" M- U et wünscht in ' T*. 1. 6t MM. {of.* ju nermieh a_A 'feilen, fiut ängt; nWehlar. pSeFcin Wandig kocht. t, Weilburg. 'elle auf sofou >r, Ludivigsstr. iseu. rten Militär-, sehen Beruf. hnisehe und em Examen nehmen aber übel, W---- Ml fett_ SWiuterseineste I jum einjährig - jßintercurfe) ar < Würg, * 3M. k in Wiesbaden- Ifjiiir. it M- gel-________- hei »uu'kae^ laEjch so! W [fl -B srr. 2L7. Erstes Blatt. Sonntag den 17. September 1882 teiltet Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ear Einladung zum Abonnement •xr auf den Gießener Anzeiger, Amts- uni) fliijeiflffifatt für öen Kreis fließen. Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der Beilage „Gießener Faunlienblätter" welche ereimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger , frei ins Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; in der Expedition abgcholt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark erd. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im IV. Quartal 1882 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, damit wir vollzählige Exemplare liefern können. Die Expedition. Amtlicher Hhei t. Gefundene Gegenstände: 1 Wagenkapsel, 1 Pfeife mit Hörnchen (für Feuerwehr), 1 Taschentuch, 1 Taschenmesser, einige Garben Hafer, 1 Pincenez, 1 Nohrstöckchen, mehrere Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. B. d. C.: Kraemer. Schlüssel und Hundeblechmarken. Gießen, am 16. September 1882. London, 15. Septbr. Nachrichten aus Tel-el-Kebir vom 14. ds. zufolge betrug der Verlust der Engländer bei der Einnahme 54 Todte, darunter 9 Osficiere und 342 Verwundete, darunter 22 Officiere. Der Verlust des Feindes wird auf 1500 Todte und Verwundete veranschlagt. — Der „Times" wird aus Jsmailia vom 14. ds. gemeldet, die Garnison von Damiette habe die Uebergabe angeboten. — Die „Daily News" meldet in einem Telegramm aus Tel-el-Kebir, ein egyptischer Arzt, welcher gefangen genommen wurde, berichtete, daß, während Arabi auf der Eisenbahn nach Zagazig entfloh, von emem seiner eigenen Officiere auf ihn geschossen worden sei; ein anderer Officier, welcher zugegen war, sagte aus, daß Arabi verwundet worden sei. — Nach einer bei Lloyds eingegegangenen Depesche aus Charlestown ist das englische Kriegsschiff „Phönix" bei den Prinz Edwards-Inseln gestrandet und voll Wasser. Die Besatzung wurde gerettet; man ist mit der Bergung des Materials beschäftigt. — General Wolseley meldet in einer Depesche seine Ankunft in Kairo, wo er mit offenen Armen von allen Schichten der Bevölkerung empfangen worden sei. Arabi und Tulba Pascha befänden sich in Gefangenschaft. Wolseley fügt hinzu : „Der Krieg in Egypten ist nunmehr beendet. Sendet keine Mannschaften mehr von England. Ich werde die Operationsbasis von Jsmailia nach Alexandrien verlegen. Die Gesundheit und Haltung der Truppen sind ausgezeichnet, Alle haben ihre Pflicht gethan." Petersburg, 15. Septbr. Der deutsche Botschafter General v. Schweinitz tritt heute, begleitet von seiner Familie, einen längeren Urlaub an. Alexandrien, 15. September. Die inglische Caoallerte ift gestern in Kairo eingetroffen. Der Khedive und der Generalconsul Malet werden sich nach Kairo begeben, sobald der Weg dorthin offen ist. t — General Wolseley ist gestern mit der Gardebrigade auf dem Marsche nach Kairo in Zagazig eingetroffen. tm — Zwischen dem Palais Rasseltin und Kairo ift bereits die telegraphische Verbindung wieder hergestellt. Die gestern aus Kairo hier eingetroffenen SDdegitttn überbrachten dem Khedive Schreiben von Arabi Pascha und anderen Mitgliedern der Regierung der Aufständischen, in denen dieselben ihre Unterwerfung anboten, der Khedive hat jedoch den Empfang der Delegirten abgelehnt. Sofort nach Ankunft des Khedive in Kairo soll ein regelmäßig zusammengesetzter Gerichtshof gebildet werben, um die Häupter der Aufrührer, bte sich durch Anwälte vertheidigen lasten durften, öffentlich abzuurtheilen. Türkei. Konstantinopel, 14. Septbr. Der englische Botschafter Lord Dufferin war eingeladen worden, sich Nachmittags zur Unterzeichnung der Militär-Convention auf der hohen Pforte einzufinden, hatte aber dieser Einladung keine Folge gegeben und vor der Unterzeichnung noch die Abänderung zweier Stellen der gegen Arabi gerichteten Proklamation verlangt. Die Pforte erfuchte neuerdings wieder den Botschafter, sich aus der Pforte einzufinden. Derwisch Pascha wird sofort nach der Unterzeichnung der Convention nach Egypten abreisen. — Der griechisch-türkische Grenzconflict ist noch nicht beigelegt. Griechenlano ist dem Vernehmen nach fest entschlossen, aus seinem bisherigen Standpunkte zu beharren. Vermischte-. Darmstadt 14. September. sLandwirthschaftliche Landesausstellung.! Einen der wichtigsten Tbeile unserer lcmdwirthschaftlichen Landesausstellung, der für den aebil^eteren ßanöwntb ein hohes Interesse in Anspruch nehmen wird, macht bte Aus- stelluna für tüe landwirthschastliche Wissenschaft, Lehrmittel rc. aus und wird man aus dettelben entnehmen können, eine wie hohe Ausbildung der landwirthschaftliche Unterricht und die Lehrmittel desselben in den letzten Jahren erhalten haben. Die landwtrth- schastliche Versuchsstation au Darmstadt wird eine Reihe sehr gelungener Wasserculturen ausstellen und in graphischen Darstellungen die Erfolge ihrer Düngungs- und Cultur- Aegypten. Alexandrien, 14. Septbr. Butros Pascha, Reuf Pascha und Ali Rubi überreichten heute dem Khedive im Namen der Einwohner von Kairo eine Adresse, in welcher diese ihre Treue und Ergebenheit aussprechen. Butros theilte mit, die erste Nachricht, welche über die Vorgänge bei Tel-el-Kebir nach Kairo gelangt sei, hätte einen großen Sieg der egyptischen Truppen gemeldet. Gerüchtweise verlautete damals, Arabi würde nach Kairo kommen mit dem Haupte des Admirals Seymour, welchen die Bevölkerung als den Oberbefehlshaber der englischen Truppen betrachtete. Als Arabi allein eintras, habe ihn die Bevölkerung insultirt und mit Steinen geworfen. Als die Delegirten Kairo verließen, habe dort Ruhe geherrscht. — Die Eisenbahn zwischen Kairo und Kafre-Dowar ist intakt. Telegraphische Depesche«. Wozff'S telegr. Eorrespondenz-Burean. Dresden, 15. September. Ihre Majestäten der Kaiser, der König und die Königin von Sachsen, die Prinzessinnen Georg, Mathilde, Josepha und Prinz Mar sowie S. K. K. H. der Kronprinz, Großfürst Wladimir, der Großherzog von Mecklenburg und die übrigen hier anwesenden Fürst! chkeiten sinh heute Vormittag 9 Uhr 40 Minuten vom Leipziger Bahnhofe über Nickritz zur Parade des 12. Armeecorps nach Mergendorf abgereift und wurden auf der via triumphalis von der Bevölkerung jubelnd begrüßt. Das Wetter ist wieder prachtvoll. Am Sonntag trifft Se. K. H Prinz Heinrich mit dem Chef der Admiralität, General v. Stosch, hier ein Riesa, 15. September. Die vom Prinzen Georg kommandirte Parade des 12. Armeecorps verlief auf das Glänzendste. Die Truppen waren in zwei Treffen ausgestellt und desilirten zweimal vor Sr Majestät dem Kaiser vorüber. Der Kaiser führte das seinen Namen führende sächsische Grenadier-Regiment, S. K. K. H. der Kronprinz sein Husarenregiment, der König von Sachsen fein Leibregiment persönlich vor. Die Prinzen Friedrich August und Johann Georg von Sachsen marschirten In ihren Regimentern- Die in großen Massen zusammengeströmte Bevölkerung begrüßte den Kaiser mit jubelnden Zurufen. Das Wetter war prachtvoll. — Ihre Maiestäten der Kaiser Wilhelm und der König Albert traten Nachmittags 1 Uhr 40 Minuten von Station Nickritz aus die Rückreise nach Dresden an. London, 15 September. Dem „Reutei'schen Bureau" wird aus Alerandrien gemeldet, Arabi und Tulba Pascha seien von dem Polizei-Präsecten in Kairo fest- * genommen worden, als sie versuchten, die Bevölkerung zum Widerstand- auhureuen — Eine Depesche des Generals Wolseley aus Bmha von heute sagt- Ich bin soeben hier angekommen. General Lowe hat gestern Kairo besetzt. Arabi Pascha und Tulba Pascha haben sich dem General bedingungslos ergeben, die gegen 10 000 Mann zählenden Truppen Arabi Paschas haben die Waffen niedergelegt. Der Polizeipräfect von Kairo hat die Aufrechterhaltung der Ordnung übernommen. Ich begebe mich unverzüglich nach Kairo. Lokale-. Gießen, 16. September. sM i litärdienstnach r i ch t emj Oberst Hoffmann, Kommandant von Sonderburg-Düppel den Character als Generalmasor erhalten. Baron v Gollas (Stellvertreter des erkrankten Oberst v. Westernhagen im 116 3nfant®ie=sRe8tment)3um Oberft, Major B - rtram vom 118. Infanterie-Regiment zum Oberau,enant ernannt, ^herzogliches Ministerium des Innern und der Justiz dein Gesuch e uer großen Anzahl hiesiger Bürger um Erlaudniß zur Nieder- lllssüng Bmmherz^ger Schwestern in Gießen in dankenswerther Weif- -ntsvrochen hat. Schreiner August Weber ein Sohn, Christian, geboren den Porzellanofensetzer Georg Stadler ein Sohn, Johann Karl, Kaufmann Konrad Josef Keller ein Sohn, Karl Josef Daniel, Der Inhalt dieser ersten Nummer ist ein äußerst mannigfaltiger und das Programm hat nicht zu viel versprochen. Wir finden Auszüge aus nicht weniger denn 169 Zettungen und Zeitschriften aus allen Ländern der Erde. Jedermann, der ernste Politiker wie die Hausfrau, wird hier reichlich seine Rechnung finden. Der Preis ist so niedrig gehalten, daß auch der Minderbemittelte sich diese Wochenschau halten kann. Bierteljährltch 2,50 X, Probe-Abonnement für September 85 Pf. _________________________________________ 7. August. Denselben. Dem geboren den 17. August. Denselben. Dem Beerdigte. Den 12. September. Katharina Loth, qeb. Nicolay, Wittwe des Schneidermeisters Johannes Loth, alt 76 Jahre, starb den 9. September. Denselben. Balthasar Nies, pmsionirter Weichensteller, alt 57 Jahre, starb den 9. September. Den 14. September. Konrad Hofmann Metzgermeifier, alt 31 Jahre, starb den 12. September. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. September. 13. Spengler Joh. Hemr. Walz mit Elise Scherff, Tochter deS Glasermeisters Joh. Konr. Scherff von Lich- 13. Taglöhner Jacob Schaaf mit Elisabethe Wießuer. Tochter des Taglöhners Heinrich Wietzner von Kesselbach. 13. Schneider Heinrich Schmidt von Lollar mit Margarethe Gerhardt von Ruppertenrod. Eheschließungen. September. 9. Schmiedmetster Heinrich Thomas mit Elisabethe Becker, Tochter des verstorbenen Schuhinachermeisters Philipp Becker von Gießen- 9. Architect Karl Heinrich Lüscher von Frankfurt a. M mit Marie Hardt, Tochter des verstorbenen Landwirths Heinrich Wilhelm Hardt von Kaichm. 13. Schaffner Johs. Kuhl von Nlederwelmar mit Doris Auguste Worstorff, Tochter des Schlossermeisters Friedrich Worftorff von Rinteln. 13. Bureaugchilfe Daniel Becker von Reinhardshain mit Margarethe Dietz, Tochter des Kutschers Johann Heinrich Dietz von Ober-Seemen. Geborene. September. 2. Dem Feldwebel Albert Jahn eine Tochter. 3. Dem Gärtner Friedrich Georg eine Tochter. 3. Dem Wagnermeister Karl Wunder eine Tochter, Mathilde Elisabeth Anna Johanna. 5. Dem Gastwirth Konrad Peter Prell ein Sohn. 5. Dem Schrelnermeifter Justus Heck ein Sohn, Wilhelm Karl. 6. Dem Gastwirth Louis Emil Textor eine Tochter. 7. Dem Bahnarbetter Ludwig Schmidt VI. eine Tochter, Margarethe. 7. Dem Schreiner Philipp Damm eine Tochter, Elisabeth- 7. Dem Schlossermeister Karl Wigandt eine Tochter. 8. Dem Schuhmacher Heinrich Krug ein Sohn. 8. Dem Bäckermeister Karl Plank eine Tochter, Luise. 9. Dem Korbmacher August Werner eine Tochter, Margarethe. 9- Dem Telegraphen-Secretär Joachim Johann Wiese eine Tochter, Marie Margarethe Christine Elisabethe. 9. Eme Tochter von auswärts, Luise Auguste. 10. Dem Metzgermeister Louis Vogt ein Sohn. 10. Dem Kaufmann Rodert Hecker eine Tochter, Christine Mathilde. 10. Ein Sohn von auswärts, Johannes- 10- Dem Arbeiter Jacob Harth von Ober-Mockstadt eine Tochter, Marie. 11. Dem Schreiner Christian Weber eine Tochter, Bertha Christiane Wilhelmine. 11. Ein Sohn von auswärts, Wilhelm- Gestorbene. September. 9- Der pens. Weichenwärter Balth. Nies, 57 Jahre alt. 9. Katharine Loth, geb- Nicolay, 76 Jahre alt, Wittwe des Schneidermeisters Johs. Loth- 10. (Schneider Ludwig Ruckelshausen, 20 Jahre ult, von Watzenborn. 12. Metzgcrmeifter Konrad Hofmann, 31 Jahre alt. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 9. September. Heinrich Marlin Thomas, Schmiedemeister zu Gießen und Georgine Elisabeth Becker, Tochter des oerftorbenen Schuhmachermeisters Philipp Becker m Gießen. _ Denselben. Karl Heinrich Lüscher, Architect zu Frankfurt a. M- und Marie Hardt, Tochter des verstorbenen Landwirths He'nrich Hardt zu Kaichen. Den 13. September. Johannes Kuhl, Schaffner zu Gießen, ein Wittwer und Doris Auguste Worftorff, Tochter des Schlossecmetsters Friedrich Worstorff zu Rinteln. Denselben. Daniel Becker, Bureaugchilfe zu Gießen und Margarethe Dietz, Tochter des Kutschers Johann Heinrich Dietz zu Frankfurt a. M. Getaufte. Den 9- September. Dem Calculator Ludwig Rullmann eine Tochter, Marie Luise, geboren den 5. August. Den 10. September. Dem Schaffner Konrad Hartmann eine Tochter, Auguste, geboren den 23- August. Denselben. Dem Lehrschmied Ernst Mohrmann eine Tochter, Anna Wilhelmine, geboren den 26. Juli. Denselben. Dem Schuhmacher Max Simon eine Tochter, Susanne Elisabeth, geboren den 14. August- Denselben. Dem Schmied Friedrich August Benk eine Tochter, Katharine Friederike, geboren den 8. Juni. Denselben. Dem r ‘ geboren den 1. August. Den 15. September. Dem Fabrikanten Ludwig Heinrich Mylius eine Tochter, Luise, geboren den 21. August. versuche vor Augen führen. Ferner wird die landwirthschastliche Winterschule zu Friedberg eine durch Herrn Dr. Tob.sch oaseldst sehr sorgfa l.g georonete Collection lmldwirlhschaftlicher Lehrmittel zur Anschauung bringen, welche eine besondere Aufmerksamkeit verdienen dürfte und ebenso hat d e bekannte Leyrmittclanstalt m Bensheim !m Verem mit dem dortigen Gewerbe-Museum eine fehr reichhaltige Ausstellung allerlei Unterrichts^t^^ af tltd? Bauwesen und Landesculiurwesen wird bei der landwirthichaftlichen Ausstellung ebenfalls entsprechendoert"ten feln. Bet den landwirthschaftlichen Ausstellungen findet man fönst meistens diese Abthettung nicht, ein Beweis dafür, daß ihre Wichtigkeit leider noch vielfach verkannt wird. Im landwirthschaftlichen Bauwesen kommt Rohmaterial: Holz, Steine, Ziegel, Kalk rc. zur Ausstellung, feiner werden Modelle von Gebäuden, sowie em elferner Hühnerhof eingeschickt. Leider werden Pläne über gelungene landwirthschaftli^c Gebäude fehlen- Dagegen werden von Culturtechnikern Plane über Dramagen, Be- und Entwässerungsanlagen, Consolidafionen, Bachregulirungen rc. ausgelegt, welche einen interessanten Einblick in den dermaligen Stand dieses Zweiges gewahren werden. — Den Bemühungen der Vergnügungscommlssion ist es gelungen, Herrn Securms für die Ausstellung zu gewinnen. Derselbe wird aller Voraussicht nach Dienstag den 19. l. M. seine Auffahrt unternehmen und sollen an diesem Tage die Emtttttspre se um 25 Pf erhöht roeibm. Darmstadt wird demnach das noch me gehabte Schauspiel einer Luftballonsahrt haben und steht zu erwarten, daß der Zudrang von Fremden ein öanj eminente^w^d. Hoheit ber Landgraf von Hessen hat einen Ehrenpreis von 500 Mark gestiftet und stehen noch eine ganze Anzahl von Ehrenpreisen m Aussicht^ bm Ausstellungsräumlichkeiten herrscht nunmehr ein überaus reges Leben, indem Hunderte von Händen beschäftigt sind, d.e Äusstelluligsgegenstande zu ordnen und aufzustellen und die Gattenanlagen zu vollenden. Das Arrangement deS Ganzen ist als ein höchst gelungenes zu bezeichnen und haben Se. Konrgl. Hoheit,der Großherzog, welcher am 12. L M- die Räume mit seinem Besuch beehrte, feine Allerhöchste Anerkennung ausgesprochen. Aus Thüringen, 13. September. In dem großen Gothaischen DorfeHerbs- leben, 3 Stunden von Langensalza, sind nicht nur die in diesem Jahre geimpften kleinen Kinder, sondern auch die revaccinirten 12jährigen Schnlkmder in Folge der Impfung gefährlich erkrankt. Das Fleisch fault an den Impfstellen förmlich vom Leibe und der Körper ist über und über mit Blasen bedeckt- Man befürchtet für das Leben fammt- licher Kinder. (Indem wir diese Mittheilung eines Factums geben, zweifeln wir nicht, daß das Reichs-Gesundheitsamt sich der Sache annehmen und die nöthigen Unter? fuchungen über die benutzte Lymphe rc. anstellen wird. D. Reo ) — Eine neue Art von Panorama wird demnächst tn Boston eröffnet werden. Der große Brand in Chicago wird nämlich naturgetreu zur Anschauung gebracht werden. Die Vorstellung beginnt m dem Momente, wo eine Kuh in einem Stalle eine Cerostn- lampe umfloßt und steigert sich allmälig, bis die Feuersbrunst die nachgraymte Stadt gänzlich verzehrt hat. An 150 Personen, Feuerwehrmänner und Einwohner von Chigago vorstellend wird man aus den brennenden Gebäuden flüchten und vergebliche Anstrengungen zur Bewältigung d-s verheerenden Elements unter Zuhilfenahme von Dampfspritzen u. s. w. machen sehen. Die Details des großen Brandes und namentlich die locale Topographie werden bis in das Minutiöseste dargestellt werden. Dabei ift i jede Gefahr für die Zuschauer ausgeschlosien, da die Vorstellung tn einem großen offenen Garten stattfindet und ein Teich die Scene von dem Zuschauerraum trennt. Der ganze Apparat ist so eingerichtet, daß die Vorstellung täglich mehrmals wiederholt werden_kanm .] Eine eigenthümliche kleine Schwäche hat der Präsident der französischen Republik Mr. Grevy. Er ist was man im Küchenjargon nennt „Topfgucker" und wie „Figaro" erzählt, führt ihn das bisweilen sogar in kleine Conflicte mit feinen weiblichen Küchenpotentaten, welche überall den Hausherrn nicht allzugern im Küchendepartement sehen. Herr Grevy soll allerdings neben ferner Leidenschaft für Angeln und Billardspielen noch eine andere haben, welche ihn von Zett zu Zeit in feine KÜche führt: er ist biletttrenber Conditor und soll recht delikate Törtchen und Pastetchcn zu backen wissen. Daneben regiert er denn auch die französische Republik. — Eine aufregende Scene spielte sich dieser Tage tn Dresden ab. Das fünfjährige Söhnchen des Schuhmachers Süß wurde nämlich plötzlich an der in der butten (Sterne des Particushaufes am Antonsplatz angebrachten Dachrinne hängend gesehen. Die Aufregung, welche dieser Anblick unter den zahlreichen Passanten heroorrief, spottet jeder Beschreibung. Ein allgemeiner, greller Aufschrei wurde laut,, worauf während der drei Minuten Pause, welche bis zum Herabsallen verstrich, eine ängstliche Stille eintrat. Aus dem Schnädelbach'schen Geschäfte wurden schnell Flanellballen herausgelegt, die Marktweiber gaben ihre Regenplanen zum Auffangen des K'ndes, Betten wurden heruntergeworfen und dem mit den Händchen an den Haken der Rinne hängenden Kinde nun zugerufen, die Händchen loszulassen. Dies geschah; der Knabe schlug tm Herabfallln mit den Beinen an die Meyer'sche Firma, überichlug sich und fiel in die aufgespannte Leinwand, welche zwar zerriß, aber den Anprall doch wesentlich milderte, so daß das Kmd unbeschädigt aus den unterlegten Betten hcivor- geholt werden konnte. , r — Musik und Kochkunst in schönem Verein finden wir in einem Inserat des „Graudenzer Geselligen" verschwistert. Ein Musikalienhändler empfiehlt eine „Eier- Polka" mit folgender Gebrauchsanweisung: „Man stelle die Polka auf das Notenpult des Claviers, lege sodann die Eier in kochendes Wasser und spiele nun die Polka in gemüthltchem Tempo durch. Ist man beim Ende angelangt, sind gerade 4 Minuten verflossen, die Eier sind somit pflaumenweich geworden." Es ist dies jedenfalls eine ganz neue Abart des „Eiertanzes". Literarisches. Das Echo. Wir machen unsere Leser auf die neue, bei I. H. Schorer in Berlin, in dem bekannten Verlage des „Deutschen Familienblatts" erscheinende Wochenschrift für Politik, Literatur, Kunst und Wissenschaft aufmerksam. Der Titel dieses Blattes Ist Das Echo" und fein Programm em ganz neues Es heißt darin: „Das Echo" wird keiner bereits bestehenden Wochenschrift Concurrenz machen, sondern eine durchaus eigenartige, allumfassende Uebersicht des geistigen und öffentlichen Lebens bilden; es wird aus allen großen Pießerzeugniffen aller Länder umfassende Auszüge mit Quellenangabe bringen und dadurch das interessanteste Blatt unserer Zett zu werden r-eftrebt sein Die Flut der Literatur, wie der vierteljährlich, monatlich, wöchentlich oder täglich erscheinnden Journale schwillt immer mehr an; wer wäre heute noch im Stande ein ansehnliches Btuchtheilcken des Gebotenen zu bewältigen? „Das Echo" wird seinen Abonnenten eine wohlgesichtete Auswahl alles Wissens- und Mitthettens, wenben nicht nur des Inlandes, sondern auch der ausländischen Journalliteratur liefern Stickt einzelne Schriftsteller, sondern die gefammte Presse der Welt wird an dem neuen Blatte mitarbetten. Auch alle hervorragenden Essays, alle wissenschaftlichen Artikel wie neuen Bucherscheinungen sollen Berücksichtigung finden. In ber Politik wird ,Das Echo" allen Parteischattirungen gerecht werden und die conservativen wie die liberalen, die fortschrittlichen, ultramontanen, fre,conservativen rc. Äußerungen, fnfern fie ckaracteriftisck und bedeutsam sind, parteilos verzeichnen. ' Vor uns liegt die erste Kummer d-s .Echo", ein st°,tlich-s Hest non 36 Seiten in Lüstern handlichem golioformat, mit Droht geheftet , überhaupt der äußeren Aus- ft all un a nack ein kleines Meisterwerk der modernen Buchdruckerkunft. Es ist dies unseres Wissens der erue Verbuch die Reichhaltigkeit und Billigkeit ber englischen Zeitschriften auf den Kontinent zu verpflanzen. Handel und Verkehr. Gießen, 16.Septbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. X 1.10—1.20, Hühnereier per Stück 6 4, 2 Stück 00 H, Enteneier per Stück 7 Käse per St. 5—9 Kasematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 F, Lmsen 1 Liter 25^, Tauben das Paar 50—70 H, Hühner per Stück 0.85—1.30, Hahnen per Stück X 0.55—1.00, Enten per Stück JL 1.4u—1.70, Ochsenfleisch per Pfund 66—70H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 4, Kalbfleisch 50 bis 54 H, Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 60—66 4, Kartoffeln per 100 Kilo J4 5.00—7.00, Zwiebeln per Gentner X 6-8, Milch per Liter 14—18^. Gänse X 4.00-5.00. tftanffurt a. M., 16. Septbr., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditaclien 2753/4, Staatsbahnactien 302Vi, Galizier 277%, Lombarden 131%, Nord- westbahnactien 185%, Darmstädter-Bankactien 159%, Oberschlesische E.-B.-Act. 256%, Oesterr. Silberrente 663/i6, 4% Ungar. Goldrente 7513/16, 4% 1880er Russen 69%, 5% 1877r Nüssen —, 2. Orient-Anleihe 56%, Spanier 643/16, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 68%. Tendenz schwankend, Egypter fest._____________ K E-. Allgemeiner Anzeiger. Zum Bezug von Steinkohlen in Wugenludungen und kleineren XSwaotv täten empfiehlt sich 5716 Carl Hensel. Auswanderer nach Amerika befördert bMgst 1894 Ohr. Wallenfels. ramm ungen Jie die diese einher 17 4 Linsen Hahnen -704 -64 X Zentner Phischer Sichen.) > Nord« •w a 6'9%, Mische Sieben. -ter deS ilifabeihe Schneider Tochter ect Karl itorbenen nhl von Friedrich )din mit men. Gärtner Tochter, in Sohn, öaslwirth VI, eine Wabeth. Heinrich 9. Dem r-Secretär , 9. Eine ein Sohn. Sin Sohn kstadt eine TMHon? mW Schneider er Konrad Kietzen und ilipp und Mie ittioer und reihe W - litt, tet, auattf1'- ite *6tt6, , I g(bo«n W I Objtversteigerung. Mittwoch den 20. Septbr, Mittags 12 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde zustehende Obst, bestehend in Zwetschen, meistbietend öffentlich versteigert werden. Der Aniang ist am Vicinalweg nach Hof-Gill. Dorf-Gill, 15. Septbr. 1882. Großh. Bürgermeisterei Dorf-Gill. Knöpper. 6043 Obstverfleigerung. Freitag den 22. September 1882, non Morgens 9 Uhr an, soll das Gemeinde-Obst^ bestehend in einer großen Quantität Aepfel, Birnen u. Zwetschen, an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist am Roßweg. Holzheim, 15. Septbr. 1882. Großh. Bürgermeisterei Holzheim. Jäger.6061 Oda-Versteigerung. Mittwoch den 20. Septbr., Morgens IOV2 Uhr anfangend, soll das Gemeinde-Obst, bestehend in Zwetschen, einer Quantität Aepfel und Birnen, an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ott. Grüningen, den 13. Septbr. 1882. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Leidich. 5990 Mittwoch den 20. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Karoline Mitze dahier Flur XXXX/4Oa4/io, 481 Mtr. Grabgarten, links der Chaussee, XXXXa/40y10, 481 Mtr. Grabgarten daselbst, XXXX/40a8/10, 427 Mtr. Straße das., xxxx 40a9/10, 79 Mtr. Garten das., XXXX/40a3i/1OO, 353 Mtr. Hofraithe daselbst, XXXX/4Oa35/1Oo, 403 Mtr. Grabgarten daselbst, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 1. September 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 5713 Müller. Aeitgekotenes. Apfelmost empfiehlt M62 ^erbeit. 6046 Eine Parthie diesj. Race-Tauben Mig abzugeben. Wo? sagt die Exped. ds. Bl.__________ hrinm holl. Vollhäringe, ds. marinirt. Carl Petri, 6060 vorm. G C. Spruck. | Wanzentiuktur vertilgt sofort Wanze mit Brut k Fl. 50^. Erfolg garantirt. Niederlage bei Carl Hoffmann. Prima Astrachan - Caviar empfiehlt 6052 Emil Fischbach. eftetm^’’ Sammete. Peluche unb Atlas empfiehlt in allen Farben billigst 6064 A. Fangmann. Lshrrr Hinkende Bote Deutscher Reichsbote pro 1883 sind eingetroffen und zu haben bei 5181 Wilhelm Kl Waschleder-Handschuhe empfiehlt 6034 Friedrich Teipel. ILoefimid’s bewährte diätetische Mittel. (8 goldene und silberne Medaillen und Ehrendiplome.) Das gewöhnliche Malz-Extract ist das reellste Mittel gegen Husten, Brnstcatarrh, S?ne‘S“XUDg' Das Diastase-Malz-Extract befördert die Verdauung der Mehlspeisen, empfiehlt sich daher für Personen mit schwacher Verdauung, sowie als Zusatz zu Klnder- süppchen, die dadurch viel nahrhafter werden. Das Verdanungs-Malz-Extract (mit Diastase und Pepsin) verdaut gleichzeitig die Mehlspeisen und die Fleischkost — Diese neuen Präparate gewähren den grossen Vortheil, dass sie nicht auf die Organe, sondern auf die Nährstoffe selbst einwirken. Pa8 Eisen-Malz-Extract ist das verdaulichste Mittel gegen Bleichsucht u. Blutarmuth, auch bei Reconvalescenten, sowie bei schwächlichen Kindern sehr kräftigend. Das Kalk»Malz-Extract ist für rachitische, scrophulöse Kinder, ganz besondere aber für Lungenleidende zu empfehlen. Loeflpnd’s Malz-Extract-Bonbons sind die angenehmsten, wirk- ■ samsten, keine Säure erzeugenden Hustenbonbons. 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Die Mitglieder der 10. Rotte sind hierzu höflichst eingeladen. 6016 »er Vorstand Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu ein zweites Blatt und eine Beilage.