Nr. 16S. Mittwoch den 19. Juli IS82. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigtblatt für den Kreis Gießen. : Schulstraße 8. 18. Erscheint täglich mit Zlusyahme des MontagS. Preis merteljührlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Betreffend: Die Instruction zu dem Reichs-Mehfeuchengesetz. Gießen am 15 Juli 1882 Das Großherzogliche Kreisamt Gießen d«e Großherzoglichen Bürgermeistereien beziehungsweise die Ortspolireibeamten des Kre.'i-s folgende, K M k6te im § 20 der Reichs-Ausführungs-Instruction zu dem obigen^ Gesetze die aM°7dM werdet ^ar“9ra^en zwider, frei umherlaufend betroffen werden, so kann deren sofortige Tödtung polizellich ge°'chrieben°isü §unbefperre innet^a[b beä «^ahrdeten Bezirks frei umherlaufend betroffen werden, zwar nach Umständen Mässig, aber nicht unbedingt vrn- ____________________Dr. Boekman n. . .7ß, 0 . r " ^r. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12. l. M., enthält: K°nsularvertrag zwffchen dem Deuychen Reich und Griechenland. Vom 26. November 1881. ra ■ z77'J ivekanntmachltng, betreffend die Ausgabe neuer gestempelter Wechselblankets. Vom 10. Juli 1882 Gießen, den 18. Juli 1882. Großherzogliches -Kreisamt Gießen. ----- --Ur. Boekmann. Politische Ueberficht. .. Gießen, 18. Juli. Unser Kaiser weilte von Donnerstag bis Montag auf der Bodensee- Jnsel Mainau in dem Lustschlosse seines erlauchten Schwiegersohnes des Großherzogs von Baden und machte auch von Mainau aus verschiedene Abstecher zu Schiff nach den Ufern des Bodensees, bei welcher Gelegenheit sich die Gesundheit und Kräfte des Kaisers als vorzüglich zeigten. Am Montag reiste der Kaiser nach Gastein ab und wird daselbst am Dienstag von Salzburg kommend eintreffen. Die Dauer des kaiserlichen Aufenthaltes in Gastein ist auf 3 Wochen berechnet. Die Vorgänge in Egypten und zumal die Katastrophe in und um Alexandrien erregen begreiflicher Weise ün höchsten Maße auch unsere politischen Kreise, denn die furchtbaren Ereignisse von Alexandrien sind unter Umstanden dazu angethan, für die egyptische Frage ganz neue bedenkliche Perspectiven zu eröffnen, bei denen auch Deutschland in eine gewisse Rtitleidenschaft gezogen werden kann, da in Egypten nicht nur englische und französische, sondern auch europäffche Interessen zu vertreten sind. Die in dieser Richtung drohenden Conflicte zu mildern, ist daher eine Hauptaufgabe von Deutschlands Politik geworden. Auch hört man, daß zum Schutze deutscher Reichsangehöriqer und zur Wahrung deutscher Interessen noch ein oder zwei unserer Kriegsschiffe sich nach Alexandrien begeben werden. An das Scheitern der Einigungsversuche in den kirchenpolitischen Verhandlungen werden von Seiten der beiden Parteien recht merkwürdige Argumente geknüpft. Während die Regierung, und wie es scheint, nicht mit Unrecht, der Centrumspartei die Schuld an den gescheiterten Verhandlungen beimißt, weil diese Partei es nicht ihren Zwecken entsprechend halte, dem Oberhaupte der katholischen Kirche eine Einigung mit dem preußischen Staate anzu- empsehlen, will die klerikale Presse die Entdeckung gemacht haben daß Gründe allgemein politiicher Natur, wie u. A. auch die Stellung des deutschen Reiches zu Italien eine Versöhnung mit dem Papste verhindert hätten. Das Project, nach der Scheiterung des Tabakmonopols größere für tne Reichskasse erwünschte Einnahmen mit Hülfe einer erhöhten Branntwein- und Spiritussteuer zu erlangen, gewinnt an Wahrscheinlichkeit da erwiesenermaßen die Branntweinsteuer in Deutschland sehr niedrig ist Nach den Urtheileu von Fachkennern kann indessen von einer Verdoppelung ber bis jetzt üblichen Maischraumsteuer für Branntwein- und Spiritussteuer keine Rede sein, da eine solche der Production des Branntweins, die in vielen Gegenden eine Haupteinnahme- Quelle der Landwirthe ist, zu großen Eintrag thun würde, und empfiehlt man daher eine Fabrikat- oder Consumsteuer für den Branntwein. Zu der von der Frankfurter Handelskammer an den Bundes- rath gerichteten Beschwerde wegen der besonderen Postwerthzeichen Bauerns und Württembergs, die im Postverkehr für das Publikum manche Nachthelle im Gefolae haben, erklärten bereits die Handelskammern zu Gießen, Offenbar Mainr Darmstadt, Bingen, Koblenz, Barmen, Münster, Bischweller, Worms' £"at unb Hamburg ihre Zustimmung. Es wird behufs Beseitigung des allae nein aiterkannten Uebelstandes darauf ankommen, an Stelle der besonderen Postwerth- zeichen der beiden Staaten em anderes Mittel zur Wahrung des Reserva «ckt s derselben aus die Posteinnahmen aus ihrem Gebiete zu ermitteln. ' 1 ä 521110 Oesterreich sind wichtige politische Ereignisse zur Kell nnr niriit ju melden Wir erwähnen daher nur, daß sich die Pattei de? DeutschösterreiÄr durch mehrere Partei-Versammlungen in ihrem Kampfe gegen die slavischen Rationalitäten zu stärken sucht, und daß in Prag die Czechen anläßlich der Ver- erdnung des österreichischen Mmistenums, daß die Czechen in deutscher Sprache bas Staatsexamen machen müssen, sich zu allerlei deutschfeindlichen Kundgebungen veranlaßt gefühlt haben. a y . . bedenklich auch die Ereignisse in Egypten für den Stand der franzonschen Interessen in Afrika sind, und allerlei Verlegenheiten für die französische Regierung verursacht haben, so konnte dieser Umstand doch nicht die Freude der Franzosen an ihrem Nationalfeste wesentlich beeinträchtigen und man kann sagen, daß Paris und ganz Frankreich in den Tagen vom 13. bis 15. Juli wieder einmal in Wonne schwammen. Am 13. Juli fand die Vorfeier und in Paris unter der Theilnahme des Präsidenten der Republik, der Minister des Mumcipalraths, der Vertreter der Kammern, der Botschafter, Gesandten und auswärtigen Bürgermeister die Einweihung oes neuen, im großartigen Style erbauten Rathhauses (Hotel de Ville) statt. Der Präsident des Pariser Ge- memderaths, Songeon, hielt die Begrüßungsrede an den Präsidenten der Republik, Grovy, ferner an die Spitzen der Behörden und die auswärtigen Vertreter. Dann hielt der Seinepräfekt Floquet die Weiherede für das vollendete HSxel de Ville, welches ein Asyl fein solle für ein freies Paris und ein starkes, geack- teteä Frankreich und zum Schluß brachte der Präsident ber Republik auf Paris em begeistertes Hoch aus. Mit Sanfeten und anderen Feierlichkeiten beging man m Paris und ganz Frankreich dann das eigentliche Nalionalfest, den 14. Juli. An diesem Tage sand auch in Longchamps bei Patts eine große Truppenparade in Gegenwart einer ungeheuren Volksmenge statt, bei welcher Gelegenheit die Volksmenge ganz besonders den stattlich aussehenden Artilleristen den Chasseurs und Pompiers zujubelte. . In russischen Negierungskreisen schmeichelt man sich anläßlich der Aufdeckungen nihilistischer Verschwörer in den Marinekreisen und einigen Garderegimentern, sowie der Gefangennahme Pribylow's mit 18 Genossen der Hoffnung, die nihllistische Hydra mit ihren Häuptern eingefangen zu haben Der gefangene Pnbylow und der Husarenmajor Tychotzky sollen die Haupträdels- Fuhrer der Nihilisten sein und bei allen nihilistischen Mordplänen der letzten Jahre die Hand im Spiele gehabt haben. Wir wünschen der russischen Negierung von Herzen einen guten Erfolg gegen die Nihilisten, glauben aber noch ange mcht, daß m dem durch und durch corrumpirten Rußland das Unkraut des Nihilismus stch so bald ausrotten lassen wird. Seit dem Bombardement von Alexandrien macht die englische Regierung die sichtlichsten Anstrengungen, um einestheils selbst soviel als möglich die egyptischen Wirren zu localistreu und anderntheils die fernere Lösung derselben dem europäischen Areopag anheimzustellen. Der europäischen Conferenz hat England den von allen Großmächten angenommenen Antrag unterbreitet, daß nunmehr die Türkei zur Wiederherstellung der Ordnung in Egypten aufgc- sordert werden solle. Doch macht sich auch England auf alle Eventualitäten gefaßt, um seine Action in Egypten nicht zu discreditiren und sendet noch circa 20,000 Truppen nach Alexandrien und dem Suezkanale, denn der Admiral Seymour besitzt viel zu wenig Landungstruppen und kann mit den paar Tausend Mann, die ihm zu Gebote stehen, nicht viel wagen. Nach Nachrichten aus Konstantinopel beschloß der türkische Ministerrath, daß sich die Türkei zur Intervention bereit erkläre, doch solle die Ordnung der egyptischen Angelegenheiten zunächst ohne türkische Militärmacht versucht werden. Alle Nachrichten aus Egypten concentriren stch um die Greuel- thaten und Verwüstungen, die in und um Alexandrien stattgefunden haben und traurig genug, wahrscheinlich noch stattfinden. Alexandrien, das große, schöne und blühende Alexandrien, mit mehr als zehntausend Häusern und Palästen und über 200,000 Einwohnern, gleicht nur noch einem Schutthaufen, denn die weit über die Forts hinweggeflogenen und in die Stadt hineingefallenen Bomben der Engländer und die Zerstörungswuth der racheschnaubenden Egypter vernichteten die Stadt fast vollständig. Die arabischen Pöbelhaufen erwürgten gegen 5000 (?) noch in Alexandrien befindliche Europäer, von denen sich nur einige Häuflein nach dem Hafen retteten, dann kamen räuberische Beduinen in die Stadt und vollendeten Brand und Plünderung. Admiral Seymour hat soviel als möglich Marinetruppen gelandet, welche verschiedene Stadttheile von Alexandrien besetzen und die Plünderer mit Mntenschüffen verjagten. Der Vicekönig ist gerettet und befindet sich unter englischem Schutze. Arabi Pascha soll nur Mann. Die deutschen und griechischen Matrosen, welche ausgeschifft worden waren, sind gestern wieder auf ihre Schiffe zurückgekehrt. Zu der Niedermachung der Fremden und zu den Brandstiftungen foll von einem egyptischen Oberst das Signal gegeben worden sein. Alexandrien, 17. Juli. Trotz der Wachsamkeit der Patrouillen sind gestern mehrere Gebäude in Brand gesteckt worden. Eine größere Abthellung englischer Marine-Infanterie hat heute früh das Palais Ramleh besetzt. Telegraphische Depeschen. Wolsf'K telegr. Corxespon-en-'Burearr. Berlin, 17. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt, die deutsche Politik im Orient sei wenig interessirt und bemüht, sich die guten Beziehungen zu allen, auch den unter sich nicht einigen Mächten zu schonen, sie wolle die guten Beziehungen zu keiner Macht gefährden durch irgend eine verletzende Parteinahme, sie vermeide es, in den verhängnißvollen Fehler des Napoleonischen Frankreich zu fallen und anderen Mächten gegenüber eine Censoren- und Schulmeisterrolle zu üben. Die Presse verfolge eine andere Richtung. Gegenüber den scharfen Auslassungen der Presse über das Vorgehen Englands hat die Regierung con- statirt, daß ihr die Parteinahme der Presse in dieser Richtung fremd ist und dies umsomehr, als von keiner Seite eine Kundgebung deutschen Urtheils über das Verfahren anderer Regierungen verlangt ist. — Wie die „Nordd. Allg. Ztg." ferner hört, ist der deutsche Consul Treskow in Kairo am 15. ds. mit 300 Deutschen und Oesterreichern mittelst eines von den egyptischen Behörden gestellten Extrazuges wohlbehalten in Jsmailia eingetroffen, um von dort auf dem Suezkanal nach Port Said sich zu begeben. Die englischen und französischen Kriegsschiffe auf dem Kanal erhielten Befehl, der österreichisch-deutschen Karawane Schutz zu gewähren. München, 17. Juli. Se. Maj. der Kaiser traf heute Abend 6V2 Uhr von Lindau hier ein und setzte nach kurzem Aufenthalte die Reise nach Rosenheim fort. Der hiesige preußische Gesandte und der Militärbevollmächtigte waren Sr. Majestät bis Kempten entgegengesahren. eine Stunde hinter Alexandrien mit 20,000 Mann stehen und entschlossen sein, weiter zu kämpfen. . Aegypten. Toulon, 16. Juli. Die hier ftattfindenden Rüstungen werden beschleunigt; der „Algesiras" ist zum Transport von Pferden und von Artillerie eingerichtet worden. Auf Befehl des Ministers wurde eine bedeutende Quantität von Korkhelmen angeschafft. Als Transportschiffe sind die Schiffe „Creusa", „Aveyron", „Ceres", „Japan", „Yonne" und „Algerie" bereit gestellt. London, 16. Juli. Wie verschiedenen Blättern aus Alexandrien vom 16. ds. gemeldet wird, wurden gestern Abend alle englische Martnesolvaten und Matrosen zusammenbeordert, weil man einen Versuch Arabi Paschas, in die Stadt zu gelangen, erwartete. Heute früh 3 Uhr fand ein Kampf außerhalb des Thores Moharrem Bey statt, über den Umfang und das Resultat desselben verlautet Nichts. Starkes Gewehrfeuer wurde nicht vernommen. — Etwa 80 deutsche Flüchtlinge, einschließlich der barmherzigen Schwestern und des Personals des deutschen Hospitals, mußten sich, da sich in der Nähe des Hospitals Truppen befinden und dasselbe von dem Feuer der Gatlingkanonen bedroht ist, mit den Kranken einschiffen und wurden von 25 Mann des „Habicht" durch die brennende Stadt escortirt; drei Viertel der Flüchtlinge sind Frauen. — Aus Suez vom 16. ds. wird gemeldet: Der Befehlshaber des englischen Kriegsschiffes „Iris" habe den egyptischen Kriegsschiffen befohlen, bis auf Weiteres Suez nicht zu verlassen. Es heißt, der egyptische Befehlshaber habe seine Schiffe durch den Canal bringen wollen- Bis heute früh ist kein Versuch gemacht worden, die Schifffahrt auf dem Canal zu hindern. Die Gerüchte von der angeblichen Plünderung von Kauffahrern sind unbegründet. Die Cäpitäns werden nicht mehr vor der Einfahrt in den Canal gewarnt, doch werden die Schiffe zuvor genau untersucht. — Das Reuter'sche Bureau meldet aus Alexandrien: Arabi Pascha befindet sich mit 4 Regimentern Infanterie, 1500 Mann irregulären Truppen, einem Regimente Cavallerie, 800 Pferden, 36 Krupp'schen Geschützen und 12 Mitraileusen noch in Kafr Dowar, die Truppen sollen aber demoralisirt sein Ein von Arabi Pascha nach Alexandrien gesendeter Officier, der das rollende Eisenbahnmaterial und 3000 Tonnen Kohlen an sich nehmen sollte, wurde von den Engländern gefangen genommen. Der Khedive hat Arabi Pascha nach Alexandrien berufen und demselben angedroht, daß er '.hn im Weigerungsfälle als Rebellen behandeln werde. In Alexandrien ist zur Befriedigung des örtlichen Bedürfnisses ein Getreidemarkt eröffnet worden. Die Eisenbahnverbindung nach Kairo soll in der kommenden Nacht in der Nähe des Mariutsees unterbrochen werden. In Kairo soll vollständige Ruhe herrschen. Alexandrien, 17. Juli. Admiral Seymour hat eine Bekanntmachung erlassen, worin er anzeigt, daß er mit Zustimmung der egyptischen Negierung die Wüder- herftellung der Ordnung in Alexandrien übernommen habe. Brandstifter sollen sofort erschossen, Marodeurs verhaftet werden; es ist Niemand gestattet, die Stadt nach Sonnenuntergang zu verlassen Am Schluffe fordert Admiral Seymour die Bevölkerung auf, sich wieder an ihre Geschäfte zu begeben. — General Alison ist mit 4000 Mann Seesoldaten und Infanterie und mit seinem Generalftabe hier eingetroffen. Von den Truppen sollen die Forts Gadbari und Ramleb besetzt werden. Konstantinopel, 17. Juli. Die Einladung zur Intervention in Egypten soll nach einer anderen Version die Dauer der Okkupation auf 3 Monate begrenzen. Weiter wird gemeldet, der Aufenthalt der Truppen solle nur auf Verlangen des Khedive und nach vorhergegangener neuer Vereinbarung zwischen der Pforte und den Mächten verlängert werden können. Die Anwesenheit der Truppen darf die Entwickelung der politischen und namentlich der durch Firmans garantirten finanziellen Institutionen nicht behindern- Die Befugnisse der M'litär-Commandanten sollen vorher im Ein- verständntß mit den Mächten festgestellt und ebenio die von Egypten zu tragenden Kosten im Einvernehmen mit den Mächten bestimmt werden. Im Falle die Türkei die Intervention ablehnt, behalten sich die Mächte vor, zu anderen Mitteln zu greifen. London, 17. Juli. Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Simla vom 17. ds. gemeldet: Die Truppen, welche die Regierung von Indien nach Egypten senden wird, haben Befehl, erhalten, Vorbereitungen zum Abmarsch zu treffen. Die beurlaubten Officiere und Mannschaften sind zurückberufen worden. — Den „Daily News" wird aus Port Said gemeldet, daß dort Vesorgniß wegen eines Angriffes von Beduinen herrsche. 1500 Mann egyptischer Truppen ständen in der Richtung von Damiette und führten dort starke Verschanzungen auf. ^ien. et(y bieff®. S&iS! Ä SSyfc. SKs Jahre W J®r. N--dn ‘»»6 * feör der Generaloers M Weber- Offene*! Sitzung der Stadt Aer Stölting i Dotktt nur für v feine Pension, re und sobald diese r eines Bürgermesite Mission, bestehend unb Weimann gei piasidiren wird. Franksur folgender Prozeß verhandelt Beklc Beklagte sind Lieb! Halter der Hamill Zeit in einem Hits mit welcher sie di während die Mar Möpsen nmrben gehabten Bergleich wie in einem Hur Klägerin, Frau B machten. Die Be Zeit bis auf 12 v Romulus sollten. MMoch bin 11 */?8 Uhr, soll ein I hessischen Eisenbahn ge Äimlysad dahier ge M vri und Aelle ai M 4 Jahr verpachte WR, den Itz. $ 4781 l Vkch Freitag den . . Vonnit werden im Sfebl 1 Kommode 1 Spiegel, 5 b kieferne 2 ^Betttücher,: . tucher, 12 Ar *£ete,,iWn: 47R^dmK 'Berlin 14 ^ult. In seiner am 9. ds. zu Worms gehaltenen Berichterstattung bat der Reichs aas-Adgeordn-te Dr. Marquardsen sich u. a. auch näher mit dem V-r- hä tntß der Straßburger Tabakmanusactur zum Schicksal der Manapolvorlage b-schaf- tiat und daraus hingewtesen. wie neben der schlichte sachlichen Vertheidigung des Entwurss das Vorbild der Straßburger Wirthschaft abschreckend «ade wirken müssen. Wie sehr mit diesen Ausführungen -in bis in die hochconscrvatn-cn Kreise brnetn anerkannter wunder Fleck getroffen worden ist. d-w-ist -ine r-d°-ti°n-ll- Aus-in°nd-r. ietzuna in dem Hauptorgan der süddeutschen Deutschconservatlven vom 14. ds. Mts. Darm büßt es in Beziehung auf di- Angriffe vom Reichstag und außerhalb desselben: Erklärlich finden wir jene Angriffe doch, zu deren^ Abwehr dre amtliche elsaß-lotb- rinaische Leitung fast täglich eine Menge Druckerschwärze verschwenden muß Es fft bedauert ch, daß ein Institut wie die kaiserliche Tabakmanufaktur beharrlich tn der Oeffentlichkeit sich herumzerren lasten muß, aber— wir scheuen uns mcht, es zu sagen _ keinen geringen Theil der Schuld daran trägt die Direction der Tabakmanufaktur selbst. Wer da Kenntmß bat von der geradezu lächerlichen Ansicht der Drrection, sie habe wieder so und so viel Cigarren „verkauft", wenn sie wieder eine Verkaufsstelle errichtet hat; wer da die Löwenverträge kennt, mittels welcher einzelne Geschäftsleute verpflichtet werden, einen Minimalsatz von so und so viel Tausend Mark zu erzielen, während die Manufactur dem betreffenden Geschäftsmann Concurrenz macht und zwar in einer Weise, die fein Kaufmann sich gefallen lassen kann; wer ferner die Versuche kennt wie sie in dem Prozeß Weller vor den Stuttgarter Gerichten ausgedeckt wurden, der muß im Interesse deS Reichsgedankens überhaupt bedauern, daß man zuständigen Ortes nicht schon längst die gesammte jefci0e $irectton ber 2n6atmanufQhur bureb eine andere und zwar fachmännisch geschulte ersetzt hat Gerade das Geschaftsgebahren der jetzigen Dlrection hat sehr viel dazu beigetragen, daß frühere Anhänger des Tabak- monopols Gegner desselben geworden sind und daß die Oppositionsparteien sich aus der Straßburger Manufaktur wie aus einem wohlgefüllten Arsenal Waffen gegen die ganze Reichsregierung holen" u. s. w. Letzteres ist natürlich eine parteiische Uebertreibung; nicht gegen die ganze Reichsregierung, sondern gegen das unglücksel-ge, im Vundesrath selber nur mit Noch durchgedrückte Monopolproject bietet die Straßburger Mißwirth- schaft allerdings schneidige Waffen. Im Fortgang des Artikels wird auf eine ungehott verhallte conservatioe Warnungsstimme verwiesen, und dann heißt es weiter: „Jetzt schließt, wie m jener Denkschrift vorausgesagt war, ein Verkaufsstellenmhaber nach dem andern seinen Laden, jetzt machen ärgerliche Processe das unliebsamste Aufsehen, setzt finden auch die riesigen Cigarrenoorräthe ihren Weg größtentheils zurück nach Straßburg kurz, jetzt ist der prophezeite Spektakel da zum Hellen Gaudium der Oppositionsparteien und zum tiefen Leidwesen jedes aufrichtigen und unabhängigen Patrioten." So weit das süddeutsche deutschconservative Blatt mit seiner Herzensergießung. Wie sich danach die Rechnungsablage und Untersuchung der Straßburger Manufactur, um derentwillen unsere politischen Freunde mit Recht auf Commissionsberathung des Monopolentwurfs bestanden, bei gründlicher Prüfung ausgenommen hätte, fft leicht einzusehen. Aber auch darin mag Dr. Marquardsen Recht haben, wenn er in der erwähnten Rede scherzweise bemerkt, bei längerer Fortsetzung der Monopoldebatte würden schließlich zur Zählung der Monopolfreunde die 10 Finger der;Zählenden gereicht haben, so stark sei bis in die ulttaconservativen Kreise hinein die Abneigung von Tag zu Tag gewachsen.(Köln. Ztg.) M ‘■■■SS;, tzs -M- Dai-Äi düng 4795 Li 4804 Lokales. Gießen, 18. Juli. [12. Sitzung der Handelskammer am 10. Juli.) Anwesend die Herren Ed. Silbereisen, L. Georgi, S. Heichelheim, A. Katz, F. C. B. Koch, R. Scheel, Gg. Hch- Schirmer und A Ziußer. Die Handelskammer Frankfurt a. M- übersendet eine von ihr an den Bundesrath des brutschen Reichs gerichtete Eingabe, tn welcher unter Darlegung der Nachtheile, welcher die Verschiedenheit mancher Posteinrichtungen im Reiche einerseits, in Bayern und Württemberg andererseits (z. B. Freimarken und Correspondenzkarten) zur Folge habe, gebeten wird, auf Beseitigung dieser Mißstände hinzuwirken. Die Kammer beschließt, eine Eingabe in gleichem Sinne an den Bundesrath zu richten- Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz übersendet eine Einladung zu der am 26. Juli stattfindenden Sitzung des Eisenbahnbeiraths. Da Herr Silbereisen geschäftlich verhindert ist, dieser Sitzung beizuwohnen, wird sein Stellvertreter Herr Georgi dieselbe besuchen. Die der Kammer übermittelten Desiderien, betreffend namentlich daS Fehlen jedes birecten Vormittag-Anschlusses zwischen ber Main Weser- Bahn und b:r Main-Neckar-Bahn, die Ausgabe von Sonntagsbillets ab Gießen für die Oberhessischen Bahnen und Heizung der 3. Wagenklasse auf den Oberhessischen Bahnen, sollen für die Tagesordnung angemeldet werden. Eine Zuschrift ber hiesigen Petroleumhändler giebt der Kammer Kenntmß von Einrichtungen, welche die Bremer Importeure getroffen haben, um der Verordnung vom 24. Februar nachzukommen (Petroleumbörse, Testamt) und sucht die Vermittlung der Kammer bet Großh. Regierung dafür nach, daß die in Bremen vom Testamt untersuchten als vorschriftsmäßig befundenen und abgestempelten Barrels im Groß- herzogthum keiner weiteren Untersuchung und Controle unterließen. Die Kammer beschließt, dieses Gesuch zu unterstützen. Großh. Bürgermeisterei Gießen macht der Kammer Mittheilung davon, daß die Stadtverordnetenversammlung das Gesuch des Comitös für den Bau einer Secundär- Bahn Gladenbach-Lollar, einen Beitrag zu bewilligen, abgelehnt habe. Die Kammer beschließt, sich zunächst bet der Bürgermeisterei Gladenbach nach dem augenblicklichen Stand dieser Angelegenheit zu erkundigen. Eine Zuschrift der Handels- und Gcwerbekammcr Kaschau wünscht Mittheilungen über die im hiesigen Bezirke durchschnittlich gezahlten landwirthschaftlichen Arbeitslöhne. Herr A Katz wird mit Ausfüllung des b.tr. Schemas beauftragt. Das Großh. Ministerium der Finanzen theilt der Kammer mit, daß ihrem Gesuch betr. Wegfall des erhobenen Stempels von 1,10 JL für Retourwaaren, welche aus dem ZollvireinSausland zurückkommen, entsprochen worden sei und alle Retourwaaren, sowe.t dieselben nicht einen höheren Steuersatz als 90 «X zu bezahlen hätten, bleiben von dem seither bei Einreichung des Gesuchs erhobenen Stempel befreit. - Eine Zuschrift der Estenbahnd'.rection Hannover erklärt, daß vom 15. Juli ab Nundreisedillets mit zweitägiger Gültigkeit von Gießen nach Frankfurt und zurück über Sachsenhausen, Hanau. Fnedberg nach Gießen zur Verausgabung gelangen werden. Die Kammer erkennt darin nicht die Erfüllung ihrer Wünsche, daß Retourbillets Gießen-Friedberg-Frankfurt beliebig auch auf der gleich langen Strecke Hanau-Friedberg- Gießen zur Rückreise benutzt werden könnten und beschließt Wiederholung ihr dahingehenden Gesuchs. Ein Schreiben des Präsidiums des deutschen Handelstags theilt mit, daß die Aeltesten der Berlmer Kaufmannschaft das Unternehmen der Herausgabe eines deutschen Exportfirmeriadreßbuchs zu unterstützen beschlossen haben und ladet die deutschen Handelskammern ein, auch ihrerseits dieses Werk fördern zu helfen. Die Kammer beschließt die Veröffentlichung einer Bekanntmachung, daß Circulare und Probedogen, welche genau Ausschluß über Zweck und Ausstattung des Werks geben, von dem Secretariat der Handelskammer bezogen werden können, ferner daß Herr Generalsecretär Bu eck in Düsseldorf, welcher der Kammer persönliche Erläuterung über das Unternehmen zu geben sich bereit erklärt hatte, davon in Kenntniß zu fegen, daß der Hondelskammerbezirk Gießen zum Rayon des Herrn Generalsecretars Dr. Rentzs ch in Berlin gehöre. r . -,r , , In Preußen treten mit 1. Januar 1883 an die Stelle der seitherigen Eisenbahn- conserenzen Bezirfseisenbahnräthe. Die Kammer beschließt, Se. Excellcnz den Minister der öffentlichen Arbeiten in Preußen, Herrn Maybach, um Zulassung der Kammer zu den Verhandlungen der Bezirkseffenbahnräthe zu ersuchen, welche an Stelle der von der Kammer besuchten Eisenbahnconferenzen treten und dazu die gesetzlich erforderliche Zustimmung der Großh. Regierung einzuholen. Von dem ComitL des volkswirthschaftlichen Congrcsses (26 bis 28. September) ist eine Einladung zur Beschickung desselben eingelaufen Die Kammer erwählt den Secretär Dr. Engelmann, welcher erklärt, den Congreß besuchen zu wollen, zu ihrem Vertreter auf diesem Congreß. Die übrigen Gegenstände des Tagesordnung werden ausgesetzt. Sodann legt noch der Vorsitzende Herr Ed. Silbereisen wegen Geschäftsreisen das Präsidium auf einige Zeit in die Hände des stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn L- Georgi. Gießen, 18. Juli. Auf Station Großkarben wurde gestern Abend em Milchsuhrmanil vom Büdesheimer Hof von einem Eisenbahnzug überfahren. Die Rader riffen dem unglücklichen Mann beide Beine und einen Arm ab. Der alsbald ein- ! getretene Tod machte den Leiden des Mannes ein Ende. Wie uns erzählt wird, soll i dieser Unglücksfall bereits der dritte sein, welcher dem fahrenden Locomotivführer mit v . . ( . ... c. rx<( « r < ! feiner Maschine passtet ist. Letzterer selbst war von dem Unglück aufs Tiefste ergrifsen. c,, NA* Meldung uus Alexandrien betragt die Zahl der behufs i 18. Juli. Bei dem diesjährigen Hauptschietzen in Laubach erhielten Handhabung der Polizei und zum Zweck der Zuruckweffuug eines etwaigen An- . 8om hicha-n SchützMoer-in Müller 8* Euler 5, Noll 2 Preise, zusammen 15; grfffs Arabi Pascha s an s Land gesetzten englischen Streitkräfte gegen 3000 ' darunter befindet sich ein 1. Preis fr wordm Dachung Oberst das ic” in allen, *® Wen Be- Parteinahme, n Frankreich ^lmeisterrvlle scharjen Mng con- remd ift und llrtheils über Nordd. Ug. 15. ds. mit en Behörden ion dort auf Md sranzöff- bend 6^ Uhr e nach Rosen- ächtigte waren ili.] Anwesend katz, J. C. B. ;n den Bundes' j der Nachtheile, its, in Bayern len) zur Folge Die Kammer ;en- : eine Einladung iHerrSilber- in Stellvertteter rerien, betreffend er Main Mr- ab (Men ObMifötn ÄS- Kenntnih von >r BnvrdnM it n vorn Testamt Lrrets im Groß' Dir Kammer a davon, daß die einer Secundar- ie. Die Kammer n augenblicklichen ichtMittheilme" chm Arbeitslöhne- M, d°b I wt« Ä1 ab vom la- < «L,r B* ■ass4* lattuna KM ‘«Ra«* Mnd.A' ÄS' juf’ z .* rt9* <5; L>"" Franl,^.., -.. r. . X 27V2-28, fremder X 23—26, Roggen eff. h:es. Handel und Verkehr. Gießen, 18. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Psd. X 0.85-0.90, Hühnereier 5-6 und 2 Stück 0 Enteneier per Stuck 6 Käse per St. 5—8 Käsematte per Sluck 3 Erbsen 1 Lrter — Lmsen 1 Liter — H Tauben das Paar 80—90 Hühner per -Ltuck 1.00—1.30, Hahnen per Stück Ä-1.40, Enten per Stück ^ l.s0-2.00 Ochsenfleisch per«64^6^, Knb- und Rindfleisch 54—56 X Kalbfleisch 44 brs 50 X Schwemefleftch 62—64^, Hammelfleisch 60—70Kartoffeln per 100 Kilo X 4.50—5 00, ZwrebelnperCentner X 12, Milch per Liter 14—18 X Kirschen per Pfund 25—30 X Ganse X 0.00—0.00. Neue Kartoffeln X 7—10 m .. . «n . - Die Hundegesellschaft blieb jedoch länger als vereinbart in der Pflege, obschon man deren Zurücknahme verlangte. Nun hielt sich Frau Brümmer nicht mehr an das ursprüngliche Abkommen gebunden und verlangte weitere 80 Pf. für reden Mops. Nach der ursprünglichen Vereinbarung bestand das Tagesmenu je nach der Saison aus Folgenden:: 1) Frühstück: Milch und Brötchen; 2) Mittagessen: Suppe, Gemüse und Fleisch; 3) 4Uhr Esstn: Kaffee und Brödchen; 4) Nachtessen: Suppe mit Brod und Fleisch. Als Beigemüse mutzten die Hunde täglich, damit sie rernes Blut behielten, Weitzkraut, event. Spargelköpfchen erhalten. Kartoffeln waren, als zu plebejisch und der Gesundheit der Möpse nicht förderlich, ausgeschlossen. Als schließlich die Zahlung ausblieb und die Marquise sich gar nicht mehr um die Hundefamilie kümmerte, da wurde sie gemahnt und es wurden sogar die hier befindlichem Mobiuen mit Beschlag belegt. Die Beklagte bestritt Alles, selbst die Beerdigungskosten für die „gestorbenen Möpse, man wolle sich vergleichen, aber man wolle sich nicht prellen lasten, das Höchste, was man geben wolle, sei 306 Mark. Der Gerichtshof zog sich zur Berathung zurück und erklärte, daß, da von der Marquise Harriet de Valado und dem Baron v. Matthias Alles bestritten werde, auf den 31. Oktober d. I. Beweistermtn angesetzt sei, zu welchem die Parteien zu erscheinen haben; außerdem werden erscheinen Thierärzte, Pflegemutter, sonstige Pflegerinnen der Möpse, Gastwirthe und Gerichtsvollzieher, Anwälte u. s. w. Der Prozeß beschäftigt hier und in Düsseldorf 4 Advocaten. _ Vermischtes. z-rx ipx cynTi Dem Beschluß der Generalversammlung der land- „„»»Sä».». A’XmÄÄ"&■ der Großh. Centralstelle für die Mit der Generalversamm- mtttags V-10 Mr, lm Saalbau Ub ^eha landwirthschastlichen Vereins lang ist die Jubllaumsfeier des bOzahrigen Beney Kunden, sowie die allgemeine des Großherzogthums Hessen und> derenO m^otectorate Seiner Königlichen Hoheit Landes-Ausstellung unter dem Allerhöchsten ^^^.^Emlung ist wie folgt d.s Großherzogs. Die T^sesordnung f ben Präsidenten der Großh. Centralbestimmt: 1) Begrüßung der Anwesend Vereine seit ihrer Entstehung- 2) In stelle und Rückblick auf bte Erfolge der . insbesondere ist die Errichtung welcher Weise ist der landw. Realcredit z 0 jm Interesse der landw. Bevölkerung einer Landeskredstkasse für das ^Eerzogthum^ gemacht werden? Referent: angezeigt und welche Vorschläge können n. dieftr 9^0 ger Großh. Centtalstelle im Polizeirath Haas (Darmstadt) als Vo s tznve Commission; Correferent: Jahre 1880 zur Prüfung der bezüglichen Frag emge ßl n Di- Organisation I. Möllinger, Präsident des Referent: General- der Hetnecken zu Frankfurt a. M^ tz'L K^SKLzLÄÄ“ 4i-; — w‘0 äßcber. einer gestern Abmd abgehaltenen nicht öffentlichen "Säte"-"'® äs votirte nur für die gesetzliche Pens snotrhtuffps bei der Reaierung nachsuchen MUMSL-LSLSM« ZMZMV-MM- Hurt, 17. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer X 271/2—M, fremder X 23—26, Roggen eff. hies. X 1914, fremder X 16 /2—19, Gerste eff. hies. und Wetterauer X 17—18, fremde 18-19, Hafer eff. hres, X 16V2—17, fremder X 16—17. Rüböl eff. ohne Faß hiesiges rn Parthren von 50 Ctr. X 331/2. Branntwein eff. ohne Faß X 43. Frankfurt 17. Juli. Der heutige Viehmarkt war zremttch befahren. Ange- trieben waren ca. 370 Ochsen u. Stiere, 280 Kühe u. Rindes 190 Kälb-r u 200 Hamm^. Die Preise stellten sich per 100 Pfund Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. 66—68^ 2. Qual. X 00—00, Kühe 1. Qual. X 58—60, 2. Qual. X 00—00^ Kalber ie nach Qualität X 48—60, Hammel 1. Qual. X 60—62, 2 Qual. X 4o—aO. «rankfirrt a. M., 18. Juli, Nachmittags 2 Uhr - Min. (Telegr^hischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft.Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 276Vg Staatsbahnactien 291'/«, Galizier 274 Lombarden 121V- Nard- westbahnactien 18$, Darmstadter-Bankactten 1583/«^ Oberschlesische E.-B.-Act. 248, Oesterr. Silberrente 66, 4°/0 Ungar. Goldrente 7d5/s, . 1880er Russen m69/ß, 50/0 1877r Russen —, 2. Orient-Anleihe 569 iö, Spanier 281/4, 5% Rumänische Rente 89"/ik, 4o/o Unific. Egypter^54V». Tendenz fest.______ ======== Wafferwärme der Lahn. Am 18. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: +17° R. Lustwarme ft-18 R- X> i^yr. rnuvi amen. Oberhess. Eisenbahnen. Mittwoch den 19. d. M., Morgens 1/28 Uhr, soll ein Theil der der Oberhessischen Eisenbahn gehörigen, am unteren Riegelpfad dahier gelegenen Grabgarten an Ort und Stelle an die Meistbietenden auf 4 Jahr verpachtet werden. Gießen, den 16. Juli 1882. Der Eisenbahnbaumeister. 4781 Stegmaper. Versteigerung. Freitag den 21. Juli ds. I., Vormittags 10 Uhr, werden im Pfandlokal (Seltersweg 6) 1 Kommode mit Aufsatz, 1 Sopha, 1 Spiegel, 2 Bilder, 1 Wanduhr, 6 kieferne Bohlen, 1 neuer Ofen, 7 Betttücher, 16 Bettüberzüge, 3 Tischtücher, 12 Handtücher, 2 Piquödecken meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 18. ^zuli 1882. 4799 Horn. Heisqeßotenes. Unterzeichnete Buchhandlung übernahm den Alleindebut für Hessen von „Der Hessische Kräutey'ammler" Ausführliche Beschreibung aller in Kessen wild wachsenden Pflanzen und Krauter; mit fein colorirten Abbildungen. Früherer Ladenpreis X 5, ^tzt bei Einsendung des Bettags von <-*2.20 erfolgt Zusendung frco. pr. Post. Darmstadt, Ludwigsstr. 20. 4795 C. Soffmann, Hofbuchhandler. 4804 Wegen vorgerückter Saison verkaufe sämmtliche Baumwollwaaren, als Unterjacken, Hosen, Strümpfe, Socken, Röcke rc. zu bedeutend herabgesetzten Pieisen. J. Kaan jr. am Kreuz ' 4807 Ein Stoßkarrn billig zu ver- kaufeii. Neuenweg B. 202. -------PrtmÄ 4674 Limburger Käse bei Nodert Stuhl, Neustadt D. 60. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Betreffend: Die Löber'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 jährlich an eine in Gießen geborene Handwerker-Wittwe zu vergeben. Unter mehreren Bewerbern erhalten solche den Vorzug, welche von den Eltern des Sttsters abstammen und das Verwandtschaftsverhältniß nachweijen. Anmeldungen werden von heute an binnen 14 Tagen aus unserem Bureau entgegengenommen. Gießen, den 17. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4797 A. Bramm. _ Bekamrtmachung. Die am 15. ds. Mts. fälligen Pachtgelder van den städt. Triebvierteln können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen Drenstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur Stadtkasse bezahlt werden. Gießen, den 14. Juli 1882. l . r. p Der Stadtrentmeister: Enders. Vieh- und Krämermarkt au flffenöorf fl- Ö. Cumha. Der nächste Vieh- und Kräwermarkt wird in hiesiger Gemeinde am 2L- Jul» l. I. abgehalten, wozu wir Käufer und Verkäufer freundlichst ettfabe«. Wir haben in den erlassenen Bekanntmachungen gelegentlich oes am 15. März l I. dahier abgehaltenen Frühjahrs-Marktes, welcher bekannllich über alles Erwarten sehr stark besucht war, ausdrücklich hervorgehoben, daß der Ortsvorstand die Absicht hat, für die ganze Gegend etwas zu sihaßen, was ihr seither fehr fühlbar abging, nämlich Markte, die das Interesse der Land- wirthe hiesiger Gegend in aller Beziehung fördern. ~ . r Dies auch hier wiederholend richten mir an Landwrrthe un^ leute und überhaupt an alle Freunde der Landwrrthschast,. fowre auch an die Gewerbtreibenden die freundlichste Bitte, auch diesen unseren zweiten Mar recht zahlreich zu besuchen. . . c Der Ortsvorstand wird auch hier wieder recht gerne allen Anforderung , namentlich bezüglich Stallungen rc., gerecht werden. Allendorf an d. Lumda, am 10. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. 4729 Bieber.__ Neue Grünkern billigst bei 4720 sietrolkumherde, I Messmgtöpfe Srüd)tenfüC6Cn empfiehlt Karl Hensel. Vorzüglichen Ober-Ingelheimer per i/2 Liter 80 Pfg. empfiehlt Louis Lind, 4770 Kirchenplatz. Krofdorser Vier per Schoppen 8 TeXtor CXportbier D.K- Patent. Einfathste und billigst« « g Bfitriebskraft für das Kleingewerbe, < Druckereien, Fleischereien, & Kaffeebrenner, Pumpen etc. — Gasmotor ohne Wasserkühlung, -Z so! Wester. * E vislf. verbesserter •— g Construction. E u_ Auf Probe und unter Garantie von a. ZvsZ. tebwt - MAGDEBURG Z (Friediichsatadt.) — per Flasche 20 H empfiehlt Karl Schulze H 4809 Neuen-Bäuen. Kochgeschirre, roh, verzinnt und emaillirt, offerirt zu bMgsten Preisen Wilhelm Seibert, 4513 Marktstraße.___ GkbrsnntkKaffees, gute Qualitäten, bei Robert Stuhl, Neustadt D. 60.____________ 4672 4784 Ein starker Pony mit Geschirr, braun, elegant, 10 Jahr alt, ganz Stute, sowie ein Reitpferd, ^osack' braun, Stute, 10 Jahr alt, Md tthr preiswürdig abzugeben. M L. Thon, Londorf. Neue holl. Bollhäringe Chr. SpriwK- Erdbeeren, Himbeeren, JohaZmisdeerm, Stachelbeere- werden, frisch gepflückt, ins Haus geliefert durch Gärtner Lohcnau, Hardthof. Bestellungen wolle man gefl. an denselben gelangen lassen. 4686 Naschenbier-Derkaus. Exportbier pr. Flasche 23 Pf. Lagerbier pr. Flasche 18 Pf. Nur reingehaltenes Bier aus der Actien-Brauerei Giessen empfiehlt von heute ab 4676 W. Hammel, Grünbergerstraße. Meine Waarenvorräthe find vorläufig in meiner Wohnung zu billigen Preisen zu verkaufen. 4806 Moritz Heichelheim» Zur gefl. Beachtung. Wegen vorgerückter Saison verkaufe: Beige von Mk. 0,50 per Meter und höher, Schwarze Cachemire, doppelbreit, garantirt reine Wolle, p. Mtr. Mk. 1,50, 1,70, 2, 2,20 und höher, Reinwollene doppelbreite Flaids in allen Careaus, schwere Qualität Mk. 2,— per Meter. 4460________Holberg, Kirchenplatz. Alle Sorten auf das Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle zum Anstreichen erforderlichen Lacke, Firnisse, Pinsel etc. empfiehlt 3445 Fr. 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Ferber, Buchhdlr., Kirchenplatz. 4573 Der seither von Frau Dekan ^rngeldern bewohnte mittlere Stock ist anderweitig zu vermiethen und per 1. Aua. beziehbar. Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. 4082 Das von dem Materialienverwalter Herrn H einberg bisher bewohnte Familienlogis ist versetzungshalber per 1. Oktober anderweitig zu vermiethen, auf Verlangen auch früher beziehbar. Näheres bei A. Rüsing .in der Nähe des Bahnhofs._______________ 4764 Ein Logis zu vermiethen. __ ____Schreiner Heß, Caplansgasse. 4762 Eine Stube zu vermiethen. "" ________________E. Dort, Wallthor. 4649 Ein aut möblirtes Zimmer, so- wie eine Schlafstelle zu vermiethen. __Lindenplatz A. 244. 4498 Ein Familienlogis zu vermiethen. ____Heinrich Moll. 4433 Eine Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör ist zu vermiethen und am 1. Oktober beziehbar. I. Ruckstuhl, Steinstraße __(Gartfeld).___________ 4394 Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. A. Wallenfels Wttw, 3515 Ein Logis, 3 Zimmer und Zubehör, per 1. Oktbr. zu vermiethen. _____Franz Gerbode, Kaplansgasse. 3509 Laden mit Wohnung zu vermiethen. _ Chr. Zimmer, Bahnhofstraße, .4280 Ein gut möbl. Zimmer zu ucr; mrethen bei C. Fr. Conrad, ,Friserrr. 4267 Eine große Scheuer mit Stallung billigst zu vermiethen bei Robert Stuhl, Neustadt. Vermischte Anzeiger!. 4801 Ein gold email. Armband in der Nordanlape gefunben. Gegen Erstattung ber anfertionSgebubren abzuholen bei Uhr- macher Schmidt, Bahnhofstraße. ' Z?78? letzten Jahrmarkt ist eure Rolle Geld in meinem Laven liegen geblieben. Hofconditor. 4800 Sm stad. phll.9 welcher seit 5 Jahren mit nachweislich sehr gutem Erfolg unterrichtete, sucht, eo. geg. freie Kost und, Wohnung, eine Hauslehrerstelle in hiesiger Universitätsstadt. Offerten sub 6.5320 an I. Barck & Co.. Halle a. S. ' Ein Laufmädchen wird gesucht. Zu erfragen in der Exped ds. Blattes. 4805 Das unterzeichnete Comite erlaubt sich, zu dem am 22. d, M, zu Ehren des Herrn Prof. Dl*. Wiiä stattfindenden Fackel-" Zug nebst Commers dessen ehemalige Schüler zur Theilnahme aufzufordern und bittet dieselben, sich in die in der Aula bei Herrn Hausverwalter Storck offenliegende Liste ein tragen zu woHen. ö 4803 Das Comite. __LA.: 0. Boek mann, stud. rer. nat. Bürge rcTTöTb. Sonntag den 23. Juli: Parthie nach dem Staufenberg. Näheres in späterer Anzeige. 4802__Der Vorstand. Norddeutscher Lloyd. 0 Billets iier Verein. Staaten. AMERIKA. Wegen Passage wende man sich an PostliumpMifffalirt von BREMEN Directe BREMEN nach nach dem Westen die IMrection des IVordd» Lloyd in Bremen oder an deren General-Agenten j&bxaliam in Mainz und dessen Agenten 4763 Die tieftrauernden Kinder. 0. W. Dietz Nachfolger in Giessen. Joh. Ph. Hofmann II. in Steinheim. Nie. Spiegelberger in Butzbach. J Schulhof in Friedberg. Ph. Zimmer in Lieh. Hermann Vogt in Reichelsheim. L M. Schloss in Alsfeld. 274 Danksagung. Allen Denen, die unsere unvergeßliche Mutter, Schivester und Tante Mltwe EI l se K ü h I e r, geb. Strauch, zur letzten Ruhestätte begleitet und uns während dem Krankenlager derselben so hilfreich mit Rath und That beigestanden haben, sowie für die Blumenspenden und die trostvollen Worte des Herrn Pfarrer Schlosser am Grabe sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Gießen, den 18. Juli 1882. 4808 Arbeiterinnen für Arbeitshemden gesucht. Herm. Aug. Mütter, Schulstraße. Ein Wort an Alle, welche Französisch, Englisch, Italienisch od. Spanisch wirklich »3^85" sprechen lernen wollen. Gratis und franko zu beziehen durch die Rosenthal'sche Verlagshandlung ;m Lei p $i_ g.______ Feuerversicherung! Für eine eingeführte deutsche Fener- versicherungsactiengesettschast wird ein solider, thätiger Hauptagent für Gießen und Umgegend unter günstigen Bedingungen gesucht. Gefl. Offerten unter H 12 bef. die Exped. ds. Blattes. 4710 4745 Eine ältere, brave Person, welche Liebe zu Kindern hat und im Haushalt aushelfen kann, wird zur Wartung dreier Kinder gesucht. Antritt baldigst, Stellung dauernd. Zu melden bei A. Neumann, Ingenieur in Wetzlar, am Bahnhof. _ 4738 Mehrere Schreinergesellen sucht Ph. Kreiling auf der Bach. 4774 Anstreicher-Gehilfen gesucht. __________C. Stephanh in Wetzlar.__ Bürgergestlflchaft. Die Stelle eines Dieners ist neu zu besetzen. Anmeldungen nimmt Herr Goldarbeiter Karl Brück entgegen. 4782 Der Vorstand. 4740 Ein braves Mädchen für Hails und Küche gesucht. Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. tfafjrpfan. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 247, 420, Ais * 650, 818* 11« 156 444 76* 750. ' Marburg 83*, 854. Caffel 1219*, l30, 3<3, 953* ns3 iig» 445, §44 * Wetzlar S2s 6", 8--, 12, l56, 4", 451 78* 750 905. EmS.Eoblknz 522, 64', 822*, 12, 156 41s 78*, 750 (geht nur bis Diez). Deutz 64', 12, 451. Fulda 730, liso, 73«. Alsfeld 73o, 1150, 500, 734. Gelnhausen 82o, 12«, 4«. Nidda 820, 1210, 4«, 84«. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1« 8«, 93s* iw 248 430 7«, 836*, IO3«, 1312*. ' Marburg 632, 730. Caffel 223, 313 *, 910* ips, 428, «5 * Wetzlar 72?, 940, 1133, 1258* 420 432 «so 832*, 1120, 12*. 940,1133,1258*, 420, «50, 832*, 12* Deutz 1133, 43-, 1120. Fulda 8'0, 240, 429, 10. Gelnhausen 920, 331, 656. Nidda 636, 920, 331 «so. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffern die Nachtstunden. Verantwortliche Rebaction: 21. Sckievda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fjr. Ehr. Vietsch in Giehen.