Wgen. fit auf sofort ge- Bogt, Bäcker, ,nlt,8i«!u Bauen. M Hinterhaus mern> alsbald '.Seltersweg. in meinem MMreibesiher. SV Simmern, urtzMah 23. samilienloais mt »en bei MjmJtern. W (6 Zimmer , zu Wethen, tfienfanb 224. Meine Zimmer, nm zur Nach- aplatz , wird es stets gute und reelle Uten schnell solches binnen ng. d,ß ich dahin ® :4t IS» «um 5O n M Hä jafMnfen, i* WbeschSg-"«^ '#■ JJÄ#** 6eiberto^J iicti011, 2.pfyiTteii neiner^PMk Herren * wird dre h ' M A der^ive" A »5M iiirrrp-K- UÄ*P Nr. 197. Freitag den 25. August 1882 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstiaße B. 18. Erscheint «»glich mit Busn-Hm- des Mautag«. "^"^«hrlich 2 Warf 20 «f. n»t Brinzrrlch». DurA bte Post bezogen vrertellährlich 2 Mark 50 Ps. Amtlicher Hheit. Betreffend: Die Einrichtung der Fortbildungsschulen. Gießen, am 23. August 1882. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir sehen der Einsendung der Listen über die Fortbildungsjchüler unfehlbar bis zum 15. September l. I. entgegen. ___I. V-: vr. Hoffmann, Negierungsrath._________________________________________ Bekanntmachung. Während der Beurlaubung des Unterzeichneten wird Herr Finanz-Accessist Nispel denselben im Dienste vertreten. Süffert, Steuer-Commiffär. Politische Ueberfkcht. Gießen, 24. August. Der Kaiser wohnte mit den zur Zeit in Berlin anwesenden Prinzen des preußischen Königshauses am Sonntage dem Festgottesdienste anläßlich des 150jährigen Bestehens der Potsdamer Garnisonkirche bei. Mannschaften sämmt- licher in Potsdam garnisonirenden Truppen waren im Parade-Anzug zur Feier beordert. Obwohl man in maßgebenden Kreisen mit den Leistungen unserer Marine zufrieden ist und die Ueberzeugung gewonnen hat, daß sie ausreichende Mittel besitzt, um den überseeischen Handel Deutschlands zu schützen, so verhehlt man sich doch nicht, daß noch Manches geschehen müsse, um die deutsche Marine auf die gleiche Höhe mit den übrigen seefahrenden Nationen zu bringen. Im Marine-Ministerium studirt man gegenwärtig die Erfahrungen, welche bei den Expeditionen der Panzerschiffe gemacht worden sind, und von dem Ergebniß dieser Studien soll es abhängen, ob der alte Flotten-Gründungs- plan vollständig durchgeführt oder ihm eine andere Richtung gegeben werden wird. Außerdem arbeitet man im preußischen Kriegs-Ministerium an einer Denkschrift, welche anläßlich der zu stellenden Creditforderungen dem Reichstage zugehen und in der die Rothwendigkeit einer allmäligen Verstärkung unserer Kriegsflotte betont wird. Ueber die bisherigen Resultate der Reise des österreichischen Reichs-^inanzministers v. Kallay nach den occupirten Provinzen werden jetzt emige Mittheilungen laut, welche ein eigenthümliches Licht auf den Beamten- korper m „Neu-Oesterreich" werfen. Herr v. Kallay soll in Bosnien eine Beamtenwirthschaft, die an die schlimmsten russischen Zustände erinnert, ausge- deckt haben. Der Polizei - Director von Serajewo, der Landeshauptstadt, soll nicht nur stark verschuldet sein, sondern sich auch bedeutende Summen aus dem bosilffchen Dispositions-Fonds widerrechtlich angeeignet haben. Auch verschiedene andere höhere Beamte, wie der Bezirksvorstand von Mostar, welcher 14 000 fl Staatsgelder verspielt hat, und der Obersteuer-Einnehmer von Tervend,' erschei- iien stark compromittirt, namentlich soll in diesen Kreisen dem Hazardspiele libermätzig gefrohnt worden sein. Eine Purification des bosnischen Beamten- lörpers von allen unlautern Elementen erscheint demnach dringend geboten. , eiter-Unruh en, welche jüngst in dem französischen Kohlen- bau-Diftnct Monceau les Mmes stattgefunden haben, sind rasch wieder beigelegt worden. Die Bedeutung der ganzen Bewegung war überhaupt sehr überschätzt worden denn daß sich die Unruhstifter, etwa 200 Mann an Zahl, nachdem zre verschiedene Kapellen geplündert, in die Monceau les Minis umgebenden Walder Zurückgezogen, erscheint doch sehr natürlich, da hier die Plünderer am * HAn durften, Schutz vor dem nachrückenden Mllttär zu finden. Etwa Ruhe ist seitdem in Monceau les Die englischen Blätter beschäftigen sich gegenwärtig mit den Resul- tat™ d°r ZU Ende gegangenen parlamentarischen Session und die Nachrufe, toelche sie derselben widmen, sind gerade nicht allzufreundlich gehalten. Selbst die Regierungsblätter gestehen, daß keine einzig. Bill durchgebracht worden ist, d'° lur England Bedeutung habe und sie geben ferner zu, daß trotz der Zwangs Bill die Ordnung m Jrlano noch nicht im Entferntesten wiederherqestellt worden ist. Das Letztere ist allerdings nur zu richtig und der fünffache Mord von Mullaghadruma beweist, daß die anarchischen Zustände auf der arünen ^nsel" nachgerade ihren Gipfelpunkt erreicht haben. Leider sind die Mörder denen eme ganze friedliche Familie zum Opfer fiel, noch nicht ermittelt und dürfte dies, wie man aus früheren Vorgängen ähnlicher Art schließen kann auch IchwerUch genügen. ' Die Schweizer Socialisten bereiten eine neue, wenn auch verkleinerte, Auflage des Wydener socialistischen Welt-Congresses vom 27 Aua 1880 vor. In Zürich soll nämlich am kommenden 27. August für die schweizerischen am^msfta1en- ^gehalten werden, zu welchem dem Vernehmen nach auch die socialdemokratischen Mitglieder des deutschen Reichstages einae- laden worden sind. Eine besondere „Festrede" über das vielversprechende Tbema: „Die alten und neuen Raubritter" ist bereits angekündigt 9 Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß die türkische Regierung Soldatenwerbungen für Egypten untersagt und die Werber und Angeworbenen mit Verhaftung bedroht habe. — In Smyrna ließ dagegen die türkische Regierung 700 von den Engländern angekaufte Maulthiere anhalten da die Pferde- und Maulthier-Ausfuhr aus dem Vllajet Smyrna verboten ist — Die englisch-türkische Militär-Convention soll endlich, abgesehen von einigen redactio- nellen Abänderungen, ihrem Abschlüsse nahe sein. Aus Egypten liegen zwei Nachrichten vor, deren Zusammenklang eine neue Phase in der egyptischen Angelegenheit bedeutet, nämlich die fast ohne Kampf erfolgte Besetzung sämmtlicher Stationen des Suezkanals durch die englischen Truppen und die im Vollzug begriffene Bildung eines MinisteriuinS Schern Pascha. Die Meldungen über die bevorstehende Beschießung Abukirs waren nur bestimmt, die Egypter zu täuschen, denn die Flotte, mit der englischen Hauptstreitmacht an Bord, ist überraschender Weise in den Suezkanal eingelaufen,, den die gelandeten englischen Truppen nunmehr in seiner ganzen Ausdehnung besetzt halten. Offenbar will General Wolseley vom Suezkanal aus nach Kairo vororingen und so Arabi Pascha in dessen Stellung bei Kasre- Dowar den Rückzug abschneiden; Arabi scheint indessen eine derartige Absicht zu ahnen, denn es heißt, seine Truppen würden in bereitstehenden Eisenbahnzügen von Kafre-Dowar nach Kairo transportirt. — Ueber das am 21. August bei Suez stattgefundene Gefecht wird englischerseits berichtet, daß die Verluste der egyptischen Truppen bei diesem Zusammenstöße 168 Todte und 62 Gefangene, von letzteren 27 verwundet, betragen hätten; über die englischen Verluste ist noch nichts bekannt, da aber die Egypter weder bei Suez noch bei Jsmailia lange Stand hielten, so dürften die Engländer wenig Leute verloren haben. In Korea, einem chinesischen Schutzstaate, ist ein allgemeiner Aufstand ausgebrochen. Der König und die Königin wurden getödtet und auf die japa- nesische Gesandtschaft fand ein Angriff statt. Die Ursachen des Ausstandes liegen in der in Korea immer mehr die Oberhand gewinnenden Abneigung gegen alles Fremdländische und da der König die Fremden begünstigte, so fiel er dem Aufstande zuerst zum Opfer. Japan hat Kriegsschiffe nach Korea gesandt und es ist leicht" möglich, daß Japan hier mit China feindlich zusammenstößt, da Letzteres geneigt ist, seine Hoheitsrechte auf Korea geltend zu machen. Deutschland. Darmstadt, 23. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Oberstlieutenant Hofmann, Commandant von Köln, den Major Schöneberg vom Feld-Artillerie- Regiment Nr. 19, den Kirchenrath a. D. Ritsert, den Kirchenrath Ewald, die Stadtpfarrer Dingeldey und Ritsert, den Landstallmeister v. Millich, den Herrn Schultze-Delitzsch; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck. Darmstadt, 23. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog und die Großh. Familie haben Sich heute Mittag für die Dauer der Kavallerie-Manöver nach Friedberg begeben. Der Besuch Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Friedrich Karl von Preußen in Friedberg steht am 27. d. Mts. in Aussicht. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog werden Sich am Freitag, den 25. d. Mts., zur Verleihung der Fahne an das Füsilier-Bataillon des zweiten Großh. Infanterie-Regiments (Großherzog) Nr. 116 von Friedberg hierher begeben. Nach der Parade findet im Großh. Neuen Palais für das Officier- Corps der Großh. 49. Infanterie-Brigade Militärtafel statt. Berlin, 22. August. Der äußerliche Grund, mit welchem politische und kirchliche Neactionäre bisher immer ihren Ansturm gegen das verhaßte Civil- standsgesetz motivirten, war die „Entchristlichung" der Massen, welche aus ihm resultiren sollte. In Preußen besteht das Gesetz nun schon seit 8 Jahren, und man hat während dieser Zeit seine Wirkungen in völlig ausreichender Weise beobachten können. Was die kirchliche Einsegnung der Ehe betrifft, so ist auch bereits ziffermäßig festgestellt, daß die Zahl derjenigen Ehepaare, welche sich nicht kirchlich trauen lassen, von Jahr zu Jahr zurückgeht und keinen nennenswerthen Verhältnißsatz zu der Gesammtziffer der geschlossenen Ehen mehr ausmacht. Jetzt liegen nun auch die Ziffern über die versäumten Kindertaufen vor, und diese beweisen erst recht, daß das von orthodoxen Stimmen erhobene Geschrer über die vielen Tausende von Kindern christlicher Eltern, die jetzt als „Heiden" aufwachsen sollten, geradezu frivol war. Frankfurt, 21. August. In der Frage der Postwerthzeichen haben sich nun etwa 50 Handelskammern, in den letzten Tagen noch diejenigen von Mülheim a. Rh., Bielefeld und Siegen, dem bekannten Frankfurter Antrag angeschlossen, der' seither nur von den bayerischen Handelskammern angefochten wurde. Von letzteren hat die Handels- und Gewerbekammer zu München folgendes Schreiben an die Handelskammer zu Frankfurt a. M. gerichtet: „Ihre geschätzte Zuschrift vom 25. Juni d. Js., enthaltend Abschrijt Ihres Gesuches vom 17. desselben Monats an den Bundesrath des deutschen Telegraphische Depeschen. Wolff's teleflt. Correfponvrn,-Bureau. Karlsruhe, 23. August. Nach Beendigung der Manöver der combi- nirten Kavallerie-Division des 14. Armee-Corps bei Neumalsch hat Se. Konigl. Hoheit Prinz Friedrich Kart heute Karlsruhe verlassen. London, 23. August. Die Morgenblätter melden aus Suez von heute Die englischen Truppen besetzten gestern Serapeum, welches die Egypter verlassen vierzehnter Uerbanüstag der Ltarlrensturger Erwcrbs- und Wirthschasts-Genossenschaften. m. Darmstadt, 23. August. Heute Vormittag wurde im „Darmstädter Hof" der vierzehnte Verbandstag der Starkenburger Erwerbs- und WirthschaftS-Genossinschaften durch den Verbandsdirector Herrn Bernhardt, Director der Darmstädter Volksdank, mit Begrüßung derer- fchieneuen Theilnehmer und des Vertreters der Anwaltschaft, Herrn Dr. eröffnet. Nachdem Herr Henstng von der Darmstädter Volksbank zum Schriftführer ernannt worden, ergibt dre Feststellung der Präsenzliste die Anwesenheit folgender Vereine: Bavenhausen. Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Eberstadt, Groß-Gerau, Heppenheim, Isenburg, Kelsterbach, Lampertheim, Lorsch, Mörfilden, Pfungstadt und Rüsselsheim. Rach definitiver Feststellung der Tagesordnung für den Verbandstag und nachdem für den Fall eventueller Verhinderung des Vorsitzenden als dessen Stellvertreter Herr Schenk (Darmstadt) erwählt worden, erstattete der Verbandsdirector unter Vorlegung einer Tabelle über die Geschäftsbewegung im letzten Jahre seinen Bericht und legt dann Rechnung ab. Dem Berichte entnehmen wir das Folgende: Das Geschasts- iahr 1881 unterscheidet sich in dem Verbandsleben, soweit die Bewegungen desselben ziffermäßig zum Ausdruck kommen, fast kaum von seinem Vorgänger 1880 Aus der ausgegebenen statistischen Tabelle ist zu entnehmen, daß der Verband einen Verein weniger zählt als 1880, nämlich 14 gegen 15. Der Cred-tverein Erbach, welcher wegen Vernachlässigung feiner Beipflichtungen gegen den allgemeinen deutschen Verband aus diesem ausgeschlossen wurde, mußte in Folge dessen auch aus dem engeren Verbände scheiden. Die Verbaudsvereine zählen Ende 1881 3168 Gesammtmitglieder gegen 3136 am Schlüsse dcs Jahres 1880. Es betrugen die im Jahre 1881 gewahrten Vorschüsse gegen Bürgschaften und sonstige Sicherheiten X 3,979,577 tytyn X 4,3 18,60d im Jahre 1880; die in laufender Rechnung bezahlten Beträge X 3,904,208 gegen X 3,906,037 'n 1880, woraus sich ein Rückgang des gesammten Vorschußgeschaftes um den Betrag von X 340,855 ergibt. Dagegen ist die Summe der bet den Vereinen angelegten fremden Gelder fast ganz gleich geblieben; sie beträgt X 2,412,000 gegen X 2 414,000 am Schlüsse des Jahres 1880, obgleich der größte Verbandsverein, die Volksbank Darmstadt, ihre PassiokapttaUen durch Kündigung und Zinsreductionen um den Betrag von ca. 120,000 X verringert hat. Die Stammantheile der Mrlglreder sind von X 814,957 (Ende 1880) auf JL 868,946 (Ende 1881) gestiegen, ebenso dre Reserven von X 139,597 auf X 151,561. Auch die Gesammtactiven der Verbands- vereine haben sich von X 3,435,000 aus X 3,500,000 X erhöh,. Dagegen Hal sich das Gesammtcrträgniß verringert; es beträgt pro 1881 X 212,850, pro 188C X 2,259,47, ebenso ist der Reingewinn von X 74,376 auf X 68,875 herabgesunken. Aus den vorgetragenen ziffermäßtgen Angaben geht hervor, daß der allgemeine fluffige Geldstand und die fortwährende Geschäflsstille auf die Entwickelung und d'e Ertragnisse des Vorschußgeschäfls immer noch ungünstig einwirken. Als geringsten Rachtyeu, welchen diese Situation zur Folge hat, sieht der Bericht die Rothwcndtgkeit an. n welche die Vereine versetzt werden und versetzt worden sind, ihren Mitgliedern r>rc re und Vorschüsse zu billigeren Zins- und Provisionssätzen als seither zu gewäyren. ^a, es wäre geradezu wünschenswerth, daß die billigeren Sätze sich immer erytetl . m- somehr, als die consirvatioen Gegner der Genossenschaften behaupten, de Vereinen gewährte Credit sei für die Gewerbtreibenden zu theuer. Allem zcyn no für die allgemeine Lage des Gewerbelebens — wenigstens in “n*“erhnt hJb der Umstand, daß die Herabsetzung der Eapitalrente nicht zur Folg. g 9 ^in Beweis mit übermäßigem Zufluß fremden Capitals, trotz Ztnsr-duftwn-n,^zu rechmn ^hab-u, so muß man gestehen, daß die Leitung der Vereine W°nwattig chwiertg k-iten verknüpft ist und daß die größt- Umsicht und aufmert^ muß, um die Activen und Passiven in ein-r gesunden, witthschaM chm Anlmderungen entsprechenden Balance zu halten. Schon st-ht man die Vereine wieder m t der Sorge behaftet, wie sie die müßigen Gelder vorübergehend anlegen sollen, man sieht b.l manchen Vereinen die Effectenbestände bedenklich anschwellen und der Verband^nrector weiß aus seinen Revisionen, daß der Capttalzufluß Veranlassung gegeben hat, sich Hypotheken und Kaufschillinasaeschäften mit Vorliebe zuzuwenden. Es ist dringend an- zurathen, in den Zeiten großen Kapitalzuflusses Restrictionen in der Annahme fremder Gelder eintreten zu lassen. Namentlich sollte man darauf bedacht sein, die Maximalbeträge für Spareinlagen zu reduciren und große Capltalien §anz zurückzuweisen. Der Zinsfuß ist herabzusetzen und die Kündigungssiisten sind möglichst auszudehnen. Bei einigen der Verbandsvereine wird sich eine Reduct.on des ttemdenCapttalsschoi wegen des ungünstigen Verhältnisses desselben gegenüber dem Stammanthcil-Eapttal empfehlen. Die Reserven der Vereine sind befriedigend, nur dürften einzelne Vereine auf eine weitergehende Verstärkung ihrer Reserven Rücksicht »u nehmen haben Mtt Immobilien-Posten sind Darmstadt. Isenburg und Lorsch behaftet- Verluste haben Darmstadt (828 x\ Isenburg (681 X\ Kelsterbach (300 X). Lorsch (29 X). Mörfelden (20 x) aufzuwet en- Die Thätigkett des Verbandsdtrectors ist von den Vereinen Bensheim, Dieburg, Eberstadt und Lampertheim behufs Prüfung der Geschafts- hatten. Auf dem Suezkanal fuhren 4 Kanonenboote auf und ab, welche das Gestade von Arabern säuberten, die nach allen Richtungen flohen. Petersburg, 23. August. Das „Journal de St. Petersburg" sagt gegenüber den Äußerungen französischer Blätter, insbesondere gegenüber den Rathschlägen, welche der „Temps" der Konferenz ertheilt, dieselben würden ohne jede Wirkung bleiben. Indem England den Suezkanal besetze, habe es noch kein Recht auf denselben erworben und habe wohl auch nicht die Absicht, sich als über dem öffentlichen europäischen Recht stehend zu betrachten. Das Journal meint, dieselben französischen Blätter würden bereits morgen unter sich uneinig sein über den Modus, wie man den Suezkanal gegen die Omnipotenz eines einzelnen Staates, wer es auch immer sei, schützen könne. Alexandrien, 23. August. Als das österreichische Kanonenboot „Nautilus" am verflossenen Montag auf der Fahrt von Port Said nach Alexandrien nahe an Abukir vorüberkam, ließ der Kommandant desselben, da er eine weiße Fahne auf dem Fort sah und daraus schloß, die Engländer hätten dasselbe besetzt, zwölf Marinesoldaten mit einem Offizier an's Land steigen, die alsbald in die Hände der Egypter fielen und zu Gefangenen gemacht wurden. — Ans Jsmailia meldet man, daß die Egvpter seit der am Montag erlittenen Niederlage von Chalouif alle ihre Stellungen zwischen Suez und Jsmaila aufgegeben hätten und sich in Auflösung in der Richtung auf Zagazig zurückziehen. In Tal-el-Kebir stehen starke egyptische Streitkräfte, dre Avantgarde derselben in der Stärke von 3000 Mann befindet sich zehn Meilen von Jsmailia, ein Bataillon indischer Infanterie landete in Suez, die indische Kavallerie wird hierher kommen. Alexandrien, 23. August. Wie aus Tripolis vom 21. ds. gemeldet wird, soll sich der Stamm der Ouleds-Soliman in Benghazi befinden und sich rüsten, um Arabi Pascha Hülfe zu bringen. Der einflußreiche Führer Muhamed es Snusfi soll die Bewegung begünstigen. Kvnftanrinopel, 23. August. (.Meldung des „Reuter'schen Bureaus"). Wie verlautet, ist die Zögerung des Sultans, die.Militär-Convention abzuschließen, dadurch verursacht worden, daß ihm Zuschriften aus Syrien, Arabien und Egypten zugegangen sind, welche ihn mit dem Verluft des Khalifats bedrohen, wenn er den Forderungen der Engländer nachgäbe. Die Araber würden in den Verlust Egyptens nicht willigen. — Es circuliren hier Gerüchte von Ruhestörungen in Syrien; in Beirut soll ein Christ ermordet und mehrere Christen mißhandelt worden sein. Drusen vom Libanon hätten maronitische Dörfer angegriffen, der Gouverneur von Damaskus hätte Verstärkungen verlangt, um die Ruhe wieder herzustellen. Konstantinopel, 23. Aug. Die Minister wurden heute Nacht in das Palais des Sultans berufen, um über die Londoner Antwort auf die türkischen Modi- fications-Vorschläge zu der Militär-Convention zu berathen. Server Pascha und Derwisch Pascha nahmen gleichfalls an der Berathung Theil, die noch fortdauert. Man nimmt an, daß eine Ausgleichung der dem Abschlüsse der Milttär- Convention entgegenstehenden Schwierigkeiten zu erwarten sei. Port Said, 22. August. Die englischen Truppen fanden in Resishe viele Todte und zahlreiche Geschütze, letztere waren zum Theil demonürt, zum Theil zum Weitertransport durch die Eisenbahn nach dem ^nnern des Landes fertig gestellt und dann von den Egyptern bei dem Eindringen der Engländer im Stiche gelassen. - Lesseps selbst erklärt die Gerüchte von seiner Erkrankung für unbegründet. — Die Handelsschiffe passiren den Konal wieder, gegen dte Verzögerung der Fahrt wurde von denselben Protest erhoben. u s — Der Wiener Polit. Corr." gebt von einem in Alexandrien wertenden ehemaligen Dfficter folgendes Schreiben zu: „Es dürfte wohl> k-mem Zwerfel unter- Iregen, daß das Endresultat des Feldzuges, den Englandaus^ e^gene S°usi gegen die egyptischen Rebellen unternimmt, ein den englischen Waffen günstiges sein muß, t zurBeurtheilung der Frage, ob der Feldzug von kurzer oder anger Dauer^sein dürfte, liegen momentan viel zu wenig Anhaltspunkte ^or. Rammtl ch s , „ Verhältnisse im Innern Egyptens in ein so undurchdringliches Dunkel g yüUl, B beispielsweise die Angaben über die Arabi zwischen 15 000 und 50,000 Mann oarhren. Man weiß auch nid)t, bereitunaen getroffen und was für Hindernisse von dem Führer der Aufständischen Äfi uA d-n F-ll einer Niederlage sc.mn Leuten -men geardnettn Rückma m sichern und den Erfolg der Engländer zu paraltjftren. Endlich 'fl es UN- bekannt. 7b man es mit dem ganzen fanatisirten Volke oder nur m-t der Macht A d. . zu thun haben werbe. Allein selbst abgesehen von "llen diesen Momenten scheust die Besorgnitz eine gerechtserstgte zu sein, daß ein Aufgebot v°u- w'c man behaupt . 30,000 Mann Seitens Großbritanniens eine rasch- und dauernde Paerncation Egyotens nur schwer zu bewerkstelligen in der Lage sein dürste. Das Hauptgewicht W'rd General Wolselcy wohl aus die Erhaltung der Eisenbahnen legen müssen, chondeßhalb wen diese zur Zeit der Nil-U-berschwemmung das einzige Verkehrsmittel ^m Innern de Landes bilden. Arabi Pascha wird wohl iür den Fall seines Rückzuges dre Cifen- bahnen hinter sich zerstören; die Wiederherstellung derselben wird aber ohne gtotze Schwierigkeit erfolgen können. Anders verhielte sich die Sache, wenn Arabi die großen N'lbrücken bei Kafr el Zaiat und Benha in die Luft sprengen sollte. Den günstigsten Verlaus der englischen Campagne vorausgesetzt, müßten die britischen Truppen wenigstens folgende Punkte okkupirt halten: zuerst selbstverständlich Alexandrien und Kairo, sodann Damanhur zur Deckung des Mahmudie-Canals, ferner die erwähnten zwei Elsenoahn- brücken und endlich die wichtigen Knotenpunkte Tantah und Zagazig. Hierbei find andere strategisch wichtige Punkte außer Acht gelassen. — Rechnet man zur Bewachung Alerandri^ens und des fast 80 Kilometer langen Mahmudte-Canals 5000 Mann; zur Bewachung Tantahs (60,000 Einwohner), der 40 Kilometer westlich liegenden Brücke bei Kafr^el'^aiat und der Abzweigung bet Tell-el-Barut, sowie der 70 Kilometer östlich ti-aenben Ä beiSenba unb des Knotenpunktes Zagazig gleichfalls 5000 Mann; iern-r rur Sicherung der 80 Kilometer langen Linie Zagazig-Jsmailia, durch welche die Verbindung mit dem Suez-Canal hergestellt wird, wieder 5000 Mann und endlich nrh nS ber unfle^eur^^ Stadt Kairo mit ihren 350,000 Einwohnern nur luOOfj Mann so sind für die nothwendigen Okkupationszwecke allein 25,000 Mann eriarderlich Dabe ist nicht in Anschlag gebracht, daß zur Ueberwachung der Zugänge v t ßtübt '«(So wr Suptun0 Ghi-eh's im Westen am linken Nilufer und zur Sichtung des 120 Kilometer langen Schienenwegs »wischen. Ghizeh und'Tell-el-Barut inr ^.reibahuna der Communication mit Alexandrien, gleichfalls em gewisses Ä W tft UeberbieS soll eine Feldarmee zur Verfügung stehen, um Sold^en Arabl's und die zahllosen Beduinen zu verfolgen, im Süden nnn @n.rn @?rtHunaen nonunebmen und überhaupt ein Gebiet s-stzuhalten, das bis Sairo bem Flächeninhalte von Tunis gl-ichkommt unb viel Daraus folgt baß bi- englischen Stre,strafte zur wirksamen B-° starker bevölkert ist. Varaus W Mann zum Schuhe des Suez,Lanals, hauptung Egypt ns, g s h ü&ten würde daher in hiesigen mit Land und mindestens 40,000 Ma^6en muyren ( vertrauten Kreisen nicht Leuten, sowie mit den Erfordern'ssen milnanscy r^p - Commandanten Generals gedeutender Nachschübe veranlaßt sieht. ________ Michz die Unificirung der Postwerthzeichen bett., gelangte am 30. dess. Mts. zu unseren Händen. Weder ihre Darlegungen indeß, noch dte vtelsach m der Presse angestellten Erörterungen haben uns überzeugen können, daß dte Verschte- denbeit der jüd- und norddeutschen Postwerthzeichen wtrkltch mesentltche Belastt- aunaen mit sich bringe; nicht zu gedenken der alsdann unausbleibltchen, wenn auch nicht bedeutenden Vertheuerung im Localverkehr, in welchem bet uns dte 3 Pfennig-Marke genüge. Dahingegen erachten wir dte Schwtertgkett einer Aendetuna des jetzigen Bestandes in Anbetracht der vorliegenden Rechts- und ^inamverhältnisse für weitaus bedeutender, als dies Ihrerseits zu geschehen scheint Sollten sich kleine Nachtheile in Wahrheit Herausstellen, rote dies z. B. in dem Falle der Nichtbesörderuug von Postkarten fein mag, so sind wir der festen lieberjeugung, daß auf Anregung hin die bayerische Regierung bereit» billigst Hulse schafft und behalten wir uns vor, nach dieser Iiichtung die geeigneten Schritte vorzunehinen. Wir bedauern darum, uns Ihrer an den Bundesrath gerichteten Petition nicht anschließen zu können." Hierauf hat die Frankfurter Handelskammer geantwortet; „Im Besitz Ihres Geehrten vom 8. August er. gestatten wir uns, zunächst den Jrrthum aufzuklären, als ob unser Gesuch vom 15. Juni d. Js. die llni- sicirung der Postwerthzeichen direet in’6 Auge gefaßt hätte. Wir haben m nuferer Eingabe nur um Befestigung der den Verkehr erschwerenden postalischen Verschiedenheiten im deutschen Reiche insofern gebeten, als wir eine Abstellung ber unleugbaren unb von fehr vielen Hanbelslarnrnern anerkannten Mlßstänbe erwartet bie fick) ergeben: 1) ans ber Belegung ber mit unrichtigen Marken frankirteu Briefe mit Strafporto, 2) aus der beanstandeten Absendung der fremden Correfpondenz-Karieu und 3) aus den Schwierigkeiten des llmtausches von Marken der verfchiedeneu Postgebiete. Auf ivelche Weife diesen Mißständen adzubelfen fei, diese Frage haben wir offen gelassen, noch weniger dachten mir daran, die Reservatrechte Bayerns oder Würtieinbergs anzutasten. Uns kommt es nur barauf an, bie obigen brei Punkte geregelt zu sehen, unb sollten, rote uns aus Ihrem geehrten Schrecheu hervorzugehen scheint, auch Sie geneigt fein, mr AblÄfe dieser Nachtheile, die in unserem Bezirk ,edenfalls beschwerlicher, als bei Ihnen hervortreten, geeignete Schritte zu thun, wurden wir Ihren gefälligen Vorschlägen zur eventuellen Unterstützung gern gewärtig bleiben. Knglaud. Dublin, 22. August. Wegen des am 17. ds. in Mullaghadruma begangenen Mordes sind bis jetzt 10 Personen, die nach den Aussagen von Augenzeugen bet That verdächtig sind, verhaftet worden- Aegyplcn. fübruna und der Bilanzen pro 1881 in Anspruch genommen worden. Was die Ein- iührung einer Vorstands.Jnstruction anbelangt, so hat die auf dem vorigen Verbandslag mit der Ausstellung einer solchen beauftragte Commission >m Lause des Monats Mai lN Heppenheim eine Gonferenz abgehalten, aus deren Berathung em Entwurf b^rvor- aeaangen ist, der zur Berathung und Annahme auf dem diesmaligen Verbandstage empfohlen werden soll. Die Angelegenheit wegen des außergerichtlichen Verkaufsrechts von Faustpfändern ist immer noch nicht zu einem ernsten ßreijfcaren Resultate gekommen. Die Sache liegt noch bei Großh. Ministerium des Innern Aus einem Rescrtvte desselben erhielt man Kenntmß davon, daß diese Behörde sich mit den Ge- ilebten, über die etngereichte Petition in's Benehmen gesetzt hat, um sich über die Zweckmäßigkeit der beantragten gesetzlichen Bestimmungen Bericht erstatten zu lassen. ° Bezüglich des Standes der Verbandskasse wird bemerkt: Der Vermogenöstand betrug laut 1880er Rechnung 553,05 JL; im Geschäftsjahr 1881 sind eingegangen : allgemeine Vereins- und Verbandsrückstände pro 1880 131,68 JL, Beitrage zur allgemeinen und Verbandskasse pro 1881 722,18 JL, ^lnsen für 1881 von der Darmstadter Volksbank 15,90 JL, zusammen 1422,81 JL Im Geschäftsjahre ^81 wurden verausgabt: an die allgemeine Vereinskasse Rückstände pro 1880 65,84 ^'^'trage pro 1881 855,94 JL, an die Verbandstagsabgeordneten zum Kasseler Vereinstag loO JL, an bie bestellten Abgeordneten für die Gonferenzen in Heppenheim und Weinheim 62IJL, ferner für Porto, Reisekosten, Druäsachen rc. 125,72 JL, zusammen 7o9,5O Es bleibt sonach ein Bestand von 663,31 JL . Nachdem zu Revisoren der Rechnung die Herren B er ch e lmann und Habicht erwählt worden, wird die Berichterstattung ans den einzelnen Verbandsoereinen entgcgen- genommen. Es wird dabei vorzugsweise die Frage ventilirt, ob den Vorstands- und Aussichtsrathsmitgliedern Credite gewährt und dieselben zur Bürgschaftsleistung iuflelaüen werden sollen- Bezüglich der Vorstandsmitglieder war man allgemein der Ansicht, daß eine Creditgewährung an dieselben nicht zu empfehlen sei, wahrend die Frage hinsichtlich der AufsichtSrathsmitglieder namentlich mit Rücksicht auf die kleineren Vereine zu einer definitiven Entscheidung nicht gebracht wird. .2ln ber$eba*le ™ außer den Delegirten der einzelnen Vereine namentl.ch der Vertreter der Anwaltschaft Herr Dr. Schneider, welcher namentlich auf die Wichtigkeit von Instructionen für die Vorstände und auf die Nothwendigkett, dieselben durch Die Generalversammlungen her Vereine genehmigen zu lassen, hinweift. t , Hierauf begründet der Verbandsbirector Bernhardt seinen schon auf mehreren Verbandstagen ventiltrten Antrag auf Einführung regelmäßiger Revis tonen der Berbandsoereine, als im Interesse des Genossenschaftslebens und der Genossenschaftsbewegung. Er empfiehlt, die Frage als eine innere Frage der Verbände zu betrachten. Eine im Juni in Weinheim ftattgehabte^Conferenz benachbarter Verbände habe ein Statut entworfen, bestimmt für einen größeren Reoisionsverband, an welchen sich anzuschließen er nicht empfehlen könne, da bei zu großen Verbanden der Revisor sich nicht so accomodtren könne den Verschiedenheiten, welche schon die landschaftliche Lage der einzelnen Vereinsgebiete bedinge. Auch seien die Kosten der Revisionen bei einem großen Revisionsverbande zu bedeutend. Er legt sodann einen Entwmf von Bestimmungen über die Einrichtung einer Revision der Vereine des Verbandes der Starkenburger Erwerbs- und Wirthschaftsgenossen vor wonach die Vereine des Verbandes ihre Geschäftsführung und geschäftlichen Einrichtungen alljährlich, mindestens alle 2 Jahre, einer Revision durch den Verbandsdirector oder einen von demselben zu ernennenden Verbandsrevisor unterwerfen, welcher insbesondere zu prüfen haben soll, ob der Verein nicht über seine Kräfte hinaus Geschäfte macht, sowohlHinsicht auf die Höhe der einzelnen gewährten Credite, als auch in Hinsicht des Geschaftsgebietes. Der revidirte Verein hat dem Revisor für die ganze Revision 30 JL zu Zahlen. Aus der Verbandskasse erhält der Letztere die Erstattung seiner Reisekosten und als Honorar für seinen Bericht 15 JL Nach längerer Dlscussion, in welcher Herr Dr. Schneider Namens der Anwaltschaft die Zeitdauer von 2 Jahren als Norm für d.e Revisoren empfiehlt, wird der Entwurf mit einigen unwesentlichen Aenderungen angenommen. Als Verbandsrevisor wird Herr Verbandsdirector Bernhardt gewählt und bestimmt, daß die Verbandsvereine ihren Beitritt zum Revisionsverbande bis zum 1. November d-I. erklären sollen. — Für eine Instruction für die Vorstände der Verbandsvereine war von einer Commission ein Entwurf vorgelegt, ^ch mußte dieser Gegenstand der Tagesordnung gleichwie der folgende: „Besprechung Über Pfennig- sparkassen" auf den nächsten Verbandstag der bereus sehr wett vorgerückten Zeit wegen vertagt werden. - Schließlich wird als Ort für den nächstjährigen Verbandstag Mörfelden bestimmt und als stellvertretender Verbandsdirector Herr Bauunternehmer Rückert (Darmstadt) gewählt. - Nach Schluß der Verhand ungen fand im Darmstädter Hof em gemeinschaftliches Mtttagesfen statt; für 4 Uhr ist eine Wagenfahrt durch das Mühlthal Über Eoerstadt projectirt. Lokales. Gießen, 24. August. Wie man uns mittheilt, sind die seit Wochen gepflogenen Unterhandlungen insofern znm Abschlüsse gekommen, als sich die Offenbacher Ruder- gesellschaft ^Undine" nunmehr endlich bereit erklärt hat, nochmals mit unserer Rudergesellschaft im 1 ruderigen outrigged Raceboot (Skiff) um den von Mitgliedern des Mandarinenkastens gestifteten Ehrenpreis zu fahren. Der Austrag dieses Kampfes wird nächsten Sonntag den 27. August, Vormittags 91A Uhr auf dem Woog Hierselbst stattfinden und sieht man in hiesigen und auswärtigen Sportkreisen dem Ausgang mit großer Spannung entgegen. Das für diesen Tag in Nauheim projectirte Ruderfest fällt aus. —h. Gießen, 24. August. Ein Kellner eines hiesigen Hotels ging in der Nacht vom 22. zum 23. d. Mts. unter Mitnahme der ihm anvertrauten Kaffe rc. durch. — Heute Morgen wurde ein Kind von 6 Jahren auf dem Marktplatz von einem Oeconomiewagen überfahren und an einer Hand verletzt. Vermischtes. Darmstadt, 23. August. sMilitärdienstnachrichten.) Klingelhöffer, Sec.-Lieut. vom 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116, zum Premier-Lieut. befördert. — [f Drei freiwillige . . . .] In ber „Saale-Ztg." vom 15. August finden wir nachstehende interessante Notiz: Vor wenigen Wochen wurde nachstehendes Geschichtchen erst erzählungsreif. Dem geehrten Mitleserkreis trag' ich's vor, so gut ichs kann und versichere strengste Wahrhaftigkeit: Das Kriegsgericht von Rastatt 1849 hatte die unglücklichen Dreizehn. Elsenhans und Genossen, begnadigt — „zu Pulver und Blei", wie es in Altöfterreich heißt. Meiner Compagnie, welche viele Mannschaften vom —walde, fast sämmtlich wohlgeschulte und vielgeübte Büchsenschüßen hatte, wurde jedenfalls oder doch höchst wahrscheinlich die Executionsabthetlung entnommen. — Da gehen sachte hinten herum: Nr. 1, August Th...... genannt „der Pots ... er" — er stammte daher, war aber in S . . . beschäftigt und unverheirathet —, Nr. 2, Martin Sch ... aus D bei S . . . und Nr. 3, Veit A....., genannt „D " aus H bei S . . ., zum Hauptmann und melden sich zum schrecklichen Dienste freiwillig. — Gut geschossen hat dieses — Kleeblatt; jedes der dreizehn Opfer hatte mindestens drei Stirnschüsse. Der Gestchtsausdruck der Gefallenen war Ruhe und Stolz. Sie hatten nicht gelitten. Dieser Schüsse rühmten sich die drei genannten Schützen gar oft, betonten habet jedesmal, daß sie commanbirt worden, verschwiegen aber auch jedesmal ihre heimliche vorgängige Meldung zum Commando. — August Th .... . wilderte bann mehr, als er am Amboß unb Schraubstock stand. Dabei war er leidenschaftlicher Hazarbsvieler; aber auch ein hübscher, gefälliger und lustiger Mensch. Im nahe gelegenen G . . - ward nächtlich eingebrochen unb ber Verwandten eines Wildschützen eine namhafte Geldsumme gestohlen. Mit Jnstichlassung von Weib und Kindern floh Th nach den Vereinigten Staaten Nordamerikas. Dort ging es ihm, dem sehr geschickten Büchsenmacher, anfänglich auch recht gut. Aber unfleißig, wie er war unb nur wtlbes Leben liebend, nahm er bei Ausbruch des Secessionskrieges sofort das Werbegeld unb fand als Hauptmann ben Kugeltod. Das war Nr. 1. — Veit 91 .... ., ein Maurer, stürzte 1878 im Branntweinrausche beim Bau der Villa Sch .....in S . . - von der Letter und brach das Genick- Das war Nr. 3. — Jrn soeben verflossenen Juli ist in D.........bei S . . - Martin Sch ... . nach langem, peinlichem Siechthum, welches gerade für ihn, ber nur ben an Wild und Holz viel geplünderten Forst, sowie den wüsten Lärm der Schnapsschenke liebte, ber Schrecken ber Schrecken war, qualvoll verenbet unb von einer wahren Thräne nicht beweint worden. Das war Nr. 2. — So endeten die Drei! Handel und Verkehr. Limburg, 23. August. Rother Weizen JL 19.20, Weißer Weizen JL Korn JL 12.30, neue Gerste JL 10.40, alter Hafer JL 8.80, neuer JL 7.20, Erbsen JL —, Kartoffeln JL —. Frankfurt, 23. August. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu JL 2.80—3.70, Stroh JL 1.50—1.80, Eier das Hundert JL 4.80—5.50, Stück 5 u. 6 ^Butter 1. Qualität JL 1.30, 2. Qualität JL 1.25, Kartoffeln per Gentner JL. 2.50—3-50, ausgekernte Erbsen das Pfund 60 H, Bohnen per Pfund 5 H, Wirsing 6—8 H, Blumenkohl 15—60 4 das Stück, 1 Hahn JL 0.00, 1 Suppenhuhn JL 1.30, 1 Poularde JL 0—0.00, 1 Ente JL 1.80—2.00, 1 Taube 00 H, 1 Welschen JL 0—00, 1 Gans JL 4.30-5.00. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in ebi- oder mehre Zeitungon verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn mt> von der Annoncen - Expedition von MA-ASEW8TE1RJ VOGLEK Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, dio auch hinsichts der für den jeweiliges Zweck geeigneten Blätter auf Grund reiche - Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Allgemeiner Anzeiger. Die Holzversteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg vom 22. l. M. ift genehmigt. Die Msuhrscheine können vom 1. n. M. an bei Großherzogl. Rentamt Gießen erhoben werden. Als Termin für Ueberlieserung des Holzes, sowie als erster Abfuhrtag ift Montag der 4. n. M. bestimmt. , Gießen, den 23. August 1882. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 5510 Georgi. Grummetgras- Verfteigerung in der Oberförstern Schiffenberg. Donnerstag den 31. l. M. soll Vormittags 9 Uhr das Gmmmet- gras von den fiscalischeu We,enim den Gemarkungen Leihgestern, Schisten-- derg und Watzenborn in dem Gemeindehaus zu Watzenborn versteigert werden. Gießen, am 24. August 1882. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 5520 Georgi. Samstag den 26. August, Nachmittags 3 Uhr, soll das in der Neustadt gelegene früher Klivgelhöfer'fche Haus, fowst die daselbst gelegene ftüher Burkhardt sche Scheuer, letztere in sehr gutemZustano, an Ort und Stelle an den Meistbietenden auf den Abbruch versteigert werden. Gießen, den 22. August 1882. , p|_. Großherzogliches Ortsgericht. 5496 Lüdeking. Heute, Feeitug den 23. August, Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, wird die Waarenversteigerung im vormals „Lange'schen" Hause fortgesetzt, und kommen Vormittags die Kleineisenwaaren und Nachmittags die Kochgeschirre und Haushaltungsgegenstände zum Ausgebot. Gießen den 25. August 1882. 5521 M. Pilger, Concursverwalter. Ausverkauf Ich verkaufe, um damit zu raumen, bedeutend unter dem Selbstkostenpreis : Kaminrohre, Sandsteinplatten, Tuffsteine und Häckselmaschinen. 5505 jvhdd§> 'isquog; -ispt® J3d uo gj uoa 'usjnoijy m idvmgim saof© -ispiQ; i3d uü iff- c uoa 'U3^d@ qun u3l3i3xi)T ui ihdMßM 3801© -HDV 07, Udd U3SV1ZU3113H 'ud tz- OS uoa 3j!dii3)Ul) 'TT 9 giq 06 uoa 51)31109 -UV n Udd '3)j3n3)ß Kvq -u3Sviz?jj;ixk 'avvg; I3d UV ^OT Udd u3))3tz>juvM -uv V 94 uoa xn)S 8 u3jnvip3qmU -uv tz- gl uoa uiövizuimvE 3M3jtz>dK •ggj ßimsiaip^ uzqvF mi j |j Zum Einmachen: Echten Weinessig, do. ä l’Estragon sowie alle Gewürze empfiehlt billigst 5259______Fr, Seibel. Prima 5504 holl. Bollharinge ä Stück 6 H empfiehlt Ferd. DrebeS. <> 4 i 4 4 o 5512 Das GrummetgraS von mehreren Wiesen zu verkaufen. A. Lynker. Schreibfederrd Scheller’a Champagnrr- Ess'g, vorzüglichster Speise- und Ein- machesfig, schützt alle die laut Anweisung eingemacht. Früchte, Gurken rc. vor dem Verderben. Zu haben in Gießen bei I A. Busch Söhne, Kreuzplatz. 5517 Tonnen-Hystem. Eiserne Tonnen hat zu verkaufen Louis Rothenberger9 5408______Neuenweg 193.________ Soennecken ’s -1111 ___ _____ Z .ea 5480 Ein kleines Familienlogis von 3 Zimmern mit Küche zu vermiethen. ____Nordanlage 122'. 4995 Der mittlere Stock meines Nebenhauses mit Mansarden und Zubehör ist per 1. Oktober an eine ruhige Familie zu vermiethen. Joh* Fischer, Alicestraße E- 104. 4994 1—2 irnmöbl. Zimmer im 1. Stock, sowie ein kleines Logis im 2. Stock an ruhige Leute sofort zu vermiethen. Gig. Cttr. Spruek, Marktplatz. 4943 In der oberen Etage meines Hauses ist eine Wohnung von 5 Zimmern, Küche, Bodenkammer rc., mit abgeschloss. Eorridor, sofort beziehbar, zu vermiethen __Otto Kempff. 5479 Ein schönes Logis von 3 Zimmern, Küche, abgeschlossenem Eorridor und allen sonstigen Bequemlichkeiten zu vermiethen. W. Seuling. 5478 Ein Mansardenlogis an eine kleine ruhige Familie zu vermiethen. __W*_^^^-_^h_rchofstraße. 5427 Der 2. Stock meines Hauses nebst Zubehör zu vermiethen. Metzger Schulz, Wallthorstraße. " 5388 — Ein neuhergerichtetes Familienlogis im Vorderhaus und ein solches im Hinterhause zu vermiethen. Louis Lonh, Marktstraße. 4992 In meinem neuerbauten Hause in der Marktstraße ist der 2. Stock per 1. September an ruhige Leute zu vermiethen. ____Karl Merkel. 4280 Ein gut möbl. Zimmer zu miethen bei C. Fr. Conrad, Friseur. 4846 Ein größeres und ein kleines Famlienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen im „Darmstädter Haus". 5485 Laden ohne Wohnung zu vermiethen. Chr. Zimmer, Bahnhofstr.^ Laden per 1. Oktober zu vermiethen. Näheres Seltersweg 188. 5513 5519 Ein Lagerraum sofort zu vermiethen. I. Retter, Neustadt. Geschäfts - Eröffnung. Hiermit beehre mich ergebenst anzuzeigen, daß ich in der Schloßgaffe, im Hause des Herrn Ferber, eine Metzgerei errichtet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll 5456 E, Schmidt. Nachdem mir die königlichen Intendanturen der 21. und 22 Division die Lieferung für Manöver- bednrfnifse während der diesjährigen Herbstübungen übertragen haben, bin ich Käufer von Kornstroh (Handdrusch), Heu und Tannenholz. Abgeber obiger Gegenstände wollen ihre Offerten schriftlich bei mir einreichen. Gießen, den 23. August 1882. 5507__________________A. Hat 2, Auswanderer nach Amerika befördert billigst 1894 Chr. Wall©n£©ls. Kaffee - Offerte! Hohe Kaffees g Ife: in allen Sorten und Preislagen , , Z Durch die vortheilhaftesten Bezugsquellen bin ich in Stand gesetzt, bei stet- billigstem Preise beste JL . . «Qualitäten zu liefern. Bei größeren Abnahmen Engros- S Preise. «2* ir- Gebrannt© Kaffees Q täglich frisch. 'M ’S B. JP. Nassauer, H 3067 Colonialwaarenhandlung. f» Landwirthseh. Verein Wetzlar. Der landw. Verein für Nheinpreußen wird seine 50. Generalversammlung in der Zeit vom Sonntag den 10. bis incl. Mittwoch den 13. September 1882 in Wetzlar abhalten. Mit derselben sind folgende Ausstellungen verbunden: 1) Eine Provinzial-Thierschau auf der großen Promenade. 2) Ausstellung landw. Maschinen und Gerüche auf dem Schillerplatz. 3) Ausstellung von Producten des Acker-, Obst- und Gartenbaues sowie der Bienen- und Seidenzucht und Geflügel in der Franziskaner- Schule und 4) Eine Ausstellung von Waldproducten in der Turnhalle und auf dem Hofe des Königl. Gymnasiums. Die Sitzungen der einzelnen Sectionen rc. sowie die stattfindenden Vergnügungen sind in dem bereits ausgegebenen Programm speciell aufgeführt. Indem wir daher hiermit auf dasselbe verweisen, bemerken wir nur noch, daß an Prämien 7940 Mark und 38 silberne und 75 bronz. Medaillen zur Vertheilung kommen und daß am Sonntag den 17. Septbr. c. Seitens der Lokal Abtheilung Wetzlar eine Berloofung landw. Thiere und Geräthe abgehalten wird. Zu recht zahlreicher Betheiligung beehrt sich hiermit ergebenst einzuladen 5350 Das Jgfest-Comile. empfiehlt 5258 (sehr pikant) Fr. Seibel* Prima holl. Voühäringe, feinst marin. Häringe Wermietyttngen. 5516 Alicestraße E. 100 Wohnung mit 7 Zimmern rc. und Hinterhaus nut d Znn- > mern, Pferdestall, Remise und Boden zusammen oder getrennt zu vermiethen- L. Chr. Rübsamen. 5514 Ein kleines Familienlogis sofort zu vermiethen. B. Strauch, Blerchstraße.^ ~444Ö Familienlogis zu vermiethen bei Georg Lüdeking, C 167. 5523 Kleine Familienlogis zu vermiethen. Mühlgasse 83. "5417 Ein mittelgroßes Familienlogis Seltersberg E. 38 zu vermiethen._________________________ 5458 Familienwohnung, 5 Zimmer nebst Zubehör, per l.Okt. zu vermiethen- Wilhelmsstraße 18. Wermischte Anzeigen. 5508 Gut empfohlenes Dienstmädchen gesucht. Näheres in der Exped- ds- Bl- 5509 Ein ordentliches Dienstmädchen auf sofort gesucht. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Gesucht 1—2 Zimmer, schön möblirt oder unmöbl., im oberen Theile der Stadt (Frankfurter- Straße, Bahnhof-Straße, West-Anlage) per 1. Oktober. Offerten mit Angabe des Preises beliebe man an die Exped. d. Bl. zu richten- 5522 ■■■■■■■■■■■■■KQMiaasazHsiiiieieeiBiliu ■ 5506 Ein durchaus empfohlenes Hausmädchen, im Kochen u. Wa sch en bewandert, wird zum 1- Oktober gesucht- Hauptm- Carsted, Frankf.-Str. 83. 5524 Ein tüchtiger Bursche wird zu sofortigem Eintritt gesucht. Emil Lotz., Ein Wort an Alle, welche Französisch, Englisch, Italienisch od. Spanisch wirklich DV" sprechen lernen wollen. Gratis und sranko zu beziehen durch die Rosenthalffche Verlagshandlung in Leipzig. 5525 Ein junges Mädchen den Tag über zu zwei Kindern gesucht. Näheres bei d^r Exped. ds. Bl. Äb Trunksucht Stadium, beseitigt sicher mit, auch ohne Vorwissen, unter Garantie der Erfinder d- M. u. Spezialist f- Trunksuchtsleidende Th. Konetzky, Berlin, Jnvalidenstr-141. Atteste deren Richtigkeit von Königlichen Amtsgerichten und Schulzen-Aemtern bestätiat, gratis. Nachahmer beachte man nicht, da solche nur Schwindel treiben. 5134 Parterre-Wohnung von 4 Zimmern, mit Pferdestall, Wagenremise re. wird per bald zu miethen gesucht. Offerten unter 3E. 100 an die Exped. ds. Bl. 5481 t 17 imstliche Zähne r ♦ I» werden schmerzlos eingesetzt, ♦ X I N alle Zahn-Operationen, Plom- V ♦ bircn rc. bestens ausgeführt, b ❖ Solide Preise. ♦ J X^ohlermann, ♦ ? 5454 Mäusburg D. 12,2. St. J Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst-! besieckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dn Betau’» Selbst- bewahrung. 78. Slufl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Lese es Jeder, der an den schreck« lichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch G. Pönicke's Schul« vuchhandluug in Leipzig, sowie durch jede Buchhandlung in Gießen. 3192 5224 Bohneu werden geschnitten bei 2l. Wenzel. Wohnung: Filialpost, Ecke Daselbst auch Bohnenschneidmaschinen zu verleihen. 5473 Ein zuverlässiger Arbeiter findet sofort dauernde Beschäftigung. I. Fischer, Alicestraße E- 104. 5488 Basalt-Kleiuschläger und Erdarbeiter finden yegen gutenLohn dauernde Beschäftigung bei G. Neuhof in Wetzlar. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen.