Nr. 2L8. Dienstaq ben 24. Oktober L88L. Amts- und Anzeigeblatt für de« Kreis Gießen. W V' ;i Bureau r Schulstraße 7. Erschemt täglich mit Ausnahme des MsutagS. Amtlicher Hßeil. Betreffend: Die Ableistung des Verfassungseides. PrciS vierteljährlich 2 Marr 20 Pf. mit Bringerlol):. Durch dis Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P>. Gießen, am 20. Oktober 1862. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Ableistung des VerfaffungSeides der seit Mai l. I. aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglichen Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, seit der bemerkten Zeit verheirathet haben, sollfolgt stattfinden, nämlich derjenigen aus den in dem Amtsgerichtsbezirk Gießen liegenden Gemeinden Montag den 13. November 1. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Regierungsgebäude zu Gießen, derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg und Homberg liegenden Gemeinden Freitag den 17. Novbr. l. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Grünberg, derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Lich und Butzbach liegenden Gemeinden Montag den 20. November L I., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Lich, und derjenigen aus den in den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Nidda und Laubach liegenden Gemeinden Freitag den 24L November I. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Hungen. Sie wollen die betreffenden Personen hiernach vorladen und daß dies geschehen, unter Namhaftmachung der Vorgeladenen, uns anzeigen oder berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich dergleichen Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeöen. Dr. Boekmann. Gießen, am 20. Oktober 1882. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 27. April 1881 über die Ausübung und den Schutz der Fischerei, hier die Vertheilung einer desfallstgen Druckschrift an die Schutzbeamten. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien beziehungsweise die Ortspolizeibeamten des Kreises. Diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden sich Fischereien befinden, erhalten demnächst Separatabdrücke des Fischereigesetzes zugesandt, welche Sie an das Ihnen untergebene Polizeipersonal verthellen wollen. Dr. Boekmann. — ----- * V j--■---------———----— . — -------—--- Betreffend: Die Voranschläge- der Gemeinden des Kreises Gießen für 1883/84. Gießen, am 23. Oktober 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Geotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. - . uJ!ter Hinweis auf unser Amtsblatt Nr. 7 von 1881, nach welchem die Voranschläge spätestens Ende Oetober dem Gemeinderath vorzulegen und spätestens bis zum 15. November an uns einzusenden sind, beauftragen wir Sie, sofort die nöthigen Vorbereitungen, soweit dies noch nicht geschehen sein sollte, zu treffen, damit die vorgeschriebenen Termine eingehalten werden können. — Bei Revision der vorderen Voranschläge haben wir wieder häufig Verstöße gegen die Jnstnlction in den Beschlüssen rügen müssen, die bei einiger Aufmerksamkeit hätten vermieden werden können. Insbesondere müssen wir darauf Hinweisen: 1. daß die etwaigen Abweichungen der Beilage 3 von Beilage 4 zum vorhergehenden Voranschläge nach § 40 der Instruction zu erläutern sind; 2. daß die Ansätze unter den Rubriken 15 und 16 auf eine Durchschnittsberechnung der Ortsbürgeraufnahme, nicht auf die einqeganaenen Beträge zu gründen sind; 3. daß der Gemeinde-Einnehmer das Berathungsprotokoll nicht zu unterschreiben hat. Uebrigen verweisen wir auf unsere Verfügung vom 20 September 1881 — Anzeiger Nr. 225 — und bemerken nur noch, daß Ihnen wegen der m die Kreiskasse zu leistenden Beiträge, sowie darüber, welche Sätze bei Berechnung der Holzpreise zu Grunde zu legen sind, weitere Verfügung zugehen wird. _ Dr. Boekmann. Betreffend: Die Erhebung der Pachtgelder von Pfarrbesoldungs-Grundstücken. Gießen, am 21. Oktober 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen . , , an die evangelischen Kirchenvorftände des Kreises. T^Migen von Ihnen, welche noch mit Erstattung der in dein Amtsblatte Großherzoglichen Oberconsistoriums Nr. XI vom 18. August c. erwähnten ^richte rm Rückstände find, werden an baldige Erledigung dieser Sache hierdurch erinnert _____ Pr. Boekmann. Betreffend: Bibliotheken. ' Gießen, am 21. Oktober 1882. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erwarten sofortige Einsendung der noch rückständigen Berichte, cf. Gießener Anzeiger Nr. 231. ______________ Dr. Boekmann.______________________ __ _ Gießen, am 21. Oktober 1882. Das Großherzogliche Kreismnt Gießen an die Grostherzogijchen B ü r g e m e i st s r e i e n des Kreises. Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Genieinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen lassen. Dr. Boekmann. Gießen, den 6. Oktober 1882. Bekanntmachung. Sie diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden: 1. Im Bezirke der I» Compagnie (Gießen). 1. Zu Gießen am 3. November 1882, Bormittags, im Oswald'schcn Garten und zwar um 8 Uhr für sämmtliche Resenisten der Infanterie, sowie iämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um 9 Uhr für sämmtliche Reservisten der übrigen Waffen und die am Schluffe näher bezeichneten Wehrleute. Hierher gehören die Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg und Herrnwald, Heuchelheim, Klein-Linden, Oppenrod. 2 3u Lollar am 4. November 1882, Vormittags 9 Uhr, neben dem neuen Bahnhofsgebäude. Hierher S^n bk Drte:^^ ^Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Saubringen mit fiof fi^rtftaufen, Groß-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Mtofy, äßtefe . 3. Zu Grüuberg am 4. November 1882, Nachmittags 1 Uhr, an dem Bahnhofe Hierher gehören die Orte: f . ßföbetaob Grünbera mit der Dickelsrnühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Kesselbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Lauter mit SmÄÄSS ".«Ä'w* t&e* iw*» Ä *•**•< •**»*• “•**■ km Hainer-Hof, Winnerod. . ,o, .. II. Im Bezirke der II. Compagnie (Llch). 1. Zu Hungen am 11. November 1882, Mittags 12 Uhr, am Friedhöfe. «»*' 4-«» WM «M "M** «***» Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Stemheim, Trais-Horloff, Utphe, Bülmgen. 2. Zu Lich am 11. November 1882, Nachmittags 3 Uhr, am Bahnhose. Wr a b Labn Birklar Dors-GM, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Groß-Linden, Grüningen Hausen, ÄMW S**<* ***** •* **•** <**"■ **"•**• ****** Si j ,laIbli»».«tton K, 4U -U&d»«« WW« «l*« ->»- o-d-- l«r S f»W sw »”be« MM ....... - - Beginn der Control-Versammlung Schirme, Stocke, Pfeifen ic. fortzulegen sind. Dberfttieutenant z D. und Bezirks-Cvmmandeur. Deutschland. Darmstadt, 21. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben AllergM^gs^h^r praktischen Arzt Dr. Sebastian Fertig aus Bensheim zum Kreisassislenzarzt für den Kreis Offenbach mit dem Amtssitze zu Offenbach, den praktischen Arzt Dr. Ludwig Matthias aus Fnedberg zum Kreisassisteniarzt für den Kreis Schotten mit dem Amtssitze zu Gedern und den prakttschen Arzt Dr. Karl Scharfenberg aus Michelstadt zum Kreisastistenz- arit für den Kreis Gießen mit dem Amtssitze zu Lich — zu ernennen. ° 'm 22 Oktober. Die Frage Der Bestrafung der Bettler und Vagabonden wurde auf dem ohnlängst dahter stattgehabten Congreß des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit ebenfalls eingehend^erörtert uud ^m man ... hem Reick tust daß manche Aenderungen m den gesetzlichen Von chnsten^ber dte Bestrafung der Bettler und Landstreicher wünschenswerlh seien/ doch dürfe von einer bfoften Verschärfung der Strafen eine Beseitigung der jetzigen Mißstande nicht erwartet werden. Der Referent in dieser Frage, Herr Landiath Dr. Elvers (Wernigerode) führte FAgendes^aus^ ßcfaßt roorbeIt/ daß die kurzen Haftstrafen, auf welche die Gerichte wegen Bettelns und Landstreichens erkennen, von den berufsmäßigen Vaga- bnnben nicht als ein auferiegtes Strafübel, sondern als Gewährung einer angenehmen Erholungspause empfunden z^u werden pflegen, und daß es richtiger wäre, wenn immer auf Arbeitsstrafen erkannt würde. Man darf aber nicht vergeßen, daß d e vor- haub-n-uZwangsarb-itsaustaU-n jetzt schon üd-rsüllt sind und der steten Er-^t-run« bedürfen und daß man daher ganz neue Einrichtungen schäften müßte, wenn man die Arbeitsstrafen in weiterem Umfange in Awendung bringen wollte, bi-cher. Die fmftftrafe würde für die Vagabonden viel empfindlicher werden, wenn es sich ermöglichen ließe sie als Einzelhaft zu vollstrecken, und sie wurde auch einen moralischen Einfluß üben können, wenn sie di: Sträflinge für einige Zeit dem ^rkehr mit den Genossen entzöge. — Ts ist ferner schon oft als cin Mangel hervorgehoben, daß nicht d-ejenigen Behörden, welche die Zwangsarbeitsanstalten zu verwalten haben und daher in der Lage seien, die Individualität der einzelnen Korrigenden zu beurtheilen, über die Dauer der Einsperrung zu befinden haben, sondern die meistens der Verwaltung der Anstalten fernstehenden Landespolizeibehorden, welch:, da sie die Persönlichkeiten nicht kennen, lediglich nach feststehenden Schablonen ihre Festsetzungen treffen können. Es wäre zu wünschen, daß in dieser Beziehung baldAbhilse getroffen würde. Wenn man aber vielfach weiter geht und die Milde des Strafgesetzes für allein verantwort- Uck für das Ueberhandnehmen der Vazabondage erklär, und blos von der Verschärfung der Strafen Abhilfe erwartet, so hat man sich nie der Mühe unterzogen, die einzelnen Bestandtheile der vagabondirenden Bevölkerung zu untersuchen. Dem aufmerksamen Beobachter kann es nicht entgehen, daß sie neben einer Menge von ruchlosen und zu ^r Kinhtßat bereitem Gesindel, welches bewußtermatzen em faules und fd)marofcen- W manche Bestandtheile enthalt, die blos durch unglück- KSJilmftänbe ihre Arbeitskraft verloren haben und zu Vagabonden geworden sind ± N^bondm bl-ih-n müsftn, uml ihm nirgends die Mögüchk-it g-b°t-u n>trb. JiAS S und noch viel mehr B-st°ndtbeil-, die zwar durch -rgen- S’Än. fn biek Laa- a-rach-n sind, die aber j-tzt auch bet bem besten Wrllen außer 'Leber beraXtommen. Es wäre eine entsetzliche Grausamkeit, wollte mnn nit Lraeschlaaen ist Jeden, der sich ,m zweiten oder dritten Rücksalle des ^andstreichens ^schuldig macht mit Prügelstrasen belegen, zumal so lange man nicht bk SÄ bat, Jebem, der wegen Lnnbstretchens bestrast ist, einen bestimmten Ort die u-cogumreir ' girbeit fein Brod erwerben kann, sondern so lange man ibnUIfobaU> er seine^StrasM verbüßt hat, ohne HM- aus die Landstraße hinaussetzt und hn genau wieder in dieselbe Lag- bringt, in welcher er vor seiner B-strasung zum imh Pnnhftreidien aenöthigt war. — Das fetzige Strafverfahren gegen die §^b^nhen tft meistens eine ganz nutzlose Sysiphusarbett, mit der nichts Anderes m-ichl wird,^als daß -in g-wüs-r Bruchlheil zeitweilig dadurch unschSdltch gemacht wird daß 'n hinter Schloß und Ri-g-l verwahrt und dort aus off-ntltch- Kosten ge- 5521 mtrh Da die ©träfe ^eden treffen kann, der bettelnd umhergezogen ist, ohne daß!rst untersucht wir^ ob -r -s aus sr-r-m Willen gethan oder durch di- Umstänbe aenvunaen und ob er burch bie ©träfe auf anb-re Wege geleitet werben kann ober nicht" so kann st- roeber als -in Akt ausgl-jch-nder Gerechtigkeit, noch als -in Brsstrungs- mittel gelten, unb mit Recht ist daher betont worben, baß es sich babei eigentlich um ^ne arm-nvoliz-iliche Maßregel handle, die besser den Communal- oder Polizeib Horden überlassen bliebe. Jedenfalls bars sich bie wünschenswerlhe Reform nicht auf bie bloße Erhöhung bes Strafmaßes beschränken unb es ist kaum zu empfehlen, baß man mit t.efer 21. Dctbr. Se. Maj. der Kaiser machte heute Nachmittag bei schönstem Wetter eine Spazierfahrt. Um 5 Uhr fand bet Sr. Majestät ein größeres Diner statt, zu welchem u. A. Großfürst Nicolaus von Rußland und Gras Pourtaläs geladen waren. Die Abreise erfolgt nach den bis jetzt getroffenen Dispositionen am Dienstag, den 24. d. Mts., Abends b3/4 Uhr, die Ankunft in Berlin am Mittwoch, den 25. d. Mts., Morgens 93/, Uhr. Krankreich. Paris, 21. October. Der Redacteur des socialistischen Blattes „Le Gitonen", Namens Erie, ist heute früh verhaftet, seine Papiere sind beschlagnahmt worden. Wie es heißt, steht die Berhastung m Verbindung mit ben Ruhestörungen in Montceau-les-Mines. Auch in St. Etienne haben mehrere Verhastungen stattgefunden, welche auf diese Angelegenheit Bezug haben. . — Die großen Vorsichtsmaßregeln, wodurch die französtsche Regierung eine Wiederholung der Ruhestörungen von Montceau-les-Mines vorgebeugt hat, sind von der öffentlichen Meinung des Landes sehr beifällig aufgenommen war- den. Je ungeberdiger die extremen Parteien — Socialisten so gut E Cyarn- bordisten — auftreten, desto ablehnender wird die Haltung der großen Masse des Volkes Letzteres weist jede Perspective aus innere Störungen mit gleicher Eneraie von sich, wie jeden Gedanken an auswärtige Abenteuer, und das Bewußtsein, betreffs dieser Cardinalfrage sich Eins mit der uügeheuren Volks Mehrheit zu wissen, bildet zur Zeit die festeste Stütze des am Ruder befindlichen Ministeriums Duclerc. England. fconbon, 21. Dctbr. Wie der „Times" aus Kairo vom Gestrigen gemeldet wird, bestehen die Hauptpunkte der Anklage gegen Arabi darin, daß er unter Verletzung des Völkerrechts die weiße Flagge in Alexandrien aufgeyiftt, unter Deckung durch dieselbe mit den Truppen sich zurückgezogen, die Stadi dem Feuer und der Plünderung preisgegeben, die Egypler. zur Bewaffnung gegen den Khedive aufgewiegelt und zum Bürgerkriege, Massacre, zur Verhex runq und Plünderung egyptischen Gebietes aufgereizt habe. . . — Ein Reuter'sches Telegramm aus Kairo läßt heute einen onentirenoen Lichtstrahl in das zweifelhafte Halbdunkel der egyptischen Zukunft fallen. Man ersieht daraus, daß England nur noch auf die Begutachtung des Baker fchen Heeres-Organisations-Projects durch das egyptische Ministerium wartet, um das Ensemble der britischen Politik vor das Forum der europäischen Mächte zu bringen. Die Abhängigmachung dieses Zeitpunktes von den Berathungen der Minister des Khedive wird man natürlich nicht allzu buchstäblich nehmen dürfen. England behält sich auch diesbetreffs, wie in allen übrigen Punkten, die Entscheidung vor, und Europo hegt kein Interesse daran, daß die egyptische Frage eher auf die Tagesordnung internationaler Discussion gesetzt werde,. ehe sie spruchreif werde. Voraussetzung für Letzteres ist die vorgängig prmcipielle Verständigung des Londoner mit dem Pariser Cabinet und eventuell auch mit der Pforte. Auf die Bekehrung der türkischen Staatsmänner legt England jetzt freilich nur mehr untergeordneten Werth, und die Kundgebungen der accre» ditirten Londoner Blätter zeigen, daß die Regierung entschlossen ist, das egyptische Arrangement, gleichviel, ob mit, ob ohne oder auch gegen den Willen der Pforte zu Stande zu bringen. Rußland. Petersburg, 21. Dctbr. Im finnischen Meerbusen sind unweit Rargen die Dampfer „Cassius" und „Una", bei Fardesund, nördlich von Gothland, der Dampfer „Ville de Lille", bei Helsingfors der Dampfer „Porthan" gestrandei. Rumänien. Bukarest. Die deutschen Colonisten in der Dobrudscha beabsichtigen das Land zu verlaßen, welches sie, Dank ihrer Arbeitskraft und ihrer Ausdauer, dem Sumpfe abgerungen und wo sie innerhalb der letzten 40 Jahre eine Reihe blühender Ortschaften und kleinerer Ansiedelungen gegründet haben. Als Grund der Auswanderung wird in der rumänischen Presse der Widerwille der deutschen Colonisten gegen die von der rumänischen Regierung geforderte Erfüllung der Militärpflicht angegeben. Doch liegt die Ursache des Auswan- derungs-BeschluffeS der Wirklichkeit nach, meint die „St. Petersb. Ztg. , in den unausgesetzten Nörgeleien, welche die Deutschen der Dobrudscha seit der Besitzergreifung dieser Provinz durch Rumänien über sich ergehen lassen mußten. Allen diesen Quälereien wäre ein Ende gemacht, wenn sich die deutschen Colonisten zur Preisgebung ihrer Nationalität und ihrer Schul- und Kirchengemein- KG 4 Bade mittag den 2 ^Audienz. N- iiiiit dem Er IHrer Majesf Herrschaften chatten auch l Dberst v. 8t schlechten Wet Paris iliub gestern i ttnngen vorger Urheber der' 'Mchen. Londl ; MrinesoidE i W bieieiben i bei w M eine i ^Wtens eintrat Men, • Wittftö bat «gm Babnhc Alen in M ^"ud sich ber' Anwesenden wi Al-xa» I.M* üii Indien N Wbm. . Kairo mnd fRavto« !hal hwü mV eintommen gk werben J'oll- räumt ihnen • Elften ber Vo :rmig werde n -englischen Spl Kairo -Dn Advocati leiniommen be -Mmng eine1 fiel, da die ge< senglischen Kri . . Darmft einer anb EPaftlich?n ^bedeutendes 5 °'cyen Vereine s zur Dec "Eigens »it i6, ‘■ßon der al ma ; ^rbunbene Vot 'L en Monat" ANsi flrn?me d. I aüeit» Ak«! L ^88 ( W« ^61 r ><'°b< iW^rze, I^fen 7'tzcn.' M, rufen. introb t dm Der Fmrdmann *, Ingen, Preis nur 25 H. tere Illi! hle, ain, bem Billigster Kalender, 90 Seiten in Quart. übten- oder re zm es „Le ejchlag- nit den mehrere In 6 Wochen eine Auflage abgesetzt!!! Im Commissionsverlag erschien soeben bei dem Unterzeichneten in neuer Auflage: »»’S 3763 Ankauf von Lumpen, Knochen Papier und Akten. Louis Rothenberger, Neuenweg 194. 6503 .Herrenhüte werden zu Damenhüten umgeändert. Muster liegen zur Ansicht bereit. Louis Gail, Mäusburg. Gestrigen ,rin, das. chehA ,ie raaffnung Unterzeichnete empfiehlt hiermit ihr reich affortirteS Lmzer in knöpfen, Soutaches in allen Farben, Litzen, Krausen, Sitzen, farbigen Stickereien, Kragen und Manch ette«, wollenen Tüchern und allen in dies Fach ein- hlwgenven Artikeln. 6999 Fr. Zülch Wwe, Seltersweg 14. NB. Erlaube mir noch auf mein Lager in wollenen Strickgarnen Allen Farben und Qualitäten aufmerksam zu machen. BerWischteS. Darmstadt, 20. Oktober. Der „Worms. Zig." schreibt man von hier: Ent- MN einer anderen Mittheilung scheint das finanzieUe Resultat der ftattgehabten land- mthschastlichen Landesausstellung sich nicht günstig zu gestalten, sondern ein nicht ^bedeutendes Deficit vorhanden zu sein, zu dessen Ebnung auch die landwirthschaft- ichen Vereine beitragen sollen. (Der landwirthschaftliche Verein für Rheinhessen, Mcher 3000 X zu den Kosten der Landesausstellung beigetragen hat, wurde bereits .rsucht, zur Deckung des entstandenen Deficits nochmals eine Summe von 1200 X willigen zu wollen ) — Die Bayerische Landes-Ausstellung in Nürnberg hat mit einem Erfolge hendet, wie ihn bis jetzt kein derartiges Unternehmen in Deutschland aufzuweisen hatte. [Ion der gleichen Gunst des Publikums wie die Ausstellung selbst, wurde die damit i.rbundene Lotterie getragen und war der Absatz der Loose, namentlich in den letzten Eiben Monaten ein ganz enormer. Es wird sich Niemand darüber wundern der Mgenheir hatte, die Lotterie-Gewinne selbst in Augenschein zu nehmen und es ist nur ine Stimme darüber, daß die Gewinne-Ankaufs-Commission ihre schwierige Aufgabe nit großem Geschicke gelöst hat. Wrr werden uns demnächst mit den Gewinnen selbst n eingehender Weise beschäftigen. Heute aber schon können wir das hier und da auf- egierung ugt hat, en nm- Haili- Mch vas Be- ndM Kalender für das Jahr 1883. Dieser von Freunden der Landwirthschast und des landwirthschafllichen Genossenschaftswesens auf das Beste ausgestattete Kalender hat sich in Nah und Fern als ein treuer Nathgeber des Landmanns eingeführt. Enthält ferner,: Erzählungen, Anekdoten, Messen und Marktverzeichnisse 2c. jL» Vogelsberger, Buchhandlung, Darmstadt. Wiederverkäufer an allen Plätzen gesucht. 6998 Akademischer Gesangverein. 6988 Erste Probe und Generalversammlung Freitag de« !7. Oktober, Abends ?Vr Uhr. Anmeldungen neuer Mit- Jieoer nimmt der akademische Mufikvirector Herr Felchner in einet Wohnung (Nordanlage 20) zwischen 1 und 2 Uhr oder an )robeabenven in der kleinen Aula entgegen. Der Borstand. >ntire«k” in. jatit’W® am 'n# ajeit der it Mfin. die he Frag- ehe de itiitciV* au* *nit «land der «g Haft entschließen könnten. Ehe sie aber dieses letzte Opfer bringen oder sich noch fernerhin dem ungleichen Kampfe aussetzen, der früher oder später doch ,uit der Vernichtung der bisher so ehrenvoll bewahrten deutschen Eigenart enden wüßte, wollen sie lieber zum Wanderstabe greisen. Aegypten. Alexandrien, 21. Octbr. General Wolseley hat sich heute an Bord des Aviso „Iris" nach Triest eingeschifft. — Der englische Finanz-Controlenr in Egypten, Colvin, hat, wie es heißt, bei der Negierung um eine Anstellung in Indien nachgesucht; die Negierung habe ihn aber ersucht, in Egypten zu bleiben. Kairo, 20. Octbr. Die Unterredung der englischen Advocaten Broadley Md Napier mit Arabi ist auf morgen verschoben worden. Der Procurator hat heute mit Broadley und Napier bezüglich des Proceßverfahrens ein Ueber- emkomrnen getroffen, welches sofort von dem englischen Ministerium ratificirt werden soll. Dasselbe gestattet Broadley und Napier, Arabi zu sprechen und räumt ihnen das Recht ein, Zeugen zu berufen und zu vernehmen, sowie die Akten der Voruntersuchung zu prüfen. Broadley glaubt, die egyptische Regie- ruug werde mehrere neue Mitglieder für das Kriegsgericht ernennen, welche der englischen Sprache mächtig sind. Kairo, 21. October. Das Ministerium hat das zwischen dem engli» scheu Advocaten Broadley und dem Procurator Borelli Bey getroffene Ueber- eirkommen bestätigt. Die englischen Advocaten erklären, daß nunmehr die Führung eines loyalen und gerechten Proceffes gegen den Gefangenen gesichert sei, da die gegenwärtigen Bedingungen günstigere seien, als diejenigen vor einem englischen Kriegsgerichte. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureair. Baden-Baden, 22. Octbr. Se. Maj. der Kaiser empfing heute Vormittag den Statthalter von Elsaß-Lothringen, G.F.M. v. Manteuffel, in längerer Audienz. Nachmittags trafen Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Baden mit dem Erbgroßherzog und dem Prinzen Ludwig von Baden zum Besuch Ihrer Majestäten hier ein. Zu dem Diner, an welchem die Großh. Badischen Herrschaften und der G.F.M. v. Manteuffel und seine Tochter thellnahmen, hatten auch die Generäle v. Obernitz, v. Ditfurth und v. Reibnitz, sowie £er Cberft v. Strantz Einladungen erhalten. Eine Ausfahrt hatte der Kaiser des schlechten Wetters wegen heute nicht unternommen. Paris, 22. Octbr. In Folge der Vorgänge in Montcean - les - Mines sind gestern in Montcean, Paris, Lyon, St. Etienne und Narbonne Verhaftungen vorgenommen worden. Die Regierung soll entschlossen sein, gegen die Urheber der Unruhen in Montcean - les - Mines mit der größten Strenge vor- zugehen. London, 22. Octbr. Ein Theil der aus Egypten zurückkehrenden Rarinesoloaten ist gestern in Plymouth eingetroffen. Bei dem Einlaufen wurden dieselben von den Mannschaften der hier vor Anker liegenden deutschen Kriegsschiffe begrüßt. — Herbert Gladstone hielt gestern in einer Versammlung in Leeds eine Ansprache, in welcher er für die Politik der Regierung in Betreff Ägyptens eintrat. Was die Kriegskosten angehe, so glaube er, daß Egypten dieselben nicht tragen wolle, und halte er es für die beste und weiseste Politik, daß England den größeren Thell der Kriegskosten bezahle. ■ yert< 111 * U & L-" Lokales. Gießen, 23. Oktober. Ein Schlossergeselle von Ober-Ofleiden kaufte sich gestern Nachmittag dahier ein Doppelpistol. Nachdem er es im Wartcsaale III. Classe des .hiesigen Bahnhofs geladen, steckte er das Pistol in die Hosentasche, vergaß jedoch die Hchnen in Ruh zu stellen. Durch irgend einen Umstand schnappte ein Hahn zu und tiitlub sich der eine Schuß, dem Inhaber die Hand schwer verletzend. Die im Wartesaal Anwesenden wurden dadurch in nicht geringen Schrecken versetzt. tretende Gerücht widerlegen, als ob der ursprüngliche Ziehungstermin hinausgeschoben werden sollte. Die Ziehung beginnt vielmehr ganz bestimmt am 15. November und das noch zur Verfügu g bleibende Loosquantum ist so gering, daß es sicherlich vorder Ziehung vergriffen sein dürste. Kassel, 20. Oktober. Gestern Nachmittag nach 5 Uhr war es einem Sträfling im Zuchthause gelungen, einen der Eisenstäbe vor seinem Fenster zu durchbrechen und von hier aus in die Fulda zu springen, wo er stromabwärts schwamm. Die Flucht war indessen von einem Aufseher bemerkt worden, welcher den Flüchtling sofort verfolgte. Als der Letztere in der Nähe der Jacobi'schen Bleiche ankam und hier auf daS Ufer zu gelangen suchte, wurde er von dem Aufseher und einem inzwischen herbeigekommenen Schutzmanns nebst noch einigen anderen Leuten gefaßt, wobei er sich jedoch zur Wehr setzte und es ihm abermals gelang, sich den Händen seiner Verfolger zu entwinden und in das Wasser zu springen. Er war aber an eine tiefe Stelle gerathen und rief nun selbst um Hilfe, bis er untersank. Inzwischen war man ihm mit einem Schiffe zu Hülfe geeilt und holte ihn aus dem Wasser heraus, worauf er bewußtlos auf einen Wagen gelegt und nach dem Zuchthaus zurückgefahren wurde. Bei der Ankunft daselbst war das Bewußtsein noch nicht zurückgekehrt. — sDer Scharfrichter von Hamburg.) Unter manchen Etgenthümlichkeiten aus alter Zeit hatte sich Hamburg auch noch den Luxus gestattet, einen besoldeten Nachrichter zu halten, der 3168 X Gehalt bezog und nebenher die Stelle eines Frohns (Schinder) hatte. Die Einnahmen des Mannes waren höher als die des ersten Bürgermeisters in Hamburg und werden auf mehr als 21,000 X berechnet. Nach einer längeren disciplinaren Untersuchung gegen den Nachrichter, der ganz merkwürdige Manipulationen mit dem konfiscirten Fleisch betrieben haben soll, ist ihm nun endlich seine Stelle gekündigt worden. Der Scharfrichter hatte in dem letzten Decennium allerdings drei Hinrichtungen vorzunehmen. In Hamburg ist jedoch die Guillotine gebräuchlich. — Ein kleines, aber höchst unangenehmes Reisemalheur passirte vor Kurzem einer Dame in einem rheinhessischen Bahnhofe, woselbst sie die Zeit bis zum Abgänge des nächsten Zuges abzuwarten damit ausfüllte, ein Frühstück in Gestalt eines Beefsteaks einzunehmen. Da dasselbe aber etwas zäher Natur war, so sah sich sich genöthigt, ihr technisches Gebiß bei Seite zu legen, um mit der Arbeit rechtzeitig fertig zu werden. Da ertönt das Signal „Einsteigen" und ohne Verzug leistet sie ihm Folge, um in das schon halb besetzte Coup6 zu kommen. Unterwegs auf der zweiten Station vernimmt die Reisegesellschaft plötzlich den Schrei „Gott, meine Zähne!" Also rasch telegraphirt, um den betreffenden Gegenstand wieder zu erlangen. Die Rückantwort ließ nicht lange auf sich warten: „Der bewußte Gegenstand hat sich gefunden, kann aber nur persönlich in Empfang genommen werden." Sie war einer Ohnmacht nahe. Da die Rückreise augenblicklich nicht möglich war, mußte die Aermste 2 Monate ihren Nothstand am Orte ihrer Bestimmung aushalten, ehe es ihr gelang, bei persönlicher Vorstellung von dem Beamten ihren Verlust wieder zu erhalten. Gewiß eine harte Buße für die Betroffene! Gewerbliche und technische Notizen. — sAltrömischer Mörtel) Unter die verloren gegangenen Erfindungen gehörte bisher die altrömische Kunst der Mörtelbereitung. Bei jedem römischen Bauüberreste mußte man sich sagen, daß die Alten einen besonderen Kunstgriff gehabt haben müssen, um ihrem Mörtel die für uns unerreichbare Härte zu ertheilen. Jetzt endlich scheint Professor Artus ein Mittel gefunden zu haben, das gleichen Erfolg sichert. Ein gewöhnlicher Mörtel aus einem Theil gutem gelöschten Kalk und drei Theilen feinem Bausand wird nach feiner Anweisung unmittelbar vor der Verwendung noch mit drei Viertheilen fein gepulvertem, ungelöschten Kalk innig vermischt und rasch verarbeitet. Die Masse erhitzt sich, die Silikatbildung, d. t die chemische Verbindung von Kieselerde und Kalk, beginnt sofort und geht so rasch vorwärts, daß bei Versuchen schon nach 4 Tagen ein spitzes Eisen nicht rnchr in den Mörtel getrieben werden konnte und nach 2 Monaten die völlige Steinbildung und Verwachsung mit dem Mauergestein erfolgt war. Dabei besteht noch der besondere Vortheil, daß diese Masse sich zu Luft- und Wassermörtel gleich gut eignet. — (Gegenseitiger Einfluß der Hölzer.) Es dürfte für unsere Leser nicht ohne Interesse fein, zu erfahren, daß gewisse Holzgattungen, welche an sich von großer Dauerhaftigkeit sind, eine derart schädliche Einwirkung aufeinander äußern, daß sie eine vollständige Zerstörung herbeiführen. Experimente mit Cypressen und Wallnußholz und Cypressen mit Cedernholz haben gezeigt, daß sich dieselben, wenn sie zusammengefügt werden, gegenseitig in Fäulniß versetzen, welche erst bann wieder aufhört, wenn die beiden Hölzer getrennt werden. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger, Gießen. Bremen, 21. Oktober. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Donau, Capt. R. Rtngk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. Oktober von Bremen und am 10. Oktober von Southampton abgegangen war. ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.__ Kandel und Verkehr. Frankfurt, 21. Okt. Auf dem heuttgen Markt kostete der Gentner Heu X 3.00—3.80, Stroh X 1.80—2.00, Eier das Hundert X 6—7.50, Stück 6%—8 H, Butter 1. Qualität X 1.25, 2. Qualität X 1.20, Kartoffeln per Centner X 2.25—3.75, Bohnen per Pfund 20 H, Wirsing 8—12 H, Rothkraut 12—20 das Stück, Gans X 4.00—7.00, Huhn X 0.80—1.10, 1 Ente X 2.00, 1 Taube 00—00 X Hahn X 0.50—0.90. Gründern, 21. Oktober. (Fruchtpreise.) Weizen X 19.28, Korn X 15.44, Gerste X 13.76, Hafer X 12.04, Erbsen X —, Lein X —, Samen X —, Kartoffeln X 6.20. Frankfurt a. M„ 23. October, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 266V-., Staatsbahnactien 296V4, Galizier 2683/4, Lombarden 121 Vs, Nord- westbahnactien 177V4, Darmstädter-Bankactien —, Oberschlesische E.-B.-Act. 259%, Oesterr. Silberrente 66Vs, 4% Ungar. Goldrente 74% g, 4% 1880er Russen 70% 5% 1877r Russen 87%, 2. Orient-Anleihe 56%, Spanier 64%, 5% Rumänische Rente 92%, 4% Unific. Egypter 72%, Disconto Comm. 2088/4, Gotthardbahnactten 90%- Tendenz fest. Bekanntmachung. Mittwoch den 23. d. Mts., von Nachmittags 1V2 Uhr an, sollen die dem Herrn Jakob Sunkel gehörenden Gegenstände, als: 2 Chaisen-Pferde — Fuchs und Rapp-Stute, 1 Chaise, Halbverdeck, ein Jahr gefahren, 3 Chaisen-Geschirre, ein- und zweispännrg, 2 gut erhaltene Jagdschlitten, 1 Erntewagen mit Zubehör, 1 Fegmühle, 1 Dickwurzmühle, circa 200 Ctr. gut geerntetes Heu, 2 Pflüge, 1 Egge, 1 Psuhlfaß und sonstige Oeconomiegeräthschaften abzugshalber freiwillig dahier versteigert werden. Grünberg, den 21. October 1882. Großherzogliches Ortsgericht Grimberg. 6986 Pracht. Mittwoch den 1. November, Abends 7 Uhr, beginnt die Fortbildungsschule ihren Unterricht. Zum Besuche derselben sind alle diejenigen Knaben verpflichtet, die in den letzten drei Jahren aus der Volksschule entlassen morden sind. Die Knaben im Alter von 14 Jahren versammeln sich im Schulsaal Nr. 3 im Schulhaus in der Schulstraße, die 15jährigen im Saal Nr. 4 derselben Schule, die 16jährigen im Saal Nr. 2 des Schulhauses am Asterweg, sämmt- lich mit Papier und Feder versehen, um geprüft und in ihre Abheilungen eingewiesen zu werden. Etwaige Gesuche um Dispensation vom Unterricht sind der Großherzoglichen Kreis-Schul-Commission Gießen vorzulegen. Die 9)ielfter, Lehrherrn und Arbeitgeber sind verpflichtet, den Knaben die zum Besuch der Fortbildungsschule nothwendige Zeit einzuräumen. Wir ersuchen die Lehrherrn, Meister und Arbeitgeber, ihre Gehülfen, Lehrlinge und jungen Arbeiter auf die Wichtigkeit dieses Unterrichts aufmerksam zu machen und sie zu einem regelmäßigen und pünktlichen Besuch der Schule anzuhalten, well nur alsdann etwas Ersprießliches geleistet werden kann. Gießen, im Oktober 1882. Für den Schulvorstand Gießen: A. Bramm, Vigelius, 6818 Bürgermeister. Schul-Director. Kieler Sprotten, „ Bückinge, Spick-Asl, geräucherten Rheinlachs, Spick-Gänse empfiehlt 6997 Carl Schwaab’s Delicatessenhanbl ring. 6995 Ein mittelgroßer Winterüberzieher billig zu verkaufen. Lindenplatz 7. Heute treffen ein chellfifche auf Eis. 7004 J. A; Busch Söhne. Kurze und lange Pfeifen, Stöcke, Meer- schaumspitzen empfiehlt in großer Auswahl zu billigen Preisen MU Roilner, Drechsler, 6956 4 Seltersweg 4. Reparaturen werden rasch ausgeführt. 'Zrrmijchle Anzri«;cn. Die Geburt eines Sohnes beehren sich statt besonderer Meldung anzu?eigen Berlin, den 21. OKI. 1882. Dr. Thaer und Krau, 7000___geb. Fuhr.__ 7003 Ein ordentlicher Junge von 14—15 Jahren als Ausläufer gesucht Näheres bei der Exped. ds- Bl-_______ Ein Portemonnaie mit 210 Mark wurde auf dem Wege von der Pulver- mühle durch Oswalo's Garten nach der Brandgasse verloren. Dem redlichen Finder eine gute Belohnung. 70U#1 Abzugeben: Brandgaste Nr. 7. 6898 Ein Lehrling mit guten <5d)ul; kenntnissen gesucht von Wilh. Zurbuch. Restauration Bramm. Montag Abend: Gänsekegeln, z Bureau Tunllehl die an ($ 15. Ni Vermrethuttsien. Ein wahrer Schatz W in Delicatessenhamdlg. Gebackene Fische in der Pnlbermühle 70« 6989 Walter. I. Bernhardt. miethen- ßniSsert. 6990 6794 1894 Gießen, den 23. October 1882. 7009 empfiehlt 1Emil l^iacMwackv H 1! Morgen treffen ein: frische Hecht, dahier erforderliche Schreinerarbeit im Betrag soll im Submissionsweg vergeben werden. Desfallsige Voranschläge und Submissionsbedingungen liegen auf unserem Bureau vom 23. ds. Mts., Morgens 8 Uhr, bis zum 26. ds. Ms., Vormittags 11 Uhr, zur Einsicht offen. Die einzureichenden Offerten sind bis zu obigem Schlußtermin, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, ebendaselbst einzureichen. Gießen, den 21. Oktober 1882. Großh. Kreisbauamt Gießen. Sch Ufische, Cabllau Schwaab’s Arbeitsvergebung. Die zur Neuanfertigung von Glasabschlüssen fürs akademische Hospital ■ Nnwiderrnstich Ziehung 15. No vbr. 1882. Grösste deutsche Ausstellungs- lotterie IVürMberg« Hauptgewinn 23000 Mk. 1 Gewinn von 10 000 Mark, 2 ä 5000 rc. im Ganzen 4000 Gewinne im Werth von 250 000 Mark. Loose ä 1 Mk. Gewinnliste 20 H beizusügen) zu beziehen durch die Direction der Ausstellungs-Lotterie Nürnberg. Loose bei: Carl Lehrmnnd, Gießen- 6984 Julius Wallach, W83 Ein möbl. Zimmer zu oermiethe n. Jos. Katz, Bleichstraße. Ein geräumiger Keller zu vermiethen 6012 bei Jako^Dörr, Muhlgafie 10. Würstchen 6720 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr von der Frankfurter Straße aus statt. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch in Gießen. Hierzu eine Beilage. Steinfchlagaccord. Das Zerkleinern von ca. 300 Cbm. Basaltsteinen soll in Accord vergeben werden. Offerten wollen mit Angabe des zu übernehmenden Quantums und des Preises bis 1. November ds. Js. bei dem Unterzeichneten, welcher auch Auskunft über die Bedingungen rc. ertheilt, verschlossen eingereicht werden. Gießen, den 23. Oktober 1882. Seuling, 7005 Bezirksbauausseher. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber unvergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager Fr8edric& Ohr nach langem Leiden gestern Mittag 11 Uhr sanft entschlafen ift Um stille Thellnahme bitten von 560.—, „ 102.50, . 112—, . 126.- Zeit lani lassung i nach M Daffk eint $on am. falls nod) fiaiferpaa: Festina nattf nun icher hnoGr' nahende - Abbruch tl c chukürzen Parlanient öeö Reichs xermirklick Dpecial-Es leistens al * anzur *)nt un sich m, W volü Wx die i M "°lh °°rlj Ul'gten L Achter D> -K ä * 5 »«! W ' "«t st? Dienstag den 24. Dclober, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht- der zum Konkurs über den Nachlaß des Theodor Wode gehörige Bauplatz Flur I/68937/ioo, 634 Mtr. Grabgarten in den Neuen-Bäuen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. October 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 6706 Müller. Schlosserarbeit „ Glaser ar beit „ Weißbinderarbeit „ richt h er Theater-Znzeige. (Cass Leib.) Mittwoch den 23. Oktober Erste Probe-Vorstellung und erste Vorsteckm im Abonnement Der Bibliothekar. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser Von morgen ab bin ich so frei, persöM eine Abonnement-Liste circuliren zu lasiei und lade hierdurch zu freundlicher Be theiligung höflichst ein. Auch sind bk Herrn Friseur Gerhardt, Lindenplat jederzeit Dutzend-Billets zu haben. Mein Unternehmen geneigtem Wohlwolle: bestens empfehlend, zeichne Feilstebotmes. Frische Schellsische in bester Eispackung empfiehlt C. G-. Klei.nh.enn, 6996 Delicatessenhandlung- Pferds-Deeken in allen Größen und Qualitäten empfiehlt billigst 6994 €). "W. Dietz am Markt. für die unglücklichen Opfer der Selb st> befteckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dr. Retau’s Selbst- bewaiiruug. 78.Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Lese es Jeder, der an den schrecklichen Folgen dieses Lasters leidet, i seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch G. Pönicke's Schul- ’ buchhandlung in Leipzig, sowie durchs jede Buchhandlung in Gießen. 56471 Wvhnungsverättdenmg^ Meinen werthen Kunden und verehrlichem Publikum die Mittheil m daß sich meine Wohnung von heute an bei Herrn Ludwig Klinke BahnhofstraHe 8, befindet. Gießen, den 16. Oktober 1882. Donnerstag den 26. Oktober, von Morgens 8 Uhr ab, sind lebende Karpfen und Hechte aus den »Fürstlich Braunfels'scheu Teichen zu haben. Verkauf in der „Stadt Kassel". Indem ich ein verehrt. Publikum um zahlreichen Zuspruch bitte, füge noch die Bitte bei, mich wegen meines durch unvorhergesehene Umstände veranlaßten Ausbleibens am letzten Verkaufstage gütigst zu entschuldigen. 6987 L. Erdmann. Neue italini. Maronen empfiehlt billigst C, Hleinlxeim, 7007 Delicatessenhandlung._______ Gothaer Cervelatwurst, „ Extra-Leberwurst, Zungenwurst (auch im Anschnitt) empfehlen 7001 1. Ä. Busch Söhne. Jeaxi Secker, Herrenkleidermacher. Auswanderer nach Amerika befördert billigst Ghr. Wallenfels 6985 Ein möbl. 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