Dienstag den 18. Juli L88L. Nr. 161 ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. »wr«Htr Schulstraße B. 18. __ 3 , . 3 . e Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Betreffend: Die Anzeigepflicht bei Viehseuchen. Bekanntmachung. Nachstehenden Ministerial-Erlaß bringen wir zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, am 15. Juli 1882. Großherzogliches Krelsamt Gießen. Dr. Boekmann. Schaum. In Vertretung: Knorr. Nr. 15 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12. l. M-, enthält: (Nr. 1475.) Konsularvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Brasilien. Vom 10. Januar 1882. Gießen, den 15. Juli 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ___ *) § 65 des Viehseuchengcsetzcs. „Mit Geldstrafe von 10 bis 150 M. oder mit Haft nickt unter einer Woche wird, sofern nicht nach Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, bestraft:---2) wer der Vorschrift der SS S und 10 zuwider die Anzeige °°m Ausbruch der Seuche oder vomSeuchem verdacht unterläßt, oder länger als 24 Stunden nach erhaltener Kenntniß verzögert, oder es unterlaßt, die verdächtigen Thiere von Orten, an welch f h S fremder Thiere ^eh^f-rn^hatten,^ „Der Anspruch auf Entschädigung fällt weg: 1) wenn die Besitzer der Thiere oderder Vorstehere der Wirthschaft welcher die Thiere angehoren, vorsätzlich oder fahrlässig, oder der Begleiter der auf dem Transporte befindlichen Thiere, oder bezüglich der in.fremdem Besitzer des Gehöfts, der Stallung, Koppel oder Weide vorsätzlich, den Vorschriften der §§ 9 und 10 zuwider, dre Anzeige vom Ausbruche der ^euch o iinterläßt oder länger als 24 Stunden nach erhaltener Kenntniß verzögert.---— __—-- Betreffend: Wie oben. Darmstadt, am 6. Juli 1882. Das Großhmogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. Wir sehen uns veranlaßt, Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß zu bringen: , Der 9 des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 23. Juni 1880 verpflichtet zeden Vrehbesttzer zur sofortigen Anzeige bei der Polizeibehörde, wenn er von dem Ausbruche einer der in § 10 des obengenannten Gesetzes aufgefuhrten Seuchen oder von »er- dächtiaen Vrscheinunaen, welche den Ausbruch einer solchen Krankheit befürchten lassen, auf irgend eme Welse Kenntniß erhalten hat Die gleichen Pflichten liegen Demjenigen ob, welcher in Vertretung des Besitzers der Wirthschaft vocheht, ferner bezüglich der auf dem Transporte bestndlichen Thiere dem Begleiter derselben und bezüglich der in freiudem Gewahrsain befindlichen Thiere dem Besitzer der betreffenden Gehöfte, Stallungen, Koppeln oder Werden. Jur sofortigen Anzeige (bei der Polizeibehörde) sind auch die Thierärzte und alle dieiemgen Personen verpflichtet, welche sich gErbsmatz g mtt deAusübung der Thierheilkunde beschäftigen, ingleichen die Fleischbeschau--, sowie diejenigen, welche gewerbsmäßig mit der Beseitigung, ^rwerthungodn thierischer Kadaver oder thierischer Bestandtheile sich beschäftigen, wenn sie, bevor ein polizeiliches Einschreiten stattgefunden hat von dem Ausbruche einer diesen Seuchen oder von Erscheinungen unter dem Viehstande, welche den Verdacht eines Seuchenausbruchs begründen, Kenntmß erhalten. Die in § 10 des Seuchengesetzes angeführten Seuchen, auf ivelche sich die Anzeigepflicht erstreckt, sind: , , 1, Milzbrand, 2) Tollwuth, 3) Rotz (Wurm) der Pferde, Esel, Maulthiere und Maule,eh 4) Maul- und Klauenseuche des Rindviehs, der Schafe, Ziegen und Schweine, 5) Lungenseuche des RindvMs, 6) Pockenseuche der Schafe, 7) Beschälseuche der Pferde und der Bläschenausschlag der Pferde und des Rindviehs, 8) Räude der Pferde, Esel, Maulthiere, Maulesel und der Schafe Hiernach Ist ^aff^der Viehbesitzer oder dessen Vertreter, wozu auch derjenige zu rechnen ist , welcher fremde Thiere in Gewahrsam,hat, unter allen Umständen verpflichtet, die oben erwähnte Anzeige über den Ausbruch einer Seuche oder den bloßen Seuchenverdacht und zwarbn derOrt ■ Polizeibehörde zu machen, und genügt nicht etwa, daß er einen praktischen Thierarzt oder selbst de» Krersthlerarzt zugezogen.hatr Gkichwohl tft ]leber Thierarzt, wie auch jeder Fleischbeschauer, Wasenmeister oder jeder sog. Kurpfuscher zu dieser Anzeige verpflichtet, wenn er nicht.schonvon dem(erf°lgten polizeilichen Einschreiten Kenntniß hat. Auch kann sich Niemand von den genannten Personen darauf berufen, daß die Anzeige bererts durch jemand anderes gemacht worden fei fondern es ist dieselbe von jedem Einzelnen besonders zu erstatten, wenn er sich nicht der in § 6a des NeichsseuchengesetzeS 6 ^Der Eigenthüme? der Thiere aber verliert durch die Unterlassung der Anzeige außerdem noch den Anspruch aus die Entschädigung, welche ihm für die etwa getödtet werdenden Thiere geleistet wird. **) t , . , , , .. Von allen gemäß der 9 und 10 des Reichsgesetzes erfolgten Anzeigen von Seuchenausbruch und Seuchengefahr haben die ^rtspoll,elbehoroen nach dem Ministerialausfchreiben vom 18. Atärz 1881 (Handausgabe über das Viehseuchengesetz, Seite 95) alsbald dem Kreisamte Mrttheilung zu machen die von ihnen getroffenen Anordnungen anzuzeigen. Anträge ber Bekanntmachung. Abgesehen von sehr dringenden Fällen und selbstverständlich von Vorladungen sind bi.e Amtsrichter nur Mittwochs ZU sprechen, unseren Gerichtsschreibereien können Mittwoch- und Samstags, Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, an den ubngen Wochentag cy 9 zwischen 3 und 5 Uhr gestellt werden. Gießen, den 3. Juli 1882. Großherzogliches Amtsgericht. • . Langsdorfs. _ Deutschland. Darmstadt, 14. Juli. Auf Grund Allerhöchster Entschließung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs vom 12. Juli ist dem Herrn Charles S. Larrabee das Exequatur als Vice-Handelsagent der Vereinigten Staaten von Amerika in Mainz ertheilt worden. Darmstadt, 15. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Obersten v. Zangen, den Oberstlieutenant v. Klüber, den Major Stuckrad, den Oberbaurath Horst, den Bezirks-Ingenieur Kraus, den Kreisarzt Dr. Neidhardt, den Kreisveterinärarzt Dr. Hofmann, den Oberstallmeister Frhrn. v. Rabenau, den Rechtsanwalt Krug, den Grafen Castell-Rüdenhausen; zum Vortrag den Ministerial-Präsiden- ten Schleiermacher und den Mimsterialrath v. Werner. Darmstadt, 14. Juli. Dle Oberhessische Eisenbahn hat denjenigen Vereinen und Genossenschaften (weltlichen und geistlichen), welche sich statutenmäßig der öffentlichen Krankenpflege widmen, bis auf Weiteres Fahrpreisermäßigungen in der Weise gewährt, daß bet Reisen der Vorstandsmitglieder und der Krankenpfleger, bezw. Krankenpflegerinnen, bei Benutzung der dritten Wagenklasse nur der Militärfahrpreis und bei Benutzung der zweiten Wagenklasse nur der Fahrpreis der dritten Wagenklasse, und zwar auch in beschleunigten Zügen, welche die betreffenden Klassen führen, erhoben wird. Ebenso wird bei der Main-Neckar-Bahn ^hrpreisermäßigung in der Reisen zur Ausübung der öffentlichen Krankenpflege e Fah^ dritter Klasse Weise gewährt, daß bei Benutzung der zweiten Wa^enttass igfen und bei Benutzung der dritten Wagenkla «« .WM-ä, welÄe von den Kranken- Auf andere Reisen, namentlich auch auf solche Rei»en, Serben, wird die Verpflegerinnen auf Ansuchen von Privatpersonen unternommen günstigung nicht ausgedehnt. ... ™ & u schreiben: Je klarer und bestimmter sich die Umrisse der engi bem Beobachter des poli- wäffern accentuiren, desto unausweichliche drang I ch, orientalischen tischen Barometers die ^Ahnung °u^daß feimgesucht wird. Der Frage von einem durchgreis allc Alexandrien gesetzt, während er die britische Leu hat « den Suezkanal hebt Herr v. Leffeps, des andere drohend und begehrlichgeg ß in Marseille eingeschifft, um an Ort Kanals Erbauer, ha sich HaW « “ »affen. Aber John Billl ist, wo «nd Stelle W. »?«->" 41**. »»d « »>«-- W ^err v^Lesseps tauben Ohren predigt. geschehen, daß^ Herr von Alexandrien hat, Mangels zerstörbarer Ob,ect sein voAäuMs Ende erreicht; dafür schlägt man sich in den Straßen der und sind die gelandeten britischen Marinetruppen eifrig beschäftigt, fernere faits accomplis zu schaffen, auf Grund deren das Cabinet von St. James der europäischen Diplomatie neue Schnippchen schlagen kann. Den Mächten ist Angesichts der gegenwärtigen Sachlage durchaus nicht behaglich zu Sinne. Sie empfinden das Bedürfniß, irgend etwas zur Auspolsterung der eingeschrumpsten Conferenz-Autorität zu thun, können und wollen aber nicht dem actionslustigen Albion in die Parade fahren, und ihre Vertreter in London beschränken sich auf allgemeine Redensarten, aus denen Jeder heraushören kann, was ihm am besten in den Kram paßt. Die englischen Minister hören natürlich nur, daß Europa ihrem Vorgehen wider den unbotmäßigen Arabi Beifall zollt. Namentlich sollen Deutschland und Oesterreich-Ungarn die Legitimität der englischen Handlungsweise in Egypten unumwunden anerkannt haben. Auf der hohen Pforte wird permanent Ministerrath gehalten, und es scheint nicht das Freundschaftlichste zu sein, was am Bosporus wider England Zllsammengebraut wird. Es ist neuerdings von der Entsendung eines türkischen Armee-Corps nach Egypten die Rede, leider schweigt gerade von dem Wichtigsten des Sängers Höflichkeit, nämlich von den Bedingungen, unter denen die Effectui- rung des Projectes vor sich gehen würde. Die rumänische Donaupolitik macht sonderbare Capriolen. Soeben ist vom „Romanul" die Parole ausgegeben worden, Oesterreichs Forderungen rundweg zu ignoriren. Man rechnet in Bukarest darauf, daß Europa unmöglich dem' habsburgischen Staate ein Geschenk mit der Donau werde machen wollen. Aber Rumänien noch viel weniger. Berlin, 16. Juli. Die „Köln. Ztg." bringt mit gesperrter Schrift nachstehenden officiösen Artikel: Man gibt sich in hiesigen politischen Kreisen der Hoffnung hin, daß die deutsche Presse der patriotischen Pflicht, welche ihr die Verhältnisse auferlegen, auch diesmal gewachsen sein und der Regierung nicht durch stürmische Aufforderungen, welche Beunruhigung tn der Bevölkerung verbreiten würden, die Lösung einer schwierigen diplomatischen Lage unnütz erschweren werde. Das geflügelte Wort des Fürsten Bismarck von dem „Knochen des pommerschen Landwehrmanns" muß auch heute seine Anwendung finden. Deutschland ist ja glücklicherweise an den ägyptischen Wirren weniger interessnt, als andere Großmächte, in erster Linie Frankreich; es darf nicht unnützerweise aus seiner Zurückhaltung heraustreten, die ihm nur ein Zeichen selbstbewußter Kraft ist. So allein wird Deutschland in der Lage bleiben, tm geeigneten Zeitpunkte das entscheidende Wort zu sprechen. Unsere Beziehungen zum Sultan sind und bleiben gut, wir haben keine Handlung für legitim erklärt, welche die Hoheitsrechte des uns befreundeten Monarchen beeinträchtigt, wir können ihn aber auch nicht thatsächlich in einer Politik der Unthätigkeit unterstützen, duich welche er sich mit ganz Europa in Widerspruch gesetzt hat, ohne uns selbst in unübersehbare politische Verwickelungen zu stürzen. Auf der anderen Seite kommt es uns nicht zu, der englischen Regierung, mit der unsere Beziehungen gut sind, unaufgefordert Rath zu ertheilen, oder Meinungsäußerungen abzugeben, die in England verstimmen müßten. Die englische Regierung ist in erster Linie dem englischen Volke gegenüber für das, was sie in Egypten gethan hat, verantwortlich, sodann wird sie sich darüber mit der französischen Regierung auseinanderzusetzen haben. Wir unsererseits können versichert sein, daß das, was in der egyptischen Frage die französischen Interessen befriedigt, die unserigen ebenfalls befriedigen wird. Schließlich werden aber die Westmächte, wenn sie sich untereinander geeinigt haben, der europäischen Zustimmung bedürftig sein, um auf gesicherte Verhältnisse in Egypten und auf dauerndes Einverftändniß unter sich selbst rechnen zu können. Dann erst wird die schwebende Frage für Deutschland spruchreif sein. England fährt mit seinen Bemühungen fort. Einverftändniß mit den anderen Mächten, in erster Linie mit Frankreich, herbeizuführen; bei dem allgemeinen Friedens- bedürfniß Europas kann England auf allseitiges Entgegenkommen rechnen, besonders wenn es, wie wiederholt versichert worden ist, nicht beabsichtigt, aus der Rolle des Vertheidigers seiner berechtigten Interessen herauszutreten und die Stellung des Sultans unangetastet zu lassen. Es hat den Anschein, daß seine Bemühungen in kürzester Frist von Erfolg gekrönt sein werden. Augsburg, 15. Juli. Der König und die Königin von Holland sind gestern Abend hier eingetroffen und reifen heute Abend über München nach Salzburg weiter. Aranlireich. Paris, 14. Juli. Der aus Anlaß der heutigen Naüonalseier abgehaltenen Truppen-Revue wohnten der Präsident Gr^vy und fämmtliche Minister Lei. Die sehr zahlreich versammelte Bevölkerung empfing den Präsidenten und die Minister mit dem Rufe: „Es lebe die Republik!" Die Revue nahm bei sehr schönem Wetter einen glänzenden Verlaus, die Artillerie, die Chasseurs und die Pompiers wurden von der Menge durch Beifallsrufe ausgezeichnet. In der Stadt herrscht ein sehr festliches und bis jetzt durch keinen Zwischenfall gestörtes Treiben. Paris, 15. Juli. Das Nationalfest verlief bei günstigem Wetter ohne Störung. Abends fanden Illumination, Feuerwerk und Ballseste statt. Ein Ballon platzte und stürzte aus einer Höhe von 700 Metern herab, die beiden Luftschiffer kamen indeß unversehrt davon, da die Hülle des Ballons sich zu einer Art Fallschirm gestaltete und die Geschwindigkeit des Niedergangs mäßigte. Auch in den Departements verlief die Feier ohne (Störung. Rußland. Petersburg, 15. Juli. Die hiesige französische Colonie beging die Feier des Nationalfestes gestern durch ein Banket unter dem Vorsitze des Botschafters Janrös. Jaurös brachte den Toast auf den Präsidenten Grevy aus, worauf Rufe „vive la republique“ erschallten. Später wurde ein Glückwunsch- Telegramm an Grävy abgesandt. Aegypten. Wien, 15. Juli. Der „Polit. Corresp." wird aus Konstantinopel mit- getheilt, daß die von dem Khedive und Derwisch Pascha eingelaufenen Meldun- gen über die Haltung Arabi Pascha's den Sultan erschüttert und ihn in seinen Entschlüssen schwankend gemacht hätten. Die Pforte treffe militärische und maritime Vorkehrungen. Arabi Pascha soll in einem Telegramm an den Sultan erklärt haben, daß er Angesichts der Haltung der Pforte gegenüber dem Bombardement es ablehnen müsse, nach Konstantinopel zu kommen. — Das „Fremdenblatt" sagt, das österreichische Cabinet habe keinerlei Veranlassung gehabt, sich über die Legitimität des Bombardements von Alexandrien auszusprechen, und es sei unrichtig, daß der österreichische Botschafter in London, Gras Karolyi, seine Befriedigung darüber ausgedrückt habe. OesterreichUngarn habe das Vorgehen des Admirals Seymour als einen leider unvermeidlichen, wenn auch erklärlichen Zwischenfall hingenommen, habe aber darüber weder ein Urtheil abgegeben, noch seine Befriedigung ausgedrückt. Toulon, 15. Juli. Es werden gegenwärtig mehrere Transportschiffe ersten Ranges seebereit gemacht zum baldigen Transport von Truppen nach Egypten. — Aus Oran wird gemeldet, daß Befehl ertheilt worden sei, die marokkanische Grenze wieder streng zu bewachen. Paris, 15. Juli. Nach einer Meldung aus Port Said werden englische und französische Kriegsschiffe im Suezkanal auf- und abfahren, um die Sicherheit des Verkehrs in demselben zu sichern. London, 15. Juli. Nach einer Meldung aus Alexandrien von gestern Abend waren 125 amerikanische Matrosen gelandet worden. — Das Fort Marabout ergab sich gestern. — Eine Depesche des Admirals Seymour aus Alexandrien von gestern Abend 11 Uhr sagt: Die Thore der Stadt werden von englischer Marine- Infanterie und englischen Matrosen bewacht, die Brände in der Stadt machen keine weiteren Fortschritte, das Plündern hat fast vollständig aufgehört. Zum Schutze des Hospitals sind deutsche Matrosen gelandet, amerikanische Matrosen gingen an's Land, um das Consulat wieder herzustellen. London, 15. Juli. Bright ist zurückgetreten, well er der egyptischen Politik des Cabinets nicht zustimmen kann. Die „Times" veröffentlichen die Bedingungen, unter denen die Mächte eine türkische Intervention in Egypten zulassen wollen: 1) Entfernung Arabi's aus Egypten. 2) Nach Herstellung der Ordnung und der Autorität des Khedive, wofür eine bestimmte Frist anberaumt wird, müssen die türkischen Truppen wieder zurückgezogen werden. 3) Zwei europäische Commissäre begleiten die türkischen Truppen. 4) Die europäischen Mächte tragen die Occupationskosten. Die „Daily News" erfährt, Frankreich sei geneigt, sich an einer Oceu- pation Egyptens zu betheiligen, wenn es von den übrigen Mächten hierzu eingeladen wird. London, 15. Juli. Der Rücktritt John Brigh's deutet darauf hin, daß das Cabinet sich zu einer energischen Politik entschlossen hat. Die Einschiffung des nach Egypten bestimmten Armee-Corps hat begonnen. — Aus Alexandrien meldet der Telegraph: Das ganze Viertel am großen Platze ist vernichtet, außer der englischen Kirche und dem Gerichtsgebäude. In der Börsenstraße wurden nur die Läden geplündert. In den Forts wurden französische Zeitungen, sowie europäische Kleidungsstücke gefunden, woraus der Schluß gezogen wird, daß das Feuer der egyptischen Batterien von Franzosen oder Italienern geleitet wurde. — Der Draht meldet aus Alexandrien: Abheilungen englischer Marine- Soldaten durchstreiften fämmtliche Straßen; die Landungstruppen sind jedoch zu schwach zu einer wirklichen Besetzung der Stadt. Admiral Seymour richtete an die Commandeure der fremden Flotten das Ersuchen, ihm bei der Wiederherstellung der Ordnung behilflich zu sein. Ein amerikanisches Kriegsschiff landete darauf sofort 60 Mann. Gestern Abend 9 Uhr kam ein englisches Truppenschiff in Sicht. — Aus Alexandrien meldet der Telegraph: Mehrere europäische Frauen, die sich in den Kellern verborgen gehalten, sind gerettet worden. Man schätzt die Zahl der ermordeten Christen auf nicht über 500. Feuersbrünste verheeren noch immer die Stadt. Der Khedive beschützte in seinem Palaste ungefähr 100 arme Flüchtlinge. Mehrere Kriegsschiffe liegen am Suezkanal und halten denselben einstweilen provisorisch geschlossen. — „Reuter's Bureau" meldet aus dem Hafen von Alexandrien vom 14. Juli, 10 Uhr Abends: Alle Stadttheile werden jetzt von Marinesoldaten bemacht, welche angewiesen sind, die Soldaten zu entwaffnen und die Plünderer zu erschießen. „Penelope" und „Alexandra" sind Abends nach Port Said abgegangen. Die Feuersbrunst dehnt sich weiter aus. Konstantinopel, 15. Juli. Heute Vormittag 11 Uhr soll eine Sitzung der Conferenz stattfinden. Unmittelbar nach derselben dürfte die Ueber- reichung der Einladung an die Pforte zur Intervention in Egypten erfolgen. Konstantinopel, 15. Juli. Der Mimsterrath beschloß, zu versuchen, ob die Lösung der egyptischen Angelegenheit ohne eine eigentliche militärische Intervention geordnet werden könne und, falls die Mächte hieraus nicht eingingen, sich zur Intervention bereit zu erklären. Konstantinopel, 15. Juli. In Folge des Beschlusses der heutigen Conferenz überreichten die Botschafter Nachmittags der Pforte die Einladung zur militärischen Intervention in Egypten, um den Status quo daselbst wiederherzustellen und der dortigen Anarchie ein Ende zu machen. In der Einladung wird der Pforte vorgejchlagen, sich mit den Vertretern-der Mächte in Verbindung zu setzen behufs Festsetzung der Bedingungen und Begrenzung der Intervention. Alexandrien, 15. Juli. Mit Ausnahme der österreichischen und griechischen Schiffe haben nunmehr die Schiffe aller übrigen Nationalitäten Mannschaften gelandet. Die zur Herstellung der Ordnung getroffenen Maßnahmen erweisen sich als völlig wirksam. Von England werden Verstärkungen erwartet. Der Brand in der Stadt dauert an einigen Stellen noch fort. London, 16. Juli. (Telegramm des „Neuter'schen Bureaus"). Aus Alexandrien, den 16. ds., Nachmittags 21 /2 Uhr: Die Gerüchte von einem Angriff Arabi Pascha's in der letzten Nacht haben bis jetzt noch keine Bestätigung gefunden. Die 80 deutschen Flüchtlinge aus dem Hospital befinden sich am Bord des „Habicht." Die Feuersbrunst in der Stadt dauert fort Konstantinopel, 16. Juli. Die Ueberreichung der Einladung an die Pforte zur militärischen Intervention in Egypten erfolgte gestern Nachmittag durch die Dragomans der 6 Großmächte. Pera, 16. Juli. Bei der Ueberreichung der Einladung an die Pforte zur militärischen Intervention in Egypten fügten die Dragomans hinzu Angesichts der Dringlichkeit und 'der Schwere der Umstände rechneten die Repräsentanten der Großmächte darauf, von der Pforte baldigst eine Antwort zu erhalten. Telegraphische Depeschen. Wolff's tetegr. Correspondenz-Brrrearr. Berten, 16. Juli. S. M. S. „Nymphe", 9 Geschütze, Commandant Corvetten-Capitän Dietert, ist am 15. Juli er. von Kiel über England nach Gibraltar in See gegangen. ^«schiffe 3* nach * lei, die ! nnverwch- 6et darüber ,®*n eng- R die Marchs ' * g-sim l^r Mache- Stabt machen Kört. Zum w Matrosen Wüschen ;n die Mächte -hedive, wofür >schm Truppen 'Uppen. ui einer Occu- Iten hierzu ein; tct daraus hin, hat. Die Ein- imen. - Aus roßen Platze ist In der Äörsen- ven sranzösische er Schluß gezo- sen oder Jtalie- glischer Marine- i sind jedoch zu Seymour richtete bei der Wieder- hes Kchsfchifs ein engtiifä äische Fr«, Mn \W wW mal und halten ag an ° E >»Ä* lexandrien vom Marinesoldaten !b die Plünderer Port Said ab- Uhr soll eine dürste die lleber- ipten erfolgen. 4 i« °Etz /MWlcheZ"' , Mi eingingen, ieä d-r gütigen die 6*W > d°M w Eick« Mi i» MlG« bi AiiÄen und siw 5*5 tW"- Äck e Anmeldungen hierzu smd so umfangreich, daß das Material noch nicht vollständig gesichtet werden konnte. — Die Stadt Darmstadt hat für die Aus- stelluna 3 Ehrenpreise von 250, 150 und 100 «X, im Ganzen 500 ^stiftet. £>aaV 12 Juli. Der Schraubendampfer 2. Kl. .Adder", welcher am Mittwoch den 5. ds. von Nmuiden nach Hellevoetfluis abging, um Rekruten an Bord zu nehmen, -ist, den bis jetzt eingelaufenen Berichten zufolge, mit Mann und Maus untergegangen. Die Bemannung betrug ungefähr 50 bis 60 Mann, wovon bereits ca. 30 als Leichen, welche alle mit Schwimmgürtel versehen waren, aufgefunden wurden. Auch die Leichen Zweier Offiziere und des Commandantcn E- Simon van der Aa wurden bereits onqespült. Der „Adder" wurde zuletzt am Donnerstag Nachmittags 4 Uhr am der Höhe von Schevenmgen in der Nordsee gesehen. Die Dampfer, welche vom Vice- ndmiral de Haas zur Hülfeleistung ausgeschickt waren berichten, daß nur noch vereinzelte auf See treibende Reste des untergegangenen Monitors vorgefunden wurden. Da allem Anschein nach Niemand gerettet worden ist, so wird die Ursache des Unglücks wohl ein Geheimniß bleiben; es wird dem Marine-Ministerium sehr verargt, bis Samstag gewartet zu haben, ehe Hülfe ausgesendet wurde. Der Dampfer wurde längstens Mittwoch Abends 6 bis 7 Uhr in Hellevoetfluis erwartet und anstatt gleich lim Hülse zu telegraphiren, wurde erst am Samstag nach Nieuwediep Seitens des Marineministeriums telegraphirt, ein Kriegsschiff zur Hülfeleistung auszusenden. Wenn auch nicht das Schiff, so hätten doch wenigstens viele der Unglüctlichen, welche wie oben angeführt, alle mit Schwimmgürteln versehen waren, gerettet werden können, falls am Mittwoch Abend oder gleich am Donnerstag Morgen Hülfe gekommen wäre. Die Obduction verschiedener Leichen hat ergeben, daß der Tod durch langsames Eindringen von Wasser in die Lunge erfolgt ist; die Unglücklichen müssen also schrecklA gelitten haben. Ein paar Unglückliche wurden angespült, welche krampfhaft ihren Schwimm- flürtel umklammert halten, wahrscheinlich um sich dessen zu entledigen und ihren Leiden Lin Ende zu machen. Von einigen Seiten wird behauptet, der „Adder" soll weniger -seetüchtig gewesen sein und treffe die Schuld das Marineministertum, welches den Damvfer allein ausgeschickt habe. _ ryl r . , trn... ,. . Prag 11. Juli. Vor dem Hotel „Belgischer Hof" fand nach Mitternacht ein blutiger Zusammenstoß zwischen betrunkenen Czechen, an deren Spitze der czechffche Schauspieler Sedacek sich befand, mit zwei gleichfalls betrunkenen Deutschen, Aus- ländern, dem Reserveofficier Ernst Seybold aus Cannstatt und dem Peter Kamprath iius Cochanike statt. Die Czechen und Deutschen hatten im Bierhaus bei Donat getrunken und geriethen in einen Nationalttätenstreit. Den das Local verlassenden Deutschen folgten schimpfend die Czechen und erreichten sie beim Hotelthor. woselbst sie handgemein wurden. Seybold bekam Messerstiche von rückwärts und Faustschläge. Mehrere Angreifer wurden zu Boden geworfen. Heute fanden behördliche Erhebungen vnd gerichtsärztliche Untersuchungen der Wunden statt. r c London, 12. Juli. Ein interessantes telephonisches Experiment fand gestern während der Beschießung der Forts von Alexandrien in Malta statt. Ein Telephon war in Malta an das Alexandriner Kabel angebracht und mit dem anderen Ende des Kabels an Bord des auf der Höhe von Alexandrien liegenden Dampfers „Chiltern" in Verbindung g'bracht worden. Es ward gefunden, daß entweder in Folge der Distanz oder der durch das Feuern verursachten Schwingung thatsächliches unthunlich war, eine mündliche Botschaft zu senden, aber das Bombardement von Alexandrien wurde durch das Telephon in Malta — eine Ensernung von mehr als 1000 (englische) Meilen - deutlich gehört. _____________________ Eingesandt. Die Kunst geht betteln. Denn anders ist wohl die Annonce eines Kaufmanns, welcher einen angehenden Commis bei freier Kost und Wohnung mit 120—150 Mark Salair zu engagiren sucht, nicht zu verstehen. Muß der junge Mann auch sein Maturitäts-Examen abgelegt haben? —r. Schiffsbericht. Mttgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 14. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hermann, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. Juni von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Derkebr. Grün berg, 15. Juli. (Fruchtpreise vom 15. Juli.) Weizen -X 26.—, Korn «X 19.20, Gerste -X 17.56, Hafer X 15.44, Erbsen «X 19.—, Lein X —.—, Samen -X 26.96, Kartoffeln «X. 4.96. Frankfurt, 15. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu -X 5, neues .X 3.00, Stroh -X 2.50, Eier des Hundert X 4.30—5.30, Butter 1. Qualität «X 1.10, 2. Qualität -X 0.90—95, neue Kartoffeln das Gescheid 10—12^, Erbsen das Pfund 15—20 H, Bohnen per 100 Stück X 0.90, Wirsing 10—12 Blumenkohl 00—00 H das Stück, Schinken per, Pfd. X 1.10—1.20, Ochsenfleisch per Pfd. 65—70^, Kuhfleisch 45—60, Rindfleisch45—60Kalbfleisch 50—60^, Schweinefleisch 65—75 /$, Hammelfleisch 45—65 H, 1 Hahn -X 1.70—2.20, 1 Huhn -X. 2.—2.50, 1 Poularde -X 3-3.30, 1 Ente X 3.50, 1 Taube 50 H, 1 Welschen X 8—12, 1 Gans X 6.00—8. — Das Königlich ungarische Ministerium für Landwirthschaft publicirt über die Ernteaussichten in Ungarn Folgendes: Die Ernte ist, einzelne Districte der nördlichen Comitate ausgenommen, überall im ganzen Lande im Zuge. Weizen giebt sowohl quantitativ, als insbesondere qualitativ im Allgemeinen eine gute, im südlichen Theile Nieder-Ungarns sogar eine ausgezeichnete Fechsung. In einigen Comstaten jenseits der Donau wird über Brand geklagt. Die Roggen-Aehren sind vielfach beschädigt, die Ernte ist daher allgemein etwas weniger als mittelmäßig ausgefallen. Frühjahrsaaten versprechen mit wenigen Ausnahmen eine gute Mittelernte, im größten Theile Siebenbürgens eine sehr gute Ernte. Behackfrüchte entwickeln sich trotz der letzthin eingetretenen Dürre schön. Weintrauben stehen fast ausnahmslos gut. Futter hat im ganzen Lande eine schwache Fechsung gegeben. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in ei ■ oder mehre Zeitungon verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn n; u. von der Annoncen - Expedition von HAASElVSTEllli «fr VOGrDER Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Für die arme Wittwe gingen ferner bei uns ein: K. L. 3 X, G. N. 5 X, Frau St. 1 X, N. N. 1 X, Schmücker 2 X, Ungenannt 2 X, Gg. E- Wtb. 2 X, L. 3 X, M- 3 X, Ungenannt 3 X, G- 3 X, Wdg. H. 2 X, Summa 30 X, mit dem in Nr. 162 und 163 qu'ttirten Betrage insgesammt 80,70 X Indem wir allen freundlichen Gebern Dank sagen, schließen wir hiermit die Sammlung, da die bedrängte Frau ihren schweren Leiden erlegen ist und unserer Hilfe nicht mehr bedarf. ____________________Die Expedition des Gießener Anzeigers. Wafferwärme der Lahn. Am 17. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 17V? R-, Luftwärme + 16Vr R. L. Chr. RübsaMen- Oberhess. Eisenbahnen. Mittwoch den 19. d. M., Morgens " 8 Uhr, soll ein Theil der der Ober- ücssischen Eisenbahn gehörigen, am unteren Riegelpfad dahier gelegenen Grabgärten an Ort und Stelle an die Meistbietenden auf 9 Jahr verpachtet werden. Gießen, den 16. Juli 1882. Der Eisenbahnbaumeister. 4781 Stegmayer.______ Dirnstafl den 1 August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Konrad Krausch Eheleute dahier, Flur i/824, 531 Mtr. Hofraithe in der Schloßgasse, 1/825, 362 Mtr. Grabgarten daselbst, in 84, 2100 Mtr. Acker am Krof- dorferweg, XXXH/51, 2138 Mtr. Wiese am Hegstrauch bei der Schwalbachischen Wiese am Pfad meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Juni 1882. Großh. Ortsgerrcht. 4219 Müller. Aeilgeöotenes. 4778 Ein großer, runder, polirter Tisch, Zehr solid gearbeitet und zum Aufklappen Eingerichtet, ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Zchnschmrrrm Äe Zähne hohl und angestockt sind, augenblicklich durch den berühmten indischen Extract beseitigt. Derselbe sollte seiner Aortrefflichkeit halber in keiner Familie stehlen. Aecht ä Fl. 60 H im Alleindepot stiir Gießen bei Fr. Seibel. 3886 w Loose "Äu Mr Landwirthschastl. Ausstellung 8n Darmstadt — 66000 X Gewinn — verkauft 1 x Julius Wallach in Gießen. 4773 Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Die am 15. ds. Mts. fälligen Pachtgelder von den städt. Triebvierleln können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur Stadtkasse bezahlt werden. Gießen, den 14. Juli 1882. 4747 Der Stadtrenttneister: Enders. Frucht- und Mehl-Verkauf. Die auf der Heuchelheimer Mühle vorhandenen Frucht- und Mehl- vorräthe, als: Weizen, Brodfrucht, Kaiserauszug, Weizenmehl I, II, IV, Kleien und Futtermehl sollen aus freier Hand verkauft werden und wollen sich Kaufliebhaber an den Unterzeichneten wenden. Gießen, den 15. Juli 1882. 4756 F. Hoffmann, Konkursverwalter. Feinstes Frankfurter Export-Bier auf Eis, per Flasche 23 Pfg., empfehlen 4706 J. A. Busch Söhne. Die Univerfitätsapotheke „Jum goldenen Engel", von H. Collmann empfiehlt: Tllten Malaga, direct bezogen, zu Mk. 2,50 und 1,25. Griechische Weine zu Mk. 2.—, 2,50 und 3,—. Vorzüglichen Tokayer zu Mk. 3,—, 1,50 und 75 Pfg. Emser Pastillen zu 80 Pfg. 2554 Feinste Parfüms: £au de Serail, Sans Par eil, ä 1 Mark. Alle Sorten Mineralwasser in stets frischer Füllung empfiehlt 3900________ Gg. Wilh. 4789 Winter-Endivien-Pftanzcn 4765 Wcitzbindergesellcn u. Hand- zu haben bei Friedrich Georg, Handels- langer finden Beschästtgmtg- gärtner, Gartfeld. H. B ö l k e r. 4743 Umzugshalber werden Möbel, Bettwerk, Haus- und Küchengeräthe im 2. Stock bei Hrn.Kupferschmied Zimmer verkauft. Stadt Eaffcl. CD Lieferung frei ins Haus. Export- Bier ä Flasche 23 Psg. g ä Flasche 20 Pfg. Ä empfiehlt | J. Weber 4784 Ein starker Pony mit Geschirr, braun, elegant, 10 Jahr alt, ganz fromm, Stute, sowie ein Reitpferd, Kosack, braun, Stute, 10 Jahr alt, sind lehr preiswürdig abzugeben 4784 8. Thon, Londorf. „Katt-Wasser-Seife" löst sich vollständig sowohl in kaltem wie warmem Wasser. Durch Anwendung derselben fällt das lästige Kochen der Wäsche weg. Zu haben in l-Pfd.-Stücken nebst Gebrauchsanweisung in der Seifenfabrik von 4500 P. Jos. Möds, Mäusburg. Echten Ia Schmierkäse per Pfd. 95 bei größerer Abnahme entsprechend billiger, offerirt 4049 8. E 1« o f f er« U. AUSVERKAUF 01 folgende, v 2758 Bergmann’s = geb. Rendtorff. 4779 4677 vermieden. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Mr. Cbr. Dietsch in Gießen. Unterbind nach ange qetoriebei 4503 107 “ 3634 mern per £ rechts parterre. Gießen, Zur gefl. Beachtung Von heute an befindet fich mein Laden im Grasthaus „zum Prinz Carl Die Samstag Abend erfolgte Geburt eines Sohnes beehren sich anzuzeigen Giessen, den 17. Juli 1882. Cie Schlosser, Pfarrer und Frau AUtt r I e 2461 Ein kleines Familienlogis zu vermieden. Rothenberger, Kaplansgasse. 4787 Mädchen, tüchtig in Hausarbeit, für sofort gesucht. Frau Lehrer Plaut. 11. Juli 1882. •Julius JVolt, Gold- und Silberarbeiter. sw Theerschwefel Seift *WG bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbedingt alle Arten Hautunreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendendweiße Haut. Vorräthig ä Stück 50 H bei Emil Fischbach. Kaffee, roh, per Pfd. 80 1.—, 1.20, JL 1.40, 1.50. ^b^annt, stets frisch, per Pfd. 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Un1 Mel M Herzogs v Zu Schiff; H unb 1 Kaiser mH eintreffen. : Mnet DleB Alexandrien t Mb denn N angethan Offnen, bei werben kann, europäische K Miele zn i .Men. H ^Wchrnng 1 NNaM u An das yen Verhandln flwnente aeh der Ce y. weil dies Nektath Mitti iU *n eins Das P ^de^AlNNo ptetei«, C'n Cöth ' W 0 Mrdj men' A das y oft? 4740 Ein braves Mädchen für Haus und Küche gesucht. Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. 4748 Zuverlässiger u. tüchtiger bursche gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. Ankauf von Lumpen und Knochen, Papier, Akten. 3763 Louis Rothenberger, Neuenweg 194. Gasthof?um Kämen. Montag Abend 8 Uhr: Abschieds - Coucert der Gesellschaft Ziegler. 479» ___Mäusburg D. 16. Ein Familienlogis mit 5 Zim- 1. September zu vermiethen. PH. Bauer II., Bahnhofstraße. 3162 Der erste Stock, 5 Zimmer, Wasserleitung, Bleichplatz rc. per 1. August anderweit zu vermiethen. ______Chr. Zimmer, Bahnhofstraße. 4493 Ein Logis im Vorderhaus zu vermiethen. 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