oll, rbeiter. 31 Saal statt. Üh____4812 1 SM .__N MW ztb£vL_— i»ttt u»b ft”°* A St°t»««dttgw jwwsji—- Stohr, \W' 3' ft lagt" nftrucUon- fü6tl di- H^diiLlM ZLd°-st-b-" ? HJ. 'N vä* !-rb^dolpb Ä feW| M 167 Freitag den 21. Juli L88L. Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. 1 w X-'-; V«^ra«r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. (Nr. 1478.) Amtlicher Iheit. Nr. 17 des Reichs-Gefetzblatts, ausgegeben den 17. l. M., enthält: Bekanntmachung, betreffend eine Abänderung des Verzeichnisses der gewerblichen Anlagen, welche einer besonderen Genehmigung bedürfen. Vom 12. Juli 1882. Gießen, den 20. Juli 1882. ■nmHBUMHMnBEMHnonai Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Politische lteberfkcht. Gießen, 20. Juli. Seit Dienstag weilt unser Kaiser aus österreichischem Boden in Wildbad Gastein, wo der Monarch von einem Vertreter des Kaisers Franz Josef, den städtischen Behörden und einer Anzahl distinguirter Badegäste auf das Herzlichste empfangen wurde. Mag auch diesmal das Wildbad Gastein seine wunderbare Heilwirkung bei unserem hochbetagten Kaiser bewähren, damit er noch lange den Regierungsgeschäften vorstehen kann. Wie es nicht anders zu erwarten ist, steht die egyptische Frage noch immer im Vordergründe aller politischen Erörterungen und beschäftigt alle Großmächte in hohem Grade. Auch von der deutschen Negierung liegt nunmehr eine halb officielle Kundgebung zur egyptischen Frage vor, worin gesagt wird, daß die Neichsregierung den scharfen Ton, den ein Theil der deutschen Presse über das Vorgehen Englands in Egypten angeschlagen habe, nicht billige, denn Deutschland könne nicht den Vormund anderer Staaten spielen und müsse in erster Linie England als allein verantwortlich für sein Thun halten. Im Uebrigen verfolge Deutschland eine Verständigung der Großmächte in der egyp- tischen Frage und sei stets bereit, eine Vereinbarung der Westmächte mit der Türkei oder eine solche zwischen England und Frankreich allein, bezüglich Egyptens zu begünstigen. Aus diesen Kundgebungen der Neichsregierung geht unzweifelhaft hervor, daß Fürst Bismarck die, wenn auch furchtbare Lage der Dinge in Egypten doch nicht schwarz ansieht, sondern darin nur den Ausgleich unvermeidlicher Gegensätze erblickt und eine Lösung der egyptischen Frage ohne Störung des Weltfriedens erwartet. Das Schicksal des deutschen Consuls v. Treskow und der noch mit ihm in Kairo weilenden zahlreichen Deutschen ist ein befriedigendes geworden. Der Consul und die Deutschen in Kairo haben sich des Schutzes der egyptischen Behörden erfreut. Auch wurde dem Consul und cct. 300 Deutschen und Oesterreichern am 15. Juli von den Egyptischen Behörden ein Exlra- zug zur Verfügung gestellt, in welchem sie unbehelligt nach Jsmailia fuhren und sich von dort ab auf dem Suezkanale unter dem Schutze der englischen und französischen Kriegsschiffe nach Port Said begaben, von wo aus sie auf verschiedenen Transportschiffen die Heimreise fortsetzten. Auch erfährt man, daß in Alexandrien wahrscheinlich nur sehr wenige Deutsche umgekommen sind, da es dem deutschen Consul v. Saurma noch im letzten Augenblick gelang, 160 deutsche Flüchtlinge auf ein Schiff zu bringen. lieber den Stand der kirchenpolitischen Verhandlungen in Preußen erführt man noch, daß die Audienz des preußischen Gesandten v. Schlözer vor seiner Abreise nach Deutschland beim Papste sehr lange dauerte. Herr v. Schlözer verschwieg dem Papste nicht, daß in Folge des wenig erklärbaren Verhaltens der Kurie seine Regierung sehr begründeten Verdacht über die Aufrichtigkeit der Absichten derselben und deren Wunsch schöpfen mußte, die Friedensverhandlungen auf einer festen und dauernden Grundlage zu Ende zu führen. Die Antwort des Papstes enthielt aber ganz andere Versicherungen. In Folge dieser Antwort entschloß sich Herr v. Schlözer, seine Abreise auf einige Tage zu verschieben. Auf Einladung des Papstes besuchte er am folgenden Tage im Staatssecretariat den Kardinal Jacobini, welcher im Auftrage Sr. Heiligkeit mit dem preußischen Gesandten mündlich und schriftlich in Betreff der Verhandlungen zwischen Rom und Berlin die drängendsten Mittheilungen austauschte; auch nahm Herr v. Schlözer einen Brief des Kardinals Jacobini an den Fürsten Bismarck mit. Die diesjährige Generalstabsreise wird zum ersten Male von dem Stellvertreter des Feldmarschalls Grafen Moltke, vom Generalquartiermeister Grafen Waldersee geleitet werden. Dieselbe soll Mitte August in Bautzen ihren Anfang nehmen und sich vom Königreich Sachsen nach der Provinz Schlesien erstrecken. Der Feldmarschall Graf Moltke bleibt zur Schonung seiner Kräfte der Generalstabsreise fern. Der am letzten Sonntag in Wien unter großen Tumulten aufgelösten Versammlung der deutsch-österreichischen Volkspartei darf man keine große Bedeutung beimessen, denn die deutsche Volkspartei in Oesterreich hat durchaus mit der deutschen Verfassungspartei des Landes nichts zu thun, sondern die deutsch-österreichische Volkspartei ist eine noch im Entstehen begriffene ganz junge Partei, welche es wahrscheinlich zu gar keiner gesunden Existenz bringen wird, da die besten deutsch-österreichischen Elemente bereits in der liberalen Verfassungspartei vertreten sind. Paris und Frankreich haben sich allmälig wieder von dem Freudenräusche erholt, in welchen sie die großartige Nationalfeier versetzt hatte. Mag man von den Festessen, Truppenparaden, Ballfestlichkeiten und Schulfeierlichkeiten, welche Frankreich an seinem Nationalfeste begeht, sonst denken, was man will, Eins steht dabei doch fest, daß die große Mehrheit der Franzosen mit der republikanischen Verfassung ihres Landes recht zufrieden sind und dies ist gewiß eine für den Frieden Europas sehr werthvolle Thatsache. — Hinsichtlich der egyptischen Frage wird in der französischen Presse fast einstimmig eine gemeinschaftliche Action Englands und Frankreichs betont und wenn auch das formu- lirte Programm noch fehlt, so dürfte doch bereits ein ziemliches Einverständniß über die Behandlung der egyptischen Frage zwischen der englischen und französischen Regierung erzielt sein. Rußlands auswärtige Politik macht der Gerechtigkeitsliebe des Czaren Alexander HL alle Ehre, denn man muß sagen, daß die russische Regierung in der egyptischen Frage sehr zurückhaltend auftritt und es augenscheinlich verschmäht, die alten Gegensätze ihrer Orientpolitik auch in der egyptischen Frage, die mit der orientalischen so nahe verwandt ist, wieder auf das Tapet zu bringen. Wir begrüßen diese Handlung Rußlands als einen Beweis dafür, daß es seine ganzen Kräfte den inneren Reformen widmen will. In England ist man über die Katastrophe von Alexandrien keineswegs erbaut und wenn die englische Nation auch vollständig damit einverstanden ist, daß ihre Interessen in Egypten um jeden Preis gewahrt werden müssen, so sieht man in England doch auch ein, daß dies ohne die Zerstörung Alexandriens möglich gewesen wäre und macht deshalb der Regierung wie dem Admiral Seymour Vorwürfe wegen ihres einseitigen Vorgehens in Egypten. Bekannt ist ja auch, daß dieserhalb sogar in England eine Ministerkrisis stattfand, indem John Bright aus dem Cabinet austrat. Alles in Allem werden diese Vorgänge wohl dazu beitragen, den englischen Ansprüchen auf Egypten eü.ige Mäßigung auszuerlegen und dies ist für eine, Menschenleben möglichst schonende Lösung der egyptischen Frage, offenbar gut. Hinsichtlich der Entschließungen des Sultans über die Annahme oder Ablehnung der ihm von der Conferenz der Großmächte angetragenen Intervention in Egypten liegen noch keine Nachrichten vor. Der Sultan soll Truppen auf die Dauer von 6 Monaten nach Egypten senden und die Autorität des Khedive unter der Controle der Großmächte wieder Herstellen. Die Kosten der Intervention soll Egypten bezahlen und wollen die Großmächte der Türkei einstweilen die nöthigen Gelder vorstrecken. Man fürchtet trotz dieser günstigen Vorschläge dennoch eine ablehnende Antwort des Sultans, der es mit den Arabern nicht verderben will. In Alexandrien sind bis jetzt gegen 5000 englische Truppen gelandet und versuchen die Autorität des Khedive wieder herzustellen, sowie die noch immer von Plünderern und Feuersbrünsten bedrohte Stadt zu schützen. Die Plünderer werden verhaftet, die Brandstifter erschossen. Ordnung und Verkehr findet in Alexandrien wieder Eingang. Wieviel Europäer in Alexandrien um- gekommen sind, ist schwer zu ermitteln, man glaubt aber, daß die ersten Schreckensnachrichten übertrieben waren. Arabi Pascha, der mit ungefähr 9000 Mann und 40 Kanonen einige Meilen hinter Alexandrien steht, verhält sich anscheinend ganz passiv, obwohl ihm der Khedive angezeigt hat, daß er als Rebell befyxtv beit werden soll. Deutschland. Worms, 17. Juli. Seine Erlaucht der Graf zu Erbach-Schönberg und Ihre Durchlaucht die Frau Gräfin zu Erbach^Schönberg trafen mit ihrem hohen Gaste, Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Herzogin von Edinburg, hiute Nachmittag 4 Ubr in Rosengarten ein, besichtigten die Sehenswürdigkeiten der Stadt und fuhren, nachdem sie bei Herrn Rittmeister ä la suite Heyl den Thee genommen, um 8 Uhr nach Schlotz Schönberg zurück. Die Führung durch unser Paulusmuseum — welches in sietem Wachsthum begriffen ist und namentlich in der letzten Zelt durch neuerlrch gesundene römische Gläser, worunter ein Trmkhorn mit Netz-Aufguß von hoher Schönheit bereichert worden ist — hatte Herr Rittmeister Heyl übernommen. Frankreich. m 4 „ s x, Paris, 18. Juli. D-putirtenkamm-r. Berathung der^Vorlage' btt^ffmd die Bewilligulig eines Credites von 7,800,000 FrcS. für bh:n’,t‘t«,W£" ' Loekroy griff das Eabinet heftig an. CharmeS sprach meaen e ner mit England aus. Der Ministerpräsident Freprmet^erklärt«' '“' Ä?'’™!“1 bewaffneten Intervention sei nach den Erenznisfen^nAttrandrienu°thw-n°.g geworben Man hätte aber mit Europa handeln müifen, bo man fonft gegen Haven würde. England habe die Initiative ergriffen, ba^°uropmsche Coneert zu ArtPTlf nlffcf)e ftraae ohne Europa hätte^lösen wollen, wendig, denn jedesmal, wo man die orientalische F g $ Eomerenr sei ein Akt sei daraus ein großer Krieg entstanden. Die Cm f 0 intervenire so würde der Klugheit und deS Patriotismus gewesen Wenn die Türkei wtervemre,w würbe dies unter bestimmten B-dingungerW Suezkanal dürfe nicht werden wir vorausstchtlich ein Mandat ^urop^^hören, welche ihn beschützen, aufhoren frei zu stim .^banals wünsche Frankreich, unter Wahrung seiner vollen Aber selbst bezüglich des Konferenz zu provociren. In diesem Sinne sei Actionsfreihe t einen ^sch getroffen worden. Die Erreichung der Allianz mit gestern ein Abkommen m ng g^^^ europäischen Concerts habe die Regierung KMSStWM h°be Grund zu glauben, daß sie ihrem hM,8metfe gut gedient habe. (Beifall.) Dellafosse spricht gegen die Be- mpmbitTi«nLbh?s Eredit/ da er die Politik des Cabinets mißbillige. Gambetta billigt nicht °däß das Cabinet eine Intervention der Türkei zugelassen habe, dieselbe fei gefährlich. Wafserwärme der Lahn. Am 20. Jult, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 17V? R-, Lustwärme + 20 R- L. Chr. Rübsamen. Die Hauptstadt ist Kairo mit 350.000 Einwohnern. Ihr folgen Alexandrien mit 212000, Tanta mit 60,000, Zagazig mit 40.000, Suez mit 15,000, Damiette mit 29000 Rosette mit 21,000, Sint mit 30,000, Port Said mit 12,000, Mansura mit 16 000 Karlum mit 50,000 und Obed mit 12,000 Einwohner. ' Alexandrien, die zweitgrößte Stadt und der Haupthafen Egyptens, liegt an der Mündung des westlichen Nilarmes, auf dem sandigen Streifen zwischen dem Meere und dem Sumpfsee Mareotis und zwar zum größten Theile auf einer schmalen Landrunge die sich zwischen dem alten und dem neuen Hafen in's Meer hinaus erstreckt, und an diesen beiden Häfen selbst. Es zählt, wie bereits bemerkt, 212,000 Einwohner, darunter über 50,000 Fremde, ist Sitz eines Gouverneurs, eines koptischen Erzbischofs, eines internationalen Appellhofes, vieler Consulate rc- Die Stadt ist nach der Landseite mit einer alten Mauer umgeben, angeblich derjenigen, welche von den Arabern nach der Zerstörung des alten Alexandrien aufgeführt wurde. Die Mauer ist von einer großen Anzahl Forts und Basteien flankirt; den Hafen sollen das Kastell neben dem Leuchtthurm (auf der westlichen Spitze der Landzunge), Fort Ada, Fort des alten Pharus (beide an der nördlichen Spitze der Landzunge), ferner Fort Meks (westlich der Katakomben», sowie einige andere Forts schützen. In Alexandrien ist der Haupthandel Egyptens concentrirt; ein Theil desselben hat sich seit Schaffung des Suez- kanals nach Port Said, an der nördlichen Mündung dieses Kanals, verzogen. Gasbeleuchtung hat die Stadt seit 1865, eine Wasserleitung seit 1860; neben derselben sind indeß noch zahlreiche Eisternen im Gebrauch. Das Klima ist im Allgemeinen gesund, da die Nähe des Meeres die Hitze kühlt. Die Stadt hat kein streng orientalisches Aussehen; nur im äußersten Norden, wo die Türken wohnen, und zwischen den beiden Häfen, im Araber-Viertel, herrscht orientalisches Leben; die ausgedehnte südliche Stadt, die Frankenstadt genannt, hat europäisches Aussehen. Die Straßen, mcift breit und grade angelegt, sind nicht alle gepflastert und haben auch nicht alle bekannte und gemeingültige Namen. Benennungen von Straßen und Platzen sind meistentheils Egypten, Alexandrien und der Suezkanal. Bei dem gegenwärtig großen Interesse an dem alten Pharaonenlande geben wir nachstehend einige topographische und statistische Notizen. . Egyptrn ist nominell ein Tributaritoat der Pforte; der Tribut betragt 150 000 Beutel (ä 100 X). Das ganze Gebiet mit einigen Dependenzen umfaßt un- aefäbr nur 2,722,000 Qkm., das eigentliche Egypten nur 1,021,000 Qkm. (1 geograph. Qu Meile — 55 063Qkm.); die Bevölkerung beträgt im Ganzen ungefähr 17 Millionen, bie des eigentlichen Egypten etwa 5Vr Millionen. Von dem ganzen Gebiete \\t als eigentlich kulturfähig nur das Thal des Nil und das sog. Nildelta zu betrachten, ein Areal von etwa 30,000 Qkm., das oberhalb des vom Nil angeschwemmten Deltas durchschnittlich 30 Km- breit ist. Den Untergrund des Landes bildet nackter Fels oder Sand den d^ Nil mit einer bis zu 12 M- hohen Schicht Schlamm bedeckt hat. So weit die Ueberschwemmung des Nil reicht oder Kanäle das Wasser bringen können, ist ^r B oben üppig fruchtbar, darüber hinaus ist die Wüste. Fast drei Viertel der Bewohner sind bie Fellachen oder Fellahs (arabisch feUah Pflüger, Bauer), die Nachkommen der alten Egypter, doch sind sie vielfach gemischt mit Ernwanderern und Eroberern; die früher her-.schendeBevölkerung ist arm, e end und geknechtet worden. Die jetzt herrschende Klasse besteht vornehmlich aus seßhaften Arabern, dann aus Nubiern, Türken, Levantinern (eingewanderte syrische Christen), Armeniern u. si w. Außerdem gibt es noch zahlreiche Beduinenstämme ohne feste Wohnste. Von Europäern ergab die Zählung von 1878: 30,000 Griechen, 14,500 Italiener, 14,300 Franzosen, 3800 EnMnde?2,480 Oesterreicher und Ungarn, 1000 Spanier, 900 Deutsche, 350 Russen u. s. w. Seither hat sich diese Zahl bedeutend vermehrt Die Landessprache ist ein Lokale-. Gießen, 20. Juli. In der letzten Zeit wird wiederholt lebhafte Beschwerde über den Diebstahl von Blumen auf dem Friedhöfe geführt. Namentlich sind es eben Rosenstöcke, welche geplündert werden. Es wird behauptet, daß es Personen gebe, und werden solche auch mit Namen genannt, welche auf dem einen- Grabe die Blumen stehlen, um sie auf einem anderen Grabe hinzustellen.~ Ob dies pietotoou unb dem Andenken eines theuren Entschlafenen würdig ist, möge dahingestellt oleiven. Strafbar ist es aber auf jeden Fall und wird unser löbliches Polizeiamt gebeten, auch dem Friedhof ein wachsames Auge zu schenken- Der Hn^hofaufseher kann bei de großen Fläche, welche der Gottesacker einmmmt, unmöglich überall iein und ftren0c Aufsicht üben- Auch das übrige Publikum dürste sehr dem Interesse der Sache dienen, wenn es allenfallsige Diebstähle wahrnimmt und diese dann dem Aufseher zum weiter Verfolg der Sache mittheilt. Handel und Verkehr. Limburg, 19- Juli. Rother Weizen X 22.20, Weißer Weizen JL Korn X 15.30, Gerste 11.55, Hafer J4Ö.00, Erbsen X —, Kartoffeln X —- Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenr-Bureair. Berlin, 19. Juli. Die „Prov.-Corresp." schreibt: Der die liberalen (Aruvven trennende Gegensatz, welcher auch nicht durch Parteibeschlüsse zu ent- fernen ist, wird auch künftig jede gemeinsame Action verhindern unb macht vor Allem schon ein gemeinsames positives Programm unmöglich. Em solches Pro- nramm kann nur aus einer einheitlichen gemeinsamen Ueberzeugung und alle Verbültniffe durchdringenden gleichen Auffassung von den Aufgaben des Staates berubeu wie dies bei dem Programm Der Regierung der Fall, welches bezug- licb der socialen Reform in der kaiserlichen Botschaft vom 17. November und in dm voraelegten socialpolitischen Entwürfen bezüglich der Steuerreform m dem Verweuduugsgejetz enthalten sei. Die Regierung werde an den Grundzügen oeffelben festhalten und hoffe, die gesunde Vernunft werde sich auf tue Dauer bei Einsicht nicht verschließen, daß nur mit diesem Programm eine gedeihliche Weiterentwickelung des Staatslebens möglich sei. Köln, 19. Juli. Die „Köln. Volks-Ztg." veröffentlicht die Antwort des Cultusministers v. Goßler auf das Immediatgesuch der Kirchenvorstände wegen Rückberufunq des früheren Errbischoss Melchers. Der Cultusmimster erklärt darin , ^ befinde sich nicht in der Lage, das Gesuch bei Sr. Majestät zu be^rro$Ründ)ett, 19. Juli. Die hiesige Akademie der Wissenschaften hat Dr. Schlieman zum Mitgliede gewählt. Amsterdam, 19. IM. Wie es heißt, ist das Wrack des uutergegau- aenen Kriegsschiffes „Adder" in der Nähe von Monster aufgefunden worden. ' Paris, 19. IM. Die Deputirtenkammer setzte heute die Berathung der Creditforderung für die militärischen Vorbereitungsmaßregeln fort und genehmigte dieselbe schließlich mit 340 gegen 66 Stimmen. Clemenceau bekämpfte die gestrigen Ausführungen Gambetta's und sprach sich dahm aus, daß man die Wünsche der eqyptijchen Nationalpartei nicht unbeachtet lassen dürfe. gonbon, 19. Juli. Das Unterhaus hat heute die Specialberathung der irischen Pachtrückstandsbill beendigt. London, 19. Juli. Die „Times" bezweifelt, ob die Pforte barem willigen werde unter den von den Mächten vereinbarten Bedingungen Truppen nach Egypten zu senden uno meint, daß Die Wahrscheinlichkeit einer europäischen In- terüention unter gemeinsamer Sanction der Großmächte durch die bestimmte Haltung Frankreichs wesentlich erhöht motten sei; bei einer solchen Intervention würde England naturgemäß die Führung übernehmen muffen. . Alexandrien, 19. Juli. Nach aus Kairo hierher gelangten Mitthei- lunqen soll die Aufregung dort im Zunehmen fein, von der Polizei wurden aber energische Maßregeln ergriffen, um die Ordnung ausrecht zu erhalten Zur Steigerung der Aufregung wird das Gerücht verbreitet, daß auch in Kasrez- Jaivat Gewaltthaten gegen Europäer vorgekommen feien. Kurze Zeit nach Derwisch Pascha's Adresse nach Konstantinopel ging eine wichtige Depesche aus Konstantinopel für denselben hier eim Admiral Sey- mour bat deshalb einen Dampfer abgesandt, um Derwisch Pascha auf feiner Fahrt womöglich noch einzuholen und demselben die für ihn eingegangene Depesche zu überbringen. - Derwisch Pascha kehrt nach Alexandrien zuruck. Wien, 19. 3uli. I. K. K. Hoh-it-n der deuische Kronprinz und die Frau Kronprinzessin sind mit I K. Hoheit der Prinzessin Victoria von Preußen heute srüh 83/, ubr mit dem Courierzug der Nordwestbahn hier eingetroffen und im Hotel Jm- pertal abgestiegen. Die Allerhöchsten Herrschaften wurden, da auf ihren Wunsch i-der osficielle Empfang unterblieb, aus dem Bahnhose nur von dem englischen Botschafter und von dem deutschen Botschastsrath v B-rchem und einigen anderen Mitgliedern der deutschen Botschaft empfangen, der deutsche Botschafter Pnnz 'R-uß war denselben dis zur Lanbesgrenze entgegengereist. Vor dem Hotel Jmpenal hatte M? em SW- reiches Pubt'kum angesammelt, das die Allerhöchsten Herrschaften mit lebhaften Hochrufen begrüßte. Zu Ehren Ihrer K. K. Hoheiten findet heute Abend bet dem deutschen Botschafter, Prinzen Reuß, in dessen Villa in Mauer ein Diner statt. — I. K. Hoheit die Prinzessin Albrecht von Preußen ist gestern nach Berchtesgaden weitergereist- ~ — Se. Maj. der Kaiser ist heute früh aus Ischl hier eingetroffen. London, 19. Juli. Der Admiralrtätssecretär Campbell Bannermann antwortet auf eine Anfrage Gourley's, er könne die Maßnahmen zum Schutze der Person und des Eigenthums von Europäern in Port Said, Jsmailia und Suez nicht im Detail angeben, es werde in dieser Beziehung aber nichts vernachlässigt werden. Urtter- ftaatssecrelär Dilke erwidert auf eine Anfrage Arnold's, es sei noch keine Antwort der Pforte eingetroffen. AUxanbrien wurde von Alexander dem Großen 332 v. Chr. gegründet und zwar an der günstigen Stelle, wo die westöstliche Strömung keinen Nilschlamm sich ansetzen läßt, an einer Bucht, der Insel Pharos gegenüber. Ptolemäus Soter verband die Insel mit dem Festlande durch einen 7 Stadien langen (1300 Mtr.) Wall, daher bet den Alten Heptastadten genannt, und schus so zwei Hafen, von denen bei den Alten der östliche der „große", der westliche der „glückliche" hieß. Der Damm hatte m der Mitte einen Durchlaß, durch den die Schiffe von einem Hafen in den andern gelangen konnten. Allmälig, durch die in's Meer geworfenen Trümmer der alten Stadt und durch andere Dammbauten, verbreiterte sich die Verbindung zu einer 1500 Mtr. breiten Landenge, auf der heute ein großer Theil der Stadt liegt- Auf dem östlichen Ende der rüheren Insel Pharos stand der unter der Regierung des Ptolemäus Philadelphus von Sostratos aus Knidos erbaute Leuchtthurm, der zu den sieben Wunderwerken der Welt zählte und von dem alle Leuchtthürme den Namen Pharos erhielten- Er soll 180 Mtr. hoch gewesen sein. Alexandrien wuchs und gedieh so rqsch, daß es bald eine der Hauptstätten des geistigen, politischen und kommerziellen Verkehrs der alten Welt wurde. Die alexandrinische Philosophie, welche mittels des Chnstenthums die Welt umgestalten half, trug von ihr den Namen und berühmt war der Riesenbau ihres Muttums mit der Bibliothek von über 900.000 Rollen- Nach Alexanders Tod gelangte sein'Feldherr Ptolemäus in den Besitz Egyptens; der Streit seiner Nachkommen, der Kleopatra und ihres Bruders, Gatten und Mitregenten Ptolemäus XII., führte die Intervention der Römer herbei; Pompejus wurde vom Senat zum Vormund beider ernannt; bei Pharsalos von Cäsar besiegt, floh er nach Egypten, wurde aber bei der Landung auf Anstiften des Ptolemäus ermordet. Casar hielt hierauf seinen feierlichen Einma tn Alexandrien, aber es gab noch harte Kämpfe mit dem Volke und mit den Truppen des Ptolemäus, bei welcher Gelegenheit die Bibliothek des Museums in Flammen aufging. Antonius, der nach Cäsars Tode mit Kleopatra in Alexandrien in unerhörten Genüssen schwelgte, führte die pergamentische Büchersammlung nach Alexandrien und schaffte so einigermaßen Ersatz für die verbrannte Bibliothek- Unter den ersten Kaisern dauerte die Blüthe der Stadt fort, doch gab es haustg Aufstande, zum Theil veranlaßt durch die Juden, die schon zur Zeit des Tlberius fast den dritten Tbeil der Bevölkerung bildeten; auch sonst hatte die Einwohnerschaft nicht den besten Ruf und Caracalla rächte sich an ihr, weil sie ihn geschmäht hatte durch em fürchter- Uches Blutbad. Das Chriftenthum faßte schon früher Wurzel m ^r Stadt; dann gab es Cbrtstenverfolaunaen, heftige Parteiungen unter den Christen selbst, 3^1106^016; unaen die Stadt nahm Partei in den Streitigkeiten der Kaiser und Gegenkaiser und wurde'dafür mehrmals erobert und hatt gezüchtigü 5)te3 atteS Q%ruffa^tc. schleunigte den Verfall der Stadt- Schon unter Theodosius I- (379-395) konnte sie die Kosten der Reinigung des Nils unb der Reinhaltung der Canale nicht mehr auf- brinaen- 641 siel sie in die Hände der Araber unb wurde von dem aufblühenden Ka ro überflügelt; die Entdeckung Amerikas und die Umschiffung Afrikas rmnirte ihren sandel die Herrschaft der Türken (seit 1517) that das Ihrige und Alcrandrien war nur noch ein kleiner, unbedeutender Ort. Am 2. Juli 1798 stürmte Bonaparte die Stadt Ihr Wirderaufblühen verdankte sie Mehemed Ali, der 1819 den Mahmudie- Canal anlegte und das verfallene Canalsystem des Delta verbesserte und seinen Nachfolgern, namentlich Ismail Pascha (1863-1879), der sich große Verdienste um die @tQbt Linm?Notizen über den Suez-Canal mögen sich hier noch anschließen. Für seine ^bee fand Herr v. Lesseps, von der Pforte abgewlesen, einen mächtigen Förderer an Vttekönig Said Pascha. Er erhielt einen Ferman und bildete eine Gesellschaft mit einem Privilegium auf 99 Jahre, nach deren Ablauf der Canal an Egypten fällt. Am 25- Avril 1859 erfolgte bei Port Said der erste Spatenstich- Die materiellen Hindernisse waren großartig; für 25,000 Arbeiter mußte Alles heröeigeschafft werden, soaar das Trinkwasser, für das allein 1600 Lastkameele beständig unterwegs waren. Am 16 November 1869 sand die Eröffnung statt mit Festlichkeiten, die dem Khrdioe 20 Millionen gekostet haben sollen. Der Canal hat eine Länge von 160 Km. oder Qßi/ Seemeilen; er ist an der Sohle 22, am Wasserspiegel 58—100 M- breit unb 8 M. tief. Die Gesammtkosten für Bau und erste Einrichtung betrugen Ende 1876 491 Mill. ckrca • der Werth der Baulichkeiten unb dee, Inventars wird auf 21 Millionen geschätzt, den ersten Ueberschuß brachte das Jahr 1872 mit 2 Millionen; im Jahre 1878 betrugen die Einnahmen 31, die Ausgaben 16 Millionen, mithin ein Ueberschuß von 15 Millionen. cxtn Fahre 1870 gingen 486 Schiffe durch den Canal, im Jahre 1881 schon 2722 mit über 5 Millionen Tonnen Gehalt und 51 Mill. Frcs- Einnahmen (die Tonne kostet 10 Frcs.). Auf die einzelnen Staaten vertheilten sich 1881 die Tonnen wie folgt: England 4792,117; Frankreich 289,325; Niederlande 187,900; Oesterreich-Ungarn 115 776; Italien 115,252; Spanien 103,500; Deutschland 59,515; Rußland 42,765; Belgien 22,874 u. s- w. Von sämmtlichen Tonnen segelten 82 Procent ""^/.Englischer Flagge- Der Canal wird in 16 Stunden durchfahren, größere Schnelligkeit ist nicht geftattet- __ — , —inn hntür einsteben könne daß die türkischen Truppen nicht, mit den . frage, °L^°"tenaemeivs°mc Sache machen würden- Gambetra erklärte irtokfe mal wette für die Credite stimmen, um Egypten dem Fanatismus der Muftlmänne? zu entreißen- Aus Antrag Cl^meneeau's wurde bte Welterberathuug auf morgen vertagt. Dialekt des Arabischen. cwx.f1. .. . . Die egyptiscken Staatsausgaben betragen 166 Millionen X, bte Schulden 1990 Millionen. Tas Heer wird auf 14,000 Mann geschah, darunter auf reden zwölftkn Mann em Osficier; im Kriegsfälle kann es angeblich auf 60,000 Mann gebracht werden, vielleicht noch höher, wenn nämlich diePeduinen mitthun- Die Flotte ^ählt 47 Kriegsschiffe und Kanonenboote mit zusammen 1760 Kanonen, die Handelsflotte 600 Schiffe mit zusammen 61,000 Tonnen Tragkraft (die Tonne zu 2000 Psd-). Der Handel ist bedeutend; die Einfuhr betrug 1880 140 Millionen, dte Ausfuhr 260 Mill .A Ausgeführt werden namentlich Getreide, Baumwolle, Hülsenfrüchte, Flachs, Hans. Leinsaat, Gummi, Datteln, Sesam, Zucker- Die Eisenbahnen haben eine Länge von 518 Kilometern. ecr Die dieM *«, ty» l ich l ’ W kow» M laden mit beut ftw* Einzelnen unentge «mene Mey l; •' wegen MrckW z?nrpfarzt vorgestal Gießen, bi Vei> s } feJW «|?!w, a"1* «N-e • Mi». 1835 MrheffTi Die Lieferung vo Liefern- oder Föl cerben- Die Bei unsere Canzlei yi Mn 20 H zu bezie Magazinsverwaltu Herrn Eisenbahnbat Mfeld einzusehen ;ianze Quantum o! versiegelt und mit .-'ersehen, sind bis; tLiimreichen. Gießen, den 20. M2 Freilsg Se Nachmit s.'llen aus hiesigen ^Konkursmasse des, ^hörigen Immobil ?ilur 1/616«, 44 M Neuen-Wea, 1/617, 106 M W9, 1350 Wf/, Ä, 6& bafelbft, W/ioo, 1221\ l‘0197s/t(o 736 M W2( 3069 L 1irn. WUssee hinter b Mrden 0 m Betrieb 2?le gongen Mc Kletzen, den 20. 4277 l^rritaglei asS Me von Wieseck Ä ?X^1V/186, bx"Ntenau a* SK j276 ®r»6berj; feen ullf 4843 4835 Muller. 4840 Großh. Direktion. 4842 4839 Müller. 2269 4277 Mütter. Loeflund’s bewährte diätetische Mittel. 4276 Müller. Helfrich ScliFiHier Gäste zu erwerben. 4830 ;■ Sf$S i w Bekanntmachung. Nächsten Montag den 24. l. M sollen in der Gemarkung Burkhardsfelden mehrere Morgen Korn, den v. G r o lm a nffchen Erben gehörend, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr in dem Feldchen an der Reiskirchergrenze. Burkhardsfelden, den 19. Juli 1882. Frrttsg den 4. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die zur Konkursmasse des Heinrich Keck dahier gehörigen Immobilien: Flur l/616e, 44 Mtr. Hofraithe auf dem Neuen-Weg, 1/617, 106 Mtr. Hofraithe daselbst, 1/6199, 1350 Mtr. Hofraithegrund daselbst, I/61971/ioo, 662 Mtr. Grabgarten daselbst, I/61973/ioo, 1224 Mtr. Hofraithe das., I/61975/too, 736 Mtr. Grasgarten das., L 61977Aoo, 1689 Mtr.Grabgarten das., XVI/292, 3069 Mtr. Acker, auf die Chaussee hinter der Pulvermühle unter sehr günstigen Zahlungsbedingungen versteigert werden. Die zum Betrieb der Dampfschneide- inühle gehörigen Maschinen und Sägen fönnen mitübernommen werden. Gießen, den 20. Juni 1882.' Großherzogliches Ortsgericht. Huhnfeld, XXXXV/226e, 919 Mtr. Acker das., XXXXVl/46, 1237 Mtr. Acker links am Badenburger Fußpfad, auf den Fluthgraben, XXXXVI/47, 1238 Mtr. Acker das., XXXXVII/60, 1356 Mtr. Acker am Freitag den 1. September, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Karl Baum dahier Flur 1/252, 81 Mtr. Hofraithe am Teufels- Lustgarten meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. Juli 1882. Großh. Ortsgericht. nt bedeutend herabgesetzten Preisen. Hermaim Kats C. 186. Settersweg C- 186. Jmpfarzt vorgestellt werden. Gießen, den 19. Juli 1882. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Aufruf, einen verlorenen Empfangschein betreffend. Indem ich hierdurch ergebenst anzeige, daß ich die seither^vonmemer Schwiegermutter, Frau Jacobi Wwe., betriebene W«rthtehast „Zur schönen Zntzsicht übernommen habe, lade ich zu recht häufigem Besuche meiner Wirthschasts- räUmeWin Bestreben wird es stets sein, durch gute Speisen und Getränke, sowie durch aufmerksame und reelle Bedienung, nur das Vertrauen meiner Freitag den 4. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Grundstücke der Johannes Kreiling IX. Eheleute von Wieseck: Flur XXXXIV/186, 1450 Mtr. Acker in der Lichtenau, auf die Wiesen, XXXXV/2263, 919 Mtr. Acker am GebrsniiteKaffees, gute Qualitäten, bei Robert Stuhl, Neustadt D. 60. 4672 Oeffentliche Impfung. Die diesjährige Impfung wird Donnerstag den 27. Juli und Donnerstag den 3. August d. I.. jedesmal Nachmittags 3 Uhr im alten Rathhaus abgehalten werden, und die Nachschau, zu welcher die geimpften Kinder nochmals erscheinen muffen, 8 Tage später. Jmpfpflichtig im laufenden Jahre sind die im Jahre 1881 geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Es dürfen jedoch auch Kinder, die erst in 1882 geboren sind, zur Impfung gebracht werden und auch Erwachsene werden auf ihren Wunsch geimpft. ES kommt nur Kälberlymphe auS dem Landes-Impf- Institut zur Verwendung. Wir laden die hiesigen Einwohner zur Benutzung dieser Termme em, mit dem Bemerken, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen für den Einzelnen unentgeldlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß auf eigene Kosten die Impfung vornehmen lassen. Kinder, deren Zurückitellung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können in den Terminen gleichfalls dem Da nach einer Anzeige des Antiquars Herrn Abraham Kaufmann Worms zu Gießen der demselben vom Bureau der Lebensversicherungsbank f. D. zu Gotha unterm 15. November 1872 über die Police Nr. 55547 im Betrage von Dreitausend Mark ausgestellte Empfangschein Nr. 11433 abhanden gekommen ist, so wird der etwaige Inhaber dieses Scheins, sowie Jeder, welcher an demselben Ansprüche zu haben glaubt, hierdurch aufgefordert, sich unverzüglich und spätestens binnen sechs Wochen von heute ab bei der unterzeichneten Agentur oder bei der Bank selbst zu melden und den Empfangschein oder die feine Ansprüche an demselben begründenden Documente vorzuzeigen. Sollte Eines oder das Andere binnen der genannten Zeit nicht geschehen sein, so wird der gedachte Schein außer Kraft gesetzt werden. Gießen, den 19. Juli 1882. Die Haupt-Agentur der Gothaer Lebensversicherungsbank. 4828 F. Gro». (r sC* D Turnverein. Ordentliche Hauptnersammlung Dienstag den 25. Juli 1882 im Restaurant Schnell. Tagesordnung: 1) Bericht über Verein, Gau und Kreis. 2) Neuwieder Fest. 3) Uebernahme des Mittelrheinfestes pro 1883. 4) 37. Stiftungsfest. 5) Wahl eines 2. Turnwarts. Änbhtn ■^anfura mit - lie0t an der w e,m M--1- in “ L-Nd- S.2S; Ä Äte m,.1/'3 «Iten lmswch Suer- lerMtn. ®Q§S ' derselben smd meinen gesund, 1 orientalisches den beiden südliche Stad/ rreist breit M bekannte M d meistens-^ "bet und zwar m sich anfegen « verband die M daher btt ü den Neu der nm Halle in der andern gelangen alten Stadt und )00 Mtr. breiten stlichen Ende der ns Philadelphus Zunderwerken der )iellen. Er soll daß es bald eine s der alten Welt lthums die Welt Riesenbau ihres ers Tod gelangte Nachkommen, der XII, sühne die Lormund beider ude aber bei der seinen seierlichen olle und mit den des Museums in in Alexandrien in ersammlung nach Bibliotfiet Unter häufig Sluffiänbt, i faft ben bntten niifit ben befttn ■fi ein abt; dann gab Judenversolg' -395) kannte W nicht mehr aut> M tuitmU «Hail , Mlmdck» w mit Lon-Mt- d 9 bi» M-h°'uL ; Unb femm Verdienste um tut -*EÄ vonq M. aeschSht, betrugen Byon.2 ;-/722 mit NASS. Oberhess. Eisenbahnen. Die Lieferung von 3000 Schwellen aus Kiefern- oder Föbrenholz soll veraeben werden- Die Bedingungen sind durch unsere Canzlei yegen Frankoeinsendung von 20 H zu beziehen, auch bei unserer Magazinsverwaltung dahier sowie bei dem Herrn Eisenbahnbaumeister Schoberthzu Alsfeld einzusehen. Offerten, auf das ganze Quantum oder einen Theil lautend, versiegelt und mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis zum 28. d- Mts. dahier einzureichen. Gießen, den 20. Juli 1882. 6) Allgemeine Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand Freitag den 1. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Pumpenmachers Friedrich Weber dahier: Flur XXXX/418 10, 659 Mtr. Hofraithe, links der Chaussee, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. Juli 1882. Großherzogliches Ortsgericht. verkaufe mein reichhaltiges Lager in Herren- u. Knaben Kleider. Damen- u. Müdchen-Conseclion, Schuhe und Stiefel, UM rasch damit zu räumen. (8 goldene und silberne Medaillen und Ehrendiplome.) Das gewöhnliche Malz-Extract Ist das reellste Mittel gegen Husten, Brustcatarrk, T£ungLVchw“^Dg' Das Diastase-Malz-Extract befördert die Verdauung der Mehl- speisen, empfiehlt sich daher für Personen mit schwacher Verdauung, sowie als Zusatz zu Kindersüppchen, die dadurch viel nahrhafter werden. Das VerdanüPgS-Malz-Eltract (mit Diastase und Pepsin) ver- daut gleichzeitig die Mehlspeisen und die Fleischkost. — Diese neuen Präparate gewähren den grossen Vortheil, dass sie nicht auf die Organe, sondern auf die Nährstoffe selbst einwirken. Das Eisep-Malz-Extract ist das verdaulichste Mittel gegen Bleichsucht u. Blutarmuth, auch bei Beconvalescenten, sowie bei schwächlichen Kindern sehr kraf ig Das Kalk-Malz-Extract ist für rachitische, scrophulöse Kinder, ganz besonders aber für Lungenleidende zu empfehlen. Loeflund’s Malz-Extract-Bonbons sind die angenehmsten, Wirk- ----------------------„am8tCT, kelneS^re erzeugenden Hustenbonbons. In allen Apotheken zu haben, wobei jedoch auadrückUeh zu ver angen l" „aus der Fabrik von Ed. Loeflund in Stuttgart. Freitag den 18. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe der Wilhelm Lüdeckens Wwe. r Ilur XXXIX/I8IV10, 584 Mtr. Hofraithe, links des Wiesecker Wegs und rechts der Chaussee, xxxix/1817/10, 966Mtr. Grabgarte daselbst, Mistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Juli 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 4687 Lüdeking. Mersteigerung. Freitag den 21. Juli ds. I., Vormittags 10 Uhr, •werben im Pfandlokal (Seltersweg 6) 1 Kommode mit Aufsatz, 1 Sopha, 1 Spiegel, 2 Bilder, 1 Wanduhr, 6 kieferne Bohlen, 1 neuer Ofen, 7 Betttücher, 16 Bettüberzüge, 3 Tischtücher, 12 Handtücher, 2 Piquädecken Miltbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 18. Juli 1882. M Horn. Badenburger Fußpfad meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Juni 1882. Großherzogliches Ortsgericht. ________Rechner Heuser. 4827 Samstag den 22. Juli, Vormittags 9 Uhr, lasse ich auf meiner Baustelle — Seltersweg — eine große Parthie altes Bauholz, Treppen rc. versteigern. Gießen, den 20. Juli 1882. 4852_______________Julius Nott. Samstag den 22. Iutt, Nachmittags 5 Uhr, läßt der Unterzeichnete auf dem Acker am Rodberg l'/r Morgen Korn auf dem Halm versteigern. Zusammenkunft am Pfau. 4829 P h. W a l t h e r. Aeikgeöotenes. ,4836 Das Regierungsblatt von 1820—1840 ist im Ganzen oder auch ge- ttennt billig zu verkaufen bei I. Beysus, neben „CafäEbel". OOD Neuheit! Feinster QQO d schwanen - Puder g Q der anerkannt beste, unschädlichste aller Q D Tottettepoudres, vollk. unsichtbar haft., Q O uiacht die Haut jugendlich zart u. rosig. Q O Ausgezeichnet durch Atteste der ersten Q O deutschen Bühnenkünstlerinnen. 4848 q O Aecht in Gießen ä Schachtel 50O Qunb 7o bei Herrn Coiffeur CJ QOaOQ «■ F. Conrad. 00000 Krofdorftr Bier per Schoppen 8 TeXtor E.rportbier per Flasche 20 $ empfiehlt Karl Schulze II , 4809 Neuen-Bäuen. das letzte Ruhebett der unersetzlichen 4770 Major und 4838 Trauerfeierlichkeit im Hause Freitag Nachmittag 5 Uhr. 4845 4846 JtkraUSS. 4834 Moritz Heichelheim 4837 21/7 A. 8A. B. R- 8V2 Conf.B.W. 4820 e 6 Geld - Cour- 4677 X 16 16 20 16 9 4 Famlienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen im „Darmstädter Haus". 4 25-29 24—28 38-43 80 53-58 16-20 Louis Lind, Kirchenplatz. Der Ausverkauf meiner Waaren findet in meiuer Wohnung statt. Julius JVoll, Gold- und Silberarbeiter. Eine Stube zu vermiethen bei ______CH. D. Fillmann. Ein größeres und ein kleines von Freyhold, etatsmässiger Stabsofficier im 2. Grossh. 4379 Möbl. 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Statt jeder besonderen Anzeige Freunden und Bekannten die Mittheilung, daß unser unvergeßlicher Gatte und Vater Anton Forfchner nach langem, schwerem Leiden heute Morgen 4 Uhr verschieden ist. Gießen, den 20. Juli 1882. Die trauernden KtlnterMieheneu. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Blechstraße, aus statt. 4853 4811 Eine gesunde Amme sucht Stelle- Näheres in der Exped- ds^Bl^ "4740—Ein braves Mädchen für Haus mnd Küche gesucht. Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. Zur gefl. Beachtung Von heute an befindet fich mein Laden im G-asthaus „zum Prinz Carl“, rechts parterre. Gießen, 11. Juli 1882. Vorzüglichen Ober-liigellieinier per 1/2 Liter 80 Pfg. empfiehlt 4433 Eine Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör ist zu vermiethen und am 1. Oktober beziehbar. I. Rnckstuhl, Steinstraße ______________________(Gartfeld).__________ 4394 Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. __A. Wallenfel§JB3ttro. 3515 Ein Logis, 3 Zimmer und Zubehör, per 1. Oktbr. zu vermiethen. 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Frau Lehrer Plaut. 4851 Ein blaßgelber Kanarienvogel heute Morgen entflogen. Dem Wiederbringer eine Belohnung Nordanlage 114«.__ & 4847 Ein kräftiges braves Dienstmädchen mit guten Zeugnissen wird gesucht im „Darmstädter Haus". GIESSEST. Wenzel’» Garten. Sonntag den 23. und Montag den 24. Inti 1882: flroßes Exlra-Concerl von der auf einer Kunstreise befindlichen Capelle des Kgl. Bayr. Inf.-Leib-Garde-Regiment aUS München (48 Mann) unter Direction des kgl. Capeilmeisters Hrn. USax Ilögg« Anfang: Sonntag 5 XTh.r, Montag 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Bei ungünstiger Witterung finden die Concerte im Saute statt. NB. Mit vieler Mühe ist es mir gelungen, diese rühmlichst bekannte Capelle für zwei tJoncerte zu engagiren, obgleich die Reiseroute der Kapelle ursprünglich eine andere war. Hochachtend 4841 Wilhelm Wenzel. Schütsengarten in Wetslar. Sainstag den ÄÄ. ds. Mts. findet Grosses Militär- Cosicert statt, ausgeführt von der Kapelle des Hess. Infanterie-Regiments Nr. 80 — 42 Mann — unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Fr. Münch. Anfang Abends 6 Uhr Ende II Uhr. — Entree 50 Pfg. H. v. Gimborn s Schreib- und Copir-Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, große Flüssig: keit und schnelles Trocknen aus und liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien. p . , Lager in den div. Sorten, sowie auch in rother Tinte, blauer Tinte, Stempelfarben, stüsfig.Leim rc. befinden fich bei den bekannten Schreibmaterialien- Handlungen.4610 Einmach-Gläser bei Philipp Wagner, Neustadt. 4831 4440 Familienlogis zu vermiethen bei ___Georg Lüdeking, C. 167. 4718 Der 1. Stock meines Hauses, 4 Zimmer mit Zubehör, per 1. Oktober zu vermiethen. _Joseph-Herz^Neuen-Bäuen. 4507 Eine Mansardenwohnung an eine stille Familie per 1. 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Stuckert aus A an btmftlbi bach )uMain) i verfemst. - Das A, .f* für Mül Wx Rechtste MWx AbOei Nw und Hemd Der kvnitzi LM M der i ^Horden M drmhtschen oie erwahchn ft Deckung nach der gerichllichn, k , Hierbei tf daß in allen ob Möglichen Am »reckt werden, Wefitzt worbe; ZZuldner nicht * ru erstatte! w-.v < dndem ro Blt Welten, - Berlin mit % Sm fe WVche, be , S "liMviel i p gut, *3'4 ÄK conftati^ ®er ei Sä?*