Donnerstag den 19. Oktober l8S2» Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureaur Schulstrahe 7. Betreffend Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Marl öl) Pf. • Die Herbstübungen der Truppen in 1882. / L Bekanntmachung. „ g„ „st,.., MM*. Wftai* b« 3-.-N »d d-, 3* M,d da- -°ch,>q-.d- Sch-«,- d-- S—d.« d°- s,.ih--,-«dch<- « - <3. “ *** Betreffend Gießen, den 14. Oktober 1882. • Das Gesetz über die Besteuerung des Branntweins vom 8. Juli 1868 und das Gesetz wegen Erhebung ber Brausteuer vom 3-Dtai 1872. Das Großherzogltche Amtsgericht Meßen an säwmtliche Großherzoglichen OrtSgerichte des AmlsgerichtSbezirkes. Darmstadt, den 7. Oktober 1882. XI. Armee-Corps Gr. Hess. (25.) Division • Sect. 1. J.-Nr. 2667. «nrAoWon Norickkte der Vebörden und Truppen bestätigen aufs Neue das bereitwillrge Die nach Beendigung der diesjährigen Herbstubungen mrr vorg sowie der einzelnen Bewohner des Großherzogthums. Meine eigenen Wahr- Entgegenkommen der bei den Manöver» betheüigt gewesenen Kreise und G , 1 b b vorzüglich verpflegt, selbst unter erschwerenden Umstanden, nehmungen stimmm hiermit vollkommen überem. Die Truppen waren rckerall Ergedracht un° v g g P, 6 i Kreisen und Düs e^reuliche Resultat ist Erster^x^chVÄ^eu^-biMichstm Äauk auszusprechen. Hieran knüpfe ,ch das Generallieutenant und Divisions-Commandeur. Deutschland. Berlin, 15. Octbr. Die Kriegsakademie soll nunmehr, wie mit Bestimmtheit versichert wird, mit Neujahr nächsten Jahres in das für dieselbe in der Dorotheenstraße neuerbaute Gebäude verlegt werden. Der zeitige Director dieser höchsten Militär-Lehranstalt, General-Lieutenant v. Flatow, ist bereits nach dem „Unter den Linden" gelegenen Hauptgebäude übergesiedelt. Dieses, die ehemalige „Artillerie- und Ingenieurschule", hat nur einen zeit- und zwecl- aemäßen Umbau ersahren, wogegen die eigentlichen Lehrgebäude ganz neu aus- qeführt worden sind. Zu dem diesjährigen 14tägigen Cursus für Regnnents- Comm and eure des deutschen Heeres behufs Kenntnißnahme von den neuesten Fortschritten auf dem Gebiete der Handfeuerwaffen ist diesmal die Erweiterung in Kraft getreten, daß von jetzt ab auch die ältesten Oberstlieutenants mit zur Theilnahme an diesem wichtigen Cursus herangezogen werden sollen. Voraussichtlich wird bei dem diesjährigen Cursus bereis auch das neue Mauser scye Maaazin-Gewehr mit zur Versuchnahme gelangen, mit dem die Ausrüstung des Füsilier-Bataillons des in Spandau garnisonirenden dritten Garde-Grenadier- Regiments Königin Elisabeth zum Zweck größerer Versuche bestimmt «°rd^' Gleichzeitig finden gegenwärtig zu demselben Zweck der allseitigen Jnstrmrung und Kenntnißnahme die Jahrescurse für die Stabsosficiere und Hauptleute der Feldartillerie auf dem Schießplatz zu Tegel und für die der FußarlMrie aus dem Schießplatz zu Sperenberg statt, wobei auf ersterem die betr. Vorführungen . durch die Artillerie-Lehrbatterie und auf letzterem durch die ArMene-Berfu^s- Compagnie erfolgen. — Es ist aufgefallen und wird mehrseitig berichtet, oan bei den diesjährigen Herbstübungen in den Ostseeprovinzen die stattgeyavllm Manöver weit überwiegend die Zurückweisung feindlicher Landungsverfuche refp. die Zurückwerfung schon gelandeter feindlicher Abteilungen auf ihren ^u - schrffungspunl't als Aufgabe gestellt gewesen ist. Aehnlich wird auch dre \ großen Kaisermanövern zu Grunde gelegte Idee als die Zurückweisung em über die östliche Landesgrenze in diese Provinz eingedrungenen feindlichen bezeichnet. Noch wird hervorgehoben, daß in der Armee mit dieser ' lassung die Zahl der nach nur zweijähriger Dienstzeit auf Königsurlaub in Y Heimath beurlaubten Mannschaften eine besonders große gewesen fei .. Anwendung des elegischen Lichts zur Abwehr von nächtlichenT°rp°do-AngrM°n ist bei dem großen Flottenmanöver des diesjährigen Panzer-Uebungsg s) bei Zoppot in der Nacht vom 8. zum 9. September durch Drehfeuer von den beiden die Flügel der Schiffsaufstellung bildenden Schiffen erfolgt. Der Vorzug dieser Art der Anwendung der electrischen Beleuchtung soll sich dabei überzeugend berausqestellt haben. In allen auswärtigen Berichten über die Anwendung des electrischen Lichts zu dem vorgedachten Zweck war darüber geklagt worden, dag die undurchdringliche Dunkelheit, in welche sich die nicht unmittelbar von dem Lichtstrahl getroffenen Theile des weiten Wasserspiegels gehüllt erweisen. den Nutzen der electrischen Beleuchtung sehr beeinträchtige und daß dieser Umstand bei einem Angriff mehrerer Torpedoboote dem unbeobachteten Beschlelcher des von einem solchen Vorgehen bedrohten Schiffes oder der betr. Flottenabtheckung von Seiten der nicht in dem Lichtkreis befindlichen Boote entschieden Vorschub leiste. Bei Anwendung eines Drehfeuers kann hiervon l-doch. ^dmgEnicht mehr die Rede sein, und muß hierin enffchieden ein wesentlicher sortschrut dieser neuen Beleuchtung erkannt werden. .. , Berlin. 16 October. Der Bundesrath, welcher heute zu seiner ersten Sitzung nach den Ferien zusammengetreten ist, hat bereits du: AuMung d r Reichs-Einnahmen und -Ausgaben des vergangenen Etats,ahres 1681/82 m 26 % Übertreffen, von denen 10,558,250 4 m1OOZ'°'3 U > net werden, während die Restsumme von 24,077,104 26 * zur Ber- f“9Un9^ieiänt8ü6ertoreitimgen, welche der Buadesrath, vorbehaltlich der ver- . _ Ctatsuverfch 9 ^^bmiaen )at, betragen m den Einnahmen 6iÄaBT915 üi der Ausgabe 13,940,178 1 54 einschließlich 6,16O,4aO M. 91 77 welche auf Etatsüberfchreitimgen und emes Postens vo - ^en kaiserlichen Hauptpostämtern entfallen. mi Frankfu t am Main folgende Riittheilungen zu : Es wird m allen m- terffsirten Kreisen als feststehend angesehen, daß das zwischen Preußen und Heffen von den beiderseitigen Commissaren getroffene Ueberemkommen binnen Die Dienstgeschäfte der Distrikts-Einnehmerei Gießen I hat der Grobherzogliche Rendant |rr 0griftö^nne^mer“n01 nnxen' Gießen, den 16. Oktober 1882. _ m — --— BesÄeiniauna darüber erhalten haben . „ . . 3" ä demselben erhobene Bescheinigung der Steuerhebestelle vorigen zu lassen- „ickt eher erfolaen, bis dieser oder der versteigernde 2) Bei zwangsweisen Versteigerungen darf die Uebergabe solcher Gegenstände an den K s 4 »r Steuerhebestelle ausgestellt wird, zu den Acten Beamte die vorgeschriebene Anzeige gemacht hat und die Bescheinigung darüber, welche von der ^eueryevepeue ausg i gebracht ist- Langs^Nf. ------------ Die während der Lebenszeit von Frau Lincoln häufig in Umlauf gesetzten Gerüchte daß sie sich in schlechten Vermögensoerhältnissen befand und einer Erhöhung ihrer Pension Seitens des Congresses dringend beoürfe. scheinen daher unbegründet ge- wesen zu sein. . _____ i Kopenhagen, 17. October. Das Folkethmg nahm mit 74 gegen 10 Stimmen die Resolution gegen das Verbot der Einfuhr von Hornvieh aus Schweden an. Neun Mitglieder der Rechten enthielten sich der Abstimmung. Der Minister des Innern hatte im Voraus erklärt, er könne die Resolution in der vorliegenden Form nicht berücksichtigen. Gleichzeitig wiederholte der Minister das früher gegebene Versprechen von einer eventuellen späteren Aufhebung des Verbotes, jedoch mit Uebergangsbestimmungen. London, 17. Octbr. Die „Times" erfährt, die englische Regierung dürfte die Stellung Arabi Pascha's unter englischen Gewahrsam verlangen, sofern die egyptischen Behörden nicht angemessene Vorsorge träfen, um demselben einen unparteiischen Proceß zu sichern. , — Der „Daily News" zufolge hätte die Regierung der Kap-Kolonie beschlossen, dem Parlamente des Kaplandes die Zurückziehung der Kolomalbehör- den aus dem Basutolande anzuempfehlen. Konstantinopel, 17. October. Achmed Vefik, der Gouverneur von Brussa, ist heute seines Postens entsetzt worden, weil er den Befehlen der Pforte nicht, Folge leistete. Die Absetzung wird als ein Beweis dafür angesehen, daß der Premierminister entschlossen sei, energisch vorzugehen. Kairo, 17. Octbr. Dem englischen Generalconsul Malet wurde eine Rote des Ministeriums zugestellt, in welcher daraus hingewiesen wird, daß eine strenge Bestrafung der Rebellen für die Aufrechterhaltung der Ordnung noth- wendig sei. ES würde gefährlich sein, den Proceß gegen die Rebellen hmzu- schleppen. Man dürfe nicht ein Verfahren anwenden, welches für orientalische Länder unzulässig sei. New-York, 17. Octbr. Der Hamburg - Amerikanische Postdampfer „Gellert" hat gestern Nachmittag in St. Johns die Passagiere des gescheiterten Postdampfers „Herder" ausgenommen und ist nach Plymouth abgesegelt. gestellt hat. Ä . r £ . __ Die neuesten Nachrichten aus Kairo lauten insofern nicht ungünstig, als sie — insonderheit die Verlängerung der Wechsel um eine dreimonatliche Frist — darthun, daß zu Gunsten der internationalen Handels-Interessen die - die theoretisch ja niemals geleugnete — Einigkeit der tonangebenden Mächte sich auch praktisch bethätigt. Man hat hier den Anfang des Weges vor sich, auf dem die Regulirung der egyptischen Frage zu Aller Nutz und Frommen zu Stande kommen kann, sobald der unberechtigte politische Ehrgeiz aus dem Spiel bleibt Rur Wahrung der politischen Interessen Europas auf egyptischem Boden ist England ehrlich gewillt und — seine militärische Aktion hat es erwiesen — auch hinreichend befähigt. Was aber die finanzielle und handelspolitische Seite der Frage betrifft, so scheint bei der allerorts vorhandenen Geneigtheit zu einem zweckentsprechenden Arrangement das Zustandekommen eines solchen in erfreulicher Nähe gerückt, zumal, wenn, wie die „Times erfährt, die Verständigung zwifchen den Cabineten von London und Paris auf dem Punkt wäre, perfekt zu werden. * „ L _ — Für die Zwecke des Weltpostvereins soll die Stückzahl der Postkarten mit bezahlter Antwort, der Sendungen mit Empfangs-Anzeigen und der Eilsendungen während der drei Tage vom 18. October, 12 Uhr 1 Min. Morgens, bis zum 20. October, 12 Uhr Nachts, ferner die Anzahl der im Postwege bezogenen Zeitungen und Zeitschriften für das Kalenderjahr 1882 ermittelt werden. Demgemäß hat das Reichspostamt die Postanstalten angewiesen, die erforderlichen Ermittelungen vorzunehmen. - Der Handels- und Schifffahrts-Vertrag zwischen Deutschland und Spanien vom 30. März 1868 wirb zufolge Uebereinkommens zwischen beiden Regierungen, durch welches die Wirkung der im vorigen Jahre spanischerseits erfolgten Kündigung hinausgeschoben worden ist, bis zum la. December d. Js. & Berlin. Die Handelskammer zu Breslau hat in Sachen der süddeutschen Postmarken folgende Eingabe an den deutschen Bundesrath gerichtet: Dem hohen Bundesrathe beehren wir uns ganz ergebenst anzuzeigen, daß mir tn unserer Plenarsitzung vom 27. v. M. beschlossen haben, dem Anträge der Handelskammer zu Frankfurt a. M- vom 17. Juni 1882 wegen einer Beseitigung der den Verkehr erschwerenden Verschiedenheit der'deutschen Postwerthzeichen uns anzuschließen. Wenn auch die geographische Lage unseres Platzes bedingt, daß hiesige Handel- und Gewerbetreibende die Unbequemlichkeiten des jetzigen Zustandes weniger empfinden, als die Kaufleute an anderen mitteldeutschen und im Westen des Reiches gelegenen Platzen, so hat doch auch unsere Kaufmannschaft Veranlassung, jene Verschiedenheit beseitigt zu wünschen Die Geschäftsreisenden, welche von hier aus nach Süddeutschland gesandt werden, klagen stets über die große Schwierigkeit, welche mit der Auswahl des nchtiaen Postwerthreichens namentlich bei der Fahrt mit der Eisenbahn m den GrenzdistEen der Partikularstaaten verbunden ist. Fast jeder mit Deutschlands Südwesten arbeitende Geschäftsmann ist schon in die Lage gekommen, durch die Verschiedenheit der Postwerthzeichen sich benachthetligt zu fühlen, sei es. daß er Strafporto zahlen mutzte wegen einer irrtümlicherweise verwandten und daher ungültigen Marke; sei es, daß der Ausgleich eines kleinen Geldbetrags in deutschen Postwerthzeichen erfolgte, die am Empfangsorte nicht zu verwenden waren. t v Ferner sind die Handelskammer Trier, sowie die Handels- und Gewerbekammer Blauen dem Gesuche der Handelskammer Frankfurt a. M- an den Bundesrath bei- getreten. Letztere weift noch darauf hin. daß die Verschiedenheit der Postwerthzeichen noch die Wirkung habe, daß die Postwagen der nichtbayerischen und ntchtwurttem- bergischen Etsenbahnzüge, so lange sie sich auf bayerischem oder württemdergischem Boden befinden, ihre Briefschalter geschlossen halten müssen und daß hierdurch dem correspondtrrnden Publikum die manchmal sehr erwünschte Möglichkeit entzogen wird, dringende Briefpostsendungen noch in der Zeit unmittelbar vor Abgang des Zuges in den Etsenbahnpostwagen selbst einzuwerfen. (Letzteres jedenfalls nicht wahr. Red.) Hesterreich. Prag, 14. October. Die czechischen Hausbesitzer in Holleschowitz beschlossen , vom nächsten Zinstermine allen Parteien zu kündigen, welche ihre Kinder in die deutsche Schule schicken. Die deutsche Schule und die Wohnungen der Holleschowitzer Deutschen müssen Tag und Nacht scharf bewacht werden, um sie gegen Insulten zu schützen. Brünn, 14. Octbr. Die vollständig czechische Gemeinde Branomitz im Brünner Bezirke ist um Einführung der deutschen Sprache an ihrer Volksschule eingenommen. Wetzlar, 17. Oktober. Wie wir aus bester Quelle vernehmen, wird vom 1. November d. I ab auf der Georgshütte bet Burgsolms für die Abend- und ^cacht- arbeiten die elektrische Beleuchtung eingeführt werden. ~ Düsseldorf, 16. Oktober. fJemand, der seinen eigenen TodterftHein zum Standesamte bringt, ist doch wohl eine Seltenheit, und doch hat's ein Mädchen von Rath fertig gebracht. Dasselbe war nach der „D. Z." wegen Betrügereien zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden und beschloß, um der Strafe zu entgehen, stch tobt zu melden. Bei einem Arzte gab die Schwindlerin sich für ihre Schwester aus und Arankreich. Paris, IG. Octbr. Der Minister des Auswärtigen. Duclerc, eröffnete heute bte internationale Conferenz zur Berathung über die Sicherheit der unter» loschen Kabel, indem er die Delegirten willkommen hieß und dem Wunsche Ausdruck gab, daß ihre Berathungen erfolgreich seien. Zum Präsidenten wurde Cochöry ernannt. Die Conferenz trat sodann unter dem Vorsitze Cochörp's zu ihrer ersten Sitzung zusammen, in der sie sich nut der Prüfung der Vollmachten der einzelnen Delegirten beschäftigte. Rußland. Petersburg, 16. October. In der vergangenen Nacht waren hier 4 Grad Kälte, in Astrachan ebenfalls 4 Grad, in Nischm -Nowgorod und Kostroma 10 Grad. Auf der Wolga und Kama ist dre Schifffahrt eingestellt, in Nischni-Nowgorod und Perm ist Eisgang. , Aus Schlusfelburg wird weiter berichtet, daß der alte Kanal zugefroren und die Schifffahrt gänzlich eingestellt ist. Libau, 16. Octbr. Der Stettiner Dampfer „Orpheus", nut Stückgütern nach Petersburg bestimmt, ist Sonntag Nacht bei Steinsort, an der Küste von Kurland, gestrandet. Die Mannschaft wurde gerettet. Der Vorder- raum des Dampfers ist voll Wasser. Ein BerguugSdampfer ist emgetroffeu. Amerika. — Die kürzlich verstorbene Wittwe des Präsidenten Lincoln hat amerikanischen Blättern zufolge ein Personalvermögen in der Höhe von 180,000 Dollar hmterlassen. Außer persönlichen Effekten umfaßt die Nachlaßmasse 72,000 Dollar m Staatspapieren. Kurrem aenehmiqt und ratificirt werden und der Inangriffnahme der Arbeiten nichts mehr im Wege stehen wird. Preußen hat auf hessischer Seite Terrains u erw"ben was alsbald erfolgen durfte. Die auf 5 000,000 X veran- fAlanten Kosten der Canalisation, welche bekanntlich von Preußen allein ge- lraaen werden, sind seit 1880/81 disponibel; als erste Baurate sind 800,000 JL tn Aussicht genommen. Die Arbeiten sollen mit aller Energie gefördert uno tn Brei fahren fertig gestellt werden. Auf der Strecke von Frankfurt bis Mainz werden fünf Schleußen angelegt, so daß die größten Rhemschiffe den Mam bis Kranksurt werden befahren können. Die Verständigung mit Heffen ist auf der Grundlage erzielt worden, daß die Einrichtung der Schleußen zu Touagezwecken Seitens Preußens bewilligt ist, sobald sich das Bedürsniß hierfür heraus- Telkgraphischt Deprschm. Wolff'S telegr. Eorrespondeirr-Bnrea«. Baden-Baden, 17. Octbr. Se. Mas. der Kaiser hat wegen eines leichten Unwohlseins gestern und heule das Zimmer nicht verlaffeu. Ihre Mas. die Kaiserin unternahm heute eine Spazierfahrt. Für morgen wird der Besuch Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von Baden erwartet. Berlin, 17. Oktober. Die erste Sitzung des Bundesraths nach dessen Vertagung wurde am 16. Oktober ds. Js., Nachmittags 2 Uhr, unter dem Vorsitze des Staatsminlfters v. Bötticher abgehallen. Aus dem Bundesrathe sind ausgeschieden - Der Staalsminister Bitter, der Generaldirector der badischen Staatsetsenbahnen, Eften- lohr, und der Geheime Referendar Ministerialrath Lepique. Ernannt sind von Preußen: Der Staatssicretär des Reichsschatzamts, Burchard, und der Director tm ReichSscyatz- amt, Aschenborn, zum Bevollmächtigten und bezw. stellvertretenden Bevollmächtigten zum Bundesrathe; von Baden: Der Mmtsterialrath Seubert zum stellvertretenden Bevollmächtigten. Auf Grund der Bestimmungen in Art. 8 der Reichsverfassung find duich Se. Maj. den Kaiser ernannt zu Mitgliedern des Ausschusses des Brmdesraths für das Landheer und die Festungen, 'n welchem Preußen und Bayern auf Grund der Verfassung vertreten sind: Königreich Sachsen, Württemberg, Baden, Mecklenburg- Schwerin, Sachsen-CoburgGotha; des Ausschusses des Bundesrathes für das Seewesen, in welchem Preußen auf Grund der Verfassung vertreten ist: Bayern, Königreich Sachsen, Mecklenburg-Schwerin, Hamburg. Bet der von der Versammlung vorgenommenen Wahl der Staaten in dem 3. bis 11. Ausschuß wurden gewählt in die Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen: Bayern, Königreich Sachsen, Württemberg, Baden, Mecklenburg^Schwerin, Braunschweig und als Stellvertreter Hessen, Grotz- herzogtbum Sachsen; für Handel und Verkehr: Bayern, Königreich Sachsen, Württemberg, Hessen, Großherzogthum Sachsen, Hamburg und als Stellvertreter Lübeck, für Eisenbahnen, Post und Telegraphen: Königreich Sachsen, Baden, Heften, Grotzyerzog- thum Sachsen, Sachsen-Altenburg. Lübeck und als Stellvertreter Württemberg, für Justizwesen: Bayern, Königreich Sachsen, Württemberg, Hessen. Braunschweig, LUveck und als Stellvertreter Baden, Schwarzburg-Rudolftadt; für Rechnungswesen: Bayern, Königreich Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen, Braunschweig und als Stellvertreter Mecklenburg-Schwerin; für die auswärtigen Angelegenheiten: Baden, Mecklenvurg- Schwerin; für Elsaß Lothringen: Bayern, Königreich Sachsen, Württemberg. Baden, Mecklenburg-Schwerin, Braunschweig und als Stellvertreter Hessen, Lübeck, für ore Verfassung: Bayern, Königreich Sachsen, Württemberg, Baden, Oldenburg, Sachsen- Meiningen; für die Geschäftsordnung: Bayern, Württemberg, Heften, Großherzogthum Sachsen, Sachsen-Altcnburg, Schwarzburg-Rudolftadt. Der Vorsitzende machte hieraus Mittheilung über die während der Vertagung des Bundesraths eingegangenen und den zuständigen Ausschüssen überwiesenen Vorlagen und Eingaben und brachte das Ergev- nrß der Verifikation der Arbeiten am Gotthardt-Tunnel zur Kcnntntß der Versammlung. Auch legte derselbe eine Benachrichtigung vor wegen Erennung des Fmanz- min'sters Scholz zum Mitgliede des Curatoriums der Reichsbank. Den Vorschlägen des Vorsitzenden tn Betreff der W'edcrbesetzung erledigter Stellen bet ver.ch ebenen Kaiserlichen Discipltnarkammern trat die Versammlung bei. Gemäß dem Anträge Preutzens wurde beschlossen, daß am 10. Januar 1883 eine allgemeine Viehzählung UL das Deutsche Reich vorzunehmen sei; die zur Ausführung der Viehzählung von Preußen vorgeschlagenen Bestimmungen und Formulare fanden die Billigung der Versammlung Die Beschlußfassung über den weiteren Antrag Preußens wegen Erhebung einer Anbau- Statistik im Sommer 1883 wurde ausgesetzt und die Vorlage betr. die Auslegung einer Bestimmung des Consularvertrags mit Spanien an die behelligten AusschUft zurückverwiesen. Schließlich erfolgt- di- U-berw-isung einer sroß-r-n Zahl wahrend der Vertagung des Bundesraths eingegangenen Eingaben an dte zustandtgen AusfchUfte Lokale-. Gietzen, 18. Oktober. ^Sterblichkeit tn Gießens In Gießen belief sich die »ahl der Todesfälle während der Woche vom 8. bis 14. Oktober tm Ganzen nur auf 5, doch waren darunter wieder 2 an Diphtherie und einer an häutiger Braune, wodurch Kinder zwischen dem 2. und 6. Lebensjahre weggerafft würben. Außerdem starb ein Mann an einem auf acuten Rheumatismus folgenden Rückenmarksletden und einer endete sein Leben durch Selbstmord (Erschießen.) n f m — Einem hiesigen Manne, welcher heute den Grünberger Gallusmarkt besuchm wollte, um dort einen Eber zu verkaufen, passtite heute Nacht ein schlimmer Stretch. In seinem Wägelchen befand sich wohlverwahrt der junge Eber und tm Trab gmg es gen Grünberg zu. In der Nähe des Weges nach Rödgen suh unser Mann nach seinem Rüsselthier, um dte unliebsame Wahrnehmung zu machen, daß solches nicht mehr tm Wagen war. Retour nach Gießen gefahren, wurde ihm von einem Laternenwarter dte Mittheilung, daß der Durchbrenner sich in der Alicenstraße umhertreibe, von wo er dann wieder tn den Wagen verbracht und abermals gen Grünberg gefahren wurde. Hoffentlich wird er daselbst glücklich angelangt fein. erlicht- J ihrer bet ge- t eines e Maj. Besuch n Ver- itze des Rieben: >, ^en- lr*: hsschch ächtigten retenben Wß sind desrathS und ber lenburg- LS Ta- , König- ung vor- >lt in die ttemberß, i, Groß- Wttem- ldeck; für oßherzogi ibrrg; für ig, Meck Bayern, ^Vertreter Ilenbuift; ft. Vaden, ; für die , Sachsen- erzogthum ite hieraus i und den 18 Ergeb- Versamm- § Finanz- orschiögen Siebenen n Anträge ihlung iür in Preußen sammlung ner Anbau- M* ' rvahrenb lusschüsse 4 gegen vieh aus limmung. [ution in >r Äi; chckM WerM langen, p [ deinselben Kolonie be- Mialbehöl' .erneut von Olm dm dajiit E Bck eine d, *rf t M Il0$ M W irientdW Ätz: sss® •tf nmet y (8 .;rh ooM Mn« *’S<« inll6te Don diesem unter aUerlci Angaben einen Todtenschein über ihr eigenes Ab leben hi Idcböinbcln, mit dem sie zum Slandesamie ging und sich als gestorben meldete, um so leichter war, als sie ihrer Schwester sehr ähnlich ,ay. öie war letzt sür ht^iöebörDcn tobt und brauchte bte 3 Monate Gefängnitz nicht avzusitzen, allein einen hatte sie oergesien, sie hatte kein Testament gemacht und da sie eine kleine Sumrne hinterließ und diese ihrer Schwester zusiel, so erhielt bie)e etne§ Tages einen aerichtlichm Bescheid, den Nachlaß ihrer verstorbenen Schwester m Empfang zu nehmen Liese aber hatte feine Ahnung, daß ihre Schwester sich tobt gemeldet habe, verweigerte die Annahme der Erbschaft, weil ihre Schwester ia noch lebe. Jetzt muß die „Ber- stordene" die 3 Monate adsitzen und erhält für diesen neuen Schwindel noch etwas baiu- Um sie aus dem Reiche des Todes der SlandeSamlSrcgitter in bte Reihe ber Lebenden zurückzuführen, ist ebenfalls eine gerichtliche Handlung nothwendig. Die Untersuchung gegen die Schwindlerin hat begonnen- Eil bei Wahn, 14. Oktober. So eben, kurz vor 12 Uhr Vormittags, cxplodirte hier aus der unserm Dorfe nahe gelegenen, einer englischen Gesellschaft gehörenden Lynamltfabrlk mit einem fürchterlichen Knall eine Wertstälte, wobei drei m ber eiben beschäftigte Menschen zerrissen und wett weggeschUudert wurden. ®lncrI.^erje-^n wa? Vater von sechs Kindern- Die Ursache der Explosion dürste schwerlich sestzu- stellen fetn- Oktober. Auf dem Karlsplatze passirte heute Morgen ein schreck- i.^pa iinaiücf Beim Abbruch des Holzbaues für den Cirkus stürzten aus der Hohe Zwei fchÄreBatten herab und trafen zwei außerhalb des Eirkusterrams spielende Kinder. Dieselben wurden fast leblos vom Platze getragen, bas eme der Kinder erlitt einen schweren Schädelbruch und wird wohl sein Leben einbüßen; das zweite Kmd ist weniger schwer verletzt. Mainz 14. Oktober. Auf dem hiesigen Amtsgericht hatte sich gestern Vormittag in Folge des Ablebens einer hiesigen Frau wegen der noch lebenden Kinder em Famllienraih versammelt. Ein Schreiber des Gerichts hatte in aller Eile den zu unter- zeichnenden Akt gefertigt und als er schließlich das Sandsaß ergreifen wollte, um dem Akt die letzte Weihe zu geben, wurde eS dem ganzen Familienrath «iAwarz vor den Augen", denn statt des Sandfasses hatte ber Geschäftige ein Tintenfaß über den Akt ßegopen. 13. £)ftober. Ein grauenhafter Doppelmord wird aus Bautzen oemeldet. Em Lohnfahrer Jäschke, der Mittwoch ein Ehepaar Dittrich von Bautzen aus über Land gefahren, wurde Abends auf dem Heimwege bei Neubornitz crfdjofien- Die von dieser Unthat sofort in Kenntnitz gesetzten Gendarmen Weidlich aus Mittel und Klix aus Loga machten sich sofort auf den Weg. Als beide Beamte nun einige Zeit darauf beim Gemeindevorstand in Merka in der öcbanfe saßen, um die Anzeige niederzuschreiben, siel plötzlich durch oas Fenst^ auss Neue em Schuß, der den Gendarm Weidlich als Leiche zu Boden streckte. Die Kugel des Meuchelmörders war dem Unglücklichen in den Rücken hinein- und zur Brust wieder heraus- gedrungen. Ueber die Beweggründe dieser die ganze Stadt m die furchtbarste Auflegung versetzenden That ist bisher noch nichts bekannt geworden- - Ein Telegramm meldet noch, daß gestern (Donnerstag) Nachmittag als muthmatzlicher Mörder ein Mann aus Birka, Namens Wilhelm Bock, verhaftet worden sei. - Ein merkwürdiger Unfall ereignete sich dieser Tage im Dorfe Schlagenthin bei Gentbin Der dortige erste Lebrer, ein noch junger Mann, ließ ein ziemlich erwachsenes' Mädchen zur Strafe vortreten und etwas an die Wandtafel schreiben. Da das Mädchen sich gleichgültig gegen die Strafe geberdete, erhielt es einige Streiche auf die ^and Kaum hatte es seinen Platz wieder eingenommen, als es tobt umfiel. Wie sich nachher herausstellte, waren bet dem vollblütigen Mädchen Blutadern gesprungen und ein Herzschlag eiugetreten. — Die Königliche Eisenbahndirektion Frankfurt veranstaltete am 11. d. M. eine dritte Probefahrt mit einem durch elektrische Glühlichter beleuchteten Eisenbahnzuge auf der Strecke Fulda-Frankfurt. Was man bei diesem Versuche zeigen wollte, ist vollständig gelungen, nämlich, daß es praktisch durchführbar ist, unter directer Benützung der Zugkraft ohne Anwendung eines besonderen Motors die secundären Batterien so stark zu laden, daß sie während des Aufenthaltes des Zuges auf den Stationen zur vollen Speisung der Glühlampen ausreichen. Wenn mit 33 Accu- mulatoren, welche nur einige Stunden hindurch geladen sind, 22 Glühlampen über eine Stunde lang trotz alles Nebenschlusses gespeist und auf voller Lichtstärke erhalten werden können, so liegt darin ein bedeutender Erfolg. — Giftige Hechte ist der neueste Schrecken, ber aus Rußland angekündigt wird. Professor W. Braun zu Dorpat fand bei der Untersuchung mehrerer gewöhnlicher Hechte in ber Muskulatur, Leber, Milz und anderen Theilen ber Eingeweide zahlreiche Parasiten (Bothriokephalen), die man vielleicht als Hechttrichinen betrachten kann. Bei Versuchen, die er mit Hunden und Katzen anstellte, ergab sich, daß die Parasiten sich in den Eingeweiden dieser Thiere feftsetzten und dort sich als Bandwürmer entwickelten, indem sie neue Glieder ansetzten. Nach diesen Versuchen ist .den Fachgelehrten die Uebertragbarkeit dieser Parasiten auf den Menschen gar nicht zweifelhaft und Professor Braun hat deßhalb zu weiteren Erörterungen dieser Entdeckung auch deutschen Gelehrten Mittheilunz davon gemacht. Es wird sich nun darum handeln, zunächst festzustellen, ob auch die in unseren Gewässern lebenden Hechte von dem gefährlichen Bothriokephalus heimgesucht sind oder ob diese Hechtkrankheit nur auf die Gewässer in den russischen Ostseeprovinzen beschränkt ist. Telegraphische Dampfernachrichten. Mttgetheilt von den General-Agenten Gebr. Gosewisch und Max Jos. Schröder, Mainz. New-York, 11. Oktober. Angekommen von Havre (Abfahrt 30. September) der Dampfer „Labrador" ber Comp. Generale Transatlantique in Havre. New-Aork, 12. Oktober. Angekommen von Hamburg der Packetfahrt- Dampfer „Suevia" und von Glasgow ber State.Line Dampfer „State of Nebraska". New-York, 13. Oktober. Angekommen von Bremen (Abfahrt 1 Oktober) ber Nordd. Lloyd-Dampfer „Oder". New-York, 13. Oktober. Angekommen von Antwerpen (Abfahrt 30. Septbr.) der Dampfer „Niederland" und von Rotterdam (Abfahrt 30. September) der Dampfer „Caland" der Niedl.-Amer.-Dampfschifffahrts-Ges. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAAS Elt? STE11V 1'OßLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde Gießen. Donnerstag den 19. Oktober, Abends 6 Uhr, im Gymnasium: Bibelstunde, Brief Pauli an die Galater, Kapitel 2. Pfarrer Dr. Naumann. Am nächsten Sonntag, den 22. Oktober, wird dahier im Vormittagsgottesdienst Missionsprediger Bergfeldt aus Frankfurt predigen. Außerdem wird derselbe, mit Genehmigung des Kirchenvorftandes, amSonntagNachmittagSUHr in der Stadtkirche einen besonderen Gottesdienst abhalten, in dem et hauptsächlich Mit- theilungen aus dem Gebiet der Mission machen will. Der Nachmittagsgottesdienst um 2 Uhr wird wie seither auch gehalten. Versteigerung. Freitag den 20. dS. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dein Pfandlocal der Stadt Gießen nachverzeichnete Gegenstände versteigert werden: 1 Chaise, 1 schwere Wagenwinde, 1 Stück Leinwand, 6 neue Herrenhemden, 12 Brusteinsätze, 2 Grabsteine, 1 fast noch neuer Kinderwagen, 1 Teppich, 1 Spiegel, 1 Waage, 2 Brachen, 2 Bilder, 2 Marmorplatten, einige Uhren, Möbel, Kleidungsstücke, Weißzeug und 1 Nähmaschine. Gießen, den 17. Oktober 1882. I. V. des Pfandmeisters. 6830 Moll. Donnerstag den 19. d. M, Nachmittags 2 Uhr, wird in der Wohnung des Herrn F. C. Weber hier (Reichensand-Bahnhofstraße) 1 Pianino öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 16. Oktober 1882. Bühner, 6801 Gerichtsvollzieher. Freitag den 20. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'scheu Hofraithe dahier 2 Sophas, 1 Silberschrank, 1 Nahmaschine, 1 Commode, 2 Kleiderschränke, 1 Nähtischchen, eine Ladeneinrichtung meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. October 1882. Geißler, 6862 Gerichtsvollzieher. Ieilgeßotenes. 5368 Ein Geschäftshaus in bester Lage der Stadt, worin seit ca. 50 Jahren ein frequentirtes Spczereigeschäft betrieben wurde, ist Familienverhältnisse halber aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Allgemeiner Anzeiger. Submisfivns Ausschreibung. Die' in Folge einer Consolidation nöthig gewordenen Arbeiten für Herstellung von Entwässerungsgräben und Durchlässen mit Zubehör (Maurer-, Steinhauer-, Schlosser- und Chaussirarbeit, sowie Lieferung von eichenem Bohlenbelag) im Neustädter Feld in der Gemarkung Gießen, veranschlagt 1) die Maurerarbeit zu....... 660 X: 2) die Steinhauerarbeit zu..... 1100 „ 3) die Bohlenlieferung zu ...... 539 „ 4) die Schlosserarbeit zu ...... . 125 „ 5) die Erdarbeit zu........ 2280 „ 6) die Chaussirarbeit zu...... 450 „ zusammen 5154 X sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Der Voranschlag, die Submissionsbedingungen und der Plan über den betreffenden Felddistrict liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht osten. Die Offerten, welche auf Uebernahme sämmtlicher Arbeiten, oder auf einzelne, oder eine derselben gerichtet werden können, sind versiegelt, portofrei und nut entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 30. dieses Monats, Vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen, wobei die Gebote in Procenten der Voranfchlags- summe auszudrücken sind. Gießen, den 17. October 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. 6874 Dr. Boekmann.__________________________ Kirchenkalender für die evang. Gemeinde. Unserer Gemeinde erlauben wir uns mitzutheilen, daß wir auch für das Jahr 1883 einen Kirchenkalender abfassen und demnächst anbieten lassen werden. Derselbe wird außer den auch im 1. Jahrgang behandelten Gegenständen Mittheilungen aus der früheren Geschichte unserer Gemeinde und einige Erzählungen allgemeineren Inhalts enthalten. Gießen, den 18. October 1882. Im Namen der drei evang. Pfarrer: 6878 Dr. Naumann. 5237 Herrn WILHELM REIBER, Seltersweg, übergaben wir ein Lager in Kaswster, Gaslampm, und Koch-Apparaten, sowie allen sonstigen Gegenständen zur Gasbeleuchtung aus den ersten Fabriken dieser Specialitäten und in den bewährtesten Constructionen. diessener Gaswerk. Astrachan-Caviar, Elb-Caviar, Ruff. Sardinen, Berliner Rollmops, Mixed-Picles (imAnbruch), Sardellen, Ntarinirte Häringe empfiehlt 6581 Emil Fischbach, B® ur fetten in allen möglichen Fayons empfiehlt in großer Auswahl 5503 ____4. Fangmann. Mein gut affortirtes Lager wollener Strickgarne aller Art, in den billigsten, sowie bekannten guten Qualitäten, bringe in empfehlende Erinnerung. 6883 Cfir* Wattenfels. Das Vorderhaus tu der Hofraithe zum Adler, in der Wallthorstraße, ist auf den Abbruch zu verkaufen. Dasselbe steht noch sehr gut in Holz und ist ein großer Theil der Thuren und Fenster erst vor wenigen Jahren gefertigt. 6868 ___________L. Kauf, Ostanlage. 6867 Von heute ab ist in der Wiesecker Sandgrube zu jeder Tageszeit Sand zu haben. Philipp Kreiling X. ________________(gen. Witt).__________ Prima Zwetschen-Homg per Pfund 40 H empfiehlt 6726 Grg, Wilh. Weidig. egenscliiriue empfiehlt zu den billigste^ Preisen 5502 A. Fangmann. Reparaturen und Neubeziehen wird bestens besorgt.__________________________ Ahorn-Mudsiigehosi empfiehlt billigst 6869 Louis Lony, Marktstraße. r & Höhe der Auf Lindenplatz 8. 6887 I. M. Sckulhof, Marktstrahe 6373 6884 Stube mit Familie Emil Gail. 6888 Ein möbl. Zimmer zu vermiethe W. Weinhardt, Bleichstraße (bei Herrn Strauch). 6873 Möblirte Zimmer zu vermietben. Weidengasse 16. 20/10Ab.7U.Rec.I».Gr.Z Der heutigen Nummer liegt für alle Abonnenten eine Extrabeilage d-S Herrn Richard Mohrmann au« Nossen bei.__68j7 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. täglich geöffnet. 6827 Preis pro Heft 2 JL = 1 fl. 20 fr. österr. Gießen, 17. October 1882. 6886 Herausgeber : Sacher-Masoch. Verlag von E. L. Morgenstern, Leipzig. Cfw« ILsmy, Bierbrauerei. 6865 Das seither von Herrn Feldwebel Freudenberger bewohnte Logis ist zu vermiethen und kann sofort bezogen werden. Carl Hensel, Wallthorstraße^ ”6880 Der 2. Stock meines Vorderhauses, Lony’s Bierkeller. Von beute ab bleibt die Wirthscbaft auf meinem Bierkeller bis auf weiteres geschloffen. Die Winter - Idealitäten daqegen sind 6876 Ein schwarzer Dächsel mit weißer Brust und Blässe ist mir vom Forstgarten aus am 29. Septbr. abhandeu gekommen. Prof. Naumann. 6215 Alte Herrenhüte werden zu Dame uh üten umgeändert. Muster vorräthig. C. Ij. tiail, Seltersweg. AKaäem. Krankenhaus. Qwet starke Dienstmädchen gesucht. 6885 Knopsiochapparate an deutschen Singer-Maschinen. Einem Mechaniker Namens Gutmann in Berlin ist es nach langen Versuchen gelungen, einen Apparat herzustellen, der es ermöglicht, Knopflöcher auf der gewöhnlichen Smger- Majchme zu fertigen. — Es ist dies wiederum ein Beweis, daß man auf deutscher Seite immer mehr bestrebt ist, me Nahmaschine zu vervollkommnen. — Eine Maschine, mit solchem Apparat versehen, ist in meinem Verkaufslocale ausgestellt und lade ich Interessenten zur gefl. Besichtigung ein. Mhmaschinenhandlung von Th. Haudach 6574 Bahnhofstraße 40. B. Ahlers CircUS lind Affentheater (Oswalds Garten). Täglich 2 große Gala-Brillant-Vorflellungen mit stets wechselndem Programm. In jeder Vorstellung Aufführung des großen Diners wobei sich mehrere Affen als Gäste, Koch und Kellnerinnen producrren.__________686^ sowie ein Logis im Hinterhause zu üer= miethen. W. Ferber, Lindenplatz.^ — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Güßen. Hierzu eine Verlage. Tlice-H i e