Nr. 2M5. Freitag den 20. Oktober 1882, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. W; Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Theit. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Gießen, am 17. Oktober 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherroalichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Grost-Linden, Grüningen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Klein-Linden, Langd, Lang-Gons, Lanasdorf, Leihaestern, Lich mit Kolnhaufen, Muschenheiw mit Hof-Gill, Obbornhofen, Ober-Horgern, Rabertshausen, Roddcim, Steinheim, Trais-Horloff und Utphe. In Anbetracht der Bestimmungen des Lokalpolizeireglements, Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau betreffend (siehe Anzeiger von 1880 Nr. 201), wonach alle krepirten beziehungsweise getödteten Thiere als milzbrandkrank zu betrachten sind, wenn nicht der Eigenthümer nachweist, das; das fragliche Thier frei von Milzbrand war, erweist sich das in dem 8 12 und ff. des Reichsseuchengesetzes vorgeschriebene Verfahren zur Ermittelung oon Seuchenausbrüchen, insofern es sich um Mllzbrand oder Milzbrandverdacht handelt, für den betreffenden Bezirk als ein überflüssiges. Großherzogliches Mmlstermm des Innern und der Justiz hat daher durch Verfügung vom 13. Oktober I. I. zu Nr. M. d. I. 22874 auf Grund der §§ 11 und 15 des Reichsseuchen- aesetzes bestimmt, daß es künftighin in Ihren Gemeinden bei einzelnen Fällen von Mllzbrand der Berufung eines beamteten Thierarztes durch die Polizeibehörde — alfo von Amtswegen und auf Kosten der Criminal- und Polizeikasse — behufs Ermittelung des Seuchenausbruchs u. s. w. gemäß §§ 12—14 des Reichsgesetzes nicht bedarf, sowie daß die gemäß be§§ 1 des Ministerial-Ausschreibens vom 18. März 1881 (siehe die Ihnen zugesandte Landausgabe des genannten Reichsgesetzes) von den Ortspolizeibehörden an das Kreisamt zu erstattenden Anzeigen in allen Fällen, in denen es sich um ein vereinzeltes Vorkommen des Mllzbrandes handelt, unterbleiben können. Die Bestimmungen des oben angeführten Lokalpolizeireglements haben dagegen in ihrein ganzen Umfange zur Anwendung zu kommen. Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. Gießen, 19. October. Mit der nunmehr erfolgten Ernennung des deutschen Botschafters bei der Pforte, Grafen Hatzfeldt, zum Staatssecretär des Auswärtigen und Mitglied des preußischen Staatsministeriums sind die schon längst erwarteten Veränderungen und Beförderungen in unserem diplomatischen Corps eingetreten. Der Umfang dieser tief einschneidenden Bewegung auf dem diplomatischen Gebiete ist selbst in unterrichteten Kreisen noch nicht gänzlich bekannt, doch schon die bis jetzt hierüber vorliegenden Nachrichten lasten erkennen, wie zahlreich und wichtig die Veränderungen sind, welche sich an die Ernennung des Grafen Hatzfeldt zum Chef des Auswärtigen Amtes knüpfen. Zum Nachfolger desselben auf dem Konstantinopeler Botschafterposten ist Herr v. Radowitz, bisher deutscher Gesandter in Athen, ernannt worden, Herrn v. Nadowitz wird der bisherige preußische Gesandte in Weimar, Frhr. v. d. Brinken, ersetzen. Der lange verwaist gewesene deutsche Gesandtschastsposten im Haag wird durch Herrn d. Alvensleben, bisher preußischer Gesandter m Darmstadt neu besetzt werden. Herr v. Bülow, der Vertreter Preußens am Stuttgarter Hofe, ist zum Gesandten in Bern und sein erster Secretär, Graf Dönhoff, zum Gesandten bei der Regierung des Mikado von Japan designirt. Auffällig erscheint es, daß der Name des deutschen Geschäftsträgers in Konstantinopel, Baron v. Hirsch- feldt, bei diesen Veränderungen nicht mit genannt worden ist, während die Fähigkeiten und Leistungen des Barons v. Hirschfeldt an leitender Stelle in Berlin doch hinreichend bemerkt worden sind. Indessen ist gerade Baron u. Hirschfeld durch seine gründliche Kenntniß des Orients der geeignete Mann, um die Stelle eines provisorischen Geschäftsträgers Deutschlands bei der Pforte richtig auszufüllen und aus diesem Grunde dürfte der genannte Diplomat einstweilen noch auf seinem wichtigen Posten bleiben. Nach einer Mittheilung der Berliner „Post" sind die Verhandlungen zwischen der preußischen und großherzogüch hessischen Regierung nunmehr dahin gelangt, daß die seit langen Jahren projectirte Herstellung des Mainkanalä bis Frankfurt demnächst in Angriff genommen werden dürfte. Ebenso ist in den letzten Wochen zwischen den beiden Regierungen ein Einver- ständniß über die gemeinschaftlich vorzunehmenden Rhein-Correctionen erzielt worden. Der Groß Herzog von Baden hat, da er nunmehr gänzlich von seinem Leiden hergestellt ist, die Regierung wieder übernommen und durch ein Handschreiben dem Erbgroßherzog seinen Dank für dessen Stellvertretung ausgesprochen; in einem zweiten Schreiben dankt der Großherzog dem Staats- ininisterium für den dem Erbgroßherzog geleisteten Beistand. Der Zwischenfall, der im Prager Stadtverordneten-Collegium durch die Mandats-Mederlegung der deutschen Mitglieder entstanden war, ist wieder beigelegt worden. Die deutschen Stadtverordneten der Josefstadt, Dr. Ben- oiener, Dr. Popper und Zappert, haben eine Erklärung erlassen, daß sie sich durch die jüngste versöhnliche Rede des Bürgermeisters Dr. Czerny beruhigt fühlen und daß jedes Mißverständniß beseitigt sei. Ein Communique des Prager Bürgermeisteramtes constatirt ferner, daß eine an der Spitze der jüdischen Bevölkerung stehende Persönlichkeit dem Bürgermeister die vollständige Anerkennung und Sympathie derselben ausgedrückt habe, wobei der Bürgermeister aufs Neue hervorhob, daß die Zukunft feine objective Denkungsweise stets klarlegen werde. Die einen social-revolutionären Charakter tragende Arbeiterbewegung in Montceau-les-Mines (Ost-Frankreich) ist wiederum zum Ausbruch gekommen, nachdem sie im August d. Js. mit militärischer Hülfe unterdrückt worden war. Es scheint, daß die damals von der Regierung getroffenen Maßregeln völlig ungenügende gewesen find, sonst könnte die Bewegung nicht einen so gefährlichen Umfang erreicht haben. Trotz aller Maßregeln der Behörden und trotz der Requisition neuer Truppen dauert die Agitation der Arbeiter- Apostel in Montceau-les-Mines fort und hierdurch steigert sich dre Aufregung in den Arbeiterkreisen natürlich immer mehr. Attentate aller Art, Brandstiftungen , Raub und Diebstahl sind in Montceau-les-MineS an der Tagesordnung und da in der Nähe dieser Stadt geheime Depots mit Dynamit entdeckt wurden, so ist der Schrecken in den dortigen wohlhabenderen Bevölkerungsklassen kein geringer. Die Verhängung des Belagerungszustandes über den ganzen Bezirk von Montceau-les-Mines wird deshalb als unmittelbar bevorstehend betrachtet. In Italien nähert man sich dem Gipfel der Wahlbewegung, wofür die sich mehrenden Wahlreden der politischen Größen sprechen. Nachdem unlängst der Ministerpräsident de Pretis vor seinen Wählern in Stradella sein Programm entwickelte, hat am vorigen Sonntag der Amtsvorgänger de Pretis' und ehemalige Chef der Opposition, Minghetti, in Cologna (Provinz Verona) eine Wahlrede gehalten. Viel Bemerkenswerthes bot dieselbe indessen nicht dar; hervorzuheben ist nur der Wunsch des ehemaligen Oppositionsmannes, daß sich zur Unterstützung einer ernsten, starken und gerechten Regierung eine homogene Majorität in der neuen Kammer bilden möge. Bezüglich der auswärtigen Politik war die Rede Minghetti's ebenfalls' farblos; sehr begreiflich erscheint dessen Aeußerung, er hätte die italienische Flagge neben der englischen in Egypten zu sehen gewünscht; doch ist dies eben jetzt, wo die Engländer die Herren am Nil sind, nur noch ein frommer Wunsch. Von Rumänien ist die sog. Donaufrage durch eine vor kurzer Zeit erlassene Circularnote über das eigenmächtige Vorgehen Rußlands in der Kilia-Mündung, dem nördlichsten Arm des Donau-DeltaS, wieder aufs Tapet gebracht worden. Indessen deutet noch nichts darauf hin, daß sich die Großmächte auf eine DiScussion über dieses Thema einlassen werden, zumal da die weit wichtigere egyptische Frage noch ihrer Erledigung harrt. Die Beschwerden der rumänischen Regierung beziehen sich in erster Linie darauf, daß Rußland durch feine Ingenieure in der Kilia-Mündung hat Sondirungs-Arbeiten vornehmen lassen, ohne hiervon, wie es der Donauvertrag verlangt, Rumänien Mittheilung gemacht zu haben. Rußland seinerfeits behauptet, daß es in der Kilia-Mündung thun könne, was ihm beliebe und da durch den Berliner Vertrag das linke Ufer der Kilia thatfächlich zu Rußland gehört, so stehen die Mächte vor einer heikeln Frage. Wie jedoch schon hervorgehoben wurde, herrscht bei den Mächten augenblicklich keine Geneigtheit, den rumänischen Schmerzensschrei zu berücksichtigen und Rumänien wird daher wohl oder übel seinen guten russischen Freund gewähren lassen müssen. Der türkische Premierminister, Said Pascha, hat jemem kaiserlichen Herrn ein neues Regierungsprogramm vorgelegt, welches der erichlafften Türkei neues Leben in die Adern gießen soll. _ Die Hauptpunkte des Programms sind: Herstellung gleicher Beziehungen der Pforte zu allen Mächten, Munster - verantwortlichkeit, Verminderung der Ausgaben für das Militär, aber wertere Entwickelung der Gensd'armerie und Ausführung der geplanten Rewrmen rn Armenien. Letzteres ist schon seit Jahr und Tag von Lord Dufferrn gefordert worden, aber nach bekannter türkischer Manier wurde dre^e Angelegenheit auf die lange Bank geschoben. Der Sultan hat sich üoer den Programm-Entwurf noch nicht geäußert. Der Pro ceß gegen Ara bi Pascha ist plötzlich vertagt worden da, wie aus Kairo gemeldet wird, die egyptische Regierung wegen der Zmayung auswärtiger Advocaten Schwierigkeiten macht und, ehe ste dres zulaßt, den Ex- Dictator und seine Genossen lieber den englstchen Militärgerichten zur Aburther- lung überliefern will. Es ist nicht recht ersichtlich, welche ^nconvemenzen wie die egyptische Regierung erklärt, aus der Zulaliung fremder Advocaten zu dem Proceß gegen Arabi hervorgehen sollten; sicher ist aber, daß eme Auslieferung Arabi's und seiner Unglücksgefährten an Die englstche Justiz die Lage derselben nicht verschlimmern, sondern eher verbessern wurde. Die öffentliche Meinung Englands spricht sich immer entliehener jur eine möglichst Milde Bestrafung des gefangenen Paschas aus und da die Meldung von der Miffchuld deffelben an den Ausschreitungen, welche gegen die Christen in Kairo begangen wurden, noch durch nichts bestätigt worden ist, so stehen die Metten für Arabi ziemlich güusttg. Verwischte-. Königsberg. 13. Oktober, lieber ein seltsames Culturbtld wird der „K-Hart- Ztg." aus Memel geschrieben: In Ostpreußen aus der äußersten Spitze der Kurtschen Nehrung, auf dem sogenannten Wilhelmsfort, extfttrt noch ein Schullehrer aus der Klasse der Unteroffiziere, welcher dort in ordnungsmäßiger Weise seines Amtes waltet, auch ohne die nöthtgen Vorbedingungen des Semtnarbesuchs erfüllt zu haben. Jene Spitze ist nämlich zu gewissen Zeiten — namentlich im Winter — von dem Festlande völlig abgeschlossen, wenn das Eis des Haffes „weder hält noch bricht", und der Verkehr mit den umliegenden Ortschaften hört dann manchmal für Wochen auf- Deshalb hat die Königliche Regierung den dort stationirten Depot-Feldwebel H- ersucht, die vorhandenen zwölf Schüler nach bestem Wissen zu unterrichten und denselben 24 Stunden Unterricht wöchentlich zu ertheilen. Um seine pädagogischen Kenntnisse zu vervollkommnen, ist Herr H. von dem zuständigen Kreisschulinspector angewiesen, dem Unterricht in der nächstbelegenen Schule zeitweise beizuwohnen. Selbstredend wird Herr H. für seine Mühewaltung von der Königlichen Regierung auch honortrt. Darmstadt, 16. Octbr. Mit dem kommenden Winter tritt an der ; i technischen Hochschule in Darmstadt eine Einrichtung in's Leben, welche für die Industrie unseres Landes von der größten Bedeutung zu werden verspricht. । Die Großh Staatsregierung hat sich entschlossen, einen Lehrstuhl für Elektro- < tcdjntt an der technischen Hochschule zu errichten. Dem Entgegenkommen der ; städtischen Verwaltung in Darmstadt ist es mit zu danken, daß dieser Plan ; chon in allernächster Zeit zur Ausführung gebracht und die neue Lehrstelle mit , ben für dieses Fach unbedingt erforderlichen Apparaten in ausreichendstem Maße ausqestattet werden kann. ~ Ein besonderer Studienplan sür Elektrotechniker ist Seitens der Direcüon der technischen Hochschule in Ausarbeitung begriffen, und wird sonnt jungen Leuten welche das zukunftsreiche Fach der Elektrotechnik ergreifen wollen, von jetzt an Gelegenheit geboten fein, an der technischen Hochschule tn Darmstadt ihre volle Ausblldung zu erlangen. Als Vertreter des Faches ist in Dr. Kittler aus München eine bewährte Kraft gefunden. Derfelbe hat sich in jüngster Zeit durch die Einrichtung sammtlicher Apparate für die im Glaspalast zu München vorzunehmenden elekttotechnischen Versuche großes Verdienst erworben und wird in der Lage sein, die dort gemachten praktischen Erfahrungen in feinem Unterrichte hier zu verwerchen. ± , Es ist bekannt, daß sich bis heute erst wenige größere Institute, wie bei- spielsiveise das von Siemens und Halske in Berlin, dem Gebiete der Elektrotechnik zugewandt haben; wohl lediglich deshalb, weit dieser neue Industriezweig überhaupt nur auf der Basis gründlicher wissenschaftlicher Kenntniffe und Studien mit Erfolg betrieben werden kann und die hierfür erforderliche Vor- blldung selten ist. Bei dem ohne Zweifel bevorstehenden großen Aufschwünge, welchen die Elektrotechnik in allernächster Zeit nehmen wird, muß der schon jetzt fühlbare Mangel an geeignet mathematisch und physikalisch für dieselbe vorge- büdeten Technikern nur noch mehr hervortreten. Somit eröffnen sich jungen Männern, welche ein mehrjähriges Studium nicht scheuen, sehr günstige Aussichten. Gerade in heutiger Zeit, wo die Frage nach der Wahl des Berufes Vielen große Sorge bereitet, ist eine derartige Erschließung neuer Bahnen von größtem Werthe. Von diesen Erwägungen ausgehend, hat die Großh. Staatsregierung einen Lehrstuhl für Elektrotechnik an der technischen Hochschule errichtet und den Unterricht in diesem Fache organisirt. Wenn sie da.nit vielen jungen Männern eine günstige Gelegenheit bietet, sich die für einen würdigen Lebensberuf erforderliche Ausbildung zu verschaffen, so fördert sie aber auch gleichzeitig die Industrie des Landes, indem sie ihr diejenigen Arbeitskräfte, deren sie in Bälde bei dem Eingreifen der Elektrotechnik in alle Arten technischen Betriebes benöthigt sein wird, zur Verfügung stellt. Es ist darum jener Entschluß der Großh. Staatsregierung und feine Ausführung mit der lebhaftesten Freude zu begrüßen. (Darmst. Ztg.) m. Darmstadt, 18. Octbr. Die Tabakernte des Großherzogthums ergab nach den neuesten Mittheilungen der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik im Erntejahr 1881 2,483,469 Kg. Tabak in dachreifem trockenem Zustande im Werthe von 1,907,247 A Davon entfallen auf die Provinz Starkenburg 2,470,310 Kg. im Werthe von 1,900,318 A, auf die Provinz Oberhessen 1382 Kg. im Werthe von 1061 A und auf die Provinz Rheinhessen 11,777 Kg. im Werthe von 5868 A. München. Die elektrotechnischen Beleuchtungsversuche der Münchener Ausstellung sind die am meisten interessanten, indem gerade auf dem Beleuchtungsgebiete der Elrctrtciiät die meisten und weittragendsten Eroberungen vielleicht schon in kurzer Zeit in Aussicht stehen. Die Gasfachmänner, von denen dieser Tage circa 50 zum Besuche der Ausstellung hier waren, wollen zwar glauben machen, daß sie bei dem jetzigen Stande der elektrischen Beleuchtung noch leichten Herzens in eine dlvidenden- reiche Zukunft blicken können; aber es scheint ihnen hie und da doch eine Ahnung zu dämmern, daß die Zukunft das Beleuchmngswesen dem Gase ganz entrücken konnte und dieses dadurch zur Verwendung als Heizmaterial degradtrt würde. Die Gasherren sind dadurch jetzt schon genöthigt, das Feld der Gastechnik etwas mehr als bisher zu fruktificiren, statt nur auf Erzielung hoher Dividenden zu experimentiren Der einzige Fortschritt, welcher seit 25 Jahren bis zum Aufblitzen der elektrischen Beleuchtung tn der Gastechnik zu verzeichnen war, besteht in der Einführung der Generator-Feuerung für die Retortenöfen und dies fft keine Erfindung der Gastechniker, sondern der Hüttentechncker und ferner hat diese Generator-Feuerung den Gasfabriken zwar reichere Gasausbeute aus den Kohlen, dem gasconsumirenden Publikum aber schlechteres Gas gebracht. Die elektrische Beleuchtung ist daher auch tn dieser Richtung von den wohl- ihätigsten Folgen; zu wünschen ist aber, daß unsere städtischen Behörden bei Einführung der elektrischen Beleuchtung nicht wieder in denselben Fehler fallen, den fast alle bei der seinerzeitigen Einführung der Gasbeleuchtung begangen haben durch die langjährige Monopolisirung von Privatgesellschaften für die Gaslieferung. Welche Unsummen sind dadurch aus den Taschen der Gasconsumenten m die der Actionäre gewandert; viele Städte erfreuen sich heute noch dieses Contributionssystems und können trotz aller Anstrengungen den tausendfachen Umarmungen der Gasactionäre nicht entrinnen. Hoffentlich läßt man sich in unserer Zeit, die an überraschenden Erscheinungen in der Technik so reich ist, nicht durch übertriebene Aengftlichkeit verleiten, eines der größten menschlichen Bedürfnisse, das Licht, zu privilegirter Ausbeutung an Private zu überlassen. An Versuchen zur Erreichung derartiger Monopole wird es nicht sthlew,^ Leistungsfähigkeit des elektrischen Lichtes ein Urtheil bilden zu können, muß man dessen Natur wenigstens tn den wesentlichsten Punkten kennen, weß- halb ich letztere der Kürze wegen mehr summarisch anführen will. Entsteht das electrische Licht durch Ueberspringen eines elektrischen Stromes zwischen zwei nur wenig von einander entfernten Kohlenstäben, wodurch dieselben in der atmosphärischen Luft glühen, ft bezeichnet man dies als Bogenlicht; glüht jedoch eine dünne Kohlenfaser, welche in die elektrische Leitung eingeschaltet ist, rrn luftleeren Raume, so hat man das sogenannte GlühUcht. Beim Bogenlicht findet also eine Nerbrennuna der Kohle statt, die auch je nach der Große der Städte in vier bis od)t Stunden erneuert werden muß; beim Glühlicht jedoch findet keine Verbrennung statt, weil e?ne Berührung der glühenden Kohle mit Luft ausgeschlossen ist. Glühlichtlampen haben daher je nach ihrer qualitativen Eonstruction eine Dauer von 500 bis 800 Brennstunden. Die Eonstruction der Bogenlichtlampen ist wegen deS Mechanismus zur Con- stantkaltuna der Entfernung der beiden glühenden Kohlenspttzen zur Zeit noch eine sehr SÄ 200—300 X- Die Leuchtkraft eines Bogenlichts ist gewöhnlich 8vft—1000 Normalkerzen oder circa 60 gewöhnliche Gasflammen und ist dazu eine Betr ebskraft von 1 Pferdestärke erforderlich. Die Leuchtkraft wird durch die über den Mtbogen gestürzten matten Glasglocken je nach deren Durchsichtigkeit um 30—50 E. gedampft; außerdem geht nach oben eine gewisse Lichtmenge verloren, so daß als auf die Boden- flache wirksam noch eine Leuchtkraft von 300 Kerzen angenommen werden kann Das elektrische Licht, ist um so reiner, d. h. alle Farben erscheinen uns wie unter der Wirkung des Tageslichts, je weißer dasselbe ist und das ist von der Zwischen den Kohlen - spitzen vorhandenen Glühhitze abhängig; bei 1100« C. Glühhitze z. B. ist die Farbe der Flamme dunkeftrange, bei 1.200° hellorange, 1300° gelb, 1500° hellblau, 1700 dunkelblau und 2000^ violett, lieber 2000° C. wird die Farbe weiß und enthalt daun sammt- liche Grundfarben wie das Sonnenlicht. Bezüglich der Wärmeentwickelung des elektrischen Lichtes hat man gefunden, daß ein Bogenlicht i°n 4000 Kerzen in der Minute 140 Wärmeeinheiten erzeugt, während z. B. 200 Gas-Argandbrenner, die auch 4000 Kerzen stark leuchten, 15,000, also lOOmal so viel Wärmeeinheiten erzeugen. Bei den Glühlichtern ist die Hitze der glühenden Kohlenfaser nicht so groß als bei dem Bogenlicht; letzteres glitzert weißlich, grün, blau ober violett, während die Glühlichter in den Orangefarben gelb und roth schimmern. Es ist die Färbung des elektrischen Lichtes bezüglich seiner Verwendung sehr wichtig, indem man z. B. für Beleuchtungseffekte, welche die natürlichen Farben der beleuchteten Objekte möglichst rein wiedergeben sollen, nur Bogenlicht verwenden soll, wie die Färbereien, Webereien, Gemäldegalerien u. bergt Allgemein ist der Glaube verbreitet, daß Edison der Erfinder des Glühlichtes sei, was jedoch durchaus nicht der Fall ist; wogegen Edison für die Einführung des Glühlichtes durch möglichst verbesserte Eonstruction desselben hervorragend thätig war. Schon im Jahre 1845 machte der Engländer King den ersten Lichtversuch mittelst eines im luftleeren Raume glühenden Kohleustädchens; diesem folgten noch mehrere andere Physiker, so auch im Jahre 1877 Maxime und Swan mit Versuchen ans Kohlen- und Platinbügeln im luftleeren Raume. Im Jahre 1878, also erst nach den genannten Versuchen, construtrte Edison seine erste Glühlampe, die aber trotz der großen Reclame, welche für die Edison'sche Erfindung gemacht wurde, nicht zu gebrauchen war, weil ihre Kohlenfaser sich wegen des sehr mangelhaften Vacuums rasch abnützte. Erst nachdem Edison die Erfahrungen Swan's zur Herstellung eines guten Vacuums und Contaktes, sowie diejenigen Maxime's bezüglich Herstellung einer tauglichen Kohlenfaser, benützte, gelang es ihm, sein heutiges Glühlicht, das allen Anforderungen sehr gut entspricht, anzufertigen. Die Leuchtkraft einer Glühlampe ist 12—16 Kerzen und erfordern 8—10 solcher Glühlichter zur Speisung eine Betriebskraft von 1 Pferdestärke; da em Bogenlicht von 1000 Kerzen auch nur eine Pferdekraft nöthig hat, so ergibt sich, daß die Elektricitäts- Erzeugung für Glühlichter von gleicher Leuchtkraft wie ein Bogenlicht ungefähr 8mal so viel Betriebskraft erfordert, so daß in ökonomischer Hinsicht das Bogenlicht dem Glüblicht weitaus vorzuziehen ist, wogegen das Glühlicht den Vortheil größtmöglicher Theilung der Lichtmengen besitzt. Für Straßenbeleuchtung dürste im Allgemeinen das Bogenlicht am meisten geeignet fein, nur für enge winkelige Straßen dürfte das Glühlicht vorzuziehen sein. Die Arcisstraße hier ist zur Zeit mit elektrischen Glühlichtern beleuchtet, wovon je 3 auf einem gewöhnlichen Gascandelaber unter einer Glasglocke vereinigt angebracht sind. Der Unterschied zwischen der Arcisstraße und dem anstoßenden Königsplatze, sowie auch der Briennerftraße, die mit Bogenlicht beleuchtet sind, ist aber so bedeutend, daß man, wenn man vorn Kö^iigsplatze kommend, in die Arcisstraße einbiegt, glaubt, gewöhnliche Gasbeleuchtung vor sich zu sehen, was jedoch auch nur Täuschung ist, wovon man sich durch eine angrenzende im Gasbeleuchtungsdunkel befindliche Straße überzeugen kann. . _ e , Bezüglich der Installation der elektrischen Straßen- und Lokalbeleuchtung werden jedenfalls noch bedeutende Fortschritte gemacht werden, denn sowohl die Beleuchtungs- Apparate als auch deren Montirung sind noch sehr wenig durchgebildet; im Allgemeinen sind es, mit wenigen Ausnahmen bet den Lustres, plumpe Erscheinungen, welche obendrein die Leuchtkraft der elektrischen Lichter höchst unvollständig zur Verwerthung bringen. Weßhalb man für Straßenbeleuchtung die Bogenltchter mit matten Glaskugeln überdeckt und dadurch deren Leuchtkraft bedeutend herabmindert, ist mir nicht erfindlich, da bet der Straßenbeleuchtung eine Belästigung der Augen durch das starke Licht, besonders bei der Höhe, in welcher sie gewöhnlich angebracht werden (6 bis 8 Meter über dem Boden), nicht zu befürchten ist. Passend conftrutrte Reflektoren würden hier, sowie auch in anderen Fällen viel größere Effekte erzielen. So ist auch die Beleuchtung der Gemäldegalerie in der Ausstellung deßhalb nicht gelungen, weil erstens die Aufstellung der Bogenlampen, sowie die Gebälk-Con- ftruction des Salons eine verfehlte und zweitens die Eonstruction der Reflektoren die gewöhnliche althergebrachte ist. Dasselbe gilt von dem elektrotechnischen Versuchstheater, wo außerdem die Glühlichter im Zufchauerraum, die als fingtrte Balkonbeleuchtung hauptsächlich decorativ wirken sollten, höchst unschön wie an einem Bindfaden in einer Reihe aufgebangt sind. Gegen die Verwendung der Glühlichter auf der Bühne spricht ihre nicht reine weiße Farbe, die die Farben der beleuchteten Objecte nicht in natürlichem Tone erscheinen lassen; indirekt reflektirtes Bogenlicht würde auf der Bühne viel effektreicher fein; es kommt nur darauf an. passende Reflektor-Einrichtungen zu treffen, wodurch ein Aufhängen von Bogenlichtern zwischen den Soffitten und Coulissen umgangen werden kann. ____ Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondeirr-Brrreair. Berlin, 18. Octbr. Die „Prov.-Corresp." schreibt in einem Artikel über die Abgeordnetenwahlen, wenn aus der Wahl eine Majorität hervorginge, welche der Fortschrittspartei entweder von Anfang an zugehört oder derselben im Laufe der parlamentarischen Verhandlungen unterthänig würde, dann wäre jedes Zusammenwirken eines solchen Hauses mit der Regierung von vornherein ausgeschlossen und damit ein Stillstand der Gesetzgebung herbeigeführt. Die Wahlmänner möchten Männer von versöhnlichem Geist entsenden, die, wenn auch «nicht über alle bisher vorgeschlagenen Mittel, so doch über die großen Ziele mit der Staatsregierung einig seien, über die innere Sicherstellung des Reichs, über die Ehrenpflicht des Schutzes der schwächeren Klassen nicht blos durch den allgemeinen Rechtsschutz, sondern durch organisatorische Mittel. Krefeld, 18. Octbr. Die „Kref. Ztg." sagt unter Bezugnahme auf ihre früheren Mittheilungen, durch Verfügung der Regierung sei angeordnet, daß die Umwandlung der Simultanschulen in confessionelle Schulen bis Ostern ; 1883 erfolgen und daß die Stadtbehörde binnen zwei Monaten einen diesbe- ' züglichen Plan der Regierung unterbreiten solle. London, 18. October. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Kairo: ' Die Verhandlungen, betr. die Verteidigung Arabi's, schreiten nur langsam fort und es ist zweifelhaft, ob der Zusammentritt des Kriegsgericht in 8 Tagen , erfolgen kann. Die egyptischen Minister sind mit der Prüfung des Armee- Reorganisations-Entmurfs Baker Pascha's beschäftigt, welcher, sobald er fertig gestellt ist, mit den Vorschlägen bezüglich der Finanzcontrole, des Gerichtswesens i und anderer die definitive Regelung der Zukunft Egyptens betr. Fragen den Großmächten Seitens.der englischen Negierung unterbreitet werden soll. Konstantinopel, 18. Octbr. Die Pforte hat gestern Lord Dufferin ; eine Note zugehen lassen als Antwort auf deffen Note vom 8. d. Mts., betr. ' die Frage der Räumung Egyptens. In derselben erklärt die Pforte, sie sei ‘ geneigt, wegen der definitiven Regelung der egyptischen Angelegenheiten mit i England zu verhandeln und hoffe im Vertrauen auf die Freundschaft Englands, daß die Hauptgrundlagen des Status quo in keiner Weise eine Aenderung erfahren würden. 632.50 Emil Pi&low* u 1190.17 11 empfiehlt billigst- 6756 Gerichtsvollzieher. •6862 Döring. 6903 jFr. Seibel. Seltersweg 57. 6729 1894 ii ii ii ii ii n ii ii ri 280.80 124.25 4117.40 empfiehlt 5258 Maurerarbeit, Steinhauerarbeit, Schlosserarbeit, Erdaufsüllung, Prima gewaschene Nußkohlen I, Melirte Steinkohlen, Braunkohlen und Tannenholz, Anthraeit-Kohle für Amerikaner Oefen, liefere ich in größeren und kleinen Parthieen Touriiureu ganz neue Faoons, sind in großer Auswahl eingetroffen und empfiehlt zu sehr billigen Preisen Robert Haas, Die in der Gemarkung Wieseck gelegenen sogen. Vesperwiesen sollen, da annehmbare Gebote wurden, nochmals in der Wirtschaft non L. Dorfeld zu Wieseck Montag den 23. ds. Mts., Nachmittags Vr2 Uhr, zur Verpachtung kommen. Gießen, den 18. October 1882. Der Kirchenrechner: 1 lOOmal groß M >rend die düng des 1 B. für Möglichst Webereien, lühlichtes rung des war. lüft eines eit andere w. und genannten 1 Reclame, 'weil ihre st nachdem Contaktes, ■, benützte, entspricht, ■10 solcher 'nllchl von efähr 8mal enlicht dem ßtmöglicher meisten ge- iziehen fein, wovon je 3 bracht sind, ilatze, sowie eutend, daß gt, glaubt, mg ist, wo- rche Sttatze Mg werden eleuchtungs- Allgeme/nen welche oben- ^erwerthMg alten Glas- ist mir nicht h das starke rden (6 bis ; Reflektoren lung deßhalb Gebalk-Con- eflektoren die rsuchstheater, mbeleuchtung iben in einer Wie fprßt in natur' der Bühne ch Gonlissen Montag den 23 I. Mts, Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhaus versteigert 6694 _______- «kxk««««:x««««x<$ | Neuheiten in Winter- g rouv tfiii'iw L der der to-jä * Freitag den 20. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Fl-tt'schen Hofraithe dahier z Sophas, 1 Stlberschrank, 1 Nahmaschine, 1 Commode, 2 Kleiderschränke, 1 Nahtischchen, eine Ladeneinrichtung , meistbierend versteigert werden. Gießen, den 18- October 188— Geitzler, Auswanderer nach Amerika befördert bMgst Chr. Wallenfels werden: Cementlieserung, veransch.zuX lab.— KeikgeSotmes. 6897 Foaende Hunde sind ruv-rkaufen: 1 Berg Hündin, 1 Englnche Mastiff und 2 Fuchsterger. . , Bei wem? sagt^dieLxped^ ds^Bl. l Zweifchknhoiiig neue W-are, wieder eingetroffen. 6773 II. F. Nassauer. iitent Artikel wgi* iber derMn t bau« M 'n vmhereiii Mrt. Die di-, * t die große lerftM1 >n M Ml. rf S2 einen t aus SsW” r«w !>«£ tStarker Durst der Centrumsmänner.f Das „Frankfurter Journal berichtete kürzlich: „Mehrere hiesige Wirthe sehen die Theilnehmer derG°neralve^ sammlung deutscher Katholiken nur sehr ungern scheiden, da bei den sremden^ Gasten auch das eifrige Bestreben zu Tage trat, zu erforschen, wo das beste Bier vcrschankt werde. Es scheint, als ob das „Münchener Löwenbräu den Sieg davon getragen, denn allabendlich war das Restaurant zum Wintergarten ganz schwarz. , Was die Herren zu leisten vermögen, das hat der Festcommers im Saalbau bewiesen. Es sind dort nicht weniger als 40 H-ctolit-r, also etwa 10000 Glas „ver, consumirt" worden - bei etwa 1200 Th-llnehmern nn anständiger Durst. 6W0 Bekanntlich findet das vorzügliche M ü n ch e n e r L ° w e n b r ä u auch bei uns in Gi-tz-n im „Cafe Ebel" fortgesetzt großen Beifall Seitens der hiesigen Bier.enner. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche dif Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sjch niemals enttäuficht sehen, ^rm man von der Annoncen - Expedition von HAASENSTEI& «fc Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, cne auch hinsichta der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt g-rmges Aufs-h-n erregt^ U »J « ^rapatzen tm Feldzug- von Seelen- Soldaten aus 1870//1 in goifle o dessen Invaliden geworden seien, ohne stömngen unb J ^nn befallen und in F°lg^^sen.^n^ h^en. Nur in daß fie Aniheil an den Segnungen merfOrflUn0 noch gewährt worden. Der einzelnen Falleni f ei nachträglich die milfia sche Befi g g Reichs-Militärpensions- Grund davon ist darm u suchen daß ^lösen. Aufgabe der ges°tz nicht vorgesehen fit. Hte: \t M’ 8njert^n Kameraden etnzutreten, indem Kriegervereine wird es fern, für ötqe klarstellen, daß der Anspruch auf sie durch Nachforschungen jeden nz nevl F Reichs-Jnvalidenfonds besitzt ein E EsStiSasÄÄÄÄÄ# Ä® SÄ Ä 5SÄ«2 Thracier gemeldet, und en^uckt hlerübe , ? unb ^Zie sind ein Thracier?" ":t °L"''ch'bE-'uD?äW-h-^ °-rb-ss°rt- Handw-rksmann, .und wollt- Sie nur frag-n^ob UM-kl8°70 M Paris: Den nunmehr achtundr-ißigjahrig-n Friseur >. 'tas am Jochbeines. Di- Artenay ein- feindliche Kugel unter,d-m linken Auge im MMMMZZM-Z DMSMZM-W LWtzZMZWMZ-i babC in d'en K°°f ° n k Nage s afi Dann ging er auf die Froschjagd im Mühlen- VÄ ° s kr°LMs Uemplar in Nachdenken °-rsunk-n sah, begann-r zu feuern. Fisch-Berkauf. Freitag Morgen von 8 Uhr find in der „Stadt Rüffel'' lebende Karpfen aus den» v. Rabenau'schen Teiche zu haben. 6890 L. Erdmann. Vorzügliches Sauerkraut Pfiästererarbeit, u „ ^ Gießen, den 17. Oktober 1882. Großh. Mrgermeisterei Gießen. 6841 A. Bramm. SauerkrautfaH werden in allen Größen billigst abgegeben bei Carl Heil, Schloßgasse.6470 Prima holl. Vollhäringe, fernst marin. Gäringe (sehr pikant) Beim siebenundzwanzigsten Schuß fiel der Frosch ins Wasser, ward aber noch lebendig herausgenommen, nur war er fürchterlich geschwollen. Er hatte die Kü^lchen für Fliegen gehalten, sie aufgeschnappt und zuletzt in Folge des verschluckten Bleies das Gleichgewicht verloren. Literarisches. Meyers Hand-Lexikon des allgemeinen Wissens. Dritte Auflage in 40 Lieferungen h 30 Pf. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig. 1882. Wer bet jedem auftauchenden Zweifel sichere Auskunft, auf jede Frage augenblickliche Antwort, kurz und bündig und vor allem auch richtig, sucht, dem wüßten wir kein geeigneteres Buch zu nennen als Meyers Hand-Lexikon, das jetzt in dritter Auflage und zwar in einer Weise (40 Lieferungen ä 30 Pf.) zu erscheinen begonnen yat, die unbedingt jedem die Anschaffung ermöglicht. „Gin Haushaltsstück ersten Ranges nannte seiner Zeit ein hervorragender Schriftsteller das Werk, und wir stimmen ihm bei ja wir würden es frischweg ein „unentbehrliches" nennen, wenn man in Deutschland von unentbehrlichen Büchern reden könnte. Aber Unzähligen ist's das doch schon geworden und wird es sicherlich auch in dieser vortrefflich neubearbeiteten, gesichteten und ergänzten und mit Hunderten von erläuternden Karten, Tafeln, Tabellen rc. versehenen dritten Auflage wieder werden. Zehn Lieferungen sind bis letzt davon erschienen, und sie beweisen aufs neue, daß der „Kleine Meyer", wie das Hand-Lexikon gemeinhin genannt wird, das Nachschlagebuch xar exceBence ist und bleibt. SchiffSbericht. Mitgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W. Dietz Nachfolger, Gießen. , n . Bremen, 18. Oktober. sPer transatlantischen Telegraph^ Der Poftdampfer Hannover, Capt. Ph. Berdrow., vom Norddmtschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. September von Bremen abgegangen war, ist am 17. Oktober wohlbehalten in Galveston angekommen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 18. Okt. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu 3.50—4.00, Stroh -^L 1.70—2.10, Eier das Hundert ^6—7.00, Stück 7—8 ^,^ butter 1. Qualität 1.30, 2. Qualität X 115, Kartoffeln per Centner Jü 2.50—3 50, Bohnen per Pfund 00 H, Wirsing 8—12 H, Rothkraut 12—20 H das Stuck, Gans 4.00—6, Huhn 130—1.80, 1 Ente JL 2.00—3, 1 Taube 50 60 -H, Hahn u 1 00 1 30 ' Limburg, 18. Oktober. Rother Weizen 18.00, Saat-Weizen JL 19.00, Korn 12.50, Gerste 9.30, Hafer JL 6.25, Erbsen JL —, Kartoffeln —.—. x Mänteln für Damen & Mädchen 8 | empfiehlt Z 8« A. Docter. | SXXXXXXXMXXMXB Selband-Schuhe und Stiefel, Herren- und Knaben- westen, Kinderkleidchen unv Kapuzen, gewebte und Buckskin Handschuhe, Fichus und Perlstauchen, sowie Strickgarne in allen Qualitäten. Ferner empfehlen wir unsere Strumpfmaschinenstr»ckerel, auch werden auf derselben Strümpfe aufs Beste und Billigste angestrl 6904 J. A. Busch Söhne, Kreuj. Carl Hosch, S-nn-nstr. 28. Amerikaner Oefen Irische Oefen Mll-Reguliröfm Kochöfen i Qlkr ^rt Herde IÖUC - empfiehlt zu bMgst gestMen, festen Preisen Die Eisenwaaren-Handlung 6234 A. Kröll. 6911 ein. in der Restauration Schnell 6892 sind werden elegant und rasch bei billigsten Preisen angefertigt. 6894 gesucht. 6885 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fjr- Ehr. Pietsch) in Gießen. Rotterdam: Boompjes 10. täglich geöffnet. 6827 Lony’s Bierkeller. Von beute ab bleibt die Wirthsckaft auf meinem Bierkeller bis auf weiteres geschlossen. Die Wineter - ItoeiiBiftäten dagegen I EAmy, Bierbrauerei. 6811 Ein braves Dienstmädchen für Haus- und Küchenarbeit gesucht im 7,Darmstädter Haus". Entree 20 Pfg. Karten (auch für Nichtmitglieder) sind bei den Vorstandsmitgliedern zu haben- Der Vorstand. 6215 Alte Herrenhüte werden zu Damenhüten umgeändert. Muster vorräthig. €?• Ii. Seltersweg. Kaufmännische Formulare aller Art Heute treffen frische Schellfische zugleich Vorbereitung für alle Arten von Exammas, wird von einem bewährten Lehrer ertherlt. Näheres durch Vermittelung der Exped. ds. Bl- 6561 20/10Ab.7U.Rec.lII.Gr.Z LehrUugs -Gesuch. Ein junger Mann mit guten Dorkenntnissen in ein Colonialwaaren - Geschäft en gros als Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 6893 Akadem. Krankenhaus. Zwei starke Dienstmädchen Gießener Inurnailesestrkel Nr. 2. 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