar, zu vermiethen bei Friedr. Rüger,Kreuz. 2962 Ein schönes Familienlogis, 3 bis 4 Zimmer, abgeschloss. Corridor und alles Zubehör, per 1. August zu vermiethen. Näh, bei Karl Weidig, Sonnenstr. 2670 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Bahnhofstraße 915. Ein großes Logis oder auch getheilt als zwei kleine per 1. Mai zu vermiethen. Au erfragen in der Exped. dS. Blattes. ‘2648 2443 Zwei schöne Zimmer sind zu vermiethen bei Frau Louise Hanner, Bahu- hofstraße (im Merz'scheu Hause).______ 2996 Möblirte Zimmer zu vermiethen. ______________________Neustadt D. 57. 2988 Möbl. Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. Seltersweg C. 46 (Fehsenfcld'sche Buchhdlg.), 2. St. 2982 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause der Frau Größer, Grünbcrgerstraße._______________________ 2912 Ein schön möblirtes Zimmer in der Nähe der Aula zu vermiethen bei _________Karl Wigandt, Löberstraße. 2864 Ein schönes Logis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei S. Katz, Astcrweg. Gegen Baar sowieZauf Abzahlung verkaufe ich bis zum 15. Mai wegen Umzugs nach der Neustadt sämmtliche Herren- und Knabenkleider zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Complette Anzüge von 25 JL an, Krraben-Anzüge in Baumwolle von 2Vr an, in Wolle von 5 Jl. an, Arbeitshofen von 2^2 an, BuckSkin-Hofen von 5 an, Joppen von 6 JL. an rc. rc. Frankihrter Waaren-Bazar 17 Schulstraße 17 2928 (neben der Expedition des Gießener Anzeigers). Ausverkauf. Durch den mir am 1. Mai bevorstehenden Umzug bin ich genöthigt, mein Lager in tVPtt-. möglichst zu reduciren und verkaufe daher eine große Parthie mott. Strickgarne uni) Moll. Strümpfe zu Einkaufspreisen. 2908 Robert Stuhl, MarktNrsßc D. 23. Einem geschätzten Publikum die ergebene Anzeige, dass ich am hiesigen Platze ein Bankgeschäft errichtet habe. Halte mich zur Besorgung aller in mein Geschäft einschlagenden Aufträge unter Zusicherung streng reeller Bedienung bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 3025 Jacob Griinewald. NB. Mein Comptoir befindet sich Scliii Herstrasse (Nordanlage), 'm Hause des Herrn 8. Reuti inyer. ’s Vogelsberger Höhen-Clübi Generalversammlung der Hection Gießen Freitag den 28. April 1882, Nachmittags 4 Uhr, in der Burgwirtbschaft auf dem Grleiberg, Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Der Vorstand. MiigsÄKsKMe^^« 2528 Emil Elschbach. 2859 Ein möbl. Zimmer vermiete Chr. Petri, Alicestr. E. 104s. 2844 Möbl. Zimmer zu vermietheff Neuen-Weg B. 186, Vorderhaus 2830 Möblirte Zimmer zu vermiethen Wilh. Rudolph. 2485 Möblirte Zimmer, auf Wunsch mit Pension, billigst im „Frankfurter Ho!" 2461 Ein kleines Familienlogis zuH miethen. Rothenberger, Kaplansaai» 2442 Freundl. möblirte Zimmer sich zu vermiethen mit ob. ohne Pension im Haun des Hrn. Otto Schmidt, Selterswea 66. 2669 Ein Familienlogis mit 5 Zimmert zu vermiethen und bis 15. Juli, auf Wunsch auch früher, zu beziehen. _______Ph. Bauer llt, Bahnhofstraße. 2832 Der 2. Stock in meinem Haust' zu vermiethen. Heinr. Balser, Grünberger-Straße . 2847 Ein Zimmer mit Kabinet sowie ein kleines Zimmer, beide möblirt, ver- miethet H. Kühn, Selterswea. 2926 Ein hübsch möblirtes, sehr freundliches Zimmer zu vermiethen in der Grün- bergerstraße. Näh, bei der Exped. ds. Bl -941 Eine Schlafstelle zu vermiethen Lindenplatz A. 242, Zu vermiethen: Eine Wohnung im Vorderhaus und eine Wohnung im Nebenhaus bei 2702 August Kröll, Seltersweg. Iermischte Anzeigen. 3010 Tüchtige Mädchen mit guten | 3emmiffen suchen Stellen auf sogleich ober ^-Mai. Zu erfragen bei Frau Tränkner, Vermlethfrau, Neue-Bäue 99. 3024 Ein Drechsler auf sofort gesucht von I. Häuser, Drechsler und Stuhl- macher, Neuenweg. ____________ Felzwaaren roerben aufbewahrt resp. überfommert unter jeglicher Garantie bei 3007 A- Schultheis Jr. Gegen Feuerschaden versichert. 3008 Tüchtige Maschinenstepper können bauernbe Beschäftigung finden in der mechanischen Schuhfabrik von K. Grünebaum. 3020 In einer hiesigen Cigarrenfabrik ist eine Lehrlingsstelle zu besetzen. Zu erfragen in der Expeb. ds. Bl. 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