9tr 11». Mittwoch den 24 Mai 188L. Gießener Anzeiger Amts- «nd Airzeigtblatt für den Kreis Gießen. i« K lote 10V- mit tit' O 1K M 1 kpl-" l)Ct. taban*' ing> 6®$ M11; P 3583 Suren« : Schulstraße B. 18. Erscheint täfllid) mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlclm. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P>. Amtlicher Hheit. Betreffend: Die Anschaffung nützlicher Bücher. Gießen, am 20. Mai 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreisel. Sie erhalten demnächst eine Schrift des Ober-Medicinal-Raches Dr. Lorenz über das Vieh-Versicherungswesen, welche auf Kosten des landwirthschaft- lichen Bezirksvereins in Folge Beschlusses der Generalversainmlung vom 3. l. Mts. angeschafft worden ist, zu geeigneter Verwendung. Dr. Boekmann. Politische Ueberficbt. Gießen, 23. Mai. Der Kaiser begab sich in Begleitung des deutschen Kronprinzen und des Prinzen Wilhelm von Preußen am vergangenen.Freitag nach Stettin, um das dort zusammengezogene Landwehr-Uebungs-Vataillon zu besichtigen; am Freitag Nachmittag trafen der Kaiser und seine Begleitung wieder in Berlin ein. Am Sonnabend inspicirte der Kaiser das Kaiser-Franz-Garde-Grenadier- Reginient Nr. 2 und das 3.. Garde-Regiment z. F. auf dem Tempelhofer Felde. In unserer inneren Politik ist die Stimmung gegenwärtig, wo sich der Reichstag vertagt hat, auf allen Seiten eine wesentlich ruhigere geivor- den, wie mit Genugthuung constatirt werden kann. Der Beweis hierauf liegt in der sachlichen Art und Weise, in welcher die dem Reichstage zugegangenen Vorlagen während der ersten Lesungen derselben allgemein behandelt wurden. Die Tabakmonopol-Commission des Reichstages hat am Freitag, wie erwartet wurde, ihre Berathungen zu Ende geführt. Die Commission lehnte die Regierungs-Vorlage ab und nahm, unter Ablehnung aller anberen Anträge, den folgenden, von dem Centrumsmitglied Lingens gestellten Antrag mit 21 gegen 3 Stimmen an: Der Reichstag beschließt zu erklären, daß nächst der erst durch das Gesetz voin 16. Juli 1879 erfolgten Erhöhung der Tabaksteuer eine weitere Belastung und Beunruhigung der Tabakindustrie um so mehr unstatthaft erscheint, als durch die vorhandenen, in der Zunahme begriffenen Einnahmen sowohl im Reiche, wie in den Einzelstaaten die öffentlichen Bedürfnisse zu befriedigen und die bestehenden Mängel in der Zoll- und Steuergesetzgebung auszugleichen seien. Am vergangenen Dienstag fand in Magdeburg der Parteitag der liberalen Vereinigung aus der Provinz Sachsen und den Herzogthümem Braunschweig und Anhalt statt. Abg. Dr. Lasker stellte am Schluffe der vertraulichen Besprechung als letztes Ziel der secessionistischen Partei die Aufgabe hin, Frieden und Verständigung unter den liberalen Fraktionen herzustellen, in welchem Sinne sich im Allgemeinen auch die übrigen Redner äußerten. In Oesterreich-Ungarn bildet die Regelung der bosnisch,herzegomi- mschen Verhältnisse die nächste Hauptaufgabe für die Staatsmänner des Kaiser- siaates. Die in den letzten Tagen in der ungarischen Hauptstadt stattgefundenen gemeinsamen Conferenzen der österreichischen und der nngarischen Minister bezogen sich zum größten Theil auf diesen Gegenstand. Es ist noch nicht näher tonnt, zu welchem Ergebniß diese Verhandlungen geführt haben, doch wird in Kiener politischen Kreisen behauptet, daß zwischen beiden Regierungen über die Grundsätze der künftigen Verwaltung der occupirten Provinzen eine Einigung krzielt worden sei. Ueber den Nachfolger Herrn v. Szlavy's im Reichs-Finanzministerium verlautet noch immer nichts Bestimmtes und sind daher alle Mit- cheilungen nach dieser Richtung hin mit Reserve aufzunehmen. Herr Gladstone, der englische Preniier, hat am vergangenen Freitag im englischen Unterhauie einen nicht unbedeutenden Erfolg davonqe- ttagen. obwohl durch denselben die Niederlage, welche Gladstone in voriger Woche in der Debatte über den „Vertrag von Kilmainham" erlitten hat, noch I'lange nicht wettgemacht worden ist. Das Unterhaus hat an genanntem'Tage die von Gladstone in Folge des Dubliner Doppelmordes vorgeschlagene neue irische Zwangsbill mit 383 gegen 45 Stimmen in zweiter Lesung angenommen Die Minorität setzte sich aus den Anhängern Parnell's und einigen wenigen radikalen Liberalen zusammen. Die imposante IJiajorität, mit welcher das neue Zwangsgesetz angenommen wurde, beweist, daß das Unterhaus die von der Negierung wieder eingeschlagene Politik der scharfen Maßregeln gegen Irland billigt; wie dieselbe jedoch von der irischen Bevölkerung ausgenommen werden wird, muß abgewartet werden. Aus Rom wird vom 19. d. Mts. gemeldet, daß der Marine- Mnister, der Handelsminister und Deputationen der beiden Häuser des italienischen Parlaments am Freitag von Rom abgereist sind, um der Eröffnuna der Cotthardt-Bahn beizuwohnen. Auch der deutsche Botschafter von Rom Baron 1. Keudell, hat Rom zu demselben Zwecke verlassen. I Die schon fast zur Mythe gewordene Krönung des russischen Kaiser- pmres wird nun doch noch stattfinden. Dein Pernehmen nach hat der Minister bis kaiserlichen Hauses den Hofchargen mittelst Circulars mitgetheilt daß die Krönung am 6. September d. Js. in Moskau vor sich gehen wird und daß die Festlichkeiten zwei Wochen dauern werden. Was indessen die Gerückte anbe- lagt, daß verschiedene fremde Fürstlichkeiten den Krönungs-Ceremonien in der ilten Hauptstadt des Czarenreiches beiwohnen würden, so versickert man in Petersburger Hofkreisen, daß eine derartige Betheiligung zur Zeit noch sehr Die' egyptischen Angelegenheiten beherrschen gegenwärtig ausschließlich die allgemeine politische Lage. Nachdem der erste Abschnitt der Krisis am Nil mit der, wenn auch vielleicht nur auf sehr schwachen Füßen stehenden, Aussöhnung zwischen dein Vicekönig Tewfik Pascha und der arabischen Partei geendigt hat, ist diese Krisis in eine neue Phase getreten. Dieselbe kennzeichnet sich durch den zwischen den Westmachten und der Pforte allrnälig bezüglich Egyptens auftretenden Gegensatz. Die Pforte hat nämlich ein Rundschreiben erlassen, in welchem sie gegen die englisch-französifche Flotten-Demonstration vor Alexandrien, welche einem Eingriffe in die souveränen Rechte des Sultans über Egypten gleichkomme, protestirt und die Znruckbernfung Der Panzerschiffe verlangt. Essad Pascha, der türkische Botschafter in Paris, hat das bett. Circular der französischen Regierung überreicht, dasselbe wird aber weder in Paris, noch in London irgendwelchen Eindruck machen, denn papierene Proteste haben in unserer eisernen Zeit keinen praktischen Werth mehr. Mittlerweile ist bereits das englische Kanonenboot „Bittern" als Vorläufer der englisch-französischen Escadre in Alexandrien eingetroffen und letztere selbst dürste am Sonnabend oder Sonntag dort angekommen sein Seuljchluud. Berlin, 20. 2)iai. In Elsaß-Lothringen hat man aus der französischen Verwaltung her die Führung von Registern beibehalten, in denen über die Strafen der irn Reichslande zum ersten Male, sowie für die dort im Rücksalle Zur Abnrtheilnng gelangenden Perionen Buch geführt wird. Diese Einrichtung, welche sich im Reichslande als eine sehr gute erwiesen hat, soll einem Vorschläge des Ausschusses für Justizwesen des Bundesraths zufolge im ganzen Reichsgebiet eingeführt werden. Demzufolge sollen wechselseitige Mittheilungen in allen Fällen erfolgen, wo Reichsangehörige wegen Vergehen ober wegen Uebertretung des § 361 des Strafgesetzbuches verurtheilt worden sind. Die Absätze 3 bis 5 und 7 bis 9 des eben citirten Paragraphen wenden sich hauptsächlich gegen Landstreicher und Bettler; die in Aussicht genommene Anlegung von Strafregistern wird — wie man hofft — dazu beitragen, die täglich mehr überhand nehmende Landplage vom Bettel sich ernährender Landstreicher und Vagabonden ein Ende zu machen. — „Tabakmonopol ober nicht", zu biefer Frage nimmt jetzt auch die ministerielle „Prov.-Corresp." in ihrer neuesten Nummer roteber einmal Stellung. Sie fragt in einem Artikel, ob die gegen das Monopol erhobenen Bedenken nicht alle zurücktreten können und müssen gegenüber der Erwägung, daß die endliche Durchführung der Finanzreform im Interesse des Reichs, der Einzelstaaten und Gemeinden nothwendig ist, und daß keine andere Besteuerungsform die Mittel hierzu in so leichter Weise und in solchem Umfange aufzubringen im Staude ist, wie das Tabakmonopol. Daran knüpft sie folgende Forderung: „Wir glauben, daß gerade die Gegner des Monopols, welche im Uebrigen keine Gegner einer Finanzreform sind, die Verpflichtung haben, mit positiven Vorschlägen hervorzutreten und zu beweisen, daß dieselben besser als das Monopol sind. Wenn der Reichstag weder das Monopol annimmt, noch andere positive Vorschläge macht, bann würde er allein die Verantwortung für die Fortdauer der Reich, Staat und Gemeinden bedrückenden Uebelstände zu tragen haben." — Sehr wahr gesagt, aber wie wär's, wenn man einmal ernstlich die schon hundert- und tausendfach angeregte Erhöhung der Branntweinsteuer, verbunden mit etlichen verschärften Luxussteueru, in Erwägung zöge? Bisher scheint aber Diese Angelegenheit ein „Noli ine tangere“ zu sein 1 Schweiz. Luzern, 21. Mai. Um 7'/2 Uhr langte der erste italienische Festzug aus Malland an, welcher aus zwei mit Guirlanden geschmückten Locomotiven und 20 Wagen bestand. In demselben befanden sich der Präsident des Senats, Tecchio, der Vicepräsibent der Kammer, Varö, die Minister Baccarini und Acton und eine große Zahl von Deputirten und Geladenen. Bei der Ankunft des Zuges wurden Kanonenschüsse gelöst, die städtische Kapelle spielte den Garibaldi- marsch, das Publikum empfing die italienischen Gäste mit sympathischen Kundgebungen. Ein unbedeutender Zwischenfall ereignete sich in Brunnen, indem eine Wagenkoppel zersprang. Das Wetter ist schwankend. — Am nächsten Dienstag wird bei schönem Wetter Der officielle Empfang durch den Bundesrath voraussichtlich erst nach Eröffnung des Bankets stattfinden, dagegen eine Fahrt auf dem See und nach dem Rigi veranstaltet werden. Das Programm für die Festlichkeiten in Mailand ist folgendermaßen festgestellt: Am Dienstag Abend gesellige Zusammenknnft, veranstaltet durch die Behörden der Stadt, am Mittwoch Besichtigung der Stadt, Nachmittags Vereinigung im Grand jardin und Abends Banket, Beleuchtung des Dorns, Concert im Scala-Theater. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. belästigte, mittelst eines Karrens nach dem Arrest verbracht worden. Auch hier gab, wie schon oftmals, eine Menge von Schaulustigen dem Karren das Geleite bis zum Arrest. Als in der Bachgasse der Arrestant aus dem Wagen sprang, ertönte dann lautes Hurrahrusen. Ob durch solches Gebühren die Schutzleute crmuthtgt werden, ihren beschwerlichen Dienst mit Ester zu thun. möge dahingestellt bleiben. — Heute Morgen bestraste das Gericht oen schon oftmals tn hiesiger Stadt betrunken Angetroffenen mit 14 Tagen Gefängniß. — Heute Nacht war der Abwechslung halber wieder eine Keilerei zwischen jungen Leuten in der Nähe des „Gamdrinus" in der Wetzsteinsgassc. — In der Lahn bei Wismar ertrank gestern eine Frau von dort, welche beim Wasserholen das Uebergewicht bekam und in den Fluß stürzte. Als thr Mann, dem das Wegbletben feinet Frau zu lange währte, nach thr sah, fand er dteselbe bereits als Leiche. ©ieftert, 23. Mai. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 25. Mai 1882, Nachmittags 4 Uhr. ’ Die allgemeine Berussslatiftik Geländes. 19. Die Straßenbeleuchtung betr. 20. Die Unterhaltung der Ortstafeln. 21. Die Ruhebänke in den städtischen Anlagen. 22. Die Verwerthvng der Grassamenernte^ 23. Klage gegen den Ortsarmenverband Sandbach. 24. Bestand der städtischen Schulen. 2(1 Gesuchter*Wrma Burke & Comp. in Paris um Erlaubniß zur Aufstellung von Zeitungs-Kiosques. Gießen, 23. Mai. Gestern Abend gegen 8 Uhr mußte ein schwer beknetpter Mann aus Rödgen, welcher zum wiederholten Male aus einer Wirthschast hmaus- geworsen worden und das Publikum auf der Straße, sowie diverse Ladcnbesitzer Das Schäsereiwesen. L , , - „ „ Den Bau einer Secundärbahn von Gladenbach nach Lollar. Die Erweiterung der Ex-rcier- und Schießplätze. Abholzung eines Streifen Waldes im Heegstrauch. Jnsectenfchaden im Stadtwaid. Di- «erwnthung städtischer Bauplätze. 8. Die Nummerirung der Gebäude. 9. Das Tonnensystem betr. 10 Tauschvertrag mit Bierbrauer Eduard Poschel. 11. Petition wegen Anlegung einer Straße gegenüber der Löwengasse. 12. Weganlagen auf dem Kirchhof. 13. Die Taubentränke betr. 14 Das Wiegha«s am Neustädter Thor betr. 15. Gesuch des Schreinermeisters Hermann Koch dahier um Erlaubniß zur dtnleauna eines Stegs über die 2Liefeck. 16 Gesuch der Ehesrau des August Konrad, Graveur dahier, um Erlaubniß ' lur Anleauna eines Stegs über den Schoorgraben. 17. Gesuch d sO.conomen Philipp Kitz dahier umErlaubniß zur Abtragung 18. Gesuch'd^/or"m°EFelsing dahier um käufliche Ueberlassung städtischen Vermischte s. Berlin, 18. Mai. sVon der Hygieine-Ausstellung.f In der „Wiener Presst" waren auf Grund eines Schreibens eines Ingenieurs des Stadtbauamts Angriffe gegen die Berliner Feuerwehr veröffentlicht worden. „Es herrschte", hieß es da u. 21., „dieselbe Unordnung wie bei uns. Die Feuerwehr kam zu spät, und als sie erschien, zeigte sich, daß die Hydranten nicht ausgedreht werden konnten. Auf d-m ganzen Ausstellungsplatze befand sich nur eine einzige Feuerspritze und waren blos drei F-uer- wächter anwesend." Diesen Artikeln gegenüber veröffentlicht nun der Berliner Branddirector, Major Witte, solgende Erklärung: „Die Feuersicherheitswache im Ausstcllungsgebäude hat ihre Schuldigkeit im vollsten Maße geihan; die amtliche Vernehmung derselben, sowie der anderweit in der Ausstellung dienstlich anwesenden Mannschaften befindet sich bereits im Besitz de? königlichen Polizei-Präsidti. Sobald der Feuerrus ertönte, ist die Sicherheitswache an den Ort der Gefahr geeilt und hat sofort aus dem nächsten und zweitnächsten Feuerhahn Wasser gegeben. Hydranten und Schläuche waren in bester Ordnung und functionirten durchaus normal. Eine Verzögerung entstand nur dadurch, daß der Raum, in welchem der Herd des Feuers sich befand, verschlossen war und erst die Thür mit Gewalt gesprengt werden mußte; auch der Fußboden wurde demnächst geöffnet, um die unter demselben brennenden Hobelspähne abzulöschen. Trotz dieses energischen und sachgemäßen Eingreifens hatte das Feuer die Dectenconstruction und deren Decorationen erfaßt, so daß die Mannschaften, in steter Lebensgefahr, von Position zu Position zurückweichen mußten, immer von Neuem die vom Feuer verichonten Feuerhähne und Schläuche in Bestick setzend. Keine Position wurde aufgegeben, ehe nicht die Schläuche vom Feuer durch- gcbrannt waren; der Oberseuermann gewann schließlich das Freie mit erheblichen Brandwunden an den Händen und dem Hals. Aus die Feuermeldung traf die Feuerwehr mit 4 Compagnien, d. h 3 Dampsspritzen und 9 Handspritzen, auf der Brandstelle ein (nicht 5, resp. 25), von welchen schon während der Fahit über die Moltke- Brücke eine Handspritze detachirt wurde, um einen an der Roonstraße durch Flugseuet entzündeten Holzplatz abzulöschen. Es hat vom ersten Moment an keinerlei Verwirrern, über die Disponirung der Löschkräfte geherrscht: die 4. Compagnie griff von der Jnvalidenstraße, die 5 von der Straße All-Moabtt, die 1. und 3 vom Lehrter Bahnhof aus an, so daß nicht die geringste Aenderung in der Disposition bis zum Schluß der Löscharbeiten stattgefunden hat " _. . . Sehr erfreulich ist die Wahrnehmung, daß unter dem unmittelbaren Eindruck der Catasstophe einzelne Schäden überschätzt worden sind So stellt sich beispiels- weise nachträglich heraus, daß der officielle Katalog der Ausstellung, eine Mufterletstung | bei artistischen Anstalt von Theodor F sch-r In Cassel, in seiner gesammten Auflage von 10,000 Exemplaren nicht etwa zur Makulatur herabgesunken ist, sondern datz verhältnißmäßig nur wenige Exemplare noch zur Disposition des Verlegers stehen. Es hatte sich gezeigt, daß mit dem oificiellen Katalog em hygienisches Nachschlagebuch hergestellt worden war, das dauernden Werth hat sowohl für Gelehrte, die sich über den Umsang der hygienischen Wissenschaft orientiren wollen, wie für Industrielle, di- hier ein übersichtliches Bild von den bisherigen Leistungen der Gesundheitstechnik erhalten.^ Untersuchung bezüglich der Entstehung des Feuers wird von Berliner Blättern weiter gemeldet: Die Fahrlässigkeit des Arbeiters Wagenknecht, durch welch, im Gebäude der Hygiene-Ausstellung der Brand entstanden ist, war eine um so schwerere, als das Ausstellungs-Comite strenge Vorschriften gegen das Anmachen von Feuer im Ausstellungsgebäode ertasten hatte und der W. selbst als Wachter im AuS- stellungsgebäude darüber zu wachen hatte, daß kein Feuer daselbst gemacht, kein Licht i-> den Räumen ang-zündet und keine Cigarre daselbst geraucht würde, bw Aasstellungsgebäude war überhaupt keine einzige Feuerstätte vorhanden. — Die Mittheilung, daß kurz vor dem Brande Gas- oder Wasterrohrleger in einem Kellerrauip des 'AussteUungsgcböudes bei offener Stichflamme Röhren zusammengelötbet Habel, ist Börfen-Courier" endlich meldet: „Der Lehrter Bahnhof soll binnen wenigen Tag!» für die Hygi ne.Ausstellung geräumt fein. Eine dahin zielende Entfche'duiig ist heute bereits getroffen worden". — Die Nachricht gehört, wie bi! „Berliner Actionär" schreibt, . natürlich zu ben müßigen Ersinbungen. Von der AM- stellungs-Commission ist bisher noch nicht einmal ein bezüglicher Antrag gesiebt worben, währenb die Behörden selbstredend einen solchen Antrag zunächst abzuwarten ^abCn" $on der oberen St II, 18. Mai. Much ein Halsabschneiderstückchen.s In Allendors bei Haiger ist zur Zeit ein Bäcker und Wirth in Concurs gerathen, der os Ende April als ein ganz reeller Geschäftsmann in der Umgegend bekannt war, u bezog sein Mehl von einem ebenfalls in Concurs geratenen und in Folge dessen nag Amerika durchgegangenen Müller von Herborn. Der Bäcker hatte die üble Gewohnhet, dem betreffenden Müller nach Empfang einer Sendung Mehl ein leeres W-ch «u formular zu unterzeichnen und es dem Müller zu überlassen, den Betrag se-ner Forberetrz in bas unterschriebene Formular einzuzeichnen. Sange Seit war bies gut gegangm unb boch sollte zuletzt diese Vertrauensseligkeit dem Backer zum Verderben gereilyeu Der Bäcker hatte schon lange keinen fälligen Wechsel präsentirt bekommen und damie, dies hänge mit dem Concurs- des Müllers zusammen; da aus einmal werben ty Enbe April von einem Herrn aus Dillenburg unb von einem Kaufmann aus Hervor, Wechselaccepte im Betrage von 11,000 M. zur Einlösung praientirt, ®cr4<:ceptm konnte seine Unterschrift nicht leugnen unb so wurde er zur Zahlung veru th - Seine wirkliche Schuld an ben Müller beträgt aber im Ganzen nur etwa 6V0 m demnach ist der vertrauensselige Bäcker um 10,400 JL geprellt worden. Dies z ^"“spr'ag, 18. Mai. Dem Kronprinzen Erzherzog Rudolf wibersuhr vor einig« Tagen ein Unfall, besten üble Folgen burch ras» angemanbte 0^111^ 5»^ obge»enbr würben Als der Kronprinz durch den Baumgarten fuhr, flog ihm ein kleiner Ko in ein Auge unb verursachte lebhafte Schmerzen. Als derKronp^nzln seinen App ments in der Hofburg angelangt war, wurde »war der Kaser aus dem Auge ntfE™ doch blieb eine Flügeldecke desselben zurück und bohrte sich mit ihrer spitzen Kante ben Ranb b-r Hornhaut des Auges ein. Alle B-mühung-n, den fremden Korp-r^ beseitigen, blieben durch mehrere Stunden vergeblich, bis der Herr Reglerungsrau Prosessor Hasner Ritter v. Artha in die Hofburg berufen rourbe, dem es gelang, b v^ wenigin Secunden ben Käferflügel zu entfernen, wesentliche Erleichterung verspürte. In Folge ber nun dngeleiteten arjtlidben o lung besserte sich bas Befinbel, be§ Kronprinzen von Stunbe zu Stunde und ha sich seither keine weiteren Symptome als Nachwirkungen bes Unfalls gezeigt. — l^mviveriucke aeaen Milzbrand.) lieber hochinteressante Jmpfversuche geg' Milzbrand wird berichtet: Die bisher auf Veranlassung des. Ministers sür LanAtz schäft, Domänen und Forsten, Lucius, in Pack,sch sKreis Li-denwerda) ausgefüh^^ Versuche mit der Impfung von Rindern und Schafen zum Schutz 0 0t gy brand haben am 9 Mai d I. ihren Abschluß tzesunden. Die zur Bezeugung ^r B^ gänge bei ben Jmpsversuchen ernannte Commission stellte an diesem ^"0 q(‘ al, der letzteren in einem vom Geh. Oberreglerungsralh Beyer an Ort:u $err]1^ii genommenen Protokolle fest. Wie bereits früher berietet, wurden zu den SW« 12 Rinder unb 50 Schafe verschiedenen Alters und GeschUchts o rwendet. H - : wurden 6 Rinder und 25 Schiffe mit dem von Pastmr In Parls «ezüchtet N u durch dessen Assistenten am 5. April zu ersten Mal und am 19, Aprll zum i , ■ Mal vorgeimpft, d. h. mit der Schutzimpfung 0-0-" die Ansteckung mit wtru - Milzbrand versehen. In Folge der zweiten Schutzimpfung am19. äpril w l; : von den geimpften 25 Schafev wenige Tage nach der Impfung gestorben, v AusMiid. Petersburg, 21. Mai. Vergangenen Dienstag wurde auf der deutschen Botschaft durch einen sehr dtstinguirt aussehenden Herrn ein Brief für den Botschafter abgegeben. Bei der Eröffnung ergab sich als Inhalt ein umfangreicher an den Fürsten Bismarck gerichteter Brief, um dessen sichere Uebernutte- luna gebeten wurde, da es sich um hochwichtige Warnungen betreffs der Krönung in Moskau handle. Die Anonymität des Absenders, sowie die eigenthümliche Behauptung veranlaßte sofortige Oeffnung des zweiten Schreibens. Von einem Deutschen aus Moskau" herrührend, enthielt dasselbe wirklich die dringendsten Warnungen da die Nihllisten stärker denn je in Moskau vertreten wären und die umfassendsten Vorkehrungen getroffen hätten, um bei der Krönung einen Anschlag gegen das Leben des Czaren und seiner gesammten Umgebung vorzunehmen Ueber diese verschiedenen projectirtenAnschläge soll der Autor sehr genaue Details beigesügt und außerdem betont haben, daß unter den Nihilisten eine Menge hochstehender Beamten und Mllitärs sind, von deren Zugehörigkeit zur revolutionären Partei man am Hose keine Ahnung hätte. Es ist schwer zu bestimmen, ob und wie weit der anonyme Briefschreiber zu seinen Behauptungen berechtigt ist, einzelne der angeführten Details sollen aber derartg genaue sein, daß man bald dahinter kommen dürfte, ob es sich um Wahrheit oder Dichtung Handelfi____________________ Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Eorrcfponbenz-Bureau. Berlin, 22. Mai. Der Prinz Wilhelm von Preußen erläßt im „Reichsanzeiger" ein Dankschreiben an alle Diejenigen, welche aus Anlaß ber Geburt feines Sohnes ihre Glückwünsche unb herzliche Theilnahme bem prmzlichen Paare aus- gebrückt^haben.b fanb bic feterltdje Enthüllung bes bem berühmten Augenärzte unb Professor o. Gräfe errichteten Denkmals vor ber Charite statt. Derselben ging eine Festsitzung in ber Aula ber Universität voraus, wo Prof. Schwetgger ber Amtsnachfolger Gräse's, bie Festr-be hielt. Anwesenb waren u. A. ber Cultusmtntster mehrere Räthe b.-s Cultusministeriums, ber Oberbürgermeister, Mitglieber bes Magistrats unb Siablverorbneten-Collegiums, bi- Professoren unb zahlte che etubenten, weiche sich barauf insgesammt in langem glänzenben Zuge von ber Aula nach bem Denkmalsplatze begaben^ bJUJ. Dienstleistung bei ben Garbehusaren corn- manbirt war, ist h-ute zu diesem Regimente versetzt worben. Luzern, 22. Mai. Der Empfang der fremden Minister und der übrigen Gäste durch den Bundespräsidenten Bavier fand im National-Hotel ohne besondere Ansprache statt. Aus Italien sind nur die Minister Baccarini und Acton anwesend, aus Bayern der Minister Crailsheim, von Württemberg der Staatsminister v. Mittnacht. , , — Das Wetter ist jetzt prachtvoll. Um 10 Uhr wird die Fahrt auf Den Rigi anqetreten. Von hervorragenden Persönlichkeiten aus Deutschland sind u. A. Hierselbst anwesend Staatsminister Bitter, v. Bötticher, v. Hofmann, Botschafter Graf Hatzfeld, Delbrück, v. Levetzow, Frhr. v. Franckenstein, ferner der deutsche Botschaster in Rom, v. Keudell, der deutsche Gesandte in Bern, General v. Röder. Auch der schweizerische Gesandte Dr. Roth ist aus Berlin hierselbst nngetr^en.^, Mai. Die Kammer beschloß, entgegen der Ansicht des Finanzministers, den Antrag bezweckend die Ersetzung der Steuern auf Biere und Weine durch eine Spritsteuer, in Erwägung zu ziehen. Der Finanzmimster reichte in Folge dessen seine Demission ein, Lizard, 22. Mai. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Hannover hat heute, von dem Dampfer „Persian Monarch" bugstrt, Lizard passirt. Derselbe war auf der Rückfahrt von Brasilien mit gebrochener Schraube ohne Segel angetroffen worden. m Petersburg, 22. Mai. Dem „Regrer.-Anz." zufolge betragt die Anzahl der bei dem Brande in Kowno am 18. und 19. ds. zerstörten, ausschließlich Juden gehörigen Gebäude 105. Die Häuser sind versichert; der Schaden beträgt gegen 600,000 Rubel. „ Konstantinopel, 22. Mai. Der Lloyddamper „Ealypfo" ist gestern mit 750 Mann von hier abgesegelt und wird in den Dardanellen und m Smyrna ebensoviel Mannschaften einnehnien. Diese Recruten sind zur Comple- lirung der Truppen in Hedjaz und Demen bestimmt. Die beiden zuin Auslaufen nach deni Mittelmeere bereit gehaltenen Panzerschiffe erhielten Gegenordre, anscheinend in Folge der Haltung der vier Großmächte, welche diese Demonstration zu mißbilligen scheinen.__ Lokale«. fiBrfnen 22 fldmpften Schafe und alle geimpften 6 Rinder nur eine größere oder ge- rMaere Erhöhung ihrer inneren Körperwarm- zeigten und bald w.eder vollkommen aesund mürben. Unter diesen Umständen konnte am 6. Mm die Probe auf die schutz- kraft der beiden Vorimpfungen nach der Methode Pasteurs gemacht werden- Zu dem Zwecke wurde von einem in der Nacht von 4- zum 5. Mm tn ®ctfuc6§flaUe bcr Tbierarzneischule zu Berlin an Milzbrand gestorbenen Schafe Blut entnommen und bavon am ll Mai in Packisch ben vorgeimpften 6 Rmbern und 22 Schalem sowie den nicht vorgeimpften zur Controle dienenden 6 Rmdern und 25 Schafen je 0,2o bezw. 0,1 Cubikcentimcter mlllelst der Pravar'schen Spritze unter die Haut inficirt. Aus der Wetterau, 19-Mai. In der jüngsten Nummer des „Oberh-An,-' finden wir unter den Inseraten nachstehenden originellen Widerruf": „Meine gegen bte Melchior Well Frau gethane Aeußerung. »Du bist mir zu grüngelblich", nehme ich hiermit zurück. Holzhausen, den 16. Mm 1882- W Mainz, 19. Mai- sAlterthümliche Fundes Unser Landsmann Herr M.Heck- mann, hat dieser Tage in Kastel unter den Ps-il-rresten der alten Romerbrücke eine Anzahl Steine mit Inschriften und prächt ger Pildhauerarbeit ausgefunden. Dieselben wurden hieraus nach Mainz gebracht, um von Sachkennern naher geprüst zu werden. Kopenhagen, 17. Mai. Gestern Nachmittag ist di-Pulv-rmühle in Douse bei Friedrichsburg in die Lust geflogen. Mehrere Menschen wurden getodtet und mehrere verwundet. Einige Häuser in der Nähe brannten ab. __ Dchiffsbericht. Mitgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 22. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Elbe, Capt. W. Willig-rod, vom Norddeutschen Lloyb in Bremen, welcher am 10. Mm von Bremen und am 11. Mai von Southampton abgezangen war, rft am Sonnabenb den 20. Mai, 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 22. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Donau, Capt. R- Ringk, vom Nordbeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Mm von Bremen und am 9. Mai von Southampton abgegangen war, ist Sonnabenb den 20 Mai, 2 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. Breirren, 22. Mai. Der Postdampfer Main, Capt. I- Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Mai von Newyork abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Mittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Labung 1 Uhr Nachmittags die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 223 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Gießen, 23. Mat. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd X 1.00—1.10, Hühnereier 1 Stück 5 H und 2 Stück 9 H, Enteneier per Stück 5 H, Gänsecier ver St. 0—00 H, Käse p. St. 5—9 H, Käsematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 24 Linsen 1 Liter 30 Tauben das Paar 60—70 X Hühner per Stück X 1.00—1.30, Hahnen per Stück X 1.50—1.80, Enten per Stück 0.00—0 00 Ochsenfleisch per Pfund 64—66 H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 H, Kalbfleisch 44 bis 50 5,, Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 60—66 4, Kartoffeln 100 Kilo X 3 00—3.80, Zwiebeln der Gentner X 15—18, Milch per Liter 16—18 Frankfurt, 22. Mai. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Ange- triebcn waren ca. 360 Ochsen und Stiere, 320 Kühe, 200 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich per 100 Pfund Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. X 66—68, 2. Qual. X 62—64, Kühe 1. Qual. X 56—58, 2. Qual. X 48—50, Kälber je nach Qualität X 50—62, Hämmel 1. Qual. X 58—60, 2 Qual. X 45—50. Frankfurt, 22. Mai. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger undWetteraner X 25-/,, fremder X 24>/r—25'/r, Roggen eff. hiesiger X 19<, fremder X 17 bis 183/,, Gerste eff. hies. und Wetterauer X17'/-—18'/-, fremde X18—20, Hafer eff. hies. X 17—17'/-, fremder X 16'/,—17'/,. Rüböl eff. ohne Faß hiesiges in Parthien vor 50 Ctr. X 31'/-. Branntwein eff. ohne Fatz X 40. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine »der mehre Zeitungon verursacht, wird man sieh niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAASEXSTEIX «fr VOLLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Wafferwärme der Lahn. Am 23. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4-14'/,° R., Lustwärme + 16° 9?. L- Ehr. Rübsamen. Oimhesfische Eisenbahnen. Die nachstehend aufgeführten Gegenstände sind auf den Oberhessischen Bahnlinien gefunden worden. Die unbekannten Eigen- thümcr werden aufgefordert, ihre Ansprüche binnen 4 Wochen bei der unterzeichneten Stelle geltend zu machen, andernfalls zum Verkauf geschritten werden wird. 4 Blechtafeln, 1 Blechbüchse, 3 Brillen, 1 Bügeleisen, 2 Bücher, 1 Halstuch, 5 Taschentücher, 4 Paar Handschuhe, 1 Hose, 4 Hüte, 1 Jacke, 3 blaue Kittel, 3 Korbe, 1 Leine, 7 Mützen, 1 Paar Ohrringe, 1 Paar Pantoffeln, 1 Peitsche, 1 Pfeisenkopf, 7 Regenschirme, 2 Sonnenschirme, 1 Rolle Schreibpapier, 1 Packet Papiermuster, 4 Säcke, 1 Pack Schuhschnüre, 3 Stöcke, 1 Gebund Stricke. Gießen, den 22. Mai 1882. 3631 Die Hauptmagazinsverwaltung. Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 31. ds. Mts., Vormittags von 11 Uhr an, sollen auf dem Gemeindehaus zu Reiskirchen die zur Planirung des Wegs von Reiskirchen nach Hattenrod erforderlich werdenden Mauer- und Planirarbeiten, veranschlagt zu 2500 X, an den Wenigstnehmenden versteigert werden. r ... Zeichnungen, Plane und Kostenuber- schläge liegen auf deut Bureau Großh. Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Reiskirchen, den 20. Akai 1882. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. 3607 Jünger. KeitzeöotES. Hafer- und Kornstroh verkauft A u g. Schmidt, 3642 Marktstraße. Flaschenbier, Gießener Actien-Export ä 23 Psg., „ Lagerbier » 18 Psg, alle Arten Liqueure und Branntwein, Selters- und Sodawasser empfiehlt 3643 I. Retter, Neustadt D. 62. DorMglichen Aepfelwein empfiehlt Georg Euler, 3645 Wallihorstraße. MF Wegen fiiWlsWfniii? verkaufe mein reichhaltiges Lager in Herren- u. Knaben Kleider, Damen- u. Mäilchen-Lonseclion, Schuhe und Stiefel, um rasch damit zu räumen, m bedeutend herabgesetzten Preisen. Hermatm Kats«) 2269 C. 186. Seltersmeg C. 186. I — —c Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. In Inheiden wird am t.Juni 1882 eine Posthülfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Herrn Bürgermeister Reitz daselbst übertragen worden ist. Darmstadt, den 17. Mai 1882. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. In Vertretung: __________________________________Her>se.__________________________________ Bekanntmachung. In Trais - Horloff wird am 1. Juni 1882 eine Posthülfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Herrn Bürgermeister Schneider daselbst übertragen worden ist. Darmstadt, den 17. Mai 1882. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. In Vertretung: __Heyse._________________ Ausverkauf. 3172 Wegen bevorstehender Geschäftsveränderung tvill ich mein vollständig affortirtes Lager möglichst rasch räumen und verkaufe deßhalb sämintliche Artikel, als: Leinen, Chiffon, Piquö, weiße und bunte Borhangstoffe, Handtuchdrell, Tischtücher, Taschentücher, Einsätze, fertige Herren- und Dawen-Wäsche ic. zu bedeutend ermäßigten Preisen. 'Mode-Artikel, wie Borstecker, Fichus, Lavalisres, Era- vateS rc., gebe ich unter Einkaufspreis ab. Ich führe, wie bekannt, nur beste Waare und bietet sich die günstigste Gelegenheit zum Einkauf vollständiger Ausstattungen. Herrenhemden sind in allen Weiten auf Lager. C. Weber«) Bahnhofstraße. 3644 X 1.60, Fr. Seibel. 3623 D.R.- Patent 3392 Eine Bäckerei mit Scheuer und Stallung verkauft unter günstigen Be- dingungen Karl Vogt am Wallthor. Rohe Kaffees in besten Qualitäten, von 90 H bis Hauspährre verkauft Wilh. Kohlermann gebrannten Kaffee in feinschmeckenden Sorten von X. 1.20 bis X. 1.60 per Pfund empfiehlt «J. Reiter, Neustadt D. 62. 3484 Eine eiserne Rahme nebst Thür für ein Petroleumlager billig abzugeben. Robert Stuhl, Neustadt 60. Einfachste und billigste Betriebskraft für das o« Kleingewerbe, 5 Druckereien, Fleischereien, Kaffeebrenner, Pampen etc. — Gasmotor -k ohne Wasserkühlung, -S solidester, ■£ c vielf. verbesserter — g Construction. E u. 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Grünebaum, 3629 tm fix w«en ii'j ‘ ‘» S Fp r Mittwoch Abd.8 Uhr- s i3i r■ IT ebungj M, 1 Liter Wasser von Brunnentemperatur wird mit circa 30 Liter Gas, also mit einem Aufwand von etwa s/4 pf, zum Kochen gebracht. 3599 Wäsche zum Bügeln in und außer dem Hause wird angenommen und pünktlich besorgt im Nebenhause des Herrn Kalbfleisch, Grünbergerstraße. Herren-Sonnenschirme in allen Farben, von 1,75 an, empfiehlt 3595 J. Weitzenkorn, SC Schulstratzc 19. .3639 Ein gesetztes Mädchen aus anständiger Familie, welches Liebe zu Kindern yat in allen Hausarbeiten und in der Küche bewandert ist, als Stütze der Haus- srau auf sofort gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. 3630 Die Beleidigung gegen Blumöhr und Fra« nehmen wir hiermit zurück. 3630 D. Rinn und Frau. 3641 i/j Morgen ewigen Klee hat zu verleihen C. F. Semmler. Mgm Bi» 3ni iriirb, lade it ®i H 8 E 1 T E T E ILLUSTRIRTE AUF LAGE. Brockhaus' Conversations - Lexikon Mit Abbildungen und Karten. , '2. >";y, y:>z Preis ä Heft 50 Pf Männer Bade Verein bereit stehen^^°r" $ur Nachricht, daß die Badehäuser zur gefl. Benutzung Für diejenigen Herren, welche gesonnen sind, dem Vereine als ordentliches oder außerordentliches Mitglied beizutreten, liegt eine Liste zur Eitlzeichnuna in der Anstalt offen. 50 „ Kl Ui thenmehl in feinster Dualität, I und II, sowie alle Ingredienzien zu Kuchen empfehlen 3640______I. A. Busch Sohne. 3635 Im Parterrestock meines Wohnhauses ist eine abgeschlossene Wohnung mit 5 Zimmern, Wasserleitung re. zu ver- miethen und per 15. Juli oder 1. August zu beziehen. Rechtsanwalt Lauer, __Reichensand-Bahnhosstraße. v 9 M.. HALBFRANZ 91/, M Htm, ? "' fe Sen nix < Tokres-Anzeige. Theilnehmenden Freunden, Verwandten und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung von dem heute Morgen 4 Uhr nach langem schwere,n Leiden erfolgten Ableben unseres innigstgeliebten Gatten, Vaters, Bruders und Onkels des Schuhmacher Karl Griebel. Um stille Theilnahme bitten Die trauernde» Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Canzleiberg B. 66, statt. J 353g Könifls=Äcis|tärfie, 2528 Emil Elschbach, 25/5 A. 8 U. Kec.II.Gr. 26/5 A. 8 U. Kec.M.Gr. 3632 Für einen Schüler wird auf 1—2 Monate Pension in einer anständigen Familie gesucht. Zu erfragen in der Exped. ds. Bl. 3627 Ein Herren-Sonnenschirm auf dem Weg von Gießen nach Rodheim am Sonntag verloren. Abzugcben gegen Be- lohnung bei der Exped. ds. Bl. Gils-Kch- und heiiNDnrate bewährtester Construction und in allen Grössen, wovon auch Herr Wilhelm Reiber hier eine Auswahl auf Lager hat, empfehlen wir bestens. Giessener Gaswerk. 2780 Bekanntmachung. Die noch nicht znrückgeholten Pfänder müssen längstens b»S zum 1. Ium d. I. cingelöst werden, andernfalls erfolgt sofortiger Verkauf. “ Lenzscher Felsenkeller. Während der Sommer-Saison bei qünstiaer Wltterunq: ö GROSSE CONCERTE der hiesigen RegimentsmusiK unter Leitung des CaprUmeisters Herrn C. Krau sie. ERSTES^ CONCERT 3636 Freitag den. 26. Mai: Ordentliche Mitglieder zahlen einen jährlichen Beitrag von 3 Mk — Pf Außerordentliche Mitglieder einen solchen von .... 3 Söhne von Mitgliedern....... 9 " Einzelbäder........... Uermiethungen. 3625 Ein Familienlogis auf sofort zu vermiethen.________Hudeler, Brandgasse. 3626 Ein Stübchen mit Bett zu ver- miethen._______Katharinengasse E. 211. 3161 Familienlogis zu vermiethen. _______Wernh. Brück, Flügclsgasse. 3634 Ein Familienlogis mit 5 Zimmern per 1. September zu vermiethen. __________PH Bauer II., Bahnhofstraße. 3633 Zwei Zimmer mit Kabinet, möb- lirt oder unmöblirt, zu vermiethen. Gebe. Stamm. 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Ein W Dnchbrechum t«ren Schien! ch dem öffei swalligeres! lobifalften er ‘Alt bedurfte chwierigkeite W ton g! Suneinroefen utit als eint « Mich qe: n in einer taSfc.n *'!Wning t An in ”e, ben ist tarnbe U wenjen, ber ?“R> neue, gemi Seiten gelegt °^N>«g von 11 * biefe ■ Mei altb; Mch ein ij>, SW J*Üe ft W»nSet N-rTh« k • genügend, ! Wir K!.«nm 3618 Ein zuverlässiges Mädchen wird sofort zu einem Kinde gesucht. Näh. bei S. Katzenstein, Seltersweg. 3587 Einen JLehrllne sucht _____Jnl. Bach. 3535 Für einen kräftigen Jungen eine Lehrlingsstelle incl. Kost und Logis bei einem tüchtigen Tischlermeister in Gießen baldigst gesucht. Offerten zu richten an Ehr. Kremp, Instrumentenmacher in Wetzlar. Nicht zu übersehen! 3567 Wäsche zum Bügeln wird angenommen (Hemden 6 Herren- und Damenkragen 2 5i, Manschetten per Paar 4 $ u. s. w.) Für pünktliche Bedienung wird gesorgt.g. Alt, Kreuz 111. 3255 Eine Stube mit Bodenkammer und Küche zu verm. 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