d?r. 190, Donnerstag den 17. August 1882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeistkblatt für den Kreis Gießen. ~~ " ” ' I . _ ~ PreiS vierteljährlich 2 Alark 20 Pf. mit Bringerlohn. *er#lHb^^avallerie angegriffen. Der Angriff wurde durch das ®e®eWeuer. 9. tfnnnter zwei Mann verloren, zurückgeschlagen. In der Nachts versuchte , ' die englischen Wachen zu passiren; einer derselben ward ersch ss , Augenblicklich hört man Gewehrfeuer gegen Osten. Aegypten. 5? S»Ä "L Ä Al-randri-? ^August. Der Khedive hat die Engländer ermächtigt, d?E,nstch? v°n Kohlen und Munition an der Küste zwilchen Alexandrien und Port Said zu verhindern. Der Kreisvertreter Damit war der Festcommers eins v v 'iiuuunc uun yjtey VIS zu Den Zyanen, von L)armuaor uno ^cainz juotcun Ullv vic ^wuiDlgen — Directorei bis na^1 Andernach, Linz, Remagen und Bonn; Offenbach, Frankfurt, Hanau, Wies- I richt der öffentlichen Meinung zu ziehen. Er wurde am hellen Tage vor seinem der des des Nachdem somit für das Prinzip der Cooperativ-Polizei die Einstimmigkeit erzielt war, beantragte der italienische Botschafter, daß die Geschwader-Chefs oder Schiffs- Commandanten am Suez-Canal seitens ihrer respectiven Regierungen anzuweisen seien, sich wegen des Ausführungsmodus ins Einvernehmen zu setzen. Auch dieser Antrag fand einstimmige Annahme. Der italienische Botschafter sprach derConserenz seinen Dank aus. — Durch einen Erlaß des Khedive an die egyptischen Civil- und Militärbehörden am Suezkanal wird denselben mitgetheilt, daß die Engländer zur Besetzung aller Punkte am Kanal ermächtigt sind, und den Behörden gleichzeitig der ausdrückliche Befehl ertheilt worden ist, der englischen Aktion in keiner Weise entgegenzutreten. Bon diesem Befehle soll auch Lesseps Kenntniß gegeben worden sein. Dar, 13. Mittelrheinische Turnfest am 12., 13., 14. und 15. August 1882 zu Neuwied. r Konstantinopel, 15. August. In der gestrigen Conferenzsitzung erklärte französische Botschafter, daß auch Frankreich dem italienischen Vorschlag bezüglich Suez-Canals sich anschließe unter Wahrung seiner Handlungsfreiheit hinsichtlich Ausführungs odus. Telegraphische Depeschen. Wolff'K telegr. Correspondenr-Bureau. Berlin, 15. August. Der „Reichs-Anz." meldet, daß der Kaiser dem Prof. Langenbeck den Charakter eines Wirkl. Geh. Raths mit dem Prädikat „Excellenz" verliehen hat. Wiesbaden, 15. August. Der König und die Königin von Dänemark sind mit der griechischen Königsfamilie heute Bormittag nach Königstein gereist, um dem Herzog und der Herzogin von Nassau einen Besuch abzustatten. Dieselben kehren heute Abend hierher zurück. Alexandrien, 15. August. Das Transportschiff „Calabria" ist mit dem General Wolseley an Bord in der vergangenen Nacht hier eingetroffen. Der englische Posten bei dem Fort Mex wurde verstärkt in Folge des Gerüchts, in englischen Diensten stehende Beduinen seien m der Umgebung desselben auf reguläre egyptijche Truppen gestoßen. Oberst Gerard unternahm heute früh eine Recognoscirung der egypt scheu Position. — Anläßlich des Bairamfestes sand beim Khedive ein, wenn auch nicht officieller Empfang statt, welchem zahlreiche Personen, darunter auch General Adye, Admiral Seymour und der österreichische Geschwader-Chef mit ihrem militärischen Gefolge beiwohnten. Nach hier circulirenden aber ganz unverbürgten Gerüchten hätte Arabi Pascha am vorigen Sonntag von einer Versammlung von Ulemas zwei Fetwas ausgewirkt, in denen der Sultan für abgesetzt erklärt und der Scherif von Mekka zu seinem Nachfolger ernannt würde. Neuwied, das freundliche Städtchen, schön gelegen in dem prächtigen, weiten Thalkcssil des Rheines, der sich von Andernach bis Coblenz-Ehrenbreitstein erstreckt, hatte em Festgewand angelegt, welches der Bevölkerung alle Ehre machte und des Festes, dem es galt, würdig war. Fahnen, Kränze, Maien, Blumen, Ballons, Guirlanden allüberall und Inschriften aller Art mit den Bildnissen des Alten im Barte und dem Vier ^-Zeichen seines Wahlspruches: Frisch, Froh, Fromm und Frei! Der, wenn auch gewerbthätige, doch sonst so ruhige Ort sollte das Turnfest eines der fünfzehn deutschen Kreise, eines der größten derselben, des neunten, an dessen nördlicher Mark er liegt, unter seiner Obhut gefeiert sehen. Von den 220 Vereinen des neunten deutschen Turnkretses, der elf Gaue: Gau Hessen, Main-Gau, Main-Rhein-Gau, Rheinhessen-Gau, Süd-Nassau-Gau, Nahe-S-ar- Gau, Gau Frankfurt a. M-, Gau Offenbach, Rhem-Mosel-Gau, Lahn-Dill-Gau und den Idar-Gau umfaßt, waren über 100 angemeldet mit etwa 1500 Turnern, allerdings für eine Gesammtanzahl von weit über 11000 des ganzen Kreises nicht viel; doch immer genug zur Entwicklung eines turnerischen Gesammtbtldes; es gibt auch gerade um diese Zeit des Jahres der Gründe der Abhaltungen gar viele. Schon Samstag Abend erschienen denn ungefähr bie Hälfte der Gäste und zogen unter Böllerschüssen nnd klingendem Spiele in den Fcstort em. Raketen stiegen in bie Nacht empor, bald leuchteten hier, bald dort bengalische Flammen auf und setzten Theile des Ufers und der mit Lampions beleuchteten Straßen in Helle Farben, und dem Ganzen gab die feurige Lohe der Sayner Hüttenwerke einen prächtigen Abschluß. Während so in der Stadtgas regste Leben begann, tagte der Ausschuß der inneren Kreisangelegen- heilen im Crämer'schen Gartensaale zur verathung, von der wir nur heroorheben, daß für den nächsten Festort Gießen bestimmt, Herr Reuter aus Darmstadt zum Kreisvertreter, Herr D em u th als dessen Stellvertreter und die achtzehn Preisrichter gewählt wurden. Herr Karl Reichard, Vorsitzender des Festausschusses, begrüßte die 88 Vertreter der angemeldeten Vereine und brachte das erste offictelle „Gut Heil!" auf das Gelingen des Festes. Dieses hatte sich mittlerweile auf dem geräumigen Festplatze und in der großen Festhalle schon entwickelt und bot ein buntes Bild fröhlichen Lebens. Hier begrüßte der Vorsitzende abermals die Festtheilnehmer in berzltchster Weise und brachte ein erstes allgemeines Gut Heil! auf den Kaiser aus. ~ ~ " dankte und ließ die schöne Stadt Neuwied leben. O"... ______________ _____ geleitet. Um 10 Uhr zog der Neuwieder ^Turn-Verein" mit Musik und der verhüllten von den Damen Neuwieds geschenkten neuen Fahne in die Halle. Es erfolgte der Weiheact, vollzogen von Herrn Karl Reichard, der dann die Fahne dem Vereine übergab mit der Mahnung, dieselbe stets in Ehren zu halten und dem Wahlspruche, den dieselbe trage, für immer treu zu bleiben. Der Senior des Vereins, Diez, dankte in warmen Worten und brachte den beiden Vorsitzenden des Festausschusses das Gut Heil! aus. Es erklang das Lied der Fahnenweihe und nun folgte Toast und Rede mit Liedern und Jubel bis zur späten Stunde. Einer der Redner in letzter Stunde ließ auch durchklingen, daß es nicht so ganz gestimmt habe bei der Vorbereitung und man Mühe gehabt, oas Fest zu Stande zu bringen. Die Väter der Stadt waren nämlich um einen Zuschuß angegangen, der mit Stimmengleichheit abgelehnt worden (hört!), und damit siel auch das offictelle Protectorat der Stadtbehörde über das Fest. Daraufhin war ein Spottgedicht vertheilt worden, worin allerdings von Dummheit die Rede war; ob es aber Klugheit war, dasselbe zu confisctren und dies selbst durch Anschlag bekannt zu machen, lassen wir einem Jeden selbst zu beurteilen übrig; der alte Fritz hat es besser gemacht. Kurz und gut, die verdienten Beschützer des Festes waren nicht in Verlegenheit, sie wußten, wo sie anklopfen konnten; dies war beim Fürsten von Wied, der auch huldvoll das Protectorat übernahm und, wie uns mitgetheilt wurde, noch einen bei weitem höheren Beitrag zusteuerte als bet den Vätern der Stadt beantragt worden. Ein herrlicher Sommertag lachte am Sonntag Morgen, als um 6 Uhr die Reveille geblasen wurde und die Schüsse den ersten Festzug eindonnerten, über dem l$en ^iten Thalgrunde und den Gipfeln der denselben in weitem Kreise um- fchuchenden Berge. Zug um Zug der Gäste kam im Verlaufe des Vormittags an und die Bewohner der Umgegend zogen in Schaaren in die bunte fröhliche Stadt ein. Gegen l1/2 Uhr stellte sich der Festzug das Rheinufer entlang auf und setzte sich gegen 2 Uhr, umwogt von einer zahllosen Menge, in Bewegung, um die Stadt in ihren breiten, geraden Straßen zu durchziehen. Zunächst nahm derselbe seine Richtung nach dem fürstlichen Schlosse, wo er vom Fürsten und den ©einigen zuerst in Augenschein genommen wurde, und gelangte nach IVzliünbigem Marsche gegen 4 Uhr auf dem Festplatz an. Dieser hatte sich inzwischen mst^ Zuschauern von Nah und Fern gefüllt und der Fürst nebst Gemahlin, den beiden ältesten Prinzen und Gefolge war auch erschienen und vom Festausschuß auf bie Tribüne zu den Ehrensitzen geleitet worden Hier zog der ankommende Zug noch einmal vorbei und dann rings um den eigentlichen Turnplatz herum: Verein auf Verein folgte und begrüßte mit jubelnbcm Hoch die Fürstenfamilie und den Festausschatz. An die 80 Fahnen wehten in bem Zuge und stark 2000 Theilnehmer, unter benen ouch Gesangvereine und die Neuwieder Schützen, zählte derselbe; da sah man bie verschiedensten Stämme von Metz bis zu den Chatten, von Darmstadt und Mainz Vermischtes. August. Der in Offenbach vermißte Knabe scheint sich bei den kürzlich hier ausgewiesenen Zigeunern befunden zu haben, wenigstens wird aus Oppenheim gemeldet, daß er bei denselben gesehen wurde. i einem hiesigen Fabrikgeschäfte, welches vom Auslände Maaren bezieht, wurde gestern zu allig ein Scorpion aufgefunden und sorgfältig in ein Glasgefäß ge= ben vorderen Tastern zwei größere Scheeren und ist der Giftstachel an der Giftblase am Ende des Schwanzes deutlich sichtbar. (Der euro- ^nif®C”rbeffen S?!» ®rallblinben oor' «ehrlicher ist d-r , .. ?' ^"6ust. Wie gefährlich es werden kann, in Rußland die Wahr- fcLmn Lanin, der Herausgeber einer rühmlichst bekannten Moskauer Ä '--Andren, der es sich zur Aufgabe gestellt hatte, infolge der ^pKurskibahn in feiner Zeitung mit schonungsloser Offenheit bie aUK^b>nf «Mh St ff Eisenbahnen herrschenden ungeheuerlichen Mißbräuche auf- zudecken und die Schuldigen — Directoren, Ingenieure und Beamte — vor das Ge- baben, Gießen, Friedberg, Homburg, Aschaffenburg, Singen, (Saftei, Worms, Kreuznach St. Johann Saarbrücken, Coblenz, Ems und Nassau und viele andere Namen zeigten uns, wie gerade dieser Kreis im bunten Durcheinander seiner Angehörigen eine der allumfassendsten Mainbrücken darstellt. Gegen 10,000 mag die Menge auf dem Festplatze betragen haben, als die Turner sich nach Abgabe der Fahnen zu den Freiübungen fertig aufstellten. Herr Beigeordneter Radermacher begrüßte Turner und Festtbeil- nehmer und brachte, wie das jetzt in Deutschland bei allen Turnfesten üblich bas erste „Gut Heil" dem Kaiser, als dem Einiger des gemeinsamen deutschen Vaterlandes Weithin erklang über den Fcstplatz das „Heil Dir im Siegerkranz" unter dem Krachen der Festbatterien. Darauf ergriff Herr Reichard das Wort, dankte Sr- Durch!, dem Fürsten zu Wied als dem Protector des Festes und forderte die Theilnehmer auf der Fürstin und dem Fürsten ein Gut Heil auszubringen, in welches die Menge begeistert einstimmte. Das Haus der fürstlichen Familie ist ja mit Neuwied so eng verbunden ist dessen Gründer und hat um dessen Entwickelung so viele Verdienste, daß diese Aufforderung, auch selbst wenn der Fürst nicht der Protector des Festes gewesen allae- meinen Widerhall finden mußte. Fürst Wilhelm dankte mit klarer, weithin über den Platz schallender Stimme und betonte, wie zu allen Zeiten das fürstliche Haus den wärmsten Antheil an Neuwied genommen und Freud und Leid mit der Stadt getheilt habe, daß er auch freudig das Protectorat über das so schöne Fest übernommen, dem er weiteres bestes Gedeihen wünschte, und auch er forderte auf zu einem Gut Heil auf die Stadt Neuwied und heute zugleich mit ihr auf das deutsche Turnen. Wie dem entsprochen wurde, ist selbstredend. Gymnasial-Oberlehrer Dr. Barlen trat nun an die Brüstung der Tribüne und sagte, daß er bestimmt worden sei, die eigentliche Festrede zu halten; wenn er aber die große Anzahl Festtoeilnehmer vor und hinter der Rednerbühne überschaue, so sei es ihm unmöglich, eine längere Rede zu halten und er beschränke sich deßhalb im Namen der Festleitung und der Neuwieder Turnerschaft darauf, den herzlichen Dank auszusprechen den Gästen, die von Nah und Fern herbei- geströmt seien, und der Neuwieder Bürgerschaft für ihr freundliches Entgegenkommen. Der schone Erfolg sei besser als alle Worte geeignet, das Unternehmen zu rechtfertigen. Alles, was er eigentlich in seiner Festrede hätte sagen wollen, fasse er in die Worte zusammen: „Unserem Feste und der Turnerei ein dreifaches Gut Heil!" Nun begannen die Freiübungen, die im Ganzen genau und gewandt ausgeführt wurden. Doch schien uns die Zahl, etwa 30 Achterreihen, etwas zu gering. Es sollte da von den Turnausschüssen mehr geschehen und dafür gesorgt werden, daß ein wuch- tige§ Massenauftreten sich zeige und nicht während der Hebungen Hunderte von Turnern umherlungern und hinter dem Bierseidel Platz nehmen. Es ist allerdings viel, bei ^"^^optschen Hitze einen Festzug mitmachen und bann in den sengenden Strahlen der Nachmtttags-Augustsonne noch zu üben. Dann richte man es mit dem Festzug anders ein, der allerdings nicht zu vermeiden ist und viel zur Stimmung des Festes beitragt, sowie dem festgebenden Orte für alle Mühe beim Schmucke und den Vor- berettungen eine verdiente Genugthuung gibt. Noch spärlicher war das Turnen der Musterriegen in zwei Ecken des Platzes, während der ganze übrige Platz leer stand. Was heitzt das denn, ba nur 3-5 Gerüche besetzt stehen und diese noch dicht umstanden von nichtturnenden Turnern und Nichtturnern. Wäre der Platz noch frei und so der außerhalb des Raumes harrenden Menge das Zuschauen möglich gewesen! So aber n k-in fesselndes turnerisches Bild gestalten; da richte man bei einer so großen Zahl Theilnehmer lieber ein ordentliches Schauturnen, dem dann einige Musterriegen folgen, ein. Die Preisturner am folgenden Tage hatten einen harten Kampf; über 200 hatten sich gemeldet, davon waren etwa 180 eingetreten und diese mußten an vorgeschriebenen Geräthen ben Kampf durchfechten. Von Morgens 7 bis Abends nach 6 Uhr dauerte der Wettkampf, aus dem gegen 50 Preisgekrönte hervorgingen. Das inzwischen stattfindende Kürturen entwickelte sich auch zu sparsam und schien unter gar keiner Leitung zu stehen, denn wenn in Rock und Mütze und selbst mit der Cigarre im Munde geturnt wird, so nennen wir das kein Kürturnen, wo die Aus- ertornen und Nichtauserkornen nach Belieben ihre Hebung küren können; aber bei alledem muß Ordnung und Einteilung und keine Willkür herrschen. Auch die allgemein auffallenden Tricot-Anzüge scheinen uns nicht der Sache würdig; die riesigen Gürtel und sonstiger Firlefanz sind säst überwunden, und auch das weiße Linnenkleid, weil bei schlechtem Wetter sehr unpraktisch, macht erfreulicherweise dem von den Oesterreichern und Sachsen überkommenen kleidsamen und haltbaren dunklen leichten Wollgewande Platz; nun ahmen wir den Belgiern und Engländern diese Kunstreiter-Costüme nach obgleich wir jetzt Gediegeneres und Besseres leisten als früher, und geben dadurch der Turnsache emen Anstrich, der vielen auffällt. Nichts für ungut, ein alter Praktiker, der mit der Turnsache steht und fällt, urtheilt so. Was nun die Einzelleistungen der Musterriegen, wie der Kürturner und der Preisturner anbelangt, da muß man alles Lob spenden den allgemeinen Fortschritten der deutschen Schule, da sieht man die Durchbildung des ganzen Körpers, die Leichtigkeit, mit denen die schwierigsten Hebungen vollbracht werden, die Stärke, die Sicherheit, gepaart mit Gewandtheit und Eleganz alles die Folge, daß unsere Vereine jetzt Schule turnen und Schule kennen, und wo und wie haben sie dieselbe kennen gelernt: auf gut geleiteten Festen und durch die endlich durchgebildete Organisation der deutschen Turnerschaft, vom kleinsten Verein bis zum Vorturneroerband, zum Gauverband und zum Kreise. Den wackern, unermüdlichen, trotz Hitze und der Hnthätigkeit Vieler den besten Dank, den Preisturnern für die vorzüglichen Leistungen das beste Lob! Wir übergehen die übrigen Theile des Festes und wünschen den weiteren Theil- nehmern der Turnfahrten besten Genuß und frohe Freude nach vollbrachtem Werke wünschen aber allen Festgebern wie Theilnehmern an Turnfesten besten und ganzen Erfolg, der ihnen nicht ausbleiben wird, wenn dieselben festhalten an den von den Führern der deutschen Turnerschaft so oft ausgesprochenen Grundsätzen: das Turnen kann nur dann seine reichen Früchte tragen, wenn es als Mittel betrachtet wird, dem Vaterlande ganze, tüchtige Manner zu erziehen, und da muß mit möglichster Ausschließung aller Aeußerlichkeiten der treue, regelmäßige Betrieb eines solchen Turnens, welches den Körper zu allen männlichen Leistungen befähigt, die Hauptsache bleiben. Darauf hin ein Gut Heil! (Köln Htg.) Lokale-. Gießen, 16. August. Von einer colossalen Menschenmenge geleitet und begleitet zogen gestern Abend gegen 9 Hhr unter den Klängen der Regimentsmusik unsere Preis turn er vom Bahnhöfe nach der Restauration Schnell, woselbst sich bis in die späte Nacht em lebhaftes, reges und fröhliches Treiben entwickelte. In unserer Stadt, wo von Alters her die Surneret gehegt und gepflegt wurde, begreift man so recht, was es heißt, einen der ersten Preise zu erkämpfen und begrüßt es darum doppelt, wenn ein solcher Fall zu verzeichnen ist. Hnter 180 Preisturnern, welche auf dem XIII. Mittelrhemifchen Turnfeft zu Neuwied in die Arena traten, erkämpfte Turner Unverzagt den 2., Karl Hoffmann den 11., Heinrich Rühl ben 26. und Gustav Trübe den 31. Srei§^ Nochmals ein kräftiges „Gut Heil!" den Siegern und möge ihr Erfolg ein günstiges Omen für das XIV. Mittelrheinfest sein, welches wir kommendes Jahr in unseren Mauern nach alter guter Sitte und Gepflogenheit feiern wollen. — Heute vormittag versuchte sich ein Lieutenant des hiesigen Regiments in seiner Wohnung mittelst Erschießens zu entleiben. Schwer verletzt wurde derselbe in das Lazareth verbracht. eiaenen Hause in dem Augenblicke, wo er aus seinem Wagen stieg, nicht etwa von Straßenräubern, sondern von zwei Elfenbahnbeamten, dem Stationschef Swentitzkt und einem Studenten des Ingenieur-Instituts, Usembo, überfallen. Ersterer versetzte Lanin mit einem eisernen Schläger einen Schlag an die Schläfe, datz er bewußtlos niederstürzte. Beide warfen sich über den Körper des Bewußtlosen, mit welcher Absicht ist schwer zu sagen. Möglich, datz das Leben Lanins nur durch die Energie seiner Frau, welche sich im Wagen befand, und durch die Hülfe des herbeigeetlten Hausknechts gerettet worden. „ , Frankfurt, 14. August. Die Bewohner eines hiesigen Gasthauses wurden in verwichener Nacht durch das überlaute Beten einer in dem Hause wohnenden Arbeiterfamilie aus dem Schlafe gestört. Mann und Frau schrien fortgesetzt in gleichem Tempo: Baler unser rc." Die Intervention des Hauswtrthes blieb fruchtlos, das Schreien der Gebete wurde fortgesetzt. Endlich reqmrtrte man Polizei, aber die Beter öffneten auch dieser nicht die Zimmer und ließen sich nicht im Geringsten stören. Als man endlich die Thür zur Wohnung der Beter geöffnet hatte, behaupteten diese, sie seien von Hexen beunruhigt worden. Einstweilen wurde die anscheinend geistesgestörte Familie in polizeiliche Verwahrung genommen. Elmshorn m Holstein, 9. August. Am Donnerstag der verflossenen Woche fiel ein zehnjähriger Knabe, der Sohn eines Arbeiters Hagemann in Seestermühle, in e-nen Abzugskanal. Sofort stürzte die in der Nähe befindliche Gräfin von Kiel- mannsegg aus Wiesbaden, des Schwimmens kundig, in den Canal, konnte aber leider der starken Strömung wegen die Rettung des Knaben nickt zur Ausführung bringen. Auch die Bemühungen des Gemahls der Gräfin und der Comteß von Kielmannsegg, Tochter des gegenwärtigen Besitzers von Seestermühle, die sich ebenfalls ins Wasser stürzten, waren erfolglos; sie wurden alle von der Strömung fortgertssen und hätten alle ihr Leben einbützen müssen, wenn nicht der Graf von Kielmannsegg, Vater der Comteß, an einer passenden Stelle sich ins Wasser begeben und die ihm Entgegenschwimmenden gepackt und gerettet hätte. — Der Stich einer giftigen Fliege hat in einem der ,Mat.-Ztg." mitgetheilten Falle traurige Folge gehabt. Em bei der Berlin-Hamburger Bahn angcstellter Feuermann, der die Heizung einer Locomotivc zu besorgen hatte, empfand am Sonntag Abend beim Passiren der Station Wittenberge einen äußerst heftig brennenden Schmerz auf der rechten Hand. Bet Ankunft in Station Nauen waren die Hand und der Unterarm bereits angeschwollen. Auf Veranlassung des anwesenden Locomotivführers wurden sofort Umschläge gemacht, trotzdem konnte aber nicht verhindert werden, daß bei der Ankunft in Berlin bereits der Arm bis zum Schulterblatt angeschwollen war. Ein nunmehr zu Rathe gezogener Arzt erkannte eine Blutvergiftung durch einen Fliegen- fticy und ordnete die sofortige UeberfÜhrung des Patienten nach einem Krankenhause an. Alle hier angewandten Mittel erwiesen sich leider als wirkungslos, denn bereits am Tage darauf gab der Vergiftete unter dm fürchterlichsten Schmerzen seinen Geist auf. — ^Selbstverbrennung^ Am Dienstag hat in Neapel ein siebzehnjähriges Mädchen seinem Leben auf eine höchst seltsame Weise ein Ende gemacht. Während nämlich ihre Eltern auf der Abendpromenade waren, stieg sie in den Keller hinab, bildete hier aus Spähnen, kleinem Holz und Stroh einen Kreis, stellte sich in dessen Mitte und entzündete dann das Stroh. Als die Eltern nach Hause kamen, fanden sie nur noch die halbverkohlte Leiche ihres Kindes vor. In einem zurückgelassenen Schreiben an ihre Mutter thetlte die Selbstmörderin mit, daß sie aus Gram darüber, weil ihr Geliebter sie so schnöde verlassen hatte, beschlossen habe, ihren Tod in den Flammen zu suchen. — fEine nachahmenswerthe Maßregel.^ Für die kleinen Rücksichtslosigkeiten, -durch welche sich die Leute auf der Straße gegenseitig das Leben erschweren, giebt es iaum geeignetere Hilfsmittel als die Spazierstöcke und Regenschirme. Bei einigem guten Willen kann man mit Stöcken und Schirmen seinen lieben Mitmenschen so beschwerlich fallen, daß jeder Gang über die Straße mit einem quälenden Mißbehagen verbunden ist. Der Aesthetiker Vischer hat einmal über die „Fußflegelet auf Eisenbahnen" mit seiner urgesunden Grobheit geeifert; gegen die Spazierstock- und Regen- schlrmflegelei auf offener Straße hätte er mit noch größerer Berechtigung ins Feld a Dct gibt es Leute, welche mit der metallenen Stockzwinge so rücksichtslos auf das Pflaster stoßen, daß die Fußspitzen der Vorübergehenden in beständiger Gefahr schweben. Andere vertreiben sich mit Vorliebe die Zen durch Balancirübungen mit feem Jxegenfajirm und man kann jeden Augenblick gewärtig sein, von dem Schirm wie von einem Wurfgeschoß getroffen zu werden. Die Leute, die mit regendurchnäßten Schirmen in der unoorsichtlgsten Weise die Pferdebahnwagen durchwandern und allen Insassen eine kleine Tropfenspende zu Theil werden lassen, gehören nicht zu den seltenen Erscheinungen. Die schlimmste und zugleich bedenklichste Rücksichtslosigkeit begehen aber diejenigen, die ihren Schirm oder Stock wagrecht unter dem Arm tragen rote ein Bajonnet und die Vorübergehenden zwingen, der drohenden Spitze in einem weiten Bogen auszuweicheu. Bei der Beobachtung dieses leidigen Unfugs haben wir schon oft bedauert, daß vor dem „Necken mit Stöcken" leider nur die Thiere im Zoologischen Garten, aber nicht die Menschen auf den Straßen geschützt sind - und wir begrüßen daher mit Freuden eine Verordnung des Aachener Polizei-Präsidiums, das aus Anlaß eines vorgekommenen Unglücksfalles das Publikum auffordert, in allen Fällen, wo Stöcke oder Schirme wagrecht getragen werden, selbstständig einzuschreiten und diese Ungezogenheit so zu beseitigen. Es wäre wünschenswerth, wenn das hiesige Publikum die gleiche Energie entfaltete - und die gefährliche Unsitte würde bald aus der Welt geschafft sein. z Die armen Sachsen sollen neuerdings Folgendes verbrochen haben: Ja das is Sie langst bekannt, wir gemtethlichen Sachsen sin belle! Stärwend rief Geethe: „Mehr Licht!" weil er feen Sachse nich war! — sEin Hofrath von Silber verschüttet.) Bet der letzten Silber-Kassen-Scon- tirung in der Staatsschuldenkasse zu Wien wäre der Director der Staatsschuldenkasse beinahe ein Opfer seines Berufes geworden. Als derselbe die in den Kassen aufgeschichteten Millionen scontirte, stürzte eine ca. 30,000 Gulden betragende, schlecht aufgeschichtete Lage Silber auf den sich eben bückenden Director und begrub ihn zum Entsetzen der anwesenden Beamten und Diener beinahe vollständig. Mit Aufgebot aller Kräfte wurde er von der ca. 7 Gentner schweren theuren Last befreit; er hatte zwar keine schweren, wohl aber einige leichtere Verletzungen erlitten. — sDesinficirung dumpfiger Kellers Um dumpfige Keller zur Aufnahme der neuen Ernte vorzubereiten, stellt man nach der „Ldw. Z. f. W." in der Mitte des Kellers, dessen Thüren und Fenster man vorher gut schließt, ein tiefes Steingutgefäß mit 1—2 Ko. Kochsalz auf, welches man mit concentrirter englischer Schwefelsäure übergießt. Nach Verlauf von 2 Stunden öffnet man sämmtliche Kellerlöcher für so lange, bis das entwickelte Chlorgas verschwunden ist und kehrt hierauf den an den Wänden und auf dem Fußboden haftenden Schimmel ab. Der auf diese Weise behandelte Keller verliert jeglichen Modergeruch, nachdem das Chlorgas alles organische Leben gelobtet und somit alle etwaigen Fäulniß- und sonstigen Verwesungsprocesse aufgehoben hat. SchiffSbericht. Mttgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C. W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 14. August. Der Postdampfer Rhein, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. August von Newyork abgegangen war, ist am 12. August 11 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Poft und Ladung gestern 1 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 122 Passagiere und volle Ladung. Frankfurt a. M., 16. August, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 271%, Staatsbahnactien 299%, Galizier 277, Lombarden 125, Nord- westbahnactien 183V«, Darmstädter-Bankactien 158%, Oberschlesische E.-B.-Act. —, Oesterr. Silberrente 66%, 4% Ungar. Goldrente 75%6, 4% 1880er Russen 69%, 5% 1877r Russen 86% g, 2. Orient-Anleihe 56%, Spanier 6315/i6, 5% Rumänische Rente 90, 4% Unific. Egypter 56%. Tendenz fest. Bekanntmachung. Die Erben der Georg Kraft Eheleute von Leihgestern haben die nachstehenden Grundstücke dasiger Gemarkung unter sich vertheilt, können aber über die Grundstücke Flur und XIV/219 und XV1/472 und über die „beschränkt" eingetragenen Grundstücke VI/435 und XXI/296 keine Erwerbs- urkunden beibringen und haben über die Grundstücke V/234, XVII/64, XVII/97 und XX/94, welche ebenfalls beschränkt eingetragen sind, sowie über die Grundstücke 1/45, 1/46 nur unvollständig quittirte Kaufbriefe vorgelegt. Es werden darum alle, welche noch Ansprüche an die genannten Grundstücke zu haben glauben, aufgefordert, solche so gewiß binnen 6 Wochen hier geltend zu machen, als sonst die Erben der Georg Kraft Eheleute als Eigentümer angesehen werden sollen, als sonst angenommenwerden soll, die Kaufschrllinge seien bezahlt und die zum Löschen des „beschränkt" erforderlichen Verfügungen erlassen, auch die Looszettel bestätigt werden sollen. Gießen, den 10. August 1882. Großherzogliches Amtsgericht. 5374 Langsdorfs. Donnerstag den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werben im Magazin bes Herrn I. M. Schulhof — Burggraben — folgende Gegenstände gegen Baarzahlung meist- Metend versteigert: 2 Sophas, 1 runder Tisch, 1 Kleiderschrank, 2 Kommoden, 2 vollständige Betten mit Sprungfedermatratzen, 6 Stühle, 1 Regulator, 1 Waschtisch und 1 Nähmaschine. Die Versteigerung fiubet bestimmt statt. Gießen, den 14. August 1882. Geißler, 5358 Gerichtsvollzieher zu Gießen. 5354 Sehr schönes Ko rnstroh empfiehlt Karl Lony. Allgemeiner Anzeiger. Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende im botanischen und dem Garten der Entbindungsanstalt, sowie in dem Gewächshause dahier auszu- sührende Arbeiten, wie: Maurerarbeit, veranschl. zu JL 1648.94, Schlosserarbeit, „ „ „ 242.45, Glaserarbeit, „ . ,, „ 210.—, sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen vom 21. bis 23. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr ber uns zur Einsicht der Interessenten offen. Die Offerten sind versiegelt, portofrei und mit der betreffenden Aufschrift versehen bis zu obigem Schlußtermin, in welchem deren Eröffnung in Gegenwart etwa erscheinender Submittenten erfolgt, einzureichen. Gießen, den 16. August 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. 5378 Walter. Arbeits-Vergebung. Nachfolgende Arbeiten sollen Sams- lag den 19. ds. Ms., Nachmittags 2 Uhr, m dem Rathhaus zu Groß- Buseck durch öffentliche Versteigerung vergeben werden: 5348 II n u ii ii ii ii ii ii ii ii H II II n ii ii n ii n n ii ii 75, 126, 12, 441, 66, 25, 10, 135, Dorn, Bezirksbauaufseher. Schreinerarbeiten, Schlofferarbeiten, Weißbinderarbeiten, Spenglerarbeiten, Steinlieferung, Chaussirarbeiten, Fuhrlöhne, Fertigen v. Faschinen, „ „ „ 20. Voranschlag und Bedingungen liegen auf der Großh. Bürgermeisterei daselbst zur Einsicht der Interessenten offen. Groß-Buseck, den 15. August 1882. Maurerarbeiten, veranschlagt zu «X. 54, Dachdeckerarbeiten, Montag den 21. August Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr werden im vormals Lange'scheu Hause am Seltersweg dahier sämmtliche Kleineifenwaaren, bestehend in Schlössern, Sägen, Stiften, Schrauben, verschiedenem Handwerkszeug, Haushaltungsgegenständen, Kochgeschirr, und dahin einschlagenden Artikeln, sowie einer Ladeneinrichtung, 2 Comptoirpulten, 1 Decimalwaage mit Gewichten und sonstigen Gegenständen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen den 16. August 1882. 5370 ÄR Pilger, Concursverwalter. Aeiigeöotenes. 5373 Stets frische siche Tafelbutter von ber Molkerei Friebelhausen empfiehlt H. Kinkel, Marttstraße D. 205. Antillen Weinessig seit Jahren bewährt, empfiehlt billigst 5281_________Emil Fischbach. Engelsing's Desinfections-Tafeln zum Desinficiren ber Krankenstuben unb Aborte, „ Räuchertafeln, „ Wäschetafeln zum Par- fümiren ber Wäsche äStück 30 5152 empfiehlt________Die Engelapotheke^ la neue holüVöWringe offerire zu 7 per Stück. 5248____________ S. Elsoffer. feinster Dorsch -feberihran, fast geruch- unb geschmacklos, in Flaschen k 60 H, X 1 und X 1.70. 4546 Derselbe eisenhaltig 1 X pr. Fl. C. Sem ml. r. Zwiebel liiicbeii Montag, Mittwoch unb Freitag Morgens um 9 Uhr. 4439 Fr. Hennings, Seltersweg. A» Saame („Weinsaal“) empfiehlt: 4965 Ungarweine: Rothweine ä Liter X —.50 bis 1.—-tI Süßweine „ „ „ 1.15 „ 2.40 sA Tokayer „ „ „ 2.40 „ 3.40j^ Ungar. Champagner ä Flasche X 3.40. Rhein-, Nahe- & Moselweine L Liter 70, 85, 90, 120 H. Rothweine. Monringer . . . ä Liter X 1.201 do. Burgunder „ „ „ 1.35 Bordeaux . - - „ 1.10 I Zuckerrübenkraut (logen. Apselkraut), la Zyrup extrafeiner Qualität, ia Zwetschenhonig empfiehlt faßweise und im Anbruch 5198 H. F. Nassauer. Cors&Uen in allen möglichen Fa^ons und Weiten empfiehlt zu billigen Preisen 2800 Robert Haas. Butter per Pfund 80 H. 5379 Neustadt D. 95. 5376 Jngendfest 1894 5105 5237 Morifis Heieff&etlfceim die Exped. dS. Bl. A5369 5310 Englisch — Frauzöfifch. Verantwortliche Redaction: A. Scheu da. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Der Ausverkauf meiner Waaren findet in meiner Wohnung statt. Herrn WILHELM REIBER, Seltersweg, übergaben wir ein Lager in Haswster, Kaslampcn, und Koch-Apparaten, L sowie allen sonstigen Gegenständen ( zur Gasbeleuchtung aus den ersten Fabriken dieser Specialitäten und in den bewährtesten Constructionen. Giessener Gaswerk. Bei günstiger Witterung: Donnerstag den 17. August, Abends 7 Uhr Vermischte Anzeigen. 5368 Ein Geschäftshaus in bester Lage der Stadt, worin seit ca. 50 Jahren ein frequentirtes Spezereigeschäft betrieben wurde, ist Familienverhältnisse halber aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. ds. Bl.__ Parterre-Wohnung von 4 Zimmern, mit Pferdestall, Wagenremise re. wird per bald zu miethen gesucht. Offerten unter 3E. 100 an 1120 Ein Familienlogis (6 Zimmer nebst Zubehör) per sofort zu vermiethen. A. Marcus, R^chensand 224. Für das Selbststudium der englischen, französischen, italienischen nnd spanischen Sprache ist die Methode Dr. Richard S. Rosenthal's:1 „DasWeisterschafts-HlMm" das vorzüglichste Unterrichtsmittel- Die Verlagsbuchhandlung versendet gegen Einsendung von ä oO Pfennig in Briefmarken franco den ersten Brief, Einleitung und Lection 1 enthaltend. Prospecte gratis. ^== Rofenthal'sche Verlagsbuchhandlung in Leipzig. 1. llocter» Seltersweg 43. 5346 Scheuer oder Lagerraum für Tabaklager gesucht. Näh, b. d. Exped. d. Bl. 5367 Eine Kaffeebrennerei wünscht den Verkauf ihres Kaffees einem tüchtigen jungen Mann in hiesiger Gegend provisions- weise zu übergeben- Reflectanten wollen ihr Gesuch unter Lit. E. 8 >00 postlagernd Siegen einsenden. nach Maß liefert unter Zusicherung bester Ausführung 5023 M. Kann, Lindenplatz. Auswanderer nach Amerika befördert billigst Ohr. Wallenfels Regenmantel für Damen und. Mädchen empfiehlt in neuesten Fagons etc. Italienisch - Spanisch. 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Schneidermeister Frech. 5305 Logis, sowie ein einzelnes Zimmer, gleichbeziehb., zuverm.inNeue-Bäue B.90. 5303 In meinem neuerbauten Haufe an der Grünbergerstraße sind mehrere Logis zu vermiethen. ______________Heinrich Stuhler.__ 4692 Der neuhergerichtete 2. Stock im Windecker'scheu Hause am Kreuz (Hem- zerling & Tribus) ist ganz oder getheilt zu vermiethen. Näheres bei Labroise, Rechtsanwalt. 5106 Ein Logis zu vermiethen bei F. Fürst Wwe. von Mitgliedern der hiesigen Regimentsmusik. Entree 95 Pf9-_______538k Alle Sorten iknlfamhfin auf das Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, rasch und Ifeimnidl 5a# trocknend, sowie alle zum Anstrelchen erforderlichen Lacke, Firnisse, Pinsel etc. ewMlt Fr. Seibel, Mäuslmr^ 373 Alle Schirmreparaturcn, sowie das Neu-Ueberziehen von Regenschirmen wird bestens besorgt von J. Weitzenkorü) Schulstraße 19. 5188 Ein Lehrling in ein hiesiges Engros-Geschäft unter günst. Bedingungen auf sofort gesucht. Schriftl. Offerten bei der Exped. ds. Bl. niederzulegen. Ankauf von Lumpen und Knochen, Papier, Akten. 3763 Louis Rothenberger, Neuenweg 194. 5371 Unterzeichneter nimmt die Beleidigung gegen Dora Völker zurück. Joh. Schaum* Carl Stehr, Schlosser, empfiehlt sich zur Ausführung von BlihLbleiter- Anlagen in bewährtester Construction. Durch Nachprüfung meiner ausgefuhrten Blitzableiter durch die Herren Dr. Buchner und Architect A. Hug wird die Leistungsfähigkeit und Solidität derselben nach- gewresen.3738 5336 Maurer und Handlanger finden dauernde Beschäftigung bei ____Philipp Grosser I»_ 5333 Schülern der unteren Klassen werden billigst Nachhülfestunden ertheilt. Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. Alle, welche noch Forderungen für etwaige gelieferte Maaren oder für geleistete Arbeiten oder Fuhren zu machen haben, wollen ihre Rechnungen binnen 8 Tagen bei Herrn Buchhalter Ed. Wetter (Weserstraße bei Herrn Kauf- mann Schäfer) einreichen.______________________DaS Comite. Aliee-Berein für Frauenbildung und 5366 Erwerb in (Meßen. Zum Besuche der am 23. und 24. August, Morgens 9—12, Nachmittag 3—6 Uhr, in dem Vereinslokal, Asterweg, stattfindenden Ausstellung der Arbeiten der Schülerinnen, sowie zu der öffentlichen Prüfung dieser ain 23. August, Morgens 9 Uhr, laden wir die Mitglieder wie alle Freunde des Verems ergebenst ein. Die Curse des Winterhalbsahrs beginnen am 2. October 1882. A. Meldungen nimmt entgegen Der Borstand. Vermietungen. 5380 Ein kleines Familienlogis sofort zu vermiethen._______Seltersweg C- 2. 5372 Ludwigsplatz 2 Logis, je 6 große Zimmer nebst allen Bequemlichkeiten, per 15. Oktober beziehbar, zu vermiethen. _____________Karl Slohr, Schlosser. 5375 Eine Wohnung von 2 Zimmern, Küche rc._________________Kirchenplatz 23. 5377 Ein kleines Logis zu vermiethen. I. Retter, Neustadt. 4589 Der 2. Stock (6 Zimmer rc.) ist durch den Wegzug des Hru. Pfarrer Wagner per 1. Oktober anderweit zu vermiethen. Th. Hauhach. _____________Bahnhofstr. C. 126. 1483 Kleines Logis zu vermiethen. ___________Adolf Hoß, Schützenstraße. 5172 Zwei kleine Logis in meinem Nebenhaus zu vermiethen. ______K. Haas, Kalkbrennereibesitzer. 5114 Eine schöne Mansardenwohnung, sowie der 1. Stock zu vermiethen. Ph. Bauer II., Bahnhofstraße. 5048 Zwei schön möbl. Zimmer zu vermiethen bei Wilh. Haustein, Bismarckstraße. 4901 Ein Logis von 4—5 Zimmern nebst Zubehör bei M. Becker, Steinstraße. 4526 Ein Familienlogis zu vermiethen bei Dr» Neuen- Bauen. 4547 In meinem Vorderhaus eine Wohnung von 3 Zimmern, im Hinterhaus eine desgleichen von 4 Zimmern, alsbald beziehbar, zu vermiethen. August Kröll, Seltersweg. 4709 Eine Mansardenwohnung ganz oder getheilt perl.Oktober zu vermiethen bei Friedrich Greiner, Frankfurterstr. 4069 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ___Neue-Bäue 85. —3987 Die Wohnung des Herrn Land- gerichtspräsidenten Knorr, 8 Zimmer rc., ist per 1. Oktober anderweit zu vermiethen. _____Hch. Adami. 3659 Der mittlere Stock meines Hauses (2 Stiegen hoch) per 15. Septbr. anderweitig zu vermiethen. Emil Fifchbach. 2785. Ein kleines Familienlogis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei August Noll im Stern. 5273 Ein kleines, gleich beziehbares Logis zu vermiethen im „Fischerhof". 4976 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ___Bleichstraße C. 395. 4966 Ein schönes Mansardenlogis (Nordanlage), bestehend in 3 Zimmern und Küche, sofort zu vermiethen. ______W. Seuliug. 4846 Ein größeres und ein kleines Famlienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen im „Darmstädter Haus". । ? "foj