1882. Dienstag den 19. September srr. 218 Amts- und Anzeigtblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureau: Schulstraße 7. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 16. Septbr. Se. König!. Hoheit der Großherzog beabsichtigen, am Montag und Dienstag den Manövern der Großh. Division in der Gegend von Wörrstadt beizuwohnen. , . ,, ,, Die Abreise Sr. König!. Hoheit des Großherzogs nach Schottland steht am Samstag den 23. September bevor. . Darmstadt, 15. Septbr. Das heute ausgegebene Großh. Regierungsblatt Nr. 18 enthält eine Verordnung, betr. die Bezeichnung der höchsten zulässigen Einienkungs-Tiese und die Vervollständigung der Schists-Atteste der Rhrmschiff^^E^^^ 17 Sepl-mb-r. Di- Seiet des sünszigjährigen Jubiläums der landwirthschsitlichen Vereine des Großherzogibums Hessen n°bm S'stern NachwMag m,t der um 3 Uhr stattgehabten feierlichen Eröffnung der Landwirthschaftlichen Landes- 7nsstelluE ihren AnsonV Die Ausstegung befindet fi*,. wie bereits früher g-m°tdet, tn dem prachtvollen Hoforangertegarten zu Bestungen und in den dortigen ausgedehnten Baut^ Das Wetter war der Feier, zu welcher Tausende von Theilnehmern herbei- aeströmt waren, relativ günstig; nur zeitweise fielen ernige Tropfen Regen, welche jedoch das freudige Gewogc in den prächtigen Alleen-des Gartens und'Zwischen seinen Blumenbeeten nicht zu beeinträchtigen vermochten- In dem auf s Geschmackvollste- mit Gu'rlanden u. s. w. dekortrten Orangenehaus, welches einen großen Theil der Aus> stellung der landwtrthschastltchen Producte ausgenommen.hat, sammelten sich gegen 3 uhr der Vorstand der Ausstellung, das Central - Comtte, öie Spitzen der Clvil- behörden u. s. w-, welchen Ihre König!. Hoheit die Frau Pr'nzeffrn Karl, Ihre Großh- Roheiten die Vrtnzen Alexander und Wilhelm, Seine Erlaucht der Graf zu Erbach- Schönberg und dessen Gemahlin folgten- Die Anfahrt seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs mit Allerhöchster Familie erfolgte kurz nach 3 Uhr unter den .langen eines von der Musik detz Großh- Leibgarde-Regiments ausgeführten Festmarsches und unter dem tausendstimmigen Hochrufen der im Ausstellungsgarten versammelten Menge. Nachdem di- Herr,ch7sttv unter einem dem Portale des großen Aussiellungsraum-s gegenüber errichteten Baldachin Platz Genommen, hielt Se. Excellenz der Herr Staatsminister Freiherr v. Starck folgende Ansprache: . , . „Durchlauchtigster Großherzog! Durchlauchtige Prmzen! Hochzuverehrende Anwesende! Zum siebentenmale seit ihrem Bestehen aber zum erstenmal wieder seit sieben Jahren sind die landwirthschaftltchen Provlnzialoeretne des Landes tm Begriff, einer Generalversammlung zusammenzutreten und diese ihre Vereinigung> durch eure umfassende Landes-Ausstellung zu bezeichnen und zu feiern. So ist es im Jahre 1875 auf der Generalversammlung zu Gießen beschlossen worden, um das Gedachtnißiahr des fünfzigjährigen Bestehens der landwirthschaftlichen Vereine würdig zu begehen. So sehen wir heute die Festfeier in großem Maßstabe vorbereitet und emgeleitet, um einen zusammenfassenden Rückblick auf die Erfolge zu gewahren, welche die Thatigkeit der landwirthschaftlichen Vereine und die Bestrebungen der Landmirthe des Landes während eines halben Jahrhunderts aufzuweisen haben, andererseits aber auch, um deutlicher erkennen zu lassen, was zu thun übrig bleibt, um den landw:rthschaftlich e n Betlieb auf die höchst mögliche Stufe der Vollkommenheit zu erheben. Auch hierfür ist vielleicht der gegenwärtige Augenblick um so geeigneter, als zum erstenmale in diesem Fahre sehr viel reichlichere Mittel zur Förderung der Landwuthschaft in dem Staatsbudget zur Verfügung stehen, als jemals zuvor. Während vor fünfzig Jahren 8000 fl. oder 13,000 X die Bewilligung des Staates zur Hebung der Landwirthschaff bildete, kann für solche Zwecke jetzt über mehr als 80,000 X jährlich im Ordinarium verfügt werden, wozu in der gegenwärtigen Finanzperiode noch 76,000 X im Extraordinarium kommen zur Errichtung eines eigenen Gebäudes für die landwirthschaftliche Versuchsund Auskunftsftation. So ist dieses Jahr ein Markstein nicht blos für die Vergangenheit sondern auch für die Zukunft und den landwirthschaftlichen Vereinen, mit denen in Innigster Verbindung die Regierung von den gewährten Vollmachten Gebrauch machen wird, werden aus den größeren Mitteln auch größere und verantwortungsvollere Aufgaben erwachsen. Die Vergangenheit ist dafür Bürge, daß auch die Auf- aaben der Zukunft von den Vereinen zum Wohle der Berufsgenossen und damit zum Wohle des ganzen Landes werden gelöst werden. Davon eben soll die allgemeine Landes-Ausstellung Zeugniß ablegen, die zu eröffnen wir im Begriffe stehen. Diese Ausstellung ist eine allgemeine landwirtbschaftlichc Ausstellung in vollkommenerem Sinne geworden, als dies den seither mit Generalversammlungen der landwirthschaftlichen Provinzialvereine verbundenen Ausstellungen möglich war. Sie wird nicht nur die Ergebnisse der Viehzucht, des Ackerbaues, des Gartenbaues und der Korttwirtbsckast vorführen, sondern auch die Einrichtungen und Erfolge des landwtrth- ickafllichen Genossenschaftswesens, das bet uns in Hessen in so besonderer Blüthe steht, des landwirthschaftlichen Unterrichtswesens und der Landeskulturtechn'.k, die freilich orst in den Anfängen ihrer Entwickelung sich befindet, in umfangreicher Darstellung ,.:aen _ Die Ausstellung wird eine allgemeine aber auch in dem Sinne sein, daß rum ersten Male die drei Provinzialvereine, alle landwirthschaftlichen Bezirksvereine von Starkenburg und Oberhessenund Vereinsbezirke von Rheinhessen, theilwcise unter Answenduna sehr beträchtlicher Mittel, zusammengewirkt haben, um die Ausstellung her seltenen festlichen Veranlassung würdig und für die künftige landwirthschaftliche tfntmirfeluna förderlich und anregungsvoll zu gestalten. Der Provinzialverein von (^ttirfenbura der die Scbweftervereine an seinem Sitze vereinigt, und dem dadurch die Auioabe rufiel. das Unternehmen zu organtsirrn, hat sich dazu die Thatigkeit eines zahlreich besetzten Centralausschusses zu sichern gewußt Aber es bedurfte auch der ongeftrengtesten dankenswerthesten Thatigkeit zahlre cher Mitglieder des Central- um aus tausend und abertausend Einzelnhetten das überraschende Gesamwtbild zusammenzutragen, das zu gemeßen und zu studiren wir nun emge- laben A^ichwohl würde dieser Erfolg nicht haben erreicht werden können, wenn nicht Eure MnigUche Hoheit diesen unvergleichlich schonen Ausstellungsplatz, dieses so einzig Haus für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hatten. Mögen Eure Königltche^Hoheit den Dank für diese hochherzige Mitwirkung zum Zustandekommen des Wrnehmens in den Erfolgen der Ausstellung, in der immer größeren Blüthe des landwirthschastlichen Gewerbes, in dem wirtschaftlichen Aufschwung des ganzen Vater- landes finden.^n ^iten Kreisen mit Vertrauen auf die durch 50 Jahre bewährte der landwirthschaftlichen Vereine erfüllt ist und daß manin der Veranstaltung dieftr Ausstellung ein zu den besten Erwartungen berechtigendes Mittel erblickt, unsere landwirthschaftliche Bevölkerung zu erhöhten Anstrengungen anzuregen und tüchtig zu machen, davon liegen zahlreichel erfreuliche Beweise vor. .Zum erstenmal kommen bet r»iefer Ausstelluna die Grundsätze der von der Centralstelle für die Landwtrthschaft Entworfenen unk? von der Regierung genehmigten Ausstellungs- und Prämitrungs- cirdnuna tn aroßem Maßstab zur Anwendung. Dem entsprechend sind zum erstenmal sehr bettächt^tche Summen aus der Staatskasse, von den Provinzialveretnen und von Bezirksvereinen zu Prämitrungszwecken bestimmt worden. Nichtsdestoweniger haben, außer Sr. König!. Hoheit dem Großherzog und den Prinzen des Hauses, Gemeinden, Corporationen, Vereine und viele Einzelne zahlreiche Ehrenpreise gestiftet, so daß diese Ausstellung die erste sein wird, auf der es möglich ist, das Streben und die Erfolge unserer Landwirthe und Derer, die zur Förderung der Landwtrthschaft Mitwirken, tn würdiger Weise anzuerkennen. Zahlreiche andere Vereine, deren Zweck in Beziehung zur Landwtrthschaft steht, haben ihre Bemübungcn zur Vervollständigung der Ausstellung mit denen der land- wirthschaftlichen Vereine verbunden. Geueralveriammlungen verwandter Vereine werden mehrfach während der Dauer der Ausstellung hier zusammentreten und durch diese Gleichzeitigkeit Zeugniß geben von der Bedeutung, die dem 50jährigen Bestehen der landwirthschaftlichen Vereine und dieser Festfeier betgelegt wird. Mögen dre Hoffnungen und Erwartungen, die man so allseitig mit der Wirksamkeit der landwirthschaftlichen Vereine verbindet, in Erfüllung gehen. Möge auch diese Ausstellung Befriedigung und Anregung in Fülle gewähren und Jeder, der dazu mitgewirkt, darm den Lohn für bte dem gemeinsamen Werke gewidmeten Mühen finden. r , ., Eure Königliche Hoheit, den hohen Protector der Ausstellung, erlaube ich mir zu bitten, den Präsidenten des Provinztalvereins von Starkenburg ermächtlgen zu wollen, die Ausstellung für eröffnet zu erklären". k m . ,, Nachdem Seine Königliche Hoheit der Großherzog den Befehl zur Eröffnung der Ausstellung ertheilt, vollzog dieselbe der Präsident des Starkenburger Proolnzal- vereins, Herr Oberconsistorialpräsident Geheimerath Dr. Goldmann mit folgenden Worten. „Indem ich auf Befeyl Sr. König!. Hoheit-des Großherzogs bte allgemeine landwirthschaftliche Landesausstellung für eröffnet erkläre, fordere ich die Versammelten auf dem erhabenen Protector unseres Vereins und dieser Ausstellung unfern Dank für die kräftige Förderung des Unternehmens, für die gnädige Bewilligung dieses Ausstellungslocales und für die Ehre, die er uns durch fein heutiges Erscheinen erwiesen hat, dadurch auszudrücken, daß wir ausrufen: Seine Königliche Hohett der Großherzog lebe hoch Das den mächtigen Saal durchbrausende Hoch sand seinen tausendstimmigen Widerhall bet der Menge im Garten; von der Musiktribüne erscholl die Nationalhymne. Es folgte nun Seitens der Herrschaften unter Führung der Herren des Centralaufchuffes ein Rundaana durch die große Ausstellung, welcher erst nach 6 Uhr Abends fein Ende erreichte. Vielfach gaben namentlich Se. Königl. Hoheit der Großherzog Allerhöchstseiner Befriedigung und Freude Über das Geleistete Ausdruck. Ueber die mannigfachen Details der Ausstellung, welche sich namentlich in Bezug auf ihr ganz vorzügliches Arrangement des allgemeinsten Lobes zu erfreuen Hat, eingehend zu berichten, ist uns bei der Kürze der ganzen Dauer derselben und den damit verbundenen zahlreichen sonstigen Arbeiten nicht möglich und müfeien wir diese, Berichterstattung zudem einer anderen berufenereu und sachkundigen Feder überlassen. r , i. Berlin, 15 Septbr. Der Mmcker des Innern hat an die Oberpra- sidenten solaendes Rundschreiben erlassen: „Rach § 60 unter 4 des Reichsmilitär-Gesetzes vom 2. Mai 1874 in Verbindung mit § 79 der Ersatzordnung bedürfen die vorläufig in die Heimath beurlaubten Rekruten zur Verheirathung der Genehmigung des betr. Landwehr-Bezirkscommandos. Rach den mir von dem Herrn Kriegsminister mitgetheilten bezüglichen Zusammenstellungen find gleichwohl bisher in sehr häufigen Fällen Rekruten ohne Verbringung der gedachten Genehinigung zur Eheschließung zugelassen worden Ew. u s. w. ersuche ick» daher ganz ergebenst, den Standesbeamten der dortigen Provinz, unter Hinweisung auf die §§ 45 und 69 des Reichsgesetzes vom 6. Febr. 1875, die allegirten gesetzlichen Vorschriften in Erinnerung zu bringen und ihnen — für alle Fälle, in denen die Oiichtanwendbarkeit der letztern sich nicht ohne Weiteres ergiebt — die thunlichst sorgfältige Feststellung der Verhältnisse mindestens durch Befragung des betr. Superintendenten zur Pflicht zu machen. — Die Nachrichten, welche aus Hofkreisen über das Befinden der Kaiserin kommen, lauten leider nicht allzu günstig und lassen jedenfalls noch ein längeres Heilverfahren als nothwendig erscheinen. Der Gipsverband hat einem Drahtverband seit einigen Tagen Platz gemacht, doch scheint das schmerzhafte Leiden noch nicht geyoben zu sein. Unter solchen Umständen ist kaum Aussicht auf einen nochmaligen Herbstaufenthalt der Kaiserin in Baden gegeben. Der Kaiser wird von den sächsischen Manövern direct nach Babelsberg zurückkehren. — Eine sehr beherzigenswerthe Warnung lesen wir im „Schw. Merkur." Demselben wird geschrieben: Zurückgekehrt von einem mehrwöchentlichen Aufenthalte in Paris hält Ihr Berichterstatter es.für seine Pflicht, Lehrerinnen und Erzieherinnen dringend zu warnen, in diese Stadt überzusiedeln, ohne einer festen Anstellung versichert zu sein. In letzter Zeit, hat uämlich der^ Zr^ug von Lehrerinnen aus Deutschland so zugenommen, daß so ziemlich alle Hellen besetzt find. Die Neuankommenden bringen gewöhnlich nur für wenige Wochen oder Monate Unterhaltsmittel mit sich und sind. vielfach der französischen Sprache nur unvollständig mächtig. Persönliche Unerfahrenheit, sowie die Prellerei der Stellenvermittlungs-Bureaux tragen dazu bei, daß selben m ki^ze.ter Zett aller SDtitte! entblößt, dem Elende preisgegeben sind Em Wuck noch wenn sie bei Landsleuten oder aus der deutschen Getandtschaft die Mittel zur Rückreise erhalten können. In vielen Fällen jedoch kominen fie tn ichlimme Hande und nAm («runde Olme feste und zwar nicht einseitig mit einem Stellenvermittlungs-Bureaux, sondern direct mit der betr. Familie^^abgeschlossene Anstellung sollte also keine deutsche Erzieherin die Reise nach Paris antreten. Berlin, 16. Septbr. Die „Norddeutsche" schreibt^ Nach einer von der Staatsanwaltschaft zu Freiburg >. Br. an öxe gelangten Mittheilung ist die Anfangs in einigen Blattern am-gesprochene muthung, daß das beklagenswerthe Estenbahn-Ungluck bei «ugstetten durch den Unisturz einer Telegraphenstange verursacht worden sei, durch das Ergebn.tz der Untersuchung vollständig widerlegt." Dortmund, 16. Septbr. Auf Schacht Kasterstuhl der Zeche „West- salia" sand aeaen 6 Uhr ein schweres Grubenunglück durch schlagende Wetter statt Todte sind bis jetzt nicht gesunden; 20 Verletzte wurden bereits zu Tag gebracht, darunter einige schwer Verletzte. Es sollen an der Unglückstelle an 40 Mann beschäftigt gewesen fein. München, 16. Septbr. In Der heute Morgen um 8 Uhr eröffneten electrischen Ausstellung ist fast Alles vollendet. Einzelne Parthien sind großartig. — Nach dem Rundgang des Prinzen durch die Ausstellung fand in dem daselbst befindlichen Theater eine Darstellung lebender Bilder mij brillantem Erfolge statt. Die Lichteffecte sind blendend. Wilhelmshaven, 16. September. Se. K. Hoheit Prinz Heinrich ist als Vertreter Sr. Majestät des Kaisers zu der Enthüllung des dem Prinzen Adalbert gewidmeten Denkmals gestern Nachmittag hier eingetroffen und durch die Admirale Berger und Gras Monts, den Oberpräsidenten von Leipziger, den Geheimen Rath Erdmann, Vertreter des Großherzogs von Oldenburg, den Bürgermeister und den Magistrat empfangen worden. Se. K. Hoheit hielt alsdann unter dem Donner der Salutbatterie und unter den jubelnden Begrüßungen der Bevölkerung seinen Einzug durch die prächtige, von der Stadt erbaute Ehrenpforte und die festlich geschmückten Straßen nach seiner Wohnung im Gebäude des Stationschefs. Heute früh brachten die Bürgergesangvereine Sr. K- Hoheit ein Ständchen dar. Das Wetter ist prachtvoll, der Fremdenzufluß vom Lande und der See her ist ein großer. — Die feierliche Enthüllung des Prinz Adalbert-Denkmals fand heute Mittag um 12 Uhr in Gegenwart Sr. K. Hoheit des Prinzen Heinrich, des Ehefs der Admiralität, der Spitzen der Civil- und Militärbehörden und des Seeoffiziercorps statt. Unter dem Donner der Kanonen von den Kriegsschiffen und den Landbatterten fiel auf einen Wink Sr. K. Hoheit die Hülle, die Matrosen und Seesoldaten, welche im Paradeanzug das Denkmal umstellt hatten, präsentirten das Gewehr, während die Musik die Nationalhymne spielte. Viceadmiral Bätsch hielt die Weiherede und übergab schließlich das Denkmal der Stadt, Alsdann erfolgte der Stapellauf des Aviso „Ersatz Grille" von der kaiserlichen Werft. Der Prinz Heinrich vollzog im Namen Sr. Majestät des Kaisers die Taufe und nannte den neuen Aviso „Pfeil". Dem glänzenden Schauspiel wohnte eine zahlreiche Volksmenge bei, welche Se. K. Hoheit lebhaft begrüßte. Dresden, 16. September. Se. Majestät der Kaiser hat sich mit dem König, der Königin und der Prinzessin Mathilde, Sr. K. K. Hoheit dem Kronprinzen, dem Großfürsten Wladimir und den anderen hier anwesenden Fürstlichkeiten heute Vormittag 9 Uhr 40 Min. vom Leipziger Bahnhof aus über Riesa zum Manöver des XII. Armeecorps begeben. Vom Schloß bis zum Bahnhof bildeten abermals dichtgedrängte Menschenmassen ein ununterbrochenes Spalier und begrüßten den Kaiser und die Fürstlichkeiten mit Hochrufen. Das Wetter ist prachtvoll. — Morgen Vormittag 10 Uhr gedenkt Se. Majestät der Kaiser dem Festgottesdienst in der evangelischen Hoskirche beizuwobnen. Eisenach, 16. Septbr. Die hier heute versammelten deutschen Irrenärzte beschlossen, den Reichskanzler zu bitten, zu veranlassen, daß die Psychiatrie in die ärztliche Prüfungsordnung ausgenommen werde. Ferner wurde beschlossen, die Bundesregierungen zu ersuchen, auf die Pflege geisteskranker Sträflinge ihr Augenmerk zu richten. Hesterreich. Triest, 16. Septbr. Eine einem Reisenden gehörige Kassette, welche unter verdächtigen Umständen über die Grenze gebracht werden sollte, ist von der Bezirksbehörde bei Ronchi mit Beschlag belegt worden. Bei der Untersuchung fand man zwei Bomben, der Reisende wurde verhaftet. Jrankreich. Paris, 16. Septbr. Den Blättern, welche den Engländern jetzt große diplomatische Schwierigkeiten in Aussicht stellen, antwortend, schreibt das Gam- betta'sche „Paris" : „Im diplomatischen Sinne bestehe kein Europa, das sich zur effectiven Intervention in Egypten entschließen wollte. Das Princip der Unabhängigkeit Egyptens und des Suezkanals sei leerer Schall geworden und England werde ganz nach eigenem Ermessen handeln können. Gegenüber des fait accompli stehe Europa absolut entwaffnet da. Es bleibe nichts Anderes mehr übrig, als sich darein zu fügen. Wenn eine neue Concurrenz, die jetzt als blasser Schatten erscheine, zu Stande komme, so werde man dieselbe nur der Form halber zu Rathe ziehen; das englische Cabinet bleibe nichtsdestoweniger Herr seiner Akte." Nur tröstet sich „Paris" Damit, daß es gerade im Interesse Englands liege, mit der französischen Republik in engem Einvernehmen zu bleiben. Daß Unterhandlungen für eine neue Conferenz im Gange sind, wird von allen Seiten bestätigt. Rom soll als Conferenzort vorgeschiagen fein. England. London, 15. Septbr. Die Telegraphen- und Eisenbahn-Verbindung mit Kairo wird heute hergestellt, nachdem die Rebellen den großen Damm über die Bahn bei King Osman weggeräumt haben. Ein Zug mit arabischen Osfi- cieren, die sich ergeben wollen, ist nach Benha abgegangen, da Wolseley aus persönlicher Ergebung der höhern Osficiere besteht. Arabi Pascha wurde von bengalischen Reitern, welche sein Haus in Kairo umzingelten, festgenommen. Der Khedive wird nach seiner Ankunst in Kairo ein Tribunal zur Aburtheilung der Rebellenführer niedersetzen, wobei ihnen ein Anwalt zur Bertheidigung gestattet werden soll. Die Truppen in Kafre-Dowar werden augenblicklich entwaffnet, nachdem die Bedingungen der Uebergabe festgestellt sind. Eine Depesche Wol- seley's beziffert Die Zahl derjenigen, welche in Kairo capitulirten, auf 10,000. Die Zahl der englischen Verwundeten ist 300. Das hiesige Kriegsministerium telegraphirte gestern nach Chatham und Woolwich: alle Verpackungen der neuen Ballons seien einzustellen, sowie alle noch nicht abgeschickten Ballen auszupacken. Das ist der erste Befehl, welcher das nahe Ende des Krieges andeutet. „Pall Mall Gazette" vertheidigt übrigens die egyptische Nationalpartei gegen diejenigen, welche nach Arabi's Sturz behaupten, daß keine „Nationalpartei" existire. London, 16. Septbr. General Wood besetzte Millaha und Kafre- Dowar. — Am Donnerstag nimmt die Börse in Alexandrien ihre Geschäfte wieder auf. — Aus Kairo wird gemeldet: Einige Eingeborene, die des Mordes verdächtig waren, versuchten zu entfliehen und wurden darin durch den Pöbel unterstützt. Die egyptischen Soldaten dämpften indeß den Aufruhr, indem sie auf die Menge feuerten und dieselbe zerstreuten. London, 16. Septbr. Verschiedene Morgenblätter melden, das Kriegsamt treffe bereits Anstalten für die Rückkehr der englischen Armee aus Egypten. — Die „Times" meint, Arabi sei ein politischer Verbrecher und müsse als solcher und nicht als gemeiner Verbrecher behandelt werden. England könne jetzt großmüthig handeln, doch dürfe Arabi nicht gestattet werden, in Egypten zu bleiben oder ein Asyl in Konstantinopel zu suchen. — Sämmtliche Abendblätter melden ans Alexandrien, Millaha sei von allen Mannschaften der Aufständischen geräumt, dieselben hätten sich offenbar in ihre Heimathsorte zurückbegeben. Rußland. Petersburg, 16. Septbr. Das „Journal de St. Pötersbourg" sagt, der Einmarsch der Engländer in Kairo sei eine Enttäuschung des muselmännischen Fanatismus, Der auf Uneinigkeiten unter Den Mächten gerechnet habe. Diese Enttäuschung werde eine noch stärkere werden durch eine Bestätigung des gegenseitigen Vertrauens, das unter den Mächten herrsche, sobald Europa über die neue politische Verwaltung Egyptens beschlossen haben werde. Aegypten. Alexandrien, 16. Septbr. Kurschid Pascha, Commandeur von Abukir, erklärte sich bereit, das Fort zu übergeben. — Der Khedive beabsichtigt, sich nächsten Donnerstag nach Kairo zu begeben. — Das Ministerium Des Auswärtigen hat den Consuln ein Hinaus- schieben des Verfalltags für Handelswechsel vorgeschlagen. — Der Commandant von Damiette Abdellal soll über eine Streitmacht von 5000 Mann, aus Schwarzen bestehend, verfügen. — Mahmud Barud: Pascha ist gestern Abend in Kairo verhaftet worden, als er sich mit einem Wagen nach Shubra begeben wollte. Ebenso sollen Hassan Pascha Cheri, Minister der Wakfs unter Arabi Pascha, und der ehemalige Director des Octroi in Alexandrien, Vartowley, verhaftet worden sein. Der Journalist Isaak Adid, Unterfecretär der Notabelnkammer, ist verbannt und an Bord eines Schiffes gebracht worden. — Dem Khedive zugegangenen Nachrichten zufolge hätte Abdellal, der Commandant von Damiette, es abgelehnt, sich zu unterwerfen. — Die Entwaffnung der egyptischen Truppen in Kafre-Dowar wird noch im Laufe des heutigen Tages durch den General vorgenommen werden, dieselbe dürfte vor morgen nicht beendigt sein. General Wolseley hat das Palais Abdin in Kairo bezogen, wo der Khedive denselben eingeladen hatte, Wohnung zu nehmen. Gleichzeitig stellte der Khedive das Palais Kasr-en-Nuskha zur Verfügung des Herzogs von Connaught. Der englische Generalconsul Malet wird heute dem Khedive den General Harman vorstellen, welcher das Commando von Alexandrien übernehmen wird. Alexandrien, 16. Septbr. Das Fort Aslan, welches eine halbe Stunde von Kafr-Dowar entfernt liegt, hat sich heute früh dem General Wood übergeben. Alsbald nach seinem Eintritt in das Fort frug General Wood, wo sich ein gewisser Porlucci, ein ehemaliger Offizier der italienischen Marine, befinde, der von dem Schiff „Kastel- fidardo" desertirt sei, um mit den Rebellen gemeinsame ^ache zu machen. Nach einigem Zögern wurde Porlucci in der Uniform eines egyptischen Offiziers vor den General Wood geführt, welcher denselben zu einem armirten Zuge schickte, der wm Schutze der behufs Ausbesserung der Eisenbahn engagirten Arbeiter in einiger Entfernung von Kafr-Dowar hielt. Darauf nahm General Wood die Unterwerfung der egyptischen Offiziere entgegen. — Als die beiden Züge, welche heute Nachmittag von hier abgingen, um Kriegsgefangene von Kafr-Dowar hierherzubringen, in Kafr-Dowar anlangten, waren die Rebellen sammtlich verschwunden und hatten nur ein kleines Detachement zur Bewachung ihrer Waffen zurückgelassen. Die englischen Truppen besetzen gegenwärtig Kafr-Dowar- Das Artillerie-Lager zu Ramleh ist aufgelöst und die Marinesoldaten sind von dort zurückgezogen worden. Es geht das Gerücht, daß Damiette kapitulirt habe. Türkei. Konstantinopel, 16. Septbr. Trotz einer langen Audienz, welche Lord Dufferin gestern bei dem Sultan hatte, ist noch kein Einvernehmen betreffs der Militär-Convention hergestellt (!). In türkischen Kreisen schreibt man die Schnelligkeit der Unterdrückung der Rebellion Arabi's Der Proklamation des Sultans zu, welche einen zahlreichen Abfall Der Anhänger Arabi's herbeigeführt habe. Die Letzteren hätten vordem geglaubt, Arabi hanble gemäß Den Befehlen Des Khalifs. Telegraphische Depesche«. Wolff'S telegr. Eorresporrden^Burearr. Dresden, 17. Sept. Se. Maj. Der Kaiser besichtigte heute Vormittag mit Dem König Albert Die neue Jägerkaserne unD Die Albertstadt, nahm dort die Parade seines sächsischen Grenadierregiments ab und dejeunirte später bei dem Officier-Corps desselben. Um 1 Uhr wird Se. Maj. der Kaiser eine Besichtigung der sächsischen Militärvereine abhalten, welche auf dem Alaunplatze Aufstellung nehmen. Se. Maj. der Kaiser und der König Albert wurden überall von der zahlreich anwesenden Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. — Se. K. K. Hoheit Der Kronprinz wohnte dem Gottesdienste in der evangelischen Hofkirche bei. — Se. Maj. der Kaiser begab sich heute Vormittag nach dem Dejeuner bei dem Officier-Corps seines sächsischen Grenadierregiments mit dem Könige und sämmtlichen Fürstlichkeiten nach dem Alaunplatze und besichtigte hier die in 4 Treffen mit ihren Fahnen und Musikcorps aufmarschirten 20,000 Mann starken Kriegervereine Sachsens. Endloser Jubel der Veteranen begrüßte und begleitete den Monarchen. Nachmittags besuchte Se. Maj. der Kaiser das Alberts- fest in dem königlichen Großen Garten und verweilte daselbst ca. 272 Stunde. Nach den glänzend gelungenen Auszügen unternahm Se. Maj. der Kaiser mit der Königin eine Umfahrt durch Die Dichtgedrängte Volksmenge, überall mit enthusiastischen Zurufen begrüßt. Der König folgte zu Fuß, vom Publikum ebenfalls jubelnd empfangen, ihm schlossen sich die übrigen Fürstlichkeiten an. Um 6 Uhr fand Hof täfel statt, an welcher außer den Majestäten sämmtliche hier anwesende Fürstlichkeiten, das Gefolge, die zum Ehrendienst commandirten Offt- ciere, die Minister u. A. theilnahmen. Vormittags hatte Se. Maj. der Kaiser noch das Atelier des Bildhauers, Prof. Schilling, besucht. Alexandrien, 17. Septbr. Die Uebergabe von Abukir soll heute erfolgen; die Nachricht von der Kapitulation Damiette's bestätigt sich nicht. Lokales Gießen, 18. September. Gestern wurde in einem hiesigen Laden einer Bauersfrau das Portemonnaie mit 15 JL Inhalt entwendet. Der Dieb wurde in der Person eines befreundeten Frauenzimmers ermittelt und verhaftet: bis auf einige Mark, die schon verausgabt waren, wurde das Geld noch bei ihr vorgefunden. — Ein hiesiger Einwohner hatte die unliebsame Bemerkung gemacht, daß seinem Gemüse- und Obstgarten in letzter Zeit von unbefugter Hand Besuche abgeftattet wurden. Er legte sich deshalb heute Morgen auf die Lauer, um den Besucher ubfassen zu können. Um 5 Uhr kommt rote gewöhnlich denn auch derselbe und erntet ein, aber diesmal weniger Obst als sonst etwas. Hoffentlich wird der Diebin das Handwerk vorerst gelegt fein. r Vermischtes. , ,... ®ei7 16. September Neuerdings ist die Einrichtung getroffen, daß die halbjährlich mit den Postleitheften erscheinenden 13 Ueberstchtskarten (mit Angabe der Postanstalten, der Eisenbahn-, Post-, Dampfschiffs- und Landbriefträger-Verbindungen und die Entfernung der Postorte von einander) von dem Publikum allgemein gegen Bezahlung durch Vermittelung der Postanstalten bezogen werden können. Die Bestellung kann sich auf jede beliebige Karte einzeln beziehen, der Verkaufspreis beträgt für jedes Karten-Exemplar 20 Pfg. Die einzelnen Uedersicktskatten umfassen folgende Ober-Postdirectionsbeztrke: Karte I: Bromberg, Danzig, Gumbinnen und Königsberg (Preußen); Karte II; Köslin und Stettin; Karte III: Hamburg, Kiel und Schwerin; Karte IV; Bromberg und Posen; Karte V: Breslau, Ltegnitz und Oppeln; Karte VI: Dresden und Leipzig; Karte VII: Berlin, Frankfurt (Oder) und Potsdam; Karte VIII: Erfurt, Halle (Saale) und Magdeburg; Karte IX: Kassel, Darmstadt und Frankfurt (Main); Karte X: Braunschweig, Bremen, Hannover und Oldenburg; Karte XI; Minden, Münster und Arnsberg, sowie die rechtsrheinischen Theile der Bezirke Köln (Rhein), Koblenz und Düsseldorf; Karte XII: linksrheinische Theile der Bezirke Koblenz. Köln (Rhein, und Düsseldorf, sowie die Bezirke Aachen und Trier; Karte XIII: Karlsruhe (Baden), Konstanz, Metz und Straßburg (Elsaß). Schiffsbericht. Mttgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen. C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 15. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Donau, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. September von Bremen und am 5. September von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 15. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Leipzig, Capt. Fr. Pfeiffer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. August von Bremen abgegangen angekommen- war, ist heute wohlbehalten in Baltimore Handel und Verkehr. '^uchtpreise.) Weizen 19.02, Korn ^15.62, Kartoffeln ^670 ®rbfen M £e,n ** —, Samen X 27.28, ^2 7t?qk!^fupa Sept. Mf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu 1* Eier dasHuudert X 5.50—6.50, Stück 6-7H, Butter Oualitat 1.40, 2. Qualität 3L 1.26, Kartoffeln ver Centner al 2 50 3 'SO ?oUMßOÖ^)e!kbah "i' pnr 8-12 Wirsing8-10 ^Blumen- OO°o”ön° t n ? r.1 Suppenhuhn X 0.00-0.00, 7 Poularde m n0-00' 1 Ente X 0.00—0.00, 1 Tanbe 00—00 1 Welschen X 00, 1 Gans «/TU VU.U, /r M., 18. Septbr., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbencht. Mttgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen) Creditactten 272%, Staatsbahnactten 300%, Galizier 275%, Lombarden 128%, Nord- weftbahnactren 185, Darmstadter-Bankactien 15974, Oberschlesische E.-B -Act 2551 2 ^10^7 ^Nerrente 66V4, 4% Ungar. Goldrente 75%, 4% 1880er Russen 70%s, ^On28o7ir/ re2* ?^Ä'Anleihe 56%, Spanier 64%, 5% Rumänische Rente 91 %, 4% Umftc. Egypter 67%8. Tendenz schwankend. Obstversteigerung. Donnerstag den 21 Septbr., Vormittags von 8 Uhr an, soll das Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln und Birnen, versteigert werden. Der Anfang ist am Weg nach Wieseck. Alten-Buseck, am 16. Sept. 1882. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. 6074 Wagenbach. Obstversteigerung. Donnerstag den 21. Septbr., von Morgens 10 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln und Awetfchen, versteigert werden. Annerod, am 18. Septbr. 1882. Großh. Bürgermeisterei Annerod. 6073 Engelhardt. Das Gemeinde-Mst bestehend in Aepfel und Birnen, wird am Donnerstag den 21. ds. Mts. für Krofdorf-Gleiberg, ca. 60 Ctr-, um 9 Uhr, für Launsbach, ca. 140 Ctr., um 2 Uhr an Ort und Stelle versteigert. Krofdorf, den 16. September 1882. 6076 Das Bürgermeisteramt. Obst-Versteigerung. Mittwoch den 20. Septbr., Morgens 10% Uhr anfangend, soll das Gemeinde-Obst, bestehend in Zwetschen, einer Quantität Aepfel und Birnen, an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort. Grüningen, den 13. Septbr. 1882. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Leidich. 5990 Mittwoch den 20. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Karoline Mitze dahier Flur XXXX/40aV10, 481 Mtr. Grabgarten, links der Chaussee, XXXXa/40%0, 481 Mtr. Grabgarten daselbst, XXXX/40a%0, 427 Mtr. Straße das. xxxx 4Oa9//,3 Uhr anfangend, werden im Saale des Gasthofs „Zum Einhorn" dahier öffentlich meist- bietend gegen Baarzahlung versteigert: Wollwaareu, als: Kinderkleidchen, Damen- und Herrenunterjacken, Unterhosen, Tücher in schwarz, bunt und weiß, Knabentricots, Tischdecken, Flanell. Leinen, als: doppelbreites und einfaches, Handtücherleinen, Tischtücher, Servietten, Taschentücher, Tischdecken, sowie eine größere Parthie fertige Herrenhemden. Englische Tüll- zu Vorhängen. Feiner Sammt. Herrenhalsbinden (Schleifen). Gießen, den 13. September 1882. Bühner, 5947 Großh. Gerichtsvollzieher. Falirikszeichen. c-, .. , . ——-----;------ —___________________rabrikszelchen. C5 nnrö geirrten Ja ftriftsseiest en verlangen. ms® au-a Hemden nach Maß liefert unter Zusicherung bester Ausführung 5023 M. Kann, Lindenplatz. Vie Vnivcrfltätsapotheke „Zum goldenen Engel", von H. Collmann — empfiehlt: Alten Malaga, direct bezogen, zu M. 2,50 und 1,25. Griechische Weine zu Mk. 2.—, 2,50 und 3,—. Vorzüglichen Tokayer zu Mk. 3,-, 1,50 und 75 Pfg. Emser Pastillen zu 80 Pfg. 2554 Fewste Parfums: Ettu de Serail, Sans Pareil, ä 1 Mark. Ämerikan. Oefen 6erren Füll-Regulir-Oefen in großer Auswahl, Kochöfen, Transportable Guss- und Blechheerde, Kochgeschirre, Feue- rungsgeräthe empfiehlt Carl Hensel, Wallthorstratze. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. Näheres in der Exped. ds. Bl. Frisch eingetroffen: Holländische Vollharinne (superior), pr. Stück 8 Pf., „ Nohbückinge, pr. Stückig Pf. marinirte Häringe, in pikanter Sauce, pr. Stück 12 Pf., 6ooo empfehlen J. A. 1$IISC 11 SÖililC« Vergebung von Bauarbeiten Nachstehende zur Reparatur der Haupttreppe im academischen Krankenhaus dahier erforderliche Arbeiten, wie: Steinhauerarbeit, veranschl. zu JL 90, Schlosserarbeit, „ „ „ 80, Schreinerarbeit, „ „ „ 685, sollen auf dem Submissionsweg vergeben werden. Zeichnung, Voranschlag und Bedingungen liegen bei uns bis Mittwoch den. 20. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, in welchem Termin die Eröffnung der Offerten in Gegenwart etwa erscheinender Submittenten erfolgt, zur Einsicht der Interessenten offen. Die Angebote sind in Prozenten der Voranschlagssumme ausgedrückt, verschlossen, portofrei und mit der nöthigen Aufschrift versehen, einzureichen. Gießen, den 18. Sept. 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. I. V. Pr. Hesse, Bauaccessist. 6080 Mittwoch den 20. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden auf meinem Bureau 3 Stücke Chiffon (Stücke ä 63 und 71 Mtr.), sowie 2 Kleiderschränke, 3 Kommoden, 1 Nähmaschine und 1 runder Tisch meistbietend versteigert. Gießen, den 18. September 1882. Geißler, 6083 Großh. Gerichtsvollzieher. JseitzeSote«es. 6069 In einer frequenten Stadt Oberhessens ist eine schon seit langen Jahren mtt bestem Erfolg betriebene Metzgerei mit Wirthschast verbunden Familienverhältnisse halber zu verkaufen. Franko-Anfragen richte man gefl. an Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. 3J? mit der Bezeichnung: P. 62325._________ ! Strickwolle! in allen Farben und Qualitäten zu bMgsten Preisen, sowie die seit Jahren von mir eingeführte ! Bockwolle I das Pfund 1.20 empfiehlt J. H. Fuhr, Sonnenstr. 104. NB. Stricken von Strümpfen, Nöcken 2c. wird billigst besorgt. Auch stehen Musterröcke zum Abstricken gratis zur Verfügung^5595 Zum Einmachen: Echten Weinessig, do. ä l’Estragon sowie alle Gewürze empfiehlt billigst 5259______Fr. Seibel. 107 zzz Bergmannes — sw Threrschweftl-Seift um* bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbedingt alle Arten Hautunreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendendweitze Haut. Vorrätbig ä Stück 50 H bei Cmil Fischbach. Lina Herbert, Hebamme. NB. Schelle befindet sich am Hause. 6082 Gießen, den 18. September 1882. . Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr statt. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. empfiehlt 5258 (sehr pikant) Fr. Seibel« 4641 Möbl. Zimmer mit Kabinet, zunächst der Klinik und Poft, zu vermiethen. Ltegmayer, Eisenbahnbaumeister. goss so—'io tüchtige Erdarbeiter werden gegen guten Lohn gesucht zum Bahnbau nach Gräfenroda i. Thur, von Bauunternehmer Koch & Sohn- Prima holl Votthäringe feinst marin. Gäringe Rocktvolle per Pfund von 1.20 an, Strickwolle in allen Farben und Qualitäten enipfiehlt sehr billig 6006 Julius Schulze.- Darmstädter Ausstellungsloose Ziehung am 28. Sept. Gewinne i. Werthe von 66000 X 1 Loos 1 Mk. Moritz Strauß jr. in Mainz. Generaldebit. In Gießen bei Carl Lehrmund, H. Plank, Julius Wallach. 599o Die Nr. 50 enthält: Das Ringlein. Erzählung von Marc. Ronen- (Forts.) — Ber Sturm und Regen. E°ne Scene aus der heurigen Badesaison. Bild von Louis Braun. — Das Rochus- fest am 20. August 1882. Von Rbenanus. LJ Am Grabe Pius IX. Von Ty. Trede. — Aus Sbrapnelhausen. Bilder vom Artillerie-Schießplatz in Jüterbog. Von Hermann Vogt. Mit neun Illustrationen. — Am Familientisch: Galgenhumor. Von Rob. Falck. "Mit zwei illustrirten Beilagen: Dr. Carvcr, "der böse Geist der Prärien." Von Hermann Vogt. Mit Abbildung: Der Kunstschütze Dr. Carver zu Pferde. — Gewerbliche Umschau. — Gepanzerte Eisenbalm- züge im ägyptisch-englischen Kriege. Mit Abbildung: Der Krieg in Aegypten. Gepanzerter Eisenbahnzug auf eum Re cognoscirungsfahrt un Nil-Delta. Um schau in fernen Landen. — In unserer Spielecke. Die billigste und bequemste Beförderung e Hfieit Amerelut über Bremen, Hamburg, Antwerpen -a bewrg°n dre c°ncesü°mrten U - ^Zur7a°n in Rotterdam Boompjes 10, Antwerpen rue Breydel New-York 45 West-St (nahe dem Castle Gai den). Tüchtige Agenten werden fortan gesucht. ____ — Zum B-r«g von Lteinkoblcu in I8aaenladum»cn und kleineren Knauti- Todes-Anzeige. 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