Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 1882 Nr. 22 L •1 nr = L L, = an 1 a I'VVIV « -Vfun «v iirv* «wmyvnvyn. Bureau: Schuistrasi- 7. Erscheint täglich imt Ausnahme des Stotttag#. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Einsendung der Sterbfallszählkarten. Gießen, am 20. September 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des ÄreikeS. Nach Mittheilung des Großherzoglichen Kreisgesundheitsamts Gießen sind stets mehrere Bürgermeistereien mit der Einsendung der Sterbfallszähltärten und Todeszeugnisse, ivelche längstens bis zum zehnten Tage jedes zweiten Monats zu geschehen hat, im Rückstände. Wir nehmen daraus Veranlassung, die pünktliche Einsendung einzuschärfen. Dr. Boekmann._____ Betreffend: Gesuch des Vorstandes der Gewerbehalle zu Darmstadt um Erlaubniß zur Abhaltung einer Verloosung von Jndustriegegenständen. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Vorstand des Gewerbehalle-Vereins in Darmstadt die Erlaubniß zur Abhaltung einer Verloofuna von Jndustriegegenständen im Monat December l. I. und den Vertrieb der Loose im Großherzogthum Hessen unter den Bedingungen ertheilt, daß höchstens 12 000 Loose a 1 jt. ausgegeben und mindestens 65% des Brutto-Erlöses hieraus zum Ankauf von Gewinngegenständen verwendet werden. Gießen, am 20. September 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Or. Boekmann.___ Edietalladung. Nachdem wider den Musketier Wilhelm Rühl der 8. Compagnie 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiments (Großherzog) Nr 116, geboren am 15. Juli 1860 zu Villingen, Kreis Gießen, der förmliche Desertionsprozeß eröffnet worden ist, wird derselbe hiermit ausgefordert, zu fernem ^ruppenthert zurucl- zukehren, spätestens aber in dem auf Samstag den 30. Dezember 1882, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin zu erscheinen, widrigenfalls die wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er m contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldstrafe von 150 bis 3000 «X verurtheilt werden wird. , m r ... Darmstadt, den 16. Sevtember 1882.Großherzogliches Gericht der Großh. Hess. (2o.) Dwrston. Politische Ueberficht. GieHen, 21. September. Die Kaiser-Manöver in Sachsen, die ihren Anfang mit dem Corps-Manöver des 12. Armee-Corps am vergangenen Sonnabend in dem Terrain südlich von Riesa nahmen, fanden am Montag und den beiden folgenden Tagen ihre Fortsetzung durch die Feld-Manöver beider Divisionen gegeneinander, und zwar in derselben Gegend. Kaiser Wilhelm, welcher den Truppen- Uebungen in deren vollem Umfange beiwohnte, sprach wiederholt seine hohe Anerkennung über -die vorzügliche Haltung und die Leistungsfähigkeit der sächsischen Truppen aus. Dazwischen besichtigte der Kaiser am Sonntag Vormittag die militärischen Etablissements der Albertstadt, nahm sodann die Parade über die Kriegervereine Sachsens ab, welche sich in der Stärke von ca. 20,000 Mann aus dem Alaunplatze aufgestellt hatten. Nach den neuerlichen Dispositionen beabsichtigte sich der Kaiser nach Beendigung der Feld-Manöver des 12. Armee-Corps am Mittwoch, den 20. d. Mts., von Röderau aus nach Schloß Babelsberg zurückzubegeben. Die eigentliche Wahl-Campagne in Preußen ist nunmehr durch die Wahlaufrufe eröffnet worden, welche die beiden conservativen Parteien in diesen Tagen erlaffen haben. Beide Aufrufe enthalten das bekannte Programm der betr. Fractionen und sprechen sich gemeinsam sür die Wiederherstellung des kirchlichen Friedens, für Erhaltung des confessionellen Charakters der Volksschule, für Erleichterung der Steuerlasten der ärmeren Volksklassen und der Communen u. s. w. aus. Während aber im Allgemeinen der Wahlaufruf der Deutsch-Conservativen einen sehr scharfen Ton gegen die Liberalen einschlägt, erklärt der Aufrus der Freiconservativen, daß diese Partei es nach wie vor als ihre Aufgabe betrachte, nach einer Ausgleichung der in unserm politischen Leben streitenden Gegensätze zu streben und nach rechts und links vermittelnd zu wirken. Die Kundgebung der Deutschconservativen trägt keinerlei Unterschriften, während der freiconservative Wahlaufruf die Unterschriften der Führer der freiconservativen Partei im Reichstage und im preußischen Landtage trägt. Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht ein Schreiben der Generaldirection der reichsländischen Eisenbahnen, welches die Meldung der Blätter über Verhandlungen zwischen den Generaldirectionen der badischen und der Reichsbahnen bezüglich der Ersatzpflicht sür das Eisenbahn-Unglück bei Hugstetten für unrichtig erklärt. Der verunglückte Zug wurde von beiden Verwaltungen gemeinschaftlich arrangirt. Die badische Verwaltung suhr denselben mit ihrer Maschine und ihrem Personal und die Reichseisenbahn-Verwaltung stellte dazu nur die Wagen zur Naturalausgleichung gegen den früher von Freiburg mit badischen Wagen nach Straßburg gefahrenen Extrazug. Außerdem gab der Stationsvorsteher in Colmar zwei Bremser zur Verstärkung des badischen Personals mit. Die badische Verwaltung machte in keiner Weise die Reichsbahnen für die aus dem Unglück entspringenden Entschädigungen verantwortlich. ' Es schweben folglich auch keinerlei Verhandlungen darüber zwischen den beiden Verwaltungen. Das Reichsgericht hat unter Verwerfung der Revision das Urtheil des Münchener Landgerichtes bestätigt, durch welches 18 dortige Socialdemo- kraten wegen Theilnahme an einer geheimen Verbindung zu 5 resp. 6 Monaten Gesängniß verurtheilt worden waren. Auf die glänzenden Ovationen, welche die Triestiner Kaiser Franz Josef bei seinem am Sonntage erfolgten Einzuge in Triest bereitet, wirst die Nachricht von einem noch zur rechten Zeit entdeckten irredentistischen Attentate einen häßlichen Schatten. Die Versionen über diesen Vorfall lauten verschieden ; nur so viel ist festgestellt, daß am Sonnabend Abend in Runchi, einer zwischen Gradisca und Monfalcom gelegenen Eisenbahn-Station, mehrere Individuen verhaftet wurden, in deren Besitz man zwei Bomben fand. Die Nach- richten über die Einzelheiten dieses Vorganges lauten noch sehr widersprechend, wenn man aber erwägt, daß die Verhaftung der Verdächtigen so kurz vor der Ankunft des Monarchen in Triest erfolgte, so läßt sich ein Zusammenhang zwischen der Anwesenheit des Kaisers in Triest und dem ermittelten Verbrechen unschwer erkennen. — In Tyrol und einem Theil von Kärnthen haben große Ueberschwemmungen stattgefunden; der angerichtete Schaden wird auf über zwei Millionen Gulden geschätzt. Die französische Presse beschäftigt sich noch immer in erster Linie mit den überraschenden Erfolgen der Engländer in Egypten. Die Gambettisti- schen Organe machen aus ihrer Bewunderung für die englische Politik der „vollendeten Thatsachen" im Orient gar kein Hehl, daneben fehlt es aber auch nicht an Stimmen, welche nicht mit in den Jubelchor der „Röpubl. frmicaife" und anderer Organe einstimmen und England zur Mäßigung rathen. Sa macht z. B. der „Siede" England darauf aufmerksam, daß seit 6 Monaten Fürst Bismarck daraus hinarbeite, Deutschland in Klein-Asien eine herrschende Stellung zu verschaffen, womit offenbar gesagt sein soll, England möge sich nicht zu sehr'in Egypten festbeißen, damit es noch hinreichend Kräfte zur Wahrung seines Einflusses in Klein-Asien zur Verfügung habe. Wir zweifeln aber sehr, daß England durch die Vorführung des „deutschen Gespenstes" sich bewegen lassen werde, auf seine Pläne in Egypten zu verzichten. Von der italienischen Regierung ist angeblich die Initiative zu einem Vorschläge behufs Regelung der Neutralitäts-Frage des Suezkanals ausgegangen. Der Vorschlag gipfelt in der Einberufung eines Congresses, welchem diese Angelegenheit zur endgültigen Entscheidung unterbreitet werden soll. Es wird versichert, daß sämmtliche Mächte, also auch das hierbei am Meisten interessirte England, sich mit diesem Vorschlag bereits einverstanden erklärt hätten. In Berliner und Wiener diplomatischen Kreisen ist das Vertrauen in Englands Loyalität betreffs der Zukunft Egyptens angeblich em unerschütter- tjch festes Die holländischen Kammern wurden am Montag mit einer Thronrede des Königs eröffnet. Die Thronrede kündigt bie verschiedenen Gesttze an, welche den Kammern in der neuen Session zugehen werden und b^nchnet die auswärtigen Beziehungen Hollands als die sreundschastlichsten, Auch die L.age der Colonien sei im Allgemeinen eine befrtebigenbe, obschon der Zustand der Dinge in Atschin noch zu wünschen übrig lasse. Cs ist dies sehr vorsichtig aus- gedrückt, denn nach den neuerdings aus Atsch,n ewgetroffenen Mittheüungen ist die dortige Lage eine ziemlich ernste; im vorigen Monate wurden die holländischen Transporte und Patrouillen zweimal von den Atschinesen aiigegnsten, wobei die Holländer 46 Mann an Tobten unb Verwundeten verloren. Der griechisch-türkische Grenzconslict scheint unter den Mächten doch mehr Beunruhigung hervormrusen, als man osfieiöserseits zugeben ivill. Es geht dies daraus hervor, daß inan sich mit dem Gedanken an eine Conserenz trägt, durch welche die griechisch-türkische Grenzangelegenheit geregelt werden soll. Der Gedanke ist von Rußland ausgegangen; doch sollen weder Griechenland be- am bei der die Verona nimmt langsam ab. Alle tiefer liegenden Punkte der Stadt und Provinz Padua sind gänzlich überschwemmt. Der Arbeitsminister bereist Ünglückstätten. Petersburg, 20. Septbr. Der „Regier.-Anz/ meldet, daß gestern Abend der Kaiser, die Kaiserin sammt ihren Kindern und den Großfürsten Georg, Alexis, Sergius und Paul nach Moskau abgereist sind. Ebendahin hat sich auch der Minister des Innern begeben. — Der Termin für den Ablauf der im vorigen Jahre angeordneten verschärften Sicherheitsmaßregeln in den bekannten Districten, darunter dein Petersburger und dein Moskauer Gouvernement, ist um ein weiteres Jahr verlängert worden. Moskau, 20. September. Seitens der Hofbehörden ist bekannt gegeben, daß anläßlich bei Ankunft des Kaisers und der Kaiserin und deren Besuchs in der Uspen- schm Kaihedrale alle hoffähigen Personen beiderlei Geschlechts, Stabs- und Oberoffiziere der Garde, der Armee und der Flotte, sowie die adeligen Personen beiberlet Geschlechts und die Stadthäuptcr von Moskau und anderen Städten, ferner die russischen und ausländischen Ehrenkaufleute und Handwerker sich heute Mittag um IVz Uhr tm großen Kremlpalast ein münden haben. Die Stadt ist festlich geflaggt. Die Ausstellung ist am 21. und 22. d. M- für das Publikum geschlossen. Moskau, 20. September. Das Kaiserpaar mit den Kindern und den Großfürsten Georg, Alexius, Sergius und Paul tfi Mittags 12 Uhr wohlbehalten angekommen, von der auf dem Bahnhöfe und aus den vom kaiserlichen Zuge passirten Straßen versammelten zahllosen Bevölkerung mit stürmischen enthusiastischen Hochrufen begrüßt. Der Kaiser, welcher mit der Kaiserin vom Bahnhof: dtrect zur Kapelle der iberischen Mutter Gottes fuhr, schien durch die wahrhaft imposante Kundgebung dec Liebe und Anhänglichkeit tief gerührt. Von der Kapelle begab sich das Kaiserpaar in das Kaiserpalais Kremel, worauf dasselbe alsbald in den Sälen erschien, wo zahlreiches Publikum versammelt war. Der Bürgermeister hielt Namens der Stadt Moskau eine Huldigungsansprache, indem er nach russischer Sitte Brot und Salz überreichte. Hiernach begab sich das Kaiserpaar in die Kathedrale, auf dem Wege dorthin von der im Kreme! versammelten Volksmenge mit donnerndem Hurrah begleitet, bis das Kaiserpaar im Kirchenportale verschwunden war. In der Kathedrale wurde das Kaiserpaar von dem Metropoliten begrüßt, worauf Gottesdienst abgchalten wurde. Danach begab sich das Kaiserpaar nach dem Kloster des heiligen Michael und fuhr gegen 3 Ubr in das Palais Petrowsky. Die Volksmenge am Kremel war so groß, daß der Kaiserwagen nur sehr langsam passiren konnte. Mit dem kaiserlichen Zuge traf auch der Fürst von Montenegro ein, welcher das Kaiserpaar überall hin begleitete._____________________________________ Deutschland. Darmstadt, 20. Septbr. Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben ^^Am^20^Sepchr. General-Secretär bei der Großh. Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschastlichen Vereine, Dr. Rudolph Weidenhammer, den Titel als Landes-Oeconomierath zu verleihen. Darmstadt, 20. Septbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog und die Großh. Familie werden am Freitag den 22. d. Mts. von Jagdschloß Wolfs- aarten nach Darmstadt zurückkehren. Auf der Reise nach Balmoral in Schottland, welche, wie gemeldet, am 23. d. Mts. bevorsteht, wird Se. Königl. Hoheit der Großherzog von J.J. G.Gr. H.H. dem Erbgroßherzog und der Prinzessin Alix begleitet sein. . — Nach dem Amtsblatt des Großh. Oberconsistormms Rr. 10 ist dte Gemeinde Spiesheim im Kreise Oppenheim trotz der für sie in Folge Ausschreibens vom 17. December 1877 erhobenen Collecte und den ihr anderweit zugekommenen Unterstützungen noch mit ihrer Kirchbauschuld schwer belastet und bedarf dringend der Erleichterung. Um dieser Gemeinde nun zur Tilgung besagter Schuld eine weitere Unterstützung zuzuwenden, hat Großh. Ministerium des Innern und der Justiz ihr eine in den evang. Kirchen des Großherzog- thums zu erhebende weitere Collecte bewilligt. — Das Amtsblatt Großh. Oberconsistormms Nr. 11, betr. die Erhebung der Pachtgelder von Pfarrbesoldungs-Grundstücken, enthält ein Ausschreiben dieser Behörde an die evang. Kirchenvorstände, in welchem letzteren die Besüm- mnngen mitgetheilt werden, welche bei Großh. Ministerium des Innern beantragt wurden, um den rechtzeitigen Eingang der Pachtgelder von Pfarrbesoldungs- Grundstücken und in den geeigneten Fällen auch der Erlöse für Holz und Früchte thunlichst zu sichern, zugleich die. Geistlichen vor Conflicten mit ihren Gemeinde- Angehörigen zu bewahren. Es soll danach in Zukunft mit der Erhebung der Pachtgelder von Psarrbesoldungs-Grundstücken, wenn der Geistliche dies beantragt und die directe Erhebung durch ihn Bedenken unterliegt, der Kirchenrechner als solcher betraut werden und die Verrechnung in der Kirchenrechnung stattfinden. Wo die Zahl der Pächter nur eine geringe ist und die Erhebung des Pachts nach keiner Richtung hin Schwierigkeiten bietet, muß auch für die Zukunft ermattet werden, daß der Geistliche solche ohne Belastung des Centralkirchenfonds besorgt. _ L , Berlin, 18. Septbr. Den „Berl. Polit. Nachr." wird geschrieben: Das Eisenbahn-Unglück bei Hugstetten ist von Technikern theilweise darauf zurückgesührt worden, daß die vorgeschriebene Fahrgeschwindigkeit überschritten worben sei. Mit Rücksicht daraus erinnern wir daran, daß vor einiger Zeit zur Controle der Fahrgeschwindigkeit von Eisenbahnzügen Geschwindigkeitsmesser constrmrt worden sind, welche auf der Locomotive angebracht werden und den Zweck haben, dem Führer die jeweilige Geschwindigkeit des ihm anvertrauten Zuges anzuzeigen. Dies geschieht auf einem Zifferblatt, ähnlich wie der Manometer die Spannung des Dampfes, im Kessel anzeigt. Gleichzeitig liefert der Apparat auch eine graphische Darstellung des Verlaufs der Fahrt auf einem Papierstreifen, und zwar sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit der Fahrt, als auch auf die Dauer des Aufenthalts auf den Stationen. Es kann also an der Hand dieser Aufzeichnungen genau nachgewiesen werden, ob Alles vorschriftsmäßig zugegangen ist. Diese Controle ist von größter Wichtigkeit für dte Sicherheit des Eisenbahnbetriebs und verhindert, wo dieselbe in Anwendung kommt, ein willkürliches Fahren, resp. Ueberschreitung der vorschriftsmäßigen Geschwindigkeit. Telegraphische Depeschen. Wolsf's telegr. Correspondenz-Brrreau. Berlin, 20. September. Der Kaiser ist mit den Prinzen des Königshauses Nachmittags 4Vt Uhr wohlbehalten am Bahnhof Tempelhof eingetroffen und von dort nach kurzem Aufenthalt nach Babelsberg weitergereist. Berlin, 20. September. Heute Abend 8 Uhr fand bie Eröffnung der elektrischen Beleuchtung des Potsdamer Platzes, dec Leipziger Straße bis zur Friedrichsstraße mittelst Siemens-Halske'scher Differentiallampen statt Bei Beginn der Beleuchtung hatte sich eine zahlreiche Versammlung m dem dazu gehörigen Maschtnenhaufe emgefunden, darunter die Herren Dr. Werner Siemens mit beiden Söhnen, Polizeipräsident, Oberbürgermeister, Bürgermeister Dunker, die Mitglieder des Curatoriums, des städtischen Erleuchtungswesens, sowie die Directoren des Reichspostamts. Nach Besichtigung der erleuchteten Strecke fand eine gesellige Vereinigung statt wobei der Oberbürgermeister Forckendeck hervorhob, daß Berlin heule als erste Stadt des Contingents die elektrische Straßenbeleuchtung eröffne und trank auf das Wohl des großen Llchterstnvers Siemens- Letzterer dankte mit einem Hoch auf Berlin, dessen bereitwilliges Entgegenkommen diesen großen Forschritt ermöglichte. Stadtrath Lowe toastete auf alle Mitarbeiter des Unternehmens. Namens Letzterer hob Hefner-Atteneck hervor, daß ber Streit zwischen den Vertretern ber Gasbeleuchtung unb elektrischen Beleuchtung unfruchtbar sei- Du elektrische Beleuchtung habe bas Verbienst einer größeren 1-^lquelle, um ewem größeren Lichtbedürsniß zu genügen, ihm seien Alle willkommen, welche biesem Bebürs- n'sse entgegenkämen. . - Dem $crnel;men nach Ist ber flüchtige Sanfter Max Leoenstein gestern Abend in Liverpool, als er sich eben nach Amerika einschiffen wollte, verhaftet worben- Cö sollen bei demselben noch 180,000 en ihm gewordenen Empfang aus. Zu bem Polizeipräsidenten gewendet sagte Se. Majestät: „Nun, so Gott will, sehen wir uns nochmals wieder!" Rödern«, 20. September. Se. Maj. der Kaiser, der sich auf dem Bnhnhof in Nickritz von bem König und ber Königin von Sachsen verabschiedet hatte, ist mittelst Extrazugs Nachmittags IV2 Uhr hier eingetroffen und hat nach kurzem Aufenthalt mit bem GFM. Grafen Moltke, dem Wirkl. Geh. Legationsrath v. Bülow und den anderen Herren seines Gefolges, die direkt von Dresden aus hierher gefahren waren, die Rückreise nach Potsdam fortgesetzt. Der König von Sachsen hat nach dem heutigen Manöver einen Tagesbefehl an die Generale, Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten des 12. Armeecorps erlassen, in welchem er ihnen seine vollste Anerkennung ausspricht. Riesa, 20. Sept Se. Maj. der Kaiser hat mit Sr. K. K. Hoh. dem Kronprinzen unb I. K- H. ben Prinzen Wilhelm, Heinrich, Friedrich Karl und Albrecht heute Nachmittag 1 Uhr die Rückreise nach Potsdam angetreten. Die Verabschiedung Se. Maj- des Kaisers von dem König unb ber Königin in Nickritz war eine überaus herzliche, ber Kaiser küßte und umarmte den König zu wiederholten Malen, küßte der Königin, mit welcher er sich noch längere Zeit unterhalten hatte, die Hand und verabschiedete sich bann auch von dem Prinzen Georg mit einem Händedruck. Trieft, 20- September. Der Kaiser brückte in einem Hanbschrciben an den Statthalter seine lebhafte Befriedigung über den herzlichen Empfang in Trieft, Gradisca, Gortz und Istrien aus; Triest habe sich während fünf Jahrhunderte als allergetreuefte Stabt erwiesen unb werbe den wohlerwoi denen Beinamen sich auch fortan bewahren Das Handschreiben spricht Allen ben herzlichsten Dank bes Kaisers aus. London. 20. September. Eine „Times"-Depesche aus Kairo von gestern meldet: Abdellal soll von schwarzen Soldaten, welche sich aufs Aeußerste zu vertheidigen zur Folge hatte, wurde heute das Urtheil publicirt. Dasselbe verhängt über den Weichensteller Berger eine Gefängnißstrafe von 4 Jahren, abzüglich 3 Monate Untersuchungshaft, über den Assistenten Eckerlin eine Gefängnißstrafe von 4 Wochen und legt de« Angeklagten die Kosten der Untersuchung und Strafvollstreckung auf. Der Angeklagte Signalwärter Letprecht wurde kostenlos fretgesprochen. SchiffSbericht. Mttgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W. Dietz Nachfolger, Gießen. Bremen, 19. Septbr. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Salier, Capt. C. Wiegand,, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6- September von Bremen und am 8. September von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 20. Septbr. Der Postdampfer Neckar, Capt- R Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. September von Newyork abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 8 Uhr Abends die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 152 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Limburg, 20. Septbr. Rother Weizen «AL 17.75, Weißer Weizen «AL 17.50, Korn «AL 12.05, Gerste Jü 8.90, Hafer «AL 5.95, Erbsen «AL —, Kartoffeln JL —.—. Saatweizen «AL 18.20. . Frankfurt, 20. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu 2.80—3.50, Stroh «AL 1.60—2.00, Eier das Hundert «AL 5.50—5.80, Stück 6—7 H, Butter 1. Qualität «AL 1.40, 2. Qualität «AL 1.25, Kartoffeln per Gentner «AL 2.50—3.00 ausgek. Erbsen das Pfund 00 H, Bohnen per Pfund 8—10 Wirsing 5- 7 H, Blumenkohl 30—65 H das Stück, 1 Hahn «AL 0, 1 Suppenhuhn «AL 1.30—1.50, 1 Poularde jl 0—0.00, 1 Ente «AL 1.40—1.60, 1 Taube 50 X 1 Welschen «AL 00—00, 1 Gans «AL 4.50—6. 73t) Ueber die Höhe der Koetea, wekhe die Eiariiokueg 6$mt Anzeige in eine ♦der mehre Zeituogoe verursacht, wird man eich nieoud» enttäuscht sehen. wenn msj) tob der Annoncen - Expedition von MJLA&8&&9TEKK L E E& in Frankfurt &. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) tuvor Auskunft einfurdert, die auch hinsichte der für den jeweilige» Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen enverläsuigen Bath ertbeiH ^-meldet und dadurch dessen dtsciplinarische Bestrafung herbeigeführt, "m« S4üfle auf biefln Säger, der, ba er ohne Schußwaffe sich befand. k erariff abaegeben hatte, sprang Bündle auf und eilte auf Gartner zu, um nC «m^citeren ©Sm zu verhindern. Nunmehr legte Gartner auf diesen an und rns rnn unglückliches Opfer töblid). Sallle sich biese Mittheilung bestäligen. so würde die That Gartners in einem ganz anderen Lichte und der Wahnsinn Sanrausgeschlossen Basel, 19. September- Von allen Seiten der Schweiz laufen traurige Berichte em über die Folgen der unaufhörlichen Regengüsse und Schneegestöber öu einer Zett, wo das Obst noch halbreif an den Bäumen hängt. Die Trauben fallen faulend von ben Weinstöcken, so daß auch diejenigen Weinbauern erntelos ausgehen, die von den trösten des Frühlings verschont blieben- In Appenzell und anderen höheren Lagen hat es geschneit, so daß das Rindvieh jetzt schon bie Winterquattlere beziehen mutz. Desgleichen gab es Schneegestöber um den Vierwaldstättersee, bet Göfchenen lag ber Schnee am 14. September einen Futz hoch. Samaden in Engadin ist ein- geschneit. Die eidgenössische Post in Puschlar wurde durch den Schnee so aufgehalten, daß sie statt Morgens 10 Uhr erst Abends 7 Uhr ankam. In La Rosa lag 83 Gentimeter und beim Hospiz Bernina 1 Meter hoch. In Gegenden, die noch Obstbau cultiviren war man dieses Jahr nur 11 Wochen schneefrei Aus Tessin werben Ueber- schwemmungen gemeldet Bei Bellinzona ist der Dragonataübergtt^ en und desch Straßen und Eisenbahn, so daß das dort zur Hebung befindUche Mttttar Hilfe leisten maßte. In Marobbia rissen die Wasser ein Haus mit Menschen und V'eh fort. Hier in Basel ist der Rhein in starkem Steigen begriffen- Heute Mttwg 12 Uhr war er 4 Meter über dem Nullpunkt und führte schon allerler weggeschwemmtes Holzwerk mlt ^Bad-Nauheim, 15. September. Heute wurden infolge ministerieller Verfügung die Vorschußvereine zu Friedberg, Bad-Nauhemi und^Reichelsheim durch> eine Commission, bestehend aus Herrn Finanzraih Hofmann aus Darmstadc und einem Großh. Steuer-Jnspector, einer Revision bezüglich der dem ^ichsstempelgesetz u ter- worfenen Geschäftszweige unterzogen. Die Gommission ließ sich von den hiesigen Vo - schuß-Verein die Statuten, sowie die letzte Bilanz geben unb zog Information Über die Veröffentlichung der jährlichen Bilanz, Über etwaige Verbrnbungen mit Bankhäusern, Zugehörigkeit zum Haupt- unb Unterverbanb unb dgl. m. ein. Mannheim, 18. September. In der am 12. b. Mts. verhanbelten Anklage- sache gegen PH. Berger, Johann Liebrecht und Stationsassistent Eckerlm von Heidelberg wegen fahrlässiger Tödtung und fahrlässiger Körperverletzung durch Dtenstvernach- lässigung, die den Zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge am Pfingstmontag in Heidelberg Obstverfleigerung. Montag den 28 dH. MtS., von Vormittags 10 Uhr an, soll das Gemeindeobst, bestehend aus Aepfeln und Zwetschen, versteigert werden. Watzenborn, den 19. Septbr. 1882. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn. 6134 Schäfer. Das Gemeindeobst bestehend in Aepfel unb Birnen, wirb am Montag den 25* ds. Mts., für Atzbach, ca. 60 Gtr-, um 9 Uhr, „ Kinzenbach, ca. 30 Gtr., um 2 Uhr, an Ott und Stelle versteigert. Krofdorf, den 19. September 1882. 6135 Das Bürgermeisteramt. Obstversteigerung. Den 25. September d. Js., Vormittags 10 Uhr, werden aus der M üller' schen Oekonomie Neuhof ((Station Langgöns) ca. 200 Malter Aepfel versteigert. Näh. durch Verwalter Schuchard zu Neuhof. 5962 Ieilgebolenes. 6069 In einer frequenten Stadt Oberhessens ist eine schon seit langen Jahren mit bestem Erfolg betriebene Metzgerei mit Wirthschast verbunden Familienverhältnisse halber zu verkaufen. Franko-Anfragen richte man gefl. an Haasenftein & Vogler, Frankfurt a. M mit der Bezeichnung: K 62325. Wieder eingetroüen: Frische Golhaer Cervelatwurst auch im Anschnitt, empfehlen 6144 J. A. Bsesch Söhne. Iüm^Elnmacheü^ Echten Weinessig, do. ä l’Estragon sowie alle Gewürze empfiehlt billigst 5259______Fr. Seibel. Feinst Salatol in frischer, süßer Waare empfehle den Schoppen zu 45 X 6096_______Eteoffer. Amerik. Kiillofen (Kronjuwel Nr. 1) wegen Anschaffung eines größeren zu verkaufen. 5749 H. Kühn, ^Papierhandlung. Allgemeiner Anzeiger. Hoffmann, Ortsgerichtsmann. 6139 Kleider, Mäntel, Hemden re. für Kinder; Anzüge und Ueberzieher für KnäbkN^ welche derselbe aus der Liquidation eines Fabrikgeschäftes erhalten hat, gegen Baarzahlung versteigern. Auch für Wiederverkäufer günstige Gelegenheit. Gießen, den 20. September 1882. Bekanntmachung. Die Abfuhr des noch im Licher Stadtwald lagernden Holzes hat innerhalb diefes Monats, ohne Berücksichtigung der Witterung, zu erfolgen. Lich, am 20. September 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. 6133 Walz. Dienstag Den 26. und Mittwoch den 27. Septbr., ö Vormittags 9 und Nachmittags 2 Uhr, X laßt Herr A. Docter hier im Saale des X E9ST Gasthofs zum Einhorn 4BMZ X einen großen Posten durchaus reeller Maaren, als: X Schürzen, schwarz, weiß und farbig, X Regenmäntel, X Unterrocke, Hosen re. X Frankfurter i empfiehlt von jetzt ab wiever Carl Schwaab's Aeiicatessenhandlung. 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Dasselbe enthält folgende 6 Journale: Bazar, Neues Blatt, Daheim, Deutsches Familienblatt, Gartenlaube, Nomanbibliothek und kostet bei halbjährlichem Abonnement vierteljährlich X l.ttO. Jeder Abonnent erhält wöchentlich einmal obige 6 Blätter. Gest. Beltrtttserklärungen werden 6127 Ein tüchtiger, zuverlässiger Müllerbursche wird gesucht von H. May, Obermühle Biedenkopf. Bürgergesettschaft. Sonntag den 24. September: Abend-IJiiteriialtuiig in Wenzels Saal- Dienstag den 26. Sept., Abends 9 Uhr: 21—25 21—25- 35—40 71-76 59—64 16-20 Baugewerksschule zu Wetalar Anfang des Wintersemesters 23. Oktober 1382. 5996 Director Baumbacli. baldigst erbeten. Gießen, Aeltersweg. 6147 Aepfel kauft Helnr. Schäfer^ Geschäfts-Eröffnung. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich in meinem Hause 16 Marktftraste 16 ein Tabak- k i feirnimsrliiin verbunden mit Parfümerien und allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln eröffnet habe. Bei Führung von anerkannt guter Maare und streng reellen Preisen bitte um geneigten Zuspruch. Gießen, den 20. September 1882. Hochachtend Wer sein Recht nicht kennt, hat den Schaden zu tragen! Wer sich vor solchem Schaden an Ehre und Vermögen bewahren will, abonnire auf die „Berliner Gerichts- Zeitung", die, von den hervorragendsten Berliner Juristen redigirt, bei ihrem niedrigen Abonnementspreis, bei ihrem reichhaltigen belehrenden und unterhaltenden Inhalte in keinem deutschen Haushalte fehlen sollte. Die beliebten juristischen Leitartikel über Reichs- und Landesgesetzgebung sowie über Rechtsfragen im Gebiete des bürgerlichen und Strafrechts, die für das praktische Leben wichtigsten Entscheidungen deutscher Gerichtshöfe, die Veröffentlichung der interessantesten Prozesse des In- und Auslandes, der reichhaltige, allen Abonnenten in schwierigen Rechtsfragen kostenfreien Rath er- theilende Brieftasten, das anerkannt höchst gediegene Feuilleton, welches stets die neuesten, besten Romane sowie belehrende und humoristische Artikel unserer ersten Schriftsteller enthält, führen der Berliner Gerichtszeitung unausgesetzt eine große Anzahl neuer Abonnenten zu, so daß sich dieselbe mit vollstem Recht zu den gelesensten, verbreitetsten Blättern Deutschlands rechnen darf. Die ganz eigenartige, höchst pikante politische Rundschau aus der Feder eines der beliebtesten Berliner Publizisten orientirt die Leser über alle wichtigen politischen Ereignisse. ooocxxxiaaooooooQag 8 Unserem lieben Freunde H Emil Matthias B q zu seinem heutigen Wiegenfest die q n> herzlichsten Glückwünsche. Q q 6137 .Cordelia". Q OaOQGOOQ OOQODOOaöG Auswanderer nach Amerika befördert billigst Chr. Wallenfels Hessische Morgenzeitung 24. Jahrgang. Die „Hessische Morgenzeitung", welche mit dem 1. Juli d. I. aus den Händen des seitherigen Eigenthümers in die Hände einer aus angesehenen Männern und Parteifreunden in Stadt und Land gebildeten Actienaesellschaft übergegangen ist, wird in politischer Hinsicht, getreu ihrer Vergangenheit, den nationalliberalen Standpunkt festhalten. Sie wird für die gemeinsamen Aufgaben aller liberalen Schattirungen eintreten, jedoch innerhalb derselben danach trachten, daß , der Radikalismus nicht die Führung erhalte. Im klebrigen wird die „Hessische Morgenzeitung", wenn auch Parteiblatt, in erster Linie auf möglichst umfassende, wohlgesichtete und rasche Berichterstattung auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens bedacht sein. Ihr täglich zweimaliges Erscheinen befähigt sie, bereits Nachmittags ihren Lesern alle im Laufe des Vormittags eingetroffenen Nachrichten von Bedeutung, insbesondere auch Börsen- und Handelsnachrichten, mit- zutheilen, welche aus den anderen hiesigen Blättern erst am folgenden Tage tu ersehen find. Zahlreiche neu gewonnene Correspondenten in Kurhessen und Waldeck setzen sie in den Stand zu besonders eingehender Besprechung der provinzialen Angelegenheiten. Lokalberichte uud Feuilleton werden ebenfalls die forgsamste Pflege erhalten. Mit der Sonntagsnummer wird den Abonnenten ein besonderes illustrirtes Unterhaltungsblatt kostenfrei geliefert. Da die Umwandlung des Blattes dessen Leserkreis erheblich erweitert hat und fernere Erweiterung sicher zu erwarten steht, so empfiehlt sich die „Hessische Morgenzeitung" ganz besonders zu Annoncen aller Art. Wir hoffen, daß das Blatt in seinen neuen Verhalt- nisten die alten Freunde sich erhalten und zahlreiche neue hinzugewinnen wird. Die „Hessische Morgenzeitung" erscheint 12 Mal per Woche. Abonnements preis pro Quartal X 3.75 (pro Monat X 1.25). Kassel, im September 1882. Verlag und Kedaction der Hessischen Morgenzettung. 6086 Mehrere möbl. Zimmer zu vermiet hem Wilhelm Böger. 6100 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen. Bahnhofstraße Nr. 133. 6104 In einer kleinen Stadt Oberhessens (in der Nähe von Gießen) ist ein Geschäftslokal, in dem ein gemischtes Waarengeschäst betrieben wird, mit der Ladeneinrichtung unter günstigen Bedingungen zu ver- miethen. Das Geschästslokal ist in bester Lage und eine hübsche Familienwohnung damit verbunden. Offerten von Selbstreftectanten erbittet man unter X. Y. Z. an die Expedition ds. Bl. Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst- befleckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dr. Retau’s Selbst- bewaliruue. 78.Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 3^. . Lese es Jeder, der an den schrecklichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch G. Pönicke's Schul» buchhandluug in Leipzig, sowie durch jede Buchhandlung in Gießen. 5647 Abonnements-Einladung auf die Berliner Gerichts-Zeitung Magazinier für eine chemische Fabrik gesucht. Derselbe muß eine gute Handschrift Haven und gewohnt sein, Arbeiter zu beaufsichtigen. Solche, welche im Droguen- u. Chemicalien- fack bekannt sind, erhalten den Vorzug. Frco.-Offerten mit genauer Beschreibung der seitherigen Thätigkeit, Angabe der Gehaltsansprüche, Militär- und Familienverhältnisse, Alter, Eintrittszeit u. Zeugniß- abschriften sind unter 0. 7640 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. zu richten. NB. Gelernte Kaufleute werden nicht berücksichtigt.6071 6151 Braves Mädchen sofort zu einem Kinde gesucht. Näh, bei der Exped. ds. Bl. Wermietfiungen. 6032 Möblirte Zimmer zu vermiethen. Neuenweg 186, Vorderhaus. ~ 4994 1—2 unmöbl. iZimmer im 1. Stock sofort zu vermiethen. __C. Petri, Marktplatz. 6058 Auf Oktober ein kleines Familien- logis an ruhige Leute zu vermiethen. Wchsteingasfe 10. "6142 Ein neuhergerichtetes Logis, 4 Zimmer mit Zubehör, vermiethet I. Hetz, Teufelslustgärtchen. 6145 Möbl. Zimmer nächst der Kaserne zu vermiethen. Wallthorstraße 137. 6141 Ein unmöbl. Zimmer zu ver- miethen. Schreiner Koch, Westanlage 87. 6143 Ein großes und ein kleines Logis mit Zubehör zu vermiethen. 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