,L’-Jmit*5en !t Mn, ^und Küche !«hm im Mer Hau^ !ÜmüiichHs *V232. ^°h"-Möbel b- . Bl. ®^yÄer ZumLindenhof. Umieth^ meg B. 186. ' 'miethen? ' WNlW. nlogi§ zu ver- ' Soebet, gersttaße.^ oder v^ne en durch J Blitz. igerraum in der i vermiethen. Otto Kempff. nzeißm. n Publikum die onensuhrlvett inbach errichtet Mittags 2 Uhr Gasthof „Zum aus. mrhmer l>oii soliden Per- oder fixes Ge- Verkauf eines eicht vertäich 1259 u richten unter 00* an Rudol r. M. iiietze»- ;ih.) Februar ankl- ert Rüütt. ßntreeIe^, S."S itabel. Näh. bei der 5. Bl. 1’261 ^s. Samstag den 25. Februar 1882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. IBUtMU: Schulstraße B. 18. ■Ul lU.LIH —■——» Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohr Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. LW——WB^ Amtlicher Ah eil. Betreffend: Audienzen nnd Anmeldungen bei Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog. Bekanntmachung. Wir brinaen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß bis auf Weiteres und sofern nicht in der Darmstädter Zeitung eine etwaige Verhinderung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs bekannt gegeben wird, Allerhöchstdieselben Mittwoch und Samstag in den Vormittagstunden von 9'/2 Uhr ab bis etwa l t Uhr Meldungen entgegennehmen, bezw. Audienzen ertheilen werden. Die Anmeldungen hierzu haben an dem betreffenden Audienztage bet dem dtenstthuenden FlugeladManten zu erfolgen. Bci Audiemen^von Deputationen ist jedoch zuvor durch Vermittelung Grotzherzoglichen Staatsmimstermms unter Angabe des Anliegens um Bestiminung von Tag und Stunde des Empfangs nachzusuchen. Das nämliche Verfahren wird auch bei Audienzen und Meldungen aus größerer Entfernung kommender Personen des Civilstandes empfohlen, damit bei etwaigem Ausfall des Audienztages rechtzeitige Benachrichtigung veranlaßt werden kann. Gießen, am 22. Februar 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boek mann. , ■ Gießen, den 23. Februar 1882. Betreffend: Das Landgestüt, hier den Abgang der Landgestütsbeschäler auf die Landgestütsstationen. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen, daß die Landgestütsbeschäler fiir die Landgestütsstationen Berstadt und Grünberg abgegangen sind. Pr. Boekmann. dieser Vorschläge jetzt schon in sichere Aussicht stellen zu können, namentlich so lange über die Höhe der eventuell zn bewilligenden Pauschsumme Ungewißheit bestehe Der Majoritätsantrog sei schroff und ungewöhnlich und in der That. es sei unerhört m diesen Räumen, daß einer Anstalt, die mit wiederholter Zustimmung der Stande gegründet sei, ohne den V rsuch einer Verständigung mit der Regierung zu machen, binnen kürzester Frist das Leben genommen werden solle. Es liege ihm fern, das Aus- gobebewilligungsrecht und folgewe se das Ausgabeverweigerungsrecht der Landstande zu bestreiten, allein dieses Recht habe doch auch nolhwendige Schlanken. Diese Schranken seien bet einer Reihe von Poften Gesetz oder Vertrag; zu der andern Kategorie gehöre der in Frage stehende Poften, näml'ch zu den Ausgaben, die in Ueberem- stimmung von Ständen und Regierung bewilligt worden seren zur Gründung von Anstalten, die nothwendig ein aroßes Personal zu ihrer Existenz erheischen. Solche Ausgaben können zwar die Stände ftreichen, allein nur unter der Voraussetzung, daß entweder die betreff,nde Ausgabe ihren Zweck nicht mehr erreicht oder daß m der That die Kräfte des Landes absolut unzureichend sind, .dieselbe zu bestreiten. Keine dieser Voraussetzung treffe hier zu Sollten die Umstande unseres Staatshaushaltes sich einst so gestalten, daß irgendwo gespart werden muffe, so frage es flch immer noch sehr ob es eine der höchsten Bildungsanstalten des Landes fei, die der Noihwendig- keit zum Opfer fallen müsse. Die Annahme des Majoritatsantrags würde die Bedeutung und das Ansehen des Landes erniedrigen, da damit so zahlreiche gerechte Erwart- unaen getäuscht würden Unter solchen Umständen würde man für die Unwerfttat keine Lehrer bekommen, oder nur für erhöhte Gehalte oder solche von geringerer Qualität. Welchen Eindruck würde ferner die beantragte Maßregel bei unfern Nachbarn in Deutschland machen? Die ehrenvolle Stellung, die das Land seither unter den anderen Staaten des deutschen Reiches eingenommen, würde eine wesentliche Schädigung Tleiben, würde das Land durch seine Vertreter erklären: wir sind nicht mehr im Stande, unsere oberste technische Lehranstalt zu erhalten. Darum habe er im Interesse der Wohlfahrt, der Stellung und Bedeutung des Landes tm Ausschuß erklärt, das Budget, welches den Beschluß enthalten würde, vom 1. Oktober 1882 an ine technische Hochschule aufzuhebcn, sei für die Regierung unannehmbar, und er haue sich verpachtet, diese Erklärung auch hier abzugeben. Er wurde seinen Namen und seme Hand nicht zu einem solchen Zerstörungswerk hingeben können- Er glarcke, verpflichtet zu fein, dies zu sagen, damit jeder Abgeordnete bei seiner Abstimmung sich der Tragweite seines Votums voll bewußt sei. (Beifall!) — Die Abg. Metz und Baur treten sür Erhaltung der technischen Hochschule ein. — Abg. B etz begründet seinen oben ^?^heilten Antrag. — Nachd m noch die Abg. Scriba und Schade für den Majoritätsantrag gesprochen, wird die Fortsetzuna der Berathung auf morgen vertagt Darmstadt, 24. Februar. (Telegramm.) Der Etat der technischen Hochschule wurde in heutiger Kammersttzung an den Finanzausschuß zurückverwiesen. Berlin, 22. Februar. Nachdem der Bundesrakh nunmehr die Verordnung in Betreff des Feilhaltens und Verkaufens von Petroleum genehmigt5 g steht die Publikation derselben in Bälde zu erwarten. Binnen Kurzem we. den dem Bundesrathe die Vorschriften über den Handel und duder Mllch zur Berathung unterbreitet werden. Der Entwurf der d < 9 schriften ist im Reichsamt des Innern schon vor ewiger^ber- dem preußischen Ministerium für die dandwirthschaft o . ^nschla- geben worden. Es sind sehr umfangreiche " genden Fragen, namentlich in Bezug auf dre Verfälschungen der JJiua) Mstogen "rbe- A« R°m.» gönn von Bildung neuer ^utzenverem: ro wurde kürzlich Herrn bemerkbar machen. Eme solche Schutzeni omp 3^ bie^b(, me[d)er Menotti Garibaldi vorgefuhrt, der eine * L Kampfplatze in Aussicht er ein baldiges Wiedersehen auf dem 9*«^^, TAest , das Treu- stellte, wobei es nicht an Hochrufu I tmo fehlte. qinris zufolge sollen die französischen Finanz-Contro- - Berichten aus 1H 9 Entlassung zu geben, indem sie leure m Egypten auf dem Spru^g^^ ge(^mt bezeichnen. Es scheint uns Wirksamkeit imrch Dichtigkeit, als sie zu jenen Berichten stimmt, die vermu^hen "lassen daß man französischerfeits die egyptische Frage denn doch Aeutschümd. m Darmstadt, 23. Februar. (Zweite Kammer der Stande. 8. Sitzung.^ Der Präsident theilt folgendes Telegramm d>s zweiten Vorsikenden des Frankfurter Be-irksverems deutscher Ingenieure mit: „Der Frankfurter Bezirksoereili deutscher Jngen-eure, heroorgegangen aus dem ehemaligen Darmstädter Bezirksverein dessen Mttgiiever'wesentlich im Großherzogthum Hessen verbreitet sind, sieht in dem Anträge auf Aufhebung der techn scheu Hochschule zu Darmstadt eine schwere Schädigung der unentbehrlichsten Grundlagen der deutschen, wieder im Aufblühen begriffenen Industrie und erhofft von der Weisheit der Vertreter Hessens eine Lösung zur Erhaltung der Hochschule im seitherigen Umfange." — Es wird in der Berathung des Etats der technischenHochschule fortgefahren. — Abg. Böhm beantragt: 1) Großherzogi. Regierung zu ersuchen, alsbald mit dem Vorstande der Stadt Darmstadt Verhmd- lungen in der Richtung anzubohnen, daß der Beitrag der Stadt zu den Kosten der technischen Hochschule den Verhältnissen entsprechend erhöht werde, und das Ergebn'ß dieser Verhandlungen baldmöglichst mitzutheilen; 2) die für die technische Hochschule angeforderten 143,880 JL unter der Beschränkung zu bewilligen, daß vom 1. April 1883 an eine Verwendung nicht mehr ftattfir.be, bevor eine weitere Verständigung mit den Ständen stattgefunden hat. — Mimsterialpräsident Schleier macher, Exc., beleuchtet in eingehendem Vortrag die günstige Finanzlage des Landes. — Abg. Diehl theilt mit, daß die Stadtverordneten von Darmstadt in einer gestern Abend stattgehabten Sitzung dre Abgabe der Erklärung beschlossin haben, daß sie beritt seien, die technffche Hochschule nach Kräften ferner zu fördern, daß aber die Stadt unmöglich Opfer dringen könne, wie sie der Antrag Schröder und Genossen erheische. Redner verweist auf die durch Communalsteuer aufzubringende Summe von 228,418 Jt, we che die Stadt Darmstadt jährlich für Schulzwecke bezahlt. — Abg. Betz beantragt, die Kammer wolle beschließen, den staatl'chen Zuschuß zur polytechnischen Hochschule auf den Zuschuß im Budget der vorigen Finanzperiode von 134,750 Jl. zu beschränke, die Mehilorderung aber abzulehnen. — Geh Staatsrath Knorr erwidert auf die gestrigen Bemerkungen Schröder's und glaubt, daß dessen Antrag mehr dem Streben entsprungen sei, dem Majoritätsantrag eine mildere, weniger schroffe Form zu geben, mit dem er im Effect übrigens ident sch sei. Redner wendet sich weiter Namens der Regierung gegen alle Anträge, welche daraus abzielen, die Stadt Darmstadt mehr zu desastin. — Abg. Schröder: Da nach der Erklärung der Stadtverordneten die Stadt Darmstadt selbst die Verantwortung für den Ausfall der Sache trage, ziehe er mit seiwn Mitantragstellern seinen Antrag für die erste Lesung zurück. — Abg. Jost ist entschieden für die Regierungsanforderung. — Abg Muhl bemerkt, es falle ihm schwer in dieser Sache zu sprechen, im H nbl'ck auf die Pietät, die er stets der Residenzstadt entgegengebracht habe, und auf das große Weh, welches der Majoritätsantrag dieser Stadt bereitet habe. Er ist von der Lebensunfähigkeit der technischen Hochschule überzeugt und zwar vor Allem mit Rücksicht auf ihre Lebensgeichichte. Von der Majorität welche dieselbe geschaffen, sei der Anstalt ein Familienzug aufgedrückt morden der darauf Hinweise, daß von vornherein von dem übrigen Lande ihre Existenz nickt aewünscht worden Wie weit solle die Frequenz der technischen Hochschule noch sinken bis man fick zu deren Aushebung entschließe? Solle dieselbe erhalten werden, o werden neue große Ausgaben, wie bei der Universität, unerläßlich sein; beide Hochschulen nebeneinander können auf die Dauer nicht bestehen und bezüglich der Erhaltung verdiene jedenfalls diejenige den Vorzug, welche die Autorität mehrerer Jahrhunderte hinter sich habe. Eine höhere Gewerbeschule dagegen, wie sie früher hier bestanden, halte er auck für das Land für nöthig Redner beantragt, für den Fall der Ablehnung des Majoritätsantrags die Großh- Regierung zu ersuchen das Polytechnikum bald thunlichst womöglich am 1. October 1882, aufzuheben, und glaubt, für diesen Antrag auch n der ersten Kammer eine Majorität zu ftndew - Geh. Staatsrath Knorr erklärt sich Namens her Regierung auch gegen dielen Antrag. - Abg Haustein ist für den Antrag Betz und Iheilt eine Reihe von Zahlen mit, woraus hervorgeht, daß die Provinz Oberhessen mehr Brandoersicheiungsbettrage bezahlt, als sie @ntfc6äbigung§= ßHbfr bei den ^den anderen Provinzen nicht besteht. - Abg. Böhm betont den Werth der technischen Ausbildung welche auf der Hiesigen föockfckule in vorzüglicher Weise gewährt werde, halt ;edoch die von dem Staate verlangten Ovsersür zu groß. Um die Hochschule dauernd zu erhalten, müsse die Eladt esnen^höheren^ Beitrag leisten. Er empfehle deßhalb seinen Antrag. - Abg. Rackö würde es als ein Armuthszeugniß für das Großherzogthum betrachten, wenn es in ^esem Falle seine Aufgabe, besonders für Culturzweck- zu sorgen, ohne zwingende Gründe vernachlässigen wollte. Ein-Lösung der schwebenden Frage lasse sich durch Bewiutgung einer Pauschsumme erreichen, über welche hinaus etwa d,e Stadt d,e ^°^"St°msm"nister Freiherr v. Starck, Exc., erblickt- in den Vorschlägen d-rAbgg Böhm und Rackä die Elemente zu einer Verständigung, ohne dieselbe aus Grund Schiffsbericht. Mitgetheilt vcn dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen C W Dietz Nachfolger Gießen. Bremen 22 Februar Der Postdampfer General Werder, Capt. H. Christoffer vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. Februar von.Newyork abaeaanaen war ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und Kat nach Landung der für boit bestürmten Passagiere, Post und Ladung 9 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 94 Passagiere und volle Ladung. —----------------- Theater. Unsere Theaterdirection, welche bisher be nützt war, immer die neuesten und bewährtesten Sachen aut Ausführung Z" bringen, wollte uns auch den Genuß nicht vorenthalt n den bereits alle größere Städte gehabt haben- S'e hat den klemm 8icchngen Rechenmeister Moritz Frankl für ein zweimaliges Auftreten gewonnen und wir hatten neftern Abend Gelegenheit, dieses Phänomen zu bewundern. M't einer rapiden SchnM'gkeit rechnete der Knabe die ihm vom Publikum gestellten Aufgaben. teilte (Freitag) Abend tritt Moritz Frankl zum letzten Male auf und es liegt im Interesse jedes Einzelnen, sich rechtzeitig mit Eintrittskarten zu versehm, um sich' von der Rechenkunst des 8jährigen Knaben zu überzeugen. B e r m t f 4 f t i Darmstadt, 23. Februar. Der Landesverband hessischer Kriegervereine, „Kriegerkameradschaft „Hassia", welcher unter dem Allerhöchsten Protectorate Seiner König!. Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. und dem Ehrenpräsidium Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Heinrich von Hessen steht, hält seinen diesjährigen Delegirtentag am 23- April d. I. in Mamz ab Auf der Tagesordnung desselben stehen wichtige Anträge, namentlich der auf Herabsetzung des Jahresbeitrages von 10 H auf 5 H und ein weiterer auf Ueberweisung eines Thells der aus den vom Landesverband abgeschlossenen Versicherungsverträgen erwachsenen E nnahmen an die Vereine selbst. Zum Behufe ber Aufstellung einer umfassenden Statistik des hessischen Kriegervereinswesens finden gegenwärtig unter Mitwirkung der Großherzoglichen Verwaltungsbehörden Erhebungen bei den Kiiegerveremen statt, die sich auch auf die zahlreichen Vereine erstrecken, welche dem Landesverband sich bis jetzt noch nicht angeschlossen haben. Es ist unbegreiflich, daß die Zahl der noch nicht beigetretenen Vereine immer noch eine so große ist obwohl nicht blos ber Lanbesoerbanb seinen Vereinen ganz bebeutenbe Vorthelle zuwendet, Unterstützungen, btll ge Versiche ungm gegen Feuersgesahr, bet Lebensversicherungen durch Verträge mit ber Gesellschaft „Providentia" u. dgl, sondern es auch der wiederholt ausgesprochene Wunsch des Allerhöchsten Protectors ist, daß sich alle Kriegervereine des Landes dem Landesverbände anschlleßen l DlIe%ei dieser Gelegenheit muß ein vlelverbreiteter Jrrthum bericht gt werden. Nur der vollzogene Beitritt zum Landesverband verschafft den Kriegervereinen das Pro- tec-orat Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, nicht der Besitz der Statuten, welche s. 3- von einem Lehrer Gremm herausgegeben worden sind, wie dies die falsche, mit den ausdrücklichen Erklärungen Sr. Königl. Hoheit im Widerspruch stehende Ansicht vieler Vereine, namentlich auf dem Lande ist. Es steht zu erwarten, daß die noch dem Landesverband fernstehenden Kneger- Dcrp ne fick mögt chst bald und vollzählig der Kriegerkameradschaft „Hassia" anschließen nvrben was durch Anmeldung bet dem Präsidium des Landesverbandes, Herrn Oberst z D. Gerlach in Darmstadt oder bei dem 1. Schriftführer Herrn Dr. Vogt in Butzbach geschehen kann. Colmar, 15. Februar. Der nahe Ort Logelbach war am letzten Sonntag der Schauplatz eines'blutigen Dramas Ein Arbeiter des Hauses Herzog — so berichtet die „Colmarer Ztg " — befand sich in der WirthsÄaft Schaffhauser zu gleicher Zett mit zwei Soldaten des Dragonerregiments. Ohne irgend einen Grund reizte derselbe die Soldaten und der Streit sollte eben losgeh n, als ber Wirth dazwischen trat unb, um denselben zu verhüten, die Soldaten bat, das Lokal zu verlassen Dieselben machten sich auch aus den Weg nach Colmar, aber Kruß, ber seinen Schwager unb einige Kameradin zu H'lfe gerufen batte, verfolgte unb erreichte sie im Feldweg, gegenüber ber Scheurer'schen Fabrik. Indem er dann von einem Gartenzaun ein starkes Brett abriß, versetzte er mit demselben ein m ber Dragoner zwtt Schläge in den Nack n, worunter ber Solbat betäubt zu Boben fiel Sofort zog ber Schwager bes Kruß den Säbel des Solbaten und spaltete ihm Schädel unb Gesicht. Als ber Unglückliche sich noch wehrte, ergriff K'.uß einen Ziegelstein und schlug auf besten Kopf los. Doch noch nicht mfrieben mit bieser Grausamkeit, trat er aus besten Leib unb suchte burch Stampfen mit ber. Füßen bcmfelben die Rippen zu d echm. Währen) dem Helten fünf Mitschuldige die sonst sich passiv bei dieser Blutthat verhielten, den anderen Dragoner fest. Erst bei'dem Herannahen zweier Infanteristen, die durch das Schreien dieser Barbaren aufmerksam geworden waren, zogen sich die Angreifer zurück. Der Dragoner, den man für tobt aufhob, rourb- ins Lazareth gebracht, wo er am Montag um 4 Uhr fernen Wunben erlag. Kruß würbe sofort verhaftet. . , . Vilbel, 22. Februar. Wie alljahrl-ch, würbe auch in biesem Jahre em Maskenkränzchen vom hiesigen Bürger-Casino veranstaltet. Es war alles gut und glänzenb arrangttt und alle Tbeilnehmer befanden sichin ausgezeichneter Stimmung. Da siel gegen 11 Uhr plötzlich eine an ber Wand mit Gyps befestigte Petroleumlampe herunter und zwar unglücklicher Weise zwischen zwei Damen. Diese suchten möglichst schnell aus dem Bereiche der Gefahr zu kommen Dadurch entstand m dem dicht gefüllten Saale eine Panik, welche durch die unwillkürliche Erinnerung an das Ring- theater-Unglück in Wien bedenklich gesteigert wurde Alles drängte und stieß nach dem Ausgange; aber leider konnte die Thür, da sie nach innen aufgeht, nur halb geöffnet werden. Allenthalben wurden nun verzweiflungsvolle Hülftruse venrommen; tn ben ersten Augenblicken schien Alles ben Kops verloren zu hiben. Doch war die Gefahr geringer als man glaubte. E nige beherzte Manner erstickten sehr bald das Feuer, indem sie einige Tische auf das brennende Petroleum warfen. Damit war aber auch die Feststimmung sehr gedämpft und ein Th il der Gäfte verließ sofort das Haus. Handel und Verkehr. Nrairkkirrt a. M., 24. tzebruar, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 258, Staatsbahnactien 255, Galizier 2463/e, Hefterr. Silberrente 635/8 4% Ungar. Goldrente 72^4, 4% 1880er Russen 69 V4, 2. Orient-Anleihe 563/4, 5% Rumänische Rente 863/8, Lombarden 10972- Tendenz —. Türkei. finnfltintinotieL 22. Febr. Zu Ehren der außerordentlichen preußischen Gesandtschaft sand gestern aus der deutschen Botschaft ein Diner statt. Heute besuchte die Gesandtschast das Schatzhaus und andere Sehenswurdigterte und speiste bei dem Ministerpräsidenten Said Pascha. Lokale». «lUftcn. 24 Februar. Nächsten Sonntag den 26. Februar a. c Nachmittags 3 Uhr finde, Im Saal, des „Hdt-t Jacobi" tnFranklurt a. M. der Delegirtentag des bis schen R-gaII°-V-,b°nds" statt. Wie w,r Horen wurde Gatzen bereits voriges cvnkr nlg%cf*DTt in Aufsicht genommen und sollen die von unserer hiesigen Nuder- ^ellickast^rls Deleg rle bestimmten Herren den Austrog h 'ben, falls die Wahl des ^estoras zur Abhaltung der diesjähiigen g.otzen hessischen Regatta auf unsere Vater- ftaM 0be'f^t^bQ5ie“nenm"nbete Uhr ist wieder zur Stelle gebracht worben. <5,n lOiäbriaer Knabe, «nverwanbter d.s Bestohlenen, hatte dieselbe mitgenommen. Em aus Hanau, welche vor einigen Tagen ihr Elternhaus 'wswilltg ?-ilassen hatten, meldeten sich gestern Abend aui h,es,ger Postaei und baten um Unterlun't Die nöthtgen Schritte zur Nachhausbesorderung der Flüchtigen find aud) von bieser Behörbe eingeleitet worben. (.rinn(,u mö(f)te Die identischen, in der egpptischen Angelegenheit vm EnMnd und Frankrüch versendeten Noten haben indessen bisher zu ferner ^ent8n diplm.iZchen Campagne gesührt; wohl aber ftnden zwftchen den anderen Cabineten Auseinandersetzungen über ihre gegenüber der französisch- * STÄSÄ'Äsr g «X . , . , p.aeickeben sein Nach verschiedenen Mittheilungen ist WM iÄo?S9S S d-- ,w Uw d°--»Mch- e» schm Reaierün§Anzeige7s über die Redeti Skobeleffs hat man iil mabgeben- d?n Kreis n Äs äußerst inager betrachtet. Aus Parls 'vrrd uns unb anderen fStSTÄJtr »o« Deutschland sei bei der russischen Regierung re lamirt morden Es scheint uns das selbstverständlich. Wir wußteii ut der Thal Nicht, worvrn. LB iumui Mtersbura hätten, wenn er der einzige Männin Europa wätt, der über di?Skobelessscheii Ausfälle schweigen sollte." — Das General-Coniinando des 11. Armee-Corps hat eine Jlerorbnung erlaften wonach sämmtliche im letzten Jahre zu Unterofftcreren be orberte Eii.- iabria-Freiwilliqen bieses Jahr eine achtwöchentliche Hebung zu absolmreu haben. ÖE?Se biefe Hebungen nicht mitmachen, sollen aus ber Liste ber Zieserveofficiers-Aspiranten gestrichen werben. Sranstrcich. Dari». 22. Februar. Die hiesigen Zeitungeii glauben, baß ber Zuu- fAenfatt des Generals Skobeleff durch seine Desavomrung Seitens des osficiellen russischen Organs erledigt sei. Auch die Gambettistischen Blätter tadeln da^ Auftreten Tbeleff's Das Journal „Paris" sagt: Um Europa zu verwirren unb ben Frieben zu bebrohen, ben bte ganze Welt nöthig habe, beburfe es benu doch ganz auberer Dinge, als ber flammenden Worte eines russischen, von seiner Regierung schon besavouirten Osfieiers. England. London, 21. Februar. Der irische Staatssecretär Forster ist geltem Morgen in Begleitung bes Generalprocurators für Jrlanb plotzüch nach Dublm abaeE In ben Vorsälen bes Unterhauses hieß es gestern Nachmittag tn- vMlicke Rückkehr Forsier's sei baburch veranlaßt worben, daß du dortigen Mflitärbehörden Befürchtungen wegen eines wahrscheinlichen Ausbruches grMr Unorbnunaen hegen. In Dublin hat bie gestern Abenb unerwartete Ankunft des irischen Staatssecretärs großes Aufsehen hervorgeruzen unb zu allerlei Mutbmaßunqen über ben Zweck feiner Reife Ursache gegeben. Die Zustande in Irland bieten seit einigen Tagen in der Thal kein erfreuliches Bild, .Nord- thaten, Mordversuche, Angriffe auf die bewaffnete Mtzcht, Brandstifwngen und andere Gewaltthaten sind an der Tagesordnung und gehen die -fthater fast immer strasfrei aus. Unter diesen Umständen haben sich mehiere tath. ^ftchofe veranlaßt gesehen, in ihren Fasten-Hirtenbriefen aus bte gegenwärtigen Zustanbe bes Laiibes hinzuweisen. Telegraphische Depeschen. Wolff's telcgr. Correspondenz-Bureau. Berlin. 24. Februar. Den Mortzenblättern zufolge entstand in der Nacbr zunr Mittwoct, im Gutersckuppen de» Stettiner Bahnhofes ein Feuer durch Exploston einer »Zöllcnmaschine, welche von einem hiesigen Agenten i» einer angeblich Sammet. Federn und Pelzwaaren enthaltenden hoch versicherten Kiste aufgegeben wurde. Der Atten- tatet würbe verhaftet. . Dresden, 23. Februar. Die Königin ist heute 9cachnuttag zum Kur- gUrauch^nach^eMentoue abgereis Rettungsstation Jershoeft ber Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger meßet: Am 23. Februar von dem uorwegischen Schooner „MaAiu Luther", Capltän Olsen, ge|tranbet zwischen Bitte und Jershoeft, 6 Personen gerettet burch ben Raketen-Apparat der Statton 3erd)0e ^el)ruQr Gutem Vernehmen nach würbe bem General Skobeleff ber Befehl, sofort nach Petersburg zurückzukehren, von ber hiesigen russischen Botschaft gestern zugestellt. Petersburg, 23. Februar. Die hiesige mecklenburgftche Colome hatte ben Großherzog von Mecklenburg-Schwerin durch ben Rebacleur Dr. Gesellms anläßlich ber glücklich überftanbenen lebensgefährlichen Erkrankung bei Groß- furftin tüiaria Paulowna telegraphisch beglückwünscht, hierauf ist, wie _ber öerolb" melbet, solgenbes Antwort-Telegraimu bes Geotzherzogs eingetroffen: "^lmen unb sämmtlichen burch Sie vertretenen treuen Mecklenburgern meinen Dank für ben Ausbruck ber Freube über bie Erhaltung ber Großfürstin Maria Vaulowna sowie für bie Theilnahme an meinem schmerzlichen Verluste Mem oonres Lerz schlägt seit 40 Jahren meinem mir airoertrauten Lanbe unb unfern großen deutschen Vaterlache unb so wirb es bis zum letzten Athem- ;uge bleiben." ... --- Kirchliche Anzeigen der evangetischcnGemcinbe zuGikßen. Gottesdienst: Sonntag den 26. Februar (Jnvokavit): Morgens 91/, Uhr: Pfarrer Dingeldey. (Dtensteinführung des Pfarrers Drngeldey durch Herrn Dekan Strack.) Nachmittags 5Ubr: Pfarrer Dr. Naumann. In diesem Nachmittagsgottesdienft findet Beichte und Feier des heil. Abendmahls ftatt- Die Mitglieder der Ge mei ndev ertretuna werden im Nam^n des Kirchcnvorstandes hlermit noch besonders zur Dlenfteinsührung des Pfarrers Dingeldey emgeladen. M itt w o cb den 1. Mär^: II. Pasfionsgottesdienft. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrg'-scbäfteLin der Woche vom 26 Februar bis 4. März besorgt Pfarrer Schlosser.