Nr. 243. Mittwoch den 18. Oktober 1882. icßciter Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberskcht. GLeHen, 17. October. Der Bundesrath hat am Montag nach mehrmonatlicher Pause seine Plenarsitzungen wieder ausgenommen, was für unsere inneren Angelegenheiten den Beginn einer arbeitsreichen Zeit, im Gegensatz zu der sommerlichen Stille, bedeutet. Dem Bundesrathe sind während seiner langen Vertagung zahlreiche Eingaben zugegangen, mit deren Erledigung er sich zunächst beschäftigen dürfte. Unter denselben sind besonders diejenigen für oder gegen die Ein- ftlhrung obligatorischer Arbeitsbücher, sowie die Eingaben um Einführung einheitlicher Postwerthzeichen hervorzuheben. Indessen ist, wie die „Nat.-Zeitung" hervorhebt, in beiden Angelegenheiten für jetzt schwerlich etwas Positives zu erwarten. Bezüglich der obligatorischen Arbeitsbücher beharren mehrere größere Regierungen, wie Preußen und Württemberg, auf ihrem ablehnenden Standpunkte, obwohl Bayern und Sachsen die Einführung obligatorischer Arbeitsbücher befürworten. Was die Eingabe von 52 Handelskammern um Einführung einheitlicher Postwerthzeichen für das ganze Reich anbelangt, so ist auch in dieser Frage eine befriedigende Lösung noch nicht so bald zu hoffen und haben die jüngsten Verhandlungen des Beirathes der württembergischen Verkehrsanstalten gezeigt, daß Württemberg nicht daran denkt, seine postalische Sonderstellung aufzugeben und von Bayern ist dasselbe vorauszusetzen. Der Kaiser hat durch eine Ordre an den Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg, Dr. Achenbach, die Genehmigung zur Einführung des Prinzen Wilhelm von Preußen in den Civllstaatsdienst ertheilt. Indem Prinz Wilhelm sich mit der Civilverwaltung vertraut macht, folgt er nur den im preußischen Königshause treu bewährten Ueberlieferungen, die schon von der Zeit datiren, in welcher Friedrich der Große als Kronprinz bei der Negierung in Küstrin beschäftigt war. Kommenden Donnerstag, den 19. October, finden in Preußen die Wahlen der Urwähler statt, welche ihrerseits nach acht Tagen die Abgeordneten zum Landtage zu wählen haben. Mit begreiflicher Spannung sieht man dem Ausgange des Wahlkampfes entgegen, denn für die conservative Partei bandelt es sich diesmal darum, nicht nur ihre den Liberalen während der letzten Landtagswahl abgerungenen Mandate, sondern auch eine Anzahl Wahlkreise zu behaupten, welche srüher vorzugsweise conservativ wählten, die aber jetzt ebenfalls von den Liberalen bedrängt werden. Die Ultramontanen kommen bei diesem Kampfe zwischen den Conservativen und Liberalen weniger in Betracht, da das Centrum sowohl im Reichstage als auch im preußischen Landtage seinen Besitzstand hat; doch haben in verschiedenen Wahlkreisen die Ultramontanen den Ausschlag zu geben, was immerhin in Betracht zu ziehen ist. Der Congreß der Bimetallisten, also der Anhänger der Doppelwährung, welcher vergangene Woche in Köln stattfand, hat eine Resolution einstimmig angenommen, welche verschiedene bemerkenswerthe Forderungen enthält. So befürwortet der Congreß die Einziehung alles Goldes und Papieres in Deutschland unter dem Werthe von 10 sowie die Sistirung der weitern Silberverkäufe in Deutschland. Weiter haben die Reichstags-Abgeordneten, dre am Congresie theilnahmen, beschlossen, einen Gesetzentwurf einzubringen, daß vollwichtige Zweimarkstücke ausgeprägt und die vorhandenen Thalerftücke beibehalten werden. So oft man auch seine Blicke nach Oesterreich wenden mag — stets begegnet man dem Rationalitäten- und Sprachenstreit in irgend welcher Form. Selbstverständlich handelt es sich hierbei fast stets um Angriffe gegen das Deutschthum und ein solcher ging letzthin auf dem Kärnthener Landtage von slovenischer Seite aus. Professor Einspieler bekämpfte bei der Verhandlung über den Landesschulfonds die neue (deutsche) Schule im Bezirke Vietring, mit welcher die slovenische Bevölkerung unzufrieden sei. Der Bürgermeister von Vietrmg, Abg. Seebacher, wies jedoch diesen Angriff entschieden zurück, indem er darlegte, daß die slovenische Bevölkerung mit der bestehenden Einrichtung der Schule einverstanden sei, well die deutsche Sprache sich für die wendische Bevölkerung als nothwendig erweise. Die Deputaten Uhl und Lugger wiesen die Behauptungen Einspieler's gleichfalls zurück und der Landespräsident hob hervor, daß auch der Regierung nichts von Klagen der slovenischen Bevölkerung bekannt sei; die Regierung werde, wie bisher, trachten, den nationalen Frieden zu erhalten. In England folgen sich jetzt die außerparlamentarischen Ministerreden Schlag auf Schlag. Erst vor einigen Tagen hielt der Präsident des „Local Government Board", Dodson, in Scarborugh eine Rede über die englische Politik in Egypten und ihm folgte kurz darauf der Secretär des Schatzamtes, Courtney, in Torpoint mit einer Rede über dasselbe Thema. Jetzt haben der Earl of Rorthbrook, erster Lorv der Admiralität, und der Generalpostmeister Fawcett auf einem Banket zu Liverpool wieder Reden über denselben Gegenstand gehalten und alle diese Reden bestätigen die Annahme, daß die englische Regierung nicht daran denke, Egypten zu annectiren oder zu regieren. Doch beansprucht England, wie Rorthbrook in Liverpool hervorhob, die freie Einfahrt britischer Kriegsschiffe in den Suezkanal, in Friedens- wie in Kriegszeiten, ohne eine exclusive Gewalt über den Suezkanal anstreben zu wollen. Weiter betonte Rorthbrook, daß die Großmächte vollständiges Vertrauen zu der künftigen Haltung Englands in den egyptischen Angelegenheiten hätten. Wenn die Aeuße- rungen der englischen Cabinetsmitglieder den wahren Absichten Englands entsprechen, so erscheint dieses Vertrauen vollkommen gerechtfertigt. In der Schweiz sind plötzlich auf Befehl des Vundesrathes die so flott im Gange befindlichen Werbungen für die egyptische Gensd'armerie eingestellt worden. Es ist noch nicht bekannt, was den Bundesrath zu dieser Maßnahme bewogen hat; jedenfalls aber müssen diese Werbungen etwas Verletzendes für das Nationalgefühl eines so freien Volkes, wie es die Schweizer sind, haben. Im dänischen Reichstag hat, nachdem er kaum erst zusammengetreten ist, zwischen der Negierung und der Linken bereits wieder der alte Zwist begonnen. Sämmtliche Gruppen der Linken und sogar der gemäßigten Rechten nahmen in der Sitzung vom 13. October eine Resolution an, in welcher der Regierung die Befugniß abgesprochen wird, das Verbot der Einfuhr von Hornvieh aus Schweden aufrecht zu erhalten. Wenn schon in einem verhältnißmäßig so unbedeutenden Gegenstände zwischen der Regierung und der Volksvertretung Differenzen entstehen, so erscheint ein gedeihliches Ergebniß der Reichstagssession in Dänemark fast unmöglich. Die zwischen Serbien und seinem bulgarischen Nachbar bisher bestandene Spannung wird nun wohl nachlassen, nachdem König Milan auf seiner Rückreise von Wien nach Belgrad dem Fürsten Alexander in Nustschuk am Sonnabend einen officiellen Besuch abgestattet hat. Auf specielle Anordnung des Fürsten Alexander waren in Rustschuk große Vorbereitungen zu einem festlichen Empfang getroffen. Sämmtliche bulgarische Minister und alle höheren Officiere und Civilbeamten waren extra nach Rustschuk berufen worden, um hierdurch den Empfang des serbischen Herrschers so glänzend als möglich zu gestalten. Die Pforte hat es für angezeigt gehalten, eine Flottendemonstration in den syrischen Gewässern zu veranstalten. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, wird ein aus zwei Panzerschiffen und drei Corvetten bestehendes türkisches Geschwader unverzüglich auslaufen, um an der syrischen Küste zu kreuzen. Dasselbe wird sich indessen nicht nach dem Rothen Meere begeben. Es scheint, daß die türkische Regierung Frankreich hierdurch einen Wink geben will, daß sie auf der Hut sei, da Frankreich bekanntlich geheime Absichten bezüglich Syriens zugeschrieben werden. Die Nachrichten über Egypten fließen jetzt recht spärlich und enthalten meist nur wenig Interessantes. Unter dem 13. October wird aus Alexandrien gemeldet, daß die egyptische Armee einen Effectivbestand von 11,000 Mann unter englischen uud egyptischen Osficieren erhalten soll, die Unter- Officiere würden Albanesen, Türken und Bulgaren sein und aus dem Stabe der früheren Armee gewählt werden. Die Gensd'armerie wird, entgegen früheren Meldungen, nur 1500 Mann zählen und sollen die Kosten hierfür circa 400,000 Pfund jährlich nicht übersteigen. — In Damanhur (Unter-Egypten) sind 17 Eingeborene, welche in die Metzeleien vom 11. Juni er. verwickelt und entkommen waren, verhaftet worden. Deutschland. Berlin, 13. Oktober. Auf eme aus Handwerkerkretsen hier eingegangene Petition betreffs des Submissionsverfahrens und eines Antrags auf Erlaß eines Gesetzes, wonach bei Concursen die Forderungen der Handwerker in erster Linie mit berücksichtigt würden, ist von der Ministerial-Jnstanz der Bescheid ertheilt worden, daß die Petition der Rcichscommission für die Ausarbeitung eines allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuchs zur etwanigen Berücksichtigung überwiesen worden sei. — Da die militärischen Herbst-Controlversammlungen unmittelbar bevorstehen, so sei bemerkt, daß besondere Einberufungs-Ordres in der Regel nicht ergehen, bte zur Erscheinung Verpflichteten also auf die deshalb erlassenen Veröffentlichungen zu achten haben, wenn sie sich nicht der vorschriftsmäßigen Bestrafung aussetzen wollen. Diesen Versammlungen haben die Landwehrmänner der Jahrgänge 1868 und 1869 und die des Jahrganges 18/0 beizuwohnen, welche in der Zeit vom 1. April bis einschließlich 30. September eingetreten sind, sowie die Einjährig-Freiwilligen der Cavallerte aus den Jahren 18/0 und 1871, die zur Disposition der Ersatzbehörden Entlassenen, sowie die zur Disposition der Truppentheile Beurlaubten (die sogenannten Königsurlauber). .Nur in ganz besonders dringenden Fallen tritt eine Befreiung von dem Ersweinen auf diesen Eontrm- versammlungen ein, z. B. wegen eigener Krankheit, wegen Krankheiten in der Familie des Pflichtigen. Derartige Gesuche sind durch Ph^katszeugnisse, Be- scheinigungen von Orts- und Polizeibehörden zu begründen und, wenn es angeyt acht Tage vor der Versammlung bei dem Beztrksfeldwebel anzubringen. Arankreich. Paris. Garnbetta's publtz'sttsch-s Sprachrohr „La Rep• folgt tn. mtli= I(irischen Dingen bekanntlich einer ganz eigenartigen Taktik, welcher d - Remtn sce^en nn die diktatorische Leitung der d6fense nationale wahrend des deutsch-sranzosischen Krieges m Grunde liegen Es gehört zu den Traditionen oes Blattes für fern mitt- £ u®6e"i Vs !®orte*t der Unfehlbarkeit in Anspruch zu nehmen unb bte Rev sr" bat ibr angemaßt-s Vorrecht mit größter Unv-r,r°r-nh°i selbst aus, Kosten W-METDEiW'iLLE dis in den Himmel erhob, ttotz , ^rjCfl§intnifter hat denn auch nicht gewagt, den SWWSfisrÄ zs s; ganger des jetzigen Krieg „ . sr." aus ihr doch eine praktische Nutz- Theone auch klingt, so z h Kriegsnriiuster aus's Hcstigste wegen bet intenbirbn Ä iu“»b* Ht unb ihn im Voraus für bie Vet- ^'ipbrhieniLÜ?hl"B MarschbienslLs, bte baoon unzertrennlich sein soll, verantwoitlich 4«ni» es ist iömhobe in bet Polemik bes mehtgenannten Blattes, unb ™*L7a R mebr benn °nt Werk, Wes, was nicht nach seiner Pfeife tanzrn will, bin chaÜvinistischm Instinkten bet Nationen zu benuneiren. Lokales» Gießen, 17. October. 1. 2. 3. 4. 5. 6. Die Eröffnung der Bleichstraße. Verpachtung eines städtischen Grundstücks. Veräußerung städtischen Geländes in der Nordanlage. Den kleinen Schwarzlachweg betr. Gesuch des Fruchthändlers Löb Süß dahier um Erlaubntß zur Anlegung eines EinfaUsckachts. 7. Gesuch des Bäckermeisters August Noll dahier um Beseitigung eines macht und in seinen Strudel hineinzieht. So Mancher, der in ehelichem Unfrieden lebt oder dem die tägliche strenge Arbeit nicht schmeckt, läßt sich durch das Beispiel der arbeitslos umherztchenden und oft genug prassenden und schwelgenden Brüder verlocken, Weib und Kind im Stich zu lassen und auch zum Strolch zu werden. Und von dem Geiste dieses Vagabondenthums ist leider die ganze auf den Landstraßen und in den meisten Herbergen herrschende Luft insicirt. Die jungen Gesellen, die mit der ehrlichen Absicht ausziehen, um die Welt zu sehen und den Gewerbebetrieb anderer Orte kennen zu lernen, sind fortwährend diesem Gffte ausgesetzt und verfallen nur zu oft der Verführung der gewerbsmäßigen Vagabonden, zumal der unter ganz anderen Verhältnissen entstandene Handwerkerbrauch des „Fechtens" den ersten Schritt auf dieser Bahn, das erste Betteln, so erleichtert. Wer ewige Zeit das ungebundene Leben genossen hat, wird nur zu oft nicht mehr die moralische Kraft besitzen, um sich freiwillig für immer in die enge Arbeitsstube und in das tägliche Einerlei zurück- znftnden.^dl^ch Qud) einen nicht geringen Schaden zu rechnen, daß unserem Volke zumal den Bewohnern des flachen Landes und der kleinen Städte das Gefühl voller Sicherheit und des Behagens verloren geht, seit sie jeden Augenblick darauf gefaßt sein müssen, in ihren Häusern von Fremden angebettelt zu werden, deren Erscheinung nur zu oft unheimlich und Besorgniß erregend ist, — daß sich jeber Einzelne immer wieder in einen sittlichen Conflict versetzt sieht, indem die Sorge für das Gemeinwohl ihm das Geben an unbekannte Bettler verbietet, während das Bild des El nds, das er vor sich sieht, zur Freigebigkeit auffordert - daß unser Volk und zumal die Jugend, dadurch gegen den Anblick des Elends gleichgült g^ und io zur Unbarmherz gkeit erzogen wird, und daß vor Aller Augen ein ernstes Strafgesetz des Staates, welches das Betteln und Landstreichen in bestimmtester Weise bei schwerer Strafe verbietet, alltäglich von Tausenden auf das Gröblichste verletzt wird Es muß der Autorität des Staates ernstliche Einbuße bringen, wenn er sein Strafverbot aufrecht erhält und doch nicht die Macht hat, seine Angehörigen gegen die alltägliche Ver- letzung dieses Gebotes zu schützen " Canals. 8. Wasserabführung nach dem Burggraben. 9. Klage gegen den Ortsarmenverband Butzbach. 10. Kostendecreturen- 11. Das Feuerlöschwesen. _ 12. Die Anschaffung des Holzsamens für die städtischen Waldungen. Gießen, 17. Oktober. Die „Freiwillige Gail'sche Feuerwehr" feiert am nächsten Samstag, den 21. Oktober, im „Cafö Schnell" ihr 27. Stiftungsfest durch ein Banket. Gießen, 17. Oktober. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 19» Oktober 1882, Nachmittags 4 Uhr. ' Die Löber'sche Stiftung. Frankfurt a. M., 17. October, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 262, Staatsbahnactien 293% Galizier 267, Lombarden 118% Nord- weftbahnactien 178, Darmstädter-Bankactien 1567/b, Oberschlesische ^--B.-Act. —, Ocsterr. Silberrente 661/8, 4% Ungar. Goldrente 74% 4% 1880er Russen 709/ie, 5«/0 1877t Russen 879/16, 2. Orient-Anleihe 56 Vs, Spanier 63% 5% Rumänische Rente 91% 4% Unisic. Egypter 71% Tendenz schwankend. Telegraphische Lepesche«. Lüotff'S telegr. Correfpondtnr-Bnrean. Baden-Baden, 16. Octbr. Se. Maj. der Kaiser verbrachte den ipffrinen Taa mm arößten Theil im Zimmer und unternahm nur Nachmittags sMMWZMUWW Beistand Oktober. Gegenüber der durch mehrere Zeitungen,ver- ‘ba8)=r Statthalter W Tabaksmanufactur ausgesprochen habe, t|t die ''^^^thringil cy g Lage ä" erklären daß diese der Josephstadt tw Bmdtener Dr^Popper undZappert eine Erklärung, dahw gehend, daß sie sich der^Mrgerrmister^auss ^tne objectwe Denkungs- weise ^^?^gen Am heutigen Tage tritt hier die internationale Confermz zur Berathung über die Sicherheit der unterseeischen E Wammen. Als Vertreter des Deutschen Reiches smd zu der^lben Geh. Rath Domdach, •* 5SßS W#» s S.'BÄ 82TS der Entwurf des Dekrets zugegangen, in welchem der Khedwe -mordnet,daß die internationalen Gerichtshöfe Schadenersatz-Anspmche nicht -u bemckMhttg n haben da zur Untersuchung derselben in Ueberemstnnmung mit d.n Machten eine Specialcommission ernannt worden fei. Die englische Regierung hat heute *' S3SS ÄG.E-.»d-- Bevölkerung herrschende, besondere Aufregung wurden geftern Abend bie etrapei von Patrouillen durchzogen. Eine ernstliche Ruhestörung hat indessen nicht 16. Octbr. Se. Komgl. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen ist gestern an Bord der deutschen Korvette „Olga hier eingetroffen, die Olga wird dem Vernehmen nach bis nächsten Freitag hier verweilen London, 16. Octbr. Der „Times" zufolge wären gute Aussichten für eine freundliche Verständigung zwischen Frankreich und England in der egyptischen Frage ^anben.^ M geg£n BtaM ift in Folg- ein« über b.e wel-be^aüf die aus der Zulassung ausländischer Advokaten hervorgehendm Luconv-n'-nz-n zur Aburtheilung übergeben würde.------- ---— Vermischtes. Mainz, 15. Oktober. Bet der Anlage einer Wasserleitung in unserer Nachbargemeinde Weisenau stießen die Arbeiter in einer Tiefe von über 2 Meter auf ein festes Gewölbe, eine' Art 6o Ium 6 ar tum; nachdem das Gewölbe geöffnet worden war, wurden in demselben eine große Anzahl gut erhaltener römischer Krüge von den verschiedensten Formen und Größen und ca. 20 an der Zahl aufgefunden. Der Director unseres römisch-germanischen Museums Herr Professor Dr. Lindenschmit hat bereits Einsicht von dem Funde genommen, damit derselbe unseren Sammlungen erhalten bleibe. Passau, 12. Oktober. Gestern früh wurde der Vorstand der Bahnstation Schalding bet Passau, Herr Krieninger, als er im letzten Augenblick das fälschlich „Halt" anzeigende Stationssemaphor umstellen wollte und zu diesem Behufe über das Geleise sprang, von der Locomotlve des um 3 Uhr 45 Minuten in Passau eintreffenden Schnellzuges erfaßt, unter die Räder geschleudert und sofort getödtet; Arme und Beine sind vom Rumpfe getrennt und die Schädeldecke vom Kopfe weggerissen. Em Agen- thümliches Spiel des Zufalls ist es, daß gerade vor einem Jnhre in derselben Nacht der Sohn des Verunglückten von einem Eisenbahnzuge zwischen Schalding und Sandbach Überfahren wurde und so den Tod fand. Paris 14. Oktober. Der Cassationshof hatte das Urtheil des Versailler Schwurgerichts, welches Marin Fenayron (den Mörder des Apothekers Aubert) zum Tode, seine Frau Gabriele zu lebenslänglicher Zwangsarbeit und seinen Bruder Lucien zu siebenjähriger Zuchthaushaft verurtheilt, vernichtet und die Angelegenheit zu neuer Verhandlung vor die Geschworenen von Paris verwiesen. Dieser neue Proceß ist heute beendigt worden. Marin Fenayron stützte seine Vertheidigung wie das erste Mal darauf, daß er als betrogener Gatte sich gerächt habe und Gabriele Fenayron wiederholte ebenso, daß sie in Folge der Drohungen ihres Mannes und aus Furcht für das Leben ihrer Kinder und ihr eigenes eingewilligt habe, Aubert nach Chaton zu locken; sie bestritt jedoch ihre Theilnahrne an der Mordthat selbst. Schließlich wurden Fenayron und feine Frau zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt, Lucien dagegen freigesprochen. — Die Feuersbrunst in Dransfeld bet Göttingen hat furchtbare Verwüstungen angerichtet. Der am dichtesten bebaute Theil der kleinen Stadt, eine etwa 100 Sir große Fläche mit ungefähr 38 Wohnhäusern und mindestens 45 Hintergebäuden, darunter eine große Oeconomiewirthschaft und eine Brauerei, sind in Asche gelegt. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W. Dietz Nachfolger, Gießen. ,m , Bremen, 16. Oktober. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Straßburg, Capt. H. Heinecke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27. September von Bremen abgegangen war, ist am 14. Oktober wohlbehalten tn Baltimore angekommen. Die Schädigung des Volkslebens durch das Dagabondenlijum. m. Darmstadt, 16. Oktober- Der vor wenigen Tagen dahier stattgehabte Congreß des Deutschen VereinsJur Armenpflege und Wohlthätigkeit hat eine reiche Fülle gewiß Züchtbarer Anregungen für alle Diejenigen gebracht, welche btrect ober inbirect an den Humanitatsbestredung der gesetzlichen ober freiwilligen Armenpflege beiheiligt sind und mmM„ Vftclet Hauptgegenstand der gepflogenen Berathungen, die Frage der ?^S^bl)ndirenoen B.lttle, welch/riach den Verhandlungen des Congresses nunmehr m ihrer schweren ^euwng und in ihrem erschreckenden Umfange Vielen naher gerückt ift Cm bleibendes Ver dienst um eingehende Erörterung dieser Materie hat fich der Neferent, Herr Lan Y Dr. Elvers (Wernigerode) durch sein umfassendes und klares Referat erworben, m welchem er zunächst, entgegen einigen Stimmen aus Württemberg welche do t Abnahme der Vagabondage und eine Besserung in der „Oualttat der ^agaboud conftatiren, nachweist, daß die Zustände, welche dre Vagabondenmage tn den letzten Jahren zum Gegenstand der Besprechung in so vielen Versammlungen und. m der Presse gemacht haben, im Wesentlichen unverändert fortdauern. Zu seiner weiteren Behauptung, daß der Schaden, wilcher unserem Volksleben in materieller und geistig Beziehung durch das Vagabondcnthum zugefügt wird, von der größten und tief; greffendsten Bedeutung ist, gibt der Herr Referent folgende Ausführungen von allge- meinstem Interest nd Kleidung, Nahrung und Unterkunft und erhalt that- säcklich alles dieses von dem schhaften und arbeitenden Theile^ der Bevölkerung. Mögen viele Vagabonden auch auf das^Ungenügendste 6'kUidet genährt und bet Nacht unter- acbracbt fern, so wird doch auch wieder, wie hinlänglich bekannt ift, ßflt «öteles chnen überflüssig vergeudet und verpraßt, und man darf ba^er bie durchschnittlichen Kostm des Unterhaltes dieser Massen nicht allzu gering.anrechnen. Nimmt man an, daß sie wenigstens 1JL für den Tag und für jeden Kopf der vermuthlich v^ 9i)() 000 Vaaabonden beträgt, so gelangt man zu der Summe von 73 Dcillionen «FL, welche jährlich in Deutschland gebraucht werden, um diese gefährliche Ntenschenmass m erhalten." Dazu ko mmen die Millionen, welche für den Unterhaltder Vagabonden, die in den Gefängnissen und Arbeitsanstalten emgesperrt sind, unb für bie Sicherheiis ynHiei welche sie nöthig machen, ausgegeben werden müßen. Vergegenwärtigt M N sich dann noch ben Gewinn, der bem Volkswohlstände zugefallen wäre, iDenn jebe^ Vagabond an die rechte Stelle im Leben gekommen unb seine Arbertskraft in richtiger Weise entwickelt und verwerthet hätte, und der uns jetzt entgeht, so wird die Sum des materiellen Schadens noch weit größer. damit Außerdem werden eine Menge von Verbrechen unb Vergehen unb d«e damit verbundenen Vermögensbeschädigungen dem Vagabondenthum Zur L s g 9- zablenmäßlger Nachweis läßt sich freilich auch hier nicht führen, ba die osstclelle Statmu eS letber seither unterlassen hat, in bieser Beziehung Erhebungen anzustellen. Nichtsdestoweniger wird man der öffentlichen Meinung ^^lmmenmüsten w n sie manchen Fall von Mord, Raub, Diebstahl Erpressung und Nothzucht den IW bonben rur Last leat Schon daß der Einzelne sich in b'efev gleichmäßig in bie LiDr des Schmutzes, ber® Abgerissenheit und Verkommenheit gekleideten Musse so wenig von seinen Genossen abhebt, und daß deßhulb nur selten dre Spuren. einet> Eiureln«n^am den von ihm eingeschlagenen und oft genug bunt verschlungenen Pfaden ve f lft können, gesährdet b.e öffentliche Sicherheit. Es kommt hinzu, daß du Danabondem massen nicht nur die Gefahr in sich bergen, daß sie ausorechende S-Uchcni chnell ver schleppen werden - am Rückfall- und am Flecktpphus^aben w'i schon Eif-hrung^-n machen können — sondern daß sie auch bet dem Zusantffienhange, der uni. r hn . sieht unb von den Herbergen gepflegt wird, ein Material bilden, nut dem ch Hände in Seiten des Umsturzes ober Krieges viel Unheil anrichten tonneu. Ferner bildet das Vagabondenthum dadurch einen öffentlichen Schaden, baß fortwährend der arbeitenden und seßhaften Bevölkerung einzelne Angehörige abspenstig Handel und Verkehr. „ . Aus bem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund «X 1.15-1.20, Hühnereier per Stück 7 % Käse per Stuck 4—9 Käsematte per Stück 3 % Erbsen 1 Liter 22 H, Linsen 1 Liter 28 H, Tauben das Paar 50-60 % Hühner per Stück «X 0.90-1.00 Hahnen per Stuck ^ 0.50 bis 0.90, Enten per Stück JL 1.50—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch 50 bis 54 Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 60—66 % Kartoffeln per 100 Kilo X 6.00—11.00, Zwiebeln per Gentner X 4—5.00, Milch per Liter 14—18^. Gänse per Psd. 40—54 Frankfurt, 16. Oktober. (Getreide-Preise.) Weizeneff. hiesigeru. Wetterauer jn9V2—20, fremder <^22—23, Roggeii eff. Oief. X 14V2—15, frember X 14y2—17, Gerste eff. hies. u. Sßetteraner X 17 V2—18% fremde X 18—20, Hafer eff. hiesiger X 14—14% fremder X 14—15% Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. X 34. Branntwein eff. ohne Faß X 45. Frankfurt, 16. Oktober. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 330 Ochsen, ca. 30 Bullen, ca. 250 Kühe unb Rinder, 220 Kalber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 66-68, 2. Qual. X 62—63, Kühe und Rinder 1. Qual, x 60, 2. Qual. X 54, Kälber 1. Qual. X 65, 2. Qual. X 64 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Frieden Pitl btt der vet- \ Und fraßen die mit anderer nur zu anderen irltt aus le Leben um sich zurück- untrem § GGhl rrauf ftt-- iertn Et- Einzelne für das Bild detz unb > so zur M des schweter Es muh irbot aus- liche Ver- itzung am 1 AnlegW jung eines feiert am issest durch er-DM' fern festes r, wurden tziedensten )r unseres Einsicht W- tzchnstation as WHd) Lfe über das eintrcfftnW ie und Beine Ein eigen- ielbtn Nacht ud Sandbach Lloyd in welcher hlb-h-l"»^ :§ Versailler jlubert) zuln Zruder Lucien beit zu neuer !§ erste M yron Wieder- rtff -"9 m tu locken' *s . . Butttt I iL 0$ M r i-E 0«" Ä Altai- $1 «S/ Allgemeiner Anzeiger. K. Faasysauum 6544 45818 M 6260 1882. A. 93ramm. (5841 L. Thon Londorf. Cognac sp 5 He»l. Matz. Weißzeug und A. Fangmann. 6756 empfiehlt billigst Carl Hosch, Sonnenstr. 28. ii ii n 280.80 124 25 4117.40 1190.17 ii u II II II Maurerarbeit, Steinhauerarbeit, Schlosserarbeit, Erdauffüllung, ii n tf ff it empfiehlt zu billigen Preisen 6843 A o französisches Journal für Deutsche The Interpreter englisches Journal für Deutsche L’Interprete italienisches Journal für Deutsche i mit erläuternden Anmerkungen, | alphabetischem Vocabulaire und Aussprachebezeichnung. Herausgegeben v. Emil Sommer. Wirksamste Hilfsmittel bei Erlernung obiger 3 Sprachen, namentlich für das Selbststudium ; zugleich vorzüglichste, schon mit den be- I scheidensten Kenntnissen verwend- I bare franz., engl. u. ital. Lectüre. I Wöchentl. 1 Nr. Inhalt der 3 Blätter I verschieden. Quartalpreis jedes ders. I (Post, Buchh. od. direct) nur 1 M. 75 Pf. (1 fl. 5 ö. W., 2 frs. 50), | auch in Briefm. einsendbar. Probe- j nummern gratis. I Edenkoben (Pfalz). I 6408 Die Directton. ‘Deutsches ‘Product der ßxpoct- Sonvp- (Socpiae, cffofn a. eKK., garantirt frei von jeder künstl. Essenz reinschmeckend u von feinem Aroma, ist ganz bedeutend billiger als fran7x. Er^eugniss gleicher Qualit. Tranchir-, Salat- und Essbestecke, Messer und Gabeln, Serviettenringe. Vorleg-, Ess- und Kaffeelöffel, Herren- und Damenketten In Silber. Ziehung 15. Novbr. 1882. | Größt? deutsche Ausstellungs-Lotterie Nürnberg. Gewinne i. W. von 25,000, 10,000, 2 ä 5000 rc., im Ganzen 4000 Gewinne i. W. von cX 250,000. Auszahlung der Industrie- Hauptgewinne auf Wunsch baar abzüglich 25pCt. Loose ä 1 Mk. (für Frankatur und Gewinnliste 20 beizufügen) zu beziehen durch die Direction der Ausstellungs-Lotterie Nürnberg. Loose bei: Carl Lehrmund, Gießen. 6368 Julius Wallach, XXKX^XXAXXXRXMKNX^AXXXXXX | Neuheiten in Winter- * x Mänteln für Damen & Mädchen | | empstehlt | A. Dorier. I Kreuz GIESSEN Kreuz Reichhaltiges I^ager in Herren- und Damen- Uhren (Remonloirs etc.) in Gold und Silber, Regulateuren in allen Holzarten (8 und 14 Tage gehend), Harder’sche Jahresuhren, Wecker, Pendules etc. etc. Gold- und Silber-Waaren : Li. Schmitt Glaser 7 Kanzleiberg 7 empfiehlt sich in allen im Glnserfach vor- kotnmenden Arbeiten. Wie bekannt, wird das Einrahmen von Bildern und Spiegeln bei mir gut besorgt. Achtungsvoll 6673 Schmitt. Armringe, Anhänger, Broschen, Ohrringe. Kreuze, Colliers, Trauringe, Ringe, massiv und halbmassiv, Manschetten - und Kragenknöpfe, Herren- und Damen-Ketten in Gold. Neue Erbsen, Dohnen, Linsen und Grünkerne empfiehlt 6844 Chr. Wallenfels. Heinrich Zimmer Uhren-, G-old- und Silberwaaren-Handlung Das Neueste in wollenen Tüchern, Kopf- unv ltmhärrge- Tüchern, Kapuzen, Kapotten, Bafchliks Montag den 23. L Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhaus versteigert werden: Strickgarne in größter Auswahl zu billigsten Preisen, ebenso Unterrockgarne empfiehlt 5905 Carl Hoffmann. Kartoffeln Wie in den vorhergehenden Jahren verkaufe wieder die Lameukartoffeln franko Haus zu 7 jl per 200 Pfd. Proben bitte hei Herrn Weber („Stadt Kassel") zu entnehmen. 6684 Bestellungen erbitte per Postkarte. ia ZwellchenlMift neue Waare, wieder eingetroffen. 6773 II F. Nassauer. Modellhule sowie sämmtliche Neuheiten für die Wintersaison find ein- 2 Bilder, 2 Marmorplatten, einige Uhren, Möbel, Kleidungsstücke, getroffen. 6555 Mr Holzhauer. Das Umhauen von ca. 60 Pappelbäumen habe ich an geübte Arbeiter zu vergeben. 6822 Chr. Weiß. __ 6799 Ein braves Mädchen mit guten Zeugnissen wird gesucht von Frau Marie Leib, Wallthorstr. 15. Hiermit machen wir bekannt, daß wir vom 1. Juni 1882 ab dem Herrn Hermann Bendheim zu Frankfurt a. M-, Musik antenweg 30, eine General-Agentur für den Regierungs-Bezirk Wiesbaden und das Großherzogthum Hessen-Darmstadt übertragen haben. Berlin, den 12. Ottober 1882. Preussische Lebens-Versicherungs-Actien-Gesellschaft, Versteigerung. Freitag den 20. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Pfandlocal der Stadt Gießen nachverzeichnete Gegenstände versteigert werden: 1 Chaise, 1 schwere Wagenwmde, 1 Stück Leinwand, 6 neue Herrenhemden, 12 Brusteinsätze, 2 Grabsteine, 1 Teppich, 1 Spiegel, 1 Waage, 2 Brachen, 1 Nähmaschine. Gießen, den 17. Oktober 1882. I. V. des Pfandmeisters. 6830 Moll. Bezugnehmend auf Obiges empfehle mich zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen von Kapitalien, Renten, Aussteuern und von Entschädigungen bei Reiseunfällen. , , Todesfall-Versicherungen mit garantirten und Extra-Dividenden. Beamte erhalten Cautions-Darlehen und besondere Vergünstigungen. Agenten werden unter günstigsten Bedingungen angestellt. Frankfurt a. M., den 16. Oktober 1882. 6831 Hermann Bendheim, General-Agent. XXXXXX^XXWXXXiXXXXXXXXXXXX Preussische Lebens-Versicherungs-Actien - Gesellschaft zu Berlin W., Voßstraße 27. Grundkapitals Millionen Mark. Reserve über L80vvvv M. Mittwoch den 1. November, Abends 7 Uhr, beginnt die Fortbildungsschule ihren Unterricht. Zum Besuche derselben sind alle diejenigen Knaben verpflichtet, die in den letzten drei Jahren aus der Volksschule entlasten worden und Die Knaben im Alter von 14 Jahren versammeln sich nn Schulsaal Nr. 6 im Schulhaus in der Schulstraße, die 15jährigen im Saal Nr. 4 derselben Schule, die 16jährigen im Saal Nr. 2 des Schulhauses am Asterweg, jammt« sich mit Papier und Feder versehen, um geprüft und in ihre Abtheuungen einaewiesen zu werden. Etwaige Gesuche um Dispensation vom Unterricht sind der Grobherzoglichen Kreis-Schul-Commission Gießen vorzulegen. Die Meister, Lehrherrn und Arbeitgeber sind verpflichtet, den Knaben bte zum Besuch der Fortbildungsschule nothwendige Zeit cinzuräumen. Str ersuchen bte Lehrherrn, Meister unb Arbeitgeber, ihre Gehülfen, Lehrlinge unb jungen Arbeiter auf bte Wichtigkeit dieses Unterrichts aufmerksam zu machen und ste zu entern regelmäßigen und pünktlichen Besuch der Schule anzuhalten, well nur alsdann etwas Ersprießliches geleistet werden kann. Gießen, im Oktober 1882. Für bett Schulvorstand Gießen: Bekanntmachung. In der Gemarkung Ruttershausen haben an Ludwig Moos Eheleute verkauft: Johannes Schmitt, Flur 1, Nr. 219 und H ein rich Kr afts Eheleute daselbst Flur IV, Nr. 742. Die Kaufbriefe sind ohne Beglaubigung guittirt. Etwaige Kaufschillungs- ansprüche sind binnen 6 Wochen hier geltend zu machen, sonst soll die Zahlung als erfolgt angesehen, zum ersten Item auch Löschung des „beschränkt" versügt werden. Gießen, den 13. Oktober 1882. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 0849 Langsdorfs. Pflästererarbeit, Gießen, den 17. Oktober Großh. Bürgermeisterei Gießen. ■2 ~ Q •© öS. ■8’ = Grosse Auswahl in Chrlstofllc- und Alfenide-Waaren^ Tafel-Aufsätze, Kaffee- und Thee - Services, Frucht- und Blumenkörbe, Eiskühler, Pokale, Trinkbecher, Butter-, Honig- und Caviar-Dosen, Zucker- Schalen und -Dosen, Bierseidel, Leuchter, Nippsachen, Bestecksachen in Etuis, Messer, Löffel und Gabel. Reparatur-Werkstätte für Uhren, Optik, Gold- u. Silberwaaren. Billigste Preise! Garantie. Reelle Bedienung! Cementlieferung, veransch.zu^. 196.— 632.50 A. Bramm, Vigelius, Bürgermeister. Schul-Director. Unterricht für Unteroffiziere, zugleich Vorbereitung für alle Arten von Eraminas, wird von einem bewahrten Lehrer ertheilt. Näheres durch Vermittelung der Exped. ds. Bl.__2221 6811 Ein braves Dienstmädchen für Haus- und Küchenarbeit nn ...Darmstadter Haus 6823 EinUg«^ Kellner gesucht Restauration Buich. Destillateur gesucht. 6802 Ein im Destillationsfach tüchtiger solider Mann, der in Küferarbeit möglichst etwas Erfahrung hat, kann unter günstigen Bedingungen dauernde Stellung erhalten. Schrick!. Offerten unter L. F. 100 bei der Exped. ds. Bl. abzugeben. NeitzeöoLe«es. Das Neueste in rngt. Tüll- u. Zwirn-Gardinen empfiehlt ,z 6832 Herm. Aug. Müller. Vorzügliches Sauerkraut Sauerkrautsaft werden in allen Großen billigst abgegeben bei Carl Heil, Schloßgasse. 6470 6730 Mehrere Thüren, Fenster, sowie ein noch brauchbarer Ladenerker billig abzugeben. Näh. b- d. Exped. d. Bl. TÄöckiwolIe per Pfund von 1.20 an, Strickwolle in allen Farben und Qualitäten empfiehlt sehr billig 6006 Julins Schulze. VermrelyUrMK. 6826 Möblirtes Zimmer in nächster Nähe der Aula (Süd-Anlage) an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. ____________________Göthestraße 2. 6772 Ein hübsches Familienlogis, 4 Zimmer und Küche nebst Zubehör, an eine stille Familie per sofort zu vermiethen. ______Rudolf Wolff, Liebigsstraße. 6821 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Chr. Weitz. 6847 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen bei Hittgärtner, „Gambrinus"._______ 6835 Möblirte Zimmer zu vermiethen. Wilh. Rudolph, Neuenweg 9. 6838 Drei Zimmer, Küche rc., gleich zu beziehen. I. Schmücker. 6842 Zwei möblirte Zimmer. Christian Rühl, Wallthorstraße. 6840 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Frau Lauckert, Reichensand 22. 6834 Zwei schöne, möblirte Zimmer zu vermiethen im „Gambrinus".__________ 6848 Ein kleines Logis am Ludwigs- platz zu vermiethen durch D. Schwall, Schloßgasse. 6839 Ein möbl. Zimmer im 3. Stock zu vermiethen.________Süd-Anlage 10. 6836 Ein kleines Logis zu vermiethen. Fr. Blumöhr, Schützenstraße.^ 6833 Ein Zimmer mit' Kabinet ohne Möbel zu vermiethen. Wetzsteingasse 38. 6845 Ein großes, parterre gelegenes Lokal ist an eine solide Gesellschaft od. Verein als Kneiplokal sofort zu vergeben von Chr. Jungblut, Promenadehaus. 6851 Familienlogis von 5 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen. Alicestraße 22. Alicestraße 22 ein möblirtes Zimmer mit Kabinet und ein möbl. Zimmer zu vermiethen. 6850 4669 Ein Parterre-u. ein Mansardenlogis mit Garten alsbald zu vermiethen. Steinstraße A. 121. 6734 Der mittlere Stock in meinem Haus an der Frankfurter-Straße, 6 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. Joh.Dern. 6725 Ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche nebst Zubehör, sowie ein kleines Logis zu vermiethen bei Philipp Jünger, Schiffenbergerstr. 6455 Bahnhofstraße 50 ^anfaT•^e^ wohnung zu vermiethen. Ingen. Merz. 5978 Eine Wohnung, 4 Zimmer und Kabinet mit Zubehör, zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. ____________Nies, Obergüterinspector. 59i>8 Ein Mansardenlogis an eine kleine, ruhige Familie zu vermiethen. __________PH. Strack, Bahnhofstraße. Kirchenpl 11, Wohnung von 4 Zimmern mit Corridor u. Zubehör an eine ruhige Familie zu verm. 5866 5756 Möbl. Zimmer mit Kabinet vermiedet H. Kühn, Seltersweg. 4943 In der oberen Etage meines Hauses ist eine Wohnung von 5 Zimmern, Küche, Bodenkammer rc., mit abgeschloss. Corridor, sofort beziehbar, zu vermiethen. Otto Kempff. 4082 Das von dem Materialienverwalter Herrn H e i n b e r g bisher bewohnte Familienlogis ist versetzungshalber per 1. Oktober anderweitig zu vermiethen, auf Verlangen auch früher beziehbar. Näheres bei A. Rüsing in der Nähe des Bahnhofs. 6762 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Wwe. Strauch, Bleichstr. 12. 6752 Eine Familienwohnung zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei __Georg Noll, Gärtner. 6631 Der 3. Stock meines Hauses (Frankfurterstraße), 4—6 Zimmer, Corridor, Waschküche, Bleichplatz rc., Garten nach Wunsch, ist zu vermiethen. Carl Wenzel. CoiÄcert ■ Vereis». Die regelmäßigen Concerte werden den 19. November beginnen. Der unterzeichnete Vorstand hat sich zur Aufgabe gestellt, — wie bisher — die einheimischen Kräfte durch Hinzuziehung auswärtiger Künstler zu unterstützen und ist das Auftreten bedeutender Solisten, sowohl für Instrumental-, als auch Vocal-Musik gesichert. Von größeren Werken sind die Matthäus-Paffion von Bach und Händel’s Judas Makkabäus in Aussicht genommen. Es wird gebeten, neue Beitrittserklärungen mit Angabe der gewünschten Karten, resp. Sperrsitze, sowie etwaige Wünsche bisheriger Mitglieder in Bezug auf A end er ungen in der Zahl ihrer Karten und Sperrsitze für das neue Concertjahr bis spätestens Freitag den 20. Oktober schriftlich in die Musikalienhandlung des Herrn Wilhelm Rudolph gelangen zu lassen. Für die neu eintretenden Mitglieder sei bemerkt, daß folgende Preise der Karten (nur für engere Familienmitglieder und auswärtige Gäste gellend) bestehen: 1 Karte — 10 2 Karten — 17 „ 3 „ = 21 „ 6670 4 „ — 25 „ Jeder Sperrsitz wird mit 3