‘en ober str W& binnen ^rrn Kaui- 1 ergebend Ä $ bankend, L «e. 6 x ocxxS nft Md •12, Nachmittag ng ber Arbeiten ;m 22. August, je bes Verein 1882. Borstand. 12 ft n «-H 9 5 » ^d. ■ r> dtvist Kröck. lkttiann. 16 16 20 16 9 X n V» S5T- rtsss 4 26/30 3^L 73/ , 1# «ir-li-h S» »K.Z rSgrÄ tos. Erstes Blatt Sonntag den 20 August 1882. ießener Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. r . . q, , . . <_ , ä VreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringersohn. WMtuNit Schulftraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Amtlicher HHeil. Gefundene Gegenstände: 1 Taschenmesser, 1 Brille mit Futteral, 1 Sommerüberzieher, 2 Sonnenschirme, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Broche, 1 Sillscheid, 1 Windel, 1 Handstauchen, mehrere Schlüssel und Hundeblechmarken. Gießen, am 19. August 1882. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutschland. Darmstadt, 17. August. Aus der Nachweisung über die directen und indirecten Auflagen im Jahre 1880—81 ist niitzutheilen: Von 2,480,760 Posten directer Staatssteuern mit einem Betrage von etwa 71/2 Mill. wurden 269,837 Posten mit einem Steuerbetrug von 967,180 «X gemahnt. Daß hierbei Vergeßlichkeit die Hauptrolle gespielt, erhellt aus der Thatsache, daß es nur in 83,417 Fällen zu Pfändungen kam, ein Akt, der, nebenbei bemerkt, nicht nur pro forma vorgenommen wird. Zu wirklichen Verkäufen der aufgenommenen Pfänder brauchte nur in 3773 Fällen geschritten zu werden und es betrug die Zahl der uneinbringlichen Steuerposten im ganzen Lande 49,220 mit einem Steuerbetrag von 120,372 =/& — Wesentlich ungünstiger gestaltet sich dagegen das Verhältniß bei den indireeten Auflagen; hier wurden von 217,395 in Betracht kommenden Posten 31,503 mit einem Betrage von 379,818 Jl. gemahnt, sodann 9628 Pfändungen vorgenommen nnd erschienen gegenüber einer Soll-Einnahme von 1,929,713 an indireeten Auflagen 68,547 «X uneinbringlich. m. Darmstadt, 18.* August. Der Bestand der Muthungen im Grobherzog- tbum Hessen beziffert sich nach den neuesten Mittheilungen der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik Ende 1881 auf 483 gegen 502 zu Ende 1880. Von Ersteren entfallen auf die Provinz Starkenburg 114, auf Oberhessen 356 und auf Nheinhessen 13. Belehnungen bestanden Ende 1881 im Großherzoglhum 1213 gegen 1097 im Vor- jabre und zwar in Starkenburg 186, in Oberhessen 993 und in Rheinhessen 34. Den stärksten Zugang an Belehnungen in der Provinz Starkenburg in 1881 zeigt der Kreis Erbach tntt 23, in Oberbessen der Kreis Gießen mit 36 und in Rheinhessen der Kreis Oppenheim mit 6. Berlin, 17. August. Dem soeben erscheinenden Quartalsberichte des Vereins der Eisengießereien und Maschinensabr ken im Oberbergamts-Bezirke Essen entnehmen wir: Unverkennbar herrscht auf dem Gebiete der Eisen- wie der Stahlindustrie eine große Thätigkeit und es werden quantitativ Massen hergestellt und gefördert, welche die besten Erwartungen von der fortschreitenden Entwickelung unserer Production weit hinter sich lassen Die Berichte von allen Werken, die für den inneren Jndustriebezirk arbeiten, conftötiren volle und reichliche Beschäftigung. Schweiz. Bern, 17. August. Wie die Kenntniß des Griechischen nicht überall als unumgänglich nöthiges Erforderniß für die Bildung des ärztlichen Standes angesehen wird, beweist die Verordnung über die eidgenössischen Medicinat- Prüfungen vom 2. Heumonat 1880. Nach derselben können die Schüler solcher höheren Real an st alten, deren Abgangszeugnisse zum Eintritt in das eidgenössische Polytechnikum ohne Aufnahme-Prüfung berechtigen, an den Universitäten von der Kenntniß des Griechischen entbunden werden, wenn jene Realanstalten zwei neuere fremde Sprachen in ihren Lehrplan ausgenommen haben. Man fürchtet also nicht, daß die ärztliche Ausbildung und Tüchtigkeit bei Kenntniß nur einer der alten klassischen Sprachen (des Latein) beeinträchtigt werden könnte. — (Ob wohl auch bei uns eine solche Anschauung endlich durchdringen wird?) Frankreich. Marseille, 17. August. Der frühere Präsident des egyptischen Mini- sterrathes, Riaz Pascha, welcher sich bisher in Genf aufhielt, ist heute, wie es heißt, einer Einladung des Khedive folgend, von hier nach Alexandrien abgereist. Dem „Petit Marseillais" zufolge soll Riaz Pascha sich dahin geäußert haben, er billige die englische Politik und vertraue auf die Erklärung Gladstone's, daß England nur die Herstellung des Status quo in Egypten beabsichtige. Egypten würde sich ein auswärtiges Protektorat niemals gefallen lassen, Arabi Pascha sei ein Abenteurer, den nach seiner Niederlage die verdiente Strafe treffen werde. _______________________ Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Eorresporrderrr-Brrreau. Wien, 18. August. Der „Polit. Correfp." wird aus Konstantinopel gemeldet: Die Conserenz-Delegirten wären bereits inftruirt, gegenüber dem Wunsche der Türkei auf Fortsetzung oer Berathungen an der Vertagung der Conferenz festzuhalten. Paris, 18. Augusts .Die Ruhe in Monceau les Mines ist wiederhergestellt. 20 Personen, meftz Fremde, wurden verhaftet. London, 18. August. Beide Häuser des Parlaments haben sich heute nach einer kurzen Sitzung bis zum 24. October vertagt. London, 18. August. Der Prinz und die Prinzessin von Wales mit Familie haben gestern die Reise über Vlissingen nach Wiesbaden angetreten. Petersburg, 18. August. Das „Journal de St. Pötersbourg" sagt, wir setzen voraus, daß die Conferenz sich nicht trennen wird, ohne zu erklären, daß sie ausschließlich und allein competent sei, das Regime festzustellen, welches in Egypten eingeführt werden solle, und den Status quo ante wiedererstehen zu lassen. Konstantinopel, 18. August. Das hier verbreitete Gerücht, der Premierminister Said Pascha habe seine Entlassung gegeben, wird als unbegründet bezeichnet. — Der kurdische Scheck Obeidullah, welcher hier wegen Agitationen an der persischen Grenze mternirt war, hat die Stadt heimlich verlassen. Alexandrien, 18. August. Die Garde-Division ist heute früh von Ramleh hier eingetroffen und schiffte sich alsbald ein, um an den militärischen Operationen gegen Abukir theilzunehmen. An ihrer Stelle wird die zweite Division noch heute nach Ramleh abgehen. L o kalesV Gießen, 19. August. Dem heutigen Wetzlarer Anzeiger zufolge, welcher eine diesbezügliche Miliheilung bringt, wird beabsichtigt, am Fuße des Gleiberg eine Haltestelle der Berlin-Wetzlarer Bahn zu errichten. Für den Besuch des Gleibergs wäre dies jedenfalls von sehr günstigem Erfolg. , — In Groß-Linden gerieth gestern ein Kind von 4 Jahren nut der Hand in das Getriebe einer an der Dreschmaschine hängenden Häckselmaschine. Die Hand wurde derart zerfetzt, daß dem Kinde in hiesiger Klinik 4 Finger abgenommen werden '.mußten. Vorsicht bet dem Betriebe der Maschinen aus den Ortschaften dürste jedenfalls mehr obwalten. Vermischtes. Darmstadt. sLandwirthschastliche Landesausstellung.! Nachstehend br ngen wir das vorläufige Programm für die Jubiläumsfeier der landwtrthschastlichen Vereine im Großherzogthum Hessen zur Kenntniß unserer Leser. Samstag den 16. September, Nachmittags: Concert im Saalbau. Sonntag den 17. September: Generalversammlung des mittelrhetnischen Geometervereins und der hessischen Gartcnbau- vereine. Concert, Theater und gesellige Vereinigung. Montag den 18. September, Abends: Landwirtschaftliche Besprechung Im Ritsert'schen Saale, Vortrag des Wanderlehrers Wagner von Iserlohn über Futterbau. Dienstag den 19. September, Vormittags 10 Uhr: Delegirtenversammlung des Verbandes der landwirthschaftlichen Consumvereine im Darmstädter Hof. Gemeinschaftliches Mittagessen daselbst. Concert und Theater iFestvorstellung). Mittwoch den 20. September, Vormittags i/210 Uhr: Generalversammlung der drei landwtrthschastlichen Vereine des Großherzog- thums. Festdiner. Großes Concert mit Beleuchtung im Saalbau. Donnerstag den 21. September: Festessen mir den Preisrichtern in der Traube Nachmittags 4 Uhr. Concert in der Vereinigten Gesellschaft und Theater. Freitag den 22. September, Abends: Landwirthschaftliche Besprechung über die Ergebnisse der Vieh-Ausstellung hinsichtlich der Viehzucht Hessens im Ritsert'schen Saale. Concert. Samstag den 23. September: Generalversammlung des Pserdezuchtvereins und Vorführung der Gestütshengste. Theater Nachmittags 5 Uhr. Oeconomenball. Sonntag den 24. September. Gemeinschaftliches Men im Darmstädter Hof. Nachmittags Preisverthetlung mit Vorführung der Thiere. Großes Concert im Saalbau. Frankfurt, 17. August. Gestern Abend fand zur Feier der Wiederkehr der nach Hamburg gezogenen Sanger und unter Zuziehung derselben der zweite Frauen- Commers in Sachsenhausen statt. Die Unterhaltung war sehr lebhaft, denn die Heimgekehrten wußten von ihren Erlebnissen in Hamburg gar viel zu erzählen. AusKurhessen, 17. August. Vielfache Klagen kommen über das immer mehr überhand nehmende Zigeunerwesen. Die Gemarkung des Städtchens Aolkmarfen wurde kürzlich von einer 200 Mann starken Bande heimgesucht, welche ihre Pferde auf Wiesen und Aeckern weiden ließen. Die Volkmarsener organisirten schließlich eine Art Landsturm, der die Zigeuner vertrieb. Wie neuerdings das „Casseler Journal hört, hat am Samstag zwischen Hohenkirchen und Holzhausen (bei Dassel) eine kleme Schlachtstattgefunden. In Hohenkirchen soll Sturm gelautet worden sein. Mde Gemeinden haben die Zigeuner zwischen sich gehabt, die Zigeuner haben nicht weichen wollen und sollen hierbei die Bauern zu den Mistgabeln gegriffen haben. Heute Morgen wurde in Cassel ein Trupp zur Polizei geführt. Bermersheim, 17. August. Kaum hatten sich die Bewohner unseres Dorfes von dem Schrecken des vorgestrigen Gewitters einigermaßen erholt undschon w eder sind wir in der Lage, unangenehme, noch schlimmere Nachrichten von gell. n gu be richten. Gerade um dieselbe Stunde, 3Vr Uhr Nachmittags zog em augensche nlich unscheinbares Gewitter am westlichen Hor^ont herauf. Niemand dachte daran, daß dasselbe seine Wassermassen wieder wolkenbruchartig zur Erde schütten wurde, und doch sollt- eine furchtbare Eatastrophe über unsere G-markunk' ^/"Inbrechen In ewem Nu standen wieder sämmtliche Ortsstraßen subhoch unt-r Wasser Betrug die Wayer- vo?geste?n in Bezua auf die Unterwassersetzung und Fortflößung des Bodens mitgetheilt SnJnm r (Ar Lffem nur um so nachdrücklicher wiederholen. Aus dem be- nachbarten^Gundershelm wird uns berichtet, daß dort das Was,-r sogar in die Zimmer eingedrungen sein soll. Bundes.! Aus Westphalen schreibt man uns: Der nach- folgende außerordentlich merkwürdige Fall von scharfem Jnstinct eines Hundes dürfte Jh?e Leser und namentlich die Jagdfreunde unter denselben in -ressiren. Vor Kurzem wurde von einem westphLlischen Industriellen in Siegburg ein dreiiahriger schwarz- Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. AiUguu- 11. xjaajoeacr yncoiaus ytciuyuiui, uu ' /rrtnrAtin 14. Elis- Caprano. geb. »en,. 63 Jahre alt. W'itwe des Kr-izarzt-s V-- Mion E°prano^ 14. Marie. 5 Jahre alt, Tochter des Arbeiters Ludwig Schmidt VI.14. vrfleiipieier Max Ludwig Lenhard, 26 Jabre alt, von Bovpard. 15. Georg Ph'llpp "ms, ^ayr alt, Sohn des Metzgermeisters Georg Möhl- Llzard verloren." r „r,r, , . . , .... - sDes Schauspielers Raches Von einem französischen Schauspieler wird die solaende Anekdote berichtet, die freilich kein allzugroßes Zartgefühl bekundet. Der Zünftler bemerkte mehrere Wochen .hindurch, so oft er spielte, einen Buckligen, der ^mer auf ^demselben Platze — einem der vordersten Par quetsche auf der rechten Sette - sah; der Buckelige war sehr kritischer Natur und zeigte ost in manchen Scenen ftin deutliches Mihsallen über das Spiel des Schau p'-l/rs^d°n d„s-s Betragen mcht nrnetfe (?r suchte deshalb den Herrn in feiner 26ohnung auf und sagte zu ibm „Herr, ich komme, Sie um -ine große Gefälligkeit zu bitten Es kann mir nämlich nicht beifallen, Sie des Theatervergnügens berauben zu wollen, aber ich bitte Sie inständigst, sich irgend einen andern Platz im Hause zu wählen, damit ich Sie nicht direct vor Augen habe, denn ich muß gestehen, Sie üben eine ^^würdige Macht über mich aus und Ihr Wesen, Ihre Bewegungen, Ihre gamWn, derart, daß ich oft kaum im Stande bin, in meiner Rolle zu bleiben. 2)a§ Heine bucklige Männchen resusirte jedoch brüsk und unser S»auspi-ler mußte unverrichteter Dinge abziehen. Wuthentbrannt ging er geradewegs ms Theater, kauft- ö fetfce, bte °u jenen anstießen, den sein Feind -inzun-hmen pflegte und verbrachte den Tag damtt, di-lelben an den Mann zu bringen. Am Abend kam -in Herr und occupirte einen jener fünf Plätze. „Ah," sagten die Habitues des Theaters, „unser buckliger Kritikus rorrb heute Abend Gesellschaft haben; sein nächster Nachbar hat auch keinen geraden Rücken." Die Thür ging wieder auf, ein zweiter Herr erschien „Oh, uow ein Bucrei. summte es durch die Reihen. Fast sollte man dies für ein absichtlich arrangtrtes Rendezvous halten — das Rendezvous der drei Buckligen!" Den dritten und vterrm Ankömmling, der ebenfalls zu den drei ersten paßte, begrüßten bereits wahre Lach- (Eheschließungen. August. 12. Rechtsanwalt Karl Christian Friedrich Wilhelm Dornseiff mit Eltsabethe Marianne Katharine Baltzer, Tochter des Professors vr Richard Baltzer von Gießen- 12. Schmied Joh. Ludw. Becker von Londorf mit Eltsabethe Leim, Tochter des verstorbenen Tuchbereiters Georg Friedrich Leim von Alsfeld. 18. Stemhauer । Heinrich Lerch von Landenhausen mit Anna Katharine Stroh von Beuern. 18. Küfer , ber denvalv ote w Georg Friedrich, Wittwer von Erlangen mit Magdalene Oßwald, Tochter des ver- Mr Rotherr) schreibt storbenen Küfers Johann Heinrich Oßwald von Laubach. 18. Maschinenschlosser Franz Mr. Rotyery )cpr i mjt Katharine Scharf, Tochter des Oeconornen Johann •*»... ...„ö'Z.'S.säs, sw,;« cras » « ~ .. i.clii... Slu.ufi. 1. D.m F.brman. G-or, Lt» 2 a-Ä'Ä | IS. »"S.8 letzteren — herrschen, welche die Ursache sind, daß Hunderte von stattlichen Schiffen [ August. 14. Dem Schuhmacher Max Simon eine Tochter. 14- B“L an’S Land getrieben werden und mit Allen welche sich „an Bord befinden, verloren Martin Langsdorf ein Sohn, Christian. 15 Dem Schriftsetzer Christian Platz neben mithin einzig und allein deswegen, weil die Capitäne dieser Schiffe von diesen Tochter- Luftströmungen und von den Gesetzen, denen dieselben unterliegen, nichts wissen. Ich Gestorbene. , lasse nun einige Fälle folgen welche ich m den l°b>en zwei M-n notirt habe und | August. 11. Dachdecker Nicolaus N-idhardt, 39, J°h« °'t, °°n^^t-rbach. die folgenden Dampfer betreffen: „Engadme , „Kestrel , „Norman .„Claremont , Ruppera" „Lady Ann", „Nankm", „Brest", „Broomhaugh" rc. Wenn man die Wetterkarte für jene Tage, an welchem diese Schiffe gescheitert find, betrachtet, so wird mau in iebem einzelnen Falle bestätigt finden, daß dieselben von dem Punkte des niedersten gegen den Punkt des höchsten atmosphärischen Luftdrucks zu gefahren sind. Der „Nanktttt "und „Brest" gingen auf di-s- Weise innerhalb eines Monats am Cap baariaer Hühnerhund angekauft und von dort im Wagen mit nach Bonn genommen. Vn Bonn wurde der Hund direct aus dem Wagen in das vund-coup- des nach Köln tabrenden stuges gebracht und von Köln aus per Droschke mit nach Ehren,eld g°- nnmrnen Dort ließ der neue Besitzer des Hundes, da er eine weitere Reise zu unternehmen hatte, das Thier bet einem Geschäftsfreunde zurück. In den ersten Tagen sckien sich der Hund auch ganz gut an den neuen Aufenthaltsort zu gewöhnen, war aber am vierten Tage (einem Samstag) plötzlich verschwunden- Man recherchirte nach allen Seiten ohüe Erfolg; da traf am folgenden Mittwoch em Telegramm aus Sieg- hitrn ptn welches meldete, daß der Hund ziemlich abgemagert bet dem alten @»gen: Xe^iieber an9Xmen fei. Es scheint völlig, räthselhaft wie das Thier den weiten Weg von Ehrenfeld bis Siegburg, den es niemals ^ufj Jurüd0eleflt u^ ber zudem noch durch den Rhein unterbrochen wird, wiederaeftmden hat, und gerade um deswillen scheint es mir nicht überflüssig, hinzuzufägen, daß ich für den genauen Sach- nebeneinander zwei Locomotivführer, beide wackere verheirathete Leute die sich mr Dlens e gegenseitig ablösten. In diese mehr als Sreunbnatiba^ | Eifersucht einen tiefen Riß Der eine Beamte warf dem anderen allen Ernsts vor, er treibe in seiner dienstfreien Zeit die Beschützung der ihm nicht angetranten Machbar n etwas zu weit- Versicherungen der Unschuld fruchteten nicht und man beschloß, den Eisenbahnkönig" von Texas um die kostenfreie Ueberlassung ^ner unbedeutenden Bahnstrecke zur Ausführung eines in seiner Art selbst in Amerika noch nicht dagewesenen Duells zu ersuchen.' Dem Besitzer imponlrte die originelle Idee - und es wurde für einen Sonntag Nachmittag eine Strecke freigegeben, tn deren ungefährer Mitte eine Brücke über einen ziemlich reißenden Fluß führt. Es wurde verabredet, von^zwe entgegengesetzten Ausgangsstationen mit je einer Locomotwe ohne weltere Wagen mit voller Dampfkraft gegen einander zu fahren und gerade auf der Brücke auf etnanve zu stoßen. Der Ueberlebenbe wäre bann als Sieger zu betrachten. Die b«den Duellanten machten ihr Testament und begannen an dem verabredeten Nachmittag die abenteuerliche Fahrt- Schon näherten sie sich Beide der Brücke, schon. befanden ste sich auf ihr. Im nächsten Augenblicke mufete ber ^e^^l0e Sufammenftob ba^e^.nh(.n sich n'cht etwa ein Wunder, sondern die einfachsten Gesetze der Physik retteten die beiden Familienväter. Auf der Brücke befand sich nämlich ^n Warterhaus. Der Sohn des Bahnwärters spielte mit einem Gummiball und der Zufall wollte es, daß derBall gerade derartig von der Wand des Häuschens absprang, daß er zwischen die beiden eben im Zusammenstöße begriffenen Maschinen gerieth. Durch die Elasticität des Balles prallten die beiden Locomotiven auf ihre Aussangsstationen zurück. Solche unb ähnliche Gummibälle bezieht man am billigsten . . . folgt die Adresse eines Newyorker Geschäfts. ^lgenden heiteren Historie, welche in Nürnberg die Runde an allen Tischen der Hauptreftauration der Ausstellung mächt, dürften sich?"ch anderwärts Pendants finden. Eine Familie der haute volde, bestehend aus Mannlein. Weiblem und drei zarten Sproßliugen, hatte beschlossen, „noble mang ^^in der bei den Klängen der Musik rc. rc. zu speisen. Die kluge Hausfrau der die Sperseka t der Hauptreftauration für 5 Köpft wegen ihrer zu sehr gesalzenen Preise e n D^ m Auge war, hatte vorsichtiger Weise Mundvorrath zu obigem Zweck mitgenomm n. Ohne Zweifel eine sehr verständige Thal, man kann da das Angenehme mit dem Billigen verbinden und hierzu auch noch die „Noblesse" fügen, )u welchem Zwecke man sich 5 Gedecke kommen ließ, und damit der Wirth doch auch nicht leer ausgehen sollte bestellte das Haupt der Familie großmüthig ein Glas Bier. Man tafelte nun munter und fröhlich — wenn man das Ende gewußt hatte, wäre das kaum der Fall gewesen — unb freute sich der klugen That der sparsamen Hausfrau, aber man wandelt nicht ungestraft unter den Palmen, die sich in der Nähe ^a.uPtI.eft^utatlon behnben, unb bas Unheil schreitet schnell. Diesmal nahte es m Gestalt eines schwarzbefrackten Kellners mit fteunblichstern Gesicht. Vor bem, baß bie kleine Gesellschaft sich erhob, um auf bas so heitere Mahl eine Verbauungsscene zu insceniren. er nnerte sich der Herr Papa, daß man das Glas Bier doch auch zahlen müsse. Mtt Eleganz, zwischen Daumen und Zeigefinger, reichte er 20 Pfg- dem ^enstbaren Geiste im Frack. Doch dieser sprach also: Quod non, ihre Zeche macht 2 Mark Pfg. Allgemeines I Erstaunen! „Unmöglich," entgegnete der Haushattungsvorstand, „t* habe: ja nin em (Älas Bier getrunken!" „Jawohl," ergänzte ber Ganymed, „unb 5 Beflecke mit Tmer unb Servietten benützt ä 50 Pfg. macht 2 Mark 70 Pfg-" — Em fünffacher Schrei Der Entrüstung ertönte über ein solches Verlangen bes schwarzen Ungeheuers- Es half nichts, ber Schwarze blieb unerbittlich, ber Herr Papa ebenfalls, ber tapfer von Frau unb Kinb in seiner Beharrlichkeit unterstützt würbe. Er blieb auch fest, als- der verr Restaurateur als Verstärkung erschien unb sich auf seinen Tarif unb die 28.000 Mark Pacht stützte, erst bem Herrn Director Stegmann blieb es vorbchalten, den Ren tenten zur Raison zu bringen. Mit fünffachem Seufzer würben 2 Mark 70 Pfg- betippelt. Ein Familienglück war für biefen Abend getrübt, trauernben Hauptes Zorn 'm Herzen zogen sie von bannen. Wer wollte es ihnen Derbenten? 50 Pfg- für bie bloße Benützung von Messer, Gabel und Teller ist viel, 2 Mark 50 Pfg- noch viel mehr, dafür bekommt man ein ganz respektables Abendessen für eine Familie von 5 Köpfen, d- h- allerdings nicht in der Hauptrestauration. — sEme wichtige Beobachtung) Gelegentlich des Schiffsbruches ber „Mosel" veröffentlichen englische Blätter einen Brief des Mr. Rothery, Wrack-Commissars, welcher eine Beobachtung über den Zusammenhang enthält, in welchem ber almos- pharische Luftdruck zu gewissen Unglücksfällen zur See steht, und der deßhalb die &■ achtung aller seefahrenden Nationen in hohem Matze verdient- u. A-: „Mehr als 20 Jahre sind jetzt verflossen, fett td) zuerst beobachtete, wann Getraute. r m Den 12. August. Karl Christian Friedrich zu Nidda unb Elisabeth Marianne Katharine Baltzer, Tochter des Profesiors di. jtteparo ^^^Den^Z.^Äugust. Johann Ludwig Becker Schmied zu Gießen und Elisabeth Leim, Tochter des verstorbenen Tuchbereiters Friedrich Letm zu Alsfeld. Den 13. August. Dem Weißbi^er^Karl Neuling eine Tochter, Luise, geboren be” 10Äb=n. Dem Handschuhm°ch-r Friedrich Wilhelm Wirst« ein Sohn, Erich Max August, geboren den 29. Juni. „ . stnunn Den 15 August. Dem Fabrikant Eugen Kauffmann eine Tochter, F nny Wilhelmine, geboren den 14. Juli. Beerdigte. Den 12. August. Th-kla R-ichmann, geb. Bücking, Wtttwe des Rentmeisters Louis R-ichmann, alt 65 Jahre, gestorben den 10. August. £ßlWelm Höll, Denselben. Johanna Zoll, geb. Bohl, Ehefrau des Schreiners ^vuye.m 2°u, alt 51 Jahre, gestorben den 10. August. faloen- Als endlich auch ber fünfte von unserem Schauspieler gelabene Gast etntraf, gab es beinahe eine Scene, benn man wollte vor Lachen fast bersten- Beim Aufziehm des Vorhanges kam der gewöhnliche Bucklige. Er erhielt von Seite des lachlustigen Publikums eine förmliche Ovation, benn er würbe mit Applaus empfangen. Bletch vor Aerger nahm er seinen Platz zwischen seinen Leibensgenossen ein, bie sich mit weit mehr Humor als er in bie eigentümliche Situation fanden, benn sie lachten selbst barüber- Im ersten Zwischenacte verschwand ber gewöhnliche Besucher, um nicht wteber zu erscheinen. Unser Schauspieler war gerächt und hatte seinen Zweck voll- ständig^erreicht. ^ewyork Herald" hat die erste Aufführung des „Parsifal" in Bayreuth wiederum Gelegenheit zu einem großartigen Beweis der eminenten Leistungskraft der amerikanischen Presse gegeben. Am 26. Juli war die Aufführung und bereits die Nummer vom 27. Juli des Newyorker Weltblattes enthielt einen mehr als drei unb eine halbe Langspalte füllenben Bericht, ber in ber Nacht als Kabeltelegramm eingetroffen war und den Lesern jenseits des Oceans ebenso früh als ein Bayreuther Blatt den Bewohnern der Feststadt selbst im Stande war, alle Einzelheiten der Aufführung, des Musikdramas und der Leistungen, einschließlich der Reden Wagner's, erzählte. Aber nicht genug damit; zur Veranschaulichung der Musik und zum leichteren Verständniß der Kritik brachte das Blatt in den Text eingedruckt die wichtigsten der Motive" im „Parsifal" in Notendruck, so daß der musikverständige Leser bereits durch das Telegramm einen klaren Begriff von den wichtigsten musikalischen Momenten der neuen Wagner'schen Oper erhalten konnte. Wir finden in dem ausführliche«, auch objectiv und anschaulich geschriebenen Bericht solchergestalt das Gralmotiv, das Thorenmotiv, das Kundrymotiv, das Zaubermotiv, das Abendmahlsmotiv und das Motiv i der Blumenmädchen in Notenschrift wiedergegeben. Schiffsvericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W- Dietz Nachfolger Gießen. , m f.. c Bremen, 18. August. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampsn Köln, Capt. G- H- Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. August von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen. Handel und Verkehr. Gießen, 19.August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. X 0.90—1.00, Hühnereier per Stück 5—6 H, Enteneier per Stuck 0 — 0 H, Käse per St. 5—9 Käsematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 00 H, Lmsen 1 Liter 00 H, Tauben das Paar 60-80 Hühner per Stück 0.90-1.00 Hahnen per Stück X 0.50—1.00, Enten per Stück X 1.50—2.00, Ochsenflersch per Pfund 66—70 Kuh- unb Rinbfleisch 54-60 Kalbfleisch 50 bis 54 Schweinefleisch 62-64 Hammelfleisch 60-66 H, Kartoffeln per 100 Kilo X 5.00-6.00, Zwiebeln per Centner X 6—8, Milch per Liter 14—18^, Kirschen per Pfunb 00—00 Ganse X 0.00—00. Frankfurt a. M.. 19. August, Nachmittags 2 Uhr - Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt burch bas Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen) Crebitactien 269^, Staatsbahnactien 298*/2, Galizier 27o Lombardeii 124^, Norb- westbahnactien 182, Darmstäbter-Bankactien 157s/e, Oberschlefische E.-B.-Act. 2d3V4, Oefterr. Silberrerste 66Vie, 4% Ungar. Golbrente 75Vs, ^/o 1880er Russen 69 50/0 1877r Russen 867/16, 2. Orient-Anleihe 565/8, Spanier 63Ve, 5% Rumänische Rente 90, 4Q/0 Unific. Egypter 59Vg. Tenbenz fest. __ Nur bei regelmäßiger Verbauung unb Ernährung ist ber Mensch gefunb unb beseitige man (Störungen berselben, wie Bleichsucht, Blntarmnth, unreines Blut nur mit Apotheker R. Branbt's Schweizerpillen, welche sich für biefe Zwecke als bas geeignetste Mittel erwiesen haben. Ausführliche Prospecte mit ben ärztlichen Urtheilen finb gratis, sowie bie ächten Apotheker N- Branbt's Schweizerpillen per Schachtel IX e^MMch^n^ber^Üe^nn^^M^^n^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. August. 12. Gastwirth August Christian Noll II. von Gießen mit Johannette j Karoline Zorn, Tochter bes Bäckermeisters Philipp Jacob Zorn von Catzenellnbogen. 12. Kaufmann Samuel Falk von Beckum mit Emma Mayer, Tochter bes Kaufmanns Aleranber Mayer von Gießen. 14. Schaffner Johs. Kuhl, Wittwer von Niederweimar mtt Doris Auguste Worstorff. Tochter des Schlossermeisters F/iedAch Worftorff von Rinteln. 15. Postbote Georg Löffler zu Groß-Lmden mit Katharine Wallenfels, Tochter des Oeconornen Konrad Wallenfels, von Allendorf a- d. Lahn 17. ftabrtfant Ernst Hermann Everling von Elberfeld mit Christiane Henriette Karoline Noll, Tochter des verstorbenen Bäckermeisters Christian Noll von Gießen. M eintrm fWehm fl*luiiigen Bkich ^ten selbst ’Ä nid)t üweck voll- ^^ahreutb *attber 1 bereite ble 018 drei unb cgramm ein-, Bayreuther llen der Aus- :n Wagner's, |Utn leichteren uchtigsten der bereits durch ^menten der rliche», auch das Igoren; d das Motiv M Lloyd ia r Postdampfer am 2. August kommen. utter per M. HW 0-0 4 00 4 Linsen -1.00, Hahnen fund 66-70H, sch 62—64 4 ein per Zentner |e M-00. Telegraphischer n in Wen.) Nord- B.-Act. 253^4, : Russen 69%, )°/o Rumänische 18 Mn. ,sch gesund und eines Blut nur fe als das ae- lichen Urteilen r Schachtel M ^annctte tz,atzeuellnbögm. des KauMns on Niederivrmr ch MstoF M allenlels, ToM Fabrikant Enlst toll, Tochter des n Dornst Richard W* ihe Leim, Loch er 18. SÄ iconomen 4* Zrich ein Fannn eld- 8* tf 1**' 351, lt tl«6 Nächsten Dienstag den 22. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem städtischen Baubüreau die Straßen-Handarbeit der Süd- Anlage wiederholt versteigert werden. Gießen, den 19. August 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 5444_____A. Bramm.________ Dienstag den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in derFlett'schenHofraithe dahier folgende Gegenstände meistbietend ver- mehrere Sophas, Kleiderschränke, Kommoden, ovale Tische, viereckige Tische, Spiegel, Bettwerk, 2 Nahmaschinen, 1 Secretär, Brockhaus' Conversations-Lexikon u. A. Gießen, den 18. August 1882. Geißler, 5442 Großh. Gerichtsvollzieher. Donnerstag den 24. August, Nachmittags 2 Uhr, lassen die Louis Noll's Erben auf der Pulvermühle eine Parthie Möbel, als: Wirthstische, Stühle, Bänke, sowie Hausund Küchengeräthe gegen Baarzahlung versteigern. Ferner wird an demselben Tag, Mittags l Uhr, das Grummetgras auf den zur Pulvermühle gehörigen Wiesen versteigert. Gießen, den 19. August 1882. Hoffmann, 5419 Ortsgerichtsmann. Jeilgeöotenes. 3454 Haus mit Hofraum in guter Lage, zu jedem Geschäft geeignet, zu verkaufen. Näh. bei der Exped. ds. Bl. Pa- der 8 £ um Par- >e ä Stück 5439 ä Liter 70, 85, 90, 120 Rothweine. Monzinger . . . ä Liter do. Burgunder „ „ Bordeaux . . - „ „ Mein Wohnhaus nebst Stall und Garten, sowie Land Wegzugs halber zu verkaufen. 3644 Jacob Dörr, Mühlgasse 81. Echt chinesisches Haarfärbemittel ä Fl. 2.50, halbe Fl. 1.25. In Zeit von 5 Minuten kann man seine Haare dem Gesicht kleidsam echt färben, blond, braun und schwarz, und hinterläßt keine nachtheiligen Folgen für die Haut. Erfinder Rothe & Co. in Berlin. 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