L88L. r Schulstraße 8. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 20. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 8. Juli den Kreisarzt des Kreis-Gesundheitsamtes Büdingen, Medi- cinalrath Dr. Ludwig Westernach er, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen und demselben aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen; an dems. Tage den Kreis-Assistenzarzt für den Kreis Offenbach, Dr. Her- mann Koch, zum Kreisärzte des Kreis-Gesundheitsamtes Büdingen zu ernennen. Darmstadt, 20. Jult. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 8. Juli 1882 den Districts-Einnehmer der Districts-Einnehmerei Nieder- Jngelheim, Conrad Becker, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen; an demselben Tage zu ernennen: Die Hauptsteueramts-Assistenten 1. Classe bei dem Hauptfteueramt Mainz Kaspar Müssing und Johann Martin Bender zu Revifionscontroleuren bet den Hauptsteuerämtern Gießen und Mainz, die Hauptsteueramts-Assistenten 2. Classe Georg Kaspar Zimmermann, August Jrle und Johann Georg Brugmann bei dem Hauptsteueramt Mainz, Adam Rapp bei dem Hauptfteueramt Bingen, Martin Jung bet dem Hauptsteueramt Offenbach und Sebastian Treu sch bei dem Hauptsteueramt Worms zu Hauptsteueramts-Assistenten 1. Classe bei diesen Hauptsteuer ämtern. sowie die Finanzasptranten Steucraufseher Conrad Fuchs zu Mainz, Wilhelm Sart onus aus Darmstadt und Jacob Karn aus Heubach zu Hauptsteueramts-Assistenten 2. Classe bet dem Hauptsteueramt Mainz, den Finanz- Aspiranten August Schmidt aus Romrod zum Hauptsteueramts-Assistenten 2. Classe bet dem Hauptsteueramt Gießen und den Finanzaspiranten Philipp Jacob Göbel aus Dautenheim zum Hauptsteueramts-Assisienten 2. Closse bei dem Hauptsteueramt Offenbach, sowie endlich den bei dem Kaiserlichen Hauptzollamt Hamburg commissarisch verwendeten Hauptfteueramts-Assistenten 2. Classe Adam Weiß zum Hauptsteueramts- Assistentcn 1. Classe und den bet demselben Amte verwendeten Finanzasptranten Jacob Stuckert aus Lengfeld zum Hauptsteueramts Assisten 2. Classe; an demselben Tage den Hauptfteueramts-Assistenten 1- Classe Karl Gengenbach zu Mainz in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueramt Darmstadt zu versetzen. — Das Amtsblatt des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 31, enthält das nachstehende Ausschreiben vom 15. Juli 1882, betreffend Vereinbarung zwischen Hessen und Preußen wegen gegenseitiger Rechtshülfe in Verwaltungsangelcgenbeiten, insbesondere in der Beitreibung öffentlicher Abgaben und Gefälle, sowie in der Vollstreckung polizeilicher Strafverfügungen und Executtvstrafen: Der Königlich Preußischen Regierung ist gelegentlich der in obigem Betreffe gepflogenen Verhandlungen von der Großherzoglichen Regierung zugeftanden worden, daß die mit der Vollstreckung der gerichtlichen Strafen betrauten Großh. gerichtlichen Behörden und Beamten auch fernerhin, wie dies bisher viefach gestehen, die im Preußischen Staate erkannten Polizei- und Executivstrafen einziehen werden, insofern d;e erwähnten Behörde» und Beamten sich dazu für zuständig erachten und die Vollstreckung nach denselben Grundsätzen bewirkt werden kann, welche für die Vollstreckung der gerichtlichen Strafen bestehen. Hierbei ist zugleich zwischen den beiderseitigen Regierungen verabredet worden, daß in allen oben bezeichneten Fällen und namentlich dann, wenn Seitens der Großherzoglichen Amtsgerichte auf Ersuchen Preußischer Polizeibehörden Polizeistrafen vollstreckt werden, welche gegen einen im Großherzogthum wohnenden Contravenienten festgesetzt worden sind, diejenigen Kosten der Zwangsvollstreckung, welche von dem Schuldner nicht eingezogen werden können, von der ersuchenden der ersuchten Behörde nicht zu erstatten sind. Indem wir die Justizbehörden von Vorstehendem in Kenntniß setzen, empfehlen wir denselben, sich darnach zu bemessen. Berlin, 18. Juli. Bezüglich der Ernte-Aussichten schreibt die „Prov.- Corresp.", dieselben würden nach den vorliegenden Berichten als gute, zum Theil vorzügliche, bezeichnet; nur für Obst seien sie gering, für Wein genügend, jedoch nicht allzuviel versprechend. Die Futter-Ernte des ersten Schnitts sei sehr reichlich , der Saatenstand durchweg vortrefflich und sei Winterung und Sommerung gleich gut, in erster Reihe Roggen, dessen Ertrag weit über eine Mittel-Ernte hinausgehe. Neber Weizen, Gerste, Hafer lauten die Nachrichten fast ausnahmslos recht gut; auch bezüglich der Rüben, Kartoffeln und Erbsen, seien die Aussichten, wenn auch nicht gleich hoffnungsreich, doch durchaus ziemlich befriedigend. — Der erste Cholerafall in diesem Jahre ist gestern in Charlottenburg constatirt worden. Ein Bettler wurde krankheitshalber in das dortige Krankenhaus geschafft, wo er an asiatischer Cholera gestorben ist. Zur Beruhigung wollen wir hinzusügen, daß sofort alle gebotenen sanitären Maßregeln getroffen worden sind, um einer Ausbreitung der Krankheit vorzubeugen. — In Bezug auf den von uns gebrachten Artikel über das Anwachsen des kaufmännischen Proletariats durch die Massenausbildung von unbesoldeten Lehrlingen, der den Vorzug genossen hat, von einer sehr großen Anzahl deutscher Zeitungen beachtet zu werden, wird den „Verl. Politischen Nachrichten" geschrieben, daß der Verein „Merkur" in Nürnberg beabsichtigen soll, Vorarbeiten zu einer gesetzlichen Regelung des kaufmännischen Lehrlingswesens anzubahnen. — Der preußische Justizminister hat in Betreff der durch Gerichtsvollzieher veranstalteten Privat-Auctionen, welche unter dem Schein eines amtlichen Verkaufs erfolgen, sowie hinsichtlich der gleichzeitigen Abhaltung solcher Auctionen mit Zwangsverkäufen, Folgendes erlassen: 1) Dem Gerichtsvollzieher steht es zu, die Uebernahme freiwilliger Versteigerungen ohne Angabe der Gründe abzulehnen. Die Ablehnung muß aber erfolgen, wenn die Vermuthung begründet ist, daß es sich um ein unreelles Auctionsgeschäft handelt. 2) Aus der Bekanntmachung des Versteigerungs-Termins muß deutlich ersichtlich sein, daß der Verkauf ein freiwilliger ist. Die Bekanntmachung darf keine Angaben enthalten, welche irgendwie geeignet sein könnten, über den Anlaß des Verkaufs, über die Beschaffenheit der zum Verkauf kommenden Gegenstände oder über die Person und die Verhältnisse des Auftraggebers einen Jrrthum zu erwecken. 3) Freiwillige Versteigerungen dürfen in der Ausführung mit Zwangsversteigerungen nicht derart verbunden werden, daß das Publikum über den Charakter des Geschäfts in Unklarheit oder Jrrthum versetzt werden könnte. 4) Die Versteigerung von Waaren eines Wanderlagers darf nur dann übernommen werden, wenn dem Gerichtsvollzieher die Entrichtung der Steuer für den Wanderlagerbetrieb nachgewiesen ist. — Die Handelskammer in Köln hat das Problem, welches der Ministe- rial-Erlaß vom 30. November v. Js. den Handelskammern stellte, in origineller Weise gelöst. Sie zerlegt den Jahresbericht, wie er bisher herkömmlich gewesen, in zwei Theile: einen Bericht an den Handelsminister und einen Bericht an die Handels- und Gewerbetreibenden der Stadt Köln. Hinsichtlich des ersteren bindet sie sich streng an die Vorschriften des Rescripts vom 30. November und den letzteren veröffentlicht sie ohne Weiteres. Sie hat dem Handelsminister im Voraus angezeigt, daß sie so verfahren würde und anscheinend auf diese Anzeige weder eine zustimmende, noch eine mißbilligende Antwort erhalten. Jetzt ist sie demgemäß verfahren, ihr Bericht an die Handels- und Gewerbetreibenden ist ausgegeben worden, ohne zuvor der ministeriellen Censur unterlegen zu haben. Berlin, 19. Juli. Bezugnehmend auf das Vorkommen eines Cholerafalles in Charlottenburg wird den „Bert. Polit. Nachr." von fachmännischer Seite mitgetheilt, daß in den heißen Sommermonaten sich unter den Brechdurchfällen in unseren Gegenden mehrfach alljährlich einige Fälle finden, die entschieden den Charakter von Cholera tragen. So ist vor zwei Jahren in Berlin an einem durch Entbehrungen geschwächten Weber ein derartiger tödtlich verlaufener Fall beobachtet worden, dem analog der Charlottenburger Fall sein dürfte; desgleichen ist auch in der ersten Juliwoche d. Js. in Hamburg ein gleicher Fall constatirt worden. Es sind Fälle von endemischer Cholera (Cholera nostras), bkv wenn durch Entbehrungen geschwächte Individuen betroffen werden, einen rapiden Verlauf nehmen, häufig von Symptomen der asiatischen Cholera begleitet. Von medicinal-polrzeilicher Seite wird diesen Krankheitserscheinungen die größte Aufmerksamkeit gewidmet und es gelingt zumeist, eine Weiterverbreitung zu in- hibiren. Was den Charlottenburger Fall betrifft, so verlief derselbe in der That unter charakteristischen Symptomen und hat sofort zu eingehenden Untersuchungen, zu Mitthellungen an höhere Stelle und zu Präventivmaßregeln Anlaß gegeben. Uebrigens zeigt sich augenblicklich in den uns benachbarten Staaten wie auch in Deutschland die Cholera überhaupt nicht und ist mit Zuversicht anzunehmen, daß auch der Charlottenburger Fall vereinzelt bleibt. Häufiger zeigen sich in der heißen Jahreszeit derartige Fälle in Südspanien (Valentia, Granada, Murcia und Saragossa) und auch in Baltimore, doch treten sie auch da zur Zeit nicht in besorgnißerregender Weise auf. Hesterreich. Wien, 19. Juli. Heute Nachmittag IVz Uhr fuhr der Kaiser Franz Joseph, welcher die Oberfluniform seines preußischen Garderegiments und das Band des Schwarzen Adlerordens angelegt hatte, nach dem Hotel Jmpärial, wo derselbe von Sr. K. K. Hoheit dem deutschen Kronprinzen aus der Treppe erwartet wurde. Nach herzlicher Begrüßung begaben sich beide in die Appartements der Kronprinzessin, wo der Kaiser die hohe Frau begrüßte und die Vorstellung der Prinzessin Victoria entgegennahm. Nach etwa halbstündigem Aufenthalte fuhr der Kaiser wieder zur Hofburg zurück. Darauf besuchten die kronprinzlichen Herrschaften mit der Prinzessin Victoria die internationale Kunstausstellung und wurden von Professor v. Angelt durch dieselbe geleitet. Nach etwa dreiviertelstündigem Aufenthalte in derselben besichtigten die hohen Herrschaften das Atelier des Professors o. Angelt in der Academie der bildenden Kunfte, begaben sich später in das deutsche Botschaftshotel und wurden daselbst von dem deutschen Botschafter Prinzen Reuß empfangen. t . . ... — Im Laufe des Nachmittags statteten Ihre K. K. Hoheiten ber deutsche Kronprinz und die Frau Kronprinzessin dem Kaiser Franz Joseph einen ^genbesuch ab. besuchten sodann noch die Votivklrche und besichtigten die Rmgtheaterruine. Abends 7 Uhr begaben sich die kronprinzlichen Herrschaften zu dem Diner bei dem deutschen Botschafter, Prinz Reuß, nach seiner Villa zu Mauer, an welchem auchder englisch e Botschafter, die Mitglieder der deutschen Botschaft und das kronprinzliche Gefolge theilnahmen. Sranllreich. Paris, 18. Juli. Die Erklärungen, die der SRinisterpräsident^Freycinet heute in der Deputirtenkammer über die Politik abgegeben _ hat, dre Frankreich jetzt in Egypten befolgen müsse, lassen sich kurz dahm zusammenfa,sen: Seit dem 11. Juni haben wir ein Recht M bewaffnetem Emschretten, aber wir müssen dazu die Beihülfe und die moralische Thetlnahme von ganz Europa anrufen; das europäische Concert ist eine Nothwendigkeit, denn ledesmal, wo bte orientalische Frage ohne Europa hat gelöst werden sollen, rst em großer Kneg entstanden Sie Gonferem muß zunächst befragt werden; wenn ste entscheidet, daß Frankreich mit England gemeinschaftlich in Egypten Ordnung schaffen sollen, io werden wir dorthin gehen. Wir werden auch den Suezkanal schützen, wenn die "Conferenz^ es für gut befindet. Die Rede, so behutsam sie auch die ganze Frage behandelte, ist mit großem Bestall ausgenommen worden. England. 20 lult. Recognoscirungm ergaben, daß Arabi's Position sehr stark ift --Eine Armee hat den Mohamondieh-Canal, welcher Alexandrien mit Wasser versteht, in den Martnt-See abgelenkt. Man glaubt, datz der größte The» der Cisternen eatnflag ben A Gießen, 19. waren aufgetrieben: iiches aufgetriebene \ die Preise hoch. Nächster Mari Tage auch Krämerm _ pißt Lewe iw N-ch>- «u» in frÄ Aussasang ganz richt wfoütebüHlbauf Htrohes zu bemtheilen Men von jenem Vor einen Pachtvertrag M Maus des Strohes Men ganz und gar selbst, gut zu büngei amoanbtln sollte, ben erfordern, so kann sich des Wrrthschaftsplane eines Bodens gering starkung des Viehstai würde also her Strol durch starke Strohwi einen Theil des Etro Anschaffung von Kni in Alexandrien neuerlich gefüllt worden ist. In Kairo herrscht noch Aufregung. — Hier (in London) wird ein Krtegsrath abgehalten. Türkei. Konstantinopel, 19. Juli. Die Confercnz trat heute in Therapia zu einer Sitzung zusammen, welche 3 Stunden dauerte. — Wie aus Smyrna gemeldet wird, hat gestern daselbst eine Feuersbrunst das jüdische und das türkische Stadtviertel zerstört. Amerika. New-Uork, 18. Juli. Die Arbeiterstrikes haben sich in Amerika über die ganze Union verbreitet, auch die Westküste ist in Mitleidenschaft gezogen worden, und einige Geschäftszweige werden sogar mit vollständigem Stillstand bedroht. Dem „Hamb. Corresp." schreibt man aus San Francisco, daß zur Zeit 100,000 Fabrikarbeiter striken, eine Zahl, die noch täglich wächst und eine Haltung beobachtet, welche auf ein Nachgeben in der nächsten Zeit nicht schließen läßt. Aber auch auf Seiten der Arbeitgeber tritt noch nicht das leiseste Zeichen von Neigung zur Versöhnung zu Tage, und wenn man ihre Begründungen und Darlegungen hört und sie mit gewissen, täglich deutlicher hervortretenden Symptomen des Geschästslebens zusammenhält, so dürften diesmal die Arbeiter den Kürzeren ziehen, well man unverkennbar einer Geschästsflaue entgegengeht. °>>rd dn SAS! S'Srr S»JgV SB Verwischtes. gsä . 9^. sLandwirjhschaftliche Landesausstellung^ Der !and- rofr‘%M!*c, B-z-rksverem Büdmgen hat zu de» Kosten der Ausstellung einen B-Vroa von 200 Mark verwilligt, die Bank für Handel und Industrie e nen Eenvrels n^ 350 Mark und die Stadt Mamz einen solchen von 250 Mark geWttt ^ — Die zu Neustadt in Mecklenburg-Schwerin bestehende Bauaewerk- Wnfrfun»» und Mühlenbau-Schule befindet sich in einer lebhaften entmtcTtaM® ® u ÄrroSlnB hS ; Sommer-Semesters 1882 konnte unter den vorliegenden Verhältnissen keine bek.neT^ sein desto lebhafter verspricht die Frequenz des nächsten Äf'&Xä S bereits vorliegenden Anfragen und Anmeldungen zu werden. Diese Anstalt ift -'nz'ge in den Grobherzogthümern bestehende, sie bezieht erhebliche Sub°-n,Ionen und daher wird bet ihrer anerkannten Leistungsfähigkeit eine weitere Entwickelung aar Mckt ausbleiben können. - Das nächste Winter-Semester beginnt am 6. November der : B-runterrtcht am 10. October. Jede weitere Auskunft über Orts- und SchullDer- , Haltnisse ertheilt die Dttection. ^wur-^er- , , , 7" 26. l. Mts. wird der für das Großherzogthum Hessen befianirte GFifen- ^^^irath zu Darmstadt seine dritte Sitzung abhalten. Nach der dieser Taae Kettens «s§s0Mrzogllchen Ministeriums ausgegebenen Tagesordnung gelangen ME fast : ausschließlich solche Gegenstände zur Verhandlung, welche bereits in der zweiten Stbuna zur Berathung vorgelegen haben. Es sind dies nämlich die Anträge: 1) des Alice? Vereins auf freie Beförderung der Krankenpflegerinnen auf den hessischen Staats, und Privatbahnen; 2) der Großherzoglichen Handelskammer Worms auf EinMruna von Retourbillets im Verkehr mit Belgien mit einer Gültigkeitsdauer von 10 Taaen- ^?LrZ^?erzoglichen Handelskammer Mainz: a. auf Abrundung des Zahlgewstbts bei Stückgütern; b. auf Ermäßigung der Wagenladungsfrachten für Petroleumtrans- porte im Localver^hr und c. auf Befreiung der Nachnahmebeträge für das Anrollen von Gütern zur Bahn bis zur Höhe von 50 Pf. von Provision; 4) auf Ausrüstung ^er J?1- Classe-Wagen mit Fenstervorhängen und Heizeinrichtunaen • 5) auf unbebingte @ßltigfeit der Retourbillets auf der Main-Necka^Bahn für die Rückfahrt in den Schnellzügen; 6) auf Aenderung des dermalen bestehenden Verhältnisses zwischen Rauch- und Nichtrauch-Coup6s und 7) auf Untersagung des Zutritts des n chtretsenden Publikums zu den Perrons größerer Bahnhöfe. Bezüglich der beiden kK5bntm Anträge macht das Großherzogliche Ministerium darauf aufmerksam, daß (ad 6) nach &en Dorlicgcnben Aeußerungen der Bahnverwaltungen die an sich wünschenswertben Maßnahmen mit den Gewohnheiten des Publikums in einen solchen Widerspruch treten bereu Durchführung hieran unbedingt scheitern wird, sowie datz (ad 7) r.^^r^iühning dieser Maßnahme durch die baulichen Einrichtungen der deutschen mm n unterstützt werde. Die Pos. 1 der Tagesordnung umfaßt eine Reihe von Beschwerden gegen die Sommerfahrpläne der Oberhessischen Bahn n der Main- Weser-, Main-Neckar- und Hessischen Ludwtgsbahn. Petersburg, 15. Juli. Einem Gerüchte zufolge ereignete sich vor einigen Tagen ein beklagenswerther Zufall im Parke von Peterhof. Der Czar ging in der a?ee /u" Parkes auf und ab und wollte wahrscheinlich einem in der Nähe arbeitenben Gartner einen Befehl ertheilen, denn er winkte ben Mann zu sich heran Der Gartner ließ, auf ben Wink seines Kaisers hin, sofort fein Werkzeug fallen und fön allein unmittelbar vor demselben brach er zusammen und ftüyte tobt vor dessen Füße nieder. Die in der Nähe postirte Schildwache hatte die D-^K^^brhalten, auf reden^Fremden zu feuern, der sich dem Kaiser nähern würde erfd)0ffenbat r^merft Urnb bewegen den herbeilaufenden Arbeiter l r 5aarr sich gewesen fern vor Schmerz und eigenhändig geholfen haben , den leblosen Körper aufzuheben. Es soll auch sofort Befehl ertheilt 3U°forgenCm' ” ausreichendster Weise für die Hinterbliebenen des Unglücklichen ~ f - Vom Schützenfest in Mannheim erzählt das „Mannh.Tgl." folgende amüsante Geschichte von einer verhangnißoollen Einladung. Also das Schützenfest gebt seinen L°uf frisch und fröhlich weiter ungehindert der Störungen, die ^nTimtürfifZ ^ege^ brf°?tCVaUf be™ Schießplätze knallt es mächtig drauf los und die Schützendrüder wissen die vom Puloerdampfe ausgelrvckneten Kehlen ganz gut wieder anzufeuchien. Dabei lachen natürlich Mannheims Wirthe mit dem ganzen Gchch und unser guter und braver Bürgerstand scheint d.e Festwoche als einen einzigen blauen Montag zu betrachten. Nur Einer geht in all' dem Jubel mit traurig gesenktem Haupte daher. Wer kennt ihn nicht, den Stadtbekannten - doch halt’“einen müssen wir verschweigen ! Aber die Geschichte, die böse Geschichtt seines Grames dü7fen w'r, zum warnenden Beispiel, unfern Mitbürgern nicht vorenthalten. Der gute Mann leidet nämlich hie und da an Anwandlungen allzu großer Liebenswürdigkeit. Wir sagen absichtlich hie und da, denn manchmal leidet er auch an der entgegengesetzten Krankheit, Bis jetzt lebte er harmlos im Kreise seiner zahlreichen FamM schUcht und recht dahin, er freute sich kindlich auf das Schützenfest und sah sich schon im Geiste mit seinem lieben Weibchen und seinen Küchlein an den weißgedeckten Tischen der Festhalle sitzen, eine Flasche Herxheimer vor sich, Freunden und Bekannten zuwinkend und zutrinkend. Da reitet ihn wieder der Teufel der Höflichkeit und einem Geschäftsbriefe, den er an eine Familie nach Karlsruhe schreibt, fügt er das harmlose Sussir bet: „Es wird mich sehr freuen, Sie beim Schützenfeste hier zu sehen!" Natürlich in der vollsten Ueberzeugung, die Phrase verhalle ungehört in Lust und Duft- Aber "tr£Ucn?aU2^em Umgehend erfolgt die Antwort: „Komme mit meinen 6 Kindern nach Mannheim zu Ihnen, mein Gatte einen Tag spater." Unser Mitbürger glaubt in Ohnmacht zu sinken, aber was Hilsts? Sie kamen Alle! Die Frau die 6 Kinder der Mann die Ktndsfrau - dazu noch die Frau, die 5 Kinder und dieKöchin unseres lieben höflichen Mannes — machen zusammen 17 Personen aus' — Wünsch' angenehme Mahlzeit! - Und dabei muß unser armer Freund die 4 Tage im Hottl schlafen denn zu Hause ist ^a fein Plätzchen unbesetzt. Traurig fandenInir^gnaSontaa Morgen auf dem Schießplätze; er wollte seinen Gram ersäufen und hatte eben imei Hälft gebrochen. .Was fehlt Dir, lieber Leopold ?"^^fragt ihn Einer Du bist ia furchtbar nl-dergeschlag-y." Und der Gute erzählt in seiner durch den^Aftin noch gesteigerten Aufregung die ent etzltch traurige Geschichte. Aber das ift nochnickst Alles", ruft er zum Schluffe fast weinend, „heute Mittag soll ich n7ch die ganze Rand hierher führen; fallen den Fzstplatz sehen!" — Plötzlich aber durchzuckt ein Strahl der Freude fein breites Gesicht. Er verläßt den bereits getrockneten Kiesweg und eilt dorthin, wo die Lachen noch am tiefsten, das Kothmeer noch am weichsten. Mst beiden Füßen trampelt er dann herum, wie das Hypopotamus im Nilfchlamm bis er bis zu den Kn een über und Über beschmutzt ist. .Jetzt gehe ich fo na^ ^auie" grinfte er, ^enn fte ba§ fe^en, bann »ergebt ihnen sicher die Lust nach dem Festplatze!" — Ja, txt ? bIdee wäre nicht übel, aber die Neugier siegt bei den Weibern auch über d e Eitelkeit und man konnte unfern Freund Nachmittags im Kreise der beiden vereinigten Familien, grinsende Freundlichkeit im Gesicht, blaßgelber Aerger im uus dem Festvlatze umherwandeln sehen und beim Nachhausegehen bemerkte die Karlsruherm ganz spöttisch: „Es ist doch merkwürdig, wie schnell es abgetrocknet hat. Und da soll einem die Lust zum Schützenfeste nicht vergehen! Ich banke: • ~ lEin Aftikasorscher ermordet.! In Wien ist in den letzten Tagen aus Aden vom dortigen österreichischen Viceconsul Herrn Escher eine telegraphische Meldung ein: getroffen, nach welcher der junge Afrikareifende Siegfried Langer in Makala (Daasi- gebtrge), als er eben mit der photographischen Ausnahme irgend eines Gebäudes beschäftigt war, von Beduinen überfallen und ermordet worden sei. Langer war aus Mahren gebürtig, kaum 30 Jahre alt und hatte im vergangenen Jahre mit Unters unternommen terTetC^ *en Geographischen Gesellschaft eine Forschungsreise nach Arabien , ,-.T7 F^en Diphtheritisj Aus Zbora, Saroser Comstat in Ungarn, wird berichtet. In hiesiger Gegend, wo seit einiger Zeit die Diphtheritis stark graffirt und Sp?bErr berfÄe« ^m Opfer fielen, werden in Bauernfamilien, wo die ^r^es und der Apotheke fehlen, bei den ersten Anzeichen Hl 5 unt> fo^ar als Präservativmittel Einreibung mit reinem Bienenhonig mit IS“L+Im ftfrfeS ßoftöpapier dick aufgestrichener Honig als Umschläge am arrfoJ0»e ungewendet, daß in Folge dessen seither in Dörfern, wohin ^.^,,?rrtes wegen der zu großen Entfernung ober wegen Armuth der Est. fast keine Kinder mehr an dieser bösen Krankheit sterben, nri0e Würgengel der Kinder den Aerzten die meisten der von ihnen behandelten Kinder hinwegrafft. Geburt des jüngsten Prinzen unseres Königshauses fragte ein altes Mütterlein recht neugierig den Kanonier, der da mit der brennenden Lunte in t>er Hand bereit stand, durch so und so viel Kanonenschüsse der Hauptstadt das frohe Vormittags h 'M die Verdingung b etioM Mw Wl« ; Kostenqqchlagiu^ Bmem 1«sgckgt finb. ®lc6en, den 21 ' __M5. Garn . ß wegart de» 25 'fos’T PC5 "fl an P». Telegraphische Depeschen. Wozff's telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 20. Juli. Dem „Reichs-Anz." zufolge beauftragte der Kaiser den Schatzsecretär Burchard mit der Stellvertretung des Reichskanzlers in Reichsfinanzangelegenheiten, soweit sie sich in dessen ausschließlicher Verwaltung befinden. München, 20. Juli. In der Antwort des Cultusministers auf die Vorstellung des Senats der Universität in Sachen des Professors Friedrich heißt es, das Ministerium erkenne an, daß die gutachtlichen Vorschläge des Senats thunlichst zu berücksichtigen seien, müsse aber sein Recht als oberste Aufsichtsbehörde sters wahren und demnach jeweilig nach der Sachlage die Entscheidung selbst treffen. London, 20. Juli. Unterhaus. Dilke, antroortenb Bourke, erklärt bie Regierung traf maritime Maßregeln zum Schutze des Suezkanals. In ber Conferenz- Ützung vom 27. Ium wurde von dem englischen und französischen Botschafter der ber Erklärung gegen eine ifolirte Aktion angehängte Vorbehalt in ber Absicht hinzuaefüat ihren refpectioen Regierungen volle Aktwnsfreiheit gegenüber jeder Eventualität ins- besonbere auch bei einer Gefahr für ben Suezkanal zu wahren. Am 28. Juni wurde Lord Dufferm mstruirt seinen Collegen gegenüber ben Zweck bes Vorbehaltes zu erwähnen. Am 17. Juli machten England und Frankreich folgende Mittbeilunaen • Unsere Vorschläge über die Wiederherstellung der Ordnung in Egypten sind be?etts vor der Conferenz mitgetheilt worden. Die Sicherheit des Suezkanals, obwohl mit diesem Gegenstanbe in Verbindung, ist eine separate Frage und nicht in gleichem Maße tlld^ beschwert; abgesehen von jeder Frage, die hinsichtlich ber Pfl'cht irgenb einer Macht mbividuell entstehen kann, falls eine plötzliche und ernste Gefahr in Abwesenheit jeder Maßregel für die vereinte Aktion eintritt,^glaubt die Regierung es für wünschenswerth zu erachten, daß jede zu ergreifende Aktion die Sanction Europas und wenn durchfüyrbar, die Sanction ber Türkei erhalte. Frankreich und England schlagen daher vor, die Conferenzmächte zu befigniren, bie im Nothfalle beauftragt werben zollen, die zum Schutze bes Canals speciell nothwenbigen Maßregelw zu ergreifen. Um Zeit zu ersparen, sollten bie so befignirten Mächte, bie das Mandat angenommen, zur Bestimmung des Modus und des Zeitpunktes ermächtigt fein Die 'Aktton wird in lebem Falle auf dem Principe des Uneigennützigkeitsprotokolls aus- geübt- Dilke, antwortend Holland, verliest eine Depesche von Elliot vom 10. und U^b Ästli, welche barlegt, baß Kalnocky das Bombarbement als unter den Umstanden völlig legitim gebilligt hat. _ London, 20. Juli. Unterhaus. Der Premier Gladstone kündigt an, daß er nächsten Montag die BewMgung eines Credits beantragen werde, um die Regierung m den Stand zu setzen, die englischen Streitkräfte im mittellän- dgchen teere zu verstärken; er beabsichtigt, den Betrag der Creditforderung durch eine Steuermodification aufzubringen. — Die „Times" erfährt, das Zaudern der Pforte habe die englische Regierung zu der Schlußfolgerung gedrängt, daß die Einladung der Conferenz zur Intervention m Egypten von der Pforte thatsächlich abgelehnt worden sei. D^zufolge wurden heute bestimmte Befehle zur Ausrüstung und Absendung eines engtifchen Expedftuns-Corps nach Egypten erlassen werden. 20. Juli. Von dem französischen und von dem englischen Botschafter ift der Conferenz in deren gestriger Sitzung die Vorlage, betr. den Ochutz des Suezkanals, officieH überreicht worden. , " SSecmtroortUTig der identischen Note der Botschafter hat die Pforte den Vertretern der Machte gestern Abend folgende Note übermittelt Der Unterzeichnete befindet sich im Besitze der Note vom 15. Juli, welche die Abfindung türkischer Truppen nach Egypten verlangt, die durch die gegenwärtige Lage d^Landes geboten erscheine. Wenn die ottomanische Regierung sich bishe nicht entschlossen hat, aus eigener Initiative Truppen an Ort und Stells m entsenden, so liegt der Grund darin, daß sie, wie leicht begreiflich sick der Ueberzeugung hingab, daß die Maßregeln der Strenge vermieden werden könnten Vertrauend auf dfi Bemühungen der Mächte für Wiederherstellung der Ordnung und auch dieses Mal imt Genugthuung Akt nehmend von der Achtuna wS bie Mächte feierlich und wiederholt für die unbestreitbaren und unbestrittenln Souveränetätsrechte des Sultans auf Egypten bekundet haben hat der Un er zeichnete die Ehre, auf Befehl des Sultaiis die Botschafter in Kenntnib 7n setzen, daß die Pforte einwMgt, an der Conferenz theilzunehmen, welche aeaen wartlg in Konstantinopel, einzig und allein für die egyptischen Angefiaenbeiten und zur Erörterung und Feststellung der Äiaßnahmen versainmelt ist die notb wendig find, die Rückkehr des normalen und regelmäßigen Zustandes in Eauvten ficherzuslellen. Said Pascha Lokales. ließen, 21. Juli- Vorgestern Abenb würben einem Metzgerburschen beim Jeme,r. H°Is"tasch- ca. 23 M. g-stohl-n. Der Dieb wurde In ber SBetZ etne§ 10 Jahre alten Knaben, welcher sich schon mehrere Diebstähle hat zu Schulden .ermittelt. In feinem Besitze fanden sich von dem Gelbe noch 17 vor, für das übrige hatte er stchs gut schmecken lassen. Fs "vr-,s 4 N*inen, "ffnJ des “tbeutenbe Den Ä‘>* ift A ** Wb ”9tont(ht veviber u Schul-^^ ^tte Eisen- 'V Seitens Mbet fas> |*unb von . 10 Tagen- Zahlgewch/ oleumtra/rs- as Grotten I«U 5) 4 J Rückfahrt ses Mischen streifenden ^terwähntm W 6) nach MNswnthen 'sprach treten e datz (ad 7) der deutschen lt eine Reihe , der Main- vor einigen ' ging in der in der Nähe ;U sich herE 10 fallen unb jammen imb idje hatte-ie lähernMe. nden Weiter ■ einhändig Wl ertheilt ilnglückitchen ide amüsante ■ geht feinen ifcherKegm )s unb bk gut mieber n ®efid)te en blauen gesenktem r Flamen \&W\w MME M. 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Juni d. I. in Dienst genommenen Dienstmädchen überlassen. Bei der Zurückkunft der Familie war das Haus leer und es wurde festgestellt, daß das Mädchen mit seinem Geliebten davongegangen war und alles Werthvolle und nicht allzu schwer zu Transportirende aus dem Vermögen der Herrschaft hatte mitgehen heißen. Die letztere klagte den etwa 16000 Mark betragenden Schaden gegen die frühere Herrschaft des Mädchens ein, weil dieselbe, obwohl der Grund der Entlassung Unehrlichkeit gewesen war, dem Mädchen dennoch ins Neugniß geschrieben hatte: „Treu und zuverlässig." Das Gericht hat angenommen,'"daß diese Ausdrücke gleichbedeutend seien mit „ehrlich" und daß dieses rzeugnitz hauptsächlich die zweite Herrschaft bewogen habe, den Dienstboten anzunehmen und ihm hohes Vertrauen zu schenken und wurde dann die erste Herrschaft zum vollen Ersatz des zugefügten Schadens veruttheilt. LandwirthfchaftlicheS. — (Beste Verwerthung des Strohes^ Ueberall noch kann man wiederholt die Meinung äußern Horen: „das sei ein schlechter Bauer, der sein Stroh verkaufe." Mochte auch in früherer Zeit und wohl noch in manchen Gegenden gegenwärtig diese Auffassung ganz richtig sein, so ist sie es doch jetzt im Allgemeinen nicht mehr und man sollte deshalb aufhören, die Qualität des Landwirths nach der Verwerthung seines Strohes zu beurtheilen; daß sich indessen viele Großbesitzer und Männer von höherem Wissen von jenem Vorurtheile nicht frei machen können, folgt daraus, daß man selten einen Pachtvertrag zu lesen bekommt, in dem es nicht beißt: „dem Pächter ist der Verkauf des Strohes untersagt." Diese Einschränkung ist sicher in den allermeisten Fallen ganz und gar unnöthig; denn es liegt doch nur im Interesse des Pächters selbst, gut zu düngen und wenn auch gegen das Ende der Pachtzeit ihn die Lust anwanbeln sollte, den Feldern weniger zu geben, als es die Gesetze des Gleichgewichts erfordern, so kann sich der Verpächter schon durch die Bezeichnung und Aufrechthaltung des Wirthschastsplanes vor Benachteiligung schützen- Da, wo die Strohwüchsigkeit ein.es Bodens gering ist, empfiehlt es sich allerdings in den meisten Fällen, auf Verstärkung des Viehstandes, also auf die Production von viel Stallmist zu sehen; hier roLrde also der Strohverkauf schwerlich am Platze erscheinen- Wo hingegen die Felder durch starke Strohwüchsigkeit sich auszeichnen, da ist es gewöhnlich viel rathsamer, einen Theil des Strohes zu verkaufen und den Erlös ganz oder zum Theile auf die Abschaffung von Knochenmehl, Superphosphat, Kalisalzen rc. zu verwenden. Handel und Verkehr. Gießen, 19. Juli. Auf dem heute und gestern dahier abgehaltenen Viehmarkt waren ausgetrieben: 1496 Stück Rindvieh und 856 Stück Schweine und war sämmt- liches aufgetriebene Vieh schön und gut genährt- Der Handel war sehr lebhaft und die Preise hoch. Nächster Markt Dienstag den 1. und Mittwoch den 2. August d. I., am letzteren Tlge auch Krämermarkt. Aufruf I _ -Irankfurt a. M.. 21. Juli, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Credltactien 275%, Staatsbahnactien 290%, Galizier 274%, Lombarden 119%, Nord- westbahnactten 183%, Darmstadter-Bankactten 158%, Obcrschlesische E.-B -Act 249% h-^terr Silberrente 65<%6 4% Ungar. Goldrente 75>%6, 4% 1880er Russen 69% L°V^r Russen 86%, £ Orient-Anleihe 56%, Spanier 28%s, 5% Rumänische Rente —, 4% Umftc. Egypter 54»/r. Tendenz —. Es ist den Unterzeichneten nicht möglich gewesen, alle Adressen derjenigen Herren sich zu verschaffen, die eine Berechtigung haben, zu der Naturforscherund Aerzte-Versammlung eine besondere Einladung zu erwarten. Deshalb ersuchen wir alle Diejenigen, die eine solche besondere schriftliche Einladung vermissen und dieselbe zugeschickt zu erhalten wünschen, uns Ihre Adreffe schleunigst zukominen lasten zu wollen. Eisenach, den 15. Juli 1882. Die Geschäftsführer der 55. Versammlung Deutscher Naturforscher u. Aerfte. vr. Matthes Dr. Wedemann. Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gieften. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Sonntag den 23. Juli (7. nach Trinitatis). Vormittags 91/2 Ubr: Pfarrer Dinaeldey. (Kate chismuslehre für die confirmirte weibliche Jugend.) Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Dte Pfarrgeschäfte in der Woche vom 23. bis zum 29. Juli besorgt Pfarrer Dinge ldey. (Wohnung Ludwigsplatz 169\) Katholische Gemeinde. 8. Sonntag nach Pfingsten. . .Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. y210 Uhr: Hochamt und Predigt: Pfarrer Rady. 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7^4 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag4Uhr, Samstag Abend 840. Wafferwärwe der Lahn. Am 21. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 17V? R-, Lustwarme + 18 R- L. Ehr. Rübsamen. Bekanntmachung. Samstag den 29. Juli er., Vormittags 10 Uhr, findet die Verdingung der in der Zeughauskaserne erforderlichen Schreinerund Glaserarbeiten, veranschlagt zu 2300«^, in dem Bureau der Garnisonverwaltung in öffentlicher Submission statt, wozu qualificirte Unternehmer mit dem Bemerken eingeladen werden, daß Kostenanschlag und Bedingungen in dem .bezeichneten Bureau zur Einsichtnahme ausgelegt sind. 4865 Gießen, den 21. Juli 1882. Großh. Garnisonverwaltung. Vergebung von Waldwegarbeiten im Giestener Stadtwald. Dienstag den 25. Juli ds. Js., Vormittags von 10 Uhr an, jod im Saal des alten Rathhauses vergeben werden: Die Fertigung von Canälen, (veranschlagt zu .... 405.— Die Lieferung von Basaltsteinen, veranschlagt zu .... 456.— Die Anfuhr derselben, veran- anschlagt zu..... 880.— Planirarbeit, veranschlagt zu . 842.— Chaussirarbeit, „ „ . 888.— Das Auffrischen von Schneisengraben, veranschlagt zu . 146.20 Gießen, den 21. Juli 1882. Grioßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1889 B r a m m. Samstag den 22. Juli, Vormittags 9 Uhr, lssss« ich auf meiner Baustelle — Selters- Rg: — eine große Parthie altes Bauholz, tapen rc. versteigern. Gießen, den 20. Juli 1882. WL__Julius Noll. Samstag den 22. Juli, Nachmittags 5 Uhr, Hlt der Unterzeichnete auf dem Acker am Werg l'/z Morgen Korn auf dem Halm msüeigern. 3 usammenkunft am Pfau. <9 Ph. Walther. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Wegen Einlegung einer Steinsohle in den Stadtkanal wird desten Waster- zufluß vom nächsten Montag an auf längere Zeit abgestellt. Gießen, den 21. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4879 A. Bramm. Bekanntmachung. Die Rechnung der Plock'schen Stiftskaffe zu Gießen für 1881/82 liegt auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier acht Tage lang zur Einsicht offen. Gießen, den 19. Juli 1882. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. 4884 A. Bramm. Alles noch im Licher Gemeindewald lagernde Holz muß bis zum 1. August lsd. Js. bei Meidung gesetzlicher Strafe abgefahren sein. Lich, den 20. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. 4858___Wal^______________________ Rach erhaltener Nachricht werden Schweinhändler Heinrich Ätuß II. & Comp. zu Saasen Montag den 24t. Juli l. IS. den hiesigen Markt mit Schweinen besuchen. Allendorf a. d. Lda., den 18. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. 4859_______________________Bieber.____________________________ Naschenbier-Verkauf. Exportbier pr. Flasche 23 Pf. Lagerbier pr. Flasche 18 Pf. Nur reingehaltenes Bier aus der Actien-Brauerei Giessen empfiehlt von heute ab 4676 w*. Hammel, Grünbergerstraße. Ät&ffCC, roh, per Pfd. 80 H, 1.—, dl. 1.20, 1.40, 1.50. ÄdffCC, ^brannt, stets frisch, per Pfd. 1.20., 1.40, 1.60 Für reinen und kräftigen Geschmack wird garantirt. 4503 Wilhelm Seibert, Marktstraße. Eine große Parthie baumwollene Kindlerstrümpfe und Baumwolle verkauft zu ermäßigten Preisen 4673 Äofterf Stuhl.) Neustadt D. 60. Prima 4674 Limburger Kuse bei Robert Stuhl, Neustadt D. 60. Krausen $ Kragen empfiehlt in großer Auswahl 4822 A. Fangmann. Auf Anstehen Großh. Direction der Oberhessischen Eisenbahnen werden Montag den 24. Juli, Nachmittags 4 Uhr, nachfolgende Grundstücke an Ort und Stelle einer nochmaligen (letzten) Versteigerung ausgesetzt und werden Nachgebote nicht mehr angenommen: Flur. Nr. LH-M- 26 215a5/io 137 Acker am Riegelpfad, an der Superintendentenwiese, 26 336,9/ioo 213 Acker am untersten Riegelpfad, auf die Gärten, 26 19Oa3/io 67 Acker am untersten Riegelpfad, 30 1865/io 105 Acker am Erdkauterweg rechts, 30 1869/10 696 Oedung daselbst, 28 2346/10 37 Wiese am alten Feld, auf das Bruch, 28 2346/to 525 Wiese daselbst, 28 51Vio 3141 Acker und Sandgrube am Nahrungsberg, 33 55Vio 6106 Acker und Sandgrube daselbst, 33 2929/iq 25 Ackrr am alten Feld, bei den Gärten, 34 OOO^/iqo 183 Acker am Steinbacher Weg, 34 60060/10O 106 Acker daselbst, 34 6OO78/loo 125 Acker daselbst- Die Zusammenkunft ist am Schiffen- berger-Weg am Uebergang über die Bahn. Gießen, den 21. Juli 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 4872 Lüdeking. 4864 Offerten zur Lieferung eines Wasserzubringers nimmt entgegen die Bürgermeisterei in Krofdorf. Ieitzeöoterres. 4882 ^-rüh-Kartoffel (Rosen) zu ver- kaufeu bei K. Simon, Bahnhofstraße. Zum Einmachen empfiehlt guten, haltbaren Weinessig, Zucker und feine Gewürze 4881 Karl Hoffmann. Kochgeschirre, roh, verzinnt und emaillirt, offerirt zu bMgsten Preisen Wilhelm Seibert, 4513 Marktstraße. Alle Sorten auf das Feinste gerieben, fertig zum Anstrich rasch und hart trocknend, sowie alle zum Anstrelchen erforderlichen Lacke, Firnisse, Pinsel etc. empfiehlt _ .. . ^445 Fr. Seibel, Mausburg. NEUE (13.) UMG EAR B EITETE ILLUSTRIRTE AUFLAGE. Brockhaus’ Conversations - Lexikon. Mit Abbildungen und Karten i Preis ä Heft 50 Pf. JEDER BAND GEB IN LEINWAND 9 M„ HALBFRANZ 9*1* M. 34E* Loose zur Landwirthfchaftl. Ausstellung in Darmstadt — 66000 JL Gewinn — verkauft i 1 JL. Julius Wallach in Gießen. 4794 Vereins-Fahnen, gemalt und gestickt, sowie Schärpen, Bänder und Abzeichen empfiehlt geschmackvoll und billig Karl Schulze, 4602 Sonnenstraße. Gartenmöbel, Rasenmäher, Eisschränke, Eis. Klaschmschränke. 4875 Emil Pistor. 4789 Winter-Endivien-Pstanzen zu haben bei Friedrich Georg, Handelsgärtner, Gartfeld. Negligebaubeo in großer Auswahl empfiehlt billigst 4817 A. Fangmann. AernneHungen. 4870 Ein kleines Logis an ruhige Leute vermiethet E. Noll, Neustadt. 4862 Familienwohnung zu vermiethen. ________________Simon Reis. 4876 Zwei schöne unmöblirte Zimmer billig zu vermiethen^ Marktstr D^217. 4493 Ein Logis im"Hor8erhaus zu vermiethen. Louis Benner, Schoor. ' 4735 Zwei große Loais mit großem Garten, auch Pferdestall dabei, sind per 1. Oktober zu vermiethen. Alicestr. 97. ""4733 Neuen-Bäuen 101 ist das seither von Frau Apotheker Buff bewohnt gewesene Logis per 15. Oktober event. auch früher zu vermiethen.____________________ —4670 Ein Mansardenloais, 2 Stuben, Küche, Kabinet zu vermiethen bei Li _Selinildt I„ Grünbergerstr. 4665 Die Mansarden-Wohnung ist Anfang Oktober zu vermiethen. M. Schäfer, Grünbergerstraße. 4508 1 Logis, 2 Stirben, 2 Kammern rc. per 1. August zu vermiethen. Marktstraße 25. " 4100"Eine"freundl. Wohnung von vier schönen Zimmern und Küche in verschl. Cor- ridor, mit Boden und Keller sogleich zu vermiethen. , W. Ferber, Buchhdlr., Ktrchenplatz. 4082 Das von dem Materialienver^ walter Herrn H e i n b e r g bisher bewohnte Familienlogis ist versetzungshalber per 1. Oktober anderweitig zu vermiethen, auf Verlangen auch früher beziehbar. Näheres bei A. Rüsing in dex Nahe des Bahnhofs._________________ 3634 Ein Familienlogis mit 5 Zimmern per 1. September zu vermiethen. Ph. Bauer II., Bahnhofstraße. 4379 Möbl. Zimmer und Kabinet zu vermiethen.Mäusburg D. 16. 4846 Ein größeres und ein kleines Famlienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen im „Darmstädter Haus". 4815 Eine möblirte Stube zu vermiethen. I. Retter, Neustadt. 4786 Eine Wohnung von 3 Stuben, Küche und Zubehör in einem großen Garten, mit herrlicher Aussicht nach allen Seiten, ifit nahe bei Gießen (Eisenbahnstation) an ein Paar ältere Eheleute, Pensionär rc. billig zu vermiethen. Näheres bei Herrn Karl Mette, Lindenplatz.___ 4777 Eine Familienwohnung mit schöner Aussicht ins Freie. 4 Zimmer, Kabinet und Zubehör, auch Lagerraum ob. Pferdestall, Bleichplatz und Gartenantheil zu ver- miethen._____________________Dr. Weber. 4700 Der untere Stock meines Hauses auf dem Neuenweg ist per August zu ver- miethen.______________Ludw. Orth. 4607 Das von Herrn Premierlieutenant Mühlenfeld bewohnte Mansardenlogis nebst Pferdestall ist zu vermiethen. ________________W. Seuling. 4792 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen- ____________Lindenplatz A. 244, 3. St. 3162 Der erste Stock, 5 Zimmers Wasserleitung, Bleichplatz rc. per 1. August anderweit zu vermiethen. ______Chr. Zimmer, Bahnhofstraße. 2461 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Rothenberger, Kaplansgasse. 4603 Familienlogis zu vermiethen bei _______________I. Mannberger. 4655 Grünbergerstraße B. 1665 ist im Hintergebäude ein Logis an eine ruhige Familie zu vermiethen und am 7. Oktober zir beziehen.______ 4699 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ________Lndw. Orth, Neuen-Bäuen. 2530 Familienlogis auf sofort zu vermiethen bei Hetnr. Möser, Alicestraße. vermischte Anzeigen. 4860 Ein Dienstmädchen, welches Hausarbeit versteht, wird auf sofort ge- sucht. Wo? sagt die Exped. ds. __ 4857 Einen tüchtigen Kellner sucht Lonis Hormann, __________________Pöschel's Brauerei. Eisendreher i gesucht.______Wilh. Momma, Wetzlar. 486'1 Ein gesundes Mädchen sucht Stelle als Amme. Nähere Auskunft ertheilt Frau Otter im Fürst'schen Hause (Neustadt)._______________________________ 4868 Ein tüchtiger Schmiedegefette, am liebsten vom Lande, findet dauernde Beschäftigung bei Philipp Bepperling in Ruttershausen. DOOCXXX2DOIOOOaOÖOOÖ O Unserem lieben Freund O g Heinrich Becker S n zu seinem heutigen Wiegenfest die O herzlichsten Glückwünsche. 4867 M q »Cordelia*, q OOCXXX3QQOIOOOQGOOOO 4871 Ein Hühnerhund, schwarz mit weißer Kehle, ledernem Halsband und Ring entlaufen. Um Abgabe desselben bittet Melchior Müller, Bäcker in Wieseck- Ausstellung | von alterthüml. Gegenständen aus den Nassau - Oranischen Zeiten und Orten im Wilhelmsthurm zu Dillenburg. Täglich geöffnet. — Eintrittspreis 50 Pfg. Dillenburg. Dae Comite. Dresch ■ Maschine. Nachdem ich aus der Gesellschaft Gebrüder Arnold, Oppenrod und Rödgen, ausgetreten, empfehle ich mich meinen Freunden und Gönnern zum Dreschen ihrer Feldfrüchte bestens Durch Anschaffung einer neuen mit vielen Berbefserungen versehenen Maschine bin ich in den Stand gesetzt, Jedermann zur Zufriedenheit bedienen zu können und sehe ich Bestellungen gerne entgegen. 4874 Christian Arnold, Rödgen bei Gießen. Nur hochfeines, kühles Exportbier aus der Actienbrauerei Giessen. ❖ 4855 Die Restauration ♦ ° Berlin. Uebelstandes, da zur Frankirung den tonnen, ist gischen Reservat dieselben anzuta Reservatrechte i haben. Die Hl Verkehr Wische des Reiches nni inneren Verkeh' der Verfassung hören nun nicht auch die Anord sind. Es ist di gesetzes die Vor ausgesprochen n Die $eid)5pojbe same greimarte Nu einer reia jfyn föejernatredL Erste." Ä «»bitt fttalilton ylltaWotbtn 8'8“ grbar&elten btfc ;Ä 3»W , I6enNt ein 69 »m Genera me!btn"J»ä ,3i ie;r,b M fa an -r " e( S L*'n > Men,