ein gut mMirtls 1 im Hause te 'straße. nmer, auf Wunsch frankfurter nilienlogis,;m7- ;cr, KaplairD litte Zimm N t^enjionimSM tcltcreiwM. M.MWunsch "BaMriKc. immer, NÄE nderGrÄM- id bald zu berliner. ter zu W* in meinem N< rünbEUüL 3®» "«jMSk-. ^aer Ende ;..»itrnfie Ei«- Zrr. 93. Samstag den 22. April 1882. OilPRPITPT Jrl |lipIliPr \v. ' y Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. We'etMl r Schul straße v. 18. »RBC Erscheint tögttch mit Ausnahme des Montags. PreiA vierteljithrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. HW«»!« Amtlicher Hhei f. Betreffend: Den Reinonte-Ankauf im Äroßherzogthnin Hessen pro 1882. Bekanntmachung. Berlin, den 1. März 1882. den 21. August in Alsfeld, den 5. Juli 22. 23. 24. Groß-Bieberau, Bickenbach, Gernsheim, Groß-Gerau. u ff ff ff ff ff in ff ff ff „ Nidda, „ Butzbach, „ Nieder-Wöllstadt. Zunr Ankauf von Nemonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahinsweise vier Jahren sind im Bereiche des Großherzogthums Hessen-Darmstadt für dieses Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar: n * • n „ 28. „ „ 29. „ „ 19. Augltst „ Lampertheim, Die von der Renronte-Ankaufs-Comnrission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenonrnren und sofort gegen Quittung baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer und Köpper vom Ankauf ausgeschlossen, und wird es sich empfehlen, hierauf besonders zu achten, damit die Zurückgabe derjenigen Pferde, welche sich innerhalb der ersten 8 Tage nach den: Eintreffen in den Depots mit diesem Fehler behaftet zeigen, vermieden wird. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkailften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit fiarfeut Gebiß und einen Kopfhalter von Leder oder Hanf mit 2 mindestens zwei Meter langen, starken hänfenen Stricken ohne besondere Vergütigung mitzugeben. Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können, ist es erwünscht, daß die Deckscheine möglichst mitgebracht werden. Königlich Preußisches Kriegs-Ministerium, Abteilung für das Reinontewesen. v. Rauch. Graf v. Klinckowstrv-em. KE3S511Cn!ZSB#£2M3KäM2E25M£I!DlCS331l Keulschland. Darmstadt, 19. April. Dem bekannten Antrag des Reichstags gemäß hat der Bundesrath sich damit einverstanden erklärt, daß dem Reichskanzler in allen Fällen, in welchen die Verhaftung eines Reichstags-Abgeordneten während einer Sitzungsperiode erfolgt, davon unverwellt und unter gedrängter Angabe der Gründe behufs Mittheilnng an den Reichstaeg Kenntniß gegeben werde, und den Landesregierungen anheimgestellt, das Erforderliche zu veranlassen. In Hessen ist die diesfallsige Anordnung durch die Regierung dahin erfolgt, daß vor Allem der Beamte, von welchem der Haftbefehl erlassen worden ist, sofort und thunlichst telegraphisch fowohl dem Reichsamt des Innern, als der hessischen Mnisterialsection für Justizverwaltung summarisch nach Anleitung einer bestimmten Formel von dem Namen des Verhafteten, der Art und Zeit des Verbrechens, dezw. Vergehens, und dem Grund der Verhaftung (Verdacht der Flucht, von Collusionen) Kenntniß zu geben hat. Hiernächst sind daun die Staatsanwalt- fchasten bei den Landgerichten, bezw. in amtsrichterlichen Strassachen die Amts- nchter angewiesen, der Section für Justizverwaltung ohne Verzug mittelst aus- Hrlichen Berichts den näheren Inhalt der Anschuldigung, die Beweise und Lerdachtsgründe für die Thäterschaft und die Gründe anzuzeigen, aus welchen die Anlegung der Haft für nöthig erachtet wurde. Entlassung während der Litzungsperiode ist thunlichst telegraphisch an das Reichsamt des Innern und das hessische Ministerium zu melden. ('N. H. V.) Berlin, 19. April. Die Gemahlin des verstorbenen Kaisers Alexander II. von Rußland, Fürstin Dolgorucki, ist unter dem Namen einer Fürstin Pur- gawskaja mit ihren Kindern, einem Sohne und zwei Töchtern, gestern früh 6 Uhr von Petersburg kommend, auf dem hiesigen Ostbahnhof eingetroffen und im „Hotel de Rome" abgestiegen. Die Fürstin befindet sich auf der Rese nach Paris. Von der russischen Botschaft hatte sich Niemand zum Empfange der Fürstin auf dem Bahnhofe eingefunden. In der Begleitung der Fürstin befinden sich die 12jährige Prinzessin Mecherska, die Generalin Schubeka und Hof- Mrschall Oberst Dolinsky. — Die Zollcuriosa mehren sich. Seit etwa 30 Jahren bezieht die Berliner Firma Jules Leclerc (Schloßplatz 11) einen Theil ihrer Stahlfedern aus England, und zwar läßt sie sich dieselben in leinenen Säcken verpacken. Nun mußten diese Stahlfedern bisher als „Stahlfedern" mit 60 Ji. pro 100 Kilo versteuert werden, bei der letzten der Firma zugegangenen Sendung wurde in- ressen ein Zoll von 80 Jt pro 100 Kilo erhoben und zwar sür — Leinewand. Die Firma wird natürlich reclamiren, weil sie meint, daß Stahlfedern, wie früher, Stahlfedern sind und durch Zolltarife nicht zu Leinewand werden können. Kesternich. Wien, 18. April. Der Budget-Ausschuß der Reichsraths-Delegation berieth heute Abend den von der Regierung beanspruchten Kredit zur Pacifica- tion des Jnsurrections-Gebietes. Der Kriegsminister machte ausführliche Mit- theüungen über das Entstehen und Wachsen des Aufstandes, über die militärischen Operationen, welche zur Niederwersung desselben gemacht wurden, betreffs der zu erbauenden Fortificationen und erklärte, daß die Regierung im Interesse ihres Ansehens auf der Recrutirungs-Verordnung bestehen müsse, wenn auch die Zahl der meist zum Fuhrwesendienst bestimmten Recruten eine sehr geringe sein werbe. Der Reichsfinanzminister v. Szlavy wiederholte sodann die von ihm in der vorigen Session abgegebenen Erklärungen bezüglich der politischen und administrativen Situation der occupirten Provinzen, worauf der Antrag des Ausschusses auf Bewilligung des Kredits einstimmig angenommen wurde. England. Roiibon, 18. April. Unterhaus. Wolff beantragte eine Motion, in mlcher der Werth eines guten Einvernehnrens zwischen England und dem Vatikan anerkannt, aber gleichzeitig erklärt wird, daß die Verhandlungen osficiell und mit Vorwissen des Parlaments geführt werden müßten. Der Premier Gladstone bekämpfte den Antrag und erklärte es für eine reine^ Erfindung, daß Errington englischer Agent beim Vatikan sei; Errington fei'mir in Privatangelegenheiten nach Rom zurückgekehrt, da er ein lebhaftes Interesse an der Ernennung des Erzbischofs Mac Cabe zum Kardinal genommen habe. Die Regierung verheimliche keine Correspondenz, da eine solche nicht vorhanden sei. Lord Granville habe sich seiner Zeit Errington's bedient, um dem Vatikan gewisse DÜttheilungen über die Zustände in Irland zu machen, jene Mitthei- lungen Hütten weder Vorschläge noch Forderungen zum Gegenstände gehabt. Errington habe jetzt keinerlei Mission beim Vatikan. Der Antrag Wolff's wurde schließlich ohne Abstimmung abgelehnt. Wußtand. Petersburg, 19. April. Der „Regier.-Anz." enthält über die gegen die Juden gerichteten Ausschreitungen und über die sofort dagegen ergriffenen Braßregeln folgende Mittheilungen: In Beresnegowatovic und Wissunsk wurden in sieben jüdischen Häusern die Fenster eingeschlagen; der Gehülfe des Kreispolizei-Chefs wurde zur Herstellung der Ordnung abgesandt. In Dubossary brachen am 13. ds., Nachts, ebenfalls Unruhen aus, wobei Thüren und Fenster von Häusern jüdischer Besitzer und auch das Waarenlager eines jüdischen Kaufmanns demolirt wurden. Sechs Verwundungen durch Steinwürfe sind vorgekommen, ein Jude ist tödtlich verletzt. Die Ruhe wurde noch in derselben Nacht durch die Polizei wieder hergestellt. In Letitschewo erneuerten sich am 13. ds. die gegen die Juden gerichteten Unruhen; in drei Schänken daselbst wurde der Vorrath von Branntwein ausgegossen, zwei Häuser sammt den darin befindlichen Gegenständen wurden zerstört, 49 Personen verhaftet und die Ruhe Nachts um 12 Uhr wieder hergestellt. — Aus Balta berichtet der Gouverneur, daß die Ordnung daselbst ebenfalls wieder hergestellt sei und daß die Läden und Handlungen nunmehr wieder in ihren früheren Zustand gebracht werden. Gegen 50 Protokolle seien aus Anlaß der dortigen Unruhen aufgenommen und dem Friedensrichter zugestellt worden. Am 13. ds. traten in der Colonie Dobroe mit Revolvern bewaffnete Individuen aus Nikolajeff ein und beraubten die jüdischen Einwohner in Prossomikoff. Bei der Arretirung derselben durch Eisenbahn-Gensd'armen und Bahnarbeiter wurde ein Arbeiter Namens Kow- tunoff am Kopfe verwundet. Ein Pole Namens Olschewsky, ein türkischer Um terthan Namens Feldmann und ein Jude Namens Balanoffsky würben ststge- noimnen und nach Nikolajeff zur Untersuchung abgeführt, um dem Kriegsgerichte übergeben zu werden. — In Karpowitsch begannen die Unruhen am ,12. D-'. Ein Haufe von ca. 200 betrunkenen Bauern zerstörte die im Dorse benn i je Schänke, sowie das Haus und den Laden des jüdischen Einwohners Y • Das Inventar wurde theils vernichtet, theils gestohlen. Der auf 4000 Rubel angegeben. Mit Hülfe aus anderen $ -’ $ Bauern wurde Nachts die Ruhe wieder hergestellt. In der ) 1 • zum 15. ds. erneuerten sich indessen die Unruhen mit neq a '■ • Volkshaufe versuchte das Befitzthum Kahan's zu.^ren, \ be^ rechtzeitiges Einschreiten der Polizei daran verhindert. & ßnmnnrmipn Rädelsführer verhaftet. Zwei aus Nowosybowko hera^ ge , p g ' datm stellten alsbald die Ordnung wieder her. Weitere-^rhaM^m wurden vorgenommen; die Untersuchungen werden energi^) betrieb n Um weiteren Excessen vorzubeugen, sind bieersorberlichenBütz^Z^^^^^^^^^E^, Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspond-nz.»ur-au. Wiesbaden 20. April. Se. Majestät der Kaiser unternahm gestern eine Auslabrt Unter den zum Diner geladenen Persönlichkeiten befand sich auch der Regierungs-Präsident v. Wurnib. Heute Vormittag nahin der Kaiser Mhinl »ert, ®'e6en, \ N har, gibt die „Meckl. Ztg." ihren Lesern nachstehende Schilderung von zuverlässigen Augenzeugen, die sich auch persönlich mit an der Rettung bttheiligt haben. Eme Dame, die Augenzeugin war, berichtet: „Zu Ende des dritten Aktes, als gerade Herr Günther (Bertram) ein Couplet vortrug, erscholl aus den oberen Rängen des schr dicht besetzten Hauses der Schreckensruf Feuer- Namenloser Schrecken überall, viele Enisctzensrufe, Geschrei der Damen ertönte, während der größte Theil des Publikums den Ausgängen zucilte. Der Großherzog, welcher der Vorstellung in bet kleinen Loge beiwohnte, gebot nut vernehmlicher Stimme: „Ruhig, es in nichts passich sitzen bleiben, weiterspielen", worauf die Besonnenheit wiederkehrte und die Musik einer Walzer mtomrte Alles klatschte Beifall. Die im Costümwechsel begriffen gewesener Schauspieler traten zum Theil halb umgezogen auf die Bühne und beruhigten das Publikum. Die Entleerung des Theaters ging, zumal kein Rauch oder Feuer zu scher war, nun in ziemlicher Ruhe und Ordnung vor sich, wozu das besonnene Verhalts Einzelner sehr viel beitrug. So konnte ich bemerken, daß fämmtliche Officrere aus ihren Plätzen blieben und unter Anderm eine Dame die Insassen einer Parquetrerhe am von eiligen Hinausstürzen verhinderte, indem sie ihnen energisch den Weg vertrat. Ei wurde so das bei Theaterbränden bekannte so gefährliche Drängen in den Thüren, den sonst Viele zum Opfer fallen, vermieden. Einzelne Theaterbesucher kehrten wieder tn'i Haus zurück. D-r Drahtvorhang war rechtzeitig heruntergelassen worden, überhaux schien jede Gefahr für das Publikum beseit,gi und die Leerung des Theaters hatte ssi ohne Unfall vollzogen. Dies hatte Alles in Allem etwa 7 Minnfin gedauert. W das Feuer entstanden war, konnte ich nicht gewahren, die Schauspieler zeigten, als si von der Bühne zum Publikum sprachen, nach oben und sagten: „Es brenne Hinte, oben in der Spitze." Das sehr zur Beruhigung des Publikums beitragende Benehmn ist im höchsten Maße zu loben." . , Von einem gleich nach Ausbruch des Feuers eingetroffenen #errn gehen dem selben Blatte noch folgende Zeilen zu: „Das Theater brannte, als ich eintraf, an bn Hintern (Bühnen-) Sette, wo das Feuer so viel Nahrung fand, daß Einsichtige an em Rettung desselben überhaupt nicht mehr denkcn konnten. Der Großherzog war aus der Brandstelle anwesend und griff überall mit den erforderlichen Befehlen und Anordnungen em. Die städtische und freiwillige Feuerwehr waren auf der Brandstelli etwas nach 9 Uhr eiugetroffen und brachten succcssive ihre sämmtUchen zehn Spritzt, mit. Gegen 1/2IO Uhr waren alle umstehenden Spritzen in Thätigkeit, einerseits bit arg bedrohten Häuser der engen Theaterstraße, andererseits das ebenfalls unter btr Hitze leidende und dampfende Museum zu retten. Bet letzterem war die freiwilligt Feuerwehr beschäftigt. Ein Haus der ersten Glaisinstraße hatte, da der Wmd bit Funken zeitweise nach allen Richtungen hintrieb, im Dachstuhl etwas Feuer gefangen, jedoch konnte das Feuer durch rechtzeitiges Begießen mit in Eimern hlnausgeschafstem Wasser im Keime erstickt werden." , „ _ ., . _ , „ „ . , Das ganze Theater brannte im Innern binnen kürzester Zeit, das hell auflodernb! Dach verbreitete eine intensive Hitze, so daß das Publikum, welches eine ausgezeichntti Haltung bewahrte, der Hitze wegen zeitweise noch weit hinter die absperrende Post«- kette zurückwich An die Rettung der Effecten war nicht zu denken, die TheaterbiblioA brannte lichterloh. Coulissentheile, Garderobe, Noten flogen wirbelnd durcheinanbn Alles Gerettete besch' änkte sich auf das ziemlich vollständige, am Morgen von 4 Uh ab geborgene Eigenthum des Rcquisiterus Holtz- Einige Noten und Instrumente hatlri noch am Abend, resp- in der Nacht gerettet werden können. Verluste an Menschenleben bis auf das eines Feuerwehrmannes, dessen tw kohlter Leichnam später unter den Trümmern gefunden wurde sind Nicht zu beklage. Die Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft ist bei dem schaden mit 63.000 * Lokales. Gießen, 21. April. Am 15. März wurde in hiesiger Caserne einem ©ergeanten bte Uhr gestohlen und von diesem Diebstahl die hiesigen Uhrmacher und ^rodler verständigt.^ Gelegentlich der Anzeige eines zweiten Uhrendiebstahls in dtt Caserne wurdc aestern Umfrage gehalten und bte ersterwähnte Uhr bet einem Uhrmacher voigcsunben. Dieselbe war am 6 April von einem b-s jetzt noch nicht ermittelten ©olbaten versetzt tDOtben— Heute Mittag 11 Uhr ist bas früher Wießmann'sche Haus am Selterswcg, besten unterer Stock eines Umbaues wegen herausgebrochen war, emgesiürzt; Mmschen- leben sind glücklicherweise dabei nicht zu beklagen, obgleich einige sehr gctahrdct waren Es ist dies umsomehr ein Glück zu nennen, da die Catastrophe urplötzlich.eintrat, em Krach, eine colossale Staubwolke und das ganze allerdings sehr gichtbruchige Haus lag zusammen, ein wüstes Chaos von morschen Balken, Schutt und Ziegeln. Einseitige Sprießung scheint die Ursache des Einsturzes zu sein. feftgefteHt. . Petersburg, 20. April. Der „Regter.-Anz." veröffentlicht einen kaiserlichen Befehl, welcher allen Militärpersonen verbietet, öffentlich politische Reden zu halten oder öffentliche Kritik zu üben, da dies nicht dem Geiste der Diseiplin entspreche. Gleichzeitig wird eine frühere Anordnung bestätigt, wonach auch den Beamten des Kriegsressorts verboten bleibt ohne Genehmigung ihrer Vorgesetzten irgend welche Drucksachen zu veröffentlichen, welche auf die inneren oder äußeren Verhältnisse des Auslandes Bezug haben. London, 20. April. Die „Times" bespricht die Ernennung v- Giers zum Minister des Auswärtigen und spricht die Ueberzeugung aus, daß diese Ernennung den Wunsch und die Absicht des Kaisers beweise, den Frieden aufrecht zu erhalten. Sollte eine Begegnung zwischen den Kaisern von Rußland und Oiesterreich stattfinden, so werde dieselbe zeigen, nicht daß Oesterreich gesonnen sei, mit Deutschland zu brechen, sondern daß Rußland wenigstens momentan nicht geneigt sei, als Chainplon der slavischen Insurgenten auszutreten. Durch die Ernennung einesfnedsertigen Ministers des Aeußeren habe Rußland eine so gute Bürgschaft für seine friedlichen Gesinnungen aeaeben, wie gehofft werden konnte. , ö 0 Der berühmte Naturforscher Professor Charles Darwin ist gestern gestorben. _________ Mainz, 18. April- Am Sonntag hat sich in einem Hause am Mauntzenplatze ein Unfall ereignet, der leicht ein Menschenleben gekostet hätte- Die Dienstboten daselbst waren näml-ch beauftragt worden, eine gründliche Reinigung der Küchenraume vor- runehmen- Am Sonntag Morgen sollten die Möbel und Geräthe wieder an ihren trüberen Platz ge> Ückt werden Gerade war eines der Mädchen damit bcscdästigt, einen Scbrank auf die Selle zu stellen, als der Boden unter seinen Füßen nachgab und es lautem Aufschrei spurlos in einer Oeffnung im Boden verschwand- Anfänglich war bas zweite in der Küche befindliche Mädchen sprachlos vor Schrecken, als aber aus der Tiefe Hilferufe ertönten, eilte es rasch zu seiner Herrschaft, um das Geschehene ru melden Alles lief nun zusammen und man gewahrte, daß das Mädchen in einen Brunnenschacht gestürzt war, der sich unter der Küche befand und dessen Oeffnung em Stein verdeckte; letzterer war durch die Lange der Zeit faul geworden und durch die auf ihm ruhende Last geborsten und stürzte das Mädchen sammt dem Stern m die mit «Nasser Gefüllte Tiefe des Brunnens. Schleunigst wurden Rettungsanstaltcn getroffen, um das Mädchen aus seiner gefährlichen Lage ,n befreien. Hierbei stellten sich aber bedeutende Schwierigkeiten heraus, da es nicht möglich war, eine Leiter in den engen e 6°r nichts, hockf^ erhalten die Topfpflanzen gelegentlich sogenannte „neue Erde von °6 unbekannt unvassender Zusammensetzung. Dem gegenüber hu man neuerdiNg,^lusammeniUstell! Hilfe der Agrikulturchem'e Düngepulver für unsere Stubenpflanzen zusammen,ust v Sollen dieselben in Ausnahme kommen, so müssen emmal ß sein, sodann muß bte Form der Herstellung eine solche fein, daß das Präparat f von den Blumenfreunden und namentlich auch den ®nno,mmpffaI1i anstandslos benutzen läßt; endlich muß, wenn wir auch sur unsere pav! nur kleine Quantitäten gebrauchen, der Preis, wie man zu sag>-n pfl 0 > Eduard Naumann in Köthen am Bahnhof m den HaadA ge bje ana^t,|(j) Daß die chemische Zusammensetzung, eine k.at>omlle ist, w d !d^ch , jlT'ert Untersuchungen der landwirthschaftlichen Versuchsstation zu . Professor 1)r. Maercker) bezeugt. Im gleichen S nne sprecher-sichP^aküker wte° Garten-Jnspcctor Schröter in Köthen u f. w. aus nt)'cr§ sich war sind die S den angestellien Versuchen günstige Resultate erzielt- B > . ivfianzen waren v E!gebniss^7em-?kenswer^ SuTStM SÄ»» °s 'n auf und verfähit damit wie gewöhnlich- , nnn Niederlo« Herr Eduard Naumann hat in emer großen iMt'‘. a^nD0" errichtet, in welchen Probedosen rum dabnkpr s g0 Pfg (für GewÄ bestimmt) und Blechbüchsen von 5Kgr. Inhalt » Kgr. 1 Marr ou 4$T0- 0» bäuser und größere Gartenkulturen) zu haben st . . SB? ¥ SÄÄ insbesondere da derselbe sehr schwächlich ,st und wohl bald dem Kuma zum faa,n ”5nbbon 18. April. Di- (»n.nflc Ueberfabrt üb=r den A«°"Mch-p O> machte jüngst der Postbampser „Alaskn" ber ' v™/ abfubr unb am Irt mittags 10 Uhr 50 Minuten von Queenstown (Süden fuhr f • I Sonntag Morgens um 11 Uhr wohlbehalten in Newyork eintraf- Der Dampfer «91 27. 38 Gießen, den 21. April 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. 33 r a m m. 2917 Hüimleii nach Maass 2924 2905 Zörb- 2922 220 40 ff ff ff ff ff ff ff ff ff II ff ff ir if ii if ii 1558.48 92.70 23.— 388.40 80.70 186.50 281.60 562.69 ff ff ff ff ff II fl ff Bühner, Gerichtsvollzieher. 80 4 52 werkschneise. Groß-Linden, den 20. April 1882. Großh. Bürgermeisterei Groß-Linden. 71 2500 21 143 89 10750 Die er sich geirrt habe; als ihm dies endlich auf Grundlage des Textbuches klar gemacht worden war, bemerkte er falt: „Dann bedauere ich nur, bie Leute, die ich begrüßt, für verstand ger und artiger gehalten zu haben, als sie es zu sein scheinen." Samstag den 22 ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Fle t t'schen Hofraithe dahier 2 kupferne Kessel, 1 Wagen öffentlich meistbietend gegen Baarzahluna versteigert. Gießen, den 20. April 1882. Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Weißbinderarbeit, Mittwoch den 26. d. M., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhaus versteigert werden: Maurerarbeit, veranschl. zu Jt. 2340.50 Holzversteigerung im Groß-LindemrGemrindewald. Donnerstag den 27. April, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Groß-Lindener Gemeindewald, Distrikt Sandkaute und See, nachver- Eingesandt. ZUM Kapitel der KranKenpstege. So wenig man von einem „protestantischen konnte" reden könnte, wenn einer od.r der andere unserer protestantischen Mitbürger die Initiative zur Beschaffung von Diaconissinnen ergreifen würde, so wenig kann man von einem „katholischen Comite" sprechen, wenn dieser oder jener katholische Mitbürger, der den Mangel an geschulten Pflege, innen selbst hat empfinden oder vielleicht hat schwer büßen müssen, die Anregung dazu giebt, eine Niederlassung barmderziger Schwestern zu ermöglichen, die Arm und Reich, ohne Unterschied der Coiffession, ihre in der ganzen Welt und zu allen Zeiten anerkarnten Leistungen im Dienste der Krankenpflege zu Theil werden lassen Bis jetzt hat sich überhaupt kein Comitä gebildet, wenn aber ein solches nothwendig wird, dann werden gewiß alle Konfessionen darin vertreten sein, da alle sich mit Beiträgen betheiligt haben. Stöcke rm 148 4 11 Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGiehen Gottesdienst: Sonntag d en 23. April (Misericordias Domini): Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vorstellung und Prüfung der zu confirmirenden Mädchen. unter Zusicherung für gutes Passen M» Hann» Lind knplaß. Am Sonntag den 30. April findet die Confirmation der Mädchen und die Feier des heiligen Abendmahls statt; die Beichte wird am Tage zuvor, Nachmittags 2 Uhr, gehalten werden. Am Confirmationssonntag wird nach beiden Gottesdiensten eine Collecte für die Armen unserer Gemeinde erhoben. Die Pfarrgcschäfte in der Woche vom 23. bis 29. April besorgt Pfarrer Schlosser. Hoizversteigerung in der Preiherrlichen Oberförsterei Rabenau zeichnete» Holz versteigert werden: Rmtr. Eichen-Prügel, demnach zu seiner Reise anscheinend 7 Tage uno iu rmmmen georaucht; es muß aber ^Unterschied in der Zett, welcher 4 Stunden 32 Minuten betragt, hinzug-rechnet werden, so daß die wirkliche Dauer der Uebersahrt 7 Tage 4 Stunden 42 Minuten tn Anspruch nahm, bis jetzt die kürzeste Zeit, in welcher ein Schiff den Ocean kreuzte. Auf ihrer letzten Fahrt von Newyork nach Ouenstown brauchte die „Alaska i zage Ö Stunden 4 Minuten „ „ — (Pepita f l Die einst berühmte spanische Tänzerin Peptta ist tn Pzattgoras im Kaukasus gestorben. Pepita feierte ihre Triumphe ,n den ersten fünfziger Jahren md gewann eine große Schaar von enthusiastischen Verehrern durcki die kokette Art, wie sie ihr Schürzchen zu heben und wie sie sich zu ne gen verstand. Nicht allein ihrer Kunst, als auch ihren körperlichen Reizen, ihrer bewnndirnswerthen Geschmeidigkeit und ver Vornehmh it ihres ganzen Auftretens galten die Huldigungen üßenn Jte >n dem originellen Costüm, das schöne, dunkle, glänzende Haar ausgelost, die Linke m die rgtlle, den ausdrucksvollen Kopf mit den herrlichen Augen lauft nach rückwärts auf die Rechte stützend, den El Ole tanzte, ging ein dröhnender Applaus durch das ganze Haus und man rtef immer wieder da capo, und wenn sie diesem 9iufe Folge geleistet, begehrte man den Bolero und d e Madrtlena und so fort schier ohne Ende. Ganz besonders in Wien drängte man fick zu den Vorstellungen der schonen Spanierin, der es gelang, das Theater zum Schauplatz einer noch nie dagcwesenen Episode zu machen. Ihre Verehrer ließen nämlich nach spanischer S.tte aus den Logen weiße Tauben auf die Bühne flattern, welche d e Signora erfaßte und mit einer liebenswürdigen Bewegung und indem sie die Thierchen liebkoste, auf ihre Schultern setzte. . . Das hatte man vorher nicht erlebt und nachher nicht mehr Freilich war der Pepita-En husiasmus geradezu epidemisch und alle Kreise wetteiferten, um ihn in origineller Weise zu docu- menttrcn. Es dauerte nicht lange, so waren Pepttakleider Pepitacravatten ganze Pevitatoiletten „haute nouveaut^s“. Ueberall, tm Salon so gut wie in den Gaststuben und in den Foyers öffentlicher Locale, sah man Pepitabllder, und selbst als die gefeierte Schöne längst verschwunden war, sand der Jubel noch leinen Nachhall. — sTraurige Brautfahrt-j Die »Jndep-ndance Beige" berichtet aus Asnidres in Frankreich: Die dort ansässige Familie Hübner beschloß, aus Anlaß der. bevorstehenden Vermahlung ihrer ältesten Tochter Mar e am 9. April mit dem Bräutigam und seinen zwei Brüdern, nachdem sie in Malmaison gut getafelt eme Lustsahrt auf dem Marneflusse zu unternehmen. Im ganzen acht Personen, rn etheten sie in Nogent- fur Marne zwei kleine Fahrzeuge. Im ersten nahmen Frau Hübner, ihie Tochter Marie deren kleiner Bruder, der Bräutigam und einer sinter Brüder Platz, m das -weite 'stiegen Herr Hübner und einer seiner Verwandten. Die Fahrt war Anfangs sehr unterhaltend, aber das Unglück ließ nicht lange auf sich warten. In emem gegebenen Augenblicke fuhren die beiden Fahrzeuge so nahe aneinander vorüber, daß Fräulein Hübner ihrem Vater die Hand drücken wollte. Die Lutt war allgemein; Alle wollten das Gleiche thun, so daß das auf einer Seite überladene größere Fahrzeug umschlug und die sechs Personen ins Wasser stürzten. Auf das von Herrn Hudncr ausgestoßene Geschrei eilten bte Nachbarn herbe: und begannen ihre Rettungsthatigkest. Die Opfer waren unter dem Wasser verschwunden und man mußte mit Haken nach chnen fischen Nach zwanzig Minuten konnten Frau Hübner, ihr Sohn und der Bruder des Bräutigams lebend ans Ufer gezogen werden. D>e Braut, der Bräutigam und ein Bruder desselben wurden jedoch erst am nächsten Tage als Leichen wieder- gefunden. husche Episode aus dem Leben des alten hannoverschen Ober-Jagermeisters v. Zastrow erzählt die „Nordd- Allg. Ztg.": Der genannte Herr erfreute sich, nach dem Urtheil seiner Zeitgenossen, einer hohen Meinung von seinen eigenen Ver- biensten und pflegte Huldigungen, die ihm dargebracht wurden, als einen ihm gebührenden Tribut mit sicherer Ruhe entgegen zu nehmen Als er eines Abends in der Oper saß wo die „Zauberflöte" gespielt wurde, und die Worte vernahm: „Es lebe Sa- rastro, Sarastro soll leben!" erhob er sich würdevoll, verbeugte sich nach rechts und nach links und setzte sich gemessen wieder nieder, nachdem er durch eine huldvolle Handbewegung den Sängern und dem Publikum für die ihm gebrachte Ovation gedankt hatte. Der alte Herr konnte nur sehr schwer darüber belehrt werden, daß vto6te Heil: US®** Ä T8 vertrat. (• ■ u? ^ütenl bi n S x" witblt it Ä überbau 5 Otters hafte f ** Ml { *l’Sten, als . brenne bire ie,tTfl8tnbe Beneha u ^£rtn Sehen bt 15 A «ntraf, an | ^Einsichtige am ^bßherzog war t >^ M/ch oon btm® groben SW® ziatze befinbet B amler, ber auW» emigm MN, Äs An bedeutend 7 D°s Th-M-i welches durch ew® ausgezeichnet § SS SÄ lbr non Nchungss- *'S’ ,s ®l".2n8Cl Jen^ i, balbaLw; ir unselsiA M el jagend' bie analbt'l' e- i$iy :r§ it^vV^ftconcej <»«* „ „ Prügel, 10 Fuß Länge, Rmtr. Eichen-Stockholz, Wellen „ Reisholz, Rmtr. Radel-Scheitholz, „ „ Prügel, „ „ Stockholz, Wellen „ Reisholz. Zusammenkunft ist in der Berg- Die Zusaminenkunft findet jedesmal Vormittags 9 Uhr, am ersten-rage am Pflanzgarten im Distr. Roll und am zweiten Tage im Distr. Hoher-Noll statt. An: ersten Tage wird sämmtliches Stamm- und Stangenholz und circa die Hälfte des Brennholzes und am zweiten Tage der Rest des Brennholzes versteigert. , . . Kesselbach, den 20. April 1882. Freiherr!. Oberförsterei Rabenau. 2901 Franz. Straßen-Handarb., „ Erdauffüllung, „ Radel- „ „ 15—24 „ Jf 60 idlIleben: ans E sich ir 1 md) fTßr nbH' : aLterii iib’Jtff 6tLn on 6 § > l - Jeitgeöolenes. Dickwurz verkauft billig Karl Sack I., 2876 Seltersweg. | Erbsenresser, pr. Hundert 80auf der „Pulvermühle". Es werden versteigert aus dem Distr. Hoher-Roll Donnerstag den und Freitag den 28. April 1. Js.: 6 Eichen-Stämme von 19—44 cm Durchm. und 4—10 m Länge, „ 8-11 „ ii 7 Reisig rm Jagdverpachtung. Montag den 24. ds. Mts., Nachmittag 2 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Großlinden die der Gemeinde gehörige Waldjagd sogen. Lindener Mark auf 9 Jahre verpachtet werden. Groß-Linden, den 20. April 1882. Großh. Bürgermeisterei Großlinden. 2906________Zörb.____________ Versteigerung. Dienstag den 25. u. Mittwoch den 26. April, jedesmal von 9 Uhr Vormittags an, sollen in dem Pfarrhause zu Alten-Buseck die zuin Nachlaß des verstorbenen Pfarrers Christian Bernbeck gehörigen Mobllien ausgeboten werden, und zwar kommen am 1. Tage circa 2500 ältere Bücher (manche seltene und gute, ein geschriebener Katalog kann von Sonntag Nachmittag an jederzeit im Pfarrhause eingesehen werden), ferner allerlei kleinere Gegenstände (darunter Alterthümer aus der Hinterlassenschaft des in Gießen verstorbenen Alterthurnsforschers Karl Bernbeck), am 2. Tage Möbel, Bett und Weißzeug, sowie ein s. Zeit auf derKasfeler Ausstellung prämiirter Tisch (Ebenholzimitation) mit Schnitzarbeit, zur Ver- ^Att-n-Buseck, 13. April 1882. Der Vorsteher des Gr. Ortsgenchts: Wagenbach. 2745 Verkauf von Vier in Flasihen. Georg Schäfer „Zum Schiffenberger Thal“ in Giessen empfiehlt fkKport-Hier zum Preis von 23 / per Flasche, frei ins Lager-Bier „ „ . 18 „ i Haus geliefert aus der Actien-Brauerei in Giesten. ——- Englische und Sächsische Gardinen in gröstter Auswahl empfiehlt 2925 W. Hann, Li"denpl-H. Handel und Verkehr. Limburg, 19. April. (Frachtmarkt.) Rother Weizen 21.20, Weißer Weizen 2100 Korn JL 15.00, Gerste JL 11,30, Hafer M. 8,60, Erbsen 00 00, Kartoffeln JL 00,00. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, v tm man ron der Annoncen - Expedition von HAASE1VSTE1IV «f? VOGLER in Frankfurt a. M. 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