Kür 428! lZEs- Q&jme an der ln3 brgebenft einzu- 1 .Obm Fchjaale der einem gemeinjchch- »mert zu 2 Mk.j 1 bis zum Freitaz A und von Vereins- Hoßnnng hin, recht Unheil begrüßen zu lg von Ws- ^vereine ferne VM- r^.»Nn§ für >en Mitglieder IC Oümnnp nU .. 55, Juni: ißsbrum, Ludwigsplatz. Der Vorstand. Achm. ür Gießen werden iS, sowie sonstige ? 8 W, @eneratver!amm' rchvng des von ) die Wahi de- !l OiM- ,niu6. j* °K Wortwann^. Mehr» rn §°rl srr. 144. Samstag den 24. Juni 1882 ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des «sutag-. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Darmstadt, den 16. Juni 1882. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. zur selbstverständlichen Voraussetzung hat; dann aber auch die Rücksichtnahme aus das eigenste Interesse, das nur noch unter dem Vorantritt der Großmächte auf Realisirung hoffen darf, nachdem der Versuch, durch Derwisch Pascha's Entsendung nach Egypten der Conserenz gewissermaßen das Prävenire zu spielen, gründlich fehlgeschlagen ist. England sieht sich, seitdem es unter die schirmenden Flügel der Conferenz geflüchtet ist, so sicher, daß seine Staatsmänner den lange entbehrten Brustton der Ueberzeugung bezüglich Egyptens urplötzlich wiedergefunden haben. Glad- stone's und Dilke's Auftreten im Unterhause könnte beinahe imponiren, wenn nicht die Erinnerung an manches Vorhergegangene dazwischen träte. Das ministerielle Blatt „Dally News" will sogar behaupten, Admiral Seymour, der Commandeur des britischen Geschwaders vor Alexandrien, habe Befehl erhalten, im Bedarfsfälle eine Landung vorzunehmen. „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir der Glaube." Wozu denn überhaupt die Conferenz, wenn man m London Macht und Willen besäße, sich selbst zu helfen. Rumänien ist mit seinem Donauproject endlich hervorgetreten. Dasselbe kommt au fond auf nichts anderes hinaus, als auf den Ausschluß des oster- reichischen Einflusses auf die Gestaltung der Verhältnisse des unteren Donau- lauses. Sapienti sat! t . Die amtliche „Wiener Zeitung" spendet dem zuruckgetretenen Grasen Jgnatieff recht niedliche Complimente, und dre „Rordd. Allg. Ztg. druckt fre schleunigst nach. Natürlich! Es geht doch nichts über die allgememe Klughetts- regel: dem geschlagenen Feinde goldene Brücken zu bauen. Der Ernennung des russischen Gesandten in Dresden, Herrn v. Nelidow, zum außerordentlichen Gesandten in Konstantinopel, um an der dortigen Conserenz Theil zu nehmen, wird wohl in Bälde die Ernennung als Nachfolger Nowikow's zum russischen Botschafter in Konstantinopel folgen. Herr v. Nelidow war schon seit längerer Zeit für diesen Posten ausersehen und haben wir Betreffend: Die Anlage von Feldwegen und Entwässerungsgräben 2C. in der Gemarkung Gießen. Bekanntmachung. Nachstehend verzeichnete Arbeiten werden vom 1. bis 15. Juli l. I. auf dem Bureau der Grobherzoglichen Bürgermeisterei Gießen zur Einsicht der Behelligten offen gelegt: 0 7 11 Die Karte mit dem eingezeichneten neuen Wege- und Gräben-Netze unter Andeutung der Richtung der neuen Gewanne und neuen Grundstücke; 2) das Protokoll der Commission, welches sich auf den Entwurf des Wege- und Gräben-Retzes, sowie auf die sonst noch auszuführenden Arbeiten bezieht; 3) die Nachweisung der reinen Thellungsmasse und die Anspruchsberechnung; 4) die zum Zwecke der Abschätzung der in Betracht kommenden Grundstücke aufgestellten Gütergeschosse; 5) das Begutachtungsprotokoll der Stadtverordnetenversammlung von Gießen über die vorbemerkten Arbeiten. Reclamationen gegen diese Arbeiten können während der oben angegebenen Frist, müssen aber spätestens im Termine , . Montag den 17. Juli, Vormittags von 10—12 Uhr, auf dem Bureau der Großh Bürgermeisterei Gießen ve: Mewung späterer Nichtberückstchtigung und der Annahme des Einverständnisses vorgebracht werden, indem eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand Iweaen Verjäumniß der angegebenen Frist gesetzlich nicht zulässig ist. Gießen, den 22. Juni 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______________ Dr. Boekmann. Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Herbst 1882. Bekanntmachung. , -c jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1882 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallstgen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung , . . , r spätestens bis zum 1. August 1882 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speciellen das Folgende bemerkt: 1) Das Gesuch sst bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. * ' 2) Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch ^scheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche find folgende Papiere beizufügen: • a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen actwen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei-Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. emen selbstgeschriebenen Lebenslauf. Zu pos. d wird noch besonders darauf hingewiesen, daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, daß er in der Lage fei, den freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf und daß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. 5) In dem .Gesuche ist außerdein anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft lern will. 6) Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugniß Heber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Ersatz-Ord. — I Thell der Wehr- Ord. vom 28. «September 1875 - Neg.-Bl. Nr. 55 von 1875) Aufschluß. nicht gerechnet^iverden ^r**'un9s^erm*n5, i01™6 des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt ev. weitere Bekanntmachung; auf fpeeielle Ladung kann Jeutschlaud. ... Darmstadt, 22. 3unt Seine Königliche Hoheit der Grobherzog haben Aller- gnadlgst geruht: am 3. Juni die Ober-Rechnungs-Probaioren II. Klaffe öei der zweilen Abtheilung der Justiftealur der Oder-R-chimngskammer Wlhelm Kreuder, Georg Fei-k, Heinrich Graubert und Ludwig Schmitt zu Ober-Rechnungs-Probatorrn I. Klaffe de! der genannten JustistcaturAbthetlung zu ernennen. f4 - 3u Ehren der Anwesenheit Seiner Majestät des Königs von Sachsen fand gestern Abend großer Zapfenstreich statt. Heute Vormittag begaben Sich Seme Majestät mit des Großherzogs Königlicher Hoheit auf den Artillerie-Schießplatz bei Griesheim und wohnten den Ucbungen der beiden Feld-Artillerie-Regimenter Nr 11 und Nr 27 bet. Von dort aus fuhren die Allerhöchsten Herrschaften nach der Ärtillerte-Caserne in Beffungen und dem Neuen Palais. Heute Nachmittag findet >n Kramchsteln Familientafel statt. Die Allerhöchsten Herrschaften begeben sich Abends nach Mönch- druch zur Pürschjagd und kehren im Laufe des morgenden Vormittags hierher zurück. ?iiÄrn^eeiner Majestät des Königs nach Dresden erfolgt morgen Nachmittag o Uhr 30 Minuten. .. —^Auf Einladung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wird der com- mandirende General des XI. Armeecoips, General der Cavallerie Freiherr o Schlotheim, hier emtressen und morgen Vormittag von Seiner Majestät dem König von Sachsen empfangen werden, dessen Generalstads-Chef er im Kriege 1870/71 gewesen ist. Berlin, 21. Juni. Die „Verl. Polit. Nachr." schreiben: Von dem hervorragendsten Ereignisse auf dem Gebiete der internationalen Tagespolitik, dem Zufainmentritt der Botschaster-Conferenz zur Regulirung der egyptischen Frage trennen uns nur noch wenige Stunden. Bis zu dem gegenwärtigen Moment ist die Pforte nicht von der Partie, und daß sie sich noch in letzter Stunde zu anderen Entschlüssen bekehren sollte, stößt in hiesigen unterrichteten Kreisen auf erhebliche Zweifel. Das Fernbleiben der Pforte von dem Berathungs- Mmmer der Conferenz ist jedoch keineswegs als gleichbedeutend mit einer feind- jeligen Haltung zu betrachten. Dagegen spricht vor allen Dingen die Berufung der Conferenz in die Hauptstadt des türkischen Reiches, welche das Wohlwollen der Konstantinopeler Staatsmänner für die Action der europäischen Diplomatie Arankrerch. Marseille, 21. Juni. Der Dampfer „Morris" der Messageries maritimes tft mit den einen Flüchtlingen aus Alexandrien, 180 Personen, heute in den hiesigen Hafen eingelaufen. Der Dampfer hatte bei seiner Abfahrt gegen 600 Passagiere an Bord, von denen bte Mehrzahl, darunter auch die Familie des griechischen Consuls Rhangabe, in Neapel landete. Vier weitere Dampfer sind zum Abholen von Flüchtlingen von hier noch Alexandrien ausgelaufen. England. London, 20. Juni. In Irland scheint man seit der Waffenbeschlagnahme im Londoner Stadicheile Clerkenwell ganz ernstlich einen femschen Putsch zu befürchten und die Militärbehörden treffen entsprechende Vorsichtsmaßregeln. Unter besonders scharfe Bewachung sind die Militärkasernen m ganz Irland gestellt worden; Civlllsten ist der Zutritt verwehrt, die Posten sind verdoppelt, die NachtpatrouGen vervierfacht worden und den Schildwachen ist die strengste Wachsamkeit gegen die Emschleppung von Sprengstoffen tn die Kasernen eingeschärft worden In England scheint die Fenierfurcht ebenfalls überall zu spuken. General Pakenham, der Truppenbefehlshaber in Devonport, empfing am Freitag einen anonymen Brief, worin ein Angriff auf das dortige Regierungsgebäude angedroht wurde mit dem Bemerken, daß dre Insassen desselben alle getödtet und die Mauern tn Ruinen verwandelt werden sollten. Infolge dieser Drohung sind auf höheren Befehl die Wachen vor sämmtlichen Regierungsgebäuden des Platzes verdoppelt worden. Norwegen. «Kristiania, 21. Juni. Das Storthing ist heute Nachmittag von dem Könige mit einer Thronrede geschlossen worden, in welcher es heißt, in der letzten Zeit sei die Entwickelung des Landes durch den Versuch des Storthing, die grundgesetzlichen Rechte des Königs zu beschränken, gehemmt worden. Die Thronrede weist darauf hin daß nur beide Staatsgewalten gemeinschaftlich die Macht haben, die Grundgesetz-zu andern. Der König null b.e Grundgesetze verteidigen und fordert alle guten Bürger auf, ferne Bestrebungen zu unterstützen, um die Vortheile der Verfassung zu wahren durch welche das Volk zwei Menschenalter hindurch glücklich und frei gelebt. Der König tftfyeute m-nd 8 Uh? nach Stockholm abg-r-ist; bet der Abfahrt wurden ihm Seitens der B-- völkerung enihusiastische Ovationen bereitet- Gesetzvorlage keilte genügende Garantie gegen die Einfuhr von trichinösem Fleische biete. Paris, 22. Juni. Kammer der Deputirten. Conseilprasident Freycinet sagt in Beantwortung der Anfrage Pörier's: Die Conferenz hält heute ihre erste Sitzung. Frankreich und England gaben ihren Botschaftern Instructionen, die dahin zielen, als Grundlagen der Conferenz die Wiederherstellung der resp. Rechte des Sultans und des Khedive und die Aufrechterhaltung der Firmans, sowie der internationalen Verpflichtungen festzustellen. Jeder den Angelegenheiten Egyptens fremde Gegenstand wird von den Bcrathungen der Conferenz ausgeschlossen bleiben. Die Mächte unterzeichneten ein Uneigennützigkeits-Protokoll, worin sie sich gegenseitig untersagen, irgend welchen Vortheil außerhalb der Grundlagen der Conferenz zu suchen. Die Regierung hat nichts von ihrer Unabhängigkeit aufgegeben und wenn gegen jede Erwartung die Regierung stÄ gegenüber einer Lösung befinden sollte, welche ihrer Würde nicht ent- präche, so würde sie die Freiheit der Aktion zurücknehmen. Aber sie ist überzeugt, daß das Einvernehmen bis zum Ende bestehen bleiben wird- In jedem Fall kann man versichert sein, daß die Haltung des Marquis de Noailles eine solche sein wird, wie man sie von dem Träger der Vollmachten eines großen Landes, wie Frankreich, er- London, 22. Juni. Unterhaus. Northcote kündigt an, daß er den Premier Gladstone morgen darüber interpelliren werde, ob es wahr sei, daß die Pforte noch gegen die Conferenz protestire, ob dir Regierung, wenn dies der Fall sei, noch an der Conferenz fefthalte, von wem für den Verlust britischer Menschenleben und britischen Etgenthums in Alexandrien Entschädigung gefordert werden solle und auf wen England baue wegen Aufrechterhaltung des Friedens und der Ordnung in Egypten. — Auf eine Anfrage Cowen's erwiderte Unterstaatssecretär Dilke, England habe das neue egyptische Ministerium nicht anerkannt. Der diplomatische Agent Englands, Malet, sei angewiesen, seine Communication mit demselben auf Dinge, betreffend die Sicherheit von Personen und Eigenthum, zu beschränken und nichts zu thun und zu sagen, was eine Anerkennung des Ministeriums andeuten könne. Der französische General- Consul bandle in dem nämlichen Sinne. Alexandrien, 22. Juni. Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Derwisch Pascha empfing gestern eine Depesche des Sultans, welche ihn anweist, Arabi Pascha mitzutheilen daß der Sultan von seiner Haltung befriedigt sei und welche Derwisch Pascha aufforderte, Alles aufzuwenden, um Arabi Pascha zu bestimmen, daß derselbe noch vor der ersten Sitzung der Conferenz sich nach Konstantinopel begebe. Gleichzeitig ging dem Khedive eine Depesche des Sultans zu, welche dessen Befriedigung über das Verhalten des Khedive ausspricht und dem Khedive zusichert, daß er alles ihm Mögliche thun werde, um seine Autorität zu stärken. Petersburg, 22. Juni. (Jndirect). In Folge der Entdeckung eines Nihilisten-Verstecks auf Wassili-Ostrow in der Nacht vom 16. auf den 17. d. Ms. wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. ds. Mts. in der Fonarnygasse ein zweiter Nihilisten-Versteck aufgefunden, woselbst ebenfalls mehrere Personen verhaftet wurden. Alexandrien, 22. Juni. Arabi Pascha und die anderen Mmrster befinden sich noch hier. Die Auswanderung der Europäer ist im Abnehmen begriffen. Man hegt Vertrauen zu dem neuen Ministerium, in welchem man einen nicht zu unterschätzenden Versuch zur Versöhnung der Mittelparter mit dem Khedive findet. Wie es heißt, würde an Stelle der Untersuchungs-Commission betreffs der am 11. d. Mts. stattgehabten Unruhen, eine andere Commission treten, in der die Conjulate vertreten sein würden. Kairo, 22. Juni. Der Secretär der europäischen Controle-Commrsfion Hoode, der vor einigen Tagen vom Nervenfieber befallen wurde, hat sich in einem Fieberanfalle selbst entleibt. , . . . Nio de Janeiro, 22. Juni. Eingegangene Nachrichten bestätigen, daß bte französische Expedition unter Dr. Crevaux niedergemacht worden ist. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin 22 Juni Der „Reichs-Anz." schreibt: Das Staatsministerium hat beschlossen, die Wiederaufnahme der eingeftettt geroefenen Staate leistungen für den Umfang des preußischen Antheils der Erzdwcefe Freiburg anzuordnem ^chs-Am" veröffentlicht eine Anordnung des sächsischen Ge- sammt-Ministeriums vom 21. ds., betr. die einjährige Verlängerung des kleinen Belagerungszustandes im Bezirk der Stadt Leipzig vom 29> ^um ab Wien, 22. Juni. Im Festsaale der Umversitats-Au a. sand heute Mittag unter Theilnahme des Unterrichtsministers, der Umversitats-Behorden und Professoren, anderer wissenschaftlicher Nctabilitäten, sowie der Studentenschaft die zu Ehren des Professor Billroth veranstaltete Feier statt. Nach einem Gesangsvortrage des akademischen Gesangvereins wurde Professor Billroth die beschlossene Adresse überreicht, derselbe dankte mit bewegten Worten. Paris, 22. Juni. Vom Senate wurde der Gesetzentwurf, betr. die Einfuhr ausländischen Schweinefleisches, obschon der Handcksminister für denselben eintrat, abgelehnt. Der Senat ging von der Erwägung aus, daß die Ach WÄ 4300 W Sllrj-Ä «Ä5 bereits vor zwei Monaten dies mitgetheilt. Es verdient vielleicht hierbei erwähnt zu werden, daß Herr u. Nelidow mit zu den Vätern des Vertrages von St. Stefano gehört und sich stets der Gunst des jetzt zuruckgetretenen ygnatiefr erfreutJjaL^ ausgetauchte Nachricht, daß der zwischen der kaiserlichen Tabakmanusaktur in Straßburg und, dem Inhaber ihrer Verkaufsstelle in Münster schwebende Proceß dadurch, daß ui Folge Allerhöchster Intervention der Inhaber genannter Filiale feines Contractes enthoben fern sollte, beenoet sei, bestätigt sich, unsern Informationen zufolge — nicht. Vielmehr ift — wie die „B. P. N." erfahren — ein weiterer Termin in diesem Proceß auf den October d. Js. bereits anberaumt. Von einer Niederschlagung des Pro- cesses aus kaiserlichem Befehl ist an beseitigter Stelle nichts bekannt Berlin, 22. Juni. Heber bie neuen Verhaftungen m Peters bürg b en chtet man her Vo,fischen": „Es war em in ber Malaja Masterskmastraße verhafteter Martne- o ficier Ostrowski, Leiter ber Terroristen, wie einst Kibaltschrfch. Bei ber Haussuchung fand man unter ber Diele Pläne ber Moskauer Kronungs-Cathebrale unb Recepte neuer Sprengmittel. Die in Reval vorgekommenen Verhaftungen von zwei See- officieren ftanben mit biefcn Verhaftungen unmittelbarer Verbindung unb fanden auf Grund anfgefangener Correspondenzen statt. „Die Staatspolizei , so fd)retbt man dem Blatte, „kannte alle Anschläge dieser Tenoristen, welche für die Zeit der Krönung geplant waren, hatte aber durch sorgfältige Umstellung und Bewachung ftberzeit Gelegenheit, die Verhaftung vor ber in's Werk gesetzten That burchzuführen. Hesterreich. Wien. Ein Richter in Oesterreich hat die Ehe eines deutschen Staatsbürgers, welche vor einem deutschen Standesbeamten geschlossen wurde, für ungültig erklärt, dies ist der Gegenstand eines Prozesses, der gegenwärtig nicht allein die luristischen und journalistischen Kreise in Oesterreich lebhaft beschäftigt, sondern auch über die Grenzpfähle des Kaiferstaaies hinaus Interesse erregen muß. Der bekannte astronomische Forscher unb Entbecker ber „Erdbebentheone", Rubolf Falb, .besten Vorttage in Deutschland unb besonders in Berlin vielen Beifall fanden war früher Mönch und Priester m einer Beneblktmerabtei in Steiermark; er verließ biefelbe im Jahre 1v/1, weil er sich dem päpstlichen Unfehlbarkeitsdogma nicht unterwerfen wollte, trat zum Protestantismus über und wurde deutscher Staatsbürger. Er schloß vor dem Standes- amte tn Leipzig eine Ehe mit einer deutschen Dame unb zog sich nach Steiermark zurück. Dort würbe er von seinen ehemaligen Berufsgenossen, ben Mönch en, benuncirt und der Statthalter beauftragte das Landgericht in Graz, gegen Falb wegen Schließung einer ungültigen Ehe unb Concubinat die Anklage zu erheben. Nach § b3 des bürgerlichen Gesetzbuchs kann ein Priester, dem die höheren Weihen einen „unaustilgbaren Cdaracter", der auch nicht durch einen Confessionswechsel aufhort, geben, feine gülttge Ehe schließen. Herr Falb berief sich vor dem Untersuchungsrichter auf sein deutsches Staatsbürgerrecht und erklärte, baß ber § 94 des bürgerlichen Gesetzbuchs, ber die gerichtliche Verfolgung eines Priesters, ber eine Ehe schließt, anorbnet, auf ihn keine Anwenbung habe. Es würbe trotzdem ber Prozeß gegen ihn angestrengt unb vor den Schranken des Grazer Landgerichts verhandelt. Der Vertreter des Angeklagten polemi- firte gleich zu Beginn ber Verhandlung unb bestritt biefetn Gerichtshof, sowie jebem österreichischen Gerichte bie Competenz, ba, wie bies bie vorliegenden Dokumente beweisen, Herr Falb und dessen Frau — deutsche Staatsbürger seien und ihre Ehe in Deutschland, wo dieselbe gültig sei, geschlossen hätten. Das Gericht und der Staatsanwalt anerkannte den Einwand der Jncompetenz; es wurde beschloßen, die Verhandlung zu vertagen und bei ber höheren Instanz bie Entscheidung über bte Competenz- irage emzuholen. Der „Fall Falb" macht m Oesterreich-Ungarn um so größeres Aufsehen, als feit einer Reihe von Jahren viele Priester in Oesterreich aus bern geist- licben Stande ausgetreten sind unb, nachbem sie ihre Coniefsion geanbert, in Deutsch- lanb C'vilehen gefchlossen haben. Bisher hat noch kein Staatsanwalt n Oesterreich- Ungarn gegen biefe Ehe bie Anklage wegen Concubinat erhoben unb fein Gerichtshof dieselben für ungültig erklärt. Man ist infolge besten auf bie Entscheibung, welche der Obergerichtshof fällen wird, gespannt. Vermischte». 22 ^uni Dem gestrigen Berichte über benBranb im Provinzial- stifiung in Untersuchungshaft gmommen D e Hydranten^w rtt N,^ erwähnt, ausgezeichnet, nur erwiesen, Schlauche rociteren Anschaffungen das °in°nHydr°nt°n hat, mü„t-n HÄ % wuey Moni ließen, j 14309 Lokale» Gießen, 23. Juni- Schwurgerichtssitzung am 22 Juni gegen Emanuel Rosenthal von Wenings wegen Meineids. ^^ba^er^DO^dneMur Abnahme von Eiben zuständigen Behörde, nämlich dem Gr Schöffengericht zu Büdingen, am 20. Februar l. I. in der Strafsache gegen Moses Freimark von Büdingen wegen Hausfriedensbruchs ben vor feiner Vernehmung geleisteten E'b wissentlich burch ein falsches Zeugmß Die^Geschworenen bejahten bie Schuldfrage und wurde Rosenthal wegen des vollendeten Verbrechens des Meineids, jedoch mit Rücksicht darauf, weil derselbe seme falsche Aussage widerrufen hatte, bevor eine Anzeige gegen ihn erfolßt war, m Ge- mäßhett der §§ 154 und 158 des Reichsstrafgesetzbuchs tn eine Gefangnißstrafe von ^Monaten und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt, ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf bie Dauer von brei Jahre.' aberkannt. 9 ®er als Zeuge vorgeladene Liebmann Heß von Birstetm welcher zu Gunsten des Enianuel Rofenthal aussagte, sich aber hierbei in grave W'bersprüche verwickelte, würbe unter der Anklage bes Meineibs burch die Staatsanwaltschaft verhaftet. Gießen, 23. Juni. Auf dem Schützenfest in Marburg haben die Gießen er Schützen 6 Preise errungen, bie Schützen Petri unb Lotz je 2, Euler und Müller je 1 gy2enaßerte Herrn Chr. Berg in Oswalb's^Garten, welche gestern bier eröffnet worben, bietet bes Sehenswerthen recht viel. Sammtliche Thiere sind iebr schön gehalten und bekunden dadurch, daß ber Besitzer neben Verstandmß für feine Thiere auL bem Publikum zu bienen weiß lebhaftes Erstaunen ruft das Riesen- Exemplar des Eisbären hervor. Gerne ist dem Certtficat des Thürhandlers H °« zu glauben, welches conftatirt, daß bas besagte Thier ber g^Vte Eisbar ist, welcher in zoologischen Gärten ober Menagerien je gesehen wurde Der.Kon^st-eger, ^tne gemischte Gesellschaft, bestehend in Hyänen. Baren, Wolf, welche sich m eMem Käsig befinden und wozu sich bei der Vorstellung noch eine dritte Hyäne unb recht hübscher Löwe gesellt, bietet bem Beschauer einen interessanten, srEÄ für Personen gruseligen Anblick. Mitten unter bte e immerhin nicht.angenehme Gesell,chast begiebt sich die Thierdänbigerin Fräulein Bora und zeigt an ^rhcnnr^l$I d-n B-'uch d- M-nag-n- d-n ## ber Swdt^n G-Eauch genommen De? sehr gesäll.g aussebende nnd prartisch -'n- ÄÄ ! noÄ we^f°?g°n, bamit b^e alten unpractischen Sprengsässer von ber Straße verschwinden. . 2 sieintinbet^' iW heute im Miibe, W $)je mW /Ä n. Meißen versehrt SSÄ He ahnhöfe sür die bc Mrint unb mittelst imib oertD,del!Xd Migens angeorvnei Neuwied, dcr einzelnen Ausfo s^che entfalten tot Eihung des Bau-1 MigeleLter Plan 1 flrtf einem großen p!ratz vorgesehen I tuirnertscken Uebun sizguvg siebt. Auf 114 Meter unb eine Weinwirthschast au buben, Carrussels Äirthschafis-Aussll tm eigener Regie z m Bälde ausgesch t.»ar bereits mit Ei "der Einwohnerschas Quartieren unterge ciufnebmen. - Die eine äuherst starke st-est-Ausschuß vor ! Fest besuchen mürb Berlin, 2 Drtws, ernes ber IDa berfelbe alles mm so räthsclhaster Bochum, i\ ■<$u§ Slnlaj ber an ferner Mark unb i Wftcntfyib verübtet Wage des Mn l Mm Morde bisher t W von 10,000 Jt mchtn i8ekanntniachun »teWt W Mitw KvMnliche nft bie nächste Pvlize . T ^nteressar -Seine in bei bem ss Mördern Derselbe' «frtefe befanden, bii 5 Wasserspikgel Ehrbar war, noch v> .. - [Sin Ur Medr. Glaser So V "^Eim Z Ä?"ethaik" näherer Unters Ä? ? ltaül non « batte somit den , ^^°usgeschnl °°" “Neu ml gegen EmaM 3611 Leichte 4307 A. Bramm. 4309 <9 Reitz. 4390 ge. — 4299 Hospitals. Jeder Band einzeln käuflich. 6 Freytag in Leipzig. Prospecte in allen Buchhapdlungengratiszuhaben^ Bauer, Großh. Gerichtsvollzieher. Lieferung. Der Bedarf an Steinkohlen und tannenem Scheitholz für das akademische Hospital pro 1882/83 soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Offerten sind bis zum 1. Juli 1882, Nachmittags 5 Uhr, auf das Verwaltungsbureau obiger Anstalt mit der Aufschrift „Lieferung von Brennmaterialien" einzureichen. Die Bedingungen können daselbst Nachmittags von 3 bis 6 Uhr eingesehen werden. Gießen, den 22. Juni 1882. Großh Verwaltung des akademischen Seugras-Versteigerung. Donnerstag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, Krieges. " Or He™ , Klei":SrÄrt, solid gebunden; — Erscheint in rascher Reihenfol Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7>«Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Ab e n d 915.____ __——————————— -ggseg Bekanntmachung. Wegen Räumung des Stadtringgrabens wird dessen Wafferzufluß vom Ochsten Montag an abgestellt Gießen, den 23. Ium 18b2. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3344 Eine gut erhaltene Ladeneinrichtung billig abzugeben bei Robert Stuhl, Neustadt. ;W O; SM rhiidi, teW W* 7Vr, Oberscklesische E.-B.-Act. 245 4, Oesterr. Silberrente 65Ve, 4% Ungar. Goldrente 74Vi6{ 4°^ 1880er Russen^69 50/0 18*77r Russen —, i. Orient-Anleihe 557/&, Spanier 283/i6, 5% Rumänische Rente —, 4o/o Unific. Egypter 57Vg. Tendenz —. _ Samstoy den 24. Juni, Nachmittags 2 Uhr, werben in der Flett'schen Hofraithe verschiedenes Mobiliar u. sonstige Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 23. Juni 1882. wultQn"§,S ^nationalen n\ Machte unter- Ä’ Die Regierung »H Qr,“n» di" Sbt nicht ent, kann man [Jj ir'n Md, wie Qj «den Premier *$ die Pforte noch 7 noch an her 'ben und britischen Md auf wen Eng- "ö 'N Egypten. - ^nd habe ba§ neue i Englands, Malet treffend die Sicher-' chun^und zu sagen, canzösische General- ureaus.f Derwisch weist, Arabt Pascha mb welche Derwisch mmen. daß derselbe begebe. Gleichzeitig sriedigung über das er alles ihm Mög- :r Entdeckung eines aus den 17. d. Ms. der FmmiM > mehrere M« anderen MAr iß im Abnchmn in welchem man t Mittelyattel mit lntersuhuG-Con. em andere ;ontrole-§ommisßoi! nnirbe, H W ,n ten /-eMgen, dich mrden K. Unterhosen und Zacken in jeder Art, letztere von 1 at au, empfiehlt Julius Schulze. 3906 Ein fast neues Billard ist billig zu verkaufen. Näh, bei der Exped. ds. Bl. Echten Ia SchwcherKiise per M. 95 bei größerer Abnahme entsprechend billiger, offerirt 4049 « Elsoffer.^ «"“E W»-..'"ÄS SLNNÄÄk a •H'.M'ä’» SÄ'«’®" “ frtr me^ Derbrflnnt. fdbreibt man, daß an dem verhängnißvollen Lrä in irr? MllNtitlim müuntcr irrigerweise angenommen hat Der nächste Wer Ter Weichenwärter ist ÄJgJSoX’ÄibSS fi4t wiolbißen «UerfonaU J werden darf.' Aus Gründen der Sparsamkeit hat USZWMMM SSRSSMW WMZSSS daß sie mit ca. 600 Turnern per Extrazug das Fest besuchen würden @rofte§ Aufsehen erregt der Selbstmord des Justizrath UDI »t ocb Jm 10 Juni Herr Landrath Overweg erläßt folgende Bekanntmachung : ör -> S K' „ 10 9tnrii b an der Dienstmagd Friederike Ostermann in der Anlaß der am 10. April d- J D,enstmagd Elisabeth Gantenberg in Äenscheck verübten Morde hat der Herr Regierungs-Präsident zu Arnsberg im Mttag? des Herrn Ministers des Innern die auf die Entdeckung der ThMer dieser Kn'6» MnBekanntÄungenvom 12. April 1882 und vom 14. d. Mts. wird hierdurch veberbolt zur Mitwirkung an der Entdeckung der Tbater jener Morde ^gefordert, ^weckdienlicke Mittheilungen ersuche ich an die Königl. Staatsanwaltschaft Hierselbst, 5n die nächste Polizei-Verwaltung oder an mich zu richten. — linteressanter Fund.) An dem stromaufwärts von Paris gelegenen Ufer der Seine ist bei dem Portes l'Anglais vor einigen Wochen ein interessanter Fund gemacht Sen Derselbe besteht in einer Zinkkapsel, in welcher sich 430 nach Paris bestimmte Mefe befanden, die im Jabre 1870 unter Benutzung des Stromlaufs der Seine unter km Wasserspiegel unbemerkt von Moulins in d'e^ belagerte Hauptstadt befördert werden SMen. Sämmtliche Briefe waren völlig unbeschädigt und gelangten, soweit dies aus- llhrbar war, noch zur Bestellung. r(5in Untcum.) Der „Deutschen Fischerei-Zeitung" wird von emem Herrn Äiedr. Glaser Sohn in Basel folgende, wohl noch nicht dageweserie Geschichte mst- ?dbeilt - Beim Zerschneiden eines im Mai durch Vermittlung des Hauses R^ und S. j Berlin''erhaltenen Silberlachses stieß ich auf einen harten Gegenstand, welcker sich bü näherer Untersuchung als ein offenes eisernes Taschenmesser erwies von 73 Gramm Zwickt und stattlicher Länge. Der Silberlachs war ziemlich gut °u Fleisch und hatte !in Gew'cht von acht Kilo- Das Messer befand sich fast am Ende des Mastdarms, hatte somit den Magen vassilt. Der Lachs muß das Meffer wahrend des Nieder- ßnkens aufgescknappt haben und wäre es interessant, den Eigenthümer desselben und crhS"dlel/selcherM eine 8? ............ iM-n- . ttöflfS N das diesjährige Heugras von den >rens^^ pract'^gbe hiesigen Gemeindewiesen an Ort und Mde u ber So .t h^bntlich versteigert werden. bö Inheiden, den 21. Juni 1882. Dtittf Großh. Bürgermeisterei Inheiden. E.n,e.daGZ^ervorrti I. Prof Gindely: Geschichte des sotährigen | l.u I^^ecg.^e lesec.ee -sch IV Dr. K. E. Jung: Australien. 9ionnn|t»g den 29 b. M, Nachmittags 2 Uhr, »Men die zur Conkursmasse des Friedrich Mmllcr II. dahier gehörenden Immobilien: Fliir 1 Nr. 918, §19* l0, 919y10,951Vlü, 9163 Hofratthe und Grabgarten in der Wallthorstraße ■Cmer letztmaligen Versteigerung ausgesetzt unnb dem Meistbietenden der Zuschlag er- thesilt werden. »Gießen, den 22. Juni 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 43003 Lüdeking. die Zeit, wann es verloren, in Erfahrung zu bringen. Jedenfalls ist die Auffindung eines Messers in den Eingeweiden eines Lachses wohl ein Unicum. Werschetz (Ungarn), lieber den Einsturz einer Brücke in Werschetz, welchem zahlreiche Menschen zum Opfer fielen, meldet die „Neue Werschetzer Zeitung": »Unter dichtem Hagel floß das Wasser, wie aus Eimern gegossen; in wenigen Mrnuten schwoll der Messitschbach zu ungewohnter Größe an, Alles mit sich fortführend, alle Niederun^n unter Wasser setzend. In der Stadt selbst ahnte man noch nicht das Fürchterliche. Wenige Minuten und alle Häuser längs des Baches waren unter Wasser. An den, bte Gassen in der Stadl verbindenden, aus Bruchsteinen solid gebauten acht Brucken staute sich das Wasser und drang durch die Fenster in die Wohnungen welche die Einwohner noch mcht verlassen konnten, weil das Wasser außerhalb der Wohnungen zur Brusthöhe reichte, lieber die Brücken hinweg floß das Wasser Strömen gleich durch die Gassen und inundirte so ganze Stadtheile. Allmalig ließ auch das Wasser nach und Neugierige fanb.n sich auf den Brücken ein, um die durch die Fluthen verursachten Verheerungen Überblicken zu können. Auch die beim serbischen Spitale befmdliche Brücke war von Neugierigen dicht besetzt. Da mit einem Male barsten die Grundmauern derselben und das Gewölbe stürzte in's Wasser, mit ihm Alles was sich darauf befand — dreißig bis vierug Menschen. Wehrufe erfüllten bte Luft. Was helfen konnte griff zu, unb es gelang, Viele lebenb aus bem Master zu retten. Wie Viele umkamen, weiß man noch nicht genau. Bis Samstag Abenb hatte man bereits neum iebn Leichen ausgefunben." lieber bie Schreckensscenen, bte sich abspielten, berichtet bas genannte Blatt! „Das Jammern war herzzerreißenb. Mütter suchten ihre K nber, Kinder ihre Eltern, das Weib den Gatten und die unerschrockenste Kaltblütigkeit gehörte dazu, um bte aus Verzweiflung bem Wahnsinne nahe gebrachten Leute vor Selbsl- morb au retten. Dieser Tag wirb in ben Annalen ber Stabt Werschetz als unvergeßlich verzeichnet werben- Bis jetzt sinb acht Häuser eingestürzt. Der Hagel vernichtete einen großen Theil ber umliegenden Culturen, bie Weingarten in Maiban, Kozluk, Jubuka Misfit fdb ^M^a/he^Kinber.^ Hausfreunb: „Du kannst von Glück reben, lieber Freunb, alle Deine Kmber haben so schöne Stellungen." - Reicher Metzger: So, was sinb f’ benn? Der Aelteste ist Professor, ber zweite Doktor unb ber britte Pastor, aber zur Wurstlerei hat keiner ein Talent g'habt!" Schiffsbericht. Mitgetheilt von bem Agenten bes Norbbeutschen Lloyb in Mosel. 6apt. I Hesse, vom Nord- beutschen Llovb in Bremen, welcher am 10. Juni von Newyork abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung ber für bort bestimmten Passagiere, Post unb Labung 11 Uhr Abenbs bie Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 268 Passagiere unb volle Labung. B) Die Universitäts-Apotheke Zum goldenen Engel 4298 Restauration der I Geld - Cour- 20-Francs-Stücke . . do. in Vs 4296 1TD o CO empfiehlt: Vesten Weinessig ä Liter 20 Starken Einmacheessig ä Liter 40 H, Garantirt reine Gewürze (selbst pulverifirt), Hochfeines Salatöl ä Pfd. Jt 1.20, Himbeersaft, Kirschsaft ä Pfd. JL 1. vermischte Anzeigen. 4301 Meine Metzgerei will ich auf 3 oder 6Jahre unter günstigen Bedingungen verpachten. N. Conder. Chr. Berges grande Menagerie Gießen (Oswalds Garten). Große Ausstellung von fast allen Raubthiergaltungen der Erde. Täglich geöffnet von Morgens 10 Uhr bis Abends 10 Uhr. Gießener Bienenzüchter-Verein. Sonntag den 25. Juni, Nachmittags 4 Uhr: Versammlung bei Haame im „Weinsaal" (Reichensand-Bahnhofstraße.) Tagesordnung: Die Betheiligung an den landwirthschaftlichen Aus- . stellungen in Darmstadt und Wetzlar. Zahlreiche Betheiligung ist dringend geboten. NB. Bier im Glas a 12 Nächsten Sonntag den 25. Juni: Tana - Musik .lITiillrirte JraueivBeitung. Großes iltustrirtes Journat für Mode und Unterhattung Vierteljährlich 2 Jl. öO — Alle vierzehn Tage eine Nummer. Probe - Nummern gratis in allen Buchhandlungen und in der Expedition Berlin W., Potsdamerstraße 38. Danksagung. Für die vielen Beweise der lebhaften Theilnahme bei der Beerdigung unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Franz Selaelper namentlich seinen Herren Collegen, Hern: Pfarrer Dr. Naumann für die schönen Worte am Grabe, sowie allen Denen, welche so reichlich Blumen spendeten und dem Verstorbenen die letzte Ehre erzeigten, sagen hiermit den herzlichsten Dank. ießen, den 23. Juni 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. Englische Souvereigns Russische Imperiales . Ducaten ..... Dollars in Gold . . wozu ergebenst einlabet Li. Balser in Annerod Werrnietßungen. 4302 Eine Stube im Hinterhaus zu vermiethen bei^L.^Wolf,^Wallthorstraße. 4306 Der 2. Stock meines Hauses ganz oder getrennt zu vermiethen. 5. Netter, Neustadt D. 62. Hessische Morgenzeituna. 24. Jahrgang. - ,Von entschieden liberaler und deutsch-nationaler Tendenz bespricht die „Heffstche Morgenzeitung" in Leitartikeln die hervorragenden Ereignisse auf den Gebieten der Polirck, der Volkswirthschaft und des Handels. In ihrer Tages- ichau gibt sie einen gedrängten und scharf gesichteten Gesammtüberblick der neuesten Begebenheiten im In- und Ausland, und widmet dem parlamentarischen Leben durch ausführliche Berichterstattung die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Durch ihr zweimaliges Erscheinen am Tage und durch directe telegraphische Be- re-J?lr c "Hessischen Morgenzeitung" möglich, die neuesten Nachrichten (Politik und Börse) ihren Lesern sofort zu übermitteln. Im Feuilleton bringt sie gute Novellen und Erzählungen und beleuchtet die Erzeugnisse der Kunst und Literatur m durchaus unabhängiger, kritischer Weise. Besondere Bedeutung legt • v'süche Morgenzeitung" oen Vorgängen in Hessen und Waldeck bei und durch zahlreiche Specialcorrespondenten in den Stand gesetzt, ein getreues Bud unserer provinziellen Entwicklung zu liefern. Mit der Sonntagsnummer wird den Abonnenten ein besonderes illustrirtes Unterhaltungsblatt kostenfrei geliefert. Die „Hessische Morgenzeitung" erscheint 12 Mal per Woche. Abonnementspreis pro Quartal 3.7o (pro Monat 1.25). Seit länger als 23 Jahren allen Theilen des ehemaligen Kurfürstenthum, wie auch im nahegelegenen Waldeck eingebürgert, eignet sie sich zur Verbreitung von Geschäftsanzeigen vorzugsweise Kassel, im Juni 1882. Derlag und Ziedaction der Hessischen Morgenzeitung. N"?sung und Vorstellung, sowie Auftreten der Threrbandigerm Miß Bora Nachmittags 4 Uhr und Abends 8 Uhr. Sonntag 3 Vorstellungen Nachmittags 4, ß Uhr und Abends 8 Uhr. ' Eintrittspreise: 1. Platz 1 jl, 2. Platz 60 H Gallerte 30 H. Kinder zahlen auf dem 1. und 2 Platz die Hälfte. Schüler in ganzen Klassen haben bei vorheriger Uebereinkunft Preisermäßigung. Achtungsvoll ___Menageriebesitzer. OOOOQaCOOOOOOOOQQOCXroOOOOOOOOOOOQOOüaO a Ich beehre mich hiermit anzuzeigen, daß der Ausverkauf in meinem O g seitherigen Locale nur noch bis 1. Juli dauert und demgemäß die g O Preise meiner Maaren nochmals ermäßigt habe. Es bietet sich meinen Q g geehrten Abnehmern hierdurch Gelegenheit, die gediegensten Maaren g O sehr vortheilhaft einzukaufen, wobei besonders auf Shirtirrgs, g g Leinen und Handtücherzeuge re. aufmerksam mache. 3786 O 8 Moritz Heichelheim. B aooooooaocxx3oaoaoooDoooooannnanfxx?oao8 Original englische Dampf-Dresch-Maschinen zeit mit ausgedehnten Zahlungsterminen franco Bahnfracht. 2553 PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik in Frankfurt a. M. 4231 Für ein hiesiges Comptoir ein Lehrling mit guten Schulkenntnissen gesucht. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 4304 Ein kleines, schwarzes Spitzhündchen, halb geschoren, hat sich verlaufen. Dem Bringer eine Belohnung. __________________Karl Wenzel. 4249 Ein gut empfohlenes Dienstmädchen wird gesucht von Frau Realschuldirector Soldan, _____ Gartenstraße. 4297 Ein gewandter Bursche auf die „Pulvermühle^ gesucht. Ankauf von Lumpen und Knochen, Papier, Akten. 3763 Louis Rothenberger, Neuenweg 194. 3261 Ein Familienlogis, 4 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen im „Darm- städter Haus".__ 2485 Möbl. Zimmer, auf Wunsch mit Pension, billigst rm „Frankfurter Hof". 3161 Familienlogis zu vermiethen. ___Wernh. Brück, Flügelsgasse. 3968 Ein möbl. Zimmer mit oder ohne Kost zu vermiethen. Seltersweg C. 61. 3509 Laden mit Wohnung zu vermiethen. _____CHr. Zimmer, Bahnhofstraße. 4267 Eine große Scheuer mit Stallung billigst zu vermiethen bei ___________Robert Stuhl, Neustadt. 4137 In vorzüglicher Lage der Stadt ist eine Backerei zu vermiethen. Näheres in der Exped. ds. Bl. 4136 Ein in frequentester Lage der Stadt gelegener Laden nebst Wohnung zu vermiethen. Auch können Lagerräumlichkeiten beigegeben werden. Reflectanten wollen sich unter R. 4136 au die Exped. ds. Bl. wenden. Feinstes Exportbier per Tulpe 10 Psg. 4308 2530 Familienlogis auf sofort zu vermiethen bei ________Heinr. Möser, Alicestraße. 1475 Eine schöne, größere Familienwohnung mit Gartenantheil (auch Pferdestall oder Lagerraum) auf Juni oder Juli zu vermiethen. ____________Dr, Weber. 3992 Zwei größere Logis (wobei Pferde- ftall), für Offiziere geeignet, bis zum 1. Oktober zu beziehen. Alicestraße 97. 4082 Das von dem Materialienverwalter Herrn H e i n b e r g bisher be- wohnteFamilienlogis ist verfetzungshalber per 1. Oktober anderweitig zu vermiethen, auf Verlangen auch früher beziehbar. Näheres bei A. Rüsing in der Nähe des Bahnhofs._______________ 4083 Der seither von Herrn Registrator Herzberger bewohnte 3. Stock des Nebenhauses, Ludwiasstraße B. 1705, 4 Zimmer mit Zubehör, ist per 1. Sept. anderweit zu vermiethen. 4100 Eine freundl. Wohnung von vier schönen Zimmern und Küche in verschl. Cor- ridor, mit Boden und Keller sogleich zu vermiethen. W. Ferber, Buchhdlr., Kirchenplatz. 4266 Zwei kleine möbl. Zimmer mit oder ohne Kost zu vermiethen. ___________________ Lindenplatz A. 242. 4254 Eine kleine Wohnung und ein Fruchtspeicher per 1. Juli zu vermiethen. _________N. Gonder, „Rhein. Hof". 4132 Ein unmöbl. Zimmer (auf Wünsch möblirt) zu vermiethen. ____________Ferd. Drebes, Neustadt. 4087 Der erste Stock oder der Man- sardenstock meines Hauses (Neue-Bäue B. 87) ist per 1. August zu vermiethen. _________________Frau Dr. Briiel Wwe. 4046 Ein möbl. Zimmer mit oder ohne Kost zu vermiethen. Ch. Hofmann Wwe., Kaplansg. C. 219. 4042 Ein freundliches, neuhergerichtetes Logis mit 2—3 Zimmer und abgeschloss. Corridor, per 1. Juli beziehbar, zu ver- miethen.__________Ludwigsplatz B. 1452. 3634 Ein Familienlogis mit 5 Zim^ mern per 1. September zu vermiethen. PH. Bauer II., Bahnhofstraße. 16 16 23-27 25—29 20 36-41 16 70-75 9 53—58 4 16-20 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Graf vorgelegten R( Beziehung eim 2) £ bezeichnet, bu fortwährend il ju seinem wat Auf zu sördern uni B Gr'ej Nach 18. Teptei sittlichen Dies, diesem Ternm Lettin wetötn in wie di- M Mung bei btl W-Artillerie 16,000 Mann 11,970 Mnn “ Summa 13 u diesem M Gestellung ^"-ErsatzesS S’”e „«WttQ, ö,c tat. Ma, & Zur An° Sofernententä, ^Uchnngen 's b$eL*l'kn 9wie nwie e 3« tfWn u^nftruci b&5 5° l«nben ? ton ÄK