464 Muh.» M|U*'JOra'e Elch billige Un. h Nhaltvolle, 'gsbmz. °heit der Haut zum Aeßrn^ r fe L tztm greifen He 23. rem. ttags 3 Uhr, reparaturen, verziehen m stens besorgt vm tenkorii) raße 19. fließen- elb.) ). Januar. Abonnement. Hflei* Auttus Rosen. halft. üller. ^ 9j9*i 11 ' . k-A «58» 429,10. '656. e- ' 8 ».«• K8 Samstag den 21. Januar 1882. Giehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 1,1 ” ' . ” " " Preis vierteljährlich 2 Mcirk 20 Pf. mit Bringerlcchn. Bureau: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Betreffend: Die Bestellung uoit Experten in Brandversicherungs- und Brandentschädigungs-Angelegenheiten, sowie von Feuervisitatoren. Bekanntmachung. Die Großherzogliche Brandversicherungs - Commission hat solgende Experten in Brandversicherungs- und Brandentschädigungs- Angelegenhetten^rnannt' Daniel Roth von Langsdorf für den verstorbenen Zimmermeister Georg Zell bezüglich der Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonneuroth, Obbornhofen, Rabertshausen, Rodhenu, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Villingen; 2) Den Rtaurermeister Heinrich Win» von Lich an Stelle seines verstorbenen Vaters Johannes Wmn für dre Orte, Albach, Arnsburg, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Grüningen, Hattenrod, Holzhenn, Kolnhaufen (Hof), Lich, Amhlfachsen ltzof), Munster, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen und Ober-Hörgern, ' .... . . 3) Daraufhin haben wir die Feuervifitat-on in den unter Nr. 1 genannten Orten ebenfalls dem D. Roth übertragen, welche derselbe »r Gemeinschaft mit dem anderen Experten Maurermeister Georg Dietrick in Langd zu versehen,hat, während H. Wiun die Feuerm,Nation m Mn Gemeinden Dorf-Gich Eberstadt mit Arnsburg und Ober-Hörgern gemeinschaftlich mit Bezirksbauaufseher ^>chön, in Lich nut dem Experten Zunmermerster Friedrich Eise m Och und in Garbenteich, Grüningen, Hausen, Holzheim und Watzenborn-Steinberg mit Bezirksbauaufseher Heuling zu versehen hat Letzterer erhalt außerdem. me Feuervisitation in den zu feinem Dienstbezirk als Bezirksbauaufseher gehörigen Orten Allendorf a. d. Lahn, Groß-Lmd^l, Heuchelheun, Klem-Lrnden, ^ang-(^on., "eibaestern Lollar Ruttershausen, Schiffenberg und Staufenberg gemeinschaftlich mit dem Experten Hahn von Groß-Buseck. . ~ 09 Unsere Anordnung vom 19. November v. I., Anzeiger Nr. 272, wegen provisorischer Versetzung der vorgenannten Stellen tritt hiermit außer Wirksamkeit. Gienen, den 17. Januar 1882. Großherzogliches'Kreisamt Gießen. Pr. Boekmann. Betreffend: Wie oben. ' ' ' ' Gießen, am 17. Januar 1882. Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Büvgerrneiftereien des Kreises. Sie wollen sich nach vorstehender Bekanntmachung bemessen. Ur. Bookman u. Cine Wendung in den socialpolitisehen Anstauungen. Die interessanten Reichstagsverhandlungen, welche sich an die Interpellation Hertling anknüpften, haben den Beweis geliefert, wie rasch bei den größten Staatsmännern die Standpunkte in Betreff der socialen Fragen wechseln können, und wie dringend nothwendig es ist, alle Vorschläge zur Verbesserung der Arbeiterverhältnisse einer rein sachlichen und leidenschaftslosen Prüsung auf Grund wirklicher Thatsachen und statistischer Zahlen zu unterziehen. Der deutsche Reichskanzler hat am 9. Januar ebenso die Freunde wie die Gegner seiner Socialpolitik überrascht, indem er offen bekannte: „Ich habe über die Unfallversicherung erst seit der Vorlage des vorigen Jahres die Ueberzeugung gewonnen, daß ohne corporative Unterlagen die Sache faktisch nicht iiüs Leben zu führen sein wird . . ., daß also nothwendig eine Arbeitstheilung geboten ijt und zwar eine solche, die den Interessenten mit heranzieht und welche den schließlichen Ersatz des Schadens combinirt mit der Aufgabe, den Schaden durch Aufsicht zu verhindern und einzuschränken." Wie diese bedeutungsvollen Worte so scheinen noch viele andere Bemerkungen des Reichskanzlers einen Umschwung seiner socialpolitischen Grundanschauungen vorzubereiten. Während er die große Aufgabe einer Verbesserung der socialen Lage der Arbeiter fest im Auge behält, kritisirt er selbst auf's Schärfste die im vorigen Jahre vorgeschlagene Reichsanstalt als „eine bureaukratische Einrichtung", bei welcher „die Masse der Geschäftsnummern, die entstehen würden, für keine Centralbehörde zu bewältigen sein würde." In Betreff der weiblichen Arbeit warnt er vor einem schablonenhaften Vorgehen, wodurch man mehr schaden altz nützen könne. Die Frage der Arbeitszeit erklärt er als „untrennbar von der Frage des Arbeitslohnes." Ueberhaupt betont er die Schwierigkeit für die Gesetzgebung „die Grenzlinie zu finden, bis an welche man die Industrie belasten könne, ohne dem Arbeiter die Henne zu schlachten, die ihm die goldenen Eier legt."' Alle diese Aeußerungen verrathen bezüglich der Staatseinmischung größere Bedenken, als sogar entschiedene Freihändler zu hegen pflegen. Obwohl die Aufgaben der „corporativen Bildungen", die der Reichskanzler dem bureaukratischen Staatssocialismus vorzieht, noch nicht genügend klargelegt sind, so wird die letzte Rede des Reichskanzlers doch von vielen Seiten als ein entschiedener Principienwechsel aufgefaßt und daraus die Hoffnung gegründet, daß die Reichsregierung mit der Forderung statistischer Unterlagen für ihre socialpolitischen Pläne eine Bahn beschreitet, auf ivelcher die Verbesserung der Arbeiterverhältnisse zwar vielleicht etwas langsamer, aber dafür auch mit größerer Sicherheit durchgeführt werden kann. Die jetzt verlangte Vorsicht und Berücksichtigung der individuellen, localen und principiellen Verhältnisse bei der Behandlung von Arbeiterfragen ist von dem Centralverein für das Wohl der arbeitenden Klassen schon seit Jahren im „Arbeiterfreund" und in der „Social-Corr." empfohlen worden. Es scheint jetzt wieder ein neuer Bodeu für eine allseitige Verständigung der verschiedenen Parteien gewonnen zu werden. Die Hauptsache bei allen weiteren Bestrebungen für das Arbeiterwohl ist und bleibt aber, daß sie nicht vom politischen, sondern vom allgemein menschlichen Standpunkte aus betrieben werden sollten, und daß sich eine Aenderung der Gesinnungen für die Arbeiter in den Klassen der Arbeitgeber und der ganzen bürgerlichen Gesellschaft vollziehen muß. Deutschland. m. Darmstadt, 19. Januar. Das Großh. Ministerium der Finanzen hat an die zweite Kammer eine Proposition gelangen lassen in Betreff der Uebertragung von aus der Finanzperiode 187 6/78 herrührenden Crediten in das Rechnungswesen der Finanzperiode 1879/82 — Der Abg. Wolz hat den Antrag eingebracht, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, den Forstbehörden Anweisung zu ertheilen, im kommenden Frühjahre in den Staatswaldungen größere Mengen Wald st reu zum Verkauf aufarbeiten 311 lassen. -- Der Gesetzgebungsausschuß der zweiten Kammer, welcher am 16. und 17. d. Mts. täglich zwei Sitzungen abgehalten, hat seine Berathungen auf Dienstag den 24. d. Mts. vertagt. Gegenstand der letzteren bildet immer noch der Gesetzesentwurf in Betreff der Enteignung von Grundeigenthum. Berlin, 18. Januar. Eine Anzahl Berliner Subalternbeamten hatte die Absicht, dem Kaiser am 18. Januar einen Fackelzug zu bringen. Wie das Comite in einer Versannnlung, welche gestern Abend abgehalten wurde, mit- theilte, sei auf eine Anfrage, zunächst bei dem Fürsten Bismarck, die Antwort eingegangen: „Ein für Se. Majestät den Kaiser bestimmter Fackelzug kann nicht gleichzeitig dem Fürsten Bismarck gebracht werden." Auf eine, Anfrage bei dem Kaiser habe das Hofmarschallamt geantwortet: „Se. Majestät der Kaiser erblickt in dem beschlossenen Fackelzug ein Zeichen der Treue und Anhänglichkeit an das Kaiserhaus; Se. Majestät wolle jedoch nicht die Beamten zu unnöthigen Geldausgaben veranlassen. Hochderselbe sehe die Ovation als geschehen an und lehne deshalb den Fackelzug 2c. ab." — Gegenüber den günstigen Nachrichten, welche über das Befinden des Fürsten Bismarck in einigen Regierungsblättern verbreitet waren, verlautet nach den „Hamb. Nachrichten" im Reichstage, daß der Fürst an einer Gesichtsrose erkrankt sei. Es ist dies eine an sich bekanntlich nicht Besorgniß erregende, aber immerhin zeitraubende und belästigende Krankheit. — Die „Prov.-Corresp." bespricht die Berathung des Windthorst jchen Antrags im Reichstage und die dabei zu Tage getretene Friedens,tunmung und sagt am Schlüsse: Diejenigen, denen es mit der Friedensstimmung wirtlich ernst sei, würden am besten thun, die Regierung auf dem Wege zu unter stutzen, welche dieselbe nach reiflicher lleberlegung in Anbetracht der ge amnüen Verhalt- nisse eingeschlagen habe. Dieser Weg vereinige in sich! dieJBmfcJ** das Interesse sür die katholischen Unterthanen, wie auch das^ aufrichtige Bestr^ ben, zu der Kirche solche ^e5ie^ungen >r3u|kUen, unbeschadet ihrer Grundsätze und An,prüche dis»Erfüllung der gemein,« hohen Aufgaben ermöglichen. „L t ct> V-! cv ' rtr cKnIne des früher erwähnten Erlaßes des , 11 • .^anuar. -öR <5 9 n niüiien die Han- Handelsministers Fürsten Bismarck vom 30. i bie '^effentlicbteit ihrer delskammern nunmehr Beschluß fassen darube ob ße >^ff ) Verhandlungen einfuhren wollen. Bis M Uegen^n-y^ bungert Zweier Haudelskamme , ihre Sitzungen in Zukunft öffentlich haben nach der „Bojs,. Ztg. '\Unäc&ft beim Nlagistrat die Ueberweisung abzuhalten, mdeß> muß . Die Handelskammer in Solingen war der ABch^da"ß , die Oeffentlichkeit der Verhandlungen auf die Thatigkeit der Han- delskammer und die Erledigung ihrer Aufgaben ohne Einfluß bleiben werde, und daß die Interessenten bisher durch die veröffentlichten Auszüge aus den Protokollen über die Stellung der Kammer zu den wichtigeren Fragen und die Behandlung derselben genügend informirt seien", beschloß indessen gleichwohl für die, Folge die Oeffentlichkeit der Verhandlungen als Regel eintreten und die Tagesordnung vorher bekannt machen zu lassen, „da bereits unter dem 26. Januar 1880 dem auf Veranlassung des deutschen Handelstages ausgearbeiteten Entwurf eines Handelskammer-Gesetzes für das deutsche Reich, welcher die Oeffentlichkeit der Sitzungen vorschrcibt, Seitens der Handelskammer vorbehaltlos zugestimmt und somit in dieser Frage ein Präjudiz geschaffen sei, an welchem festzuhalten das Collegium auch heute noch für angezeigt erachte." - Ein Berichterstatter der „Reuen Pr. Ztg." schreibt: Es ist bereits gemeldet worden, daß Fürst Bismarck vor kurzer Zeit mit den Herren Professor Dr. Wagner, Dr. v. Schäffle, Geh. Rath Lohmann, Legationsrath Rottenburg und v. Heyking Conferenzen wegen der Vorarbeiten für die socialpolitische Gesetzgebung abgehalten hat. Dem Vernehinen nach hat es sich jedoch weniger um allgemeine Gesichtspunkte in Betreff der Arbeiterversicherung, als um ganz specielle Punkte gehandelt. Vornehmlich soll die Bildung von corporativen Verbänden, die ja als Grundlage für das Arbeiter-Unfallversicherungs-Gesetz in Vorschlag gebracht werden, den Hauptgegenstand der Verhandlungen gebildet haben. — Diese corporativen Verbände, von denen der liberale Gesetzentwurf nichts sagt, werden also hauptsächlich der Punkt sein, über den eine Einigung herbeizuführcn ist. Krankreich. Paris, 16. Januar. Der Deputirtenkammer sind bereits gestern zwei prächtig ausgestattete, mit Photographien geschnmckte Bände zugegangen, welche die Schlußabrechnung der Weltausstellung von 1878 enthalten, deren finanzielles Ergebnis; eben kein günstiges war. Als man die Ausstellung eröffnete, war ein Deficit von 10 Millionen vorgesehen worden; da aber die Voranschläge bei den Ausgaben bedeutend überschritten wurden, die Einnahmen aber hinter den Anschlägen zurücklieben, so steht jetzt einer Ausgabe von 55,775,000 Frcs eine Einnahme von nur 24,350,000 Frcs. entgegen, was ein Deficit von 31,425,000 Frcs. ergiebt. Der Bericht schließt mit den Worten: „Wenn die Ausstellung wie eine private Unternehmung geführt worden wäre, so hätte sie vielleicht weniger gekostet, aber sie hätte auch wahrscheinlich unserem Lande weniger Ehre gemacht. Die Regierung mußte bei dieser Gelegenheit vor Allem die moralischen und politischen Erfolge in's Auge fassen, die auch in unerwartetem Maße erreicht worden sind. Wer könnte sagen, daß sie tu theuer bezahlt wären?" Paris, 18. Januar. Die beiden Gruppen der Linken, die äußerste Lmke und die radikale Linke, haben sich heute für die vollständige Revision der Verfassung ausgesprochen. - Der „Tettgraphe" glaubt zu wissen, daß ein Uebei lebender von der Mission Gatters sich gegenwärtig noch als Gefangener der den Tuaregs befinde. — Der „Temps" erklärt das Gerücht, wonach die Ostbahn-Gesellschaft sich zu der von der Regierung vorgeschlagenen Ermäßigung der Tarife verstehen wolle, für unbegründet. — Der „Temps" tritt den Äus- führungen der türkifchen Note entgegen und findet die Haltung der Regierungen von Frankreich und von England gegenüber Egypten vollkommen gerechtfertigt durch die militärischen Pronunciamentos, welche das notorische Resultat der Zntriguen Konstantinopels seien. Rußland. .. Petersburg, 16. Januar. Das „Petersburger Journal" bringt einen Aufsatz über den Budget-Bericht des Flnanzmimsters. Das Journal sagt darin: Aus dem Bericht geht der feste Wille des Kaisers heroor, die wirihschaftliche Lage des Reiches aus normale Verhältnisse zu bringen. Sie war eine ungünstige geworden in Folae *Ve%o^rie0eVn? ein'0er schlechten Ernten; aber Dank der glanzenden Ernte t i Ähre 1881 und brillanten Einnahmen rm zweiten Halbjahre 1881 befindet sie sich schon auf dem Wege der Besserung. Die Rückkehr zu normaler Finanzlage wird noch besser erreicht durch beträchtliche Ersparn.ß bei verschiedenen Ausgaben. Namentlich find die Ausgaben für den Krieg schon um 23 Millionen ermäßigt. ^Weitere Ermäßia- ung n find bereits onbefohUn. Eine Vermehrung der Ausgaben soll nur für productive Zwecke stattfinden. Besondere Aufmerksamkeit ist den außerordentlichen Credtten ^wldmit dre nur productiven Ausgaben dienen sollen. Dank der friedlichen Politik des Kaisers kann dieses Resultat ohne Schwierigkeit erreicht werden. Die h) bestimmt <■» s i f ff * f. .... -'0 m.. anzm Nister zu dem Ausspruch: HÄi ungünstigen Veihattnissen wird schwinden durch ttrenge Sparfamfeit n a(6n Jjroeigm der Verwaltung und Ermäßigung der Kriegs-Ausgaben Außerdem sollen durch Steuerreform die Emnahmen vermehrt werden. Sodann werd ber Fiiianzmmister an der bereits vor einem Jahre becretirten Verminderung der schwebenden Schu b sesthalten durch lah'liche Vernichtung von 50 Millionen Credit- Billeten welche bis zur Vernichtung von 400 Millionen soitgesetzt werden soll. .Diese Verpflichtung sagt der Minister, „soll heilig gehalten und gewissenhaft erfüllt werden". Zugleich zeigt der Minister, daß dre von der Regierung für Cours-Aufdesserung gemachten Ausgaben nicht als unproduetiv betrachte, werden können Das Journal bbPÜß- btde mit s° vieler Bestimmtheit gegebene Erklärung auf das Freud,^ft- und schließt: Die proiertirtcn und zum Theil schon ergriffenen Maßregeln können für die Ordnung unserer Finanzen nur dauernden Erfolg hab.n, wenn ihre Ausführung mit E'l-r durchgesetzt wird. Rußland kann sich in wenigen Jahren von dem Deficit befreien; aber nur die Regierung, welche niemals von den Grundsätzen der Staats- wirthschaft, gerechter Steuer - Vertheilmtg, Sparsamkeit und Ordnung in den Ausgaben abweicht, kann di- Entwickelung der politischen und finanziellen Macht eines Landes sichern, indem ,te dieselbe gegründet auf das ununterbrochene Wachsen des Volkswohles. Deutscher Deichstag. 29. Sitzung vom 19. Januar. Präsident v. Levetzow eröffnet die Sitzung um 11V4 Uhr. Am Bundesrathstische.- r. Bötticher. Tagesordnung: 1) Fortsetzung der ersten Beraihung des von dem Abg. Buhl und Gen. eingebrachten Gesetzentwurfs, betr. die Entschädigung bei Unfällen und die Unfallveisicheiung der Arbiter. Abg. Dr. v. Skarczynski (Gmsen) erörtert den Standpunkt der polnischen Fraction. Seine Partei werde allen Bestrebungen ihre Sympathie zuwenden, welche darauf gerichbt setcn, sociale Härten zu mildern, sociale Gegensätze auszugleichen mit einem Worte: der Gerechtigkeit und Sittlichkeit aus socialem Gebiete möglichst volle Geltung zu verschaffen. Es sei ihr innigster Herzenswunsch, daß die Herrschaft der Sittlichkeit auf allen Gebieten des menschlichen Lebens Platz greife. Aber den Gedank-n des vorliegenden Gesetzentivurfs halte seine Fraction nicht als berechtigt. Das leitende Princip dieses Antrages sei, dem Unternehmer die Kosten der Haftpflicht allein auf- zuerlegen. Abg. Ackermann: Die Debatte über den vorliegenden Gesetzenuvurs könne keine polit sche Folge haben, dinn daß derselbe auf keinen Fall in dieser Session zu Staude kommen könnte, würden oncb die Antrogsteller nicht glaubin. Die liberale Partei habe allerdings d>u Wunsch gehegt, selbst einmal etwas zu producircn und ihr Interesse für das Wohl der Arbeiter zu bezeugen. Die conservative Partei habe aber ke>n Jntiresse daran, jenen Wunsch zu unterstützen und weiteres Material in die Debatte zu trogtu, umsoweniger, als eine Vorlage der Reichsregierung demnächst in Aussicht stehe. Redner bekämpft des Weiteren die Vorlage und spricht die Hoffnung aus, daß is der Regierung gelingen werde, durch Bildung „korporativer Genossenschaften" eine bessere Lösung der Frage zu finden, aK sie in dem Entwürfe der Liberalen vorgeschlagen werde. 2lt)g. Kayser (Freiberg) erkennt an, daß auf diesem Gebiete schon längst Abhülfe geboten »ar und daß dieselbe noch lange auf sich hätte warten lassen, wenn der Reichskanzler nicht selbst die In Native ergriffen hätte. Die Liberalen hätten allerdings das Zuiiandekommen des von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurfs verhindert. Redner erklärt ft» gegen das Prlnclp der Privatversicherung und für die Staats- verficherung. Ebenso erklärt er sich gegen den Ausschluß der Bauhandwerker. o .. ^0 Dr. Windthorst erklärt, daß die Centrumspartei den gegenwärtigen Zeitpunkt nicht für geeignet halte, der Frage naher zu treten, da die Regierung der- treten werde. Aber trotzdem s i der Antrag nicht ganz werthlos. Die Liberalen hatten darin ihr Programm ausführlich dargelegt und das sei für die weitere Lösung dieser Frage sehr dankenswerth. Redner hält den Abschluß dieser Frage für so wichtig, daß er selbst die Berufung einer außerordentlichen Session im Frühjahr Mit Freuden begrüßen würde, wenn diese dazu bestimmt sein sollte, das Uufall-Ver- sicherungsgesetz seiner Erledigung entgegenzuführen. Die Discussion wird geschlossen. Zum Schluß nimmt noch das Wort der Mit-Antragsteller Löwe (Berlin) um auszuführen, daß, wenn der von ihm eingebrachte Gesetzentwurf Mängel enthalte/ dies mehr oder weniger der Fall sein werde, da das nöthige Material nicht zur Verfügung stehe. Er glaube, die Regierung dürfe das Gute nicht deßhalb zurückwersen, weil es von den Liberalen komme. Der Antrag hat eine gute Grundlage und könne die Regierung darauf sehr wohl ihre Gesetzesoorschläge aufbauen. verwieffn^ ^n*ra0 herauf an eine besondere Commission von 21 Mitgliedern . . 2) Fortsetzung der zweiten Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Er- hebung einer Berufsstattstck, sowie die Vornahme einer Viehzählung Im Jahre 1882 und des Entwurfs etnes Nachtragsetats. . An der Debatte beteiligen sich die Abgg. v. Köller, Frvhme, Dr. Franz Dirtchlet Staats,ecretar v. Bötticher, Dr. Paafche, » Ludwig, Kochhann n. a m. Der Gesetzentwurf wird nach unerheblicher Debatte, ebenso der Nachtrags- Etat genehmigt. w B Haus vertagt sich hieraus. Nächste Sitzung Freitag, Vormittags 11 Uhr. SSnÄWSS16 Scrat^urs bcr Vorlage wegen des Hamburger Zollanschlussks Schluß 43/4 Uhr. lokale-. Provin^Ooechessen roirb^am Dünsta^'den^L^lauvwirthschaftlichen Vereins für bie Periode 1882/W vornehmen b,e landwlrthschaftliche Centralstelle für die uns bi^erÜeaSe™ann6»a°ftCnntb,C-5 6’eft8£-n Concertvereins am 29. d. Mts. verspricht Z-ü. Herr. C°rnp°nisten^ber neueren Gemeinschaft mit Herrn Cone-rtmeNr ^nstkdirector in SreSlau. Derselbe wird in Violinsonale in A-moll (KanukrSt r m an’’ neueste während Fräulein der russische Botschafter v. Oubril und der ö' ^ruPcnd^ heute Nachmittag 3’/2 Uhr zu Wagen von der gnechychen Krrche nach dem Botschafts-Hötel zurückkehrten, wurde durch das Fenster des Wagens nach den darin Sitzenden ein großer Stein geworfen: der Botschafter v. Oubrck und der Botschaftssecretär v. Krupenski wurden indeß mcht verletzt Der .^häter wurde alsbald verhaftet; derselbe soll Johann Zich heißen, aus Böhmen gebürtig sein und als FreiwMger in der russischen Armee den letzten türkischen Krieg mitgemacht haben. Wie es heißt, wollte derselbe einen Racheakt ausuben, well er angeblich von der russischen Botschuft mit einem Bittgesuche abgewiesen wurde. ~ Kopenhagen, 19. Januar. Der Minister des Innern brachte im Foltethmg eine Vorlage em über den Bau einer. den Wünschen der deutschen Regierung entsprechenden Verbindungsbahn zwischen der Bramminge-Ribe-Balut und der proiecttrten Bahn durch West-Schleswig bis zu einem Punkte der Lan- desgrenze fudüch Rtbe, für den Fall, daß das letztgenannte Bahnproject zur Ausführung komnit. ’ F 1 5 19. Januar. Der Reichstag wurde heute durch den König eröffnet. Die Thronrede gedenkt der der Kronprinzessin entgegengebrachten Spmpathtcn, fotme der Sympathien, welchen der König im Auslande für das tomgltche Haus und für die Völker Schweden-Norwegens begegnete Der öan- delstractat mit Frankreich ivird vorgelegt werden; dagegen finden dieses Jahr Vorlagen m Betreff des Steuerwesens und des Heerwesens statt Das Budget weyt in Einnahme und Ausgabe 78,680,000 Kronen auf Bukarest. 19. Januar. In der vergangenen Nacht um 3 brach in cem Circus Krembser auf dem Boulevard Feuer aus. Trotz der Anstrengungen der Pompiers brannte der Circus vollständig nieder. Vom Personal werden 2 Banner und die erste Reiterin vermißt. 34 Pferde sind verbrannt. -txSafbtnflton, 19. ^anuar. In dem Proeeß Guiteau dessen Ner- Handlungen nunmehr in die zehnte Woche treten, besprach der Vertheidiaer des Angeklagten, -Lcoville, gestern das Verhalten Arthur's, Conkling's und Grant's insbefondere, aber das Verhalten Conkling's lind Grant's qeqen GarfiAd und erttarte, diefelben feien moralisch verantwortlich für die Handlung Gutteau's rn . . V r rm i f ch - e folgende genaurabfAriften^eimn^6^ SBSbf,e']1 TOagbeb. Ztg." entnehmen wir Anholt-D.ssaulfchen'verstorbene^^^Förste^bWäbke "" 1830 ’u ^Turglauchster Ferst, . Genitligster Herrs »ich gÄ'hn" b°nn°uns'^1^81700^ 1% n ®ur8Iautfi.‘ m irem läben noch mch zu mechtia werk i's.k, „ nr. ^cn0e Mavßregiln genumme wahren deß di Vestioe (Pott straf mirf, turglauchtister Waaßer Pericht. untedenui9ftev Wabke. ,ülber m zuschreipen, w-nnm-r h-rnack den Treck zu gachen bann mögens- nur balle I",stallt Gott straf mtchs währt stift nich gut. un da hannse sichs falber zuzuschie.p-n, wcnnmer hernach kene Schwiene un Eenen Harfch mer Kann da un können |e unserehnen itn Vroth mehr gehn un da hol der Deupels Läden un ich mak nid) meh fetn * * thro turglaucht getreuer Wobke. Pericht an de Puhren sn un um Werlitsch (Wörlitz), in un um rebsen. w Weil in de drohe Hitze das ättle Willbrett in Eländen ^lrden zustann verichaht morden is, so fet an euch, tunime Puhren, borg mtd) hochferstlicher Pefehl, das ir des Daches un des Nachts euhre verdamm'gten Kotter an de Käthe lagt, un mch am Dache un de Nagt lohs läßt, wie euhre lumme Marotte rs, füst schlh ich ahllcs tott was los is un wenns Gott straf mich weih Pruther were „ ter hochferstliche Ferfchter Wobke. Di er 17. Januar. Für Geologn höchst wichtige Funde sind in jüngster Zett in Steete an der Lahn unweit Runkel gemacht worden Vor einigen Wo.tn'n fand «a» bei der Arbeit in den dortigen Stc.nbruchen ungefSbr m gleicher Hohe mit zwei ickon früher bekannten Höhlen einen brthen, bisher verdeckten Felsengang. ^rotz der stttsamen Funde welche man beim Brechen der Kalksteine gleich am Eingänge dieser Khl- machte wu"de b-dauerl,cher Weise die »eitere Ausbeutung dieses Th-iles der Steinlagerung nicht ausgeseht, bis wissenschaftlich-Autoritäten zur Stell- waren; man drang bis an'6 End- der Höhl- vor, wo sich hinter einer 20 Fuß dick.n Otemwand «tit-hen erhaltene Menschengerippe vorfanden, von denen drei nach Wiesbad'N g. schafft Ä»°g= Untersuchung dieser Gebeine ihre Lage die Beschaffeiiheit der betresstnde^ Oertlichkeit, des Gesteins, in welchem sie sich fanden, laßt die interessantesten Aufschlüsse erwarten. Am Eingänge der sich am Ende zur bequemeren Wohnung erweiterten Höhle befindet sich eine mächtige Ablagerungsstatte von den Ueberrefien der Jagdbeute/deren Ausgrabung und Untersuchung der gefällige Besitzer des Stembiuchs LLerr Schneider aus Diez) dem wißbegierigen Besucher freundlichst gestattet; die Zahne und Knochen gehören den Thoren der tertiären Periode an; sie sind so massenhaft vorhanden, daß mehrere Generationen dazu gehört haben müssen, um diese Anhäufung ru bewerkstelligen. Die Reihe der Entdeckungen in diesem Kalkftemlager rst noch lange nicht abgeschlossen. Wo man m t der Hacke eir haut, trifft man auf interessante und widitifle Ueberrefte der Existenz der alten Höhlenbewohner. Es wäre nur wimsch-ns- wertb daß der Staat, welcher für die Alterthüiner am Alpheios und zu Pergamum dte Augen und den Geldbeutel offen hatte, sich auch bald d-eser heimischen Aus- arabungen annähme, welche, wenn auch auf einem ga-z anderen Gebiete liegende, doch nicht unbedeutende Resultate für die Wissenschaft versprechen. Es war em Jammer, anzusehen wie die ohne fachmännische Anleitung arbeitenden Steinbrecher in bte Mammut- und Bärenknochen einhieben, daß sie zerbröckelt umherflogen. Jetzt tst dte Arbeit allerdings eingestellt, aber wenn sich das wissenschaftliche Interesse nicht bald regt und der Staat nicht zum Ankäufe und zur Ausbeutung der Stelle schreitet, dann wird nur für diesen ober jenen Privatmann ein Curiosum als Andenken an ferne hohlen- bewohnenden Vorfahren abfallen. (O- Z-> Göttingen, 18.Januar. Der bekannte Literarhistoriker Dr. Kar l Gödeke, welcher unserer Georgia Augusta als ordentlicher Professor angehört, ist vom Groß- berzog von Sachsen-Weimar in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Literaturgeschichte dm ch Verleihung des Ritterkreuzes vom Hausorden der Wachsamkeit oder vom weißen Falken ausgezeichnet worden. m Y . .. , Gödecke gehört zu unseren beliebtesten Umv.-Leh'ern; seine Vorlesungen sind srst immer von weit über hundert Zuhörern besucht- — Spiritisten-Humbug. In der alten Kaiserstadt an der blauen Donau treibt der Svir tismus wieder gar wunderbare Blüthen. Doch ist es diesmal nicht ein ausländischer „Professor" sondern ein hochadeliger (Saueber, welcher den Geistcrspuck als Sport betreibt. Neuerdings hat der Wiener Spiritist sich als Neophyten einen jungen Fürsten ausersehen, von welchem es bekannt ist, daß er allen neuen wissenschaftlichen Untersuchungen und Experimenten auf dem Gebiete der Physik das lebhafteste Interesse entgegenbringt. Doch diesmal sollte der vornehme Spiritist Übel auskommen. Bei einem zweiten Besuche, welchen der Fürst in Begleitung eines Verwandten dem Spiritisten machte, ließ der Fürst ein Drahtgitter mubringen, welches genau passend vor dem Gemache, iau§ welchem die Geister zu erscheinen hatten, angelegt und mit einem Schlüssel versperrt wurde. Und siehe da! die Geister erschienen nicht, weil sie — wie der Geifterbeschwörer sich entschuldigte — an diesem Tage bereits zu sehr erschöpft wären- Eine dritte Geisterbeschwörung, welche der Fürst in seiner Wohnung „befohlen" hatte, verlief für den hochadeligen Hexenmeister noch unglücklicher, so daß der Fürst sich ein für allemal von solchem Hokuspokus für furirt erklärte. Wie dem „B- T." aus Wien mitgetheilt wird, ist dieser junge Fürst kein Anderer als der Kronprinz Rudolf. — sNatur-Scltenheit.j Wir lesen in einem westphälischen Blatte: Eine circa 6 Centimeter große Birne wurde dieser Tage in einem hiesigen Garten gepflückt. Der Baum blühte im Spätherbst. Sicherlich ist die Frucht ein sprechender Beweis für bett diesjährigen außerordentlich milden Winter. Halbreife Erdbeeren finden sich in dm Gärten in Menge. — Mutter und Sohn.) In große Bettübniß ist eine Berliner sehr angesehene Familie durch den Leichtsinn eines ihrer Mitglieder versetzt worden. Dem Oberhaup. derselben, einer alten, würdigen Dame, war vor Kurzem ihr kostbarer Schmuck entwendet worden. Alle Bemühungen, den Thäter zu ermitteln, waren vergeblich. Da wollte es der Zufall, daß der Dieb in der Person ihres — eigenen Sohnes entdeckt wurde. Den Schmuck halte er verkauft und das dafür eingenommene Geld verpraßt. Die alte Dame zog sich die Handlungsweise ihres Solmes dergestalt zu Herzen, daß sie still und immer stiller wurde, bis sich Spuren von Wahnsinn zeigten und sie vor einigen Tagen in eine Irrenanstalt gebracht werden mußte. Handel und Verkehr. Frankfurt a. M., den 20. Januar, Nachmittags 2 Uhr — Mim (Telegr. Corn «bericht Mitqethettt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen-' Credst- actten 266V» Staatsb.-'tttien 258Vi. Galizier 248, Oest Silberreitte 64Vs, 4% Ungs . Goldrente k72>/8- 4% 1880er Russen 713/g, 2. Orient-Anleihe 58Vis, 5 o/g Rumanrs6<. Rente 86, Lombarden 115. Tendenz anfangs sehr flau, später etwas besser. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGießen. Gottesdienst: Sonntag den 22. Januar (3. nach Epiphanias): Morgens 9Vr Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Donnerstag den 26. Januar: Im Gymnasium Bibelstunde, Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. (Das Gleichn ß vom Feigenbaum. Luc. 13,6—9.) Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 22.-28. Januar besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Allgemeiner Anzeiger. In der Privallllagesache des Flurschützen Philipp Weller XU. in Wieseck, Privatklägers, gegen den Melchior Schäfer X. daselbst, Angeklagten, wegen Beleidigung hat oas Großh. Schöffengericht zu Gießen am 20. Dezember 1881 für Recht erkannt: Angeklagter ist überführt und wirt) nach §§ 187 und 200 d. St.-G.-B. zu 2 Wochen Gefängnis; und in die Kosten verurrheilt. Auch wird detn Privatklüger das Recht zugesprochen, den entscheidenden Theit dieses Urtheils binnen einer Woche ngch Zustellung einmal auf Kosten des Angeklagten im „Gießener Anzeiger" zu veröffentlichen. B. R. W. Die Richtigkeit der Abschrift der Urthellsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 2. Januar 1882. 487 Neidhart, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Holiverflkigerung. Donnerstag den 26. b - ♦ 2N., von Morgens 10 Uhr an, f ollen im hiesigen Gemeindewald, District Dorfwiese 15 Eichen-Stämme mit 17,35 Fstm., 16 Buchen- „ ff 23,90 „ 29 Nadel- „ „ 15,40 „ 380 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 2 „ Eichen- „ 34 ff Buchen-Knüppelholz, 96 „ ff Stockholz, 4450 Wellen „ Reisholz, 2700 „ Radel- „ versteigert werden. Die Zuf ammenkunft ist zur bestimmten Stunde' im genannten District bei Nr. 1. Grob-Buseck, den 20. Januar 1882. Großh. Bürgermeisterei Groß-Buseck. 489 Wagner. Das Neueste in 464 Krausen, Spitzen, Ballblumen, Glace-Handschuhen (weiß, 2—4knöpf.), Spitzen und Chenille-Fichus, sowie Wolltüchern in weiß und farbig empfiehlt zu wirklich billigen Preisen A. Fangmann^ Herrn WILHELM REIBER, Seltersweg, übergaben wir ein Lager in Hastüster, Haslampm, und Koch-Apparaten, sowie allen sonstigen Gegenständen zur Gasbeleuchtung aus den ersten Fabriken dieser Specialitäten und in den bewährtesten Constructionen. 49__Giessener (üaswerk; Chocolade und Cacao von Joh. PH. Wagner & CoinP. in Main,;, Th.ee von J.H. Meidinger in Frankfurt a. M. (pr. Pfd. f. Souchon» M. 4) empfiehlt in frischer Waare (440) Fh. Schlatter. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, oaß unser seitheriger Rechner, Herr Herman n Gehringer, mit dem heutigen Tage seiner Funktionen enthoben und an dessen Stelle Herr Rentmeister Möbus dahier provisorisch mit der Rechnungsführung betraut worden ist. Das Bureau befindet fich vom 25. d. Mts. ab, bis zu welchem Tage die Kasse geschloffen bleibt, in der Wohnung des mitunterzeichneten Herrn I. Pfeiffer und. können rechtsverbindliche Geschäfte von genanntem Tage an nur an den Zahltagen und Mittwoch abgeschlossen werden. Laubach, am 18. Januar 1882. 486 Spar- und Creditverein für Stadt und Land (® G ) zu Laudach. I. Pfeiffer. Fr. Moll. H. Goldmann. Director. Controleur. Vorsitzender des Ausschusses. Holsvkrflkigerung. Mittwoch den 25. Januar soll im Steinbacher Gemeindewald, District Embach und Todtenzipfen folgendes Gehölz versteigert werden: 253 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 94 „ „ Knüppelholz, 163 „ „ Stockholz, 4500 Wellen „ Reisholz, 19 Rmtr. Eichen-Knüppelholz, 1050 Wellen „ Reisholz, 56 Rmtr. Fichten-Stockholz, 1350 Wellen „ Reisholz, 8 Eichen-Stämme für Wagner, 2,25 Cbm., 15 Buchen - Stämme für Wagner 14,08 Cbm., 189 Fichten-Stämme v. 15—28Cttn. Durchm., 10—17 Mr. Länge, 61,75 Cbm., 280 Fichten-Derbstangen bis 15 Mtr. Länge, 26,89 Cbm., 68 Fichten-Reisstangen bis 10 Mtr. Länge. Der Anfang ist Atorgens 9 Uhr am Buchen-Brandholz bei Nr. 1 an der Chaussee nach Oppenrod. Das Bau- unb Wertholz kommt nach 12 Uhr zur Versteigerung. Steinbach, den 17. Januar 1882. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. 453 Nicolaus. ______... SsnUäg kien 21. iis. Mts.. Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flctt'schen Hosraithe dahier 2 Kommoden, 1 Kleiderschrank und 1 Sopha meistbietend versteigert »verden. Gießen, den 19. Januar L882. Geißler, 475 Großh. Gerichtsvollzieher. Aeitzeöoienes. Täglich Kreppet g bei August Holl. Wenzels Wiuter-(Palmen-)Garteii Sonntag den 22. Januar: 405 114 B. Kreuz B. 114. Anfang ’/a® Uhr. Entree 3.5 Pfg 444 Marktstraße. aus. 435 Emil Fistor 438 Frankfurter Würstchen 198 empfiehlt G-g. Wilk. Weidig. 484 Die trauernden Hinterbliebenen. 11»* hat die Nähchatulle ge- o** * wonnen. 490 8 Mark. L) Berantnt örtliche Redactivn: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) inUß^ Preis des Looses s s © © S der Verwandten: Scriba, Pfarrer. empfiehlt 342 GrosseJFrankfurter \ Lotterie. / ■E T. Serie, «äs / / 6000, Zwei / ä 5000 etc. 3500 Gewinne im Werth von Schlittschuhe. Billige eiserne Schraubenschlittschuhe, sowie dieneuesten Hebel- und Schrauben schlittfchuhe. 480 Wegzugshalber eine noch gut erhaltene nußbaumpolirte Bettlade, 1 Kleiderschrank, Waschtisch nebst Nachttisch billig zu verkaufen. Seltersweg C. 190, Hinterhaus. 491 Ein geruchloses Closet zu verkaufen. Wetzsteingasse 45. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß am 17. d. Mts. unser lieber Sohn und Bruder la Ztvetscherrhonig, neue Waare, wieder eingetroffen. 481 H. F. Nassauer. GROSSES CONCERT ausgeführt von der Capelle des 2. Gr. Hess. Inf.-Reg. Nr. 116 (25M.) unter Leitung ihres Capeilmeisters Hrn. C. Krausse. Alten-Buseck, am 19. Januar 1882. 485 Im Namen Christian Ahorn-Laubsägeholz in schöner Auswahl wieder eingetroffen bei Wilhelm Seibert, Die Zaubergrfster des Schway- f. waldes. Lustspiel m 7 Aufzügen von Fr. Büchner. Georg Hackbaus Pfarrverwatter ni Güttersbach im 28. Lebensjahre in dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten SM durch ihr Erscheinen zur Beerdigungsfeier und durch ihre Beileidsbriefe so wohlthuende Beweise herzlicher Theilnahme gegeben haben, sprechen wir hierdurch unseren innigsten Dank gefüllt und ungefüllt bei H. Kinkel, Conditor. Täglich frische Kreppet. Theater in fließen. (Cafe Leih.) J 2onn‘a« den 20. Januar. Nachmittags 4 Uhr. Krndet-Vorstellung. Das kalte Herz Danksagung. Allen Denen, die uns bei dem Hingang unseres vielgeliebten Oheims, des evangelischen Pfarrers i. P. Christian Bern heck Gebrannten Kaffee täglich frisch, in den hochfeinsten Qualitäten, m Sorten pr. Pfund zu M 1.20, 1.40, 1.60, 1 80 Todes Anzeige. Freunden und Bekannten statt besonderen Ansagens hiermit die Traueranzeige, daß unsere geliebte Schwester und Schwägerin Sophie Pfpp f <» ,• heute nach kurzem Leiden sanft entschlief. Um stille Theilnahme bitten Hanau, den 19. Januar 1882. Antonie Kämmerer, geb. Pepple r. Wilhelm Kämmerer. / / gewinne / ik /im Werth f y / von Mark 80000 * / RÄ000 4Ö7 Eine gebrauchte ZitherHaufen gebucht. Von wem? sagt die Exped. ds. Bl Ausverkauf • Damenwintermäntel verkaufe, um gänzlich zu räumen, bedeutend unter Preis. 380 Moritz Heichelheim, > / 160000 4 / Fro-Zusendg. d. Loose u. ’ / Ziehungslisten ^eg. Beiz' fügung v. 20^ (Ausl. 30 z^). /B. Magnus, Frankfurt a. M., / General-Debit. 498 / Verkaufssti.GiessenC.Lehrmund General-Versammlung des ilrael. Männer - Kranken - Unterflützungsvereins Samstag den 21. Januar, Abends 8 Uhr, in der Restauration Rothenberger. Tagesordnung: Rechnungsablage. Neuwahl des Vorstands. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten.________ 483 Irische Schellfische in Eis empfehlen 493 J. A. Busch Söhne. Ziehung / am 31. März d J. / — /A Extras. Neapol. Maccaroni, Fst. Ia franz, do. „ „ „ Gemüsenudeln „ „ deutsche do., Ia Amerik. Apfelspalten, „ getrockn. Zwetschen empfiehlt billigst H. K. Naffauer 482__________Kreuz B. 114. 17 Lumpen, Werg, Papier, Eisen, Ijuk, Messing, Küpser, Blei, Mafchen rc. werden angekauft von Louis Rothenberger, Neuenweg 193 ÄÄ‘%"" 468 « Blasenfchw. rc. jed. Stadiums heilbar durch m. Spezialverfahren. Auslagen gering. Prosp. u. Zeugnisse gratis. — 224 F. C. Bauer, Wertheim a. Main. Die Jahrgänge der „Gießener Wochenblätter" von 1730 (Erster Jahrgang des Erscheinen«) bis 1814, ferner die Jahrgänge 1816, 17,18, 22, 27, 30, 33 werden zu hohem Preis von der Expedition. ds. 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