2i. Mittwoch den 25. Januar 1882. CUitltiHWf 7) |i tHrti’f Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vnreanr Schul strafte R. 18. Betreffend 4) : Die Anlage von Feldwegen und Entwässerungsgraben :c. in der Gemarkung Greßen. d o is I m ft dHi K 6. Politische Uebersicht. Gießen, 24. Januar. Der Kaiser vollzoa am Freitag, als Oberhaupt des hohen Ordens vom Schwarten Adler, mit den in Berlin anwesenden kapitelfühigen Süttern desselben die feierliche Investitur des Prinzen Christian zu Schleswig-.^olsiem, sowie des cominandirenden Generals des 9. Armee-Corps v ^resckow und des Chefs der Admiralität, Staatsministers v. Stosch. Nach Beendigung der Auf- nahme-Cerenionie hielt der Kaiser ein Ordenscapitel ab, .vorauf em größeres Diner im Königlichen Schlosse stattsand, an welchem zumeist die Ordensritter theilnahinen.^ei|j,gtag6vei.^ani3(ungen „ahen sich ihrem Ende und werden bis mm Schlüsse des Reichstages nur uoch wenige Tage vergehen ; ob ledoch der Reichstag im Frühjahre nochmals zu emer Session zusammentreten wnd, ist vorläufig noch ungewiß. Am letzten Donnerstag führte der Reichstag die erste Be- rathunq des von den liberalen Fraktionen cingebrachten Gesetzentwurfes, betr. die Entschädigung bei Unsällen und die Unfallversicherung der Arbeiter zu Ende und überwies den Eutwurs an eine Commisston von 2a Mitgliedern zur nähern Prüfung. Hieraus setzte das Haus die zweite Lesung der Vorlage über die Er- Hebung eines Berufsstatistit fort und genehmigte schließlich bie Zustellung der für die Ausführung des Gesetzes erforderlichen, Summe in den tetat. >ue Freitags-Sitzung des Reichstages gehörte ausschließlich dei' vielbesprochenen Hamburger Frage" und zwar trat das Haus an diesem Tage in die Zweite Berathung der Borlage über den Anschluß Hamburgs an das Zollgebitt em. Die Debatte begann mit der Wiederaufnahme des Antrages des Abg. Hauet, den Schiffsverkehr auf der Unter-Elbe auch nach Verlegung der Zollgrenze nicht der Zollamtlichen Behandlung zu unterwerfen, sofern die Schiffe unter Zollflagge oder^Leuchte transitiren, welcher Antrag in der Hamburger Commission verworfen worden war. Rach längerer Debatte über diesen Antrag, gegen welchen sich besonders der Abg. Windthorst entschieden ausfprach, welcher auch energgch für die Regierungsvorlage eintrat, wurde der Antrag Hanel mit erheblicher Majorität abqelehnt und § 1 der Vorlage, wonach auf das Freihafengebiet der Hansestadt Hamburg der Art. 34 der Reichsverfassung fortdauernd Anwendnng findet den. Commissions-Antrage gemäß, angenommen. (Artikel 34 der Rcichs- verfassuna besagt, däß die Hansestädte Bremen und Hamburg mit einem dein o^ecke entsprechenden Bezirke ihres oder des umliegenden Gebietes als sfrei- bäsen außerhalb der gemeinschastlichen Zollgrenze bleiben, bis sie ihren Emschlutz in dieselbe beantragens Hieraus trat das Haus in die Berathung des § 2 d-r Borlaae ein welcher den Reichskanzler ermächtigt, im Namen des tüeiches einen Beitrag zu den Kosten des Hamburger Zollanschlusses bis zur Hohe von 40000000 zu leisten, welche nach längeren Reden der Abgg. Sandtmann (Hamburg) und Dr. Bamberger abgebrochen wurde. Am Sonnabend setzte der Reichstag die Berathung über die Hamburger Vorlage und genehinigte dieselbe am Montag entgiltig in dritter Lesung. Die «aqe in Süd-Dalmatien ist fortdauernd eine ernste, ebenso in der Herzegowina. In letztgenannter Provinz fand im Laufe der vergangenen Woche das erste größere Gefecht zwischen den österreichischen ^rnppen nnd einer 80 Mann starken Bande von Aufstänbffchen statt, wobei bie Oesterreicher 6 Verwunbete und bie Aufstänbischen 10 Mann an tobten und verwundeten verloren; die Insurgenten zogen sich schließlich zurück. Zn Frankreich ist durch das Beharren des Ministerprästöhnten Gambetta auf seinem Plane, die Verfassungs - Reviston nach seinem Willen durchzuführen, eure schwere ministerielle und parlamentarische Krists entstanden. Ganibetta ist fest entschlossen, die Verfassungs-Reviston nach seinem Willen durchzuführen, oder aber zuruckzutreten, wenn die Kammerverhanblungen eine Rtebrheit gegen den Regierungsentwurf ergeben tollten. Datz Letzteres aber wahrscheinlich ist, geht aus der Zusammensetzung der in der Kammer gewählten Conmst''lon zur Borberathung des Revifionsprojectes hervor, denn von den 33 Mitgliedern dieser Commission haben sich 32 als Gegner der Remston. wie sie Gambetta wünscht, ausgesprochen — ein ^böses Omen für die Gambetta - scheu Pläne! An der Pariser Börse ijt m yolge der ungewißen politstchen Lage eine große Panik ausgebrochen, welche einen allgemeinen „Krach herbei- zufnhren droht. Angesichts der heranuahenüeu Parluments- Sefsion die irischen Angelegenheiten etwas in den Hintergrund getreten, iie Hauptparteien im englischen Parlamente, bie conservativen ^ones und die l.be- ralen Whigs rüsten sich bereits zn den bevorstehenden parlamentarischen Kämpfen, 3u denen verschiedene Vorlagen der Regierung Anlaß geben werden Namentlich dürfte dies mit der Vorlage zur Reform des ländlichen Verwaltungs- und Steuerwesens der Fall sein, welche die Conservativen, die meist aus Gu sbe- sitzerskreisen sich recrutiren, einen Eingriff in verschiedene Rechte der Gutsbesitzer erblicken nnd die Vorlage deshalb bekämpfen wollen. . In Rußlaud werden die Vorbereitungen ZU der un -ause dieses Sommers in Äloskau stattfindenden KrönungSseier des Czaren nnd seiner Gemahlin eifrigst fortgesetzt. Rian scheint demnach aus bie nihilistischen Drohun- aen, daß die Ztihilisten die Krönung unter allen Umständen zu verhindern wissen würden, nicht allzuviel zu geben, doch wird man es an den uothrgen Vo rsichts- inaßregeln gewiß auch nicht fehlen lassen. Zahlreiche fürstliche Persönlichkeiten werden zu den Moskauer Krönungsfeierlichkesten erwartet. ,, .-. Die entschlossene Haltung, welche die Pforte ui dem Prütes.e gegen die dem Vicekönig von Egypten überreichte ^glifch -französische Colleellv' note bekundete, wird aus das eventuelle fernere Verhalten der Westmachte m den egyptischen Angelegenheiten ohne Zweifel von Einfluß sein. .'r. J J machen sich in England Stimmen gelte.id, welche das englÜch-!ranzostsche,Vor- gehen in Egypten entschieden mißbilligen und bie energische Sprache der Worte sowie bie gegen Frankreich und England erregte Stimmung «Wj schließlich das Cabinet Gladstone bestiminen, einstweilen » »J*^rittcn in Egypten und einem ferneren Zusainmengehen mit ^antrnä) ----- m. Darmstadt, 23. JanÄ^ Untern. J“- LV'KNLÄL' W NL „Dem vorigen Landtag hat die Regierung die Genehmigung, resp. Zn- stehenden Brücke zu Mainz e>ngebracht, welch ^auch^ („b^eni eifer Unter» stmimung beider wtandekammem erhielt. Cs Grbmmngäp[üne ausgeschrieben fuchungen vorgenommen, °'ue Eonemren, k ^rans auch der Platz für die und dem Vernehmen nach auch em P a Schritten nichts mehr gehört Brücke bestimmt, »eüdem hat nan ^^yuligten haben Besorgnisse Platz ge- und Ul weiteren Kreisen der Machst and alle in ihr lind griffen, daß möglicherweise bte^ f nichtige Werk nicht mit demjenigen durch sie uerkchrende Gemeinde^^hA^wicht g^ bfVtd)tigt Ester gefordert wurde, den . nid)t, aber ich mache mich gerne zum s. 3Ä5Ä ä: L Ich ..... « M» M d°r HW. «** W W* «■“«" - - 15 »** 13. M ZU Gießen zur Einsicht offen liegen: 8 DikLalrHJeden nnd der rechtlichen Verhältnisse der Grundstücke ausgestellten Gütergeschosse; ........ j-..... *-* TS.SZÄ M« *WM W.wyw* «— ** °"‘" Mittwoch den 15. Februar l. I., Bo m g ^nih’tnnbmfeit ber vorbemerkten Arbeiten und bes Einverstänbnisses mit den eil» d-'» ->»»d •*> »“ **■ *• •*** * M 28. 3««u«r 1882. •*«* *>< *** l'F. .OUlllllUllU. _______ ------- " Hs vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags- Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. verschaffen kann, und ich erlaube mir deshalb, an die hohe Regierung folgende Anfragen zu richten: 1) Wie weit sind die Vorarbeiten für die Errichtung der stehenden Brücke bei Mainz gediehen? 2) Läßt sich bereits ein muthmaßlicher Termin bestimmen, wann mit dem Bau begonnen werden kann? 3) Im Falle der Bejahung dieser letzteren Frage, wann werden die eigentlichen Bauarbeiten beginnen?" Rußland. Petersburg, 22. Januar. Das „Journal de St. Pötersbourg" bespricht die Sammlungen des englischen Comitäs für die russischen Juden und sagt, Lord Shaftesbury und die Prälaten, welche an der Spitze der Subscrip- tion ständen, trieben anstatt Phllanthropie eine beklagenswerthe antireligiöse und demgemäß antiphllanthropische Politik. Die englischen Journale, vor Allen die „Times", hätten über die angeblichen von russischer Seite verübten Gräuel- thaten Details veröffentlicht, die von willkürlichster Phantasie und evidentester Böswilligkeit zeugten. Die volle Wahrheit sei vielmehr folgende: Nur an dem Eigenthum, nicht an den Personen habe man sich vergriffen, Todesfälle seien nur ganz isolirt vorgekommen und nur dann, wenn die Menge Widerstand gefunden habe. Die Juden hätten zwar Schaden an Eigenthum erlitten, aber es seien mehr Christen als Juden bei den Plünderungen um's Leben gekommen, entweder in Folge von Gegenwehr oder Intervention Seitens der Truppen. Die von englischer Seite angegebene Ziffer sei aber so unerhört übertrieben, daß es unmöglich sei, dieselbe näher m's Auge zu fassen. Die Erzählungen von Schändung von Frauen seien reine Erfindung, es sei kein Fall irgendwo con- statirt, keine Klage darüber angestellt worden. Solche Erzählungen müßten begreiflicher Weise zur Steigerung des Effectes in den englischen Berichten dienen. Zu welchem Zwecke - aber verbreite man dieje Lügen und Uebertreibungen? Gerne würde man in Rußland jede Hilfe zur Milderung des Elends angenom- men haben, könne man aber eine solche mit Beleidigungen und Verleumdungen acceptiren? Ohne Zweifel liege hier ein anderer Grund als das Mitleid vor. Gewisse Leute beabsichtigten, die englische Gesellschaft mit der russischen Gesellschaft zu brouilliren, oder mißfielen vielleicht die guten Beziehungen, welche seit dem Eintritt des Cabinets Gladstone beständen, einer gewiffen Partei? Denn anders sei diese Verbindung von Lüge und Philanthropie nicht zu erklären. Die Unruhen hätten im April angefangen und sich seit dein Sommer bis zu dem Ereigniß in Warschau nicht wiederholt. Die russische Regierung sei mit der Regelung der Judenfrage beschäftigt, die ausländische Presse möge diese abwarten und nicht die Frage, deren Lösung ohnedies Schwierigkeiten aller Art biete, verwickeln. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 23. Januar. Der Gesandte d. Schlözer trifft heute hier ein. — Die erste Strafkammer des Landgerichts verurtheilte den Lehrer Dr. Bernhard Förster und den Redacteur Dr. Henrtci wegen Beleidigung des Magistrats zu ;e 300 JL. — Der Reichstag genehmigte die Vorlage, betreffend die Berufsstatistik, in dritter Lesung unverändert nach den Beschlüssen zweiter Lesung und nahm die von der Commission beantragte Resolution, betr. die Ermittelungen über die für den land- wirthschaftlicken Betrüb benutzte Bodenfläche, Bodenverhältnisse und darüber, ob die Gewerbtretbenden für eigene Rechnung direct für die Consumenteu oder für Magazine und Fabriken arbeiten. Der Hamburger Zollanschluß wird ohne Debatte in dritter Lesung genehmigt. Schließlich erledigte das Haus Petitionen und lehnte den Antrag v. Minnigei ode, die gegen die V visectionen eingegangenen Petitionen dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, nach längerer Debatte ab. München, 23. Januar. Die Kammer der Reichsräthe setzte nach lebhafter Debatte die von der Abgeordnetenkammer gestrichenen Dispositionsfonds für die Ministerien der Finanzen, des Aeußern und des Innern in das Budget wieder ein. Breslau, 23. Januar. Heute früh brach in den Maschinenräumen der Buchdruckerei der „Brest. Morgenzeitung" auf bisher noch nicht ermittelte Weise Feuer aus, durch welches sämmtliche Maschinenräume vernichtet wurden, während die Druckmaschinen erhalten blieben. Bei den Rettungsarbeiten wurde ein Feuerwehrmann schwer verletzt. Karlsruhe, 23. Januar. Der Geh. Medicinalrath, außerordentliches Mitglied des Reichsgejundheits-Amts, Dr. Volz, ist gestorben. Ragufa, 23. Januar. Der Fürst von Montenegro empfing eine Deputation aus der Herzegowina, welche um Unterstützung bat, wies deren Ansuchen ab und forderte die Deputation unter Androhung sofortiger Jnternirung zur Heimkehr auf. Wien, 23. Januar. Wie aus Trebinje verlautet, hat bei Bilek ein heftiges Gefecht zwischen einer Compagnie des 67. Regiments (Ritter v. Schmerling) mit Asman Bey stattgefunden. Ber der Verfolgung der Aufständischen hätten dieselben ihre Verwundeten zurückgelassen. Unter den Todten soll sich Svetozar Angyelics befinden. — Der in Metkovich Seitens der Behörde sistirte Güterverkehr von Mostar nach Serajewo ist wieder freigegeben, da die Straße ganz sicher ist. — Aus Serajewo wird gemeldet, daß das dortige General- Commando mit der ungarischen Creditbank bedeutende Verträge über Lieferungen, besonders von Mehl, abgeschlossen habe. — Wie verlautet, wird Bürgermeister Dr. Rewald morgen seine Demission einreichen. Petersburg, 23. Januar. Die hiesige Duma beschloß, den Rews- kyprospekt vom Anitschkow-Palais ab bis zur Morskoi-Straße probeweise mit elektrischem Lichte beleuchten zu lassen. Konstantinopel, 23. Januar. Auf die Circularnote der Pforte in Betreff Egyptens hat, wie verlautet, Deutschland geantwortet, daß es zweckentsprechend erscheine, wenn die Pforte die von Frankreich und England verlangten Aufklärungen abwarte. Wien, 23. Januar. Nach officteller Mittheilung fanden am 20 ds. Mts. in Dubrava Zusammenrottungen statt. Der Gensbarmerieposten in Glavaticevo wurde von angeblich 150 Insurgenten zurückgedrängt und traf in Kovjica ein; die In- surgenten gingen gegen Konjica vor. Bei Vratlo stehen etwa 1000 Insurgenten, in Zagorje zwischen Ulok und Kalinovic etwa 500 mit Snidergewehren und 100 mit Harken bewaffnete Insurgenten unter Führung des Serdars Tungus. Die Banden suchen durch Terrorismus weitere Gebiete zu insurgiren. Die in Folge des Angriffs auf die Gensdarmerie in Kalinovic von Foca abgesandten drei Compagnien fanden am 19. d. Vratlo Karaula von 200 Insurgenten besetzt, welche bei dem Vorrücken der Truppen zurückg ngen. Ein Jägerbatatllon stieß am 18. d. M. bei einer Recognos- cirung gegen Ulok auf eine ausgedehnte Wachenlinie der Insurgenten, welche zurück- geworien wurde. — Die große Prozession der Wasserweihe der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Serajewo hat unter zahlreicher Betheiligung der Landbevölkerung ohne jede Störung stattgefunden. Lokale». Gießen, 24. Januar. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 26. Januar 1882, Nachmittags 4 Uhr. 1) Die Errichtung einer Versuchsstation zur Prüfung von Nahrungs- und Genußmitteln. 2) Das Schäfereiwesen der Stadt Gießen betr. 3) Submission auf Eichen-Stammholz. 4) Gesuch des W'lhelm Brück und Wilh e lm D i e tz dahier um Erlaub- niß zur provisorischen Errichtung einer Pferdeschlächterei. 5) Gesuch des Maurermeisters Balthasar Str au ch dahier um Bauerlaubniß. 6) Gesuch des Geschirrhändlers Philipp Pfeif f er dahier um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen. 7) Gesuch des Fabrikanten Johannes Bernhardt daher um Erlaubniß zur Erbauung von Hintergebäuden. 8) Die Schilleistiaße betr. Vermischte». Darmstadt, 21. Januar. (Militärdicnstnachrichten.) Kistner, Port-Fähnrich vom 3. Gtoßh Jnf.-Regt. (Leib-Regt Nr. 117, zum Seconde-Lieut- besö.dert; Frhr. v. Dalwtgk-Ltchtenfels, charakterisirter Port.-Fähnr. vom 2. Großh. Jnf.- Regt. (Großherzog) Nr. 116, zum Port.-Fähnr. befördert; Schmidt, Seconde-Lieut. vom 1. Großh. Drag.-R giment (Garde-Drag -Regt.) Nr. 23, unter Beförderung zum Premierlieutenant in das Thürmg. Ulanen Regt. Nr. 6 versetzt; Schön, Seconde- lieutenant von der Reserve des 2. Gioßh Draa.-Regts. (Leib-Drag-Regts ) Nr. 24, zum Premier-Lieutenant befördert; Köhler, Brill, Hainebach, Schleier- ma ch er, Mein ecke, Vicefeldwebels vom 1. Bataillon (Darmstadt!.) 1. Großh. Landw.'R'gts. 115, zu Secondelieuttnants der Reserve des 1. Großh. Inf - (Leibgarde-) Regts. 115, Merck, Viceieldwebel vom demselben Bataillon, zum Seconde- Lieuttnant der Res. des 2 Großh. Jnf.-Negts. (Großherzog. Nr. 116, Eckstorm, Vicewuchtmeister von demselben Bataillon, zum Seconde-Lieutenant der Reserve des 2. Großh Drag.-Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr.24, Karg, Vicefeldwebel vom 2. Bataillon (Friedberg) 1. Großh. Landw.-Regts. Nr. 115, zum Seconbe-Li utenant der Res. des 1. Großh. Inf.- (Leibgarde-) Regts. Nr. 115, Ebel, Giessen, Vicefeldwebel vom 1 Bataillon (Gießen) 2. Großh. Landw. Regt. Nr. 116, zu Secondelieutenants der Res. des 2. Großh. Jnf.-Regis. (Großh.'rzog) Nr. 116 — befördert; Schmitt, Vicefeldwebel vom Reserve-Landw.-Bat. (Stettin) Nr. 34, zum Seconde-Licutenant der Reserve dcs Großh. Feld-Art.-Regts. Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corps) befördert; Pfeil, Seconde-Lieuteuant von der Landw.-Feld-Artillerte des 1. Bat. (DarmstadtI.) 1. Großh. Landw. Regt Nr. 115, der Abschied bewilligt. Straßburg, 22. Januar. Die Stadt Straßburg hat sich feit den 11 Jahren deutscher Herrschaft so sehr verändert, daß sie gegenwärtig als eine ganz andere erscheint. Dies tritt zunächst in ihrer äußeren Erscheinung hervor. Die alten Festungswerke sind fast gänzlich abgetragen und zwischen ihnen und den neuen sthr stattlichen Wällen erbebt sich bereits eine ganze Reihe Häuser, unter denen allein die Universitätsund Bahnhofsgebäude ganze Stadtviertel einnehmen. In der Stadt selbst sind an Stelle der vielen, während der Belagerung abgebrannten Häuser ansehnliche Neubauten getreten. Der Verkehr mit den Vorstädten und mit dem rechten Rheinufer wird durch drei mit Dampf betrieben- Straßenbahnen vermittelt, den n m diesem Jahre eine vierte hinzutret'n wird. Der neue in kurzer Zeit vollendete Umleitungscanal verleiht dem öfibdpn Weichbilde der Stadt eine neue Physiognomie. Auch das stühere beschauliche Stilleben der Straßburger Bevölkerung hat einen Wandel erfahren Alleihand gemeinnützige Vereine haben sich gebildet, unter denen wir in erster Linie den Ver- schonerungsverein und die Pfenn.gtparkassen nennen wollen. Noch in diesem Jahre wird ein Fernsprechamt errichtet werden. In der electrischen Beleuchtung scheint Straßburg allen deutschen Städten voranzugehen Bereits feit längerer Zeit wird der Platz vor dem Bahnhofsgebäude, sowie die Empfangshalle mit electrischern Lichte erleuchtet und seit etwa einer Woche brennen in den Restaurations- und Bureauräumen des Bahnhofs 80 Edison'sche Lampen. Aus den benachbarten Städten und Ländern haben sich viele Sachverständige eingefunden, um sich über die Erfolge der elektrischen Beleuchtung zu unterrichten, welche übrigens so günstige sind, daß bereits Besitzer großer Fabrtkräume an die Einführung der Edison'schen Lampen denken. Berlin, 21. Januar. Der Schiffer Arlt war wegen Unfugs angeklagt. Es wird ihm zur Last gelegt, am Weihnachtsheiligeabend gegen 12 Uhr Unter den Linden die nächtliche Ruhe durch lautes Singen gestört und schließlich bei der Königswache wetteren Unfug verübt zu beben, was seine Verhaftung durch eine Militärpatrouille zur Folge hatte. Richter: Angeklagter, bekennen Sie sich schuldig? Angeklagter: Nee nimmermehr und nie nich. Een janz g^mütbl'cher Ulk ts et gewesen, aber keene Spur von Unfug. Richter: Sie müssen doch aber zugeben, daß Sie laut gesungen haben. Angekl.: Laut war et nicht, d nn :cf kann noch lauter singen, aber ich hatte eenen Kleeaen abjebissen und denn bin ick sehr jemüthlich, so wars an dem Abend ooch. Ick stehe bei Blüchern un sehe, wie een Soldate uff die . ndere Seite Posten looft. (Der Angeklagte meinte den Posten norm Gewehr an der Könias-vache.) Ick jehe rüber un feb mir eene janze Zeit den Posten an und der mir ooch. Druff sage ick zu ihm' Manneken, Ihnen fröstelt wohl? Druff sagte er zu mir: Macken Sie, bet Sie wea- komrnen. Druff sage td wieder zu ihm: Det brauche ick ntd)|! Druff sagt er denn wieder zu mir: Denn bleiben Sie stehen, Sie Affe. Wat, sage ick zu hm, Sie sagen Affe zu mir, der ick mir 70 und 71 in manchen Schlachten rumjetrieben habe, Rusen Sie mir mal den Wachehabend n raus. Druff sagt er, der schläft- Nun war meine Jeduld zu Ende. Seit wenn is et denn Mode, det der Wachthabende schläft, sage ick und zeige ihm, bet er mir eine Finte vorgemacht und rufe'Rrrraus Wie een Donnerwetter sind fie alle hi Gewehre. Wie ick nu noch den Ulk mir ankucke, da sind ooch schon zwee Mann hinter mir. Ich loofe m den Kastanienwald, un nu geht der Zcck los Wie gesagt, ick hatte eenen Kleenen weg und war schlecht uff die Beene bestellt. Da hatten sie mir denn ooch bald bei die Binde und karrten mir nach d-e Polizeiwache. Richter- Sie geben somit den ganzen Thatbestand im ganzen Umfange zu. Amtsanwalt- Ich beantrage 6 Tage Hast, welche durch die Unteisuchungshaft als verbüßt zu erachten. Richter: Angeklagter, haben Sie noch etwas anmsühren? Angekl.: Nee ick bin anje- genug Dem Anträge des Amtsanwalts entsprechend wirb erkannt, und ber Angeklagte in Freiheit gesetzt. — Ein eigenthümltcher Sport wirb gegenwärtig von ber Berliner Jugenb culti- mrt. Die Knaben kaufen sogenannte „Glasschneider" (ä 50 ^>) und zerschneiden damit Schaufenit^- und Schaukasten. Es find auch schon Falle vorgekommen, das Kinder ein Stuck Glas aus den Schaufenstern herausgeschnitten und dann die dahinter liegende Waare entwendet haben. 13 Offenbach, 19 Januar. Vorgestern Morgen stürzte ein in der Nahe der Felfenburg im Bau begriffener Felfenkeller des Gastwirths Lanz im „Lämmchen" ba- hier zusammen. Zum Glück waren die barin beschäftigten 6 Arbeiter noch beim Früh- fturf unb tranken, auf Vorschlag bes einen berfeiben, noch einen Schoppen mehr wie sonst, der lhr Glück war, denn andernfalls wären sie alle in dem Keller elend um- gekommen. Die Ursache des Einsturzes wirb ermittelt unb bte Baumeister, wenn fie eiIc o! sEe, zur Verantwortung gezogen werben; ber Schaben soll sich aus zi,uvd uO. belaufen. c* .u fu V Januar. Verschiebene Gläubiger ber Patent- unb Muster- ^h"D'"Uvstellung sollen sich ber von bem Gläubiger-Ausschuß yroponirten gütlichen fain'^würbe™^ angeschlossen haben, wodurch das ganze Arrangement in Frage gestellt n . r" kfu rt, 22 Januar. fDrei Frauen unb fein Mann.) Unter vorstehender "tr 2a§ "Frankfurter Journal": Em feit 21/2 Jahren mit einer angesehenen Burgerstochter verheirathtter Mann aus Heddernheim lebte fett einiger Qeif .8.??’t ®on sbmer Frau Die beantragte Scheidung ließ etwas lange auf sich warten aut? 9Uv ist- daß ber Mensch allein sei", schloß sich ber „Mensch" an eine nnh bLIn JkbfC t?l.ebS.r.an- Die Mittel zum Lebensunterhalt gingen indeß bald aus ber Wnnn Ä sm'f ^^dersefunden hatten, beschlossen, um sich aufzuhelfen, baß h mrhS?11?' Je ^ekanntfckaft mit einem mit Spargelb versehenen Dienstmädchen dazu e*e 1111 Versprechen der Heirath zur gemeinschaftlichen Auswanderung nrh M bewegen Die erste Geliebte besuchte das betreffende Mädchen, stellte itpLIgr Schwester des Heirctthscandidat-rn vor und erwirkte die Zustimmung zur h' Adelung. Zu Dreien reisten sie nach Hamburg. Dort auf bem Schiff kommt hattp ber Heirathsluftigen felbsiveistänblick m Besitz genommen 9 ne, Die jbee, sich noch ein Kistchen Cigarren mit in bte neue Welt zu nehmen unb , iinns, neraebt eine yalb-, «ine ganze Stunde, das Schiff UN? die zukkinstige ©eliebte entsührend der Mann aber ^hrt E wieder, hat auch nickt mehr nach dem Ausfall- seiner Sch-,düng ge- froflt, turj — drei Leonhard-r^C^ern-' erschoß vor einigen Tagen der aus Bacsa . r .. pj.dnr Mickael Keesles den allgemein beliebten Wachtmeister Joies Sebestyn, Ä ® un™otb=t eine« Verweis -rthilt hatte. Der Wachtmeister war sosort Eriche D-r Mörder, ein noch junger Mann zeigte keine Spur von Reue über seine That und scheint dieselbe mit völlig kaltem Blut- ausgesührt zu hab.n. Platow 22 Jvnuar. Vier in dem hiesigen Rettungshause unttrgebrachte _ . " „„{V, u'c,QiirE11 haben dieser Tage ,wei Mordversuche gemacht Zuerst mit '$bo§pboT xu Berei ten und dann wurde d-r Hausoai-r SS&SäSBSS Verbrechen anhielt, sind vereitelt. Vilbel 19 Januar Heute ereignete sich hier ein gräßlicher Unglücksfall. Vilbel iv. Januar ^ seinem Rindviehstalle aufmerksam gemacht, Wnrmö 20 Januar Gestern Abend fand ein zwischen Pfiffl,ghe,m und rtsWSJ® S28? 3tiÄ«ti8wlt dem Geleise lagen. Das^Großb- Amtsgericht von Pfeddersheim begab ick auf gemachte Anzeige sofort an Ort und Stelle und hat constatirt, daß derselbe ß? 13jährige Sohn achtbarer Eltern ist, welcher das h-esige Gymnasium besuchte und sich bei seinem Onkel in Pfeddersheim in Pflege befand. Dem Vernehmen nach soll der ^unae am gestrigen Tage wegen Unarten eine zwnsiündige Carcerstrafe verbüßt haben und soll ihn die Furcht vo? einer weiteren Strafe zu diesem schrecklichen Entschlüsse bew g h Januar- An einigen Orten am Main herrschen die Blattern- Seit ein gen Tagen sind dieselben in Höchst auch bei bejahrten Personen vorgekommen Bis jetzt kamen hier zwei Sterbefälle und 15 Erkrankungen vor. Umsickare fen der leichtfertigen Sorglosigkeit einiger Personen wie der N'chtbesolgung der ae^e blich en Vorschriften zu. In Unter-Liederbach starb auch em Mann,.in Sckwanb'lm kamen neuerdings auch zwei leichte Erkrankungen vor. Hoffentlich wnd dne kalte trockene Witterung das weitere Umsichgreifen dieser Krankheit verhindern. „ Losenfeld, 23 Januar. Gegenwärtig bereist, so schreibt die „Fuldaer Ztg. ein Bauern änger die Dörfer des Vogelsbergs und Gott gebe, daß unsere Bauersleme nicht auf den Leim gehen. Er sucht Abonnenten für einen Roman. „Die schone Polin". Der Titel klingt schon ganz verdächtig. Nckh verdächtiger aber klingen die Versvrechungen welche den Abonnenten gemacht werden. Die Abonnenten erhalten mit dem Roman ein Lotterieloos gratis Jedes Loos muß gewinnen, sagt d^ sam ere Mann und bezeichnet als Gewinne überaus hohe Geldsummen oder Werthzeichen, w e. Eauipagen Pferde rc In diese wohlschmeckend: Enveloppe aber ist eine btttere M'xtur schöne Polin" kostet 8 X- Ein theurer Tabak für Bauersleute! Ä 'nun nicht ob sich Jemand hat fangen lassen, möchte aber durch diese Zeilen bewirken dvß Ä 'sckön- Polin" nebst ihrem Ag-nten hiermit von d-r Bildfläät- v-r. schwinde.' (Diese feilen mögen auch für unsere Landleute zur Warnung dienen. D. R.l Kastel, 20. Januar. Herr Profesior Grimm aus Wiesbaden läßt gegenwärtig hier Nachgrabungen nach den Pfeilerüberresten der eh-maligen Römerbrücke veranstalten. Durch die Bereitwilligkeit der Festungsbehörde sind ihm zu diesen Erdarbeiten Pioniere zur Verfügung gestellt worden. _______________________________________ Theater. Es scheint fast so, als ob wir in dieser Saison immer nur loben und nie Veranlassung zum ernsten Tadel finden sollen Das bewährte Reportoir- und Zugstück fast aller größeren deutschen Bühnen, A. Arno's dreiactige Posse, „Dieb er de" Reich en müll er", ging am vergangenen Sonntag unter Herrn Schmahlfeldt'^ Regie in Seene und aus dem fast nie enden wollenden Beifall des Publikums zU schließen, hat jeder Besucher nach Schluß des Stückes heiter und befriedigt das Theat^ verlassen. Da qu. Posse bereits früher hier zur Aufführung gelangt ist, wird deren Inhalt bekannt sein und wir können deßhalb von einer Wiedergabe der Handlung abstehen Die Leistungen der einzelnen Künstler, von denen wir vor Allen Fräulein v Jarzebowska (Lisbeth), Herrn Schreyer(M chelBaischke) und Herrn Sch mahl- feld (Schlänge!) hervorhcken, war eine in jeder Weise hervorragende, auch Herr Höfler als Willy Reichenmüller spielte vortrefflich. Herr Stärk, dessen bisherige Thätlgkeit nur eme mittelmäßige war, erntete als Diener Balthaser einen hübschen Applaus. Der alte Reichenmüller des Herrn Gundlach war würdig und effectvoll, was w:r auch von der Leistung der Frau Simon (Ulrika) sagen können. Fräulein v. Boden als Barbara, Fräule-n Heimann als Elise, sowie Herr Kaschinsky, welcher den Commis Bucher spielte, wurden der Ausführung ihcer Partien in jeder Weise gerecht. Die Couplets des Herrn Schmahlfeldt sprachen durch ihren präcisen Vortrag und natürlichen Humor recht an und äußern wir hiermit den Wunsch, dich er das Lied „So ein Wetberl" recht bald als Einlage wiederholen möchte. Am Sonntag Nachmittag wurde in einer Kinder-Vorstellung das von Fr. Büchner dramatisch gut bearbeitete Hauff'sche Märchen „Das kalte Herz" gegeben, welches seinen Zweck n'cht verfehlt und zur Unterhaltung, wir wollen hoffen, auch zur Belehrung der Kinder beitrug. th. Handel und Verkehr. Gießen, 24. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. Jü 0 95—1.00, Hühnereier 1 Stück 7—8 2 Stück 00—00 Enteneier per Stück 0 Gänseeier p. St. 11—12 Käse per Stück 4—9 Kasematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 24 Tauben das Paar 80—100 Hühner per Stück X 1.20-1.40, Hahnen per Stück X 1.50—2.00, Enten per Stück 1 50—2.00, Gänse per Pfund 65—70 H, Welsche per Stück X 0.00—0, Ochsenflelsch per Pfund 60—62 Ä Kuh- und R ndfleffck 40—50 Kalbfleisch 40—44 Schweinefleisch 60 ' bis 64 X Hammelfleisch 50—60 H, Kartoffeln 100 Kilo X 3 00—4.00, Zwiebeln per Centner X 6—8, Milch per Liter 16—18 Weißkraut das Hundert X 0.00 -0. Frankffurt a. M 23. Januar. Der heutige Vlehmarkt war gut befahren. Angetrteben waren circa 305 Ochsen, 309 Kühe, 247 Kälber und 164 Hämmel. Die Preise für 100 Pfund Fleischgewicht stellten sich: Ochsen 1. Qualität X 70—00 2. Qualität 60—63, Kühe 1. Qualität X 54—55, 2. Qualität X 44—00, Kälber 1. Qualität X 54-65, 2. Qualität X. 40—50, Hämmel 1. Qualität X 58—63, 2. Qualität X 40 50, Schweine wurden vorige Woche ca. 300 Stück verkauft und mit 65 das Pfund bezahlt. Feankfurr u M., he.i 24 Januar, Nachmittags 2 Uhr — Mtn (Telegr. CourSberickt Mitgctbeit durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen- Credtt- actien 248, Staatsb.-Actien 245, Galizier 242*4, Oest Silberrente 633/8, 4% Ungar. Goldrente 713/4, 4% 1880-r Russen 71*/2, 2. Onent-Anlethe 57V3, 5 o/g Rumaunch. Rente 83*/4, Lombarden 105. Tendenz besser. Mrd-M- «iiftnlialiiitn. Vom 1. Februar d. I. ab treten directe Ausnahmesätze für Eisenerztransporte in Wagenladungen zwischen Grünberg und Mücke einer- und Kalk andererseits m Kraft, worüber die genannten Stationen Auskunft ertheilen. Gießen, den 20. Januar 1882. 565 Grotzh. Direction. Oderhesfislhe Eisenbahnen. An Stelle der Tarife vom 1. Januar 1875 und der dazu erschienenen Nachträge tritt mit dem 1. März ds. Js. ein neuer Tarif für die Beförderung von Personen und Reisegepäck im Verkehr zwischen Stationen der Königl. Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M., den Oberhessischen Bahnen und der Hessischen Ludwigsbahn in Kraft. Am gleichen Tage hört die directe Personen- rc. Beförderung zwischen Gießen O. H. und Gemünden bezw.Eschwcge und zwischen Hungen und Sachsenhausen auf; auch werden Schncllzugsbillete von Alsfeld And Lauterbach nach Gemünden und vice verra nicht mehr ausgegebcn. Weitere Auskunft ertheilen die betreffenden Billetexpeditionen. Gießen, den 21. Januar 1882. 579___________Grotzh. Direction. Hchvcrfteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 30 Januar 1882, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Neuhege und Heingesboden nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz. Scheith.Knüppclh.Stockh- Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Eichen — 3—50 Nadel — 630 86 6600 Bau-, Werk- und Nutzholz. 139 Fichten-Stämme mit 29 Fstmtr. 429 Fichten-Stangen mit 17,61 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Lich am Bahnübergang. Gießen, den 24. Januar 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 575 A. Bram m. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Mittwoch den 8. Febr. 1882, Flur 27/9,3 27/8,7 Mtr. Bucheü-Prügelholz, 1000 412 1 Stühle, Bettlade, 8 1 1 1 Bieber, Bürgermeister. 27/9,6 27/9,5 27/8,4 brücke, 100 Mtr. Hofraithegrund das. 756 Mtr. Grabgarten das., 194 Mtr. Grabgarten das., Samstag den 28 Januar, Nachmittags 2 Uhr, läßt Herr Karl Kämmerer in seinem Hause. Löwengasse 153, seine sämnitlichen Weißbindergeräthe, einige schöne Bütten, Stangen 2c., sowie eine Parthie Farben, Lacke und schöne Stukkmodelle gegen Baarzahlung versteigern. o80 Hoffmann, Ortsgerichtsmann. 8—16 Mtr. und einem Dürch- meffer von 25—45 Ctm. Die Zusammenkunft filldet bei Nr. 1 im Wald statt. Mendorf a. d.Lda., 14. Jan. 1882. Mittwoch den 25. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofraithe dahier folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 1 Pianino, 1 Schrank, 2 Kleiderschränke, 2 Kommoden, 1 Wanduhr, Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Auguft Nauheimer Holzversteigerung im Leidenhofer Gemeindewald. Donnerstag den 2. Febr., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im Leidenhofer Gemeindewald, Schlag Altenhege, folgende Holzquantitäten verkauft werden und zwar: 250—500 Mtr. Buchen-Scheitholz, 86 50 Nähmaschine, Kassaschrank, i Parthie Holz. Gi-tz-n, den 21. I 576 Großh. Gerichtsvollzieher. Wittwe als: 444 Mtr. Hoftaithe in der Stephansmark an d. Selters- „ „ Stockholz, "UU „ „ Reisholz, 22 Eichen - Nutzholzstamme vorzügl. Qualität in einer Länge von 5G3 In der Gemarkung Garbenteich^ stehen die Items, nach Uur und Nummer: 1/145, 302a, 350, 424, 492, 505, 537, 562, 798, 805, 1053, 1185 1214 II. 155, 286, 316, 421. III 37, 60, 67, 68, 111, 347, 378, 396 '498 461, 531. IV. 192, 193, 234, 253, 290, 337, 480. V. 39, 145 250'400, 433. VII. 237, 281, 295, 337, 392. VIII. 350, 386, 604, 686' IX 121 X. 75, 138, 358, 593, 673, 779. XI. 123, 134. XII. 106 auf dem Namen Johannes Wallbott V., XVI/213 aus dem Namen Johannes Wallbott, 1/179 aus dem Namen Wallbott, Jacob, M. S. I. Wittwer und in der Gemarkung Hausen III/175 auf dem Namen Jacob Wallbott Wittwe und 11/231 auf dem Namen Jacob Wallbot, Johs. S. von Garbentetch. Johannes Wallbott V. Eheleute haben jene Grundstücke veräußert, tonnen aber ihr Eigenthunt nicht urkundlich nachweisen. Es werden Alle, welche Ansprüche bllden können, aufgefordert, solche so gewiß binnen 2 Monaten hier geltend zu machen, als sonst das Eigentum der Veräußerer als anerkannt angesehen, den Verträgen die Bestätigtmg ertheilt und die zum Eintrag ms AkutationSverzeichniß erforderliche Verfügung erlassen werden soll. Gießen, den 19. Januar 1882. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 281 Mcr. Hofrmthe das., 27/8,3 1525 Mtr. Acker am Krof- dorfer-Weg meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. Dezember 1881. Großherzogltches Ortsgericht. 283 Müller. Jagdvcrpachtung. Samstag den 11. Februar, Nachmittags 1 Uhr, soll die hiesige Wald- und Feldjagd in dem zweiten Schulsaal dahier auf 6 Jahre verpachtet werden. Beuern, den 23. Januar 1882. Großh. Bürgermeisterei Beuern. 562 Ranft. Jeikgeöotenes. 568 Eine sehr gut erhaltene Glaskaleschc abzugeben für 250 X K. Mersch, Bockenheim b. Frankfurt a. M., Rödelheimerstr. 24. Feinster Dorsch-Leberlhrsn^ fast geruch- und geschmacklos, in Flasche« Sk 60 X 1 und X 1.70. 48 Derselbe eisenhaltig 1 X pr. Fl. C. F. Semmler. ! Masken! von 8 H an bei 19ö Val. Heuler. Fnseur, Gießen. Thee r la Pecco, Blüth-n pr. Pfd. M. 6, lla do. • » " " la Souchong • v • " y la Eorrgo • • " V la Imperial, grün „ „ „ * empfiehlt H. F. JJasaauer. Bievpresftonen, bester Conftruction, stets auf Lager. 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