-aber, ftntr "^rmörtel, ,®°i® wir auf '"senden, tet; 'tcn genannte!, die großen öon deren Ver> !nb du sich von >arans bereiteten 'ß- und ©ruhen-, wie sich darau! ^aft auszeichnen waten stehen zn cc eigenen Hw agen gtfa, an Rr. 92. Freitag den SI April L882. Gichcucr Anzeiger Amts- inib Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Mrrcr««4»r Schul st raße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Den Erlaß eines Localreglements für den Kreis Gießen bezüglich der Kreisstraßen. B e k a n n t m a ch u n q. Nachstehendes Localregleinent für den Kreis Gießen wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis; gebracht. Gießen, nm 19. April 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. betritt, Gießen, Local-Reglement für beit Mreis Ziegen. Auf Grund des Art. 48, V, 1 der Kreisordnung vom 16. Juni 1874 wird unter Zustimmung des Kreisausfchusses und mit Ermächtignng Groß- herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 14. April 1882 zu Nr. M. I. 6903 für den ganzen Kreis hiermit verordnet: tertto. Ug fehl» 4. 47 rohen und rs preiswmdtze geN'Tantor fier als die an hr zu M/M i> Mit 6ockr i, Mmants ab \xcmto und - M-rgqis- Seipai U 4- § 1. Das Fahren mit Wagen oder Karren, welche mit Zugvieh bespannt sind, auf den Reiterpfäden der Kreisstraßen, desgleichen das Fahren jeder Art und das Reiten auf den Fußwegen, in den Gräben oder auf den Dämmen an den bezeichneten Straßen, außer den Fällen, wo es des Ausweichens, Vorbeifahrens, Abfahrens und Umdrehens wegen geschieht, soivie das Viehtreiben in den Gräben ober auf den Dämmen an den bezeichneten Straßen ist verboten. Auf Straßen im Innern der Ortschaften finden vorstehende Bestimmungen nur insoweit Anwendung, als diese Straßen ivirklich mit ausschließlich für Fußgänger bestimmten Banquets versehen sind und deren Gebrauch zum Fahren re. durch die Polizeiverwaltungsbehörde ausdrücklich untersagt ist. § 2. Das Weiden des Viehes in den Grüben oder an den Dämmen der Kreisstraßen und deren Zubehörungen ist untersagt. § 3. Haben sich von dem auf der Straße getriebenen Vieh einzelne Stücke an solchen Stellen, wo nach § 1 und § 2 das Treiben und Weiden vou Vieh untersagt ist, dem Anscheine nach ohne Schuld des Treibers verlaufen, so bleibt dieser straffrei; es wird aber hierdurch die Verbindlichkeit zum Erfaße des Schadens, den solches Vieh etwa verursacht hat, nicht aufgehoben. Ist aber das entlaufene Vieh dem Hirten einer zur Weide getriebenen Heerde selbst gehörig, so ist er, wenn er nicht vermag, seine Unschuld vollständig 5U beweisen, nach § 1 und 2 strafbar. § 4. Das Fahren durch die Seitengräben oder über die Dammböschungen der Kreisstraßen ist dann zulässig, wenn die Gräben muldenförmig ausgepflastert sind, oder vorher mit Stroh, Mist oder anderen dazu geeigneten Gegenständen, die jedoch alsbald wieder entfernt werden müssen, gehörig ausgefüllt worden oder wenn die Dammböschungen mit Abfahrtsrampen verfehen sind. § 5. Wer Bäume auf den eine öffentliche Straße begrenzenden Grundstücken in einer näheren, als der durch die Gesetze bestimmten Entfernung anpflanzt, oder die von solchen Bäumen über die Straße hängenden, den Verkehr hemmenden Aeste ans polizeiliche Aufforderung nicht entfernt, ist strafbar. § 6. Das Schleppen von Bauholz und anderen den Straßen nach- thelligen Gegenständen auf den Kreisstraßen und deren Zubehörnngen ohne den Gebrauch einer wirklichen Schleife ist untersagt. § 7. Wer in den Grüben oder an den Böschungen der Kreisstraßen Gegenstände unbefugt aufstellt, hinlegt oder liegen läßt, ist strafbar. § 8. Verfehlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden in Gemäßheit des § 366, pos. 10 des Deutschen Strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 60 Jl oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. * Gießen, den 19. April 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen, i’r. Boekmann. Durch vorstehendes Local-Reglement werden selbstverständlich die bestehenden Bestimmungen in Betreff der Staats- und Provinzialstraßen sowie der in Unterhaltung der Gemeinden verbleibenden Vicinalwege und Ortsstraßen in keiner Weise berührt. Betreffend: Drainirungen in der Gemarkung Bellersheim. Bekanntmachung. Nachdem gegen die Abstimmung vom 27. Februar l. I. Einwendungen nicht erhoben morden sind, ist nunmehr ein Ausschuß von 5 Mitgliedern zur Ausführung der Pläne durch die bei. dem Unternehmen Betheiligten zu wählen. Der Termin zu dieser Wahl wird drei Tage vor derselben durch den Großh. Bürgermeister B o p p von Bellersheim, der zum Wahlcommissär ernannt worden ist, vorbestimmt werden. Gießen, am 19. April 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekma n n. Politische Ueberfickt WM Wortes Mlter ff**, „ ./,» uw luffS $* »• 7 auch das Eintreffen des Reichskanzlers Fürsten Bismarck von Friedrichsruhe wird in Berlin täglich erwartet. Wie es heißt, beabsichtigen die meisten der bundesstaatlichen Minister, welche an den Berathungen im Bundesrathe theil- nehmen, auch den Reichstagsverhandlungen beizuwohnen. Die Annalen der sich in erschreckender Weise mehrenden Theaterbrände sind um einen neuen Unglücksfall bereichert worden. Am Sonntag Abend brach in der Garderobe des Schauspielhauses zu Schwerin bei der Vorstellung von „Robert und Bertram" Feuer aus, welches rasch das ganze Haus ergriff; das ganze Innere des Hauses wurde zerstört, nur die Ringmauern sind stehen geblieben. — Der Großherzog selbst richtete beruhigende Worte an das Publikum, so daß die Räumung des Hauses ohne jede Ueberstürzung und ohne jegliche Gefahr erfolgte. Man sieht hieraus, daß rechtzeitig ergriffene und mit Besonnenheit und Energie durchgesührte VorstchtSmaß- regeln die Gefahr bei derartigen Unglücksfällen auf ein Minimum zu reduciren vermögen. Die den österreichifch-ungarifchen Delegationen von der Regierung unterbreitete Kreditvorlage von 23V2 Millionen Gulden wird allem Anscheine nach von den Delegirten bewilligt werden. Das Sub-Coimto des Vierer-Ausschusses der ungarischen Delegation hat bereits beschloßen, me zu den Titeln Naturalien-Verpflegung, Truppenkost, Montur, Rüstung und Betten für die Mannschaften geforderten Kredite zur Annahme zu empfehlen und von dem Ausschüsse der österreichischen Delegation wird em ähnlicher Belchluß erwartet. Zu wünschen wäre es übrigens, daß der schlug eei Delegationen auch mit dem völlmen Ende des sudslaoisch-n Aumand-S zummmcnpck, welcher immer noch von Zeit tu Zeit aufflackert. oln Frager erocialmeuprocene wurde am Montag das Urtheil gesprochen; von den Angeklagten wurden II freigesprochen und 12 zu 2 dis 6 Wochen Arrest »erutthecl. Zn der sfraae des neuen sranzoNlchen Schulgesetzes zeigt der französische Episcopat plötzlich eine gemätzigtece Sprache. Gleich dem Bischof hat auch der Kardinal-Erzbischof von finris, Guibert, den Katholiken zur lln- terwerfung unter das Schulgesetz gerathen, beide Kirchenfürsten halten es nicht Gieren, 20. April. Die Abreise des Kaisers nach Wiesbaden ist am Dienstag den 18. ds., Abends, erfolgt und Se. Maj. daselbst in bestem Wohlbefinden eingetroffen. Der Aufenthalt des Kaisers in Wiesbaden ist aus ungefähr zwei Wochen berechnet und gedenkt der Monarch zu den Frühjahrsbesichtigungen der Truppen bei Berlin und Potsdani Anfangs Mai wieder nach der Residenz, resp. Neu- Babelsberg zurückzukehren. Das preußische Abgeordnetenhaus ist am Dienstag, den 18. ds., >u seurer erjten Sitzung nach Ostern wieder zusammengetreten, auch das Herren- lmus nimmt in diesen Tagen seine Thätigkeit wieder mif, und da bekanntlich der Reichstag auf den 27. April einberufen ist, so stehen wir jetzt, zur Frühlingszeit, mitten in angestrengtester parlamentarischer Thätigkeit. Ein gleichzeitiges Sitzen des Reichstages und des preußischen Landtages ist hiermit, wenigstens für kurze Zeit, unvermeidlich geworden. Letzterer hat im Ganzen noch 23 Gefetz-Entwürfe, 9 Anträge, resp. Interpellationen und 19 Commissions- Imtfjte über Petitionen zu erledigen. In Regierungskreifen giebt >uan sich der Hoffnung hin, daß, wenn der Landtag auf die Berathung der Kreisordnung für Hannover und des fog. Verwendiingsgesetzes verzichtet, der Schluß der Landtagssession werde am Sonnabend, den 29. d. Ms., erfolgen können, welche Hoffnung aber gerade nicht sehr gerechtfertigt erscheint. Was die Vorlagen für dm Reichstag anbelangt, so ist von denselben bisher noch Nichts fertig; der ilmgearbeitete Entwarf des Tabakmonopol-Gesetzes namentlich unterliegt gegenwärtig noch der Berathung der Ausschüsse des Bundesrathes. Der Buudesrath hielt am Montag Nachmittag eine Plena r- " ^ng ab, in welcher derselbe Kenntniß von der neu eingegangenen Vorlage, filk betr. den Entwurf eines Gesetzes über die Fürsorge für die Wittwen und Waisen ßl. ** 2 von Angehörigen des Reichsheeres und der kaiserlichen Marine, nahm. Außer- v ffanben verschiedene Ausschußanträge auf der Tagesordnung. Am folgenden Dage begannen im Bundesrathe die gemeinsamen Minister-Conferenzen, zu denen ,0, sich die Minister der Einzelstaaten bereits vorher in Berlin eingefunden hatten, im Gieß Muß i M Sormitta Gießener Stab. Mngchein nad steigert werben: Buchen 1 Gchen Mdel :Aspen Bi LWd SRmt 61 ro Telegraphische Depeschen, Wolff s telegr. Correspondenz-Birreau. Wiesbaden, 19. April. Se. Majestät der Kaiser ist heute Vormittag um 10 Uhr 20 Min. im besten Wohlbefinden hier eingetroffen und mit Bahnhose von dein Regierungspräsidenten v. Wurmb, dem Oberst v. Kayserlingk, dem Polizeidirector v. Strauß und dem Oberbürgermeister Lanz empfangen worden. Vom Bahnhofe aus begab sich Se. Majestät im offenen Wagen durch die festlich gefchmückten Straßen nach dem Schlosse, überall von der zahlreich herbeige- strömten Volksmenge mit enthusiastischen Zurufen begrüßt. Das Wetter i|t prachtvoll. . , — Großfürst Wladimir wird am Freitag zum Besuche der kaiserlichen Majestäten hier erwartet. — Zu dem ersten medicinischen Congresse, welcher heute unter dem Vorsitze des Professors Frerichs von Berlin hier zusammentritt, ist bereits eine große Zahl wissenschastlicher Autoritäten aus Deutschland und dem Auslande eingetroffen. ' Weimar, 19. April. Ihre Mas. die Kaiserin ist heute Abend wohlbehalten hier eingetroffen. , Dresden, 19. April. Der König ist hierher zuruckgekehrt und aus deni Bahnhofe vom Prinzen Georg und dessen Faniilie, den Ministern und der Generalität empfangen worden. . . London, 19. April. In Folge einer Explosion schlagender Wetter m der Kohlengrube zu Tudhoe, unweit Durham, sind 35 Bergleute gelobtet, 6 Bergleute verletzt worden. . Stockholm, 19. April. Die „Schwed.-Rorweg. Corresp." bezeichnet die durch die Zeitungen gehenden Gerüchte von einer deutsch-schwedijchen Allianz als eine jeder Begründung entbehrende Erfindung. Von der offiaeHeti „Post-och iurikes tidningar" werden diese Aeußerungen der Correspondenz reproducirt. Washington, 19. April. Der Präsident Arthur hat dem Congresse eine Botschaft zugehen lassen, in der er demselben die Frage der Zusainmenbe- rufung eines Congresses der amerikanischen Staaten unterbreitet, welcher in Gemäßheit der im vorigen Jahre von dein Staatssecretär Blaine erlassenen Einladung den Zweck verfolge, Kriege zu verhindern. Berlin, 19. April. Das Abgeordnetenhaus erledigte eine größere Reihe Petitionen meistentheils in unerheblicher Debatte nach den Anträgen der Commission. Die Petition des Gutsbesitzers Mackvwinski-CMnikan auf Zulassung des Mansionars Gronkowski zur Ertheilung des Religionsunterrichts wurde im Widerspruch zu dem Anträge der Commission durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. — Die „Prov.-Corr " sagt am Schlüsse eines „die parlamentarischen Aufgaben' betitelten Artikels bezüglich der kirchenpolitischen Vorlage, zu welcher, resp. zu den Vorschlägen des Abgeordnetenhauses das Herrenhaus sein Wort noch zu sprechen habe: Möchten alle Stellen, von deren Mitwirken das Gelingen abhängt, sich von demselben Gesichtspunkt wie die Regierung leiten lassen, nämlich unter Aufrechterhaltung der für den Staat unbedingt nothwendigen Befugnisse der katholischen Bevölkerung Preußens so viel Erleichterung für die Befriedigung des religiösen Bedürfnisses als vorläufig möglich zu verschaffen und dadurch den dauernden kirchlichen Frieden zu fördern- Deutschland. Darmstadt, 19. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute den Oberstlieutenant v. Prittwitz, die Rittmeister v. Hennings und v. Willich, den Premierlieutenant v. Gemmingen, den Prätat Schmitt, den Forstmeister Reiß, den Oberconststorialrath Linß, den Rendant Deiß, den Arresthausverwalter Walter, eine Deputation des Alterthumsvereins zu Worms, bestehend aus den Herren Dr. med. Münch, Gymnasiallehrer Soldan, Gymnasiallehrer Weckerling aus Worms und Dr. med. Köhl aus Pfeddersheim, den Stationsdiener a. D. Schwöbel aus Friedberg, den Oberstallmeister v. Rabenau, den | Hofjägermeister v. Werner; zum Vortrag die Geh. Staatsräthe Knorr und — Se. Königl. Hoheit der Großherzog und Ihre Großh. Hoheit die Prinzessin Victoria werden am Sonntag den 23. d. Mts. nach England abreisen, um den Vermählungsfeierlichkeiten Sr. Königl. Hoheit des Herzogs von Albany mit der Prinzessin Helene von Waldeck beizuwohnen. Im Gefolge werden sich die Hofdame Freiin v. Grancy und die Flügeladjutanten Oberst v. Westerweller und Major Wernher befinden. , Berlin, 18. April. Zu den vier Handelskammern Hannover, Geestemünde, Aurich und Görlitz, welche Seitens des^Handelsministers mit der Auflösung bedroht sind, ist jetzt als fünfte noch diejenige von Hildesheim gekommen. Rian vermuthet in politischen Kreisen, daß die Angelegenheit im Abgeordnetenhaufe mit Rücksicht auf die neuesten Ministerialrescripte nochmals zur Sprache gebracht werden wird. t Kastel, 18. April. Kaiser Wilhelm hat der armen katholischen Gemeinde des Dorfes Seiferts an der Rhön als Beitrag zu dem Bau einer neuen Kirche aus seiner Privatschatulle 4000 zuweisen lassen. England. London, 19. April. Der Attentäter Mac Lean wurde, als irrsinnig, freigesprochen. Arankreich. Paris, 18. April. In dem heute Vormittag stattgehabten Mini- fterrathe gab der Ministerpräsident Freycinet ein Exposä über den Gesetzentwurf, betr. die Herstellung eines Binnenmeeres in Südtunis. Rußland. Petersburg, 18. April. Rach einer weiteren Depesche des „Golos" aus Cherson von heute ist in Rowaja Praga die Ruhe wieder hergestellt; weitere Excesse haben nicht mehr stattgefunden. • Stfa Die am 11. Wald zu H u iu wrfteigenmg is! M AbfuhW bei Großh. Bi «Empfing geno Hnngen, de Großh. Bi 2881 Bau-, S 8 Rmtr. 16 Eichen- und v Messer. Die Zusai Bez nach Dc Gießen, : gw Imitat Vorn Kn auf hiesig 44/185, 1 ^chtenau, 186, 1 ft226'3' ftnebei g'226,1, 16/46, 12 Litz Ä » NlR8 in Friedrich pröbel. Der große Meister der Erziehungskunst wurde am 21. April 1782 im Pfarrhause zu Oberweißbach geboren. Er verlor früh seine Mutter; durch Entbehren und Vennissen mußte er lernen, weich' ein Schatz sür's Leben Mutterliebe ist. Seinen Wiegeliedern, „Mutter- und Koselieder" genannt, setzte er folgende Zeilen voran: Was sinnig die Mutter wecket und pfleget Mit heiterstem Spiele und Lied, Was ihre Liebe schützend umheget Wirkt segnend fort bis in's tausendste Glied. Und wieder läßt er die Mutter, im Anschauen ihres Kindes verloren, sagen: Wie klar in der Blume die Sonne sich malt, Die Seele so Deinem Gesichtchen entstrahlt. Fröbel nahm den innigsten Zusammenhang zwischen Mutter und Kind an und sah in ihrer L>ebe, ihrem Beispiel die wichtigsten Faktoren in Betreff ferner Erziehung, die — so schrieb er — mit dem Tage seiner Geburt anfangen müsse. Eine früh beginnende, einheitliche Erziehung, welche Geist, Gemüth und Körper gleichmäßig umfasse und den Menschen zu dem mache, wozu er berufen sei, wie es in bem schlichten Liedchen heißt: Daß die Menschen schon auf Erden ivllten Gottes Kinder werden das war Fröbel's ganzes Sinnen, all' sein Thun und Streben, der Inhalt seines Lebens. b e ~oI Reihe der Philosophen hat er sich gestellt, er war ein Christ, nichts anderes, und das Christenthum die Grundlage für sein Erriehungssystem. Der Erlöser hatte gesagt: Lasset die Kindlein zu mir kommen und so machte es Fröbel zu seinem Wahlspruch: Kommt! laßt uns den Kindern leben! - Er woll e den innigsten Verkehr, nicht nur zwischen den Erwachsenen und Kindern, sondern in der schönen Kindheitsw-lt selbst. So schuf er den Kindergarten, der sich binnen einem halben Jahrhundert - schneller als die Buchdruckerkunst, ja schneller als Dampfboot und Eisenbahn - über die Erde verbreitet hat. Im fernen Osten, ln Jeddo, im äußersten Westen, in Mexiko, ist der Kindergarten kein Fremdling. Australien hat seine Kindergärten und dem hohen Norden, Petersburg, Schweden, Norwegen^fehlen sie auch nicht. In Europa find sie überhaupt schon langst eingebürgert, aber in Deutschland leider weniger gefördert, als z. B. in Belgien, Ungarn, der Schweiz, wo die Regierung danach sieht, daß, namentlich in größeren Städten, ja kein Mangel barQ” In dieser Kmderwelt nun sollte die einheitliche Entwickelung so geübt werben daß namentlich eine Vermittelung ober Verbindung ber Gegensätze erzielt mürbe, und »mar in bem Smne, mie Schiller sagt: Wo Starkes sich mit Zartem paaret, da gibt e§ einen guten Klang. Harter Sinn und weichliche Willenlosigkeit sollen nicht durch Schelten und Strafen ausgerottet, sondern zu schönem Gleichmuth und klarer feit geeint werden. Wissen und Können sollen nicht Geschiedenes, Getrenntes fein, sondern sich einen in allem Wallen durchs Leben. Der Verstand soll nicht einem voll- I gepfropften Treibhaus gleichen, neben bem als öde unbebaute ßaibe bas Gemüth liegt, I sondern Erkennen ,unb Fühlen, kräftiges Wollen und sanfte Mäßigung sollen sich die ®«™u!Tn®?uff4M"n^®mä6i6, @ntn,Mdu„, und bl.« M«lm °°n Gegensätzen wirken alle Fröbel'schen Spiele, keines ist bedeutungslos, keines zur leeren Tändelei ersonnen Aber bet allem Streben nach Gleichmäßigkeit d.r Entwickelung, nach Harmonie und klarer fester Regel hat Fröbel nie das weise Wort vergessen. Krau Freund ist alle Theorie, Grün ist des Lebens goldner Baum! Einheitlich sollte te sllkbuM «in a6.r »«run, nld>t minier individuell; jedem -Ini-Inen Kmbe und feiner Eigevlhümlichkeii das Verfahren angepaßi. welches man bei ihm in Anwendung bringen würde. ______ Lokale-. «Heften, 20. April Ein Viehhändler von auswärts, welcher am vorigen Markt die Stad! nur die Abgaben für den Marktstand zu betrügen versuchte indem er en früheres unbrauchbar gewordenes Standzeichen, statt ein solches zu losen, verwendet, wird sich demnächst wegen Betrugversuchs zu verantworten haben. . J neutN ttine .oit® @0, h*« W» tebniort«' A Ib.i uns durch inon t)'5* 6*. ........ rffmtlte Vniffet +1 Aus Parts Wird teiegrapmiiy u s «MStiÄSFA allen event- zu । erloren, jagen; Brennholz. .Stockh Reish. Flur Kleinlinden. 2898 Giessener Gaswerk Lindenplatz. 2526 Schioßgasse 2874 293 78 10 10 Buchen Eichen Nadel Aspen Bau Rmtr. 64 172 Wellen. 3815 2060 100 200 Rmtr. 86 88 ta6i fce».r «halten hatte unb mLches di- "tiS'SÄ stturtote .to &i=r brau«. Di- erst Bj-Hm-«üaftl-rm ftarb unter großen Schmerzen 'm Delirium. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. l'Wucirt ' Wmmeitbc et- Acher in Eichen- ic Tannrnbohlen tu verschiedenen ^stärken ftitfc billig abzugcben bei E Entbehren und hebe ift. Seinen eilen Daran; Frankfurt a. M., 20. April, Nachmittags 2 Uhr — Mm. (Telegraphischer Eoursberickt Mitaetheilt durch das Bankgeschäft AlbertsKausmann m Gießen.) Ereditactien ' 289 Staatsbahnactien 280V2, Galizier 265Vs, Oesterr. Silberrente —C 40/g Ungar. Goldrente 75^, 4«/g 1880er Russen 71, 2. Orient-Anleihe 5/ /8, 5°/o Rumänische Rente 905/is, Lombarden 124. Tendenz . Zur Coufirumliwi. Gesangbücher in 6ammt=, ®“h“' decken, mit und ohne Beschlage, Drggl. neueste Kleine Ausgabe vorräthig in großer Auswahl Ottmar H.ohler9 Gekanntmachung. Die am 14. d. M. in dein Stadt- wald zu Hungen abgehaltene Holz- versteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine vom 24. April an bei Großh. Bürgermeisterei Hungen m Empfang genommen werden Hungen, den 18. April 1882. Großh. Bürgermeisterei Hungen. 2881 Bender. 8 Rmtr. Eichen-Rutzscheitholz, 16 Eichen-Stämme mit 21,51 Fstm. und von 34—70 Ctm. Durchmesser. Die Zusammenkunft ist auf dem Wea nach Daubringen am Steinbruch. Ziehen, den 18. April 1882 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2850 Bramm. und Kind an unt ' feiner Erziehay (■ Eine früh je gleichmäßig m - m dem schMen cs fiinber roerben, der Inhalt seine? •x war ein Christ, Hnngäshstem. Da 1 machte es FM - Er mailte ben mi, fonbern in bn r sich binnen einem Her als Sampfboot >sten, in Jedba, irn ig. Australien bet n, Norwegen W igebürgert, aber® n der Schwer, m ;n, ja kein M ia (0 geM lbttdn, : erzielt würbe, * ;/fM nicht W und Mer jjeihr t, Getrennte? fein, ,ii nicht einem wv , Memüih M, sigungM $ e BerschwüM d feine? dt b-r ßntB’W Mort aelgissi« Einheitlich B i ihm in »•* Scheith.Knüppelh Rmtr. b<5 ’rft xnfi0llat5 Spruch zudem ?en Aufgaben- r,t rcfP' zu den J Flechen hab^ V,°,n demselben Altung der i?l^reu6eiti W fordern. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen 19. April. Der Postdampfer Neckar, Capt. R- Busfius, vom Norddeutschen Lloyd'in Bremen, welcher am 8. April von Newyork abgegangen war, ist h ute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat i!U v«nbun“ ber fü? bmt befl.mmtm Pail-gi-r-. Post und Labung 8 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt- - Bremen 19. April- (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Newyork angekommen. . »eia« ${r®Srrk! 30 Liter Gas, also mit einem Aufwand von etwa 3/4 Pf. zum Kochen gebracht. 2780 Ziegenmilch, UM?9 'S Ziege, f Kirchenplatz A. 22. OberhesWe Eisenbahnen. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß mit dem 15. ds. Mts. verschiedene vom Bundcsrath beschlossene Abänderungen und Ergänzungen der Anlage D zum § 48 des Betriebsreglements für die Eisenbahnen Deutschlands in Kraft getreten sind. , ., ... Ueber dieselben, welche der gleichzeitig eingeführte Nachtrag n zum deutschen EisenbahmGütertarif Theil I enthält, er- theilen unsere sämmtlichen Güter-Expeditro- nen nähere Auskunft. Gießen, den 18. April 1882. 2899 Großh Direktion. geschitM-Verlegung. Weaen Umbau meines Hauses befindet fich wem wS ”» * MäJ'Än hergerichteten Laden des Herrn Zuchhandle Frankfurt, 19. April. Auf dem heutigen Markte kostete der Gentner Heu .. nnrh minlitrit al 3.50—5 40 Stroh JL. 3.00—4 20, (Ster das Hundert 4.o0—5 50 Ochsenfleisch das Pfund 65—70 Kuh- und Rindfleisch 45-55 4, Kalbfleisch 40 Rs 60^, Hammelfleisch 40-65 A. Schweinefleisch ^-80 Hahn -^ 1-60 2.00 1 ftnFn 4/ 1 9 30 i Taube 50—00 /5>, 1 Poularde JL 2.50—3 00, butter lujuai. ,/ i 9Q 2 Qualität JL 1.10 Handkäs —50 das Pfund, Kartoffeln das Malter 7 00 Sf^at 15-18 T gelbe Rüben das Gebund 7-12, Romamsalat Ä-LI Rettig das Stück 5-10^', Sellerie der Kopf 10-20 4, Blumenkohl 30 bis ßn a m>i'rfina 12—15^, Weißkraut 15—20 $ d-as Stück, Rothkraut 30—00 KohL kraut 00 ^Kohlrabi U-0 Endivien 25-35, Spargel 0.00—0.00 JL das Psund, Zwiebel 4-7 JL der Gentner. 2037 Eilt gutes Zugpferd, ein- und zweispännig gefahren, ist pretswerth zu Näheres in der Exped. ds. Bl. Bekanntmachung. Die stets zunehmende Zahl der hiesigen Steuerpflichtigen veranlaßt uns, unter 84 der nach den Steuerzetteln von der Erhebung ansge- GelegÄich der St°en?rechcknng "im Mai"finb'die Gewerbspatente für 1882/83 einzulösen, ä 40 H per Stück. Kiesten den 19. April 1882. ,, _. , . . ^iepe ' H Großh. Distrckts-Emnehmeret I. Walther. "2681 Ein Geschäftshaus, Spezeret- und Flaschenbier-Verkauf, in bester Lage ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen und bald zu übernehmen. Näheres bei W. Krämer. Handel und Verkehr. , a «MW «s» eine verminderte Lederproducl-on yberJ““pt{ ma^n belangreiche Anfuhr stattfand, daß in allen Sorten, in welchen eine nur einiger B Z^^sicht besteht, daß die >u billigen Preisen verlaust werdenl mußte und tz a-aenüber halten sich die Preise kderpVtse m nächster ßeitHei: ag«‘ in klinem^Ver- ber rohen Haute unperdnbert auf t^rcr n^i , Bache-, Rmd- und Zeug- hältnisse stehenden Hohe, so daß die^r»at u^ Der einzige Weg, diese ledersorten zu einer durchaus unlohne iden S^wo, besteht daher nur in wichtigen Zweige der Lederindustrie nn: reut Verhältnisse liegen allgemein einer wesentliche« Reductwn £er 9? pn Production an rohen Häuten ist tn günstig, um diese Reduction ^be Jufubr , e p Fieischproductenexport, ben überseeischen Staaten durch ftarß, di? Ausfuhr von Häuten bä uns durch Futtermangel und guten V Yslano^ bic greife anderwärts Überall von hier nach dE Auslande ,st nicht zu^e nuf einigen Vmgehens aller deutschen niedriger sind als in Deutschland 0 rasch und allseitig herbeizuführen Höuteverkaufer, um den erwünschten ^ Häuteeinkäufen abzustehen, bis inländische unb fordern wir deshalb auf, von allen Salzhäute mindestens 5 Pfennig per Haute mindestens 6-8 P^nnig, ühetse W « seither erhältlich sind. Wir er- ;är^,Ounlä "bmü öon na» Irältjn mitjumirt« unb all., »erfu»,nbea /24 Ihr. Entree SL Pfg. 28.7.9 Eine geübte Weißzeug-Näherin wünscht Beschäftigung in und außer dem Hause. Zn erfr. West-Anlage 90'-. 4. St. Kaufleute, Oekonomen, Förster, Gartner, Brauer, Schreiber, Aufseher, ^.echmkcr re. placirt schnell das Bureau GernihHi», Dresden. 2880 Ein Wort au Alle, welche Französisch, Englisch, Italienisch od. Spanisch wirklich sprechen lernen wollen. 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