Samstag den 20. Mai 1882. srr. Li« Gießener Anzeiger Amts- und Anzcigeblait für den Kreis Gießen @wr»»w : Schulstraße B. 18. . . . . , a PrciS vierteljährlich 2 Marl 20 Ps. mit Brivgerlchn. Erlcheint tAglidl mit Ausnahme des Montags. Durch die Pest bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 D- Ufa. SAch. 1| Änttt Mstrch. * l$0tbn: ‘ Stot., SaufiS, »sarden- . 92'. O, mit «ietbrn. J3. hm bei Wk, «Ä«k Wttz. im fiuie ng, Stammt hnn ach «trmittiel nkel. ! Bimmir temitihm Maßt. i> Hanta, d|t ic. ist it ju m- ianwit. «dtchas goitl). t S»Wr ns) Wirt MM i5«»ta, 5t, pn> Betreffend^ Remunerirung des Feldschutzperfonals in dem Rechmngsjahr 1881/82. Sieben, am IG. Mai 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir benachrichtigen Sie, daß uns zur Belohnung besonders pflichtgetreuer Feldpolizeibediensteter ein entsprechender Betrag zur Verfügung gestellt worden ist und neben Akuten daher auf uns diejenigen Bediensteten Ihrer Gemeinden, welche auf den Feldschutz verpflichtet sind und welche üme einer Belohnung für würdig 2 bedürftg halten bi^ !um M Juni d. I. in besonderem Bericht zu bezeichnen.. Wenn solche Bedienstete in Vorschlag gebracht werden we che schon in früheren wahren Remunerationen erhalten haben, so genügt die Bezugnahme auf die früheren Berichte, falls eine Aenderung m den Verhältnissen Nicht cingetreten ist. Werden dagegen Bedienstete zum erstenmal in Vorschlag gebracht, so müssen aus den Berichten die persönlichen und dienstlichen Verhältnisse genau hervorgehen. , , ,,. Vorschläge, welche nach dem oben bemerkten Termine emlaufen, bleiben unberücksichtigt. 1 7 Dr, Boekmann. Lehrer-Conferenz des Conftrenz Bezirks Großen-Buseck: Mittwoch d«n 24. Mai. Vormittags 9 Uhr, in Großen-Buseck. Gießen, den 16. Mai 1882. Büchner, Kreisschulinspector. 81». imn mit tinrotg. [»(ort jir Marn»». Blum b- juni mtbcr= itetaft Lhtmk. ii t.Am 1 bei terftraii' msardw- ir, Me, ittzburem tu« ff* ti litt »'S ir.H* orM l'-t W- triu'V“0' Tg*e' pttl*'. 'itniitü* tita j«t btsi-h-s « «5 E itttaä 5 i>.L Politische Ueberstcht. Gießen, 19. Mai. Der Reichstag hat in der kurzen Zeit seines Zusammenseins schon verhältnißmäßig rasch gearbeitet; denn nachdem er in drei aufeinander folgenden Sitzungen die ersten Lesungen der Novelle zur Gewerbeordnung und der Vorlage, betr. die Abänderung des Zolltarifs, erledigt und dann in der letzten Hälfte der vorigen Woche die erste Berathung der Tabakmonopol-Vorlage gleichfalls erledigt hatte, ist er am Montag in die erste Berathung ber zu einem Gesetzentwurf vereinigten Vorlagen über die Unfall- und über die Krankenversicherung der Arbeiter eingetreten. Der genannte Gesetzentwurf unterscheidet sich von dem früheren Entwürfe, betr. die Arbeiter-Unfallversicherung, welcher bekanntlich s. Z. im Reichstage scheiterte, wesentlich dadurch, daß die büreaukra- tische Reichs-Versicherungsanstalt fallen gelassen ist, statt dessen sollen Betriebs- geuossenschasten gebildet werden, welche die Versicherung auf Gegenseitigkeit übernehmen. Dagegen hält auch der neue Entwurf an einem Reichszuschuß fest, welcher in der Höhe eines Viertel der Entschädigungen normirt ist; was ferner die Krankenkassen anbelangt, so sollen denselben alle Entschädigungen für Unfälle obliegen, welche Arbeitsunfähigkeit bis zu IZwöchentlicher Dauer zur Folge haben. — Die Debatte wurde vom Staatssecretär des Innern, v. Bötticher, eingeleitet; derselbe legte in eingehender Weise die Gründe dar, welche die Reichsregierung zur Wiedereinbringung oer Arbeiter-Unsallversicherungs-Vorlage bewogen haben und bat, daß das Haus mit Objectivität und Sachlichkeit diesen hochwichtigen Gegenstand behandeln möge. Aus der Mitte des Hauses ergriff sodann der fortschrittliche Abg. Max Hirsch das Wort, um in sehr langer Rede seine bekannten Gewerkschasts-Principien zu entwickeln; speeiell wandte er sich gegen die 13wöchentliche Carenzzeit und namentlich gegen die Bestimmung, daß Vie Krankenkassen für diese Zeit die Entschädigungs-Summen auf sich nehmen sollen; schließlich bat der genannte Abgeordnete um Ablehnung der Vorlage. Freundlicher stellte sich der Abg. Sonnemann sVolkspartei) zu dem Regierungs- Entwurfe, in welchem er einen bedeutenden Fortschritt gegenüber dem ersten Unfallversicherungs-Gesetzentwürfe erkannte; lebhaft plaidirte Herr Sonnemann für den Ausbau des Genoflenfchafts-Princips nach der obern Spitze hin und verwarf den Reichszuschuß auch in der geringen Höhe von 25 pCt. der Versicherungssumme, die Unsallverficherung gehe eben die Gesammtheit der Steuerzahler gar nichts an. Nachdem noch Namens der Soctaldemokraten Abg. Kräcker eine nicht unfreundliche Kritik an dem Gesetzentwürfe geübt hatte, wurde ein Vertagungsantrag angenommen, worauf sich schließlich noch eine äußerst interessante Geschäftsordnungs-Debatte entspann. Aus dem Centrum ist das Projeet aufgetaucht, sämmtliche Gesetzentwürfe mit Einschluß des Tabakmonopols bis zur nächsten ordentlichen Session permanenten Commissionen zu überweisen, in welchem Sinne sich Abg. Windthorst äußerte. Die Abgg. Lasker und Richter- Hagen wandten sich entschieden gegen den erwähnten Vorschlag, in welchem sie besonders eine Verschleppung des Tabakmonopols aus einer Session in die andere erblickten. Die ganze Angelegenheit hat in Reichstagskreisen lebhafte Erregung hervorgerufen, die liberalen Fraktionen sind jedoch einig, das Hinaus- schieden der Endberathung über die Monopalvorlage bis zur nächsten ordentlichen Session des Reichstages, also bis zum Herbst, aus allen Kräften zu bekämpfen. Von der Anschauung des Reichskanzlers hierüber weiß man noch nichts. Die Vertagung des Reichstages ist mit dem 18. Mai eingetreten, und lag es in der Absicht des Präsidiums, die Pfiugstserieu bis zum 6. Juni mähren zu lassen. Der Reichskanzler Fürst Bismarck ist leider genöthiqt, wegen [einer neuralgischen Schmerzen das Bett zu hüten, so daß einstweilen noch -u"sche £Ci,1e Ansicht vorhanden ist, den Kanzler im Reichstag erscheinen Die österreichische Regierung wird demnächst Gelegenheit haben, zu erproben, ob sich die Stimmung in den „Reichslanden" Bosnien und Herzegowina gebessert hat. Wie aus Wien gemeldet wird, sind die Vorbereitungen zur Recrutirung in den oceupirten Ländern vollendet und soll die Assentirung in Bosnien am 24. d. Mts. beginnen. Man giebt sich in Wiener Regierungskreisen der Hoffnung hin, daß diesmal das Recrutirungsgeschäft in „Neu- Oesterreich" von besserem Erfolge begleitet sein werde, als das erstemal. Inwiefern diese Hoffnung begründet ist, wird man ja bald sehen. In Frankreich wendet sich augenblicklich das allgemeine Interesse weniger den inneren Fragen als vielmehr den egyptischen Angelegeu- heiten zu. Seitdem der erste Napoleon seinen genial-kühnen Zug nach dem Wunderlande der Pyramiden unternahm, hat man in Frankreich nicht aufgehört, sich mit Egypten zu beschäftigen und bei dem Einfluß, welchen Frankreich nach verschiedenen Richtungen hin am Nil erlangt hat, erscheint die Spannung begreiflich, mit welcher die Franzosen die Vorgänge in der egyptischen Hauptstadt verfolgen. Die Vorschläge, welche Herr de Freyeinet, der französische Coniellprüsident, dem englischen Cabinet bezüglich Egyptens gemacht hat und welche die vollständige Zustimmung desselben gefunden haben, bestehen der Hauptsache nach in Folgendem: Aufrechterhaltung des Status quo in Egypten, Ausschluß der türkischen Intervention daselbst, Wahrung des französisch-englischen Uebergewichts in Kairo. Bereits ist das in den griechischen Gewässern statio- nirte französische Geschwader nach Kreta abgegangen, um sich hier mit einer englischen Flotteuabtheilung zu vereinigen, worauf die gemeinschaftliche Escadre nach Alexandrien abdampfen wird. Frankreich und England haben ihren Botschaftern bei den Mächten identische Depeschen gesendet, in denen die betreffs Egyptens getroffenen Maßregeln auseinandergesetzt werden. Das Dunkel, welches über den Urhebern der Dubliner Mord- that ruht, ist noch immer nicht gelichtet und wird dies wohl auch schwerlich gelingen; allerdings gerade kein glänzendes Zeugniß für die Findigkeit der irischen Polizei. Es wird, anscheinend nicht mit Unrecht, vermuthet, daß die Mörder des Lord Cavendish' und Bourke's schon längst Amerika zuschwimmen und wenn sie einmal sicher jenseits des Oeeans gelandet sind, dann wird sie der Arm der irdischen Gerechtigkeit kaum mehr erreichen. Czar Alexander HL hat endlich den ersten Schritt gethan, um aus der klösterlichen Abgeschlossenheit seiner Winterresidenz Gatschina herauszugelangen, indem er mit seiner Familie in der vergangenen Woche nach dem Lustschlosse Peterhof übergesiedelt ist. Hoffentlich darf man an diesen Schritt die Erwartungen knüpfen, daß der rufsische Herrscher nunmehr einen regeren An- theil an der Regierung seines Landes nehmen werde, als bisher. Die neuesten aus Kairo vorliegenden Nachrichten stimmen sämmtlich darin überein, daß die dortige Regierungs-Krisis nunmehr als beendigt zu betrachten ist. In Folge der Rathschläge der fremben Consuln ist ein vollständiger Ausgleich zwischen dem Vicekönig und dem egyptischen Ministerium hergestellt worden und bleibt in Folge dessen das ganze Cabinet im Amte. Am Montag Nachmittag hatten der französische und der englische Generalcorfful in Kairo eine Audienz beim Vicekönig, in welcher sie demselben die bevorstehende Ankunft des englisch-französischen Geschwaders ankündigten. Zugleich erklärten sie, daß sie möglicherweise ernste Aufträge würden auszurichten haben, weshalb es nöthig sei, daß ein Ministerium existire, mit dem sie unterhandeln könnten; die Generalconsuln riethen schließlich Tewfik Pascha, mit dem jetzigen Cabinet weiterzuregieren. — Die Pforte hat in einem an ihre Vertreter gerichteten Rundschreiben gegen die gewissen Mächten zugeschriebene Absicht, in Egypten militärisch zu interveniren, Protest erhoben. Deutschland. Berlin, 17. Mai. Der einscheidende § 1 der Monopoloorlage ist heute gegen die Taktik dis Abgeordneten Dr. Windihorst von der Commission des R-ichstagS mit 20 gegen 4 Stimmen adgelehnt worden; das Protokoll der Commyfton und Die abgesandten Telegramme verzeichnen nur 19 gegen Stimmen, indem em Mitglied mehr unter die fehlenden Mitglieder eingereiht worden ist. Gegen S 1 stimmten folgende 20 Abgeordnete: v. Arnswald, Hornbostel, Dr. Barth, v. Benda, tintenmaner, Dr. Blum Dieben, Dirichlet, Dr. Dohren, Gras Galen, Gielen, Goldschmidt, Äopfer, Dr. Lingens, Majunke, Meier (Sternen., Dr. Papellier, Dr. Berger, Sander, Sandt- mann, Dr. Stengel. Es stimmten demnach Fortschritt, liberale Vereinigung, National- liberale und Centrum geschlossen gegen den § 1 Die Abstimmung vollzog sich binnen wenigen Minuten in einer wahrhaft dramatischen Weise Nach der Pause, nachdem noch der Duccior im Schatzamt, Dmchardt, bie Bifüichtungrn w gen des Schmuggels als irr g bezeichnet, der Stoatssccretär Scholz dem Adg. Stengel zu widerlegen luchte und der Abg. Dirichlet m t Hinweis auf die Straßbui gcr Marufactur und die ost- vrcußische Tabakproduci'on gegen das Moropol sich erklärt batte, beantragte Fieiherr o. Hammerftein den Schlug der Generaldebatte; Abg Dohren widersprach und wünschte deren Forts.tzung. Der Antrag Hammerftein wurde mit 12 gegen 11 Stimmen «dafür Conservatipe, ein Th-il des Ceutrums und Fortschritt) angenommen und unter großer Spannung in He Specialdebatte ctrgetreten. Abg. Dr. Lenzens (Kentr.) beantragt nun, den S 1 der Vorlage an das Ende der Berathung zu stellen. Nach der Ablehnung dieses Antrages wurde die Frage des Vorsitzenden p. Benda, ob jetzt über § 1 abgestimmt werden solle, bejaht, woraus derselbe mit 20 gegen 4 Stimmen abgelehnt wurde Ausdrückl ch wuide aus eine Anfrage des Vorsitzenden durch Beschluß der Commission constat'rt, daß die eben erfolgte Abstimmung über S 1 eine befinitme sei und dieser Z 1 btt Hner ep ntuelltu zweiten Lesung nicht mehr in Betracht komme. Nach erfolgter Ablehnung des S 1 stellte der Vorsitzende die Frage, ob nun die weitere Berathung fortgesetzt werden solle. Seitens des Staatssecretars Scholz, der Abgg. o. Hammerstein und Blum wurde die weitere Durchberathung befürwortet; der Abg. Dirichlet widersprach derselben, da die Commission mit der Verwerfung des $ 1 Ihre Aufgabe erfüllt habe. Die Fortoerathung der Voilage wurde indeß mit 11 geg.n 10 Stimmen beschlossen «dagegen Fortschritt, liberale Vereinigung, einige vom Centrum). Der Vorsitzende schlug nun vor, die einzelnen Paragraphen gruppenweise nach der Materie zusammengesaßt zu berathen Die erfolgte Abstimmung hatte das Telegraphenbureau des Reichstags derart in An pruch genommen, daß cs bim einzigen dort anwesenden Beamten, Herr Herrmann, nur unter der allergrößten Anstrengung gelang, alle Wünsche zu befriedigen. Trotzdem das Resultat längst festgestellt war, hatte die rasche Ab- wickel, ng doch eine große Aufregung heivorgerufen. Bei der Specialdebatte wurden die 2—25 incl. ohne jede Discussion gegen 4 Stimmen abgelehnt. Die SS 26—32 betreffen die Bestimmungen über den Handel mit Rohtabak und nut Tabakfabtikaten. abg. v. Hammerftein bezog sich auf die Schmidt'sche Broschüre, nach welcher beim Monopol die überseeischen Tabake hauptsächlich in Bremen würden gelaust werden. Abg. Meier (Bremen) bestritt dies aus's Entschiedenste, da durch das Monopol der W'ltmarkt für Tabak tn Bremen verschwinden werde; er in ferner Eigenschaft als größter Importeur Bremens würde bei Einführung des Monopols sofort dieses Jrnport- gefchäfi aufgeben. Eine längere Debatte verursachten die SS 28 UI d 29 betreffs der Fixirung der Preise und der mit deiselben tm Zusammenhang stehenden Rintabilitäts- berechnung Vom A'g. Dr Barth wurde diese Berechnung wegen der niedrigen Preise für fine trügerische erklärt. Abg. Sander bezeichnete die Preise des Entwurfs als durchaus unzutriffende. Die Debatte wurde hier abgebrochen und auf Freitag vertagt, nachdem zuvor die SS 26—32 mit allen gegen 4 Stimmen abgelehnt waren Man nimmt cn, daß nm Freitag die Debatte möglicherweise zu Ende geführt werd n wird. — (S 3-) Berlin. 17. Mai. Die Gewerbe-Commission hat den § 33a, wonach zn gewerbsmäßigen Musikaufführungen, Schaustellungen und theatralischen Vorstellungen tc. Erlaubniß erforderlich ohne Rücksicht auf bereits ertheilte Erlaub- niß zu Schauspiel-Unternehmungen mit 12 gegen 8 Stimmen mit kleinen Abänderungen angenommen. — Die „Prov.-Corresp." bespricht die Monopol-Debatte und glaubt, daß gerade die Gegner des Monopols, welche im klebrigen keine Gegner der Finanzreform sind, die Verpflichtung haben, mit positiven Vorschlägen hervorzutretcn und zu beweisen, daß dieselben besser sind als das Monopol. Wenn der Reichstag weder das Monopol annimmt, noch andere positive Vorschläge macht, so würde er allein die Verantwortung für Fortdauer der Reich, Staat und Ge- ineinden bedrückenden Uebelstände zu tragen haben. Aeflerreich. Wien, 17. Mai. Die Vertheidiger Jauner's und Nitzschke's meldeten die Nichtigkeitsbeschwerde an, letzterer wegen des Strafausmaßes. England. London, 16. Mai. In Dublin ist der Wagen der Mörder entdeckt worden. Er ist Eigenthum eines Mannes, welcher Wagen an concessionirte Kutscher verleiht, wenn deren eigene einer Reparatur bedürftig sind. Der Wagen war am Tage des Mordes von einem Unbekannten geniiethet und mit schaumbedecktem Pferde zurückgebracht worden. Der Wagen zeigt keine Blutflecken. Die anstatt der Kissen dienenden Decken sind von den Insassen initge- nominen worben. Der Kutscher ist der Polizei bekannt. Die Verhaftung wurde verzögert, weil inan eine Selbstmeldung erwartet. London, 17. Mai. Die Druckereieinrichtung des socialistischen Blattes „Freiheit" ist gestern Abend von der Polizei mit Beschlag belegt worden. Heute Morgen ist der Drucker verhaftet worden. London, 17. Mai. Der Drucker des socialistischen Blattes „Die Freiheit", Mertens, ist heute Morgen vor das Gericht in der Bow-Street geführt worden, unter der Anlage, einen scandalösen Artikel bezüglich der Morde in Dublin veröffentlicht zu haben. Der Proceß ist von dem königlichen Procu- rator angestrengt worden. Ein Haftbefehl ist auch gegen das Redactions-Mit- glied John Neuer erlassen. — Wegen Verdachts der Theilnahme an dein Dubliner "Morde sind 10 Personen in Liverpool an Bord des Dampfers „Egypten", int Begriff, nach Newyork abzureisen, verhaftet worden. Zwei scheinen Amerikaner, zwei Irländer, die übrigen Seeleute oder Pompiers zu sein. Spanien. Madrid, 17. Mai. In der Umgegend Barcelonas erhob sich eine Bande von etwa 80 Bewaffneten mit dein Stufe: „Es lebe das unabhängige Catalonien!" Truppen verfolgen dieselben. Erhebliche Bedeutung wird vieser vereinzelten Thatsache nicht beigelegt. Barcelona, 17. Mai. Die Insurgenten wurden zerstreut und fünf gefangen genommen. Die Ruhe ist vollkoinmen hergestellt. Türkei. Konstantinopel, 17. Mai. Der Commandant des in Chios statio- nirtcn Archipel-Geschwaders, Hussein Pascha, hat Befehl erhalten, sich mit seinem Geschwader nach der Snda-Bai zu begeben, wo sich die englisch-französischen Escadres befinden. — Der russische Botschafter v. Novikoff reist morgen von hier ab. Der italienische Botschafter Graf Corti ist am letzten Sonntag hier eingetroffen. — Auf der Insel Skarpanto hat ein Erdbeben stattgefunden; der durch dasselbe angerichtete Schaden ist unbedeutend. Zwischen Kerpa und Herkep hat sich eine neue Insel erhoben. Aegypten. Kairo, 17. Mai. Der Conseil-Präsident sprach gegenüber den Vertretern Englands und Frankreichs die Hoffnung aus, daß jetzt, wo die Differenzen zwischen den Ministern und dem Khedive beglichen seien, die Geschwader unmittelbar nach ihrem Eintreffen wieder zurückgezogen werden würden. Diese erwiderten, daß sie eine solche Hoffnung nicht geben könnten. Alsbald nach dem Eintreffen der Geschivader würden sie vielmehr Beurlaubungen in der Armee und die Verbannung derjenigen Obersten beantragen, welche an den letzten Miti- täraufständen sich betheiligten. Telegraphische Depeschen. Wolff's telcgr. Correspondenz-Bureau. Paris, 18. Mai. Wie der „Agence Havas" aus Alexandrien gemeldet wird, ist die Nachricht englischer Blätter, daß der französische und der englische Generalconsul in Kairo die Instruction erhalten hätten, nach der Aickunft des englisch-französischen Geschwaders Beurlaubungen in der egytifchen Armee und die Verbannung der Obersten zu verlangen, zum inindesten verfrüht; bis jetzt ist keine derartige Instruction ertheilt worden. Kandia, 18. Mai. Das englisch - französische Geschwader hat gestern Abend die Suda-Bai verlassen, um sich nach Alexandrien zu begeben. Lokales. Gieße«, 19. Mai. Gestern Mittag wurde ein Stromer aus dem Arrest entlass.n und um 4 Uhr mußte derselbe schon wieder verhaftet werden, weil er tm Besitze einer Hose sich befand, die er zwar gebettelt haben will, aber aller Wahrschemlichkeit nach gestohlen hat. Bei der Ariestatwn weigerte er sich, zu gehen und wollte nur mit einer Droschke ms Arrest gefahren fein; er führte die Sache auch dadurch aus, daß er sich auf die Straße legte und somit gefahren werden mutzte, wenn auch anstatt in einer Droschke mit einem Dienstmannskarren. Der Schnorrer war angetrunken und befand sich in der heitersten Stimmung, er fang und jubilirte zum Aerger der Menschheit auf dem Karren. — Eine mysteriöseMordgeschichte wird uns aus Lauterbach gemeldet. Dortselbst soll ein Dienstmädchen unter Umständen erhängt gefunden worden sein, welche einen Selbstmord ausschltetzen. Die Staatsanwaltschast hat die Untersuchung bereits emgeleitet. — In der Nacht vom 16. auf 17. I. Mts. erhängte sich ein Mann in dem Provinz al Arresthaus dahier. Derselbe war am 17. v. Mts. wegen Verbrechen gegen die Sittlrchk.it gestraft worden. — Vor einigen Tagen kam ein Stromer in ein hiesiges Geschäft, bettelte und erhielt 2 Pfennige als Geschenk, er griff in feine Tasche, legte 18 Pfennige zu und dcftcllte sich sofort 5 Cigarren Vermischtes. Aus der Wetterau, 14. Mm. Die Winterfrucht steht sehr gut und würde bei fortgesetzter günstiger Witterung an dden Stellen Lagerfrucht bringen Sommer- getrerbe entwickelte sich ebenfalls hoffnungsvoll; nur der Raps lätzt hm und wieder zu wünschen übrig. Grünfutter steht bereits in reichern Maße zur Verfügung. Treten keine schädlichen Fröste mehr ein, so haben wir alle Aussicht auf eine reich gesegnete Ernte. Hanau, 15. Mai. Das gestrige Frühlingßfest einer größeren Anzahl Freimaurerlogen Deutschlands am Wrlhclnrsbad hatte einen überaus glänzenden Verlauf, wennschon die kühle Witterung den Besuch desselben Seitens der Familien einschränkti. Während des Empfangs der auswärtigen Gäste eoi.certiite von 9—11 Uhr die Regimentskapelle; bann sand in dem zur Loge hergerichteten Theater die freimaurerische Feier statt, die den erhebendsten Eindruck auf sämmtlichc Theilnchimnden hervorrief. Um 2 Uhr begann die nach maurerischem Ritus abgchaltene Festtafel, gewürzt von einer Reibe der prächtigsten Toaste und ausgezeichneten Voiträgen musikalischer Mitglieder. An Sc. Majestät den Kaiser, als Mitglied und Protcctor der Deutschen Freimaurerei, wurde telegraphisch der ehrfurchtsvolle Gruß der Versammelten abgefantt, woraus folgende telegraphische Rückantwort sofort einlief: „Seine Majestät der Alle>- duichlauchtigste Protcctor lassen den zur Erinnerung an den Freimaurer-Convent des Jahres 1882 in Wilbclmsbab bet Hanau zur Arbeit und Festfeier versammelten Vertretern deutscher Logen für den soeben empfangenen Gruß den Allerhöchsten Dank aussprcchen. Im Allerhöchsten Auftrage Boik." — Bei dem von ca. 500 Personen besuchten Feste waren sämmtlichc deutschen Großlogen vertreten. Die Loge Staunten erntete für das ausgezeichnete Arrangement und die treffliche Leitung allseitig die arötzie Anerkennung, nicht minder aber auch Herr F. Fey, der, was Voizüglichkcit des Diners und der Weine, sowie ausreichende schnelle und freundliche B-dicnang anlangt, geradezu Unübert,offenes leistete und sich das beste Renommee bei den zahlreichen auswärtigen Gästen errooiben hat, die auch von der seltenen Schönheit des Fcstortes mit feinen herrlichen Paikanlagen auf das Höchste befrieo gt waren. Die Frage des nächsten Festortes wurde befproch.n, aber nicht definitiv erledigt Die Loge zu Kassel äußerte den Wunsch, das nächste Fest :n W Ihelmshöhe abzuhalten, was vielseitig beifällig begrüßt wurde. (H. Z.) Offenbach, 15. Mai. Einem hiesigen Bürger, der gestern ein Geschäft in Frankfurt zu besorgen und sich zu diesem Zweck m den dritten Stock eines am Göthe- platz gelegenen Hauses begeben hatte, begegnete das Malheur, baß er bre Leute, mit denen er verkehren wollte, nicht zu Hause antraf und als er wieder zur Hausthüre h'nauS wollte, diese verschlossen, aber auch im ganzen Haus keinen Menschen mehr vorsand. Alles war ausgeflogen und auch die Jungfer Köchin benutzte den schönen Sonntag, um am Anne ihres Herzallerliebsten eine Promenade zu machen und halte, nicht ahnend, daß noch Jemand im Haufe sei, unteren Offenbacher unbewußt ein» geschlossen, der nun trotz allen Klopfens und Rappelns an der Tbürklinke erst nach zwei Stunden durch den zufällig am Haufe vorübergehenden Inhaber des parterre gelegenen Ladens gehört wurde und unter Zuziehung eines herbeigerufenen Polfzei- Comm ffärs und Schutzmannes, den Gefangenen nach Feststellung des Thatbestandes und seines Namens in Freiheit liefe. Frankfurt a. M, 16 Mat. sVerband m ttelrheintscher Bildungsvereine j De Jahres-Verfammtung des Verbandes pudet am 18. Juni m Gießen statt Zahlreiche Betheiligung an derselben ist wegen der wichtigen Gegenstände, welche zur Verhandlung kommen (illenberung der Satzungen und Ausnahme peisönlicher Mitglieder) bringen» wünfchenSweith. Vereine, welche verhindert sind, an derselben theilzunehmen, roerbeit gebeten, Vollmacht zu ihrer Vertretung auszustellen In Ermangelung eines geeigneten Vertreters kann die Vollmacht auf ein Mitglied d-s Verbands-Vorstandes ausgestellt werden. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Bericht über die Wander-Biblioihcken. 5. Abänderung der Satzungen 6. Erklärung des Skioptikonc. 7. Berichte aus den Vereinen. Empfang nach Ankunst der Eisenbahn Züge im Lenz'fchen Felsenkeller, 10 llh. Vormfttags Versammlung im Saale der Realfchul-; Besichtigung der Stabt und ihre Sehenswürdigkeiten; Mittagessen in Wenzcl's Garten; Anmeldungen dazu bitten wi< bis längstens 15. Juni an Herrn Reallchrer Albach in Gießen gelangen zu lassen. Abends: Concert und Fest in Wenzcl's Garten. Eisenach, 15. Mai. Die Concordia, Verein deutscher Nähmafchinenfabrikanteii und Händler, hielt am heutigen Tage ihre diesjährige General-Versammlung in Eisenach unter zahlreicher Betheiligung der Mitglieder ab. Bekanntlich verfolgt die Concordia den Zweck, dem deutschen Publikum in geeigneter Weise durch Flugblätter, Zeitungsannoncen im größeren Stil je., die große Bedeutung der deutschen Nähmaschinen-Jndustrie vor Augen zu führen und die vermittelst eines großartiaxn Reclameapparatcs Seitens der amerikanischen Singer-Compagnie erfolgte Ueberfdiroemmung Deutschlands mit nicht besserem, aber thrurerem Fabrikat auf ihr richtiges Motz zurückzubrtngen Aus der vom besten Geist beseelten Versammlung zeigte sich in eclatantcr Weise, wie erfolgreich oie Concordia bereits im ersten Jahre für die Interessen der deutschen Nähmaschinen-Jndustrie operirt habe und daß sowohl Fabrikanten und Händler, deren hervorragendste Vertreter derselben bereits angeboren, ernstlich gewillt sind, auch für die Folge ihr Theil an der Hebung der deutschen Nähmaschinen-Jndustrie beijutragen. Von besonderer Wichtigkeit sind die Beschlüsse der General-Versammlung, das gleiche Stimmrecht der Fabrikanten und Händler betreffend; ferner die von den letzteren übernommene moralische Verpflichtung, nur von den der Concordia als Mitglied an gehörenden Fabrikanten für die Folge zu beziehen. Demnach steht zu erwarten, da t in bun hm tegtn titelte uni» «! jU Md gemeldt,"! unft UltbJ jetzt ift! gestern •w Mijfcit k nut mit ^ d«tz (f E IN M !Nd bifaii, Wit auf «. M «> weicht ng diM -rein-! $' nchlr-»t- S-r»-nd« -I er*"6 n-n, - ä --«Stz-tew Bsg-st-ltt nd nirir b» oirter ju Mm reich gt; . all Kä; t 'Maui, «ichiäuib. die Sitgt Mimniir jnwitiif- • *|t 611 - ifchei Rn- slhen Sm; «6g(fffltt, der Mei; noeÄ bis tt<* di Lank Mbnm raunten nt Ä“ tiStawb , tzNÄM itoirttF mit fw z niW [[(! "*• ig d.'Bl AÄ »esch-g ni im l9»t6i' grate, mit MStM chen rnetzn -n ichaneii und hnd-, )tmu6t ei' e etit il«1 »e§ pa'!,,:< nen Pl>lE lenU ifl Ld Hs .,iS-i!«i '""nrnOt" btt . jjbW il«1'S » s> , b«6 B^i-r-n htLd--6!' jtioptW" 5?‘* 6er noch außerhalb dcS Vereins stehende Btuchiheil der Fabrikanten sich diesem bald onschließen werde, während die Händler anoereiseits dies um so lieber Ihun werden, als eine ,n der Versammlung angenommene Resolution, die Bekämpfung des De- taillirens Seitens der Fabrikanten betreffend, auch ihre Interessen in jeder Beziehung wahrntmmt. Zum Präsidenten des für die deutsche Nähmaschinen-Jndustrie so erfolgreich wirkenden Vereins pro 1882/83 wurde Herr Dirertor Riese von der Artiengesellschaft vormals Feister u. Roßmann, Berlin, gewählt. Rüdesheim a. Rd, 8. Mal. Von zuverlässiger Seite erfährt der „Rheing. Anz", daß auf Wunsch des Kaisers die Arbeiten am Rationalbenkmal derart beschleunigt werden sollen, daß möglichst noch IN diesem Jahre die EmhüUungsfeierlich- keiten fiatlfinben können Saarbrücken, 11 Mai. Gestern Abend sollte mit dem 4 Uhr 47 Min. vom Rhein hier eintreffenden Zuge ein von einem Unterofftcier des Landwehr-Commandos zu Kirn giletieter Deserteur des hiesigen Dragoner-Regiments hier eingebracht werden. Der D.serteur benutzte aber im Lildstocker Tunnel d,e Gelegenheit, um aus dem in voller Fahrt befindlich; n Zuge berauszuspringen. Der Unterofficier beging mit requirlrter Begleitung von Friedrichsihal aus die Strecke zurück bis in den Tunnel. Da, wo der Gefangene herabgesprungen, fanden sich zahlreiche Blutspuren, aber weder von dem Flüchtlinge wurde man etwas gewahr, noch fand man, wie vermuthrt, dessen Leichnam. So mußte sich denn der Unterosfieier zur alleinigen Reife nach Saarbrücken bequemen, um von dem Dorgefallenen dem Regimmts.Commando daselbst Anzeige zu machen. Bis jetzt verlautet über d-n Verbleib des jedensalls schwerverletzten Flüchtlings noch nicht da? Geringste. Eingesandt. Herr Professor Dr. Harnack wird hierdurch ergebenst gebeten, den am Dienstag den 16. Mai d. I in der freien Versammlung der evangelischen Gemeindevertretung gehaltenen überaus lehrreichen und geistvollen Vortrag, betreffend die Geschichte der Armen- und Krai kenpflege in den kirchlichen Orden, im Interesse der protestantischen Mitbürger Gießens in ausführlicher Weise geneigteft veröffentlichen zu wollen. Em Mitglied der evangelischen Gemeindevertretung. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 17. Mai. Der Postdampfer Mosel, Capt. I. Hesse, vorn Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. Mai van Newyork abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 10',, Ubr Abends die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 299 Passagiere und volle Ladung. Für die russischen Juden stnd zu den früheren 582,50 «M. weiter bet mir e'nge- gegangen i Bon Herrn Pfarrer Rady 3 JL, von N. N. 6 JL, von der Israel. Gemeinde zu Wiefeck 40 Jt, von SU. 10 JL, aus Beuern 6 M, von Her, Kl'pstejn in Altenduseck 3 M., von L. 2 ,X. von N. N. 2 M, von L. Stern non Surtbart§felben 3 J£, Summa 75 Jü, insgesammt 657,50 M. — Mit herzlichem Danke bte Bitte um weitere gütige Taben Rabbiner Dr. Levi. Handel und Verkehr. 17. Mai. Rother Weizen 21 — Weister Mei-en m 90 70 K°rn M. 14.35, Gerste 10.60, Hafer .44 8 20, Erbsen krto &n 1 -- Quality “ft 3® 40 S?rnh ^2*70 Markte kostete der Gentner ßef je nach' das Pfuiib, Blumenkohl 00—00 3> das Stück DcMenfMMi hns »70 4, Kuh-und Rindfleisch 45-55 4, Kalbfleisch 50-60 Ä Schwe mfleisch 75-804, Hammelfletsch 4o-6p 4, 1 Hahn M 0.00-0.00, 1 Huhn T(k00-00a Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Sonntag den 21. Mai (E x a u d i). Vormittags 9'/2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. ... m£. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Am Pfingstsonntag, 28. Mai, wird nach beiden Gottesdiensten eine Kollekte zum Besten armer Theologie-Studirenden erhoben werden. P11IIgstm0ntag, 29. Mai, findet bte Feier be§ hl. Abenbmahls statt mDtt^hI>nftmnbm9mMam«9 Nachmittags 2 Uhr, gehalten werben. Nach beiden ^hoben^lensten am 2. Pftngsffeiertag wird etneKollekte für die Armen unserer Gemeinde dey. 21. bis 27. Mai besorgt Pfarrer Dingel- ,r a. M., 19. Mai, Nachmittags 2 Uhr — Min fTelearavbischer durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in®ie6en) ^.re^itaetteii 2^23,,, Staatsbahnaetien 283'/a, Galizier 267 Oeiterr (3Oth?rr?nf? '0/^.nAar. Goldrente 75'/g, 4"/o 1880er Russen 70:5/16 '2 Drient-Slnleihe ÖTA. 0% Riimantsche Rente 91“/16, Lombarden 125-/,. Tendenzjf!-. 6 /16' Kslhoiische Gemeinde. „ Sechster Sonntag nach Ostern (Exaudi). ___Lorenz. 3562 Geißler, Gerichtsvollzieher. Montag den 22. d. M., Nachmittags 4 Uhr, die 8,°^ m Enweger Thor anfangend d n mSa^ri9e GraSnutzunst von ,4„A^. V)Un9C"?er Wieseck, den Stadt- Sf-Aen 7nh ben städtischen Wegen festen den 19. Mai 1882. Bürgermeisterei Gießen. 3o65 A. Bramm. SämstsflUs^o. Mai, Nachmittags 2 Uhr. 1°Schreibst ct.lc*)en Hofraithe dahier 1 S°pha und 1 ovaler k « versteigert werben. ötegen, ben 19. Mai 1882. Freitag den 16. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Karoline Mitze bahier: Flur 40 40a4,10, 481 Meter Grabgarten, links der Ghausse, 40 40a'/,o, 481 Mtr. Grabgarten baf., 40 40as/lc, 427 Mtr. Straße bafelbst, 40 40a» 10, 79 Mir. Grabgarten bas., 40 40a4'/,00, 353 Mtr. Hofraithe bas., 40 40a3s IOo, 403 Mir. Grabgarten baf. meiftbietenb versteigert werben. Gießen, ben 4. Mai 1882. 3247 Großh. Ortsgericht. Müller. 3545 Großh. Ortsgericht. Müller. Freilaq den 30. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe des H. Engel jnn.: Flur 1 209, 62 Meter Hofraithe in her Löwengasfe meiftbietenb versteigert werben. Gießen, ben 17. Mai 1882. Blumenpftanzen als: Levkoyen, Astern, Balsaminen, Phlox, Zinnien und viele andere Sorten empfiehlt Friedrich Georg, 3325 Handelsgärtner, Gartfeld. 3392 Eine Bäckerei mit Scheuer und Stallung verkauft unter günstigen Be- bingungen Karl Vogt am Wallthor. Schablonen Mm Wäschezeicknen. MAAuch werden solche nach jeder Zeichnung sofort extra angefertigt. 3273 _________Ernst Balser, Mäusdurg. ArickvaumwoUe in allen Sorten, sowie baumwollene Strümpfe empfiehlt zu billigen Preisen 2706 Karl Hoff««»«. HlEls! ft! Meinen geschätzten Kunden und Gönnern mache hierdurch die ergebene Mit- thellung, daß mein Eiswagen mit Eintritt der warmen Witterung täglich geht. 3518 Ich verkaufe nur das reinste Quellwassereis und zioar zu den bMgsten Preisen. lAnit Weller. Weiße und farbige Kinder- kletdcben, Pique - Paletot, Tragkiffen und Traqkleidchen empfiehlt in größter Auswahl zu äußerst billigen Preisen das Weiß- waaren- und Ausstattungsgeschäft von Joseph Mark., Gießen, 3394_________Schulstraße.____________ 3367 Ein in günstiger Lage der hiesigen Stadt gelegenes, vor wenigen Jahren neu erbautes dreistöckiges Wolmhmt* mit Hinterhaus ist unter vortheilhaften Bedingungen zu verkaufen. _ Zu erfragen bei der Exped. ds. Bl. Vollsaft. 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Branumg, Gart,-Id. ^3552 Zwei Lchrcinergesellen werd!« ^chrensauscrr Mittel dagegen 2 X sendet Apoibck» Or. Werner, Endersbach, Wtbg. rW 3548 Ein nicht bemittelter Handelf mann von Heringen verlor auf hiesiE Viehmarkt eine Brieftasche. Inhalt 305 X und sonstige Werthsachen. redl. Finder wird gebeten, solche gegen gut Belohng. anL. Wolf, Wallthorstr., abzU Gesucht werden Mädchen, welche in Küche u«> Hausarbeit gründlich erfahren sind im gute Zeugnisse aufweisen können, beifire Müll er, Löwengasse 161._________L?i 3564 Zur Führung des Mfichwaqe^ wird ein kräftiger Junge gesucht. Weidigs Hardt. Warnung für Katzkudesitzer. Die im Großh. botanischen liniversitäts- gartcn dahier umherlausenden Katzen werden im Interesse des Gartens für die Folge getödtet werden. Gießen, den 17. Mai 1882. 3541 __________Die Dircction. ~Jiir Israeliten. Ein kräftiger, zu jeder Arbeit williger Junge mit den nöthigen Vorkenntnissen wird in ein Detailgeschäft zu F r a n k f u r t a. SDt. als Lehrling gesucht. 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Brück, Flügelsgassc. 3261 Ein Familienlogis, 4 Zimnnr und Zubehör, zu vermiethen im „Darm- städter Haus".,