Nr, Erstes Blatt Sonntag beit 19. Februar 1882. ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Birvean r Schulstraße B. 18. U1JIMII llll. IIIIII■ III IWHIBIMT—~ITlMWrWTIinil.Wiri ■■"F Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Großerrogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Pferdemarkts-Comitä in Cassel die Erlaubniß zum Vertrieb von 500 Loosen »34 für die am 7. Juni d. I. stattfindende Verloosung von Pferden 2c. in den Kreisen Gießen und Alsfeld ertheilt. Gießen, am 17. Februar 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Gefunden: 1 Kindermuff, 1 Notenhalter, 1 Taschentuch, 1 Handschuh, 1 Messer, 20 X, 1 Pferdeteppich, 1 Stiefel, 1 Schürze, 1 Officiersmantel mit gelben Knöpfen, mehrere Schlüssel. Zugelaufen: 1 junger hellgrauer Pinscherhund. Gieren, am 18. Februar 1882. Großherzogliche Polizeiverwallung Gießen. Deutschland. m. Darmstadt, 17. Februar. sZweite Kammer der Stande. 5. Sitzung.^ In heutiger Sitzung der zweit n Kammer beantwortet zunächst Herr Staatsminister Freiherr von Starck, Exc., die Jnteipellation des Abg. Wasserburg, die Sonntagsfeier betreffend, die Interpellation des Abg. Scriba wegen des Wegbaugesetzes und die Interpellation des Abg. Haas m Betreff der Landesculturgesetzgebung. An die Beantwortung der beiden erstgenannten Interpellationen knüpft sich eine kleine Besprechung, deren Details unwesentlich sind. — Die Kammer fährt sodann in der Berathung des Ausgabebudgets fort und bewilligt im Etat des Ministeriums des Jnnein und der Justiz die zu Cap. 30, „Gefängnitz zu Darmstadt", angeforderten 50,200 genehmigt auch die vorgesehene widerrufliche Anstellung der Beschließer- gehülfen an dieser Anstalt. — Für das Arbeitshaus zu Dieburg werden die geforde.ten 37,655 JL bewilligt. — Bei Cap. 32, „Landcszuchthaus Marien- schloß", sieht die Regierung eine Erhöhung des dermalen 1700 betragenden Gehaltes des Ai.staltsarztes im Max mum auf den Durchschnittsgehalt dcr Kreisärzte vor, welcher 3600 r. A mb r 0 s Remenyi (der als Abraham Reumann zur Welt gekommen ist) m emer Sehnst hungaricae res“ von der „bodenlosen Unwissenheit", der „Süffisance und Frivolität" der Deutschen gesprochen und zum Belege dieser Ausdrücke - die unverfrorensten Un Wahrheiten mit kühner Stun in die Welt geschickt. Er behauptet, es ist nicht wahr, daß die Deutschen tu Ungarn weniger Volksschulen haben als die Magyaren u-d die anderen Rationen; es ffi nicht wahr, daß die deutschen Volksschulen von Jahr zu Jahr abnehmen. Was zeigen nun die Ziffern der amtlichen ungarischen Statistik? Daß Herr Remenyi einfach gelogen hat. In Ungarn gab e§ 1880 207,000 deutsche Schulkinder; für sie bestanden 867 deutsche Volksschulen; für die 254,000 slovakischen Schulkinder dagegen bestanden 1716, für die 205.000 rumänischen 2756 Schulen, also zweimal und dreimal so viel; und die 788,000 magyarischen Schulkinder hatten gar 7342 Schulen, also neunmal soviel als die Deutschen, owohl sie nur dreimal so zahlreich sind als diese. Roch ärger stellt sich die Sache, wenn man einzelne Kreise ins Auge fast. So haben im Pester Landkreise 12500 deutsche Kinder 1 Schule, 5o700 magy irische aber 363 Schulen; im Temescher Landkreise besteht für 23,000 deutsche Kinder gar keine deutsche Schule, während die 4500 magyarischen 27 Schulen haben; n der deutschen Stadt Hermannstadt gibt es nicht eine deutsche Schule; dasselbe gilt von Pesth-Ofen. obwohl hier 120,000 Deutsche leben. Unter allen Schulen aber, welche aus Staatsmitteln errichtet worden sind, ist nicht eine einzige deutsche Schule, das nennt Herr Remenyi Gleichberechtigung! — Im Jahre 1869 gab es in Ungarn noch 1232 deutsche Volksschulen; im Jahre 1879 nur mehr 953, rm Jahre 18d0 gar nur mehr 867. Wenn nun Jemand in Deutschland behauptet, die Zahl der aeutschen Volksschulen sei im Abnehmen begriffen, so antwortet Herr Remenyi: Das ist bodenlose Unkenntniß unserer Verhältnisse. Leider gibt cs noch genug Menschen in Deutschland, welche eine Behauptung glauben, blos da, um, weil sie mit der nöthigen Unverschämtheit ausgesprochen wird. Aber der deutsche Schulverein läßt nicht nach, die magyarischen Behauptungen zu prüfen und ihre Unwahrheit nachzuweisen. Jetzt eben beschäftigt sich die Juristen facultät der Berliner Universität damit, eine energische Antwort auf die Rede zu verfassen, welche der ungarische Ministerpräsident Tisza über die Lage der Deutschen in U> garn gehaltm hat. Die Antwort wird allen Ortsgruppen zum Anschlüsse vor- gelegt werden Unsere Ortsgruppe beabsichtigt, bei dieser Gelegenheit eine größere Versammlung einzuberuf.n welche hoffentlich recht zahlreich besucht werden ötrb- Es handelt sich um bte Frage: Dürfen wir ruhig zusehen, wenn 2 Millionen Stammes= genossen durch Gewalt und Trug um ihr Deutschthum gebracht werden sollen oder ist es nicht vielmehr eine Ehrenpflicht für uns Deutsche, dagegen feierlich E'nspruch zu erheben? Wer das letztere meint, der trete dem Schulverein bei und wirke in seinen Kreisen für denselben. Die 1 X Jahresbeitrag ist nickt die Hauptsache, sondern daß aus allen Theilen des Deutschen Reiches, aus allen Schichten der Bevölkerung, aus der Hütte des Bauern und der Arbeitsilube des Handwerkers, wie aus dem Studierzimmer des Gelehrten der Ruf erschalle: Wir wollen und werden es nicht dulden, daß unsere Stammesbrüder vergewaltigt werden! Vermischte H. Mannheim, 13. Februar. EineWechselstempesteuer-Desraudation en gras hat einem hiesigen Großindustriellen, Herrn Böhnnger, Besitzer einer chemischen Fabrik, eine Strafe von 86,5i)0 X zugezogen. Die defraudirte Steuer betrug zusammen 1700 X; es mußte daher der Defraudant den 50fachen Betrag mit obengenannter Summe baar bezahlen. Em aus d.m betr Geschäft entlassener, jetzt in Karlsruhe kond'tionirender Commis hat die Sache zur Anzeige gebracht und gleichzeitig der Behörde Mittheilung darüber zugehen lassen, daß fein fiüherer Prinzipal zu niedrig in der Kap talienrenten- steuer cingeschätzt sei. Zn Folge dessen hat der Großindustrielle es vorgczogen, nm zu fatircn; es soll die hierfür nachträglich zu zahlende Summe sich auf über 160,000 X belaufen. — sVermächtniß.) In New-Jork starb vor einigen Jahren ein Mulatte Namens Lewis, welcher 1,500.000 Toll, der Bundesregierung behufs Bezahlung der Nationalschuld vermachte. Seine natüilicken Erben fochten das Testament an und der Proceß. wurde in verschiedenen Geiichtshösin geführt. Jetzt ist endlich der Fall definitiv entschieden worden und die Administratoren der Hinterlassenschaft haben für den vollen Betrag des der Bundesregierung ausgesetzten Legates aufzukom neu. — lieber Berthold Auerbach's Leichenbegängniß berichtet die „Voss. Ztg." noch folgendermaßen: Als sich der Zug in Bewegung setzte, begab sich d e Feuerwehr mit einer Trauerfahne und Palmenzwngen c.n die Spitze desselben- Es folgte zunächst der jüngste Sohn des Verstorbenen mit den Orden, dann die Wsttwe mit dem ältesten Sohne, Dr. August Auerbach, und die Tochter mit ihrem Bruder, Rechtsanwalt Eugen Auerbach, dann die nächsten Freunde und viele Angehörige aus der zahlreichen Verwandtschaft in der Umgegend Der Weg vom Dorf zum Kirchhof, eine Viertelstunde lang, war wiederum an allen Seiten mit Menschen bedeckt, der kleine Kirchhof vermochte nur den geringsten Theil von ihnen zu fassen. D-e Feier begann mit dem Gesang des „Integer vitaeu durch em Doppelqucuteit der Tübinger Liedertafel. Dann sprach der Rabbiner aus Mühringen schön und taktvoll. Was Schwaben, Deutschland an Auerbach verloren, wie er die Seele des Volkes in ihren geheimsten Regungen ihr n heiligsten Empfindungen erfaßte, wie er ein treuer Sohn seines Vaterlandes gewesen und für Deutschlands Einheit früh schon gekämpft und gelitten, wie er sich bewußt war. Deutschthum und Jndmihum tn seiner Se le verschmolzen zu haben und darum die Bewegung gegen die Juden in der Tiefe seines Herzens ihn ergriffen und geschmerzt habe — wußte derP'edger b redt zu schildern, und nachdem er den rounber baren Zauber feiner Persönlichkeit vor uns halte erstehen lassen, endete er mit dem Hinweis auf bas, was bleibt, nach dem schönen alten Spruche der Juden: „Die wahren und bleibenden Nachkommen des Edlen sind ferne Werke". Es folgte nun die Rede Friedrich Vischer's, die dm rechten Mittelpunkt der Feier bildete und als eine bedeutsame, warme und aus wahrer Empfindung fließende Kundgebung unauslöschlichen Eindruck machte. Nach der tuunbeibarm Rebe Vischer's folgten noch viele anbere Ovationen. Herr Maix aus Berlin, einer der nächsten Freunde des Dichters, sprach ..'arm emDfunbe^e Worte. Professor Köstlin, der Vertreter der Universität Tübingen, nnnerte daran, daß Tüb ngen das erste kräftige Erblühen seines Geistes gesehen, die Burschenschaften riefen ihrem lieben Ph list er ein Lebewohl zu. Fritz Auerbach aus Frankfurt a. M- warf im Auftrage der Freimaurerloge „Zur aufgeh nben Moigen- röthc" drei Roien in's Grab. Weiter sprachen Dr. Vollmer im Auftrag der literarisch und freundschaftlich eng verbundenen Cotta'schen Buchhandlung, Dr. Lohmeyer für den eipziacr Schriftstellerverein. Gesang der Liedertafel endigte die ergreifende Feier an dem Poctengrabe. — Ueber die außeroldentliche Trockenheit dieses Winters schreibt der Mailänder Secolo: In einigen Gegenden der Schweiz erregt die Trockenhe t, die schon so lange andauert, geradezu Wassermangel. Die Seen und Flüsse waren noch nie so niedrig und der Thoß, ein Nebenfluß des Rheines von sonst ganz beträchtlicher Strömung, ist geradezu ausgetrocknet, ein in dieser Jahreszeit noch nicht beobachtetes Vorkommniß. Im Turiner Gebiet haben 2 Fabriken in Caselle und Cirie wegen Wassermangels die Arbeit einfteüen müssen. Das Meer ist bei Nizza und an den Küsten Liguriens u n 30 Centi- meter gefallen. In den Lagunen von Venedig bleiben die Dampfboote sitzen. Verschiedene italtenische Seen, darunter der von Varese, sind bedeutend gefallen. Handel und Verkehr. Giehen, 18. Febr Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. Jü 1.06—1.12, Hühnereier 1 Stück 6—7 2 Stück 00—00 H, Enteneier per Stück 8 H, Gänseeier p. St 12—13 Käse per Stück 4—9 H, Käsemattc per Stück 3 Erbsen 1 Liter 23 H. Linsen 1 Liter 25 H, Tauben das Paar 90 -100 Hühner per Stück 1.20-1.40, Hahnrn per Stück 170—200, Enten per Stück 2.00—2.20, Gänse per Pfund 00—0 Welsche per Stück J4 900—10, Ochsenfleisch per Pfund 60 62 H, Kuh- und R-ndfletsck 45—50 H, Kalbfleisch 40—44 Schweinefleisch 60 bis 64 Hammelfleisch 50—60 H, Kartoffeln 100 Kilo X 3.00—4.00, Zwiebeln per Centner X 7—9, Milch per Liter 16—18 H. Gießen, 18. Februar. Der am 14. d. Mts. dahier abgehaltene Viehmarkt^war sehr stark befahren, es waren nufgetrieben: 1543 Stück Rindvieh und 398 Stück Schweine. Bei Zucht- und Arbeitsvieh zeigte sich große Kauflust, 'dasselbe war sehr begehrt und im Preise höher als am letzten Markte, bei dem anderen Vieh standen die Preise denen des vorherg.'henden Marktes gleich Nächster Markt Dienstag den 7. März b. I. Frankfurt a. M., 18. Februar, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 259 Vb, Staatsbahnactien 2563/4, Galizier 248%, Oesterr. Silberrente 64%, 4% Ungar. Goldrente 729/i6, 4% 1880er Russen 703 2. Orient-Anleihe 57Vie, 5°/o Rumänische Rente 86%, Lombarden 106, Nordwestbahnactien 171%. Tendenz matt. Reichsbankdisconto auf 5% herabgesetzt. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. Den 11. Februar. Kunstgärtner Albin Gustav Lehmann von Udersleben mit Marie Emilie Hedwig Busch, Tochter des Glasermeisters Johann Ernst Busch von Gera 11. Schlosser Daniel Kleinke von Babbln mit Elisabethe Merte, Tochter des verst. Schreiners Johannes Meite von Gladenbach. 13. Schlosser Adolf August Karl Christian Ludwig Goß von Gießen mit Elisabethe Mank, Tochter des Taglöhners Hartmann Mank II. von Rosberg 14. Dreher Einst Adolf Theodor Moos von Rodenroth mit Karoline Schnecko von Gießen. 16. Tapezier Paul Heimann Franz Friese von Tammin mit Henriette Katharine Elisabethe Hoß, Tochter verst. Bahnwärters Lubwig Heinrich Hoß von Burg Ehefchließungen. Den 12. Februar. Kaufmann Michas Ba^r von Vetzberg mit Auguste Reis, Tochter des verst. L'thographen Salomon Reis von Gießen. 12. Kaufmann Theodor Bernhard Otto Walter mit Ida Anna Ph lippine Schlag, Tochter des Schlossermeisters Christian Friedrich Gottfried Christoph Ludwig Schlag von Güstrow. 12 Hautboift Heinrich Eyeit von Friedlos mit Katharin Benner, Tochter des Schäfers Heinrich Benner von Dreihausen. 17 Gastwirth Jacob Theobald von Guisingen mit Rosalie Auer, Tochter des Maurermeisters Maitin Auer von Ehring. Geborene. Den 4. Februar. Dem Schuhmacher Peter Fischer von Frankfurt a. M. eine Tochter, Marie. 6. Dem Schuhmacher Theodor Schlitt ein Sohn. 6 Dem Schutzmann Andreas Göbel en Sohn, Johannes Wilhelm Heinrich Otto- 6 Dem Maurer PH lipv Lang eine Tochter, Wilhelmme. 7. Ein Sohn von auswärts, Georg. 8. Dem Schlosser Karl Flttt cm Sohn, Karl. 9 Dem Zimmermann Friedrich Wagner ein Sohn, Johann Friedrich Karl. 9. Dem Rechtsanwalt Ludwig Lauer ein Sohn, Ludwig- 10. Dem Stat.'Assistenten Heinrich Joseph Hauck ein Sohn, Johann Julius. 10. Dem Locomotivführer Koni ad Hahn eine Tochter, Elise Clara Dora. 12. Dem Pfarrer Dr Kail Naumann em Sohn. 12. Dem Bankvoistand Freiherr Arnold Gedult von Jungenfeld eine Tochter. 12 Dem Kaufmann Karl Väth e ne Tochter, Auguste Elisabethe. 16 Dem Po-zellanmaler Einst Gebhardt e n Sohn. 14. Dem Schlosser Karl Mootz eine Tochter- Gestorbene. Den 9 Februar. Schreiner Eduard Meiln, 29 Jahre alt- 10 Johanna, 6 Jahre alt, Tocht-r des Lithographen Martin Loos. 11. Sophie, 6 Jahre alt, Tochter des Locomotivführers Philipv Dambier. 11. Clara Friederike, 2 Monate alt, Tochter des Professors Dr. Fritz Sckult ß 12. Landmann Heinrich Bohl, 75 J^ihre alt, von Villmar. 12. Taglöhner Johannes Diehl, 33 Jahre alt, von Climbach 13. Marie Elisabethe, 2 Monate alt, Tochter des Arbeiters Heinrich Koch 13. August Ludwig, 6 Monate alt, Sohn des Realleh-ers Kail Franz. 15- Karl August Clar, Hauptmann i- P, 61 Jahre alt 16 Marie Margareth', 3 Jahre alt, Tochter des Kaufmanns Friedrich Gregori. 16 Philippine Fiutig, geb. Brand, 75 Iah e alt, Wittwe des Canzllidiencrs i P. Johannes Fiutig. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 12- Febrnar. Heinrich Eyeit, Hautboift dahier, des Taglöhners Wilhelm Eycrt zu Friedlos ehel. Sohn und Katharine Benner, des verst. Schäfers zu Mendorf a. d. Lda. Heinrich Benner chel. Tochter. Getaufte. Den 11. Februar. Dem Taglöhner Nicolaus Kramer ein Sohn, Karl, geboren den 7. Dezember 1881 Den 12. Februar. Ein unehel. Sohn, August Julius, geboren den 29 Januar. Denselben. Dem Taglöhner Karl Reuter ein Sohn, Karl Philipp Wilhelm Martin, geboren den 2. Januar Denselben. Dem Schreiner Wilhelm Müller e n Sohn, Otto Friedrich, geboren den 26. Dezember 1881. Denselben. Dem Schmied Caspar Herdt em Sohn, Gustav, geboren den 27. Dezember 1881. Denselb n. Dem Schneider Wilhelm Heß ein Sohn, Wilhelm Georg, geboren 29- Dezrmbcr 1881. Den 15. Februar. Dem Gerichisvollzieher Emil Geißler ein Sohn, Ludwig Emil, geboren den 10. Januar. Beerdigte. , Den 13- Februar. Eduard Menn, Schr.incr, alt 29 Jahre 7 Mon. 14 Tage, gestorben den 9. Februar. WWWWWWWWWWMWWWWWWWMMMMWWMWWWWI Wir rrsuchcn wicdcrholt Vie geehrten Abonnenten, alle Unregelmäßigkeiten Seitens unserer Äiusrräger uns mit kurzer Notiz mitthcilen zu wollen, Damit wir Abhülfe schaffen können. Unsere Träger find angewiesen, den Anzeiger in die Wobnung zu bringen und nicht im Flur re. abzuwerfen. Die Expedition des Giessener Anzeigers. Bekanntmachung 1146 Gegen Baar Bekanntmachung Polstermöbel kommen nicht zur Versteigerung. 1124 Nur echt, wenn die vorgedruckte Schutzmarke auf den Etiquetten steht. Der Königliche Oberförster: Schulz 1140 t Gießen. 21 nach Die Zusammenkunft ist am Weg Brücket. 1130 Huste-Niehl 76 1200 4000 1900 58 95 in- (Telegraphischer iuann m Gießen.) Jcfterr. Silberrente M-AMHe 57%, 7V/i. Tenvrnz matt. rg mit Auguste Reis, l. Kaufmann Theodor r des Schlossermeistrrs Iftron). 12. Haulboifi des Schäsas Henrich Juisingen mit Rosa!« Linderung versteigern. Gegen Baar Gambach am Wald. Bemerkt wird, daß dieFichten-Stämme und Stangen von Nachmittags 1 Uhr an zur Versteigerung kommen Lang-Göns, den 16. Februar 1882. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. betatö Gießen. von Uderslcbm mit ann Ernst Busch von e Merte, Tochter des er Adolf August Karl chter des Taglöhners vor Moos von Roden- Kunann Franz Friese ,s verst. Bahnwärters Amerika«. Schmal? .in feinster Waare, pr. Pfd. 70^, offerirt 1141 S. Elsoffer. Holz - Versteigerung. Mittwoch den 22. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, District Haide, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 9 Eichen-Stämme v. 14—28 Ctm. Durchm. und 7—11 Mtr. Länge — 2,55 Fstm., 68 Fichten-Stämme v. 13—24 Ctm. Durchm. und 8—14 Mtr. Länge = 18 Fstm., 54 Fichten-Stangen von 8—12 Ctm. Durchm. mit) 8—11 Mtr. Länge Itfne Biehmarkt war und M Ltück b ' oah4be war sehr A'.ch standen SWörft Dienstag den Malz-Extract u. EarameUrn*) von L. H. Pietsch & Co., Breslau. Freiwillige Versteigerung von polirten und lackirten Möbeln und Spiegeln. Montag den 20. Februar 1882, Nachmittags */23 Uhr, lasse ich in meinem Geschäftsraum die noch vorhandenen Möbel und Spiegel wegen demnächstiger baulicher Vereine im besten Betrieb befindliche Bäckerei ist zu verpachten durch I. Blitz. 1004 Das SperiaMät Wüsche- uni» Ausftsttnngs - Geschäft von M. Kann, Lindenplatz empfiehlt sein reichhaltiges Lager in allen in dies Fach einschlagenden Artikeln zu äußerst bMgen Preisen. Feinsten Kmburger Speckkäse, per Pfund 42 Ar bei 1137 j. A. Busch Söhne. Aerztliches Gutachten. Ihren Malz-Extract („HusteNicht") habe ich speziell g prüft und empfehle selbigen als d'ätetlsches Genußmittel sowohl „bet katarrhalischen Affectionen der Athmungöorgane, als auch bei chronischen entzünd- lichen Zuständen der jungen und des Kehlkopfes, gegen anhaltenden quälenden Hustenreiz und beginnender Tuberkulose- Dr. med. Mir har 11*, pract- Arzt- *) Extrakt a Flasche 1 X, 1.75 u. 2.50. Caramellen ä Beutel 30 und 50 H. — Zu haben in Gießen bei Gg. Wilh. Weidig. 1166 Oeffenlliche Zustellung. Der Gastwirth Konrad Simon in Lang-Göns klagt gegen den Maurer Friedrich Schmidt von Lang-Göns, jetzt imbekannt wo abwesend, aus Bürgschast mit dem Antrag aus Vcrurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 300 >• Betreffend: Die von Krug'fchen und Lony'fchen Stiftungen. Anmeldungen zu dem Bezüge von Zinsen aus dent oben bezeichneten Stiftungen sind bis zum 1. März d. I. schriftlich oder mündlich bei der unter- zeichneten Stelle einzubringen. Gießen, den 17. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. ieit V* cheile" ^jese"' IM istk' .--.Es Wilhell" .... 4 111* 1163 Der Plan über die für die Plockstraße festgesetzte BaustuchtlE lieat 14 ^age auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Einwendungen find bei Vermeidung des Ausschlusses binnen 14 Tagen dahier anzubrmgeu. Gießen, den 17. Februar 1882. Grobherzogliche Bürgermersterer Gretzen. A. Bram m.____ = 3,06 Fstm., Rmtr. Buchen-, Eichen- und Aspenscheiter, „ Nadel-Scheiter, „ Buchen- und Eichen- Knüppel, Rmtr. Nadel-Knüppel, Wellen Eichen-Reisig, „ Nadel- „ „ Weichholz-Neisig. Für den Haushalt ist eine Nähmaschine jedenfalls die fleißigste und nützlichste Gehülfin, wenn dieselbe einfach zu handhaben, dauerhaft und für jede Näharbeit verwendbar ist. Die Original Nähmaschinen der Singer Manufacturing Co., New-Nork, sind hierfür, sowie für jede andere Art von Arbeit, als Weißnäherei, Damen-Confection, Mäntel-, Corsett- und Schirmfabrikation, die vollkommensten und preiswürdigsten, wofür am besten die Thatsache spricht, daß davon im vorigen Jahre allein mehr als eine halbe Million verkauft wurden. Die Original Singer Maschinen werden unter voller Garantie und bei geringer Anzahlung ohne Preiserhöhung gegen wöchentliche Zahlungen von X- 2.— abgegeben und gründlicher Unterricht gratis ertheilt. Um Verwechselungen mit nachgemachten, unter dem Namen Singer ausgebotenen Maschinen zu vermeiden, wolle man beachten, daß die Original Maschinen mit der vollen Firma: „The Singer Manufacturing Co.“ auf dem Maschinenarm versehen sind, und außerdem die Fabrikmarke am Obertheil sowie im Gestell tragen. - Für Schneider, Schuhmacher, Sattler, Hutmacher, Buchbinder, für Sackfabrikation re. empfehle die Special-Nähmaschinen der Singer Co. G. Neidlinger, Giessen, H26 Rkilhensand-Bahnhosflraße. 1135 Ein Holzdrechsler gesucht von _________________Friedr. Schürz. 1133 Ein Mädchen, welches bürgerlich kochen kann, wird per 25. März zu miethen gesucht.Seltersweg C. 185. Lohkuchen empfiehlt per Hundert JL 1.60, bei Abnahme von 2 Hundert frei ins Haus geliefert Wilhelm Plank, 1148 Bahnhofstraße. Schmelz Butter, beste, selbst ausgekochte, per Psd. X 1.10, Fst. Backö», per '/- Liter 32 H, empfiehlt 1147 Fr. Seibel. 1164 Ein'Stückchen Gartenland am Riegelpfad zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz. Lehrlings-Gesuch. In ein hies. Spirituosen- und Agentur- Geschäft wird zum.Eintritt nach Ostern ein qualificirter Lehrling gesucht, der fernen Wohnsitz hier hat. Näh. zu erfragen bei der Exped. ds. Bl. 17 "Lumpen, Werg, Papier, Een, Zink, M-ssing, Kups"' ®Ui' Maschen rc. werden angekauft oon ^ Louis Roihenberaer, Neuenweg !^ Gesucht. , mechanischen «chuhtamck 1139 Möbel-Transport Ludwig Bender Glessen. von s 1151 1156 Entree frei. Montag: Schirmer Geld - Tours. Montag: Jung Hochachtungsvoll und ergebenst Fr. Ernst Fehsenfeid. Berliner Tageblatt nebst seinen 3 werthvollen Beiblättern: Jllustr. Witzblatt „IHLK“, Jllustr. belletrist. Sonntags- blatt Deutsche Lesehalle", „Mittheilungen über Landwirthschaft Gart nbau und Hauswirthschast". Alle Reichs-Postanstalten neh- menAbonnements zumPreise von 997 Eine Parthie s<*iiwarsKC Moir^sciiiirseeM per Stück 50 Hann, Lindenplatz. für alle vier Bätter zusammen jederzeit entgegen. Probe- Nummern gratis und franco. 20-Francs-Stücke . . . do. in V2 . Englische Souveretgns . Russische Imperiales . Holländische ft 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . Theater in pieken. (Cafe Ceib.) ' Montag den 20. Februar. Abonnements-Vorstellung. Stadt und Land oder: Der Viehhändler von Ober- österreich. Lebensbild mit Gesang in 3 Abteilungen von Friedrich Kaiser. I. C. Schubert. Samstag den 18 Februar, Abends 8 Uhr: COXCERT der renommirten Sänger - Gesellschaft Familie Müller (4 Damen, 2 Herren). Danksagung. 1161 Allen Freunden und Bekannten, welche an den: uns betroffenen schweren Verluste so regen Antheil genommen, unseren innigsten Dank. Die tiestrauerndcn Eltern: Fried. Gregor« und Frau. „Alte Ketten" Neuester Roman von Levin Schücking wird allen neu hinzutretenden Abonnenten des „Berliner Tageblatt" gegen Einsendung der Abonnements - Quittung gratis und franco nachgeliefert. 1 Mark ¥5 Pf. beträgt das Abonnement für den Monat März auf das täglich zweimal erscheinende 1129 Tode8-Anzeige. Freunden und Bekannten statt besonderer Mittheilung hiermit die Nachricht, daß unser liebe Gatte, Vater und Großvater Philipp Ruhl I. gestern Abend 8 Uhr nach langen schweren Leiden im 74. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Trohe, den 18. Februar 1882. Die trauernde Familie. Die Beerdigung findet Montag den 20. d. Ms., Nachmittaas 2 Uhr, statt. 1165 Stritt besonderer Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht von dein plötzlichen Ableben unserer lieben, guten Frau, Mutter, Schwester und Schwägerin Frau Margaretha Schenk grd. Seip im Alter von 32 Jahren. Um stille Theilnahme bitten Der trauernde Gatte nebst Kindern. Die Beerdigung findet Montag Nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Bismarckstraße Nr. 17012, aus statt. 1160 Todes-Anzeige. 1159 Statt jeder besonderen Anzeige allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht von dein gestern Nacht erfolgten Ableben unserer lieben Blutter, Schwiegernmtter und Großinutter Frau Philippine Frutig in: Alter von 76 Jahren. Um stille Theilnahme bitten Gießen, den 18. Februar 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag den 19. Februar, Nachmittags 3'/r Uhr, von: Sterbehause, Weidengasse, aus statt. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXIXXXXXXXXXXXXXXXXXXX x Bücher-Lesezirkel. 8 Da die hiessigen Leihbibliotheken dem Bedürfnis» nach guter Lectüre bei einem M** grossen Theile der Gebildeten unserer Stadt durchaus nicht entsprechen, sodass vielfach mit grossen Zeit- und Geldopfern die bessere Lectüre aus Berlin und Frankfurt verschafft werden w ” muss, so beabsichtige ich, vielfachen Wünschen nachkommend, einen Büohcr-LcSCzirkcl einzurichten, aus dem allmählich eine wirklich gute Leihbibliothek entstehen soll. M H Jeder Abonnent erhält wöchentlich regelmässig einen Band, der in elegantem, datier- aa $£ hafteni Einband und durchaus sauberem Zustande abgegeben wird. Ausgenommen d A werden nur neu erscheinende Werke und zwar äusser den gediegensten Romanen und Novellen « auch geschichtliche Werke, Biographien, Reisebeschreibungen u. s. w., kurz jedes be- fl TT deutende Werk von allgemeinem Inseresse. ------ x Zunächst werden unter andern folgende ausgenommen: X Dn. Chaillu, im Lande d. Mitternachts-Sonne, Reisen durch Schweden und Norwegen. — M Dahn, Kampf tim Rom. — Ebers Bürgemeisterin. — Eckstein, 1). Claudier. — Hamerling-, d X Aspasia. — Hillebrand, Zeitgenossen und Zeitgenössisches. — Göthe’s Briefwechsel mit einem ** Kinde (Bettina v. Armin). — Leixner, Unser Jahrhundert. — Meding-, Memoiren zur Zeit- «5 geschichte. — Nordenskjöld, Umsegelung Asiens und Europas auf d. Vega. — Payn, D. M » Diamanten d. gnädigen Frau. — Spielhagen, Angela. — Taylor, Antinous. — Von X X Nicolaus zu Alexander III. etc. ........... X % Etwaige Wunsche der geehrten Abonnenten finden thunhchst Berücksichtigung. N Der Preis wird sich erst bestimmen lassen, wenn die Anzahl der Abonnenten ungefähr fest- Ä m steht, doch wird derselbe höchstens 10 bis 12 Mark jährlich betragen. 5 Da mit dem 1. März der Lesezirkel in’s Leben treten soll, bitte ich um baldgefällige Bei- W trittserklärungen. Zu jeder näheren Auskunft bin ich mit Vergnügen bereit. $$ 3$ Giessen, im Februar 1882. d 1154 Logis, sowie einzelne Zimmer, gleich beziehbar, in Nene-Bäue B. 90. _ 1153 Mehrere fein möblirte Zimmer zu vermiethen. C. Hetz, Zum Lindenhof. 1038 Zwei Stübchen an ruhige Leute zu vermiethen.______Sandgasse D. 176. 1142 Eine Stube zu vermiethen. __Wallthor A. 143. 1150 Ein schönes Logis im Freien in meinem Vorderhaus, sowie ein kleines im Nebenhaus mit Gartenantheil sofort zu vermiethen. I. Georg Unverzagt^ 1143 Möbl. Zimmer zu vermiethen. _____Neuenweg B. 186. _ 1145 Ein Familienlogis zu vermiethen. Fritz Fürst Wwe. Brauerei Pösehel. Sonntag den 19. Februar: Musik- & Gesangs Conrerl der Familie Helfen. 1139 Anfang 4 Uhr und 8 Uhr. Kony's Bierkeller. Sonntag den 19. Februar: Zwei große Concerte ausgeführt von der renommirten Sänger- u. Komiker-Gesellschaft Familie Müller (4 Damen, 2 Herren).^ 1134 Neues Programm. Anfang 4 Uhr und 8 Uhr. Werrniethungen. 1125 Mansardenwohnung, klein oder groß, mit oder ohne Möbel, bei ____Jug--Merz, Bahnhofstraße. 11136 Kleines Familienlogis zu vermiethen. Frau A. Loeber, Grünbergerstr a ß e. 1131 Eine Mansardenwohnung von 2 Zimmer mit Kabinet, 1 Kammer, Küche und verschließb. Vorplatz, ist bis 1. April an eine stille Familie zu vermiethen. __________________Frau Prof. Buff. 1155 Ein Familienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen. __Karl Schneider, Wallthor. 1158 Ein Zimmer zu vermiethen. ___Wetzsteingasse A. 38. XXKXXXXXXXXXXXXXXXXXX^XaXXtXXXXXXXXXXxS Gambrinus. vH 16 19-23 16 18—22 20 40—45 16 70-75 16 72 70 9 55—60 4 17-21 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu ein zweites Blatt und eine Beilage.