ungen. )lluse in der Stiller m Premierlieutenant Ahnung durch dessen weckgzuvemiethen. ^ll^Flügelsgasse. Familienlogis im swei Dachstuben im toen im Jtabterjfluj2_ Glaser Gröninger iude in der Adler- Zimmern, Kammer, ist zu vermieden. L. Kauf. rsehung des Herrn Becker ist der 3. Stock _________Knoll. Ltube zu vermieden Dörr, Mühlgasse. Logis, 3 Zimmer.',., lhen im Hinterbause. LudwigsM ö. Parterrezimmer, mit u oermichn. ije 50 dritter Stock, irte Zimmer zu ver- Zngenieur Merz. zis von 5 Zimmern rmietheu. Sllicef* 22. tßiniitfrmttßabwt ’Jleiienwtß 2^ amiMo^ Vio«« wl deMn. n,MMr-Azo^ W M JidwigsplchU. ^TminerM^ quemlrchkeiten nebst DZ KLL-nz-i. etc. t in Pelusch, # an UitW; Dame» “nJ ifl„ ceide Dorste^""' Är. 298. Donnerstag 1882.» Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstraße 7. Erscheint «»glich mit Ausnahme des Montags. Prcis vlertelMrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn. Durch bte Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. *5S* Einladung rum Abonnement -äör auf den Gießener Anzeiger, Amts- unö Alizeigebsatt für Den -Kreis Hießen. Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme ver Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der Beilage „Gießener Familienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigclegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger , frei ins Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; in der Expedition abgeholt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im I. Quartal 1883 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, damit wir vollzählige Exemplare liefern können. ‘ Die Expedition. Deuischlünd. Darmstadt, 19. Decbr. Se. König!. Hoheit der Großherzoq haben Mergnädigst geruht: Am 9. Decbr. dem Fuß-Gensb'arrnen i. P. Heinrich Wolf das silberne Kreuz des Verdienst-Ordens Philipps des Großinüthigen, am 14. Decbr. den, Bürgermeister der Bürgermeisterei Kriegsheim, im Kreise Worms, Johannes Mnndors II. das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" und am 16. Decbr. dem Apotheker Dr. Emil Vogt in Butzbach das Ritter- kreuz zweiter Klasse des Verdienst-Ordens Philipps des Großinüthigen — zu oerlechen. Darmstadt, 18. December. Sicherem Vernehmen nach hat der Redac- tionsausschuß der zur Prüfung der Frage der Ueberbürdung der Schüler an den höheren Lehranstalten ernannten Commission seine Arbeiten fo beschleunigt, daß der an das Ministerium des Innern und der Justiz zu erstattende Bericht bereits entworfen und zu dessen Mittheilung an die übrigen Mitglieder eine Sitzung auf den 19. d. Mts. anberaumt ist. Man darf es wohl schon jetzt als feststehend ansehen, daß die von der Commission ausgestellten Prinzipien der Hauptsache nach baldthunlichst für die Praxis maßgebend werden erklärt werden. Berlin, 18. December. Die „Berl. Polit. Nachr." schreiben: Die tonangebenden Organe der europäischen Tagespresse verhalten sich den diplomatischen Enthüllungen der deutschen Blätter gegenüber strikte beobachtend Sie nehmen deren Mittheilungen über Inhalt und Zweck des deutsch-österreichischen Bündniffes ad relerendum, und wenn sie sich zu commentirenden Randglossen herbeilasten, so thun sie es in einer Weise, aus der hervorgeht, daß sie den Schlüssel der in Rede stehenden Publicationen mehr in Beweggründen diplomatischer Taktik als politischer Strategie finden. Auch dem neuesten Warnrufe der Kölnerin scheint kein anderes Echo beschieden zu sein. Vertrauensseligkeit im Hinblick auf Rußland war niemals Sache des deutschen Volkes und seit dem Hinscheiden Alexanders II. ist die deutsche Ostwacht in so zu sagen verma- nentem Bereitschastsstande. Das hindert indessen nicht, daß einsichtige Politiker unseres Vaterlandes die Entwickelung der internationalen Dinge in Gegenwart und Zukunft mit völliger Gemüthsruhe controliren. Man weiß und saat es offen heraus, daß der Friede Europas zwei mächtige Garanten besitzt bas deutsche Schwert und die Allianz der mitteleuropäischen Kaiserreiche. 6 ' - Sian schreibt aus Straßburg vom 17. Decbr.: Der jünast aefa6h> Beschluß des deutschen Reichstages, welcher den Gebrauch der sranröNicken Sprache in unserem Parlament definitiv untersagt, ist hier mit allgemeiner Befriedigung angenommen worden. Als die Herren Germain, Winterer ic im Frühling dieses Jahres beim deutschen Reichstag beantragten, daß der Nrüsideä des reichsländischen Ausschusses berechtigt fein solle, nute? SZ* einzelnen Rednern den Gebrauch der französischen Sprache au?Btoq" statten zu dürfen, geschah dies keineswegs in der Voraussicht daß sick> iemals im deutschen Reichstage eine Majorität für solches Verlangen finden könne Die Antragsteller selbst wollten mit ihrem Vorgehen kaum etwas Anderes als eine Demonstration ausführen und, waren sie selbst die am meisten über das Abstimmungs-Resultat vom 16. Ium d. Js. Erstaunten, so sind sie sicherlich qar nicht unzufrieden damit, daß ihr Antrag schließlich doch das von ihnen voraus gesehene Resultat der Ablehnung erfahren hat; denn wenn sie auch nicht Anstanv genommen haben, sich durch ihre Demonstration eine Deckung zu verschaffen die em wenig an d,e Lehre von der reservatio mentalis erinnert, so sind sie doch viel zu gute Reichslander, um nicht vollkommen zu begreifen wie sebr es der fffiürbe ihres Vaterlandes entspricht, daß auch dessen parlamentarische Körper- zchaft fortan, wie die allen übrigen deutschen Bundesstaaten, öffentsich und in d-Mscher Sprache verhandeln und damit den Charakter eines wirklichen deutschen Parlaments tragen wird An. Besten tritt diese Anschauung dadurch zu Tage, daß bereits zetzt, obgleich der Tag für die Neueröffnung der Session noch nicht einmal bestimmt und die innere Einrichtung des Sitzungssaales im neu erbauten provisorischen Landesausschuß-Gebäude soeben erst vollendet ist, schon die meisten Plätze von Abgeordneten belegt morden sind. Berlin, 18. December. Gegenüber der Aeußerung des „Golos", in Berlin mache sich eine gewisse Unzufriedenheit Rußland gegenüber geltend, weil die russische Regierung ihre handelspolitischen Interessen nicht zu Gunsten der Interessen Deutschlands aufopfern wolle, sagt die „Rordd. Allg. Ztg.": Maßregeln zum Schutz der russischen Boden- und Industrie-Erzeugnisse werde Rußland Niemand verargen, andererseits würden die russischen Staatsmänner gerechtfertigt finden, wenn man deutscherseits analoge Maßregeln ergreife. Da- geger- zeige sich in Rußland eine gewisse mit der jetzigen Handelspolitik nicht zusammenhängende Unzufriedenheit mit der Haltung Deutschlands auf dem Berliner Kongreß. Dabei übersehe man vollständig, daß Deutschland damals alle Anträge Rußlands nicht nur unterstützt, sondern faktisch durchgesetzt und für Rußland Alles gethan habe, was Rußland von ihm verlangte. Deutschland hätte vielleicht auch weitere Forderungen oder Weigerungen Rußlands unterstützt, wenn Rußland selbst solche amtlich kundgegeben. Mehr Forderungen, als damals in Petersburg für gut befunden wurden, konnte Deutschland nicht unterstützen. Die bis heute fortgesetzten russischen Angriffe auf die damalige deutsche Politik seien ungerecht. Die „Norddeutsche" bringt an einer anderen Stelle einen Auszug eines Artikels der „Mosk. Ztg.", worin es heißt, die Schuld an dem Mißverständnisse zwischen Rußland und Deutschland trügen Gortschakow und sranzösche und polnische Zeitungsartikel. Es sei zu hoffen, daß die Varziner Zusammenkunft den Boden des Verständnisses ebnen werde, das auch ohne Convention zu erhalten sei, da die Jntereffen Deutschlands sich überall begrenzten, ohne sich irgendwo zu kreuzen. — Wie der „Deutschen medicinischen Wochenschrift" aus dem Reichsgesundheitsamte mitgetheilt wird, haben sich in demselben die Herren Profeffor Dr. Schütz und Dr. Löfslev im amtlichen Auftrage dieser Behörde mit Untersuchungen über die Rotzkrankheit der Pferde beschäftigt, den dieser Krankheit inliegenden Mikro-Organismus entdeckt, ihn durch viele Culturen rein gezüchtet, zur Sporenbildung gebracht und von diesen Culturen mit Erfolg auf gesunde Pferde übertragen. Damit ist Seitens des Reichsgesundheitsamtes ein neuer nicht hoch genug zu schätzender Fortschritt auf dem Gebiete der Seuchenlehre erzielt worden, auch in wirthschaftlicher Beziehung von der höchsten Bedeutung, wenn man sich der ungeheuren Verluste erinnert, welche den Pferdebesitzern Jahr für Jahr durch die Rotzkrankheit erwachsen. Mit der Entdeckung ihres Bacillus ist natürlich noch nicht das Mittel, sie zu verhindern, wohl aber, wie bei Milzbrand und Tuberkulose, die sichere Grundlage gegeben, ohne welche eine rationelle Prophylaxe, d. h. wirksame Maßregeln, die Krankheit zu verhüten, unmöglich ist. — Wie das „Tagebl." aus zuverlässiger Quelle erfährt, ist zum Di rector der kaiserlichen Tabakmanufaktur in Straßburg der Tabaksfabrikant Langel mit einem Jahresgehalte von 8000 und 4000 Jt. Dienstaufwand ernannt worden. Herr Langel ist ein geborener Straßburger und ein seif-made-man im besten Sinne des Wortes. Der Statthalter, Marschall v. Manteuffel, lernte ihrs vor einiger Zeit bei einer Jnspectionsreise kennen, und man vermuthet, daß die Aufmerksamkeit der Behörden ourch Herrn v. Manteuffel auf den allgemem als tüchtig und intelligent bekannten Mann gelenkt worden. Da Langel bisher ein entschiedener Gegner der deutschen Tabakmanufaktur gewesen ist, nimmt man an, daß durch ihn die alte französische Fabrikations- und Verkaufsmanier wieder eingeführt werden wird. Berlin, 19. December. Bezugnehmend auf die neuesten Enthüllungen der „Köln. Ztg." hinsichtlich des deutsch-österreichischen Bündnisses schreibt die „Kreuz-Ztg.": Das osficielle Rußland gab durch Herrn v. Giers neuerdings friedliche und freundschaftliche Absichten funn; doch wurden gleichzeitig entgegengesetzte Symptome und Gerüchte aus Rußland verbreitet, denen gegenüber die deutsche Regierung denHinweis für angezeigt hielt, „daß die voraussehende deutsche Politik für alle Fälle schon seither genügende Vorkehr getroffen." Berlin, 18. December. Die „Köln. Ztg." schreibt: Die diesmalige Gewerbeordnungs-Novelle beschäftigt sich vor allem wieder mit weiteren Beschränkungen des Wffoe Wllen Mvollen, men Be- I^ilichem e großen schetdung vorzuzieh-n, dagegen doch auch nicht gar zu gering von dem Einflüsse und den Bürgschaften der eigenen parlamentarischen Controls zu denken. Wenn die Staatsbehörde gesetzlich genöthigt ist, jede Entscheidung nur mit der gehörigen Oeffentlichkeit und unter bestimmter Beurkundung zu treffen, so wird die parlamentarische Controle bet unferm gesicherten Petitions- und Beschwerderecht ihren mäßigenden und schützenden Einfluß schon genügend geltend machen, um jene Ausschreitungen mehr und mehr zurückzuhalten, die nicht selten mit zu viel Uebertreibung als Schreckgestalten von links her in die gesetzgeberischen Verhandlungen eingcsührt werden. Hausirhandels und der Gewerbebetriebe im UmherziehenWM schrankenlose Gewerbefreiheit bei besonderen Zweigen des GeschM fahren mit sich führt, gegen welche daS Strafrecht nicht ausreim^W^ Maßnahmen vollständig gerechtfertigt und eben um der rechten geradezu nothwend-g sind, dürfen doch auch die Liberalen nicht verM während andererseits die Rcichsregierung zugestehcn wollte, daß die HW schränkungen selber nach Möglichkeit gesetzlich geregelt und willkürlichem „■ Gutfinden" entzogen fein sollten. Solche maßvolle Regelung hat gewiß q, Schwierigkeiten. Es lassen sich die meisten betreffenden Streitfragen hierbei'gar nicht mit zweifelloser Sicherheit entscheiden. Man sollte deßhalb die auftauchenden Meinungsverschiedenheiten nicht zu grundsätzlicher Bedeutung aufbauschen, sondern beiderseits verträglich mit Abschlagszugeständiiissen vorlieb nehmen. Vor allem möchten wir unfern Freunden von der Linken empfehlen, im Allgemeinen zwar diskretionären Befugnissen der Staatsverwaltung nach Möglichkeit feste, gesetzliche Norm und richterliche Ent- IranKreich. Paris, 18. Decbr. Heute Nachmittag fand in der Patronenfabrik des Forts Mont Valerien eine Explosion statt, bei welcher, wie es heißt, einige 30 Arbeiter schwer verwundet wurden, lieber die Ursache der Explosion verlautet noch nichts. Marseille, 19. Decbr. In einer blutigen Rauferei unter italienischen und französischen Arbeitern, nahe bei Marseille, wurde gestern Abend ein Italiener getobte;, zwei Franzosen und zwei Italiener schwer verwundet; sieben Arbeiter wurden arretirt. Türkei. Konstantinopel, 18. December. Die Pforte hat unter dem 16 ds. eine Note erlassen, tn welcher sie die Aufmerksamkeit der Botschafter auf die wenig korrekte Haltung und nahezu durchweg Übelwollenden Correfpondenzen der Telegraphenagenturen und Journalkorrespondenten lenkt. Die Pforte wolle die freie Ausübung des Berufes der Ausländer nicht behindern; dieselbe dürfe jedoch die Grenzen des Gesetzes der Vernunft und der Billigkeit nicht überschreiten, welche vrn der Mehrzahl der Correspon- denten unbeachtet blieben, deren in feindseligem Sinne abgefaßte Publikationen die Thatsachen im Auslande entstellten und in die Türkei zurückgelangt, einen mißlich.n Eindruck hervorbrächttn. Um dieser Loge abzuhelfen, angesichts welcher keine auf Würde und Pflichten hallende Regierung gleichgültig bleiben könne, würden die Journal- Correspondenten in dem im Ministerium des Auswärtigen eingesetzten Special Preß- bureau sich vormerken lassen müssen, um daselbst Nachrichten cntgegenznnehmen und ihre eigenen Beurtheilunfen und Meldungen nach Maßgabe der Möglichkeit der Veröffentlichung zu berichtigen. Em jeher Korrespondent, der ungeachtet dieser Erläuterungen fortgesetzt unrichtige oder entstellte Nachrichten verbreiten sollte, würde zuerst eine Verwarnung erhalten mit der Aufforderung, wieder auf den Weg der Wahrheit und Mäßigung zurückzukehren. Jrn Wiederholungsfälle solle sein Name in der Türket und im Auslonde bekannt gemacht werden und bet einer abermaligen Wiederholung würde die kaiserliche Behörde zur Ausweisung des betreffenden Correspondenten schreiten. Die Pforte bittet die Botschafter, dies- Maßnahmen den respektiven Correspondenten bekannt zu geben und dieselben ein für alle Mal aufuxforbern, sich von dem vernünftigen Wege, den jeder kluge und gewissenhafte Publicist etnschlagen solle, nicht zu entfernen. Telegraphische Depesche«. Wolff s telegr. Eorresponderrz-Drrrearr. Berlin, 19. December. Der „Retchsanz-tger" schreibt: Das Befinden des Kaisers ist tn fortschreitender Besserung, der Kaiser mußte aber auch heute noch das Zimmer hüten. — Das Abgeordnetenhaus fuhr heute in der Berathung der Staatsarchive fort, v. Heereman und Majunke beklagten sich darüber, daß die Archivbeamten die Archive einseitig benutzten. Letzterer forderte, man solle die Prätensioe eines deutschen evangelischen Kaisettbums aufgeben. Löwe (Bochum) und Sybel traten diesen Ausführungen bei. Windthorst will die Aeußerung Majunkes nur dahin verstanden wissen, daß man hoffe, das protestantische Katserthum werde die Parität voll und ganz aufrecht erhalten. In persönlicher Beme.kung erklärt Majunke, die Katholiken könnten wohl unter einem evangelischen Kaiser, aber nicht unter einem evangelischen Kafferthum leben. — Die „Nordd. Allg.Ztg." sagt, es ist bezeichnend für die in Paris herrschende Stimmung, daß die republikanische und sogar die radikale Presse mit großem Eifer für die Beibehaltung und Vermehrung der geheimen Fonds ausspricht und reproducirt die darauf bezüglichen Aeußrrungen des XIX. Siecle und „Rappel". Paris, 19. Decbr. Der Gemeinderath der Seine hat sich den Schlußfolgerungen des officiellen Berichtes Am^d^e Marteau's bezüglich der Gotthard- bahn angeschlossen und den' Wunsch ausgesprochen, daß die Regierung die Ausführung einer neuen Alpenpassage durch den Simplon eifrig betreiben möge, um vorzubeugen, daß die deutsche Industrie in Italien an die Stelle der französischen treten. Mehrere Deputirte haben beschlossen, die Initiative zur Einbringung eines Gesetzentwurfs, betreffend die Durchbohrung des Simplon, zu ergreifen. Paris, 19. December. Der gestrige Unglücksfall in der Patronenfabrik des Borts Mont Valerien wurde durch die Unvorsichtigkeit eines Arbeiters herbeigeführt, on den Verwundeten sind nur 3 schwer verletzt, darunter 2 Frauen. — Es beftät'gt sich, daß der Rückzug der chinesischen Truppen aus Tonkin auf Befehl von Peking aus erfolgte. Die Beziehungen zwischen China und Frankreich werden als ausgezeichnete bezeichnet, China wird eventuell gemeinsam mit Frankreich vorgehen, um die Piraten zu unterdrücken. S rolrf\ ben §opf bef)eiben zwischen feine Beine klemmte und nun drei Revolverschüsse nach dem Kopfe des Mädchens abfeuerte. In der Meinung, das Mädchen sei tobt, zog er darauf feinen Ueberziehec an und begab sich, als sei nichts gefcheben, tn eine Restauration. Als Albus hier verhaftet werden sollte bat er nur um 'einen Ueberzieher anziehen zu dürfen. Kaum war der junge Mann aber an den Mantelstock getreten, da krachte ein Schuß und entseelt fiel Albus zu Boden. Mittelst emes Revolverschusses in den Mund hatte er seinem Leben ein Ende gemacht Das Mädchen ist schwer verletzt, doch hofft man, dasselbe wieder herzuftkllen Mainz 15. December. Die Leistungsfähigkeit der Conservensabrik ist nach einer Mittheilung der „Jahrbücher für die deutsche Armee und Marine" gegenwärtig eine derartige, daß bet einem Kriegsfälle von derselben täglich 500,000 Kaffeeportionen 6000 Pferderationen, 62,500 Portionen Büchsenfleisch, 83,500 Portionen Suppengemüse in Verbindung mit Fleischsaft, Fett und Gewürzen in Würfel- oder Scheibenform 160,000 Portionen Preßmchl und 92,500 Portionen Dauerbrod ober Zwieback geliefert werben können. Newyork, 13. December. Ein Telegramm bes Gouverneurs von Jamaica meldet, daß die große Feuersbrunst in Kingston sich über einen Flächenraum von 40 Morgen Landes ausdehnte, daß 600 Häuser itr verschiedenen Thetlen der Stadt niedergebrannt und große Quantitäten von Waaren gänzlich vernichtet worden sind. Eine große Anzahl von Einwohnern ist obdachlos und leidet Mangel an Allem. - Die Manhattan-Beach-Eisenbahnstation in Bahridge im Newyorker Hafen brannte heute nebst 60 Waggons und 10 Lokomotiven nieder. Der entstandene Verlust beziffert sich auf 3OO,OO0. Dollars London, 18. December. An Bord des in den Albertdocks ankernden Postdampfers „Cotopaxi" von der Orientlinie brach gestern Morgen eine Feuersbrunst aus, die erst, nachdem das ganze Innere des Schiffes ausgebrannt war, gelöscht werden konnte. Der verursachte Schaden wird auf 20- bis 30,000 L. geschätzt. Alzey, 16. December. In der Schule einer benachbarten Gemeinde kam am Donnerstag auf seltsame Art eine kleine Explosion vor, die jedoch glücklicherweise keinen wesentlichen Schaden nach sich zog. Ein Schül'r, der mehr dem einst auszuübenden Jagdvergnüaen als dem Erlernen feiner Schulaufgabe nachhing, wußte sich bet Her- sagen der nicht erlernten Ausgabe dadurch zu helfen, wie dies ja nicht selten bet schlauer Handhabe vorkommt, daß er die Stelle aus dem unter der Bank geöffneten Buche hersagte; der Lehrer aber ebenso schlau, entdeckte die Hilfsquelle und konnte nicht umhin, dem kleinen Pfiffikus einen mit dem „Respectmacher" zu versetzen, — aber, o Schreck, derselbe schien mit weit gefährlicheren explodirenden Stoffen beladen gewesen zu fein, denn es knallte und das Kamisölchen ging in Flammen auf. Sofort wurde jedoch von dem Lehrer die Entzündung erstickt und ebenso entledigte sich der Knabe des Kleidungsstücks. Eine Gewehrpatrone hatte der Patron irgendwo sich angeeignet und in seine Tasche gesteckt, welche durch die unsanfte Berührung krepirte, aber glücklicherweise außer dem Schrecken auch sonst keinen Schaden anstellte, als das Kleidungsstück etwas versengte. — Eine Kabeldepesche aus Melbourne meldet die Einzelheiten eines furchtbaren Unglücks, welches sich in einer Kohlengrube in Creswick im Kreise Talbot, Victoria, ereignete. Eine ungeheure Wassermass- ergoß sich plötzlich aus einigen n cht mehr im Betriebe befindlichen Zechen in die Grube und überschwemmte einen beträchtlichen Theil derselben. Rettungsmannschaften stiegen sofort in die Tiefe hinab und es gelang denselben, das Leben von 5 Arbeitern zu retten, allein der Lebensverlust ist erheblich. Bis jetzt sind 22 Leichen an die Oberfläche gebracht worden. — Aus Köln wird geschrieben: Der Schaden, welchen die Hochfluth allein im Landkreise Köln angerichtet hat, wird nach der Köln. Ztg. überschläglich auf 1,600,000 A angegeben. — Im Auftrag des Oberpräsidenten bereift gegenwärtig ein Regierungs- Baumeister die überschwemmten Gebiete des Rheins, um eine Schätzung des Schadens an Immobilien und Uferwerken festzustellen. — Krupp in Essen hat 18,000 A für die Wasserbeschädigten gespendet. — Der deutsche Kronprinz will die Sammlungen in Nassau für seine silberne Hochzeit nicht tn Concurrenz treten lassen mit der Hülfe für die Ueberschwemmten am Rhein und Main. Er bat daher gebeten, die Sammlungen für ihn etnzustellen und den Ueberschwemmten Hülfe zu bringen. — Eine romantische Liebesgeschichte, für deren Wahrheit der „B. B- C." sich verbürgt, hat sich jüngst zwischen Hannover und Berlin abgespielt. Im Berliner Panoptikum lief dieser Tage ein Brief ein. der den Poststempel Hannover trägt und von einer jungen, hübschen Dame aus guter Familie geschrieben ist. Die Handschrift ist eine fast kalligraphisch schöne, der Inhalt gewandt, fließend, gebildet. Wir übergehen zunächst den Namen des Adressaten. „Mein Geliebter", heißt es, »ich kann Dich nicht vergessen. Seitdem Du mich verlassen, denke ich nur Dein. O, die Stunden, die ich in Deiner Gesellschaft verbrachte, gehören ;u den glücklichsten meines Lebens. Zwar weiß ich, daß ick fehle. Ich bin eine verlobte Braut eines Anderen, dem ich Treu- gesckworen, aber wie ich mich auch zu zwingen suche, ich kann Dich nicht vergessen- Wenn ich dock einmal nock von Dir in den süßen Lauten Deiner Sprache hören könnte: „Ich liebe Dick"; Ich sende Dir, wie ich versprochen, mein Bild Laß' mich das Deim- auch bald haben, daß ick es anschauen kann jetzt und immerdar. Ick habe lange mit mir gekämpft, ob ich Dir wieder schreiben soll oder nicht- Aber ich kann es nicht unterlassen und wenn ich darüber zu Grunde gehen sollte. Zwar werde ich Dir fortan nichts mehr fein können, als Schwester, Freundin, aber diese, von allen Erdenwünschen freie Liebe laß' uns hegen und uns in ihr verbunden sein, mein einzig geliebter, angebeteter — Cbeyenne." Wir wiederholen, der Brief ist echt, die Schreiberin ein blendend schönes Mädchen, das dem Indianer Cheyenne in Hannover auf Schritt und Tritt nachgeeilt ist, die dort ohne Rücksicht auf sich und ihre Verwandten sich in auffallender Weise benahm und nun ihre unalaubliche Verirrung fortzusetzen sich anschickt. Der Brief ist an den Geschäftsführer der Indianer gerichtet, der unter Discretton um feine Vermittlung gebeten wird. Er hat denn auch Cheyenne den Brief vorgelesen, der sich seiner Mina noch wohl erinnert und mit breitem Grinsen erklärt, er werde sich auch von der Sonne malen lassen, um ihr fein Bild zu senden .... Im llebrigen aber würde man auch in Berlin nicht weit zu gehen brauchen, um recht eitrige, recht zudringliche weibliche Bewunderer der Indianer zu finden. D'e „Geheimnisse des Panopticums" man könnte recht interessante Mittheilungen aus dem Briefwechsel machen, der sich zwischen den Stammesangehörigen fremder Racen und mancher Schönen tn Berlin abzuspinnen pflegt. — Zwei Pariser Bürger, schreibt das Eoänement, sehen einem vorüberfahrenden Damvftramway nach. „Auch darin", sagt der eine, sieht man die Hand Bismarcks!" — «Sie glauben?" — „Natürlich! Diese kleinen Locomotiven werden in kurzer Zeit allen Fuhrwerken angepaßt werden. Was haben wir aber während der Belagerung gegessen? Pferde. W-nn nun die Preußen wiederkommen — und dies ist doch augenscheinlich ihre Absicht, — so können wir uns dann keine zwei Monate halten, es fei denn wir nähren uns von Locomotiven." Lokale-. Gießen, 20. December. (Sterblichkeit in Gießen ) Während der letztoerflossenen Woche vom 10. dis 16. December war die Sterblichkeit in unserer Stadt eine sehr geringe. Es ereigneten sich nämlich im Ganzen nur 3 Todesfälle. Ein Kind im ersten Lebensjahre starb an allgemeiner Abzehrung, ein Kind von 11 Jahren an Herzbeutelentzündung, eine Frau an Lungenschwindsucht. G. — In verschiedenen Geschäftsläden wurden in den letzten Tagen von einem unbekannten Frauenzimmer Waaren ausgeschwindelt. — Der am 15. d. Mts aus einem hiesigen Hotel entwendete Koffer wurde gestern Morgen in einem Garten am Crosdorser Wege erbrochen aufgefunden. Der Inhalt war durchwühlt, jedoch nichts davon entwendet. 8 e t m i f 4 t e K Okarben. Im Dfftrlkt Ober-Erlenbach hatte bei dem am 15. b. M. stattgehabten Treibjagen Oekonom Puth von hier das seltene Glück, mit zwei Schuß drei Hirsche zu erlegen; zwei davon blieben im Feuer, der dritte wurde anderen Tages gefunden. Dortmund. 17. December. E n gräßlicher Vorfall ereignete sich gestern In später Abendstunde in dem benachbarten Orte Aplerbeck. Der daselbst wohnende Commis Albus, der eine Buchbinderei.Filiale verwaltet, hatte ein Liebesoerhältniß mit einer Nähterin Unterbalten die sich jedoch in letzter Zeit mehr und mehr zurückzuziehen suchte, da ihr Nachtheftiges über Albus zu Ohren gekommen war. Am erwähnten Abend roar es ihm nun gelungen, das Mädchen in das Geschästslokal zu locken wo Für die Wafferbeschädigten im Großherzogthum gingen weiter ein: F. G- 3 A, Prof. Harnack 7 A, Eichbaum 3 A. H. Haus 1 A, H. Sch. 1 A> Gabriel 3 A, Haggenmüller 1 A. Mohrmann 1 A. Schäfer 1 A, Lehrmund 1 A» Sier 1 A, Sirconlomb 1 A. H. Schmidt 0,50 A, H. D. 3 A, Weidtmann 0,50 A, Runkel 0,50 A, Dr G- 3 A, I K. Spies 2 A, Frau Lehmann 0,50 A, Schaffner Hartmann 0,50 A Georg Oertel 1 A, Wirth Joh. Seibel 2,50 A, H. B- Allendörfer 1 A, F. Greiner 1 a, A- D. G- 1 A, Joh. L-nz 3 A, F. Künkel 0,30^., C. Freitag 0,30 A. Johs. Luh 0,20 A. Dietrich Scheer 0,20 A, Jacob Kahl 2 A. ft. ft. 0,50 A. V. Gerth 0,40 A H. Sehrt 0,40 A, I Kiefer 0,50 A, A. R- 1,50 A, C. Schalch 1 A, F- ft. 1 A, Joh. Dern 1 A. Konrad Heppner 140^. Schwarz 2 A, 2ß. 2 A. P- Z 3 A, Hartmann 1 A, W Fr. 1 A, Kramer 5 A, W. Flett 2 A, Zugführer ©lebe 2 A, D. F. 1 A, I. Kißler 1 A, R- Weller 0,50 A, N- N. 0.50 A, Philipp Marx 1 A. Bernhard Pflichter 1 A, K- Plank II. 2 A, Peter Plank Wwe. 1 A, M. Schirmer 1 A, A. Übrig 1 A, Louis Schnecko 0,50 A. Ang Voigt 2 A, B. St 0,50 A, Ed. Silbere'fen 10 A, Hauptmann Hof 5 A, S- Katzenstein 5 A, Hof- Wenzel 2 A, H. Stebr 2 A, Güterexpedient Fr. Rotenberger 3 A, E. H. 1 A. Günther 3 A, W. A. 1 A, Cahn 1 A, G- 3 A, Ernst Gebhard 0,50 A, Lokomotivführer Jul. Noll 3 A, Emil Orbig 1 A, B. M. 0,50 A, H. L- 1 A, I. Hainbach 1 A, I Krahl 0,50 A, G M- 2 A, H. Walther 0,50 A, Heinrich Seipp zu Mühlfachfen 3 A, von den Rechtsanwälten Diery und Metz die bei einem zur Ablage des Offenbarungseides geladenen Schuldner vorgefundenen 18,75 A Summa 153,45 A Hierzu die bereits früher quittirten 17695,08 A Zusammen 17848,53 A Den Empfang obiger 153.45 A bescheinige ich mit herzlichem Danke. Gießen, den 20. December 1882. Dr. Boekmann. Ä"Un d--! aÄ8'-”« Iti L i* an "ben’ Milt » „6tW Das Fabrik K n_, ÄiNortUnH } iwi'(,a4 Wefeit L°°" tab CT®»»« l,n d-r Stabt 11 worden sind, an Allem, - cn brannte heute rIuft beziffert sich ankernden Post- reuerjbrunfi aus, ^löscht werden metnde kam am ^erweise keinen n>t ouszuübenden He sich bei Herselten bei schlauer geöffneten Buche wnte nicht umhin, aber, o Schreck, gewesen zu sein, fort wurde jedoch I der Knabe des h angeelgnet und aber glücklicher- ls Kleidungsstück ,4. t* l fc”o5O * kl »5° Ratten»0! f. arz §M e«< eiten eines surcht- im Kreise Talbot, aus einigen n>cht rtte einen betracht- ;tefe hinab und t§ bensverlust ist er- rchfluth allein im baufl,600,000 I ein Negierungs- ung des Schadens 18,000 JL für bie für seine silberne erschwemmten am n einzustellen und r n A &8 M Mntr nooer trägt und M hMchE M- W W rtz, ,ich kann Dich H die Siunden, Lndnm, d-m I« 11, Di» °n- tt Setser Sb™4' mein Alb L4 d fmnttrbar. 3« e»t. Ab-r i» in, lear tperbe jerbtefc i bie®4S L-r-P'N f r ®l«crrtto« “® °K°7S " 3®«(bti’S nit , „rObtrla^S ÄS Ute# nate haue"' TchisfSvericht. Mttgethe.lt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in •i^ewen, C W. Dietz Nachfolger, Girren. , , , .....Bremen, 19. December. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer r^-nerol Werder, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. December von Bremen abgegangen war. ist heute wohlbehalten in Bcrlt Ere m^enO"19.^December. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Nhein, Capt. H. Winter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5 December von Bremen und am 7. December von Southampton abgegangen war ist heute 11 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. - Das neueste Amtsblatt des Reichpostamts enthält eine Verfügung über die zusätzlichen Bezeichnungen zu den Ortsnamen der Postanstalten. CS ha: sich als Noth- wendigkeit ergeben, auf die Kürzung und zweckmayrgere Fassung dieser Zusatze Bedacht zu nehmen. Als N gel ist sestgehatten, daß die zusätzlichen Bezelchnungen in Klammern hinter den Ortsnamen gesetzt werden. Der Verfügung ist ein Verzeichnitz derjenigen Postanstalten beigegeben, bei denen die bisherige zusätzliche Bezeichnung eine Veränderung erlitten hat oder die bisherige zusätzliche Bezeichnung in Wegfall gekommen bezw. eine zusätzliche Bezeichnung neu hinzugetieten «st. Die Reichspost, und Telegraphenanstalten sollen sich von jetzt an bei Wahrnehmung des amtl'chen Schrittwechsels genau an die Angabe des Verzetchnisses halten, auch das Publikum darauf aufmerksam machen. — Die deutschen Veichsbankstellen sind angewiesen worden, die eingehenden halben Kronen nicht wieder in Verkehr zu setzen. — Mrl Rücksicht darauf, daß in diesem Jahre der Weihnachtsabend und der 31. December auf einen Sonntag fallen, werden auf den preußischen Staatsbahnen und unter Staatsverwaltung stehenden Bahnen die Retourbillete mit einer zweitägigen Gültigkeit, welche am 23. December gelöst sind, zur Rückfahrt bis zum 27. December und die am 30. December gelösten Retourbillete zur Rückfahrt bis zum 2. Januar gültig bleiben. Frankfurt a. M., 20. December, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Meßen.) Creditactien 238V2, Staatsbahnactien 289^4, Galizier 248Vd, Lombarden 116l/r, Rord- westbahnactien —, Darmstädter - Bankactien 1513/8, Oberschlesische E.-B.-Act. —, Oesterr. Silberrente 6518, 4% Ungar. Goldrente 71« j6, 40/0 1880er Russen 68V«, 5o/n 1877r Russen 86, 2. Orient - Anleibe 53V4, Spanier 61, 5% Rumänische Rente 911/«, 40/,, Unific. Cgypter 713/4, Disconto Comm. 190%, Gotthardbahnactien 114. Tendenz: —.__________________' Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde Gießen. Donnerstag, den21, Dezember, Abends 8 Uhr, im Gymnasium: Bibtl- stnndc, Bries Pauli au die Galater Kap. 5,1—12. Pfarrer Dr. Naumann. Die Zahlung der noch im Rückstände befindlichen, Martini fällig gewesenen Pachtgelder zur Armenkasse und Plock'schen Stiftung wird hiermit in Er- innerung gebracht. Gießen, am 14. December 1882. Der Rechner: Lauber. ____ Bekanntmachung. Am Sonntag den 24. d. Mts. werden die Schalter der hiesigen Poststellen wie an den Wochentagen offen gehalten werden. Kaiserliches Postamt. Ritsert. Edictalladung. Johannes Vellen XII. von Lang- Göns hat die im Grundbuch ohne Erwerbtitel ihm zugeschriebene Hof- raite 1/563 in Lang-Göns veräußert ohne sein Eigenthum urkundlich nachweisen zu können. Es ergeht daher auf Antrag die Aufforderung, Ansprüche auf jene Hof- raithe binnen drei Monaten geltend zu machen, widrigenfalls das freie Eigenthum des Verkäufers vermuthet und der Verkauf vorbehaltlos bestätigt werden wird. Gießen, 16. Deeember 1882. Großherzogliches Amtsgericht. ^412 Ur. Gilm er.__ Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von -den bei der hiesigen Spar- und Leihkasie angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahre? fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Donnerstag den 21. December 1882 Samstag „ 23. , « Mittwoch „ 27. „ „ Donnerstag „ 28. „ ,, Samstag „ 30. „ „ Dienstag den 2. Januar 1883 Mittwoch n 3. „ „ Donnerstag „ 4. „ „ Samstag „ 6. « „ Dienstag „ 9. „ „ Mittwoch „ 10. „ u Donnerstag . 11. ,, « Samstag 13. „ „ Die Interessenten werden daher auf: gefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimeren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Sadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt fiiiD. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu. lassen- Gießen, den 24. November 1882. Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. Schöne Christbäumchen .(noch nicht durchsucht) empfiehlt 8107 Dienstmann Dietz am Brand. Frisches Wild, Kirsch, Rehe, sowie Wildschwein, frische Hasen zu X 2.50-3.00 emp ehlen 8415 Gehr. Erdmann. Lollar. 8209 Puppenstube mit Möbel billig zu verkaufen. I. Rothenberger, Lmdenplatz. mit elegantem Sattelzeug empfiehlt zu sehr llilligen Preisen JHL KLbllner, Drechsler, 88410 4 Seltersweg 4. Neue Wallnüsse per 100 Stück 40 H, Haselnüsse per Pfund 40 H, bei 9jptb. Neue-Bäue. 8421 Mooskränze per Stück 80 H empfiehlt 8404 Gärtner Noll, am Friedhof. Rosinen, Corinthen, Mandeln, Zwetschen (hiesige, thüringische und türkische) enipfiehlt zu billigsten Preisen 8381 Chr. Wallenfels Universal - Reinigungssal). Original-Packete zu 25, 50 und 90 7123 C. F. Senimler. Frische Hefe bei Carl Heil, Schloßgasse. 8418 Zu verkauscn: | Ein fast neuer kupferner Siedkessel, sowie rein wollene Pserdeteppiche. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. 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I. in die Hände einer Actiengesellschast übergegangen ist, wird in politischer Hinsicht, getreu ihrer Vergangenheit, den nationalliberalen Standpunkt festhalten. Sie wird für die gemeinsamen Ausgaben aller liberalen Schattirungen eintreten, jedoch innerhalb derselben danach trachten, daß der Radikalismus nicht die Führung erhalte. Im Uebrigen wird die Hessische „Morgenzeitung", wenn auch Parteiblatt, in erster Linie auf möglichst umfassende, wohlgesichtete und rasche Berichterstattung auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens bedacht sein. Ihr täglich zweimaliges Erscheinen befähigt sie, bereits Nachmittags ihren Lesern alle im Laufe des Vormittags eingetroffenen Nachrichten von Bedeutung, insbesondere auch Börsen- und Handelsnachrichten, mitzutheilen, welche aus den andern hiesigen Blättern erst am folgenden Tage zu ersehen sind. Zahlreiche neu gewonnene Corre- spondenten in Kurhessen und Waldeck setzen sie in den Stand zu besonders eingehender Besprechung der provinzialen Angelegenheiten. Lokalberichte und Feuilleton werden ebenfalls die sorgsamste Pflege erhalten. Mit der Sonntagsnummer wird den Abonnten ein besonderes Jllustrirtes Unterhaltungsblatt kostenfrei geliefert. Da die Umwandlung des Blattes dessen Leserkreis erheblich erweitert hat, so empfiehlt sich die „Hessische Morgenzeitung" ganz besonders zu Annoncen aller Alt. Die „Hessische Morgenzeitung" erscheint 12 Mal per Woche. Abonnementspreis pro Quartal JL 3.75 (.pro Monat JL 1.25). Kassel, Dezember 1882. Verlag und Redaktion der Hessischen Morgenzeitung. Herrenhemden, Kragen, Manschetten OSS Hemden nach Maß in prima Stoffen, gut passend. 6518 Reue Orangen, „ Citronen empfiehlt Carl Petri 8420 (norm. C G. Spruck ) 3763 Ankauf von Lumpen, Knochen, Papier und Akten. LouiS Rothenberger, Neuenweg 194. L. Schmitt Glaser 7 Kanzleiberg 7 empfiehlt sich in allen im Glaserfach vorkommenden Arbeiten. Wie bekannt, wird das Einrahmen von Bildern und Spiegeln bei mir gut besorgt. Achtungsvoll 6673 L. Seit mitt. Ntaschinenflrickcrei von Carl Pietsch II. Anfertigung aller Arten Herren«, Damen- und Kinder-Strümpfen, Socken, Jacken rc. in Wolle, Baumwolle und Vigonia. Austritten von Strümpfen und Socken. Eine falt beleidigende Zuversicht scheint der Generalagent der Singer-Eompagnie auf die Langmuth des deutschen Publikums in sich zu tragen. Abermals stimmt er in einer schier endlosen Epistel das uralte Lied an von der »Alleinechten", der »Alleinoriginalen" und von den bösen Deutschen, die sich erdreisten, eine Singermaschine nach Singer zu benennen — und das geschieht zu einer Stunde, in welcher der höchste englische Gerichtshof, das Haus der Lords, in einem nunmehr endgültig entschiedenen Prozeß der Singercompagnie gegen eine große deutsche Nähmaschinenfabrik den Namen »Singer" für ein Welteigenthum erklärt, welches Urtheil, nebenher gesagt, dieselbe Compagnie auch noch mit 300,000 Mark Gerichtskosten bezahlen muß. Ja, ist man da nicht berechtigt, an eine fixe Idee zu glauben, die mehr pathologisches als gewerbliches Interesse verdient? Sollten wir die Sisyphusarbeit der Widerlegung von Neuem beginnen? Gewiß nicht, wir haben keine so unerschütterliche Meinung von der öffentlichen Geduld, wie unsere Gegner. Die Thalsache seines Rückzuges vom Schauplatz eines offenen und ehrlichen Wettkampfes bleibt ja doch bestehen, diese disputirt er mit keiner seiner mühseligen Redewendungen hinweg, die übrigens nur auf ihn allein Eindruck zu machen scheinen. Wir überlassen ihn seiner Selbsttäuschung und glauben vielmehr der ! Zustimmung des Publikums sicher zu sein, wenn wir hiermit die völlig unfruchtbar , gewordene Polemik abbrechen. Deutschland hat sich augenscheinlich sein Urtheil ge- I bildet, wie der rapid wachsende Begehr nach deutschen Nähmaschinen und das zahlreiche Aufblühen neuer deutscher Nähmaschinenhandlungen beweist. Der unterzeichnete Verein wird sich die Ehre geben, für die Zukunft, unbekümmert um die blinde Wuth einer völlig überholten Concurrenz, dem deutschen Volke über die thatsächlichen Fortschritte in unserer Branche Bericht zu erstatten. Sollte uns jedoch unser Gegner mit seinen unberechenbaren Winkelzügen zu neuen Wiederlegungen zwingen, so fällt die Verantwortung auf ihn zurück. 8409 ( Die „Concordia". innigsten Dank trauernde Fant Hie Gießen, Für die vielen Beweise bi erdigung unserer unvergeßlichen Wermietyungen. 8416 Ein kleines Familienlogis zuver- miethen. _ Kaplansgasse^ 8388 ’ Kleine, freund!. Wohnung zu verm Wilh. Kohlermann Wwe., ________________Neustadt 15._____________ 8389 In der Nähe der Klinik ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. _________2____________Riegelpfad 35. 4589 Der 2. Stock (tt Zimmer rc.) ist durch den Wegzug des Hrn. Pfarrer Wagner anderweit zu vermiethen. Th. Haubaeh, ___Bahnhofstraße C. 126. 6648 Ein kleines Familienlogis im Vorderhaus, sowie zwei Dachstuben im Hinterhaus zu vermiethen tm _________„Darmstädter Haus". 3659 Der mittlere Stock meines Hauses (2 Stiegen hoch) ist anderweitig zu ver- miethen.__Emil Fischbach. 7121 Eine Mansardenwohnung an ruhige Leute vermiethet __Carl Bogt, Wallthorstraße. 8360 Zwei kleine Logis in meinem Hinterhause zusammen oder getrennt per sofort zu vermiethen. Emii .flinker, Asterweg 7. _ "8355 Schlößgasse' 17 Parterrelokal zu vermiethen._____________________________ 8354 Logis, sowie einzelne Zimmer gleich beziehbar, in Neuen-Bäucn 20. 8002 Eine geräumige Wohnung von 7 Zimmern rc. nebst Zubehör ist bis zu April zu vermiethen. Alicestraße 23. 6404 Mehrere Familienwohnungen, sowie möblirte Zimmer auf sofort zu üer= miethen bei B. Katzenstein, Marktplatz. 6666 Ein möbl. 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Kahn, Mehl- und Frucht-Handlung ___________Hungen-__________ Tüchtige Agenten in den größeren Städten des Groß- herzogthums Heffen gesnchl für den Verkauf von Torfstr en von einer leistungsfähigen Fabrik (ProvinzHannovcr> Persönliche Bekanntschaft mit Pferde- besihern nothwendig. — Offerten unter 0. 2118 an die Annoncen - Expedition von Ed. Schlotte, Bremen.8W Das Einrahmen von Bildern, Photographien rc. wird bestens aus gefühtt. Rahmen-Leisten in Gold, Politur und Antik sind in großer Auswahl vorhanden Otto Hoehatäiter, 8232 Mäusburg 1. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brü b l'ichen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu zwei Beilagen. Hureau: Schu Da b' nicht möglich v Aussicht genon gebracht werde gelände abgescl Die i ntib dem Plan dahier aus un1 im Ten l ei Meldung f einsetzung in t Gies B Die: sungirt zugleic Gie Am 1 Der? blauem, bis an N am flanb ai NieiN, an i Äan er Dmch Der K, ^er Fall war, befallen worbe, Merzte ist dahe Men, doch [ Audienzen. - . Smniei 'inten, die! tun9 Hw imni auch bei uns mit der am j ■Wgeorbnetenh Hervorragende ^eenzsteuer-P dern überwies 5^9 war btjii, Echmiedeberg' R°th-nha? Klln wäre, Mengen @t( e der Werg's t. toi, TM ?9eteiÄ gleich C ftS sK ÄS'